Thema:
Dänemark Bedarfspost ab 2016
Hallo zusammen,
manch einer wird sich vielleicht über dieses Thema wundern, aber mehr dazu gleich.
Hier erst mal dazu eine eher teure Postkarte aus meinem Fundus:

Wieso nun teuer? Die Karte (habe ich mir selbst geschickt, denn aus Dänemark wird man so leicht keine Postkarte mehr bekommen) ist portorichtig frankiert. Es klebt eine Briefmarke drauf mit dem Nennwert 25 Kronen (nicht Öre!) und das sind, je nach Wechselkurs den man gerade bekommen hat, so um die 3,50 €. Richtig, kein Tipp- oder Rechenfehler und auch ohne irgendwelche Sonderleistung (Express, Einschreiben oder dergleichen), polemisch ausgedrückt kann man es schon als Sonderleistung der Dänischen Post bezeichnen, dass die Karte überhaupt befördert wird.
Seit diesem Jahr, genaues Datum weiß ich nicht, hat die Dänische Post ihre Gebühren drastisch erhöht (anscheinend soll allen potentiellen Kunden die Postnutzung vermiest werden). Dies führte dazu, dass also Postkarten ins Ausland, egal ob ins benachbarte Deutschland oder auf die Fidschi Inseln jetzt 25 Kronen kosten (ungefähr viermal soviel wie mit der DPAG). Als ich in den vergangenen Wochen bei mehreren Aufenthalten in Dänemark Postkarten kaufte und dann auch Briefmarken für Auslandsversand dazu haben wollte wurde ich immer erstaunt angeschaut und hatte auch sofort reichlich Unterhaltung zu diesem Thema. War ich doch Einer der Letzten und in diesem Jahr von ganz wenigen Personen, die sich überhaupt noch diesen Luxus leisteten. In den Ferienorten wo in vergangenen Jahren noch reichlich Postkarten gekauft und versandt wurden tut sich diesbezüglich kaum mehr etwas. Dazu kommt auch noch, dass es kaum mehr Postagenturen gibt und auch Briefkästen schwer zu finden sind, da kaum mehr vorhanden. Diese Briefkästen werden dann (außer vielleicht in Kopenhagen am Hauptbahnhof) nur mehr zweimal wöchentlich (ja wöchentlich, nicht täglich) geleert. Wie mir verschiedentlich erzählt wurde sind Brieflaufzeiten innerhalb Dänemarks von 7 bis 10 Tagen keine Seltenheit und selbst auf den Briefkästen steht schon, fast als Warnung anzusehen, dass Briefe die von Montag - Freitag eingeworfen werden, bis zu fünf Wochentage unterwegs sein können.
Hier das entsprechende Schild vom Briefkasten, wie ich es immer gleich auf insgesamt vier Briefkästen auf der Dänischen Insel Falster vorfand:

So, aber jetzt noch zur Freude der Eisenbahnfans auch die Bildseite dieser Postkarte:

Abgebildet verschiedene alte Eisenbahnfähren auf einer der ältesten und ersten Eisenbahnfährverbindungen (inzwischen auch eingestellt) über die Ostsee auf der Strecke Warnemünde - Gedser. Die Fährverbindung gibt es noch (von und nach Rostock, nicht mehr Warnemünde), ist auch sehr empfehlenswert, aber eben nicht mehr für Eisenbahn sondern nur noch für Autos.
Beste Grüße,
Peter
@ filunski [#1]
Die hohen Postgebühren sind mir in Dänemark auch sauer aufgestoßen. Unsere letzte Urlaubsreise von Ende August bis Anfang September führte uns von Franken nach Rügen, von dort nach Schweden - genauer nach Varberg - und anschließend an die Westküste Dänemarks. Wir produzieren immer selbstgemachte Postkarten mit einem Postkartendrucker und haben uns die ersten Postkarten für Schweden aufgehoben. Dort kosteten die Auslandspostkarten schon 13SKR, das entspricht ca. 1,30€.
Die letzten Postkarten haben wir aus Dänemark verschickt. Da hat mich fast der Schlag getroffen. Wir waren von Kroatien schon Einiges gewohnt, aber die Preise in Dänemark waren schon exorbitant. Mehr als 3,50€ für eine Postkarte ist schon mehr als sportlich. Mit Postkartendrucker und Porto aus Dänemark hat uns eine Postkarte fast 5,00€ gekostet. Das wird mir eine Lehre sein und ich werde mich vor Antritt unserer nächsten Reise über die Posttarife informieren.
Gruß
wuerttemberger
PS. Die Route Rostock - Gedser ist wirklich zu empfehlen: schnell und effizient.
Sassnitz - Trelleborg wäre für uns zwar näher, aber für die Zeitplanung äußerst ungünstig gewesen. Man muß unbedingt die Abfahrtszeiten der Fähren bei der Urlaubsplanung beachten.
Hallo zusammen,
die Post Dänemark firmiert ja nun schon ein paar Jahre unter dem Namen PostNord und ist ein Zusammenschluss aus den Postanstalten Schweden und Dänemark. Zur Kostensenkung(intern) und Erhöhung der Erträge wurden schon die verschiedensten Maßnahmen durchgeführt. Dabei blieb immer der Postkunde auf der Strecke. Es wäre ja auch komisch, wenn die Manager mal andere Ideen hätten.
In Dänemark ging man jetzt aber richtig zur Sache:
Am 1.Juli 2016 kamen grundlegende Änderungen.
Im Inland wurde der Unterschied zwischen A und B Post deutlich vergrößert.
Ein A-Brief - jetzt Quick-Brief-(Zustellung innerhalb von 1-2 Tagen) kostet 27 Kronen (3,65€).
Ein B-Brief (Zustellung nach 5 Tagen) kostet 8 Kronen (1,08€).
Dazu gab die Post ein wunderschönes Blatt heraus, das versteht man auch ohne des dänischen mächtig zu sein. Eine traurige Besonderheit ist, dass der "Quick-Brief" ohne Briefmarken auskommen muss.

