Briefmarken Atteste

Thema:

Auktionskosten - sind Zinsen auf Zahlungen an BPP Prüfer zulässig ?

Array variables
id integer
394202
thread_id integer
22122
user_id integer
19329860
content string
"""
<b>Zulässige Auktionskosten?</b>\n
\n
Wer kann mir helfen?\n
\n
In meiner Auktionsverkaufsabrechnung werden mir Zinsen für die vor der Auktion geleisteten Zahlungen an BPP-Prüfer berechnet.\n
\n
Ist das üblich und zulässig?\n
\n
Anzumerken ist, dass beim Auktionshaus keine Bankschulden bestehen.\n
\n
Vom Geschäftsführer wurde mir bei der Übernahme mitgeteilt, dass alle wesentlichen Marken/Briefe nachgeprüft werden und man bei den BPP-Prüfern Sonderkonditionen als Großkunde habe. Es wurden zwar alle Rechnungen in Kopie beigefügt, aber von Nachlässen war in der Abrechnung nichts zu sehen.
"""
position integer
1
read_count integer
1342
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-02 18:12:54"
legacy_msg_id integer
394202
created_at string
"2026-08-02 18:12:54"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"Reichsfan"
Reichsfan Am: 02.08.2026 18:12:54 Gelesen: 1342 # 1
Zulässige Auktionskosten? Wer kann mir helfen? In meiner Auktionsverkaufsabrechnung werden mir Zinsen für die vor der Auktion geleisteten Zahlungen an BPP-Prüfer berechnet. Ist das üblich und zulässig? Anzumerken ist, dass beim Auktionshaus keine Bankschulden bestehen. Vom Geschäftsführer wurde mir bei der Übernahme mitgeteilt, dass alle wesentlichen Marken/Briefe nachgeprüft werden und man bei den BPP-Prüfern Sonderkonditionen als Großkunde habe. Es wurden zwar alle Rechnungen in Kopie beigefügt, aber von Nachlässen war in der Abrechnung nichts zu sehen.
Array variables
id integer
394300
thread_id integer
22122
user_id integer
82988014
content string
"Was steht denn in den AGB, denen du bei Auftragserteilung zustimmtest? Selbst wenn da Zinsen drinstünden, würde ich sagen, dass das eher eine überraschende Klausel ist, die nicht zwangsläufig gültig ist, nur weil sie da drin steht.<BR><BR>Persönlich käme ich mir verarscht vor, wenn sich ein Auktionshaus erst sehr üppige Aufschläge bei Käufern und Abschläge bei Einlieferern gönnt und dann noch jeden mit der Arbeit zusammenhängenden Handgriff extra berechnen will."
position integer
2
read_count integer
1169
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-03 20:14:47"
legacy_msg_id integer
394300
created_at string
"2026-08-03 20:14:47"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"TeeKay"
TeeKay Am: 03.08.2026 20:14:47 Gelesen: 1169 # 2
Was steht denn in den AGB, denen du bei Auftragserteilung zustimmtest? Selbst wenn da Zinsen drinstünden, würde ich sagen, dass das eher eine überraschende Klausel ist, die nicht zwangsläufig gültig ist, nur weil sie da drin steht.

