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Thema:

Bewertungspraxis für Exponate - Erfahrungen von nationalen Ausstellungen

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Hallo an alle Aussteller, und solche, die es eventuell noch werden wollen.\n
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Der Leserbrief vom Philaseiten-Mitglied 22028 in der Philatelie August 2026 hat mich jetzt doch getriggert, hier ein Thema zu Erfahrungen zur Bewertungspraxis für Exponate bei nationalen Ausstellungen zu starten.\n
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Meine Frage an Rainer: \n
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Hast du wirklich geglaubt, dass du von Alfred Schmidt (erfreulich ist, dass er geantwortet hat) eine adäquate Antwort bekommst? \n
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Es war, wie zu vermuten, eine oberflächliche Antwort, wie man sie auch von Jurorengesprächen gewohnt ist. Aufs wirklich Essentielle wird nicht eingegangen. Auf den Hinweis, er solle seine Beziehungen durch sein Netzwerk in die FIP nutzen, dieses Thema dort anzubringen, ist er nicht wirklich eingegangen. Er hat dein Ansinnen letztendlich nur oberflächlich abgewickelt. \n
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Meine Meinung dazu: Wenn selbst bei deutschen Ausstellungen (regional oder national) das angesprochen Thema „Bedeutung“ noch so praktiziert wird, wie du dies beschrieben hast, warum sollte man da bei der FIP intervenieren?\n
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Das von Rainer in der "Philatelie" angesprochene Thema „Bedeutung“ wurde hier auch schon in einem anderen Thread „Tipps zum Aufbau einer Ausstellungsammlung“ angesprochen, und letztendlich von, auf Philaseiten aktiven Juroren genauso behandelt, wie dies von Rainer in seinem Leserbrief thematisiert wurde. Sinngemäß: „Ein Exponat über Hinterdupfing“ hat kaum eine Chance in der Bewertung für „Bedeutung“ in die oberen Ränge vorzustoßen.\n
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Ich hatte dies seinerzeit als Diskriminierung von Exponaten bezeichnet, was letztendlich auch Rainer in seinem Leserbrief mit dem „Olympia-Vergleich“ im Sport ausgedrückt hat. Da bin ich absolut auf seiner Seite.\n
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Ich starte dieses Thema hier, weil ich mittlerweile auf zwei hochkarätigen nationalen Ausstellungen (NAPOSTA 2025 in Remseck und BEPHILA 2026 in Bernau) einfach (herbe) Enttäuschungen erlebt habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Erfahrungen auch andere Aussteller gemacht haben, die sich aber nicht öffentlich äußern (wollen).\n
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Ich versuche in den kommenden Beiträgen genauer darauf einzugehen, warum ich enttäuscht war. Das alles hier im ersten Beitrag aufzuführen wäre zu viel.\n
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Von Interesse wäre für mich auch, welche Erfahrungen andere Aussteller gemacht haben.\n
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Damit möchte ich heute erst einmal schließen.\n
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Viele Grüße,\n
Klemens
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 01.08.2026 21:44:40 Gelesen: 4531 # 1
Hallo an alle Aussteller, und solche, die es eventuell noch werden wollen. Der Leserbrief vom Philaseiten-Mitglied 22028 in der Philatelie August 2026 hat mich jetzt doch getriggert, hier ein Thema zu Erfahrungen zur Bewertungspraxis für Exponate bei nationalen Ausstellungen zu starten. Meine Frage an Rainer: Hast du wirklich geglaubt, dass du von Alfred Schmidt (erfreulich ist, dass er geantwortet hat) eine adäquate Antwort bekommst? Es war, wie zu vermuten, eine oberflächliche Antwort, wie man sie auch von Jurorengesprächen gewohnt ist. Aufs wirklich Essentielle wird nicht eingegangen. Auf den Hinweis, er solle seine Beziehungen durch sein Netzwerk in die FIP nutzen, dieses Thema dort anzubringen, ist er nicht wirklich eingegangen. Er hat dein Ansinnen letztendlich nur oberflächlich abgewickelt. Meine Meinung dazu: Wenn selbst bei deutschen Ausstellungen (regional oder national) das angesprochen Thema „Bedeutung“ noch so praktiziert wird, wie du dies beschrieben hast, warum sollte man da bei der FIP intervenieren? Das von Rainer in der "Philatelie" angesprochene Thema „Bedeutung“ wurde hier auch schon in einem anderen Thread „Tipps zum Aufbau einer Ausstellungsammlung“ angesprochen, und letztendlich von, auf Philaseiten aktiven Juroren genauso behandelt, wie dies von Rainer in seinem Leserbrief thematisiert wurde. Sinngemäß: „Ein Exponat über Hinterdupfing“ hat kaum eine Chance in der Bewertung für „Bedeutung“ in die oberen Ränge vorzustoßen. Ich hatte dies seinerzeit als Diskriminierung von Exponaten bezeichnet, was letztendlich auch Rainer in seinem Leserbrief mit dem „Olympia-Vergleich“ im Sport ausgedrückt hat. Da bin ich absolut auf seiner Seite. Ich starte dieses Thema hier, weil ich mittlerweile auf zwei hochkarätigen nationalen Ausstellungen (NAPOSTA 2025 in Remseck und BEPHILA 2026 in Bernau) einfach (herbe) Enttäuschungen erlebt habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Erfahrungen auch andere Aussteller gemacht haben, die sich aber nicht öffentlich äußern (wollen). Ich versuche in den kommenden Beiträgen genauer darauf einzugehen, warum ich enttäuscht war. Das alles hier im ersten Beitrag aufzuführen wäre zu viel. Von Interesse wäre für mich auch, welche Erfahrungen andere Aussteller gemacht haben. Damit möchte ich heute erst einmal schließen. Viele Grüße, Klemens
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"Wüsste ich es nicht besser, könnte ich vermuten, dass du und Rainer Reformen in der Parte... am philatelistischen Ausstellungswesen fordern. Da solltet ihr auf jeden Fall aufpassen, was ihr schreibt. Sowas kann schnell falsch verstanden werden.<BR><BR>Dabei funktioniert das Ausstellungswesen wunderbar, wie Schmidts Preis in Boston bewies. Und Schmidts Antwort an Rainer triefte nur so vor Expertise. Der Tipp, er könnte ja mal im Exponat auf die Seltenheit hinweisen oder über seine Oberlandmail (!) publizieren, ist für Rainer sicher ungemein hilfreich. Wer käme als blutiger Anfänger schon selbst auf die Idee?<BR><BR>Wenn ein Juror rote Kästchen um Belege braucht, die gleich wieder Unruhe ins schön mit einheitlichen Blattformaten (schneid deine großformatigen Belege einfach klein oder werf sie raus) ruhig gemachte Exponat bringen, dann würd ich sagen, kann man das Jurieren auch gleich lassen. Beim Fußball bringt der Torwart auch keine Handpuppen mit, um dem Schiedsrichter das Spiel zu erklären.<BR><BR>Meiner Meinung nach - und das klingt jetzt nur für Unkundige wie der Wunsch nach Reformen - müsste sich das philatelistische Ausstellungswesen erstmal darüber klar werden, was es eigentlich will. Soll für Besucher:innen ein attraktives, das Hobby positiv darstellendes Event veranstaltet werden (für mich wär das das Ziel) oder geht es um einen internen Wettstreit unter einigen wenigen Philatelist:innen? Wenn es um ein Event für Besucher:innen geht, dann wird derzeit alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Und wenn es um einen internen Wettstreit unter Gleichgesinnten geht, dann wäre es wohl eine gute Idee, das Jurieren ernster zu nehmen als bisher. Dann kann es eben nicht dutzende Exponate pro Juror geben und die Bewerteten müssen wissen, warum sie so bewertet werden, wie es geschieht."
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"TeeKay"
TeeKay Am: 01.08.2026 22:26:36 Gelesen: 4509 # 2
Wüsste ich es nicht besser, könnte ich vermuten, dass du und Rainer Reformen in der Parte... am philatelistischen Ausstellungswesen fordern. Da solltet ihr auf jeden Fall aufpassen, was ihr schreibt. Sowas kann schnell falsch verstanden werden.

Dabei funktioniert das Ausstellungswesen wunderbar, wie Schmidts Preis in Boston bewies. Und Schmidts Antwort an Rainer triefte nur so vor Expertise. Der Tipp, er könnte ja mal im Exponat auf die Seltenheit hinweisen oder über seine Oberlandmail (!) publizieren, ist für Rainer sicher ungemein hilfreich. Wer käme als blutiger Anfänger schon selbst auf die Idee?

Wenn ein Juror rote Kästchen um Belege braucht, die gleich wieder Unruhe ins schön mit einheitlichen Blattformaten (schneid deine großformatigen Belege einfach klein oder werf sie raus) ruhig gemachte Exponat bringen, dann würd ich sagen, kann man das Jurieren auch gleich lassen. Beim Fußball bringt der Torwart auch keine Handpuppen mit, um dem Schiedsrichter das Spiel zu erklären.

Meiner Meinung nach - und das klingt jetzt nur für Unkundige wie der Wunsch nach Reformen - müsste sich das philatelistische Ausstellungswesen erstmal darüber klar werden, was es eigentlich will. Soll für Besucher:innen ein attraktives, das Hobby positiv darstellendes Event veranstaltet werden (für mich wär das das Ziel) oder geht es um einen internen Wettstreit unter einigen wenigen Philatelist:innen? Wenn es um ein Event für Besucher:innen geht, dann wird derzeit alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Und wenn es um einen internen Wettstreit unter Gleichgesinnten geht, dann wäre es wohl eine gute Idee, das Jurieren ernster zu nehmen als bisher. Dann kann es eben nicht dutzende Exponate pro Juror geben und die Bewerteten müssen wissen, warum sie so bewertet werden, wie es geschieht.
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@ TeeKay [#2]\n
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Hallo,\n
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„… könnte ich vermuten, dass du und … Reformen in der Parte... am philatelistischen Ausstellungswesen fordern.“\n
\n
Da liegst du falsch. Ich fordere nichts, ich möchte nur auf eventuelle Missstände hinweisen. Ob sich dann etwas ändert, wird man sehen. Schnelle Änderungen dieser Missstände werde ich nicht erwarten, weshalb ich wohl auch Konsequenzen für mich selbst ziehen werde.\n
\n
Mir geht es hier rein um die Bewertungspraxis, nicht darum, was man generell an der Aufmachung von Ausstellungen verbessern sollte.\n
\n
Ich hatte schon eine lange Story über meine Ausstellungstätigkeit geschrieben, dann aber beschlossen, dass dies gar nicht hierher gehört. Deshalb jetzt etwas verkürzt.\n
\n
Mein Exponat „Berlin (West) – Währungsreform 1948/49“ habe ich letztmals zur  NAPOSTA 2025 in Remseck ausgestellt. \n
\n
Ich zeige nun zur Veranschaulichung mal meine Ergebnishistorie des Exponates:\n
\n
<PRE>Ausstellung\t\t\t        Rang 3  Rang 2 \tRang 1\tRang 1\n
                                        2017\t2019\t2022\t2025\n
\n
Bearbeitung und Bedeutung\t\t23\t24\t24\t24\n
Kenntnisse und Forschung\t\t26\t29\t31\t32\n
Beschaffenheit und Seltenheit\t        25\t24\t26\t25\n
Aufmachung\t\t\t\t4\t3\t4\t4\n
\n
Blattzahl                               60      84      96      144</PRE>&nbsp;<p>\t\t\n
Diese Historie lass ich jetzt erst einmal für alle Interessierten sacken. Es wäre interessant, wenn der ein oder andere einfach mal anhand der Zahlen darlegen würde, wie sich mein Exponat in der Zeit entwickelt haben könnte.\n
Ich habe mal noch die Blattzahl mit eingefügt.\n
\n
Dabei belasse ich es heute mal,\n
Klemens\n
\n
[Tabelle redaktionell in Spalten gebracht]
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 04.08.2026 20:34:38 Gelesen: 4284 # 3
@ TeeKay [#2] Hallo, „… könnte ich vermuten, dass du und … Reformen in der Parte... am philatelistischen Ausstellungswesen fordern.“ Da liegst du falsch. Ich fordere nichts, ich möchte nur auf eventuelle Missstände hinweisen. Ob sich dann etwas ändert, wird man sehen. Schnelle Änderungen dieser Missstände werde ich nicht erwarten, weshalb ich wohl auch Konsequenzen für mich selbst ziehen werde. Mir geht es hier rein um die Bewertungspraxis, nicht darum, was man generell an der Aufmachung von Ausstellungen verbessern sollte. Ich hatte schon eine lange Story über meine Ausstellungstätigkeit geschrieben, dann aber beschlossen, dass dies gar nicht hierher gehört. Deshalb jetzt etwas verkürzt. Mein Exponat „Berlin (West) – Währungsreform 1948/49“ habe ich letztmals zur NAPOSTA 2025 in Remseck ausgestellt. Ich zeige nun zur Veranschaulichung mal meine Ergebnishistorie des Exponates:
Ausstellung			        Rang 3  Rang 2 	Rang 1	Rang 1
                                        2017	2019	2022	2025

Bearbeitung und Bedeutung		23	24	24	24
Kenntnisse und Forschung		26	29	31	32
Beschaffenheit und Seltenheit	        25	24	26	25
Aufmachung				4	3	4	4

Blattzahl                               60      84      96      144
 

Diese Historie lass ich jetzt erst einmal für alle Interessierten sacken. Es wäre interessant, wenn der ein oder andere einfach mal anhand der Zahlen darlegen würde, wie sich mein Exponat in der Zeit entwickelt haben könnte. Ich habe mal noch die Blattzahl mit eingefügt. Dabei belasse ich es heute mal, Klemens [Tabelle redaktionell in Spalten gebracht]

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Na vermutlich hast du ein paar Belege zugefügt, die so selten sind, dass sie nur einmal pro Generationswechsel angeboten werden - und weil die Juroren keine Ahnung vom Gebiet haben und du keinen 5 cm breiten roten Rand drumgezogen hast, sinkt deine Seltenheitsbewertung. \n
\n
Schonmal überlegt, zu publizieren? ;-)
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"TeeKay"
TeeKay Am: 05.08.2026 17:39:53 Gelesen: 4100 # 4
Na vermutlich hast du ein paar Belege zugefügt, die so selten sind, dass sie nur einmal pro Generationswechsel angeboten werden - und weil die Juroren keine Ahnung vom Gebiet haben und du keinen 5 cm breiten roten Rand drumgezogen hast, sinkt deine Seltenheitsbewertung. Schonmal überlegt, zu publizieren? ;-)
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@ TeeKay [#4]\n
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:-)
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 05.08.2026 20:30:53 Gelesen: 4018 # 5
@ TeeKay [#4] :-)
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@ Frankenjogger [#1]\n
\n
Ganz kurz nur eine Meldung von mir da ich ja der Auslöser der Diskussion hier bin. \n
\n
Ich habe aktuell keinen klaren Kopf um hier nüchtern und sachlich zu antworten, als Testamentsvollstrecker meiner Mutter habe ich genug zu tun, selbst meine Sammlungen liegen derzeit „auf Eis“.\n
\n
Mal sehen, dass ich zu gegebener Zeit was zum Thema schreibe.
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"22028"
22028 Am: 05.08.2026 21:10:58 Gelesen: 3992 # 6
@ Frankenjogger [#1] Ganz kurz nur eine Meldung von mir da ich ja der Auslöser der Diskussion hier bin. Ich habe aktuell keinen klaren Kopf um hier nüchtern und sachlich zu antworten, als Testamentsvollstrecker meiner Mutter habe ich genug zu tun, selbst meine Sammlungen liegen derzeit „auf Eis“. Mal sehen, dass ich zu gegebener Zeit was zum Thema schreibe.
