Thema:
Absenderfreistempel Typen und Besonderheiten
Am: 05.09.2018 12:12:29
Gelesen: 124016
# 1
Absenderfreistempel
Hallo,
welche Maschine (Franco, Hasler, Universal, Francopost oder Safag) ist Absenderfreistempel, oval, rot, Nummer 5867, Brief von "Parfums Espag SA Stansstad" (Schweiz), gestempelt Stansstad 27.10.1965 ?
Am: 05.09.2018 12:15:00
Gelesen: 124013
# 2
@ Ief [#46]
Ein Scan wäre äußerst hilfreich.
Am: 05.09.2018 13:47:51
Gelesen: 123994
# 3
@ Ief [#46]
Ohne Scan ist hier eine Aussage recht schwer, vom Datum und der Seriennummer würde ich erst einmal auf ein Hassler Gerät vom Typ F99 oder F66 tippen. Schau mal im International Postage Meter Stamp Catalog/Switzerland [1] nach, da werden die betreffenden Abdrücke gezeigt. Sehr wahrscheinlich in der "Sub-Group BB". Zur genauen Identifikation musst Du dabei aber die genaue Ornamentform "auf den Millimeter" hinzuziehen.
Gruß
Thomas
[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Switzerland
Gruß
Thomas
[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Switzerland
Am: 06.09.2018 09:30:20
Gelesen: 123952
# 4
Hallo,
Hierbei ein Foto vom Absenderfreistempel:
Am: 19.09.2018 23:10:32
Gelesen: 123846
# 5
Ich habe leider nur eine Kopie dieses Beleges aus dem Papierkorb fischen können. Aber vielleicht ist die für die Forschung interessant.
Gehe ich Recht in der Annahme, dass dieses alte Gerät als Ersatzgerät des Herstellers eingesetzt wird ?
Herzliche Grüße
Burkhard
Herzliche Grüße
Burkhard
Am: 23.09.2018 16:32:31
Gelesen: 123791
# 6
@ Ief [#4]
Hallo zusammen,
laut dem Schweizer Katalog (Band 1) von Heiner Dürst deutet das auf eine Hasler 1B (ohne Reklame) hin.
Habe selbst von Heiner mal eine Mischfrankatur (mit Marke) und ovalem Wertstempel erhalten. Meine Nachfrage ergab, dass es einige Maschinen gab die weiter benutzt wurden.
T 1000er teilte zusätzlich mit:
Heiner Dürst schrieb im letzten Absatz auf Seite 18: ... exakte Zuteilung der Freistempel zu bestimmten Maschinentypen oft sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Und auf Seite 19 im ersten Absatz ist zu lesen. Damit gelangten u.a. auch ovale Wertstempel in die höheren Nummernbereiche.
Hajo Förster
Am: 24.09.2018 08:16:55
Gelesen: 123757
# 7
Hallo Angelika2603 und Hajo,
Dank für Ihre Antwort !
Mal schauen, wo Ich die Heiner Dürst Kataloge kaufen kann.
Mit freundlichen Grüssen,
Ief.
Am: 15.03.2019 11:06:08
Gelesen: 123538
# 8
Hallo an alle Absenderfreistempelsammler zur Info,
die Deutsche Post AG wird alle alten Maschinen, die kein Frankit haben zum 30.6.2020 kündigen. Danach dürfen diese Maschinen nicht mehr zur Frankierung genutzt werden:
Hier geht also eine Epoche zu Ende - viele Grüße
Jürgen
Hier geht also eine Epoche zu Ende - viele Grüße
Jürgen
Am: 07.07.2019 15:03:22
Gelesen: 123338
# 9
@ Angelika2603 [#6]
Hallo zusammen,
wollte dieser Rubrik ein wenig Leben einhauchen.
(7313 Reichenbach/Fils) - Seyfert Wellpappe ohne Ortsstempel - vermutlich zerbrochen und musste erst hergestellt werden. Sieht man auch nicht häufig. Der Beleg wurde ganz gezeigt, damit erkennbar ist, dass er auch gelaufen ist.
Gruß
Hajo
(7313 Reichenbach/Fils) - Seyfert Wellpappe ohne Ortsstempel - vermutlich zerbrochen und musste erst hergestellt werden. Sieht man auch nicht häufig. Der Beleg wurde ganz gezeigt, damit erkennbar ist, dass er auch gelaufen ist.
Gruß
Hajo
Am: 09.07.2019 18:11:08
Gelesen: 123286
# 10
@ Nordluchs [#9]
Hallo an alle Interessierten,
gezeigt werden zwei ungewöhnliche Absenderfreistempel von Francotyp. Ohne Kennung, vier Wertstellen, aber getrennt durch einen Punkt.
Der zweite Abschlag mit Kennung B 22 5645, aber wieder die 4 Wertziffern mit Abstand in der Mitte. Dort befand sich vermutlich ursprünglich ebenfalls ein Punkt. Die Erklärung liefere ich mit der ursprünglichen Verwendung dieser Maschinen. Die erste Stelle mit der Raute ersetzt die 0.
Diese Stammkarte eines sogenannten Wechselsteuerstemplers, zeigt die Möglichkeit einer Erklärung.
Beste Grüße
Hajo
Der zweite Abschlag mit Kennung B 22 5645, aber wieder die 4 Wertziffern mit Abstand in der Mitte. Dort befand sich vermutlich ursprünglich ebenfalls ein Punkt. Die Erklärung liefere ich mit der ursprünglichen Verwendung dieser Maschinen. Die erste Stelle mit der Raute ersetzt die 0.
Diese Stammkarte eines sogenannten Wechselsteuerstemplers, zeigt die Möglichkeit einer Erklärung.
Beste Grüße
Hajo
Am: 11.07.2019 09:32:22
Gelesen: 123237
# 11
@ Nordluchs [#10]
Hallo zusammen,
hatte vor einiger Zeit von Heinz Kaussen diesen Beleg übermittelt bekommen, verbunden mit Frage: Steht der Ortstempel nun auf dem Kopf, oder sieht das durch die Menge der eingefügten Daten nur so merkwürdig aus?
(21a) RAMSDORF (KR BORKEN-WESTF) Franz Schulten / Mech. Weberei u. / Berufskleiderfabrik / RAMSDORF (KR. BORKEN -WESTF)
Nachdem das Teil gedreht wurde, kann von einem verdrehten Einbau des Stempels ausgegangen werden.
Mit besten Grüßen
Hajo
(21a) RAMSDORF (KR BORKEN-WESTF) Franz Schulten / Mech. Weberei u. / Berufskleiderfabrik / RAMSDORF (KR. BORKEN -WESTF)
Nachdem das Teil gedreht wurde, kann von einem verdrehten Einbau des Stempels ausgegangen werden.
Mit besten Grüßen
Hajo
Am: 13.07.2019 09:31:35
Gelesen: 123168
# 12
@ Nordluchs [#11]
Hallo zusammen,
eigentlich gehört dieser Beleg in die Rubrik „Frankit“. Aber dieser Rubrik steht es auch gut zu Gesicht einen modernen Typ zu zeigen.
Bekannt sind verschoben erscheinende Stempelbilder von Frankit, die auf eine schlechte Justierung deuten. Die zwei Tintenpatronen müssen für ein Gesamtbild exakt eingestellt sein. Das nachfolgende Bild zeigt zwei verschiedene Farben, weil eine alte rote und eine blaue eingesetzt waren. Zum Nachweis das der Beleg gelaufen ist, der ganze Brief. Also eine interessante Besonderheit für diese Schublade.
Schönen Tag noch!
Hajo
Schönen Tag noch!
Hajo
Am: 14.07.2019 16:04:42
Gelesen: 123128
# 13
@ Nordluchs [#12]
Hallo an alle!
Dieser Beleg fiel mir auf.
(23) Bremen 1 - Bremen / am Deich - Abdruck einer Francotyp B.
Der Faltbrief enthielt einen gedruckten Text mit Eindruck: Eduscho Kaffeegrossrösterei - Bremen Postfach 753 im anfänglichen Text. Der Beleg ist ein einfacher Faltbrief, der in den schlechten Jahren eine Einsparung von Papier bedeutete. Für interessierte die aufschlussreiche Verfügung oben anbei.
Bei der Erfassung des vorgestellten Beleg für die Philaseiten Datenbank, ließ mir die merkwürdige Absenderangabe keine Ruhe. Dieser eigenartige Stempelabdruck erbrachte bei weiterer Nachforschung an anderer Stelle die Lösung.
Die Archivkarte der Firma Eduscho aus Bremen brachte die Erkenntnis, dass aus kriegsbedingten Gründen Juli 1943 die Adresse verschleiert wurde. Aber dass diese Adresse noch 1949 verwendet wurde ist schon interessant.
Bis demnächst.
Hajo
(23) Bremen 1 - Bremen / am Deich - Abdruck einer Francotyp B.
Der Faltbrief enthielt einen gedruckten Text mit Eindruck: Eduscho Kaffeegrossrösterei - Bremen Postfach 753 im anfänglichen Text. Der Beleg ist ein einfacher Faltbrief, der in den schlechten Jahren eine Einsparung von Papier bedeutete. Für interessierte die aufschlussreiche Verfügung oben anbei.
Bei der Erfassung des vorgestellten Beleg für die Philaseiten Datenbank, ließ mir die merkwürdige Absenderangabe keine Ruhe. Dieser eigenartige Stempelabdruck erbrachte bei weiterer Nachforschung an anderer Stelle die Lösung.
Die Archivkarte der Firma Eduscho aus Bremen brachte die Erkenntnis, dass aus kriegsbedingten Gründen Juli 1943 die Adresse verschleiert wurde. Aber dass diese Adresse noch 1949 verwendet wurde ist schon interessant.
Bis demnächst.
Hajo
Am: 18.07.2019 11:43:47
Gelesen: 123049
# 14
@ Nordluchs [#13]
Hallo zusammen,
unter dem folgenden Titel stelle ich einen nicht alltäglichen Absenderfreistempel vor.
Die „verlorene“ Postleitzahl ! Wie in der Abbildung ersichtlich, befindet sich eine Zahl nicht an der richtigen Stelle. Hat sich praktisch selbstständig gemacht und einen neuen Platz gesucht. Vermutlich durch irgendeinen Vorgang bei einer Freimachung, ein Gegenstand in einem Brief (größere Büroklammer oder ähnlich) hat zu einer gewaltigen Wirkung geführt. Die aufgelöteten Zahlen und Buchstaben sind durch die Gewalt der elektrisch betriebene Maschine und dem zusätzlichen Druck und Geschwindigkeit gewissen Kräften ausgesetzt.
Die PLZ 1 fand zwar einen vorläufigen Platz, aber nicht dem er zugedacht war! Auch ist zu beobachten, dass der Stempel über dem "A“ eine Delle hat. Der Beleg wird ganz gezeigt, da er zusätzlich noch in schwarzer Farbe abgedruckt wurde. Es war die Zeit der Farbumstellung von Rot auf blau.
Viele Grüße
Hajo
Die PLZ 1 fand zwar einen vorläufigen Platz, aber nicht dem er zugedacht war! Auch ist zu beobachten, dass der Stempel über dem "A“ eine Delle hat. Der Beleg wird ganz gezeigt, da er zusätzlich noch in schwarzer Farbe abgedruckt wurde. Es war die Zeit der Farbumstellung von Rot auf blau.
Viele Grüße
Hajo
Am: 23.07.2019 10:44:24
Gelesen: 122949
# 15
@ Nordluchs [#11]
Hallo an alle Interessierten,
dieses Fundstück wollte ich der Gemeinde nicht vorenthalten. Dazu fiel mir spontan ein, stand der DFB schon damals Kopf? Sicher nicht, aber es ist ein nettes Beispiel eines Fehler beim Einbau nach einer Reparatur o. ähnlichem. An diese Teile kommt nur der heran, der das Gehäuse öffnen darf. Das könnte ich mir als nächstes Thema vorstellen.
Viele Grüße
Hajo
Viele Grüße
Hajo
Am: 23.07.2019 11:38:59
Gelesen: 122941
# 16
@ Nordluchs [#15]
Hallo Hajo,
diese Kopfsteher tauchten hin und wieder mal auf. Das ist das Resultat wenn der Techniker nach "getaner Arbeit" fluchtartig das Areal verlässt ohne vorher nochmal ein Testabdruck zu machen.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 24.07.2019 15:52:33
Gelesen: 122891
# 17
Hallo,
ich habe hier zwei "Freistempler" die etwas anders aussehen als normal:
Absender ist das "Reisebüro Leipziger Messeamt G.m.b.H.".
Viele Grüße
Enrico (Ameise)
Absender ist das "Reisebüro Leipziger Messeamt G.m.b.H.".
Viele Grüße
Enrico (Ameise)
Am: 24.07.2019 20:09:51
Gelesen: 122874
# 18
@ Ameise [#17]
Hallo Enrico,
ich vermute dass Du hiermit eine Frage gestellt hast. Es handelt sich um einen aptierten Postfreistempler. Dafür gibt es die Typenbezeichnung "Wertrahmen Adlerkopf und Hakenkreuz". Nachfolgend das ursprüngliche Aussehen.
Daneben ein weiterer, nicht so arg gerupfter „Vogel“ von Erfurt.
Bei den von Dir gezeigten Exemplaren gibt es „nur noch die Flügelline und ehemalige Halslinie“. Da das wohl immer noch reichte, hat man den Wertrahmen zusätzlich kopfstehend eingebaut. Eventuell ist Dein gezeigter unterer aptierter Stempel von der gleichen Maschine wie von 1940. Aber ich habe gerade gesehen, beide haben den Unterscheidungsbuchstabe _q_.
Viele Grüße
Hajo
Daneben ein weiterer, nicht so arg gerupfter „Vogel“ von Erfurt.
Bei den von Dir gezeigten Exemplaren gibt es „nur noch die Flügelline und ehemalige Halslinie“. Da das wohl immer noch reichte, hat man den Wertrahmen zusätzlich kopfstehend eingebaut. Eventuell ist Dein gezeigter unterer aptierter Stempel von der gleichen Maschine wie von 1940. Aber ich habe gerade gesehen, beide haben den Unterscheidungsbuchstabe _q_.
Viele Grüße
Hajo
Am: 26.07.2019 18:17:13
Gelesen: 122765
# 19
@ Nordluchs [#18]
Hallo Enrico,
in meinem Bestand gab es auch nur eine Briefvorderseite, also der gleiche wie von Dir in zwei Exemplaren gezeigt. Sollte nur eine Klüssendorf den 2. Weltkrieg überlebt haben?
Viel Grüße
Hajo
Viel Grüße
Hajo
Am: 28.07.2019 18:16:52
Gelesen: 122698
# 20
@ Nordluchs [#15]
Hallo zusammen,
wie schon im letzten Beitrag [#15] (Kopfstehender Ortstempel oder Werbeklischee) erwähnt, wer das Gehäuse öffnen muss, kann dann Reparaturen durchführen, sei es im Werk oder der Monteur eines Gebietsvertreter. Auch die Post hat einen Schlüssel für eine Kontrolle. Aber wie wird das danach gesichert? In einer Rubrik, deren Titel ich leider nicht mehr finde, wurde die Frage gestellt: was sind das für Marken. Habe zwar nur als „Gast“ über meine Frau Angelika geantwortet, aber hier kann es noch besser darstellen.
Fazit: Die Post, bei Postalia zum Beispiel verletzt eine vorhandene Siegelmarke, um dann mit einem Finger die Öffnungsmechanismus zu betätigen. Dahinter verbirgt sich die Voreinstellung für das neue Porto. Die Siegelmarke für Postalia in blau) wird hier abgebildet.

Bei den großen Geräten von Francotyp wurde das neue Porto per Wertkarte gekauft und dann vom Kunden selber ausgetauscht. Die Geräte wurden nur zur Reparatur geöffnet. Ebenso waren die Ortstempel nur durch öffnen des Gehäuses zugängig. Um die Geräte zu verschließen, gab es die obenstehenden Siegelmarken. Eine ältere mit Deutsche Bundespost und eine zweite mit Deutsche Post AG. Ein Bild der Rückseite einer so „versiegelten Maschine“ anbei. Stammt aus dem Artikel der DBZ und ist vom Verfasser aufgenommen.
Sicher kann, wer die aktuelle Meldung von Journalist [#8] beachtet, das als alte Kamellen abtun. Aber ich hoffe dem einen oder anderen etwas Aufklärung geboten zu haben. Wenn jetzt fast alles mit Frankit freigemacht wird, gibt es doch sehr viele Heimatsammler, die sich für derartiges "Altes Zeug" interessieren.
Bis demnächst
viele Grüße
Hajo

Bei den großen Geräten von Francotyp wurde das neue Porto per Wertkarte gekauft und dann vom Kunden selber ausgetauscht. Die Geräte wurden nur zur Reparatur geöffnet. Ebenso waren die Ortstempel nur durch öffnen des Gehäuses zugängig. Um die Geräte zu verschließen, gab es die obenstehenden Siegelmarken. Eine ältere mit Deutsche Bundespost und eine zweite mit Deutsche Post AG. Ein Bild der Rückseite einer so „versiegelten Maschine“ anbei. Stammt aus dem Artikel der DBZ und ist vom Verfasser aufgenommen.
Sicher kann, wer die aktuelle Meldung von Journalist [#8] beachtet, das als alte Kamellen abtun. Aber ich hoffe dem einen oder anderen etwas Aufklärung geboten zu haben. Wenn jetzt fast alles mit Frankit freigemacht wird, gibt es doch sehr viele Heimatsammler, die sich für derartiges "Altes Zeug" interessieren.
Bis demnächst
viele Grüße
Hajo
Am: 03.08.2019 14:48:39
Gelesen: 122567
# 21
@ Nordluchs [#20]
Hallo an alle,
eine weitere Besonderheit sind Unterscheidungsbuchstaben bei Absenderfreistempel (AFS) im Ortsstempel. Für eine besondere Arbeit [1] hatten Nordluchs und Angelika im Jahr 2015 dazu eine Broschüre veröffentlicht, die sich mit den vierstelligen Zahlen in den Werbeklischees Hamburger Behörden beschäftigte. Es stellte sich heraus, dass es interne Behörden - Kennziffern sind, die auch als Abrechnungsnummern für die AFS Maschinen galten. Beispiel nachfolgend:
Es gesellten sich neben Hamburg, noch einige wenige andere AFS Besitzer dazu, zum Beispiel Lohnausgleichskasse für die Bauwirtschaft in Wiesbaden) mit verschieden römischen Zahlen im Klischee. Entdeckt wurden dabei aber auch einige wenige Benutzer, die Ihre benutzten Maschinen mit Unterscheidungsbuchstaben im Ortsstempel ausstatteten. Sind bisher nur von zwei weiteren Firmen registriert worden (Lufthansa Köln und Bad Godesberg-Mehlem). In der ehemaligen „DDR“ gab es ebenfalls einige Beispiele. Nachfolgend zwei schöne Vorlagen der Firma Leitz, Wetzlar:
Viele Grüße
Hajo
[1] Förster, Hans-Joachim und Förster, Angelika. 2015. Die Freistempel Hamburger Behörden und deren Amtsnummern. Schriftenreihe Nr. 29 der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e. V. s.l. : Eigenverlag, 2015. S. 40.
Es gesellten sich neben Hamburg, noch einige wenige andere AFS Besitzer dazu, zum Beispiel Lohnausgleichskasse für die Bauwirtschaft in Wiesbaden) mit verschieden römischen Zahlen im Klischee. Entdeckt wurden dabei aber auch einige wenige Benutzer, die Ihre benutzten Maschinen mit Unterscheidungsbuchstaben im Ortsstempel ausstatteten. Sind bisher nur von zwei weiteren Firmen registriert worden (Lufthansa Köln und Bad Godesberg-Mehlem). In der ehemaligen „DDR“ gab es ebenfalls einige Beispiele. Nachfolgend zwei schöne Vorlagen der Firma Leitz, Wetzlar:
Viele Grüße
Hajo
[1] Förster, Hans-Joachim und Förster, Angelika. 2015. Die Freistempel Hamburger Behörden und deren Amtsnummern. Schriftenreihe Nr. 29 der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e. V. s.l. : Eigenverlag, 2015. S. 40.
Am: 10.08.2019 15:58:18
Gelesen: 122477
# 22
@ Nordluchs [#21]
Hallo zusammen,
erst vor kurzem veröffentlicht [1], somit noch einigermaßen frisch im Gedächtnis, möchte ich einen eigenartigen Freistempler vorstellen. Sehr kurz für einen Freistempel werden sie denken, dann noch zusätzlich mit Postreklame? Außerdem die auffällige Beschriftung „Deutsche Post“ mit Zusatz Berlin im Wertrahmen! Die eigentliche Umstellung gab es doch erst 1956 mit der Bezeichnung auf Deutsche Bundespost Berlin bei Marken und Freistemplern?

Nun, die Bezeichnung ist wohl einmalig. Es handelt sich um amtlichen Versuch eines sogenannten Münzfreistemplers. Die Abbildung in der Mitte ist ein Musterabschlag, vermutlich bei Beendigung der Testperiode in Berlin-Neuköln angefertigt. Daneben eine benutzte Abbildung aus der Datenbank des Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Berlin (hier nur die Version mit Schutzüberdruck). Im Artikel selber natürlich mit einer genehmigten Version.
Zitat: Dieser Automat befand sich bis etwa Ende 1954 vor dem Postamt W 15 an der Lietzenburger Straße in Berlin-Wilmersdorf und danach vom 22. Februar bis etwa 10. Juni 1955 vor dem Postamt Berlin-Neukölln an der Karl-Marx-Straße.
Der Automat trug den langen Namen „Barfreimachungsbriefkasten“. Ein Berliner Benutzer, meinte trocken: “Die hätten gar keinen kleineren Kasten nehmen dürfen, sonst hätten sie für 26 Buchstaben keinen Platz gehabt“. Das nur als kleine Anregung was es alles so gegeben hat.
Bis demnächst.
Viele Grüße
Hajo
[1] Förster, Hans-Joachim. 2019. Spurensuche (Materialien): Barfreimachungsbriefkasten. Bericht Nr. 88 der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. 2019. S. 6 - 10.

Nun, die Bezeichnung ist wohl einmalig. Es handelt sich um amtlichen Versuch eines sogenannten Münzfreistemplers. Die Abbildung in der Mitte ist ein Musterabschlag, vermutlich bei Beendigung der Testperiode in Berlin-Neuköln angefertigt. Daneben eine benutzte Abbildung aus der Datenbank des Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Berlin (hier nur die Version mit Schutzüberdruck). Im Artikel selber natürlich mit einer genehmigten Version.
Zitat: Dieser Automat befand sich bis etwa Ende 1954 vor dem Postamt W 15 an der Lietzenburger Straße in Berlin-Wilmersdorf und danach vom 22. Februar bis etwa 10. Juni 1955 vor dem Postamt Berlin-Neukölln an der Karl-Marx-Straße.
Der Automat trug den langen Namen „Barfreimachungsbriefkasten“. Ein Berliner Benutzer, meinte trocken: “Die hätten gar keinen kleineren Kasten nehmen dürfen, sonst hätten sie für 26 Buchstaben keinen Platz gehabt“. Das nur als kleine Anregung was es alles so gegeben hat.
Bis demnächst.
Viele Grüße
Hajo
[1] Förster, Hans-Joachim. 2019. Spurensuche (Materialien): Barfreimachungsbriefkasten. Bericht Nr. 88 der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. 2019. S. 6 - 10.
Am: 14.08.2019 15:25:07
Gelesen: 122404
# 23
@ Nordluchs [#22]
Hallo an die Leser dieser Rubrik!
Nach den vorher gezeigten [#22] ungewöhnlich kurzen Freistempel, passt die weitere Vorstellung von speziell angefertigten, stark verkürzten Stempel hier recht gut. Bekannt sind bisher die Stadt Neviges (mit links eingedruckter Werbung auf Umschlägen) und Hansa Meierei Lübeck. Die anderen kann ich hier kurz bildlich vorstellen.
Das beste greifbare Beispiel für dieses Verfahren, ist die nachfolgend gezeigte Werbekarte der Firma Woelm, Fabrik Chemisch-Pharmazeutischer Präparate aus Eschwege. Linkseitig bedruckt mit dem angebotenen Präparat, rückseitig bedruckt mit der Anwendung und Wirkungsweise. Damit nun die Reklame nicht von einem „normal“ langen Freistempler beeinträchtigt, also überstempelt wird, kommt diese gewünschte kurze Version zum Einsatz. Dazu werden im Werk bei Francotyp spezielle Abstände auf der Stempelwalze eingefräst.
(16) ESCHWEGE - Logo -Woelm - Fabrik Chemisch-Pharmazeutischer Präparate
Daneben die ebenfalls extrem verkürzte Version H.S. K.G (Werbegesellschaft). Auf der mir vorliegenden Archivkarte ist zu erkennen, das die Buchstaben H S K G (senkrecht) und Gebühr bezahlt ein Klischee bilden.
Ein sauberes schönes Stück kann ich mit der Archivkarte der Firma Pearson & Co. AG. - Werk Uetersen - (24b) Uetersen (Holstein) zeigen.
Die Archivkarten von Pearson und H.S. K.G und Hansa Meierei, sind in meinem Besitz, daher kann ich das ohne Probleme veröffentlichen. Es gibt darüber hinaus, noch andere aber nicht so stark verkürzte Versionen, habe an anderer Stelle darüber schon berichtet. Wenn ich mal Zeit habe greife ich das Thema wieder auf.
Ich hoffe dieser kleine Ausflug zeigt, dass derartige Dinge unbedingt sammelwürdig sind.
Viele Grüße!
Hajo
(16) ESCHWEGE - Logo -Woelm - Fabrik Chemisch-Pharmazeutischer Präparate
Daneben die ebenfalls extrem verkürzte Version H.S. K.G (Werbegesellschaft). Auf der mir vorliegenden Archivkarte ist zu erkennen, das die Buchstaben H S K G (senkrecht) und Gebühr bezahlt ein Klischee bilden.
Ein sauberes schönes Stück kann ich mit der Archivkarte der Firma Pearson & Co. AG. - Werk Uetersen - (24b) Uetersen (Holstein) zeigen.
Die Archivkarten von Pearson und H.S. K.G und Hansa Meierei, sind in meinem Besitz, daher kann ich das ohne Probleme veröffentlichen. Es gibt darüber hinaus, noch andere aber nicht so stark verkürzte Versionen, habe an anderer Stelle darüber schon berichtet. Wenn ich mal Zeit habe greife ich das Thema wieder auf.
Ich hoffe dieser kleine Ausflug zeigt, dass derartige Dinge unbedingt sammelwürdig sind.
Viele Grüße!
Hajo
Am: 19.08.2019 11:12:23
Gelesen: 122286
# 24
@ Nordluchs [#23]
Hallo zusammen,
in den Tiefen des PC gefunden und hiermit der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Sicher ist das altes Zeug, aber Gegenfrage: kannten Sie die Meldung aus dem Mitteilungsblatt der Zustellstützpunkte?
Daneben eine vor langer Zeit gefertigte Zusammenstellung des Wechsels von roter auf blaue Stempelfarbe eines Gerätes. Zu dieser Zeit waren Farbrollen noch üblich. Ich zeige das, da ich früher in anderer Funktion häufig gefragt wurde, wann wurde die Umstellung bei Absenderfreistempel vorgenommen. Sei hiermit an dieser Stelle veröffentlicht. Für jemand der Forschung betreibt ein kleiner Mosaikstein. Die Umstellung allgemein, lief natürlich nicht so glatt wie an dem gezeigten Beispiel ersichtlich. Stelle demnächst dazu weitere ungewöhnliche Farbbeispiele mal zusammen.
Viele Grüße
Hajo
Daneben eine vor langer Zeit gefertigte Zusammenstellung des Wechsels von roter auf blaue Stempelfarbe eines Gerätes. Zu dieser Zeit waren Farbrollen noch üblich. Ich zeige das, da ich früher in anderer Funktion häufig gefragt wurde, wann wurde die Umstellung bei Absenderfreistempel vorgenommen. Sei hiermit an dieser Stelle veröffentlicht. Für jemand der Forschung betreibt ein kleiner Mosaikstein. Die Umstellung allgemein, lief natürlich nicht so glatt wie an dem gezeigten Beispiel ersichtlich. Stelle demnächst dazu weitere ungewöhnliche Farbbeispiele mal zusammen.
Viele Grüße
Hajo
Am: 25.08.2019 15:31:14
Gelesen: 122177
# 25
@ Nordluchs [#24]
Hallo an alle Interessierten!
Im vorherigen Beitrag hatte ich zugesagt weitere zwei- bzw. mehrfarbige Absenderfreistempel zu behandeln. Ein reiches Gebiet bot der Hersteller Telefrank mit der Kennung „K“. Zum einen sind derartige Abdrucke schon in gewisser Weise zweifarbig, da zwei verschiedene Druckvorverfahren hintereinander ausgeführt wurden. Die Datum und Wertziffern erschienen glänzend, während der Rest wie üblich aufgebracht wurde. Wenn dieses nicht richtig justiert war, sah das wie folgt aus. Aber es wurde schon seinerzeit von extremeren Beispielen berichtet.
Bei der Umstellung auf die geforderte blaue Farbe, gab es die witzigsten Abbildungen, da beide Systeme ja dementsprechende Möglichkeit boten.



Aber Freistempel zu sammeln ist schon immer so langweilig gewesen? Daher habe ich immer weiter gesammelt. Im nächsten Beitrag werde ich nochmals "zweifarbige" vorstellen. Aber aus anderen Gründen.
Viele Grüße
Hajo
Bei der Umstellung auf die geforderte blaue Farbe, gab es die witzigsten Abbildungen, da beide Systeme ja dementsprechende Möglichkeit boten.



Aber Freistempel zu sammeln ist schon immer so langweilig gewesen? Daher habe ich immer weiter gesammelt. Im nächsten Beitrag werde ich nochmals "zweifarbige" vorstellen. Aber aus anderen Gründen.
Viele Grüße
Hajo
Am: 28.08.2019 11:57:26
Gelesen: 122125
# 26
@ Nordluchs [#25]
Hallo!
Zwischendurch etwas anderes. Ich fand diesen Beleg etwas erklärungsbedürftig. Leider ist das nicht mein Metier. Also gebe ich die Frage an die Runde weiter. Abbildungswürdig ist er sicherlich, da ich persönlich so etwas nicht gesehen hatte. Da auf der abgebildeten Rückseite eine Bank aus Österreich erscheint, ist das eventuell von einem „Zwischenpostamt“ oder ähnlich?

E 70 4378 / 83395 FREILASSING 1 / 83395 Freilassing / Briefentgelt bezahlt / Deutsche Post / Logo Posthorn
Viele Grüße
Hajo

E 70 4378 / 83395 FREILASSING 1 / 83395 Freilassing / Briefentgelt bezahlt / Deutsche Post / Logo Posthorn
Viele Grüße
Hajo
Am: 28.08.2019 16:21:03
Gelesen: 122110
# 27
@ Nordluchs [#26]
Hallo Hajo,
könnte es sein dass hier ein Mailing-Unternehmen dahinter steckt? Vielleicht geben weitere Stempelabdrucke, wenn vorhanden, mit der Kennung E 70 4378 Aufschluß.
Ich kenne die Frankiermaschine nur mit dem folgenden Werbeklischee.
Nachgewiesener Verwendungszeitraum bis 14.07.2000
Schöne Grüße,
Thomas
Nachgewiesener Verwendungszeitraum bis 14.07.2000
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 29.08.2019 15:44:37
Gelesen: 122083
# 28
@ T1000er [#27]
Hallo Thomas!
Dank für Deine Rückmeldung. Ich habe mal jetzt in der Datenbank der Forschungsgemeinschaft PFS u. AFS recherchiert. Es handelt sich um die Inhalte aller Berichte, bearbeitet von Werner Vogler. Diese steht nebenbei bemerkt, für jedermann zum Download zur Verfügung!
In Bericht Nr. 55, S. 29 wird exakt der Beleg gezeigt. Aber es gab und gibt nur Vermutungen. Zitat: „.. es dürfte sich hier um eine private Maschine handeln, die für die Deutsche Post einen amtlichen Einsatz zur Verfügung gestellt hat.“ Seinerzeit wurde schon nach Informationen gefragt. Der Bericht Nr. 76, S. 43 zeigte nochmals diesen Beleg. Seitdem wohl kein Ergebnis. Hat jemand anderes eine Idee?
Viele Grüße
Hajo
Am: 05.09.2019 12:06:56
Gelesen: 122021
# 29
@ Nordluchs [#26]
Hallo zusammen,
nach der Vorstellung der bunten Reihe von Telefrank mit Kennung K, nun noch eine andere „zweifarbige“ Variante. Bestimmte Geräte von Pitney Bowes, bekannt unter der Bezeichnung PB 6930 u. 6931 konnten durch zwei getrennten Farbwalzen ein farbiges Aussehen ermöglichen. Im Ausland (z.B. USA, Niederlande, Belgien, Norwegen u. a.) war es zulässig auch zweifarbig zu stempeln.
Diese „Zweifarbigkeit“ war in Deutschland nicht zugelassen. So weit die Theorie!
Wenn alles normal lief trugen diese zwei rote Farbrollen. Wenn nun bei der Lieferung eine andere Farbe dabei war, ergab es die folgende nette Bilderreihe. Die Farbrolle für den Abdruck des Ortstempels und Wertrahmen war kleiner, also kam das nicht in Frage.
Die wenigen Maschinen der Firma KRAG (ca. 10 Geräte) in Deutschland trugen auch diese Möglichkeit, ist aber meines Wissen nach nicht vorgekommen. Aber das Bild aus dem Prospekt (KRAG) zeigt diese zwei Farbrollen.
Sie priesen sogar im Klischee die Möglichkeit an. Hier der Text: Niederland - S - Gravenhage 2502 EP - KR 444 /de enige frankeermachine die twee kleuren drukt / Die einzige Frankiermaschine die zweifarbig druckt.
Nun hätten sie das gedacht ? Also langweilig war die Sammelei dieser Freistempel nicht. Bis zum nächsten Thema, das sich schon in Vorbereitung befindet.
Viele Grüße
Hajo
Diese „Zweifarbigkeit“ war in Deutschland nicht zugelassen. So weit die Theorie!
Wenn alles normal lief trugen diese zwei rote Farbrollen. Wenn nun bei der Lieferung eine andere Farbe dabei war, ergab es die folgende nette Bilderreihe. Die Farbrolle für den Abdruck des Ortstempels und Wertrahmen war kleiner, also kam das nicht in Frage.
Die wenigen Maschinen der Firma KRAG (ca. 10 Geräte) in Deutschland trugen auch diese Möglichkeit, ist aber meines Wissen nach nicht vorgekommen. Aber das Bild aus dem Prospekt (KRAG) zeigt diese zwei Farbrollen.
Sie priesen sogar im Klischee die Möglichkeit an. Hier der Text: Niederland - S - Gravenhage 2502 EP - KR 444 /de enige frankeermachine die twee kleuren drukt / Die einzige Frankiermaschine die zweifarbig druckt.
Nun hätten sie das gedacht ? Also langweilig war die Sammelei dieser Freistempel nicht. Bis zum nächsten Thema, das sich schon in Vorbereitung befindet.
Viele Grüße
Hajo
Am: 06.09.2019 19:36:41
Gelesen: 121987
# 30
@ Nordluchs [#26], T1000er [#27]
... könnte es sein dass hier ein Mailing-Unternehmen dahinter steckt?
Hi Hajo, Hi Thomas,
ja, hier bewegen wir uns im Bereich eines Dienstleisters aus dem Sektor des "internationalen Remailings". In diesen Fällen hat "jemand" Post in Österreich eingesammelt und über die Deutsche Post in Freilassing eingeliefert. Möglicherweise handelt es sich den von Euch gezeigten Beispielen ebenfalls um die noch heute sehr aktive Firma "Maillog Richter & Weiner GmbH" (Sitz in Österreich: Talpagasse 1a, 1230 Wien) [1].
Heute wird zur Freimachung der FRANKIERSERVICE der Deutschen Post beim Briefzentrum 80 (München) eingesetzt. Als Rücksendeadresse verwendet man jetzt aber das Postfach 108 in 83400 Freilassing. Entweder wurde also das Postfach gewechselt oder es tummeln sich dort in Freilassing noch weitere Firmen, die in diesem Dienstleistungssektor aktiv sind und österreichische Post für deutsche Empfänger hier kostensparend "umschleusen". Oder ein Vorgänger? Maillog versendet unter dem Freilassinger Postfach aber nicht Post österreichischer Absender nach Deutschland, sondern auch "weltweites" im Remailingbereich [4].
Oben zwei Beispiele von mir, die letzte Abbildung stammt von Ingo (u/ginonadgolm), alle drei in unserer Stempeldatenbank [2], siehe auch ein Beleg von Pete [3].
Gruß
Thomas
[1] https://www.maillog.at/de/postal-services/versand/versand-mailings-international/
[2] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1112
[3] https://www.philaseiten.de/beitrag/133007
[4] https://twitter.com/IAAPAEMEA/status/719561439778893824
Oben zwei Beispiele von mir, die letzte Abbildung stammt von Ingo (u/ginonadgolm), alle drei in unserer Stempeldatenbank [2], siehe auch ein Beleg von Pete [3].
Gruß
Thomas
[1] https://www.maillog.at/de/postal-services/versand/versand-mailings-international/
[2] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1112
[3] https://www.philaseiten.de/beitrag/133007
[4] https://twitter.com/IAAPAEMEA/status/719561439778893824
Am: 07.09.2019 11:10:24
Gelesen: 121961
# 31
@ DL8AAM [#30]
Hallo Thomas I und II !
Besten Dank für Eure Reaktion. Die Erklärung leuchtet mir ein, zumal diese noch mit Beispielen aus dem Bereich Frankit eindrucksvoll belegt werden. Ich stimme zu, dass es sich wohl um die Anfänge einer Dienstleistung für die Post handeln könnte. In dieser Zeit gab es so langsam auch keine amtlichen Veröffentlichungen mehr, daher müssen wir das mühsam nachvollziehen. Aber auch das kann Freude bereiten.
Ich schweife hier jetzt ab, da ich etwas gefunden habe das zum Schmunzeln anregt.
Bei der Bearbeitung von AFS Belegen die einem so geschickt werden, gab es schon mehrfach Ausschnitte, die wie folgt „verschönert“ wurden.
Ein gestandener Briefmarkensammler meinte wohl, erst dadurch die Briefmarkensammlung zu verschönern. Ich kenne derartige Zacken von früheren Fotos und glaube dass eine derartige Schere bei früheren Fotographen im Bestand war.
Somit konnten die „ungeliebten“ zu den anderen Schönheiten eingefügt werden. Vor dem Umstand dass es vermutlich sonst keinen anderen Stempel (Hand- oder Maschinenstempel) gab ist es verständlich! Diese Meldung nur zur Auflockerung in dieser ernsten Zeit. Es macht Freude ein derartiges Stück bearbeiten zu dürfen!
Viele Grüße
Hajo
Ein gestandener Briefmarkensammler meinte wohl, erst dadurch die Briefmarkensammlung zu verschönern. Ich kenne derartige Zacken von früheren Fotos und glaube dass eine derartige Schere bei früheren Fotographen im Bestand war.
Somit konnten die „ungeliebten“ zu den anderen Schönheiten eingefügt werden. Vor dem Umstand dass es vermutlich sonst keinen anderen Stempel (Hand- oder Maschinenstempel) gab ist es verständlich! Diese Meldung nur zur Auflockerung in dieser ernsten Zeit. Es macht Freude ein derartiges Stück bearbeiten zu dürfen!
Viele Grüße
Hajo
Am: 11.09.2019 15:22:38
Gelesen: 121912
# 32
@ Nordluchs [#31]
Hallo zusammen!
Ich zeige nochmal zweifarbige Absenderfreistempel der Firma Krag. In meinem vorherigen Beitrag [#29] hatte ich geschrieben, dass ich keine farbigen von dieser Firma gesehen habe. Diese Muster hatte ich nicht mehr im Gedächtnis, fand diese nun zu meiner Überraschung.
Aber es sind halt Musterabschläge, aber sie zeigen was möglich ist. Ich versuche demnächst ein neues Thema anzusetzen.
Freundliche Grüße
Hajo
Aber es sind halt Musterabschläge, aber sie zeigen was möglich ist. Ich versuche demnächst ein neues Thema anzusetzen.
Freundliche Grüße
Hajo
Am: 20.09.2019 20:20:10
Gelesen: 121733
# 33
@ Nordluchs [#32]
Hallo,
auch diese Rubrik braucht wieder Unterstützung. Nachdem die farbigen soweit abgearbeitet sind wird ein neues Fass aufgemacht. Dieser ungewöhnliche Beleg ist schon alleine durch seine Verwendung mit dieser hohen Portostufe zeigenswert. Postaufträge mit zwei, drei oder ein paar mehr auf einem Umschlag ja, aber wie nachfolgend zu sehen, 196 Postzustellungsaufträge im Gesamtwert von 980,00 DM!
Das wurde nur durch jeweiliges falten des Umschlages erreicht. Die Bediensteten in der Poststelle des Amtsgerichts Hagen haben das sicherlich öfters gemacht. Ein weiterer Grund diesen Beleg zu zeigen ist, wie anderweitig versucht wurde, die Darstellung und Registrierung von höheren Summen zu bewerkstelligen. Das werde ich dann im nächsten Beitrag zeigen.
Viele Grüße
Hajo
Das wurde nur durch jeweiliges falten des Umschlages erreicht. Die Bediensteten in der Poststelle des Amtsgerichts Hagen haben das sicherlich öfters gemacht. Ein weiterer Grund diesen Beleg zu zeigen ist, wie anderweitig versucht wurde, die Darstellung und Registrierung von höheren Summen zu bewerkstelligen. Das werde ich dann im nächsten Beitrag zeigen.
Viele Grüße
Hajo
Am: 20.09.2019 22:56:31
Gelesen: 121722
# 34
@ Nordluchs [#33]
Hallo Hajo,
ich stelle mir gerade den Berg von 196 Briefen vor. Wie haben die die den in den Umschlag gepfercht? So ein Postzustellungsauftrag ist ja schon etwas mehr als bloß ein 20 g Standardbrief.
Kann es sein das bei solchen Großmengen der Umschlag lediglich als eine Art "Beutelfahne" fungierte?.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 21.09.2019 10:37:20
Gelesen: 121703
# 35
@ T1000er [#34]
Hallo Thomas,
natürlich waren die Aufträge wohl nicht im Umschlag, sondern separat. Mit dem ganzen Abdrücken von Freistempelgebühren wurde das Porto entrichtet. Anbei ein weiterer Umschlag mit „nur“ 185 Postzustellungsaufträgen und Gebühr von 925,- DM. Die Rückseite versuche ich auch mal darzustellen.
Der Grund dieser Veröffentlichung ist eigentlich zu zeigen, dass diese Maschine nur den Höchstbetrag von 99,99 DM abgeben konnte. Aber dazu mehr im nächsten Teil.
Viele Grüße
Grüße
Der Grund dieser Veröffentlichung ist eigentlich zu zeigen, dass diese Maschine nur den Höchstbetrag von 99,99 DM abgeben konnte. Aber dazu mehr im nächsten Teil.
Viele Grüße
Grüße
Am: 26.09.2019 20:18:54
Gelesen: 121648
# 36
@ Nordluchs [#35]
Hallo zusammen,
nach fünf Tagen technischer Probleme sind wir wieder auf Sendung. Im Beitrag [#33] habe ich erwähnt das Probleme mit höheren Beträgen bei Postalia anders gelöst wurden. „Blinde Null“ lautet das Stichwort. Mit der Verfügung 604/1982 wurde eine frühere Zulassung der Postalia D 2 und D 3 nun erweitert auf D 20 und D 30. Dahinter verbirgt sich eine mögliche Erhöhung der Wertvorgaben auf Beträge von 10.000,- DM bzw. 150.000,- DM. Dazu sind Zählwerke und Gebührenräder zusätzlich mit einer “blinden Null“ versehen worden.
Hier die wichtige Abbildung (Ausschnitt) eines Gebühren- bzw. Gerichtskostenstempler. Ganz rechts ist die aufgelötete 0 zusehen. Somit wurden bisher dreistellige und vierstellige Geräte „aufgepeppt“. Einschränkung in der Verfügung: Es können nur Gebührenbeträge verstempelt werden, die als letzte Ziffer eine „0“ aufweisen. Weiter wird darauf hingewiesen das derartige Maschinen nur auf Kunden beschränkt sind die schon eine Freistempelmaschine benutzen, also erfahren sind.
Eine derartige Verwendung zeige ich mit den Abdrücken, wenn Geräte vorher beispielsweise Gebührenstempler jetzt zu Absenderfreistemplern wieder umgerüstet wurden, oder der Kunde den Wunsch äußerte. Auf den im Foto zusätzlich ersichtlichen Dezimalpunkt gehe ich im nächsten Beitrag ein. Auch dieser Beitrag zeigt wie interessant die Beschäftigung mit Freistemplern ist.
Viele Grüße
Hajo
Hier die wichtige Abbildung (Ausschnitt) eines Gebühren- bzw. Gerichtskostenstempler. Ganz rechts ist die aufgelötete 0 zusehen. Somit wurden bisher dreistellige und vierstellige Geräte „aufgepeppt“. Einschränkung in der Verfügung: Es können nur Gebührenbeträge verstempelt werden, die als letzte Ziffer eine „0“ aufweisen. Weiter wird darauf hingewiesen das derartige Maschinen nur auf Kunden beschränkt sind die schon eine Freistempelmaschine benutzen, also erfahren sind.
Eine derartige Verwendung zeige ich mit den Abdrücken, wenn Geräte vorher beispielsweise Gebührenstempler jetzt zu Absenderfreistemplern wieder umgerüstet wurden, oder der Kunde den Wunsch äußerte. Auf den im Foto zusätzlich ersichtlichen Dezimalpunkt gehe ich im nächsten Beitrag ein. Auch dieser Beitrag zeigt wie interessant die Beschäftigung mit Freistemplern ist.
Viele Grüße
Hajo
Am: 26.09.2019 23:14:14
Gelesen: 121632
# 37
@ Nordluchs [#36] und natürlich allen Interessierten.
Ein Thema das viele vielleicht bisher noch garnicht beachtet bzw. beobachtet haben. Ist halt manchmal auch garnicht so einfach. Bei dem Karlsruher Freistempel gibt es nämlich 2 Varianten.

Im Jahr 1985 liegt die 0 noch eng an der 7, aber bereits 1986 ist der weitere Abstand zu sehen. Aber beide zeigen eindeutig die zusätzlich "aufgelötete" 0.
Bei der dreistelligen Maschine ist die mittlere Wertziffer genau über dem Posthorn. bei der vierstelligen Maschine ist der Zwischenraum zwischen der zweiten und dritten Wertziffer genau über dem Posthorn.

Ein weiteres Beispiel einer so auf diese Art "getunten" Frankiermaschine will ich hier noch zeigen.
Und es gibt noch weitere Beispiele, so u.a. Köln F 19 7721 usw. usf. Viel Spaß beim suchen :-)
wünscht euch
Thomas

Im Jahr 1985 liegt die 0 noch eng an der 7, aber bereits 1986 ist der weitere Abstand zu sehen. Aber beide zeigen eindeutig die zusätzlich "aufgelötete" 0.
Bei der dreistelligen Maschine ist die mittlere Wertziffer genau über dem Posthorn. bei der vierstelligen Maschine ist der Zwischenraum zwischen der zweiten und dritten Wertziffer genau über dem Posthorn.

Ein weiteres Beispiel einer so auf diese Art "getunten" Frankiermaschine will ich hier noch zeigen.
Und es gibt noch weitere Beispiele, so u.a. Köln F 19 7721 usw. usf. Viel Spaß beim suchen :-)
wünscht euch
Thomas
Am: 01.10.2019 11:21:47
Gelesen: 121560
# 38
@ T1000er [#37]
Hallo Thomas und alle Interessierten!
In dem Forum Beitrag [1] (Analoge Stempel) habe ich einen Beleg gezeigt der erklärungsbedürftig ist. Dort ist statt eines Wertrahmens eine Art Gelegenheitsstempel zu sehen. Zum besseren Verständnis nachfolgend die Archivkarte und wichtiger die Rückseite!

Die Archivkarte zeigt, dass ursprünglich die Firma Burk & Braun, eine Fabrik für Kakao und Schokoladen, diese Maschine benutzte. Die Firma wurde verstaatlicht und zwecks Reparationsleistungen von den Sowjets demontiert. Danach übernahm die Stadt Cottbus, hier das Messeamt die Maschine.
Durch mindestens 2 Philatelistische Veranstaltungen (siehe Klischees) kam es in einem Fall am 24.10.1947 zu einem interessanten Umbau. Wie eingangs erwähnt wurde das Gerät zur Abstempelung von Ganzsachen benutzt, die den Sammlern von Freistempel aber bekannt sind. Zusätzlich ein weiteres Stück, aber mit einem anderen Gelegenheitsstempel unten links.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/211945

Die Archivkarte zeigt, dass ursprünglich die Firma Burk & Braun, eine Fabrik für Kakao und Schokoladen, diese Maschine benutzte. Die Firma wurde verstaatlicht und zwecks Reparationsleistungen von den Sowjets demontiert. Danach übernahm die Stadt Cottbus, hier das Messeamt die Maschine.
Durch mindestens 2 Philatelistische Veranstaltungen (siehe Klischees) kam es in einem Fall am 24.10.1947 zu einem interessanten Umbau. Wie eingangs erwähnt wurde das Gerät zur Abstempelung von Ganzsachen benutzt, die den Sammlern von Freistempel aber bekannt sind. Zusätzlich ein weiteres Stück, aber mit einem anderen Gelegenheitsstempel unten links.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/211945
Am: 03.10.2019 16:56:47
Gelesen: 121506
# 39
@ Nordluchs [#38]
Hallo zusammen,
im Beitrag [1] konnte ich zeigen, wie und warum Dezimalpunkte in die Maschinen eingefügt wurden. Die nachfolgenden Belege zeigen Muster von Gerichtskostenstempler und Behördenstempler. Für derartige Geräte waren die Dezimalpunkte zwischen den Wertziffern eigentlich gedacht.

Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/211867

Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/211867
Am: 06.10.2019 23:53:21
Gelesen: 121426
# 40
Hallo Hajo und alle AFS Spezialisten,
ich "wildere" mal hier in diesem Thema. Vielleicht liege ich ja auch nicht richtig und/oder diese "Besonderheit" wurde schon mal behandelt (habe jetzt nicht ausdrücklich danach im Forum gesucht).
Hier habe ich einen AFS aus Lauenburg/Elbe, von derselben Maschine ist auch schon Einer von Angelika in der Datenbank, aber nicht dieser:
Mir fällt da etwas "Besonderes" auf, euch auch? ;-)
Viele Grüße,
Peter
Mir fällt da etwas "Besonderes" auf, euch auch? ;-)
Viele Grüße,
Peter
Am: 07.10.2019 00:07:39
Gelesen: 121423
# 41
@ filunski [#40]
Da hat schon jemand ein paar Tage früher aufs fünfstellige PLZ-System umgestellt ;)
Es sei denn, es handelt sich um einen Einstellungsfehler.
Gruß
Justus
Am: 07.10.2019 00:22:59
Gelesen: 121418
# 42
@ juju [#41]
Hallo Justus,
ja, genau das meine ich! Kein Einstellungsfehler. Dieses Phänomen habe ich schon öfters gesehen, aber meist war es dann der 30.6., also nur ein Tag vor der Umstellung. Hier in Lauenburg war man damals schon früher dran. ;-)
Viele Grüße,
Peter
Am: 09.10.2019 20:39:31
Gelesen: 121321
# 43
@ filunski [#40]
Hallo Peter!
Ich kann leider erst jetzt reagieren, es ist ein weiteres technisches Problem aufgetaucht, dazu am Ende noch einen Satz.
Wenn ich das richtig beurteile geht es um die Einführung der neuen 5-stelligen PLZ? Falls es nun bei dem Beleg um den eigentlichen Termin der Einführung vor dem 1.7.1993 geht, gibt es wesentlich frühere! Daher habe ich dazu aus einem Bericht, einen Auszug aus einer Arbeit von Dieter Kimmle beigefügt (Bericht der FG Nr. 24, S. 12–14).
Zusätzlich gibt es ein Schreiben der GD vom 1.2.1993. Auszug daraus: Nach offizieller Bekanntgabe kann die neue PLZ ... bereits vor dem 1.7.1993 verwendet werden. Der Grund war, dass eine größere Menge an AFS Maschinen ausgerüstet werden mussten.
Viele Grüße
Hajo
Zusätzlich gibt es ein Schreiben der GD vom 1.2.1993. Auszug daraus: Nach offizieller Bekanntgabe kann die neue PLZ ... bereits vor dem 1.7.1993 verwendet werden. Der Grund war, dass eine größere Menge an AFS Maschinen ausgerüstet werden mussten.
Viele Grüße
Hajo
Am: 12.10.2019 10:46:45
Gelesen: 121196
# 44
@ Nordluchs [#38]
Hallo an die Leser!
Hallo Volkmar!
Nach Cottbus siehe [#38] ist dieses der 2. Fall einer besonderen Verwendung einer Absenderfreistempelmaschine. Der besondere Ortsstempel ist sicherlich seitens der Post genehmigt gewesen. Von einem Einsatz gibt es eine Kopie in S/W.
(24b) Pinneberg / 75 Jahre Stadt - Strobel Pflanzen / gute Pflanzen / Strobel u. Wohlt . Pinneberg (Musterabschlag)
Im Thread [1] (Analoge Stempel) habe ich den Gelegenheitsstempel dazu auch schon veröffentlicht. Beide Stempel habe ich in der Datenbank freigegeben, aber die genaue Stempelbezeichnung noch nicht vorgenommen. Ein Fall für Volkimal?
Auch wenn es langweilig wird folgender Hinweis auch in diesem Teil des Forums. Unser „großer „Tower PC (Einzelanfertigung) geht wegen Garantiearbeiten zurück zum Hersteller, das dauert ca. 10 - 12 Tage. Daher können wir ab Montag den 14. 10 nicht mehr reagieren.
Wir melden uns danach wieder!
Viele Grüße
Hajo
(1) https://www.philaseiten.de/beitrag/212870
(24b) Pinneberg / 75 Jahre Stadt - Strobel Pflanzen / gute Pflanzen / Strobel u. Wohlt . Pinneberg (Musterabschlag)
Im Thread [1] (Analoge Stempel) habe ich den Gelegenheitsstempel dazu auch schon veröffentlicht. Beide Stempel habe ich in der Datenbank freigegeben, aber die genaue Stempelbezeichnung noch nicht vorgenommen. Ein Fall für Volkimal?
Auch wenn es langweilig wird folgender Hinweis auch in diesem Teil des Forums. Unser „großer „Tower PC (Einzelanfertigung) geht wegen Garantiearbeiten zurück zum Hersteller, das dauert ca. 10 - 12 Tage. Daher können wir ab Montag den 14. 10 nicht mehr reagieren.
Wir melden uns danach wieder!
Viele Grüße
Hajo
(1) https://www.philaseiten.de/beitrag/212870
Am: 12.10.2019 12:24:22
Gelesen: 121185
# 45
@ Nordluchs [#44]
Die Stempelbezeichnung ist ein "Kreisstempel" die Striche rechts und links neben dem Wappen und der Jubiläumszahl gehören eindeutig zum Motiv. Ebenso wie die netten Blümchen. ;-)
Schöme Grüße,
Thomas
Am: 28.10.2019 23:01:13
Gelesen: 120930
# 46
AFS-Wertestempel rahmenlos?
Hallo Stempelexperten,
heute ist mir unter Hunderten von Belegen mit Absenderfreistempeln an das Österreichische Generalkonsulat diese - wie mir scheint - rätselhafte Besonderheit untergekommen.

Hier wird vom Bürgermeisteramt - Standesamt - Ellwangen am 29.6.1993 mit nackten Zahlen agiert, d.h. dem Wertestempel fehlt der übliche Rahmen. Nicht die geringste Spur zu erahnen.
Zur Vervollständigung bringe ich hier noch einen Beleg der Standesamtes Ellwangen vom 23.8.1991, dem ersten Anschein nach von der gleichen Stempelmaschine.

Da bin ich gespannt, ob die Stempelmaschinenexperten dazu einen Lösungsvorschlag machen können.
Trotz der Rätsel eine gute Nacht wünscht
Edwin

Hier wird vom Bürgermeisteramt - Standesamt - Ellwangen am 29.6.1993 mit nackten Zahlen agiert, d.h. dem Wertestempel fehlt der übliche Rahmen. Nicht die geringste Spur zu erahnen.
Zur Vervollständigung bringe ich hier noch einen Beleg der Standesamtes Ellwangen vom 23.8.1991, dem ersten Anschein nach von der gleichen Stempelmaschine.

Da bin ich gespannt, ob die Stempelmaschinenexperten dazu einen Lösungsvorschlag machen können.
Trotz der Rätsel eine gute Nacht wünscht
Edwin
Am: 29.10.2019 00:24:55
Gelesen: 120918
# 47
@ epem7081 [#46]
Hallo Edwin,
ein fehlender Wertrahmen sollte eigentlich nicht vorkommen. Es gibt aber hier und da Frankiermaschinen die aus welchem Grund auch immer einen fehlenden Wertrahmen aufweisen.
Einen plausibelen Grund zu finden ist im nachhinein recht schwierig. Zumal nach der erfolgten Umstellung auf die 5-stellige PLZ 73479 der Wertrahmen "Deutsche Bundespost" wieder anzutreffen ist.
Schöne Grüße,
Thomas
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 31.10.2019 10:40:50
Gelesen: 120922
# 48
@ Nordluchs [#39]
Hallo zusammen!
Er nun wieder mit dem „alten Zeug“. Nach dem nun der Punkt zwischen den Wertziffern bei einigen seltenen Postalia Geräten behandelt wurde, kommen wir nun zum Datum im Freistempelabdruck. Es gab Wechselsteuerstempler (Gebühreneinstellung bzw. Wertkarten erhielt man am Postschalter) die trugen Datumsziffern in Form von Buchstaben (z. B. MAI, JUN, OKT). Aber in den meisten Fällen nur bei Postalia. Daher anbei einen Auszug aus einem Werbeprospekt (in zwei Teilen), der mehr zeigt als alle Worte. Aufschlussreich die vielfältigen Möglichkeiten.

Darunter eine Abbildung einer Stempelrolle, deutlich zu sehen auch hier der eingesetzte Dezimalpunkt. Die grüne Farbe ist typisch für Wechselsteuerstempler. Im Prospekt ist jeweils ein Komma abgebildet.
Wenn derartige Geräte oder nur Ersatzteile daraus wieder in "normalen" Geräten den Dienst verrichteten, kamen die folgenden gezeigten Beispiele zustande.

Viele Grüße
Hajo
Siehe auch [#33], [#39]

Darunter eine Abbildung einer Stempelrolle, deutlich zu sehen auch hier der eingesetzte Dezimalpunkt. Die grüne Farbe ist typisch für Wechselsteuerstempler. Im Prospekt ist jeweils ein Komma abgebildet.

Viele Grüße
Hajo
Siehe auch [#33], [#39]
Am: 12.11.2019 19:56:38
Gelesen: 120772
# 49
@ Nordluchs
Hallo zusammen,
im vorigen Beitrag habe ich Freistempler erklärt, die im Ortsstempel den Monat in Schriftform trugen (z. B. MAI, JUN, OKT). Eine weitere ungewöhnliche Maschine möchte ich hier vorstellen. Ein Musterabdruck auf einer Karte zeigt was gemeint ist.

Eine Abbildung aus einer Datei und ein eigener Beleg (unten) ergänzen diesen Eindruck.
Eine mögliche Erklärung ist, dass die Deutsche Bundespost 1963 mit Verf. Nr. 318 verfügte, das die Gebühren für die Postwurfsendungen nur noch auf einer Einlieferungsliste angebracht werden. Des Weiteren ist die Einführung von Massendrucksachen im Oktober 1969 (mindestens 1000 Sendungen gleichen Inhalts und äußerer Beschaffenheit) ein weiterer evtl. Grund sein könnte. Später gab es bei der INFO -POST auch, dass die Tagesangabe fehlte. Aber alles nur als mögliche Erklärung für diese ungewöhnliche Ausführung der Maschine A 9000.
Der eigene Beleg befand sich auf einem Klebetikett und ist durch einen Bug etwas verzerrt worden. Aber ist eine kleine Rarität!
Viele Grüße
Hajo

Eine Abbildung aus einer Datei und ein eigener Beleg (unten) ergänzen diesen Eindruck.
Eine mögliche Erklärung ist, dass die Deutsche Bundespost 1963 mit Verf. Nr. 318 verfügte, das die Gebühren für die Postwurfsendungen nur noch auf einer Einlieferungsliste angebracht werden. Des Weiteren ist die Einführung von Massendrucksachen im Oktober 1969 (mindestens 1000 Sendungen gleichen Inhalts und äußerer Beschaffenheit) ein weiterer evtl. Grund sein könnte. Später gab es bei der INFO -POST auch, dass die Tagesangabe fehlte. Aber alles nur als mögliche Erklärung für diese ungewöhnliche Ausführung der Maschine A 9000.
Der eigene Beleg befand sich auf einem Klebetikett und ist durch einen Bug etwas verzerrt worden. Aber ist eine kleine Rarität!
Viele Grüße
Hajo
Am: 12.11.2019 20:19:30
Gelesen: 120766
# 50
@ Nordluchs
Hallo Hajo,
ich habe auch einen AFS aus Gütersloh mit der Monatsangabe in Schriftform in meiner Sammlung.
Als Ergänzung noch eine Monatsangabe in römischen Ziffern aus Kassel-Niederzwehren.
Viele Grüße
Volkmar
Als Ergänzung noch eine Monatsangabe in römischen Ziffern aus Kassel-Niederzwehren.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 13.11.2019 15:58:50
Gelesen: 120709
# 51
@ volkimal
Hallo Volkmar,
wie ich erstaunt sehe, verfügst Du anscheinend auch über nettes Material. Alle anderen zucken die Schulter, wenn Sie befragt werden. Ich nutze Deinen Beitrag, um noch einige derartige Belege nachzuschieben.


Nachfolgend Monatsangabe mit römischen Zahlen.

Falls noch jemand etwas zeigen kann, raus damit bevor die Belege vergilben.
Viele Grüße
Hajo


Nachfolgend Monatsangabe mit römischen Zahlen.

Falls noch jemand etwas zeigen kann, raus damit bevor die Belege vergilben.
Viele Grüße
Hajo
Am: 20.11.2019 15:22:35
Gelesen: 120524
# 52
@ Nordluchs
Hallo zusammen!
Da ich den kürzlich von mir eingerichteten Forum Titel nicht mehr fand, verabschiede ich mich an dieser Stelle und Danke allen für das Interesse. Daher an dieser Stelle der eigentlich anderweitig vorgesehene Beitrag.
Ein interessanter ausländische Freistempler, den man anhand des Werbeklischee wohl als „Philatelistisch“ einstufen kann.
Der gezeigte Freistempel aus Großbritannien ist eine Neopost, erkenntlich am „N“ in der linken unteren Ecke.
Mit freundliche Grüßen!
Hajo
Literaturnachweis für Interessierte:
METER STAMPS OF GREAT BRITAIN AND IRELAND (EIRE); SECOND EDTION. Mann, JOHN C. (1972)
Harris, A. A. (1940). The Meter Postage Meter Stamp Catalogue
S. D. Barfoth / Werner Simon. The Meter Postage Catalog (1953) USA
Der gezeigte Freistempel aus Großbritannien ist eine Neopost, erkenntlich am „N“ in der linken unteren Ecke.
Mit freundliche Grüßen!
Hajo
Literaturnachweis für Interessierte:
METER STAMPS OF GREAT BRITAIN AND IRELAND (EIRE); SECOND EDTION. Mann, JOHN C. (1972)
Harris, A. A. (1940). The Meter Postage Meter Stamp Catalogue
S. D. Barfoth / Werner Simon. The Meter Postage Catalog (1953) USA
Am: 02.07.2020 21:08:07
Gelesen: 118616
# 53
Heut mal eine Besonderheit bei diesem Frankotyp-Postalia AFS vom 10.10.2005:
Wie kommt dieser Streifen am unteren Rand des AFS Aufklebers zustande, wer kann weiterhelfen?
MfG!
klaus-Peter
Wie kommt dieser Streifen am unteren Rand des AFS Aufklebers zustande, wer kann weiterhelfen?
MfG!
klaus-Peter
Am: 16.07.2020 19:23:34
Gelesen: 118411
# 54
Wer kann helfen?
Habe diese Absenderfreistempel aus Monheim gefunden.
Im Werbeklischee: Costomer Service Center GmbH. Habe leider keine Ahnung was die Aufgabe dieses Service-Centers ist.
Wer kann weiter helfen ?
Vielen Dank im voraus!
Klaus-Peter
Wer kann weiter helfen ?
Vielen Dank im voraus!
Klaus-Peter
Am: 01.04.2021 17:27:16
Gelesen: 115192
# 55
Hallo miteinander,
habe heute die DBZ erhalten und unter Forschungsberichte DDR-Philatelie erfahren, daß es eine DDR-Absenderfreistempelmaschine ASTRA 114 gab.
Wer kann Näheres dazu sagen bzw. wie sehen die Abschläge aus?
Würde mich über mehr Informationen freuen!
Klaus-Peter
Am: 01.04.2021 17:46:22
Gelesen: 115187
# 56
@ bedaposablu [#55]
Hallo Klaus-Peter,
Die Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. hat in ihrem Bericht Nr. 90 (Oktober 2020) einen vierseitigen Bericht von Horst Geyermann mit Abbildungen veröffentlicht. (Titel: "ASTRA 114 - die einzige Absenderfreistempelmaschine aus DDR-Produktion".
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 01.04.2021 20:53:22
Gelesen: 115167
# 57
@ bedaposablu [#55]
Hallo Klaus-Peter,
auf den Beitrag haben wir im Forum in den "Literatur Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaften" hingewiesen [1].
Unsere "ASF-Stempel Mitglieder" könnten vielleicht einen kleinen Beitrag hier im Forum schreiben ?
Schöne Grüsse, Richard
[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=252227
Am: 21.05.2021 17:20:31
Gelesen: 114277
# 58
Heute bei bei der Sichtung in meinen Kartons gefunden:
AFS mit Stempelkopf Hagen Briefzentrum 58089 Hasler C019922 vom 20.04.1999
Absender: GGW mbH Gesellschaft gegen Wirtschaftsvergehen mbH, Bahnhofstr. 26, 58095 Hagen
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
AFS mit Stempelkopf Hagen Briefzentrum 58089 Hasler C019922 vom 20.04.1999
Absender: GGW mbH Gesellschaft gegen Wirtschaftsvergehen mbH, Bahnhofstr. 26, 58095 Hagen
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 22.05.2021 09:33:10
Gelesen: 114240
# 59
Francotyp-Postalia
Ist Ihre Frankiermaschine auch € tauglich? Wir informieren Sie kostenlos!
Schöne Pfingsten!
Claus
Ist Ihre Frankiermaschine auch € tauglich? Wir informieren Sie kostenlos!
Schöne Pfingsten!
Claus
Am: 22.05.2021 17:20:21
Gelesen: 114218
# 60
@ Richard [#57]
Hallo zusammen,
ich habe das eben durch Zufall gelesen.
Es handelt sich um die folgende Maschine (eigene Sammlung).

Karl-Marx-Stadt C1 / ALLE KRÄFTE / FÜR DIE ERFÜLLUNG / DES 2. FÜNFJAHRESPLANES vom 15.10.1956.
Ich kenne den Artikel der in der FG Freistempel veröffentlicht wurde natürlich ebenfalls und habe diesen Beleg beigesteuert.
Hersteller laut Artikel ASTRA Buchungsmaschinen in Karl- Marx - Stadt. Benutzer AGRICOLA – VOLKSBUCHHANDLUNG.
Angeblich soll es in den Postakten stehen, aber der Autor hat leider nichts weiter gezeigt, nur angedeutet. Was bemerkt wurde ist, dass der Abdruck wie durch ein Farbtuch abgedruckt erscheint. Die Wertziffern weichen aber auch vom üblichen ab. Aber sonst scheint es eine modifizierte Freistempelmaschine vermutlich Francotyp C zu sein. Wenn das alles zutrifft, war das eine Eintagsfliege. Abschließend wiederhole ich, wenn man dazu einen Artikel verfasst, sollten man zumindest Aktenteile veröffentlichen. Das wäre mit Verlaub meine Arbeitsweise. Bei der derartigen Situation würde ich aber auch nicht im Bundesarchiv sitzen wollen.
Viele Grüße
Hajo

Karl-Marx-Stadt C1 / ALLE KRÄFTE / FÜR DIE ERFÜLLUNG / DES 2. FÜNFJAHRESPLANES vom 15.10.1956.
Ich kenne den Artikel der in der FG Freistempel veröffentlicht wurde natürlich ebenfalls und habe diesen Beleg beigesteuert.
Hersteller laut Artikel ASTRA Buchungsmaschinen in Karl- Marx - Stadt. Benutzer AGRICOLA – VOLKSBUCHHANDLUNG.
Angeblich soll es in den Postakten stehen, aber der Autor hat leider nichts weiter gezeigt, nur angedeutet. Was bemerkt wurde ist, dass der Abdruck wie durch ein Farbtuch abgedruckt erscheint. Die Wertziffern weichen aber auch vom üblichen ab. Aber sonst scheint es eine modifizierte Freistempelmaschine vermutlich Francotyp C zu sein. Wenn das alles zutrifft, war das eine Eintagsfliege. Abschließend wiederhole ich, wenn man dazu einen Artikel verfasst, sollten man zumindest Aktenteile veröffentlichen. Das wäre mit Verlaub meine Arbeitsweise. Bei der derartigen Situation würde ich aber auch nicht im Bundesarchiv sitzen wollen.
Viele Grüße
Hajo
Am: 23.05.2021 17:45:36
Gelesen: 114086
# 61
@ Nordluchs [#60]
@ Richard [#57]
Hallo miteinander,
recht vielen Dank für die Informationen über die ASTRA Freistempelmaschine der DDR.
In der DBZ 08/2021 war in einem Beitrag über blaue AFS ebenfalls ein Beleg der AGRICOLA-Buchhandlung mit blauem AFS vom 23.07.57 abgebildet. Es gab den Hinweis, daß es nur dieses eine Versuchsmuster gab und der Versuch im August 1959 endete.
Viele Pfingst-Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 27.08.2021 18:30:22
Gelesen: 112518
# 62
Heute in meinen Aufarbeitungsberg gefunden:

Pitney Bowes E470297 vom 10.07.2007
Was ist ein PORTOPHON von Pitney Bowes?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter

Pitney Bowes E470297 vom 10.07.2007
Was ist ein PORTOPHON von Pitney Bowes?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 27.08.2021 19:08:06
Gelesen: 112514
# 63
Hallo Klaus-Peter
Portophon bedeutet, dass die Frankiermaschine per Telefon aufgeladen werden konnte.
Viele Grüße
Angelika
Am: 27.08.2021 19:21:32
Gelesen: 112510
# 64
@ Angelika2603 [#63]
Danke Angelika für die schnelle Antwort!
In der Datenbank hatte ich mal nach Portophon gesucht aber nur wenige AFS mit diesem Werbeklischee gefunden, deshalb war ich auch erstaunt, das Magdeburg diesen AFS hatte. Vielleicht lag es auch daran, daß Magdeburg zu dieser Zeit über die meisten Call Center in Deutschland verfügte.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 27.08.2021 22:51:11
Gelesen: 112492
# 65
@ bedaposablu [#64]
In der Datenbank hatte ich mal nach Portophon gesucht aber nur wenige AFS mit diesem Werbeklischee gefunden, deshalb war ich auch erstaunt, das Magdeburg diesen AFS hatte. Vielleicht lag es auch daran, daß Magdeburg zu dieser Zeit über die meisten Call Center in Deutschland verfügte.
Der Portophon-Werbeeinsatz aus Beitrag [#62] ist bei diesem Frankiergerätemodell nicht so selten. Ich habe diesen in der vergangenen Jahren wiederholt gesehen (da mir irrtümlich als Privatpost angeboten). Ich gahe davon aus, dass es sich um eine neutral gehaltene Grafik handelt, welche sich regulär in der Software des Frankiergerätes befindet (analog bspw. Ostern [1] und Weihnachten [2] ohne Bezug zum jeweiligen Absender). Bei dem Portophon-Werbeeinsatz dürfte es sich eher um einen Platzhalter handeln, wenn z.B. kein reguläres Klischee des Absenders vorliegt.
Gruß
Pete
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/93536
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/172494
Am: 09.09.2021 18:32:20
Gelesen: 112305
# 66
Hallo zusammen!
Dieses interessante Stück ist ein AFS als PFS (Absenderfreistempel als Postfreistempel) und an den Wandsbeker Briefmarkensammler Verein adressiert.

Es handelt sich um eine Postalia mit Wertrahmen - Großes Posthorn – mit der nachweislichen Verwendungszeit vom 1.10. 1948 - 15.11. 1949. Versendet von der Briefmarkenhandlung Hans Grobe, Hannover. Vermutlich ein größerer Auftrag. Ob diese seltene Verwendung nun von den Sammlern beachtet wurde, möchte ich bezweifeln. Die Verwendung von (22b) Mainz ist im Handbuch für derartige Verwendungen unter APFS – 212 zu finden.
Viele Grüße
Hajo

Es handelt sich um eine Postalia mit Wertrahmen - Großes Posthorn – mit der nachweislichen Verwendungszeit vom 1.10. 1948 - 15.11. 1949. Versendet von der Briefmarkenhandlung Hans Grobe, Hannover. Vermutlich ein größerer Auftrag. Ob diese seltene Verwendung nun von den Sammlern beachtet wurde, möchte ich bezweifeln. Die Verwendung von (22b) Mainz ist im Handbuch für derartige Verwendungen unter APFS – 212 zu finden.
Viele Grüße
Hajo
Am: 20.09.2021 18:24:21
Gelesen: 112137
# 67
Hallo miteinander,
hier ein für mich ungewöhnlicher AFS mit Versandvermerk groß im Werbeklischee:
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 28.09.2021 19:25:11
Gelesen: 112023
# 68
Hallo zusammen!
Dieses interessantes Stück mit Posteigenwerbung, wird als AFS als PFS (Absenderfreistempel als Postfreistempel) bezeichnet. In (24a) Stade vom dortigen Postamt benutzt. Das Klischee trägt die Posteigenwerbung „Pakete und Päckchen - gut verpacken !“.
Die Verwendung dieser Maschine ist vom 14.10.1949 – 30.04.1953 nachgewiesen und im Handbuch für derartige Verwendungen unter APFS – 252 zu finden.
Viele Grüße
Hajo
Die Verwendung dieser Maschine ist vom 14.10.1949 – 30.04.1953 nachgewiesen und im Handbuch für derartige Verwendungen unter APFS – 252 zu finden.
Viele Grüße
Hajo
Am: 29.09.2021 20:36:16
Gelesen: 111991
# 69
Diese alte Anordnung, mit mittigem Absenderklischee, im Jahr 1997 dürfte kaum noch "normal" sein, oder? ;-)
F010512 - 100 Jahre "LR", Mengen (Württ), Postfach 27; MENGEN 1 / 88512; 08.12.1997.
Leider kann ich den Anwender nicht identifizieren. Das Firmenlogo im Jubiläumsschriftzug (100 Jahre) trägt scheinbar die Anfangsbuchstaben LR (im Wappenschild, vor einem Nadelbaum). Kann hier jemand weiterhelfen? Vielleicht die ehemalige Möbelfabrik "Ludwig Reck"?
Für "F010"-Geräte ist das aber scheinbar nicht doch zu ungewöhnlich, denn in der Stempeldatenbank findet sich ein weiteres Beispiel von Angelika aus dem selben, späten Jahr 1997, ebenso bereits modern umgestellt auf die neue 5-stellige Postleitzahl und 'Deutsche Post AG' im Wertrahmen. Wobei beide Kundenklischees - vom Style her - doch etwas älter erscheinen.
F010265 - Steppdeckenfabrik Gebrüder Schüler, Alzey; 04.03.1997 [1].
Hat das etwa System?
Beste Grüße
Thomas
[1] u/Angelika2603 - https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/357311
F010512 - 100 Jahre "LR", Mengen (Württ), Postfach 27; MENGEN 1 / 88512; 08.12.1997.
Leider kann ich den Anwender nicht identifizieren. Das Firmenlogo im Jubiläumsschriftzug (100 Jahre) trägt scheinbar die Anfangsbuchstaben LR (im Wappenschild, vor einem Nadelbaum). Kann hier jemand weiterhelfen? Vielleicht die ehemalige Möbelfabrik "Ludwig Reck"?
Für "F010"-Geräte ist das aber scheinbar nicht doch zu ungewöhnlich, denn in der Stempeldatenbank findet sich ein weiteres Beispiel von Angelika aus dem selben, späten Jahr 1997, ebenso bereits modern umgestellt auf die neue 5-stellige Postleitzahl und 'Deutsche Post AG' im Wertrahmen. Wobei beide Kundenklischees - vom Style her - doch etwas älter erscheinen.
F010265 - Steppdeckenfabrik Gebrüder Schüler, Alzey; 04.03.1997 [1].
Hat das etwa System?
Beste Grüße
Thomas
[1] u/Angelika2603 - https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/357311
Am: 30.09.2021 18:42:00
Gelesen: 111957
# 70
Hallo,
nun System hatte das nicht, sondern es war eher aus Gründen der Sparsamkeit, bzw. funktionierender Maschine zu suchen.
Solange die Post das duldete und die Vertretungen Ersatzteile vorrätig hatten, war alles möglich. Die Abbildungen fallen natürlich aus dem Rahmen, bereichern eine Typensammlung immer. Sogar mit Eurocent und blau gab es noch Beispiele.
Viele Grüße
Angelika
Viele Grüße
Angelika
Am: 30.09.2021 21:17:25
Gelesen: 111948
# 71
@ Angelika2603 [#70]
Vielen Dank Angelika.
Auffällig ist hier, dass alle Abschläge von Geräten der F01er-"Serie" stammen.
LG
Thomas
Am: 01.10.2021 18:21:58
Gelesen: 111902
# 72
Hallo Thomas,
nicht alle, :-) eine F02 ist dabei und ich habe noch F03 und F04 gefunden.
Viele Grüße
Angelika
Viele Grüße
Angelika
Am: 03.10.2021 23:12:48
Gelesen: 111796
# 73
@ Angelika2603 [#70]
@ DL8AAM [#69]
Hallo zusammen,
ich habe hier auch noch zwei AFS von Francotyp-Maschinen die ich heute beim Regionaltreffen der FG Post- und Absenderfreistempel eV. in Moers gefunden habe.
Schöne Grüße,
Thomas
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 03.12.2021 17:53:06
Gelesen: 110905
# 74
@ T1000er [#73]
Hallo zusammen,
eigentlich wollte ich den folgenden Stempel nur in die Datenbank stellen. Aber die 3 verschiedenen Warenzeichen macht mich neugierig. Daher im Netz gesucht und fand die interessante Firmengeschichte . [1]
Die nächsten zwei alten Freistempel zeigen noch eine weitere Geschichte.

Aus einem in Vorbereitung befindlichen Artikel habe ich drei Passagen kurz ausgeschnitten:
„In letzter Zeit haben mehrere Oberpostdirektionen Freistempelabdrücke vorgelegt, in denen die Firmenangabe oder die Fabrikmarke usw. zu tief in den Raum für die Anschrift der Sendungen reichte.“
„der Stempelabdruck an keiner Stelle weiter als 43–44 mm vom oberen Rande der Sendung oder des Aufschriftzettels nach unten reicht.“
Weiter wird angemerkt: „Falls Stempel erneuert oder geändert werden, bitte ich sie diese den Bestimmungen entsprechend zu gestalten.“
Außerdem zeigt der zweite gezeigte alte Stempel eine zusätzliche Änderung. Dreimal dürfen Sie raten warum 1936 (hier mit Datum von 1938) der Stern gegen einen Punkt ausgetauscht werden musste!
Angaben zum Freistempel Esslingen (Neckar) / F. D. / F. D. F D / Marken: Pfeil - F – Dick
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Friedr._Dick
Die nächsten zwei alten Freistempel zeigen noch eine weitere Geschichte.

Aus einem in Vorbereitung befindlichen Artikel habe ich drei Passagen kurz ausgeschnitten:
„In letzter Zeit haben mehrere Oberpostdirektionen Freistempelabdrücke vorgelegt, in denen die Firmenangabe oder die Fabrikmarke usw. zu tief in den Raum für die Anschrift der Sendungen reichte.“
„der Stempelabdruck an keiner Stelle weiter als 43–44 mm vom oberen Rande der Sendung oder des Aufschriftzettels nach unten reicht.“
Weiter wird angemerkt: „Falls Stempel erneuert oder geändert werden, bitte ich sie diese den Bestimmungen entsprechend zu gestalten.“
Außerdem zeigt der zweite gezeigte alte Stempel eine zusätzliche Änderung. Dreimal dürfen Sie raten warum 1936 (hier mit Datum von 1938) der Stern gegen einen Punkt ausgetauscht werden musste!
Angaben zum Freistempel Esslingen (Neckar) / F. D. / F. D. F D / Marken: Pfeil - F – Dick
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Friedr._Dick
Am: 24.12.2021 10:56:50
Gelesen: 110461
# 75
Hallo zusammen,
dieser Freistempel ist wegen dem Namensgeber für diese Uni [1] schon nett, hat aber auch noch eine Besonderheit im Ortsstempel !
22041 Hamburg 701 / Helmut Schmidt Universität / 22039 Hamburg / Kennung: C042585
Gerät war vermutlich fürs Ausland vorgesehen.
Die Uni habe ich mehrmals aufgesucht, da außer der Staatsbibliothek Hamburg nur diese Einrichtung einen betriebsfähigen Reader Printer (Mikrofilmscanner) hatte, der mir Dinge aus dem Bundesarchiv seinerzeit in Papierform umwandelte.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut-Schmidt-Universit%C3%A4t/Universit%C3%A4t_der_Bundeswehr_Hamburg
22041 Hamburg 701 / Helmut Schmidt Universität / 22039 Hamburg / Kennung: C042585
Gerät war vermutlich fürs Ausland vorgesehen.
Die Uni habe ich mehrmals aufgesucht, da außer der Staatsbibliothek Hamburg nur diese Einrichtung einen betriebsfähigen Reader Printer (Mikrofilmscanner) hatte, der mir Dinge aus dem Bundesarchiv seinerzeit in Papierform umwandelte.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut-Schmidt-Universit%C3%A4t/Universit%C3%A4t_der_Bundeswehr_Hamburg
Am: 02.01.2022 10:44:38
Gelesen: 110230
# 76
Hallo zusammen,
der folgende Beleg ist die Bestätigung für die Auflösung von Stielow - Frankiermaschinen. Unter dem Buchstaben H wurde bis dahin Stielow verzeichnet. Die Phase nach der Übernahme durch Neopost machte die Zuordnung bei der Archivierung von Belegen immer schwierig. Daher ist der gezeigte Beleg ein Hinweis zur gewissen Aufklärung. Ich stelle dieses unter diesem Thread ganz bewusst ein.
H 50 1314 22081 / Hamburg / Seit 1. Februar 2004 - neuer Hauptsitz. / Stielow GmbH & Co. KG / Roggensteiner Str. 15 – 19 / 82140 Olching / BITTE NOTIEREN
Der Beleg ist von der Hamburger Neopost Niederlassung versendet worden. Der Hinweis „BITTE NOTIEREN" wird durch eine zusätzliche Tastatur erzeugt.
Entnommen aus einem Zeitungsartikel nachfolgend zwei kurze Zitate [1].
„Im Sommer 2003 steht nunmehr fest: Von den alles in allem fast 250 Arbeitsplätzen werden nach der Zerschlagung des Unternehmens gerade einmal 20 unter dem "Gütesiegel" Stielow verbleiben. Weitere 70 Beschäftigte des Logistik-Bereiches werden überdies unter neuem Firmennamen übernommen.“
„Der neue Mutterkonzern Neopost macht sich mit der Zerschlagung von Stielow für eine Schlacht um die "Marktführerschaft" im Frankier-Gewerbe bereit.“
Viele Grüße
Hajo
[1] https://infoarchiv-norderstedt.org/artikel/stielow-wird-zerschlagen/index.html
Der Beleg ist von der Hamburger Neopost Niederlassung versendet worden. Der Hinweis „BITTE NOTIEREN" wird durch eine zusätzliche Tastatur erzeugt.
Entnommen aus einem Zeitungsartikel nachfolgend zwei kurze Zitate [1].
„Im Sommer 2003 steht nunmehr fest: Von den alles in allem fast 250 Arbeitsplätzen werden nach der Zerschlagung des Unternehmens gerade einmal 20 unter dem "Gütesiegel" Stielow verbleiben. Weitere 70 Beschäftigte des Logistik-Bereiches werden überdies unter neuem Firmennamen übernommen.“
„Der neue Mutterkonzern Neopost macht sich mit der Zerschlagung von Stielow für eine Schlacht um die "Marktführerschaft" im Frankier-Gewerbe bereit.“
Viele Grüße
Hajo
[1] https://infoarchiv-norderstedt.org/artikel/stielow-wird-zerschlagen/index.html
Am: 16.01.2022 15:25:55
Gelesen: 109889
# 77
Hallo zusammen,
habe bedingt durch eine aktuelle Veröffentlichung von Hamburg - Harburg auf Bitten eines alten Sammlers mit Altona (Elbe) 1 bzw. Hamburg-Altona begonnen. Da ich nun aus meiner ehemaligen Sammlung den Wertkartennachweis für die auch vorhandene Archivkarte fand, stelle ich das hier mal vor. Altona (Elbe) 1 Theodor Zeise / Zeise Propeller / Archivkarte C 394. Erkennbar auch hier die spätere Umbenennung in Hamburg-Altona 1938 nach dem "Groß Hamburg Gesetz von 1937".

Nachweis der Wertkarten - hier die laufende Nummerierung der Wertkarten von 91 – 99. Wenn der Betrag von 100 RM erreicht ist, wird die Karte durch entgegengesetzter Drehung mit einer Kurbel ausgeworfen und vorher die laufende Registrierung auf der Wertkarte abgedruckt. Abschließend die dementsprechende Verfügung dazu.
Viele Grüße
Hajo

Nachweis der Wertkarten - hier die laufende Nummerierung der Wertkarten von 91 – 99. Wenn der Betrag von 100 RM erreicht ist, wird die Karte durch entgegengesetzter Drehung mit einer Kurbel ausgeworfen und vorher die laufende Registrierung auf der Wertkarte abgedruckt. Abschließend die dementsprechende Verfügung dazu.
Viele Grüße
Hajo
Am: 23.01.2022 16:04:35
Gelesen: 109749
# 78
@ mumpipuck [#5]
Nein.
Die Easy Mail hatte ein fest eingebautes Standard-Klischee - das ist das abgebildete mit Eigenwerbung von Pitney Bowes.
Ein eigenes Klischee bekam der Besitzer mit der Easy Mail durch einen externen Datenträger, der über eine COM2-Schnittstelle während der Benutzung der Maschine eingesetzt sein musste.
Am: 25.01.2022 14:43:16
Gelesen: 109681
# 79
Hallo zusammen,
anbei ein Beleg mit AFS den ich an dieser Stelle zeigen möchte.
Der Brief zeigt eine verkehrte Bezeichnung nur mit dem Stadtteil Billstedt, aber der richtigen Postleitzahl (Billstedt gehört zum Bezirk Hamburg-Mitte).
Bei der Programmierung der T 1000 hat sich ein Fehler eingeschlichen oder aber ist aufgrund falscher Angaben entstanden.
Möglich wäre das die Echterhoff Holding GmbH, Osnabrück die Maschine oder sogar einige für die Zweigstellen bestellt hat und falsche Angaben übermittelte.
Anderes Beispiel:
Die Straße Reeperbahn liegt im Stadtteil St. Pauli. Schon mal gesehen 20359 St. Pauli? Ich nicht!
Viele Grüße
Hajo
Bei der Programmierung der T 1000 hat sich ein Fehler eingeschlichen oder aber ist aufgrund falscher Angaben entstanden.
Möglich wäre das die Echterhoff Holding GmbH, Osnabrück die Maschine oder sogar einige für die Zweigstellen bestellt hat und falsche Angaben übermittelte.
Anderes Beispiel:
Die Straße Reeperbahn liegt im Stadtteil St. Pauli. Schon mal gesehen 20359 St. Pauli? Ich nicht!
Viele Grüße
Hajo
Am: 18.02.2022 17:12:05
Gelesen: 109068
# 80
Hallo zusammen,
der nachfolgend gezeigte eigenartige Stempel ist zwar lapidar beschrieben in der Stempeldatenbank vorhanden [1]. Aber das ist nicht alles und erläutere anhand des Beleges was es damit auf sich hat. Vorab sieht das aus wie ein Absenderfreistempel ohne Werbeklischee. Aber 1996 einen Ortsstempel Briefzentrum 49, sogar mit Unterscheidungsbuchstaben?
Ein örtlicher reger Sammler ging seinerzeit der Sache nach. Er fand heraus, dass die alte Klüssendorf recht betagt war und schlechte Abdrücke erzeugte. Es wurde eine gebrauchte Freistempelmaschine von FP beschafft und benutzt. Zu diesem Zeitpunkt recht ungewöhnlich.
Wie in den frühen Jahren nach dem 8. Mai.1945 bis in die 50iger Jahren als aus Markenmangel Absenderfreistempel als Postfreistempel eingesetzt wurden. Diese sogenannten AFS als PFS wurden eine Zeitlang von der Post in Anspruch genommen.
In diesem Fall handelt es sich ebenso um eine solche Verwendung als AFS als PFS (APFS). Aber aus anderen vermutlichen schwierigen Beschaffungsgründen. Es gibt die Version mit und ohne zuschaltbarem Versandvermerk „ ENTGELT BEZAHLT“. Anmerkung: Konnte jetzt aber nicht nachvollziehen, ob dieses schon in einem Forum Beitrag behandelt wurde.
Es ist davon auszugehen, dass die meisten Belege unerkannt entsorgt wurden.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/409967
Ein örtlicher reger Sammler ging seinerzeit der Sache nach. Er fand heraus, dass die alte Klüssendorf recht betagt war und schlechte Abdrücke erzeugte. Es wurde eine gebrauchte Freistempelmaschine von FP beschafft und benutzt. Zu diesem Zeitpunkt recht ungewöhnlich.
Wie in den frühen Jahren nach dem 8. Mai.1945 bis in die 50iger Jahren als aus Markenmangel Absenderfreistempel als Postfreistempel eingesetzt wurden. Diese sogenannten AFS als PFS wurden eine Zeitlang von der Post in Anspruch genommen.
In diesem Fall handelt es sich ebenso um eine solche Verwendung als AFS als PFS (APFS). Aber aus anderen vermutlichen schwierigen Beschaffungsgründen. Es gibt die Version mit und ohne zuschaltbarem Versandvermerk „ ENTGELT BEZAHLT“. Anmerkung: Konnte jetzt aber nicht nachvollziehen, ob dieses schon in einem Forum Beitrag behandelt wurde.
Es ist davon auszugehen, dass die meisten Belege unerkannt entsorgt wurden.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/409967
Am: 19.03.2022 19:28:04
Gelesen: 108310
# 81
Hallo zusammen,
nachfolgend ein interessanter Beleg aus meiner Ex-Sammlung. Einige Antwortbriefe habe ich in anderen Threads schon behandelt. Aber der hier gezeigte ist besonders zeigenswert. Kurzer Auszug aus der ADA:
können freigestempelte Umschläge oder Karten für die Antwort der Empfänger beigefügt werden. Die Anschrift muß gedruckt sein und muß mit den Angaben im Stempel übereinstimmen.
Die Justizbehörden lösten das ganz einfach mit Griff in ihr „Stempel - Karussell.
Der große Umschlag bietet aber in der Behandlung der Antwort ein schönes Beispiel.
Antwortbrief mit Absenderfreistempel-Vorausfreimachung aus Berlin dem Empfänger beigelegt. Vom Empfänger in Speyer per Eilboten nach Berlin zurückgeschickt, daher mit 40 Pf. in Postwertzeichen für die Eilzustellung ergänzt. Rückseitiger Ankunftsstempel vom 27.6.1933 / 8-9 Uhr.
Viele Grüße
Hajo
Der große Umschlag bietet aber in der Behandlung der Antwort ein schönes Beispiel.
Antwortbrief mit Absenderfreistempel-Vorausfreimachung aus Berlin dem Empfänger beigelegt. Vom Empfänger in Speyer per Eilboten nach Berlin zurückgeschickt, daher mit 40 Pf. in Postwertzeichen für die Eilzustellung ergänzt. Rückseitiger Ankunftsstempel vom 27.6.1933 / 8-9 Uhr.
Viele Grüße
Hajo
Am: 11.04.2022 09:12:20
Gelesen: 107669
# 82
Hallo,
mal eine (Anfänger-)Frage. In der Literatur über Absenderfreistempel - speziell bezüglich Francotyp - finden sich immer wieder Typ-Bezeichnungen wie "Francotyp C", "Francotyp CC", "Francotyp CCm" und weitere. Gibt es irgendwo einen für Einsteiger verständlichen Übersichtsartikel, wie die einzelnen Maschinentypen sich unterscheiden, wann und wo sie hergestellt wurden, wie sie zu unterscheiden sind usw.
Viele Grüße und eine schöne Osterwoche
Adalbert
Am: 11.04.2022 18:26:34
Gelesen: 107645
# 83
@ Adalbert [#82]
Hallo Adalbert,
ist eine Frage die in einem größeren Zeitraum zu sehen ist.
Francotyp C gibt es seit 1927, eine kleinere Version ist die Cc bzw. Ccm (m steht für elektrischen .Motorantrieb) und wurde ab ca. 1950 vorgestellt. Nachfolgend ein Beispiel aus einer Archivkarte.
Aufgabeort / Francotyp / Vorführgerät / Industrieausstellung Berlin / Cc 3246
Hier die allgemeine Literatur dazu:
Nr. 011, DÜRST, Heiner / EICH, Gerd, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel,
Band 1 / Die Absenderfreistempel des Deutschen Reiches und ihre Aptierungen.
Handbuch und Katalog
Nr. 020, DÜRST, Heiner / EICH, Gerd, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel, Band 2
Die deutschen Absenderfreistempel der Nachkriegszeit ab 1946 ohne Kennung.Katalog und Handbuch
Jeweils 8,00 Euro / https://www.fg-freistempel.de/
Viele Grüße
Hajo
Aufgabeort / Francotyp / Vorführgerät / Industrieausstellung Berlin / Cc 3246
Hier die allgemeine Literatur dazu:
Nr. 011, DÜRST, Heiner / EICH, Gerd, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel,
Band 1 / Die Absenderfreistempel des Deutschen Reiches und ihre Aptierungen.
Handbuch und Katalog
Nr. 020, DÜRST, Heiner / EICH, Gerd, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel, Band 2
Die deutschen Absenderfreistempel der Nachkriegszeit ab 1946 ohne Kennung.Katalog und Handbuch
Jeweils 8,00 Euro / https://www.fg-freistempel.de/
Viele Grüße
Hajo
Am: 12.04.2022 10:39:05
Gelesen: 107610
# 84
Hallo,,
vielen lieben Dank für die Erläuterungen und die Literaturhinweise.
Viele Grüße
Adalbert
Am: 26.05.2022 17:54:34
Gelesen: 106508
# 85
Hallo zusammen,
für den interessierten Spezialisten zur Ansicht.
Eine ungewöhnliche Kennung B 83 2048 (mit blauer Stempelfarbe) wurde schon 2004 im Bericht der FG Freistempel Nr. 55, S. 33 gezeigt. Nun jetzt sind zwei frühere Belege aus dem Jahr 2000 bzw. 2002 aber noch in Rot auf dem Tisch. Eigentlich müsste die Maschine mit Kennung B 05 .... bzw. B 06 .... ausgestattet sein.

Da es sich um eine Cm 10000 bzw. 7000 (also reine Francotyp ) handelt, nachfolgend zum Vergleich eine korrekte Kennung B 83 2059 aus der Gemeinschaftsproduktion von Francotyp-Postalia.
Viele Grüße
Hajo

Da es sich um eine Cm 10000 bzw. 7000 (also reine Francotyp ) handelt, nachfolgend zum Vergleich eine korrekte Kennung B 83 2059 aus der Gemeinschaftsproduktion von Francotyp-Postalia.
Viele Grüße
Hajo
Am: 02.06.2022 11:20:21
Gelesen: 106300
# 86
Hallo zusammen,
auf den ersten Blick ein gewöhnlicher Freistempler aus meiner näheren Heimat. Die Wertziffern fallen beim genauen Betrachten schon auf.
Zum einen vierstellig, aber oval, auch das Datum hat anderes Aussehen als eine Maschine von Francotyp. Es gibt auch dreistellige alte Hasler, diese sind etwas häufiger.
Es handelt sich um eine sogenannte „alte Hasler“ mit der Bezeichnung F 66 u. 88.
Ursprünglich ansässig in: 638 Bad Homburg v. d. Höhe 1 DIE Hasler / FRANKIERT / und / WIRBT / HASLER GMBH
Dann später in: 8031 Olching DIE Hasler / FRANKIERT / und / WIRBT / 8031 Olching Roggensteiner Str. 19
Viele Grüße
Hajo
Zum einen vierstellig, aber oval, auch das Datum hat anderes Aussehen als eine Maschine von Francotyp. Es gibt auch dreistellige alte Hasler, diese sind etwas häufiger.
Es handelt sich um eine sogenannte „alte Hasler“ mit der Bezeichnung F 66 u. 88.
Ursprünglich ansässig in: 638 Bad Homburg v. d. Höhe 1 DIE Hasler / FRANKIERT / und / WIRBT / HASLER GMBH
Dann später in: 8031 Olching DIE Hasler / FRANKIERT / und / WIRBT / 8031 Olching Roggensteiner Str. 19
Viele Grüße
Hajo
Am: 12.07.2022 19:08:25
Gelesen: 105119
# 87
Hallo,
ich möchte gerne einmal den folgenden Absenderfreistempel zur Diskussion stellen:
Meiner Ansicht nach ein 'Francotyp A Urtyp' mit dem breiten Abstand zwischen Monat und Jahr. Das Datum des Stempels vom 05.10.1926 wird auch bei der 'Arge Deutsche Ostgebiete' als erstes bekanntes Verwendungsdatum geführt [1]. Das lässt mich sehr stark vermuten, dass es auch tatsächlich keinen früheren Stempelabdruck gibt.
Andererseits wäre Oktober 1926 schon etwas arg spät für eine Erstverwendung eines "Urtyps"? Der sogenannte Urtyp waren ja nur die ersten 50 bis 70 Freistempelmaschinen vom Typ 'Francotyp A' - die müssten doch allesamt deutlich früher in Betrieb gegangen sein.
Beste Grüße
Peter Blum
[1] Hermann Neumann - Die Post in Breslau, Freistempel, S. 28 (02/14)
http://www.arge-ost.de/argewebsite/tl_files/Dateien_Schlesien/Breslau-Absenderfreistempel.pdf
Meiner Ansicht nach ein 'Francotyp A Urtyp' mit dem breiten Abstand zwischen Monat und Jahr. Das Datum des Stempels vom 05.10.1926 wird auch bei der 'Arge Deutsche Ostgebiete' als erstes bekanntes Verwendungsdatum geführt [1]. Das lässt mich sehr stark vermuten, dass es auch tatsächlich keinen früheren Stempelabdruck gibt.
Andererseits wäre Oktober 1926 schon etwas arg spät für eine Erstverwendung eines "Urtyps"? Der sogenannte Urtyp waren ja nur die ersten 50 bis 70 Freistempelmaschinen vom Typ 'Francotyp A' - die müssten doch allesamt deutlich früher in Betrieb gegangen sein.
Beste Grüße
Peter Blum
[1] Hermann Neumann - Die Post in Breslau, Freistempel, S. 28 (02/14)
http://www.arge-ost.de/argewebsite/tl_files/Dateien_Schlesien/Breslau-Absenderfreistempel.pdf
Am: 13.07.2022 19:23:34
Gelesen: 105061
# 88
@ Peter Blum [#87]
Hallo Peter,
die Beobachtung ist richtig! Es handelt sich um den sogenannten Urtyp von Anker. Dazu die folgende Erklärung.
Besonderheit war ursprünglich bei der ersten Maschine die Monatsangabe in Buchstaben, Beispiel 9 SEP 1924. Daraus resultieren die späteren sogenannten Urtypen von Anker mit größerem Abstand zwischen Monat und Jahr. Siehe dazu [1]
In meiner neuesten Arbeit (siehe Philabuch) habe ich auch dieses Thema behandelt: „Versuchsfreistempler „C“ (System Ankerkassen), Übergang mit Zusammenschluss der Hersteller von neu konstruierten Frankiermaschinen und eigenständigem Vertrieb“
Die beiden maßgeblich Firmen seinerzeit, waren die Firma Anker und Bafra (vormals Dübner Nachfolger). Anker als Hersteller von Registrierkassen stellte sein Rechenwerk zur Verfügung, während die Bafra unter der Führung vom Ingenieur Wilhelm Friedrichs in seiner Konstruktion der B – Maschine die Wertkarteneinrichtung erfolgreich zum Patent anmeldete. Somit konnte der Partner Anker auch davon partizipieren und umgekehrt.
In meiner Aufstellung ist, der aus Breslau nicht enthalten, also ein Neuzugang!
Der mir vorliegende späteste stammt von 1937.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/343276
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/343276
Am: 14.07.2022 21:47:04
Gelesen: 104986
# 89
Hallo,
danke für die Erläuterungen. Grundsätzlich finde ich es schon etwas verwunderlich, dass die meisten Urtypen nur verhältnismäßig kurz im Einsatz waren, etwa bei den Anker-Werken selbst nicht mal ein ganzes Jahr. Auch insofern ist es interessant zu sehen, dass es auch Fälle gibt, in denen der Urtyp länger als ein Jahrzehnt im Einsatz war. Danke für's Zeigen.
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 28.07.2022 19:17:21
Gelesen: 104571
# 90
@ Peter Blum [#89]
Hallo zusammen,
da ich noch weitere Dinge zum Thema Urtypen zusammen tragen konnte melde ich mich nochmals.
Der Akte im Bundesarchiv zufolge wurde 1925 bei der Einführung der Francotyp A ein Preis von 4000 RM genannt. Ein stolzer Preis zu dieser Zeit. Nebenbei bemerkt hatte die erste Serie noch ein anderes Aussehen als der zweite endgültige Typ. Dazu zwei Abbildungen.

