Thema:
(?) (149/158/165-166) China: Briefe, Ganzsachen und sonstige Belege
Hallo zusammen,
ich habe in der letzten Zeit unter verschiedenen Themen einige chinesische Belege gezeigt. Ein paar weitere Briefe passen aber zu keinem Thema im Forum. Deshalb dieses neue Thema. Ich habe das Thema bewusst offen gehalten, so dass es keine zeitliche oder philatelistische Einschränkung gibt. Es sollen hier sehr viel verschiedene Dinge gezeigt werden können.
Als erstes Beispiel eine
Postsache an den Tauschpartner meines Vaters innerhalb von Nanjing (= Nanking):

Als offizieller Brief der Post musste der Brief nicht frankiert werden. Den Text im Rechteck oben rechts kann man am besten mit „Postsache“ übersetzen. Im Einzelnen steht dort:
邮 电 = Post und Telekommunikation (邮 = Post- 电 = Elektro)
公 = Öffentliche
事 = Angelegenheit
Der Absender des Briefes wird unten auf der Vorderseite angegeben: 南京市邮票公司
Auf der Rückseite steht zusätzlich die Übersetzung ins Englische: „Nanjing stamp company“. Ich weiß nicht, ob dieses Unternehmen einer „Briefmarken-Versandstelle“ entspricht. Vielleicht kann ja einer von Euch etwas dazu sagen. Zumindest wurde ein offizieller FDC-Umschlag verwendet.

Im Stempel steht 江苏 南京 / II / 1 (支):
江苏 = Jiangsu (Provinz)
南京 = Nanjing (Nanking)
1 (支) = Postamt Nr. 1
Wozu ich nichts weiß ist der kleine Rechteckstempel "0624" auf der Rückseite.
Soviel zu diesem Brief. Ich hoffe, dass auch einige von Euch Spaß an dem neuen Thema haben und einiges zeigen können.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
heute einmal eine chinesische Ganzsache aus meiner Familiensammlung:

Diese Karte hat Onkel Hans, an seinen Bruder (meinen Großvater) geschickt. Das Problem: Onkel Hans hat die Karte zwar nicht in chinesischer Schrift geschrieben, dennoch kann ich sie leider nicht lesen. Soweit ich weiß, verwendete Onkel Hans Stenografie nach Stolze-Schrey.
Onkel Hans kam am 28.8.1929 in Kanton an. Er arbeitete dort als Philologe (Sprach- und Literaturforscher). Ferner war er Lektor an der chinesischen Universität und unterrichtete an der Missionsschule, einer deutsch-chinesischen Mittelschule. Die Karte hat er am 2.9.1929 abgeschickt und ich vermute aufgrund der lesbaren Daten, dass es eine Reisebeschreibung der Fahrt nach China ist.
Onkel Hans hat die Karte beim Postamt Canton 4 aufgegeben, der linke Stempel stammt vom Hauptpostamt in Canton. Der Stempel rechts unter der eingedruckten Marke ist das chinesische Zeichen für "4". Es ist ein "Postman mark". Dieses waren Ziffern oder Silbenkürzel, die vom bearbeitenden Postbeamten bei ein- bzw. ausgehender Auslandspost angebracht wurden.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo Zusammen!
Wollte zu diesem sehr interessanten Thema auch noch vier neuere Belege beisteuern, zu denen ich allerdings nicht mehr sagen kann, als das sie an einen Bekannten, bzw. mich versendet wurden. Zur Frankierung kann ich keine Angaben machen, oder falls auf den Belegen etwas besonderes/interessantes zu entdecken ist dann nicht durch mich!
Finde die Belege einfach schön. Der Versender sagte mir nur, dass es sehr schwer sei in China an Briefmarken zu kommen - das ist dort wohl nicht mehr üblich oder zeitgemäß?
Nr.1
Vorderseite:

Rückseite:

Nr.2

Nr.3
Vorderseite:

Rückseite:

Nr.4

Viele Grüße
Carsten
Hallo Carsten,
schön, dass Du auch ein paar Belege zu diesem Thema zeigst. Vielen Dank!
Mir gefallen vor allem die Nr. 3 als Kombination von Briefmarken mit einem Freistempler und die Nr. 4 wegen des sehr klaren Stempels aus Kunshan = 昆山 in der Provinz Jiangsu = 江蘇
Viele Grüße
Volkmar
Hallo oldebuche1945,
schön, dass auch Du zwei Belege zeigst. Für mich ist natürlich der Brief aus Tsingtao besonders interessant. Deshalb von meiner Seite heute eine Auslandspaketkarte für ein Paket von Tsingtao nach Brüssel.

Das Paket wurde am 23.07.1963 in Tsingtao aufgegeben. Weitere Stationen, die man anhand der Stempel sehen kann: 10.08.1963 Prag, 15.08.1963 Herbesthal - ein belgischer Ort in der Nähe von Aachen. Am 19.08.1963 kam das Paket schließlich in Brüssel an.
Ich kenne mich mit den Beförderungswegen von Paketen aus China nach Belgien nicht aus, aber über die Stempel aus Prag und Herbesthal habe ich mich schon gewundert. Das Paket sollte mit der transsibirischen Eisenbahn befördert werden - aber was hat die mit Prag zu tun?. In Herbestahl war bis 1966 der belgische Grenzbahnhof in Richtung Deutschland.

Ist dieser belgische Stempel eigentlich ein Poststempel oder handelt es sich um einen Eingangstempel Banque de Bruxelles?
Viele Grüße
Volkmar
Postcrossing macht beides möglich, wie dies auf einem Brief aus der VR China zu sehen ist. Der Absender verwendete als Kuvert eine Ganzsache mit Wertstempel zum Jahr des Tigers 2010 und Zudruck sowie handschriftlich mit der Anschrift versehen, die andere Seite wurde ebenfalls adressiert, mit einem 5er Streifen einer Marke zu 2Y aus dem Jahr 2002 frankiert und mit Tagesstempel vom 29.07.2010 entwertet.
Ganzsache

Frankierung

MfG Jürgen -wajdz-
Hallo,
hier mal der ansehnliche Kleinbogen Mi. 2978 - 85 auf Brief echt gelaufen. Es ist nicht der normale sondern der mit goldener Inschrift im Unterrand.
Dazu als Pendant die Goldfolienausgabe (keine offizielle) aber auf Brief echt gelaufen und scheinbar "durchgerutscht".
MfG
oldebuche1945
Ich frage mal in die Runde. Wie könnte ich den Tauschwert dieses Beleges ansetzen?

2000 12 19, MiF Einschreiben von Shanghai nach Melbourne. Die Vorderseite zeigt schon die australischen Ankunftsstempel.

Rückseite mit der hohen Markennominale.
Nette Grüße
Pepe
Auch ich bekomme öfters Post (Briefe und Ansichtskarten) aus China

Lulu
Hallo zusammen,
dieser Brief kam letzte Woche bei mir an.
Postalisch gelaufener Ersttagsbrief mit einer Chinesischen Markenneuausgabe "Die vier Arten Chinesischer Poesie".

Besonders sehenswert dabei allein schon die Gestaltung des Ersttagsstempels:

Beste Grüße,
Peter
@ filunski [#11]
Hallo Peter,
ein sehr schöner Brief. Jetzt gibt es also auch noch einen "Blumenvasen und Kistenstempel"
Viele Grüße
Volkmar
Heute möchte ich hier einen nicht alltäglichen Beleg aus China zeigen, nämlich einen Beleg für die Verwendung von Steuermarken. Die chinesischen Steuermarken sind uns mit einem Wertaufdruck versehen unter Mi Nr. 981-1026 eher als Briefmarken bekannt. Den wirklichen Verwendungszweck dieser Steuermarken zu belegen, ist jedoch nicht einfach.


Quittung des chinesischen Zolls vom 11. August 1948 über die Entrichtung von 1‘080‘000 CNC$ Zollgebühr für einen Warenwert von 360‘000‘000 CNC$. Die bezahlte Höhe der Zollgebühr wurde mit Steuermarken belegt.
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
Hallo,
zeige hier einen sog. Rotband-Brief, der zu besonderen Anlässen verschickt wurde. Ich nehme mal an zu Hochzeiten, Geburten etc. Er ist mit einer 149 frankiert und in Canton abgestempelt worden. Daneben gibt es auch die sog. Blauband-Briefe. Vielleicht kann jemand mal einen Blauband-Brief zeigen ?
MfG
oldebuche1945
Hier eine Ganzsache aus Nordost-China (Dezember 1948), mit markigen Sprüchen zur Unterstützung der revolutionären Arme und deren familiären Angehörigen. Schönes Zeitdokument.
@ oldebuche1945 [#14]
Nein, Rotbandbriefe waren ganz normal. Auf das rote Band (ab den 1920ern auch eingedrucktes rotes Rechteck) wurde der Name des Empfängers geschrieben, der damit geehrt werden sollte.
Besonderheiten waren vollständig rote Umschläge, z.B. für Neujahrsgrüße, Glückwünsche zu Beförderungen/Schulabschlüssen/Geldgeschenke u.ä.,
Blaubandbriefe nur für Kondolenzen.
Die beiden letztgenannten findet man wesentlich häufiger ohne Marken, d.h. wurden per Boten oder persönlich überreicht.
Hallo zusammen,
heute ein Brief aus Kanton vom 5.4.1930:

Der Stempel auf den Briefmarken ist so unklar, dass das Datum erst durch den Stempel aus Kanton auf der Rückseite eindeutig erkennbar ist. Dort steht 5.4.19. Die Jahreszahl ist nach dem Minguo-Kalender und entspricht dem Jahr 1930 nach unserer Zeitrechnung. Siehe "Die unterschiedlichen Kalender" Beitrag 33-45 [1].
Die Absenderin ist eine Deutsche, die Missionarin Irene Moeller von der Berliner Mission in Canton. Schön, dass Frau Moeller nicht nur die üblichen Freimarken sondern auch die Sonderausgabe zur Einigkeitsfeier mit der Abbildung des Präsidenten Chiang Kai-shek verwendet hat (Mi.Nr. 216)
Viele Grüße
Volkmar
[1]
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=7318&CP=0&F=1
Hallo,
zeige hier 2 Belege mit zusätzlichem Aufkleber. Ein zusätzliches Porto kann ich darauf nicht erkennen. Vielleicht sieht einer, was es damit auf sich hat.
MfG
oldebuche1945

@ oldebuche1945 [#18]
Hallo oldebuche1945,
dass Du kein zusätzliches Porto erkennen kannst ist kein Wunder, denn die Aufkleber haben nichts mit dem Porto zu tun. Es ist ein Aufkleber, der bei unanbringlichen Sendungen aufgeklebt wird. Eine Übersetzung des Aufklebers findest Du hier [1].
Was beim oberen Brief los war kann ich nicht sagen. Beim unteren Brief ist die zweite Zeile unterstrichen. In diesem Fall ist also die neue Anschrift des Empfängers unbekannt, der Brief ging an den Absender zurück.
Viele Grüße
Volkmar
[1]
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=75584#M5
Ich hatte ja geschrieben, dass ich da einiges habe. Aus dem Porto werde ich allerdings nicht schlau. Das Porto für Postkarten nach Luxemburg scheint wohl 4.50 zu sein, denn die meisten Karten wurden so frankiert. Aber eben nicht alle. Ich habe welche mit 4.00 sogar eine mit 6


und auch weniger! Hier noch eine Karte, die nur mit 2.30 frankiert ist. Links neben der Marke steht ein T 70/400.