Ein Postkartenporto gibt es schon lange nicht mehr! Es wird immer das niedrigste Briefporto veranschlagt!
Briefe ins Ausland kosten (Stand heute):
bis 100g 25 Kronen
bis 500g 50 Kronen
bis 1000g 100 Kronen
Deshalb lohnt es sich, alle Urlaubsgrüße aus dem Norden auf der letzten Fährfahrt Richtung Heimat mit dem Porto der Deutschen Post auf die Reise zu schicken.
Gruß aus dem Norden
@ ostsee63 [#3]
Deshalb lohnt es sich, alle Urlaubsgrüße aus dem Norden auf der letzten Fährfahrt Richtung Heimat mit dem Porto der Deutschen Post auf die Reise zu schicken.
Auf den Fähren gibt es Briefkästen? Das ist mir unter all den Schweden, die palettenweise Bier gekauft haben, gar nicht aufgefallen. :-)
Ich sollte mich postalisch besser auf unsere Urlaubsreisen vorbereiten.
Gruß
wuerttemberger
@ wuerttemberger [#4]
Auf den Fähren gibt es Briefkästen?
Hallo,
NEIN, gibt es nicht! Ostsee63 meinte wohl die dänischen Karten dann zurück in Deutschland mit deutschen Marken zu frankieren und aufzugeben/einzuwerfen.
In den letzten Wochen habe ich mehrmals Ostseefähren von und nach Dänemark und Schweden benutzt. Bei der schwedischen STENA Line konnte ich fertig "auslandsfrankierte" Postkarten beim Ablegen von Göteborg nach Kiel abgeben, diese wurden dann aber wohl nach Rückkehr des Schiffs nach Schweden in Göteborg aufgegeben und liefen durch eine Sortiermaschine der schwedischen Post Nord.
Auf den dänischen Fähren der Scanlines erhielt ich nur verständnislose Blicke und eine Verneinung meines Anliegens dort Post aufgeben zu wollen. So etwas wie das früher mal übliche "Paqueboat" Verfahren gibt es wohl nicht mehr.
Viele Grüße,
Peter
@ ostsee63 [#3]
Hallo,
danke für die ganzen Hintergrundinformationen. Die Leute mit denen ich mich in Dänemark zum Thema Post unterhalten habe waren alle ziemlich schlecht auf die POST NORD zu sprechen.
Einmal erhielt ich in einem Supermarkt zu den Briefmarken auch noch die "A-Prioritaire" Aufkleber. Diese Karte war dann auch nach nur drei Tagen in Rostock! :-)

Beste Grüße,
Peter
Ich möchte die Dänische Post nicht in Schutz nehmen, aber Deutschland ist auch schon extrem mit seinem Postkartenporto von 45 Cent, das seit fast 25 Jahren nicht mehr erhöht wurde. Betriebswirtschaftlich macht eine Unterscheidung zwischen Postkarten und Briefen keinen Sinn, und ist bei Auslandssendungen vor einigen Jahren weggefallen.
Deutschlands Post profitiert von unserem Rückstand bei der Verwendung des Internets im geschäftlichen Verkehr, der immer noch zu einem hohen Postaufkommen führt. In skandinawischen Ländern ist es üblich, Kündigungen oder auch die Steuererklärung online einzureichen. In Deutschland zählt noch immer das gute alte Papier, selbst der Internetvertrag muss wie vor hundert Jahren per Einschreiben mit Rückschein gekündigt werden. Immerhin wurde vor kurzen das Gesetz geändert, und alle Verträge, die online abgeschlossen wurden, dürfen jetzt auch online gekündigt werden.
Als Sammler verschicke ich häufig eine große Steckkarte mit einem Beleg oder einem Block. Da komme ich auf einen DIN-A5-Brief, der etwa 40 Gramm wiegt. In Deutschland ist das immer ein Großbrief, der im Inland mit 1,45 EUR und ins Ausland mit 3,60 EUR zu Buche schlägt. In vielen europäischen Ländern, darunter auch Dänemark, zählt das noch als "Standardformat" und ist selbst in Dänemark noch günstiger als in Deutschland. Es hängt vieles vom Blickwinkel ab. Zusammenfassend ist aber zu sagen, dass viele Postgebühren in Deutschland wie zum Beispiel das Einschreiben im Vergleich zu anderen Ländern sehr günstig sind.
Ich bin gespannt, welche Ausweichstrategien die dänischen Postkunden entwickeln. Das "europäische Recht" sieht ausdrücklich Wettbewerb bei Postdienstleistungen vor. Firmen mit viel Auslandskorrespondenz sind gut beraten, sich mit einem Dienstleister aus Deutschland zusammen zu tun, wenn sie nicht selbst die Post in Deutschland aufgeben können.
Privaturlauber können auf Postkartendienste ausweichen, und den Text und das Motiv per Handy in die Heimat übertragen. Ausgedruckt wird das von einem Dienstleister und mit 45 Cent beklebt. Pro Postkarte kostet der Spass bei
http://www.urlaubsgruss.com inklusive Porto 1,69 EUR.
@ drmoeller_neuss [#7]
Da komme ich auf einen DIN-A5-Brief
Das ist wirklich ein Nachteil gegenüber den Nachbarpostverwaltungen Österreich und Schweiz und wie ich jetzt lese auch Dänemark, wo der A5-Brief noch als Standardbrief gilt.
Ansonsten sind die Portotarife der Deutschen Post AG im Vergleich recht günstig, besonders für den Standardbrief weltweit für derzeit 90 Cent. Viele Länder unterscheiden immer noch zwischen Standardbrief Ausland-Europa und Ausland-weltweit, der dann gleich erheblich teurer ist.
Gruß
Baber
Hallo,
hier ein Quickbrev 4.10.2016. Preis 27,00 Kr. inkl. Mehrwertsteuer auf 25% oder 5,40 Kr. bis 100g.
Lieferung von Tag bis Tag, nicht in Briefkasten einlegen, nur Einlieferung beim Postamt.
Viele Grüße
Jørgen
@ Baldersbrynd [#9]
Auf der Frankatur befindet sich ein Barcode. Kann die Ein- bzw. Auslieferung eines Quickbriefes nachgewiesen warden?
Die nächste Frage ist, ob diese Aufkleber als Briefmarken im Sinne einer Katalogisierung zu betrachten sind. Warum wurden diese Aufkleber gestempelt?
@ drmoeller_neuss [#10]
Hallo Uli,
wie ich von meinem dänischen Sammlerfreund erfuhr, werden diese Briefe bei der Sortierung automatisch gestempelt.
Bis morgen im Brauhaus. :-)
Claus
@ drmoeller_neuss [#10]
Der Barcode ist für Verkauf von dem Marken, die Marken haben gleiche Barcodenummer. Siehe Kleinbogen.
Ob es bleibt katalogisiert als ein Briefmarke weisst ich nicht, ich will das untersuchen. Es bleibt gestempelt wie gewöhnliche Briefmarken. Man kann die Quickmarke abziehen. In rechte Seite steht "postnord" mit Durchlochung.
Viele Grüße
Jørgen
Ein Brief im A5-Format,
B Economique nach Berlin.
2016 mit 24 Kronen frankiert.
Heute in der Post ein Brief aus Farsö nach Bargteheide vom 14.9.2017, frankiert mit 25 Kronen.
25 Kronen sind nach wie vor das Porto für einen Auslandsbrief, Prioritaire bis 100 g.