Interessant ist ein weiterer Urtyp mit Unterscheidungsbuchstabe. Jurgens & Prinzen Margarine-Werke Goch, später unter dem bekannten Marke Rama!
Das die erste Serie (von ca. 50 Geräten) Stempelwalzen enthielt die vermutlich für normale Registrierkassen evtl. im Ausland (?) vorhanden und verwendet wurden ist nur eine Theorie.
Eine Änderung im Werk, hätte wenn es machbar gewesen wäre, eine Belastung für den jeweiligen Postausgang der Firma zur Folge. Es hat vermutlich niemand interessiert, wie die Darstellung des Datums ersichtlich war. Erst nach und nach wurden die Geräte bei Bedarf ausgetauscht.
Auf jeden Fall hat es uns Sammler ein nettes Nebengebiet beschert.
Viele Grüße
Hajo
Interessant ist ein weiterer Urtyp mit Unterscheidungsbuchstabe. Jurgens & Prinzen Margarine-Werke Goch, später unter dem bekannten Marke Rama!
Das die erste Serie (von ca. 50 Geräten) Stempelwalzen enthielt die vermutlich für normale Registrierkassen evtl. im Ausland (?) vorhanden und verwendet wurden ist nur eine Theorie.
Eine Änderung im Werk, hätte wenn es machbar gewesen wäre, eine Belastung für den jeweiligen Postausgang der Firma zur Folge. Es hat vermutlich niemand interessiert, wie die Darstellung des Datums ersichtlich war. Erst nach und nach wurden die Geräte bei Bedarf ausgetauscht.
Auf jeden Fall hat es uns Sammler ein nettes Nebengebiet beschert.
Viele Grüße
Hajo
Am: 28.07.2022 21:40:39
Gelesen: 104551
# 91
Hallo,
Danke für die interessante Darstellung. Von den Rama-Produzenten hier noch ein Nachfolgestempel von 1928, immer noch ist 'Francotyp A Urtyp' mit der Kennung "* * d" im Einsatz, nun enthält aber der Werbezusatz statt der Firmenbezeichnung das Erfolgsprodukt.
Beste Grüße
Peter Blum
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 11.08.2022 10:17:57
Gelesen: 104210
# 92
Hallo zusammen,
habe vor einigen Wochen den folgenden Beleg schon im Thread Reime und Sprüche eingestellt.[1]
Dieser Beleg passt aber auch in diese Rubrik, da es sich um eine interessante Massendrucksache handelt.
Erläuterungen dazu:
Bei der Verwendung des Absenderfreistemplers bei Massendrucksachen ist nach der Amtsblattverfügung Nr. 400 /1954 vom 30. Juli 1954 an, der „000“ Abschlag durch Hinzufügen des Vermerks „Gebühr bezahlt“ versuchsweise gestattet worden.
Zusätzlich wurde einige Zeit später eine nochmalige Erinnerung in Form einer Verfügung bekannt gegeben.

Der gezeigte Beleg trägt den Vermerk „Gebühr bezahlt / beim Postamt 1,“ als Aufdruck, also kein Handstempel. Das deutet darauf hin das die Freistempelmaschine des Verwenders entweder keine Vorrichtung für Wechselklischees besaß, oder das Klischees im Jahr der Verfügung 1954 erst mit Zeitverzögerung lieferbar waren.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/297291

Der gezeigte Beleg trägt den Vermerk „Gebühr bezahlt / beim Postamt 1,“ als Aufdruck, also kein Handstempel. Das deutet darauf hin das die Freistempelmaschine des Verwenders entweder keine Vorrichtung für Wechselklischees besaß, oder das Klischees im Jahr der Verfügung 1954 erst mit Zeitverzögerung lieferbar waren.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/297291
Am: 26.09.2022 20:59:40
Gelesen: 103120
# 93
02.11.99 AFS mit Maschine A 20 / 0930 - Deutsche Post AG 0110 in DM-Pfennig
17.5.00 AFS mit Maschine A 200930 ! Deutsche Post Euro Cent 0056, bereits im Mai 2000 !
Am: 03.10.2022 09:23:15
Gelesen: 102946
# 94
Hallo zusammen,
eine frankierte Rückantwort ist bekanntlich eine vom Versender an sich selbst adressierter und der Sendung beigefügter Briefumschlag.
Das interessante ist der von der örtlichen Post in Neunburg vorm Wald verwendete alte Handstempel. Damit wurde das zeitlich verzögerte Datum der Rücksendung bestätigt. Aber ein nettes Pärchen! Dieses alte Teil ist mindestens bis 1936 verwendet worden.[1]
Möglich ist das ein Hotel oder Restaurant diese Rückantwort zurückgesendet hat.
Weitere Daten zu dem Vorgang: AFS von Hamburg 3 (mit Rückantwort beschriftet) / Heinr. Eisler Annoncen-Expedition. In dem Verlag erschienen die Hotel-Nachrichten (vereinigt mit Küche und Keller).
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/88738
Das interessante ist der von der örtlichen Post in Neunburg vorm Wald verwendete alte Handstempel. Damit wurde das zeitlich verzögerte Datum der Rücksendung bestätigt. Aber ein nettes Pärchen! Dieses alte Teil ist mindestens bis 1936 verwendet worden.[1]
Möglich ist das ein Hotel oder Restaurant diese Rückantwort zurückgesendet hat.
Weitere Daten zu dem Vorgang: AFS von Hamburg 3 (mit Rückantwort beschriftet) / Heinr. Eisler Annoncen-Expedition. In dem Verlag erschienen die Hotel-Nachrichten (vereinigt mit Küche und Keller).
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/88738
Am: 03.10.2022 12:48:24
Gelesen: 102928
# 95
Hallo zusammen,
diesen Brief aus Quedlinburg bekam ich von Herrn Köhler, dem DDR-Tauschpartner meines Vaters:
Was ist das Besondere? Es ist die einzige bekannte Absenderfreistempel-Maschine, bei der die Postleitzahl im Einkreisstempel vor dem Ortsnamen steht [1].
Viele Grüße
Volkmar
[1]: Heiner Dürst - Gerd Eich, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel Band 2 (Übersicht der Formen der Ortsstempel)
Was ist das Besondere? Es ist die einzige bekannte Absenderfreistempel-Maschine, bei der die Postleitzahl im Einkreisstempel vor dem Ortsnamen steht [1].
Viele Grüße
Volkmar
[1]: Heiner Dürst - Gerd Eich, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel Band 2 (Übersicht der Formen der Ortsstempel)
Am: 23.10.2022 14:49:20
Gelesen: 102188
# 96
Hallo,
eine Frage zu untenstehendem Freistempel. Er ist relativ schwach abgeschlagen - aber in einem Blauton? Warum?
Oder ist es ein Provisorium, weil rote Farbe vielleicht zu der Zeit nicht verfügbar war?
Derselbe Stempel etwas später - immer noch schwach abgeschlagen, nun aber "normal" in rot.
Beste Grüße
Peter Blum
Derselbe Stempel etwas später - immer noch schwach abgeschlagen, nun aber "normal" in rot.
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 04.11.2022 14:44:48
Gelesen: 101774
# 97
Hallo zusammen,
ein Mitbringsel aus Ulm. Bei den Absenderfreistempeln aus dem Saargebiet gab es eine eigene Type:
Zwei Absenderfreistempel der Firma Frankotyp vom Postscheckamt in Saarbrücken mit den Wertstufen 60 Centimes bzw. 100 Centimes (Brief von 20 g - 50 g). Beide Briefe wurden Anfang 1931 verschickt. Absender war die Landesversicherungsanstalt Saargebiet, Versicherungsanstalt für Angestellte.
Viele Grüße
Volkmar
Zwei Absenderfreistempel der Firma Frankotyp vom Postscheckamt in Saarbrücken mit den Wertstufen 60 Centimes bzw. 100 Centimes (Brief von 20 g - 50 g). Beide Briefe wurden Anfang 1931 verschickt. Absender war die Landesversicherungsanstalt Saargebiet, Versicherungsanstalt für Angestellte.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 28.11.2022 10:54:55
Gelesen: 101150
# 98
Ich möchte einen AFS von Pitney Bowes zeigen. Ein ungewöhnlicher und bisher bewusst noch nicht gesehenen Dezimalpunkt entdeckt.
Sollte hier wohl gezeigt werden. Es scheint so, als hätte die Maschine früher eine andere Verwendung gehabt
E 59 2210 aus Mannheim von der Firma Lindy
Viele Grüße
Angelika
E 59 2210 aus Mannheim von der Firma Lindy
Viele Grüße
Angelika
Am: 21.12.2022 17:13:44
Gelesen: 100519
# 99
Hallo an alle,
der folgende Stempelabschlag sieht zumindest einen Absenderfreistempel sehr ähnlich - könnte es sich hier tatsächlich um einen umgerüsteten AFS handeln, oder ist dies einfach nur ein Tintenstrahldruckwerk, das einen nicht alltäglichen Freimachungsvermerk gedruckt hat?
Wer hat zu diesem Abschlag eine Idee oder einen Arbeitsansatz ?
Viele Grüße Jürgen
Wer hat zu diesem Abschlag eine Idee oder einen Arbeitsansatz ?
Viele Grüße Jürgen
Am: 22.12.2022 20:11:58
Gelesen: 100487
# 100
@ Journalist [#99]
Hi Jürgen,
die Auflösung ist leider etwas klein, aber es scheint mir so, als ob das Druckbild des eigentlichen Entgeltbezahlt-Eindrucks sauberer ausfällt? Das heisst das die beiden linken Zusätze in einem separaten Druckvorgang aufgebracht wurden? Das hiesse, das der Versender im Nachgang den "vorbedruckten PPI-Umschlag" mit dem gefakten "Poststempel" (mit absenderfreistempel-ähnlichem Kundenklischee) aufwerten wollte, als Eyecatcher. Wobei der Programmierer hier gleich zwei Fehler beging, neben dem fehlendem Datum... a) Freistempel (es sei denn Postfreistempel) tragen keine UB (hier zz, wobei zz meist für 'kleine Tante Emma-Lädchen mit Postschalter' steht) und b) das Schriftbild der Postleitzahl passt nicht.
Interessant ist, das der Drucker die UB zz gewählt hat, vielleicht kannte er das so vom Poststempel seines "Post-Bäckers um die Ecke".
Eine ganz verwegene bzw. zu 99,99% (fast) komplett abwegige Idee wäre noch (falls man als Versender überhaupt Entgeltbezahlt-Massen-Sendungen damals direkt beim "Bäcker um die Ecke" einliefern durfte): a) Der Bäcker war kein Bäcker, sondern b) ein innovativer Copy- bzw. Print-Shop, der c) seinen (Post-) Kunden, als "Extra" eine (postirreguläre) post- bzw. freistempelähnliche Aufwertung für sein Werbemailing anbot.
Ansonsten tippe ich eher darauf, dass hier entweder im "Lettershop" oder (wahrscheinlicher sogar) im Autohaus selbst, ein "Werbefachmann" sich Gedanken gemacht hat, wie man das Mailing eyecatch-technisch so modifizieren kann, damit es beim Kunden ein höheres Grundinteresse erweckt und den Papierkorb-Reflex etwa dämpft - und sich damit einfach über die Postregularien hinwegesetzt hat. Solche Zudrucke, insbesondere "Poststempelähnliche Dinge", zumal in der Frankierzone, waren so schon immer irregulär.
Oder noch verwegener, es handelt sich um das erste und letzte Exemplar eines bisher unbekannten Betriebsversuchs der Post. Just kidding ;-)
Beste Grüße
Thomas
Am: 27.12.2022 09:19:00
Gelesen: 100396
# 101
Hallo zusammen,
wie vor drei Tagen angekündigt (im Thread Personenporträts im Stempelbild) nun den ganzen Beleg. Es handelt sich um eine Karte mit Angaben zur Maschine und ab wann das Klischee für die Filmwerbung eingesetzt wurde. Sollte in drei Ausfertigungen für das zuständige Postamt geschehen. Hier das Postamt München 9. Das galt auch für andere Besitzer von Freistempelmaschinen.

Es handelt sich um die Reklame von 1947 für den Film: THE STORY OF LOUIS PASTEUR.
Ohne zu ahnen, dass ich die Abbildung anderweitig nun gebraucht hätte, habe ich einen Ausschnitt schon am 24. Dezember in der Rubrik Personenportraits im Stempelbild gezeigt.
Wie das so ist, von Jubiläen erfährt man meist erst aus der Presse. In diesem Fall gab eine anderweitige Recherche beim Deutschen Patentamt am 2. Weihnachtstag den Anstoß.
Auf der Hauptseite fand sich ein kurzer Aufsatz. [1] [2]
Zum 200. Geburtstag von Louis Pasteur
Einer der Väter der Schutzimpfung wurde vor 200 Jahren geboren: Louis Pasteur erblickte am 27. Dezember 1822 in Dole im französischen Jura das Licht der Welt.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.dpma.de
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Pasteur

Es handelt sich um die Reklame von 1947 für den Film: THE STORY OF LOUIS PASTEUR.
Ohne zu ahnen, dass ich die Abbildung anderweitig nun gebraucht hätte, habe ich einen Ausschnitt schon am 24. Dezember in der Rubrik Personenportraits im Stempelbild gezeigt.
Wie das so ist, von Jubiläen erfährt man meist erst aus der Presse. In diesem Fall gab eine anderweitige Recherche beim Deutschen Patentamt am 2. Weihnachtstag den Anstoß.
Auf der Hauptseite fand sich ein kurzer Aufsatz. [1] [2]
Zum 200. Geburtstag von Louis Pasteur
Einer der Väter der Schutzimpfung wurde vor 200 Jahren geboren: Louis Pasteur erblickte am 27. Dezember 1822 in Dole im französischen Jura das Licht der Welt.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.dpma.de
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Pasteur
Am: 05.01.2023 10:56:56
Gelesen: 100042
# 102
Hallo zusammen,
einen ungewöhnlichen Abdruck eines AFS möchte ich vorstellen. Erst zum 2. Mal in fast drei Jahrzehnten fand sich ein Beleg nur mit Versandvermerk / Drucksache / statt Werbeklischee. Den ersten Umschlag fand ich vor einiger Zeit, aber ansonsten kein Hinweis auf den Absender.
In diesem Fall aber ist links unten die Werbung und der Absender zu erkennen.
71 Heilbronn, Neckar 1 / Firma Wilhelm F. Stirn / Generalvertretung für Olivenöl
Damit ließe sich erkennen, dass vermutlich eine Vereinbarung mit der Post getroffen wurde. Das ist möglich, hat aber zum Beispiel mit einem Kürzel o. ä. zur Folge, dass der Absender fest eingedruckt auf dem Umschlag ersichtlich sein muss. Der Kunde hat in diesem Fall die Möglichkeit verschiedene eingedruckte Werbung, statt in wechselnden Klischees zu zeigen. In den Bedingungen für die Benutzung unter Stempelinschriften usw. wird auf derartige Vereinbarungen verwiesen.
Das so meine Erklärung, aber interessant ist der Beleg schon.
Viele Grüße
Hajo
In diesem Fall aber ist links unten die Werbung und der Absender zu erkennen.
71 Heilbronn, Neckar 1 / Firma Wilhelm F. Stirn / Generalvertretung für Olivenöl
Damit ließe sich erkennen, dass vermutlich eine Vereinbarung mit der Post getroffen wurde. Das ist möglich, hat aber zum Beispiel mit einem Kürzel o. ä. zur Folge, dass der Absender fest eingedruckt auf dem Umschlag ersichtlich sein muss. Der Kunde hat in diesem Fall die Möglichkeit verschiedene eingedruckte Werbung, statt in wechselnden Klischees zu zeigen. In den Bedingungen für die Benutzung unter Stempelinschriften usw. wird auf derartige Vereinbarungen verwiesen.
Das so meine Erklärung, aber interessant ist der Beleg schon.
Viele Grüße
Hajo
Am: 05.01.2023 11:21:30
Gelesen: 100037
# 103
@ Nordluchs [#102]
einen ungewöhnlichen Abdruck eines AFS möchte ich vorstellen. Erst zum 2. Mal in fast drei Jahrzehnten fand sich ein Beleg nur mit Versandvermerk / Drucksache / statt Werbeklischee.
Jein, also ja und nein.
Ja, ein Werbeeinsatz (Werbeklischee) je Frankiergerät war zu Bundespostzeiten verpflichtend, du kennst die Verordnungen besser als ich.
Für die Mitleser in diesem Thema: Die individuelle Kennung je Freistempelgerät wurde erst ab 1983 (bei Neugeräten) eingeführt. Vorher wurden in Deutschland der Absender unzustellbarer und mit Absenderfreistempel freigemachter Sendungen jahrzehntelang zweifelsfrei anhand des im Absenderfreistempel abgedruckten Werbeeinsatzes vom Absender identifiziert. Ich kenne eher Belege aus den 1990-er Jahren, wo davon abgewichen wurde, Werbeeinsätze zu verwenden. Für die Zeit der Bundespost müsste ich tatsächlich in meiner Sammlung suchen.
Nein, mich irritiert der schmale Abstand zwischen dem diagonal verlaufenden Wort "Drucksache" und der dem Datumsteil vom Absenderfreistempel. Kann es sein, dass es sich bei der Angabe "Drucksache" nicht um eine manuell zu betätigende Zuschaltung im Frankiergerät (was ich an dieser Stelle normalerweise erwarten würde) sondern um den "Werbeeinsatz" des Absenders selbst handelt, welcher links außen vom Klischee mit "Drucksache" beschriftet ist?
Soweit ich weiß, mussten die verschiedenen Abschläge von Werbeeinsätzen im Verlauf eines Frankiergeräte"lebens" beim örtlichen (zuständigen) Postamt hinterlegt werden, wo der Freistempler angemeldet und vor der erstmaligen Benutzung amtlich registriert werden musste (jahrzehntelang ein ganz profanes Karteikartensystem in Papierform bzw. aus Pappe).
In jedem Fall handelt es sich bei dem Beleg um ein auffälliges Stück!
Gruß
Stefan
Am: 05.01.2023 17:29:20
Gelesen: 100007
# 104
@ Stefan [#65]
Die Frankiermaschine hatte zwei wählbare Klischees - ein personalisiertes und das mit der Eigenwerbung von Pitney Bowes. Gleiches trifft auf mumpipuck [#5] zu.
Die Frankiermaschine Easy Mail hatte ein eingespeichertes Klischee mit Eigenwerbung von Pitney Bowes - dazu gab es extern ein personalisiertes Klischee. Das wurde über einen COM-Port auf der Oberseite der Maschine von einem angeschlossenen Speicherbaustein (siehe Bild) geladen. Vorteil: praktisch unbegrenzt viele Werbeklischees möglich.
War der Speicherbaustein nicht an die Maschine angesteckt, stempelten die Maschine mit der Easy-mail Eigenwerbung, die auf der Abbildung zu sehen ist.
Die Frankiermaschine Easy Mail hatte ein eingespeichertes Klischee mit Eigenwerbung von Pitney Bowes - dazu gab es extern ein personalisiertes Klischee. Das wurde über einen COM-Port auf der Oberseite der Maschine von einem angeschlossenen Speicherbaustein (siehe Bild) geladen. Vorteil: praktisch unbegrenzt viele Werbeklischees möglich.
War der Speicherbaustein nicht an die Maschine angesteckt, stempelten die Maschine mit der Easy-mail Eigenwerbung, die auf der Abbildung zu sehen ist.
Am: 05.01.2023 17:37:43
Gelesen: 100002
# 105
@ Stefan [#103]
Hallo Stefan,
meiner Meinung nach ist das ein speziell angefertigtes Wechselkischee mit aufgelötetem Schriftzug „Drucksache“, welches an Stelle eines Werbeklischee eingesetzt wurde. Steht und fällt natürlich mit dem Alter der Maschine an. Die Einführung der zuschaltbaren Sendungsart erfolgte später. Ich gehe von einer einfachen Cc bzw. Ccm (mit Motor) aus.
Eine weitere Meinung erreichte mich telefonisch. Massenversender aus Heilbronn, erstens passt das Porto nicht, des Weiteren fehlt der Vermerk. „Gebühr bezahlt“ zwischen Wertrahmen und Ortsstempel. Dieser war vor und nach dem Stand vom 1.10.1969 für eine derartige Aussendung vorgeschrieben.
Anbei ein Ausschnitt aus einem Prospekt von 1969. Zitat: Eine augenfällige Erleichterung kann durch die Verwendung von auswechselbaren Zusatzklischees für die postalisch vorgeschriebene Bezeichnung der Sendungsart erzielt werden.
Ob nun dieses Zusatzklischee genauso passte, statt des Webeklischee glaube ich nicht, denn um Verwechselungen zu vermeiden war die Grundfläche und die Öffnung dafür sicherlich kleiner.
Alles in allem bleibt das ein interessantes Stück. Den zweiten Beleg suche ich noch. Ich bin gespannt, ob der auch aus Heilbronn stammt.
Viele Grüße
Hajo
Anbei ein Ausschnitt aus einem Prospekt von 1969. Zitat: Eine augenfällige Erleichterung kann durch die Verwendung von auswechselbaren Zusatzklischees für die postalisch vorgeschriebene Bezeichnung der Sendungsart erzielt werden.
Ob nun dieses Zusatzklischee genauso passte, statt des Webeklischee glaube ich nicht, denn um Verwechselungen zu vermeiden war die Grundfläche und die Öffnung dafür sicherlich kleiner.
Alles in allem bleibt das ein interessantes Stück. Den zweiten Beleg suche ich noch. Ich bin gespannt, ob der auch aus Heilbronn stammt.
Viele Grüße
Hajo
Am: 05.01.2023 23:40:05
Gelesen: 99959
# 106
Hallo zusammen,
in den Beiträgen [#12] und [#59] sind schon Päckchenbelege mit Label "Schnellsendung" von Franz-Josef und Peter gezeigt worden. Jürgen hat im Beitrag [#60] dazu ua. angemerkt:
Der Kunde hätte nun als weitere Beschleunigung bei der Zustellung noch die dann mögliche Option Eilzustellung wählen können, dies hätte in der damaligen Portoperiode 9 (1.7.82 - 1.4.1989) bei Tageszustellung damals 3,50 DM gekostet bei Nachtzustellung 6,00 DM.
Für den Fall der Tagzustellung kann ich hier vom 12.5.1987 (Tarifperiode 9) einen Beleg beisteuern, der mit 9,50 DM freigemacht wurde.
Ob auch die Steigerung mit der Nachtzustellung noch für unsere Stempeldatenbank aufgespürt werden kann?
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Ob auch die Steigerung mit der Nachtzustellung noch für unsere Stempeldatenbank aufgespürt werden kann?
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Am: 10.01.2023 16:15:18
Gelesen: 99834
# 107
Hallo zusammen,
ein Faltbrief der Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia in Lünen [1] vom 9.10.1947:
Der Absenderfreistempel wurde in diesem Fall in schwarz abgeschlagen. Lag es daran, dass 1947 die rote Farbe gefehlt hat? Ich weiß es nicht. Der Wertrahmen selbst ist ein aptierter Wertrahmen ohne Reichsadler.
Auch beim Text sieht man, dass nach dem Krieg noch Mangel herrschte. Die Eisenhütte konnte vermutlich keine Motorsäge kaufen. Man wollte die Motorsäge sowie zwei Ersatzketten beim Sägewerk Kasberg in Ottmarsbocholt ausleihen. Dort hat man auf dem Brief notiert "keine 2 Ketten, nicht in ordnungsmässigem Zustand".
An der Schrift sieht man, dass der Text des Briefes mit Kohlepapier als Durchschlag geschrieben wurde und der Name Kasberg direkt mit Schreibmaschine ergänzt wurde. Die Eisenhütte hat wahrscheinlich gleich mehrere Firmen bei der Suche nach einer Motorsäge und Ersatzketten angeschrieben.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Eisenh%C3%BCtte_Westfalia
Der Absenderfreistempel wurde in diesem Fall in schwarz abgeschlagen. Lag es daran, dass 1947 die rote Farbe gefehlt hat? Ich weiß es nicht. Der Wertrahmen selbst ist ein aptierter Wertrahmen ohne Reichsadler.
Auch beim Text sieht man, dass nach dem Krieg noch Mangel herrschte. Die Eisenhütte konnte vermutlich keine Motorsäge kaufen. Man wollte die Motorsäge sowie zwei Ersatzketten beim Sägewerk Kasberg in Ottmarsbocholt ausleihen. Dort hat man auf dem Brief notiert "keine 2 Ketten, nicht in ordnungsmässigem Zustand".
An der Schrift sieht man, dass der Text des Briefes mit Kohlepapier als Durchschlag geschrieben wurde und der Name Kasberg direkt mit Schreibmaschine ergänzt wurde. Die Eisenhütte hat wahrscheinlich gleich mehrere Firmen bei der Suche nach einer Motorsäge und Ersatzketten angeschrieben.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gewerkschaft_Eisenh%C3%BCtte_Westfalia
Am: 12.01.2023 09:43:19
Gelesen: 99820
# 108
@ epem7081 [#106]
Hallo zusammen,
Hallo Edwin,
eine Aussendung der Firma Junghans - Wolle aus 51 Aachen 1. Die Sendung wurde mit einer Postalia freigemacht die im Klischee die Versandart „PÄCKCHEN“ trug.
Die Gebühr für Päckchen bis 2 KG betrug 1,00 DM und die Nachnahme 0,80 DM (Tarifperiode 4) ab 01.04.1966.
Diese Aussendung wird auch noch besonders im Thread "Absenderfreistempel Typen und Besonderheiten" vorgestellt. Bei dem Freistempler Postalia ist eine selten zu sehende Frankierart aufgefallen.
Aber hier gehört das "Päckchen" natürlich auch hin.
Viele Grüße
Hajo
[Beiträge [#106] und [#108] redaktionell kopiert aus dem Thema "Bund Päckchen" / Die internen Links in Beitrag 106 funktionieren NUR im anderen Thema !]
Die Gebühr für Päckchen bis 2 KG betrug 1,00 DM und die Nachnahme 0,80 DM (Tarifperiode 4) ab 01.04.1966.
Diese Aussendung wird auch noch besonders im Thread "Absenderfreistempel Typen und Besonderheiten" vorgestellt. Bei dem Freistempler Postalia ist eine selten zu sehende Frankierart aufgefallen.
Aber hier gehört das "Päckchen" natürlich auch hin.
Viele Grüße
Hajo
[Beiträge [#106] und [#108] redaktionell kopiert aus dem Thema "Bund Päckchen" / Die internen Links in Beitrag 106 funktionieren NUR im anderen Thema !]
Am: 13.01.2023 09:11:25
Gelesen: 99760
# 109
Hallo zusammen,
ich bin immer erfreut über gewöhnliche Verpackungsteile, die nicht entsorgt wurden. Das Thema hatten wir schon bei der Aktion Handrollstempel usw. In diesem Fall war es eine Aussendung der Firma Junghans - Wolle aus 51 Aachen 1. Die große Tüte war mit einer Postalia freigemacht die im Klischee die Versandart „PÄCKCHEN“ trug. Die Gebühr für Päckchen bis 2 KG betrug 1,00 DM und für die Nachnahme 0,80 DM in der Tarifperiode 4 ab 01.04.1966.

Was nun besonders auffiel, war der aufgeklebte Streifen, der die Merkmale eines Streifengebers trug. Im Ordner der Betriebsanleitungen von AFS-Maschinen fand sich nun ganz versteckt ein kleines Heftchen mit dieser Einrichtung. Es ist ein vorgesetztes Zusatzgerät auf dem elektrischen Antrieb für die kleine Postalia.

Laut Beschreibung: Ein einfacher Druck auf die Auslösetaste (a) gibt einen frankierten Streifen frei, wahlweise angefeuchtet oder trocken. Bei Serienherstellung von Streifen muß die Anfeuchtevorrichtung vorher ausgeschaltet (b) werden.
Um nun diese gezeigte Sendung (evtl. auch weitere) zu bekleben wurde wohl letzteres gewählt.
Aus der Patentanmeldung:
Streifengeber werden auf dem Postbearbeitungssektor vorzugsweise für Frankiermaschinen zur Freimachung von Postsendungen, z. B. von Päckchen und Paketen, verwendet.
Von großen Maschinen wie Francotyp und Pitney Bowes ist das bekannt, aber für die kleine Postalia die sogenannte per Hand zu benutzende „Bügelmaschine“, nach meiner bisherigen Kenntnis nicht.
Viele Grüße
Hajo

Was nun besonders auffiel, war der aufgeklebte Streifen, der die Merkmale eines Streifengebers trug. Im Ordner der Betriebsanleitungen von AFS-Maschinen fand sich nun ganz versteckt ein kleines Heftchen mit dieser Einrichtung. Es ist ein vorgesetztes Zusatzgerät auf dem elektrischen Antrieb für die kleine Postalia.

Laut Beschreibung: Ein einfacher Druck auf die Auslösetaste (a) gibt einen frankierten Streifen frei, wahlweise angefeuchtet oder trocken. Bei Serienherstellung von Streifen muß die Anfeuchtevorrichtung vorher ausgeschaltet (b) werden.
Um nun diese gezeigte Sendung (evtl. auch weitere) zu bekleben wurde wohl letzteres gewählt.
Aus der Patentanmeldung:
Streifengeber werden auf dem Postbearbeitungssektor vorzugsweise für Frankiermaschinen zur Freimachung von Postsendungen, z. B. von Päckchen und Paketen, verwendet.
Von großen Maschinen wie Francotyp und Pitney Bowes ist das bekannt, aber für die kleine Postalia die sogenannte per Hand zu benutzende „Bügelmaschine“, nach meiner bisherigen Kenntnis nicht.
Viele Grüße
Hajo
Am: 24.01.2023 17:10:33
Gelesen: 99478
# 110
Hallo zusammen,
dieses interessante Stück mit Posteigenwerbung, wird mit dem Begriff AFS als PFS (Absenderfreistempel als Postfreistempel) bezeichnet. Das Freistempelgerät wurde in (22b) Koblenz 2 vom dortigen Postamt benutzt. Das Klischee trägt die Posteigenwerbung „Spare bei der / Deutschen Post / Nimm ein / Postsparbuch “. Unterscheidungsbuchstabe _h_ beachten.

Im Handbuch Absenderfreistempel als Postfreistempel von Heiner Dürst † (nicht im Weltkatalog!) unter APFS – 182 mit dem Nachweis vom 17.07.1951 bis 15.05.1953 verzeichnet. Eine weitere Version ist danach bekannt ohne Zählnummer hoch.
Viele Grüße
Hajo

Im Handbuch Absenderfreistempel als Postfreistempel von Heiner Dürst † (nicht im Weltkatalog!) unter APFS – 182 mit dem Nachweis vom 17.07.1951 bis 15.05.1953 verzeichnet. Eine weitere Version ist danach bekannt ohne Zählnummer hoch.
Viele Grüße
Hajo
Am: 25.01.2023 15:19:30
Gelesen: 99450
# 111
@ Nordluchs [#110] und Angelika
Habe einige NORMALE Absenderfreistempel, die ich einstellen möchte!
Habe aber keine Ahnung wo. Bitte um Hilfe
Vom gelaufenen Fensterkuvert aus eigener Post innerhalb Österreich

Besten Dank
Henrique

Besten Dank
Henrique
Am: 25.01.2023 17:44:20
Gelesen: 99439
# 112
@ henrique [#111]
Hallo,
wir melden uns mal einfach über Deine Mailadresse. Damit wir genau wissen was erreicht werden soll.
Gruß
Angelika und Hajo
Am: 27.01.2023 08:47:34
Gelesen: 99407
# 113
Hallo zusammen,
in einem Beitrag [1] veröffentlichte ich einen aptierten Freistempel verbunden mit einer Frage bzw. Vermutung.
Die DBZ stellte vor einiger Zeit meine Broschüre über Harburg-Wilhelmsburg (Studiengruppe Postgeschichte – Hamburg) vor und benutzte ebenfalls die folgende Abbildung:
Zur eigenen Überraschung kam tatsächlich zeitverzögert eine Antwort auf meine damalige Frage:
Ursprünglich gab es 2 Landkreise, und zwar Harburg und Winsen. Die preußische Regierung hat dann 1932 die Zusammenlegung der Kreise beschlossen mit Kreissitz Harburg. Zuvor 1925 war Wilhelmsburg aus dem Kreis Harburg ausgeschieden. Durch die Kreisreform, trat am 1.4.1933 in Kraft, waren neben Harburg noch 12 Orte aus dem Landkreis ausgegliedert worden. Der Verwaltungssitz blieb aber in Harburg. Harburg wurde aber nicht mehr durch den Landkreis verwaltet. Am 25.10.1944 fiel das Dienstgebäude an der Eissendorfer Str. einem Bombenangriff zum Opfer. Es erfolgte dann eine Übersiedlung nach Winsen (Schloss und Baracken im Schlossgarten). Seitdem ist Winsen Sitz der Kreisverwaltung, der Name ist aber weiterhin Landkreis Harburg.
Soweit ich weiß, gibt es keinen weiteren Landkreis, der einen Ort in seinem Namen hat, der in einem anderen Bundesland liegt als der Landkreis.
Vielen Dank an den Heimatsammler Jochen Schröder aus Winsen/ Luhe.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/271198
Zur eigenen Überraschung kam tatsächlich zeitverzögert eine Antwort auf meine damalige Frage:
Ursprünglich gab es 2 Landkreise, und zwar Harburg und Winsen. Die preußische Regierung hat dann 1932 die Zusammenlegung der Kreise beschlossen mit Kreissitz Harburg. Zuvor 1925 war Wilhelmsburg aus dem Kreis Harburg ausgeschieden. Durch die Kreisreform, trat am 1.4.1933 in Kraft, waren neben Harburg noch 12 Orte aus dem Landkreis ausgegliedert worden. Der Verwaltungssitz blieb aber in Harburg. Harburg wurde aber nicht mehr durch den Landkreis verwaltet. Am 25.10.1944 fiel das Dienstgebäude an der Eissendorfer Str. einem Bombenangriff zum Opfer. Es erfolgte dann eine Übersiedlung nach Winsen (Schloss und Baracken im Schlossgarten). Seitdem ist Winsen Sitz der Kreisverwaltung, der Name ist aber weiterhin Landkreis Harburg.
Soweit ich weiß, gibt es keinen weiteren Landkreis, der einen Ort in seinem Namen hat, der in einem anderen Bundesland liegt als der Landkreis.
Vielen Dank an den Heimatsammler Jochen Schröder aus Winsen/ Luhe.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/271198
Am: 27.01.2023 23:44:34
Gelesen: 99383
# 114
@ Nordluchs [#113]
Hallo Hajo,
der Beleg ist auch insofern interessant da es so aussieht dass die Frankiermaschine den Bombenangriff vom 25.10.1944 unbeschadet überstand.
Eigentlich hätte ja nach der Übersiedlung nach Winsen der Ortsstempel ausgetauscht werden müssen. Wurde er aber nicht!
Obwohl die Frankiermaschine mit nach Winsen zog, wurde der Hamburg-Harburg Ortsstempel weiterverwendet, wie uns der Abschlag aus dem Jahr 1947 zeigt.
Hat man das einfach vergessen, übersehen oder war der Mangel an Material hier ausschlaggebend das kein neuer Ortsstempel zum Einsatz kam?
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 28.01.2023 19:21:32
Gelesen: 99357
# 115
@ T1000er [#114]
Hallo Thomas,
teilweise hast Du schon die richtige Vermutung geäußert. Wie Gerd Eich in seinem Katalog beschrieb: In Berlin durften z. B. keine aptierten Wertrahmen verwendet werden, während im restlichen Deutschland weiterhin aptierte Wertrahmen überwogen. Aus welchen Gründen auch immer, vermutlich Materialmangel, wurde das erst im Lauf der Zeit geändert. Sicherlich dann auch ein neuer Ortsstempel.
Also den Namen Landkreis Harburg mit der Anschrift Schloßplatz 6 21423 Winsen/Luhe findet man später auch noch. Das Wappen des Landkreises ist auch noch sichtbar.
Den Namen trägt der Landkreis aus historischen Gründen, da die ehemalige Stadt Harburg (seit 1938 Stadtteil von Hamburg) früher Kreisstadt des Landkreises Harburg war.
Am 1. August 1932 wurden der größte Teil des Kreises Harburg und der Kreis Winsen zum neuen Kreis Harburg zusammengelegt.
Zum 1. Januar 1939 wurde durch Vereinheitlichung der Verwaltungseinheiten im Deutschen Reich aus der Bezeichnung Kreis Harburg auch offiziell, die schon landläufig verwendete Form Landkreis Harburg.
Harburg blieb jedoch zunächst Sitz des Landkreises Harburg. Nachdem die Kreisverwaltung in Harburg im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, siedelte sie 1944 ins Schloss nach Winsen (Luhe) um. Unter der britischen Besatzung nach Kriegsende wurde der Landkreis dem aus der Provinz Hannover entstandenen Land Hannover und dem daraus 1946 hervorgegangenen Niedersachsen zugeordnet.[1]
Die Zerstörung der Bleibe in Harburg erzeugte so einen neuen normalen Sitz im Landkreis selbst.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Harburg
Den Namen trägt der Landkreis aus historischen Gründen, da die ehemalige Stadt Harburg (seit 1938 Stadtteil von Hamburg) früher Kreisstadt des Landkreises Harburg war.
Am 1. August 1932 wurden der größte Teil des Kreises Harburg und der Kreis Winsen zum neuen Kreis Harburg zusammengelegt.
Zum 1. Januar 1939 wurde durch Vereinheitlichung der Verwaltungseinheiten im Deutschen Reich aus der Bezeichnung Kreis Harburg auch offiziell, die schon landläufig verwendete Form Landkreis Harburg.
Harburg blieb jedoch zunächst Sitz des Landkreises Harburg. Nachdem die Kreisverwaltung in Harburg im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, siedelte sie 1944 ins Schloss nach Winsen (Luhe) um. Unter der britischen Besatzung nach Kriegsende wurde der Landkreis dem aus der Provinz Hannover entstandenen Land Hannover und dem daraus 1946 hervorgegangenen Niedersachsen zugeordnet.[1]
Die Zerstörung der Bleibe in Harburg erzeugte so einen neuen normalen Sitz im Landkreis selbst.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis_Harburg
Am: 01.02.2023 19:17:46
Gelesen: 99275
# 116
Hallo zusammen,
einen Beleg eingescannt zur Archivierung und gleich die Story dazu.
Günter Fritsche, Leipzig beschrieb im Bericht 72 der FG-Absenderfreistempel in einem Artikel die "Vorführstempel von den Leipziger Frühjahrsmessen 1956 – 1990“. Er konnte im Archiv der Leipziger Messe die Branchenkataloge durchsehen. Bei der Auswertung war für Fritzsche die Messerepräsentanz des französischen Frankiermaschinenherstellers SATAS die Überraschung. Das Unternehmen war jedoch nur dreimal, nämlich 1970, 1971 und 1972 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vertreten.
Ergebnis dieser Firmenpräsenz auf der Messe der Firma Satas sind bisher 5 registrierte SATAS BABY in der damaligen DDR. Alle sind sehr selten zu sehen. Nachfolgend mein Exemplar:

Dresden (8023) / ...wenn es um Verpackung geht... / ERSTE DEUTSCHE SACKZENTRALE / KUNATH & POLKE • Mit Staatlicher Beteiligung
Noch jemand ein Exemplar zur Hand?
Viele Grüße
Hajo

Dresden (8023) / ...wenn es um Verpackung geht... / ERSTE DEUTSCHE SACKZENTRALE / KUNATH & POLKE • Mit Staatlicher Beteiligung
Noch jemand ein Exemplar zur Hand?
Viele Grüße
Hajo
Am: 05.02.2023 13:57:15
Gelesen: 99233
# 117
Hallo zusammen,
ich möchte einen interessanten Absenderfreistempel zeigen. Die ungewöhnliche Ortsbezeichnung im Handstempel dieses Eilbriefes in die Schweiz ist gleichlautend mit dem Ortsstempel des Freistempels. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus das sich um einen alten großen Firmenkomplex handelt. Daher ist es möglich das eine Poststelle dort vor Ort ansässig war.

(13b) GENDORF (OBERBAY) - WERK - GENDORF / ANORGANA / Korrosionsschutz / durch Gummi - und Kunststoffauskleidung
Die außergewöhnliche Geschichte der Firma ANORGANA finden Interessierte ausführlich hier [1]. Ein späterer Handstempel fand sich in der Datenbank [2].
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org//wiki/Anorgana
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/196914

(13b) GENDORF (OBERBAY) - WERK - GENDORF / ANORGANA / Korrosionsschutz / durch Gummi - und Kunststoffauskleidung
Die außergewöhnliche Geschichte der Firma ANORGANA finden Interessierte ausführlich hier [1]. Ein späterer Handstempel fand sich in der Datenbank [2].
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org//wiki/Anorgana
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/196914
Am: 18.02.2023 10:54:54
Gelesen: 99037
# 118
Hallo zusammen,
mal wieder etwas Neues. Den Wertrahmen lasse ich immer dran und schneide das Teil nicht ab!
Benutzer: 48565 Steinfurt 1 SAUERSTOFFWERKE / HOWE / alles für die Schweißtechnik
Stielow-Neopost 505/ H007069 mit Deutsche Bundespost im Wertrahmen 1998.
In der neuen Ära nun mit der Kennung H900006 und umgestellt auf DEUTSCHE POST / EURO CENT, Farbe rot / Modell 505 – Stielow-Neopost
Diese alten Maschinen haben die Euro-Zeit nur in äußerst geringer Stückzahl erreicht. Sie wurden unter der Kennung H 90 zusammengefasst und durchnummeriert.
Das gleiche Modell und gleicher Benutzer nun in blau.
Falls jemand ähnliche Stücke hat, gerne hier vorstellen. Diese Absenderfreistempel sind nur noch in wenigen Exemplaren weiter in Betrieb gewesen.
Viele Grüße
Hajo
In der neuen Ära nun mit der Kennung H900006 und umgestellt auf DEUTSCHE POST / EURO CENT, Farbe rot / Modell 505 – Stielow-Neopost
Diese alten Maschinen haben die Euro-Zeit nur in äußerst geringer Stückzahl erreicht. Sie wurden unter der Kennung H 90 zusammengefasst und durchnummeriert.
Das gleiche Modell und gleicher Benutzer nun in blau.
Falls jemand ähnliche Stücke hat, gerne hier vorstellen. Diese Absenderfreistempel sind nur noch in wenigen Exemplaren weiter in Betrieb gewesen.
Viele Grüße
Hajo
Am: 18.02.2023 12:28:16
Gelesen: 99026
# 119
@ Nordluchs [#118]
Diese Absenderfreistempel sind nur noch in wenigen Exemplaren weiter in Betrieb gewesen.
Wenn ich einen gemeinsamen Sammlerfreund aus Duisburg (leider vor etwas mehr als zwei Jahren verstorben - RIP, Albert) noch richtig in Erinnerung habe, dürften kaum mehr als eine Handvoll Freistempelgeräte dieses Modells auf Euro umgestellt worden sein.
Das Modell 505 von Stielow-Neopost mit Euro-Wertrahmen ist extrem selten.
Gruß
Stefan
Am: 18.02.2023 13:14:54
Gelesen: 99021
# 120
Hallo,
einen habe ich in meiner Datenbank gefunden.
Benutzer laut Handstempel Euro Field in Osnabrück.
Viele Grüße
Angelika
Benutzer laut Handstempel Euro Field in Osnabrück.
Viele Grüße
Angelika
Am: 20.02.2023 18:53:11
Gelesen: 98982
# 121
Hallo zusammen,
diesen Absenderfreistempel habe ich vor langer Zeit schon mal gesehen und erst jetzt wieder entdeckt.
Die Frage dazu lautete seinerzeit wer hinter ARS SACRA steht. Zu dem Zeitpunkt konnten man nicht mal schnell ins Internet schauen! Da es sich im weitesten Sinne um einen Kunstverlag [1] handelte ist die Handhabung des Abdruckes schon ungewöhnlich. Aber wenn eine Freistempelmaschine gut bedient wird, ist so etwas möglich.
Im Gegensatz zu heute war ein zweifarbiger Freistempel natürlich nicht möglich. Hier wurde an bestimmter Stelle ein grüner Eindruck gefertigt, das Klischee entnommen [2] und fertig war das „Kunstwerk“ und Hinkucker. Heute würde man „Eyecatcher“ dazu sagen.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/ArsEdition
[2] Hinweis: Es gab schon früh Klischeewechsel auf Wunsch. Auf der Archivkarte erscheint dann der Hinweis: Spezialeinrichtung für auswechselbare Klischees eingerichtet!
Im Gegensatz zu heute war ein zweifarbiger Freistempel natürlich nicht möglich. Hier wurde an bestimmter Stelle ein grüner Eindruck gefertigt, das Klischee entnommen [2] und fertig war das „Kunstwerk“ und Hinkucker. Heute würde man „Eyecatcher“ dazu sagen.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/ArsEdition
[2] Hinweis: Es gab schon früh Klischeewechsel auf Wunsch. Auf der Archivkarte erscheint dann der Hinweis: Spezialeinrichtung für auswechselbare Klischees eingerichtet!
Am: 02.03.2023 21:32:17
Gelesen: 98868
# 122
Hallo zusammen,
die Verwendung von blauer Stempelfarbe bei Absenderfreistempeln der ehemaligen DDR wurde bei diesem Thema noch nicht erwähnt:
Bei Absenderfreistempeln von Behörden und VEB's war von 1954 bis 1960 die blaue Stempelfarbe vorgesehen.
Viele Grüße
Volkmar
Bei Absenderfreistempeln von Behörden und VEB's war von 1954 bis 1960 die blaue Stempelfarbe vorgesehen.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 07.03.2023 17:21:56
Gelesen: 98805
# 123
Hallo zusammen,
endlich habe ich den zweiten angekündigten Beleg, versehen nur mit Drucksache anstelle des Klischees gefunden. Anderer Ort aber gleiche ungewöhnliche und seltene Machart. Hier handelt es sich, wie im Eindruck ersichtlich, um die VERLA - PHARM, Arzneimittelfabrik in 8132 Tutzing. Dieser Eindruck war bei der beschriebenen Handhabung zwingend vorgeschrieben.