Phila-Gruß
Lulu
@ zockerpeppi [#20]
Schau mal bei "China: Privatganzsachen" [1], nach den dortigen Infos sollte das Porto 4,50 ¥ für Luft- und 4,00 ¥ für Landpost (aktuell) gelten. Das passt auch mit den in beiden Themen gezeigten Nachportoangaben, siehe Dein "T 70/400" und der (nicht erhobenen) "T 320/400" aus dem Beitrag 6 bei [1]. Scheinbar rutschen Unterfrankaturen aber auch aus China inzwischen regelmäßig durch.
Gruß
Thomas
[1]:
http://www.philaseiten.de/thema/6709
Hallo zusammen,
auch aus meiner Korrespondenz mal wieder eine zufrankierte Ganzsache aus dem Jahre 2009:

Das Bild ist etwas "abgeschnitten", der Umschlag ist etwas über DIN A4 und hatte nicht ganz auf meinem Scanner Platz!
Beste Grüße,
Peter
@ volkimal [#6]
Wenn ich das richtig deute, handelt es sich um einen Eisenbahnpaketstempel (Übergröße) staatliche Linie. Wäre es ein Stempel der Banque de Bruxelles, gäbe es keine Wertangabe.
Hier ein Scan aus dem Stempelbuch: Railway parcel post cancellations of Belgium

beste Sammlergrüße
Lulu
@ zockerpeppi [#23]
Hallo Lulu,
mit den Eisenbahnpaketstempeln kenne ich mich nicht aus. Der erste Teil passt ja: "BRUXELLES-ENT. / BRUSSEL-STAP." zu meinem Stempel. Was ist aber mit dem Rest: "RECETTES \ ONTVANGSTEN 2"? Aber dennoch ein interessanter Hinweis - danke!
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
heute einmal ein chinesischer Bahnpoststempel der Strecke Qingdao (Tsingtau) - Beijing (Peking):

Von den beiden Orten der Strecke wird zunächst jeweils eine Silbe angegeben. Von Beijing (= 北京) ist es die zweite Silbe, von Qingdao (= 青岛) die erste Silbe. Dahinter steht "Zug".
Also: oben stehen die vier Symbole 京 = Jing, 青 = Qing, 火车 = Zug.
Unten steht der Name des zuständigen Postamtes. In diesem Fall ist es das Postamt in Beijing. Was das (A) zwischen den Symbolen Bei = 北 und Jing = 京 bedeutet, weiß ich nicht. Die "10" ist die Nummer des Zuges.
Zum roten Ankunftsstempel: Oben steht 北京 = Beijing. Unten ist die Postamtsangabe 安外 1 = Anwei 1.
Einen anderen Bahnpoststempel derselben Strecke habe ich hier vorgestellt:
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=94031
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
heute einmal eine ungewöhnliche Form eines Maschinenstempels. Die Ansichtskarte schickte meine Nichte an meine Tante.

Der Stempel kommt aus Peking (北京) und zwar vom Postamt in der Zhongguancun Street (中关村). Keine Ahnung, ob diese Stempelform mit einer senkrecht stehenden Welle und dem Ortsstempel rechts daneben häufig vorkommt.
Viele Grüße
Volkmar
Hier mal ein aktueller R-Brief von mir.
Der Verlauf des angezeigten trackings spiegelt aber nicht die komplette Lieferzeit wieder.
Denn der Brief wurde bereits 10 Tage vorher aufgegeben. Nur wurde in dem kleinen Örtchen in der inneren Mongolei die Post wohl nur alle 14 Tage abgeholt ;-) oder wie auch immer.
Die Gesamtlaufzeit betrug genau 4 Wochen. Leider kommen diese Briefe selten glattgebügelt an. ;-)
2015-09-24 09:29:38.0 根河city 中央街post dept. received
2015-09-24 09:59:38.0 根河city 中央街post dept. customs scan
2015-09-24 11:47:47.0 leaving 根河city 中央街post dept. ,next station 根河
2015-09-26 09:27:39.0 呼和浩特Transit Station import customs scan
2015-09-26 10:48:17.0 呼和浩特Transit Station export customs scan (domestic transit )
2015-09-29 10:40:35.0 Beijing Transit Station export security scan
2015-09-29 18:28:31.0 Beijing Transit Station export customs cleared
2015-09-30 01:34:00.0 arrive Beijing Airport
2015-09-30 01:34:53.0 leaving Beijing Airport going to next airport/seaport
2015-10-06 11:13:00.0 arrive Germany Frankfurt Transit Station
-----------------
@ grauerwolf69 [#27]
Hallo grauerwolf69,
interessant, was man heute alles nachvollziehen kann und wie der Brief transportiert worden ist. Früher hätte man da große Probleme gehabt, wenn keine Zwischenstempel abgeschlagen worden sind.
Zur Ergänzung:
根河 = Genhe (innere Mongolei)
呼和浩特 = Hohhot (Hauptstadt des Autonomen Gebietes Innere Mongolei)
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
heute einmal ein Brief, zu dem ich selbst nicht viel sagen kann.

Anhand der Postleitzahl 210033 lässt sich leicht ermitteln, dass der Brief in Nanjing (南京) in der Provinz Jiangsu (江苏) aufgegeben wurde. Auch der Zettel und der schwach abgeschlagene Stempel auf der Rückseite stammen aus Nanjing. Allerdings habe ich keine Ahnung was der Zettel bedeutet.
Aufgefallen ist mir auch noch, dass der Zettel erst abgestempelt und danach aufgeklebt wurde. Der Stempelabdruck hört am Rand des Zettels auf.
Kann jemand von Euch etwas zu dem Zettel sagen?
Viele Grüße
Volkmar
VioletteDer Ra.1 sagt: "für die Provinz festgelegter Zusatzbetrag von 10 f. bezahlt".
Der rote Vordruck darunter sagt: gültig bis 1 Jahr ab Stempelabdruck.. usw.
Eine Art Zwangszuschlagsmarke, zeitlich befristet und Anbringung auf diese Provinz begrenzt. Das gab es in den 1980ern und 1990ern in China regional immer wieder.
@ ligneN [#30]
Hallo ligneN,
sehr interessant - darauf wäre ich nicht gekommen. Vielen Dank für die Informationen.
Viele Grüße
Volkmar
Mehr Infos hier:
http://www.forge-china.de
http://www.forge-china.de/forge/wp-content/uploads/2014/02/Katalogbesprechung-Zusatzgeb%C3%BChren-final.pdf
Es gibt in der Arge China mehrere Spezialisten, die sich auf Marken und Belege von diesen Zusatz-Gebühren spezialisiert haben.
Verehrte China Freunde,
mal wieder ein etwas modernerer Beleg zu dem Thema.
Sonderflugbeleg von Dalian [1] nach Macau (Macao)[2] aus dem Dezember 1995:

Postaufgabestempel Dalian (?) vom 28.12., kann jemand die genaue Ortsbezeichnung lesen?

Die Rückseite noch dazu:

Mit Ankunftsstempel von Macau, genauer dem Postterminal Tradic vom 3.1.1996

Da der Brief postlagernd versandt wurde und nicht abgeholt wurde (altes Verfahren von Luftpostsammlern um die Belege zurückzuerhalten) ging er dann wieder zurück an die angegebene Adresse in Shanghai. Ankunfststempel von dort (wenn ich nicht irre) vom 16.2.1996:

Beste Grüße,
Peter
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Dalian
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Macau
Hallo Peter,
bei den chinesischen Stempeln wird zunächst die Provinz und dann der Ort angegeben:
Liáoníng = 辽宁 (Provinz)
Dalian = 大連 (Ort)
Die 160001 ist die Postleitzahl, die 50 vermutlich die Nummer des Postamtes.
Du hast recht, der Ankunftsstempel ist aus Shanghai = 上海
Viele Grüße
Volkmar
Hallo,
hier ein Einschreiben-Beleg aus dem Jahre 1975:

Friendship Hotel Beijing nach Oberkochen gelaufen.
VR China Mi.Nr. 1242-1248
Beste Grüße,
Phoenix
Heute möchte ich einen ganz besonderen Beleg von China zeigen. Hier wird die Verwendung von chinesischen Postverschlussmarken dokumentiert. Belege mit diesen Postverschlussmarken sind sehr selten, in meiner mehr als 45-jährigen China-Sammlertätigkeit sind mir gerade mal zwei Stück über den Weg gelaufen!
China verwendete diese Marken bis ca. 1949 für folgende zwei Fälle:
1. Ging bei der Post ein stark beschädigter Brief ein, wurde er mit den Postverschlussmarken repariert und somit wieder „posttauglich“ gemacht. In diesem Fall wurde ein Stempel mit dem Text „Beschädigt eingegangen und wieder verschlossen“ angebracht. Diese Anwendung wird im gezeigten Beleg dokumentiert.
2. Die Post öffnete bei Vorliegen einer unklaren Adresse den Brief zur Ermittlung des allfälligen Empfängers. In diesem Fall wurde der Brief ebenfalls wieder mit Postverschlussmarken verschlossen und ein Stempel „Geöffnet für postalische Ermittlungen“ angebracht.


Geschäftsbrief von Zürich nach Shanghai, Aufgabe 3. April 1932
Hallo an alle,
zur Abwechslung möchte ich mal eine aktuelle Postsache aus Shenzhen zeigen.

Es handelt sich hier um eine Einschreibpostsache von der chinesischen Post an die Deutsche Post mit einem sehr sauberen Tagesstempel mit der lesbaren Ortsangabe "Shenzhen2".
Kann mir jemand sagen, ob solche Stempel, wo die Ortsangabe lesbar ist, die Ausnahme sind, oder ob dies in China doch sehr häufig vorkommt ?
Soweit für heute viele Grüße Jürgen
Hallo zusammen,
heute wieder ein Beleg vom Brieffreund meines Vaters aus Nanjing. Diesmal ein Brief mit einem Nachgebührstempel:

Oben rechts im Rechteck steht 贴邮票 = frankieren, eine Briefmarke aufkleben
Der Absender hat es offensichtlich nicht gemacht. Daher bekam der Brief den violetten Stempel unten links:

不 资 = nicht genügend frankiert
应 收 = sie müssen Zahlen (Forderungen)
8 分 = Fēn (handschriftlich)
南京 = Nanjing
Auch der Stempel auf der Rückseite kommt aus Nanjing:

江苏 = Jiangsu (Provinz); 南京 = Nanking (Nanjing)
山西路(支) = Shanxi Road (Postamt)
Viele Grüße
Volkmar
Mir sind kürzlich mehrere moderne Ganzsachenumschläge in die Finger geraten, sämtlich fast im Format dinA4. Einen davon, gelaufen am 17.4.2014, will ich heute zeigen. Ob er aber amtlichen Charakters ist oder auf private Initiative bei der Herstellung zurückgeht, davon habe ich leider keine Kenntnis.

Viele Grüße
Ingo
Verehrte "China-Fans",
aus dem heutigen Posteingang, ein Ersttagsbrief gelaufen aus Shanghai. Solche FDCs sind normalerweise nicht so meine Leidenschaft, aber so wie hier, echt gelaufen an mich selbst hat es doch ein gewissen Charme.

