Briefmarken Atteste

Thema:

Japan Belege echt gelaufen

Michael Mallien Am: 28.12.2016 21:58:35 Gelesen: 47120 # 1
Wieder eröffne ich ein Thema, von dem ich zwar keine Ahnung, aber ein paar schöne Belege habe, die ich gerne zeigen möchte. Vielleicht finden sich ja noch andere, die ebenfalls etwas beisteuern möchten. Kann jemand sagen, ob die Portostufen korrekt sind und wie sie sich berechnen? Beleg 1 mit Stempel TOKYO 14.XII.94 und 80 Y freigemacht (Drucksache per Luftpost) Beleg 2 mit Stempel TOKYO 12.IV.95 und 190 Y freigemacht Beleg 3 mit Stempel TOKYO 10.VIII.95 und 110 Y freigemacht Meine Vermutung ist, dass sich Beleg 2 und Beleg 3 im Gewicht unterschieden haben.
oldebuche1945 Am: 01.01.2017 10:18:49 Gelesen: 47063 # 2
Hallo, Allen ein Gesundes Neues Jahr ! Hier nun ein alter Japan-Beleg, der einige Fragen stellt. Liegt da ein bestimmter Anlass vor ? Aus welcher Zeit stammt er eigentlich ? MfG oldebuche1945
Thorn Am: 02.01.2017 05:32:18 Gelesen: 47025 # 3
Hallo, auch an alle ein Gutes 2017 ! Es handelt sich hierbei nicht um einen Postbeleg, sondern um eine Urkunde oder etwas behördliches (Steuer?) um 1900 schätze ich. Vorne sind Steuermarken drauf. Mehr dazu können bestimmt die Sammler sagen, die des japanischen mächtig sind, zu denen ich leider nicht gehöre. VG Thorn
ligneN Am: 02.01.2017 15:30:44 Gelesen: 46995 # 4
Es handelt sich grob gesagt um einen Gesundheitstee eines Herstellers aus Nagasaki. Vorderseitig Ra. 1 "Amtliche genehmigt". Rückseitig Ra. 2 "Verkaufspreis 30 sen". Unterhalb der Steuermarken sind Dosierungsangaben je nach Lebensalter. Da Medizinaltee, unterlag er der Arzneisteuer. Für die gab es in den 1880er/90er Jahren eigene Steuermarken, allgemeine Steuermarken wie diese hier waren aber auch zulässig. Der Beleg datiert ca. 1900.
oldebuche1945 Am: 02.01.2017 18:31:45 Gelesen: 46973 # 5
@ ligneN [#4] @ Thorn [#3] Hallo, ein grosses Dankeschön für Eure Bemühungen zur Klärung solch schwieriger Sachverhalte. MfG oldebuche1945
Manne Am: 03.01.2017 18:26:41 Gelesen: 46942 # 6
Hallo, hier eine Glückwunschkarte vom 15.12.1971 an die Fa. Schmid-Schlenker. Gruß Manne
Thorn Am: 03.01.2017 21:56:32 Gelesen: 46920 # 7
@ Manne [#6] Hierbei ist von Interesse, dass es sich um eine Karte von Okinawa ("Ryukyu-Inseln") handelt welches bis Mai 1972 noch von den Amerikanern besetzt war und auch bis dahin noch als Währung USD hatte, daher die Cent-Angaben auf den Marken.
Manne Am: 04.01.2017 08:14:57 Gelesen: 46896 # 8
@ Thorn [#7] Danke für diese Information. Dann zeige ich einen weiteren Luftpost-Brief mit Cent-Marken vermutlich aus dem Jahr 1966 an die Fa. Schmid-Schlenker. Gruß Manne
Michael Mallien Am: 18.04.2017 22:34:43 Gelesen: 46559 # 9
Drucksache mit TAXE PERCUE Stempel von Osaka nach Bremen.
Saguarojo Am: 19.04.2017 14:12:54 Gelesen: 46534 # 10
Briefdrucksache gelaufen innerhalb von Japan. Per Schiff befördert vom 6.7.1976 Viele Grüße Joachim
Manne Am: 19.04.2017 18:53:13 Gelesen: 46519 # 11
Hallo, aus Kanda ein Luftpost-Brief vom 16.12.1967 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Gruß Manne
Saguarojo Am: 19.04.2017 19:46:17 Gelesen: 46511 # 12
Ganzsachen-Postkarte gelaufen innerhalb von Japan vom 24.7.1991 (Datum auf dem Stempel ist japanische Zeitrechnung). Gruß Joachim
Manne Am: 20.04.2017 09:46:13 Gelesen: 46490 # 13
Hallo, ein Luftpost-Brief vom 04.04.1968 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Gruß Manne
hajo22 Am: 20.04.2017 10:42:28 Gelesen: 46483 # 14
München 1972 Olympische Spiele: Brief aus Japan an ein Mitglied der japanischen Volleyball-Olympiamannschaft. BG, hajo22
Michael Mallien Am: 11.09.2017 19:34:32 Gelesen: 45980 # 15
Heute von mir eine Ansichtskarte aus Yokkaichi nach Kaisersesch vom 18.10.1999. Die Freimachung beträgt 70 Yen. Mir gefallen die kleinformatigen Marken mit den Motiven einer Biene und eines Vogels. Viele Grüße Michael
zonen-andy Am: 21.10.2018 09:21:25 Gelesen: 44241 # 16
Hallo, ich habe auch paar Belege aus Japan, möchte aber nur diesen zeigen. Grüße Andreas
Fips002 Am: 09.12.2018 13:49:16 Gelesen: 43960 # 17
Postkarte aus Kobe, 22.4.1923, Frankatur Mi.-Nr. 137, Ausgabe 1919. Gelaufen Via Amerika nach Dagmersellen/Schweiz. Dieter
volkimal Am: 09.12.2018 19:49:40 Gelesen: 43942 # 18
@ Fips002 [#17] Hallo Dieter, der Stempel zeigt das Datum 12.04. 1922. Der Absender hat den 12.04. 1923 angegeben. Er hat wahrscheinlich die erste Ziffer von der 2 zur 1 geändert. Wahrscheinlich ist die Jahreszahl im Stempel falsch eingestellt. Alternativ kann sich natürlich auch der Absender vertan haben. Das halte ich für nicht so wahrscheinlich. Das Datum ist mit Sicherheit nach unserem Kalender angegeben. Nach dem japanischen Gengō-System wäre der 12.04.1923 der 12.04.12 (Taishō). Viele Grüße Volkmar
Manne Am: 10.12.2018 10:57:34 Gelesen: 43917 # 19
Hallo, ein Luftpost-Brief aus dem Jahr 1966 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Gruß Manne
ligneN Am: 10.12.2018 13:55:53 Gelesen: 43900 # 20
@ Manne [#19] Diesen Ryukyu-Brief hatten wir schon 20.1.2017.
Manne Am: 10.12.2018 15:48:19 Gelesen: 43881 # 21
@ ligneN [#20] Danke, hatte ich übersehen. Gruß Manne Dann etwas neues, Luftpost-Brief vom 04.04.1967, der ging auch an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.