Wie schon im Beitrag [1] und [2] erwähnt vermutlich eine genehmigte Benutzung des Versandvermerks „Drucksache“ als Deckwort. Eine andere Möglichkeit ist bisher nicht denkbar, zumal das jetzt der zweite Fall ist. Da in diesem Fall laufende Aussendungen an Apotheken versendet wurden. Wechselnde Reklameklischees bedeuteten Kosten und Wartezeit wegen der Herstellung eines neuen Klischees.
Anbei die angefertigte Kopie aus der ADA. [3]
Die gleichen Bedingungen galten auch später und waren in den Bedingungen zur Benutzung der Freistempler enthalten.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/310760
[2] https://www.philaseiten.de/beitrag/310780
[3] Deutsche Reichspost (ADA V, 2) Anhang 5, Absenderfreistempler und Urlaubsmarkenstempler; a) Bedingungen für die Benutzung der Absenderfreistempler // Allgemeine Dienstanweisung (ADA). - 1940. – Nachdruck der Ausgabe von 1939

Wie schon im Beitrag [1] und [2] erwähnt vermutlich eine genehmigte Benutzung des Versandvermerks „Drucksache“ als Deckwort. Eine andere Möglichkeit ist bisher nicht denkbar, zumal das jetzt der zweite Fall ist. Da in diesem Fall laufende Aussendungen an Apotheken versendet wurden. Wechselnde Reklameklischees bedeuteten Kosten und Wartezeit wegen der Herstellung eines neuen Klischees.
Anbei die angefertigte Kopie aus der ADA. [3]
Die gleichen Bedingungen galten auch später und waren in den Bedingungen zur Benutzung der Freistempler enthalten.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/310760
[2] https://www.philaseiten.de/beitrag/310780
[3] Deutsche Reichspost (ADA V, 2) Anhang 5, Absenderfreistempler und Urlaubsmarkenstempler; a) Bedingungen für die Benutzung der Absenderfreistempler // Allgemeine Dienstanweisung (ADA). - 1940. – Nachdruck der Ausgabe von 1939
Am: 09.03.2023 09:20:34
Gelesen: 98775
# 124
Hallo an die Leser,
um das Thema Deckwort oder vereinbartes Kennwort zu ergänzen, eine kleine aufgefundene Zusammenstellung der früheren Firma Merkur in Einbeck.
Der Buchstabe „M„ stand vermutlich für die bekannte Firma MERKUR, als Adressenhändler. Dieses stand zur Verfügung, falls Kunden kein Klischee zur Verfügung stellten. [1]
Der Versandvermerk: „GEBÜHR BEZAHLT“ war neben den Buchstaben „M“ Bestandteil des Klischees! War bei alten Stempelbilder mit sogenanntem weitem Abstand technisch nicht anders zu handhaben.
Kurze Recherche:
Direktmarketingspezialist MERKUR bietet nicht nur eine der umfangreichsten Produktpaletten für das Direktmarketing an, sondern vermarktet im klassischen Adressverkauf, später Direktmarketing-Tochter der Deutschen Post AG.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/275704
Der Buchstabe „M„ stand vermutlich für die bekannte Firma MERKUR, als Adressenhändler. Dieses stand zur Verfügung, falls Kunden kein Klischee zur Verfügung stellten. [1]
Der Versandvermerk: „GEBÜHR BEZAHLT“ war neben den Buchstaben „M“ Bestandteil des Klischees! War bei alten Stempelbilder mit sogenanntem weitem Abstand technisch nicht anders zu handhaben.
Kurze Recherche:
Direktmarketingspezialist MERKUR bietet nicht nur eine der umfangreichsten Produktpaletten für das Direktmarketing an, sondern vermarktet im klassischen Adressverkauf, später Direktmarketing-Tochter der Deutschen Post AG.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/275704
Am: 09.03.2023 20:30:21
Gelesen: 98760
# 125
@ Nordluchs [#124]
um das Thema Deckwort oder vereinbartes Kennwort zu ergänzen, eine kleine aufgefundene Zusammenstellung der früheren Firma Merkur in Einbeck.
Jaja, die guten alter Merkurianer ;-)
Hier ein paar Beispiele aus der Zeit, zu der sie zur Deutschen Post selbst gehörten (d.h. "MERKUR Systemhaus für Dialog-Kommunikation", "MERKUR Direktwerbegesellschaft" et al.) und auch hier wieder mit einem spezielleren Klischee, dass auch den Absender "verdeckt" ;-)


Beste Grüße
Thomas


Beste Grüße
Thomas
Am: 14.03.2023 17:40:26
Gelesen: 98718
# 126
Hallo miteinander!
AFS aus dem BZ 58 Hagen ganz links mit zwei kleinen und einem fast 2 mm großen Punkt zusätzlich zum Werbeklischee.
Natürlich gibt es diesen AFS in "Normalausführung" von GGW aus Hagen. [1]
GGW = GGW mbH Gesellschaft gegen Wirtschaftsvergehen mbH, Bahnhofstr. 26, 58095 Hagen
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/396179
AFS aus dem BZ 58 Hagen ganz links mit zwei kleinen und einem fast 2 mm großen Punkt zusätzlich zum Werbeklischee.
Natürlich gibt es diesen AFS in "Normalausführung" von GGW aus Hagen. [1]
GGW = GGW mbH Gesellschaft gegen Wirtschaftsvergehen mbH, Bahnhofstr. 26, 58095 Hagen
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/396179
Am: 14.03.2023 23:25:52
Gelesen: 98700
# 127
@ bedaposablu [#126]
Hallo Klaus-Peter,
das ist eine simpele Verunreinigung durch überschüssige Farbe die den Weg aufs Papier gefunden hat!
Damit ist zu Deinen Punkten auch schon alles gesagt.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 23.03.2023 18:51:55
Gelesen: 98526
# 128
Hallo zusammen,
bevor er in der Datenbank verschwindet, ein nicht so häufiger vierstelliger Absenderfreistempel. Die alte in einschlägigen Kreisen bekannte Spedition Hartrodt benutzte ein solches Gerät in Hamburg.
(24a) Hamburg 1 / Hartrodt-Spedition / seit Jahrzehnten / der Begriff für / Leistung und Zuverlässigkeit
Wenn man sich die weiteren eingedruckten Angaben ansieht, wird klar, dass wichtige Papiere z. B. auch ins Ausland, die Grenzen einer dreistelligen Maschine überschritten. Mit diesen waren nur Portostufen bis 9,99 DM möglich. Mit der vierstelligen wären praktisch Werte bis 99,99 DM möglich. Wie ersichtlich wurde das Gerät 1951 benutzt und ist selten zu sehen. Wertkarten zu 100 und 500 DM waren zu der Zeit erhältlich.
Auf der Stammkarte ist ein Feld Wertkartenbetrag: 100 bzw. o. 500 DM konnten eingetragen werden. Ab 1961 wurden dann Wertkarten zu 2000 DM am Postschalter verkauft. Ab ca. 1979 dann auch Wertkarten zu 5000 DM. Anbei mal zur Ansicht eine Banderole für Wertkarten zu 5000 DM.
Wenn ich für die Maschine der FG am Postschalter auftauchte, um eine Wertkarte zu erwerben, meinte der gute Mann: ...“dann muss ich nach hinten an den Kühlschrank“. Gemeint war aber der Tresor.
Viele Grüße
Hajo
(24a) Hamburg 1 / Hartrodt-Spedition / seit Jahrzehnten / der Begriff für / Leistung und Zuverlässigkeit
Wenn man sich die weiteren eingedruckten Angaben ansieht, wird klar, dass wichtige Papiere z. B. auch ins Ausland, die Grenzen einer dreistelligen Maschine überschritten. Mit diesen waren nur Portostufen bis 9,99 DM möglich. Mit der vierstelligen wären praktisch Werte bis 99,99 DM möglich. Wie ersichtlich wurde das Gerät 1951 benutzt und ist selten zu sehen. Wertkarten zu 100 und 500 DM waren zu der Zeit erhältlich.
Auf der Stammkarte ist ein Feld Wertkartenbetrag: 100 bzw. o. 500 DM konnten eingetragen werden. Ab 1961 wurden dann Wertkarten zu 2000 DM am Postschalter verkauft. Ab ca. 1979 dann auch Wertkarten zu 5000 DM. Anbei mal zur Ansicht eine Banderole für Wertkarten zu 5000 DM.
Wenn ich für die Maschine der FG am Postschalter auftauchte, um eine Wertkarte zu erwerben, meinte der gute Mann: ...“dann muss ich nach hinten an den Kühlschrank“. Gemeint war aber der Tresor.
Viele Grüße
Hajo
Am: 27.03.2023 11:38:11
Gelesen: 98473
# 129
Das Jahrestreffen der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. [1] in Hosenfeld bei Fulda ist nun vorbei. Es tauchten wieder einige Kuriosa auf. :-)
Ich stelle die beiden nachfolgenden Belege absichtlich im Thema "Absenderfreistempel" vor und habe bereits eine Vermutung, um was es sich hierbei konkret handelt. Freiwillige mit eigenen Ansichten bitte vor:

Frankierwelle Infopost mit Werbung "KARL MEYER" aus 21737 Wischhafen

Frankierwelle Dialogpost mit Werbung "EH HASSELBRING / mein BAUFACHZENTRUM" aus 21684 Stade
In einem früheren Beitrag von 2016 [2] wurde bereits ein ähnliches merkwürdiges "Etwas" des Absenders SOPRO Bauchemie aus 65102 Wiesbaden vorgestellt, seinerzeit noch als Infopost. Das Pendant der Dialogpost fand sich ebenfalls in einer der Belegekisten des diesjährigen Jahrestreffens.


Frankierwelle Infopost und Dialogpost mit Werbung "SOPRO / Postfach 420152"
Seitens der Deutsche Post AG wurden die Postprodukte "Infopost" und "Infobrief" zum 01.01.2016 abgeschafft, dafür das Produkt "Dialogpost" zum 01.01.2016 eingeführt [3].
Außer den hier gezeigten speziellen Frankierwellen (Absender) sind mir seit der erstmaligen Vorstellung im Forum im Jahr 2016 [3] bisher keine anderen Absender bekannt.
Gruß
Stefan
[1] https://www.fg-freistempel.de/
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=128400#M324
[3] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=8615&page=0

Frankierwelle Infopost mit Werbung "KARL MEYER" aus 21737 Wischhafen

Frankierwelle Dialogpost mit Werbung "EH HASSELBRING / mein BAUFACHZENTRUM" aus 21684 Stade
In einem früheren Beitrag von 2016 [2] wurde bereits ein ähnliches merkwürdiges "Etwas" des Absenders SOPRO Bauchemie aus 65102 Wiesbaden vorgestellt, seinerzeit noch als Infopost. Das Pendant der Dialogpost fand sich ebenfalls in einer der Belegekisten des diesjährigen Jahrestreffens.


Frankierwelle Infopost und Dialogpost mit Werbung "SOPRO / Postfach 420152"
Seitens der Deutsche Post AG wurden die Postprodukte "Infopost" und "Infobrief" zum 01.01.2016 abgeschafft, dafür das Produkt "Dialogpost" zum 01.01.2016 eingeführt [3].
Außer den hier gezeigten speziellen Frankierwellen (Absender) sind mir seit der erstmaligen Vorstellung im Forum im Jahr 2016 [3] bisher keine anderen Absender bekannt.
Gruß
Stefan
[1] https://www.fg-freistempel.de/
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=128400#M324
[3] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=8615&page=0
Am: 27.03.2023 17:37:45
Gelesen: 98455
# 130
@ Stefan [#129]
... und habe bereits eine Vermutung, um was es sich hierbei konkret handelt. Freiwillige mit eigenen Ansichten bitte vor ...
Hi,
meine erste Idee wäre: Womöglich sind das einfach nur ganz reguläre Infopost/Dialogpost-Vermerke (mit individuellen Kundenzudruck). Wie diese aufgebracht werden ist ja erst einmal vollkommen "irrelevant". Das kann ein fester (Profi-) Eindruck oder ein simpler Handstempel sein, aber es gibt auch Tintenstrahlvarianten, z.T. sogar "all inclusive" mit gleichzeitig abgebrachten Absender- und Empfänger-Angaben.
Hier hat man (u.U. ein sogar Lettershop - z.B. im Fall von "für Karl Meyer" scheint das "Umschlaglogo" für so einen Lettershop sprechen? Ggf. ist das das Logo des Lettershops?) für den technischen Vorgang einfach nur ein modifiziertes Absenderfreistempel-Gerät (FRANKIT) gewählt. Um einen besseren "Eye-Catcher"-Effekt zu erzielen. Weltweit ist so eine "Parallelverwendung" nicht wirklich unüblich. Inwieseit das in D so normkonform ist, kann ich auf die Schnelle nicht sagen, wobei "blau auf weiss" ja scheinbar möglich sein dürfte. Sopro könnte von einem Neopost-Gerät stammen (1D15?) ?
Thomas
Am: 01.04.2023 22:18:43
Gelesen: 98410
# 131
@ DL8AAM [#130]
Hier hat man (...) für den technischen Vorgang einfach nur ein modifiziertes Absenderfreistempel-Gerät (FRANKIT) gewählt. Um einen besseren "Eye-Catcher"-Effekt zu erzielen. Weltweit ist so eine "Parallelverwendung" nicht wirklich unüblich. Inwieweit das in D so normkonform ist, kann ich auf die Schnelle nicht sagen, wobei "blau auf weiss" ja scheinbar möglich sein dürfte. Sopro könnte von einem Neopost-Gerät stammen (1D15?) ?
Ich gehe davon aus, dass es sich um Frankiergeräte handelt, welche normalerweise Absenderfreistempel (Frankit) produzieren, konkret die Frankit mit den Kennungen 4D11 = Modell Connect+Serie von Pitney Bowes und 1D15 = Modell IS-5000/IS-6000 von Neopost. Die 4D11 stammt vom Briefdienstleister C6 Briefservice GmbH aus 21640 Neuenkirchen im Landkreis Stade.
Eigenzustellung der C6 Briefservice GmbH vom 16.02.2017, der Farbe (Blauton) nach ein Frankiergerät der Connect+Serie

Frankit 4D110006B1 (Werbeeinsatz "BARDENHAGEN") und 4D11000092 (Werbeeinsatz "ELBE KLINIKEN / STADE BUXTEHUDE / C6") von 2015 bzw. 2016
Über das Schiffchen-Logo ist die Zuordnung zu den Infopost-Belegen aus Beitrag [#129] gegeben.
Demnach sind/waren die 4D11 (Connect+Serie) technisch in der Lage zur Frankierung von:
- Eigenzustellung (bei einem Absender als als Mitbewerber zur Deutsche Post AG)
- DPAG Frankit
- DPAG Infopost Frankierwelle
Vom Potential (denkbaren Leistungsspektrum) her nicht schlecht, oder? :-)
Gruß
Stefan
Eigenzustellung der C6 Briefservice GmbH vom 16.02.2017, der Farbe (Blauton) nach ein Frankiergerät der Connect+Serie

Frankit 4D110006B1 (Werbeeinsatz "BARDENHAGEN") und 4D11000092 (Werbeeinsatz "ELBE KLINIKEN / STADE BUXTEHUDE / C6") von 2015 bzw. 2016
Über das Schiffchen-Logo ist die Zuordnung zu den Infopost-Belegen aus Beitrag [#129] gegeben.
Demnach sind/waren die 4D11 (Connect+Serie) technisch in der Lage zur Frankierung von:
- Eigenzustellung (bei einem Absender als als Mitbewerber zur Deutsche Post AG)
- DPAG Frankit
- DPAG Infopost Frankierwelle
Vom Potential (denkbaren Leistungsspektrum) her nicht schlecht, oder? :-)
Gruß
Stefan
Am: 05.04.2023 10:40:48
Gelesen: 98365
# 132
Hallo zusammen,
ein Absenderfreistempel der Justizbehörden Pforzheim vom 29.3.1989:
Eine kleine Besonderheit dieses Postalia-Stempels: Die Wertangabe ist fünfstellig.
Viele Grüße
Volkmar
Eine kleine Besonderheit dieses Postalia-Stempels: Die Wertangabe ist fünfstellig.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 09.04.2023 08:53:05
Gelesen: 98315
# 133
Hallo zusammen,
da ich vor einer Stunde den folgenden Beleg aus dem Deutschen Reich in die Datenbank eingestellt habe fiel mir ein, dass es auch einen interessanten Nachfolger gibt.

(14a) Bad Mergentheim, Kauft Hammer-Boote [1]
Die Maschine aus der Zeit vor 1945 hatte noch eine Zählnummer. Das Klischee ist noch exakt auf der alten Stellung verblieben und scheint somit tief angebracht. Es wurden nach 1945 ein neuer Ortstempel und Wertrahmen Deutsche Bundespost verwendet. Es müsste aber eigentlich auch eine Verwendung mit Deutsche Post und evtl. anderen Ortstempel geben.
Abgesehen vom Motiv sind diese interessanten Belege ein eigenes Sammelgebiet.
Viele Grüße
und schöne Ostern!
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/273295

(14a) Bad Mergentheim, Kauft Hammer-Boote [1]
Die Maschine aus der Zeit vor 1945 hatte noch eine Zählnummer. Das Klischee ist noch exakt auf der alten Stellung verblieben und scheint somit tief angebracht. Es wurden nach 1945 ein neuer Ortstempel und Wertrahmen Deutsche Bundespost verwendet. Es müsste aber eigentlich auch eine Verwendung mit Deutsche Post und evtl. anderen Ortstempel geben.
Abgesehen vom Motiv sind diese interessanten Belege ein eigenes Sammelgebiet.
Viele Grüße
und schöne Ostern!
Hajo
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/273295
Am: 03.05.2023 14:08:54
Gelesen: 97886
# 134
Hallo zusammen,
an dieser Stelle vorab vielen Dank an die Beteiligten – Adalbert und ChristanSperber - im Thread „Absenderfreistempel: Echt gelaufene Belege“ mit Ihren aktuellen Nachforschungen. Erwähne das hier, um den Vorgang nicht unnötig zu unterbrechen.
Zeige hier aktuell den Abdruck einer Francotyp B mit kopfstehenden Ortstempel.

Hamburg 1, Rohstoff Einfuhr - Gesellschaft
Es kommt vor, dass bei Absenderfreistemplern etwas verkehrt und somit meist kopfstehend eingebaut wird. In dem gezeigten Fall, bedingt durch den Maschinentyp, kann ich eine andere Fehlerquelle beschreiben. Der nachfolgende Ausschnitt einer von drei Francotyp B (private Aufnahme) die ich den 1990iger Jahren aus dem Gebiet „Verkehrsgebiet Ost“ erworben und abgeholt habe eignet sich gut zur Erklärung.
Der Pfeil oben zeigt auf eine Klappe, der zweite auf einen federnd gelagerten Stift der gezogen die Entnahme des zylinderartigen Trägers mit dem Ortstempel ermöglichte. Somit konnte bequem das Datum per spitzen Stift neu eingestellt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht aber auch den Zylinder über Nacht im Tresor einzuschließen, damit war dann das Gerät ohne Funktion.
Daher kam es vor, dass trotz eines falschen Einsetzens des Zylinders (der Stift rastet dann nicht ein) die Maschine in Betrieb ging. Es rumpelte dann stark und wurde dann irgendwann bemerkt.
Das waren meine Erkenntnisse, die ich gerne weitergebe.
Viele Grüße
Hajo

Hamburg 1, Rohstoff Einfuhr - Gesellschaft
Es kommt vor, dass bei Absenderfreistemplern etwas verkehrt und somit meist kopfstehend eingebaut wird. In dem gezeigten Fall, bedingt durch den Maschinentyp, kann ich eine andere Fehlerquelle beschreiben. Der nachfolgende Ausschnitt einer von drei Francotyp B (private Aufnahme) die ich den 1990iger Jahren aus dem Gebiet „Verkehrsgebiet Ost“ erworben und abgeholt habe eignet sich gut zur Erklärung.
Der Pfeil oben zeigt auf eine Klappe, der zweite auf einen federnd gelagerten Stift der gezogen die Entnahme des zylinderartigen Trägers mit dem Ortstempel ermöglichte. Somit konnte bequem das Datum per spitzen Stift neu eingestellt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht aber auch den Zylinder über Nacht im Tresor einzuschließen, damit war dann das Gerät ohne Funktion.
Daher kam es vor, dass trotz eines falschen Einsetzens des Zylinders (der Stift rastet dann nicht ein) die Maschine in Betrieb ging. Es rumpelte dann stark und wurde dann irgendwann bemerkt.
Das waren meine Erkenntnisse, die ich gerne weitergebe.
Viele Grüße
Hajo
Am: 04.05.2023 21:11:34
Gelesen: 97831
# 135
Hallo miteinander!
Habe hier einen Rückantwort-Umschlag der GEK aus Braunschweig:

Hier kann doch etwas nicht stimmen, oder ? Stempelkopf mit alter vierstelliger PLZ, Werterahmen mit Deutsche Bundespost und ohne Kennung?
Altverwendung oder ein falsch eingestelltes Datum ? Für letzteres spricht die gleiche PLZ in der Anschrift.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter

Hier kann doch etwas nicht stimmen, oder ? Stempelkopf mit alter vierstelliger PLZ, Werterahmen mit Deutsche Bundespost und ohne Kennung?
Altverwendung oder ein falsch eingestelltes Datum ? Für letzteres spricht die gleiche PLZ in der Anschrift.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 05.05.2023 07:30:01
Gelesen: 97811
# 136
Guten Morgen
vom 01.04.1989 bis 30.08.1997 war das Porto für einen Brief bis 20 Gramm 1,00 DM und seit 01.07.1993 haben wir die fünfstellige PLZ
Spricht alles dafür, dass das Datum falsch eingestellt wurde.
Viele Grü0ße
Angelika
Am: 21.05.2023 18:28:01
Gelesen: 97335
# 137
Hallo,
mal eine Frage: Wir haben hier eine Anzeige aus dem Jahr 2000 vorliegen, bei der eine (gebrauchte) Frankiermaschine verkauft werden soll (Francotyp EFS 3000). Diese wird angeboten mit dem Hinweis "nicht eurofähig". Aber was heißt das denn?
Es klingt ja so, als könnte man tatsächlich unter EURO nicht mehr mit der Maschine arbeiten? War das tatsächlich so, dass ältere Maschinen im Rahmen der EURO-Einführung ersetzt werden mussten? Oder heißt das nur, dass der Wertrahmen noch getauscht werden muss?
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 22.05.2023 10:10:06
Gelesen: 97290
# 138
@ Peter Blum [#137]
Hallo,
wenn das so in der Anzeige stand, ist das irreführend. Es mag sein, dass eine Neuanmeldung nicht möglich war, aber „nicht eurofähig“ ist so nicht korrekt.
Selbst alte Knochen wie eine Francotyp C noch mit weitem altem Abstand wurden umgerüstet.
Nachfolgend ein Beispiel.
Möglich ist auch, dass jemand besonders Interesse an einem Verkauf einer neuen Maschine hatte.
Das war meine Aussage dazu. Andere Meinungen erwünscht.
Viele Grüße
Hajo
Möglich ist auch, dass jemand besonders Interesse an einem Verkauf einer neuen Maschine hatte.
Das war meine Aussage dazu. Andere Meinungen erwünscht.
Viele Grüße
Hajo
Am: 24.05.2023 18:42:35
Gelesen: 97169
# 139
Hallo zusammen,
eine kleine Forschungsarbeit.
Da ich zwei seltene Absenderfreistempel auf dem Tisch habe, nachfolgend eine kurze Abhandlung der bisher einzigen Maschinen.
Für die Vorgeschichte noch zwei Abdrucke mit Zählnummer und Reichsadler aus dem Jahr 1937 und Deutsche Post im Wertrahmen von 1949.

Dazu ein Kurzauszug eines Artikels von Gerd Eich † im Bericht Nr. 48, S. 30 – 31 der FG-Absenderfreistempel.
Passend dazu meine spätere Ausführung.
Die zweite bekannte Variante ist bei Opel in Rüsselsheim zu verzeichnen.
Frühe Version noch mit PLGZ vom 16.08.1960
Nochmals umgestellt auf Kreisstempel mit Sehnensegment oben.
Meine spätere Version.
Diese beiden umgerüsteten Francotyp D (Nachfolger der A) aus Wetzlar und Rüsselsheim sind die zwei einzigen bekannten Geräte, die in dieser Form umgebaut wurden. Auffällig sind die sehr engen Abstände zwischen Ortstempel und Wertrahmen.
Viele Grüße und Spaß beim Suchen!
Hajo

Dazu ein Kurzauszug eines Artikels von Gerd Eich † im Bericht Nr. 48, S. 30 – 31 der FG-Absenderfreistempel.
Passend dazu meine spätere Ausführung.
Die zweite bekannte Variante ist bei Opel in Rüsselsheim zu verzeichnen.
Frühe Version noch mit PLGZ vom 16.08.1960
Nochmals umgestellt auf Kreisstempel mit Sehnensegment oben.
Meine spätere Version.
Diese beiden umgerüsteten Francotyp D (Nachfolger der A) aus Wetzlar und Rüsselsheim sind die zwei einzigen bekannten Geräte, die in dieser Form umgebaut wurden. Auffällig sind die sehr engen Abstände zwischen Ortstempel und Wertrahmen.
Viele Grüße und Spaß beim Suchen!
Hajo
Am: 28.05.2023 10:23:56
Gelesen: 96914
# 140
@ Nordluchs [#102]
@ Nordluchs [#123]
Hallo zusammen,
zurück von der IBRA nun wieder zum Tagesgeschäft.
Nach dem Besuch der großen Veranstaltung trafen sich die Freunde der Philaseiten zum gemeinsamen Essen und Diskussion. Ich erwähnte Stefan gegenüber, dass ich überraschend ein drittes Exemplar eines nur mit Drucksache (statt Werbeklischee) freigestempelten Brief gefunden habe. Ich wurde ermuntert dieses dritte Exemplar auch hier vorzustellen. Es handelt sich um eine weitere Firma, die dieses Verfahren benutzte.

Aufdruck bzw. Handstempel auf rückseitiger Briefklappe:
Zusätzlich bzw. ergänzend folgender Text dazu aus der unten aufgeführten Quelle:
… Will der Besitzer eines Absenderfreistemplers statt seines Namens, seiner Firma oder der Schließfachbezeichnung nur eine abgekürzte Bezeichnung, ein Firmen – oder Warenzeichen, ein Kenn- oder Deckwort angeben, so kann diesem Wunsch nur stattgegeben werden, wenn sich der Benutzer verpflichtet, für seine freizustempelnden Sendungen ausschließlich Briefumschläge usw. zu verwenden, auf denen der Absender in der üblichen Weise angegeben ist." [1]
Viele Grüße
Hajo
[1] Quelle: Deutsche Bundespost. (1959). C. Absenderfreistempler / Aufstellung eines Absenderfreistemplers / Allgemeines. Unterrichtsblätter der Deutschen Bundespost (A) Nr. 18, S. 249

Aufdruck bzw. Handstempel auf rückseitiger Briefklappe:
Zusätzlich bzw. ergänzend folgender Text dazu aus der unten aufgeführten Quelle:
… Will der Besitzer eines Absenderfreistemplers statt seines Namens, seiner Firma oder der Schließfachbezeichnung nur eine abgekürzte Bezeichnung, ein Firmen – oder Warenzeichen, ein Kenn- oder Deckwort angeben, so kann diesem Wunsch nur stattgegeben werden, wenn sich der Benutzer verpflichtet, für seine freizustempelnden Sendungen ausschließlich Briefumschläge usw. zu verwenden, auf denen der Absender in der üblichen Weise angegeben ist." [1]
Viele Grüße
Hajo
[1] Quelle: Deutsche Bundespost. (1959). C. Absenderfreistempler / Aufstellung eines Absenderfreistemplers / Allgemeines. Unterrichtsblätter der Deutschen Bundespost (A) Nr. 18, S. 249
Am: 06.06.2023 19:01:02
Gelesen: 96608
# 141
Hallo zusammen,
den ungewöhnlichen Absenderfreistempel habe ich wieder entdeckt. Schon vor langer Zeit in einem Bericht vorgestellt.

Der Ausschnitt wurde wegen besserer Darstellung bearbeitet.
Reichenbach (Vogtland) Geburtsstadt der Neuberin die große Reformatorin des Theaters.
Auffällig an diesem Abdruck ist die seltsame Stellung des Ortstempels.
Die Datumsziffern und die Wertziffern sind eigentlich immer auf der gleichen Höhe. Der Wertrahmen und der Ortstempel werden später aufgeschraubt.
In diesem Fall ist wohl die Aufnahme (Schraubenlöcher) für den Stempel defekt, vermutlich durch lose Schrauben ausgeschlagen. Daher wurde das Fenster versetzt ausgefeilt, um neue Bohrungen für die Aufnahme der Schrauben anzubringen.
So meine Erklärung.
Viele Grüße
Hajo

Der Ausschnitt wurde wegen besserer Darstellung bearbeitet.
Reichenbach (Vogtland) Geburtsstadt der Neuberin die große Reformatorin des Theaters.
Auffällig an diesem Abdruck ist die seltsame Stellung des Ortstempels.
Die Datumsziffern und die Wertziffern sind eigentlich immer auf der gleichen Höhe. Der Wertrahmen und der Ortstempel werden später aufgeschraubt.
In diesem Fall ist wohl die Aufnahme (Schraubenlöcher) für den Stempel defekt, vermutlich durch lose Schrauben ausgeschlagen. Daher wurde das Fenster versetzt ausgefeilt, um neue Bohrungen für die Aufnahme der Schrauben anzubringen.
So meine Erklärung.
Viele Grüße
Hajo
Am: 12.06.2023 09:36:47
Gelesen: 96452
# 142
@ Nordluchs [#121]
Hallo Hajo,
zum Verlag ARS SACRA kann ich hier einen neueren AFS vom 6.11.1979 aus MÜNCHEN 43 / 8 vorstellen.
Verlag Ars Sacra ist ein deutscher Buchverlag mit Sitz in München. Er wurde 1896 als ars sacra Josef Müller Kunstanstalten gegründet. Er nennt sich ab 1980 "arsEdition" und gehört seit September 2000 zur international tätigen Bonnier-Gruppe mit Sitz zu Stockholm in Schweden. Weitere Informationen unter [1]
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
[1] https://www.kathpedia.com/index.php?title=Ars_Sacra_Verlag
Verlag Ars Sacra ist ein deutscher Buchverlag mit Sitz in München. Er wurde 1896 als ars sacra Josef Müller Kunstanstalten gegründet. Er nennt sich ab 1980 "arsEdition" und gehört seit September 2000 zur international tätigen Bonnier-Gruppe mit Sitz zu Stockholm in Schweden. Weitere Informationen unter [1]
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
[1] https://www.kathpedia.com/index.php?title=Ars_Sacra_Verlag
Am: 12.06.2023 17:53:38
Gelesen: 96426
# 143
@ Nordluchs [#36]
@ T1000er [#37]
@ volkimal [#132]
Absenderfreistempelmaschinen, die eine fünfstellige Wertangabe anstatt der üblichen vierstelligen Wertangabe aufweisen, sind auf dieser Seite mehrfach vorgestellt worden (in den genannten Beiträgen). In den dort gezeigten Beispielen ist jeweils die rechte Null ergänzt worden.
Die Stadtverwaltung Oberhausen verwendete in den 1990-er Jahren mehrere Francotyp-Postalia Maschinen (vermutlich EFS 3000) mit fünfstelliger Wertangabe. Bei einem der Geräte (Kennung: F701160) konnte das im Folgenden beschriebene Phänomen festgestellt werden.
Auffällig ist auch hier die unsymmetrische Anordnung der Wertziffern. Die rechten vier Wertziffern sind symmetrisch angebracht, die Mitte des Wertrahmens liegt zwischen der dritten und der vierten Stelle der Wertangabe. Hier scheint die linke Null zusätzlich angebracht zu sein.
Ende 1999 oder Anfang 2000 erhielt die Maschine anstelle des „DEUTSCHE POST“-Wertrahmens einen neuen Wertrahmen mit Angabe von EURO und CENT. Mit dieser Umrüstung wurde aus der Maschine mit fünfstelliger Wertangabe nun eine Maschine mit vierstelliger Wertangabe.
Die Position der vier Wertziffern blieb unverändert, lediglich die erste (unsymmetrische) Wertziffer entfiel.
Das wirft einige Fragen auf:
War die erste Null Teil eines Ziffernrades oder handelte es sich dabei auch um eine „aufgelötete“, also nicht verstellbare, Ziffer, die mit Austausch des Wertrahmens verschwand? (In dem Fall würde die vorangestellte Null allerdings für mich keinen Sinn ergeben.)
Oder wurde hier eines von fünf Ziffernrädern entfernt? In dem Fall wäre aber wohl ein größerer Umbau und möglicherweise Änderungen bei der Abrechnung notwendig geworden.
Kann jemand vergleichbare Umstellungen zeigen?
Kann jemand die angesprochenen Fragen beantworten und Erklärungen liefern?
Schöne Grüße
Franz-Josef
Auffällig ist auch hier die unsymmetrische Anordnung der Wertziffern. Die rechten vier Wertziffern sind symmetrisch angebracht, die Mitte des Wertrahmens liegt zwischen der dritten und der vierten Stelle der Wertangabe. Hier scheint die linke Null zusätzlich angebracht zu sein.
Ende 1999 oder Anfang 2000 erhielt die Maschine anstelle des „DEUTSCHE POST“-Wertrahmens einen neuen Wertrahmen mit Angabe von EURO und CENT. Mit dieser Umrüstung wurde aus der Maschine mit fünfstelliger Wertangabe nun eine Maschine mit vierstelliger Wertangabe.
Die Position der vier Wertziffern blieb unverändert, lediglich die erste (unsymmetrische) Wertziffer entfiel.
Das wirft einige Fragen auf:
War die erste Null Teil eines Ziffernrades oder handelte es sich dabei auch um eine „aufgelötete“, also nicht verstellbare, Ziffer, die mit Austausch des Wertrahmens verschwand? (In dem Fall würde die vorangestellte Null allerdings für mich keinen Sinn ergeben.)
Oder wurde hier eines von fünf Ziffernrädern entfernt? In dem Fall wäre aber wohl ein größerer Umbau und möglicherweise Änderungen bei der Abrechnung notwendig geworden.
Kann jemand vergleichbare Umstellungen zeigen?
Kann jemand die angesprochenen Fragen beantworten und Erklärungen liefern?
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 13.06.2023 12:45:06
Gelesen: 96390
# 144
@ Araneus [#143]
Hallo zusammen,
Hallo Franz-Josef,
ein weiteres Beispiel für die Maschine von Oberhausen. Ich habe mal den Abstand zwischen Ortstempel und Wertrahmen mit dem unten gezeigten Fund verglichen. Eventuell ist die Stellung des Wertrahmen bei der Maschine aus Oberhausen weiter auseinander. Aber alles nur eine einfache Erklärung.
Das weiteren ein neuer schneller Fund von Viessmann, Allendorf, Eder mit der Kennung F685165 nachfolgend.
In diesem Fall sind die 5 Wertziffern symmetrisch angebracht.
Weitere Beispiele immer willkommen und sind sicherlich im Sinne von Franz-Josef.
Viele Grüße
Hajo
Das weiteren ein neuer schneller Fund von Viessmann, Allendorf, Eder mit der Kennung F685165 nachfolgend.
In diesem Fall sind die 5 Wertziffern symmetrisch angebracht.
Weitere Beispiele immer willkommen und sind sicherlich im Sinne von Franz-Josef.
Viele Grüße
Hajo
Am: 13.06.2023 16:12:56
Gelesen: 96349
# 145
@ Araneus [#143]
@ Nordluchs [#144]
Hallo Franz-Josef und Hajo,
kann ich bei Euch mit meinen Stempeln aus Oberhausen richtig landen? Beide Francotyp-Postalia Stempel bereits aus der Euro-Zeit in blau, Wertangabe jeweils symmetrisch angeordnet.
Bildgleich hier der Weihnachtsmarkt in Oberhausen vom 5.12.2007 in F360255 mit vierstelliger Wertangabe.
Dagegen nun die Städtische Musikschule Oberhausen vom 15.7.2008 in F717733 hier mit fünfstelliger Wertangabe.
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Dagegen nun die Städtische Musikschule Oberhausen vom 15.7.2008 in F717733 hier mit fünfstelliger Wertangabe.
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Am: 13.06.2023 16:46:04
Gelesen: 96328
# 146
@ Nordluchs [#144]
Hallo Hajo,
ich möchte noch ein drittes Beispiel der Stadtverwaltung Oberhausen mit fünfstelliger Wertangabe zeigen, dieses Mal mit der Gerätekennung F701761. Auch hierbei ist die Wertangabe unsymmetrisch.
Meine bisherigen Beobachtungen lassen sich so zusammenfassen:
Geräte-Kennung F701761 / fünfstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST AG mit offenem Posthorn / Verwendungszeitraum ca. 1995-1997
Geräte-Kennung F705595 / fünfstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST AG mit ausgefülltem Posthorn / Verwendungszeitraum ca. 1998
Geräte-Kennung F701160 / fünfstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST, Posthorn oben / Verwendungszeitraum ca. 1998-1999
Geräte-Kennung F701160 / vierstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST, Posthorn oben, EURO CENT / Verwendungszeitraum ca. 2000
Die Verwendungszeiträume sind anhand meiner wenigen Sammlungsbelege geschätzt.
Auffällig ist die Häufung fünfstelliger Maschinen bei der Stadtverwaltung Oberhausen. Ich habe den Verdacht, dass es sich trotz der verschiedenen Maschinen-Kennungen immer um dasselbe fünfstellige Gerät handeln könnte, dass aber beim Austausch der Wertrahmen jeweils eine neue Maschinen-Kennung vergeben wurde.
Ein Rätsel bleibt nach wie vor die Änderung von fünfstelliger Wertangabe auf vierstellige Wertangabe.
Anmerken möchte ich noch, dass es bei allen Gerätenummern ein Reihe verschiedener Werbeklischees gibt, da diese regelmäßig gewechselt wurden.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Meine bisherigen Beobachtungen lassen sich so zusammenfassen:
Geräte-Kennung F701761 / fünfstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST AG mit offenem Posthorn / Verwendungszeitraum ca. 1995-1997
Geräte-Kennung F705595 / fünfstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST AG mit ausgefülltem Posthorn / Verwendungszeitraum ca. 1998
Geräte-Kennung F701160 / fünfstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST, Posthorn oben / Verwendungszeitraum ca. 1998-1999
Geräte-Kennung F701160 / vierstellig / Wertrahmen DEUTSCHE POST, Posthorn oben, EURO CENT / Verwendungszeitraum ca. 2000
Die Verwendungszeiträume sind anhand meiner wenigen Sammlungsbelege geschätzt.
Auffällig ist die Häufung fünfstelliger Maschinen bei der Stadtverwaltung Oberhausen. Ich habe den Verdacht, dass es sich trotz der verschiedenen Maschinen-Kennungen immer um dasselbe fünfstellige Gerät handeln könnte, dass aber beim Austausch der Wertrahmen jeweils eine neue Maschinen-Kennung vergeben wurde.
Ein Rätsel bleibt nach wie vor die Änderung von fünfstelliger Wertangabe auf vierstellige Wertangabe.
Anmerken möchte ich noch, dass es bei allen Gerätenummern ein Reihe verschiedener Werbeklischees gibt, da diese regelmäßig gewechselt wurden.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 13.06.2023 17:04:14
Gelesen: 96319
# 147
@ epem7081 [#145]
Hallo Edwin,
das Gerät mit der Kennung F360255 ist mir nur mit vierstelliger Wertangabe bekannt, der Verwendungszeitraum bei der Oberhausener Stadtverwaltung war circa von 2006 bis 2009.
Bei der Freistempelmaschine mit der Kennung F717733 handelt es sich um eine JetMail der Firma Francotyp-Postalia. Diese Geräte hatten ein Tintenstrahldruckwerk und wiesen meines Wissens grundsätzlich eine fünfstellige Wertangabe auf. Die Oberhausener Stadtverwaltung verwendete diese Maschine circa von 2004 bis 2008.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 14.06.2023 09:29:01
Gelesen: 96286
# 148
@ Araneus [#143]
@ Araneus [#146]
Hallo zusammen,
Hallo Franz-Josef,
ich habe gestern einen Berg von Berichten der FG durchgesehen. Nachfolgend einen Ausschnitt (bearbeitet!) aus Bericht 63, S.14 erstellt. F701160 mit neuer Werbung für die Oberhausener Landesgartenschau. Es bleibt aber immer noch rätselhaft.
Aufgefallen ist, dass der Wertrahmen der Maschine (F 701160) bei der Angabe „Deutsche Post“ ein ausgebrochenes Teil in der Schrift „Post“ aufweist. Es könnte sein, dass die linke Null tatsächlich am Wertrahmen angelötet war. Denn nach der Umstellung des Wertrahmen von Deutsche Post auf Deutsche Post EURO CENT ist das verschwunden.
Anmerkung: Fünfstellige Maschinen erlauben Beträge über 99,99 DM bzw. EURO zu verstempeln und zu registrieren. Das ist bei Postzustellungsurkunden mit mehr als 10 Urkunden im Umschlag schnell erreicht.
Welche Rolle nun die "blinde" Null spielt, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
Viele Grüße
Hajo
Aufgefallen ist, dass der Wertrahmen der Maschine (F 701160) bei der Angabe „Deutsche Post“ ein ausgebrochenes Teil in der Schrift „Post“ aufweist. Es könnte sein, dass die linke Null tatsächlich am Wertrahmen angelötet war. Denn nach der Umstellung des Wertrahmen von Deutsche Post auf Deutsche Post EURO CENT ist das verschwunden.
Anmerkung: Fünfstellige Maschinen erlauben Beträge über 99,99 DM bzw. EURO zu verstempeln und zu registrieren. Das ist bei Postzustellungsurkunden mit mehr als 10 Urkunden im Umschlag schnell erreicht.
Welche Rolle nun die "blinde" Null spielt, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
Viele Grüße
Hajo
Am: 14.06.2023 14:02:59
Gelesen: 96268
# 149
@ Nordluchs [#148]
Hallo Hajo,
vielen Dank für die Recherche und die Erläuterungen.
Ein Zusammenhang zwischen der Beschädigung beim Wort "POST" und der Fünstelligkeit ist denkbar. Die Beschädigung scheint sich während der Laufzeit vergrößert zu haben. Abdrucke aus dem Jahr 1998 sind noch fast vollständig, es fehlt nur ein kleines Stück des senkrechten Strichs beim "P". Bei Abdrucken aus dem Jahr 1999 ist der Ausfall schon größer. Vielleicht hat eine Verbiegung im Wertrahmen stattgefunden.
Allerdings beruht dieses Fazit auf nur wenigen Sammlungsbelegen, sodass ein Zufall nicht ausgeschlossen werden kann. Ich habe einige Bilder in die Datenbank eingestellt. Dort kann das Phänomen nach Freigabe betrachtet werden:
https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/540779
https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/540780
https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/540781
https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/540782
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 17.06.2023 09:56:11
Gelesen: 96104
# 150
@ epem7081 [#142]
Hallo zusammen,
Edwin hat in dem Beitrag [#142] einen Beleg mit alter Anordnung und links davon den Versandvermerk „Drucksache“ gezeigt und unbewusst (?) eine bisher unbekannte Anordnung gezeigt.
Da ich das bewusst noch nie gesehen habe erregte das meine Aufmerksamkeit.
Die einzige Erklärung, die mir spontan einfiel, war das gesehene Verfahren bei einigen alten Maschinen (ebenfalls Francotyp C) in Österreich bzw. „Ostmark“. Die zusätzliche Werbung links ist auf der Stempelwalze fest angebracht.
Etliche betroffene Freistempelbenutzer halfen sich mit der Bestellung von Klischees mit Werbung und „Versandvermerken“ und setzten diese ein, wenn Briefe als Drucksache oder Briefdrucksache zu versenden waren. Nochmals zur Erinnerung, betraf es nur Maschinen, die noch aus den Deutschen Reich und auch danach in Betrieb waren.
Ein Vorführabdruck von Francotyp aus dem Jahr 1965 zeigt sehr schön die Einrichtung einer sogenannten „Wahldruckeinrichtung“ hier zum Beispiel Drucksache und zuschaltbarer „Gebühr bezahlt“ Leiste. Dieses war technisch bei der „neuen Generation“ ab ca. 1960 vorgesehen und wurde so im Prospekt angeboten da die Stempelwalzen anders aufgebaut waren.
Das wollte ich mal zeigen. Falls Sie ähnliches wie eingangs beschrieben gesichtet haben hier bitte zeigen.
Viele Grüße
Hajo
Die einzige Erklärung, die mir spontan einfiel, war das gesehene Verfahren bei einigen alten Maschinen (ebenfalls Francotyp C) in Österreich bzw. „Ostmark“. Die zusätzliche Werbung links ist auf der Stempelwalze fest angebracht.
Etliche betroffene Freistempelbenutzer halfen sich mit der Bestellung von Klischees mit Werbung und „Versandvermerken“ und setzten diese ein, wenn Briefe als Drucksache oder Briefdrucksache zu versenden waren. Nochmals zur Erinnerung, betraf es nur Maschinen, die noch aus den Deutschen Reich und auch danach in Betrieb waren.
Ein Vorführabdruck von Francotyp aus dem Jahr 1965 zeigt sehr schön die Einrichtung einer sogenannten „Wahldruckeinrichtung“ hier zum Beispiel Drucksache und zuschaltbarer „Gebühr bezahlt“ Leiste. Dieses war technisch bei der „neuen Generation“ ab ca. 1960 vorgesehen und wurde so im Prospekt angeboten da die Stempelwalzen anders aufgebaut waren.
Das wollte ich mal zeigen. Falls Sie ähnliches wie eingangs beschrieben gesichtet haben hier bitte zeigen.
Viele Grüße
Hajo
Am: 05.07.2023 16:18:08
Gelesen: 95378
# 151
Hallo zusammen,
einen seltenen Absenderfreistempel möchte ich hier vorstellen. Bisher sind ca. 14 verschiedene Verwender registriert. Dazu ein Beispiel.
Die Maschine erhielt eine neue Stempelwalze und die alten Teile wurden wieder eingebaut. Nur die drei gotischen Wertziffernringe fallen aus dem Rahmen.

Auf den ersten ungeübten „Blick“ nicht auffällig. Aber die ergänzende Abbildung von 1944 macht das schon deutlicher.
Etwas häufiger ist die Variante, bei der nur der Ortstempel und Wertrahmen gewechselt wurde und fertig ist das Gerät, aber immer noch mit sogenannten gotischen Wertziffern.
Der Grund dieser Umstellung wird durch die nachstehende Verfügung zur langsamen Änderung des Stempelbildes deutlich die aus meiner EX-Sammlung kopiert wurde.
Hier das normale Stempelbild wie es sein soll.
Aber da eine große Anzahl umgestellt werden musste vollzog sich das sehr langsam. In vielen Fällen wurde ein neues Gerät geordert. Wer aber sein Gerät behielt, bescherte in einigen Fällen den Sammlern kleine Raritäten.
Viele Grüße
Hajo