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Hallo.\n
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Alle paar Jahre kommt dieses Thema auch bei den philaseiten wieder hoch, schaut bitte mal unter &quot;Thema: Bewertung von Exponaten&quot; rein, da wird so einiges erklärt und es muss jetzt nicht wieder &quot;aufgewärmt&quot; werden. Und ... jeder, der an einer Wettbewerbsausstellung, egal in welchem Rang, teilnimmt, weiß im Vorlauf, was da passiert (auch bei der Jurierung) und jeder hat ja auch die Möglichkeit, unter den bekannten Bedingungen halt nicht auszustellen.\n
\n
mit Sammlergruß  Werner
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"HWS-NRW"
HWS-NRW Am: 06.08.2026 10:15:26 Gelesen: 3853 # 7
Hallo. Alle paar Jahre kommt dieses Thema auch bei den philaseiten wieder hoch, schaut bitte mal unter "Thema: Bewertung von Exponaten" rein, da wird so einiges erklärt und es muss jetzt nicht wieder "aufgewärmt" werden. Und ... jeder, der an einer Wettbewerbsausstellung, egal in welchem Rang, teilnimmt, weiß im Vorlauf, was da passiert (auch bei der Jurierung) und jeder hat ja auch die Möglichkeit, unter den bekannten Bedingungen halt nicht auszustellen. mit Sammlergruß Werner
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<b>Bewertungspraxis für Exponate - Erfahrungen von nationalen Ausstellungen</b>\n
\n
@ TeeKay [#2]\n
\n
 <I>&quot;Meiner Meinung nach - und das klingt jetzt nur für Unkundige wie der Wunsch nach Reformen - müsste sich das philatelistische Ausstellungswesen erstmal darüber klar werden, was es eigentlich will. Soll für Besucher:innen ein attraktives, das Hobby positiv darstellendes Event veranstaltet werden (für mich wär das das Ziel) oder geht es um einen internen Wettstreit unter einigen wenigen Philatelist:innen?&quot;</I>\n
\n
Bei vielen Ausstellungen wurde schon versucht, den (sportlichen) Wettbewerb mit das allgemeine Publikum interessierenden Elementen zu verbinden. Das reichte von Ansichtskartenexponaten außerhalb des Wettbewerbs über Malwettbewerbe für Schüler bis zu völlig frei gestalteten Exponaten.\n
\n
Auch die Ausweitung des Wettbewerbs auf die &quot;Offene Klasse&quot; diente nicht zuletzt dem Zweck der Attraktivierung für (Noch-) Nicht - Philatelisten.\n
\n
In diesem Thema geht es aber um die Erfahrungen mit nationalen Wettbewerbsausstellungen. Ich stelle seit 1979 aus und habe in dieser Zeit so einiges erlebt:\n
\n
Klar muß sein, daß jeder Wettbewerb festen Regeln unterliegt. Die kann man gut oder weniger gut finden, hat sie aber als Teilnehmer zu akzeptieren. Grundsätzliche Probleme kann es mit den Regeln bei der Formulierung und Übermittlung sowohl auf Seiten der Aussteller als auch der juroren geben. hinzu kommen auf Seiten der Juroren ggf. fehlende Sachkenntnis resp. Vorbereitung und teilweise auch offene Willkür als menschliches Problem.\n
\n
Es nützt jedoch nichts, sich extensiv mit dem menschlichen Unzulänglichkeiten zu beschäftigen. Jeder Aussteller mit langjähriger Erfahrung verfügt über einen reichhaltigen Anekdotenschatz in Bezug auf Jurorenabsonderlichkeiten. Ebenso können Juroren abenteurliche Geschichten erzählen über uneinsichtige Aussteller.\n
\n
In beiden Bereichen muß es darum gehen, grundsätzliche Schwächen des Bewertungssystems darzustellen und ggf. Änderungen vorzuschlagen.\n
\n
A Regelwerk\n
\n
Herausgreifen möchte ich einen Punkt, der nach meiner Erfahrung immer wieder zu Problemen führt: Vor Jahren wurde bei traditionellen Ländersammlungen eine auch formale Konzentration auf die Marken eingeführt. Das betraf sowohl die Gliederung des Exponates als auch die Beschreibung der Marken und Belege. Postgeschichtliche Aspekte zu erwähnen war zwar nicht völlig unerwünscht, hatte sich aber der Markenbeschreibung unterzuordnen. \n
\n
Das bedeutete eine Abkehr vom Gewohnten und erforderte einen Neuaufbau des Exponates. Kommuniziert wurde diese Umstellung über Seminare. Wer daran nicht teilnahm, hatte aber Probleme zu verstehen, was diese Umstellung konkret erforderte. Schriftliche Erläuterungen als Ergänzung zum Regelement gab es nicht. Das Ergebnis konnte ich bei einer Rang 1 Ausstellung in Haldensleben erleben. Vor einer außergewähnlich guten Taxissammlung stand der Aussteller mit seiner Frau, fassungslos ob der niedrigen Bewertung. \n
\n
Im Jurygespräch, das ich nicht miterlebt hatte, war dem Aussteller &quot;erläutert&quot; worden, warum seine Bewertung nicht seinen Erwartungen entsprochen hatte. Verstanden hatte er die Gründe nicht. Es stellte sich heraus, daß die Sammlung ursprünglich von seinem Vater aufgebaut worden und von ihm über lange Zeit ergänzt worden war. Er hatte sich im bereits fortgeschrittenen Alter die Mühe gemacht, das Exponat komplett neu aufzuziehen, orientiert am ursprünglichen Aufbau. Genau darin lag das Problem: Die Gliederung entsprach dem &quot;alten&quot; Reglement. Aufbau und Beschreibung war sehr gut, aber postgeschichtlich orientiert. Das hatte unterhalb von Rang 1 aber niemand moniert. Auch im Verein hatte man zwar sein Material bewundert, ihm aber keine Ratschläge zum Sammlungsaufbau gegeben. Als ich ihm riet, die Sammlung nach dem gültigem Reglement umzustellen, sagte er, dafür sei er zu alt, diese Arbeit mache er sich nicht noch einmal. Er werde eben nicht mehr ausstellen.\n
\n
Was lief hier falsch?\n
\n
- Der Aussteller besaß das aktuelle Reglement, war aber weder selbst noch mit Hilfe seines Vereins in der Lage, dem Inhalt das entscheidende Kriterium zu entnehmen\n
\n
- Die Juroren der unteren Wettbewerbsklassen haben das Exponat hoch bewertet, also den entscheidenden &quot;Mangel&quot; nicht zur Sprache geracht.\n
\n
- Die Jury der Rang 1 Ausstellung hat das Regelement streng angewandt, aber das wesentliche Abwertungskriterium im Jurygespräch nicht vermitteln können.\n
\n
Es gibt immer weniger Ausstellungen und immer weniger Aussteller. Man sollte deshalb seitens des Verbandes alles tun, um den wenigen Sammlern, die den Schritt zum Wettbewerbsexponat noch wagen, die Bewertungskriterien so nahezubringen, daß Enttäuschungen wie die geschilderte nicht mehr vorkommen.\n
\n
B Anwendung des Regelwerks\n
\n
Eine strikte Anwendung des Reglements setzt eine sorgfältige Beschäftigung mit dem Exponate voraus. Das Ergebnis ist im &quot;Jury-Arbeitsbogen&quot; festzuhalten. Dieser Arbeitsbogen ist so detailliert aufgegliedert, daß bei guter Kenntnis des Sammelgebietes nur geringe Abweichungen bei den Einzelergebnissen vorkommen können. Das bedeutet im Umkehrschluß, daß große Abweichungen Rückschlüsse auf mangelhafte Vorbereitung und/oder zu geringe Betrachtungszeit zulassen.\n
\n
Auf die Bereitschaft zur Vorbereitung seitens der Juroren kann sowohl der Ausstellungsveranstalter als auch der BDPh insofern Einfluß nehmen, als er die in dieser Hinsicht positiv aufgefallenen bevorzugt bzw. ausschließlich einsetzt. Verdiente Funktionäre mit Mangel an Vorbereitungswillen sollte man mit Medaillen für ihren ehrenamtlichen Einsatz, nicht aber durch Berufungen in Jurys belohnen.\n
\n
Die Aussteller sollten der Jury ihre Arbeit erleichtern durch ihre Bereitschaft, Erläuterungen und Zusammenstellungen zum Exponat, bei Bedarf auch Kopien zu liefern. So wohlfeil es ist, bei &quot;schlechten&quot; Bewertungen aüber die fehlenden Kenntnisse der Jury zu lästern - manchmal faßt man sich dabei besser auch an die eigene Nase.\n
\n
Nicht verschwiegen sei ein grundsätzliches Problem, das seinen Ursprung im internationalen Ausstellungswesen hat: Die überbewertung der &quot;großen Stücke&quot;. Das erinnert mich an ein Erlebnis in einem Kunstmuseum in Chicago: Am Eingang gab es ein Faltblatt mit den &quot;bedeutensten&quot; Kunstwerken incl. Angabe der kürzesten Wege zwischen ihnen, um sie mit möglichst geringem Zeitaufwand besichtigen zu können. Auf die Idee, daß auch die übrigen Exponante für Besucher interessant sein könnten, schien niemand gekommen zu sein. \n
\n
Ähnlich verhält es sich mit den Wettbewerbsexponaten. Entscheidend für die Bewertung sind die &quot;großen&quot; (sprich teuren) Stücke, möglichst noch mit Angabe prominenter &quot;Provenienz&quot;. Nicht selten spielt es dann keine Rolle, ob ein Exponat, wie im Reglement gefordert, &quot;ausgewogen&quot; in allen Bereichen ist. Bei traditionellen Markenausgaben läßt man dann den Bereich &quot;Entwertungen&quot; einfach weg, um eine weitere &quot;große Einheit&quot; oder eine weitere spektakuläre Frankatur zeigen zu können. Hilfreich kann es auch sein, von einem klassischen Gebiet mit weniger als 20 Marken nur eine Serie von deren 6 zu zeigen, weil es dort mehr Spektakuläres zu zeigen gibt. Für den Aufbau einer ausgewogenen traditionellen Ländersammlung fehlt den Großgold-Jägern schlicht die Zeit.\n
\n
Bei allen Unzulänglichkeite sei ein großer Vorteil der Wettbewerbsausstellungen nicht verschwiegen: Im Laufe der Zeit wird die eigene Sammlung immer besser, weil es den Anreiz der Bewertungssteigerung gibt. Außerdem geht man gelassener mit den div. Unzulänglichkeiten um.\n
\n
Beste Grüße\n
Altsax
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Altsax Am: 06.08.2026 11:54:27 Gelesen: 3811 # 8
Bewertungspraxis für Exponate - Erfahrungen von nationalen Ausstellungen @ TeeKay [#2] "Meiner Meinung nach - und das klingt jetzt nur für Unkundige wie der Wunsch nach Reformen - müsste sich das philatelistische Ausstellungswesen erstmal darüber klar werden, was es eigentlich will. Soll für Besucher:innen ein attraktives, das Hobby positiv darstellendes Event veranstaltet werden (für mich wär das das Ziel) oder geht es um einen internen Wettstreit unter einigen wenigen Philatelist:innen?" Bei vielen Ausstellungen wurde schon versucht, den (sportlichen) Wettbewerb mit das allgemeine Publikum interessierenden Elementen zu verbinden. Das reichte von Ansichtskartenexponaten außerhalb des Wettbewerbs über Malwettbewerbe für Schüler bis zu völlig frei gestalteten Exponaten. Auch die Ausweitung des Wettbewerbs auf die "Offene Klasse" diente nicht zuletzt dem Zweck der Attraktivierung für (Noch-) Nicht - Philatelisten. In diesem Thema geht es aber um die Erfahrungen mit nationalen Wettbewerbsausstellungen. Ich stelle seit 1979 aus und habe in dieser Zeit so einiges erlebt: Klar muß sein, daß jeder Wettbewerb festen Regeln unterliegt. Die kann man gut oder weniger gut finden, hat sie aber als Teilnehmer zu akzeptieren. Grundsätzliche Probleme kann es mit den Regeln bei der Formulierung und Übermittlung sowohl auf Seiten der Aussteller als auch der juroren geben. hinzu kommen auf Seiten der Juroren ggf. fehlende Sachkenntnis resp. Vorbereitung und teilweise auch offene Willkür als menschliches Problem. Es nützt jedoch nichts, sich extensiv mit dem menschlichen Unzulänglichkeiten zu beschäftigen. Jeder Aussteller mit langjähriger Erfahrung verfügt über einen reichhaltigen Anekdotenschatz in Bezug auf Jurorenabsonderlichkeiten. Ebenso können Juroren abenteurliche Geschichten erzählen über uneinsichtige Aussteller. In beiden Bereichen muß es darum gehen, grundsätzliche Schwächen des Bewertungssystems darzustellen und ggf. Änderungen vorzuschlagen. A Regelwerk Herausgreifen möchte ich einen Punkt, der nach meiner Erfahrung immer wieder zu Problemen führt: Vor Jahren wurde bei traditionellen Ländersammlungen eine auch formale Konzentration auf die Marken eingeführt. Das betraf sowohl die Gliederung des Exponates als auch die Beschreibung der Marken und Belege. Postgeschichtliche Aspekte zu erwähnen war zwar nicht völlig unerwünscht, hatte sich aber der Markenbeschreibung unterzuordnen. Das bedeutete eine Abkehr vom Gewohnten und erforderte einen Neuaufbau des Exponates. Kommuniziert wurde diese Umstellung über Seminare. Wer daran nicht teilnahm, hatte aber Probleme zu verstehen, was diese Umstellung konkret erforderte. Schriftliche Erläuterungen als Ergänzung zum Regelement gab es nicht. Das Ergebnis konnte ich bei einer Rang 1 Ausstellung in Haldensleben erleben. Vor einer außergewähnlich guten Taxissammlung stand der Aussteller mit seiner Frau, fassungslos ob der niedrigen Bewertung. Im Jurygespräch, das ich nicht miterlebt hatte, war dem Aussteller "erläutert" worden, warum seine Bewertung nicht seinen Erwartungen entsprochen hatte. Verstanden hatte er die Gründe nicht. Es stellte sich heraus, daß die Sammlung ursprünglich von seinem Vater aufgebaut worden und von ihm über lange Zeit ergänzt worden war. Er hatte sich im bereits fortgeschrittenen Alter die Mühe gemacht, das Exponat komplett neu aufzuziehen, orientiert am ursprünglichen Aufbau. Genau darin lag das Problem: Die Gliederung entsprach dem "alten" Reglement. Aufbau und Beschreibung war sehr gut, aber postgeschichtlich orientiert. Das hatte unterhalb von Rang 1 aber niemand moniert. Auch im Verein hatte man zwar sein Material bewundert, ihm aber keine Ratschläge zum Sammlungsaufbau gegeben. Als ich ihm riet, die Sammlung nach dem gültigem Reglement umzustellen, sagte er, dafür sei er zu alt, diese Arbeit mache er sich nicht noch einmal. Er werde eben nicht mehr ausstellen. Was lief hier falsch? - Der Aussteller besaß das aktuelle Reglement, war aber weder selbst noch mit Hilfe seines Vereins in der Lage, dem Inhalt das entscheidende Kriterium zu entnehmen - Die Juroren der unteren Wettbewerbsklassen haben das Exponat hoch bewertet, also den entscheidenden "Mangel" nicht zur Sprache geracht. - Die Jury der Rang 1 Ausstellung hat das Regelement streng angewandt, aber das wesentliche Abwertungskriterium im Jurygespräch nicht vermitteln können. Es gibt immer weniger Ausstellungen und immer weniger Aussteller. Man sollte deshalb seitens des Verbandes alles tun, um den wenigen Sammlern, die den Schritt zum Wettbewerbsexponat noch wagen, die Bewertungskriterien so nahezubringen, daß Enttäuschungen wie die geschilderte nicht mehr vorkommen. B Anwendung des Regelwerks Eine strikte Anwendung des Reglements setzt eine sorgfältige Beschäftigung mit dem Exponate voraus. Das Ergebnis ist im "Jury-Arbeitsbogen" festzuhalten. Dieser Arbeitsbogen ist so detailliert aufgegliedert, daß bei guter Kenntnis des Sammelgebietes nur geringe Abweichungen bei den Einzelergebnissen vorkommen können. Das bedeutet im Umkehrschluß, daß große Abweichungen Rückschlüsse auf mangelhafte Vorbereitung und/oder zu geringe Betrachtungszeit zulassen. Auf die Bereitschaft zur Vorbereitung seitens der Juroren kann sowohl der Ausstellungsveranstalter als auch der BDPh insofern Einfluß nehmen, als er die in dieser Hinsicht positiv aufgefallenen bevorzugt bzw. ausschließlich einsetzt. Verdiente Funktionäre mit Mangel an Vorbereitungswillen sollte man mit Medaillen für ihren ehrenamtlichen Einsatz, nicht aber durch Berufungen in Jurys belohnen. Die Aussteller sollten der Jury ihre Arbeit erleichtern durch ihre Bereitschaft, Erläuterungen und Zusammenstellungen zum Exponat, bei Bedarf auch Kopien zu liefern. So wohlfeil es ist, bei "schlechten" Bewertungen aüber die fehlenden Kenntnisse der Jury zu lästern - manchmal faßt man sich dabei besser auch an die eigene Nase. Nicht verschwiegen sei ein grundsätzliches Problem, das seinen Ursprung im internationalen Ausstellungswesen hat: Die überbewertung der "großen Stücke". Das erinnert mich an ein Erlebnis in einem Kunstmuseum in Chicago: Am Eingang gab es ein Faltblatt mit den "bedeutensten" Kunstwerken incl. Angabe der kürzesten Wege zwischen ihnen, um sie mit möglichst geringem Zeitaufwand besichtigen zu können. Auf die Idee, daß auch die übrigen Exponante für Besucher interessant sein könnten, schien niemand gekommen zu sein. Ähnlich verhält es sich mit den Wettbewerbsexponaten. Entscheidend für die Bewertung sind die "großen" (sprich teuren) Stücke, möglichst noch mit Angabe prominenter "Provenienz". Nicht selten spielt es dann keine Rolle, ob ein Exponat, wie im Reglement gefordert, "ausgewogen" in allen Bereichen ist. Bei traditionellen Markenausgaben läßt man dann den Bereich "Entwertungen" einfach weg, um eine weitere "große Einheit" oder eine weitere spektakuläre Frankatur zeigen zu können. Hilfreich kann es auch sein, von einem klassischen Gebiet mit weniger als 20 Marken nur eine Serie von deren 6 zu zeigen, weil es dort mehr Spektakuläres zu zeigen gibt. Für den Aufbau einer ausgewogenen traditionellen Ländersammlung fehlt den Großgold-Jägern schlicht die Zeit. Bei allen Unzulänglichkeite sei ein großer Vorteil der Wettbewerbsausstellungen nicht verschwiegen: Im Laufe der Zeit wird die eigene Sammlung immer besser, weil es den Anreiz der Bewertungssteigerung gibt. Außerdem geht man gelassener mit den div. Unzulänglichkeiten um. Beste Grüße Altsax
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@ Frankenjogger [#1]\n
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 <I>Sinngemäß: „Ein Exponat über Hinterdupfing“ hat kaum eine Chance in der Bewertung für „Bedeutung“ in die oberen Ränge vorzustoßen.</I>\n
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Mir wurde einmal das Thema &quot;Bedeutung&quot; einmal so erklärt (das was die meisten Punkte bringt zuerst):\n
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- Exponat enthält &quot;Weltraritäten&quot; (blaue und orangene Mauritius, Guyana &quot;One Cent&quot;, &quot;Inverted Jenny&quot;): Der normale Besucher kennt die Marken;\n
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- Exponat enthält &quot;Internationale Raritäten&quot; (Ochsenaugen, Ochsenköpfe, Erstausgaben England & USA): Der Briefmarkensammler kennt die Marken;\n
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- Exponat enthält nationale Raritäten (Bayerneinser, Sachsendreier, Vineta-Provisorium): Der deutsche Briefmarkensammler kennt die Marken;\n
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- Exponat enthält lokale & regionale Raritäten: Der Spezialsammler kennt die Marken.\n
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Wer jetzt wie ich nicht im Geld schwimmt, der wird als Aussteller eher lokale und regionale Raritäten zeigen können. Wenn ich &quot;Hintertupfing&quot; zeige, dann ist ein Transatlantik-Brief sicher ein Knaller. Wenn ich Transitpost über Aachen zeige, dann muss ich mit Transatlantikbriefen 1 - 2 Rahmen füllen. Der Transatlantik-Brief im Hintertupfing-Exponat ist rot umrandet und es steht ein &quot;bisher einzig registrierter Brief&quot; dabei. Der Brief wird von Juroren in Regel honoriert. Im Aachen-Exponat ist es vielleicht ein Brief der vierten Gewichtsstufe, der einen roten Rand erhält.\n
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Wenn das beim Exponat &quot;Hintertupfing&quot; der einzige Beleg ist, der bei der Erklärung anspruchsvoller ist, dann bekomme ich z.B. bei &quot;Forschung&quot; Probleme. Bei &quot;Qualität&quot; und &quot;Seltenheit&quot; werde ich ebenfalls nicht die Höchstpunktzahl erreichen. Zeige ich ein Exponat mit internationaler Transitpost und bringe ich es fertig, die Stempel und Taxvermerke fehlerfrei zu erklären, dann muss sich das m.E. auch in der Bewertung widerspiegeln. Ich kann (überspitzt ausgedrückt) &quot;Hintertupfing&quot; erforschen, brauche dafür aber &quot;nur&quot; ein Stempelhandbuch und eine Portotabelle, keine internationale Bibliothek.\n
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Wenn ich mich dafür entscheide, national oder international auszustellen, dann solle ich a) das aktuelle Reglement gelesen und verstanden haben und b) einschätzen können, wie mein Exponat ankommt. Wenn ich eine gute Bewertung haben möchte und keine Weltraritäten zeigen kann, dann muss ich für mein Thema die Werbetrommel rühren. Rainer macht das m.E. sehr gut. \n
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Ich muss aber mit einer guten Portion Realismus an das Ausstellen herangehen. Will ich eine Großgold-Medaille auf FIP-Niveau haben, muss ich mein Exponatthema entsprechend auswählen. Wenn ich Reglement und Bewertungspraxis heranziehe, dann sind klassische Themen in der Postgeschichte immer noch eine sichere Bank. Ab 1875 wird das alles schon schwieriger, ist aber nicht unmöglich. Dann muss aber alles passen.\n
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In Macau wurde das Postgeschichte-Reglement angepasst. Eine Sammlung über englische Klassik erhält nicht mehr automatisch 10 Punkte, weil England immer &quot;bedeutend&quot; ist. Umgekehrt krebsen moderne oder Spezialthemen wie eine Heimatsammlung nicht mehr bei 4 oder 5 Punkten herum. Die Juroren müssen jetzt etwas anders denken:\n
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- Ist das Thema &quot;bedeutend&quot; -&gt; 5 Punkte (Bedeutend in der Postgeschichte: Bedeutendes Land, bedeutende Ereignisse [Krieg, Inflation]); Heimatsammlungen können durchaus bedeutend sein, wenn sie z.B. einen bekannten Transitort behandeln)\n
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- Ist die Sammlung &quot;bedeutend&quot; -&gt; 5 Punkte für die beste Sammlung eines Gebietes\n
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Juriert wird von Menschen - und da wären wir wieder beim Sport: Auch Schiedsrichter sind Menschen, welche die Regeln mal mehr oder mal weniger gut auslegen. Manche jurieren großzügiger, manche strenger. \n
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Aussteller sind auch Menschen. Aber manchmal ist es besser, die Wut über ein als ungerecht empfundenes Ergebnis runterzuschlucken und sich sachlich die Punkte der Juroren zu notieren. Juroren gehen so vor, dass die wichtigen Punkte zuerst genannt werden. Wenn noch Zeit bleibt, werden auch die weniger wichtigen Punkte genannt. Bei Exponaten, die national auf Gold sind, ist es in der Regel Feintuning. \n
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Was ich für mich gelernt habe, ist mein Exponat immer zu hinterfragen. Erzählt es die Geschichte, die mir wichtig ist? Kann ich am Plan und der Einleitung etwas ändern bzw. muss ich etwas ändern? Da war Macau wichtig. Ich bekam gesagt, dass mein Exponat &quot;zu europäisch&quot; ist. Das saß erst einmal...\n
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Beste Grüße!\n
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Lars
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 06.08.2026 15:14:33 Gelesen: 3733 # 9
@ Frankenjogger [#1] Sinngemäß: „Ein Exponat über Hinterdupfing“ hat kaum eine Chance in der Bewertung für „Bedeutung“ in die oberen Ränge vorzustoßen. Mir wurde einmal das Thema "Bedeutung" einmal so erklärt (das was die meisten Punkte bringt zuerst): - Exponat enthält "Weltraritäten" (blaue und orangene Mauritius, Guyana "One Cent", "Inverted Jenny"): Der normale Besucher kennt die Marken; - Exponat enthält "Internationale Raritäten" (Ochsenaugen, Ochsenköpfe, Erstausgaben England & USA): Der Briefmarkensammler kennt die Marken; - Exponat enthält nationale Raritäten (Bayerneinser, Sachsendreier, Vineta-Provisorium): Der deutsche Briefmarkensammler kennt die Marken; - Exponat enthält lokale & regionale Raritäten: Der Spezialsammler kennt die Marken. Wer jetzt wie ich nicht im Geld schwimmt, der wird als Aussteller eher lokale und regionale Raritäten zeigen können. Wenn ich "Hintertupfing" zeige, dann ist ein Transatlantik-Brief sicher ein Knaller. Wenn ich Transitpost über Aachen zeige, dann muss ich mit Transatlantikbriefen 1 - 2 Rahmen füllen. Der Transatlantik-Brief im Hintertupfing-Exponat ist rot umrandet und es steht ein "bisher einzig registrierter Brief" dabei. Der Brief wird von Juroren in Regel honoriert. Im Aachen-Exponat ist es vielleicht ein Brief der vierten Gewichtsstufe, der einen roten Rand erhält. Wenn das beim Exponat "Hintertupfing" der einzige Beleg ist, der bei der Erklärung anspruchsvoller ist, dann bekomme ich z.B. bei "Forschung" Probleme. Bei "Qualität" und "Seltenheit" werde ich ebenfalls nicht die Höchstpunktzahl erreichen. Zeige ich ein Exponat mit internationaler Transitpost und bringe ich es fertig, die Stempel und Taxvermerke fehlerfrei zu erklären, dann muss sich das m.E. auch in der Bewertung widerspiegeln. Ich kann (überspitzt ausgedrückt) "Hintertupfing" erforschen, brauche dafür aber "nur" ein Stempelhandbuch und eine Portotabelle, keine internationale Bibliothek. Wenn ich mich dafür entscheide, national oder international auszustellen, dann solle ich a) das aktuelle Reglement gelesen und verstanden haben und b) einschätzen können, wie mein Exponat ankommt. Wenn ich eine gute Bewertung haben möchte und keine Weltraritäten zeigen kann, dann muss ich für mein Thema die Werbetrommel rühren. Rainer macht das m.E. sehr gut. Ich muss aber mit einer guten Portion Realismus an das Ausstellen herangehen. Will ich eine Großgold-Medaille auf FIP-Niveau haben, muss ich mein Exponatthema entsprechend auswählen. Wenn ich Reglement und Bewertungspraxis heranziehe, dann sind klassische Themen in der Postgeschichte immer noch eine sichere Bank. Ab 1875 wird das alles schon schwieriger, ist aber nicht unmöglich. Dann muss aber alles passen. In Macau wurde das Postgeschichte-Reglement angepasst. Eine Sammlung über englische Klassik erhält nicht mehr automatisch 10 Punkte, weil England immer "bedeutend" ist. Umgekehrt krebsen moderne oder Spezialthemen wie eine Heimatsammlung nicht mehr bei 4 oder 5 Punkten herum. Die Juroren müssen jetzt etwas anders denken: - Ist das Thema "bedeutend" -> 5 Punkte (Bedeutend in der Postgeschichte: Bedeutendes Land, bedeutende Ereignisse [Krieg, Inflation]); Heimatsammlungen können durchaus bedeutend sein, wenn sie z.B. einen bekannten Transitort behandeln) - Ist die Sammlung "bedeutend" -> 5 Punkte für die beste Sammlung eines Gebietes Juriert wird von Menschen - und da wären wir wieder beim Sport: Auch Schiedsrichter sind Menschen, welche die Regeln mal mehr oder mal weniger gut auslegen. Manche jurieren großzügiger, manche strenger. Aussteller sind auch Menschen. Aber manchmal ist es besser, die Wut über ein als ungerecht empfundenes Ergebnis runterzuschlucken und sich sachlich die Punkte der Juroren zu notieren. Juroren gehen so vor, dass die wichtigen Punkte zuerst genannt werden. Wenn noch Zeit bleibt, werden auch die weniger wichtigen Punkte genannt. Bei Exponaten, die national auf Gold sind, ist es in der Regel Feintuning. Was ich für mich gelernt habe, ist mein Exponat immer zu hinterfragen. Erzählt es die Geschichte, die mir wichtig ist? Kann ich am Plan und der Einleitung etwas ändern bzw. muss ich etwas ändern? Da war Macau wichtig. Ich bekam gesagt, dass mein Exponat "zu europäisch" ist. Das saß erst einmal... Beste Grüße! Lars
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@ Altsax [#8]\n
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&quot;<I>Bei vielen Ausstellungen wurde schon versucht, den (sportlichen) Wettbewerb mit das allgemeine Publikum interessierenden Elementen zu verbinden. Das reichte von Ansichtskartenexponaten außerhalb des Wettbewerbs über Malwettbewerbe für Schüler bis zu völlig frei gestalteten Exponaten.\n
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Auch die Ausweitung des Wettbewerbs auf die &quot;Offene Klasse&quot; diente nicht zuletzt dem Zweck der Attraktivierung für (Noch-) Nicht - Philatelisten.</I>&quot;\n
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Ja, das ist etwa so wie Pferdekutschen 2026 jetzt auch in pink anzubieten, während nebenan ein elektrischer Denza und ein Ferrari mit V12 Motor angeboten werden. Das ganze Drumherum um die offene Klasse und die frei gestalteten Exponate blieb identisch.
