Briefmarken Atteste

Thema:

Danzig Stempel echt oder falsch ?

Mirco78 Am: 02.08.2008 10:13:22 Gelesen: 99825 # 1
Hallo zusammen, ich hab mal wieder eine Frage und hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. ;-) Es handelt sich um die Danzig Markwerte 9-11, siehe Scan. Kann mir da ein Experte vielleicht sagen ob die Marken Bedarfs- oder Gefälligkeits entwertet wurden ? Besten Dank und Gruß Mirco
Stefan Am: 03.08.2008 22:28:37 Gelesen: 99789 # 2
@ Mirco78 [#51] Anhand des Scans der Mi-Nr. 8-11 kann ich den unteren Stempelteil nicht entziffern. Dort dürfte eine genaue Bezeichnung des Stempels angegeben sein (Bsp. Stadtteil oder besonderes Amt). Allgemein macht die Stempelfarbe auf mich keinen sonderlich vertrauenswürdigen Eindruck. Auffällig ist ebenfalls, dass, soweit erkennbar, alle 4 Marken das gleiche Datum aufeisen - 29.10.20 11-12V[ormittags] - dies spricht für eine Gefälligkeitsentwertung bzw. Sammlerbrief mit (Teil-)Satzfrankatur. Kannst du die Marken zu 1,25 RM und 2 RM erneut einscannen mit größerer Auflösung? Solltest du die Marken prüfen lassen wollen, empfehle ich dir, alle 4 Marken beim Prüfer vorzulegen. Gerade bei der teuersten Marke (sofern Stempel echt) ist das Datum recht unsauber abgeschlagen. Anscheinend stammen allerdings alle 4 Marken aus der gleichen Quelle. Gruß Pete
Mirco78 Am: 04.08.2008 09:49:46 Gelesen: 99775 # 3
@ Pete Vielen Dank für deine Hilfe, pete ;-) Der Ort auf den Stempel heißt Brösen. Kannst du damit was anfangen? Ich habe dir die Mi-Nr. 9 und 11 nochmal vergrößert gescannt. Und noch ein paar andere gestempelte interessante Marken dazu gelegt. Die Nr. 87X, 88X, 89X und 99X, kannst du mir da was zu sagen? Gruß Mirco
Mirco78 Am: 04.08.2008 11:07:48 Gelesen: 99770 # 4
Hier die scans Danzig Nr. 11 Gruß Mirco
Mirco78 Am: 04.08.2008 11:19:00 Gelesen: 99769 # 5
und Danzig 87X-89X und 99X. Gruß Mirco
Stefan Am: 04.08.2008 13:59:13 Gelesen: 99760 # 6
@ Mirco78 [#53] Stempel Danzig-Brösen -> in der mir vorliegenden Auflage vom Stempelkatalog Danzig belegt für den Zeitraum 20.02.15 - 11.12.34. Dieser Stempel wäre demnach tatsächlich möglich auf den Infla-Ausgaben von Danzig Stempel Danzig *1h auf deinen Exemplaren Mi-Nr. 87-89+99, meinen Informationen nach eingestuft als Gefälligkeitsentwertung. Dieser Stempel kommt ohne Ausbrüche vor, verwendet von 1912- 04.01.1924 (so wie auf deinen Scans ersichtlich) und mit Ausbruch links in der unteren Sehne vom 05.01.24-19.09.39. Gruß Pete
Mirco78 Am: 05.08.2008 12:41:06 Gelesen: 99742 # 7
@ pete Vielen Dank für deine schnelle Antwort. ;-) Das heißt die Marken 8-11 mit Stempel Brösen sind nicht gefälligkeitsentwertet? Gruß Mirco
Stefan Am: 05.08.2008 13:58:14 Gelesen: 99738 # 8
@ Mirco78 [#23] das heißt, ich kann die Marken nicht beurteilen, ob der Stempelabschlag im Michel unter die Rubrik Gefälligkeitsentwertung oder echter Stempel (infla echt) fällt. Die Marken tragen meiner Meinung nach eine Gefälligkeitsentwertung, siehe das Datum. Wenn der Stempelabschlag allerdings echt und zeitgerecht sein sollte, fällt der Stempelabschlag im Katalog unter die Rubrik "infla echt". Eine Marke mit einem Stempel aus Gefälligkeitsentwertung muss nicht zwingend in die Stempelrubrik Gefälligkeitsentwertung im Katalog fallen! Unter Gefälligkeitsentwertung im Michel (Abschnitt Danzig) bezieht man sich auf Stempel, wo derzeit nicht nachweisbar ist, dass dieser auch wirklich nur während der Gültigkeit der Marken abgeschlagen wurde. In solch einem Fall sind bisher Rückdatierungen nicht ausgeschlossen. Die ganze Thematik mag etwas verwirrend klingen, ist allerdings so Usus. Gruß Pete