Auf den ersten ungeübten „Blick“ nicht auffällig. Aber die ergänzende Abbildung von 1944 macht das schon deutlicher.
Etwas häufiger ist die Variante, bei der nur der Ortstempel und Wertrahmen gewechselt wurde und fertig ist das Gerät, aber immer noch mit sogenannten gotischen Wertziffern.
Der Grund dieser Umstellung wird durch die nachstehende Verfügung zur langsamen Änderung des Stempelbildes deutlich die aus meiner EX-Sammlung kopiert wurde.
Hier das normale Stempelbild wie es sein soll.
Aber da eine große Anzahl umgestellt werden musste vollzog sich das sehr langsam. In vielen Fällen wurde ein neues Gerät geordert. Wer aber sein Gerät behielt, bescherte in einigen Fällen den Sammlern kleine Raritäten.
Viele Grüße
Hajo
Am: 14.07.2023 19:16:45
Gelesen: 95005
# 152
Hallo zusammen,
in dem Beitrag [1] wurden sogenannte "alte" Hasler Kassasystem (große ovale Wertziffern), drei- und vierstellig gezeigt. Alle ohne Kennung:
Bei der weiteren Bearbeitung tauchten dann Geräte mit Kennung auf. Nachfolgend ein Beispiel.
C 14 827, 8000 München 46, Family Frost, Tiefkühl-Heimdienst,- Ingolstädter Straße 72 - 8000 München 46
Merkmal dieser alten Hasler F 66 sind die unvollständigen Kennungen. Beispiel hier C 14 827.
Gut zu erkennen auch die großen auffallenden Wertziffern (oval).
Derartige kurze Kennungen sind von alten Postalia - Geräten bekannt. Dann wurde eine null vorgesetzt, sodass in diesem gezeigten Fall die Kennung C 01 4827 lauten würde.
Registriert sind zurzeit:
C 14 703
C 14 827
C 14 835
C 14 861 - 65
C 14 868
Falls jemand derartige Beobachtungen und Belege registriert hat hier bitte zeigen.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/295773
C 14 827, 8000 München 46, Family Frost, Tiefkühl-Heimdienst,- Ingolstädter Straße 72 - 8000 München 46
Merkmal dieser alten Hasler F 66 sind die unvollständigen Kennungen. Beispiel hier C 14 827.
Gut zu erkennen auch die großen auffallenden Wertziffern (oval).
Derartige kurze Kennungen sind von alten Postalia - Geräten bekannt. Dann wurde eine null vorgesetzt, sodass in diesem gezeigten Fall die Kennung C 01 4827 lauten würde.
Registriert sind zurzeit:
C 14 703
C 14 827
C 14 835
C 14 861 - 65
C 14 868
Falls jemand derartige Beobachtungen und Belege registriert hat hier bitte zeigen.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/295773
Am: 16.07.2023 17:32:54
Gelesen: 94821
# 153
@ Nordluchs [#150]
Hallo Hajo,
einen Beleg der National-Bank Essen mit einer "Wahldruckeinrichtung" kann ich wohl auch zeigen. In diesem Falle wurde ein Einschreiben gekennzeichnet.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Am: 20.07.2023 17:16:27
Gelesen: 94516
# 154
@ Nordluchs [#66] [#68] [#110]
Hallo zusammen,
dieser unscheinbare Abdruck einer Postalia ohne Werbeklischee ist ein AFS als PFS (Absenderfreistempel als Postfreistempel).
Friedberg (Hess) „APFS – 60“ (AFS als PFS) Nr. 60, belegt vom 01.09.1951 bis 23.03 1952.
Absenderfreistempel als Postfreistempel / Notmaßnahme (AFS als PFS), Handbuch von Heiner Dürst (RIP).
Die Maschine war seit dem 11.09.1945 vor Ort in Benutzung. Natürlich ursprünglich mit Adler der ehemaligen Reichspost und wurde dann nach den Vorgaben (aptiert, danach Deutsche Post) und wie hier gezeigt mit Wertrahmen Deutsche Bundespost angepasst.
Die Post nutzte diese fremde Frankiermaschine gerne, denn es war somit einfach mal eben die Mindestzahl von 50 Belegen zu stempeln. Selbst in der Zeit, wo keine Notmaßnahmen mehr erforderlich waren.
Viele Grüße
Hajo
Friedberg (Hess) „APFS – 60“ (AFS als PFS) Nr. 60, belegt vom 01.09.1951 bis 23.03 1952.
Absenderfreistempel als Postfreistempel / Notmaßnahme (AFS als PFS), Handbuch von Heiner Dürst (RIP).
Die Maschine war seit dem 11.09.1945 vor Ort in Benutzung. Natürlich ursprünglich mit Adler der ehemaligen Reichspost und wurde dann nach den Vorgaben (aptiert, danach Deutsche Post) und wie hier gezeigt mit Wertrahmen Deutsche Bundespost angepasst.
Die Post nutzte diese fremde Frankiermaschine gerne, denn es war somit einfach mal eben die Mindestzahl von 50 Belegen zu stempeln. Selbst in der Zeit, wo keine Notmaßnahmen mehr erforderlich waren.
Viele Grüße
Hajo
Am: 21.07.2023 18:54:08
Gelesen: 94449
# 155
@ Nordluchs [#154]
Hallo,
da kann ich auch einen Absenderfreistempel, der als Postfreistempel genutzt wurde, zeigen:
Hamburg 11, laut genannten Verzeichnis APFS-80, nachgewiesen vom 03.01. bis 18.03.1948
Interessanterweise wurde hier eine Frankiermaschine mit kommerzieller Werbung (wenn auch vom Lieferanten der Maschine) für die Postfreistempelung genutzt. Im Regelfall wurde ja bei den Postfreistempeln entweder keine Werbung, wie im obigen Beispiel, oder Posteigenwerbung verwendet.
Gleichzeitig verdeutlicht dieser Abdruck aber auch, wie schwierig es ist, diese Stempel überhaupt zu erkennen. Man könnte ja erstmal stark vermuten, dass es sich um einen Absenderfreistempel der örtlichen Francotyp-Vertretung handelt. Um den Charakter der Postfreistempelung zu erkennen, bedarf es ja einer Reihe von Belegen, die abgeglichen werden müssen.
Insofern ist es sehr schön, dass sich jemand diese Mühe (und das in der Vor-Internetzeit) gemacht hat und dieses Verzeichnis erstellt hat.
Beste Grüße
Peter Blum
Hamburg 11, laut genannten Verzeichnis APFS-80, nachgewiesen vom 03.01. bis 18.03.1948
Interessanterweise wurde hier eine Frankiermaschine mit kommerzieller Werbung (wenn auch vom Lieferanten der Maschine) für die Postfreistempelung genutzt. Im Regelfall wurde ja bei den Postfreistempeln entweder keine Werbung, wie im obigen Beispiel, oder Posteigenwerbung verwendet.
Gleichzeitig verdeutlicht dieser Abdruck aber auch, wie schwierig es ist, diese Stempel überhaupt zu erkennen. Man könnte ja erstmal stark vermuten, dass es sich um einen Absenderfreistempel der örtlichen Francotyp-Vertretung handelt. Um den Charakter der Postfreistempelung zu erkennen, bedarf es ja einer Reihe von Belegen, die abgeglichen werden müssen.
Insofern ist es sehr schön, dass sich jemand diese Mühe (und das in der Vor-Internetzeit) gemacht hat und dieses Verzeichnis erstellt hat.
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 26.07.2023 14:09:42
Gelesen: 94143
# 156
@ Nordluchs
Hallo zusammen.
Im Beitrag [#151] konnte ich vor kurzem einen seltenen Absenderfreistempel vorstellen, die Erklärung dazu ist auch im genannten Beitrag enthalten. Zu beachten ist die Weiterverwendung der alten Wertziffern in der neuen Anordnung.
Nun hatte ich einen weiteren derartigen Beleg mitsamt dem Vorläufer auf dem Scanner. Da nicht alltäglich stelle ich diese ebenfalls hier vor.
(24a) Hamburg 1, JÄGERSBERG MASCHINELLE, BÜROORAGANISATION
2 Hamburg 1, JÄGERSBERG 4x, ORGANISATION + DATENTECHNIK
Vor langer Zeit wurde eine derartige Serie in den Heften der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. schon mal vorgestellt.
Viele Grüße
Hajo
(24a) Hamburg 1, JÄGERSBERG MASCHINELLE, BÜROORAGANISATION
2 Hamburg 1, JÄGERSBERG 4x, ORGANISATION + DATENTECHNIK
Vor langer Zeit wurde eine derartige Serie in den Heften der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. schon mal vorgestellt.
Viele Grüße
Hajo
Am: 07.08.2023 19:07:47
Gelesen: 93590
# 157
Hallo,
hier mal eine kurze Abfolge des "Haenssler-Verlages aus Holzgerlingen:
Beginnend mit einem roten Absenderfreistempel aus dem Jahre 2000, bereits in EUR und mit Angabe des Versandmerkmals "Brief". Die Angabe von "Brief" als Versandmerkmal ist eigentlich überflüssig, weil die Sendung ohne explizite Angabe ohnehin als Brief behandelt wird. Für überflüssig wurde aber etwas anderes gehalten, nämlich der Werbeeinsatz:
Tatsächlich lag zwischen den beiden Stempeln eine Insolvenz mit anschließendem Besitzerwechsel [1]; obwohl der Name beibehalten wurde, wollte man wohl mit den alten Zeiten brechen.
Weniger erklärbar ist allerdings, dass später wieder ein Werbeeinsatz in abgeänderter Form - weiterhin ohne Inhalt - zum Einsatz kam. Konsequent erfolgte die gesamte Zeit über aber die Angabe von "Brief" als Versandmerkmal:
Beste Grüße
Peter Blum
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nssler_Verlag
Beginnend mit einem roten Absenderfreistempel aus dem Jahre 2000, bereits in EUR und mit Angabe des Versandmerkmals "Brief". Die Angabe von "Brief" als Versandmerkmal ist eigentlich überflüssig, weil die Sendung ohne explizite Angabe ohnehin als Brief behandelt wird. Für überflüssig wurde aber etwas anderes gehalten, nämlich der Werbeeinsatz:
Tatsächlich lag zwischen den beiden Stempeln eine Insolvenz mit anschließendem Besitzerwechsel [1]; obwohl der Name beibehalten wurde, wollte man wohl mit den alten Zeiten brechen.
Weniger erklärbar ist allerdings, dass später wieder ein Werbeeinsatz in abgeänderter Form - weiterhin ohne Inhalt - zum Einsatz kam. Konsequent erfolgte die gesamte Zeit über aber die Angabe von "Brief" als Versandmerkmal:
Beste Grüße
Peter Blum
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nssler_Verlag
Am: 20.09.2023 19:27:03
Gelesen: 92086
# 158
Hallo miteinander!
Ich habe hier aus meinem Fundus einen AFS aus Magdeburg:
Was mir bisher nicht auffiel: Datum 09.02.1990 und Angabe Stempelkopf: MAGDEBURG C1
Die Bezeichnung "MAGDEBURG C1" gab es doch 1990 schon lange nicht mehr oder ? Ich kann leider nicht sagen bis wann es C1 gab!
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Was mir bisher nicht auffiel: Datum 09.02.1990 und Angabe Stempelkopf: MAGDEBURG C1
Die Bezeichnung "MAGDEBURG C1" gab es doch 1990 schon lange nicht mehr oder ? Ich kann leider nicht sagen bis wann es C1 gab!
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 20.09.2023 21:34:11
Gelesen: 92073
# 159
@ bedaposablu [#158]
Die Bezeichnung "MAGDEBURG C1" gab es doch 1990 schon lange nicht mehr oder ? Ich kann leider nicht sagen bis wann es C1 gab!
Der Absenderfreistempel wurde meinem Eindruck nach ab/nach 1964 mit Einführung der Postleitzahlen nicht auf PLZ umgebaut.
Gruß
Stefan
Am: 27.09.2023 13:59:48
Gelesen: 91826
# 160
Hallo in die Runde,
nun erlaube ich, auch in diesem Thread mal mitzumachen, da ich mein früheres Gebiet der Gebührenausweisung mit PWZ jetzt etwas anders sammeln möchte, diesmal in Form von verwendeten AFS.
Mein Bezugspunkt ist die Gebührenangabe im Wertrahmen, fange mal mit der 1-Pfennig-Portostufe an, hier ausgewiesen durch die Firma Strothoff,
die 1935 ein Oster-Preisausschreiben und später dann die Ergebnisse desselben versandt hat.
mit Sammlergruß
Werner
Mein Bezugspunkt ist die Gebührenangabe im Wertrahmen, fange mal mit der 1-Pfennig-Portostufe an, hier ausgewiesen durch die Firma Strothoff,
die 1935 ein Oster-Preisausschreiben und später dann die Ergebnisse desselben versandt hat.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 28.09.2023 22:21:16
Gelesen: 91760
# 161
Hallo zusammen,
aus Irland bekam ich drei zweifarbige und ein paar einfarbige Absenderfreistempel aus der Zeit von 1992 bis 2002:
Wenn ich mich nicht irre, ist es laut dem International Postage Meter Stamp Catalog das Modell Pitney Bowes-GB “6900”. Dort ist allerdings nicht notiert, dass es bei diesem Modell auch zweifarbige Stempel gibt.
Viele Grüße
Volkmar
Wenn ich mich nicht irre, ist es laut dem International Postage Meter Stamp Catalog das Modell Pitney Bowes-GB “6900”. Dort ist allerdings nicht notiert, dass es bei diesem Modell auch zweifarbige Stempel gibt.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 01.10.2023 12:00:32
Gelesen: 91327
# 162
Hallo an diesem sonnigen Sonntag,
gestern traf wieder ein netter (philatelistisch aber stark beeinflußter) Belege an:
Der Verlag konnte hier mittels seiner gerade umgestellten Freistempel-Maschine einen netten Beleg "zaubern":
Es ist der 1. Einsatztag der Maschine in Euro-Währung (205 cent für die Leistung "Übergabe-Einschreiben" sowie 110 Pfg. für den normalen Brief, hier genutzt die Sonderausgabe "Europäische Zentralbank" (MiNr 2000).
Und es bestand seinerzeit auch die Möglichkeit, die aktuellen Einschreibzettel mit einem seitlichen Text zu versehen.
Besser geht nicht !
mit Sammlergruß
Werner
Der Verlag konnte hier mittels seiner gerade umgestellten Freistempel-Maschine einen netten Beleg "zaubern":
Es ist der 1. Einsatztag der Maschine in Euro-Währung (205 cent für die Leistung "Übergabe-Einschreiben" sowie 110 Pfg. für den normalen Brief, hier genutzt die Sonderausgabe "Europäische Zentralbank" (MiNr 2000).
Und es bestand seinerzeit auch die Möglichkeit, die aktuellen Einschreibzettel mit einem seitlichen Text zu versehen.
Besser geht nicht !
mit Sammlergruß
Werner
Am: 03.10.2023 09:53:01
Gelesen: 91093
# 163
Hallo zusammen,
aus der Zeit 2003/2004 kenne ich eine Reihe von Absenderfreistempeln, bei denen die Postamtsnummer aptiert (entfernt) wurde. Hier ein paar Beispiele:
Welche Änderung bei der Post die Ursache für diese Aptierungen war ist mir bisher nicht bekannt. Bei all diesen Stempeln wurde die Postamtsnummer z.B. herausgefeilt. Vorgestern bekam ich diesen Absenderfreistempel bei dem offensichtlich auch die Postamtsnummer fehlt:
Diesmal ist es kein Metallstempel mehr, sondern der Absenderfreistempel dürfte per Tintenstrahldrucker aufgebracht worden sein. Meine Frage:
1) Wie hat man die Postamtsnummer "technisch" entfernt. War das einfach eine Frage der Programmierung?
2) Konnte die Firma ekz das selbst erledigen oder konnte nur Frankotyp/Postalia den Orststempel verändern?
3) Zählt man solch Änderung bei den AFS-Sammlern auch zu den Aptierungen?
Bisher habe ich immer gesagt: „Aptieren bedeutet, einen Stempel den neuen Erfordernissen durch mechanische Bearbeitung anzupassen, um ihn weiterhin benutzen zu können". Das dürfte hier wahrscheinlich nicht zutreffen.
Viele Grüße
Volkmar
Welche Änderung bei der Post die Ursache für diese Aptierungen war ist mir bisher nicht bekannt. Bei all diesen Stempeln wurde die Postamtsnummer z.B. herausgefeilt. Vorgestern bekam ich diesen Absenderfreistempel bei dem offensichtlich auch die Postamtsnummer fehlt:
Diesmal ist es kein Metallstempel mehr, sondern der Absenderfreistempel dürfte per Tintenstrahldrucker aufgebracht worden sein. Meine Frage:
1) Wie hat man die Postamtsnummer "technisch" entfernt. War das einfach eine Frage der Programmierung?
2) Konnte die Firma ekz das selbst erledigen oder konnte nur Frankotyp/Postalia den Orststempel verändern?
3) Zählt man solch Änderung bei den AFS-Sammlern auch zu den Aptierungen?
Bisher habe ich immer gesagt: „Aptieren bedeutet, einen Stempel den neuen Erfordernissen durch mechanische Bearbeitung anzupassen, um ihn weiterhin benutzen zu können". Das dürfte hier wahrscheinlich nicht zutreffen.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 05.10.2023 18:18:58
Gelesen: 90812
# 164
Hallo in die Runde,
heute kam ein Super-Beleg, derzeit die "Krönung" meiner neu begonnenen AFS-Sammlung;
Eingeschrieben Fernbrief in der Portostufe von 84 Pfennigen (Brief - 20 g + Einschreibgebühr 60 Pfg.) aber - in der Zehnfachperiode (war wohl nur wenige Tage mit Freistempeln erlaubt), so dass die Firma "DEMAG-ZUG" aus Wetter (Ruhr) 840 Pfennige einstellen musste.
In dieser Version wohl als UNIKAT anzusehen.
mit Sammlergruß
Werner
Eingeschrieben Fernbrief in der Portostufe von 84 Pfennigen (Brief - 20 g + Einschreibgebühr 60 Pfg.) aber - in der Zehnfachperiode (war wohl nur wenige Tage mit Freistempeln erlaubt), so dass die Firma "DEMAG-ZUG" aus Wetter (Ruhr) 840 Pfennige einstellen musste.
In dieser Version wohl als UNIKAT anzusehen.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 06.10.2023 18:19:01
Gelesen: 90689
# 165
@ HWS-NRW [#164]
Auch der Empfängerort "München-Gladbach" ist interessant.
Handelt es sich doch um die uns unter ihrer heutigen Schreibweise bekannte Stadt "Mönchengladbach".
Schöne Grüße,
T1000er
Am: 06.10.2023 22:55:06
Gelesen: 90656
# 166
Hallo,
hier mal ein Absenderfreistempel, bei dem nicht nur der Ortsname, sondern auch die Postleitzahl sich an die Rundung des Kreisstempels anpasst:
Diakonisches Werk, 30159 Hannover, H300358
Beste Grüße
Peter Blum
Diakonisches Werk, 30159 Hannover, H300358
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 07.10.2023 17:27:35
Gelesen: 90483
# 167
Hallo an diesem sonnigen Samstag,
bei heutigen Philatausch (wieder viele interessante Gespräche) bekam ich diesen schönen Beleg von Jürgen überreicht:
Interessant finde ich den Beleg, weil er aus der Zeit ist, wo wir mit der "Russischen Föderation" noch "befreundet" waren und ... er wurde an meinem 58. Geburtstag abgesandt, ich weilte seinerzeit noch in Zürich.
mit Sammlergruß
Werner
Interessant finde ich den Beleg, weil er aus der Zeit ist, wo wir mit der "Russischen Föderation" noch "befreundet" waren und ... er wurde an meinem 58. Geburtstag abgesandt, ich weilte seinerzeit noch in Zürich.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 09.10.2023 18:15:01
Gelesen: 90100
# 168
@ volkimal [#163]
Hallo Volkmar,
habe mal in meinem Fundus nachgeschaut!
Die Freistempel von Frama "A216931" und von Hasler "C049248" kann ich leider nicht belegen.
Bei den 5 Francotyp-Postalia Maschinen bin ich allesamt fündig geworden.
Zu den 3 Maschinen des Typs "EFS 3000" liegen mir folgende Verwendungsdaten vor.
F534181 vom 25.09.2002 bis 03.06.2004 in blauer Stempelfarbe.
F707079 vom 27.03.2000 in roter Stempelfarbe bis 30.04.2010 in blauer Stempelfarbe.
F724849 vom 04.06.2003 bis 06.11.2006 in blauer Stempelfarbe.
Zu den 2 Maschinen des Typs "JetMail" liegen mir folgende Verwendungsdaten vor.
F509650 vom 14.05.2002 in roter Stempelfarbe.
F735860 vom 05.12.2001 bis 01.04.2010 in blauer Stempelfarbe.
Alle Ortstempel sind genau so wie sie von Dir im Beitrag vorgestellt wurden, halt mit dem Merkmal einer evtl. Aptierung.
Weitere Klarheit könnten wohl nur Stempel bringen die ein noch früheres Verwendungsdatum belegen.
Bin selbst schon gespannt was hier tatsächlich der Grund ist weshalb die Ortnamen im Ortsstempel "verschoben" sind.
Jedenfalls besten Dank für's zeigen und schöne Grüße,
Thomas
Am: 09.10.2023 21:20:55
Gelesen: 90080
# 169
@ T1000er [#168]
Hallo Thomas,
danke für die Ergänzungen.
Mit "Weitere Klarheit könnten wohl nur Stempel bringen die ein noch früheres Verwendungsdatum" hast Du voll und ganz recht. Mal sehen, ob etwas gemeldet wird.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 10.10.2023 18:28:19
Gelesen: 89998
# 170
@ volkimal [#169]
Hallo,
dann fange ich mal an mit dem Absenderfreistempel F707079 aus Bad Salzuflen.
Ursprünglich hat Bad Salzuflen gestempelt mit der Bezeichnung "4920 Bad Salzuflen 1"
Mit der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen wurde dann die Aptierung der Zustellnummer die Ortsbezeichnung so schräg:
Interessanterweise hat sich auch die Maschinennummer geändert, ab ob es wirklich tatsächlich eine neue Maschine oder nur ein neuer Wertrahmen ist .... ?
Jedenfalls kann man an diesem Stempel aus dem Jahr 1993 bereits sehen, dass bei dem hinteren Buchstaben N der rechte Strich leicht unterbrochen ist ... und genau das sieht man in allen nachfolgenden Stempeln auch, einschließlich dem Stempel aus dem Ursprungsbeitrag [#163] zwanzig Jahre später und nochmals einer anderen Maschinennummer.
Hier noch zwei Stempel aus den Nachfolgezeit:

Wahrscheinlich mit der Einführung des EURO ändert sich erneut die Maschinennummer auf eben die F707079. Aber wieder kann man fragen, hat sich wirklich auch die Maschine geändert? Die weiterhin bestehende identische Beschädigung des Buchstaben N deutet jedenfalls darauf hin, dass der Ortsstempel noch derselbe ist.

Und auch in blau geht es so weiter:
Also, meine Vermutung: Die Entfernung der Zustellnummer und der "schräge" Ortsname ist auch bei den Stempeln aus den Jahren 2003 und später noch eine Nachwirkung der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen.

Beste Grüße
Peter Blum
Mit der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen wurde dann die Aptierung der Zustellnummer die Ortsbezeichnung so schräg:
Interessanterweise hat sich auch die Maschinennummer geändert, ab ob es wirklich tatsächlich eine neue Maschine oder nur ein neuer Wertrahmen ist .... ?
Jedenfalls kann man an diesem Stempel aus dem Jahr 1993 bereits sehen, dass bei dem hinteren Buchstaben N der rechte Strich leicht unterbrochen ist ... und genau das sieht man in allen nachfolgenden Stempeln auch, einschließlich dem Stempel aus dem Ursprungsbeitrag [#163] zwanzig Jahre später und nochmals einer anderen Maschinennummer.
Hier noch zwei Stempel aus den Nachfolgezeit:

Wahrscheinlich mit der Einführung des EURO ändert sich erneut die Maschinennummer auf eben die F707079. Aber wieder kann man fragen, hat sich wirklich auch die Maschine geändert? Die weiterhin bestehende identische Beschädigung des Buchstaben N deutet jedenfalls darauf hin, dass der Ortsstempel noch derselbe ist.

Und auch in blau geht es so weiter:
Also, meine Vermutung: Die Entfernung der Zustellnummer und der "schräge" Ortsname ist auch bei den Stempeln aus den Jahren 2003 und später noch eine Nachwirkung der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen.

Beste Grüße
Peter Blum
Am: 10.10.2023 21:55:01
Gelesen: 89962
# 171
@ Peter Blum [#170]
Die Stadt Bad Salzuflen hatte 2 Frankiermaschinen mit der "B66"-Kennung im Einsatz.
Die Kennung B660218 hatte ebenfalls die Postamtsnummer im Ortsstempel wie hier am Beispiel zu sehen ist.
Diese Maschine wurde gebraucht (generalüberholt) gekauft. In den 1980er Jahren war "4834 Harsewinkel 1" Standort dieser Maschine.
Bei Kennung B660985 wurde ebenfalls die Postamtsnummer im Ortsstempel aptiert.
Schöne Grüße,
Thomas
Diese Maschine wurde gebraucht (generalüberholt) gekauft. In den 1980er Jahren war "4834 Harsewinkel 1" Standort dieser Maschine.
Bei Kennung B660985 wurde ebenfalls die Postamtsnummer im Ortsstempel aptiert.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 11.10.2023 09:36:37
Gelesen: 89899
# 172
@ Peter Blum [#170]
@ T1000er [#171]
Hallo Peter und Thomas,
toll, was ihr alles zu Bad Salzuflen gezeigt habt. Von den Daten her spricht einiges dafür, dass wie Peter vermutet, die Entfernung der Postamtsnummer eine Nachwirkung der Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen ist.
Wenn die Einführung der fünfstelligen PLZ der Grund für die Aptierung der Postamtsnummer war, dann müsste es sich sogar um eine doppelte Aptierung handeln. Es wäre dann nicht nur die Postamtsnummer entfernt worden, sondern gleichzeitig muss auch die Postleitzahl ausgetauscht worden sein (vierstellig gegen fünfstellig).
Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch den Hinweis auf die gebrochene Linie des "N". Jetzt müsste nur noch ein Stempel mit vierstelliger PLZ und dem gebrochenen N auftauchen, dann wäre der eindeutige Nachweis erbracht, dass es wirklich eine doppelte Aptierung war. Das beschädigte "N" liegt allerdings direkt neben der entfernten Postamtsnummer. Daher kann die Beschädigung des N's bei der Aptierung der "1" entstanden sein. Dann gibt es den Stempel mit der vierstelligen PLZ und beschädigtem "N" leider nicht.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 11.10.2023 14:19:22
Gelesen: 89876
# 173
Hallo und einen guten Tag,
heute kamen wieder zwei neue AFS an:
Langnese-Honig gab es seinerzeit in fast jedem Haushalt, beim zweiten AFS zu 3 Pfennigen musste der Absender den Stempel zweimal abschlagen, da der erste (wohl auch noch mit 000-Einstellung) verrutscht war.
mit Sammlergruß
Werner
Langnese-Honig gab es seinerzeit in fast jedem Haushalt, beim zweiten AFS zu 3 Pfennigen musste der Absender den Stempel zweimal abschlagen, da der erste (wohl auch noch mit 000-Einstellung) verrutscht war.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 12.10.2023 11:18:10
Gelesen: 89788
# 174
Heute wieder einen Neuzugang:
BERLIN NW 7 - 15.12.1934 - LP-Übersee-Brief - Porto 150 Pfennige
mit Sammlergruß
Werner
BERLIN NW 7 - 15.12.1934 - LP-Übersee-Brief - Porto 150 Pfennige
mit Sammlergruß
Werner
Am: 13.10.2023 09:58:08
Gelesen: 89682
# 175
@ HWS-NRW [#174]
Hallo Werner,
Dein gezeigtes Exemplar ist von der Portostufe und der Verwendung schon nett, aber Du hast vermutlich unbewusst noch eine weitere kleine Rarität erworben.
Francotyp C sind grundsätzlich dreistellig, mit einer Ausnahme zweistellig. Die Maschine, die den Stempel erzeugte, ist einmalig mit 4 Wertstellen, eine davon im Anfang dargestellt durch den dicken Punkt. Die Deutsche Überseeische Bank in Berlin konnte damit bei Bedarf höhere Summen stempeln.
Eigentlich mache ich sonst keine Kopien aus einem Katalog (Dürst/Eich, Band 1, S.75) aber in diesem Fall ausnahmsweise. Ich habe den Ausschnitt mit den speziellen Angaben der Maschine grün eingefärbt (Nr.61). Eine weitere Ausnahme ist Katalog Nr. 60.
Viele Grüße
Hajo
Eigentlich mache ich sonst keine Kopien aus einem Katalog (Dürst/Eich, Band 1, S.75) aber in diesem Fall ausnahmsweise. Ich habe den Ausschnitt mit den speziellen Angaben der Maschine grün eingefärbt (Nr.61). Eine weitere Ausnahme ist Katalog Nr. 60.
Viele Grüße
Hajo
Am: 13.10.2023 16:29:59
Gelesen: 89640
# 176
@ Nordluchs [#175]
Hallo Hajo,
das ist ja super und auch umso schöner, wenn man von einem Fachmann entsprechend aufgeklärt wird.
Ich habe natürlich wenig Literatur zu den Freistempeln, mir ging ja es mehr um die Wertstufe und den schönen Beleg.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 18.10.2023 15:05:25
Gelesen: 89156
# 177
Hallo in die Runde,
heute kam wieder ein schöner (und dazu noch "preiswerter") Beleg an, den ich gleich in mein neues Ein-Rahmen-Exponat eingebaut habe:
Hier wurde bei der Postwurfsendung (die Gebühr je Sendung könnte 1 Pfennig, aber auch 2 Pfennige betragen) ein 000- Wertrahmem genutzt, die Gesamtgebühr wurde vom Einlieferer (Eigenheim-Bund Niedersachsen) in Bar bezahlt, die Version war seinerzeit erlaubt.
mit Sammlergruß
Werner
Hier wurde bei der Postwurfsendung (die Gebühr je Sendung könnte 1 Pfennig, aber auch 2 Pfennige betragen) ein 000- Wertrahmem genutzt, die Gesamtgebühr wurde vom Einlieferer (Eigenheim-Bund Niedersachsen) in Bar bezahlt, die Version war seinerzeit erlaubt.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 18.10.2023 15:15:23
Gelesen: 89154
# 178
Hallo Hajo,
der Walkenrieder AFS vom 09.11.1927 den Du bei Philastempel eingestellt hast gibt mir ein Rätsel auf.
Hast Du den Freistempel als kompletten Beleg vorliegen?
Ich habe diesen Freistempel ebenfalls vom gleichen Tag, allerdings an Helmut Diers adressiert.
Lediglich die Zählnummern unterscheiden sich.
Ist der von Dir gezeigte Freistempel auch an Helmut Diers adressiert?
Wenn Du diese Frage mit "ja" beantworten kannst würde das bedeuten das Diers die Freistempel gleich mehrfach bei den Firmen anforderte.
Da bin ich mal auf Deine Antwort gespannt.
Schöne Grüße
Thomas
Ich habe diesen Freistempel ebenfalls vom gleichen Tag, allerdings an Helmut Diers adressiert.
Lediglich die Zählnummern unterscheiden sich.
Ist der von Dir gezeigte Freistempel auch an Helmut Diers adressiert?
Wenn Du diese Frage mit "ja" beantworten kannst würde das bedeuten das Diers die Freistempel gleich mehrfach bei den Firmen anforderte.
Da bin ich mal auf Deine Antwort gespannt.
Schöne Grüße
Thomas
Am: 18.10.2023 19:59:37
Gelesen: 89091
# 179
@ T1000er [#178]
Hallo Thomas,
ich habe Deine Frage erst jetzt entdeckt. Wir haben den gestrigen und heutigen Tag genutzt einige Dinge ins Haus zu holen. Heute Morgen war Eiskratzen angesagt.
Also der gezeigte Beleg ist nur als Ausschnitt vorhanden, trägt aber von der Untergrundfarbe die Merkmale einer Diers Karte.
Vermutlich hat Diers wegen den seltenen „Sternen“ im Ortsstempel mehr als eine Karte gesendet. Ein weiterer Ausschnitt liegt vom 01.09.1927 vor.

Zusätzlich ein Ausschnitt mit geänderter Werbung und zusätzlicher Werbung links unter dem Ortsstempel mit Datum 15.10.1931. Immer noch mit drei Sternen!
Zwei weitere Ausschnitte zeigen in der Datenbank eine neue Francotyp D (A neu) und gehören nur entfernt dazu.
Viele Grüße
Hajo
Vermutlich hat Diers wegen den seltenen „Sternen“ im Ortsstempel mehr als eine Karte gesendet. Ein weiterer Ausschnitt liegt vom 01.09.1927 vor.

Zusätzlich ein Ausschnitt mit geänderter Werbung und zusätzlicher Werbung links unter dem Ortsstempel mit Datum 15.10.1931. Immer noch mit drei Sternen!
Zwei weitere Ausschnitte zeigen in der Datenbank eine neue Francotyp D (A neu) und gehören nur entfernt dazu.
Viele Grüße
Hajo
Am: 19.10.2023 14:49:01
Gelesen: 88969
# 180
Hallo,
derzeit habe ich fast täglich den Grund, meinen Briefkasten zu besuchen:
So eine Registrierkarte habe ich bisher tatsächlich noch nie gesehen, man kennt aber die vielen, oft thematisch interessanten "Francotyp"-Exemplare.
Bei der Drucksache, im September 1941 in Luxemburg aufgegeben, habe ich doch das Signet abgedeckt, wenn auch damit diese "schlimme" Zeit nicht bewältigt wird, aber aus dem seinerzeit besetzten Nachbarland habe ich derartige Belege auch "bewusst" noch nicht gesehen.
mit Sammlergruß
Werner
So eine Registrierkarte habe ich bisher tatsächlich noch nie gesehen, man kennt aber die vielen, oft thematisch interessanten "Francotyp"-Exemplare.
Bei der Drucksache, im September 1941 in Luxemburg aufgegeben, habe ich doch das Signet abgedeckt, wenn auch damit diese "schlimme" Zeit nicht bewältigt wird, aber aus dem seinerzeit besetzten Nachbarland habe ich derartige Belege auch "bewusst" noch nicht gesehen.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 19.10.2023 16:25:41
Gelesen: 88952
# 181
@ T1000er [#178]
Hallo,
der Herr Diers hat - zumindest gelegentlich - mehrere gleichartige Stempel angefordert, das kann ich bestätigen (wahrscheinlich brauchte er ja auch etwas für den Tauschtreff):

Anker-Werke, Francotyp A Urtyp, 31.07.1926
Beste Grüße
Peter Blum

Anker-Werke, Francotyp A Urtyp, 31.07.1926
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 31.10.2023 17:58:27
Gelesen: 87955
# 182
Hallo zusammen,
dieser Absenderfreistempel ist mir aus drei Gründen aufgefallen:
1) Anstelle des Werbeklischees enthält der Stempel den Text "Gebühr bezahlt".
2) Der Ortsstempel hat den Unterscheidungsbuchstaben "g".
3) Der Wertrahmen ist insofern ungewöhnlich, als dass er dem Wertrahmen Reichsadler/Antiqua gleicht. Die Höhe des Wortes "REICHSPOST" ist aber falsch.
Zum Vergleich habe ich einmal den Stempel aus Neuenkirchen danebengesetzt. Außerdem hat die Schrift beim Wort Reichspost im Osnabrücker Stempel Serifen. Beim Stempel aus Neuenkirchen ist die Schrift dagegen ohne Serifen - wie üblich bei diesem Wertrahmen.
Für mich gibt es zwei Möglichkeiten zum Wertrahmen.
a) Man hat sowohl den Adler als auch den Text "Deutsche Reichspost" vollständig entfernt. Anschließend hat man in den leeren Wertrahmen wieder das Wort Reichspost eingesetzt.
b) Es ist ein neu angefertigter Wertrahmen.
Wer kann etwas zu diesem Stempel sagen?
Viele Grüße
Volkmar
1) Anstelle des Werbeklischees enthält der Stempel den Text "Gebühr bezahlt".
2) Der Ortsstempel hat den Unterscheidungsbuchstaben "g".
3) Der Wertrahmen ist insofern ungewöhnlich, als dass er dem Wertrahmen Reichsadler/Antiqua gleicht. Die Höhe des Wortes "REICHSPOST" ist aber falsch.
Zum Vergleich habe ich einmal den Stempel aus Neuenkirchen danebengesetzt. Außerdem hat die Schrift beim Wort Reichspost im Osnabrücker Stempel Serifen. Beim Stempel aus Neuenkirchen ist die Schrift dagegen ohne Serifen - wie üblich bei diesem Wertrahmen.
Für mich gibt es zwei Möglichkeiten zum Wertrahmen.
a) Man hat sowohl den Adler als auch den Text "Deutsche Reichspost" vollständig entfernt. Anschließend hat man in den leeren Wertrahmen wieder das Wort Reichspost eingesetzt.
b) Es ist ein neu angefertigter Wertrahmen.
Wer kann etwas zu diesem Stempel sagen?
Viele Grüße
Volkmar
Am: 31.10.2023 18:08:48
Gelesen: 87950
# 183
Hallo, auch heute wieder was Neues:
In dieser Form als "popelige" Postkarte, die von der Schulverwaltung per Luftpost (war wohl irgendwie doch wichtig) versandt wurde, habe ich es bisher noch nicht gesehen.
Euch einen schönen Feiertag und raus ins "Grüne".
Werner
In dieser Form als "popelige" Postkarte, die von der Schulverwaltung per Luftpost (war wohl irgendwie doch wichtig) versandt wurde, habe ich es bisher noch nicht gesehen.
Euch einen schönen Feiertag und raus ins "Grüne".
Werner
Am: 31.10.2023 19:34:01
Gelesen: 87932
# 184
@ volkimal [#182]
Hallo Volkmar,
es handelt sich hier um einen Absenderfreistempel, welcher als Postfreistempel beim PA Osnabrück verwendet wurde.Siehe Auszug aus dem Katalog Dürst [1]. Somit erklärt sich auch der Unterscheidungsbuchstabe im Stempel. Diese aus alten Wertrahmen neu gravierten Wertrahmen in Antiquaschrift sind in der Britischen Zone häufig zu finden (besonders im Postleitgebiet 22). Wertrahmen mit nur dem Wort "Reichspost" bilden jedoch eine Ausnahme.
Viele Grüße
Bernhard
[1] Dürst: Absender-Freistempel als Postfreistempel, FG Post- und AFS e.V.,1992
Viele Grüße
Bernhard
[1] Dürst: Absender-Freistempel als Postfreistempel, FG Post- und AFS e.V.,1992
Am: 31.10.2023 22:17:12
Gelesen: 87907
# 185
@ bernhard [#184]
Hallo Bernhard,
herzlichen Dank! Ich habe zwar im Dürst/Eich nachgesehen, aber ich habe nur das alte Heft der Poststempelgilde. Dort sind zwar Postfreistempel dabei, der Osnabrücker fehlt aber. Dann habe ich noch die Bände 1 und 2 der Absenderfreistempel. Da sind aber keine Postfreistempel mehr dabei.
Schade, dass die ArGe auf den letzten Messen nicht mehr dabei war. Dort könnte man dann so etwas ansehen und bei Interesse kaufen.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 01.11.2023 09:15:54
Gelesen: 87849
# 186
@ volkimal [#185]
Hallo Volkmar,
Hallo Bernhard,
musste nach der Rückkehr aus Ulm zwei Tage Pause machen. Ich habe den Vorgang erst eben gesehen.
Du hast das sicherlich überlesen, es handelt sich um eine weitere Arbeit von Heiner Dürst (RIP).
Bernhard hat nur den Titel erwähnt. Zum besseren Verständnis zeige ich zusätzlich die Titelseite.[1]
Nächstes Jahr wird die Forschungsgemeinschaft in Essen und wenn die Messe in Ulm weiter besteht, sicher auch dort mit einem Stand vertreten sein.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.fg-freistempel.de/wp-content/uploads/FG-Literatur/Literaturverzeichnis-der-FG-2023-Maerz.pdf
Nächstes Jahr wird die Forschungsgemeinschaft in Essen und wenn die Messe in Ulm weiter besteht, sicher auch dort mit einem Stand vertreten sein.
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.fg-freistempel.de/wp-content/uploads/FG-Literatur/Literaturverzeichnis-der-FG-2023-Maerz.pdf
Am: 01.11.2023 15:56:40
Gelesen: 87752
# 187
@ HWS-NRW [#183]
In dieser Form als "popelige" Postkarte, die von der Schulverwaltung per Luftpost (war wohl irgendwie doch wichtig) versandt wurde, habe ich es bisher noch nicht gesehen.
Eine Idee wäre, dass die absendende Schule (als Behörde) vermeiden wollte, dass diese offene "Behörde-an-Behörde"-Sendung (vermutlich) mit kritischen Personaldaten beim Landtransport durch die DDR u.U. "abgefangen" und ausgewertet wird. Also verschickt man sowas am besten zur Sicherheit von Westdeutschland per Luftpost nach Westberlin, über die DDR hinweg.
Es gab seinerzeit übrigens auch öfters bei Sendungen von Behörden die Vorausverfügung, dass im Falle eines Verzuges eine Nachsendung nach Berlin nicht zugelassen ist.
Beste Grüße
Thomas
In dieser Form als "popelige" Postkarte, die von der Schulverwaltung per Luftpost (war wohl irgendwie doch wichtig) versandt wurde, habe ich es bisher noch nicht gesehen.
Eine Idee wäre, dass die absendende Schule (als Behörde) vermeiden wollte, dass diese offene "Behörde-an-Behörde"-Sendung (vermutlich) mit kritischen Personaldaten beim Landtransport durch die DDR u.U. "abgefangen" und ausgewertet wird. Also verschickt man sowas am besten zur Sicherheit von Westdeutschland per Luftpost nach Westberlin, über die DDR hinweg.
Es gab seinerzeit übrigens auch öfters bei Sendungen von Behörden die Vorausverfügung, dass im Falle eines Verzuges eine Nachsendung nach Berlin nicht zugelassen ist.
Beste Grüße
Thomas
Am: 01.11.2023 17:29:40
Gelesen: 87742
# 188
@ DL8AAM [#187]
Hallo Thomas, es ging um "Umschulung" einer jungen Dame und es war für die Schule in Hann. Münden wohl doch recht wichtig, diesen Vorgang bestätigt zu bekommen, deshalb der Versand per Luftpost.
Gerade ist wieder ein neuer Beleg eingetroffen, bei dem man auch im Werbefeld den Begriff "Spezialabteilung" mit einem violetten Überdruck versehen hat, warum es bei diesen "Geschäftspapieren" geschah, ist nicht ersichtlich.
mit Sammlergruß
Werner
Gerade ist wieder ein neuer Beleg eingetroffen, bei dem man auch im Werbefeld den Begriff "Spezialabteilung" mit einem violetten Überdruck versehen hat, warum es bei diesen "Geschäftspapieren" geschah, ist nicht ersichtlich.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 03.11.2023 17:57:57
Gelesen: 87584
# 189
Hallo an diesem Freitag,
heute kam ein weiterer Beleg für mein "neues" Exponat über die Postwurfsendungen.
Hatte bisher nur den mittleren Teil, (mit dem AFS) in Besitz, jetzt kann ich auch den kompletten dreiteiligen Beleg vorstellen, es gibt aber tatsächlich noch weitere Belege dieses umtriebigen Händlers, mal sehen, ob ich noch etwas finde.
mit Sammlergruß
Werner
Hatte bisher nur den mittleren Teil, (mit dem AFS) in Besitz, jetzt kann ich auch den kompletten dreiteiligen Beleg vorstellen, es gibt aber tatsächlich noch weitere Belege dieses umtriebigen Händlers, mal sehen, ob ich noch etwas finde.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 03.11.2023 18:32:16
Gelesen: 87577
# 190
@ HWS-NRW [#189]
Hallo Hans-Werner, ein schönes Stück.
Ich habe mir dieses Jahr mal die 2 Pf-Variante aus der jungen Zeit der BRD gegönnt. Mir gefallen einfach diese Gebührenstufen.
Interessant ist hier auch die Empfängeranschrift: "An alle Fernsprechteilnehmer, Beamte, insgesamt". Beamte mussten sich wohl öfter rasieren.

Viele Grüße,
Klemens

Viele Grüße,
Klemens
Am: 03.11.2023 19:52:38
Gelesen: 87564
# 191
Hallo Klemens,
ein toller Beleg, der würde gut in mein Exponat passen.
Da werde ich lange suchen müssen.
Dir ein gutes Wochenende
Werner
Am: 04.11.2023 17:24:56
Gelesen: 87467
# 192
Hallo und einen guten Abend in die Runde,
habe mal wieder eine Frage an die werten Fach-Frauen und Männer.
Ist das jetzt ein Post-Freistempel oder ein AFS ohne Werbeteil ?
Nach den Stempeln zu urteilen sind es m.E. zwei einzelne Abdrücke auf einem Brief.
mit Sammlergruß
und herzlichem Dank !
Werner
Ist das jetzt ein Post-Freistempel oder ein AFS ohne Werbeteil ?
Nach den Stempeln zu urteilen sind es m.E. zwei einzelne Abdrücke auf einem Brief.
mit Sammlergruß
und herzlichem Dank !
Werner
Am: 04.11.2023 19:54:29
Gelesen: 87448
# 193
@ HWS-NRW [#192]
Hallo Werner,
ein nettes Stück ausgegraben. Ich kann bestätigen, dass sich um einen Absenderfreistempel, eingesetzt als Postfreistempel handelt. Mit der Katalognummer APFS – 42 G gelistet. Belegt vom 25.07. 1945 – 23.01.1946 mit dem Wertrahmen „Adlerkopf“. Dieser wurde später bei weiterem Einsatz entfernt, siehe nachfolgenden Beleg aus meinem Fundus.
Es gibt, da die Postalia mit der Hand geführt wird, bogenförmig erzeugte Abdrucke. Auf meinem Beispiel ist zu erkennen, dass auch der Ortsstempel am Ende schräg steht.
Also ist wie schon von Dir vermutet ein zweifacher Einsatz erzeugt worden. Falls bei der Bearbeitung mehrere Karten oder Briefe etwas verrutscht oder verschoben wurden musste nachgearbeitet werden.
Das wäre also mein „Senf“ dazu.
Viele Grüße
Hajo
Es gibt, da die Postalia mit der Hand geführt wird, bogenförmig erzeugte Abdrucke. Auf meinem Beispiel ist zu erkennen, dass auch der Ortsstempel am Ende schräg steht.
Also ist wie schon von Dir vermutet ein zweifacher Einsatz erzeugt worden. Falls bei der Bearbeitung mehrere Karten oder Briefe etwas verrutscht oder verschoben wurden musste nachgearbeitet werden.
Das wäre also mein „Senf“ dazu.
Viele Grüße
Hajo
Am: 05.11.2023 10:09:53
Gelesen: 87344
# 194
Hallo HaJo,
herzlichen Dank erst einmal für Deine Info, ich besitze den Umschlag noch nicht, da ich mich aber nur auf AFS begrenzen möchte, war halt die Frage aufgekommen, was ist es, ein "zuammengesetzter" Post-Freistempel oder ein Absenderfreistempel.
Orts-Einschreiben-Brief (Porto 8 + 30 Pfg.) aus Berlin vom März 1944
Euch einen schönen Sonntag.
Werner
Orts-Einschreiben-Brief (Porto 8 + 30 Pfg.) aus Berlin vom März 1944
Euch einen schönen Sonntag.
Werner
Am: 07.11.2023 18:05:16
Gelesen: 87071
# 195
@ volkimal [#172]
dann müsste es sich sogar um eine doppelte Aptierung handeln
Hallo Volkmar,
aus meiner Sicht wurde die Postleitzahl nicht aptiert, sondern es wurde ein neuer Tagesstempel mit der fünfstelligen Postleitzahl angefertigt. Ich sehe einige (wenn auch minimale) Unterschiede im Text „BAD SALZUFLEN“ zwischen den Stempeln mit vierstelliger und fünfstelliger Postleitzahl. Vergleicht man zum Beispiel das „A“ von „BAD“ mit dem gegenüber liegenden „N“ von „SALZUFLEN“, sieht man unterschiedliche Positionen dieser beiden Buchstaben zueinander. Auch ist die Position der oberen waagerechten Linie im Tagesstempel zu den benachbarten Buchstaben „S“ und „L“ nicht identisch.
Da die Aptierung an dem neuen Tagesstempel stattgefunden hat, dürfte das beschädigte „N“ bei Stempeln mit vierstelliger Postleitzahl also nicht auftreten.
Spannend ist die Frage, ob es den Stempel mit fünfstelliger PLZ und vorhandener Postamtsbezeichnung eine Zeitlang im Jahr 1993 gegeben hat.
Die Postleitzahl „32102“ ist eine Großempfänger-Postleitzahl. Diesen Postleitzahlen waren keine Postamtsnummern zugeordnet. Ich vermute, dass das bei der Herstellung des Tagesstempels nicht beachtet wurde und der Stempel deshalb mit einer Postamtsnummer (zum Beispiel einer „1“) hergestellt wurde. Vermutlich hat die Deutsche Bundespost das reklamiert und auf der Entfernung bestanden.
Theoretisch könnte im Stempel auch zunächst die PLZ für Bad Salzuflen mit der zugehörigen Postamtsnummer gestanden haben (also „ 32105 BAD SALZUFLEN 1“), dann läge tatsächlich eine doppelte Aptierung vor.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 08.11.2023 21:45:47
Gelesen: 86973
# 196
Hallo in die Runde an diesem Abend.

Meine Frage in die Runde, hat jemand (zumindest) die Abbildung einer Stammkarte mit dem abgebildeten AFS-Typ, ich hätte auch großes Interesse an einer Übernahme für mein Exponat. Höchsinteressant wäre z.B. der Übergang vom Bogenrechteck bzw. Mäanderrechteckstempel zu diesem Wertstempel auf einer Karte zur Dokumentation.
mit Sammlergruß
Werner

Am: 08.11.2023 23:36:38
Gelesen: 86964
# 197
@ HWS-NRW [#196]
Meine Frage in die Runde, hat jemand (zumindest) die Abbildung einer Stammkarte mit dem abgebildeten AFS-Typ, ich hätte auch großes Interesse an einer Übernahme für mein Exponat. Höchsinteressant wäre z.B. der Übergang vom Bogenrechteck bzw. Mäanderrechteckstempel zu diesem Wertstempel auf einer Karte zur Dokumentation.
Hallo Werner,
ich denke ich habe da einiges, suche es die Tage mal raus.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 09.11.2023 15:44:54
Gelesen: 86856
# 198
@ bernhard [#197]
Hallo Bernhard,
Danke für Deine Mühe und super, freue mich schon.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 09.11.2023 22:01:42
Gelesen: 86808
# 199
@ HWS-NRW [#196]
Hallo Werner,
hier schon mal 2 Beispiele, weitere folgen noch.
Mannheim 1: Wertrahmen E-1, E-2
Frankfurt (Main) 9: Wertrahmen E-1, E-2, E-18
Wertrahmen-Bezeichnung nach Katalog Dürst/Eich Bd. 1 und 2. FG Post- und Absenderfreistempel e.V.
Viele Grüße
Bernhard
Mannheim 1: Wertrahmen E-1, E-2
Frankfurt (Main) 9: Wertrahmen E-1, E-2, E-18
Wertrahmen-Bezeichnung nach Katalog Dürst/Eich Bd. 1 und 2. FG Post- und Absenderfreistempel e.V.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 09.11.2023 23:04:21
Gelesen: 86794
# 200
zwei weitere:
Rostock 1: Wertrahmen E-2, E-3 (Francotyp C)
Hamburg 11: Wertrahmen E-1, E-3 (Francotyp B)
Viele Grüße
Bernhard
Rostock 1: Wertrahmen E-2, E-3 (Francotyp C)
Hamburg 11: Wertrahmen E-1, E-3 (Francotyp B)
Viele Grüße
Bernhard
Am: 09.11.2023 23:45:20
Gelesen: 86784
# 201
Zwei weitere:
Düsseldorf 1: Wertrahmen E-2, E-3, E-5
Korschbach (Bz Düsseldorf): Wertrahmen E-3, E-5, E-18
Viele Grüße
Bernhard
Düsseldorf 1: Wertrahmen E-2, E-3, E-5
Korschbach (Bz Düsseldorf): Wertrahmen E-3, E-5, E-18
Viele Grüße
Bernhard
Am: 10.11.2023 16:47:31
Gelesen: 86676
# 202
Hallo an diesem etwas verregneten Freitag,
nun kann ich tatsächlich auch einen eigenen Beleg mit dem "zusammengesetzten" AFS zeigen:
Der Brief wurde am 7.12.1945 in Frankfurt von einem Notariat aufgegeben, entsprechend geöffnet und wieder verschlossen und ging dann in Richtung Brühl. Hier kann man gut erkennen, das der Tagesstempel und der Wertkasten nicht in einer "Linie" liegen.
mit Sammlergruß
Werner
Der Brief wurde am 7.12.1945 in Frankfurt von einem Notariat aufgegeben, entsprechend geöffnet und wieder verschlossen und ging dann in Richtung Brühl. Hier kann man gut erkennen, das der Tagesstempel und der Wertkasten nicht in einer "Linie" liegen.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 10.11.2023 17:57:12
Gelesen: 86662
# 203
Hallo Werner,
der Regen hat meine Augen nicht getrübt. Ich habe über die Markanten Linien - der Brücke im Innenkreis des Doppelkreisbrückenstempels und der unteren Linie des Wertrahmens - des AFS ein Rechteck gelegt. Die Seiten eines Rechtecks sind immer parallel. Ich sehe, dass der Tagesstempel und der Wertkasten in einer Linie liegen oder besser zueinadner korrelieren. Für mich ist lediglich der Absender und seine Werbung aptiert. In Beitrag [#191] und [#192] sieht das anders aus. Auch bei anderen AFS´s sind Tagesstempel und Wertrahmen nicht unbedingt je mittig gesehen auf einer Höhe, siehe Beitrag [#190].
Viele Grüße
Dieter
Am: 10.11.2023 18:19:22
Gelesen: 86656
# 204
@ HWS-NRW [#202]
@ stempel [#203]
Also, um es mal zu verdeutlichen!
Die Stellung des Wertrahmens und des Tagesstempels dürft ihr niemals als Maßeinheit heranziehen.
Die einzige Konstante sind lediglich die Ziffern des Datums und die Wertziffern sowie dessen Abstand zueinander. Diese sind fest in der Frankiermaschine verbaut.
Das Klischee des Wertrahmen und des Tagesstempel sind dies eben nicht und sind je nach Montage in unterschiedlicher Stellung möglich. Bestes Beispiel sind kopfstehende Wertrahmen und Tagesstempel. Bei dem von Werner gezeigten Freistempel ist wichtig das die Datumszeile und die Wertzifferzeile auf einer Linie liegen.
Alles andere drumherum ist ohne Belang.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 10.11.2023 19:54:59
Gelesen: 86639
# 205
Hallo Dieter, Hallo Thomas,
herzlichen Dank für Eure Hinweise, so kann ich den Stempel entsprechend gut beschreiben.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 11.11.2023 14:36:17
Gelesen: 86527
# 206
In den Beiträgen [#143] bis [#146] auf dieser Seite wurden Freistempelmaschinen gezeigt, die eine unsymmetrische fünfstellige Wertangabe aufweisen, wobei sich die fünfte Stelle links von der gewöhnlich vierstelligen Wertangabe befindet.
Auch bei dem hier gezeigten Abdruck tritt dasselbe Phänomen auf. Auch hier handelt es sich um eine Francotyp-Postalia Maschine (vermutlich EFS 3000), dieses Mal aber mit einer F66-Kennung (Geräte-Kennung F664446, Wertrahmen DEUTSCHE POST AG mit ausgefülltem Posthorn).
Absender des Briefs war das Amtsgericht in 50922 Köln.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Auch bei dem hier gezeigten Abdruck tritt dasselbe Phänomen auf. Auch hier handelt es sich um eine Francotyp-Postalia Maschine (vermutlich EFS 3000), dieses Mal aber mit einer F66-Kennung (Geräte-Kennung F664446, Wertrahmen DEUTSCHE POST AG mit ausgefülltem Posthorn).
Absender des Briefs war das Amtsgericht in 50922 Köln.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 11.11.2023 17:58:19
Gelesen: 86492
# 207
@ bernhard [#201]
Hallo Bernhard,
schöne Belege, wo hast Du sie gefunden? Gibt es einen speziellen Händler dafür ?
Die letzte Stammkarte ist m.E.die Beste.
Mit Sammlergruß und
"Essen Helau"
Werner
Am: 11.11.2023 18:08:54
Gelesen: 86491
# 208
@ Araneus [#206]
Hallo Franz-Josef,
Deine Einschätzung ist richtig. Es ist eine EFS 3000.
Bin z.Z. im Schwabenland und habe meine Belegsammlung zu diesem Maschinentyp nicht zur Hand. Daher kann ich diese Maschine mit Wertrahmen Deutsche Bundespost nicht zeigen, sofern bei mir vorhanden. Als Kennung mit B664447 ist mir diese Maschine bisher nicht bekannt. Das konnte ich in meiner Exel-Bestandsdatei bereits prüfen.
Sofern ich einen Beleg mit anderem Wertrahmen habe werde ich ihn Dir hier in Bälde zeigen.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 12.11.2023 11:11:00
Gelesen: 86414
# 209
@ HWS-NRW [#207]
Hallo Werner,
wo genau ich einzelne Karten her habe, kann ich nicht mehr genau sagen. Ich hatte mehrere Quellen, Auktionshäuser, Händler und Privatleute. Einer der Hauptlieferanten war bis vor kurzem auch auf ebay aktiv. Es war auf jeden Fall kein billiger Spaß.
Nachfolgend zwei weitere Beispiele. Bei der zweiten Karte sind die Wertrahmen auf der Vorder- und Rückseite verteilt, zusätzlich ein neu hergestellter PLZ-Stempel aus 1944.
Uhsmannsdorf (Oberlausitz): Wertrahmen E-3, E-18, E-20
Dresden/Berlin: E-1, E-2, E-3, E-5
Viele Grüße
Bernhard
Uhsmannsdorf (Oberlausitz): Wertrahmen E-3, E-18, E-20
Dresden/Berlin: E-1, E-2, E-3, E-5
Viele Grüße
Bernhard
Am: 13.11.2023 11:54:58
Gelesen: 86353
# 210
Hallo,
ich habe Fragen zu diesem Köln Stempel.