Persönlich käme ich mir verarscht vor, wenn sich ein Auktionshaus erst sehr üppige Aufschläge bei Käufern und Abschläge bei Einlieferern gönnt und dann noch jeden mit der Arbeit zusammenhängenden Handgriff extra berechnen will.
Array variables
id integer
394351
thread_id integer
22122
user_id integer
21
content string
"""
@ Reichsfan [#1]\n
\n
Hallo Reichsfan,\n
\n
ich meine Du musst alle Kosten zahlen, die von Dir vertraglich unterschrieben wurden.\n
\n
Frage: Was hast Du unterschrieben ? Schau nochmal in die kompletten Konditionen der Auktionsfirma.\n
\n
Sonderkonditionen sind schwer nachzuweisen, wenn sie nicht vertraglich vereinbart oder angekündigt wurden. Telefonische Zusagen haben in aller Regel keine Beweiskraft, wenn sie nicht schriftlich bestätigt werden.\n
\n
Ich bitte hier gleichzeitig andere Mitglieder, Auktionsfirmen (auch anonym an die Redaktion) oder Juristen von ihren Erfahrungen zu berichten.\n
\n
Grüsse aus dem Allgäu, Richard
"""
position integer
3
read_count integer
989
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-04 15:36:14"
legacy_msg_id integer
394351
created_at string
"2026-08-04 15:36:14"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"Richard"
Richard Am: 04.08.2026 15:36:14 Gelesen: 989 # 3
@ Reichsfan [#1] Hallo Reichsfan, ich meine Du musst alle Kosten zahlen, die von Dir vertraglich unterschrieben wurden. Frage: Was hast Du unterschrieben ? Schau nochmal in die kompletten Konditionen der Auktionsfirma. Sonderkonditionen sind schwer nachzuweisen, wenn sie nicht vertraglich vereinbart oder angekündigt wurden. Telefonische Zusagen haben in aller Regel keine Beweiskraft, wenn sie nicht schriftlich bestätigt werden. Ich bitte hier gleichzeitig andere Mitglieder, Auktionsfirmen (auch anonym an die Redaktion) oder Juristen von ihren Erfahrungen zu berichten. Grüsse aus dem Allgäu, Richard
Array variables
id integer
394357
thread_id integer
22122
user_id integer
1392602
content string
"Reichsfan wer hat die Kosten der Prüfung durch den zuständigen BPP-Prüfer bezahlt? Wurden die durch das Auktionshaus oder durch dich gezahlt? Wie sieht die entsprechende AGB Formulierung aus?"
position integer
4
read_count integer
955
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-04 16:18:11"
legacy_msg_id integer
394357
created_at string
"2026-08-04 16:18:11"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"nagel.d"
nagel.d Am: 04.08.2026 16:18:11 Gelesen: 955 # 4
Reichsfan wer hat die Kosten der Prüfung durch den zuständigen BPP-Prüfer bezahlt? Wurden die durch das Auktionshaus oder durch dich gezahlt? Wie sieht die entsprechende AGB Formulierung aus?
Array variables
id integer
394668
thread_id integer
22122
user_id integer
21
content string
"""
Liebe Mitglieder, Prüfer und Auktionatoren,\n
\n
zur Einleitung hier die wichtigsten und gerundeten Finanzdaten, die uns unser Mitglied Reichsfan übermittelt hat:\n
\n
Erlös: 179.000 Euro\n
Auszahlung: 136.000 Euro\n
\n
Attestkosten: 10.000 Euro\n
Zinskosten: 250 Euro.\n
\n
Mittlerweile haben sich Reichsfan und das Auktionshaus geeinigt, dass die Zinskosten storniert werden.\n
\n
\n
Wir haben, noch bevor wir von der Einigung erfahren haben, unser Mitglied Harald Rauhut, Präsident des BDB Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer, nach seiner Meinung zur Berechnung der Zinskosten im Gesamtzusammenhang mit den anderen oben genannten Beträgen gefragt.\n