Beste Grüße,
Peter
Hallo,
zeige hier mal 3 Belege China. Gerne wüsste ich, was es mit dem grünrandigen Beleg auf sich hat.
MfG
oldebuche1945
Die lächelte mich vor ein paar Tagen im Souvenir- (oder besser im Devotionalien-) Shop der "ormer Residence of Soong Ching Ling" (宋庆龄故居) in Peking an und als Philatelist konnte ich irgendwie nicht anders, als zuzuschlagen. ;-)

Nummerierte Sonder-Ganzsache (im Format 183 x 100 mm) zum "7th Cultural Festival of Chinese Crabapple of SQL Residence in 2016" ("2016年第七届宋庆龄故居海棠文化节" bzw. "7. Kulturfestival des chinesischen
Zierapfels in der ehemaligen Residenz von Song Qingling") vom 06.04.-06.05.2016. Wertstempel zum Inlandspostkartenportosatz zu 80 Fen (Büste von Song Qingling). Mit (leider etwas streuendem) zusätzlich aufgebrachtem Siegelstempel der Veranstaltung. Im Fußzeile wird das Jahr 2009 genannt.
Wir kamen aber leider ein paar Tage zu spät, die Apfelblüte war schon vorbei (15.05.2016). ;-)

Kennt jemand den Status dieser Ganzsache? Handelt es sich um eine Art von Privatganzsache oder
nur um eine in dieser Form von der chinesischen Post regulär verausgabten Ganzsache? In den vergangenen Jahren wurden auch häufig Eintrittskarten zu touristischen
Orten in Form von "Sonderganzsachen" verkauft [2].
Song Qingling bzw. Soong Ching Ling (宋慶齡), 1893–1981, stammt aus einer sehr einflußreichen Familie und wurde in den USA ausgebildet. Sie war die Ehefrau von Sun Yat-sen ("Madame Sun Yat-sen") und im Nachkriegschina ab 1949 bis zu ihrem Tod bekleidete sie verschiedene, höchste staatliche Ämter (u.a. geschäftsführende Vorsitzende der VR China und ab 1981 Ehrenpräsidentin der VR China) [1]. Ihre Schwester Song Meiling hat übrigens den Totfeind der VR China, Chiang Kai-shek, den Präsidenten von Taiwan geheiratet. Und die zweite Schwester Song Ailing war mit dem Bankier Dr. H. H. Kung, dem damals reichsten Chinesen, liiert. So ist man als Familie von allen Seiten doch recht gut
abgesichert. ;-)

Aus ihrem Schuljahrbuch aus Macon, GA - und, damit es philatelistisch bleibt, Umschlag aus Macon, GA mit Einladung zu einer Ehemaligenfeier (übrigens mit der für China typischen Seiten-/"Abriss"-Öffnung am linken Rand) und die Einladung zur Hochzeit ihrer Schwester Song Meiling mit Chiang Kai-shek, 1927. ;-) Fotos aus dem dortigem Museum (15.05.2016).
Gruß
Thomas
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Song_Qingling
[2]
http://www.philaseiten.de/thema/6709
@ volkimal [#43]
Der rote Stempel 36 könnte ein Briefträgerstempel sein. Diese werden in China heute noch benutzt.
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
@ merkuria [#44]
Hallo Jacques,
danke für die Info. Heute einmal ein Brief aus Tsingtao. Dadurch, dass er zweimal nachgeschickt wurde und dadurch, dass dabei rote Tinte zum Einsatz kam, sieht er etwas wild aus:

Die Absenderin des Briefes war Elise Oster, genannt Lissi. Sie war die Frau von Franz Oster, Besitzer einer Maschinenfabrik und einer Schiffsbaufirma. 1912 holte er das erste Flugzeug nach Tsingtau. Er wurde so als „Der erste Flieger von Tsingtau“ bekannt. Siehe
http://tsingtau.org/wp-content/uploads/franz_oster3_tsingtau_org.pdf
Der Empfänger Konrad Grill stammte vermutlich auch aus Tsingtau. Er war 1932 22 Jahre alt. Info siehe
http://www.tsingtau.org/namentliches-verzeichnis-aller-deutschen-in-tsingtau-anfang-1920/

Das Datum im Tsingtauer Stempel ist leider nicht zu erkennen. Vermutlich wurde er am 30.10.21 aufgegeben, denn der Brief erreichte am 31.10.21 = 31.10.1932 um 22 Uhr Tientsin. Die Jahreszahl 21 im Stempel gehört zum Minguo-Kalender. Siehe Thema "Die unterschiedlichen Kalender" Beitäge 33 und folgende.
http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=7318&CP=0&F=1
In Hamburg angekommen wurde der Brief zunächst nach Berlin-Konradshöhe und dann nach Spandau weitergeschickt. Leider gab es dabei keine weiteren Stempelabschläge.

Wie auch andere Bandstempel aus Tientsin ist zeigt der Stempel Posteigenwerbung. Leider habe ich bisher erst fünf evtl. sechs der 8 Zeichen herausgefunden.
郵局 = Post
Drei weitere Zeichen könnten diese sein: 商 單 代
Das verstümmelte Zeichen oben links ist evtl. 表
郵局代表 wäre evtl. "Im Auftrag der Post"
Leider ist es mir bisher nicht gelungen, eine Internetseite zu finden, wo die Bandstempel aus Tientsin abgebildet und übersetzt sind. Kann mir einer von Euch die chinesischen Zeichen Für Bandstempel bzw. Maschinenstempel sagen? Bei meinen Versuchen die Worte zu finden ist bisher nichts sinnvolles herausgekommen.
Viele Grüße
Volkmar
Der vollständige Text im Stempel ist: "商務傳單.郵局代派"
Der Text wirbt für den Versand von Business-Flyern. Der Stempel wurde auch einfach abgeschlagen verwendet, nicht nur im Bandstempel.
@ Schwämmchen² [#46]
Hallo Schwämmchen,
vielen Dank! Das Zeichen 務 hatte ich inzwischen auch noch gefunden. Beim 傳 hatte ich die Suche aufgegeben.
Jetzt kann der Stempel in die Datenbank.
Viele Grüße
Volkmar
@ Schwämmchen² [#46]
@ volkimal [#45][#47]
Super, danke! An der Nuß sass ich gestern auch schon ein paar Minuten, nur hing noch am Zeichen links außen 派 fest (das konnte ich leider auch kaum erkennen).
Meine wage Interpretation lautet nun von rechts nach links / oben nach unten geschrieben; übrigens die englischen Übersetzungsvorschläge vom Googletranslator und dem Wiktionary klingen meist sinnvoller als für Deutsch
商務 : Geschäft (Business) / 傳 : verschicken ("to transfer; to deliver; to transmit; to pass on")
單 : einzig/nur ("single, individual, only")
郵局代 : mit der (über die) Post ("on behalf of the post office") ; 代 kann dabei auch für "substitute" (austauschen, ersetzen) stehen
派 : hier wird u.a. auch "to send; to dispatch" (versenden) vorgeschlagen.
Einiges klingt recht doppelt gemoppelt, aber das hat man häufiger bei chinesischen "Begriffsketten". Ich würde, ähnlich wie schön Schwämmchen² schrieb, ganz, ganz frei einen Werbeslogan um die Aussage "Versende Geschäftspost nur mit der Post" vorschlagen. Wobei ich glaube, dass Geschäftspost hier etwas weiter gefasst werden kann.
Gruß
Thomas
@ DL8AAM [#48]
Hallo Thomas,
sehr schön, dass Du auch versucht hast mir zu helfen. Zusätzlich zu den von dir genannten Seiten benutze ich auch gerne noch leo.org zum Übersetzen. Dort kann ich im Gegensatz zum Googletranslator zwar nur einzelne Worte eingeben, dafür erhalte ich aber in der Regel viele Mögliche Ergebnisse bei einem Zeichen/Wort.
Ein weiteres Problem beim Chinesischen ist es, dass man nicht weiß, welche Zeichen zusammen ein Wort bilden. Zum Beispiel:
傳 = verschicken; 單 = einzig/nur und beide zusammen ergeben: 傳單 = Broschüre.
Viele Grüße
Volkmar
@ [#45]
Hallo zusammen,
ich habe gerade festgestellt, dass ich die Jahreszahl auf dem Brief falsch gelesen habe. Inzwischen gehe ich davon aus, dass der Brief aus dem Jahr 1936 stammt. Stutzig wurde ich durch diesen Brief:

Der Brief stammt eindeutig aus dem Jahr 1936 und auf der Rückseite ist derselbe Stempel. Kopfzerbrechen bereitet mir noch der Empfänger des Briefes. Ich habe bisher nichts zu einer katholischen Missionsstation in Tsimo (heute Jimo) gefunden. Auch den Namen "August Theis" kenne ich nur als evangelischen Missionar aus Sumatra, der allerdings seit 1932 in Deutschland zurück war.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
im Beitrag [#26] habe ich diesen roten Maschinenstempel aus Peking vorgestellt. Er fällt auf durch die senkrecht stehende Welle links vom Ortsstempel:

Beim Sortieren fand ich einen ähnlichen Stempel auf einem Brief vom Esperanto-Tauschpartners meines Vaters aus Nanjing = 南京:

Diesmal befindet sich die senkrechte Welle rechts vom Ortsstempel. Der Brief wurde beim Postamt in der Shanxi Road = 山西路 aufgegeben.
Nachdem der Brief den Maschinenstempel erhielt fiel auf, dass links noch zwei Marken waren. Diese wurden deshalb mit einem Handstempel desselben Postamtes entwertet.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo an alle,
das letzte Mal hatte ich im Beitrag [#37] eine moderne Postsache mit einen sauberen Stempel aus Shenzhen vorgestellt - die Inschrift nach dem Ortsnamen war eine 2, daher hatte ich vermutet, daß es sich um eine Postamtsbereichnung gehandelt hat, nun habe ich aber einen neuen Brief erhalten, in dem hinter dem Ortsnamen "XB1" ergänzt ist - hat jemand eine Idee was damit gemeint ist ?

Und hier noch als Ergänzung der ganze Beleg:

viele Grüße Jürgen
@ Journalist [#52]
Normalerweise findet sich bei modernen chinesischen (bei den rein chinesischsprachigen) Tagesstempeln oben die Provinz/der Ort und unten der Postamtsname. Die Nummer steht in der Regel dabei für die Stempelnummer (u.U. auch Stempelplatz bzw. -zweck). Deiner fällt auf den ersten Blick hier aus der Reihe. Oben steht nur 中國 (China), während unten der Ortsname in Englisch erscheint. Der Zusatz XB kann dabei ein Kürzel für Exchange Bureau sein, also könnte das Grundschema auch hier passen "Ort: China" und Postamtsname "Shenzhen Exchange Bureau" mit der Stempelnummer 1.
Idee...
Thomas
Hallo,
hier ein recht moderner Ganzsachenumschlag, Angaben dazu kann ich aber nicht machen.