Zum Einen, kann jemand die Unterscheidungszeichen erkennen?
Zum Zweiten, alle Stempel die in der Datenbank sind, haben eine Tagesangabe.
Und Drittens, was für eine Maschine ist es.
Freue mich über Meldungen.
Schönen Tag
Uwe

Zum Einen, kann jemand die Unterscheidungszeichen erkennen?
Zum Zweiten, alle Stempel die in der Datenbank sind, haben eine Tagesangabe.
Und Drittens, was für eine Maschine ist es.
Freue mich über Meldungen.
Schönen Tag
Uwe
Am: 13.11.2023 15:31:58
Gelesen: 86335
# 211
@ Parachana [#210]
Hallo
Es handelt sich um einen Postfreistempler. Größere Postaufkommen werden am Schalter eingeliefert, bar bezahlt und die Post stempelt die Post dann.
Die Tagesangabe ist schwach vorhanden, Buchstabe könnte ein "o" sein.
Viele Grüße
Am: 13.11.2023 15:57:40
Gelesen: 86332
# 212
@ bernhard [#209]
Hallo Bernhard,
das sind tolle Belege, es ging mir darum, zumindest einmal den Wechsel vom Hakenkreuz-Wertkasten zu den späteren, optimal bis zur frühen Deutschen Post dokumentieren zu können, da muss ich noch intensiv suchen, aber ich muss ihn auch nicht unbedingt haben.
Sollte ich es für meinen Fachartikel brauchen, werde ich bei Dir anfragen, ob ich die Abbildung nutzen darf.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 13.11.2023 16:16:47
Gelesen: 86330
# 213
@ HWS-NRW [#212]
Hallo Werner,
wahrscheinlich kennst Du diese Freistempel.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 13.11.2023 16:37:03
Gelesen: 86320
# 214
@ Parachana [#210]
Und Drittens, was für eine Maschine ist es.
Ich gehe von einer Universal [1] aus. Mit diesem Modell wurden nicht nur maschinell die Frankaturen auf Sendungen gestempelt sondern war auch technisch betrachtet für die Verwendung als Postfreistempler geeignet.
Gruß
Stefan
[1] Dr. Walter Kohlhaas und Inge Riese: "Die Geschichte der Briefstempelmaschinen der Deutschen Reichspost. Siebter Teil: Die Halbstempelmaschinen Universal und Standard" [1].
[1] http://www.poststempelgilde.de/rezension_band_177.html
Am: 13.11.2023 16:57:13
Gelesen: 86312
# 215
@ Manne [#213]
Hallo Manne,
das ist auch eine feine Zusammenstellung der Freistempel, ich bin nur etwas verwundert, dass der FS der französischen Zone erst so spät zum Einsatz kam, denn vorher gab es ja schon den Wertrahmen der Deutschen Post.
Danke für´s zeigen.
Bei mir kommt in den nächsten Tagen auch ein Neuerwerb herein:
mit Sammlergruß
Werner
mit Sammlergruß
Werner
Am: 14.11.2023 02:25:54
Gelesen: 86239
# 216
@ Araneus [#206]
@ T1000er [#208]
Von dieser Kennung habe ich leider kein Belegexemplar vorliegen.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 19.11.2023 16:34:11
Gelesen: 85792
# 217
Hallo miteinander!
Heute im wahrsten Sinne gefunden:
Absenderfreistempel vom Statistischen Landesamt aus Halle (Saale) vom 15.11.2023. An sich nicht Besonderes aber was soll die Zahl "2714" auf der Jahresangabe vor der Kennung? Hat Jemand eine Erklärung?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Absenderfreistempel vom Statistischen Landesamt aus Halle (Saale) vom 15.11.2023. An sich nicht Besonderes aber was soll die Zahl "2714" auf der Jahresangabe vor der Kennung? Hat Jemand eine Erklärung?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 19.11.2023 18:11:40
Gelesen: 85776
# 218
@ bedaposablu [#217]
Hallo Klaus-Peter,
ich interpretiere die "2714" als Zählnummer, die aus irgendeinem Grund an die falsche Stelle gerutscht ist. Normalerweise steht sie links vom Matrixcode.
Einen schönen Abend wünscht
Stephan
Am: 19.11.2023 18:41:09
Gelesen: 85767
# 219
Liebe Freistempelspezialisten,
was ist das?
Die folgenden zwei Stempelabschläge habe ich im Nachlass eines längst verstorbenen Sammlers gefunden
=kk= HANAU 1 / 10.10.67
und
=mb= HANAU AM MAIN 1 / 17.11.67
Im Augenblick interpretiere ich diese Stempel als evtl. provisorische Postfreistempel. In Ermangelung eines Stempelkopfes wurden der Kennbuchstabe =kk= bzw. =mb= und die Postamtsbezeichnung unterhalb des Wertrahmens angebracht. Das Datum befindet sich in verschiedener Höhe und verschiedenem Abstand "freischwebend" links vom Wertrahmen.
Soweit meine Interpretation der Stempel. Da ich ähnliche Stempel in der Stempeldatenbank nicht gefunden habe, wäre ich froh, wenn jemand meine Interpretation bestätigen oder mich korrigieren könnte.
Jedweden Kommentar nehme ich dankbar entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan
=kk= HANAU 1 / 10.10.67
und
=mb= HANAU AM MAIN 1 / 17.11.67
Im Augenblick interpretiere ich diese Stempel als evtl. provisorische Postfreistempel. In Ermangelung eines Stempelkopfes wurden der Kennbuchstabe =kk= bzw. =mb= und die Postamtsbezeichnung unterhalb des Wertrahmens angebracht. Das Datum befindet sich in verschiedener Höhe und verschiedenem Abstand "freischwebend" links vom Wertrahmen.
Soweit meine Interpretation der Stempel. Da ich ähnliche Stempel in der Stempeldatenbank nicht gefunden habe, wäre ich froh, wenn jemand meine Interpretation bestätigen oder mich korrigieren könnte.
Jedweden Kommentar nehme ich dankbar entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan
Am: 19.11.2023 18:48:51
Gelesen: 85766
# 220
@ StephanN [#219]
was ist das?
Hierbei handelt es sich um einen Paketkartenfreistempler der Deutschen Bundespost aus Hanau bei Frankfurt am Main.
Ich hatte Ende vergangenen Jahres als Überbleibsel eines aufgelösten Nachlasses eines Postgeschichtlers gleich ein ganzes Gerät vorgefunden (und geschenkt bekommen und damit vor der Verschrottung bewahrt). ;-)




Paketkartenfreistempler von Francotyp, Modell CC PM 65 (laut Plakette am Gerät selbst)
Das Gerät auf dem Foto stammt vom Postamt 5800 Hagen 5, zum Schluss eingestellt auf Mai 1992 und wiegt ca. 30 kg. Ich konnte es seinerzeit geradeso auf die Anrichte in der Küche hieven. Mittlerweile steht es zugedeckt (wegen Staub usw.) auf einem kleinen Regal im Hobbyraum.
Gruß
Stefan




Paketkartenfreistempler von Francotyp, Modell CC PM 65 (laut Plakette am Gerät selbst)
Das Gerät auf dem Foto stammt vom Postamt 5800 Hagen 5, zum Schluss eingestellt auf Mai 1992 und wiegt ca. 30 kg. Ich konnte es seinerzeit geradeso auf die Anrichte in der Küche hieven. Mittlerweile steht es zugedeckt (wegen Staub usw.) auf einem kleinen Regal im Hobbyraum.
Gruß
Stefan
Am: 19.11.2023 19:27:39
Gelesen: 85750
# 221
@ StephanN [#219]
Jedweden Kommentar nehme ich dankbar entgegen.
Diese Formen werden im internationale Freistempel-Katalog "International Postage Meter Stamp Catalog", Kapitel "Germany, Part 3" [3] in der "GROUP PP: Special stamps used to frank Parcel Post forwarding cards" katalogisiert.
Beste Grüße
Thomas
[3] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Germany,_Part_3
Am: 19.11.2023 21:57:58
Gelesen: 85735
# 222
@ Stefan [#220]
@ DL8AAM [#221]
Guten Abend Stefan und Thomas,
vielen Dank für Eure Hinweise. An Paketkarten hatte ich überhaupt nicht gedacht.
Stefan, danke für das Zeigen so einer Freistemplermaschine. Das ist noch solider Maschinenbau.
Thomas, danke für den nochmaligen Hinweis auf den genannten Katalog. Nach diesem Katalog entsprechen meine Stempel dem Typ "PP-E4. Francotyp "Ccm"". Jetzt kann ich die Stempel endlich richtig einordnen.
Beste Grüße
Stephan
Am: 19.11.2023 23:00:17
Gelesen: 85728
# 223
Hallo in die Runde,
Stefan, eine tolle Stempelmaschine, nur etwas groß und schwer.
Heute ein neuer Beleg:
Bei dieser Drucksache wurde erst ein OOO-Stempelabdruck (in der franz. Zone) abgeschlagen, nach Bemerken des Fehlers setzte der Absender den Stempel auf ein Blankopapier, schnitt den Wertstempel aus und klebte ihn vorsichtig auf den Brief.
mit Sammlergruß
Werner
Bei dieser Drucksache wurde erst ein OOO-Stempelabdruck (in der franz. Zone) abgeschlagen, nach Bemerken des Fehlers setzte der Absender den Stempel auf ein Blankopapier, schnitt den Wertstempel aus und klebte ihn vorsichtig auf den Brief.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 20.11.2023 15:10:21
Gelesen: 85681
# 224
@ Stefan [#220]
Schönes Gerät - war 6 Jahre mein Arbeitsplatz.
Viele Grüße
Am: 03.12.2023 18:09:09
Gelesen: 85192
# 225
Postalia D2 Serienmaschinen 1943-48
Entsprechende Geräte wurden in diesem Tread bisher nur von Maschinen gezeigt, welche als Postfreistempel Verwendung fanden.
Nach der allgemeinen Zulassung durch die Reichspost im Jahre 1939, verzögerte sich die Einführung der Serienmaschinen POSTALIA D2 kriegsbedingt. Die ersten Zulassungen dieser Maschinen sind erst ab 1943 bekannt geworden.
Nachfolgend ein Abdruck aus der Reichspostzeit mit Wertrahmen Adlerkopf (nach Katalog Dürst/Eich [1] Wertrahmen E-9).
Hannover 1, Fritz Bartels, 2.9.44, Wertrahmen E-9
Nach dem Krieg wurden die Wertrahmen zum Teil zunächst unverändert weiterverwendet (= Wertrahmen E-9N, N für Nachkriegsverwendung). Dieser ist für die o.g. Firma Fritz Bartels ebenfalls bekannt, jedoch liegt mir nur ein mäßiger Abschlag vor.
Später musste dieser Wertrahmen aptiert werden (entnazifiziert). Die entsprechend abgeänderten Adlerkopf-Wertrahmen mit den verschiedenen Varianten sind im Dürst/Eich unter E-15 katalogisiert. Der nachfolgende Abdruck der Firma Bartels kann jedoch nicht zu 100% zugeordnet werden, da der obere Bereich nur schlecht abgedruckt wurde. Vielleicht kann jemand einen besseren Abdruck zeigen, der eine genaue Zuordnung ermöglicht.
Hannover 1, Fritz Bartels, 12.3.47, Wertrahmen E-15B oder E-15F (Vorlage Gerd Eich (+))
Wertrahmenübersicht E-15 Typen aus dem Dürst/Eich:
Möglicherweise gibt es den gleichen Freistempler auch noch ohne eingesetzten Wertrahmen (=Wertrahmen E-16). Kann jemand diesen zeigen?
Hier sind AFS- und Heimatsammler von Hannover gefragt!
Viele Grüße
Bernhard
[1] Heiner Dürst/Gerd Eich: Die deutschen Post und Absenderfreistempel Bd. 1 und 2. FG Post und Absenderfreistempel e.V.
Hannover 1, Fritz Bartels, 2.9.44, Wertrahmen E-9
Nach dem Krieg wurden die Wertrahmen zum Teil zunächst unverändert weiterverwendet (= Wertrahmen E-9N, N für Nachkriegsverwendung). Dieser ist für die o.g. Firma Fritz Bartels ebenfalls bekannt, jedoch liegt mir nur ein mäßiger Abschlag vor.
Später musste dieser Wertrahmen aptiert werden (entnazifiziert). Die entsprechend abgeänderten Adlerkopf-Wertrahmen mit den verschiedenen Varianten sind im Dürst/Eich unter E-15 katalogisiert. Der nachfolgende Abdruck der Firma Bartels kann jedoch nicht zu 100% zugeordnet werden, da der obere Bereich nur schlecht abgedruckt wurde. Vielleicht kann jemand einen besseren Abdruck zeigen, der eine genaue Zuordnung ermöglicht.
Hannover 1, Fritz Bartels, 12.3.47, Wertrahmen E-15B oder E-15F (Vorlage Gerd Eich (+))
Wertrahmenübersicht E-15 Typen aus dem Dürst/Eich:
Möglicherweise gibt es den gleichen Freistempler auch noch ohne eingesetzten Wertrahmen (=Wertrahmen E-16). Kann jemand diesen zeigen?
Hier sind AFS- und Heimatsammler von Hannover gefragt!
Viele Grüße
Bernhard
[1] Heiner Dürst/Gerd Eich: Die deutschen Post und Absenderfreistempel Bd. 1 und 2. FG Post und Absenderfreistempel e.V.
Am: 08.12.2023 20:45:38
Gelesen: 84943
# 226
@ bernhard [#225]
Ein weiterer Postalia-Stempel aus Hannover von der Vertriebsfirma dieser Geräte mit dem Werbetext "der neue Freistempler". Die Firma Matthäus & Siemsen wurde noch während des 2. Weltkrieges ausgebombt und wurde nach Hameln verlegt. Von dort aus wurde der Hannover-Stempel noch einige Zeit weiterverwendet. Dieser Verwender ist mit den Wertrahmen E-9, E-9N, E-15F und E-16 bekannt.
Hannover 1, Matthäus & Siemsen, 29.7.46, Wertrahmen E-15F
Kann jemand weitere Postalia-Belege aus Hannover vorlegen? Es gibt mindestens noch 4 weitere Firmen.
Viele Grüße
Bernhard
Hannover 1, Matthäus & Siemsen, 29.7.46, Wertrahmen E-15F
Kann jemand weitere Postalia-Belege aus Hannover vorlegen? Es gibt mindestens noch 4 weitere Firmen.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 06.01.2024 17:16:02
Gelesen: 84128
# 227
@ bernhard [#225]
Ein weiterer POSTALIA-Verwender aus Hannover, die Chem. Fabrik Edmund Müller - EMholz.
Hannover 1, EMholz, 22.5.47, Wertrahmen E-15F
Dieser Verwender ist bisher nur mit den Wertrahmen E-9N und E-15F bekannt.
Viele Grüße
Bernhard
Hannover 1, EMholz, 22.5.47, Wertrahmen E-15F
Dieser Verwender ist bisher nur mit den Wertrahmen E-9N und E-15F bekannt.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 20.01.2024 15:19:37
Gelesen: 83866
# 228
@ bernhard [#225]
Ein weiterer POSTALIA-Verwender aus Hannover, die Firma Oskar Anders.
Hannover 1, Oskar Anders, 30.4?.1946, Wertrahmen E-16
Von diesem Verwender ist mir bisher kein anderer Wertrahmen bekannt.
Nach wie vor sind die AFS-Spezialisten und Heimatsammler gefragt!
Viele Grüße
Bernhard
Hannover 1, Oskar Anders, 30.4?.1946, Wertrahmen E-16
Von diesem Verwender ist mir bisher kein anderer Wertrahmen bekannt.
Nach wie vor sind die AFS-Spezialisten und Heimatsammler gefragt!
Viele Grüße
Bernhard
Am: 11.02.2024 20:20:27
Gelesen: 83046
# 229
Hallo miteinander!
AFS aus Magdeburg vom VEB RATIONALISIERUNGS- MITTEL- UND ANLAGENBAU DER NGW MAGDEBURG
Man beachte hier die Datumszeile 21. 4.88. Jede Zahl eine unterschiedliche Größe, aber vor allem ungewöhnlich die "88".
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
AFS aus Magdeburg vom VEB RATIONALISIERUNGS- MITTEL- UND ANLAGENBAU DER NGW MAGDEBURG
Man beachte hier die Datumszeile 21. 4.88. Jede Zahl eine unterschiedliche Größe, aber vor allem ungewöhnlich die "88".
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 28.03.2024 16:45:42
Gelesen: 81974
# 230
Hier zwei verschiedene Schrifttypen im Wertrahmen - vom selben Gerät:
C92741I - DEVK Versicherungen, Hauptverwaltung Köln

50735 KÖLN 68, mit identischem Kundenklischee; 11.11.1996 versus 27.06.1997
Die Unterschiede in den Schrifttypen ist am offensichtlichsten, auf dem ersten Blick recht gut im Buchstaben G von AG erkennbar.
Zusätzlich sind in 1996 entweder Teile der Gerätenummer ausgeblockt oder (meine Präferenz) wurden auf Grund von "Abnutzung" unkenntlich.
Möglicherweise handelt es sich bei dem Gerätebetreiber um einen externen Dienstleister? Hat hier jemand nähere Informationen, ob die DEVK seinerzeit noch selbst frankiert hat oder ob diese Dienste bereits Mitte der 90er Jahre ausgelagert?
Beste Grüße
Thomas

50735 KÖLN 68, mit identischem Kundenklischee; 11.11.1996 versus 27.06.1997
Die Unterschiede in den Schrifttypen ist am offensichtlichsten, auf dem ersten Blick recht gut im Buchstaben G von AG erkennbar.
Zusätzlich sind in 1996 entweder Teile der Gerätenummer ausgeblockt oder (meine Präferenz) wurden auf Grund von "Abnutzung" unkenntlich.
Möglicherweise handelt es sich bei dem Gerätebetreiber um einen externen Dienstleister? Hat hier jemand nähere Informationen, ob die DEVK seinerzeit noch selbst frankiert hat oder ob diese Dienste bereits Mitte der 90er Jahre ausgelagert?
Beste Grüße
Thomas
Am: 14.04.2024 10:52:12
Gelesen: 81595
# 231
Hallo zusammen,
so langsam bleibt wieder etwas Zeit für Philaseiten übrig.
Der folgende Ausschnitt [leider] zeigt im Original eine ungewöhnliche Stellung einer zusätzlichen Firmenbezeichnung des Absenders. Im Dürst/Eich, Band 2 ist das Original abgebildet. [1] Auf Seite 157 im Anhang über die Vielfalt der Versandvermerke zu finden.
Die gezeigte Zweckentfremdung ist gemeint und nicht die Vielzahl der üblichen Einsätze. Es sind bisher nur zwei weitere „Beispiele“ registriert.
Die mitbenutzte sogenannte Wahldruckeinrichtung wäre hier zum Beispiel mit der Einstellung „Einschreiben“ logisch gewesen.
4 Düsseldorf 8, DÜSSELDORF 1, Postfach 1108, BANKHAUS C. G. TRINKAUS
Viele Grüße
Hajo
[1] Dürst, H. u. Eich. G. (1999). Die deutschen Post- und Absenderfreistempel - Band 2
Die deutschen Absenderfreistempel der Nachkriegszeit ab 1946 ohne Kennung. Heft 20 der Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e. V.
4 Düsseldorf 8, DÜSSELDORF 1, Postfach 1108, BANKHAUS C. G. TRINKAUS
Viele Grüße
Hajo
[1] Dürst, H. u. Eich. G. (1999). Die deutschen Post- und Absenderfreistempel - Band 2
Die deutschen Absenderfreistempel der Nachkriegszeit ab 1946 ohne Kennung. Heft 20 der Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e. V.
Am: 26.05.2024 10:04:45
Gelesen: 78898
# 232
Hallo zusammen,
der folgende Beleg ist aus einer Kiste aufgetaucht. Aufgrund der ungewöhnlichen Kennung habe ich tiefer in die Geschichte geschaut.
H100022, 45127 Essen 1, ALSTOM Anlagen und Antriebssysteme GmbH
Kurzes Beispiel wie es eigentlich aussehen sollte.
H100462, 22844 Norderstedt, Dres. Magunna
Es ist eine Stielow-Neopost vom Typ SM 22/26. Die Kennung ist aber vom Anblick her ungewöhnlich dargestellt. Eigentlich H 10 X 0022. Da aber Stielow in Norderstedt bei Hamburg für Neopost diese Maschinen nur vertrieben hatte, kam es zu der ungewöhnlichen Stellung der Kennung.
Wenn man sich ein Werbeblatt aus der Zeit ansieht, erklärt sich vermutlich einiges. Also wurde im fremden Land gefertigt und nach Deutschland geliefert. Einige Maschinen wurden so ausgeliefert und verkauft.
Kennt jemand noch so einen Abdruck, dann hier zeigen.
Bei der Umwandlung in Deutsche Post EUROCENT wurde die Kennung durchgezogen. In diesem Fall also H100022.
Neopost übernahm ca. 2002 Ascom Hasler, danach ca. Anfang 2003 wurde der Vertrieb von Stielow Neopost ebenfalls eingegliedert.
Das nur so nebenbei.
Viele Grüße
Hajo
H100022, 45127 Essen 1, ALSTOM Anlagen und Antriebssysteme GmbH
Kurzes Beispiel wie es eigentlich aussehen sollte.
H100462, 22844 Norderstedt, Dres. Magunna
Es ist eine Stielow-Neopost vom Typ SM 22/26. Die Kennung ist aber vom Anblick her ungewöhnlich dargestellt. Eigentlich H 10 X 0022. Da aber Stielow in Norderstedt bei Hamburg für Neopost diese Maschinen nur vertrieben hatte, kam es zu der ungewöhnlichen Stellung der Kennung.
Wenn man sich ein Werbeblatt aus der Zeit ansieht, erklärt sich vermutlich einiges. Also wurde im fremden Land gefertigt und nach Deutschland geliefert. Einige Maschinen wurden so ausgeliefert und verkauft.
Kennt jemand noch so einen Abdruck, dann hier zeigen.
Bei der Umwandlung in Deutsche Post EUROCENT wurde die Kennung durchgezogen. In diesem Fall also H100022.
Neopost übernahm ca. 2002 Ascom Hasler, danach ca. Anfang 2003 wurde der Vertrieb von Stielow Neopost ebenfalls eingegliedert.
Das nur so nebenbei.
Viele Grüße
Hajo
Am: 26.05.2024 12:56:16
Gelesen: 78864
# 233
Hallo in die Runde,
ich weiß nicht genau, ob ich eines meiner "Spitzenstücke" nicht schon in einem anderen Thread vorgestellt habe, also bitte nicht "meckern":
Drucksache zu 3 Pfennigen, abgeschlagen der Absenderfreistempel (E-7) in Frankfurt (Main) im Dezember 1941, bisher einer Prachtstücke!
mit Sammlergruß
Werner
Drucksache zu 3 Pfennigen, abgeschlagen der Absenderfreistempel (E-7) in Frankfurt (Main) im Dezember 1941, bisher einer Prachtstücke!
mit Sammlergruß
Werner
Am: 26.05.2024 13:03:15
Gelesen: 78856
# 234
Hallo,
ich habe noch einen weiteren schönen Beleg:
Da ihr Absenderfreistempel (E-9) grundsätzlich keine Angaben zur früheren NS-Diktatur beinhaltete, nutzte diese Firma ihn unverändert weiter, Fernbrief vom März 1946, versandt von Freudenberg.
mit Sammlergruß
Werner
Da ihr Absenderfreistempel (E-9) grundsätzlich keine Angaben zur früheren NS-Diktatur beinhaltete, nutzte diese Firma ihn unverändert weiter, Fernbrief vom März 1946, versandt von Freudenberg.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 26.05.2024 18:38:37
Gelesen: 78833
# 235
@ HWS-NRW [#234]
Hallo Werner,
ein schöner und seltener Beleg. Aber so neutral war der Wertrahmen nicht, deshalb wurde der Adler später ganz schön gerupft, siehe Aptierungen Wertrahmen E-15. Die meisten Aptierungen fallen in die Zeit ab Februar-April 1946. Der AFS der Firma Haamann liegt in aptierter Form (E-15E) ab 28. Juni 1946 vor (Christian Wapler 67. Auktion).
Viele Grüße
Bernhard
Am: 31.05.2024 08:39:53
Gelesen: 78447
# 236
Guten Morgen,
von mir heute eine Rückantwortkarte der Fa. Gebr. Koch in Quedlinburg vom 18.7.1940. Der Absender hatte sein Domizil in Alsfeld-Altenburg, Aufgabetag war der 22.7.1940.

Mfg
Klaus

Mfg
Klaus
Am: 01.06.2024 16:55:29
Gelesen: 78134
# 237
Hallo an diesem leicht regnerischen Sonnabend.
Fernbrief, abgesandt am 10.10.1941, der Mitarbeiter in der OSRAM-Poststelle musste einen weiteren seitlichen AFS abschlagen, da er beim ersten die Gebühr vergessen hatte.
Bei mir taucht bei Belegen dieser Art immer die Frage auf, ob in Böhmen und Mähren die Gebühr z.B. zu 120 Heller dem Porto von 12 Pfg. im D.Reich vergleichbar war.
mit Sammlergruß
Werner
Fernbrief, abgesandt am 10.10.1941, der Mitarbeiter in der OSRAM-Poststelle musste einen weiteren seitlichen AFS abschlagen, da er beim ersten die Gebühr vergessen hatte.
Bei mir taucht bei Belegen dieser Art immer die Frage auf, ob in Böhmen und Mähren die Gebühr z.B. zu 120 Heller dem Porto von 12 Pfg. im D.Reich vergleichbar war.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 12.06.2024 12:32:50
Gelesen: 77273
# 238
Hallo in die Runde,
heute eine Neuerwerbung:
Fernbrief (15 Pfg.) mit förmlicher Zustellung, neben der Zustellungsgebühr von 30 Pfg. war vom Absender noch die Rücksendung „eines einfachen Briefes“ zu zahlen.
Innen hatte man das Schreiben des Amtsgerichts in Berlin-Schöneberg zum Teil eingeklebt.
mit Sammlergruß
Werner
Fernbrief (15 Pfg.) mit förmlicher Zustellung, neben der Zustellungsgebühr von 30 Pfg. war vom Absender noch die Rücksendung „eines einfachen Briefes“ zu zahlen.
Innen hatte man das Schreiben des Amtsgerichts in Berlin-Schöneberg zum Teil eingeklebt.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 13.06.2024 15:15:08
Gelesen: 77199
# 239
Hallo zusammen,
Edward mit den Scherenhänden hat leider zugeschlagen.
H013836, 48429 Rheine 15, Rheiner Moden
Trotzdem zeige ich den Ausschnitt eines Absenderfreistempel mit Komma als Trennung bei den Wertziffern.
Es gibt einige Maschinen, die vorher im Ausland anders eingesetzt wurden. Auch könnte Neopost bei der Auslieferung nach Deutschland ein falsches Gerät ausgeliefert haben.
Wie dem auch sei, ist das in dieser Rubrik zeigenswert.
Viele Grüße
Hajo
H013836, 48429 Rheine 15, Rheiner Moden
Trotzdem zeige ich den Ausschnitt eines Absenderfreistempel mit Komma als Trennung bei den Wertziffern.
Es gibt einige Maschinen, die vorher im Ausland anders eingesetzt wurden. Auch könnte Neopost bei der Auslieferung nach Deutschland ein falsches Gerät ausgeliefert haben.
Wie dem auch sei, ist das in dieser Rubrik zeigenswert.
Viele Grüße
Hajo
Am: 20.06.2024 09:22:57
Gelesen: 76856
# 240
Hallo zusammen,
ein kleiner Zufallsfund bei der Registrierung dieser neuen im Jahr 1946 eingeführten Wertrahmen „Deutsche Post“.
Die Rückseite der Karte an die Reichspostdirektion Hamburg enthielt eine Verlustmeldung der Francotyp C mit der Nr. 841 des Besitzer Firma Max Koch, Braunschweig.


(20a) HANNOVER 1, SCHMITZ, Büromaschinen
Die Meldungen von entwendeten Maschinen häuften sich in den Bezirksblättern der jeweiligen Postdirektionen im genannten Zeitraum.
Viele Grüße
Hajo
ein kleiner Zufallsfund bei der Registrierung dieser neuen im Jahr 1946 eingeführten Wertrahmen „Deutsche Post“.
Die Rückseite der Karte an die Reichspostdirektion Hamburg enthielt eine Verlustmeldung der Francotyp C mit der Nr. 841 des Besitzer Firma Max Koch, Braunschweig.


(20a) HANNOVER 1, SCHMITZ, Büromaschinen
Die Meldungen von entwendeten Maschinen häuften sich in den Bezirksblättern der jeweiligen Postdirektionen im genannten Zeitraum.
Viele Grüße
Hajo
Am: 20.06.2024 15:11:53
Gelesen: 76755
# 241
Hallo,
heute kamen wieder neue Belege ins Haus:
Bei dieser Einladungs-Drucksache (der CDU Bezirksstelle) schlug man einen teilaptierten AFS E-15G ab.
Der Fernbrief, abgesandt von der Deutschen Reichsbahn (der Begriff wurde später in der SBZ/DDR weitergeführt), kam im Juli 1046 die Nr. E-15E zum Einsatz.
mit Sammlergruß
Werner
Bei dieser Einladungs-Drucksache (der CDU Bezirksstelle) schlug man einen teilaptierten AFS E-15G ab.
Der Fernbrief, abgesandt von der Deutschen Reichsbahn (der Begriff wurde später in der SBZ/DDR weitergeführt), kam im Juli 1046 die Nr. E-15E zum Einsatz.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 21.06.2024 13:31:37
Gelesen: 76668
# 242
Hallo zusammen
im aktuellen Zugang angekaufter AFS diese Besonderheit: Neopost-Stempel H103441: HEIDENHEIM AN DER BRENZ / 89518 vom 14.5.2002. Ich reibe mir als Laie verdutzt die Augen und frage mich schließlich: Wie hat der "Stempelschneider" denn diese Variante des Stempelkopfes wohl zu Wege gebracht?
Ob da Leute vom Fach aufklären können?
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Ob da Leute vom Fach aufklären können?
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Am: 21.06.2024 14:50:39
Gelesen: 76647
# 243
@ epem7081 [#242]
Hallo,
der Stempelschneider hat alles in die Software der Frankiermaschine programmiert. Müsste eine SM26 sein - die arbeitet mit Farbbändern - daher kein Problem.
Viele Grüße
Am: 21.06.2024 17:34:52
Gelesen: 76626
# 244
@ becker04 [#236]
Von der gleichen Firma aus Quedlinburg wieder eine Rückantwortkarte, diesmal ein paar Jahre früher (1934) und aus Berlin leider ohne zusätzlichen Stempel.

MfG
Klaus

MfG
Klaus
Am: 25.06.2024 17:33:02
Gelesen: 76348
# 245
Hallo zusammen,
beim Absenderfreistempel der Turn- und Sportfördergesellschaft (TSF) in Hannover gab es die Möglichkeit, links ein Zusatzfeld einzuschalten. Hier ein Beispiel dazu:
Am Nikolaustag, den 6. Dezember 2022 hat man die Weihnachtsgrüße hinzugefügt.
Viele Grüße
Volkmar
Am Nikolaustag, den 6. Dezember 2022 hat man die Weihnachtsgrüße hinzugefügt.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 25.06.2024 21:15:52
Gelesen: 76321
# 246
@ volkimal [#245]
Dass die Turn- und Sportfördergesellschaft einen zweiten Werbezusatz hinzufügen kann, liegt an der verwendeten Frankiermaschine. Es handelt sich dabei um das System Postbase 100 der Firma Francotyp-Postalia, das diese Möglichkeit bietet. Im Firmenprospekt zu diesem Frankiersystem heißt es: „ Neue Freiheiten bei den Klischees / Zwei Klischees oder Klischee und SMS-Zusatztext sind frei wählbar. Die Möglichkeiten sind vielfältig.“ [1]
Im Philaseiten-Thema „ Francotyp-Postalia: Neues FRANKIT-Gerät - PostBase 100“ [2] sind weitere Beispiele dieser FRANKIT-Maschine mit zwei Werbezusätzen zu sehen.
Schöne Grüße
Franz-Josef
[1] Francotyp-Postalia: PostBase 100 Das flexible Modulkonzept
https://cdn0.scrvt.com/0b415e9fe7995370c62ceab2d1317f1c/e8f38d6fc706a6af/fdae59370d89/03_2022_Prospekt-PostBase100_Webversion.pdf
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=130005#M1
Am: 25.06.2024 21:39:31
Gelesen: 76311
# 247
@ Araneus [#246]
Hallo Franz-Josef,
danke für die Erklärung. Ich wusste nur, dass so etwas mit den 2 Klischees möglich ist. Da es aber nicht mein Gebiet ist, wusste ich nicht bei welchem Modell das geht.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 30.06.2024 17:37:28
Gelesen: 75925
# 248
Hallo in die Runde,
heute etwas recht einfaches, aber mit einer Frage belastet:
Es geht um die Versandform. Meines Wissens war es nicht erlaubt, Trauerbriefe mit einem Absenderfreistempel zu "frankieren".
Stimmt das so und gibt es eventuell eine Postverordnung der Reichspost oder der späteren Postanstalten ?
mit Sammlergruß
Werner
Es geht um die Versandform. Meines Wissens war es nicht erlaubt, Trauerbriefe mit einem Absenderfreistempel zu "frankieren".
Stimmt das so und gibt es eventuell eine Postverordnung der Reichspost oder der späteren Postanstalten ?
mit Sammlergruß
Werner
Am: 01.07.2024 10:18:30
Gelesen: 75865
# 249
@ HWS-NRW [#248]
Hallo Werner,
gemäß den BEDINGUNGEN FÜR DIE BENUTZUNG DER ABSENDERFREISTEMPLER gab es hierzu keine Einschränkungen.
Ich frage mich allerdings wie bei diesem Brief der Inhalt ausgesehen hat um als DRUCKSACHE durchzugehen. Ich kann mir dazu momentan gar nichts vorstellen. Zudem fehlt die Angabe DRUCKSACHE.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 01.07.2024 11:44:56
Gelesen: 75852
# 250
Hallo Bernhard,
Danke für Deine Info.
Meines Wissens nach war die Gebühr eines Trauerbriefes ermäßigt, er musste offen sein und durfte keine handgeschriebenen Texte enthalten und er galt dann als Drucksache.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 12.07.2024 16:05:24
Gelesen: 75432
# 251
Hallo an diesem verregneten Nachmittag,
ich habe wieder einen neuen Beleg im Angebot.
Belege mit sehr früh aptiertem Wertrahmen, kann einer in der Gruppe einen früheren Beleg präsentieren?
Noch etwas zu den vielen Threads zu den AFS:
Einige Belege lassen sich einfach nicht so einordnen wie der obere, diesen könnte ich auch unter "AFS mit Motiven" zeigen, aber dann gibt es "Ausmecker" und das ist nicht so fair bei der Vielfalt dieses Themas.
mit Sammlergruß
Werner
Belege mit sehr früh aptiertem Wertrahmen, kann einer in der Gruppe einen früheren Beleg präsentieren?
Noch etwas zu den vielen Threads zu den AFS:
Einige Belege lassen sich einfach nicht so einordnen wie der obere, diesen könnte ich auch unter "AFS mit Motiven" zeigen, aber dann gibt es "Ausmecker" und das ist nicht so fair bei der Vielfalt dieses Themas.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 13.07.2024 08:32:42
Gelesen: 75386
# 252
@ HWS-NRW [#251]
Hallo zusammen,
Hallo Werner,
es ist ja schön für Dich, dass der Postbote wieder geklingelt hat. Aber Deine Ausführung sind irreführend. Das begann schon ein Jahr früher. Das sollte hier richtiggestellt werden.
Lüneburg 1, Landrat des Kreises Lüneburg, 27.08.1945, Datum per Handstempel auf den 28.08.1945 korrigiert.
Nicht diesen Beitrag gleich wieder kommentieren, das kannst Du nächsten Tag machen. Ich halte mich jedenfalls immer daran. Das ist hier kein Mailprogramm. Auch empfehle ich sich im Internet schlau zu machen, um etwas Hintergrund zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen
Hajo
Lüneburg 1, Landrat des Kreises Lüneburg, 27.08.1945, Datum per Handstempel auf den 28.08.1945 korrigiert.
Nicht diesen Beitrag gleich wieder kommentieren, das kannst Du nächsten Tag machen. Ich halte mich jedenfalls immer daran. Das ist hier kein Mailprogramm. Auch empfehle ich sich im Internet schlau zu machen, um etwas Hintergrund zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen
Hajo
Am: 14.07.2024 10:44:45
Gelesen: 75260
# 253
Hallo,
ich hoffe, ich darf heute meinen "Fehler" (falsches Bild entfernt) ausbessern.
Den ersten Beleg habe ich bei meinen "normalen" Belegen gespeichert, hier wurde zuerst das Werbeklischee im AFS E-5 entfernt.
Jetzt kam halt vom gleichen Absender ein zweiter, etwas später aufgelieferter Beleg dazu, hier wurde auch noch der Reichsadler entfernt.
Das Unternehmen wurde zwar im Krieg beschädigt, aber auch wieder aufgebaut, also dürfte es kein Postfreistempel sein.
mit Sammlergruß
Werner.
Den ersten Beleg habe ich bei meinen "normalen" Belegen gespeichert, hier wurde zuerst das Werbeklischee im AFS E-5 entfernt.
Jetzt kam halt vom gleichen Absender ein zweiter, etwas später aufgelieferter Beleg dazu, hier wurde auch noch der Reichsadler entfernt.
Das Unternehmen wurde zwar im Krieg beschädigt, aber auch wieder aufgebaut, also dürfte es kein Postfreistempel sein.
mit Sammlergruß
Werner.
Am: 21.07.2024 22:09:34
Gelesen: 74847
# 254
Hallo zusammen,
ich wollte gerade den AFS der Farbenfabrik Wolfen aus dem Jahr 1947 in die Datenbank einstellen. Dabei sah ich, dass derselbe Stempel schon aus dem Jahr 1952 in der Datenbank vorhanden ist.
Eigentlich soll jeder Stempel nur einmal eingegeben werden. Wie ist das, wenn die beiden Stempel so extrem unterschiedlich abgenutzt sind. Sollte man dann beide einstellen?
Es ist zwar nur ein Briefausschnitt, aber er zeigt doch etwas von der Firmengeschichte. 1947 wurde die Farbenfabrik Teil der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) Kraska [1]. Der entsprechende Stempel ist links zu sehen. Mit Wirkung vom 1. Mai 1952 wurde die Farbenfabrik aus der SAG Kraska entlassen. Wie man am rechten Stempel sieht, wurde spätestens im September 1952 wurde ein Volkseigener Betrieb (VEB) aus der Farbenfabrik. Ob es schon mit der Entlassung aus der Kraska im Mai geschah, kann ich nicht feststellen.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Farbenfabrik_Wolfen
Eigentlich soll jeder Stempel nur einmal eingegeben werden. Wie ist das, wenn die beiden Stempel so extrem unterschiedlich abgenutzt sind. Sollte man dann beide einstellen?
Es ist zwar nur ein Briefausschnitt, aber er zeigt doch etwas von der Firmengeschichte. 1947 wurde die Farbenfabrik Teil der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) Kraska [1]. Der entsprechende Stempel ist links zu sehen. Mit Wirkung vom 1. Mai 1952 wurde die Farbenfabrik aus der SAG Kraska entlassen. Wie man am rechten Stempel sieht, wurde spätestens im September 1952 wurde ein Volkseigener Betrieb (VEB) aus der Farbenfabrik. Ob es schon mit der Entlassung aus der Kraska im Mai geschah, kann ich nicht feststellen.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Farbenfabrik_Wolfen
Am: 28.07.2024 15:48:22
Gelesen: 74297
# 255
@ volkimal [#254]
Hallo Volkmar,
nach langer Überlegung und Suche wollte ich Dir antworten.
Bei der Fabrik in Wolfen waren mindestens zwei Francotyp B im Betrieb.
Der vierte Beleg unten rechts der Abbildungen von Dir (27.09.1952) zeigt einen zierlicheren Ortsstempel. Daher ist möglich, dass es sich um eines der zwei Geräte handelt.
Ich hatte 1993 das Vergnügen beide in Bitterfeld Maschinen abzuholen.
Eine davon steht (bzw. stand) im ersten Museum in Stade. Die Maschinen trägt die Nr. Francotyp B 1775. Die andere für Francotyp hatte die Nr. B 1884.
Die Archivkarten sind beide leider nur mit der Hauptseite archiviert. Die Folgekarten (Heftlöcher sind erkennbar) wären eine Hilfe, aber leider in anderen unbekannten Händen!
Die zweite Maschine habe ich dann auf dem Rückweg nach Hamburg in Berlin bei Francotyp in der Emmentaler Str. abgeladen.
Dafür bekam die Forschungsgemeinschaft seinerzeit eine neue angemeldete WK 4 (Francotyp-Postalia) mit 4 Klischees!
Nachfolgend die Story aus dem Bericht Nr. 26:
Falls Du mit der Poststempelgilde beim Treffen in Harsefeld warst und den Ausflug zum Museum in Assel gemacht hast konntest Du das Teil sehen.
Die Maschine im ehemaligen Museum ist auf dem linken oberen Bild als 4. Maschine mit Ständer zu erkennen. Siehe dazu nachfolgenden Link.[1]
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/272124
Falls Du mit der Poststempelgilde beim Treffen in Harsefeld warst und den Ausflug zum Museum in Assel gemacht hast konntest Du das Teil sehen.
Die Maschine im ehemaligen Museum ist auf dem linken oberen Bild als 4. Maschine mit Ständer zu erkennen. Siehe dazu nachfolgenden Link.[1]
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/272124
Am: 03.08.2024 21:58:10
Gelesen: 74111
# 256
Hallo an diesem Abend,
heute wieder ein Orts-Einschreibbrief aus München, der bei mir eine Frage aufwirft:
Es geht um den rückseitigen Oval-Stempel, ist das einer vom Briefzentrum (BZ) oder ?
Dank an die Spezialistinnen/Spezialisten dieser Stempeltypen.
mit Sammlergruß
Werner
Es geht um den rückseitigen Oval-Stempel, ist das einer vom Briefzentrum (BZ) oder ?
Dank an die Spezialistinnen/Spezialisten dieser Stempeltypen.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 03.08.2024 22:30:53
Gelesen: 74099
# 257
@ HWS-NRW [#256]
Hallo Werner,
du findest einige Beispiele dieses Stempels bei Philastempel [1]. Es ist ein "Tageszählstempel der Briefzustellung (B.Z.) des PA München 2".
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1545
Am: 03.08.2024 22:51:51
Gelesen: 74085
# 258
@ volkimal [#257]
Hallo Volkmar,
meinen herzlichsten Dank für die superschnelle Info, konnte ich gleich verarbeiten.
Dir noch ein schönes Rest-Wochenende.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 06.08.2024 16:34:07
Gelesen: 73871
# 259
Hallo, heute zwei Neuzugänge:
Bei den Aptierungen dieses AFS gibt es über 34 verschiedene Besonderheiten, mal kam nur das NS-Emblem raus, dann ging es auch an die restlichen Teile des Wertrahmens, bis nur noch die Wertziffer übrig blieb.
Beim linken Ortspost-Beleg ist auch das Absender-Postamt (BURGHAUSEN (ÜBER BAY.) 2 HOLZFELD interessant.
mit Sammlergruß
Werner
Bei den Aptierungen dieses AFS gibt es über 34 verschiedene Besonderheiten, mal kam nur das NS-Emblem raus, dann ging es auch an die restlichen Teile des Wertrahmens, bis nur noch die Wertziffer übrig blieb.
Beim linken Ortspost-Beleg ist auch das Absender-Postamt (BURGHAUSEN (ÜBER BAY.) 2 HOLZFELD interessant.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 06.08.2024 16:41:18
Gelesen: 73868
# 260
@ HWS-NRW [#259]
" Beim linken Ortspost-Beleg ist auch das Absender-Postamt (BURGHAUSEN (ÜBER BAY.) 2 HOLZFELD interessant."
Ich lese dort aber "OBERBAY." Und das ist doch auch nicht überraschend.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 06.08.2024 17:14:12
Gelesen: 73847
# 261
@ Araneus [#260]
Hallo Franz-Josef,
Du hast natürlich Recht.
Aber, gleichzeitig rief mich Jürgen an, ich versuchte, den Satz komplett zu entfernen, nur, es ging nicht mehr, Du hattest Dich schon eingeloggt.
Damit es aber nicht langatmig wird, hier noch ein weiterer Beleg:
Nachnahmekarte zu 46 Pfennigen, abgeschlagen ein aptierter AFS (E-14 C) der Provinzial-Versicherung mit der neu eingesetzten "Antiqua-Schrift".
mit Sammlergruß
Nachnahmekarte zu 46 Pfennigen, abgeschlagen ein aptierter AFS (E-14 C) der Provinzial-Versicherung mit der neu eingesetzten "Antiqua-Schrift".
mit Sammlergruß
Am: 07.08.2024 17:47:41
Gelesen: 73761
# 262
@ HWS-NRW [#261]
Hallo Werner,
ich lese immer bei deinen Ausführungen, dass die Absenderfreistempel „abgeschlagen“ werden.
Wer schlägt hier wen? Die Maschine schlägt? Ein Freistempelabdruck sollte abgerollt sein. Alles andere wäre sensationell.
Der einzige Stempel, auf den das zutrifft, ist der auf dem Beleg abgeschlagene schwarze Handstempel.
Viele Grüße
Hajo
Am: 07.08.2024 19:52:54
Gelesen: 73738
# 263
@ Nordluchs [#262]
Hallo Hajo,
irgendwie hast Du tatsächlich Recht, ich habe den Begriff mal irgendwann so übernommen, weil ich mir nicht getraut hatte, das "Abrollen" bzw. Überrollen auf dem Beleg in der Maschine zu übernehmen, hört sich halt auch etwas wie "Nachkriegszeit" (Überroller) an, aber ich werde versuchen, den Begriff auch im geplanten Buch jetzt zu übernehmen.
Einen ähnlich Beleg habe auch ich fünf Jahre (1969) später erhalten, hier wird ein "Kerl" vom Baujahr 1945 zur Musterung bei der Bundeswehr gebeten, der AFS zu 15 Pfennigen abgerollt im September 1964 auf einer Postkarte.
mit Sammlergruß
Werner
Einen ähnlich Beleg habe auch ich fünf Jahre (1969) später erhalten, hier wird ein "Kerl" vom Baujahr 1945 zur Musterung bei der Bundeswehr gebeten, der AFS zu 15 Pfennigen abgerollt im September 1964 auf einer Postkarte.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 07.08.2024 22:32:37
Gelesen: 73711
# 264
Vom technischen Vorgang selbst mag das ja vollkommen stimmen, aber im täglichen Phila-Umgangssprachgebrauch sprechen wir halt von "Stempel werden abgeschlagen". Egal, ob Handstempel, Maschinenstempel oder (Hand-) Rollstempel. Und inzwischen verstehen wir unter dem Sammelbegriff "Stempel" sogar Tintenstrahler, d.h. selbst Tintenstrahlentwertungen werden (auf der Sendung) abgeschlagen, wohl sie technisch mit einem Drucker (auf eine Unterlage) aufgesprayt werden. Auf dem "Beleg" werden sie abgeschlagen.
Ich würde nie, never ever, auf die Idee kommen zu sagen, dass ein Freistempel abgerollt wurde, egal wie der technische, physikalische Vorgang vonstatten ging, zumal es hier verschiedene Möglichkeiten gibt, je nach Gerätetyp. Außer man beschreibt den Vorgang selbst. Dann wird der Freistempel durch Abrollen auf den Beleg abgeschlagen. Das ist so ein typischer Spartengruppenspezialfeinheitensprech, oftmals losgelöst vom Faktischen. So wie Ballons eben im Himmel fahren, obwohl sie fliegen oder schweben. Ballonfahrer fahren im Himmel ;-) Und selbst wenn man hier die hilflos nachgeschobene "schwerer als Luft"-Definition annimmt, ein Zeppelin fährt trotzdem, zumindest für die Mehrzahl der Zeppelinfahrer. Physiker sehen das sicherlich komplett anders, zu Recht.
Beste Grüße
Thomas
Am: 08.08.2024 17:00:47
Gelesen: 73608
# 265
@ DL8AAM [#264]
Hallo Thomas,
Deine Einschätzung zum Beitrag von Nordluchs hinsichtlich der korrekten Bezeichnung eines Fachbegriffes möchte ich nicht unwidersprochen lassen.
Der Ehrenvorsitzende der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel und Autor zahlreicher Veröffentlichungen auf diesem Gebiet, weist einen Buchautor darauf hin, dass er eine nicht korrekte Bezeichnung für einen Fachbegriff verwendet. Dieser gibt Hajo Recht und will den Begriff "Abrollen" in seiner geplanten Veröffentlichung verwenden.
Ich denke, wir sind uns darin einig, dass in Fachliteratur der "tägliche Phila-Umgangssprachgebrauch" fehl am Platz ist. Die Sprache soll der Verständigung dienen. Fachbegriffe sollten daher eindeutig und nicht beliebig interpretierbar sein.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Am: 08.08.2024 18:59:27
Gelesen: 73581
# 266
@ Jürgen Witkowski [#265]
Hallo Jürgen,
im Prinzip stimmt das, aber das kann ich auch nicht ganz unwidersprochen so stehen lassen.
Nicht nur im allgemeinen Sprachgebrauch, sondern auch gemäß "Defintion" (u.a. [1]) ist ein "Stempelabschlag" ein, Zitat "Abdruck, den ein Stempel (auf einer Postsendung) hinterlässt". Wie dieser Abdruck hinterlassen wurde, ist dabei erst einmal unerheblich. Abschlag und Abdruck werden in diesem Zusammenhang eher als eine Art von Synonyme verwendet. Zumal man es dem Abschlag auf dem Beleg selbst noch überhaupt nicht ansehen kann, ob das Stempelgerät geschlagen oder aufgerollt wurde. Das weiss man nur sicher, wenn man auch das eingesetzte Gerät und seine Funktionsweise genau kennt. Wenn ich den Beleg beschreibe, beschreibe ich einen sichtbaren Abschlag, wenn ich die Maschine beschreibe, beschreibe ich den Vorgang Abrollen.
Heissen (Hand-) Rollenstempelabschläge auf Belegen dann auch nicht Stempelabschläge, sondern Abrollungen? Ja, es sind Abrollungen, aber eben auch Abschläge. Das Verb dazu ist (ab-) schlagen. Für mich sind "Stempelabrollungen" eine spezielle Form von "Stempelabschlägen". 'Betrachtungsweise' vom Beleg her, nicht von der Technik. Heisst aber auch, ein abgerollter Rollenstempel hinterlässt auf dem Papier eben auch Abschläge.
Wenn, wie oben postuliert, Maschinen aber nicht schlagen können, dann wären normale Maschinenstempel auf Belegen keine Stempelabschläge mehr? Wir nutzen das Wort Maschinenstempel umgangssprachlich ja für zwei vollkommen verschiedene Dinge, a) für das Stempelgerät in der Maschine selbst und verkürzt b) für dessen Abschlag auf dem Poststück. Richtig wäre Maschinenstempelabdruck/-abschlag. Und diese Dualität zieht sich irgendwie durch die gesamte Philasprache.
Bei Tintenstrahlern würde die Sache noch unübersichtlicher werden. Wenn wir es "richtig" Richtig machen wollen, müssten wir eine neue philatelistische Sprachregelung für Tintenstrahler einführen. Wie für jede neue technische Innovation, ab dem Rollstempel. Stattdessen nutzen wir die alten Bezeichnungen, gruppieren Tintenstrahlentwertungen immer noch unter dem Oberbegriff "Stempel" bzw. "Stempelabdrucke/-abschläge", obwohl das streng genommen eigentlich falsch wäre und auch ist - zumal es kein Stempelgerät im traditionellen Sinn gibt, nur immer gleiche Düsenöffnungen. Das Stempelnegativ ist nur ein Datensatz im Steuergerät. Das alles erfüllt (unabhängig vom technischen Vorgang) aber eben immer noch die "alten" Aufgaben, die wir (aktuell immer noch) mit den "alten" philatelistischen Begrifflichkeiten bezeichnen. Eine per Tintenstrahler entwertete Briefmarke ist für uns philasprachlich gesehen immer noch "abgestempelt" - und eben nicht "abgesprayt". Sie trägt einen "Stempelabschlag". Eine nicht "abgestempelte" Briefmarke mit Datenmatrixcode, die durch die Maschinen der Post gelaufen ist, ist ja trotzdem postalisch entwertet. Obwohl ich das der Briefmarke nicht mehr ansehen kann. Und das ist ja das erklärte Ziel der Post, virtuelle Entwertung per interner EDV-Datenbank. Ist die Briefmarke dann auch noch "abgestempelt". Im Prinzip ja, nur unsichtbar. Das zeigt das sprachliche Dilemma.
In einem Fachbuch würde ich persönlich bei Tintenstrahlern aber auch nur noch "Entwertung" und "entwertet" verwenden und das Wort Stempel versuchen zu vermeiden. Umgangssprache und Literatursprache sind - auch in der Philatelie - aber eben zwei verschiedene Dinge. Was auch kein Problem darstellt, solange wir beide richtig verstehen, "abgestempelt ist abgestempelt".
Wenn ich einen Handstempel auf das Papier sauber aufsetze, gleichmäßig Druck ausübe und bewusst aufpresse, nicht schlage, habe ich etwa auch keinen Stempelabschlag mehr? Nur noch einen sauberen Stempelabdruck? OK, I'm just kidding ;-)
Wobei ganz so stringent "krumm" gehe ich auch nicht immer: Ein vom Sammlerservice der Post aufgedruckter Ersttagsstempel, ist zwar immer noch ein Ersttagsstempel, d.h. ein "Stempel", ohne eigentliches "Stempelgerät", hier hätte ich aber auch einige Probleme noch immer von "Abschlag" zu sprechen. Oder schlägt die Druckplatte mit den Ersttagsstempel in der Druckmaschine (auf) die Briefmarken. ;-) Obwohl, eine "Maschinenstempel"-Maschine macht eigentlich auch nichts anderes, drucken, nur anders ;-) Abdruck versus Abschlag - versus Abrollung? Hmmmm ... ;-)
Beste Grüße
Thomas
[1] https://de.wiktionary.org/wiki/Stempelabschlag
Am: 08.08.2024 19:02:29
Gelesen: 73578
# 267
@ Jürgen Witkowski [#265]
Hallo Jürgen,
grundsätzlich gebe ich dir Recht, die philatelistische Sprache sollte eindeutig sein.
Man kann denn Begriff „abschlagen“ umgehen, indem man z.B. von „Stempelabdrucken“ spricht.
Den Begriff abrollen/abgerollt nehme ich persönlich meist nur für von Hand geführte Geräte, wie z.B. den Handrollstempel und die Postalia D2-Maschine.
Bei Maschinenstempeln und Absenderfreistemplern wird von den meisten (oder allen?) Autoren (z.B. Walter Kohlhaas, R. Wollert/J. Witkowski, Hans-Joachim Förster) eher der Begriff „Abschlag“ im Sinne von Abdruck verwendet.
Bei Wiktonary ist die Bedeutung von Stempelabschlag: Abdruck, den ein Stempel (auf einer Postsendung) hinterlässt
Nachtrag: Hinter der Aufzählung der Autoren habe ich glatt ein Augenzwinker-Smilie vergessen ;-).
Viele Grüße
Bernhard
Am: 08.08.2024 20:47:59
Gelesen: 73561
# 268
@ Jürgen Witkowski [#265]
Hallo Jürgen,
ich habe inzwischen viel nachgedacht, Kollegen gesprochen und komme zu dem Ergebnis, mich doch der philatelistischen Nomenklatur entsprechend wieder auf den Begriff "abgeschlagen" zu konzentrieren, werde aber auch die Bildunterschriften überprüfen, ob auch eine weitere, andere und bessere Beschreibung möglich ist.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 09.08.2024 09:38:52
Gelesen: 73515
# 269
Hallo zusammen,
wenn das so ist, sagt der Norddeutsche: Na denn man tau !
Hier ein kurzes Zitat aus einer Broschüre (Matthias Pens – Magazin Stadt und Leute)
„Wenn es etwas zu tun gibt, packt man das in Norddeutschland am liebsten sofort an. Sobald alle Unklarheiten beseitigt sind, sorgt ein euphorisch gerufenes »Na denn man tau!« für den Startschuss und die Arbeit kann beginnen. Diese nordische Redensart, die mit »Na, dann mal los« übersetzt werden kann.“
Damit dieser Schriftverkehr endet, eine frühe Werbung für einen elektrischen Antrieb für die eigentlich als Handmaschine bekannte Postalia. Die Werbung für diesen Antrieb ist dem nachfolgenden AbsenderfreistempeI eines Anbieters zu entnehmen.