\n
Noch vor der Einigung Auktionshaus / Kunde haben wir von Herrn Rauhut eine umfassende und klare Meinung erhalten - ganz herzlichen Dank dafür: \n
\n
\n
   <i>Lieber Herr Ebert,\n
\n
danke für die umfassenden Unterlagen, die ich mir angesehen habe. Meine nachfolgende Antwort dürfen Sie gerne an Herrn XX weiterleiten und auch im Forum veröffentlichen:\n
\n
Die Berechnung der Zinsen ist deshalb zulässig, weil es ausdrücklich vertraglich vereinbart ist. Zugegebenermaßen sind die entsprechenden vertraglichen Passagen allerdings mir erstmalig vorliegend. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Verauslagung von Prüfgebühren in die vertraglich vereinbarte Provision stillschweigend mit eingerechnet ist, zumal es sich bei solchen Zinsverlusten nur um Marginalbeträge handelt, deren kaufmännische Verfolgung mehr Arbeit als Sinn macht. Im vorliegenden Fall hat der Auktionator eine Brutto-Provisions-Einnahme von rund 60.000,- Euro erzielt, so dass 250,- Euro Zinsen belanglos wären.\n
\n
Die vom Auktionator berechnete Provision von 12,6 % ist sehr fair, über die Höhe der Versicherungskosten von 1,75 % vom Ausruf bin ich allerdings überrascht (wir berechnen 0,5 % vom Ausruf, bei tatsächlichen Kosten von 0,55 %, die aber eine wirklich allumfassende spezielle Auktionatoren-All-Risk-Versicherung beinhaltet.)\n
\n
Kein Verständnis habe ich dafür, wenn Lose, für die 2 oder 3 Jahre alte BPP-Atteste vorliegen, erneut attestiert werden. Ich verstehe die Position des Auktionators als fairer Vermittler zwischen Käufer und Einlieferer, der die Interessen beider Seiten berücksichtigen muss. Auch mit einem 2 oder 3 Jahre alten Attest ist der Käufer statistisch gesehen „auf der sicheren Seite“.\n
\n
Letztlich beträgt die Haftungszeit des Prüfers 10 Jahre, aber auch danach ist ein vorhandenes Attest nicht sinnlos. Das setzt natürlich voraus, dass der Auktionator fachlich beurteilen kann, welches Attest und welcher Prüfer auch dann noch marktfähig ist. \n
\n
Ich würde mir insofern immer im Einzelfall überlegen, ob ich für den Einlieferer hier wirklich Kosten verursachen muss und darf. Bei einem zwei Jahre alten Attest halte ich es nicht für richtig und fair, hier ohne ausdrückliche Zustimmung des Einlieferers, stillschweigend nur unter Verweis auf die AGBs, Kosten zu verursachen. \n
\n
Ganz skurril wird es natürlich, wenn der Einlieferer vor 2 Jahren bei genau dem Auktionshaus Lose mit neuen Attesten ersteigert hat, bei dem er jetzt einliefert, und dieses Auktionshaus läßt diese Lose, die es gerade noch verkauft hat, wiederum prüfen. Dafür fehlt mir jedes Verständnis.\n
\n
Allerdings ist auch dieses Vorgehen durch die Vertragsbedingungen abgedeckt, weil eine Einschränkung fehlt, dass Prüfungen nur dann veranlasst werden sollen, wenn diese auch erforderlich sind. So ist dies bei unserem Haus in den entsprechenden AGBs geregelt, weil ich dann auch als Auktionator verpflichtet bin, eine eventuelle Prüfung dem Einlieferer gegenüber begründen zu müssen und können.\n
\n
Gestatten Sie mir zum Abschluss den Hinweis, dass das vorliegende Thema kein BDB-Mitglied betrifft.\n
\n
Beste Grüße\n
Harald Rauhut</i>
"""
position integer
5
read_count integer
737
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-09 13:31:02"
legacy_msg_id integer
394668
created_at string
"2026-08-09 13:31:02"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"Richard"