Fips002 Am: 17.12.2018 15:36:20 Gelesen: 43824 # 22
Brief aus Tokio 27. ... 1909 nach Prag über Sibirien. Frankatur Mi.Nr, 82, Ausgabe 1899. Dieter
volkimal Am: 17.12.2018 16:18:52 Gelesen: 43813 # 23
@ Fips002 [#22] Hallo Dieter, im Aufgabestempel steht das Datum nach dem Gengō-System: 42.12.26. Es ist von rechts nach links zu lesen. Die Jahreszahl 42 (Meiji) entspricht dem Jahr 1909 nach unserer Zeitrechnung. Tag und Monat sind gleich. Der Brief ist also am 26.12.1909 aufgegeben worden. Der Ort ist nicht zu erkennen, evtl. war es Tokio = 東京. Weitere Informationen zur japanischen Zeitrechnung siehe [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=100382#M16
Fips002 Am: 26.12.2018 22:20:34 Gelesen: 43738 # 24
Brief per Luftpost mit Absenderfreistempel aus Kobe, 20.12.1999, nach Zittau. Dieter
Franz88 Am: 27.03.2019 21:03:09 Gelesen: 43308 # 25
Hallo Sammlerfreunde, ein Brief aus Japan. Frankiert mit 13 Sen. Gelaufen am 8.7.1929. Ich vermute, der Brief ist innerhalb von Japan gelaufen. Auf der Briefvorderseite kann ich gar nichts lesen. Auf der Briefrückseite sind zwei Vignetten mit der Aufschrift "THE MITSUBISHI BANK LDT" aufgeklebt. Liebe Grüße Franz
volkimal Am: 28.03.2019 08:56:41 Gelesen: 43285 # 26
@ Franz88 [#25] Hallo Franz, wie bei Briefen innerhalb Japans üblich gehe ich davon aus, dass das Datum nach dem Gengō-System und in der Reihenfolge "Jahr.Monat.Tag" angegeben ist. Dann wäre das Datum 8.7.29 der "29.7. Jahr 8". Die Jahreszählung beginnt in Japan mit jedem Tenno neu. Im ersten Moment kommen als Jahr in Frage: Taisho 8 = 1919 oder Showa 8 = 1933. Da hilft es nur, auf das Ausgabedatum der Briefmarke zu betrachten. Es ist MiNr. 176 vom 15.09.1925. Damit scheidet die Taisho-Zeit aus. Der Stempel müsste also vom "29.7. Showa 8" = 29.07.1933 sein. Den Ort kann ich leider nicht erkennen. Als Uhrzeit ist angegeben "后 0-4". Das wäre 0-4 Uhr nachmittags. Weitere Informationen zum Gengō-System findest du hier: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=98953#M16 Viele Grüße Volkmar
Franz88 Am: 28.03.2019 15:14:17 Gelesen: 43265 # 27
@ volkimal [#26] Hallo Volkmar, herzlichen Dank für Deine Info. Die japanische Zeitrechnung ist interessant, aber doch etwas gewöhnungsbedürftig. Liebe Grüße Franz
ragiko Am: 29.03.2019 09:02:17 Gelesen: 43246 # 28
@ Franz88 [#25] Hallo, das hat Volkimal ganz perfekt gelöst mit dem Datum und der Uhrzeit. Ich füge noch die anderen Details hinzu: Der Stempel liest sich Fukagawa, das ist ein Stadtteil in Tokyo. Absender ist die Eitaibashi-Filiale der Mitsubishi Bank, und Eitaibashi liegt tatsächlich in Fukagawa. Das Einschreiben (die Schriftzeichen in dem eingedruckten Kästchen links bedeuten "per Einschreiben") trägt unten in Blau die Einschreibnummer plus PA-Namen Fukagawa 036 und ist an die Daiyon Bank in Niigata gerichtet. Es ist eine Postfach-Adresse. Ein normaler Inlands-Bankgeschäftsbrief, und 13 sen ist genau der dafür benötigte Portosatz. Ein Brief, dessen Details sämtlich stimmig sind. Ein interessanter, aber keineswegs sehr teurer Beleg. Es ist nicht allzu schwer, an solche und ähnliche Geschäftsbriefe aus dieser Zeit zu gelangen. Aber wie gesagt, interessant ist der Beleg auf jeden Fall, und noch interessanter, wenn man weiß, was es damit auf sich hat. Beste Grüße ragiko
Manne Am: 29.03.2019 12:46:59 Gelesen: 43230 # 29
Hallo, aus Nakano ein Luftpost-Brief vom 24.04.1965 an die Fa. Kayser in Schwenningen. Gruß Manne
Franz88 Am: 29.03.2019 16:12:25 Gelesen: 43220 # 30
@ ragiko [#28] Hallo ragiko, herzlichen Dank für Deine ausführliche Erläuterung. Da kann ich eine ganze Menge in meine Dokumentation übernehmen. So macht das Sammeln Spaß. Liebe Grüße Franz
ragiko Am: 30.03.2019 10:01:10 Gelesen: 43195 # 31
@ volkimal [#26] A propos "Zeitrechnung beginnt mit jedem Tenno neu": Am 1. April 2019 ist es wieder so weit. Übermorgen wird der neue Ära-Name verkündet. Dieses Jahr ist damit zugleich Heisei 31 als auch ?? 1. Übermorgen wissen wir, was anstelle von ?? einzutragen ist. Laut einer Umfrage, die letzte Woche in Japan veröffentlicht wurde, interessieren sich nur gut 20% der Leute in Tokyo für dieses altertümliche Brimborium. Für sie ist und bleibt es 2019. ragiko
Michael Mallien Am: 16.09.2019 07:29:09 Gelesen: 42579 # 32
Brief im A5-Format vom 7.9.1970 aus Tokio nach Mainz, frei gemacht mit 810 Jen. Viele Grüße Michael
Ichschonwieder Am: 02.08.2020 21:51:05 Gelesen: 41470 # 33
Heute 2 Belege nach Russland, im Jahr 2001 versendet. Die Blumenmarken habe ich nicht gefunden, wobei aus dem Jahr 2001 viele Briefmarken nicht dargestellt waren. Nun zu den Frauen aus der Serie Kostüme. 01.08.2001 Mi. Nr. 2346 linker Brief und Mi. Nr. 2347 rechter Brief. Klaus Peter
ligneN Am: 03.08.2020 10:50:00 Gelesen: 41415 # 34
@ Ichschonwieder [#33] Sind aus dem Kleinbogen Michel Nr. 3240-3249 vom 1. August 2001. Der ist im Michel abgebildet.
Regis Am: 06.09.2020 11:39:53 Gelesen: 41051 # 35
Hier 2 Ansichtskarten von 1902 geschrieben von einem Besatzungsmitglied von SMS Hertha. Beide Karten geschrieben am 3. Mai 1902 in Uraga / Yokohama; befördert über San Francisco und New York - 26. Mai 1902; Ankunft: Halberstadt - 6. Juni 1902; Ansicht von Uraga / Yokohama, als die Stadt noch kleiner war. Ansicht des Marine - Hospitals Yokohama. Hier wurde der Stempel Marine-Schiffspost Yokohama verwendet. Gruß Regi
ligneN Am: 07.09.2020 12:58:59 Gelesen: 41037 # 36
@ Regis [#35] Gestempelt in Uraga/Sagami-Provinz. Yokohama ist nur Durchgangsstempel. Die Abbildungen sind nur von Yokohama.
Stiggi Am: 15.09.2020 21:19:03 Gelesen: 40975 # 37
Belege mit zahlreichen Marken, Stempeln, Zusatzetiketten Hallo allerseits, ich möchte heute gern einen Beleg zeigen, den ich sehr mag, da er kunterbunt mit Marken, Stempeln und Etiketten übersät ist. Falls das Thema schon einmal da war, möchte ich mich schon mal entschuldigen - ich habe die Suche nicht wirklich bedient. Es handelt sich um einen Brief eines Japaners an einen Sammlerfreund im Vogtland vom 3. Januar 1940 (Datum auf dem innenliegenden Briefbogen). Darauf zu sehen die Marken (Michel Japan) #258, #287, #286, #284, #285 (alle 1939) sowie #272 (1938) Der Stempel von Tokyo (Nippon) ist hier durch ein Zolletikett überdeckt - auf einem anderen Beleg aus dem Jahr 1939 jedoch ersichtlich. Von Nopporo (4.1.1940) über Tokyo (geschätzt 6.1.1940) und via Sibirien gelangte der Brief dann am 31.1.1940 nach Reichenbach und letztlich am selben Tag an sein Ziel in Netzschkau. Viele Grüße, Micha.
Stiggi Am: 16.09.2020 16:50:45 Gelesen: 40934 # 38
Den Japan-Thread habe ich nicht auf dem Schirm gehabt, man möge mir verzeihen :) Dafür gibt es heute den im vorherigen Beitrag erwähnten, zweiten Beleg. Absender und Empfänger sind identisch. Diesmal kein Ankunftsstempel von Reichenbach im Vogtland.
Stiggi Am: 16.09.2020 22:38:36 Gelesen: 40920 # 39
Hier noch ein paar alte Ganzsachen: 1. Streifband Ascher#3a 1880/82 2. Postkarte Ascher#12II 1876 3. Postkarte Ascher#2 1873 - hier bin ich mir ob der Postkarte unsicher. Allerdings habe ich im Ascher-Katalog nichts passenderes gefunden. Die Maße passen zu Größe a (78:163). Vielleicht weiß jemand mehr?
ragiko Am: 17.09.2020 05:09:04 Gelesen: 40907 # 40
@ Stiggi Die jap. Postkarten #1 und 2 sind zweifarbig gedruckt, mit rotem Rahmen auf der Wertstempelseite. Die jap. Postkarten #3 bis 6 sind einfarbig gedruckt, die Farbe von Rahmen und Wertstempel ist dieselbe. Die jap. Postkarten #3 und 3 tragen einen japanischen Schriftzug mit der Bedeutung "Postkarten-Vordruck" unterhalb des Wertstempels eingedruckt, der bei #5 und 6 fehlt. Die Abbildung zeigt also Postkarte #6, gelaufen von Kyoto nach Osaka 7.6.1874, Ankunft am selben Tag. Die rote Koban-Postkarte ist übrigens der abgetrennte Rückantwortteil einer Karte mit Rückantwort. Man sieht, dass sie von dem Hinwegteil abgerissen worden ist. Sie ist zwar nach Kitasenju (bei Tokyo) adressiert und beschriftet, aber wohl nicht abgeschickt worden, da sie weder Post- noch Ankunftsstempel trägt. Viele Grüße, ragiko
ligneN Am: 17.09.2020 12:03:48 Gelesen: 40889 # 41
Roter Antwortteil 1s, ich lese da Minami-Senju. Unterhalb des Wertstempels sind Teile des Textes abggeschürft, genauer gesagt, abgerissen, bei Zeichen 2 und 3. Außerdem Stempelfragmente. Da hat wohl jemand eine Beifrankatur entfernt (1 1/2 S. Porto ab 1.4.1899). Fehlende Ankunftsstempel (eigentlich: Zustellstempel), kommt schon mal vor. Ändern von vorgedruckten Adressen auf Antwortkarten, erste Recht vollständiges Überschreiben wie hier, war unzulässig. Der Abs. hat das recht geschickt gemacht, so ist die wohl Karte durchgeschlüpft. Spuren von Papierfahnen mit Nachportovermerken sind nicht zu sehen.