Viele Grüße
Michael
Hier ein Brief zu 25 Kronen ins Ausland, frankiert mit einem der online-Label.
Der Brief lief nach Frankreich und ist dort wohlbehalten und ohne Probleme angekommen.

Grüße aus dem Norden
Wer das Ausgabeprogramm von Postnord-Dänemark für 2018 sichtet, wird feststellen, dass der Auslandsbrief demnächst 27 Kronen kostet, denn am 2. Januar erscheinen fünf Rosenmotive a 27 Kronen Nennwert und noch ein Block mit zwei Marken a 27 Kronen. Der Block wurde von Yoko Ono gestaltet und erscheint anlässlich ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Charlottenburg in Kopenhagen. Auch das Inlands-B-Porto steigt. Hier jedoch nur um eine Krone von bisher 8 auf nunmehr 9 Kronen.
Noch ein schöner Brief ins Ausland (Deutschland) per Einschreiben. Zur Frankatur wurden elf Marken a 8,25 Kronen plus einem 12,25 Kronen Wert verwendet. Die Briefmarkenhändler können beim Ankauf von Frankaturware in Dänemark aus dem vollen schöpfen und zahlen kaum 60% des Nennwertes. Sie begründen das natürlich mit ihrem hohen Aufwand. Der bei diesem Brief auch ersichtlich ist.

Wer bietet eine schönere Mischfrankatur von lauter ehemaligen Höchstwerten!
Hallo,
zwar kein Einschreiben, aber ein netter Block/Heftchenseite ? mit ehemaligen Höchst- (13 Kronen) und heutigen Kleinstwerten (5 Öre). Ganz hübsch.
Grüße cilderich
@ cilderich [#17]
Hallo,
das ist ein Blatt aus einem Prestige-Heftchen. Diese Teile wurden und werden wirklich nur für Sammler gefertigt.
Der Verkaufspreis liegt immer deutlich über dem Nennwert. Die Verwendung als Porto ist sehr ungewöhnlich. Meistens liegt dieses Zeug sogar noch ungeöffnet rum.
Hier noch eine Blockfrankatur, bei der durch Zufall der Nennwert die notwendigen 25 Kronen erbringt.

beste Grüße von der Ostsee
Manchmal bekommt man auch eine schöne Einzelfrankatur.
Hier ist es sogar eine Marke aus dem Block "Fotokunst"

Gruß aus dem Norden
Heute erreichte mich Weihnachtspost aus Dänemark, genauer gesagt vom 21.12.2017. Trotz des fehlenden
Priortaire A Labels sprechen die 25 Kronen Frankatur und die schnelle Beförderung dafür, dass der Brief mit diesem Dienst befördert wurde.

Viele Grüße
Michael
Hallo,
ich hätte hier wieder einen Beleg mit Block oder ähnlicher Frankatur. Was mich interessiert wäre, ob es schon postseitig zu den Durchlochungen der Blockmarken kam, oder ob es sich um etwas wie "Perfin" Lochungen handelt?
Herzliche Grüße cilderich
@ cilderich [#21]
Ich kann nicht erkennen, wo die Blockmarken durchlocht sind. Es wäre schön, wenn du den Teil höher aufgelöst zeigen könntest
Gruß
Stefan
Aus aktuellem Posteingang ein Brief aus vom 2.2.2019 aus Holstebro nach Bargteheide, frei gemacht mit 30 Kronen.

Mir gefällt besonders der Stempel mit der Inschrift
Det gamle Postkontor (Die alte Post).

Viele Grüße
Michael
Hallo zusammen,
hier eine besonders schöne Sammler-Frankatur der Neuzeit. Das Auktionshaus packte 150 Kronen Frankaturware nach dem Stempeln in die Folientasche und befestigte diese auf der Briefrückseite. Noch bessere Stempel sind auf den modernen Marken nicht zu beschaffen.
Die 150 Kronen decken das Porto für einen R-Brief ins europäische Ausland bis 2kg!


Die einfache Variante des des Briefporto 30 Kronen ins europäische Ausland (bis 100g) kann man auch aus vielen Resten zusammensetzen.