Richard Am: 09.08.2026 13:31:02 Gelesen: 737 # 5
Liebe Mitglieder, Prüfer und Auktionatoren, zur Einleitung hier die wichtigsten und gerundeten Finanzdaten, die uns unser Mitglied Reichsfan übermittelt hat: Erlös: 179.000 Euro Auszahlung: 136.000 Euro Attestkosten: 10.000 Euro Zinskosten: 250 Euro. Mittlerweile haben sich Reichsfan und das Auktionshaus geeinigt, dass die Zinskosten storniert werden. Wir haben, noch bevor wir von der Einigung erfahren haben, unser Mitglied Harald Rauhut, Präsident des BDB Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteigerer, nach seiner Meinung zur Berechnung der Zinskosten im Gesamtzusammenhang mit den anderen oben genannten Beträgen gefragt. Noch vor der Einigung Auktionshaus / Kunde haben wir von Herrn Rauhut eine umfassende und klare Meinung erhalten - ganz herzlichen Dank dafür: Lieber Herr Ebert, danke für die umfassenden Unterlagen, die ich mir angesehen habe. Meine nachfolgende Antwort dürfen Sie gerne an Herrn XX weiterleiten und auch im Forum veröffentlichen: Die Berechnung der Zinsen ist deshalb zulässig, weil es ausdrücklich vertraglich vereinbart ist. Zugegebenermaßen sind die entsprechenden vertraglichen Passagen allerdings mir erstmalig vorliegend. Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Verauslagung von Prüfgebühren in die vertraglich vereinbarte Provision stillschweigend mit eingerechnet ist, zumal es sich bei solchen Zinsverlusten nur um Marginalbeträge handelt, deren kaufmännische Verfolgung mehr Arbeit als Sinn macht. Im vorliegenden Fall hat der Auktionator eine Brutto-Provisions-Einnahme von rund 60.000,- Euro erzielt, so dass 250,- Euro Zinsen belanglos wären. Die vom Auktionator berechnete Provision von 12,6 % ist sehr fair, über die Höhe der Versicherungskosten von 1,75 % vom Ausruf bin ich allerdings überrascht (wir berechnen 0,5 % vom Ausruf, bei tatsächlichen Kosten von 0,55 %, die aber eine wirklich allumfassende spezielle Auktionatoren-All-Risk-Versicherung beinhaltet.) Kein Verständnis habe ich dafür, wenn Lose, für die 2 oder 3 Jahre alte BPP-Atteste vorliegen, erneut attestiert werden. Ich verstehe die Position des Auktionators als fairer Vermittler zwischen Käufer und Einlieferer, der die Interessen beider Seiten berücksichtigen muss. Auch mit einem 2 oder 3 Jahre alten Attest ist der Käufer statistisch gesehen „auf der sicheren Seite“. Letztlich beträgt die Haftungszeit des Prüfers 10 Jahre, aber auch danach ist ein vorhandenes Attest nicht sinnlos. Das setzt natürlich voraus, dass der Auktionator fachlich beurteilen kann, welches Attest und welcher Prüfer auch dann noch marktfähig ist. Ich würde mir insofern immer im Einzelfall überlegen, ob ich für den Einlieferer hier wirklich Kosten verursachen muss und darf. Bei einem zwei Jahre alten Attest halte ich es nicht für richtig und fair, hier ohne ausdrückliche Zustimmung des Einlieferers, stillschweigend nur unter Verweis auf die AGBs, Kosten zu verursachen. Ganz skurril wird es natürlich, wenn der Einlieferer vor 2 Jahren bei genau dem Auktionshaus Lose mit neuen Attesten ersteigert hat, bei dem er jetzt einliefert, und dieses Auktionshaus läßt diese Lose, die es gerade noch verkauft hat, wiederum prüfen. Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Allerdings ist auch dieses Vorgehen durch die Vertragsbedingungen abgedeckt, weil eine Einschränkung fehlt, dass Prüfungen nur dann veranlasst werden sollen, wenn diese auch erforderlich sind. So ist dies bei unserem Haus in den entsprechenden AGBs geregelt, weil ich dann auch als Auktionator verpflichtet bin, eine eventuelle Prüfung dem Einlieferer gegenüber begründen zu müssen und können. Gestatten Sie mir zum Abschluss den Hinweis, dass das vorliegende Thema kein BDB-Mitglied betrifft. Beste Grüße Harald Rauhut