(16 Frankfurt (Main) 16, Postalia Freistempler, mit elektrischem Antrieb, OTTO H. OLLECH, Büromaschinen
Einen Auszug aus einem frühen Werbeprospekt von 1951, D 2- Eine freudige Nachricht- S. 4 möchte ich zum besseren Verständnis auch zeigen. Damit wird deutlich, wie aus einer Handmaschine einfach eine schnellere Stempelung erreicht wird.
Viele Grüße
Hajo
[Die Redaktion hilft allen die den Begriff nicht verstehen: Sobald alle Unklarheiten beseitigt sind, sorgt ein euphorisch gerufenes »Na denn man tau! « für den Startschuss und die Arbeit kann beginnen. Diese nordische Redensart, die mit »Na, dann mal los« übersetzt werden kann, geht vermutlich auf einen uralten Schlachtruf bei kriegerischen Auseinandersetzungen zurück.]

(16 Frankfurt (Main) 16, Postalia Freistempler, mit elektrischem Antrieb, OTTO H. OLLECH, Büromaschinen
Einen Auszug aus einem frühen Werbeprospekt von 1951, D 2- Eine freudige Nachricht- S. 4 möchte ich zum besseren Verständnis auch zeigen. Damit wird deutlich, wie aus einer Handmaschine einfach eine schnellere Stempelung erreicht wird.
Viele Grüße
Hajo
[Die Redaktion hilft allen die den Begriff nicht verstehen: Sobald alle Unklarheiten beseitigt sind, sorgt ein euphorisch gerufenes »Na denn man tau! « für den Startschuss und die Arbeit kann beginnen. Diese nordische Redensart, die mit »Na, dann mal los« übersetzt werden kann, geht vermutlich auf einen uralten Schlachtruf bei kriegerischen Auseinandersetzungen zurück.]
Am: 03.09.2024 17:20:24
Gelesen: 72614
# 270
Hallo in die werte Runde,
habe heute einen neuen Beleg bekommen, zudem ich eine Frage habe:
Meiner Meinung nach müsste es ein AFS Typ E-1 sein, der hier in der SBZ aptiert wurde. Meine Frage bezieht sich auf die obere Zählwerksnummer. Hier scheint beim Einstellen die letzte Ziffer (?) verschoben worden zu sein, mit viel Phantasie sehe ich da ein "9", aber was soll die Ziffer darunter bedeuten? In den Katalogen habe ich nichts gefunden.
mit Sammlergruß
Werner
Meiner Meinung nach müsste es ein AFS Typ E-1 sein, der hier in der SBZ aptiert wurde. Meine Frage bezieht sich auf die obere Zählwerksnummer. Hier scheint beim Einstellen die letzte Ziffer (?) verschoben worden zu sein, mit viel Phantasie sehe ich da ein "9", aber was soll die Ziffer darunter bedeuten? In den Katalogen habe ich nichts gefunden.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 04.09.2024 01:42:56
Gelesen: 72586
# 271
@ HWS-NRW [#270]
[...] aber was soll die Ziffer darunter bedeuten? In den Katalogen habe ich nichts gefunden.
Hallo Werner,
da brauchst Du auch keine Kataloge wälzen! Völlig sinnlos!
Gehen wir doch mal der Reihe nach vor.
Wieviele Ziffern kennen wir den?
0 - 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9
Die Ziffern sind ja auf einem Rad/Ring angeordnet. Was kommt also jetzt folglich nach der 9?
Wenn Du die Antwort selbst herausfindest lass es uns alle hier im Forum bitte wissen.
Ich hoffe Du benötigst dazu keinen Telefon- oder Publikumsjoker wie wir ihn bei Günther Jauch kennen.
In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin ein fröhliches Freistempel sammeln.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 04.09.2024 11:28:31
Gelesen: 72553
# 272
@ T1000er [#271]
Hallo Thomas,
das hatte ich auch vermutet, da die Ziffern (wohl durch die Drehung) so unsauber abgeschlagen (gerollt!) wurden, halt meine Frage. Und ich war der Überzeugung, dass die vierte "Ziffer" kleiner war.
Hier noch ein weiterer Beleg, diesmal aus dem Verkehrsgebiet Ost (VGO), in Gardelegen wurde der AFS wahrscheinlich über einen langen Zeitraum derart aptiert genutzt.
mit Sammlergruß
Werner
Hier noch ein weiterer Beleg, diesmal aus dem Verkehrsgebiet Ost (VGO), in Gardelegen wurde der AFS wahrscheinlich über einen langen Zeitraum derart aptiert genutzt.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 04.09.2024 20:37:25
Gelesen: 72507
# 273
@ HWS-NRW [#272]
Hier noch ein weiterer Beleg, diesmal aus dem Verkehrsgebiet Ost (VGO), in Gardelegen wurde der AFS wahrscheinlich über einen langen Zeitraum derart aptiert genutzt.
Der Absenderfreistempelabschlag datiert vom 15.03.1990 (soweit lesbar). Dazu passt die Portostufe von 15 Pfennig. Das VGO galt m.W. erst mit der Einführung der Deutschen Mark ab dem 01.07.1990 auf dem Gebiet der DDR. Der Zeitraum zuvor wäre unter der Ägide der Postverwaltung der DDR zu verbuchen. Wikipedia grenzt den Zeitraum des VGO noch etwas mehr ein und schreibt:
"Von der deutschen Wiedervereinigung 1990 bis zur Einführung eines einheitlichen Postleitzahlensystems 1993 wurden die früheren Gebiete der beiden Postverwaltungen als Verkehrsgebiet West beziehungsweise Verkehrsgebiet Ost bezeichnet."
Es wäre eine interessante Frage, ab wann die Deutsche Bundespost auf dem Gebiet der (ehemaligen) DDR für die Postdienste zuständig war - 01.07.1990 oder 03.10.1990.
Ich würde hier nicht unbedingt von einer Aptierung sprechen (wo ich einen Vorsatz für bspw. ein fehlendes Teil annehme) sondern schlichtweg von Materialmangel. Der Wertrahmen war vermutlich irgendwann kaputt gegangen. Mangels Ersatz musste es auch ohne Wertrahmen weitergehen.
Gruß
Stefan
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Postleitregionen_in_Deutschland
Am: 05.09.2024 18:18:17
Gelesen: 72452
# 274
Hallo miteinander!
Heute mal wieder einige Absenderfreistempel aus meinem Fundus in den Fingern bekommen.

AFS HANNOVER 1 / 3000 mit Kennung E500623 mit Datum 18.02.1992 und Datum 2.03.1992 bzw. 22.04.1992 einmal in rot und dann in blau.
Seit wann gibt es die farbigen Werbeklischees?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter

AFS HANNOVER 1 / 3000 mit Kennung E500623 mit Datum 18.02.1992 und Datum 2.03.1992 bzw. 22.04.1992 einmal in rot und dann in blau.
Seit wann gibt es die farbigen Werbeklischees?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 05.09.2024 20:41:50
Gelesen: 72435
# 275
@ bedaposablu [#274]
Seit wann gibt es die farbigen Werbeklischees?
M.W. waren derartige Maschinen von Pitney Bowes (Kennbuchstabe E) in den 1990er Jahren in Deutschland lediglich "Ausrutscher". Es wurden für das Ausland bestimmte Maschinen umgerüstet (Frankierkopf) und im Inland verkauft. Das erste regulär mehrfarbig frankierende Absenderfreistempelmodell kam ca. 2012 auf den Markt (auch von Pitney Bowes, Frankit 4D11).
Ende der 1970-er Jahre gab es in Deutschland noch ein Modell vom norwegischen Hersteller Krag (Kennbuchstabe D), welches auch in der Lage war / gewesen wäre, zweifarbig zu frankieren. Das Modell hatte sich aufgrund des Gewichtes und der Möglichkeit zur Aufladung des Portos (nur am Postschalter möglich gewesen), in der alten Bundesrepublik nicht durchgesetzt.
Gruß
Stefan
Am: 06.09.2024 07:24:30
Gelesen: 72379
# 276
@ bedaposablu [#274]
@ Stefan [#275]
Guten Morgen,
bestimmte Maschinen von Pitney Bowes hatten eine Möglichkeit zwei Farbwalzen zu benutzen. Das war für das Ausland vorgesehen. Hat also, da zu früh, nichts mit einem Frankierkopf zu tun.
Möglich ist, dass verkehrte Farbwalzen geliefert wurden.
Hier im gleichen Thread mein alter Beitrag dazu.
https://www.philaseiten.de/beitrag/210621
Viele Grüße
Hajo
Am: 06.09.2024 20:19:08
Gelesen: 72218
# 277
@ Stefan [#275]
@ Nordluchs [#276]
Hallo Stefan und Hajo,
recht vielen Dank für eure Informationen. Zeitlich passen die SEL-AFS aus 1992 in das Schema. Viele von diesen zweifarbigen AFS scheint es aber nicht zu geben.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 08.09.2024 09:55:55
Gelesen: 72081
# 278
Hallo in die Runde,
es lag etwas Neues im Briefkasten:
Bei dem R-Brief vom Oktober 1954 wurde ein Aufbrauch-R-Zettel mit Einzeiler "KARL-MARX-STADT" verwendet und im Werbeklischee entfernte man wohl das letzte Wort "Chemnitz".
Sollte ein/e Kollege/Kollegin eine Abbildung des Original-AFS besitzen, ich wäre über ein Bild davon sehr dankbar.
mit Sammlergruß
Werrner
Bei dem R-Brief vom Oktober 1954 wurde ein Aufbrauch-R-Zettel mit Einzeiler "KARL-MARX-STADT" verwendet und im Werbeklischee entfernte man wohl das letzte Wort "Chemnitz".
Sollte ein/e Kollege/Kollegin eine Abbildung des Original-AFS besitzen, ich wäre über ein Bild davon sehr dankbar.
mit Sammlergruß
Werrner
Am: 08.09.2024 12:58:30
Gelesen: 72039
# 279
Hallo,
ich kann etwas "Nettes" nachreichen:
In der gleichen Portostufe zu 70 Pfg. lässt sich aus der frühen Zeit der DDR eine "Verwaltungswertpost" darstellen. Im Gegensatz zu den normalen Wertbriefen durfte hier die Wertsumme nicht aufgeführt werden und die Rückseite erforderte keine Siegelung.
mit Sammlergruß
Werner
In der gleichen Portostufe zu 70 Pfg. lässt sich aus der frühen Zeit der DDR eine "Verwaltungswertpost" darstellen. Im Gegensatz zu den normalen Wertbriefen durfte hier die Wertsumme nicht aufgeführt werden und die Rückseite erforderte keine Siegelung.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 09.09.2024 18:36:49
Gelesen: 71923
# 280
Hallo an diesem Montag,
endlich kann ich eine von mir lange gesuchten Stp-Typ vorstellen:
Warum dieser Typ keine eigene Nummer durch die Herren H. Dürst und G. Eich bekommen hat, lässt sich nicht abklären.
Das Postamt OSNABRÜCK nahm seinerzeit eine Sonderstelle bei der Umarbeitung ihrer alten AFS-Maschine ein, sie ließ den Reichsadler entfernen (aptierten) und setzte den Begriff „Reichspost“, natürlich in der neuen Type „Antiqua“ mittig in unteren Wertrahmen ein. Zusätzlich wurde ein neues Mittel-Klischee mit dem Text „Gebühr bezahlt“ eingefügt. Dieser Stempel kann bisher vom 13.11.1945 bis zum 5.5.1947 nachgewiesen werden.
mit Sammlergruß
Werner
Warum dieser Typ keine eigene Nummer durch die Herren H. Dürst und G. Eich bekommen hat, lässt sich nicht abklären.
Das Postamt OSNABRÜCK nahm seinerzeit eine Sonderstelle bei der Umarbeitung ihrer alten AFS-Maschine ein, sie ließ den Reichsadler entfernen (aptierten) und setzte den Begriff „Reichspost“, natürlich in der neuen Type „Antiqua“ mittig in unteren Wertrahmen ein. Zusätzlich wurde ein neues Mittel-Klischee mit dem Text „Gebühr bezahlt“ eingefügt. Dieser Stempel kann bisher vom 13.11.1945 bis zum 5.5.1947 nachgewiesen werden.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 09.09.2024 20:39:42
Gelesen: 71899
# 281
@ HWS-NRW [#280]
Hallo Sammlerfreund Salzmann,
kann es sein, dass Sie etwas Schwierigkeiten haben Postfreistempel von Absenderfreistempel zu unterscheiden.
Unter der Nummer APFS – 235 – 236 wird diese Maschine beschrieben. Es handelt sich um einen alten Absenderfreistempel der als Postfreistempel benutzt wurde.
APFS = ABSENDERFREISTEMPEL VON POSTÄMTERN, aufgedruckt mit geliehenem oder gekauften Absenderfreistemplern die am Postschalter verwendet wurden. (Zitat Bernhard). Man bezeichnet diese Art als Notmaßnahme.
Warum dieser Typ keine eigene Nummer durch die Herren H. Dürst und G. Eich bekommen hat, lässt sich nicht abklären.
Weil es ein Postfreistempel ist!! Dazu siehe auch den Link. [1]
Schon allein beide verstorbenen Autoren zu nennen ist schäbig.
Zur Kenntnis, als Mitautor dieser beiden genannten Werke werde ich genau beobachten, was Sie hier in diesen Forum von sich geben. Lesen Sie im Heft 1 (Dürst/ Eich) das Vorwort!
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Joachim Förster
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/328190
Am: 10.09.2024 19:18:22
Gelesen: 71774
# 282
@ Nordluchs [#281]
Hallo zusammen,
ich kann an dieser Stelle natürlich nicht Seiten aus der Broschüre „Absenderfreistempel als Postfreistempel„ zeigen. Habe aber heute aus dem Dürst/Eich Band 2: „Die deutschen Absenderfreistempel der Nachkriegszeit ab 1946“ einen Ausschnitt der Seite 152 zur kurzen Erklärung gescannt.
Viele Grüße
Hajo
Viele Grüße
Hajo
Am: 11.09.2024 09:42:32
Gelesen: 71714
# 283
Hallo zusammen,
nachfolgend für Interessierte zusätzliche Aufklärungsarbeit.
Der gezeigte Beleg mit Absenderfreistempel als Postfreistempel (APFS) stammt von der 45. Harlos Auktion 2023, Losnummer 3832 (eingesehen am 23. 06. 2023).
(23) Osnabrück 1 – Gebühr bezahlt - vom 10.07.1946, Unterscheidungsbuchstabe (g) im Ortsstempel. APFS – 235. Nebenbei bemerkt wurde der ursprüngliche Wertrahmen E-5 mit Reichsadler und Landesname entfernt, dann durch den Einsatz "REICHSPOST" ersetzt. Ganzsache AM 6 Pfg.gelb, mit Entwertung durch Absenderfreistempel als Postfreistempel in Osnabrück Gebühr bezahlt 10.7.46, Bedarf nach Merseburg, ungewöhnliche Teilbarfrankatur. (Harlos)
Der Vermerk „Gebühr bezahlt“ im Klischee und der Unterscheidungsbuchstabe im Ortstempel ist ein weiterer Hinweis auf einen nicht gewöhnlichen Absenderfreistempel.
APFS - 236 mit neuem Wertrahmen mit Datum 14.06.1951 und immer noch benutzt!
Aktuell noch einen weiteren Beleg einstellt. [1]
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/349489
(23) Osnabrück 1 – Gebühr bezahlt - vom 10.07.1946, Unterscheidungsbuchstabe (g) im Ortsstempel. APFS – 235. Nebenbei bemerkt wurde der ursprüngliche Wertrahmen E-5 mit Reichsadler und Landesname entfernt, dann durch den Einsatz "REICHSPOST" ersetzt. Ganzsache AM 6 Pfg.gelb, mit Entwertung durch Absenderfreistempel als Postfreistempel in Osnabrück Gebühr bezahlt 10.7.46, Bedarf nach Merseburg, ungewöhnliche Teilbarfrankatur. (Harlos)
Der Vermerk „Gebühr bezahlt“ im Klischee und der Unterscheidungsbuchstabe im Ortstempel ist ein weiterer Hinweis auf einen nicht gewöhnlichen Absenderfreistempel.
APFS - 236 mit neuem Wertrahmen mit Datum 14.06.1951 und immer noch benutzt!
Aktuell noch einen weiteren Beleg einstellt. [1]
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/349489
Am: 09.10.2024 11:36:43
Gelesen: 70624
# 284
Hallo zusammen,
ich möchte einen weiteren umgerüsteten Absenderfreistempler zeigen.

563 Remscheid 11, ERL-TUCHE, Ewald Rüggeberg
Im Handbuch Dürst/Eich, Band 2 nachzusehen: Francotyp – vereinzelt auf engen Abstand umgebaute ältere Maschinen.
Bei Interesse nachfolgend weitere schon erschienene Beiträge. [1],[2],[3].
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/319293
[2] https://www.philaseiten.de/beitrag/321648
[3] https://www.philaseiten.de/beitrag/322763

563 Remscheid 11, ERL-TUCHE, Ewald Rüggeberg
Im Handbuch Dürst/Eich, Band 2 nachzusehen: Francotyp – vereinzelt auf engen Abstand umgebaute ältere Maschinen.
Bei Interesse nachfolgend weitere schon erschienene Beiträge. [1],[2],[3].
Viele Grüße
Hajo
[1] https://www.philaseiten.de/beitrag/319293
[2] https://www.philaseiten.de/beitrag/321648
[3] https://www.philaseiten.de/beitrag/322763
Am: 23.10.2024 21:52:51
Gelesen: 70272
# 285
Hallo zusammen,
ist immer erschreckend wieviel fleißige Scherenhände es früher gab (vermutlich immer noch gibt).
Nett in eine kleine Pergamin Tüte verpackt den folgenden Ausschnitt zwischen weiteren Ausschnitten aus dem Deutschen Reich entdeckt. Versuchen Sie mal bei einer Auktion einen ganzen Beleg zu erhalten. Sehr selten zu sehen und angeboten.
Offizielle Versuche mit der Komusina:
D - 1 ab 1.8.1923 – 13.5.1924 Berlin Reichs-Kredit GmbH
D - 2 ab 12.12.1923 – 31.3.1924 Hamburg, Handelskammer Hamburg
Zusätzlicher Hinweis: Die frühen Versuchsgeräte besaßen keine eigenen Ortsstempel und wurden daher bei den Postämtern mit dem Tagesstempel versehen.
Sammlung Dr. Eden
Das zur Auflockerung und Kenntnis für Interessierte.
Viele Grüße
Hajo
Offizielle Versuche mit der Komusina:
D - 1 ab 1.8.1923 – 13.5.1924 Berlin Reichs-Kredit GmbH
D - 2 ab 12.12.1923 – 31.3.1924 Hamburg, Handelskammer Hamburg
Zusätzlicher Hinweis: Die frühen Versuchsgeräte besaßen keine eigenen Ortsstempel und wurden daher bei den Postämtern mit dem Tagesstempel versehen.
Sammlung Dr. Eden
Das zur Auflockerung und Kenntnis für Interessierte.
Viele Grüße
Hajo
Am: 11.11.2024 16:56:58
Gelesen: 69356
# 286
Hallo zusammen,
ein interessanter Vorgang wurde in Erinnerung gerufen als dieser Brief aus einer Kiste auftauchte. Ist schon ein paar Tage her. Genau gesagt etwas über 30 Jahre.

21079 Hamburg 90 Container Jutta Schirmer GmbH
Diese Firma hatte eine geniale Idee, wohl nicht nur geduldet, sondern vermutlich wurde das genehmigt. Also ohne Klischee benutzt, aber bedruckte Umschläge dazu entwickelt und benutzt.
Problem ist, wenn ein Sammler der einen Ausschnitt besitzt, rätselt, wie er das einordnen kann.
Viele Grüße
Hajo

21079 Hamburg 90 Container Jutta Schirmer GmbH
Diese Firma hatte eine geniale Idee, wohl nicht nur geduldet, sondern vermutlich wurde das genehmigt. Also ohne Klischee benutzt, aber bedruckte Umschläge dazu entwickelt und benutzt.
Problem ist, wenn ein Sammler der einen Ausschnitt besitzt, rätselt, wie er das einordnen kann.
Viele Grüße
Hajo
Am: 21.11.2024 18:18:06
Gelesen: 68727
# 287
Hallo an alle,
ich habe diese Woche den folgenden Absenderfreistempel mit der Kennung E654565 gefunden:
Es handelt sich hier scheinbar um eine umgerüstete Maschine für die Vorausentwertung - wer kann zu dieser Maschine eventuell mehr sagen, z.B. seit wann bis wann im Einsatz ?
Viele Grüße Jürgen
Es handelt sich hier scheinbar um eine umgerüstete Maschine für die Vorausentwertung - wer kann zu dieser Maschine eventuell mehr sagen, z.B. seit wann bis wann im Einsatz ?
Viele Grüße Jürgen
Am: 21.11.2024 18:34:50
Gelesen: 68722
# 288
@ Journalist [#287]
Der Nummernkreis von E654565 gehört (eigentlich) zu den Paragons von Pitney Bowes. Wir haben mit E654561 und E654569 zwei benachbarte Maschinennummern in der Stempeldatenbank:
Die Paragons waren als Hochleistungsfrankieranlagen vor allem Ende der 1990er Jahre und Anfang des Jahrtausends (Nullerjahre) in Gebrauch.
Gruß
Stefan
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/43915
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/188803
Die Paragons waren als Hochleistungsfrankieranlagen vor allem Ende der 1990er Jahre und Anfang des Jahrtausends (Nullerjahre) in Gebrauch.
Gruß
Stefan
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/43915
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/188803
Am: 23.11.2024 09:30:00
Gelesen: 68643
# 289
Hallo zusammen,
es gibt wenige Absenderfreistempel aus der alten Bundesrepublik mit Unterscheidungsbuchstaben. Dieses ist möglich bei mehreren Maschinen in der Verwaltung von großen Firmen. War aber keine Vorschrift. Trotzdem immer interessant.

5000 Köln 21 Lufthansa Airport Express nach Frankfurt
Wie schon im Beitrag [#21] erwähnt gibt es diese Besonderheit auch von der Lufthansa. Da mir gerade ein derartiges Beispiel in die Hände kam stelle ich das hier vor.
Viele Grüße
Hajo

5000 Köln 21 Lufthansa Airport Express nach Frankfurt
Wie schon im Beitrag [#21] erwähnt gibt es diese Besonderheit auch von der Lufthansa. Da mir gerade ein derartiges Beispiel in die Hände kam stelle ich das hier vor.
Viele Grüße
Hajo
Am: 25.11.2024 16:35:04
Gelesen: 68475
# 290
@ Journalist [#287]
@ Stefan [#288]
Hallo Stefan,
danke für die Ergänzung, scheinbar wurde hier eventuell eine willkürliche Kennung genommen - dies könnte man dadurch belegen, das man einen normalen AFS mit der Kennung E654565 hier zeigen könnte.
@ Nordluchs [#289]
Hallo Hajo,
danke für das Zeigen des nicht alltäglichen AFS mit Unterscheidungsbuchstaben. Gibt es hier denn eventuell eine Aufstellung welche AFS diesbezüglich bekannt sind ? - denn soviele dürften es doch nicht sein oder ?
Ich kann zumindest auch einen den ich heute gesichtet habe, zeigen:
Ein schöner AFS mit toller Werbung aus 633 Wetzlar 1 und dem UB "C"
Viele Grüße Jürgen
Ein schöner AFS mit toller Werbung aus 633 Wetzlar 1 und dem UB "C"
Viele Grüße Jürgen
Am: 25.11.2024 19:40:00
Gelesen: 68414
# 291
@ Journalist [#290]
Hallo Jürgen,
Dein gezeigtes Stück gehört auch zu den kleinen Raritäten. Wie schon in meinem Beitrag gezeigt, sind zwei weitere zu sehen. [#21]
Die Unterscheidungsbuchstaben A und C von Leitz, Wetzlar sind nachgewiesen von 1962 bis 1993.
Wichtig an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass wir hier uns vorerst auf die alte Bundesrepublik beschränken. Bekannt sind auch etliche aus dem Gebiet der früheren DDR. Aber das ist hier nicht das Thema.
Nachfolgen ein weiteres seltenes Beispiel:
(22c) Bad Godesberg- Mehlem „UB A“, Firma Ringsdorf, Kohlebürsten, Bürstenhalter Bogenlichtkohlen und Sintermetall-Erzeugnisse
Ein weiteres Exemplar von Osnabrück ist auch noch vorhanden. Wird gerade gesucht!
Von der Lufthansa Köln 21, wie gezeigt, gibt es einige mit verschiedenen Klischees.
Bekannt sind mir 1-2 Beispiele im Deutschen Reich. Suche ich mal heraus.
Das wäre nach meinem Kenntnisstand alles.
Viele Grüße Hajo
(22c) Bad Godesberg- Mehlem „UB A“, Firma Ringsdorf, Kohlebürsten, Bürstenhalter Bogenlichtkohlen und Sintermetall-Erzeugnisse
Ein weiteres Exemplar von Osnabrück ist auch noch vorhanden. Wird gerade gesucht!
Von der Lufthansa Köln 21, wie gezeigt, gibt es einige mit verschiedenen Klischees.
Bekannt sind mir 1-2 Beispiele im Deutschen Reich. Suche ich mal heraus.
Das wäre nach meinem Kenntnisstand alles.
Viele Grüße Hajo
Am: 26.11.2024 11:16:11
Gelesen: 68380
# 292
Hallo zusammen,
Hallo Jürgen,
anbei der angekündigte Absenderfreistempel aus Osnabrück mit dem UB „g“.
(23) Osnabrück 5, KLÖCKNER, GEORGSMARIENWERKE AG
Zusätzliche Aufklärung zum Thema.
(Abschrift aus der DBZ, von 1981, Nr.7, S.1813)
Titel: „Unterscheidungsbuchstaben bei Absenderfreistempelmaschinen“ (Herbert Judmeier)
„ Anfrage beim Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen in Bonn, ob eine Regelung besteht, dass ein Absender, der mehrere Absenderfreistempel (AFS) verwendet diese einzeln kennzeichnen muss.
Der Tenor der Antwort lautet kurzgefasst, dass die Unterscheidung gleicher Stempelabdrucke bei Freistempelmaschinen der besseren Gebührensicherung dienlich sei. Aber eine verbindliche Regelung (Normierung) habe die Behörde im Hinblick auf wenige begrenzte Ausnahmefälle nicht getroffen“.
Veröffentlicht auch in unserem Werk (Angelika und Hajo) „Die Freistempel Hamburger Behörden und deren Amtsnummern“
Das nur zur zusätzlichen Erklärung der hier vorgestellten AFS.
Eventuell arbeite ich das mal auch für den Bericht der FG auf.
Viele Grüße
Hajo
(23) Osnabrück 5, KLÖCKNER, GEORGSMARIENWERKE AG
Zusätzliche Aufklärung zum Thema.
(Abschrift aus der DBZ, von 1981, Nr.7, S.1813)
Titel: „Unterscheidungsbuchstaben bei Absenderfreistempelmaschinen“ (Herbert Judmeier)
„ Anfrage beim Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen in Bonn, ob eine Regelung besteht, dass ein Absender, der mehrere Absenderfreistempel (AFS) verwendet diese einzeln kennzeichnen muss.
Der Tenor der Antwort lautet kurzgefasst, dass die Unterscheidung gleicher Stempelabdrucke bei Freistempelmaschinen der besseren Gebührensicherung dienlich sei. Aber eine verbindliche Regelung (Normierung) habe die Behörde im Hinblick auf wenige begrenzte Ausnahmefälle nicht getroffen“.
Veröffentlicht auch in unserem Werk (Angelika und Hajo) „Die Freistempel Hamburger Behörden und deren Amtsnummern“
Das nur zur zusätzlichen Erklärung der hier vorgestellten AFS.
Eventuell arbeite ich das mal auch für den Bericht der FG auf.
Viele Grüße
Hajo
Am: 08.12.2024 12:00:16
Gelesen: 67961
# 293
Liebe Sammlerfreunde,
ein Absenderfreistempel der DHL Hub Leipzig GmbH in Schkeuditz vom 06.01.2009. Ich denke es ist eine Frankotyp-Postalia Maschine. Leider sind die modernen Absenderfreistempel meistens sehr "nüchtern" im Design.
Mit lieben Sammlergrüßen
Am: 08.12.2024 14:39:31
Gelesen: 67939
# 294
@ Totalo-Flauti [#293]
Hallo Michael,
es ist eine JetMail von Fran cotyp-Postalia. Bitte beachten, Francotyp nicht mit den Buchstaben "k" benutzen.
2000, Das innovative Wiege- und Frankiersystem mit Inkjet-Drucktechnologie - JetMail
Vor der Zeit der Einführung von Frankit ein schnelles Gerät. Hatte aber auch seinen Preis!
Viele Grüße
Hajo
2000, Das innovative Wiege- und Frankiersystem mit Inkjet-Drucktechnologie - JetMail
Vor der Zeit der Einführung von Frankit ein schnelles Gerät. Hatte aber auch seinen Preis!
Viele Grüße
Hajo
Am: 08.12.2024 16:19:00
Gelesen: 67926
# 295
Hallo miteinander!
AFS mit Kennung "1D25030010" mit Datum 03.12.2024 und großem RM4SCC-Barcode "6 K4000 00005", leider ohne Inhalt bzw. Absenderangabe auf dem Umschlag.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
AFS mit Kennung "1D25030010" mit Datum 03.12.2024 und großem RM4SCC-Barcode "6 K4000 00005", leider ohne Inhalt bzw. Absenderangabe auf dem Umschlag.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 08.12.2024 18:31:59
Gelesen: 67901
# 296
Hallo zusammen,
damit wir wieder in die richtige Schiene kommen folgender Beitrag.
Kaiserslautern G. M. Pfaff A.G. mit schief stehenden Ortsstempel.
Siehe dazu den Beitrag hier im Thread. [#134]
Viele Grüße
Hajo
Kaiserslautern G. M. Pfaff A.G. mit schief stehenden Ortsstempel.
Siehe dazu den Beitrag hier im Thread. [#134]
Viele Grüße
Hajo
Am: 09.12.2024 23:59:05
Gelesen: 67819
# 297
@ Nordluchs [#294]
Bitte beachten, Francotyp nicht mit den Buchstaben "k" benutzen.
Hallo,
die Schreibweise von Francotyp mit "k" ist aber nicht ganz unüblich, wie der Brief des "Generalvertreters" von Francotyp aus dem Jahr 1925 zeigt (falsch bleibt sie aber trotzdem):

Der Brief ist übrigens nicht schräg eingescannt, er ist tatsächlich mit dieser Schieflage so bedruckt.
Beste Grüße
Peter Blum
Bitte beachten, Francotyp nicht mit den Buchstaben "k" benutzen.
Hallo,
die Schreibweise von Francotyp mit "k" ist aber nicht ganz unüblich, wie der Brief des "Generalvertreters" von Francotyp aus dem Jahr 1925 zeigt (falsch bleibt sie aber trotzdem):

Der Brief ist übrigens nicht schräg eingescannt, er ist tatsächlich mit dieser Schieflage so bedruckt.
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 09.01.2025 10:35:02
Gelesen: 66925
# 298
Hallo zusammen,
heute eine kleine Besonderheit bezüglich der Kennungen bei Absenderfreistempeln.
Ohne den Vorläufer schon gesehen und registriert zu haben, würde es nicht auffallen. Es handelt sich hier um den früheren Kennbuchstaben G. Dieter Kimmle hat sehr früh, im Jahr 1990, eine kleine Broschüre „Die neuen Deutschen Absenderfreistempel mit stilisiertem Posthorn und Kennnummer für die FG-Freistempel veröffentlicht.
Zum Thema Kennbuchstabe „G“ schrieb er: Unter der Typenbezeichnung PFR 1 vertrieb die Firma Rena seit Mai 1974 Frankiermaschinen das Modell 6337-dreistellig und 6347-vierstellig (Pitney-Bowes). Der Firma Rena wurde der Kennbuchstabe G zugewiesen.
Der Verkauf …wurde am 31. Januar 1985 eingestellt.
Eine derartige Maschine immer noch bei der folgenden Firma benutzt und mit neuem Kennbuchstaben, somit neuer Kennung E 22 1619 mit Datum 2.4.1997 gefunden
25451 QUICKBORN, KR. PINNEBERG 1, (Danisco Ingredients, Deutschland G.m.b.H.)
Zum Vergleich:

vorher - nachher
Es sind auch Maschinen bekannt, die eine Zeit ohne den jeweiligen Buchstaben vorerst weiter betrieben wurden. Werde ich mal demnächst vorstellen.
Viele Grüße
Hajo
25451 QUICKBORN, KR. PINNEBERG 1, (Danisco Ingredients, Deutschland G.m.b.H.)
Zum Vergleich:

vorher - nachher
Es sind auch Maschinen bekannt, die eine Zeit ohne den jeweiligen Buchstaben vorerst weiter betrieben wurden. Werde ich mal demnächst vorstellen.
Viele Grüße
Hajo
Am: 14.01.2025 09:48:45
Gelesen: 66750
# 299
Hallo zusammen,
mal was anderes und bisher nur von Hamburg bekannt.
Archivkarten von Francotyp (BAFRA Berlin) sind hier ab und zu im Forum abgebildet. Diese sind bisher von dem Francotyp - Partner (Anker Bielefeld) noch nicht aufgetaucht.
Daher freut man sich, wenn sogenannte Reparatur-Karten, hier zum Beispiel von der örtlichen Vertretung von Francotyp (Firma Bruns) auftauchen. Denn diese tragen auf der Rückseite die Maschinennummern.

Hier ist A 348 für die Maschine der Hamburger Schifffahrtsline Levante zu entnehmen. Vorder- und Rückseite, eingekürzt da es sich um unwichtige Angaben handelt.
Viele Grüße
Hajo

Hier ist A 348 für die Maschine der Hamburger Schifffahrtsline Levante zu entnehmen. Vorder- und Rückseite, eingekürzt da es sich um unwichtige Angaben handelt.
Viele Grüße
Hajo
Am: 19.01.2025 10:21:07
Gelesen: 66652
# 300
@ Nordluchs [#298]
Hallo zusammen,
wie angekündigt hier nun das Teil ohne Kennbuchstabe G aus Saarbrücken. Da die Daten für die FG z. Z. zusammengetragen werden, lief das Pärchen über den Monitor.

G 219376, 66130 Saarbrücken 31, SA EL CO Kabel und Leitungen
- 219376, 66130 Saarbrücken 31, SA EL CO Kabel und Leitungen, (Kennbuchstabe fehlt)
Bei der Herstellung des neuen Wertrahmen bei Pitney Bowes fiel das wohl auf. Ob danach noch der Buchstabe E, also E219376 eingebaut wurde, ist bisher noch nicht festgestellt worden. Vermutlich bei der Umstellung auf Wertrahmen Deutsche Post Euro Cent. Ob das Gerät dann einem neuem Gerät Platz machen musste, ist bisher nur eine Vermutung.
Viele Grüße
Hajo

G 219376, 66130 Saarbrücken 31, SA EL CO Kabel und Leitungen
- 219376, 66130 Saarbrücken 31, SA EL CO Kabel und Leitungen, (Kennbuchstabe fehlt)
Bei der Herstellung des neuen Wertrahmen bei Pitney Bowes fiel das wohl auf. Ob danach noch der Buchstabe E, also E219376 eingebaut wurde, ist bisher noch nicht festgestellt worden. Vermutlich bei der Umstellung auf Wertrahmen Deutsche Post Euro Cent. Ob das Gerät dann einem neuem Gerät Platz machen musste, ist bisher nur eine Vermutung.
Viele Grüße
Hajo
Am: 30.01.2025 09:36:54
Gelesen: 66366
# 301
@ Nordluchs [#25]
Hallo,
wieder mal ein Fundstück zum Thema zweifarbige Absenderfreistempel gescannt.
K192825, 20097 Hamburg 1, Jürgen Kühn, Steuerberater
Wie das zustande kommt, erklärt der Beitrag [#25].
Viele Grüße
Hajo
K192825, 20097 Hamburg 1, Jürgen Kühn, Steuerberater
Wie das zustande kommt, erklärt der Beitrag [#25].
Viele Grüße
Hajo
Am: 12.02.2025 08:52:23
Gelesen: 65668
# 302
Brief vom 25.06.2001 von Tarp nach Oberkochen. Absenderfreistempel der Bundeswehr über 59 Eurocent. Als Bargeld wurde der Euro erst am 01.01.2002 eingeführt, als Buchungsgeld schon ab 01.01.1999.
Auffällig ist, das der AFS schwarz erscheint und nur das Datum und der Centbetrag in blau. Siehe auch Beitrag #25 und #301