Diese Frankatur ist nur noch für die blaue Tonne geeignet.
Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#24]
"Diese Frankatur ist nur noch für die blaue Tonne geeignet."
Warum? OK, es sind Spätverwendungen, aber - soweit ich das sehen kann - echt gebrauchte postgültige Marken. Ehe du sie wegschmeißt, geschenkt nehme ich sie allemal. ;-)
-jmh
@ jmh67 [#25]
O.K.!
Im nächsten Jahr kommen alle diese Briefe zu Richard nach Essen auf die Messe. Dann dürft ihr über die Papiertonne entscheiden.
Meine Sammelgewohnheit für dänische Marken ab den Jahren 1960 ist, das die Stempel maximal zwei Jahre nach dem Ausgabedatum liegen und solche Misch-Frankaturen hebe ich nie auf.
Für mich sind das keine Spätverwendungen, sondern die Dokumentationen zum Wandel der Sammelgewohnheiten und der abnehmenden Zahl von Sammlern. Weg von den Vordruckalben für postfrische Marken, die von den Händlern mit enormen Abschlägen aufgekauft werden.
Die rapide gesunkene Zahl der Sammler für Neuheiten zeigt sich an den stark gesunkenen Auflagen von Blocks in Dänemark.
Im Jahr 2015 wurden noch 54.000 Stück gedruckt. 2016 reduzierte die Post die Auflage auf 40.000 Exemplare und ich kenne keinen Sammler der leer ausgeht. Auch ist die PostNord (Dänemark und Schweden) jetzt schon ein paar Jahre kein Gast mehr auf der Messe in Essen. Scheinbar lohnt es nicht mehr.
Diese Trennung von Klassik (bis Semiklassik) und Moderne hat in Dänemark auch dazu geführt, das der AFA-Spezialkatalog aus 2016 die Jahre nach 1970 nicht mehr enthält. Hier fand auch eine Trennung wie beim Michel-Spezial statt.
Grüße an alle Mitleser.
@ ostsee63 [#26]
Neben der Überarbeitung des ‚älteren Teils‘ musste auch dem immer grösseren Umfang Tribut gezollt werden.
Da die Neuheitensammler ohnehin nicht mit dem AFA arbeiten werden, sollte es keinen Verlust darstellen.
Am AFA mag ich auch, dass er nicht (kostentreibend) jährlich erscheint, sondern in Abständen, in denen sogar beim Sammler schon Sehnsüchte nach einer neuen Ausgabe aufkommen.
Bis denne, Wolfgang
Guten Abend,
beim Aufräumen am Wochenende fand ich diesen Umschlag, adressiert an meine Tochter. Hier angekommen im April 2019. Absender war eine Privatperson aus Tommerup in Dänemark.

Eine recht seltsame "Frankatur", wie ich finde ...? Aber offenbar völlig korrekt, denn das Porto wurde ja kontrolliert, wie der Tintenstrahl-Sprayon auf der rechten Seite zumindest behauptet.
Ist das normal? Sehen Briefe aus Dänemark heute so aus?
Viele Grüße
Christoph
@ Christoph 1 [#28]
Hallo Christoph,
der Beleg ist per Handyporto frei gemacht. Vergleiche auch hier [1].
So wie bei uns ist es auch in Dänemark ein Nischenprodukt, das wenig verwendet wird.
Viele Grüße
Michael
[1]
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=825&da=1&F=1
@ Michael Mallien [#29]
Danke, Michael! Handy-Porto war mir bislang überhaupt nicht als Frankierungsmöglichkeit bekannt. Werde das bei Gelegenheit mal ein bisschen weiter verfolgen.
Viele Grüße, Christoph
Ich bin kein Dänemarksammler, aber die Briefsendung, die ich heute erhalten habe, hat mich dennoch gefreut.
Alleine die Mühe, die vielen Marken sauber aufzukleben! ;-)
Hallo zusammen,
von mir aus heutigem Posteingang ein, für heutige Zeiten allemal, sehr schöner Brief aus Dänemark:

Trotz Corona und aller "Hindernisse" nur eine Laufzeit von drei Tagen. Portorichtig frei gemacht mit insgesamt 30 DKr, Frankaturaufbrauch.
Interessant die Stempel, alle vom Briefzentrum wie heute so üblich, dem Sydjyllands Postcenter in Fredericia.
Zuerst der Maschinenstempel, Tintenstrahler mit dem Zusatz "PORTO KONTROLLERET" (also Porto/Frankatur überprüft):

Dann sogar noch die nicht vom Tintenstrahler erwischten Marken manuell mit einem ungewöhnlichen Handstempel entwertet:

Eine sehr ungewöhnliche und aufmerksame, nicht zuletzt auch sehr saubere und wie ich meine, philatelistisch ansprechende, Postbehandlung, wie man sie heute kaum mehr antrifft!
Viele Grüße,
Peter
Hallo zusammen,
diese schöne Frankatur von 120 Kronen deckt das Porto eines Auslands-R-Briefes und verwendet den neuesten Block aus 2020 mit der Postroute zwischen Kopenhagen und Altona.
Der Brief kam gestern an und ist mit 60 Kronen für die 2. Gewichtsstufe ins Ausland frankiert.

Mit dem vorherigen Brief komplettiert sich auch so langsam die Ausgabe zu den Wikingern von 2019.
Diese Marken sind leider schon mit der neuen Gummierung, die im Wasserbad fast unlösbar ist. So bleibt nur die Variante auf Briefausschnitt ins Album oder die großen Belege komplett aufbewahren.
Hier nun eine reine Blockfrankatur mit Ausgaben von 2020 und 2016 in feinster Qualität über 120 Kronen für einen R-Brief der 1. Gewichtsstufe und daneben eine Mischfrankatur aus der Restekiste von 1970 bis in die 2000er von 30 Kronen für einen einfachen Auslandsbrief.