Stiggi Am: 17.09.2020 22:29:20 Gelesen: 40867 # 42
Vielen Dank für die vielen Informationen! Da bin ich gerade etwas baff. :)
Stiggi Am: 20.09.2020 21:06:16 Gelesen: 40842 # 43
Ich habe noch zwei Ganzsachen. Das dürfte die #12 mit Druckvermerk II sein. Ich hab den Stempel noch separat beigefügt, aber ich weiß nicht mal ob dieser richtig herum ist. Es lässt sich für mein Auge auch nicht viel erkennen. Mich würde interessieren, in welchem Jahr der Stempel auf die Karte kam - vielleicht kann das einer von Euch entziffern. Hier eine Postkarte mit Antwort - dies sollte #22 sein:
ligneN Am: 20.09.2020 21:53:00 Gelesen: 40836 # 44
@ Stiggi [#43] Der Stempel ist Tokyo-Shibaguchi (Meiji) 31.1.1 = 1. Januar 1898. Dazu passend auf der Rückseite senkrecht eingedruckt etwa "Gutes Neues Jahr" / "Meiji 31.1.1", Absendername und zwei Geschäftsadressen (Hauptstelle/Außenbüro) im Bezirk Kyobashi. Über dieses Gedruckte dann aber eine Menge Text handschriftlich, es gab einiges extra mitzuteilen. Adressiert in den Bezirk Nihonbashi. Also alles innerhalb Tokyos geblieben. Die Portoerhöhung auf 1 1/2 S. kam erst zum 1.4.1899, also voll bezahlt und keine Beifrankaturverluste.
Stiggi Am: 24.09.2020 20:55:11 Gelesen: 40785 # 45
@ ligneN [#44] Vielen Dank für die detaillierten Informationen!
mausbach1 (RIP) Am: 06.10.2020 09:57:50 Gelesen: 40678 # 46
Japan Amanohashidate, eine der drei besten Landschaften Japans, hat einen Strand! Die ungewöhnlichen geografischen Merkmale namens Sasu, die zwischen dem Aso-Meer in der Stadt Miyazu und der Bucht von Miyazu liegen, bilden Amanohashidate. Der schöne weiße Sand und die grünen Kiefern erstrecken sich etwa 3,6 km von Süden nach Norden. Der Ort ist mit einem sehr alten japanischen Mythos verwandt. Glückauf! Claus
Regis Am: 07.10.2020 14:39:59 Gelesen: 40630 # 47
- Eine Postkarte aus Shanghai Postkarte zur Inlandsgebühr - 2 SEN; Aufgabe am Japanischen Postamt Shanghai am 20. April 1887; nach Japan. Rückseitig ein Teilstempwel von Kobe 3. Mai 1887; Sonst erkenne ich nichts. Gruß Regis
hajo22 Am: 07.10.2020 17:35:16 Gelesen: 40602 # 48
Olympiade München 1972 Brief per Eilboten aus Urawa vom 2.9.1972 nach München, Olympisches Dorf, an ein Mitglied des japanischen Volleyball-Teams/Männer. Ankunftsstempel München TA 4.9.72. Wenn Interesse besteht, kann ich noch weitere Couverts an das japanische Vollyball-Team/Männer zeigen. hajo22
ragiko Am: 08.10.2020 04:39:37 Gelesen: 40513 # 49
@ Regis [#47] Die Karte ist nach Osaka adressiert. Sie lief von Shanghai aus mit dem Schiff Satsuma Maru (roter Stempel = Schiffsname) nach Kobe, das der Überseehafen von Osaka ist (so wie Yokohama der Überseehafen von Tokyo ist), wo sie ausgeladen wurde, den Transitstempel KOBE erhielt und dann auf dem Landweg nach Osaka weiterbefördert wurde. Die japanischen Ankunftsstempel auf der Anschriftseite der Karte sind von Osaka und tragen das Datum vom 3.Mai, die Karte traf also aus Kobe kommend noch am selben Tag in Osaka ein. Auch das handschriftlich auf der Karte (Anschriftseite, links vom Wertstempel) notierte Datum ist der 29.4. Damals lief Post von Shanghai nach Osaka genauso schnell wie heute. ragiko
Regis Am: 08.10.2020 18:26:58 Gelesen: 40468 # 50
@ ragiko [#49] Vielen Dank für die Infos. Der Beleg liegt seit Jahrzehnten im Bestand - gute Belege ohne ausreichene Informtionen - nun wird er in die Sammlung eingebaut - 50 Jahre zu warten ist doch nicht unnütz. Herzlichen Gruß Regis
ligneN Am: 09.10.2020 03:00:29 Gelesen: 40414 # 51
@ Regis [#47] Zu ergänzen: Keine Inlandsgebühr, sondern ermäßigter UPU-Tarif für Beförderung mit "direktem japanischem Dampfer", für Chinahäfen ink. Hong Kong/Macau, USA, Canada, Vladivostok. Dieser Tarif existierte 1879/1897 (zwischen Japan und China in beiden Richtungen jedoch bis 31.12.98). Deshalb gab es ja UPU-Karten für 2 Sen (ermäßigt wie vor) und 3 Sen (nicht ermäßigt). Der Entwertungsstempel ist ein sogenannter "Propeller", typisch für das japanische Postamt in Shanghai, hier die Type mit 4 Blättern.
mausbach1 (RIP) Am: 06.11.2020 09:59:02 Gelesen: 40039 # 52
Sondermarken - MiNr. 678, 688 678 – 20.04.1958 – Woche der Philatelie – „Japanerin mit Schirm“, Farbholzschnitt von Torii Kiyonaga (1752-1815) 688 – 05.10.1958 – Internationale Briefwoche – „Tokaido-Gojusan Tsugi-Brücke, Tsugi“, bei Kioto, Farbholzschnitt von Ando Hiroshige (17197-1858) Glückauf! Claus
Fips002 Am: 14.01.2021 17:36:57 Gelesen: 39333 # 53
Gruß von der Weltausstellung OSAKA 14.11.1903 an Besatzungsmitglied Kleiner Kreuzer Bussard. Dieter
volkimal Am: 16.01.2021 13:55:57 Gelesen: 39219 # 54
@ Fips002 [#53] Hallo Dieter, 1903 war in Osaka keine Weltausstellung. Eine Liste der Weltausstellungen findest du bei Wikipedia [1]. Weltausstellungen in Osaka gab es 1970, und für 2025 ist wieder eine Weltausstellung in Osaka geplant. Wahrscheinlich geht es bei der Postkarte um die fünfte nationale Industrie Ausstellung [2]. Die fünfte nationale Industrieausstellung fand vom 1. März bis 31. Juli 1903 in Tennōji-ku, Osaka, statt und dauerte 153 Tage. Sie zog 4.350.693 Besucher an. Zum ersten Mal wurden Aussteller aus Übersee zugelassen. Ungewöhnlich finde ich die beiden unterschiedlichen Daten der Karte: Handschriftlich "Osaka, d. 14.11.03". Beim Stempel fehlt die Jahreszahl (links). Man sieht also nur den 7.7. Der Stempel wurde also ca. 4 Monate vor oder 8 Monate vor dem handschriftlichen Datum abgeschlagen. Leider ist der Ort kaum zu erkennen. Vielleicht ist es Osaka Zentrum = 大阪 中央 (von rechts nach links zu lesen). Das ist aber absolut nicht sicher. Viele Grüße Volkmar [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Weltausstellungen [2] https://en.wikipedia.org/wiki/National_Industrial_Exhibition
ligneN Am: 17.01.2021 17:06:26 Gelesen: 39121 # 55
@ volkimal [#54] Es ist Osaka-Zentral. Zu dieser Ausstellung hat ein Händler privat ein dekoratives mehrfarbiges (nur Front und Rückseite) Faltalbum aufgelegt (vorgedruckte leere Markenfelder und mit eingeklebten gestempelten Marken verkauft.
hajo22 Am: 24.03.2021 18:53:29 Gelesen: 38190 # 56
Illustrierte Ganzsache 2 S + Zusatzfrankatur 2 S, geschrieben am 9.12.1899 nach Frankfurt a.M., Ankunft 11.1.1900.

Den Absendestempel kann ich leider nicht lesen. Auf jeden Fall lief die Ganzsache über Yokohama ins Deutsche Reich.