Harald Zierock Am: 05.08.2008 19:43:12 Gelesen: 99728 # 9
Hallo Pete, am besten fragst Du bei der Arge Danzig, der ich auch angehöre nach. Du tippst einfach Arge Danzig bei Google ein, und sobald Du diese hast, gehst Du auf Kontakt. Du wirst bestimmt Anwort erhalten. Meinen Namen kannst Du ruhig angeben. Viele Grüsse, Harald
Richard Am: 08.08.2008 10:25:37 Gelesen: 99688 # 10
@ Harald Zierock Hallo Harald, willkommen auf den Philaseiten ! Ich würde mich freuen, wenn sich die Arge Danzig auch als Mitglied kostenfrei auf den Philaseiten einträgt. Dann wäre der Kontakt noch schneller hergestellt mit der Folge von zusätzlichen Mitgliedschaften bei der Arge. Schöne Grüsse, Richard
Harald Zierock Am: 09.08.2008 19:49:38 Gelesen: 99668 # 11
Hallo Richard, ich glaube es wird schwierig sein, das sich die Arge Danzig kostenfrei auf den Philaseiten einträgt. Von irgendetwas muss die Arge ja leben. Der Jahresbeitrag liegt bei 30 Euros. Viel Grüsse aus dem Elsass, Harald
Richard Am: 10.08.2008 10:12:10 Gelesen: 99643 # 12
@ Harald Zierock @ alle Vereine und Arbeitsgemeinschaften im In- und Ausland Der Eintrag stellt für alle Vereine und Arbeitsgemeinschaften eine kostenfreie Werbung dar, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Siehe hier: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/findex.pl Außerdem können die Termine von allen Vereinen und Arbeitsgemeinschaften veröffentlicht werden. Siehe hier: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/tkal.pl Mit Jahresbeiträgen hat das nichts zu tun - im Gegenteil, zusätzliche Mitglieder bringen zusätzliche Beiträge ein. In den letzten 7 Tagen ist die Arge DDR Spezial und die Arge Brasilien hinzugekommen sowie der Briefmarken- und Münzensammlerverein Zweibrücken und weitere 24 private Sammler. Schöne Grüsse, Richard
Matthias Bock Am: 20.08.2009 14:16:34 Gelesen: 99152 # 13
@ Mirco78 [#23] Nochmal zur Aufklärung: Der Stempel Danzig-Brösen wird allgemein als echt und zeitgerecht angesehen und würde bei einer Prüfung das Infla-Signum erhalten. Die graue Stempelfarbe ist typisch für Abschläge aus der Danziger Frühzeit. Viele Grüße, Matthias Bock (ebenfalls Mitglied der Arge Danzig)
lueckel2010 Am: 30.08.2013 06:02:02 Gelesen: 94611 # 14
Guten Morgen, liebe Sammlerfreunde! In einem Nachlass, mit dessen Auflösung ich beauftragt wurde, habe ich die abgebildete Postkarte gefunden. Zwar philatelistisch inspiriert (ohne Text) aber immerhin "echt gelaufen". Portogerecht frankiert mit einer Mi.-Nr. 251 (oder wahrscheinlicher mit einer Mi.-Nr. 298) ist die Karte wertmäßig (3.50 bzw. 5.00 M€) nichts "Besonderes". "Entwertet" ist die Marke mit einem schwarzen (Propaganda-?) Stempel. Links daneben wurde der postalische Tagesstempel "DANZIG-LANGFUHR 1/ 14.9.39" abgeschlagen. Meine Fragen nun an Spezialisten: War solche Stempelung damals "normal", oder ist sie etwas "Besonderes"? Ist eventuell ein höherer Wert anzusetzen? Über Auskünfte würde ich mich sehr freuen! Im Voraus vielen Dank, noch einen schönen Tag und viele Grüße, Gerd