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"TeeKay"
TeeKay Am: 06.08.2026 19:16:45 Gelesen: 3631 # 10
@ Altsax [#8] "Bei vielen Ausstellungen wurde schon versucht, den (sportlichen) Wettbewerb mit das allgemeine Publikum interessierenden Elementen zu verbinden. Das reichte von Ansichtskartenexponaten außerhalb des Wettbewerbs über Malwettbewerbe für Schüler bis zu völlig frei gestalteten Exponaten. Auch die Ausweitung des Wettbewerbs auf die "Offene Klasse" diente nicht zuletzt dem Zweck der Attraktivierung für (Noch-) Nicht - Philatelisten." Ja, das ist etwa so wie Pferdekutschen 2026 jetzt auch in pink anzubieten, während nebenan ein elektrischer Denza und ein Ferrari mit V12 Motor angeboten werden. Das ganze Drumherum um die offene Klasse und die frei gestalteten Exponate blieb identisch.
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Hallo, \n
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da hier einige Antworten kamen, eine auch per Mail, möchte ich hier erst einmal noch ein paar Informationen zu meiner letzten Ausstellungsteilnahme mit diesem Exponat geben, bevor ich auf einzelne Antworten hier eingehen werde, falls das noch notwendig sein sollte.\n
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Ich berichte von meiner Erfahrung von der NAPOSTA 2025, bei der ich mein Exponat „Berlin (West) - Währungsreform 1948/49“ letztmals ausgestellt hatte. Das Ergebnis waren 85 Punkte – also „Gold“. Der ein oder andere wird jetzt wohl denken, was will er denn, er hat doch „Gold“ bekommen. \n
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Dazu aber erst einmal ein paar weitere Information:\n
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Ich habe im Vorfeld der Ausstellung eine Synopsis erstellt, wie das heutzutage empfohlen wird. Ob diese inhaltlich gut, mittel oder schlecht war, kann ich (noch) nicht sagen.\n
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Zumindest habe ich damit mein Exponat und dessen Aufbau, der durch das Inhaltsverzeichnis im Exponat ersichtlich war, beschrieben und hoffte damit, auch für den Bereich „Bearbeitung und Bedeutung“ einen besseren Überblick zu geben.\n
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Weiter habe ich im Jahr 2023 nach fünf Jahren Arbeit, das neue, aktuelle Handbuch für die Zeit der Berliner Währungsreform veröffentlicht (300 Seiten). Deshalb auch der, sicher sarkastisch gemeinte Kommentar von TeeKay [#4]:   <I>„Schonmal überlegt, zu publizieren?“</I>.\n
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Meine Bewertung für den Bereich „Kenntnisse und Forschung“ ist zwar mit 32 Punkten hoch, aber was kann man eigentlich mehr tun, um hier in die obersten Sphären vorzustoßen? \n
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Es muss ja nicht die volle Punktzahl sein, aber mit welcher Rechtfertigung wären hier nicht 34 Punkte möglich? Im Übrigen hat das Buch bei zwei Teilnahmen bei Literaturwettbewerben einmal 90 Punkte und einmal 91 Punkte erreicht.\n
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Des Weiteren konnte ich aufgrund eines Todesfalles bei einer Sammlungsauflösung die letzten fehlenden Schlüsselstücke für mein Exponat erwerben (es fehlen letztendlich nur noch ein, vielleicht zwei Belege, mit denen die Darstellung des postgeschichtlichen Inhaltes dieser Zeit dann umfassend dargestellt wäre). \n
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Peter Koegel meinte mal, jeder Ausstellungssammler weiß, welche Belege ihm noch zur Vollkommenheit fehlen.\n
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Auch diesbezüglich der sarkastische Kommentar von TeeKay [#4]  <I>&quot;vermutlich hast du ein paar Belege zugefügt, die so selten sind, dass sie nur einmal pro Generationswechsel angeboten werden&quot;</I>.\n
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Letztendlich habe ich seit meiner Erstausstellung 2017 einen guten fünfstelligen Betrag investiert. Ich hatte das erstaunliche Glück, dass der von TeeKay [#4] erwähnte Generationenwechsel für mein Sammelgebiet innerhalb von 10 Jahren stattfand, und ich auch diese Gelegenheiten, leider auch über zwei Etappen (mir wäre es lieber gewesen, der verstorbene Sammler wäre noch unter uns) nutzen konnte. Manche Sammler warten 30 Jahre und mehr, um ihre Schlüsselstücke zu bekommen. \n
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\n
Seit meiner Erstteilnahme 2017 hat sich meine Punktzahl für „Beschaffenheit und Seltenheit“ mit der normalen Schwankung von einem Punkt nicht verändert (Frankenjogger [#3]). Trotz Synopsis und Hervorhebung der Schlüsselstücke (sprich Seltenheiten) habe ich sogar einen Punkt weniger erhalten. Kann mir das mal bitte einer nachvollziehbar erläutern? Oder sind meine Ansprüche einfach zu verpeilt?\n
\n
Schlussendlich hatte ich das Exponat aufgrund meiner bisherigen Ergebnisse in der &quot;Aufmachung&quot; komplett neu aufgesetzt, eine bessere Gliederung der Blätter vorgenommen, auch farblich etwas umgestellt, um zu versuchen, einen ruhigeren Grundton in das Exponat zu bekommen. Auch das fruchtete nicht.\n
\n
Vielleicht kann der ein oder andere jetzt nachvollziehen, weshalb ich sehr enttäuscht von diesem Ergebnis war und hier dieses Thema &quot;Bewertungspraxis für Exponate&quot; eröffnete.\n
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Das reicht erst einmal für heute,\n
Klemens
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 06.08.2026 20:36:34 Gelesen: 3579 # 11
Hallo, da hier einige Antworten kamen, eine auch per Mail, möchte ich hier erst einmal noch ein paar Informationen zu meiner letzten Ausstellungsteilnahme mit diesem Exponat geben, bevor ich auf einzelne Antworten hier eingehen werde, falls das noch notwendig sein sollte. Ich berichte von meiner Erfahrung von der NAPOSTA 2025, bei der ich mein Exponat „Berlin (West) - Währungsreform 1948/49“ letztmals ausgestellt hatte. Das Ergebnis waren 85 Punkte – also „Gold“. Der ein oder andere wird jetzt wohl denken, was will er denn, er hat doch „Gold“ bekommen. Dazu aber erst einmal ein paar weitere Information: Ich habe im Vorfeld der Ausstellung eine Synopsis erstellt, wie das heutzutage empfohlen wird. Ob diese inhaltlich gut, mittel oder schlecht war, kann ich (noch) nicht sagen. Zumindest habe ich damit mein Exponat und dessen Aufbau, der durch das Inhaltsverzeichnis im Exponat ersichtlich war, beschrieben und hoffte damit, auch für den Bereich „Bearbeitung und Bedeutung“ einen besseren Überblick zu geben. Weiter habe ich im Jahr 2023 nach fünf Jahren Arbeit, das neue, aktuelle Handbuch für die Zeit der Berliner Währungsreform veröffentlicht (300 Seiten). Deshalb auch der, sicher sarkastisch gemeinte Kommentar von TeeKay [#4]: „Schonmal überlegt, zu publizieren?“. Meine Bewertung für den Bereich „Kenntnisse und Forschung“ ist zwar mit 32 Punkten hoch, aber was kann man eigentlich mehr tun, um hier in die obersten Sphären vorzustoßen? Es muss ja nicht die volle Punktzahl sein, aber mit welcher Rechtfertigung wären hier nicht 34 Punkte möglich? Im Übrigen hat das Buch bei zwei Teilnahmen bei Literaturwettbewerben einmal 90 Punkte und einmal 91 Punkte erreicht. Des Weiteren konnte ich aufgrund eines Todesfalles bei einer Sammlungsauflösung die letzten fehlenden Schlüsselstücke für mein Exponat erwerben (es fehlen letztendlich nur noch ein, vielleicht zwei Belege, mit denen die Darstellung des postgeschichtlichen Inhaltes dieser Zeit dann umfassend dargestellt wäre). Peter Koegel meinte mal, jeder Ausstellungssammler weiß, welche Belege ihm noch zur Vollkommenheit fehlen. Auch diesbezüglich der sarkastische Kommentar von TeeKay [#4] "vermutlich hast du ein paar Belege zugefügt, die so selten sind, dass sie nur einmal pro Generationswechsel angeboten werden". Letztendlich habe ich seit meiner Erstausstellung 2017 einen guten fünfstelligen Betrag investiert. Ich hatte das erstaunliche Glück, dass der von TeeKay [#4] erwähnte Generationenwechsel für mein Sammelgebiet innerhalb von 10 Jahren stattfand, und ich auch diese Gelegenheiten, leider auch über zwei Etappen (mir wäre es lieber gewesen, der verstorbene Sammler wäre noch unter uns) nutzen konnte. Manche Sammler warten 30 Jahre und mehr, um ihre Schlüsselstücke zu bekommen. Seit meiner Erstteilnahme 2017 hat sich meine Punktzahl für „Beschaffenheit und Seltenheit“ mit der normalen Schwankung von einem Punkt nicht verändert (Frankenjogger [#3]). Trotz Synopsis und Hervorhebung der Schlüsselstücke (sprich Seltenheiten) habe ich sogar einen Punkt weniger erhalten. Kann mir das mal bitte einer nachvollziehbar erläutern? Oder sind meine Ansprüche einfach zu verpeilt? Schlussendlich hatte ich das Exponat aufgrund meiner bisherigen Ergebnisse in der "Aufmachung" komplett neu aufgesetzt, eine bessere Gliederung der Blätter vorgenommen, auch farblich etwas umgestellt, um zu versuchen, einen ruhigeren Grundton in das Exponat zu bekommen. Auch das fruchtete nicht. Vielleicht kann der ein oder andere jetzt nachvollziehen, weshalb ich sehr enttäuscht von diesem Ergebnis war und hier dieses Thema "Bewertungspraxis für Exponate" eröffnete. Das reicht erst einmal für heute, Klemens
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@ Frankenjogger [#11]\n
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Grundsätzlich ist die postgeschichtliche Entwicklung (West-) Berlins eine der interessantesten der deutschen Nachkriegszeit. Dieses Thema sollte daher in Bezug auf seine Bedeutung hoch eingeschätzt werden.\n
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An Hand der wenigen gezeigten Blättern läßt sich natürlich zur Bewertung kaum etwas sagen. Das gilt insbesondere dann, wenn keine Gliederung vorliegt.\n
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Hilfreich ist es meistens, sich den Bewertungspunkt genau anzusehen, bei denen der Abstand zur Maximalpunktzahl am größten ist. In diesem Falle ist es der Punkt 1 (Bearbeitung und Bedeutung).\n
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Aus meiner Sicht gibt es schon bei den wenigen Blättern einige Auffälligkeiten, die möglicherweise eine Rolle bei der Bewertung gespielt haben könnten:\n
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a) Der beschreibende Text ist im Erzählstil abgefaßt. Das ist für ein Handbuch passend. Im Exponat jedoch sollte der Text kurz und &quot;knackig&quot; abgefaßt werden, weil vor Ort niemand die Zeit zum Lesen hat und selbst eine Vorablektüre von 144 Seiten kaum in angemessener Zeit zu bewältigen ist.\n
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b) In einem postgeschichtlichen Exponat darf das Zeigen von &quot;seltenen Portostufen&quot; kein Selbstzweck sein, der eine eigene Überschrift rechtfertigt. Alle Belege sollten in einen postgeschichtlichen Zusammenhang gestellt werden. Der Hinweis auf ihre &quot;Seltenheit&quot; gehört dann in die Belegerläuterung.\n
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c) Der Gliederungspunkt &quot;Schwarzaufdruck BERLIN&quot; deutet auf eine mehr traditionelle als postgeschichtliche Bearbeitung des Themas hin. Die Ausgabe der Marken mit Schwarzaufdruck ist Folge einer postgeschichtlichen Entwicklung, die in der Gliederung zum Ausdruck kommen muß (ob das der Fall ist, kann natürlich die Gliederung zeigen).\n
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Meine Vermutung ist, daß sich die Jury an der Art der Bearbeitung gestört und wegen des guten Materials und der Sachkenntnis zweimal ein &quot;gerade so Gold&quot; gegeben hat. Ob das zutrifft, würde die Gliederung zeigen. Möglicherweise gab es auch entsprechende Hinweise im Jurygespräch.\n
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Beste Grüße\n
Altsax
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"Altsax"
Altsax Am: 07.08.2026 07:32:44 Gelesen: 3451 # 12
@ Frankenjogger [#11] Grundsätzlich ist die postgeschichtliche Entwicklung (West-) Berlins eine der interessantesten der deutschen Nachkriegszeit. Dieses Thema sollte daher in Bezug auf seine Bedeutung hoch eingeschätzt werden. An Hand der wenigen gezeigten Blättern läßt sich natürlich zur Bewertung kaum etwas sagen. Das gilt insbesondere dann, wenn keine Gliederung vorliegt. Hilfreich ist es meistens, sich den Bewertungspunkt genau anzusehen, bei denen der Abstand zur Maximalpunktzahl am größten ist. In diesem Falle ist es der Punkt 1 (Bearbeitung und Bedeutung). Aus meiner Sicht gibt es schon bei den wenigen Blättern einige Auffälligkeiten, die möglicherweise eine Rolle bei der Bewertung gespielt haben könnten: a) Der beschreibende Text ist im Erzählstil abgefaßt. Das ist für ein Handbuch passend. Im Exponat jedoch sollte der Text kurz und "knackig" abgefaßt werden, weil vor Ort niemand die Zeit zum Lesen hat und selbst eine Vorablektüre von 144 Seiten kaum in angemessener Zeit zu bewältigen ist. b) In einem postgeschichtlichen Exponat darf das Zeigen von "seltenen Portostufen" kein Selbstzweck sein, der eine eigene Überschrift rechtfertigt. Alle Belege sollten in einen postgeschichtlichen Zusammenhang gestellt werden. Der Hinweis auf ihre "Seltenheit" gehört dann in die Belegerläuterung. c) Der Gliederungspunkt "Schwarzaufdruck BERLIN" deutet auf eine mehr traditionelle als postgeschichtliche Bearbeitung des Themas hin. Die Ausgabe der Marken mit Schwarzaufdruck ist Folge einer postgeschichtlichen Entwicklung, die in der Gliederung zum Ausdruck kommen muß (ob das der Fall ist, kann natürlich die Gliederung zeigen). Meine Vermutung ist, daß sich die Jury an der Art der Bearbeitung gestört und wegen des guten Materials und der Sachkenntnis zweimal ein "gerade so Gold" gegeben hat. Ob das zutrifft, würde die Gliederung zeigen. Möglicherweise gab es auch entsprechende Hinweise im Jurygespräch. Beste Grüße Altsax
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@ Altsax [#12]\n
\n
Anbei die Gliederung.\n
\n
<IMG src="https://www.philaseiten.de/up/66622641/4/4/5bb9e189_h.jpeg" class="cdefault">\n
\n
Viele Grüße,\n
Klemens
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 07.08.2026 07:47:36 Gelesen: 3443 # 13
@ Altsax [#12] Anbei die Gliederung. Viele Grüße, Klemens
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@ Frankenjogger [#13]\n
\n
Hallo Klemens,\n
\n
meine Bemerkungen zur Einleitungsseite:\n
\n
- Exponatüberschrift ist zu groß\n
 \n
- Einleitung: Bitte stelle DEINE Forschung explizit heraus (seit wann beschäftigst Du Dich mit dem Gebiet, wie lange registrierst Du Belege, wie sind die Seltenheiten markiert, wie sind attestierte und geprüfte Stücke gekennzeichnet, für mich ist sie eindeutig zu kurz - sie umfasst bei mir platzmäßig etwa 2/3 bis 3/4 der DIN-A4-Seite)\n
\n
- Bitte lasse den Satz &quot;...diese philatelistisch vielfältige und interessante Zeit...&quot; weg - oder ändere ihn (zu traditionell)\n
\n
- Punkte bei der Einleitung und der Literaturliste weglassen\n
\n
- Gliederung: Mischung aus postgeschichtlichen und traditionellen Punkten\n
\n
- Literaturliste: So umfangreich nur in die Synopsis, drei-vier maßgebliche Werke nennen, muss nicht mehr unbedingt auf die Einleitungsseite, wenn eine Synopsis geliefert wird (inklusive Deines eigenen Buches)\n
\n
6.2: Da hat Altsax [#12] schon alles dazu gesagt\n
\n
7.1: &quot;Einschreibebriefe mit W-Kennzeichnung aus Berlin sind bekannte Raritäten&quot; - Aha. Wie ist Rarität definiert? Einer, zehn, hundert Stück? &quot;Einschreibebriefe mit W-Kennzeichnung wurden bisher nur X Stück registriert&quot; (Berlin ist klar)\n
\n
Seite 8.5: Paketkartenausschnitt bitte weglassen, wird nicht gerne gesehen -&gt; oder er ist sehr wichtig und nicht in anderer Erhaltung darstellbar, dann bitte gerade stellen und nicht um 90 Grad gedreht; nächste Frage - wenn er wichtig für das Exponat ist, warum dann nicht mit rot hinterlegt?\n
\n
Seite 11.3: Belegbeschreibung zu traditionell (Schwarzaufdruck und Band-Netz-Aufdruckmarken)\n
\n
Altsax hat es Dir bereits gesagt: Wenn Du die Bearbeitung verbesserst, dann kann das Exponat auf 90 Punkte kommen. \n
\n
Ein wichtiger Hinweis: &quot;Do not irritate the Jury&quot; - das Thema ist super, es ist bedeutend. Die Jury wird aber bei der Beschreibung und der Einleitung bei fast jedem Blatt mit dem Kopf schütteln.\n
\n
Für mich ist es enorm wichtig, dass Juroren gleichzeitig auch ausstellen. Jeder von uns kann schlau daherreden, aber es besser zu machen, ist genauso wichtig. Und ich bin nicht perfekt. Darum nehme ich die Kritik von anderen Juroren ernst. Und ich stelle gerne im Ausland aus - wenn ich mit meinen (luxemburgischen) Themen einen Ausländer überzeugen kann, dann bin ich auf dem richtigen Weg.\n
\n
Beste Grüße!\n
\n
Lars
"""
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 07.08.2026 11:01:09 Gelesen: 3370 # 14