hajo22
Manne Am: 24.03.2021 19:36:36 Gelesen: 38179 # 57
Hallo, aus Tokio ein Luftpost-Brief vom 17.04.1967 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Gruß Manne
volkimal Am: 24.03.2021 20:05:58 Gelesen: 38173 # 58
@ hajo22 [#56] Hallo hajo22, der Stempel ist natürlich nicht zuordnen. Wo nichts ist, kann man nichts lesen. Es ist nur der Monat Dezember erkennbar. Als Ortsangabe hat der Absender angegeben Hiogo. Hiogo = Hyōgo. Hyōgo-ku (jap. 兵庫区) ist ein Stadtbezirk von Kōbe. Er ist 14,54 km² groß und mit etwas über 100.000 Einwohnern, der zweitkleinste der neun Stadtbezirke. Den auf der Ansichtskarte abgebildeten Schrein habe ich bei Google leider nicht gefunden. Viele Grüße Volkmar
hajo22 Am: 24.03.2021 20:24:17 Gelesen: 38170 # 59
@ volkimal [#58] Danke für die Ortsangabe (handschriftlich vom Absender), die habe ich schon gegoogelt. Ich habe den Ort nicht dazu geschrieben, da der Poststempel nicht lesbar ist. Ansonsten hat mir die Karte so gut gefallen, daß ich sie vor wenigen Tagen in der Bucht erworben habe (echter eyecatcher). Poststempel hin oder her. hajo22
ligneN Am: 25.03.2021 18:09:34 Gelesen: 38146 # 60
@ hajo22 [#56] Man sieht nur Fragmente. Der Absender datiert rückseitig "Hiogo..", der Stempel könnte also (Kobe) sein. Einen Hyogo-Stempel gab es damals nicht mehr.
fogerty Am: 19.04.2021 19:36:16 Gelesen: 37751 # 61
Einschreibebrief von Kobe nach Leipzig aus dem Jahre 1934. Grüße Ivo
Ichschonwieder Am: 20.02.2022 15:43:02 Gelesen: 34264 # 62
2 Belege aus Japan in die Republik Komy Russland: 22.07.1997 Mi. Nr. 2470 Charadrius dubius ( Flussregenpfeiffer) 26.01.1998 Mi. Nr. 2517 Kindermusik 11.07.1986 Mi. Nr. 1687 Thema Inseln; Hundertjahrfeier der japanischen Normalzeit VG Klaus Peter
Ichschonwieder Am: 04.03.2022 10:28:53 Gelesen: 34026 # 63
Brief aus Japan in die Republik Komi (Russland) Utagawa Hiroshige war zusammen mit Kuniyoshi und Kunisada einer der drei stilbildenden Meister des japanischen Farbholzschnitts am Ende der Edo-Zeit. Er lebte von 1797 bis zum 12.10.1858. Aus dem Werk "Die 53 Stationen des Tōkaidō" von Utagawa Hiroshige sehen wir 05.10.2001 Mi. Nr. 3276 "8th Station: Oiso" auf einer Marke aus der Serie "Internationale Briefwoche 2001". VG Klaus Peter
Ichschonwieder Am: 04.05.2022 10:12:00 Gelesen: 33292 # 64
Brief aus Japan in die Republik Komi von 2001. Aus dem Werk "Die 53 Stationen des Tōkaidō" von Utagawa Hiroshige sehen wir 06.10.2000 Mi. Nr. 3044 "30.th Station: Maisaka" auf einer Marke aus der Serie "Internationale Briefwoche 2000". VG Klaus Peter
Ichschonwieder Am: 29.05.2022 09:23:41 Gelesen: 32707 # 65
Brief aus Japan in die Republik Komi vom 25.06.2000. 28.04.1998 Mi. Nr. 2555 1998 - 1999 französisches Jahr in Japan VG Klaus Peter
Ichschonwieder Am: 29.05.2022 18:52:45 Gelesen: 32684 # 66
Brief aus Japan in die Republik Komi vom 03.07.2001 Aus der Serie "Italien in Japan" 2001 sehen wir ein Gemälde des berühmten italienischen Malers Sandro Botticelli der vom 01.03.1445 bis 17.05.1510 lebte. 19.03.2001 Mi. Nr. 3132 "Verkündung" von Sandro Botticelli VG Klaus Peter
ragiko Am: 30.05.2022 05:04:01 Gelesen: 32652 # 67
@ Ichschonwieder [#66] Ja, aber leider ist es nur die linke Hälfte des berühmten Gemäldes, denn Japans Post hat die unangenehme Macke, Kunstwerke, auch japanische, durch die Zähnung zu zertrennen, zum Zerreißen einzuladen, zum Vandalismus zu animieren. Der alte Botticelli brauchte nur einen Zerriss zu beklagen, aber mittlerweile wurden in Japan Kunstwerke auch schon in fünf (z.B. Michel Nr. 1967-71, 2266-70 etc.), ja sogar zehn Schnipsel (z.B. Nr.8475-84, 9642-51) zerschreddert. Taiwan hat es ab 1968 (Nr. 677-83 u.v.a.) schon vorgemacht, China ist beim Zerfetzen von Kunstwerken auch mit dabei, und bei etlichen weiteren Postanstalten denkt sich ebenfalls niemand etwas dabei, wenn es darum geht, aus einem Kunstwerk möglichst viel Profit herauszuholen. Wir haben uns schon daran gewöhnt, und man wird mir sicher widersprechen, aber mir tut halt immer noch jedes zerrissene Kunstwerk in der Seele weh, denn ich stamme noch aus einer Zeit, als Briefmarken überwiegend zum Frankieren von Postsendungen und mitunter zum Gedenken an wichtige Anlässe beitrugen. Herzliche Grüße, ragiko
Fips002 Am: 03.06.2022 11:17:56 Gelesen: 32461 # 68
Zwei Briefe aus Yokohama mit verschiedenen Labels. Brief vom Frachtschiff "ARYA GAM", Iran, 03.6.1972 und vom Container Schiff "ZIM NEW YORK", Israel, 16.4.1976 nach Preetz. Dieter
Ichschonwieder Am: 05.06.2022 13:23:10 Gelesen: 32344 # 69
Brief vom 23.08.2001 in die Republik Komi. 31.05.2001 Mi. Nr. 3172 Serie FIFA World Cup 2002 VG Klaus Peter
Ichschonwieder Am: 06.06.2022 09:22:38 Gelesen: 32323 # 70
Brief vom 27.07.2001 in die Republik Komi. 23.07.01 Mi. Nr. 3219A Kleiner weißer Vogel VG Klaus Peter
Bendix Gruenlich Am: 25.06.2022 09:14:57 Gelesen: 32016 # 71
Da ist doch im Briefkasten eines Kollegen von mir vor kurzem aus, ich schätze, 10.000 km-Entfernung ein historischer Tonträger eingegangen. Der Tonträger war in einem Umschlag, und dieser Umschlag war mit (dem Gebrauchsgegenstand) Briefmarken versehen. Freundlicherweise wurde ein Ausschnitt aus dem Umschlag an mich weitergereicht, wo die Marken nunmehr ihrer Hauptaufgabe zugeführt werden, nämlich uns Freude zu bereiten. Japan ist ja nicht nur das Land der aufgehenden Sonne, sondern auch der unbeschränkten Frankaturgültigkeit von Briefmarken. Recht so - denn so entstehen immer wieder interessante Blickfänger: Von 1962 bis heute ist alles dabei, für meinen Geschmack ein toller Stilmix - ohne überfrachtet zu wirken, mit attraktivem und gut lesbaren Rollenstempel für internationalen Versand • oben: typische japanische Freimarke (mit einer für westliche Geschmäcker aus der Designperspektive schrägen) Blumenvase - hier aus Markenheftchen mit interessanter Zähnungsvariante (Mi. 1865 von 1989) • moderne Ausgabe mit gemäldeartigem, fernöstlichem Blumenmotiv • die Wakato-Brücke (ca. 2 km langer, rot gestrichener Landschaftsblickfang), Marke von 1962 im Stichtiefdruck (Mi. 805) • eine Ausgabe zur Ehrung der Expo von 1970, im gestalterischen Stil der Zeit (Mi. 1077) Das ist nicht gemacht, nicht bestellt, nicht arrangiert, vielleicht auch keine Rarität, sondern Bedarf (und so attraktiv, dass der Ausschnitt es mir Wert schien, ihn zu teilen). Material zum Verkleben haben die Japaner übrigens genug, mittlerweile gibt es über 8.500 Michel-Nummern.
Briefuhu Am: 27.11.2022 15:50:24 Gelesen: 29909 # 72
Beleg vom 30.05.1975 von Gotemba nach Goch frankiert mit 30 Yen, der Umschlag war nicht verschlossen. Aufgefallen ist mir der Stempel P im Quadrat. Kann dieses P Drucksache (print) bedeuten? Schönen Gruß Sepp
ligneN Am: 28.11.2022 00:49:17 Gelesen: 29884 # 73
@ Briefuhu [#72] Ja, P = Drucksache. 30 y war Porto Drucksache Seeweg 1972-1976.