Gruß aus dem Norden
@ maximilian2408 [#31]
Ich komme auf 30,20 dänische Kronen, also eine Überfrankatur von 20 Öre. Wahrscheinlich hatte der Absender keine 10 Öre-Marken. :)
Die älteste Marke ist 64 Jahre alt und geht nächstes Jahr in Ruhestand. Die Marke erschien übrigens zum Ungarn-Aufstand 1956.
Hallo zusammen,
hier mal wieder Post aus Dänemark zum 30 Kronen Tarif.
Die Marken stammen alle aus der Neuzeit (nach 2000) und dabei ist eine ganz besondere Marke, die den Tagesstempel aus FAABORG besonders schön umrahmt.


Wie würde man so etwas als Einzelmarke sammeln?
Gruß aus dem Norden
Hallo zusammen,
in den folgenden Belegen sind die historischen Markenmotive inzwischen zu hohen Würden - sprich Nominalwerten - gekommen.




Die
Ziffernzeichnung startet im September 1905 mit 1 Öre (MiNr 42), ist also nach mehr als einem Jahrhundert noch (wieder) aktuell. In Bälde kann auch das Motiv
Kleines Reichswappen auf ein Dreiviertel Jahrhundert zurückblicken, kam doch der Wert mit 1 Kr. im Juni 1946 (MiNr 289) zum postalischen Einsatz.
Das scheinen mir geradezu rekordverdächtige Motivlaufzeiten zu sein.
In Ermangelung eines aktuellen Michel Europa kann ich zu den dargestellten Marken mit 200 und 500 Öre, sowie 20 und 25 Kronen keine MiNr mitteilen.
Mit freundlichem Sammlergruß
Edwin
@ epem7081 [#38]
Hallo,
die Marken wurden alle 2010 herausgegeben:
200 Öre ist Michel-Nr-1577
500 Öre ist Michel-Nr-1578
20 Kr ist Michel-Nr-1582
25 Kr ist als MIchel-Nr-1619 im Katalog.
Die Öre-Marken führen das Muster "Ziffer-mit-Wellenlinien-und-Herzen" fort, das wie schon geschrieben ab 1905 startete und bis 1930 im Buchdruckverfahren erschien. Danach wurde es leicht verändert als Muster "Ziffer-mit-Wellenlinen" von 1933 bis 2004 (Michel-Nr.1355) als Stahlstich weitergeführt.
2005 wurde das alte Muster "Ziffer-mit-Wellenlinien-und-Herzen" reanimiert und im hochwertigen Stahlstich gedruckt. Die selbstklebenden Marken in diesem Muster gibt es seit 2010.
Gruß aus dem Norden
Hier nun 3 x Inlandspost aus 2019.

Die 9 Kronenmarken stammen aus dem Jahr 2018 und deckten das Porto für den einfachen Inlandsbrief.
In 2019 wurde das Porto auf 10 Kronen angehoben. Es erschien die Ergänzungsmarke zu 1 Krone im neuen Muster des kleinen Reichswappens.
Es folgte die Ausgabe 800 Jahre dänische Flagge. Fünf Marken mit je 10 Kronen Nennwert.
Vom Design her ist das für mich eine der schönsten Ausgaben der letzten Jahre. Sie zeigt wie stolz man auf eine Flagge sein kann und gleichzeitig wie lässig man damit umgehen kann.
Gruß aus dem Norden
Dann muss ich ja auch noch der Königin nachträglich zum Geburtstag gratulieren.
Die Post tat es mit einem Block. Der neben dem Porträt einige wichtige Ereignisse aus ihrem Leben zeigt.

Leider ist der 30 Kronen Wert nach dem Stempeln nicht mehr so ansehnlich, deshalb hier der komplette Block und wie üblich gibt es für runde Jubilare eines der Babyfotos.
Gruß aus dem Norden
Hallo zusammen,
aus dem Posteingang die Michel Nr. 2004, Ausgabe vom 2.1.2020 zum Thema UNESCO Welt Kulturerbe Stätten

Schönen Gruß,
Michael
Hier nun ein Auslandsbrief der 3. Gewichtsstufe (über 250 g bis 2 kg) mit 90 Kronen Frankatur nach Deutschland - aktuelle Portostufe im Jahr 2020.

Philatelistische Bücher haben eben auch Gewicht beim Versand, nicht nur beim Lesen!
Gruß aus dem Norden
Schöne Stempel aus Dänemark - Postnord - macht es möglich
Gestern kam ein Einschreiben aus Dänemark und der Absender machte sich die Mühe auf dem Postamt darauf hinzuweisen, das der Brief für einen Sammler ist. Daraufhin wurde der kleine Hinweiszettel mit dem aktuellen Tagesstempel über der Frankatur befestigt.

"Til manuel sortering på brevterminal" (Zur manuellen Sortierung im Briefterminal (Briefzentrum))
"Disse fordendelse er særligt afstemplet til samlerbrug" (Diese Sendung wurde speziell für Sammlerzwecke gestempelt)
"Forsendelserne må ikke afstemples yderligere" (Die Sendung darf nicht nochmals gestempelt werden)
Und es hat funktioniert. Die Marken sind wohlbehalten ohne weitere Automatenstempel bei mir angekommen.
Diesen neuen Hinweiszettel der Postnord habe ich jetzt zum ersten mal gesehen.
Das Porto von 133 Kronen beinhaltet den Auslandsbrief bis 100g zu 33 Kronen (seit dem 1.1.2021) und dem Zuschlag für das Einschreiben von 100 Kronen (Das sind dann in Summe umgerechnet 17,82 Euro.)
Für den umgekehrten Weg zahlen wir für den Großbrief per Einschreiben 7,20 Euro.
Beste Grüße aus dem Norden
Hallo zusammen,
nicht nur unsere gelbe Post hat zum 1. Januar 2022 die Porti erhöht, auch die blaue PostNord hat mal wieder zugeschlagen. Seit dem 1. Januar kostet der einfache Auslandsbrief (jedoch bis 100g und A4 Format) nun 36 Kronen. Passende Briefmarken sind auch schon verfügbar, doch die Phila-Versender nutzen weiterhin die großen Bestände an Portoware, die aus den vielen aufgelösten Sammlungen der letzten Jahre stammen.