LOGO58 Am: 30.08.2013 08:46:15 Gelesen: 94589 # 15
@ lueckel2010 [#14] Hallo Gerd, ich habe einmal im "Bochmann" nachgeschaut und den Kreisstempel vom 1.9.1939 unter der Nr. S 2 gefunden. Demnach handelt es sich um einen Gelegenheitsstempel (Hand), der in der Zeit vom 1. - 24.9.1939 Verwendung fand. Zeichnung: Stadtwappen und Wappenadler. Der Preis wird mit 2,00 (DM) angegeben. Wie er heute bewertet wird, kann ich nicht sagen. Aber im Vergleich zu anderen Stempeln ragt er mit dieser Bewertung nicht heraus. Grüße aus dem Norden Lothar
lueckel2010 Am: 30.08.2013 10:41:40 Gelesen: 94568 # 16
@ LOGO58 [#15] Guten Morgen, Lothar! Vielen Dank für die prompte Auskunft. Mir sind die Katalogisierungs-Gepflogenheiten von "Bochmann" nicht bekannt. Allerdings vermute ich nun, dass es sich bei der Nr. S 2 um einen (postalischen?) Sonderstempel handelt, der bei der damaligen "Euphorie" in den "befreiten Gebieten" wahrscheinlich massenhaft abgeschlagen wurde und der dadurch bedingte niedrige Katalogpreis auch heute noch "aktuell" ist. Ich werde den Beleg mit 1.00 € in die Auktion einstellen. Viele Grüße, Gerd
filunski Am: 30.08.2013 10:43:40 Gelesen: 94568 # 17
@ lueckel2010 [#14] Hallo Gerd, noch ein Nachtrag zu Lothars Bewertung. Es handelt sich um einen postalischen Stempel. Dieser sollte jedoch ab dem 1.9. immer mit einem gültigen Tagesstempel abgeschlagen werden (was nicht immer geschah). So wie bei Dir zu sehen, mit Tagesstempel wertet er 6 Mark. Für die alten Mark Angaben im Bochmann gibt es einen Umrechnungsanhaltswert in Euro, danach würde dieser Stempel mit heute 9,00 Euro bewertet werden. Dies aber nur als Anhaltswert. :-) Schöne Grüße, Peter
lueckel2010 Am: 30.08.2013 11:58:00 Gelesen: 94553 # 18
Hallo, Peter! Vielen Dank für Deine weiterführende Auskunft. Ich stelle den Beleg gleich für 1.00 € ein. Mal sehen, ob sich überhaupt ein Interessent findet. Viele Grüße, Gerd
Detlef Am: 08.02.2014 14:52:18 Gelesen: 93890 # 19
Hallo Danzig - Experten, ich habe in meinen Dubletten die Portomarke von Danzig (Mi.Nr. 18) entdeckt. Der Michel warnt vor vielen Falschstempeln. Kann sich mal jemand den Stempel ansehen, und mich ggf. davor warnen, die Marke prüfen zu lassen. Mit freundlichen Grüßen Detlef
hannu44 Am: 09.02.2014 15:21:13 Gelesen: 93832 # 20
Hallo Detlef, der Stempel Danzig 1u ist zwar nicht falsch, es handelt sich aber um einen sogenannten Gefälligkeitsstempel. Grüße von der Nordseeküste Hans
Stevi-2014 Am: 23.06.2014 15:02:07 Gelesen: 93579 # 21
Habe aus meiner Danzig-Sammlung einige Beispiele zum Thema Plattenfehler herausgesucht. Finde jedoch im Michel-Spezial 2012 keine ausreichende Hinweise bzw. Einträge. Sind es überhaupt Plattenfehler oder Abarten? Im Einzelnen handelt es sich um Michel-Nr. 60 - "13. anstelle 15.11.1920! Michel-Nr. 65 - "zusätzlicher Druck im Mittelstück"! Michel-Nr. 180 - "Stempeldatum: 1.8.23"! - Erstausgabe war 18.10.1923! Michel-Nr. 181 - "Erstes "n" von Pfennige fehlt komplett/zweites "n" nur halb"! Viele Fragen auf einmal, sicher gibt es Sammler welche mir weiterhelfen können - freue mich über jede Antwort. Vielen herzlichen Dank im Voraus Stevi [Beiträge [#21] bis [#24] teilweise redaktionell aus dem Thema Danzig Plattenfehler kopiert]
