Eine solche ähnliche Ausgabe, wie in dem Zeitungsartikel, habe ich hier.
schöne Grüße
Marcel
[1] http://www.pro-philatelie.info/faelschungen/literatur-faelschungen/literatur.html
Montenegro Exilausgaben oder Fälschungen ?
Eine solche ähnliche Ausgabe, wie in dem Zeitungsartikel, habe ich hier.
schöne Grüße
Marcel
[1] http://www.pro-philatelie.info/faelschungen/literatur-faelschungen/literatur.html
Ausgabe zu 1 Para und 2 Perper (jeweils mit Aufdruck), entsprechend ähnlich der Abbildung 1 und genau der Abbildung 2 in dem in [#1] gezeigten Zeitungsartikel
Ausgabe zu 5 Para, entsprechend der Abbildung 4 in dem in [#1] gezeigten Zeitungsartikel
Der Michel-Katalog Südeuropa (Ausgabe 2004/05, Seite 1266) schreibt zu diesen Marken im Anschluss nach der letzten Hauptnummer im Katalog (Mi-Nr. 99 von 1916):
"Nachstehend abgebildete Marken (insgesamt 19 Werte) waren von der geflüchteten Regierung vorbereitet, die Ausgabe unterblieb aber. ..."
Der Michel-Katalog bezieht sich dabei auf die im Zeitungsartikel von [#1] in den Abbildungen 1 bis 4 gezeigten Marken. Die Abbildungen 1 und 2 weisen jeweils einen senkrecht verlaufenden Aufdruck auf. Du zeigst in Beitrag [#1] diese Marken kurioserweise ohne Aufdruck. Diese sind im Michel weder erwähnt noch abgebildet.
Vor einigen Jahren wurde ein m.E. sehr lesenswerter (mehrteiliger?) Artikel in der "Philatelie" über die Briefmarken aus Montenegro veröffentlicht. Nach [1] handelt es sich um die Ausgabe Nr. 255 von April 2005 und der Artikel stammt vom Rolf Bialek: "CRN GORA – MONTENEGRO: Eine Herausforderung für den forschenden Philatelisten".
Das ebenfalls lesenswerte Büchlein "Montenegro" - erschienen als Heft Nr. S 5 der Schriftenreihe "Neues Handbuch der Briefmarkenkunde" (Ausgabe 1962) der Arbeitsgmeinschaft Neues Handbuch der Briefmarkenkunde e.V. im BDPh [2] - führt auf Seite 40 leider keine weiteren Informationen als der Michel-Katalog an.
Gruß
Pete
[1] http://www.bdph.de/fileadmin/Image_Archive/PDF/Zeitschrift_Philatelie/Jahresinhaltsverzeichnisse/Inhaltsverzeichnis__philatelie_2005.pdf
[2] http://www.neues-handbuch.de/files/01-INTERNET-NHB-Lieferliste-A-B-S-Reihe-02_03_2013.pdf
Ausgabe zu 1 Para bis 5 Perper (jeweils mit Aufdruck), entsprechend den Abbildungen 1 und 2 in dem in [#1] gezeigten Zeitungsartikel
Gruß
Pete
Es bestand keine Notwendigkeit für eine eigene Ausgabenpolitik. 1918 änderte sich die politische Situation, der Krieg war vorbei, dennoch konnte Nikola I. nicht zurück, da am 24.11.1918 auf der Nationalversammlung die bedingungslose Vereinigung Montenegros mit Serbien beschlossen wurde. Nikola I. war gestürzt. Einige Analysten gehen davon aus, das die Marken mit dem Aufdruck "Freies Montenegro" für diesen Zeitraum sprechen.