Der 3 Kronen Wert stammt aus dem Jahr 1987 und der 30 Öre Wert aus der Serie "Ziffer mit Wellenlinien" kam 1981 an die Postschalter. Die Entwertung per Rollenstempel ist effektiv und zugleich sorgt sie dafür, dass diese Marken dann doch endgültig in der blauen Tonne landen.
Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#47]
Wieso Tonne? Größere Einheiten postalisch gebraucht sind doch etwas Schönes.
-jmh
@ jmh67 [#48]
Und ein schöner Handrollstempel für unser Mitglied filunski.
@ jmh67 [#48]
@ drmoeller_neuss [#49]
Hallo zusammen,
eine kurze mail mit der gewünschten Lieferadresse reicht und der Empfänger kann dieses und ähnliche Stücke seiner Sammlung hinzufügen.
Beste Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#47]
nicht nur unsere gelbe Post hat zum 1. Januar 2022 die Porti erhöht, auch die blaue PostNord hat mal wieder zugeschlagen. Seit dem 1. Januar kostet der einfache Auslandsbrief (jedoch bis 100g und A4 Format) nun 36 Kronen.
36 Kronen = 4,68€
Damit kann man bei keinem dänischen Händler mehr Belege kaufen, zumal Ebay auch noch 11% auf des Porto aufschlägt. Im Vorteil sind dann Händler, die nahe an der deutschen Grenze wohnen und, wie ich schon erlebt habe, ersteigerte Lose sammeln und einmal pro Woche in Deutschland aufgeben.
Gruß
Bernd
Aus der ersten Januar-Woche stammt dieser Brief und nach der genaueren Betrachtung habe ich mich mal bei PostNord.dkv mit den kompletten Portosätzen vertraut gemacht. Die Versender können nach Art der Frankatur noch ein paar Kronen sparen.

Das Porto von 29 Kronen gilt, wenn man mit einer Absenderfreistempelmaschine arbeitet bzw. den Frankierservice von PostNord nutzt.
Hier noch die Auszüge aus den Preislisten der PostNord.

Grüße aus dem Norden
Portogerechter Auslandsbrief, als Frankatur Aufbrauch älterer Ausgaben.

Schönen Restsonntag
Christoph
Gestern kam der erste R-Brief mit dem neuen Porto hier an und der Absender hat auch noch den schönen Block zum 50. Dienstjubiläum der Königin verwendet.

Seit dem 1.Januar sind für den R-Brief ins Ausland (bis 2000 g!) in Summe 132 Kronen zu zahlen (17,74 €).
Für eine bessere Ansicht des Blocks für das Thronjubiläum habe ich bei PostNord.dk eine Kopie vom Philatelisten-RundBrief gemacht.

Beste Grüße aus dem Norden
Hallo Sammlerfreunde,
ein Auslandsbrief nach Österreich. Der einfache Brief wurde mit 30 Kronen frankiert.
Liebe Grüße
Franz
Die ersten Marken des Jahres 2023 sind erschienen und das Auslandsporto von 36 Kronen blieb erhalten.

Der Brief trägt einen Wert aus der Serie "Handarbeiten", ein Strickpullover in Rot und Weiß. Für die bessere Sichtbarkeit dazu die gesamte Ausgabe. Das Bild stammt von postnord.dk. Die Warnstreik-Aktivitäten haben die Zustellung nicht verzögert. Der Brief kam bei mir am 30.01.an.
Gruß aus dem Norden
Hallo in die Runde,
Darf ich in Dänemark immer noch mit alten Marken frankieren? Habe noch Restbestände gefunden.
Danke & Gruß,
Reinhard
@ iholymoses [#57]
Hallo Reinhard,
alle Briefmarken, die nach 1945 an die Postschalter kamen sind noch zur Frankatur zugelassen.
Es ist nur eine Frage des Platzes, ob du die 36 Kronen Auslandsporto auf eine Postkarte nach Deutschland bekommst.
Beste Grüße aus dem Norden
Das wars! Mit diesem fatalistischen Ausruf endet eine Ära!
Auf der IBRA2023 in Essen erzählte mir ein Händler aus Dänemark, das er mir ab dem 1. Juli die Einschreibe-Briefe nur noch mit online erstellten Adressaufklebern zusenden wird. Eine andere Art und Weise des Versandes ist nicht mehr möglich. Markenfrankaturen auf Auslandseinschreiben sind nicht mehr möglich. Na super dachte ich, denn dann entfällt für meine Sammlerfreunde, die noch dänische Neuheiten sammeln die nächste Bezugsquelle.
Jetzt kam der erste E-Brief mit dem neuen Adressaufkleber an. Sauber und sicher verpackt in einer Folientasche.

Mein Postbote hat dieses Einschreiben ohne Quittung in den Briefkasten befördert. Das einfache schwarze "R" dürfte noch für Probleme sorgen. Der Brief aus dem April (mein letzter Beleg mit Briefmarken) ist schon ein Gruss aus der Vergangenheit.
Grüße aus dem virtuellen Norden
Hallo zusammen,
Richard hatte mich gebeten, nach einer offiziellen Quelle zu suchen, die die Aussage des Händlers bestätigt.
Anbei ein Auszug aus den aktuellen Portotabellen, die seit dem 1. Januar 2023 gelten.
Somit hat die Post scheinbar noch eine Kulanz von einem halben Jahr eingeräumt.

Bitte die gelben Markierungen beachten.
Beste Grüße
aus dem Norden
Hallo zusammen,
erst wollte ich den Beleg ja gar nicht groß zeigen, aber angesichts der "Postpolitik" von Post Nord und auch der horrenden Portotarife ist so etwas vielleicht gar nicht so häufig mehr zu finden.