Benjamin Voigt Am: 24.06.2014 13:09:23 Gelesen: 93514 # 22
Der Stempel 1.8.23 auf der Flugpostmarke zu 5 Mill. ist vermutlich ein Falschstempel. Als Prüfergebnis gibt es drei Möglichkeiten: Nicht prüfbar, nicht zeitgerecht abgeschlagener Stempel (Gefälligkeitsentwertung mit Datumsfehleinstellung), Falschstempel. Gruß Benjamin
Stevi-2014 Am: 24.06.2014 13:28:23 Gelesen: 93512 # 23
@ Benjamin1412 [#22] Hallo Benjamin, vielen Dank für die Antwort. Lieber wären mir natürlich echte Stempel - aber kann man nichts machen. Gruß Stevi
Matthias Bock Am: 26.06.2014 14:09:05 Gelesen: 93450 # 24
Der Stempel auf der Flugpostmarke ist rückdatiert (= falsch). Der Stempel Danzig / a 1 a kam erst 1925 in Gebrauch, die Uhrzeitgruppe wurde erst 1931 entfernt! Viele Grüße Matthias
t.knörich Am: 06.07.2014 22:15:31 Gelesen: 93207 # 25
Guten Abend, ja, eigentlich wollte ich die Frage stellen, wie ich einigermaßen sicher Danzig-Falsch-, Gefälligkeits- und Rückdatierte Stempel bestimmen kann, aber es wurde hier ja schon eine ganze Menge darüber geschrieben. Da ich die Scans der Marken schon gemacht habe stelle ich diese hier nun trotzdem vor. Ich bin gerade erst in die Thematik eingestiegen und habe vor einigen Wochen das abgebildete Los für 16,-€ in Ebay erstanden, ich fand den Preis zunächst mal ganz annehmbar und hoffe, daß auch ein paar echte Stempel dabei sind. Die beiden Altershilfe-Marken mit 4b Kreissteg sind auf jeden Fall Gefälligkeit, das habe ich zumindest schonmal rausgefunden. :-) Beste Grüße Timm
User #79242 Am: 07.08.2014 18:34:20 Gelesen: 93117 # 26
Hallo an die Experten, habe eine größere Prüfsendung von Schlegel zurück bekommen, wo unter anderem diese 3 Hitlermarken mit dem Vermerk: Ich kann nicht mit Sicherheit die Echtheit des Stempels bestätigen! Das gleiche Problem ist bei einer größeren Einlieferung von Danzig Marken (ca. 130 Marken) - auch hier konnte Herr Oechsner die Stempel nicht als echt attestieren, obwohl alle Marken Vollstempel hatten! Gruß Frank [Danzig-Teil einer Frage zu Stempel Deutsches Reich redaktionell in den Danzig-Bereich verschoben]
Stefan Am: 07.08.2014 22:20:03 Gelesen: 93031 # 27
@ donfliesio Das gleiche Problem ist bei einer größeren Einlieferung von Danzig Marken (ca. 130 Marken) - auch hier konnte Herr Oechsner die Stempel nicht als echt attestieren, obwohl alle Marken Vollstempel hatten! Auch Briefmarken aus Danzig, entwertet mittels Vollstempel müssen nicht zwingend prüfbar sein. Ein Stempel, welcher auch den Unterscheidungsbuchstaben erkennen lässt, fällt in eine der drei nachfolgenden Kategorien: 1. prüfbare Stempelentwertung 2. erkennbare Gefälligkeitsentwertung 3. sonstige Entwertung, d.h. Entwertung weder 1. noch 2. zuzuordnen (Stempel aktuell nicht prüfbar) Kannst du Beispiele aus dieser Prüfsendung zeigen? Gruß Pete
User #79242 Am: 08.08.2014 11:03:49 Gelesen: 92963 # 28
Hallo Pete, ja Beispiele scan ich heute abend ein, da ich z.Z. aus dem Büro schreibe. Gruß Frank
User #79242 Am: 09.08.2014 08:23:05 Gelesen: 92914 # 29
Hier die Prüfsendung von Herrn Dr. Oechsner
