Thema:
Vorphilatelie Königreich Hannover: Belege bestimmen
Vorphilatelie: Fragen zum Brief Königr. Hannover
Brief von Duderstadt nach Medingen vom 23.9.1848
Gewicht 2 Loth, Porto 6 Gutegroschen.
Ich bitte um Beantwortung folgender Fragen:
In Rötelschrift ist eine 7 über eine 5 geschrieben worden, rechts darunter ein Schnörkel. Was hat das zu bedeuten?
Unter "Officalia" steht etwas, was ich nicht lesen kann.
Viele Grüße
Joachim

@ Saguarojo [#7]
Hallo Joachim,
soweit ich es sehe, lief der Brief innerhalb des Königreichs Hannovers. Die Entfernung beträgt ca. 23 Meilen und ein einfacher Brief (bis 3/4 Loth) kostete 2 1/2 Guter Groschen. Bis 2 Loth, wie hier, kostete das 2,5fache, also 7 1/2 Gute Groschen.
Hinter der 6 ist eindeutig die Pfennige-Abkürzung. Hinter der 7 scheint nicht das Zeichen für Gute Groschen zu stehen, eher ließt es sich wie 1/4 - könnte jedoch auch 1/2 sein.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
@ Magdeburger [#8]
Hallo Ulf,
ganz herzlichen Dank.
Mit freundlichen Sammlergrüssen
Joachim
Hallo,
kann mir bitte noch jemand bei der Entzifferung der Schrift helfen, die unter "Officalia" steht.
Viele Grüße
Joachim
@ Saguarojo [#4]
Hallo Joachim,
ich lese als Unterschrift "Colstorf", kann aber den Titel / Rand des Herrn Colstorf leider auch nach 10 Minuten immer noch nicht lesen.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#5]
Ja, das ist wirklich kompliziert.
Vielen herzlichen Dank.
Joachim
Frage zum Brief Königreich Hannover
Liebe Sammler,
hier ein Frankobrief vom 27.7.1850 von Duderstadt nach Göttingen, das sind 27 Kilometer.
Unter dem Wort "frco" steht 3/4. Was hat das zu bedeuten? Wenn es das Porto ist, müsste es bei einem Frankobrief auf der Rückseite stehen.
Ich bitte um Hilfe.


Viele Grüße
Joachim
@ Saguarojo [#7]
Hallo Joachim,
"wenn es ein Porto ist, müsste es bei einem Frankobrief auf der Rückseite stehen".
Das ist ein Widerspruch in sich.
Wenn ein Brief vorne (i. d. R. unten links) einen Frankovermerk hat, nebem dem sich eine Zahl oder mehrere Zahlen befinden, dann drücken diese die Höhe des Frankos aus - hier 3/4 Gutegroschen.
Liebe Grüsse,
Ralph
@ bayern klassisch [#8]
Hallo Ralph,
ganz herzlichen Dank.
Viele Grüße
Joachim
Vorphilatelie Hannover: Bitte um Brieferklärung
An die Experten der Vorphilatelie,
dieser Brief (ohne Briefinhalt), den ich im Internet entdeckt habe, gibt mir Rätsel auf.
Oben steht in schwarz de Duderstadt. Somit müsste er aus Duderstadt kommen. Oben rechts steht franco Duderstadt, was bedeutet, dass er bis Duderstadt bezahlt worden ist. Was ist richtig?
3 Groschen mit roter Tinte ist durchgestrichen, daneben eine 4 in Rötel. Ist der Brief zurückgegangen oder weitergeleitet worden?
Was bedeutet das Zeichen auf der Briefrückseite?
Dann kann ich auch einiges von der Anschrift nicht lesen:
Ci Madame Madame la Comtese de Goertz an ....... de ....... a Potzdam (durchgestrichen) Berlin.

Über eine Erklärung wäre ich sehr dankbar.
Joachim
@ Saguarojo [#10]
Servus Joachim,
es dürfte sich eher um eine Weiterleitung von Potzdam (Potsdam) nach Berlin handlen, daher ggf. das korrigierte Porto.
Bei Adressat handelt es sich um Madam Goertz née (geborene) Baronne de Üchteritz (Baronin von Üchteritz). Wahrscheinlich handelt es sich um diese Dame (Friederike Caroline von Uechteritz, Ehefrau von Johann Eustach Graf von Görtz):
https://de.wikipedia.org/wiki/Caroline_von_Uechtritz
zeitlich würde das meines Erachtens zum Brief passen, lg Max
Hallo Joachim,
der Brief ist weitergeleitet worden. Das Porto ab Duderstadt bis Potsdam dürfte 3 1/2 (so lese ich es jedenfalls) gute Groschen gewesen sein - nach Berlin (mit der Clevischen Post via Halbstadt) laut meinen Unterlagen 4 gute Groschen. Die siegelseitige 8 dürfte eine Kartierungsnummer sein.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
@ Max78 [#11]
@ Magdeburger [#12]
Ich bedanke mich ganz herzlich.
Also habe ich das richtig verstanden:
Der Brief kam nicht AUS Duderstadt, sondern er lief über Duderstadt.
Viele Sammlergrüße
Joachim
@ Saguarojo [#13]
Servus Joachim,
nein, so wie Magdeburger es erläutert hat (und Du ja eigentlich auch), kam der Brief aus Duderstadt (de Duderstadt):
Muss 'ne schöne Wanderstrecke sein wenn man nicht gerade an der B81 entlang läuft. ;-)

einen schönen Abend Max
@ Max78 [#14]
Ja, richtig. Mein Gehirn war wohl gerade außer Betrieb.
Danke und schöne Grüße.
Joachim
@ Saguarojo [#15]
Hallo Joachim
hier der Weg laut Cursen von 1791:

Wie zu sehen, sind es tatsächlich zwei Curse.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
@ Magdeburger [#16]
Hallo Ulf,
ganz herzlichen Dank.
Viele Sammlergrüße
Joachim
Liebe Sammlergemeinde,
bei diesem Brief habe ich zur Taxierung einige Fragen:
Brief vom 26.12.1831 von Duderstadt, Königreich Hannover nach Dillenburg, Herzogtum Nassau, taxissches Posthoheitsgebiet.
Mit Rötelstift lese ich rechts neben dem langen Bestellgeldstrich 7/4 Groschen. Ist das richtig?
Unter dem Querstrich kann ich leider nichts erkennen, es müsste die hannoversche Gutegroschen-Taxierung sein.
Oben links kann man eventuell eine 10 erkennen. Ist das die Angabe in Kreuzer?

Vielleicht ist ein Experte so freundlich, mir diese Fragen zu beantworten.
Viele Grüße
Joachim
@ Saguarojo [#18]
Moin Joachim,
ohne Dir genauer bei der Taxierung dieses Belegs helfen zu können, erst einmal zum Rötel:
Du hast ja schon gesehen, dass die 1 mit einem anderen Stift geschrieben wurde.
Ich schätze, dass der 2. Vermerk 3/4 zu 1/4 bedeutet.
lg max
@ Max78 [#19]
Hallo Max,
es könnte sein, dass es 3/4 heißen soll.
Bin gespannt, was andere Sammler dazu schreiben.
Ganz herzlichen Dank und
viele Grüße
Joachim
An die Experten der Vorphilatelie:
Postverschlussbrief von Duderstadt nach Catlenburg Lindau ( ca. 24 Km) vom 14.2. Inhalt mit Jahreszahl fehlt. Den Stempel DUDERSTADT gab es ab 1808. 1 1/4 Loth.
Was das für eine Gebühr ist, kann ich nicht entziffern (unten links).
Was bedeutet "avanoiert" ?
9 Gute Groschen oder Gulden?
In Rötel oben links 9 1/2 Taxe
Was bedeutet der Rötelvermerk unten links? Und in braun unten rechts?
Ich bitte um eine Entschlüsselung dieses Briefes.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim
@ Saguarojo [#21]
Postvorschuß von 9 Gute Groschen waren Insertions-Gebühren = Aufgabegebühren
unten pc. = ProCura 1/2 Gute Groschen = Zwischensumme 9 1/2 Ggr. - Schlußendlich 11 Ggr.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
@ Magdeburger [#22]
Hallo Ulf,
ganz herzlichen Dank und
viele Sammlergrüße
Joachim
@ Saguarojo [#21]
Hallo Joachim,
das avanoiert könnte mit etwas Phantasie doch auch als avanciert ausgelegt werden. Es würde dann sogar Sinn machen: avanciert = beschleunigt.
Gruss
SH-Sammler
Hanspeter
@ SH-Sammler [#24]
Hallo Hanspeter,
danke für den Hinweis.
Viele Grüße
Joachim
@ Saguarojo [#18]
Hallo Joachim,
Dein vorgestellter Brief hat mich deswegen interessiert, weil er nach Kurhessen führt und ich aus diesem Gebiet auch noch ein paar Belege zu Hause rumliegen habe. Thurn und Taxische Lehnspost ist für meinen Geschmack nicht gerade die dankbarste Sache, der man sich widmen kann und auf Informationsmaterial stößt man auch nicht so einfach. Auf der Suche habe ich dann doch einen interessanten link gefunden, allerdings aus dem Jahre 1817, der meines Erachtens einen kleinen und guten Einblick darin verschaffen kann, wie das Königreich Hannover zu jener Zeit mit der Thurn und Taxischen Lehnspost verfuhr:
https://books.google.de/books?id=sx9YAAAAcAAJ&pg=PA314&lpg=PA314&dq=Cassel-Briefporto&source=bl&ots=kGu8zWy74v&sig=vc6gpk8v6xuOQOSk9CqMXUbHm2s&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwj4nNGC0e3fAhXMY1AKHY7dCbUQ6AEwBHoECAQQAQ#v=onepage&q=Cassel-Briefporto&f=false
Für die Themenüberschrift allemal passend. Wenn sich innerhalb von 15 Jahren nicht sehr viel getan hat, dann könnte man die Taxierungen auf deinem Beleg als Weiter-Franco verstehen. Von Duderstadt (über Göttingen, Cours Minden) nach Cassel, wofür Hannover 1 g. Gr. berechnete. Ab dort das Weiter-Franco von T&T nach Marburg und schließlich Dillenburg (so wie auf dem Brief auch adressiert). Ab Ende Seite 307 des links kann man etwas über die unterschiedliche "Verarbeitung" der Briefpost bei den jeweiligen Coursen lesen.
lg Max
@ Max78 [#26]
Hallo Max,
sehr interessant, ich danke herzlichst für den Link und die Info.
Viele Grüße
Joachim