@ Frankenjogger [#13] Hallo Klemens, meine Bemerkungen zur Einleitungsseite: - Exponatüberschrift ist zu groß - Einleitung: Bitte stelle DEINE Forschung explizit heraus (seit wann beschäftigst Du Dich mit dem Gebiet, wie lange registrierst Du Belege, wie sind die Seltenheiten markiert, wie sind attestierte und geprüfte Stücke gekennzeichnet, für mich ist sie eindeutig zu kurz - sie umfasst bei mir platzmäßig etwa 2/3 bis 3/4 der DIN-A4-Seite) - Bitte lasse den Satz "...diese philatelistisch vielfältige und interessante Zeit..." weg - oder ändere ihn (zu traditionell) - Punkte bei der Einleitung und der Literaturliste weglassen - Gliederung: Mischung aus postgeschichtlichen und traditionellen Punkten - Literaturliste: So umfangreich nur in die Synopsis, drei-vier maßgebliche Werke nennen, muss nicht mehr unbedingt auf die Einleitungsseite, wenn eine Synopsis geliefert wird (inklusive Deines eigenen Buches) 6.2: Da hat Altsax [#12] schon alles dazu gesagt 7.1: "Einschreibebriefe mit W-Kennzeichnung aus Berlin sind bekannte Raritäten" - Aha. Wie ist Rarität definiert? Einer, zehn, hundert Stück? "Einschreibebriefe mit W-Kennzeichnung wurden bisher nur X Stück registriert" (Berlin ist klar) Seite 8.5: Paketkartenausschnitt bitte weglassen, wird nicht gerne gesehen -> oder er ist sehr wichtig und nicht in anderer Erhaltung darstellbar, dann bitte gerade stellen und nicht um 90 Grad gedreht; nächste Frage - wenn er wichtig für das Exponat ist, warum dann nicht mit rot hinterlegt? Seite 11.3: Belegbeschreibung zu traditionell (Schwarzaufdruck und Band-Netz-Aufdruckmarken) Altsax hat es Dir bereits gesagt: Wenn Du die Bearbeitung verbesserst, dann kann das Exponat auf 90 Punkte kommen. Ein wichtiger Hinweis: "Do not irritate the Jury" - das Thema ist super, es ist bedeutend. Die Jury wird aber bei der Beschreibung und der Einleitung bei fast jedem Blatt mit dem Kopf schütteln. Für mich ist es enorm wichtig, dass Juroren gleichzeitig auch ausstellen. Jeder von uns kann schlau daherreden, aber es besser zu machen, ist genauso wichtig. Und ich bin nicht perfekt. Darum nehme ich die Kritik von anderen Juroren ernst. Und ich stelle gerne im Ausland aus - wenn ich mit meinen (luxemburgischen) Themen einen Ausländer überzeugen kann, dann bin ich auf dem richtigen Weg. Beste Grüße! Lars
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Die von Altsax und Lars vorgebrachten Punkte mögen valide sein, betreffen jedoch allesamt nicht Klemens' Unverständnis über die sogar sinkende Bewertung für Beschaffenheit und Seltenheit bei gleichzeitig zum praktischen Maximum gesteigerten Seltenheitsgehalt der Sammlung. Wenn ein Juror Beschaffenheit und Seltenheit schlechter bewerten sollte, weil die Überschrift zu groß ist, haben wir das Problem des Ausstellungswesens herausgearbeitet...\n
\n
Und ob ein Juror Paketkartenabschnitte nicht mag, spielt gar keine Rolle, weil es kaum vollständige Paketkarten gibt und Klemens sogar darüber schreibt, dass es keine bekannte Paketkarte mit Rückschein gibt - die Frankatur des Paketkartenabschnitts dokumentiert dann eine solche Gebührenkombination (ohne es geprüft zu haben, aus dem Kopf: weil es für die verklebten Marken keine andere Gebührenstufe gibt).
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"TeeKay"
TeeKay Am: 07.08.2026 15:02:43 Gelesen: 3269 # 15
Die von Altsax und Lars vorgebrachten Punkte mögen valide sein, betreffen jedoch allesamt nicht Klemens' Unverständnis über die sogar sinkende Bewertung für Beschaffenheit und Seltenheit bei gleichzeitig zum praktischen Maximum gesteigerten Seltenheitsgehalt der Sammlung. Wenn ein Juror Beschaffenheit und Seltenheit schlechter bewerten sollte, weil die Überschrift zu groß ist, haben wir das Problem des Ausstellungswesens herausgearbeitet... Und ob ein Juror Paketkartenabschnitte nicht mag, spielt gar keine Rolle, weil es kaum vollständige Paketkarten gibt und Klemens sogar darüber schreibt, dass es keine bekannte Paketkarte mit Rückschein gibt - die Frankatur des Paketkartenabschnitts dokumentiert dann eine solche Gebührenkombination (ohne es geprüft zu haben, aus dem Kopf: weil es für die verklebten Marken keine andere Gebührenstufe gibt).
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@ TeeKay [#15]\n
\n
Das wesentliche Problem dieser Sammlung ist die Vermischung von postgeschichtlichem und traditionellem Aufbau.\n
\n
Das Reglement sieht nun einmal eine Trennung vor. Es ist müßig, über den Sinn dieser Maßnahme zu streiten.\n
\n
Über die Berücksichtigung der sonstigen Punkte kann man diskutieren.\n
\n
Bei sehr konsequent am Regelement orientierter Jurierung hätte man den &quot;Hauptmangel&quot; auch stärker berücksichtigen und kein Gold geben können.\n
\n
Hier haben die Juroren quasi als Kompromiß Wissen und Seltenheit des Materials zum Ausgleich berücksichtigt. \n
\n
Nach meiner Überzeugung ist die Bewertung dieses Exponates so, daß sie einen einsichtigen Aussteller nicht verprellt, ihm aber im Jurygespräch und/oder mittels des Bewertungsbogens (hoffentlich entsprechend ausgefüllt) die Möglichkeiten der Verbesserung vermittelt. \n
\n
Zur Kritik an der Jurierung eignet sich nach meiner Überzeugung dieses Beispiel nicht.\n
\n
Beste Grüße\n
Altsax
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"Altsax"
Altsax Am: 07.08.2026 15:19:44 Gelesen: 3253 # 16
@ TeeKay [#15] Das wesentliche Problem dieser Sammlung ist die Vermischung von postgeschichtlichem und traditionellem Aufbau. Das Reglement sieht nun einmal eine Trennung vor. Es ist müßig, über den Sinn dieser Maßnahme zu streiten. Über die Berücksichtigung der sonstigen Punkte kann man diskutieren. Bei sehr konsequent am Regelement orientierter Jurierung hätte man den "Hauptmangel" auch stärker berücksichtigen und kein Gold geben können. Hier haben die Juroren quasi als Kompromiß Wissen und Seltenheit des Materials zum Ausgleich berücksichtigt. Nach meiner Überzeugung ist die Bewertung dieses Exponates so, daß sie einen einsichtigen Aussteller nicht verprellt, ihm aber im Jurygespräch und/oder mittels des Bewertungsbogens (hoffentlich entsprechend ausgefüllt) die Möglichkeiten der Verbesserung vermittelt. Zur Kritik an der Jurierung eignet sich nach meiner Überzeugung dieses Beispiel nicht. Beste Grüße Altsax
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@ TeeKay [#15]\n
\n
Für mich trifft Altsax [#12] den Nagel bei seiner Analyse auf den Kopf. Das Material ist nicht das Problem, das ist es in den seltensten Fällen. Die Bedeutung ist gut, aber in der Bearbeitung mangelt es. Das haben die Juroren schon seit dem ersten Ausstellen mit ihrer Punktebewertung gesagt. Da ist der Paketkartenabschnitt nur das i-Tüpfelchen. Ich muss in einem Exponat nicht alles zeigen, was es gibt - wenn der Erhaltungszustand so ist, dass es bei Juroren die Augenbrauen in die Höhe treibt, dann lasst es weg! &quot;NEVER irritate the Jury!&quot; (ich wiederhole mich...)\n
\n
Bei traditionellen Exponaten steht die Marke im Vordergrund und bei postgeschichtlichen Exponate die Postgeschichte. Ich meide sämtliche Hinweise auf Philatelie in meinen postgeschichtlichen Exponaten wie der Teufel das Weihwasser. Briefmarken waren ein Mittel, um das Porto zu bezahlen. Was für welche, ist erst einmal vollkommen wurscht (siehe auch Altsax [#8] - Thurn & Taxis-Sammlung in Haldensleben 2020). Bei meinen traditionellen Exponaten folge ich auch nicht sklavisch den Briefmarkenkatalogen, wenn sie nachweislich Sachverhalte vereinfacht und zusammengefasst haben.
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 07.08.2026 15:20:37 Gelesen: 3253 # 17
@ TeeKay [#15] Für mich trifft Altsax [#12] den Nagel bei seiner Analyse auf den Kopf. Das Material ist nicht das Problem, das ist es in den seltensten Fällen. Die Bedeutung ist gut, aber in der Bearbeitung mangelt es. Das haben die Juroren schon seit dem ersten Ausstellen mit ihrer Punktebewertung gesagt. Da ist der Paketkartenabschnitt nur das i-Tüpfelchen. Ich muss in einem Exponat nicht alles zeigen, was es gibt - wenn der Erhaltungszustand so ist, dass es bei Juroren die Augenbrauen in die Höhe treibt, dann lasst es weg! "NEVER irritate the Jury!" (ich wiederhole mich...) Bei traditionellen Exponaten steht die Marke im Vordergrund und bei postgeschichtlichen Exponate die Postgeschichte. Ich meide sämtliche Hinweise auf Philatelie in meinen postgeschichtlichen Exponaten wie der Teufel das Weihwasser. Briefmarken waren ein Mittel, um das Porto zu bezahlen. Was für welche, ist erst einmal vollkommen wurscht (siehe auch Altsax [#8] - Thurn & Taxis-Sammlung in Haldensleben 2020). Bei meinen traditionellen Exponaten folge ich auch nicht sklavisch den Briefmarkenkatalogen, wenn sie nachweislich Sachverhalte vereinfacht und zusammengefasst haben.
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"Ok, jetzt habe ich das auch verstanden - und stelle im Hinterkopf aufploppende Gedanken über die Sinnhaftigkeit der Trennung zwischen Philatelie und Postgeschichte zurück. Interessant ist jetzt noch die Frage, ob Klemens das in der Deutlichkeit auch schon einmal von Juroren gesagt bekam. Denn wenn die das alle zwar so sahen, aber einfach random z.B. bei Seltenheit Punktabzüge gaben für eine Vermischung von Philatelie und Postgeschichte, dann wäre das mMn ein starker Jurorenfehler, der es dem Aussteller verunmöglicht, besser im Sinne der Ausstellungsordnung zu werden."
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"TeeKay"
TeeKay Am: 07.08.2026 16:20:14 Gelesen: 3209 # 18
Ok, jetzt habe ich das auch verstanden - und stelle im Hinterkopf aufploppende Gedanken über die Sinnhaftigkeit der Trennung zwischen Philatelie und Postgeschichte zurück. Interessant ist jetzt noch die Frage, ob Klemens das in der Deutlichkeit auch schon einmal von Juroren gesagt bekam. Denn wenn die das alle zwar so sahen, aber einfach random z.B. bei Seltenheit Punktabzüge gaben für eine Vermischung von Philatelie und Postgeschichte, dann wäre das mMn ein starker Jurorenfehler, der es dem Aussteller verunmöglicht, besser im Sinne der Ausstellungsordnung zu werden.
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Hallo,\n
\n
auch wenn mich jetzt doch die Emotionen (wieder) treiben, schreibe ich doch noch, bevor ich mal am Wochenende von der Philatelie abschalte.\n
\n
@ TeeKay [#15] \n
\n
Danke für die kompakte Zusammenfassung dessen, was ich überlegt habe, wie ich das schreiben könnte. Es trifft den Nagel auf den Kopf.\n
\n
@ Altsax [#16]\n
\n
Mir wurde bisher in keinem Jurorengespräch mitgeteilt, dass ich einen zu traditionellen Aufbau meines Exponates hätte.\n
\n
  <I>„Zur Kritik an der Jurierung eignet sich nach meiner Überzeugung dieses Beispiel nicht.“</I>\n
\n
  <B>Das ist starker Tobak !</B> \n
\n
Es gibt also einen eigenen Bereich „Beschaffenheit und Seltenheit“, den man als Juror dann einfach ignoriert, weil in einem anderen Bereich ein paar Unzulänglichkeiten sind?\n
\n
@ Lars Böttger [#14] und [#17]\n
\n
  <I>„Do not irritate the Jury</I>“ oder   <I>„Never irritate the Jury“</I>\n
\n
Eure Argumente mögen aus der Scheuklappensicht von Juroren richtig sein, ihr macht das ja schon lange so. Aber für mich fühlt sich das so an, als würde mir ein Verkäufer beim Betreten seines Laden sagen: „Ich habe zwar was du willst, aber das wird richtig teuer werden.“\n
\n
Ich werde die Juroren dieser Welt wohl in Zukunft nicht mehr irritieren. Das versuche ich zu beherzigen. Ich werde in Zukunft wieder meine   <B>Sammlungen </B>pflegen, und  <B>keine Exponate</B> mehr. Für wen auch?\n
\n
Ich werde nicht mehr zw. 500 und 700 € pro Ausstellung investieren für Rahmengebühren, Hotel- und Fahrtkosten und Palmares, nur um Ausstellung um Ausstellung vielleicht einen Punkt mehr zu erhalten. Ich habe keine Lust, dadurch ein intransparentes Bewertungswesen bei philatelistischen Ausstellungen zu subventionieren. \n
\n
Das ist das, was die Bewertungspraxis von Exponaten bei vielen engagierten Philatelisten auslöst. Sie stellen entweder gar nicht oder nicht mehr aus. Die überwiegende Anzahl an spezialisierten Sammlern aus den Bereichen, die mich faszinieren und die ich kenne oder kannte, haben dies leider so gemacht. Damit werden große Schätze der Philatelie leider nie öffentlich gezeigt.\n
\n
Und Ausstellungen werden auch immer weniger werden. Lokale Ausstellungsleiter betteln um Aussteller, weil sich immer weniger Aussteller finden. Auf der NAPOSTA wurde zugegeben, dass man bekannte Philatelisten bitten musste, doch auszustellen, damit man die Rahmen gefüllt bekam. Kommissäre für internationale Ausstellungen fragen bei einem an, ob man nicht ausstellen möchte, weil wohl zu wenige Teil-/bzw. Mitnahmen beim Kommissär eingingen. Ist das die Zukunft des Ausstellungswesens?\n
\n
Aber wie schrieb HWS-NRW in [#7] ? \n
\n
  <I>„Und ... jeder, der an einer Wettbewerbsausstellung, egal in welchem Rang, teilnimmt, weiß im Vorlauf, was da passiert (auch bei der Jurierung) und jeder hat ja auch die Möglichkeit, unter den bekannten Bedingungen halt nicht auszustellen.“</I>\n
\n
Schade eigentlich,\n
Klemens
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 07.08.2026 16:40:44 Gelesen: 3195 # 19
Hallo, auch wenn mich jetzt doch die Emotionen (wieder) treiben, schreibe ich doch noch, bevor ich mal am Wochenende von der Philatelie abschalte. @ TeeKay [#15] Danke für die kompakte Zusammenfassung dessen, was ich überlegt habe, wie ich das schreiben könnte. Es trifft den Nagel auf den Kopf. @ Altsax [#16] Mir wurde bisher in keinem Jurorengespräch mitgeteilt, dass ich einen zu traditionellen Aufbau meines Exponates hätte. „Zur Kritik an der Jurierung eignet sich nach meiner Überzeugung dieses Beispiel nicht.“ Das ist starker Tobak ! Es gibt also einen eigenen Bereich „Beschaffenheit und Seltenheit“, den man als Juror dann einfach ignoriert, weil in einem anderen Bereich ein paar Unzulänglichkeiten sind? @ Lars Böttger [#14] und [#17] „Do not irritate the Jury“ oder „Never irritate the Jury“ Eure Argumente mögen aus der Scheuklappensicht von Juroren richtig sein, ihr macht das ja schon lange so. Aber für mich fühlt sich das so an, als würde mir ein Verkäufer beim Betreten seines Laden sagen: „Ich habe zwar was du willst, aber das wird richtig teuer werden.“ Ich werde die Juroren dieser Welt wohl in Zukunft nicht mehr irritieren. Das versuche ich zu beherzigen. Ich werde in Zukunft wieder meine Sammlungen pflegen, und keine Exponate mehr. Für wen auch? Ich werde nicht mehr zw. 500 und 700 € pro Ausstellung investieren für Rahmengebühren, Hotel- und Fahrtkosten und Palmares, nur um Ausstellung um Ausstellung vielleicht einen Punkt mehr zu erhalten. Ich habe keine Lust, dadurch ein intransparentes Bewertungswesen bei philatelistischen Ausstellungen zu subventionieren. Das ist das, was die Bewertungspraxis von Exponaten bei vielen engagierten Philatelisten auslöst. Sie stellen entweder gar nicht oder nicht mehr aus. Die überwiegende Anzahl an spezialisierten Sammlern aus den Bereichen, die mich faszinieren und die ich kenne oder kannte, haben dies leider so gemacht. Damit werden große Schätze der Philatelie leider nie öffentlich gezeigt. Und Ausstellungen werden auch immer weniger werden. Lokale Ausstellungsleiter betteln um Aussteller, weil sich immer weniger Aussteller finden. Auf der NAPOSTA wurde zugegeben, dass man bekannte Philatelisten bitten musste, doch auszustellen, damit man die Rahmen gefüllt bekam. Kommissäre für internationale Ausstellungen fragen bei einem an, ob man nicht ausstellen möchte, weil wohl zu wenige Teil-/bzw. Mitnahmen beim Kommissär eingingen. Ist das die Zukunft des Ausstellungswesens? Aber wie schrieb HWS-NRW in [#7] ? „Und ... jeder, der an einer Wettbewerbsausstellung, egal in welchem Rang, teilnimmt, weiß im Vorlauf, was da passiert (auch bei der Jurierung) und jeder hat ja auch die Möglichkeit, unter den bekannten Bedingungen halt nicht auszustellen.“ Schade eigentlich, Klemens
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@ Lars Boettger [#9]\n
\n
    <I>Mir wurde einmal das Thema &quot;Bedeutung&quot; einmal so erklärt (das was die meisten Punkte bringt zuerst):\n
\n
- Exponat enthält &quot;Weltraritäten&quot; (blaue und orangene Mauritius, Guyana &quot;One Cent&quot;, &quot;Inverted Jenny&quot;): Der normale Besucher kennt die Marken;\n
\n
- Exponat enthält &quot;Internationale Raritäten&quot; (Ochsenaugen, Ochsenköpfe, Erstausgaben England & USA): Der Briefmarkensammler kennt die Marken;\n
\n
- Exponat enthält nationale Raritäten (Bayerneinser, Sachsendreier, Vineta-Provisorium): Der deutsche Briefmarkensammler kennt die Marken;\n
\n
    <B>- Exponat enthält lokale & regionale Raritäten: Der Spezialsammler kennt die Marken.</I></B>\n
\n
Kein Wunder wenn ich da keinen Blumentopf gewinne, hier mal einige wenige Blätter meines Kolumbien Exponates.\n
\n
<IMG src="https://www.philaseiten.de/up/37711/1/7/9c2f76e7_h.jpeg" class="cdefault"><IMG src="https://www.philaseiten.de/up/37711/3/8/9389ea6a_h.jpeg" class="cdefault"><IMG src="https://www.philaseiten.de/up/37711/6/3/5d048e58_h.jpeg" class="cdefault">\n
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\n
Die Auswahl könnte ich problemlos erweitern, aber hier wiederum, wenn Interessiert es von den Juroren, wobei ich sagen muss dass ich bei Nationalen und FEPA Ausstellungen gute Erfahrung hatte, auch bei der EFIRO Weltausstellung in Budapest wo es Gold bei 5 Rahmen gab.