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 16.03.2025 20:55:38
Gelesen: 63301
# 303
Hallo miteinander!
AFS aus Birkenwerder als Vorführgerät mit Kennung F703982 und Datum 01.10.2004
In der Datenbank ist diese Kennung mit Datum 31.10.2001 von der Sparkasse Rheinberg [1].
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/601843
AFS aus Birkenwerder als Vorführgerät mit Kennung F703982 und Datum 01.10.2004
In der Datenbank ist diese Kennung mit Datum 31.10.2001 von der Sparkasse Rheinberg [1].
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/601843
Am: 21.03.2025 20:10:52
Gelesen: 62506
# 304
Hallo miteinander!
AFS DÜSSELDORF 14 / 4000 E112193 vom 16.07.1993
Nun, der Stempelkopf ist hier nicht rund, Segmentstempel mit Segment oben ?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
AFS DÜSSELDORF 14 / 4000 E112193 vom 16.07.1993
Nun, der Stempelkopf ist hier nicht rund, Segmentstempel mit Segment oben ?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 27.03.2025 21:49:21
Gelesen: 61826
# 305
Massendrucksachen konnten mittels Absenderfreistempel zur Einlieferung vorbereitet werden und im Postamt mittels Gebührenablösung bezahlt werden. Im Wertrahmen wurde der Wert 000 eingestellt. Für die Kennzeichnung "Gebühr bezahlt" gab es mehrere Varianten.
Am einfachsten war es bei Francotyp-Absenderfreistempelmaschinen. Dort konnte der Zusatz "Gebühr bezahlt" zugeschaltet werden.
Bei Postalia-Maschinen war das aus Platzmangel nicht möglich. Bei diesem Beispiel fügte das Postamt Siegen einen entsprechenden Handstempel hinzu.
Findige Tüftler rüsteten die Postalia-Maschine der Nürnberger Lebkuchenfabrik Otto Schmidt auf, indem sie rechts vom Wertrahmen den Vermerk "Gebühr bezahlt" anlöteten. Interessant an dieser Maschine ist auch die Umstellung der Postleitgebietszahl auf die neue Postleitzahl zu verfolgen. Werbetext und Wertrahmen blieben gleich, der Stempelkopf wurde ausgetauscht.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Am einfachsten war es bei Francotyp-Absenderfreistempelmaschinen. Dort konnte der Zusatz "Gebühr bezahlt" zugeschaltet werden.
Bei Postalia-Maschinen war das aus Platzmangel nicht möglich. Bei diesem Beispiel fügte das Postamt Siegen einen entsprechenden Handstempel hinzu.
Findige Tüftler rüsteten die Postalia-Maschine der Nürnberger Lebkuchenfabrik Otto Schmidt auf, indem sie rechts vom Wertrahmen den Vermerk "Gebühr bezahlt" anlöteten. Interessant an dieser Maschine ist auch die Umstellung der Postleitgebietszahl auf die neue Postleitzahl zu verfolgen. Werbetext und Wertrahmen blieben gleich, der Stempelkopf wurde ausgetauscht.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Am: 17.04.2025 22:05:01
Gelesen: 59021
# 306
Auf dieser Stammkarte einer Francotyp C Maschine der AOK Essen-Steele wurde der Austausch des Werbeeinsatzes dokumentiert. Der am 27.6.1962 eingebaute neue Werbeeinsatz hatte keine Postleitgebietszahl mehr.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Am: 18.04.2025 00:20:11
Gelesen: 59003
# 307
@ Jürgen Witkowski [#306]
Jetzt bleibt noch die Frage ob der Ortsstempel ebenfalls ausgetauscht wurde?
Dies ist jedenfalls auf der Stammkarte nicht dokumentiert worden.
Wer hat also vom besagten Zeitraum kurz nach dem 27.06.1962 einen Beleg dieser Frankiermaschine?
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 21.04.2025 09:07:15
Gelesen: 58658
# 308
Hallo,
da die Post über die Feiertage nicht liefert, kann ich einen nicht häufigen AbsenderfreistempeI zeigen. Stammt aus der Kollektion von Heiner Dürst und ist eine Francotyp A.
Magdeburg 1/(19b), Zahle bargeldlos, Steueramt Magdeburg
Die Stellung der PLGZ unten ist hier zu beachten.
Gruß
Hajo
Magdeburg 1/(19b), Zahle bargeldlos, Steueramt Magdeburg
Die Stellung der PLGZ unten ist hier zu beachten.
Gruß
Hajo
Am: 08.05.2025 11:41:31
Gelesen: 57698
# 309
Hallo,
in der Bearbeitung und hier kurz vorgestellt. Eine sogenannte Kontrollkarte der Postalia in Offenbach. Es wurde für eine vorhandene Postalia Handmaschine ein E-Antrieb „Standard“ für den gezeigten Freistempler ausgegeben.
Vorführstempel Postalia, For Franking and Advertising, POSTALIA POSTAL METER
Durch die englische Version der Werbung im Klischee diente das Zusatzgerät zur Vorführung in dem gewählten Sprachraum! Auch die Angaben im Datum unterstützen diese Vermutung.
Zur Erklärung, was ein E-Antrieb ist, nachfolgend eine Abbildung aus einem Werbeprospekt.
So eingesetzt konnte das Zusatzgerät mit gummiertem Transportband zügig die Briefe einziehen und stempeln.
Gruß
Hajo
Vorführstempel Postalia, For Franking and Advertising, POSTALIA POSTAL METER
Durch die englische Version der Werbung im Klischee diente das Zusatzgerät zur Vorführung in dem gewählten Sprachraum! Auch die Angaben im Datum unterstützen diese Vermutung.
Zur Erklärung, was ein E-Antrieb ist, nachfolgend eine Abbildung aus einem Werbeprospekt.
So eingesetzt konnte das Zusatzgerät mit gummiertem Transportband zügig die Briefe einziehen und stempeln.
Gruß
Hajo
Am: 21.05.2025 10:28:50
Gelesen: 56741
# 310
@ Nordluchs [#44]
Etwas spät, aber hier ist eine echte Verwendung des Strobel-Absenderfreistempels:
Am: 22.05.2025 14:36:54
Gelesen: 56452
# 311
@ bovi11 [#310]
Hallo Bovi,
ich kann leider erst jetzt reagieren, da wir heute Vormittag mit dem Kreuzfahrtschiff von Schottland und Shetland Inseln zurück gekehrt sind.
Schönes seltenes Exemplar! Gratulation!
Gruß
Hajo
Am: 22.05.2025 19:45:10
Gelesen: 56406
# 312
@ Nordluchs [#44]
@ bovi11 [#310]
@ Nordluchs [#311]
Ein Ortswerbestempel im Absenderfreistempler ist ja ungewöhnlich, genauer gesagt einmalig. Zuerst dachte ich, dass vielleicht die Stadt Pinneberg an der Bauschule beteiligt sei oder in deren Besitz, und deshalb dieser analoge Ortswerbestempel angeschafft wurde. Doch neben dem Anlass "75 Jahre Stadt Pinneberg" sind ja noch 2 Rosen im Stempel abgebildet, die den Bezug auch zur Firma Strobel + Wohlt herstellen, siehe auch Wikipedia.
Während der Ortswerbestempel Pinneberg Bochmann Nr. 1 offenbar nur in 1950 verwendet wurde, sind vom analogen AFS Verwendungen bis 1953 bekannt. Zwei kleine Artikelchen sind in den FG-Berichten Nr. 19/1992 und 42/1999 zu finden.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 28.05.2025 08:20:53
Gelesen: 55656
# 313
Hallo an diesem feuchten MIttwoch.
Diesen Brief hatte ich aufgrund des zweiten Abdruckes gekauft, nun finde ich im Tagesstempel auch noch die Bezeichnung MÜNCHEN 2 BS, was könnte das heißen, "Briefstelle" z.B. oder ?
In der Datenbank habe ich nichts gefunden.
Mit Dank für die Aufklärung und Sammlergruß
Werner
Diesen Brief hatte ich aufgrund des zweiten Abdruckes gekauft, nun finde ich im Tagesstempel auch noch die Bezeichnung MÜNCHEN 2 BS, was könnte das heißen, "Briefstelle" z.B. oder ?
In der Datenbank habe ich nichts gefunden.
Mit Dank für die Aufklärung und Sammlergruß
Werner
Am: 28.05.2025 15:22:43
Gelesen: 55606
# 314
Hallo an die Interessierten,
sind diese 2 Stempel nun AFS (Absender-Frei-Stempel) ? Jedenfalls scheint mir die Deutsche Post AG nicht involviert zu sein.
Die TNT-Post verwendet AFS der Deutschen Post zum Versand von Kundenpost; Belege sind in der Stempeldatei.
Kann man von AFS einer Privatpost sprechen und schreiben?
Danke im voraus für Kommentare.
Heinrich3
sind diese 2 Stempel nun AFS (Absender-Frei-Stempel) ? Jedenfalls scheint mir die Deutsche Post AG nicht involviert zu sein.
Die TNT-Post verwendet AFS der Deutschen Post zum Versand von Kundenpost; Belege sind in der Stempeldatei.
Kann man von AFS einer Privatpost sprechen und schreiben?
Danke im voraus für Kommentare.
Heinrich3
Am: 28.05.2025 16:58:22
Gelesen: 55586
# 315
@ Heinrich3 [#314]
Hallo Heinrich,
ob oder ob nicht die Deutsche Post involviert ist, sagt erst einmal absolut nichts über den Charakter eines Stempels aus. Warum sollte es keine Absenderfreistempel im Einsatz für Privatposten geben?
Es gibt ja keine Absenderfreistempel der Deutschen Post, die Deutsche Post hat keine Absenderfreistempel, sondern es gibt nur Absenderfreistempel eines bestimmten Herstellers, der das Absenderfreistempelgerät für die Nutzung bei einer bestimmten Post angemeldet hat und dass dann dort für die Nutzung "nur" freigeben wird.
In Deinem Fall handelt es sich um ein "Absenderfreistempel"-Gerät von Pitney Bowes, speziell konfektioniert zur Nutzung bei der damaligen TNT Post, der deutschen Tochter der privatisierten, hoheitlichen niederländischen UPU-Post TNT (ehemals PTT/TPG, später PostNL).
Hier hast Du aber Recht, ich würde in diesem Fall aber auch nicht von einem Absenderfreistempel reden (auch wenn die Abschläge von einem typischen Absenderfreistempelgerät stammen), sondern sehr viel eher von einem Postfreistempel. Denn hier hat die TNT Post, die bei ihr eingelieferte Post ihrer Kunden "freimachend" gekennzeichnet. Das ist somit ein Postfreistemnpel. Das Gerät wurde nicht vom Absender betrieben, sondern von der Post selbst. Kunden- bzw. Absenderklischees werden bei Privatposten grundsätzlich erst bei der Freimachung durch die Post - auf Kundenwunsch - hinzugeschaltet. Das ist übrigens bei Privatposten der übliche Standardprozess.
Wie heutzutage auch bei gefühlt "fast allen" Absenderfreistempelungen aus dem Bereich der Deutschen Post, auch hier werden inzwischen sehr viele AFS-Sendungen erst durch externe Frankierservice-Dienstleister (von privaten Anbietern, wie "Postcon" oder "Freesort" bis zur Post selbst, hier u.a. "Deutsche Post InHaus Services") "außer Haus" per AFS freigemacht, aber unter Zuschaltung des Kundenklischees des ursprünglichen Absenders, bevor sie dann von diesen frankierenden Dienstleister bei der Post (konsolidiert) eingeliefert werden.
AFS/PFS sind nur sinn-beschreibende Namen, sie haben mit einer bestimmten Postbetreiber-Kategorie nichts zu tun.
Beste Grüße
Thomas
Am: 02.06.2025 23:53:26
Gelesen: 54758
# 316
Hallo,
hier ein Freistempel, bei dem die Maschinennummer wohl etwas lang geraten ist (sieben statt normalerweise sechs Ziffern unten im Wertrahmen):
32816 Schieder-Schwalenberg - waku Möbel - 21.09.1999 - F5861300
Abgebildet ist ein entsprechender Stempel auch im Bericht 46 aus dem Jahr 2000 der Forschungsgemeinschaft Absenderfreistempel.
Beste Grüße
Peter Blum
32816 Schieder-Schwalenberg - waku Möbel - 21.09.1999 - F5861300
Abgebildet ist ein entsprechender Stempel auch im Bericht 46 aus dem Jahr 2000 der Forschungsgemeinschaft Absenderfreistempel.
Beste Grüße
Peter Blum
Am: 10.06.2025 11:11:43
Gelesen: 53755
# 317
@ DL8AAM [#315]
Danke Thomas.
Leider hatte ich in den vergangenen Wochen nicht-philatelistische Probleme, deshalb die Verspätung.
Beste Grüße
Heinrich
Am: 23.07.2025 13:04:49
Gelesen: 48689
# 318
Hallo,
gezeigt wird ein Brief in die Schweiz der unterfrankiert war. Die Post bemerkte das und lieferte an den Absender zurück (Reste des Hinweises noch sichtbar).
Ging nächsten Tag mit zusätzlichem Absenderfreistempel auf die Reise.
(13b) München 25, Präzisions-Erzeugnisse Deckel
Porto für Inlandsbrief 20g 20Pf, Ausland 30Pf.
Fräulein Buck im Hotel Urban in Zürich musste somit mindestens einen Tag länger warten.
Gruß
Hajo
(13b) München 25, Präzisions-Erzeugnisse Deckel
Porto für Inlandsbrief 20g 20Pf, Ausland 30Pf.
Fräulein Buck im Hotel Urban in Zürich musste somit mindestens einen Tag länger warten.
Gruß
Hajo
Am: 23.07.2025 13:36:27
Gelesen: 48679
# 319
Hallo,
noch ein weiterer Brief in die Schweiz.
Dieser Verlag hatte inzwischen den Wertrahmen seiner AFS-Maschine mit der (von der NS-Regierung erwünschten) Antiqua-Schrift umgerüstet, der Beleg ging von BERLIN WS 68 aus nach Durchlauf der Zensurstelle in Richtung Baselland.
mit Sammlergruß
Werner
Dieser Verlag hatte inzwischen den Wertrahmen seiner AFS-Maschine mit der (von der NS-Regierung erwünschten) Antiqua-Schrift umgerüstet, der Beleg ging von BERLIN WS 68 aus nach Durchlauf der Zensurstelle in Richtung Baselland.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 31.07.2025 11:11:52
Gelesen: 47936
# 320
Hallo an alle,
beim Sortieren habe ich dieser Tage das folgende Formular "Gebührennachweis" aus dem Jahr 1969 gefunden
Hier wird für die Kölner Firma Schöttle & Schuster im Jahr 1969 erfasst, wann die Maschine aufgeladen wurde und wie der jeweilige Kontrollzählerstand ist, auch auf der Rückseite befinden sich weitere Einträge
Bestätigt wurde dies damals durch die Unterschrift des entsprechenden Postbeamten und eines Poststempels - hier 5 Köln 10.
Es handelte sich hier um die Maschine mit der Kennung D2 117 620, die scheinbar beim Postamt Köln 27 anfangs geführt wurde.
Vermutlich wurden die meisten Formulare dieser Art entsorgt.
Viele Grüße Jürgen
Hier wird für die Kölner Firma Schöttle & Schuster im Jahr 1969 erfasst, wann die Maschine aufgeladen wurde und wie der jeweilige Kontrollzählerstand ist, auch auf der Rückseite befinden sich weitere Einträge
Bestätigt wurde dies damals durch die Unterschrift des entsprechenden Postbeamten und eines Poststempels - hier 5 Köln 10.
Es handelte sich hier um die Maschine mit der Kennung D2 117 620, die scheinbar beim Postamt Köln 27 anfangs geführt wurde.
Vermutlich wurden die meisten Formulare dieser Art entsorgt.
Viele Grüße Jürgen
Am: 31.07.2025 16:48:58
Gelesen: 47886
# 321
@ Journalist [#320]
Es handelte sich hier um die Maschine mit der Kennung D2 117 620, die scheinbar beim Postamt Köln 27 anfangs geführt wurde.
Hallo Jürgen,
Eine Kennung hatte diese Postalia D2 im Jahr 1969 natürlich noch nicht. Hier ist lediglich die Serialnummer (117 620) der Frankiermaschine angegeben.
Sollte diese kleine Handmaschine tatsächlich bis in die 1980er Jahre im Gebrauch gewesen sein hätte sie bei einem Wertrahmenwechsel die Kennung F 11 7620 bekommen können.
Soweit die kleine Korrektur von mir in Bezug auf die Kennung.
In der FG Post- und Absenderfreistempel haben wir ja einen sehr versierten Köln-Sammler. Falls dieser hier mitliest, kann er ja mal in seinen Fundus hinabtauchen und uns vielleicht eine Abbildung zu dieser Frankiermaschine zeigen.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 24.08.2025 20:41:29
Gelesen: 45449
# 322
Hallo miteinander!
Habe hier einen AFS C042304 vom Briefzentrum 83 ohne Werbeklischee vom 16.09.2010:

In der Datenbank sind von dem Gerät 2 Treffer, jeweils mit Werbeklischee: [1] [2]
Auffallend ist, daß der Text im Stempelkopf hier oberhalb der Mitte der Datumszeile beginnt, bei den beiden anderen mit der Datumszeile bzw. sogar darunter.
Hat jemand von den Spezialisten hier mehr Informationen?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/551047
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/336873
Habe hier einen AFS C042304 vom Briefzentrum 83 ohne Werbeklischee vom 16.09.2010:

In der Datenbank sind von dem Gerät 2 Treffer, jeweils mit Werbeklischee: [1] [2]
Auffallend ist, daß der Text im Stempelkopf hier oberhalb der Mitte der Datumszeile beginnt, bei den beiden anderen mit der Datumszeile bzw. sogar darunter.
Hat jemand von den Spezialisten hier mehr Informationen?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/551047
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/336873
Am: 24.08.2025 23:25:00
Gelesen: 45432
# 323
@ bedaposablu [#322]
Hallo Klaus Peter,
vielleicht kann ich Dir mit den folgenden Abbildungen ein wenig weiterhelfen.
Der von Dir gezeigte Ortsstempel der Hasler Maschine C042304 ist mit denen in der Datenbank gleich. Vielleicht hast Du auch bloß die falsche Abbildung hochgeladen.
Es stimmt aber; es gibt hier zwei unterschiedliche Ortsstempel wie im folgenden Bild deutlich zu sehen ist.
Bei dem oberen Ortsstempel aus dem Jahr 2005 beginnt der Stempeltext tatsächlich etwas tiefer, unterhalb der Datumszeile. Bei dem Ortsstempel aus 2007 beginnt der Stempeltext in Höhe der Datumszeile.
Vermutlich wurde die Maschine stark beansprucht und es mußte ein neuer Ortsstempel eingebaut werden.
Dieser neue Ortsstempel wurde dann über die weiteren Jahre benutzt wie die nächste Abbildung zeigt.
Auch die Beispiele aus 2008 und 2010 belegen den Beginn des Stempeltext in Höhe der Datumszeile.
Zum Abschluß, um das ganze abzurunden dann noch eine Abbildung mit zwei Stempelbelegen aus der "Anfangszeit" dieser Hasler Maschine als noch der Name ROSENHEIM den Ortsstempel zierte.
Soviel dann von mir zum Thema.
Schöne Grüße,
Thomas
Bei dem oberen Ortsstempel aus dem Jahr 2005 beginnt der Stempeltext tatsächlich etwas tiefer, unterhalb der Datumszeile. Bei dem Ortsstempel aus 2007 beginnt der Stempeltext in Höhe der Datumszeile.
Vermutlich wurde die Maschine stark beansprucht und es mußte ein neuer Ortsstempel eingebaut werden.
Dieser neue Ortsstempel wurde dann über die weiteren Jahre benutzt wie die nächste Abbildung zeigt.
Auch die Beispiele aus 2008 und 2010 belegen den Beginn des Stempeltext in Höhe der Datumszeile.
Zum Abschluß, um das ganze abzurunden dann noch eine Abbildung mit zwei Stempelbelegen aus der "Anfangszeit" dieser Hasler Maschine als noch der Name ROSENHEIM den Ortsstempel zierte.
Soviel dann von mir zum Thema.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 25.08.2025 20:15:54
Gelesen: 45310
# 324
@ T1000er [#323]
Hallo Thomas,
recht vielen Dank für deinen obigen Beitrag und die Abbildungen.
Also weiter die Augen aufhalten!
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 03.09.2025 09:14:56
Gelesen: 44546
# 325
Hallo,
gezeigt wird ein Brief, der am ersten Tag einer Portoerhöhung freigemacht wurde.
Entweder bei der Einlieferung bei der Post oder auch vor Ort fiel das auf.
E517170, 45472 Mühlheim an der Ruhr, TOTAL Deutschland GmbH
Ist zwar ein einfacher Beleg, aber war Grund nachzuschauen.
Gruß
Hajo
E517170, 45472 Mühlheim an der Ruhr, TOTAL Deutschland GmbH
Ist zwar ein einfacher Beleg, aber war Grund nachzuschauen.
Gruß
Hajo
Am: 09.09.2025 12:52:02
Gelesen: 43895
# 326
Hallo zusammen,
zwei Absenderfreistempel der Firma Rommenhöller Kohlensäure aus Herste im Kreis Höxter aus den Jahren 1954 und 1960:
Ungewöhnlich finde ich den Zusatz unten im Stempel vom 21.05.1954. Dort heißt es "Post Bahnhof". Was hat dieser Zusatz zu bedeuten.
Am 18.03.1960 steht statt dessen im Stempel "Herste über Bad Driburg (Westfalen)". Wer kann sagen, ob Herste damals eine Poststelle oder ein Zweigpostamt war?
Als Ergänzung zum Stempel ein Text aus Wikipedia [1]:
1894 wurde die erste große Kohlensäurequelle in Herste angebohrt. Der „Riesensprudel“ bildete eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes. Als „Gründer der Kohlensäureindustrie“ fungierte in Herste der Unternehmer Carl Gustav Rommenhöller.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Herste
Ungewöhnlich finde ich den Zusatz unten im Stempel vom 21.05.1954. Dort heißt es "Post Bahnhof". Was hat dieser Zusatz zu bedeuten.
Am 18.03.1960 steht statt dessen im Stempel "Herste über Bad Driburg (Westfalen)". Wer kann sagen, ob Herste damals eine Poststelle oder ein Zweigpostamt war?
Als Ergänzung zum Stempel ein Text aus Wikipedia [1]:
1894 wurde die erste große Kohlensäurequelle in Herste angebohrt. Der „Riesensprudel“ bildete eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes. Als „Gründer der Kohlensäureindustrie“ fungierte in Herste der Unternehmer Carl Gustav Rommenhöller.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Herste
Am: 23.09.2025 09:51:18
Gelesen: 42532
# 327
Hallo,
zurzeit testen einige Mitglieder der Forschungsgemeinschaft die Erfassung von Absenderfreistempel mit technischer Unterstützung (KI) nach dem Scan. Das Programm musste vorher mit Vorgaben gefüttert werden.
Bei der Erfassung stieß das Programm auf unklare Abbildungen. Die zwei Abbildungen stelle ich mal vor.
G221792, Brake, Unterweser, Wasserwirtschaftsamt
Jetzt: Staatliches Amt für Wasser und Abfall Brake.
Wie ersichtlich war das erste Klischee (Abbildung vom 17.5.1989) zu klein geraten und undeutlich. 8 Monate später taucht ein neues geändertes Klischee auf. Diese Kennung von „Rena“ (nur Vertrieb) mit Kennbuchstaben „G“ waren früher auf Tauschtagen sehr begehrt.
Gruß
Hajo
G221792, Brake, Unterweser, Wasserwirtschaftsamt
Jetzt: Staatliches Amt für Wasser und Abfall Brake.
Wie ersichtlich war das erste Klischee (Abbildung vom 17.5.1989) zu klein geraten und undeutlich. 8 Monate später taucht ein neues geändertes Klischee auf. Diese Kennung von „Rena“ (nur Vertrieb) mit Kennbuchstaben „G“ waren früher auf Tauschtagen sehr begehrt.
Gruß
Hajo
Am: 25.09.2025 06:01:35
Gelesen: 42360
# 328
Hallo zusammen,
ein paar Absenderfreistempel mit dem Zusatz „über …“ im Ortsstempel. Bei diesen Stempeln kann das zugehörige Postamt entweder eine Poststelle sein oder es ist ein Zweigpostamt.
(21a) Siebenstern über Bad Driburg vom 22.03.1960.
Bei diesem Stempel gehe ich davon aus, dass in Siebenstern eine Poststelle war, denn bei StampsX gibt es einen normalen violetter Poststellenstempel des Ortes.
Wikipedia [1]:
Siebenstern: Um 1800 hatte sich eine kleine Siedlung um die Becker’sche Glashütte gebildet. Der eigentliche Ort entstand in den 1950er Jahren nach Ansiedlung einer Pressglashütte 1951. Die Walther-Glas GmbH machte Siebenstern zu einem wirtschaftlich bedeutenden Ort im Kreis. Nach Jahren wirtschaftlichen Erfolgs wurde die Mitarbeiterzahl immer mehr verkleinert. Es kam zur Insolvenz und zur Stilllegung des Werkes Ende 2013.
Rosdorf war Zweigpostamt (ZdA) von Göttingen (keine Poststelle!).
Designklassiker [2]:
Diese Sideboards wurden von Günter Renkel bereits in den 1950er Jahren entworfen und von Rego Möbel in den 1960er Jahren in Göttingen hergestellt. Die Sideboards sind Teil der Twen-Möbelserie, bestehend aus Kleiderschrank, Sideboard, Bett, Schreibtisch, Stuhl und Wandregal. Mit der Twen-Serie bot Rego Möbel eine breite Palette an innovativen, gut kombinierbaren Möbeln einer jungen Generation an.
Hier weiß ich nicht, ob es sich um eine Poststelle oder ein Zweigpostamt handelt.
Mixi [3]:
Die Firma Paul KG in Mettingen und später in Zell stellte beispielsweise unter dem Markennamen „MIXI“ Küchenmaschinen für den Haushalt her.

Hier weiß ich nicht, ob es sich um eine Poststelle oder ein Zweigpostamt handelt. Der Stempel mit der vierstelligen PLZ ist aus der Datenbank
Wikipedia [4]:
Wegen der besonders fruchtbaren Böden um Obernjesa entstanden bereits früh große Gutshöfe, die sich auf den Anbau von Zuckerrüben konzentrierten und sich 1880 zusammenschlossen, um auf genossenschaftlicher Basis eine Zuckerrübenfabrik zu gründen. Diese blieb bis 1971 selbständig, erst dann schloss sie sich der Süddeutschen Zuckerfabrik Franken GmbH an und wurde 1977 geschlossen.
Hardegsen war eine Poststelle. Laut Ortsverzeichnis I, Ausgabe 1955 war Herste/über Brakel (Kr. Höxter) eine Poststelle I.
Diese beiden Stempel habe ich in den Beiträgen [5] und [6] vorgestellt.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenstern_(Bad_Driburg)
[2] https://designklassiker.berlin/portfolio/guenter-renkel-sideboard-rego/
[3] https://www.esslingen.de/maerz-2021
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Obernjesa
[5] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=374112
[6] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=374081
(21a) Siebenstern über Bad Driburg vom 22.03.1960.
Bei diesem Stempel gehe ich davon aus, dass in Siebenstern eine Poststelle war, denn bei StampsX gibt es einen normalen violetter Poststellenstempel des Ortes.
Wikipedia [1]:
Siebenstern: Um 1800 hatte sich eine kleine Siedlung um die Becker’sche Glashütte gebildet. Der eigentliche Ort entstand in den 1950er Jahren nach Ansiedlung einer Pressglashütte 1951. Die Walther-Glas GmbH machte Siebenstern zu einem wirtschaftlich bedeutenden Ort im Kreis. Nach Jahren wirtschaftlichen Erfolgs wurde die Mitarbeiterzahl immer mehr verkleinert. Es kam zur Insolvenz und zur Stilllegung des Werkes Ende 2013.
Rosdorf war Zweigpostamt (ZdA) von Göttingen (keine Poststelle!).
Designklassiker [2]:
Diese Sideboards wurden von Günter Renkel bereits in den 1950er Jahren entworfen und von Rego Möbel in den 1960er Jahren in Göttingen hergestellt. Die Sideboards sind Teil der Twen-Möbelserie, bestehend aus Kleiderschrank, Sideboard, Bett, Schreibtisch, Stuhl und Wandregal. Mit der Twen-Serie bot Rego Möbel eine breite Palette an innovativen, gut kombinierbaren Möbeln einer jungen Generation an.
Hier weiß ich nicht, ob es sich um eine Poststelle oder ein Zweigpostamt handelt.
Mixi [3]:
Die Firma Paul KG in Mettingen und später in Zell stellte beispielsweise unter dem Markennamen „MIXI“ Küchenmaschinen für den Haushalt her.

Hier weiß ich nicht, ob es sich um eine Poststelle oder ein Zweigpostamt handelt. Der Stempel mit der vierstelligen PLZ ist aus der Datenbank
Wikipedia [4]:
Wegen der besonders fruchtbaren Böden um Obernjesa entstanden bereits früh große Gutshöfe, die sich auf den Anbau von Zuckerrüben konzentrierten und sich 1880 zusammenschlossen, um auf genossenschaftlicher Basis eine Zuckerrübenfabrik zu gründen. Diese blieb bis 1971 selbständig, erst dann schloss sie sich der Süddeutschen Zuckerfabrik Franken GmbH an und wurde 1977 geschlossen.
Hardegsen war eine Poststelle. Laut Ortsverzeichnis I, Ausgabe 1955 war Herste/über Brakel (Kr. Höxter) eine Poststelle I.
Diese beiden Stempel habe ich in den Beiträgen [5] und [6] vorgestellt.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenstern_(Bad_Driburg)
[2] https://designklassiker.berlin/portfolio/guenter-renkel-sideboard-rego/
[3] https://www.esslingen.de/maerz-2021
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Obernjesa
[5] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=374112
[6] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=374081
Am: 25.09.2025 10:49:01
Gelesen: 42340
# 329
@ volkimal [#328]
"ein paar Absenderfreistempel mit dem Zusatz „über …“ im Ortsstempel. Bei diesen Stempeln kann das zugehörige Postamt entweder eine Poststelle sein oder es ist ein Zweigpostamt."
Hallo Volkmar,
da du dies so eingeschränkt hast: Diese Stempel mit Leitbezeichnung können bei Poststellen I, II, Zweigpostämtern und auch Postämtern vorkommen.
Viele Grüße
Bernhard
"ein paar Absenderfreistempel mit dem Zusatz „über …“ im Ortsstempel. Bei diesen Stempeln kann das zugehörige Postamt entweder eine Poststelle sein oder es ist ein Zweigpostamt."
Hallo Volkmar,
da du dies so eingeschränkt hast: Diese Stempel mit Leitbezeichnung können bei Poststellen I, II, Zweigpostämtern und auch Postämtern vorkommen.
Viele Grüße
Bernhard
Am: 25.09.2025 12:15:33
Gelesen: 42311
# 330
@ bernhard [#329]
Hallo Bernhard,
ich wusste bisher nicht, dass so etwas bei Postämtern vorkommt.
Kannst Du ein Beispiel für ein Postamt mit "über" zeigen?
Viele Grüße
Volkmar
Am: 25.09.2025 12:54:31
Gelesen: 42305
# 331
@ volkimal [#330]
Hallo Volkmar,
nachfolgend ein Beispiel. Habe es auch gerade im Thema Absenderfreistempel Sudetenland eingestellt.
Eulau über Bodenbach, in den Postortsverzeichnissen durchgehend als Postamt geführt
Viele Grüße
Bernhard
Eulau über Bodenbach, in den Postortsverzeichnissen durchgehend als Postamt geführt
Viele Grüße
Bernhard
Am: 16.10.2025 22:41:16
Gelesen: 40185
# 332
@ bernhard [#331]
Hallo Bernhard, dankeschön!
Heute von mir ein Absenderfreistempel vom Fabrikat Rena:
Der linke Stempel von 1989 ist aus der Datenbank. Der rechte von 1997 aus meiner Sammlung. Die Firma Nienhaus hat inzwischen den Namen und die Anschrift gewechselt. Die Absenderfreistempelmaschine haben sie aber mitgenommen. Beide Stempel haben die Kennung G220272
Viele Grüße
Volkmar
Der linke Stempel von 1989 ist aus der Datenbank. Der rechte von 1997 aus meiner Sammlung. Die Firma Nienhaus hat inzwischen den Namen und die Anschrift gewechselt. Die Absenderfreistempelmaschine haben sie aber mitgenommen. Beide Stempel haben die Kennung G220272
Viele Grüße
Volkmar
Am: 28.10.2025 17:47:44
Gelesen: 38771
# 333
Hallo zusammen,
aus Ulm habe ich zwei frühe Absenderfreistempel mitgebracht:
Berlin SW 68, 30.03.1926, "Ullsteinhaus Postzentrale" (im Kästchen). Nach Katalog der ArGe ist es ein "Typ E - VIII, Francotyp" vom Fabrikat "Bafra".
Oben links ist eine Werbung für die "Vossesche Zeitung" aufgedruckt. Der Empfänger des Briefes war der Zahnarzt Dr. Alfred Lichtwitz in Guben.
Absenderfreistempel aus dem Rudolf-Mosse-Haus, Berlin SW 100 vom 30.09.1930. Es ist ebenfalls ein "Typ E - VIII, Francotyp" vom Fabrikat "Bafra". In diesem Fall fehlt das Werbeklischee zwischen Ortsstempel und Wertrahmen.
Der Brief ist adressiert an "Der Drogenhändler", Müllers Buchdruckerei in Eberswalde. "Der Drogenhändler" war das "offizielle Organ des deutschen Drogisten-Verbandes e.V." [1].
In der Datenbank ist schon ein solcher Stempel [2]. Es sind aber zwei verschiedene Wertrahmen. Man sieht im Wertrahmen Unterschiede beim "R" und "C" im Wort "REICH". Im rechten Bild habe ich die beiden Wertrahmen übereinandergelegt. Auch dort fallen die Unterschiede gut auf.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://www.instagram.com/p/DNFL5xqCO2s/
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/329554
Berlin SW 68, 30.03.1926, "Ullsteinhaus Postzentrale" (im Kästchen). Nach Katalog der ArGe ist es ein "Typ E - VIII, Francotyp" vom Fabrikat "Bafra".
Oben links ist eine Werbung für die "Vossesche Zeitung" aufgedruckt. Der Empfänger des Briefes war der Zahnarzt Dr. Alfred Lichtwitz in Guben.
Absenderfreistempel aus dem Rudolf-Mosse-Haus, Berlin SW 100 vom 30.09.1930. Es ist ebenfalls ein "Typ E - VIII, Francotyp" vom Fabrikat "Bafra". In diesem Fall fehlt das Werbeklischee zwischen Ortsstempel und Wertrahmen.
Der Brief ist adressiert an "Der Drogenhändler", Müllers Buchdruckerei in Eberswalde. "Der Drogenhändler" war das "offizielle Organ des deutschen Drogisten-Verbandes e.V." [1].
In der Datenbank ist schon ein solcher Stempel [2]. Es sind aber zwei verschiedene Wertrahmen. Man sieht im Wertrahmen Unterschiede beim "R" und "C" im Wort "REICH". Im rechten Bild habe ich die beiden Wertrahmen übereinandergelegt. Auch dort fallen die Unterschiede gut auf.
Viele Grüße
Volkmar
[1] https://www.instagram.com/p/DNFL5xqCO2s/
[2] https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/329554
Am: 29.10.2025 09:59:29
Gelesen: 38680
# 334
@ volkimal [#333]
Hallo Volkmar,
in Ulm hast Du mir ja Deine Stempel gezeigt. Wir hatten dann mehr über den Preis gesprochen.
Deine Beobachtungen bezüglich der Firma Mosse kann ich bestätigen und mit folgenden Ausschnitt aus meiner Arbeit zeigen: (Band 2, Postamtlicher Versuchsfreistempler „B“ Bafra).[1]
Es waren also 2 Maschinen.
Gruß
Hajo
[1] https:// http://www.fg-freistempel.de/ueber-uns/fg-literatur/
Es waren also 2 Maschinen.
Gruß
Hajo
[1] https:// http://www.fg-freistempel.de/ueber-uns/fg-literatur/
Am: 16.11.2025 18:11:17
Gelesen: 36629
# 335
Hallo,
bedingt durch einen größeren Posten, eines vor langer Zeit verstorbenen Sammlers, kamen wir an sogenannte Werkstattkarten zur Bearbeitung.
Interessant waren dabei die zeitlichen Umstellungen der Maschinen. Nachfolgend zwei Beispiele.

F176833, 77652 Offenburg 1, Zippo Gesellschaft für Hebetechnik mbH. Postfach 2680
1. Karte vermutlich von Deutsche Bundespost auf Deutsche Post AG, 2. Karte zeigt die Umstellung auf Deutsche Post Euro Cent.
Gruß
Hajo

F176833, 77652 Offenburg 1, Zippo Gesellschaft für Hebetechnik mbH. Postfach 2680
1. Karte vermutlich von Deutsche Bundespost auf Deutsche Post AG, 2. Karte zeigt die Umstellung auf Deutsche Post Euro Cent.
Gruß
Hajo
Am: 11.12.2025 10:04:08
Gelesen: 34066
# 336
Hallo zusammen,
bei diesem Absenderfreistempel sieht der Wertrahmen sehr interessant aus. Er scheint völlig zerstört zu sein.
Stempel des WLV = Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V. vom 26.11.2002 aus Münster. Von der Wertziffer her ist es eine Postalia-Maschine.
Viele Grüße
Volkmar
Stempel des WLV = Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband e.V. vom 26.11.2002 aus Münster. Von der Wertziffer her ist es eine Postalia-Maschine.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 12.12.2025 12:38:46
Gelesen: 33939
# 337
@ volkimal [#336]
Wow, in dieser Form habe ich bisher auch noch keinen Wertrahmen gesehen.
Na ja wenigstens ist ein Teil der Kennung erhalten geblieben so das man die Suche etwas eingrenzen kann.
Modell "EFS3000/NEF300" Kennung F 68 ????
Ich denke schon das es hier bessere Stempelabschläge gibt. Die muß man aber erstmal aus 10.000 möglichen Kennungen heraus finden.
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 19.12.2025 16:28:57
Gelesen: 33062
# 338
Hallo am Abend.
Geschäftsbrief, aufgegeben im August 1944 in TRAUTENAU (Sudetenland), der Brief ging nach Prag.
Zu dem Ortsstempel hätte ich eine Frage an die Fachfrauen - und Männer:
Der Ortsname ist im unteren Bereich des Stempels, könnte es sein, das im oberen Bereich der tschechiche Name aptiert wurde oder war das normal, bisher habe ich derartige Ortsstempel noch nicht gesehen.
Danke für eine event. Antwort.
Euch einen guten 4. Advent
Werner
Geschäftsbrief, aufgegeben im August 1944 in TRAUTENAU (Sudetenland), der Brief ging nach Prag.
Zu dem Ortsstempel hätte ich eine Frage an die Fachfrauen - und Männer:
Der Ortsname ist im unteren Bereich des Stempels, könnte es sein, das im oberen Bereich der tschechiche Name aptiert wurde oder war das normal, bisher habe ich derartige Ortsstempel noch nicht gesehen.
Danke für eine event. Antwort.
Euch einen guten 4. Advent
Werner
Am: 19.12.2025 18:09:18
Gelesen: 33048
# 339
@ HWS-NRW [#338]
Hallo Werner,
ich gehe auch davon aus, dass der tschechische Ortsname entfernt wurde. Ich kenne zweisprachige Absenderfreistempel und aptierte Absenderfreistempel aus dem Sudetenland. Leider kann ich kein Beispiel eines AFS vor und nach der Aptierung zeigen.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 20.12.2025 10:59:33
Gelesen: 32934
# 340
@ HWS-NRW [#338]
Der Ortsname ist im unteren Bereich des Stempels, könnte es sein, das im oberen Bereich der tschechiche Name aptiert wurde oder war das normal, bisher habe ich derartige Ortsstempel noch nicht gesehen.
Ja, die Maschine ist aptiert, bei deinem Beispiel in mehrfachem Sinne. Schau mal in [1], Zitat:
"Erkennungsmerkmal der ursprünglich tschechoslowakischen Freistempler sind die Wertziffern, welche sich aus großen und kleineren Zahlen zusammensetzte. Bereits gegen Ende 1938 kamen aber auch schon Maschinen mit den reichsdeutschen Wertziffern in dieses Gebiet. Bedingt durch ältere und neue Maschinen können hier verschiedene Typen unterschieden werden."
Nicht nur der Ortsname wurde angepasst, sondern auch der Wertrahmen. Für die Frankiermaschinen aus tschechoslowakischen Vorkriegsbeständen sind die unterschiedlich großen Wertziffern charakteristisch, da im Gegensatz zum Wertrahmen innerhalb der Frankiermaschine zusammen mit der Datumswalze feststehend und nicht veränderbar (nicht austauschbar).
Gruß
Stefan
[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=21055&CP=0&F=1
Am: 20.12.2025 12:16:57
Gelesen: 32916
# 341
Hallo Volkmar,
hallo Stefan.
Euch Beiden herzlichen Dank für die Informationen, die ich jetzt gut verarbeiten kann.
Ich hätte aber noch zu einem weiteren Beleg, hier nur der Ausschnitt, eine Frage.
Warum fehlt bei diesem Abdruck die Maschinenkennung seitlich des Posthörnchens ?
Mit Dank für eine Antwort und besten Wünschen.
Werner
Warum fehlt bei diesem Abdruck die Maschinenkennung seitlich des Posthörnchens ?
Mit Dank für eine Antwort und besten Wünschen.
Werner
Am: 22.12.2025 19:34:26
Gelesen: 32348
# 342
Hallo miteinander!
Habe hier einen Fensterbrief mit AFS Ludwigshafen am Rhein ( mit und ohne Werbeklischee) und einem Bandstempel aus Mannheim 2.
Leider ist kein Inhalt vorhanden und somit ist das Ziel der Luftpost-Reise nicht bekannt! Absender ist BUTZ & LEITZ aus Ludwigshafen am Rhein.
Wer kann hier das Wirrwarr entwirren?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Habe hier einen Fensterbrief mit AFS Ludwigshafen am Rhein ( mit und ohne Werbeklischee) und einem Bandstempel aus Mannheim 2.
Leider ist kein Inhalt vorhanden und somit ist das Ziel der Luftpost-Reise nicht bekannt! Absender ist BUTZ & LEITZ aus Ludwigshafen am Rhein.
Wer kann hier das Wirrwarr entwirren?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 18.01.2026 09:00:41
Gelesen: 29406
# 343
Hallo,
eine etwas aus dem Rahmen fallende ältere Postalia mit ungewöhnlicher Kennung.
Eine der wenigen Maschinen dieses Typs, die nach dem Zusammenschluss von Francotyp und Postalia auf Kennung B umgerüstet wurden.

B 43 4543, 04439 Engelsdorf, Gummi & Kunststoff Hansen GmbH & Co. KG
Im Bericht 70, S.17 der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel ist ein weiteres gleichartiges Gerät mit Kennung B 43 2628 aus Halle abgebildet.
Gruß
Hajo

B 43 4543, 04439 Engelsdorf, Gummi & Kunststoff Hansen GmbH & Co. KG
Im Bericht 70, S.17 der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel ist ein weiteres gleichartiges Gerät mit Kennung B 43 2628 aus Halle abgebildet.
Gruß
Hajo
Am: 27.01.2026 20:03:54
Gelesen: 28324
# 344
Hallo miteinander!
AFS Erfurt 99098 Thüringer Postservice, Kennung F748551 mit Konsolidierernummer "K2103" und "ENTGELT BEZAHLT"
AFS aus Bamberg 96052 Gerätekennung "C980072", Briefrückseite im Werbeklischee und ebenfalls "ENTGELT BEZAHLT", auffallend hier das Datum: "■ ■.11.10"
Absenderangabe über der Anschrift: UNiCredit Bank AG, DIC1NG, Frau Rait-Ingerl, Am Tucherpark 16, 80538 München
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
AFS Erfurt 99098 Thüringer Postservice, Kennung F748551 mit Konsolidierernummer "K2103" und "ENTGELT BEZAHLT"
AFS aus Bamberg 96052 Gerätekennung "C980072", Briefrückseite im Werbeklischee und ebenfalls "ENTGELT BEZAHLT", auffallend hier das Datum: "■ ■.11.10"
Absenderangabe über der Anschrift: UNiCredit Bank AG, DIC1NG, Frau Rait-Ingerl, Am Tucherpark 16, 80538 München
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 05.02.2026 21:30:20
Gelesen: 26794
# 345
Hallo miteinander!
AFS von einem Vorführgerät aus Heppenheim Kennung E721468 mit Datum 13.01.2010.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
AFS von einem Vorführgerät aus Heppenheim Kennung E721468 mit Datum 13.01.2010.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 06.02.2026 20:23:13
Gelesen: 26429
# 346
@ bedaposablu [#345]
Hallo miteinander!

AFS aus Burghausen mit Kennung E853952. Das Werbeklischee sieht irgendwie nach einem Lettershop oder Ähnlich aus? Kennt jemand mehr...?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Hallo miteinander!

AFS aus Burghausen mit Kennung E853952. Das Werbeklischee sieht irgendwie nach einem Lettershop oder Ähnlich aus? Kennt jemand mehr...?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 08.02.2026 20:27:22
Gelesen: 26113
# 347
@ bedaposablu [#346]
Hallo miteinander!

AFS mit Kennung 1D1000012D vom 10.05.2013
Da muß man auch schon genau hinsehen, um ganz links ein kleines "JS" zu entdecken und begreifen, daß diese zum Afs gehören.
Die Lösung steht zum Glück auf dem aufgeklebten Anschriftenzettel: JS Deutschland GmbH aus 22529 Hamburg
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter

AFS mit Kennung 1D1000012D vom 10.05.2013
Da muß man auch schon genau hinsehen, um ganz links ein kleines "JS" zu entdecken und begreifen, daß diese zum Afs gehören.
Die Lösung steht zum Glück auf dem aufgeklebten Anschriftenzettel: JS Deutschland GmbH aus 22529 Hamburg
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 08.02.2026 20:54:35
Gelesen: 26099
# 348
@ bedaposablu [#347]
Das Gerät 1D1000012D gehört zu Freesort, der (neben der Konsolidierung unter K2055) auch einen Frankierservice für seine Kunden anbietet/angeboten hat, dabei war es seinerzeit nicht unüblich, dass man im "Zusatzfeld" links neben dem eigentlichen Kundenklischee teilweise weitere Kennzeichnungen aufgebracht hat. Diese Kennungen können irgendwelchen rein internen Zwecken dienen oder auch den (große) Auftraggeber 'identifizieren'. Diese Zusatzfeldeindrucke stammen vom frankierenden FRANKIT-Gerät und gehören zum jeweiligen FRANKIT-Abdruck.
Bei einigen Gerätebeschreibungen werden diese manuell frei hinterlegbaren Zusatzfeld-Zusatztexte auch als SMS-Text bezeichnet.
Hier ist ein weiteres Beispiel einer "Auftraggeberkennzeichnung" von diesem Gerät:
In diesem Fall wurde CEM hinzugesetzt und das steht für die Firma "CEM Courier-, Express-, Mail-, Logistics GmbH" aus Hamburg, die damals ebenfalls im 'Sektor' der Postdienstleistungen aktiv war (und wohl noch immer ist [1]).
Beste Grüße
Thomas
[1] https://cem-translog.de/leistungen/
In diesem Fall wurde CEM hinzugesetzt und das steht für die Firma "CEM Courier-, Express-, Mail-, Logistics GmbH" aus Hamburg, die damals ebenfalls im 'Sektor' der Postdienstleistungen aktiv war (und wohl noch immer ist [1]).
Beste Grüße
Thomas
[1] https://cem-translog.de/leistungen/
Am: 10.02.2026 20:25:48
Gelesen: 25731
# 349
@ DL8AAM [#348]
Hallo Thomas,
vielen Dank für Deine Ausführungen.
Hier wieder so ein AFS:
Kennung 1D10001025
In der Datenbank sind einige vorhanden, aber was wird in der DIALOGmarketingzentrale bearbeitet?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Kennung 1D10001025
In der Datenbank sind einige vorhanden, aber was wird in der DIALOGmarketingzentrale bearbeitet?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 10.02.2026 20:48:00
Gelesen: 25722
# 350
@ bedaposablu [#349]
Was meinst Du in diesem Zusammenhang mit " Hier wieder so ein AFS "?
... aber was wird in der DIALOGmarketingzentrale bearbeitet?
Zum namensgebenden Dialogmarketing, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Dialogmarketing
"DIALOGmarketingzentrale" (später "Datenservicehalle") war aber nur eine Marke der Firma DVZ-DATEN-SERVICE GmbH aus Halle (Saale). Leider ist deren Webseite nicht mehr online, aber die Wayback Maschine hat die über die Jahre mehrfach archiviert, z.B.
https://web.archive.org/web/20110922232026/http://www.ds-halle.de/dialogmarketing/lettershop.html > Lettershop: https://de.wikipedia.org/wiki/Lettershop
https://web.archive.org/web/20110922232021/http://www.ds-halle.de/dialogmarketing/fulfillment.html > Fulfillment: https://de.wikipedia.org/wiki/Fulfillment
Im Prinzip haben die für ihre Kunden die "Post" (Waren/Warenproben, Briefe und Werbeaktionen) 'gemacht' und versendet, inklusive frankiert. Sowie auch die Antwortsendungen behandelt (Responsebearbeitung). Oder auch nur Teile dieser Kette.
Am: 14.02.2026 14:34:07
Gelesen: 24948
# 351
Hallo,
ich habe den Beleg zwar schon bei den Inflabelegen gezeigt, aber hier macht der sich auch ganz gut denke ich:

Die Drucksache der Firma Schering in Berlin N 39 an die Greppin-Werke bei Bitterfeld vom 28.6.1923 (PP 13) kostete bis 25 g Gewicht 20 Mark. Die Freimachung erfolgte mit dem umgerüsteten Absenderfreistempel BAFRA B 1 mit dem Werteinsatz "M020" (in der Literatur, u.a. bei Dürst, ist diese Wertstufe meines Wissens nicht bekannt). Von April bis Mai 1923 war der Freistempler beim Reichsfinanzministerium eingesetzt, nach Umrüstung auf den neuen Absender und mit einem neuen Wertrahmen tat das Gerät von Juni bis August 1923 bei Schering seine Dienste. Da kein Tagesstempel integriert war, musste ein solcher zusätzlich abgeschlagen werden.
Gruß Michael
ich habe den Beleg zwar schon bei den Inflabelegen gezeigt, aber hier macht der sich auch ganz gut denke ich:

Die Drucksache der Firma Schering in Berlin N 39 an die Greppin-Werke bei Bitterfeld vom 28.6.1923 (PP 13) kostete bis 25 g Gewicht 20 Mark. Die Freimachung erfolgte mit dem umgerüsteten Absenderfreistempel BAFRA B 1 mit dem Werteinsatz "M020" (in der Literatur, u.a. bei Dürst, ist diese Wertstufe meines Wissens nicht bekannt). Von April bis Mai 1923 war der Freistempler beim Reichsfinanzministerium eingesetzt, nach Umrüstung auf den neuen Absender und mit einem neuen Wertrahmen tat das Gerät von Juni bis August 1923 bei Schering seine Dienste. Da kein Tagesstempel integriert war, musste ein solcher zusätzlich abgeschlagen werden.
Gruß Michael
Am: 20.02.2026 11:58:43
Gelesen: 23792
# 352
Hallo in die Runde.
Ein neu erworbener Abdruck wirft Fragen auf.
Bei dieser Maschine wurde nicht nur das Werbeklischee entfernt, auch der Wertstempel sowie der Tagesstempel wurden anscheinend einzeln aufgedruckt oder könnte es sein, dass hier ein anderer technischer Grund vorliegt?
Interessant auch, dass bei dem zweiten Beleg aus dem Jahr 1950 das Werbeklischee wieder eingesetzt worden ist.
Ich hoffe auf Antworten von den Fachfrauen- und Männern und danke im Voraus für Informationen.
mit Sammlergruß
Werner
Bei dieser Maschine wurde nicht nur das Werbeklischee entfernt, auch der Wertstempel sowie der Tagesstempel wurden anscheinend einzeln aufgedruckt oder könnte es sein, dass hier ein anderer technischer Grund vorliegt?
Interessant auch, dass bei dem zweiten Beleg aus dem Jahr 1950 das Werbeklischee wieder eingesetzt worden ist.
Ich hoffe auf Antworten von den Fachfrauen- und Männern und danke im Voraus für Informationen.
mit Sammlergruß
Werner
Am: 21.02.2026 12:44:44
Gelesen: 23567
# 353
@ HWS-NRW [#352]
Hallo Werner,
da ich heute mal wieder in Baden-Württemberg unterwegs bin und nur mal kurz hier ins Forum reinschauen will kann ich Dir auf die schelle eine beruhigende Antwort zu Deiner Frage geben.
Hier liegt kein technischer Grund vor und es wurde auch nichts einzeln aufgedruckt. Es wurde lediglich "a bissle g'schlambert" wie man hier im Schwabenland sagen würde.
Der Wertrahmen ist lediglich ein wenig in "Schieflage" geraten, vielleicht auch nicht richtig angeschraubt worden. Das war's auch schon!
Schöne Grüße,
Thomas
Am: 17.05.2026 11:15:49
Gelesen: 10850
# 354
@ Nordluchs [#118]
Hallo,
durch Erfassung von derzeit großen Mengen Absenderfreistempel (AFS) sind einige Stücke besonders aufgefallen.
In einem Beitrag in diesem Thread [#118] habe ich meine Gedanken dazu schon veröffentlicht.
Siehe auch Folgebeiträge [#119] und [#120].
Diese alten Maschinen haben die Euro-Zeit nur in äußerst geringer Stückzahl erreicht. Sie wurden unter der Kennung H 90 zusammengefasst und durchnummeriert.
Vier neue AFS als Ausschnitt konnten jetzt zusätzlich registriert werden. Zwei Abbildungen daraus als Beispiel.
Stielow/Roneo-Neopost 2205
H900013, 57392 Schmallenberg 2, St. Georg-Krankenhaus Fredeburg
H900014, 38118 Braunschweig 46, KWM Vertriebs GmbH
Gruß
Hajo
H900013, 57392 Schmallenberg 2, St. Georg-Krankenhaus Fredeburg
H900014, 38118 Braunschweig 46, KWM Vertriebs GmbH
Gruß
Hajo
Am: 20.06.2026 17:21:14
Gelesen: 6477
# 355
Hallo zusammen,
diesen Fall habe ich bisher noch nie gefunden:
Ein Absenderfreistempel vom Landessportbund NRW in Duisburg vom 24.03.1986 ohne Ortsstempel. Es ist nur das Datum eingesetzt.
Im Beitrag [#9] zeigt Hajo auch solch einen Stempel. Er schreibt dazu: "(7313 Reichenbach/Fils) - Seyfert Wellpappe ohne Ortsstempel - vermutlich zerbrochen und musste erst hergestellt werden. Sieht man auch nicht häufig. Der Beleg wurde ganz gezeigt, damit erkennbar ist, dass er auch gelaufen ist."
Leider ist bei meinem Brief keine Codierung aufgebracht, so dass man nicht erkennen kann, ob er echt gelaufen ist. Ich gehe aber davon aus.
Viele Grüße
Volkmar
Ein Absenderfreistempel vom Landessportbund NRW in Duisburg vom 24.03.1986 ohne Ortsstempel. Es ist nur das Datum eingesetzt.
Im Beitrag [#9] zeigt Hajo auch solch einen Stempel. Er schreibt dazu: "(7313 Reichenbach/Fils) - Seyfert Wellpappe ohne Ortsstempel - vermutlich zerbrochen und musste erst hergestellt werden. Sieht man auch nicht häufig. Der Beleg wurde ganz gezeigt, damit erkennbar ist, dass er auch gelaufen ist."
Leider ist bei meinem Brief keine Codierung aufgebracht, so dass man nicht erkennen kann, ob er echt gelaufen ist. Ich gehe aber davon aus.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 20.06.2026 21:15:05
Gelesen: 6434
# 356
Hallo in die Runde.
Ich konnte in einer umfangreichen AFS-Sammlung, vor 15-20 Jahren zusammengetragen, stöbern und fand dabei einem Ausschnitt vom 16.11.1958, bei dem der Sammler auf seiner Karte mit dem aufgeklebten Stempelausschnitt vermerkte: "ohne F".
Nun habe ich die sehr gut gemachte "Abhandlung über die Freistempelabdrucke der Saar" der Herren Beck und Eich aus dem Jahr 2008 durchgesehen und fand zu dem fehlenden "F" leider keine Hinweise.
Gibt es inzwischen neue Erkenntnisse ? Habe den Abdruck auch mit einer guten Lupe betrachtet, der Buchstabe fehlt.
Mit Sammlergruß
Werner
Ich konnte in einer umfangreichen AFS-Sammlung, vor 15-20 Jahren zusammengetragen, stöbern und fand dabei einem Ausschnitt vom 16.11.1958, bei dem der Sammler auf seiner Karte mit dem aufgeklebten Stempelausschnitt vermerkte: "ohne F".
Nun habe ich die sehr gut gemachte "Abhandlung über die Freistempelabdrucke der Saar" der Herren Beck und Eich aus dem Jahr 2008 durchgesehen und fand zu dem fehlenden "F" leider keine Hinweise.
Gibt es inzwischen neue Erkenntnisse ? Habe den Abdruck auch mit einer guten Lupe betrachtet, der Buchstabe fehlt.
Mit Sammlergruß
Werner