Frankreich unterstützte Nikola I. nicht mehr und so verließ er Frankreich und zog nach Italien. Aber auch Italien wollte Serbien nicht kritisieren und unterstützte ihn nicht. Bereits 1918 bildeten sich noch unter österreichisch-ungarischer Besatzung in Montenegro aufständische Bewegungen und so kam es Weihnachten zu blutigen Auseinandersetzungen mit dem serbischen Militär. Ein Teil der montenegrinischen Armee und Flüchtlinge gingen nach Italien, wo sie ein Militärlager in Gaeta und Sulmona errichteten und darauf warteten zurückzukehren um die endgültige Befreiung Montenegros. Vergeblich, aufgrund fehlender internationaler Unterstützung. Italien weigerte sich die Kosten für das montenegrische Konsulat in Rom, sowie Kosten für Soldaten, deren Familien und Anhänger Nikolas I. zu zahlen. Nikola I. kehrte im Mai 1920 Italien und kehrte nach Frankreich zurück, erst nach Cannes, dann nach Antibes, wo er im März 1921 verstarb.
Obwohl in manchen Kreisen angenommen wird, das der Aufdruck "Freies Montenegro" zu Propagandazwecken entstand und in Gaeta vertrieben wurde, so spricht dagegen die Zeit 1919-21, die Notwendigkeit und das fehlende Material für die Druckausgabe.
Wann also wurden die Marken hergestellt?
Eine Antwort gibt dank Forschung das Vermächtnis von Dr. Pera Soc (1884-1966), der Minister der Exilregierung und später leitender Postbeamter und Bibliograph in Jugoslawien war. Er hatte das Thema mit großem Interesse verfolgt, jedoch wahrscheinlich wegen dem starren kommunistischen Systems nicht vollständig entmystifiziert. Wertvolle Hinweise erhielt er durch Joseph Zef Asik, einem Philatelisten und ehemaligen Postbeamten aus Shkodra und Schulverwalter in Vitomirica. Zef Asik war Mitglied einer angesehenen ehrlichen katholischen Familie (Vater war Prof. für orientalische Sprachen und Priester).
Auf die Anfrage von Soc antwortete Asik:
"bereits 1913 kündigte der montenegr. Staat unter Nikola I. ein neues Markenprogramm (Bilder des Königs Nikola I.) in Paris an (Druck Mongin-Litograph - Paris, zu dieser Zeit einer der angesehensten). Aber die Ausgabe kam nicht in den Umlauf, da Österreich-Ungarn Montenegro bereits besetzte."
Zur Unterstützung dieser Behauptung ist die Tatsache, dass heute Briefmarken ohne Aufdruck "Freies Montenegro" vorkommen, also diejenigen Marken die laut anderen Quellen im Umlauf gewesen sein sollen.
Die Figur von Nikola I. wurde dem Alter entsprechend und mit Lorbeerkranz auf dem Kopf dargestellt, die Performance-Krone betonte Montenegro als Königreich. Hinweis:Frühere Ausgaben wurden in der Staatsdruckerei Wien gedruckt.
Weiter laut Asik:
"Montenegros Nationalisten, Gesetzestreue und Revolutionäre - lebten in den Wäldern in den 3 strategisch wichtigen Standorten: Kom Kücki, Rumi und Lovcen. Sie stoppten einen Versand der Sendung auf der Straße zwischen Kotor und Cetinje, wo ein Teil der genannten Marken enthalten waren und danach zu ihren Propagandazwecken mit dem Aufdruck "Freies Montenegro" versehen wurden. Eine große Menge an 25 Para Briefmarken wurde dabei zerstört und fehlt daher häufig in der Markenserie."
Die Tatsache, dass die Ausgabe einen Eintrag beim Weltpostverein enthält, unterstützt die Vorstellung, dass sie für den Einsatz in Montenegro bestimmt war und nicht im Exil.
Zusammengefasst würde ich jetzt sagen: Einer der Markenausgaben über die keine Klarheit herrscht.
schöne Grüße
Marcel
[1] http://www.cinderellas.info/wittcoll/collection.htm
[2] http://montenegrina.net/fokus/boris-jabucanin-izdanje-crnogorskih-maraka-gaeta/
Wünsche einen schönen Sonntag
Sepp