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"22028"
22028 Am: 07.08.2026 16:41:15 Gelesen: 3194 # 20
@ Lars Boettger [#9] Mir wurde einmal das Thema "Bedeutung" einmal so erklärt (das was die meisten Punkte bringt zuerst): - Exponat enthält "Weltraritäten" (blaue und orangene Mauritius, Guyana "One Cent", "Inverted Jenny"): Der normale Besucher kennt die Marken; - Exponat enthält "Internationale Raritäten" (Ochsenaugen, Ochsenköpfe, Erstausgaben England & USA): Der Briefmarkensammler kennt die Marken; - Exponat enthält nationale Raritäten (Bayerneinser, Sachsendreier, Vineta-Provisorium): Der deutsche Briefmarkensammler kennt die Marken; - Exponat enthält lokale & regionale Raritäten: Der Spezialsammler kennt die Marken. Kein Wunder wenn ich da keinen Blumentopf gewinne, hier mal einige wenige Blätter meines Kolumbien Exponates. Die Auswahl könnte ich problemlos erweitern, aber hier wiederum, wenn Interessiert es von den Juroren, wobei ich sagen muss dass ich bei Nationalen und FEPA Ausstellungen gute Erfahrung hatte, auch bei der EFIRO Weltausstellung in Budapest wo es Gold bei 5 Rahmen gab.
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Hallo Rainer,\n
\n
erst einmal mein herzlichstes Beileid !\n
\n
Zu Deinen abgebildeten Blättern, mit den roten Umrandungen hast Du das m.E. optimal gelöst mit den Besonderheiten in Deinem Exponat und nicht jeder kann eine Mauritius, Ochsenaugen oder einen Bayern Einser präsentieren.\n
\n
mit Sammlergruß  Werner
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"HWS-NRW"
HWS-NRW Am: 07.08.2026 18:11:49 Gelesen: 3124 # 21
Hallo Rainer, erst einmal mein herzlichstes Beileid ! Zu Deinen abgebildeten Blättern, mit den roten Umrandungen hast Du das m.E. optimal gelöst mit den Besonderheiten in Deinem Exponat und nicht jeder kann eine Mauritius, Ochsenaugen oder einen Bayern Einser präsentieren. mit Sammlergruß Werner
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@ 22028 [#20]\n
\n
Das ist sicher tolles Material, aber deine Marken und Briefe sind auf jedem Blatt auf unterschiedlicher Höhe.\n
\n
Da wäre ich als Juror so irritiert und könnte gar nicht mehr hinsehen, um zu erkennen, dass das alles Ausnahmestücke sind.\n
\n
Ich bitte um Rücksicht, wenn ich momentan etwas sarkastisch bin.\n
\n
So, jetzt fahre ich meine Emotionen wieder runter.\n
\n
Viele Grüße und ich wünsche Allen ein schönes Sommerwochenende,\n
Klemens
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 07.08.2026 18:26:53 Gelesen: 3103 # 22
@ 22028 [#20] Das ist sicher tolles Material, aber deine Marken und Briefe sind auf jedem Blatt auf unterschiedlicher Höhe. Da wäre ich als Juror so irritiert und könnte gar nicht mehr hinsehen, um zu erkennen, dass das alles Ausnahmestücke sind. Ich bitte um Rücksicht, wenn ich momentan etwas sarkastisch bin. So, jetzt fahre ich meine Emotionen wieder runter. Viele Grüße und ich wünsche Allen ein schönes Sommerwochenende, Klemens
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Auch ich sage als Aussteller auf Wiedersehen.\n
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Anfang des Jahres ist ein neues Exponat fertig geworden. Viele Abende mit Freude daran gearbeitet. Immer wieder verbessert und geändert. Die Montage, digitalisieren und letztendlich eine 32 seitige Broschüre drucken lassen. Ein schönes Ergebnis 30-jähriger Sammeltätigkeit und Forschung.\n
\n
Leider bei der Prüfung durchgefallen. Aber mit einer späten Erkenntnis, die alles verändert hat. Mein Spaß entspricht nicht den Ausstellungregularien. \n
\n
Wer interessiert ist kann es sich hier herunterladen.\n
\n
<A HREF="https://drive.google.com/file/d/1r0AY7fmc8LNWIUxsbF5Rwi6PvZgoY2DD/view?usp=sharing" target="_blank">https://drive.google.com/file/d/1r0AY7fmc8LNWIUxsbF5Rwi6PvZgoY2DD/view?usp=sharing</A>
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"guy69"
guy69 Am: 07.08.2026 18:41:12 Gelesen: 3088 # 23
Auch ich sage als Aussteller auf Wiedersehen. Anfang des Jahres ist ein neues Exponat fertig geworden. Viele Abende mit Freude daran gearbeitet. Immer wieder verbessert und geändert. Die Montage, digitalisieren und letztendlich eine 32 seitige Broschüre drucken lassen. Ein schönes Ergebnis 30-jähriger Sammeltätigkeit und Forschung. Leider bei der Prüfung durchgefallen. Aber mit einer späten Erkenntnis, die alles verändert hat. Mein Spaß entspricht nicht den Ausstellungregularien. Wer interessiert ist kann es sich hier herunterladen. https://drive.google.com/file/d/1r0AY7fmc8LNWIUxsbF5Rwi6PvZgoY2DD/view?usp=sharing
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Mein bestes Feedback-Gespräch hatte ich mit einem Juroren, der mir als erstes den folgenden Satz an den Kopf warf: &quot;Ich    <I>HASSE </I>Maximaphilie-Exponate. Ich habe nie verstanden, wie man so etwas sammeln kann&quot;. Wir kannten uns schon ziemlich lange, aber was sagt man darauf? Mein Maximaphillie-Exponat über den ersten Weltkrieg hat eine &quot;bewegte&quot; Geschichte. Ich fing vor Jahren mit 73 Punkten auf einer Rang 3-Ausstellung an. Und das ist für ein thematisches Exponat ein ganz guter Beginn. Ich meine, dass ich mittlerweile bei der vierten oder fünften Komplettüberarbeitung bin. Ich hatte irgendwann schon einmal 93 Punkte in meinem Ausstellerpass - hat mich gefreut, aber das war eine Ausstellung in Luxemburg. Mehr gefreut haben mich die 87 Punkte in Boston 2026. Das ist für die Klasse und 80 Blatt schon sehr gut. Und ich wäre dort nicht, hätte ich nicht anfangs zitiertes Juroren-Gespräch gehabt.\n
\n
In dem Gespräch ging es nicht um das Material, sondern darum, dem Betrachter die Geschichte zu vermitteln. Weil Juroren nicht viel Zeit haben, müssen die Blattüberschriften die ganz Geschichte des Exponates erzählen. Darunter noch ein Satz, der etwas das Thema vertieft. Wer echt viel Zeit hat, kann sich die vollständige Beschreibung lesen und die Texte zu den Karten lesen. Juroren machen bei interessanten Seiten Spot-Checks. Damit da nichts schief geht, baue ich meine Texte immer gleich auf. Fliestext vermeide ich bei den Kartenbeschreibungen weitgehend, Stichworte reichen vollkommen aus.\n
\n
Beste Grüsse!\n
\n
Lars\n
\n
Blauer Rand - Maximumkarten aus allierten Ländern, roter Rand - Maximumkarten der Mittelmächte, grauer Rand - Maximumkarten aus neutralen Ländern\n
\n
<IMG src="https://www.philaseiten.de/up/913085/6/1/d18eccf7_h.jpeg" class="cdefault">
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 07.08.2026 19:22:18 Gelesen: 3051 # 24
Mein bestes Feedback-Gespräch hatte ich mit einem Juroren, der mir als erstes den folgenden Satz an den Kopf warf: "Ich HASSE Maximaphilie-Exponate. Ich habe nie verstanden, wie man so etwas sammeln kann". Wir kannten uns schon ziemlich lange, aber was sagt man darauf? Mein Maximaphillie-Exponat über den ersten Weltkrieg hat eine "bewegte" Geschichte. Ich fing vor Jahren mit 73 Punkten auf einer Rang 3-Ausstellung an. Und das ist für ein thematisches Exponat ein ganz guter Beginn. Ich meine, dass ich mittlerweile bei der vierten oder fünften Komplettüberarbeitung bin. Ich hatte irgendwann schon einmal 93 Punkte in meinem Ausstellerpass - hat mich gefreut, aber das war eine Ausstellung in Luxemburg. Mehr gefreut haben mich die 87 Punkte in Boston 2026. Das ist für die Klasse und 80 Blatt schon sehr gut. Und ich wäre dort nicht, hätte ich nicht anfangs zitiertes Juroren-Gespräch gehabt. In dem Gespräch ging es nicht um das Material, sondern darum, dem Betrachter die Geschichte zu vermitteln. Weil Juroren nicht viel Zeit haben, müssen die Blattüberschriften die ganz Geschichte des Exponates erzählen. Darunter noch ein Satz, der etwas das Thema vertieft. Wer echt viel Zeit hat, kann sich die vollständige Beschreibung lesen und die Texte zu den Karten lesen. Juroren machen bei interessanten Seiten Spot-Checks. Damit da nichts schief geht, baue ich meine Texte immer gleich auf. Fliestext vermeide ich bei den Kartenbeschreibungen weitgehend, Stichworte reichen vollkommen aus. Beste Grüsse! Lars Blauer Rand - Maximumkarten aus allierten Ländern, roter Rand - Maximumkarten der Mittelmächte, grauer Rand - Maximumkarten aus neutralen Ländern
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@ Lars Boettger [#24]\n
\n
 <I>&quot;Weil Juroren nicht viel Zeit haben, müssen die Blattüberschriften die ganz Geschichte des Exponates erzählen. Darunter noch ein Satz, der etwas das Thema vertieft.&quot;</I>\n
\n
Möglicherweise fassen die beiden Sätze die grundsätzlichen Probleme am besten zusammen. Wenn die Juroren zu wenig Zeit haben, muss es eben mehr Juroren oder weniger Ausstellungssammlungen geben. Wie das Feedback der Aussteller und das Unverständnis der Juroren über das Feedback in diesem Thread zeigen, wird das Problem sich wohl durch letztere Option lösen.
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"TeeKay"
TeeKay Am: 07.08.2026 21:27:42 Gelesen: 2955 # 25
@ Lars Boettger [#24] "Weil Juroren nicht viel Zeit haben, müssen die Blattüberschriften die ganz Geschichte des Exponates erzählen. Darunter noch ein Satz, der etwas das Thema vertieft." Möglicherweise fassen die beiden Sätze die grundsätzlichen Probleme am besten zusammen. Wenn die Juroren zu wenig Zeit haben, muss es eben mehr Juroren oder weniger Ausstellungssammlungen geben. Wie das Feedback der Aussteller und das Unverständnis der Juroren über das Feedback in diesem Thread zeigen, wird das Problem sich wohl durch letztere Option lösen.
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Guten Abend, \n
\n
da ich gerade dabei bin mein Ungarn-Exponat neu aufzubauen und finde die Diskussion sehr aufschlussreich und interessant.\n
\n
Deshalb möchte ich gerne einmal 6 Seiten, die gerade in der &quot;Computersimulation&quot; frisch fertig geworden sind, zur Diskussion stellen. Als Ergänzung bleibt hinzufügen, dass von 96 Seiten 34 Seiten nur Marken (Proben, Einheiten, Typen, Zähnungen etc) zeigen.\n
\n
@ Lars Boettger\n
\n
Da ich die roten Rahmen nicht so schön finde, habe ich die Option &quot;grünes Hinterlegen der Beschreibung&quot; für Stücke gewählt, von denen nachweislich weniger als 3 Exemplare registriert sind (wird in der Einleitung erklärt). Reizt das nicht einen Juroren ?\n
\n
Ich freue mich auf Vorschläge, Kritik, Verbesserungsoptionen (oder Bestätigung des eingeschlagenen Weges).\n
\n
<IMG src="https://www.philaseiten.de/up/9552751/4/5/f361a8d8_h.jpeg" class="cdefault">  <IMG src="https://www.philaseiten.de/up/9552751/2/8/d6ae95f2_h.jpeg" class="cdefault">  <IMG src="https://www.philaseiten.de/up/9552751/7/7/8e67060a_h.jpeg" class="cdefault">\n
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\n
Schönes Wochenende\n
\n
Martin
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"Arge-Ungarn"
Arge-Ungarn Am: 07.08.2026 23:54:22 Gelesen: 2872 # 26
Guten Abend, da ich gerade dabei bin mein Ungarn-Exponat neu aufzubauen und finde die Diskussion sehr aufschlussreich und interessant. Deshalb möchte ich gerne einmal 6 Seiten, die gerade in der "Computersimulation" frisch fertig geworden sind, zur Diskussion stellen. Als Ergänzung bleibt hinzufügen, dass von 96 Seiten 34 Seiten nur Marken (Proben, Einheiten, Typen, Zähnungen etc) zeigen. @ Lars Boettger Da ich die roten Rahmen nicht so schön finde, habe ich die Option "grünes Hinterlegen der Beschreibung" für Stücke gewählt, von denen nachweislich weniger als 3 Exemplare registriert sind (wird in der Einleitung erklärt). Reizt das nicht einen Juroren ? Ich freue mich auf Vorschläge, Kritik, Verbesserungsoptionen (oder Bestätigung des eingeschlagenen Weges). Schönes Wochenende Martin
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@ Arge-Ungarn [#26]\n
\n
  <I>&quot;Da ich die roten Rahmen nicht so schön finde, habe ich die Option &quot;grünes Hinterlegen der Beschreibung&quot; für Stücke gewählt, von denen nachweislich weniger als 3 Exemplare registriert sind (wird in der Einleitung erklärt). Reizt das nicht einen Juroren ?&quot;</I>\n
\n
Seltenheitsangaben (rarity statements) können und sollten meines Erachtens auch gemacht werden. Sie sind aber keinesfalls verpflichtend. Wenn aber welche gemacht werden, dann sollte die Methodik auf dem Titelblatt erläutert werden. Wie sie gemacht werden, ist voll und ganz dem Geschmack des Ausstellers überlassen. Rote Rahmen sind vielleicht ästhetisch nicht optimal, haben aber den Vorteil, dass sie tendenziell nicht übersehen werden. Unter anderem auch nicht vom Juror.
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"nitram"
nitram Am: 08.08.2026 09:40:26 Gelesen: 2734 # 27
@ Arge-Ungarn [#26] "Da ich die roten Rahmen nicht so schön finde, habe ich die Option "grünes Hinterlegen der Beschreibung" für Stücke gewählt, von denen nachweislich weniger als 3 Exemplare registriert sind (wird in der Einleitung erklärt). Reizt das nicht einen Juroren ?" Seltenheitsangaben (rarity statements) können und sollten meines Erachtens auch gemacht werden. Sie sind aber keinesfalls verpflichtend. Wenn aber welche gemacht werden, dann sollte die Methodik auf dem Titelblatt erläutert werden. Wie sie gemacht werden, ist voll und ganz dem Geschmack des Ausstellers überlassen. Rote Rahmen sind vielleicht ästhetisch nicht optimal, haben aber den Vorteil, dass sie tendenziell nicht übersehen werden. Unter anderem auch nicht vom Juror.
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@ Lars Boettger [#9]\n
\n
  <I>&quot;In Macau wurde das Postgeschichte-Reglement angepasst. Eine Sammlung über englische Klassik erhält nicht mehr automatisch 10 Punkte, weil England immer &quot;bedeutend&quot; ist. Umgekehrt krebsen moderne oder Spezialthemen wie eine Heimatsammlung nicht mehr bei 4 oder 5 Punkten herum. Die Juroren müssen jetzt etwas anders denken:\n
\n
- Ist das Thema &quot;bedeutend&quot; -&gt; 5 Punkte (Bedeutend in der Postgeschichte: Bedeutendes Land, bedeutende Ereignisse [Krieg, Inflation]); Heimatsammlungen können durchaus bedeutend sein, wenn sie z.B. einen bekannten Transitort behandeln)\n
\n
- Ist die Sammlung &quot;bedeutend&quot; -&gt; 5 Punkte für die beste Sammlung eines Gebietes&quot;</I>\n
\n
Aber, was ist denn daran neu? Ich habe von diesem Konzept erstmalig auf einem Seminar (für Aussteller und Juroren) während der Rang 1 Ausstellung in Oldenburg im Jahr 2017 gehört. Und spätestens seit 2022 ist das auch schriflich fixiert. Siehe die &quot;Richtlinie für die Bewertung von Postgeschichtlichen Exponaten&quot;, die von der Website des BDPh heruntergeladen werden kann.\n
\n
Altsax hat es in [#8] wie eigentlich immer wunderbar auf den Punkt gebracht:\n
\n
  <I>&quot;Jeder Aussteller mit langjähriger Erfahrung verfügt über einen reichhaltigen Anekdotenschatz in Bezug auf Jurorenabsonderlichkeiten. Ebenso können Juroren abenteurliche Geschichten erzählen über uneinsichtige Aussteller.&quot;</I>\n
\n
Auch ich bin der Meinung, dass es in der Juryarbeit - so wie sie heute praktiziert wird - Luft nach oben gibt. Es ist aber auch so, dass sich nur sehr wenige Aussteller mit dem Reglement beschäftigen, die einzelnen Bewertungskategorien kennen, etc.! Wenn ich Jurygespräche führe, dann sind den wenigsten Ausstellern die oben erwähnten, und in meinen Augen hervorragenden, Richtlinien, die es übrigens auch für andere Ausstellungsklassen aktualisiert gibt, bekannt.