User #79242 Am: 09.08.2014 08:29:35 Gelesen: 92910 # 30
Und hier eine Steckkarte mit geprüften Stempelfälschungen. Gruß Frank
User #79242 Am: 09.08.2014 08:53:34 Gelesen: 92905 # 31
@ donfliesio [#29] Bei der Michelnr. 37 kleiner Innendienst kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen, die Marke ist postfrisch und der Aufdruck klar und deutlich! Siehe Bild 3 neben dem Block. Genauso der Block? Liegt eventuell der Stempel dem Prüfer nicht vor? gruß Frank
Stefan Am: 10.08.2014 09:04:58 Gelesen: 92836 # 32
@ donfliesio [#29] Ich kann die meisten Unterscheidungsbuchstaben anhand der vorliegenden Scans nicht erkennen. Meines Wissens sind bei deinen Marken als Gefälligkeitsentwertung einstufbar: - Scan 1: Danzig *4b (Bsp. Mi-Nr. 131-132) - Scan 1: die Mehrheit der Flugpoststempel - Scan 1: Danzig-Langfuhr f - Scan 2: Danzig *1u (Mi-Nr. 88) Wenn du Zeit hast, versuche bitte die Marken nach Ort, Stempeltyp (Bsp. Flugpost) und im Anschluss nach Unterscheidungsbuchstaben zu sortieren. Die o.g. Kandidaten (sowie ggf. weitere Marken) dürften dabei bereits herausfallen. Gruß Pete
LK Am: 10.08.2014 10:42:18 Gelesen: 92811 # 33
@ donfliesio [#31] Hallo Frank, und als Ergänzung der mehrfach vorhandene Danzig * 1 h. Gruß LK
User #79242 Am: 10.08.2014 21:37:21 Gelesen: 92743 # 34
@ LK [#33] @ Pete [#32] Hallo pete und LK, werde die Marken nach Stempelort Buchstaben etc. sortieren, wird aber eine gute Woche dauern. Scane dann die sortierten Stempel mit besseren Scans neu ein. Für eure Hilfe schon mal vielen Dank. Gruß Frank
philapit Am: 18.11.2014 17:30:50 Gelesen: 92179 # 35
Hallo Spezialisten, lohnt es sich, diese Marken zum Prüfer zu geben oder sind es auf den ersten Blick schon Stempelfälschungen? Es sind alles bessere, aber Danzig hat ja so seine Tücken! Danke für eventuelle Antworten.
Matthias Bock Am: 18.11.2014 20:18:59 Gelesen: 92144 # 36
Auf die Schnelle: Bei den Luftpoststempeln steckt Dir der Prüfer nur einen Zettel dazu "zeitgerechte Entwertung nicht nachweisbar". Genauso verhält es sich bei Neufahrwasser mit Unterscheidungsbuchstabe b und Danzig-Langfuhr mit Unterscheidungsbuchstabe f. Danzig a 1 f gab es echt erst ab Mitte 1925, also auf Infla falsch. Der Danzig 5 f auf Nummer 99 ist ein Falschstempel (es gibt auch einen echten 5f). Nummer 168 disqualifiziert sich wegen des Stempeldatums - im April 1923 gab es die Marke noch gar nicht! Nummer 198 ist nach der Inflazeit. Das was jetzt noch übrig bleibt, kann man zum Prüfen schicken. Viele Grüße, Matthias
philapit Am: 19.11.2014 09:27:18 Gelesen: 92100 # 37
Da sag ich schon mal vielen Dank. Schon dadurch Prüfkosten gespart. philapit
Stevi-2014 Am: 19.11.2015 16:34:01 Gelesen: 89870 # 38
Bei Durchsicht meiner Danzig-Sammlung ist mir wieder der DM-Satz Michel Nr. 15-20 ins Auge gefallen. Das Datum 22.2.22 ist doch auch recht schön - ober der Stempel wohl echt ist? Sicher war der Stempel an diesem Tag eine reine Gefälligkeit - Post ist aber auch an diesem Tag geschrieben worden! Freue mich über jede Antwort. Vielen Dank im Voraus. Stevi 2014 [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schnapszahl - Belege", in welchem Fachfragen eher nicht beantwortet werden]
Matthias Bock Am: 22.11.2015 20:05:04 Gelesen: 89755 # 39