Viele Grüße
Ingo
@ DL8AAM [#53]
Hallo Thomas,
danke für die interessante Idee - klingt bis jetzt sehr plausibel, werde gelegentlich weitere Stempel von solchen Postsachen zeigen, sofern welche vorhanden sind - mal sehen ob das dann immer noch alles passt.
Anbei hier aber doch noch eine weitere Einschreibpostsache aus China - allerdings hier speziell aus Macau

und in der Stempelausschnitt:

Hast Du hier eine Idee was die Abkürzung ECAP bedeuten könnte - den ersten Teil würde ich ja für Exchange Center oder so etwas ähnliches deuten - für was könnte AP stehen vielleicht Airport ?
viele Grüße Jürgen
Jürgen
@ ligneN [#56]
Hallo,
danke für die Aufklärung bezüglich der Abkürzung, da habe ich ja sehr schlecht geraten.
Viele Grüße Jürgen
Hallo!
Von mir heute ein Beleg über den ich leider gar nichts sagen kann, außer das er nicht philatelistisch motiviert ist, da die Empfängerin gar nichts mit Briefmarken am Hut hat.
Die eine Marke ist wie bei einem Plusbrief aufgedruckt bei der anderen Marke handelt es sich um eine Art "Dreierstreifen", bei dem aber links und rechtsseitig lediglich eine Motivmarke vorhanden ist.


Viele Grüße
Carsten
@ eifelsammler [#58]
Hallo Carsten,
auf die Schnelle kann ich nur sagen, dass der Brief aus der Millionenstadt Chongqing = 重庆 kommt.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
heute ein Brief aus der Zeit der Kulturrevolution in China:

Oben links steht ein Spruch von Mao Tse-tung:
毛主席语录 = Worte des Vorsitzenden Mao
没有一个人民的军队,便没有人民的一切 = ohne die Volksarmee hat das Volk nichts
Der Briefpartner meines Vaters schreibt zu dem Brief:
Aufgegeben wurde er am 28.04.1970 in Xijin (= 西津) im autonomen Gebiet Guangxi. Die Marke steht auf dem Kopf. Das ist selten, denn es war während der Kulturrevolution verboten, man sah es als eine konterrevolutionäre Handlung an.
Der Brief ist adressiert an die Fabrik für Nähmaschinennadeln Dongfanghong in Shanghai. Absender ist die Gastwirtschaft Sintego des Xinjina-Büros in Hengxian (Guangxi). Auf der Rückseite steht, dass im Brief ein Werbeprospekt der Nähmaschinennadel-Fabrik ist.

Im Stempel sind oben vier Zeichen. Die ersten beiden sind 广西 = Guangxi. Die beiden anderen kann ich nicht erkennen.
Unten steht 西津 = Xijin. Was der Text dahinter bedeutet ist mir schleierhaft. Es sieht aus wie "SIbCINb". Dabei wäre Groß- und Kleinschreibung gemischt. Das dritte Zeichen sieht andererseits wie der kyrillische Buchstabe "Ъ" aus. Im Kyrillischen gibt es aber jeweils ähnliche Buchstaben, nur ein "N" gibt es nicht. Kann einer von Euch etwas zu dem Stempel sagen?
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#60]
Hallo Volkmar,
im autonomen Gebiet Guangxi wird amtlich auch die Zhuang-Sprache gesprochen und geschrieben. Hat etwas Ähnlichkeit mit dem Vietnamesischen, dessen Grenzen an das Guangxi-Gebiet anstossen.
Hier den Link zu Infos über die Zhuang-Sprache/Schrift:
https://de.wikipedia.org/wiki/Zhuang_(Sprache)#Schrift
Vielleicht hilft Dir dies weiter.
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
@ merkuria [#61]
Hallo Jaques,
das dürfte es vermutlich sein. Von dieser Schrift hatte ich noch nichts gehört, aber dort gibt es alle entsprechenden Zeichen.
Mit Zeichen der 1957 eingeführten phonetischen Zhuang-Schrift dürfte unten rechts im Stempel "SIƄ CINƄ " stehen. Vermutlich ist es der Ortsname Xijin in der Zhuang-Schrift. Das phonetische Zeichen "Ƅ " wird seit 1986 als "H" geschrieben. Der Ortsname müsste also seit 1986 "SIHCINH" geschrieben werden.
Wenn ich "SIHCINH" ins Internet eingebe, so bekomme ich zwar einige Meldungen, sie helfen aber nicht weiter.
Viele Grüße
Volkmar
@ merkuria [#61]
Hallo Jacques,
nachdem ich im Internet einen entsprechenden Stempel gefunden habe, sind alle Zeichen im Stempel geklärt.
Oben steht: 广西 横县. Die ersten beiden Zeichen sind 广西 = Guangxi. Dahinter folgt der Stadtbezirk in dem das Postamt liegt. Es ist 横县 = Heng County bzw. Hengxian. Die bezirksfreie Stadt Nanning setzt sich aus sieben Stadtbezirken und fünf Kreisen zusammen, Heng County ist einer der Kreise.
Unten steht bei diesen Stempeln der Name des Ortes Xijin in Chinesisch = 西津 und in der Zhuang-Schrift = SIƄ CINƄ . Das phonetische Zeichen "Ƅ " wird mitgeschrieben.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#63]
Freut mich aufrichtig, dass Du mit dem Zhuang-Schrift-Link wirklich etwas anfangen konntest! Ich bewundere Deine Geduld beim Erforschen solcher Gebiete!
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
Hallo zusammen,
an dieser Stelle eine kleine Erklärung dazu, wieso mich China philatelistisch interessiert: Dora Matzat, die Schwester meines Großvaters, ist Ende 1922 als Frau eines Missionars nach China gegangen. Willy Matzat übernahm die Missionsstation von Tsimo (ca. 45 km nördlich von Tsingtau). Hier ein Brief von ihm:

Willy Matzat ist für die Berliner Mission nach China gegangen. Durch die Inflation hatte die Berliner Mission aber nicht genügend Geld und so wurde Tsimo an die Amerikaner verkauft. Daher steht im Absender "Amerikanisch Lutherische Mission". Es ist der einzige Beleg in meiner Sammlung, der von Matzats in Tsimo aufgegeben wurde. Leider ist die Marke beschädigt.
Viele Grüße
Volkmar
Auch eine Art Plusbrief mit Zusatzfrankatur !
Hier einige Briefe aus China.

Gruß Joachim
Und ein paar Ganzsachen.


Viele Grüße Joachim
Der Brief aus China wurde in Nanjing aufgegeben. Frankiert war er mit 5 x 2 Cents, ein Päarchen und ein Dreierstreifen. Rückseitig lässt sich der Leitweg leicht ablesen: Hankau, Peking - er wurde dann dem französischem Postamt in Peking übergeben. Ankunftsstempel Remich (Luxemburg) vom 17. November 1910. Mit etwa 3 Wochen Laufzeit war er vergleichsweise schnell in Luxemburg.
Beste Grüsse!
Lars

@ Lars Boettger [#70]
Gratuliere Lars,
den brauchst Du doch nicht wirklich - oder?
meint DiDi
@ Lars Boettger [#70]
Hallo Lars,
ein sehr schöner Brief; danke für's Zeigen. Übrigens, bevor ich hier im Forum auf Lulu, DiDi und dich und eure Sammlungen gestoßen bin, hatte ich mir nicht vorstellen können, dass schon in alter Zeit so viele Postsendungen in das doch sehr kleine Luxemburg gelaufen sind.
Viele Grüße
Ingo
@ Mondorff [#71]
Salut Didi,
ja und nein. Ich habe ihn momentan in meiner Stempelsammlung einsortiert. Ich kann mich aber auch gerne davon trennen.
@ Cantus [#72]
Salut Ingo,
manchmal hilft hier der Zufall. Die Briefe und Postkarten der letzten Tage kamen aus einem originären "Dachbodenfund". Ein Dachdecker besuchte unser monatliches Vereinstreffen in Trier und brachte eine Schachtel voll von Karten und Briefen mit. Er hatte sie beim Abriss von Häusern in Luxemburg gefunden. Ich konnte ein paar interessante Stücke erwerben. Dazu gehört u.a. ein vollständiges Plakat zur Versteigerung eines Nachlasses, beklebt mit 2 Briefmarken à 15 Centimes der Steuermarken "Timbre de Dimension". So etwas erhält man nicht alle Tage.
Beste Grüße!
Lars
Anbei eine Paketkarte vom 29.07.1950 aus Nordost China von Yabuli (亞布力, früher 牙不力), die es ein wenig in sich hat.
Die Paketkarte zeigt u.a. für die Nordost Paketmarke:
1.) Dass das Ausgabedatum im Michel inkorrekt ist (war ca. Mitte 1950 nicht 1951)
2.) Dass die Marken auch echt gebraucht existieren (können)
Schlussendlich (jetzt aber ein wenig Spekulativ), lässt die Karte auch die ungezähnten Marken der Ausgabe im etwas anderen Licht erscheinen, wurden die doch auf abweichendem Papier gedruckt. Hier muss noch weiter geforscht werden. Ich stufe die momentan noch (nur) als nicht verausgabt ein.

Die Paketkarten wurde immer zweigeteilt, eine Hälfte verblieb beim Einlieferer von der Sendung.
Hallo zusammen,
diesen Brief habe ich zwar an einer anderen Stelle schon gezeigt, dort ging es aber nicht um China. Deshalb der Brief noch einmal bei diesem Thema:

Es ist ein Ortseinschreibebrief an den Tauschpartner meines Vaters innerhalb von Nanjing. Der Ankunftsstempel ist leider kaum zu erkennen. In China wurden damals Einschreibestempel und Einschreibezettel gleichwertig benutzt.

Links steht Einschreiben: 挂号
Unten ist die Angabe des Ortes: 南京 = Nanjing, 24支 = Postamt Nr. 24
Oben steht 第 64 号 = Nr. 64
Freigemacht ist der Brief mit einem achteckigen Gebühr bezahlt Stempel.