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"nitram"
nitram Am: 08.08.2026 09:56:35 Gelesen: 2720 # 28
@ Lars Boettger [#9] "In Macau wurde das Postgeschichte-Reglement angepasst. Eine Sammlung über englische Klassik erhält nicht mehr automatisch 10 Punkte, weil England immer "bedeutend" ist. Umgekehrt krebsen moderne oder Spezialthemen wie eine Heimatsammlung nicht mehr bei 4 oder 5 Punkten herum. Die Juroren müssen jetzt etwas anders denken: - Ist das Thema "bedeutend" -> 5 Punkte (Bedeutend in der Postgeschichte: Bedeutendes Land, bedeutende Ereignisse [Krieg, Inflation]); Heimatsammlungen können durchaus bedeutend sein, wenn sie z.B. einen bekannten Transitort behandeln) - Ist die Sammlung "bedeutend" -> 5 Punkte für die beste Sammlung eines Gebietes" Aber, was ist denn daran neu? Ich habe von diesem Konzept erstmalig auf einem Seminar (für Aussteller und Juroren) während der Rang 1 Ausstellung in Oldenburg im Jahr 2017 gehört. Und spätestens seit 2022 ist das auch schriflich fixiert. Siehe die "Richtlinie für die Bewertung von Postgeschichtlichen Exponaten", die von der Website des BDPh heruntergeladen werden kann. Altsax hat es in [#8] wie eigentlich immer wunderbar auf den Punkt gebracht: "Jeder Aussteller mit langjähriger Erfahrung verfügt über einen reichhaltigen Anekdotenschatz in Bezug auf Jurorenabsonderlichkeiten. Ebenso können Juroren abenteurliche Geschichten erzählen über uneinsichtige Aussteller." Auch ich bin der Meinung, dass es in der Juryarbeit - so wie sie heute praktiziert wird - Luft nach oben gibt. Es ist aber auch so, dass sich nur sehr wenige Aussteller mit dem Reglement beschäftigen, die einzelnen Bewertungskategorien kennen, etc.! Wenn ich Jurygespräche führe, dann sind den wenigsten Ausstellern die oben erwähnten, und in meinen Augen hervorragenden, Richtlinien, die es übrigens auch für andere Ausstellungsklassen aktualisiert gibt, bekannt.
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Schönen Samstag Nachmittag,\n
\n
ich würde als Aussteller einfach mal mein Exponat nehmen in Digitaler Form, es ChatGPT vorsetzen mit der Vorgabe diese Ausarbeitung anhand der Bewertungskriterien (auch hier diese mitgeben) zu bewerten und aufzuschlüsseln was gut, was nicht gut ist. Derzeit gibts ChatGPT Pro Testversion für einen Monat Gratis, dann kann sie auch mit solchen Datenmengen umgehen und dann würde ich einfach mal schauen was sagt schlussendlich die KI dazu. Könnte vl. aufschlussreich sein und man kann dann auch in entsprechende Diskussion gehen. Die sieht es völlig Emotionslos und sollte eigentlich den Inhalt anhand genannter / hinterlegter Kriterien einfach abarbeiten. Würde mich mal interessieren was dabei am Ende rauskommt.\n
\n
Schönen Samstag,\n
Ron\n
\n
PS: Lasst euch bitte nicht ärgern, die vorgestellten Exponate sind wirklich sehr schön!
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"Ron Alexander"
Ron Alexander Am: 08.08.2026 12:22:36 Gelesen: 2658 # 29
Schönen Samstag Nachmittag, ich würde als Aussteller einfach mal mein Exponat nehmen in Digitaler Form, es ChatGPT vorsetzen mit der Vorgabe diese Ausarbeitung anhand der Bewertungskriterien (auch hier diese mitgeben) zu bewerten und aufzuschlüsseln was gut, was nicht gut ist. Derzeit gibts ChatGPT Pro Testversion für einen Monat Gratis, dann kann sie auch mit solchen Datenmengen umgehen und dann würde ich einfach mal schauen was sagt schlussendlich die KI dazu. Könnte vl. aufschlussreich sein und man kann dann auch in entsprechende Diskussion gehen. Die sieht es völlig Emotionslos und sollte eigentlich den Inhalt anhand genannter / hinterlegter Kriterien einfach abarbeiten. Würde mich mal interessieren was dabei am Ende rauskommt. Schönen Samstag, Ron PS: Lasst euch bitte nicht ärgern, die vorgestellten Exponate sind wirklich sehr schön!
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@ Arge-Ungarn [#26]\n
\n
Ich war an der Boston 2026 Show und da haben alle Exponate an der altbekannten Krankheit gelitten:  <B>Spiegelndes Glas</B> wegen Lichteinfall von oben.\n
\n
1. Deshalb denke ich, dein hellgrüner Text könnte völlig untergehen bei &quot;dummen&quot; Bedingungen. Schlecht für Juroren.  \n
\n
2. Rot unterstrichene Texte. Das hat mich sofort irritiert: Warum ist der Text rot unterstrichen? Selbst wenn du das Unterstreichen im ersten Blatt erklärst, ich denke ein Juror wird das nicht in seinen Kurzzeitspeicher abspeichern und somit evtl. genauso irritiert die rot unterstrichenen Wörter anstarren. Auf keinen Fall wird er an den Anfang des Exponats zurück gehen um herauszufinden, warum da rot unterstrichene Worte sind.\n
\n
3. Was ich vor langer Zeit mal mitbekommen habe beim Beobachten von Juroren: Weniger Text ist mehr. Also Alles rausnehmen, was nicht zielführend ist. Z.B. Kanton Vaud (= Waadt) hier das (= Waadt) muss weg, es liefert keinerlei Informationen für den Juror.
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"drkohler"
drkohler Am: 08.08.2026 13:55:42 Gelesen: 2617 # 30
@ Arge-Ungarn [#26] Ich war an der Boston 2026 Show und da haben alle Exponate an der altbekannten Krankheit gelitten: Spiegelndes Glas wegen Lichteinfall von oben. 1. Deshalb denke ich, dein hellgrüner Text könnte völlig untergehen bei "dummen" Bedingungen. Schlecht für Juroren. 2. Rot unterstrichene Texte. Das hat mich sofort irritiert: Warum ist der Text rot unterstrichen? Selbst wenn du das Unterstreichen im ersten Blatt erklärst, ich denke ein Juror wird das nicht in seinen Kurzzeitspeicher abspeichern und somit evtl. genauso irritiert die rot unterstrichenen Wörter anstarren. Auf keinen Fall wird er an den Anfang des Exponats zurück gehen um herauszufinden, warum da rot unterstrichene Worte sind. 3. Was ich vor langer Zeit mal mitbekommen habe beim Beobachten von Juroren: Weniger Text ist mehr. Also Alles rausnehmen, was nicht zielführend ist. Z.B. Kanton Vaud (= Waadt) hier das (= Waadt) muss weg, es liefert keinerlei Informationen für den Juror.
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"@ drkohler [#30]<BR><BR>zu 2.: Ich denke, es war ein roter Rahmen um die Briefe bzw. eine rote Hinterlegung derselben gemeint. Ansonsten kenne ich übrigens mindestens einen Juroren, der zum Titelblatt zurückgeht, wenn ihm ein visuelles Element der Exponatgestaltung unklar ist, um eben zu prüfen, ob es auf dem Titelblatt erläutert wird. By the way: Eine weitere Möglichkeit zur Erläuterung ist die Synopsis, deren Wert für die Juryarbeit die meisten Aussteller unterschätzen."
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"nitram"
nitram Am: 08.08.2026 14:54:40 Gelesen: 2588 # 31
@ drkohler [#30]

zu 2.: Ich denke, es war ein roter Rahmen um die Briefe bzw. eine rote Hinterlegung derselben gemeint. Ansonsten kenne ich übrigens mindestens einen Juroren, der zum Titelblatt zurückgeht, wenn ihm ein visuelles Element der Exponatgestaltung unklar ist, um eben zu prüfen, ob es auf dem Titelblatt erläutert wird. By the way: Eine weitere Möglichkeit zur Erläuterung ist die Synopsis, deren Wert für die Juryarbeit die meisten Aussteller unterschätzen.
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@ Arge-Ungarn [#26]\n
\n
Hallo Martin,\n
\n
zu Deinen Blättern:\n
\n
Der schnörkellose Aufbau gefällt mir sehr gut. Die auffällige grüne Unterlegung verdirbt diesen &quot;ruhigen&quot; Eindruck und wirkt auf mich irgendwie altbacken.\n
\n
Bei der Seltenheitsdarstellung schreibst Du wechselt &quot;registriert&quot; und &quot;bekannt&quot;. Das provoziert die Fragen &quot;von wem registriert?&quot; und &quot;wem bekannt?&quot;. Das &quot;bekannt&quot; wird inzwischen häufig durch &quot;wird berichtet&quot; ersetzt, was m.E. auch nicht besser ist. Da es allgemein anerkannte Registraturen von den wenigsten Sammelgebieten geben dürfte, empfiehlt sich im Zweifel, auf dem Titelblatt zu erläutern, daß die eigene Registratur gemeint ist. Das ist dann unangreifbar.\n
\n
Etwas irritierend ist die Platzierung der grünen Hinweise auf die Seltenheit jeweils eines Briefes auf einem Blatt mit zwei Briefen. Der Bezug zum jeweiligen Brief sollte auch optisch besser dargestellt werden.\n
\n
Beste Grüße\n
Jürgen
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"Altsax"
Altsax Am: 08.08.2026 15:30:18 Gelesen: 2571 # 32
@ Arge-Ungarn [#26] Hallo Martin, zu Deinen Blättern: Der schnörkellose Aufbau gefällt mir sehr gut. Die auffällige grüne Unterlegung verdirbt diesen "ruhigen" Eindruck und wirkt auf mich irgendwie altbacken. Bei der Seltenheitsdarstellung schreibst Du wechselt "registriert" und "bekannt". Das provoziert die Fragen "von wem registriert?" und "wem bekannt?". Das "bekannt" wird inzwischen häufig durch "wird berichtet" ersetzt, was m.E. auch nicht besser ist. Da es allgemein anerkannte Registraturen von den wenigsten Sammelgebieten geben dürfte, empfiehlt sich im Zweifel, auf dem Titelblatt zu erläutern, daß die eigene Registratur gemeint ist. Das ist dann unangreifbar. Etwas irritierend ist die Platzierung der grünen Hinweise auf die Seltenheit jeweils eines Briefes auf einem Blatt mit zwei Briefen. Der Bezug zum jeweiligen Brief sollte auch optisch besser dargestellt werden. Beste Grüße Jürgen
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@ Frankenjogger [#19]\n
\n
 <i>&quot;Es gibt also einen eigenen Bereich „Beschaffenheit und Seltenheit“, den man als Juror dann einfach ignoriert, weil in einem anderen Bereich ein paar Unzulänglichkeiten sind?&quot;</i>\n
\n
Hallo Klemens,\n
\n
Deine Reaktion ist sehr emotional geprägt und die Konsequenzen, nicht mehr ausstellen zu wollen, leider für viele unzufriedene Aussteller typisch.\n
\n
Der Fehler der Juroren liegt nicht in der Bewertung, sondern darin, die geschilderte Problematik nicht bereits bei der ersten Ausstellung vermittelt zu haben.\n
\n
Dein Sammelgebist kann man grundsätzlich traditionell oder postgeschichtlich aufziehen. Wesentlich spannender ist die postgeschichtliche Variante, die du ja auch gewählt hat. Sie ist es, die zu der hohen Bedeutung führt.\n
\n
Für die postgeschichtliche ebenso wie für die traditionelle Variante gibt es unterschiedliche Regelungen, die man in den Richtlinien nachlesen kann. Man ist als Aussteller gut beraten sie nicht nur zu lesen, sondern den dahinter stehenden Sinn und Zweck zu verinnerlichen. Man sollte also das Gespräch mit Juroren und erfahrenen Ausstellern suchen. Es geht dabei nicht um Details, bei denen die Ansichten unterschiedlich sein können, sondern um Grundsätzliches. Daß Dir das erst vermittelt wird, nachdem du mehrfach ausgestellt hast und bis auf 144 Blatt gekommen bist, ist das eigentliche Problem. Das ist natürlich ärgerlich und den Juroren, wenn es weder auf dem Bewertungsbogen niedergeschrieben noch im Gespräch vermittelt worden ist, auch vorzuwerfen.\n
\n
Insofern ist Deine Verärgerung nachvollziehbar, nicht aber notwendigerweise auch die daraus abgeleitete Konsequenz, nicht mehr auszustellen. Ich habe vor vielen Jahren für eine bestimmte Sammlung (und nur für diese) eine solche Konsequenz ebenfalls gezogen. Der Fall war aber wesentlich krasser. Die Herren Juroren, hatten meiner Sammlung einen falschen Rahmen zugeordnet, nicht nur eines anderen Exponates, sondern auch mit andere Thematik. Den richtigen letzten Rahmen, der meine besten Belege enthielt, hatten sie übersehen. Erkennbar wurde das im Jurygespräch. Auf meine diesbezügliche Frage antworteten die Herren, an der Bewertung ändere sich dadurch nichts. Meine Intervention beim Juryvorsitzenden blieb erfolglos. 24 Stunden später erhielt er meinen Ausstellerpaß. \n
\n
Die Konsequenz für diesen Sammlungsteil war allerdings, daß er stagnierte. Ich habe ihn nicht mehr weiter ausgebaut. Er schlummert vor sich hin. Man sollte nicht unterschätzen, welchen Ehrgeiz die Beteiligung an Wettbewerben freisetzt. Das ist im Sport nicht anders als in der Philatelie. Mit Trotzreaktionen schadet man sich letztendlich selbst. Ein wenig ist das wie beim Kind, das im Winter keine Handschuhe anziehen will: Geschieht meiner Mutter ganz recht, wenn ich friere.\n
\n
Vielleicht denkst du noch einmal in Ruhe darüber nach. Deine Sammlung wäre es wert.\n
\n
Beste Grüße\n
Jürgen
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"Altsax"
Altsax Am: 08.08.2026 17:16:16 Gelesen: 2510 # 33
@ Frankenjogger [#19] "Es gibt also einen eigenen Bereich „Beschaffenheit und Seltenheit“, den man als Juror dann einfach ignoriert, weil in einem anderen Bereich ein paar Unzulänglichkeiten sind?" Hallo Klemens, Deine Reaktion ist sehr emotional geprägt und die Konsequenzen, nicht mehr ausstellen zu wollen, leider für viele unzufriedene Aussteller typisch. Der Fehler der Juroren liegt nicht in der Bewertung, sondern darin, die geschilderte Problematik nicht bereits bei der ersten Ausstellung vermittelt zu haben. Dein Sammelgebist kann man grundsätzlich traditionell oder postgeschichtlich aufziehen. Wesentlich spannender ist die postgeschichtliche Variante, die du ja auch gewählt hat. Sie ist es, die zu der hohen Bedeutung führt. Für die postgeschichtliche ebenso wie für die traditionelle Variante gibt es unterschiedliche Regelungen, die man in den Richtlinien nachlesen kann. Man ist als Aussteller gut beraten sie nicht nur zu lesen, sondern den dahinter stehenden Sinn und Zweck zu verinnerlichen. Man sollte also das Gespräch mit Juroren und erfahrenen Ausstellern suchen. Es geht dabei nicht um Details, bei denen die Ansichten unterschiedlich sein können, sondern um Grundsätzliches. Daß Dir das erst vermittelt wird, nachdem du mehrfach ausgestellt hast und bis auf 144 Blatt gekommen bist, ist das eigentliche Problem. Das ist natürlich ärgerlich und den Juroren, wenn es weder auf dem Bewertungsbogen niedergeschrieben noch im Gespräch vermittelt worden ist, auch vorzuwerfen. Insofern ist Deine Verärgerung nachvollziehbar, nicht aber notwendigerweise auch die daraus abgeleitete Konsequenz, nicht mehr auszustellen. Ich habe vor vielen Jahren für eine bestimmte Sammlung (und nur für diese) eine solche Konsequenz ebenfalls gezogen. Der Fall war aber wesentlich krasser. Die Herren Juroren, hatten meiner Sammlung einen falschen Rahmen zugeordnet, nicht nur eines anderen Exponates, sondern auch mit andere Thematik. Den richtigen letzten Rahmen, der meine besten Belege enthielt, hatten sie übersehen. Erkennbar wurde das im Jurygespräch. Auf meine diesbezügliche Frage antworteten die Herren, an der Bewertung ändere sich dadurch nichts. Meine Intervention beim Juryvorsitzenden blieb erfolglos. 24 Stunden später erhielt er meinen Ausstellerpaß. Die Konsequenz für diesen Sammlungsteil war allerdings, daß er stagnierte. Ich habe ihn nicht mehr weiter ausgebaut. Er schlummert vor sich hin. Man sollte nicht unterschätzen, welchen Ehrgeiz die Beteiligung an Wettbewerben freisetzt. Das ist im Sport nicht anders als in der Philatelie. Mit Trotzreaktionen schadet man sich letztendlich selbst. Ein wenig ist das wie beim Kind, das im Winter keine Handschuhe anziehen will: Geschieht meiner Mutter ganz recht, wenn ich friere. Vielleicht denkst du noch einmal in Ruhe darüber nach. Deine Sammlung wäre es wert. Beste Grüße Jürgen
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@ nitram [#28]\n
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 <I>Aber, was ist denn daran neu? Ich habe von diesem Konzept erstmalig auf einem Seminar (für Aussteller und Juroren) während der Rang 1 Ausstellung in Oldenburg im Jahr 2017 gehört. Und spätestens seit 2022 ist das auch schriflich fixiert. Siehe die &quot;Richtlinie für die Bewertung von Postgeschichtlichen Exponaten&quot;, die von der Website des BDPh heruntergeladen werden kann.</I>\n
\n
Das liegt daran, dass der Seminarleiter in Oldenburg jetzt der Verantwortliche für Postgeschichte bei der FIP ist und das neue Reglement jetzt final bestätigt wurde. Leider waren in dem anschliessenden Seminar in Macao nicht viele FIP-Juroren für Postgeschichte dabei. Das scheint noch nicht bei allen FIP-Juroren angekommen zu sein.\n
\n
Beste Grüsse!\n
\n
Lars
"""
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 08.08.2026 17:39:42 Gelesen: 2491 # 34
@ nitram [#28] Aber, was ist denn daran neu? Ich habe von diesem Konzept erstmalig auf einem Seminar (für Aussteller und Juroren) während der Rang 1 Ausstellung in Oldenburg im Jahr 2017 gehört. Und spätestens seit 2022 ist das auch schriflich fixiert. Siehe die "Richtlinie für die Bewertung von Postgeschichtlichen Exponaten", die von der Website des BDPh heruntergeladen werden kann. Das liegt daran, dass der Seminarleiter in Oldenburg jetzt der Verantwortliche für Postgeschichte bei der FIP ist und das neue Reglement jetzt final bestätigt wurde. Leider waren in dem anschliessenden Seminar in Macao nicht viele FIP-Juroren für Postgeschichte dabei. Das scheint noch nicht bei allen FIP-Juroren angekommen zu sein. Beste Grüsse! Lars
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@ Altsax [#33]\n
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 <I>Der Fehler der Juroren liegt nicht in der bewertung, sondern darin, die geschilderte Problematik nicht bereits bei der ersten ausstellung vermittelt zu haben.</I>\n
\n
Hallo Jürgen,\n
\n
wenn ich mir die Bewertungen von Frankenjogger [#3] ansehe, dann hätte er mitbekommen müssen, dass die Juroren  <B>immer</B> Verbesserungspotential bei der Bearbeitung gesehen haben. Es ist m.E. Ansicht nach möglich, als Aussteller in diesen Fällen nachzufragen, woran das liegt. \n
\n
Der zweite Punkt ist die Aufmachung. Ich kann hier als Aussteller diese Punkte selbst beeinflussen - warum habe ich hier nur 3 oder 4 Punkte bekommen? Das wäre meine Frage an die Juroren. \n
\n
Beste Grüsse!\n
\n
Lars
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 08.08.2026 17:48:52 Gelesen: 2484 # 35
@ Altsax [#33] Der Fehler der Juroren liegt nicht in der bewertung, sondern darin, die geschilderte Problematik nicht bereits bei der ersten ausstellung vermittelt zu haben. Hallo Jürgen, wenn ich mir die Bewertungen von Frankenjogger [#3] ansehe, dann hätte er mitbekommen müssen, dass die Juroren immer Verbesserungspotential bei der Bearbeitung gesehen haben. Es ist m.E. Ansicht nach möglich, als Aussteller in diesen Fällen nachzufragen, woran das liegt. Der zweite Punkt ist die Aufmachung. Ich kann hier als Aussteller diese Punkte selbst beeinflussen - warum habe ich hier nur 3 oder 4 Punkte bekommen? Das wäre meine Frage an die Juroren. Beste Grüsse! Lars
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@ TeeKay [#25]\n
\n
 <I>Möglicherweise fassen die beiden Sätze die grundsätzlichen Probleme am besten zusammen. Wenn die Juroren zu wenig Zeit haben, muss es eben mehr Juroren oder weniger Ausstellungssammlungen geben. </I>\n
\n
Ich muss gerade lachen, das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Wenn Juroren mehr Zeit haben, finden sie (noch) mehr Fehler und die Resultate werden tendenziell 2-3 Punkte schlechter. Das ist die Erfahrung aus den virtuellen Ausstellungen der Vergangenheit. \n
\n
Jeder Aussteller macht Fehler. Wenn Du einen gefunden hast, ist der nächste nicht weit. Geht mir bei meinen Exponaten auch so.