Der Zoppot c (Freie Stadt Danzig) gilt auf losen Marken als nicht prüfbar, da aus späterer Zeit diverse Rückdatierungen nachweisbar sind. Ich bezweifle, dass ausgerechnet hier eine Ausnahme gemacht würde. Viele Grüße, Matthias
Stevi-2014 Am: 23.11.2015 18:45:21 Gelesen: 89691 # 40
@ Hangover [#39] Hallo Matthias, vielen Dank für Deine Bemühungen. Habe wie gesagt schon selbst mit "Gefälligkeitsstempel" gerechnet. Eigentlich schade. Die Stempel sehen aber schon wirklich "viel zu schön" aus! Noch einen schönen Abend und Gruß Stevi
Oscar Acosta Am: 30.11.2015 16:27:03 Gelesen: 89559 # 41
Schönen Guten Tag Allerseits, ich habe mich durch den Thread gelesen und auch die Seite der Arge besucht, bin mir aber noch nicht darüber im Klaren wie die nachfolgenden Marken wahrscheinlich behandelt werden würden, d. h. ob ich sie zu einem Prüfer schicken soll. Ich glaube, dass es sich um die Nr. 28 und die Nr. 30 handelt, jeweils in Typ II - stimmt das ? Werden Marken ohne volle Abschläge, wie hier diese Nr. 28 grundsätzlich als gelegenheitsgestempelt eingestuft (also wenn es nicht gar ein Falschstempel ist) oder wird eine Prüfung abgelehnt mit einem Zettelchen wie bei unprüfbaren Dt. Reich Infla-Marken. Mir scheinen sich Erfahrungen in diesem Thread und die Angabe im Michel zu widersprechen. Vielen Dank im Voraus für aufklärende Beiträge. Oscar
Matthias Bock Am: 01.12.2015 15:16:43 Gelesen: 89482 # 42
Moin! Deine 28 ist eine 43 II, der Stempel ist identifizierbar und dürfte nach meiner Einschätzung eine Prüfung erfolgreich überstehen. Bei der 45 II dürfte das Ergebnis lauten auf: Zeitgerechte Entwertung nicht nachweisbar. Danzig 1h wird normalerweise nur auf nachweislich beförderten Ganzstücken als echt gegeben. Viele Grüße, Matthias
Oscar Acosta Am: 03.12.2015 13:21:23 Gelesen: 89425 # 43
Hallo Matthias, ganz herzlichen Dank. Jetzt habe ich den Katalog tatsächlich nicht aufmerksam gelesen. Danzig ist schon spannend und nicht gerade einfach, selbst wenn man Stempelproblematiken aus dem Deutschen Reich Infla gewöhnt ist. Viele Grüße, Oscar
Matthias Bock Am: 04.12.2015 11:27:01 Gelesen: 89358 # 44
Hallo Oscar, Danzig ist aber zumindest insofern dankbarer als Infla, als dass es aus der gesamten Zeit 1920-39 überhaupt nur ca. 500 Stempel gibt. "Gefährlich" sind davon vielleicht drei Dutzend. Die kann man mit etwas Übung kennenlernen, was schon eine andere Hausnummer als Deutsches Reich Infla ist, wo alleine die bekannt mißbräuchlich verwendeten Stempel ganze Bücher füllen. Viele Grüße, Matthias
letimbre Am: 20.04.2016 22:48:21 Gelesen: 87310 # 45
Hallo Matthias, ich habe Danzig immer gemieden aufgrund der Stempelproblematik. Ich habe bisher immer gehört, dass 99% falsch sind. Obwohl Danzig ja sehr interessant ist; eigentlich. Ich habe durch Zufall eine kleine Sammlung erstanden zwischen Nr 53 und 176 + Dienst 1-35 und Portomarken 1-25. Ich habe die Sammlung gekauft, da sie auch 6 Briefe enthielt und ich als passionierter Briefesammler nur hierdran interessiert war. Vorne in der Sammlung waren 12 Marken, die geprüft Infla waren. Daher war der Preis super ok. Der Wahnsinn war, dass alle Marken Infla geprüft sind und einige höhere Werte auch BPP signiert. Dass war fast zu gut um wahr zu sein. Nach einigem Research (Infla Prüfzeichen-, BPP Signatur- vergleich) habe ich mich damit abgefunden, dass man manchmal einfach Glück hat und die Stempel echt sind. Einige der Marken will ich aber noch prüfen lassen, um den Typ bestimmen zu lassen. Gibt es empfehlenswerte Literatur, die zu bekommen ist? Ich kann ja vielleicht auch einige Marken scannen und mal hören, was Ihr Experten meint? Viele Grüsse Dirk