国 内 = innerhalb des Landes
邮资已付 = frankiert
1985.8.6 = 06.08.1985
南京 = Nanjing
北京路(支)= Postamt Peking Strasse
Das Zeichen in der Klammer ist vermutlich "支". Es steht wie beim Einschreibestempel immer für das Postamt.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo im Forum,
ich melde mich heute mal als Neuling auf dieser Ebene.
Bei der Neuordnung meiner Ganzsachen fand ich diese Belege. Kann sie mir jemand "erklären"? Bin kein China-Experte.
Vielen Dank und schönes Wochenende aus Sachsen von Norbi
Hallo,
als Ergänzung zum vorigen Beitrag hier noch ein Beleg, der mit China etwas zu tun hat.
Viele Grüße
Norbi
Schade, dass es keine Meinungen gibt. Aber wahrscheinlich ist der Beleg zu "gewöhnlich".
Viele Grüße ins Forum
Norbi
@ Norbi [#77]
Hallo Norbi,
daß noch keine Antwort gekommen ist, liegt nach meiner Meinung daran, daß die Frage zu generell gestellt ist.
Wenn Du nach den Marken oder den Stempeln oder dem Absender gefragt hättest, wären Antworten gekommen.
Mein Senf: Es sind nette Briefe, mit denen man sich Stunden um Stunden beschäftigen kann. Ich habe dafür nicht die Zeit. Auch liegen meine Chinesisch-Kenntnisse seit Jahrzehnten brach.
Hab' noch etwas Geduld!
Schöne Sammlergrüße von
Heinrich
@ Norbi [#77]
Da jeweils der Adressenraum unten rechts abgedeckt ist, kann man nicht sehen, ob diese beiden Umschläge adressiert oder gar gelaufen sind.
Die Entwertungsstempel sind die gängigen zweisprachigen Typen von Tsinan, einer Großstadt in Shantung. Das Datum (Juli 1913) hat ein Nicht-Chinese handschriftlich in der Stempelmitte (Platz des Datenstegs) eingetragen. Keine Notmaßnahme, sondern wohl ein Versehen am Schalter beim Einholen einer Gefälligkeitsentwertung.
Der rote senkrechte L1 auf dem Umschlag wiederholt die Absenderangabe, die sich bereits im Umschlageindruck o. l. befindet.
Das verklebte Porto = Inlandsbrief Grundstufe.
ebay-Ware.
@ Norbi [#78]
Es ist eine sog. "7-Länderkarte", ein philatelistisches Souvenir mit Marken/Stempeln der verschiedenen an einem chinesischen Ort vertretenen Auslandspostämter. Da die Auslandspostämter i. d. R. im Ausländerviertel/Hafen und nahe beieinander gelegen waren, konnte man sie auch selbst abklappern. Örtliche Kuriosahändler hielten so etwas aber für eilige Reisende (inkl. Seeleute)bereit. Wenn die Stücke wirklich gelaufen sind, ist das Datum des Aufgabestempels natürlich (teils Monate) später als das der diversen anderen Marken.
Ab 6 verschiedenen 'verklebten Ländern' wird es ungewöhnlich, Dazu noch Aufgabe als Einschreiben.
Würde ich auf einer regulären Auktion mit 150.- bis 200.- Euro Startpreis ansetzen und mich überraschen lassen.
***
Hinweis: Einige Philaseitenschreiber sind noch nicht in Rente. Und daher nicht täglich hier.
Selbstverständlich kann auch eine tagesaktuelle Antwort erfolgen. Wenn das Honorar im Voraus in Gold mit einer gesicherten Kutsche zum Philaseitenpalast gebracht wird.
@ Norbi [#79]
Hallo,
auf den 1. Blick erscheint es, als wäre es eine nette 7-Länder-Frankatur. Solche gemachten Belege waren damals wohl bei einigen recht interessant. Wenn mann sich andere Belege in der Art anschaut, dann sind die Marken sauber montiert und mit deutlicheren Stempeln versehen.
Schaut man sich hier allein den Bereich der 1-Kop.-Marke und darüber die 2-Cent Hongkong an, dann muss dort ehemals etwas anderes vorhanden gewesen sein. Papierreste vom Abriss sind unschwer zu erkennen. Davon ausgehend ist die 1-Kop.-Marke der Russischen Post in China nachträglich ersatzweise montiert worden, wobei ein auf diesem Beleg fehlender Stempelübergang von dieser Marke in Gänze nicht vorhanden ist.
Die luschige Montage der 2-Cent-Hongkong widerspricht dem eigentlichen Konzept einer solchen Belegerstellung, denn sie ist über die Belegkanten angebracht und oben deutlich eingerissen, aus welchen Gründen auch immer. Über den langen Zeitraum zwischen der Stempelsammelei in Shanghai (August 1903) und Aufgabe in Kiautschau(später Oktober 1903) ist müssig zu spekulieren. Kann eine heikle Geschichte sein, so einen manipulierten Beleg einschätzen zu müssen.
MfG
oldebuche1945
Danke an das Forum.
mfG Norbi
@ volkimal [#76]
Nein, das Zeichen 支 bedeutet "Zweig, Filiale" (branch... sub...). Also Zweigpostamt 24.
Hat mit Einschreiben nichts zu tun.
Am Gebühr-bezahlt Ra. 1 kann man wie berichtet sehen, das Nanking-Zweigpostamt 24 in der Pekingstraße war.
Für R- und Datenstempel ist so eine Ortsangabe oft zu lang, so daß man sich auf die Zweig (Nr.).. beschränkt.
Anbei ein interessanter Nord China Brief (Einschreiben / Rückschein, Empfänger war aber verzogen und wurde retourniert):
Absende-Stempel: 18.. February 1949, Pingshun(平順), Shanxi(山西)
Ankunftsstempel: 24. February 1949, Zhengding(正定),Hebei(河北)
Ankunftsstempel (retourniert):7. März 1949, Pingshun(平順),Shanxi(山西)
Hallo,
nachstehend ein hübsch frankierter Luftpost-R-Brief vom 31.12.1978 aus Wuhan nach Taunusstein bei Wiesbaden.

MfG
Markus
Hallo zusammen,
diesen Inlandsbrief habe ich irgendwann für meine Sammlung "Schrift" mitgenommen, da auf der Marke Blindenschrift abgebildet ist.

Die Stempel sind leider sehr schlecht abgeschlagen. Dennoch glaube ich, dass ich beide Orte erkennen kann:

Der Brief wurde am 24.04.1986 in der Stadt Shenzhen (深圳) in der Provinz Guangdong (广东) aufgegeben. Der Name der Provinz ist oben, der Ort unten im Stempel. Beim Ankunftsstempel ist auffällig, dass die Stadt 51 Postämter hat. Es muss sich also um eine sehr große Stadt handeln. In der Liste der 10 größten Städte in der Volksrepublik wurde ich gleich an erster Stelle fündig. Der Brief geht nach Shanghai (上海).
Viele Grüße
Volkmar
Anbei eine sehr seltene Paketkarte aus Ost China.
Es wurden 47.000 元 für ein 10 kg Paket bezahlt (pro kg 4.700 元). Verklebt wurden 23 x 2.000 元 und 1 x 1.000元. Stempel auf Marken (und vorderseitig): 03. März 1950: Haimen (海門), Jiangsu (江蘇), Ankunfststempel rückseitig: 26. März 1950: Sanyangkeng (三陽坑), Anhui (安徽)
Von mir heute ein moderner Ganzsachenumschlag in Übergröße, gelaufen mit diverser Zusatzfrankatur und vermutlich als Sammlerbrief am 18.2.2010 per Einschreiben nach Potadam.


Viele Grüße
Ingo
@ volkimal [#88]
Sehr schön, ich "stehe" auf chinesische Inlandsbriefe. ;-)
In der Liste der 10 größten Städte in der Volksrepublik wurde ich gleich an erster Stelle fündig. Der Brief geht nach Shanghai (上海).
Stimmt, aber soweit hättest Du nicht gehen müssen. ;-) Shanghai "上海" steht ja auch ganz oben links, als allererstens in der Anschrift. Die Chinesen schlüsseln ihre Adressen bekanntlich genau andersherum als wie wie, d.h. vom "Größten zum Kleinsten".
Gruß
Thomas
Hallo zusammen,
heute möchte ich dieses Thema wieder einmal aufgreifen. In China wurden Einschreibezettel und Einschreibestempel gleichwertig benutzt. Im Beitrag [#76] habe ich Brief mit einem Einschreibestempel aus Nanjing vorgestellt. Heute folgt ein Einschreibezettel:

Eingeschriebene Postsache aus Nanjing. Die vier Zeichen oben rechts bedeuten: 邮电 = Post und Fernmeldewesen, 公事 = Dienstsache.
Der Absender ist in grün eingedruckt. 南京邮政局 = Nanjing Post. Die 210000 ist die Postleitzahl.
Leider ist das Datum des Stempels aus Nanjing auf der Rückseite nicht erkennbar. Ich vermute, dass es ein Ankunftsstempel ist. Da ich die chinesische Handschrift aber nicht lesen kann, bin ich mir dabei nicht sicher.
Viele Grüße
Volkmar

China soll sich ja einer Beliebtheit erfreuen. Hier ein Paket, von dem ich mal wenigestens eine kleine Ecke gerettet hatte. Mit einem Bogenstück und wohl auch einer Bogennummer.
Ist dieses Stück etwas wert?
Gruß
Andreas
Hallo,
aus dem Jahr 1930 ein Brief aus China nach Schwenningen an die Uhrenfabrik Mauthe, Ankunftstempel vom 13.02.1930.
Gruß
Manne
Hallo zusammen,
diese Weihnachtsklappkarte stammt von dem Esperanto-Tauschpartner meines Vaters aus China:

Wie man unten links lesen kann, wurde die Karte von der Post herausgegeben. Die "Weihnachtsmarke" oben rechts wurde gestempelt, obwohl sie keine Frankaturkraft hatte.
Abgestempelt wurde die Klappkarte im Stadtbezirk Gulou = 鼓楼
Ich wünsche Euch 圣诞快乐 = Frohe Weihnachten
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
ich mache noch einmal weiter mit einem zweisprachigen Stempel Esperanto/Chinesisch:

Der Stempel befindet sich auf einer Ganzsache zum Jahr des Hasen 1987. Nett finde ich die drei Hasen mit den drei Ohren als Wertstempel. Ich kenne das Dreihasenbild zum Beispiel von einem Fenster am Paderborner Dom. Laut Wikipedia taucht das Dreihasenbild an verschiedenen Orten und in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt auf. Seine ursprüngliche Bedeutung ist nicht klar. Siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Dreihasenbild

Zum Stempel: Oben steht in der zweiten Zeile in Esperanto: "La 21-a monda postaggo" = Die 21. Weltmeisterschaft.
In der Zeile darüber steht im Prinzip dasselbe in Chinesisch: 第 21 届世界杯政日. Die Übersetzer liefern:
第 21 = Der 21.
届 = Konferenz, Sitzung
世界杯 = Weltmeisterschaft
政日 = politischer Tag oder Regierungstag
Der Stempel vom 09.10.1990 kommt aus 中国 = China und zwar aus 南京 = Nanjing.
In der Mitte ist das Logo des Weltpostvereins. Den Text unten konnte ich bisher nicht entziffern. Insgesamt gibt mir der Stempel noch einige Rätsel auf.
- Um was für eine Veranstaltung bzw. Weltmeisterschaft handelt es sich überhaupt?
- Was hat die Veranstaltung mit Esperanto zu tun?
- Was steht in der untersten Zeile.
Ich bin gespannt, ob ihr mir weiterhelfen könnt.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
bei diesem Brief an meinen Vater aus Nanjing ist mir vor allem der Stempel "SURFACE" aufgefallen. Den hatte ich vorher noch nie gesehen.

Als Übersetzung habe ich gefunden:
水陆 = zu Land und zu Wasser
搭载 = befördern (evtl. erstes Zeichen davon - ich bin mir aber nicht sicher)
Der Brief sollte also nicht per Luftpost sondern auf dem langsameren See- oder Landweg befördert werden.
Viele Grüße
Volkmar
Lieber Volkmar,
Du liegst richtig mit Deiner Vermutung, dass dieser Brief aufgrund der Frankatur für die Seewegbeförderung vorgesehen war. Hier die Taxierung:
Gebührenverordnung vom 01.09.1994 - 30.11.1996
Brief bis 20g Ausland = 220 Fen
Einschreibegebühr = 450 Fen = Total 670 Fen
Frankiert wurden 680 Fen (wahrscheinlich keine passenden Marken zur Hand).
Bei einer Beförderung mit Luftpost wären bis 10 g zusätzliche 70 Fen, bis 20 g zusätzliche 140 Fen fällig geworden!
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
@ merkuria [#99]
Hallo Jacques,
vielen Dank für die Ergänzung der Portosätze. Die Informationen habe ich nicht.
Viele Grüße
Volkmar
Heute nur was Unspektakuläres aus meiner Bedarfspostkiste. Radio Peking hat mir geschrieben. Wenn ich es richtig sehe, ist das ein Drucksachen-Porto mit Luftpost.
Gruß
Uwe
Hallo zusammen,
ein Ganzsachenumschlag zum 71. Welt-Esperantokongress vom 26.07. - 02.08.1986 in Peking. Der Esperanto-Bekannte schickte den Umschlag aber erst am 27.03.1988 an meinen Vater.