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 08.08.2026 17:53:23 Gelesen: 2480 # 36
@ TeeKay [#25] Möglicherweise fassen die beiden Sätze die grundsätzlichen Probleme am besten zusammen. Wenn die Juroren zu wenig Zeit haben, muss es eben mehr Juroren oder weniger Ausstellungssammlungen geben. Ich muss gerade lachen, das eine hat mit dem anderen rein gar nichts zu tun. Wenn Juroren mehr Zeit haben, finden sie (noch) mehr Fehler und die Resultate werden tendenziell 2-3 Punkte schlechter. Das ist die Erfahrung aus den virtuellen Ausstellungen der Vergangenheit. Jeder Aussteller macht Fehler. Wenn Du einen gefunden hast, ist der nächste nicht weit. Geht mir bei meinen Exponaten auch so.
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@ guy69 [#23]\n
\n
 <I>&quot;Leider bei der Prüfung durchgefallen. Aber mit einer späten Erkenntnis, die alles verändert hat. Mein Spaß entspricht nicht den Ausstellungregularien.&quot;</I>\n
\n
Hallo Harald,\n
\n
daß Du dieses wunderschöne Exponat nicht verändern und dem Reglement anpassen möchtest, ist nachvollziehbar.\n
\n
Daß die Jury die Nichtbeachtung von ausdrücklichen &quot;Verboten&quot; im Reglement (&quot;keine Teilabschläge, keine Duplizierung&quot;) nicht &quot;übersehen&quot; darf, war zu erwarten. Vermutlich hast Du für dieses Exponat viel Lob und Anerkennung, aber (zu) wenig Punkte bekommen. \n
\n
In meinem Archiv jedenfalls bekommt das Exponat einen Ehrenplatz. Meine Gestaltungsbegabung reicht nicht annähernd an Deine heran.\n
\n
Beste Grüße\n
Jürgen
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"Altsax"
Altsax Am: 08.08.2026 17:58:17 Gelesen: 2477 # 37
@ guy69 [#23] "Leider bei der Prüfung durchgefallen. Aber mit einer späten Erkenntnis, die alles verändert hat. Mein Spaß entspricht nicht den Ausstellungregularien." Hallo Harald, daß Du dieses wunderschöne Exponat nicht verändern und dem Reglement anpassen möchtest, ist nachvollziehbar. Daß die Jury die Nichtbeachtung von ausdrücklichen "Verboten" im Reglement ("keine Teilabschläge, keine Duplizierung") nicht "übersehen" darf, war zu erwarten. Vermutlich hast Du für dieses Exponat viel Lob und Anerkennung, aber (zu) wenig Punkte bekommen. In meinem Archiv jedenfalls bekommt das Exponat einen Ehrenplatz. Meine Gestaltungsbegabung reicht nicht annähernd an Deine heran. Beste Grüße Jürgen
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Vielen Dank für die ersten Ratschläge und Anregungen (auch per Mail).\n
\n
@ Altsax [#32] \n
\n
Ich habe auf der Titelseite unter dem Abschnitt &quot;Bedeutung&quot; folgendermaßen die Frage nach dem Seltenheitsregister beantwortet:\n
\n
Das Exponat ist das Ergebnis von mehr als 30 Jahren intensiver Beschäftigung mit der ungarischen Philatelie. Die Beschreibung sehr seltener Stücke (weniger als 3) ist grünlich hinterlegt und wenn möglich sind die Provenienzen hinzugefügt. Die Seltenheitsangaben beruhen auf eigener Auswertung von Literatur und Auktionskatalogen (ab ca. 1960), die zu einer mehr als 25.000 Stücke (Zeitraum bis 1900) umfassenden Datenbank geführt haben.\n
\n
Derzeit sieht die Einleitung so aus:\n
\n
<IMG src="https://www.philaseiten.de/up/9552751/4/0/1b592df2_h.jpeg" class="cdefault">\n
\n
Schöne Grüße\n
\n
Martin
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"Arge-Ungarn"
Arge-Ungarn Am: 08.08.2026 18:43:01 Gelesen: 2442 # 38
Vielen Dank für die ersten Ratschläge und Anregungen (auch per Mail). @ Altsax [#32] Ich habe auf der Titelseite unter dem Abschnitt "Bedeutung" folgendermaßen die Frage nach dem Seltenheitsregister beantwortet: Das Exponat ist das Ergebnis von mehr als 30 Jahren intensiver Beschäftigung mit der ungarischen Philatelie. Die Beschreibung sehr seltener Stücke (weniger als 3) ist grünlich hinterlegt und wenn möglich sind die Provenienzen hinzugefügt. Die Seltenheitsangaben beruhen auf eigener Auswertung von Literatur und Auktionskatalogen (ab ca. 1960), die zu einer mehr als 25.000 Stücke (Zeitraum bis 1900) umfassenden Datenbank geführt haben. Derzeit sieht die Einleitung so aus: Schöne Grüße Martin
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@ Lars Boettger [#34]\n
\n
 <I>&quot;Das liegt daran, dass der Seminarleiter in Oldenburg jetzt der Verantwortliche für Postgeschichte bei der FIP ist und das neue Reglement jetzt final bestätigt wurde. Leider war in dem anschliessenden Seminar in Macao nicht viele FIP-Juroren für Postgeschichte dabei. Das scheint noch nicht bei allen FIP-Juroren angekommen zu sein.&quot;</I>\n
\n
In der von mir oben zitierten &quot;Richtlinie für die Bewertung von Postgeschichtlichen Exponaten&quot; findet sich am Anfang folgender Passus:\n
\n
 <I>&quot;Diese Richtlinien wurden von der Postgeschichtlichen Kommission der FIP herausgegeben, um praktische Hinweise zur Anwendung der Allgemeinen Regeln für die Bewertung von Exponaten (GREV) (1.1 - 1.4) und der Besonderen Regeln für die Bewertung von postgeschichtlichen Exponaten (SREV) zu geben, die auf dem 70. Kongress in Bukarest, Rumänien, verabschiedet wurden. \n
\n
Bei Streitigkeiten zwischen der GREV, der SREV für postgeschichtliche Exponate und diesen Richtlinien hat die GREV den höchsten Rang, die SREV für postgeschichtliche Exponate den zweithöchsten Rang, und diese Richtlinien stehen unterhalb aller Beschlüsse des FIP-Kongresses. \n
\n
Die Richtlinien wurden erarbeitet, um die Aussteller bei der Vorbereitung und die Juroren bei der Bewertung von postgeschichtlichen Exponaten zu unterstützen.&quot;</I>\n
\n
Wer seit dem Jahr 2022 vorbehaltlich des zweiten Absatzes nicht nach dieser Richtlinie Postgeschichte juriert, hat eventuell nicht alles richtig gemacht.\n
\n
Das neue aus Macau scheint zu sein, dass diese Richtlinie jetzt Bestandteil der SREV ist. So verstehe zumindest ich Deine Ausführungen.
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"nitram"
nitram Am: 08.08.2026 18:47:46 Gelesen: 2431 # 39
@ Lars Boettger [#34] "Das liegt daran, dass der Seminarleiter in Oldenburg jetzt der Verantwortliche für Postgeschichte bei der FIP ist und das neue Reglement jetzt final bestätigt wurde. Leider war in dem anschliessenden Seminar in Macao nicht viele FIP-Juroren für Postgeschichte dabei. Das scheint noch nicht bei allen FIP-Juroren angekommen zu sein." In der von mir oben zitierten "Richtlinie für die Bewertung von Postgeschichtlichen Exponaten" findet sich am Anfang folgender Passus: "Diese Richtlinien wurden von der Postgeschichtlichen Kommission der FIP herausgegeben, um praktische Hinweise zur Anwendung der Allgemeinen Regeln für die Bewertung von Exponaten (GREV) (1.1 - 1.4) und der Besonderen Regeln für die Bewertung von postgeschichtlichen Exponaten (SREV) zu geben, die auf dem 70. Kongress in Bukarest, Rumänien, verabschiedet wurden. Bei Streitigkeiten zwischen der GREV, der SREV für postgeschichtliche Exponate und diesen Richtlinien hat die GREV den höchsten Rang, die SREV für postgeschichtliche Exponate den zweithöchsten Rang, und diese Richtlinien stehen unterhalb aller Beschlüsse des FIP-Kongresses. Die Richtlinien wurden erarbeitet, um die Aussteller bei der Vorbereitung und die Juroren bei der Bewertung von postgeschichtlichen Exponaten zu unterstützen." Wer seit dem Jahr 2022 vorbehaltlich des zweiten Absatzes nicht nach dieser Richtlinie Postgeschichte juriert, hat eventuell nicht alles richtig gemacht. Das neue aus Macau scheint zu sein, dass diese Richtlinie jetzt Bestandteil der SREV ist. So verstehe zumindest ich Deine Ausführungen.
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@ Altsax [#37]\n
\n
Hallo Jürgen.\n
\n
Danke für das Kompliment. Deine Aussage trifft genau ins Schwarze. Das Problem ist meine ureigene Darstellungsweise, die mir unglaublich viel Spaß macht. Das passt aber nicht mit den Regeln zusammen, die eigentlich recht deutlich formuliert sind. Diese Erkenntnis wollte ich lange nicht akzeptieren. Jetzt werde ich zu Hause mit meinem geliebten Hobby weitermachen und hoffentlich noch ein paar schöne Jahre Spass daran haben.
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"guy69"
guy69 Am: 08.08.2026 19:28:13 Gelesen: 2396 # 40
@ Altsax [#37] Hallo Jürgen. Danke für das Kompliment. Deine Aussage trifft genau ins Schwarze. Das Problem ist meine ureigene Darstellungsweise, die mir unglaublich viel Spaß macht. Das passt aber nicht mit den Regeln zusammen, die eigentlich recht deutlich formuliert sind. Diese Erkenntnis wollte ich lange nicht akzeptieren. Jetzt werde ich zu Hause mit meinem geliebten Hobby weitermachen und hoffentlich noch ein paar schöne Jahre Spass daran haben.
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Hallo,\n
\n
ich hatte ein super Wochenende und konnte etwas abschalten.\n
\n
Ich werde erst einmal kurz auf ein paar Kommentare eingehen, bevor ich dann speziell auf weitere, für mich wichtige angesprochene Punkte eingehe.\n
\n
@ Ron Alexander [#29]\n
\n
„Lasst euch bitte nicht ärgern, die vorgestellten Exponate sind wirklich sehr schön!“\n
\n
Ja, ich ärgere mich. Warum sollte ich mich nicht ärgern, wenn ich der Meinung bin, dass das Bewertungsprozedere intransparent ist und von Juroren verbogen werden kann (und auch wird), und der Aussteller keine Möglichkeit hat, dagegen vorzugehen. Die Juroren finden immer Ausreden (kleine Fehler), mit denen sie sich rechtfertigen können, wie es ihnen gerade passt.\n
\n
@ drkohler [#30]\n
\n
„Also Alles rausnehmen, was nicht zielführend ist. Z.B. Kanton Vaud (= Waadt) hier das (= Waadt) muss weg, es liefert keinerlei Informationen für den Juror.“\n
\n
Das mag zustimmen. Der Juror hat keine Zeit und will nicht viel lesen. Muss er das überhaupt? \n
\n
Er liest doch eh nicht alles, weil er eben keine Zeit hat. \n
\n
Es gibt aber noch andere Ausstellungsbetrachter (nicht nur Juroren). Für diese sollte meiner Meinung nach ein Exponat informativ sein. Ich bin mir bewusst, dass ich da im Klinsch mit den Juroren liege.\n
\n
@ Altsax [#31]\n
\n
„Der schnörkellose Aufbau gefällt mir sehr gut.“\n
\n
Komisch, der schnörkellose Aufbau ist wohl das, was bei mir von den Juroren immer angekreidet wurde, warum ich wohl nie die 5 Punkte für meine Aufmachung bekomme.\n
\n
@ Lars Böttger [#36]\n
\n
„Wenn Juroren mehr Zeit haben, finden sie (noch) mehr Fehler und die Resultate werden tendenziell 2-3 Punkte schlechter. Das ist die Erfahrung aus den virtuellen Ausstellungen der Vergangenheit.“\n
\n
Mir sagte mal jemand, dass die Juroren bei virtuellen Ausstellungen mehr Zeit haben, und sich dann auch inhaltlich mit dem Exponat mehr auseinandersetzten. Bei mir war das z.B. bei der virtuellen NAPOSTA 2022 so.\n
\n
Wenn der Juror natürlich diese Zeit nur für die Suche von Fehlern nutzt, anstatt sich inhaltlich mit dem Exponat auseinander zu setzen, dann wird das natürlich zu Punktabzügen führen. Aber das spricht dann auch gegen den Juror.\n
\n
Viele Grüße,\n
Klemens
"""
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 10.08.2026 09:16:06 Gelesen: 2119 # 41
Hallo, ich hatte ein super Wochenende und konnte etwas abschalten. Ich werde erst einmal kurz auf ein paar Kommentare eingehen, bevor ich dann speziell auf weitere, für mich wichtige angesprochene Punkte eingehe. @ Ron Alexander [#29] „Lasst euch bitte nicht ärgern, die vorgestellten Exponate sind wirklich sehr schön!“ Ja, ich ärgere mich. Warum sollte ich mich nicht ärgern, wenn ich der Meinung bin, dass das Bewertungsprozedere intransparent ist und von Juroren verbogen werden kann (und auch wird), und der Aussteller keine Möglichkeit hat, dagegen vorzugehen. Die Juroren finden immer Ausreden (kleine Fehler), mit denen sie sich rechtfertigen können, wie es ihnen gerade passt. @ drkohler [#30] „Also Alles rausnehmen, was nicht zielführend ist. Z.B. Kanton Vaud (= Waadt) hier das (= Waadt) muss weg, es liefert keinerlei Informationen für den Juror.“ Das mag zustimmen. Der Juror hat keine Zeit und will nicht viel lesen. Muss er das überhaupt? Er liest doch eh nicht alles, weil er eben keine Zeit hat. Es gibt aber noch andere Ausstellungsbetrachter (nicht nur Juroren). Für diese sollte meiner Meinung nach ein Exponat informativ sein. Ich bin mir bewusst, dass ich da im Klinsch mit den Juroren liege. @ Altsax [#31] „Der schnörkellose Aufbau gefällt mir sehr gut.“ Komisch, der schnörkellose Aufbau ist wohl das, was bei mir von den Juroren immer angekreidet wurde, warum ich wohl nie die 5 Punkte für meine Aufmachung bekomme. @ Lars Böttger [#36] „Wenn Juroren mehr Zeit haben, finden sie (noch) mehr Fehler und die Resultate werden tendenziell 2-3 Punkte schlechter. Das ist die Erfahrung aus den virtuellen Ausstellungen der Vergangenheit.“ Mir sagte mal jemand, dass die Juroren bei virtuellen Ausstellungen mehr Zeit haben, und sich dann auch inhaltlich mit dem Exponat mehr auseinandersetzten. Bei mir war das z.B. bei der virtuellen NAPOSTA 2022 so. Wenn der Juror natürlich diese Zeit nur für die Suche von Fehlern nutzt, anstatt sich inhaltlich mit dem Exponat auseinander zu setzen, dann wird das natürlich zu Punktabzügen führen. Aber das spricht dann auch gegen den Juror. Viele Grüße, Klemens
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@ Frankenjogger [#41]\n
\n
Hallo Klemens,\n
\n
noch einmal in klaren Worten:\n
\n
- Überarbeite den Plan und mache ihn regelkonform (schmeiße bitte alle traditionellen Punkte raus und ersetze sie mit postgeschichtlichen Punkten);\n
\n
- Überarbeite Deine Einleitung;\n
\n
- Schmeiß alle traditionellen Beschreibungen aus den Blatttexten, die haben da nichts zu suchen; \n
\n
- Überlege Dir den Einsatz von roten Rahmen; rote Rahmen NUR um Belege, welche die Geschichte weiterbringen; \n
\n
- Überlege Dir, ein professionelles Programm zur Blattgestaltung zu kaufen - besorge Dir einen Zugang zu einem DIN-A3-Drucker, um einige Belege besser auf die Blätter zu bekommen.\n
\n
Wenn vier Jurorenteams über Jahre hinweg immer wieder die gleichen Punkte bemängeln (Bearbeitung und Präsentation), dann wird es Zeit, das Exponat zu überarbeiten.  \n
\n
Beste Grüße!\n
\n
Lars
"""
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"Lars Boettger"
Lars Boettger Am: 10.08.2026 13:35:11 Gelesen: 2011 # 42
@ Frankenjogger [#41] Hallo Klemens, noch einmal in klaren Worten: - Überarbeite den Plan und mache ihn regelkonform (schmeiße bitte alle traditionellen Punkte raus und ersetze sie mit postgeschichtlichen Punkten); - Überarbeite Deine Einleitung; - Schmeiß alle traditionellen Beschreibungen aus den Blatttexten, die haben da nichts zu suchen; - Überlege Dir den Einsatz von roten Rahmen; rote Rahmen NUR um Belege, welche die Geschichte weiterbringen; - Überlege Dir, ein professionelles Programm zur Blattgestaltung zu kaufen - besorge Dir einen Zugang zu einem DIN-A3-Drucker, um einige Belege besser auf die Blätter zu bekommen. Wenn vier Jurorenteams über Jahre hinweg immer wieder die gleichen Punkte bemängeln (Bearbeitung und Präsentation), dann wird es Zeit, das Exponat zu überarbeiten. Beste Grüße! Lars
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Hallo Lars,\n
\n
du weichst wieder aus.\n
\n
Noch einmal in klaren Worten:\n
\n
- Was kann man als Aussteller und Handbuchautor noch mehr tun, um bei „Kenntnisse und Forschung“ in die obere Sphäre vorzustoßen?\n
\n
- Warum gibt es Punktabzug in der Rubrik „Erhaltung und Seltenheit“, obwohl nachweislich seltene und postgeschichtlich wichtige außergewöhnliche Belege eingepflegt wurden?\n
\n
- Warum gibt es unterschiedliche Bewertungsrubriken, die dann von Juroren willkürlich vermischt werden?\n
\n
Wenn vier Jurorenteams über Jahre hinweg immer wieder die gleichen Punkte für „Erhaltung und Seltenheit“ vergeben, obwohl das Exponat mit vielen Raritäten und tw. auch Unikaten ständig erweitert wurde, dann wird es Zeit, die Bewertungspraxis von Exponaten zu hinterfragen.\n
\n
Viele Grüße,\n
Klemens
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 10.08.2026 16:38:26 Gelesen: 1902 # 43
Hallo Lars, du weichst wieder aus. Noch einmal in klaren Worten: - Was kann man als Aussteller und Handbuchautor noch mehr tun, um bei „Kenntnisse und Forschung“ in die obere Sphäre vorzustoßen? - Warum gibt es Punktabzug in der Rubrik „Erhaltung und Seltenheit“, obwohl nachweislich seltene und postgeschichtlich wichtige außergewöhnliche Belege eingepflegt wurden? - Warum gibt es unterschiedliche Bewertungsrubriken, die dann von Juroren willkürlich vermischt werden? Wenn vier Jurorenteams über Jahre hinweg immer wieder die gleichen Punkte für „Erhaltung und Seltenheit“ vergeben, obwohl das Exponat mit vielen Raritäten und tw. auch Unikaten ständig erweitert wurde, dann wird es Zeit, die Bewertungspraxis von Exponaten zu hinterfragen. Viele Grüße, Klemens
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@ Frankenjogger [#43]\n
\n
Hallo Klemens,\n
\n
aus meiner Erfahrung als Aussteller beantworte ich das vermutlich anders als die &quot;offizielle Version&quot; eines Juroren ausfallen würde: \n
\n
 <I>&quot;- Was kann man als Aussteller und Handbuchautor noch mehr tun, um bei „Kenntnisse und Forschung“ in die obere Sphäre vorzustoßen?&quot;</I> \n
\n
Mit 32 Punkten bist Du schon hoch bewertet. Ich habe auch ein Handbuch zu meinem Sammelgebiet geschrieben und auch noch nie mehr erhalten. Meine Vermutung ist, daß die Juroren zu große Unterschiede zwischen den Einzelpunktbewertungen prinzipiell vermeiden. \n