Kam kürzlich bei mir an mit Einzelfrankatur einer 36 Kronen Marke, sind immerhin 4,80 Euro. Lief auch bei Post Nord ohne Stempel durchs Briefzentrum und erst mein Postzusteller im Zustellstützpunkt hat die Marke dann nachträglich entwertet.

DIETFURT / ZSP / 92345
Macht er auch nur, weil er mich kennt und weiß, das ich so völlig ungestempelte Briefe überhaupt nicht mag. ;-)
Kleine Kuriosität am Rande, der Tagesstempel ist auch noch falsch eingestellt, auf den 6.
9.2023!
Viele Grüße,
Peter
@ ostsee63 [#60]
Auf der IBRA2023 in Essen erzählte mir ein Händler aus Dänemark, das er mir ab dem 1. Juli die Einschreibe-Briefe nur noch mit online erstellten Adressaufklebern zusenden wird
Dirk hat mir ergänzend zu obigem Beitrag geschrieben:
Hallo Richard,
diese Festlegung galt eigentlich schon ab dem 1. Januar 2023, aber die Post hat noch eine Übergangsfrist eingeräumt.
Anbei die zur Zeit gültige Preisliste von PostNord-DK, du findest den Hinweis auf Seite 4.
Briefe und Schnellbriefe, frankiert mit Briefmarken, Frankieretiketten oder Portocodes
Einen vollständigen Überblick über die Preise finden Sie unter http://www.postnord.dk/priser
Die gesetzliche Vorgabe für PostNord für Standardbriefe ist, dass mindestens 93 % pünktlich zugestellt werden müssen. Die Zustellqualität für Standardbriefe und Schnellbriefe liegt jedoch im Allgemeinen über 95 %. PostNord selbst strebt 95 % an. [DeepL, von Redaktion korrigiert]
Hallo,
hier mal wieder ein digitales Porto, das als Aufkleber erstellt wurde.

Die Modernisierung macht auch vor Sammlern nicht halt.
Der Absender schrieb mir, das diese Art der Frankatur viel einfacher ist und er seine alten Sondermarken, die noch gültig waren komplett verbraucht hat. Neue Briefmarken kauft er nicht mehr.
Ok, das kann ich verstehen, denn im Umschlag war eine Ganzsache für meine Sammlung, die mehr als hundert Jahre alt ist und die neuen Sondermarken, deren Stempelung auch noch Glückssache ist, sind eh nur noch zur Weitergabe bestimmt.
Diese Art der Frankatur ist sehr sammelwürdig, denn sie dokumentiert echte Postgeschichte.
Ob der Aufkleber jedoch hundert Jahre übersteht?
Beste Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#63]
Diese Art der Frankatur ist sehr sammelwürdig, denn sie dokumentiert echte Postgeschichte.
Ja, zumal es sich bei dieser Art der digitalen Frankierlabels, egal wie die Post diese nennt, philatelistisch gesehen, sogar um klassische "Postwertzeichen", sprich Briefmarken, handelt. ;-)
Denn:
- im Vorfeld von der Post gekauft, mit einer Gültigkeit in der Zukunft (Deines zum Beispiel ist nach dem Kauf bis zum 20.02.2024 zur Einlösung gültig)
- nach dem Kauf durch jeden Dritten zur Einlösung (Abruf einer Posttransportdienstleistung) verwendet werden kann
- nach dem Kauf überall im Geltungsbereich ("Land") eingelöst werden kann
Das sind die klassischen Aspekte, die "Postwertzeichen" (Gutscheine) von Absender- bzw. Postfreistempeln und "Entgeltbezahltvermerken" abgrenzen (Einsetzbarkeit nach dem Kauftag hinaus, Verwendung durch Andere bzw. durch jedermann anders, Verwendung außerhalb Verkaufsorts überall). Der einzige Unterschied ist, dass der Kunde nach dem Kauf selbst für den Druck sorgt. In vielen Ländern (u.a. den USA) wird diese Übernahme der "Postaufgabe" dann sogar mit einem Portorabatt belohnt.
Beste Grüße
Thomas
Wenn man denkt, da geht nichts mehr, dann kommt doch noch ein Brief daher...
In diesem Falle ein Einschreiben vom 6.September 2023.

Dieses kleine Auktionshaus hat es geschafft die Postler davon zu überzeugen, das sie mit Marken frankiert einliefern können. Wahrscheinlich nach dem Motto, wir wussten von nichts, denn Einschreiben ins Ausland sind ja "ganz ganz selten".
Auf jeden Fall konnten so drei Sondermarkenheftchen jeweils komplett verbraucht werden. Die restlichen 22 Kronen wurden selbstklebend hinzugefügt.
Dieser Brief muss jetzt doch noch in meine Sammlung moderne Postgeschichte in die Abteilung "Das hätte es nicht geben sollen"
Beste Grüße
aus dem Norden
Nun ein 50 Kronen Beleg nach der Portoerhöhung zum 1.Januar 2024. (siehe Thema: Dänemark schafft die Briefmarken zum 1. Januar 2024 ab !).
In diesem Jahr (2024) können für Auslandssendungen noch die Briefmarken aus der Zeit vor 2024 verwendet werden, denn die Mehrwertsteuer wird nur auf Inlandssendungen erhoben und dort gelten nur die Briefmarken, die zu den neuen Bedingungen gekauft wurden.

Die Massenfrankatur wurde mit dem sogenannten "Kontorstempel" entwertet, wobei diese Stempel schon fast die Norm geworden sind bei Auflieferung im Postamt.
Gruß aus dem Norden
Hier die beiden neuen Briefmarken, die nach den jetzt geltenden Steuerregeln verkauft werden.