Briefuhu Am: 28.11.2022 06:33:00 Gelesen: 29878 # 74
@ ligneN [#73] Vielen Dank für die Auskunft. Schönen Gruß Sepp
Gernesammler Am: 07.12.2022 20:03:15 Gelesen: 29683 # 75
Hallo Sammlerfreunde, Postkarte aus Tokio vom 3.10.1904 in der Zeit des Russisch-Japanischen Krieges (4.2.1904 - 10/1905) von einem Herrn Takano an Fräulein Elisabeth Negele in München spediert, hier kam die Karte am 4.11.1904 zur Ausgabe. Für das Franko nahm man eine Marke zu 4 Sen, gestempelt wurde mit Einkreisstegstempel (da in japanisch denke ich trotzdem Tokio) einem Einkreisstempel von Tokio, bei Ankunft in München mit dem Einkreisstempel von München 2 B.Z. (Briefzustellung) und zur Ausgabe der Zweikreisstempel von München 19 sowie dem Briefträgerstempel N.22. Da Post aus Japan normalerwesie über die Transsibirische Eisenbahn transportiert wurde, es aber zu dem Zeitpunkt mit Russland im Krieg stand wurde die Postkarte via Amerika spediert. Die Postkarte zeigt im Hintergrund die Japanische Flagge sowie in zwei Bildern die Teile der Japanischen Flotte. Gruß Rainer
Koban Am: 07.12.2022 22:07:25 Gelesen: 29670 # 76
@ Gernesammler [#75] Hallo Rainer, der Aufgabestempel (Trisected Circle) besteht im oberen Segment aus zwei Zeilen. Oberste Zeile, von rechts gelesen, 東京 (Tokio), in der Zeile darunter, ebenfalls von rechts gelesen, 駒込 (Komagome). Komagome ist ein Stadteil Tokios im Bezirk Toshima. Gruß, Koban
Franz88 Am: 22.12.2022 16:56:42 Gelesen: 29491 # 77
Hallo Sammlerfreunde, eine Auslandsdrucksache vom 9.11.1974, von Toyokawa nach Rijeka. Der Beleg wurde mit 30 Yen frankiert. Liebe Grüße Franz
Briefuhu Am: 05.02.2023 10:32:28 Gelesen: 28718 # 78
Luftpostdrucksache vom 28.08.1974 von Tanabu Aomori nach Mannheim, bunt frankiert mit 75 Yen, Michel Nr. 2x 1041, 2x 1042, 1128 und 758. Außerdem ein runder Stempel Nuclear Ship Musu Reactor Critical. Die Mutsu war das erste nuklearbetriebene Stückgutschiff Japans, das aber nie Fracht beförderte. Schönen Gruß Sepp
Briefuhu Am: 13.05.2023 10:21:04 Gelesen: 27812 # 79
Habe hier einen Brief (Damenbrief) von Fukuoka nach München, frankiert mit 2 x Michel 188 und 1 x Michel 177 gesamt 10 Sen. Bei dem Datum bin ich mir nicht sicher, ich lese 11 4 1 was ich als 01.04.1936 interpretiere, bin mir da aber absolut unsicher. Schönen Gruß Sepp
volkimal Am: 13.05.2023 23:01:13 Gelesen: 27786 # 80
@ Briefuhu [#79] Hallo Sepp, mit dem 01.04.1936 liegst du genau richtig. Viele Grüße Volkmar
Briefuhu Am: 14.05.2023 07:25:30 Gelesen: 27775 # 81
@ volkimal [#80] Guten Morgen Volkmar, vielen Dank für Deine Bestätigung. Schönen Sonntag Sepp
Saxendreier Am: 14.05.2023 09:24:58 Gelesen: 27765 # 82
Interessanter Japan Beleg Postkarte aus Japan von den Olympischen Sommerspielen 1964. Geschrieben vom Schwimmsportler Frank Wiegand – gewinnt in Tokio drei Silbermedaillen. Olympiagelände und 2 Olympiamarken Muttertags Grüße Dietmar
Magdeburger Am: 14.05.2023 10:23:40 Gelesen: 27762 # 83
Liebe Sammelfreunde, 3 Karten alle gesendet nach Magdeburg: 1. Karte gelaufen von Tokio am 07.10.1897: 2. Karte gelaufen von Yokohama am 11.09.1901 3. Karte gelaufen von Nagasaki am 26.09.1903: Mit freundlichem Sammlergruss Ulf
10Parale Am: 23.05.2023 09:32:40 Gelesen: 27415 # 84
Ein schöner Beleg von OSAKA, vierfach abgestempelt am 20.XII.1963 (vor knapp 60 Jahren), mit Vögeln und Landschaftsbildern frankiert, 18 gramm schwer und mit 200 Yen. Gelaufen nach Basel in der Schweiz. Über das Porto kann ich leider keine Auskunft geben. Liebe Grüße 10Parale [Redaktionell verschoben aus dem bisherigen Thema "Belege bestimmen: Japan - Schweiz"]
ligneN Am: 10.06.2023 15:00:00 Gelesen: 26982 # 85
@ 10Parale [#84] 100 y je 20 g, also 2. Gewichtsstufe der Luftpostzone 3 (mit Deutschland), 1961-1966.
10Parale Am: 10.07.2023 19:40:36 Gelesen: 26308 # 86
@ ligneN [#85] Wow, vielen Dank! Ein weiterer Beleg wurde am 4.II.78 in MORIOKA mit 140 y freigemacht (schöner VB) und lief in die Schweiz. Liebe Grüße 10Parale
bedaposablu Am: 06.08.2023 17:02:26 Gelesen: 25861 # 87
hallo miteinander! Ich habe hier einen Brief mit einem japanischen Postfreistempel-Aufkleber gemäß der Position PO12 des internationalen Meter-Stamp-Kataloges: . leider bin ich des Japanischen nicht mächtig und komme bei google mit den Japanischen Schriftzeichen speziell beim Ort ISHIKAWACHO EKIMAE überhaupt nicht weiter. Wer kann weiterhelfen? Viele Grüße aus Magdeburg! KLaus-Peter
Koban Am: 06.08.2023 17:44:56 Gelesen: 25856 # 88
@ bedaposablu [#87] Oben: 日本郵便 = Japanische Post Mitte: 石川町 駅前 = Ishikawacho Ekimae Unten: 通用当日限り = nur an diesem Tag gültig Für die Eingabe chinesischer oder japanischer Schriftzeichen im Google-Übersetzer habe ich hier [1], in Beitrag # 43, eine kleine Anleitung geschrieben. Gruß, Koban [1]https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=250628#newmsg
ligneN Am: 06.08.2023 18:50:54 Gelesen: 25849 # 89
@ bedaposablu [#87] Ishikawacho ist 1) ein Stadtviertel in Yokohama 1) ein gleichnamiger Bahnhof ( eki) in diesem Stadtviertel, am Eingang zur Chinatown. ekimae bedeutet vor oder nahe beim genannten Bahnhof, bei Bahnhofsplätzen gerne gegenüber. Es bedeutet nie "innerhalb des Bahnhofsgebäudes".
bedaposablu Am: 06.08.2023 19:13:23 Gelesen: 25842 # 90
@ Koban [#88] @ ligneN [#89] Danke an Euch für eure Informationen. Ich hatte schon einige Zeit mit dem Internet mit der Suche nach diversen Schriftzeichen für ISHIKAWACHO EKIMAE verbracht und dann auch bei einer Bahnstation gelandet. Ich dachte eigentlich an eine Poststation in einem Bahnhof. Nochmals an Euch vielen Dank und viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
Gernesammler Am: 13.08.2023 15:01:05 Gelesen: 25674 # 91
Hallo Sammlerfreunde, Postkarte vom 3.6.1905 aus Tokio spediert via Amerika an Dr. Max Kreutz der im Königlichen Kunstgewerbe Museum in Berlin arbeitete, dort kam die Karte am 5.7.1905 zur Ausgabe. Für das Franko nahm man eine Marke zu 4 Sen, gestempelt wurde Einkreisstempel von Tokio einmal in Landessprache und einmal in Europäischer Schreibweise, zur Ankunft nahm man den Einkreisstempel von Berlin 12 **. Die Postkarte zeigt die Ansicht des Karamon Tempels und seinem Tor. Gruß Rainer
Koban Am: 13.08.2023 19:07:09 Gelesen: 25659 # 92
@ Gernesammler [#91] Hallo Rainer, Der zur Markenentwertung benutzte Stempel stammt nicht aus Tokio (東京). Oben im Stempel 下野 = (Provinz) Shimotsuke, darunter wohl 日光 = Nikko. Nikko liegt etwa 100 km nördlich von Tokio. Gruß, Koban
Gernesammler Am: 13.08.2023 20:06:30 Gelesen: 25648 # 93
@ Koban [#92] Hallo Koban, danke, hatte zwar gesehen das auf der Karte Nikko stand aber nicht für voll genommen. Gruß Rainer
BeNeLuxFux Am: 27.12.2023 19:22:20 Gelesen: 23137 # 94
Hallo, heute hatte ich untenstehenden Briefumschlag in der Tagespost. Dieser wurde am 12.12. in Ebetsu auf Hokkaido aufgegeben und benötigte somit ganze zwei Wochen bis nach Potsdam. Grüße, Stefan @ Koban Ich lege ihn dir natürlich zur Seite.