71. Welt-Esperantokongress = 第七十一届国际世界语大会 = 71a Universala Kongreso de Esperanto
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
heute ein Ganzsachenumschlag als eingeschriebene Drucksache aus Nanjing = 南京 nach Deutschland:

Abgestempelt am 30.11.1996 beim Postamt im Bezirk Xinjiekou = 新街口. Von der eingedruckten Marke her vermute ich, dass es ein Ganzsachenumschlag zum Jahr des Schweines (1995) ist. Ob der Luftpostbrief portogerecht ist oder nicht kann ich nicht sagen.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo,
ein Sammlerkollege zeigte mir vor kurzem das im Bild gezeigte Stück, bei welchem "1880 China" dabei steht. Er würde gern wissen, ob dieser Beleg etwas Postalisches ist. Dabei sind noch ca. 10 japanische Marken.
Da wir weit und breit keinen China-Sammler kennen, der ihm weiterhelfen könnte, habe ich vorgeschlagen, es mal über die Philaseiten zu probieren.
Ist das was Philatelistisches? Falls ja, kann man einen ungefähren Wert sagen?
Oder wo könnte er sich noch erkundigen?

Schon jetzt vielen Dank für eure Hilfe.
Viele Grüße
Willi
@ Todtnau [#105]
Es ist nichts philatelistisches.
Es handelt sich um japanisches Clangeld, im Umlauf 1866/72.
Die sind beidseitig bedruckt, in Silberwährung (steht auf der Rückseite, hier nicht abgebildet). Üblicherweise sind es 1 momme (3.75 g).
Die Vorderseite teilt mit, daß es sich um eine Ausgabestelle in der Provinz Yamato (rund um die Stadt Kyoto) handelt.
Vollständige Scheine (beide Seiten mit Trägerpappe) werden so um 10-15 Euro je nach Seltenheit gehandelt.
Brief aus dem Jahre 1938 von China nach Meran,auf der Rückseite sehe ich einen Stempel aus Hongkong, vielleicht kann mich jemand darüber aufklären, was es damit auf sich hat.


Grüße
Ivo
@ fogerty [#107]
Hallo Ivo,
der Brief ist am 25.11.27 (Minguo-Kalender) = 25.11.1938 AD beim Postamt "Canton S.O. No. 4" aufgegeben worden. Die Erklärung zu den Stempeldaten und zum Hongkong-Stempel findest Du in meinem Beitrag [1].
Viele Grüße
Volkmar
[1]
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=108085
@ fogerty [#107]
Hallo Ivo,
Dein Luftpostbrief bis 10 g wurde aufgegeben am 25.11.1938 in Canton (heute Guangzhou) und mit der 1924 gegründeten britischen Luftfahrtgesellschaft Imperial Airways [1] befördert, deren Streckennetz ab Hongkong zur Verfügung stand.
Der Brief ist jedenfalls korrekt frankiert gemäss chinesischer Post-Gebührenverordnung vom 1.2.1936 - 30.8.1939:
Auslandsbrief bis 20g 0.25 CNC$
Luftpostgebühr Imperial Airways je 5g 0.45 CNC$
Weitere 5g 0.45 CNC$
Total 1.15 CNC$
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Imperial_Airways
@ merkuria [#109]
Mille grazie euch beiden für diese Auskünfte.
Grüße
Ivo
Ansichtskarte aus Peking 20.09.2004 nach Wrexham, Wales.


Dieter
@ Fips002 [#112]
Hallo Dieter,
das Stempeldatum bei den chinesischen Stempeln ist häufig - so wie bei deiner Karte - in der Form Jahr/Monat/Tag/Zeit angegeben.
Der Stempel ist also vom 01.04.2009 20 Uhr.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#113]
Hallo Volkmar,
danke für das richtige Datum, wieder etwas dazu gelernt.
Gruß Dieter
Hallo zusammen,
es geht weiter mit einem zweisprachigen Stempel Chinesisch/Uigurisch aus dem autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten der Volksrepublik:

Dank der Postleitzahl 832200 lässt sich der Ort leicht finden. Die Karte kommt aus Manas. Oben im Stempel stehen 新疆 = Xinjiang (Provinz) und 玛纳斯 = Manas (Ort). Unten ist zunächst der Ortsname in Uigurisch angegeben ماناس = Manas. Es folgt 头宫(代). Mit 头宫 ist vermutlich der große Buddha-Tempel in Manas gemeint. Er befindet sich ca. 2 km vom Stadtzentrum entfernt. Im Internet ist allerdings kein Postamt in der Nähe des Tempels verzeichnet.
Viele Grüße
Volkmar
Ich habe eine ungelaufene Postkarte, die möglicherweise in China verausgabt worden ist, ich bin mir da aber nicht sicher.

Wer weiß mehr?
Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#116]
Hallo Ingo,
es handelt sich um eine Postkarte aus China Taiwan. In der zweiten Zeile unter der Marke steht in chinesischen Ziffern "78 Jahr 10 Monat". Zur Jahreszahl nach dem Minguo-Kalender musst du 1911 addieren. Somit kommt die Karte aus dem Jahr 1989.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#117]
Hallo Volkmar,
vielen Dank für die nähere Bestimmung. Leider kann ich mit den ostasiatischen Schriftzeichen immer wenig anfangen und ich glaube auch nicht, dass sich in meinem Alter und angesichts der vielen anderen Aufgaben, die ich irgendwie meistern muss, daran etwas ändern wird.
Viele Grüße
Ingo
Hallo zusammen,
es folgt die letzte Karte mit einem zweisprachigen Stempel Chinesisch/Uigurisch:

Ganzsachenpostkarte zu 40 fen mit 20 Fen Zusatzfrankatur. Die Karte wurde am 04.05.2001 in Gulja im autonomen Gebiet Xinjiang aufgegeben.

Oben im Stempel:
新疆 = Xinjiang (Provinz)
伊宁= Gulja (Ort)
Unten im Stempel:
غۇلجا (Uigurisch) = Gulja (Ort)
解放路 = Jiefang Straße
Zum roten Stempel kann ich nichts sagen.
Die Postkarte ging nach Shanghai, Postleitzahl 200023:

上海 = Shanghai
丽园路 = Liyuan Straße
Der Stempel kommt vom Liyuan Road Post Branch Bureau, 丽园路邮政支局, 197 Luban Rd, Da Pu Qiao, Huangpu Qu, Shanghai Shi, China, 200023.
Was für eine Bewandnis es mit dem kleinen roten Stempel mit den zwei Schriftzeichen hat weiß ich ebenfalls nicht.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
von mir heute zwei großformatige Ganzsachen-Umschläge.

Ganzsachen-Umschlag 22,8 cm x 16,1 cm zu 2,40 元 (Yuan) aus dem Jahr 2009. Unten links ist in orange das sogenannte "Vogelnest", das Nationalstadion in Peking, abgebildet. Darüber steht der Slogan der olypischen Sommerspiele 2008: "同一个世界 同一个梦想" = "Eine Welt, ein Traum".

Den Umschlag an meinen Vater hat sein Esperantopartner am 08.12.2013 in Nanjing (南京) beim Postamt in der Zhongshan North road (中山北路) aufgegeben. Ich vermute, dass die Nummer auf der Rückseite eine fortlaufende Nummer ist. Kann das jemand bestätigen?

Ganzsachen-Umschlag 27,5 cm x 16,5 cm zu 9 Yuan aus dem Jahr 2012. Das Motiv unten links ist durch die aufgeklebten Briefmarken nicht zu erkennen. Die eingedruckte Briefmarke zeigt - wenn ich es richtig erkenne - chinesische Puppenspieler.

Der Brief an mich wurde am 01.12.2014 in Wuhan = 武汉 beim 花桥 = Huaqiao Post Brunch Bureau (Postal Savings Bank of China) aufgegeben.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
heute mal eine auch nicht so häufig zu findende Postkarte aus dem Jahre 1959.
Der Schreiber besuchte damals die Canton Fair, eine Wirtschaftsmesse, und schrieb von dort eine Postkarte nach Deutschland. Canton, auch Kanton, heißt heute Guangzhou.
Hier die Karte von beiden Seiten:

Viele Grüße,
Peter
Hallo Sammlerfreunde,
ein Luftpostbrief von Shanghai nach Grimentz (Schweiz). Leitwegvermerk via Czechoslovakia.
Der Brief wurde mit insgesamt 9000 Fen frankiert. Das Aufgabedatum kann ich leider nicht entziffern.
War der Leitweg über die Tschechoslowakei üblich?
Wann wurde der Brief aufgegeben?
Wie setzen sich die Portogebühren zusammen?
Bitte um eure Hilfe.
Liebe Grüße
Franz
@ Franz88 [#122]
Hallo Franz,
ich kann nur das Aufgabedatum erkennen. Im Stempel steht "51 10 3 / 19". Das Datum ist ist in der Reihenfolge "Jahr, Monat, Tag / Uhrzeit" angegeben. Der Brief ist also vom 3.10.1951 19 Uhr.
Die anderen Fragen kann ich leider nicht beantworten.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#123]
Hallo Volkmar,
vielen herzlichen Dank für deine Info.
Damit hast du mir sehr geholfen. Super!
Liebe Grüße
Franz
@ Franz88 [#122]
"Der Brief wurde mit insgesamt 9000 Fen frankiert."
Mit 9000 Yuan (nicht Fen). Porto stimmt ($2500 für Brief + $6500 Luftpostzuschlag).
@ Franz88 [#122]
Datum 51.10.3 wurde schon erläutert.
Laufweg via CSR in die Schweiz damals normal.
Verklebt gesamt $9000 alte Währung
Das Porto für einen Luftpostbrief Ausland (nicht Asien) je 10 g war aber $13.000 Zeitraum 1950.8.16-1952.4.30 ($2.500 Landweg bis 20g + 10.500 L-Zuschlag je 10 g)
Der Brief wäre also unterfrankiert und durchgeschlüpft?
Der von Schwämmchen genannte Zuschlag $6500 war m. W. für Asien.
"Der von Schwämmchen genannte Zuschlag $6500 war m. W. für Asien."
Ich denke es bezog sich da nicht nur auf das Ziel, sondern es war auch der Luftpost-Tarif bei einem Leitweg durch kommunistische Bruderstaaten.
@ Schwämmchen² [#125]
@ ligneN [#126]
Hallo Schwämmchen², hallo ligneN,
vielen herzlichen Dank für eure Infos.
Damit sind alle meine Fragen beantwortet. Super!
Liebe Grüße
Franz
@ Schwämmchen² [#127]
Hallo,
habe das jetzt mal nachgeschlagen.
Dieser reduzierte L-Zuschlag für Auslandspost in oder über sozialistische Bruderstaaten bestand vom 16.8.1950 bis 31.12.1976.
Daher ist der Leitvermerk "via CSR" nicht nur häufig, sondern auch portorelevant.
Hallo Sammlerfreunde,
ein Reko-Flugpostbrief von Shanghai nach Zagreb (Jugoslawien). Das Aufgabedatum kann ich leider nicht entziffern.
Ankunftsdatum ZAGREB 5.6.1947.
Der Brief wurde mit insgesamt 6007 Yuan frankiert.
Liebe Grüße
Franz

@ Franz88 [#130]
Hallo Franz,
der Brief wurde vermutlich am 19.5.1947 aufgegeben. Monat und Jahr sind beim Stempel aus Shanghai klar zu erkennen, der Tag ist vermutlich richtig. Ganz rechts neben dem Strich steht die Uhrzeit (nicht klar zu erkennen).
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#131]
Hallo Volkmar,
vielen herzlichen Dank für deine Info.
Jetzt kann ich den Brief gut beschreiben.
Liebe Grüße
Franz
Nordost China, Inlandsbrief von Jiamusi (佳木斯), 24 Mai 1947 nach Harbin (哈爾濱).
Frankiert mit $30 für Einschreiben ($10 Standardgebühr + $20 Einschreiben).