Array variables
id integer
394721
thread_id integer
22122
user_id integer
93267
content string
"@ Richard [#5]<BR><BR>Mein herzliches Dankeschön an Herrn Rauhut für diese ehrliche Antwort (und natürlich an Richard, der bei Herrn Rauhut angefragt hatte). <BR><BR>Die Strategie des Auktionshauses ist es offensichtlich, mit einer günstigen Einlieferungsprovision zu werben, und dann sich das Geld durch &quot;Nebengebühren&quot; hereinzuholen. Das kennt man auch aus anderen Situationen im Leben. Der Haarschnitt ist günstig, und die wenigen Gramm Gel kosten dann 10 Euro extra.<BR><BR>Die Prüfergebühren gehen viel stärker ins Geld als ein paar Promille Zinsen. Da gibt es eben Auktionshäuser mit guten philatelistischen Fachkenntnissen wie Herrn Rauhut, und andere Auktionshäuser, wo man angelerntes Personal beschäftigt, und das Fachwissen und die Losbeschreibungen an Prüfer delegiert.<BR><BR>Dazu zitiere ich Herrn Rauhut:<BR><BR><I>Kein Verständnis habe ich dafür, wenn Lose, für die 2 oder 3 Jahre alte BPP-Atteste vorliegen, erneut attestiert werden. Ich verstehe die Position des Auktionators als fairer Vermittler zwischen Käufer und Einlieferer, der die Interessen beider Seiten berücksichtigen muss. Auch mit einem 2 oder 3 Jahre alten Attest ist der Käufer statistisch gesehen „auf der sicheren Seite“.<BR><BR>Letztlich beträgt die Haftungszeit des Prüfers 10 Jahre, aber auch danach ist ein vorhandenes Attest nicht sinnlos. Das setzt natürlich voraus, dass der Auktionator fachlich beurteilen kann, welches Attest und welcher Prüfer auch dann noch marktfähig ist.<BR><BR>Ich würde mir insofern immer im Einzelfall überlegen, ob ich für den Einlieferer hier wirklich Kosten verursachen muss und darf. Bei einem zwei Jahre alten Attest halte ich es nicht für richtig und fair, hier ohne ausdrückliche Zustimmung des Einlieferers, stillschweigend nur unter Verweis auf die AGBs, Kosten zu verursachen.</I><BR><BR>Ich unterstreiche voll diese Position. Prüfen geht natürlich in Ordnung, wenn wirklich Zweifel bestehen, oder die Prüfkosten durch einen höheren Zuschlag mehr als hereingeholt werden. Leider honorieren viele Käufer nicht die Prüfkosten und im Mittelfeld können die Prüfspesen schon einmal den halben Nettoerlös auffressen. Umso wichtiger ist es dann an Experten wie Herrn Rauhut zu geraten, der das Prüfrisiko auf sein Haus nimmt, und nicht unnötig prüfen lässt.<BR><BR>Herr Rauhut gibt zusätzlich auf klassischen Marken eine weit über das gesetzliche Minimum hinausgehende Echtheitsgarantie von 5 Jahren. Die Reklamationen dürften wohl im Promillebereich bewegen, sonst hätte Herr Rauhut diese kundenfreundliche Regelung schon längst abgeschafft."
position integer
6
read_count integer
486
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-10 17:09:17"
legacy_msg_id integer
394721
created_at string
"2026-08-10 17:09:17"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"drmoeller_neuss"
drmoeller_neuss Am: 10.08.2026 17:09:17 Gelesen: 486 # 6
@ Richard [#5]