Fips002 Am: 30.12.2023 20:51:22 Gelesen: 23061 # 95
Postkarte vom Kleinen Kreuzer "Bussard" MSP 51 aus Kobe 10. November 1903 nach Apolda, Der Kleine Kreuzer war vom 13.09.00 - 26.04.1904 auf der Ostasiatischen Station. Die Japan-Reise 1903 ging von Tsingtau 14.10,1903 nach Shanghai 01.12.1903. In Kobe war die Bussard vom 18.10.1903 - 24.11.1903. Dieter
volkimal Am: 31.01.2024 12:25:06 Gelesen: 22748 # 96
Hallo zusammen, in Japan gibt es eine eigene Versendungsform für Grußkarten (Greeting Cards). Auf der Seite der japanischen Post [1] heißt es dazu: „Wenn eine Grußkarte wie eine Geburtstags- oder Weihnachtskarte 25 Gramm oder weniger wiegt und vollständig versiegelt ist, kann Sie sie als Luftpostbrief im Standardformat verschicken. Dies gilt nur für rechteckige Karten. Die Karte sollte als Ankündigungs- oder Grußkarte erkennbar sein, indem der Satz „Grußkarte“ (oder ein ähnlicher Satz, z. B. „Neujahrskarte“, „Weihnachtskarte“, „Geburtstagskarte“) deutlich darauf angebracht ist oder durch eine entsprechende Angabe erkennbar ist Die Mitarbeiter informieren sich beim Versenden über die Art der Sendung.“ Hier eine Weihnachtskarte (Xmas Card) von Kobe nach Berlin vom 07.12.1959: Bei den Portostufen gehört Deutschland heutzutage zur „Third Zone“ (140 yen) – Stand 31.01.2024. Der Brief ist mit einem Postfreistempel Pitney Bowes “R” (seit 1952) zu 125 Yen freigemacht. Über der Kennung „P.B.71“ ist der Ort in japanisch angegeben: 神戸中央 = Kobe Zentrum. Rechts steht 日本郵便 = japanische Post. Als Bild ist auf dem Stempel der Vulkan Fuji dargestellt. Mit einer Höhe von 3776 m ist es ist der höchste Berg Japans. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.post.japanpost.jp/int/service/greeting_en.html
volkimal Am: 12.02.2024 11:55:23 Gelesen: 22516 # 97
Hallo zusammen, diesmal ein Brief mit einem Absenderfreistempel aus Tokyo vom 12.04.1989: Der Absender, Prof. M. Sakata, arbeitete beim Tokyo Institute of Technology (東京工業大学, offizielle Abkürzungen Tokyo Tech). Das Bild im Werbeklischee zeigt das Logo des Instituts. Tokyo Tech ist eine nationale Forschungsuniversität im Großraum Tokio. Tokyo Tech ist die größte Hochschule in Japan, die sich der Wissenschaft und Technologie widmet. Es ist eine der ersten fünf Designated National University und von der japanischen Regierung als Top-Typ-Universität des Top Global University Project ausgewählt. Der Hauptcampus von Tokyo Tech befindet sich in Ōokayama an der Grenze zwischen Meguro und Ota, mit Blick auf den Haupteingang zum Bahnhof Ōokayama. [1] Dementsprechen steht im Stempel: 東京大岡山駅前 / Ookayamaekimae Japan. Übersetzt bedeutet das: 東京 Tokio 大岡山 Ōokayama 駅前 Vor dem Bahnhof Das Postamt befindet sich genau gegenüber des Bahnhofs von Ōokayama und hat den Namen 大岡山駅前. Viele Grüße Volkmar [1] https://en.wikipedia.org/wiki/Tokyo_Institute_of_Technology
Martin de Matin Am: 11.01.2025 18:15:20 Gelesen: 18558 # 98
Unten ist ein Einschreibebrief von Yokohama an das Dominium Zagelsdorf bei Dahme (Brandenburg) zu sehen. Auf dem Brief wurden vier 10 Sen-Marken (MiNr.63) verwendet. Vorderseitig sind vier Stempel vom 25.1.1899 aus Yokohama angebracht und rückseitig ist ein Stempel von Dahme (27.2.1899). Gemäß des vorseitigen Vermerks sollte der Brief über Amerika gehen. Der Absender des Briefes ist gemäß des rückseitigen Aufkleber das Deutsche Generalkonsulat in Yokohama. Gruss Martin
volkimal Am: 07.02.2025 18:28:59 Gelesen: 18228 # 99
Hallo zusammen, eine Postkarte aus Asakusa (japanisch 浅草) vom 04.01.1940. Asakusa ist ein Stadtteil im Tokioter Stadtbezirk Taitō. Es wurde die Briefmarke MiNr. 255 vom 10.05.1937 verwendet. Dementsprechend ist der Maschinenstempel vom 4.1. Showa 15 = 04.01.1940 AD, 4-8 Uhr Nachmittags Der Werbezudruck unten auf der Karte stammt von einer Buchhandlung. Viele Grüße Volkmar Vergleiche auch https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=292345#M277
ragiko Am: 08.02.2025 15:20:28 Gelesen: 18187 # 100
@ volkimal [#99] Hallo Volkmar, vielleicht interessiert dich die Extra-Info, dass die Karte des Tokyoter Buchhändlers nach Seoul lief, wo ein Buchhändlerkollege vermutlich als Kunde Bücher aus Japan bezog. Die Karte ist eine Neujahrskarte, in der weitere gute Zusammenarbeit im neuen Jahr gewünscht wird. Korea galt als Inland, daher die "normale" 2 sen Frankatur. Jede Firma druckt ihren Absender so auf Briefumschläge oder Karten, dass es recht ins Auge fällt, aber es ist doch eher eine Absenderangabe als ein Werbezudruck. Der Buchhändler war ein Grossist (in Asakusa sitzen bis heute zahlreiche Großhändler für Schuhe, Schrauben, Haushaltswaren etc.) und wird alljährlich Dutzende solcher Neujahrskarten an alle Stammkunden verschickt haben, wie es seinerzeit üblich war, und deshalb einen großen Vorrat an Postkarten mit eingedrucktem Absender vorrätig gehalten haben. Der Buchhandel Sankaidô in Kuramae existiert heute nicht mehr.   Noch eins. Seinerzeit war Asakusa ein eigener Stadtbezirk. Das Arrondissement Taitô wurde erst nach dem WK II als Zusammenschluss der früheren Bezirke Shitaya-ku und Asakusa-ku im Jahr 1947 geschaffen. Aber heute liegt Asakusa im Arrondissement Taitô, das ist natürlich richtig. Die Absenderangabe lautet Tokyo-shi, Asakusa-ku, Kuramae 3-3 (3-3 Kuramae, Stadtbeirk Asakusa, Stadt Tokyo). Beste Grüße, ragiko
volkimal Am: 08.02.2025 16:50:18 Gelesen: 18179 # 101
@ ragiko [#100] Hallo ragiko, herzlichen Dank! Natürlich finde ich solche Informationen hochinteressant. Vor allem hat es mich überrascht, dass die Karte nach Korea lief. Viele Grüße Volkmar
Torsten Grunwald Am: 08.02.2025 17:37:42 Gelesen: 18168 # 102
Hallo Ragiko, ich möchte auch einmal eine Karte zeigen, vielleicht kannst du etwas zu dem Stück sagen. Es soll ja auch hier einige alte Fälschungen geben, Preislich sehe ich das Stück bei 60 Euro. Freue mich auf die Antwort. Grüße Torsten
ragiko Am: 09.02.2025 15:32:49 Gelesen: 18093 # 103
@ Torsten Grunwald [#102] Hallo Torsten, Ja gerne, so gut ich kann. Es ist eine Faltkarte - das ist die Form der frühesten in Japan eingeführten Postkarten. Der Nennwert von 1/2 sen entsprach dem Ortspostkartenporto, und gelaufen ist die Karte innerhalb von Tokyo. Der stumme Stempel wurde in Tokyo verwendet, der Ankunftsstempel ist glasklar und lautet Tokyo 4.6.im Jahre Meiji 9(=1876). Es ist die Postkarte Nr.5 in japanischen Katalogen, die von 1874 an verkauft wurde und 1875 durch eine andere Type ersetzt wurde, es ist also eine leichte Spätverwendung. Im jap. Katalog wird ein gebrauchtes Exemplar mit 4000 yen bewertet. Die Spätverwendung ist leicht damit zu erklären, dass der Absender offenbar eine Anzahl davon auf Vorrat genommen hatte, worauf auch die aufgestempelte Anschrift hindeutet. Es handelt sich sozusagen um Geschäftspost jener Zeit, als private Telefone noch nicht existierten und die Geschäfte per Postkarte abgewickelt wurden. Adressiert ist die Karte an einen Produzenten traditioneller chinesischer Medizin und beinhaltet eine Bestellung des Magenheilmittels "Hôtan", das sowohl in der Anschrift ("Hôtan-Hersteller") als auch in der Bestellung vorgedruckt ist (Innerhalb des Rahmens in Schwarz, darunter handschriftlich die bestellte Menge). Chinesische Arzneien zum Einnehmen werden als Pulver oder Kügelchen produziert und mit heißem Wasser oder Tee geschluckt. Hôtan ist die japanische Lesung, in China heißt die Medizin Baodan, auch Zhibaodan oder Zhi Bao Dan. Wie fast alle chinesischen Arzneien wird das Zeug auch therapeutisch erweitert als Schmerzmittel, zur Fiebersenkung und allgemeinen Kräftigung empfohlen. Falls dich die Medizin interessieren sollte, kannst du die (modernisierten) Zeichen 宝丹 kopieren und bei Google eingeben, dann siehst du mit der Bildfunktion, dass die Arznei noch heute offeriert wird, ein Klassiker der chinesischen Medizin. Die Hôtan-Firma, an die die Karte gerichtet war, hatte ihren Sitz in Ikenohata, das liegt in Ueno im heutigen Stadtbezirk Taitô. ragiko