\n
 <I>- Warum gibt es Punktabzug in der Rubrik „Erhaltung und Seltenheit“, obwohl nachweislich seltene und postgeschichtlich wichtige außergewöhnliche Belege eingepflegt wurden?</I> \n
\n
Auf den Begriff &quot;Punktabzug&quot; reagieren Juroren oft allergisch. Es wird nichts &quot;abgezogen&quot;, sondern Punkte werden &quot;vergeben&quot;. Ob die Seltenheiten nicht erkannt/gewürdigt wurden und/oder die Erhaltung nicht den Standards entsprach, müßte im Jurygespräch geklärt werden. Lars`Hinweis auf die Teilkarte könnte eine Ursache gewesen sein.\n
\n
 <B> <I>- Warum gibt es unterschiedliche Bewertungsrubriken, die dann von Juroren willkürlich vermischt werden?</I></B>\n
\n
Da kann ich nur spekulieren: In Deinem Fall ist die Vermischung von postgeschichtlicher und traditioneller Bearbeitung eine schwerwiegende Abweichung vom Reglement. Weniger ausstellerorientierte Juroren hätten zu diesem Abschnitt auch deutlich weniger Punkte vergeben können. Die &quot;Vermischung&quot; führte zu einer Angleichung dieses Abschnitts nach oben mit dem zu vermutenden Ziel, wegen des sehr guten Materials und der weit überdurchschnittlichen Kenntnisse nebst Forschung Gold geben zu können. Das entspricht zwar nicht den &quot;Regeln der Kunst&quot;, wird aber in anderen Fällen auch bisweilen praktiziert. \n
\n
Wie Lars schon schrieb: Wenn vier Jurorenteams tendentiell in die gleiche Richtung urteilen, hat die &quot;Vermischung&quot; das Ziel, die Schwachstelle des Exponats aufzuzeigen, die positiven Aspekte aber durch Gold zu würdigen. Das durchgehend zu erleben solltest Du froh sein und Dich nicht beschweren. Ich selbst habe es nicht selten erlebt (im wahrsten Sinne des Wortes, (weil ich bei der Jurierung hinter den Rahmen stand), daß nach wenigen Minuten die &quot;Medaille&quot; feststand und man sich nur noch über die Punktverteilung auf die einzelnen Bereiche unterhielt. Das Jurygespräch fiel dann entsprechend oberflächlich mit Allgemeinplätzen gespickt aus. Konkrete Fragen wurden nicht beantwortet, weil man sich mit den Aspekten nicht beschäftigt hatte. Das ist weitaus unbefriedigender als Dein Fall.\n
\n
Beste Grüße\n
Jürgen
"""
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"Altsax"
Altsax Am: 10.08.2026 18:37:15 Gelesen: 1852 # 44
@ Frankenjogger [#43] Hallo Klemens, aus meiner Erfahrung als Aussteller beantworte ich das vermutlich anders als die "offizielle Version" eines Juroren ausfallen würde: "- Was kann man als Aussteller und Handbuchautor noch mehr tun, um bei „Kenntnisse und Forschung“ in die obere Sphäre vorzustoßen?" Mit 32 Punkten bist Du schon hoch bewertet. Ich habe auch ein Handbuch zu meinem Sammelgebiet geschrieben und auch noch nie mehr erhalten. Meine Vermutung ist, daß die Juroren zu große Unterschiede zwischen den Einzelpunktbewertungen prinzipiell vermeiden. - Warum gibt es Punktabzug in der Rubrik „Erhaltung und Seltenheit“, obwohl nachweislich seltene und postgeschichtlich wichtige außergewöhnliche Belege eingepflegt wurden? Auf den Begriff "Punktabzug" reagieren Juroren oft allergisch. Es wird nichts "abgezogen", sondern Punkte werden "vergeben". Ob die Seltenheiten nicht erkannt/gewürdigt wurden und/oder die Erhaltung nicht den Standards entsprach, müßte im Jurygespräch geklärt werden. Lars`Hinweis auf die Teilkarte könnte eine Ursache gewesen sein. - Warum gibt es unterschiedliche Bewertungsrubriken, die dann von Juroren willkürlich vermischt werden? Da kann ich nur spekulieren: In Deinem Fall ist die Vermischung von postgeschichtlicher und traditioneller Bearbeitung eine schwerwiegende Abweichung vom Reglement. Weniger ausstellerorientierte Juroren hätten zu diesem Abschnitt auch deutlich weniger Punkte vergeben können. Die "Vermischung" führte zu einer Angleichung dieses Abschnitts nach oben mit dem zu vermutenden Ziel, wegen des sehr guten Materials und der weit überdurchschnittlichen Kenntnisse nebst Forschung Gold geben zu können. Das entspricht zwar nicht den "Regeln der Kunst", wird aber in anderen Fällen auch bisweilen praktiziert. Wie Lars schon schrieb: Wenn vier Jurorenteams tendentiell in die gleiche Richtung urteilen, hat die "Vermischung" das Ziel, die Schwachstelle des Exponats aufzuzeigen, die positiven Aspekte aber durch Gold zu würdigen. Das durchgehend zu erleben solltest Du froh sein und Dich nicht beschweren. Ich selbst habe es nicht selten erlebt (im wahrsten Sinne des Wortes, (weil ich bei der Jurierung hinter den Rahmen stand), daß nach wenigen Minuten die "Medaille" feststand und man sich nur noch über die Punktverteilung auf die einzelnen Bereiche unterhielt. Das Jurygespräch fiel dann entsprechend oberflächlich mit Allgemeinplätzen gespickt aus. Konkrete Fragen wurden nicht beantwortet, weil man sich mit den Aspekten nicht beschäftigt hatte. Das ist weitaus unbefriedigender als Dein Fall. Beste Grüße Jürgen
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@ Frankenjogger [#43]\n
\n
  <I>&quot;- Warum gibt es Punktabzug in der Rubrik „Erhaltung und Seltenheit“, obwohl nachweislich seltene und postgeschichtlich wichtige außergewöhnliche Belege eingepflegt wurden?&quot;</I>\n
\n
Wie Deinem Beitrag in [#11] zu entnehmen ist, gehörst Du zu den (wenigen) Ausstellern, die eine Synopsis anfertigen. Ich habe mir diese gerade noch einmal angesehen. Vielleicht kannst Du am Ende noch einen Punkt ergänzen, der die Entwicklung des Exponates seit der letzten Ausstellungsteilnahme   <B>  <U>konkret</U></B> aufzeigt, und das nicht nur in der Kategorie Seltenheit, sondern auch - falls relevant - in anderen Bewertungskategorien.\n
\n
Es ist nun einmal so, dass das Exponat normalerweise von unterschiedlichen Juroren bewertet wird. Und da nirgendwo die Entwicklung des Exponates dokumentiert wird (wer soll das leisten?), ist es für mich nicht überraschend, dass es zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen kann. Juroren sind am Ende des Tages auch nur Menschen. Auch wenn es Einigen nicht leicht fällt, das zu akzeptieren.\n
\n
Durch die Beschreibung des Deltas eben in der Synopsis, besteht aber zumindest die Chance, die aktuelle Version des Exponates und deren Vorgängerversion besser einschätzen zu können.
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"nitram"
nitram Am: 10.08.2026 20:59:31 Gelesen: 1780 # 45
@ Frankenjogger [#43] "- Warum gibt es Punktabzug in der Rubrik „Erhaltung und Seltenheit“, obwohl nachweislich seltene und postgeschichtlich wichtige außergewöhnliche Belege eingepflegt wurden?" Wie Deinem Beitrag in [#11] zu entnehmen ist, gehörst Du zu den (wenigen) Ausstellern, die eine Synopsis anfertigen. Ich habe mir diese gerade noch einmal angesehen. Vielleicht kannst Du am Ende noch einen Punkt ergänzen, der die Entwicklung des Exponates seit der letzten Ausstellungsteilnahme konkret aufzeigt, und das nicht nur in der Kategorie Seltenheit, sondern auch - falls relevant - in anderen Bewertungskategorien. Es ist nun einmal so, dass das Exponat normalerweise von unterschiedlichen Juroren bewertet wird. Und da nirgendwo die Entwicklung des Exponates dokumentiert wird (wer soll das leisten?), ist es für mich nicht überraschend, dass es zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen kann. Juroren sind am Ende des Tages auch nur Menschen. Auch wenn es Einigen nicht leicht fällt, das zu akzeptieren. Durch die Beschreibung des Deltas eben in der Synopsis, besteht aber zumindest die Chance, die aktuelle Version des Exponates und deren Vorgängerversion besser einschätzen zu können.
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@ Altsax [#33]\n
\n
Hallo,\n
\n
 <I>„aus meiner Erfahrung als Aussteller beantworte ich das vermutlich anders als die &quot;offizielle Version&quot; eines Juroren ausfallen würde“</I>\n
\n
Ja, eigentlich hatte ich an Lars geschrieben. \n
\n
Zu deiner Anmerkung weiter unten:\n
\n
 <I>„Ich habe auch ein Handbuch zu meinem Sammelgebiet geschrieben und auch noch nie mehr erhalten.“</I>\n
\n
Das ist echt krass! Ich habe mir dein Handbuch angesehen, echt toll und ich gehe davon aus, dass dein Handbuch viel aufwändiger war als das meinige. Da hätte ich erwartet, dass da die volle Punktzahl erreicht wäre. Aber das zeigt für mich auch die Schwäche der Bewertungspraxis. Was erwarten die Juroren hier eigentlich noch?\n
\n
 <I>„Lars` Hinweis auf die Teilkarte könnte eine Ursache gewesen sein.“</I>\n
\n
Hätte Lars alles gelesen, was dazu auf dem Blatt stand (der Aufwand war sicher nicht groß), hätte er die Antwort gewusst.  TeeKay [#15] hat das ja auch angemerkt.\n
\n
 <I>„In Deinem Fall ist die Vermischung von postgeschichtlicher und traditioneller Bearbeitung eine schwerwiegende Abweichung vom Reglement.“</I>\n
\n
Da von „schwerwiegend“ zu sprechen, finde ich schon deutlich übertrieben, auch wenn Lars das als Steilvorlage genutzt hat. Es ist in einem Kapitel des Exponates, und im Inhaltverzeichnis (Frankenjogger [#13]) ist das sicher nicht als traditioneller Punkt zu verstehen, außer man will das bewusst hinein interpretieren. Ich hätte nicht erwartet, dass das ein Aufhänger für eine derartige Degradierung sein könnte. Ich denke, diesen Punkt habe ich verstanden.\n
\n
 <I>„Ich selbst habe es nicht selten erlebt …, daß nach wenigen Minuten die &quot;Medaille&quot; feststand und man sich nur noch über die Punktverteilung auf die einzelnen Bereiche unterhielt.&quot;</I>\n
\n
Dieses mutmaßliche Erlebnis hatte ich vor kurzen bei der BEPHILA 2026 mit einem anderen Exponat „Berliner Paketpost“. Auch hier hatte ich eine Synopsis geschrieben, habe aktuell, auch zur BEPHILA ein neues Handbuch veröffentlicht (war auch im Wettbewerb, weshalb ich überhaupt mein Exponat ausstellte) und hatte das Exponat seit der Erstausstellung mit deutlich aussagekräftigem und seltenem Material erweitert.\n
\n
Ergebnis: „Bearbeitung und Bedeutung“ 25 Punkte (vorher 23), „Kenntnisse und Forschung“ 30 Punkte (vormals 30 Punkte), Beschaffenheit und Seltenheit 24 Punkte (vormals 26 Punkte) und Aufmachung 4 Punkte (vormals 3 Punkte).\n
\n
Auch hier bei „Kenntnisse und Forschung“ keine Erhöhung, trotz der Veröffentlichung des Handbuches (war ja im Wettbewerb, die Juroren hätten es sich ansehen können), und bei &quot;Beschaffenheit und Seltenheit&quot; sogar zwei Punkte weniger, obwohl ich im Vorfeld und auch im Exponat darauf hingewiesen habe.\n
\n
Ich gehe davon aus, dass die Punktevergabe genau so ablief, wie du das erläutert hast.\n
\n
Interessant war dann noch im Jurorengespräch, dass sich ein Juror entschuldigte und meinte, man hätte das Exponat wohl nicht korrekt bewertet, aber das Ergebnis nicht mehr geändert werden könne (warum eigentlich nicht?). Bei der nächsten Ausstellung weiß das natürlich keiner mehr. Ich war mir in dem Moment leider nicht sicher, ob das wirklich ehrlich gemeint war, oder ob das nur zur Beruhigung von aufgewühlten Ausstellern herangezogen wird.\n
\n
Ich habe da noch eine weitere Mutmaßung: Spätestens bei Nationalen Ausstellungen werden keine größeren Punkte-Sprünge mehr vorgenommen. Der Aussteller soll sich Ausstellung um Ausstellung hochdienen, damit die Rahmen der jeweiligen Ausstellungen auch bedient werden. \n
\n
Eine Ausnahme sehe ich da (habe ich selbst erlebt), wenn eine IBRA ansteht. Da werden dann plötzlich viele Gold-Medaillen verteilt. Mit einem „Groß-Vermail“ lockt man Aussteller nicht auf eine IBRA, mit „Gold“ allerdings schon.\n
\n
Ich gehörte allerdings nicht zu der Spezie von Ausstellern, die alljährlich ausstellen, nur weil man ein oder zwei neue Belege hat. Für mich benötigt ein Exponat eine gewisse Reifezeit, bevor es wieder präsentabel wird. Entsprechend passt meine Vorgehensweise wohl nicht in dieser Systematik.\n
\n
Viele Grüße,\n
Klemens
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"Frankenjogger"
Frankenjogger Am: 11.08.2026 19:27:41 Gelesen: 1554 # 46
@ Altsax [#33] Hallo, „aus meiner Erfahrung als Aussteller beantworte ich das vermutlich anders als die "offizielle Version" eines Juroren ausfallen würde“ Ja, eigentlich hatte ich an Lars geschrieben. Zu deiner Anmerkung weiter unten: „Ich habe auch ein Handbuch zu meinem Sammelgebiet geschrieben und auch noch nie mehr erhalten.“ Das ist echt krass! Ich habe mir dein Handbuch angesehen, echt toll und ich gehe davon aus, dass dein Handbuch viel aufwändiger war als das meinige. Da hätte ich erwartet, dass da die volle Punktzahl erreicht wäre. Aber das zeigt für mich auch die Schwäche der Bewertungspraxis. Was erwarten die Juroren hier eigentlich noch? „Lars` Hinweis auf die Teilkarte könnte eine Ursache gewesen sein.“ Hätte Lars alles gelesen, was dazu auf dem Blatt stand (der Aufwand war sicher nicht groß), hätte er die Antwort gewusst. TeeKay [#15] hat das ja auch angemerkt. „In Deinem Fall ist die Vermischung von postgeschichtlicher und traditioneller Bearbeitung eine schwerwiegende Abweichung vom Reglement.“ Da von „schwerwiegend“ zu sprechen, finde ich schon deutlich übertrieben, auch wenn Lars das als Steilvorlage genutzt hat. Es ist in einem Kapitel des Exponates, und im Inhaltverzeichnis (Frankenjogger [#13]) ist das sicher nicht als traditioneller Punkt zu verstehen, außer man will das bewusst hinein interpretieren. Ich hätte nicht erwartet, dass das ein Aufhänger für eine derartige Degradierung sein könnte. Ich denke, diesen Punkt habe ich verstanden. „Ich selbst habe es nicht selten erlebt …, daß nach wenigen Minuten die "Medaille" feststand und man sich nur noch über die Punktverteilung auf die einzelnen Bereiche unterhielt." Dieses mutmaßliche Erlebnis hatte ich vor kurzen bei der BEPHILA 2026 mit einem anderen Exponat „Berliner Paketpost“. Auch hier hatte ich eine Synopsis geschrieben, habe aktuell, auch zur BEPHILA ein neues Handbuch veröffentlicht (war auch im Wettbewerb, weshalb ich überhaupt mein Exponat ausstellte) und hatte das Exponat seit der Erstausstellung mit deutlich aussagekräftigem und seltenem Material erweitert. Ergebnis: „Bearbeitung und Bedeutung“ 25 Punkte (vorher 23), „Kenntnisse und Forschung“ 30 Punkte (vormals 30 Punkte), Beschaffenheit und Seltenheit 24 Punkte (vormals 26 Punkte) und Aufmachung 4 Punkte (vormals 3 Punkte). Auch hier bei „Kenntnisse und Forschung“ keine Erhöhung, trotz der Veröffentlichung des Handbuches (war ja im Wettbewerb, die Juroren hätten es sich ansehen können), und bei "Beschaffenheit und Seltenheit" sogar zwei Punkte weniger, obwohl ich im Vorfeld und auch im Exponat darauf hingewiesen habe. Ich gehe davon aus, dass die Punktevergabe genau so ablief, wie du das erläutert hast. Interessant war dann noch im Jurorengespräch, dass sich ein Juror entschuldigte und meinte, man hätte das Exponat wohl nicht korrekt bewertet, aber das Ergebnis nicht mehr geändert werden könne (warum eigentlich nicht?). Bei der nächsten Ausstellung weiß das natürlich keiner mehr. Ich war mir in dem Moment leider nicht sicher, ob das wirklich ehrlich gemeint war, oder ob das nur zur Beruhigung von aufgewühlten Ausstellern herangezogen wird. Ich habe da noch eine weitere Mutmaßung: Spätestens bei Nationalen Ausstellungen werden keine größeren Punkte-Sprünge mehr vorgenommen. Der Aussteller soll sich Ausstellung um Ausstellung hochdienen, damit die Rahmen der jeweiligen Ausstellungen auch bedient werden. Eine Ausnahme sehe ich da (habe ich selbst erlebt), wenn eine IBRA ansteht. Da werden dann plötzlich viele Gold-Medaillen verteilt. Mit einem „Groß-Vermail“ lockt man Aussteller nicht auf eine IBRA, mit „Gold“ allerdings schon. Ich gehörte allerdings nicht zu der Spezie von Ausstellern, die alljährlich ausstellen, nur weil man ein oder zwei neue Belege hat. Für mich benötigt ein Exponat eine gewisse Reifezeit, bevor es wieder präsentabel wird. Entsprechend passt meine Vorgehensweise wohl nicht in dieser Systematik. Viele Grüße, Klemens
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@ Frankenjogger [#46]\n
\n
Guten Morgen,\n
\n
war ein paar Tage unterwegs und habe mit Interesse dieses Thema verfolgt. War ja selbst bei der BEPHILA 2026. Habe dort Dein Exponat gesehen und mir angeschaut. Habe es auch fotografiert. Weil ich den Aufbau sehr informativ finde. Leider habe ich es nicht besser hinbekommen, weil das Licht der Deckenlampen sich in dem Glas doch gespiegelt hat. Mal den Beginn, damit alle eine Vorstellung zu dem Exponat „Berlin (West) - Entwicklung der Paketpost nach Kriegsende“ haben.\n
\n
Grüße\n
\n
KHV\n
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und ein Detail - rechte Seite, 2. von unten\n
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"User #338012186"
User #338012186 Am: 12.08.2026 06:19:22 Gelesen: 1406 # 47
@ Frankenjogger [#46] Guten Morgen, war ein paar Tage unterwegs und habe mit Interesse dieses Thema verfolgt. War ja selbst bei der BEPHILA 2026. Habe dort Dein Exponat gesehen und mir angeschaut. Habe es auch fotografiert. Weil ich den Aufbau sehr informativ finde. Leider habe ich es nicht besser hinbekommen, weil das Licht der Deckenlampen sich in dem Glas doch gespiegelt hat. Mal den Beginn, damit alle eine Vorstellung zu dem Exponat „Berlin (West) - Entwicklung der Paketpost nach Kriegsende“ haben. Grüße KHV und ein Detail - rechte Seite, 2. von unten