Mein herzliches Dankeschön an Herrn Rauhut für diese ehrliche Antwort (und natürlich an Richard, der bei Herrn Rauhut angefragt hatte).

Die Strategie des Auktionshauses ist es offensichtlich, mit einer günstigen Einlieferungsprovision zu werben, und dann sich das Geld durch "Nebengebühren" hereinzuholen. Das kennt man auch aus anderen Situationen im Leben. Der Haarschnitt ist günstig, und die wenigen Gramm Gel kosten dann 10 Euro extra.

Die Prüfergebühren gehen viel stärker ins Geld als ein paar Promille Zinsen. Da gibt es eben Auktionshäuser mit guten philatelistischen Fachkenntnissen wie Herrn Rauhut, und andere Auktionshäuser, wo man angelerntes Personal beschäftigt, und das Fachwissen und die Losbeschreibungen an Prüfer delegiert.

Dazu zitiere ich Herrn Rauhut:

Kein Verständnis habe ich dafür, wenn Lose, für die 2 oder 3 Jahre alte BPP-Atteste vorliegen, erneut attestiert werden. Ich verstehe die Position des Auktionators als fairer Vermittler zwischen Käufer und Einlieferer, der die Interessen beider Seiten berücksichtigen muss. Auch mit einem 2 oder 3 Jahre alten Attest ist der Käufer statistisch gesehen „auf der sicheren Seite“.

Letztlich beträgt die Haftungszeit des Prüfers 10 Jahre, aber auch danach ist ein vorhandenes Attest nicht sinnlos. Das setzt natürlich voraus, dass der Auktionator fachlich beurteilen kann, welches Attest und welcher Prüfer auch dann noch marktfähig ist.

Ich würde mir insofern immer im Einzelfall überlegen, ob ich für den Einlieferer hier wirklich Kosten verursachen muss und darf. Bei einem zwei Jahre alten Attest halte ich es nicht für richtig und fair, hier ohne ausdrückliche Zustimmung des Einlieferers, stillschweigend nur unter Verweis auf die AGBs, Kosten zu verursachen.


Ich unterstreiche voll diese Position. Prüfen geht natürlich in Ordnung, wenn wirklich Zweifel bestehen, oder die Prüfkosten durch einen höheren Zuschlag mehr als hereingeholt werden. Leider honorieren viele Käufer nicht die Prüfkosten und im Mittelfeld können die Prüfspesen schon einmal den halben Nettoerlös auffressen. Umso wichtiger ist es dann an Experten wie Herrn Rauhut zu geraten, der das Prüfrisiko auf sein Haus nimmt, und nicht unnötig prüfen lässt.