@ Franz88 [#130]
Der Brief (Annahme bis 10g) wurde vermutlich am 19.5.1947 aufgegeben. Ankunft Zagreb 5.6.1947.
Die Währung in dieser Zeitepoche war der CNC$ (China National Currency $).
Die Frankatur beträgt 6‘700 CNC$ und nicht 6‘007 wie angenommen. Die beiden Marken mit Aufdruck haben einmal 500 und einmal 200 CNC$ - Aufdrucke!
Somit gilt die Postgebührenverordnung vom
1. März 1947 - 12. Oktober 1947
und die Luftpostgebührenverordnung BOAC vom
10. März 1947 – 30. Juni 1947
Brief bis 20g ..……………= 1‘100 CNC$
Einschreibegebühr……… = 1‘600 CNC$
Luftpostgebühr BOAC 5g = 1‘900 CNC$
Weitere 5 g ………………= 1‘900 CNC$
Dies ergibt total 6‘500 CNC$ . Weshalb 200 CNC$ zuviel frankiert wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.
Für weitere Währungsangaben und Portoaufschlüsselungen von China-Briefen verweise ich auf [1].
Grüsse aus der Schweiz
Jacques
[1]
https://www.philaseiten.de/thema/7421
@ merkuria [#134]
Hallo Jacques,
vielen Dank für deine ausführliche Info. Damit hast du mir sehr geholfen.
Liebe Grüße aus Österreich
Franz
Aus
ChengDu in der Provinz
Sichuan kommt dieser Umschlag, versandt am 13. August 2020.

Seit Oktober 2015 existiert eine wöchentliche Containerzug-Verbindung zwischen ChenDu und Nürnberg, seit 2018 zwei Mal pro Woche.
Eine hübsch-bunt frankierte Luftpost/Drucksachen-Sendung von Radio Peking (北京广播电台) aus den Jahr 1979 nach Deutschland.

Das verklebte Gesamtporto beträgt insgesamt 100 分 (100 Fēn), d.h. 1 Yuán; entwertet per Handstempel aus Beijing vom "Postamt" 23
北京 / 8 / 23 (支) vom 22.12.1979.
Beste Grüße
Thomas
Ganz aktuell eingetroffen Ganzsache mit Zusatzmarke - 2016
Asien Internationale Briefmarken Ausstellung

Mi.-Nr. 4852 aus Block 224
Man beachte den Zusatz im Absender-Aufkleber
PLEASE DON' T BEND - Ob das ein Zusteller liest ?
Ich wünsche einen schönen Tag
Günther
Hier ein Luftpostbrief vom 29.01.1990 als Ganzsache mit Zusatzfrankatur auf der Rückseite von Yu Chien Hua nach Bremen bzw. Münster. Bin mir nicht sicher ob es überhaupt eine Ganzsache ist.


Schönen Gruß
Sepp
@ Briefuhu [#139]
Die Illustration oben rechts enthält weder Wertangabe noch Angabe von Staat/Postverwaltung, sondern nur einen Text "Gedenkausgabe zum Neuen Jahr" und "1985". Unten links sieht man die 12 Tierkreiszeichen im Mondkalender und im Zentrum den Ochsen.
Vermutlich also ein FDC-Umschlag für die 1985er Neujahrsmarke Mi-Nr. 1988 "Jahr des Ochsen". Als Briefhülle aufgebraucht. Herausgeber war wohl das "China Philatelic Publishing House" mit Logo auf der rückseitigen Umschlagklappe oben rechts.
@ ligneN [#140]
Danke für die Erklärung. Also doch keine Ganzsache.
Schönen Gruß
Sepp
Brief innerhalb Chinas gelaufen mit Stempel vom Ausgabetag der Marke.
24.03.1984 Mi. Nr. 1924 aus der Serie Gemälde Beautis with Flowers (Schönheiten mit Mandschurankranich)

Der Stempel darf gerne in die Datenbank eingestellt werden.
VG Klaus Peter
@ Ichschonwieder [#142]
Hallo Klaus Peter,
ich kann ihn gerne in die Datenbank einstellen.
Oben im Stempel steht: 中国绘画.唐.簪花仕女图 = Chinesische Malerei, Tang-Dynastie, Damen mit Haarnadeln
unten heißt es: 中国.上海 China Shanghai
Der Stempel unten links ist ebenfalls aus Shanghai.
Viele Grüße
Volkmar
Ja, ich habe in der Datenbank gesehen, dass Du und Thomas schon Stempel aus China eingestellt haben.
Kannst Du gern machen. Ich kann das auch nicht, diese Schriftzeichen dem Internet entlocken.
VG Klaus Peter
Hallo und einen guten Abend,
ich sitze an einem neuen Exponat und möchte auf dem Titelblatt die folgende Sonderganzsache zeigen:

Könnte mir jemand aus diesem Fachkreis sagen, um welche Sonderganzsache (Jahr des Stiers ?) es sich handelt.
Gibt es event. auch eine Katalognummer?
mit Dank in die Runde und
mit Sammlergruß
Werner
Hallo Werner,
das ist eine "Muster" - Postkarte (Specimen) einer geplanten chinesischen Postkarten-Ausgabe mit anhängender Losnummer.
Die Wertangabe der eingedruckten Marke hat links unten einen Schrägstrich, bedeutet Muster (keinen Wert).
Die Schriftzeichen waagerecht und senkrecht auf anhängendem Los bedeuten "Muster".
Stempel: Post Zhejiang Provinz
Gruß
limingerald
@ limingerald [#146]
Hallo,
und herzlichen Dank für die schnelle Hilfe !
mit Sammlergruß
Werner
@ HWS-NRW [#147]
Hallo Werner,
so sieht eine verausgabte Karte heute aus:

Gruß
limingerald
Ich habe hier in einer Kiste eine chinesische Ganzsache gefunden.
Darauf sind 5 chinesische Marken, eine russische, eine japanische und eine französische Marke verklebt. Außerdem trägt sie einen Stempel der "Kaiserlich deutschen Marine Post".
Wie kann so was zustande kommen?

Vielen Dank schon mal und schönes Wochenende
Peter
@ Kaesklepper [#149]
siehe unter diesem Thema mit Datum 10.02. bis 14.02.2017.
limingerald
@ limingerald [#150]
Hallo zusammen,
damit die Beiträge, die limigerald meint, etwas leichter zu finden sind - hier ist der Link [1].
Viele Grüße
Volkmar
[1]
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=145202#M78
Hallo,
ich zeige einen LP-R-Brief der Botschaft des Kaiserreichs Iran in Peking nach Stuttgart. Frankiert ist der Brief mit einer MiF der der Mi. 1091, 1101 und 1149.

Gruß
Hubert
Hallo,
ich habe noch einen LP-Brief, diesmal von der Botschaft des - damals noch existenten - Königreichs Kambodscha nach Stuttgart mit einer EF der Mi. 989.

Gruß
Hubert
Hallo zusammen,
eine Neujahrskarte aus der Voksrepublik China zum Jahr des Büffels 1997:

Die Ganzsache ist gleichzeitig ein Los einer Lotterie. Um was für eine Lotterie es sich handelt, kann ich aber nicht sagen.

Ursprünglich hatte die Briefmarke einen Wert von 15 Cent. Die Karte wurde zum Preis von 80 Cent verkauft. Unten rechts am abtrennbaren Losteil steht: 邮电部发行 定价0,80元 = Herausgegeben vom Ministerium für Post und Telekommunikation, Preis 0,80 Yuan.
Durch den violetten elliptischen Aufdruck wurden beide Werte geändert: 邮资改作40分 = Das Porto wurde auf 40 Cent geändert, 中国邮政 = Chinesische Post, 售价改作100分 = Der Verkaufspreis wurde auf 100 Cent geändert.
Der rote Maschinenstempel vom 28.01.1997 stammt aus 南昌 = Nanchang. Nanchang liegt zentral in der Volksrepublik China und ist die Hauptstadt der Provinz Jiangxi. Unten im Stempel steht: 平信 (筒取) 机1. Hierzu habe ich gefunden: 平信 = Standardbrief, (筒取) = Abholung/Mitnahme, 机 1 = Gerät/Apparat 1
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#155]
Diese Ganzsachen mit Anhang sind in China nicht ungewöhnlich, z.B. auch für Eintrittskarten etc, siehe das Thema "China: Privatganzsachen" [1]
Nicht Cent, sondern 分, d.h. Fen ;-)
Bei dem Stempel würde ich den Text 平信 unten (dort findet sich i.d.R. meist der Name der postalischen Entität), als Postamt/Abteilung für "Gewöhnliche Post" ansprechen, mit dem Zusatz 筒取 für die Unterabteilung/Schalter, vielleicht etwas in Richtung von "Postannahme". In Kombination 平信筒取 übersetzt Google es mit "Bringen Sie es per Briefkasten mit". Es ist aber durch () abgetrennt, also darf es
nicht zu wörtlich nehmen ;-)
Beste Grüße
Thomas
[1]
https://www.philaseiten.de/thema/6709
@ DL8AAM [#156]
Hallo Thomas,
danke für die Ergänzungen. Ja, die Übersetzung des Chinesischen ist immer eine Herausforderung.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
gestern erreichten mich drei Ganzsachen aus China, von denen ich die erste heute zeigen möchte:

Es handelt sich um eine Postkarten-Ausgabe mit anhängender Losnummer zum „Jahr der Ratte“ (07.02.2008 – 25.01.2009). Dementsprechend zeigt die eingedruckte Briefmarke eine Ratte. Für welche Lotterie die anhängende Losnummer bestimmt war, kann ich aber nicht sagen.
Die Karte wurde am 30.04.2008 in Ürümqi, der Hauptstadt des Uigurischen Autonomen Gebietes Xinjiang aufgegeben. Der Ankunftsstempel, ebenfalls aus Ürümqi wurde einen Tag später abgeschlagen. Die Uiguren haben eine eigene Sprache und Schrift. Dementsprechend sind die Ortsstempel zweisprachig Chinesisch/Uigurisch. Das Werbeklischee ist zweisprachig Chinesisch/Englisch. Insgesamt ist der Stempel also dreisprachig mit drei verschiedenen Schriften.