Wobei der vorliegende Auslandsbrief mit dem 25 Kronen Porto eine Kuriosität ist. Der Absender hat mir wirklich auch nur 25 Kronen Porto berechnet.
Weil das sein automatischer Portorechner gemacht hat und so wurde der Brief auch frankiert.
Da wirkt der Stempel der Sortieranlage mit dem Zusatz " Porto kontrolliert" etwas merkwürdig. Egal, mir wurde keine Nachgebühr berechnet und der Absender hat sich auch nicht gemeldet, ob ihm von der Post ein Gebührenbescheid zugestellt wurde.

Die 100 Kronen Frankatur für den Auslands-Brief der zweiten Gewichtsstufe ist korrekt.
Wer sich etwas mit den dänischen Dauerserien auskennt, sieht im neuen Motiv die Wellenlinien und Herzen aus den Ziffernmarken.
Beste Grüße aus dem Norden
Noch sind die alten Briefmarken für die Auslandspost gültig und so werden fleißig "Altbestände" aufgebraucht.

10 x 5,50 Kronen (alles unterschiedliche Marken) und dazu noch 10x 3,80 Kronen sowie 10x 70 Öre sind in Summe 55 plus 38 plus 7 = 100 Kronen für einen Brief ins Ausland der zweiten Gewichtsstufe.
Grüße aus dem Norden
Diesmal hat sich das gleiche Autionshaus leicht verrechnet.

Doch bei mehr als 10 Briefmarken verliert man schon mal den Überblick.
10x2 + 4x8 + 4x3 + 1x14 + 2x2,80 + 1x2,90 + 2x3,20 + 2x3,50 + 1x3,75 + 1x4,50 = 108,15 Kronen. 100 Kronen hätten für den Brief der 2.Gewichtsstufe gereicht.
Das zweite Auktionshaus ist noch nicht auf dem Grund der Restekiste angelangt.

Das Heftchenblatt mit dem Zusammendruck von 1998 mischte damals drei Ausgaben zu einem skuriellem Mix an Motiven mit 40 Kronen Frankaturwert. Die der Absender dann mit noch 2x 5 Kronen zum korrekten 50 Kronen Porto ergänzte.
Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#69]
Diesmal hat sich das gleiche Autionshaus leicht verrechnet.
Doch bei mehr als 10 Briefmarken verliert man schon mal den Überblick.
10x2 + 4x8 + 4x3 + 1x14 + 2x2,80 + 1x2,90 + 2x3,20 + 2x3,50 + 1x3,75 + 1x4,50 = 108,15 Kronen. 100 Kronen hätten für den Brief der 2.Gewichtsstufe gereicht.
Doch, die Post hat das gemerkt, und daher Postwertzeichen im Wert von 8,50 Kronen nicht gestempelt. Die können noch einmal auf Reisen geschickt werden. :)
@ ostsee63 [#68]
Der Zusammendruck aus dem Jahre 1973 gehörte einmal zu den "besseren" Ausgaben von Dänemark. Nun scheint man sich mit 40 Cent Gegenwert pro Streifen zu begnügen.
Eigentlich sollten diese Frankaturen ab dem 1. Januar 2025 der Vergangenheit angehören und alle Markenausgaben vor 2024 in den Briefmarkenalben verbleiben, doch es kam anders als von der PostNord verkündet.
Auf Nachfrage teilte mir der dänische Händler mit, das sie noch bis Ende 2025 Auslandssendungen mit den alten Briefmarken frankieren dürfen. Die Postverwaltung wird dann Ende 2025 mitteilen, wie es in 2026 weitergeht. Da ist die letzte Entscheidung revidiert worden und man überlegt noch einmal, was die Zukunft bringt. Erstaunlich was im Norden möglich ist, wenn man sich mal richtig auf die "Hinterbeine" stellt.

Die zeitliche Zuordnung dieses Beleges aus der letzten Woche (Ankunft 15.02.2025) lässt sich später nur durch die inliegende Rechnung realisieren. Immerhin wurde das Porto von 50 Kronen durch die Post automatisch kontrolliert und dieses auch bestätigt.
Beste Grüße
aus dem Norden
Jetzt heißt es im Nachbarland
: Weg mit den alten Marken ! Bald ist Schluss mit der Briefpost. Die älteste Marke, die wir hier sehen ist von 1999.

Mi.-Nr. 1335 und 1336 (Teile von Block 20), Block 27, 1687, 1225 und 2 x 1688
Ich komme auf 50,50 dänische Kronen, das entspricht derzeit 6,77 Euro. Bezahlt habe ich nur 1,90 Euro für Versand !
Ich wünsche ein schönes Wochenende und wünsche mir weiter so schöne Marken aus Dänemark
Günther
Der Aufbrauch schreitet voran und es gibt solche und solche Versender.


Hier fällt die Doppelstempelung fast nicht auf!
Dieses Auktionshaus arbeitet nach der Devise, alles muss raus!

und welch Zufall, dann sind es zwei Blöcke, die das Porto von 50 Kronen abdecken.

Grüße aus dem Norden
Es gibt auch noch Urlauber, die Grußkarten aus Dänemark schreiben.

Natürlich nur, wenn der Papa das Porto sponsort. Immerhin habe ich so die beiden Stempeltypen aus TAASTRUP.
Dort wird mittlerweile die gesamte Post ins Ausland bearbeitet.
Beste Grüße aus dem Norden
Heute wurde die Bestellung beim Auktionshaus zugestellt. Wieder eine wunderbare Reste-Rampe.

2 Stück der ehemals viel gekauften Marginalblöcke, jetzt noch schnell verbraucht = 32,80 Kronen
2 Heftchenblätter der Europa-Marke von 2002 = 50 Kronen
1 Viererblock der Wappenserie = 18,80 Kronen
Das ergibt eine Frankatur von 101,60 Kronen (100 Kronen hätten gereicht).
Die Laufzeit des Briefes war sehr kurz: Gestempelt am 9.10.2025 und zugestellt in Deutschland am 11.10.2025!
Gruß aus dem Norden