Herr Rauhut gibt zusätzlich auf klassischen Marken eine weit über das gesetzliche Minimum hinausgehende Echtheitsgarantie von 5 Jahren. Die Reklamationen dürften wohl im Promillebereich bewegen, sonst hätte Herr Rauhut diese kundenfreundliche Regelung schon längst abgeschafft.
Array variables
id integer
394724
thread_id integer
22122
user_id integer
82988014
content string
"""
Ich denke, es liegt auch am Auktionshaus, ob geprüfte Ware beim Gebot honoriert wird. Wenn ich ein Wald- und Wiesen Auktionshaus bin, das alle möglichen Qualitäten anbietet, hauptsächlich aber im einfachen und mittleren Bereich, hab ich auch hauptsächlich Bieter:innen für solches Material. Spezialisiere ich mich auf hohe Qualität, ziehe ich auch Kund:innen an, die das honorieren. HBA bietet hauptsächlich qualitativ hochwertiges Material an, teils im Bund/Berlin-Bereich von vorn bis hinten aktuell durchgeprüft. Startpreis oft auch relativ niedrig. Die Endgebote sind dann oft erstaunlich hoch.\n
\n
Schlegel prüft relativ wenig für seine eigene Auktion, weil Kund:innen naturgemäß davon ausgehen können, dass DIE Prüfer-Marke in Deutschland keine Fälschungen anbietet. Die Startpreise sind da in der Regel schon relativ hoch, die Verkaufsquoten dafür niedriger als bei HBA. Also komplett andere Strategie als bei HBA, aber ähnliches Ergebnis. Was verkauft wird, wird auch zu hohen Preisen verkauft - weil Schlegel sich die entsprechenden Kund:innen aufbaute.
"""
position integer
7
read_count integer
473
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-10 17:22:10"
legacy_msg_id integer
394724
created_at string
"2026-08-10 17:22:10"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"TeeKay"
TeeKay Am: 10.08.2026 17:22:10 Gelesen: 473 # 7
Ich denke, es liegt auch am Auktionshaus, ob geprüfte Ware beim Gebot honoriert wird. Wenn ich ein Wald- und Wiesen Auktionshaus bin, das alle möglichen Qualitäten anbietet, hauptsächlich aber im einfachen und mittleren Bereich, hab ich auch hauptsächlich Bieter:innen für solches Material. Spezialisiere ich mich auf hohe Qualität, ziehe ich auch Kund:innen an, die das honorieren. HBA bietet hauptsächlich qualitativ hochwertiges Material an, teils im Bund/Berlin-Bereich von vorn bis hinten aktuell durchgeprüft. Startpreis oft auch relativ niedrig. Die Endgebote sind dann oft erstaunlich hoch. Schlegel prüft relativ wenig für seine eigene Auktion, weil Kund:innen naturgemäß davon ausgehen können, dass DIE Prüfer-Marke in Deutschland keine Fälschungen anbietet. Die Startpreise sind da in der Regel schon relativ hoch, die Verkaufsquoten dafür niedriger als bei HBA. Also komplett andere Strategie als bei HBA, aber ähnliches Ergebnis. Was verkauft wird, wird auch zu hohen Preisen verkauft - weil Schlegel sich die entsprechenden Kund:innen aufbaute.
Array variables
id integer
394731
thread_id integer
22122
user_id integer
1392602
content string
"Was mich bei der Aussage von Rauhut dann doch zu denken gibt ist die Ausage: &quot;.... dass das vorliegende Thema kein BDB-Mitglied betrifft.&quot; <BR><BR>Jetzt wäre interesant welches Auktionshaus dies ist und was da wirklich in den AGB steht."
position integer
8
read_count integer
448
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-10 17:57:28"
legacy_msg_id integer
394731
created_at string
"2026-08-10 17:57:28"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"nagel.d"
nagel.d Am: 10.08.2026 17:57:28 Gelesen: 448 # 8
Was mich bei der Aussage von Rauhut dann doch zu denken gibt ist die Ausage: ".... dass das vorliegende Thema kein BDB-Mitglied betrifft."

Jetzt wäre interesant welches Auktionshaus dies ist und was da wirklich in den AGB steht.
Array variables
id integer
394733
thread_id integer
22122
user_id integer
21
content string
"@ nagel.d [#8]<BR><BR>Es ist mit allen Beteiligten abgesprochen, dass der Name nicht veröffentlicht wird.<BR><BR>Grüsse, Richard"
position integer
9
read_count integer
445
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-10 18:05:46"
legacy_msg_id integer
394733
created_at string
"2026-08-10 18:05:46"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"Richard"
Richard Am: 10.08.2026 18:05:46 Gelesen: 445 # 9
@ nagel.d [#8]

Es ist mit allen Beteiligten abgesprochen, dass der Name nicht veröffentlicht wird.

Grüsse, Richard
Array variables
id integer
394738
thread_id integer
22122
user_id integer
31159530
content string
"""
@ nagel.d [#8]\n
\n
Es ist nicht allzu schwer festzustellen, wer als Nichtmitglied überhaupt in Betracht kommt.
"""
position integer
10
read_count integer
408
legacy_picture_id NULL
null
posted_at string
"2026-08-10 18:39:28"
legacy_msg_id integer
394738
created_at string
"2026-08-10 18:39:28"
updated_at string
"2026-08-21 07:22:31"
author_name string
"Altsax"
Altsax Am: 10.08.2026 18:39:28 Gelesen: 408 # 10
@ nagel.d [#8] Es ist nicht allzu schwer festzustellen, wer als Nichtmitglied überhaupt in Betracht kommt.