Beim Aufgabestempel handelt es sich um einen Handstempel mit nebenstehendem Werbeklischee zur Olympiade 2008 in Peking (Beijing). Die Abbildung zeigt die fünf Maskottchen zur Olympiade, die sogenannten Fuwa (Glückskinder).
Von links nach rechts sind im Stempel abgebildet: 福娃贝贝 = Fuwa Beibei, 福娃晶晶 = Fuwa Jingjing, 福娃欢欢 = Fuwa Huanhuan, 福娃迎迎 = Fuwa Yingying und 福娃妮妮 = Fuwa Nini.
Nimmt man jeweils eine Silbe des Namens, so ergibt sich der Satz „北京欢迎你“ oder „Beijing huanying ni“, was auf Chinesisch „Peking heißt dich willkommen“ bedeutet.
Über den Figuren steht: 同一个世界 · 同一个梦想 = one world one dream = Eine Welt, ein Traum.
Unter den Fuwa ist der Text: 纪念北京奥运会倒计时100天 臀邮票巡回展览 = Zum Gedenken an den 100-Tage-Countdown bis zu den Olympischen Spielen in Peking gibt es eine Wanderausstellung mit Stempeln (Google-Übersetzer).

Im Ortsstempel und im Ankunftsstempel steht oben der Name der Stadt Ürümqi in Chinesisch = 乌鲁木齐 unten ist der Uigurische Name der Stadt angegeben = ئۈرۈمچى . Unten rechts sind normalerweise nähere Angaben zum Postamt. Dieser Bereich ist beim Aufgabestempel verschmiert und nicht zu entziffern. Beim Ankunftsstempel könnten die Zeichen unten rechts evtl. „新民东街?? 2“ sein. Das ist aber absolut nicht sicher. Die vier Zeichen wären „Xinmin East Street“. In dieser Straße konnte ich aber kein Postamt finden.
Wenn jemand von euch erkennen kann, was dort steht wäre es super. Wenn ich irgendwo einen Fehler habe z.B. durch den Google-Übersetzer bitte korrigieren.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#159]
Volkmar,
die fünf Kuschlis stehen hier bei uns im Treppenhaus. Die haben wir uns seinerzeit in Beijing von einem fliegenden Händler in U-Bahn insgesamt für einen (einen) US$ geschossen, da kann man einfach nicht Nein sagen. ;-)
Hallo zusammen,
heute folgt der zweite Beleg mit zweisprachigen Stempeln Chinesisch/Uigurisch:

Die Postkarte zu 60 Fēn hat eine eingedruckte Briefmarke mit dem Motiv Pfingstrosen. Die Bildseite der Karte zeigt die 新疆职业大学 = شىنجاڭ كەسپىي ئۇنىۋېرسىتېتى =„Berufsuniversität Xinjiang“ in Ürümqui.
Die Karte wurde am 20.12.2007 in Ürümqi, der Hauptstadt des Uigurischen Autonomen Gebietes Xinjiang aufgegeben. Der rote Ankunftsstempel auf der Rückseite ist ebenfalls aus Ürümqi. Er ist vom 22.12.2007. Die Ortsstempel sind zweisprachig Chinesisch/Uigurisch. Die Postkarte ist unterfrankiert, denn der rote Stempel auf der Vorderseite ist ein Nachportostempel.

In den Ortsstempeln steht oben der Ortsname Ürümqui = 乌鲁木齐 in Chinesisch. Unten links steht der uigurische Name der Stadt ئۈرۈمچى = Ürümqui. Unten rechts sind Angaben zur Lage des Postamtes. Die vier Zeichen im Aufgabestempel konnte ich nicht entziffern. Beim Ankunftsstempel steht unten rechts 红山路11 = Hongshan Road 11.

Der Aufgabestempel hat Ähnlichkeit mit einem Maschinenstempel, es ist aber ein Handstempel mit angebautem Werbeklischee. Das Werbeklischee zeigt als Motiv das internationale Segelzentrum in Qingdao (Tsingtau). Als Text ist angegeben: 第29届奥林匹克运动会一竞赛场馆 / 青岛国际帆船中心 / 占地面积45公顷 / 其中场馆区30万口 / 奥运会帆船比赛在此举行 = Ein Wettkampfort für die 29. Olympischen Spiele / Qingdao Internationales Segelzentrum / auf einer Fläche von 45 Hektar / Davon leben 300.000 Menschen im Veranstaltungsort / Hier findet der olympische Segelwettbewerb statt.

Im Portostempel steht 欠资 / 应收/ 乌鲁木齐 = Nachgebühr / sie müssen Zahlen / Ürümqui.
Handschriftlich sind 40分 = 40 Fēn eingetragen. Einen ähnlichen Nachportostempel aus Nanjing sieht man im Beitrag [#38].

Der Ankunftsstempel ist vermutlich ein Maschinenstempel. Er fällt durch die senkrecht stehenden Wellen links vom Ortsstempel auf. Rechts ist ein besserer Abschlag dieses Stempeltyps aus Peking. Der Beleg dazu ist im Beitrag [#26] zu sehen.
Wenn jemand von die fehlenden Zeichen im Ortsstempel erkennen kann, wäre es super. Wenn ich irgendwo einen Fehler habe z.B. durch den Google-Übersetzer bitte korrigieren.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
der dritte Beleg ist wieder eine Postkarten-Ausgabe mit anhängender Losnummer zum „Jahr der Ratte“ (07.02.2008 – 25.01.2009).

Auf der Bildseite der Karte ist das Gebäude der 抚州检察 = Staatsanwaltschaft Fuzhou abgebildet. Die Karte wurde 江西省抚州市邮政函件局发布= Herausgegeben vom Postamt der Stadt Fuzhou, Provinz Jiangxi. Der Stempel sieht diesmal so aus, als ob er gedruckt wurde.

Der gedruckte Aufgabestempel vom 11.07.2008 stammt aus 江苏苏州 = Suzhou, Jiangsu. Unten steht 新苏州商厦 = Neues Suzhou-Geschäftsgebäude, (临) = (vorläufig / bei / nahe / kurz bevor). Welche Bedeutung genau gemeint ist, weiß ich nicht.
Der Ankunftsstempel vom Tag danach ist aus 江苏苏州 = Suzhou, Jiangsu vom Postamt 南门30 = Südtor 30.

Im Werbeklischee steht oben: 迎奥运苏州市体育集邮展览 = Sportphilatelistische Ausstellung in Suzhou zur Begrüßung der Olympischen Spiele.
Unten steht: 距奥运会开幕还有28天 = Bis zur Eröffnung der Olympischen Spiele sind es noch 28 Tage
In der Mitte ist das Logo der Olympischen Spiele 2008 in Peking abgebildet. Darum herum sieht man die Piktogramme von 13 verschiedener Sportarten.
Viele Grüße
Volkmar
Guten Morgen,
ein R-Brief aus Shanghai - per Luftpost über Hanoi - an ein Mitglied der chinesischen Gesandtschaft in Kopenhagen. Der Empfänger war aber inzwischen in Genf, so ging der Brief weiter in die Schweiz.
Stationen:
Aufgabe 29.8.1937, 19 Uhr Shanghai
weiter 30.8.1937, 15 Uhr Shanghai
weiter 5.9.1937, 9 Uhr Canton, heute Guangzhou
weiter 19.9.1937, 14:30 Kopenhagen
weiter 20.9.1937, 5 Uhr Hellerup
weiter 20.9.1937, 7 Uhr Charlottenlund
Ankunft 22.9.1937, 7 Uhr Genf

MfG
Klaus
Hallo,
Luftpostbrief aus Shanghai vom 18.8.1948 über Hongkong nach Wien mit Zensur.
Ist so etwas sammelwürdig und wie wird es bewertet.
Ist überhaupt nicht mein Sammelgebiet.
Danke schon mal.

Schönen Gruß Dieter.
Hallo zusammen,
diesen Brief bekam ich gestern in Soest geschenkt. Als ich mich heute näher damit befasst habe, erlebte ich eine kleine Überraschung, denn die Absenderin war Schülerin meines Großonkels Johannes Werdermann. Dieser war vom 04.01.1932 bis zum 01.07.1936 Lehrer an der Deutschen Schule in Tsingtau.

Ein Einschreibebrief aus Shanghai vom 11.03.1941 „via Sibiria“ an Werner Frehse in Lüneburg. Auffällig ist der rote Achteckstempel „Sample Post or letter packet, Passed by customs P.O.” = “Muster ohne Wert oder Briefpaket, Vom Zoll freigegeben P.O.“. (in Paul Ke-shing Chang's Stempel-Handbuch gelistet unter "Customs Examined Mark" Nr. 1-1-2, S. 735). Laut Chang wurde der Zollamt-Stempel in Shanghai zwischen 8.11.1939 - 12.6.1947 verwendet [1]. Wie üblich wurde am 11.03.1941 gleichzeitig ein roter Datumsstempel abgeschlagen.

In Deutschland angekommen wurde der Brief in der Auslandsbriefprüfstelle Berlin (Unterscheidungsbuchstabe „b“) geöffnet. Dazu wurde vermutlich das Siegel entfernt. Der Verschlussstreifen ist leider nur zum Teil erhalten. Der Brief kam am 06.04.1941 in Lüneburg an.
Für mich ist vor allem die Absenderin „Jutta Flöter“ interessant. Bevor sie nach Shanghai kam, wohnte sie als Kind in Tsingtau und ging dort auf die Deutsche Schule. Damit war sie Schülerin von Dr. Johannes Werdermann, dem Bruder meines Großvaters.
Ein herausragendes Ereignis für die älteren Schüler war während der Osterferien, vom 18. bis 21. April 1935, ein Ausflug nach der Konfuzius-Stadt Qufu und dem heiligen Berg Taishan. Insgesamt nahmen 16 Schüler und 8 Erwachsene daran teil. Der Jahresbericht enthält eine ausführliche Schilderung dieser Fahrt durch 3 Schüler, nämlich von Inge Buck, Jutta Flöter und Johannes Matzat.
Über Matzats habe ich schon ab und zu hier berichtet. Johannes Matzat war eine Jahrgangsstufe unter den Geschwistern Lissi und Jutta Flöter. Im Beitrag [2] zeige ich einen Drucksache an den Quartaner Johannes Matzat vom 26.02.1936. Das Porto von Deutschland nach China betrug nur 5 Pfg.
Nach 3 Jahren gab es im Juni 1936 in Tsingtau wieder einmal eine Abschlußprüfung, den Vorsitz führte dabei Konsul Dr. Bracklo. Alle 9 Schüler bestanden, es waren dies: Edith Eckert, Lissi und Jutta Flöter, Irene Fröhlich, Marianne Krogh, Grete Schmidt, Kurt Schmidt-Harms, Leslie Sung, Alexander Yourieff [3].
Viele Grüße
Volkmar
[1]
https://coversofchina.com/merkmal/zollamt/
[2]
https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=356396
[3] Willi Matzat: Kurz gefasste Chronik der Deutschen Schule in Tsingtau (2001) auf:
https://tsingtau.org/
Hallo zusammen,
eine Drucksache aus der Volksrepublik China an meinen Vater vom 16.01.1984. Der Brief kommt vom Tauschpartner meines Vaters in Nanjing.

Freigemacht ist die Drucksache mit insgesamt 120 Fen. Dabei ist ein Zusammendruck von 8 Marken mit verschiedenen Schwänen aus einem Markenheftchen (Höckerschwan, Pfeilschwan und Singschwan MiNr. 1906-1909). Die zwei rechten Marken des Markenheftchens fehlen. Es waren dort ursprünglich zwei weitere Marken zu 8 Fen wie die ganz rechts.
Viele Grüße
Volkmar