Torsten Grunwald Am: 09.02.2025 16:02:12 Gelesen: 18086 # 104
@ ragiko [#103] Danke für die ausführliche Beschreibung, da war ja gleich noch eine medizinische Schulung inbegriffen. Torsten
DL8AAM Am: 11.02.2025 11:18:35 Gelesen: 17935 # 105
Postsache - Service des Postes - der Philatelic Section beim Tokyo Central Post Office in Tokio 100-91 mit zusätzlich abgeschlagenen Handstempel TOKYO JAPAN vom 16.03.1982. Bei diesem Stempel handelt es sich um einen typischen "Auslandsstempel" bzw. um einen Stempel, der üblicherweise auf Sendungen ins Ausland abgeschlagen wird, heisst alle Elemente (Schrift bzw. Ortsname, wie Datum) sind in der "internationalen Form" gehalten. Und dieser spezielle Stempel wurde sehr wahrscheinlich auch direkt beim Hauptpostamt, dem Central Post Office (C.P.O.), geführt. Interessant ist der postalische bzw. posteigene Luftpoststempel PAR AVION 航空郵便. Früher™ waren selbst Postsachen interessanter, als wie heute, insbesondere da damals™ ja immer noch zusätzlich Tagesstempel abgeschlagen wurden. ;-) Beste Grüße Thomas
volkimal Am: 03.04.2025 12:06:27 Gelesen: 16141 # 106
Hallo zusammen, ein Luftpostbrief mit einem japanischen Maschinenserienstempel nach Großbritannien: Der Brief wurde am 2?.10.1973 in 岡山中央 = Okayama Central aufgegeben. Der Text im Werbeklischee ist Posteigenwerbung: 郵便番号はハッキリと = Die Postleitzahl ist eindeutig. Weitere Stempel mit diesem Werbeklischee siehe [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1609
ragiko Am: 06.04.2025 14:01:51 Gelesen: 15959 # 107
Hallo Volkimal, eine kleine Anmerkung zu dem PLZ Werbecliché. Der stark verkürzte Text hat den Sinn "Postleitzahlen (bitte stets) deutlich (angeben)". Man sieht es an den Schriftzeichen は und と. Das erstere gibt keinen Kasus, sondern das Satzthema "was Postleitzahl(en) betrifft" an, und das zweite macht das vorhergehende Wort zum Adverb und schließt deshalb ein "ist" aus. Ein Nominativ würde durch ein が, das "ist" durch ein だ am Ende ausgedrückt. "Die Postleitzahl ist eindeutig" hieße auf Japanisch 郵便番号がハッキリだ. Aber das nur nebenbei, ist ja nicht wichtig. Die Maschinenstempel waren seinerzeit trotz der Lateinschrift im unteren Halbkreis nicht für internationale Post vorgesehen, aber auch nicht eigens ausgeschlossen, weshalb solche Belege zwar nicht vorschriftswidrig, aber eher selten sind und nur in den 1970-er bis Mitte der 1980-er Jahre vorkommen. Die Lateinschrift im unteren Halbkreis ist heutzutage bei den Maschinenstempeln wieder abgeschafft, Vorschrift ist ein Handstempel ganz in Lateinschrift. Herzlichst aus Tokyo, ragiko
Eilean Am: 15.04.2025 21:49:54 Gelesen: 15492 # 108
Ein Express-Brief von Japan nach München, am 22.12.69 aufgegeben, am 26.12.69, 7 Uhr morgens in München TA. Der Briefträger 114 hatte am zweiten Weihnachtsfeiertag Dienst. Gruß Andreas
filunski Am: 07.06.2025 14:04:41 Gelesen: 13767 # 109
@ jahlert @ Jürgen Zalaszewski Hallo die "Jürgens", ;-) komme wegen Abwesenheit erst jetzt dazu zu antworten. Vielen Dank für eure beiden Beiträge, beide Beispiele passen gut hierher und sind zeigenswert. Von mir mal wieder ein etwas "exotisches" Beispiel, ein Brief von Japan nach Andorra (findet man auch nicht so oft) mit sehr sauber abgerolltem Handrollstempel aus Tokio: Handrollstempel für den internationalen Postversand (Datumsangabe in unserem Kalenderformat) des Tokyo Hokubu Post Office vom 14.09.2019. Jaheszahl auch durch den Ankunftstempel aus Andorra bestätigt. In Japan sind/waren bis in unsere Zeit also solche Handrollstempel immer noch auch bei den Postämtern im Einsatz. Viele Grüße, Peter [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
Journalist Am: 03.07.2025 19:53:46 Gelesen: 12859 # 110
Hallo an alle, ich habe heute die folgende japanische Ganzsache aus dem Jahr 1901 gefunden. Der Stempel stammt von Kobe Japan, den Rest konnte ich nicht erkennen - der Ankunftsstempel stammt aus Münster Westf. vom 24.5.1901. Laut der Rückseite wurde die Karte am 20.4.1901 geschrieben, sie war also nur ungefähr 4 Wochen unterwegs. Auf der Rückseite befindet sich im oberen Teil ein farbiges Bild - ist dies also eine Ansichtspostkarte ? Viele Grüße Jürgen
volkimal Am: 03.07.2025 20:16:13 Gelesen: 12856 # 111
@ Journalist [#110] Hallo Jürgen, im Beitrag [1] habe ich fünf solcher Karten gezeigt. Im folgenden Beitrag schreibt ligneN dazu: Das Auslandskartenporto wurde am 1.10.1897 auf 4 Sen vereinheitlicht und galt bis Ende 1921. R-Porto ebenfalls bis Ende 1921 10 Sen, also portogerecht. Rückseitige Zudrucke waren erlaubt, sind aber sämtlich privat. Ansichtskarten (also private Vordrucke mit Markenfrankatur) zum Kartenporto waren erst ab 1.10.1900 gestattet. Davor war in solchen Fällen volles Briefporto fällig. Das gegenüber Briefen reduzierte Kartenporto galt bis 30.9.1900 nur für amtliche Ganzsachen, im Inlands- wie Auslandsverkehr. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=322151#M59
Journalist Am: 04.07.2025 16:50:45 Gelesen: 12807 # 112
@ volkimal [#111] Hallo Volkmar, vielen Dank für die ergänzenden Infos. Ich hatte die Seite mit "Japan Ganzsachen" erst mal nicht gesehen. Ich werde nun gleich zum einen obigen Beleg dort auch noch kurz zeigen und dann anschließend eine weitere Ganzsache, die eventuell ein Einschreiben Inland sein könnte ? Viele Grüße Jürgen
Gernesammler Am: 14.08.2025 20:10:42 Gelesen: 11650 # 113
Hallo Sammlerfreunde, Postkarte vom 14.9.1916 aus Kizuki, geschrieben auf der Middle School Shimaneken in Japan, spediert an C.S. Place in Washington, einen Ankunftsstempel gibt es nicht. Für das Franko nahm man zwei Marken zu je 1/2 Sen und eine weitere Marke zu 3 Sen, gestempelt wurde mit Zweikreisstegstempel mit Gittersegmenten oben und unten, den Ort im Stempel kann man leider nicht entziffern. Die Postkarte zeigt vorn die Ansicht vom Hibiya Park in Tokyo. Gruß Rainer
Koban Am: 14.08.2025 20:34:39 Gelesen: 11645 # 114
@ Gernesammler [#113] Der Stempel entspricht der Absenderangabe, von rechts gelesen: 島根.杵築 (Shimane.Kizuki). Shimaneken (島根県) heisst Shimane-Präfektur. Gruß, Koban
Gernesammler Am: 14.08.2025 22:02:06 Gelesen: 11630 # 115
@ Koban [#114] Hallo Koban, besten Dank, jetzt weiß ich wieder ein wenig mehr über die Karte. Gruß Rainer
Reini46 Am: 17.08.2025 15:52:05 Gelesen: 11531 # 116
Hallo, zu dieser Karte aus Japan kann ich nichts sagen - kein Datum, keine lesbare Adresse kein für mich lesbarer Stempel. Der Wertstempel 1 Sen dürfte das Inlandsporto abdecken. Grüße Reini46
volkimal Am: 17.08.2025 16:48:28 Gelesen: 11521 # 117
@ Reini46 [#116] Hallo Reini46, der Stempel auf der Marke ist vermutlich ein sogenannter Kiban-Stempel. Siehe dazu https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=322180 Der Stempel in der Mitte stammt aus 大坂 = Osaka. Für Osaka gibt es zwei Schreibweisen 大坂 und 大阪. Zum Vergleich die Stempel mit beiden Schreibweisen aus meiner Kalender-Sammlung. Außen im Kreis stehen bei deinem Stempel die Provinz und das Datum: 攝津 = Settsu = eine der historischen Provinzen Japans. 一二 • 二二 • 日中 = 12 • 22 • Mittags = 22.12. Éine Jahreszahl steht nicht im Stempel. Der Stempel links ist aus 西京 = Saikyō. Saikyō ("westliche Hauptstadt") war zeitweise der Name der Stadt Kyoto. Außen steht: 明治八 • 一二• 二二• 夕 • = Meiji 8 • 12 • 22 • Abends = 22.11.1875 AD Der Monat ist bei diesem Stempel nicht sauber erkennbar, es müsste aber aufgrund des anderen Stempels der Dezember sein. Ich hoffe, dass ich alles richtig beschrieben habe. Ich bin kein Japan-Spezialist sondern befasse mich mit Japan nur aufgrund meiner Kalender-Sammlung. Beim Thema "Die unterschiedlichen Kaelnder" [1] kannst du u.a. einiges zu dem japanischen Kalendern kesen. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=94783#M1
volkimal Am: 13.11.2025 21:49:33 Gelesen: 9652 # 118
Hallo zusammen, ein japanischer Neujahrsgruß an das Sprachgenie Viktor Armhaus. Auf der Seite zu den Stolpersteinen [1] ist einiges zu Victor Armhaus zu lesen: Victor Armhaus wurde am 13. Oktober 1859 in Dubiecko, im damaligen Galizien, in einem jüdischen Elternhaus geboren. Nach der Übersiedlung von Galizien in die Messe- und Handelsstadt Leipzig, begann Victor Armhaus zunächst Medizin zu studieren. Er wechselte jedoch bald wegen seiner einzigartigen Sprachbegabung zur Sprachwissenschaft über. Victor Armhaus eröffnete im Jahr 1889 in der Leipziger Turnerstraße 25 ein Übersetzungsbüro. Er war verpflichteter Dolmetscher bei den Leipziger Gerichten für 23 Sprachen. Seit April 1899 befanden sich das Büro und seine Wohnung in der Emilienstraße 28. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten verlor Victor Armhaus seine Beschäftigung bei den Leipziger Gerichten. Bei einem Transport von Leipzig nach Theresienstadt am 19. September 1942 war auch der 83jährige Victor Armhaus unter den Deportierten. In Theresienstadt starb er am 7. November 1942. Absender der Karte ist der japanische Freund Soju Irisawa [2]. Er war Erzieher, Absolvent der Abteilung für Philosophie der Tokyo Imperial University, Professor bei Tokyo Imperial University. Ab 1932 Professor bei Jingu Kogakkan (jetzt Kogakkan Universität). Soju Irisawa schreibt: I am very glad to hear of you from Hatsukade, who has returned recently from Germany, winning the degree of Dr. d. Philo.Pr in Leipzig University unter Prof. Th. Litt Google-Übersetzer: Ich freue mich sehr, von ihnen durch Hatsukade zu hören, der kürzlich aus Deutschland zurückgekehrt ist und an der Universität Leipzig unter Prof. Th. Litt den Doktorgrad Dr. der Philosophie erworben hat. Über die erwähnten Herren ist ebenfalls einiges im Internet zu finden. Itsuaki Hatsukade aus Hiroshima (Japan) hat am 28.12.1932 bei Professor Litt den Dr. der Philosophie erworben. Das Thema seiner Arbeit war: „Die Bildungsideale in der japanischen Kultur und ihr Einfluß auf das Erziehungswesen in der Yedo-Zeit“ [3] Theodor Litt (1880 - 1962) war ein deutscher Kultur- und Sozialphilosoph und Pädagoge. Litt identifizierte sich mit der Weimarer Republik und geriet als Rektor der Universität Leipzig in Konflikte mit dem Nationalsozialismus, wurde 1937 mit einem Vortragsverbot belegt sowie vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Dennoch veröffentlichte er weiter kritisch gegen die herrschende Ideologie. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs konnte er sich nicht mit der Ideologie der SED arrangieren und wechselte deswegen an die Universität Bonn, wo er das Institut für Erziehungswissenschaften begründete. [4] Jetzt noch zur Philatelie: Die Karte wurde in 駒込 = Komagome aufgegeben. Der Name wurde damals im Stempel von rechts nach links geschrieben. Komagome gehört zum Bezirk Toshima, einem Bezirk mit Stadtstatus im Osten der japanischen Präfektur Tokio. Das Stempeldatum ist der 8 / 1 14 / 后 4-8 = 14.01. Showa 8, 4-8 Uhr nachmittags = 14.01.1933 AD Der Vermerk rechts ist vermutlich ein Leitvermerk zu Beförderung über Sibirien. Kann das jemand von euch bestätigen? Viele Grüße Volkmar [1] https://stolpersteine-guide.de/map/biografie/673/armhaus-victor [2] https://hubertlang.de/buch-victor-armhaus/anlagen-victor-armhaus/victor-armhaus-freunde-in-japan/ [3] https://theodorlitt.de/leipziger-promovenden/ [4] https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Litt
ragiko Am: 14.11.2025 14:30:21 Gelesen: 9616 # 119
Hallo Volkmar, Ja, da steht in Handschrift "nach Deutschland via Sibirien". Herzlichst, ragiko
volkimal Am: 14.11.2025 14:41:10 Gelesen: 9613 # 120
@ ragiko [#119] Hallo ragiko, vielen Dank und viele Grüße Volkmar
ragiko Am: 14.11.2025 14:41:33 Gelesen: 9613 # 121
Ergänzung!!! Dich interessiert sicher, wie die Handschrift im gedruckten Japanisch aussieht: ドイツ行、シベリヤ経由 (Doitsu yuki, Shiberiya keiyu). Für gute Übersetzungen, besser als die holprigen Google-Produkte, empfehle ich das auf KI basierte Tool die Sprachen lassen sich leicht einstellen und ändern, Japanisch und alle gängigen sonstigen Sprachen kann es auch. Ich habe mal versucht, Schillers geflügeltes Wort "welcher Esel streckt sein Langohr aus diesen Zeilen?" auf Bretonisch übersetzen zu lassen, was das Tool ohne mit der algorhythmischen Wimper zu zucken erledigte, kann die Richtigkeit jedoch leider nicht verifizieren. https://www.deepl.com/de/translator Es lässt sich kostenlos in der Basisversion downloaden, aber auch ebenso kostenfrei online benutzen. ragiko
volkimal Am: 14.11.2025 15:29:21 Gelesen: 9605 # 122
@ ragiko [#121]

Hallo ragiko,

mit den japanschen Zeichen ist es natürlich perfekt - danke!

Viele Grüße
Volkmar
Eilean Am: 08.02.2026 23:46:56 Gelesen: 7675 # 123
Vier Hasen auf einem Brief von Japan, 23. November 1963 aus Okuchi-shi nach München. Gruß Andreas
Eilean Am: 10.02.2026 21:59:08 Gelesen: 7561 # 124
Ein weiterer Beleg mit Fröschen, Schildkröten, Schiffen und einem Drachen. Abgestempelt in Tokyo 8.12.1976. Gruß Andreas
Manne Am: 11.02.2026 17:07:16 Gelesen: 7382 # 125
Hallo, aus Shiba ein Luftpost-Brief vom 29.03.1973 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Gruß Manne
volkimal Am: 11.02.2026 17:55:54 Gelesen: 7369 # 126
@ Manne [#125] Hallo Manne, dein Brief trägt einen Maschinenserienstempel. Der Text "郵便番号はハッキリと" ist ein Slogan und steht für "Schreiben Sie die Postleitzahl eindeutig". Weitere Exemplare des Stempels aus anderen Orten siehe https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1658 Viele Grüße Volkmar
Manne Am: 11.02.2026 18:02:05 Gelesen: 7367 # 127
@ volkimal [#126] Hallo Volkmar, vielen Dank für die Auflösung des Stempeltextes und den Link zu den Stempeln. Gruß Manne
Briefuhu Am: 20.07.2026 08:21:31 Gelesen: 1896 # 128
Bunt frankierter Luftpostbrief vom 05.07.1971 von der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Tokyo nach Kelkheim. Schönen Gruß Sepp [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Botschaftspost, Diplomatenpost, Konsulatspost - echt gelaufene Belege" / Dr. Bernward Schölkens = berühmter Wissenschaftler]