Matthias Bock Am: 21.04.2016 08:49:41 Gelesen: 87270 # 46
Hallo Dirk, wie in anderen Sammelgebieten in dieser Zeit auch, kann man bei Danzig grob 4 Arten von Stempeln unterscheiden: - ganz und gar falsche Stempel (Stempel aus dem Laserdrucker, Kinderpost, sonstige Fantasiestempel oder Nachahmungen echter Stempel usw.) - auf Inflationsmarken immer mißbräuchlich verwendete, also rückdatierte, aber ansonsten echte Poststempel. Hier geht es um Nachstempelungen mit damals gebräuchlichen Stempeln aus der Zeit ab 1924 bis in die 1940er Jahre. - etwa zwei Dutzend Stempel, die auf losen Marken als nicht prüfbar angesehen werden, da mengenmäßig relevanter Mißbrauch bekannt ist, aber an einzelnen Abschlägen meist nicht nachgewiesen werden kann. Eine vom früheren Danzig-Prüfer Kniep verfasste Liste poste ich später. - den gar nicht mal so kleinen Rest, der als echt und zeitgerecht angesehen wird. Die Arge Danzig hat zu den Danziger Stempeln ein Handbuch herausgebracht, den sog. Wolff-Stempelkatalog (Band 1). Dort sind sämtliche Aufgabestempel der Danziger Postämter mit bekannten Verwendungszeiträumen aufgeführt und abgebildet. Das ist dann aber eher für die Sammler gedacht, die das Gebiet ernsthaft angehen wollen. Viele Grüße, -Matthias
letimbre Am: 21.04.2016 11:39:29 Gelesen: 87248 # 47
@ Hangover [#46] Hallo Matthias, vielen herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Die signierten Marken sind alle von Kniep signiert. Würde der Michel Spezial erst einmal helfen? Den müsste ich dann kaufen. Oder wieviel kostet der Wolff-Katalog. Hier mal ein Scan. Viele Grüsse Dirk
Roda127 Am: 11.10.2017 16:47:42 Gelesen: 79361 # 48
Hallo zusammen, ich habe hier einen R - Brief von Danzig (Händlerbrief), hat der darauf abgeschlagene Stempel eine Chance als echter und zeitgerechter Abschlag durch zu gehen? Konnte über den Stempel leider nichts finden, oder habe mich mal wieder verkehrt angestellt. Würde mich über eure Antworten, wie auch immer sehr freuen. Dieser Beleg lag in einer Sammlungsauflösung. Beste Grüße Roda127
Matthias Bock Am: 11.10.2017 19:47:37 Gelesen: 79322 # 49
Hallo Roda127, hier würde ich mir keine Sorgen machen - der Zweikreisstempel Danzig 5a passt und wurde zu der Zeit auch typischerweise für die Entwertung von Einschreibebriefen verwendet. Einziges Manko: der Brief ist überfrankiert, hier hat sich wohl der Empfänger (Rohr war ein Briefmarkenhändler) mittels solcher Briefe gestempelte Sätze Deutsches Reich 716-729 besorgt. Die Aufdruckmarken waren im Oktober 1939 nämlich im Reich selbst nicht am Schalter erhältlich. Viele Grüße, -Matthias
Roda127 Am: 12.10.2017 13:15:06 Gelesen: 79267 # 50
@ Hangover [#49] Hallo Matthias, vielen Dank für Deine Antwort. Das hört sich ja gut an. Ich habe nämlich den Kompletten Satz auf 3 R-Briefen. Die Briefe sind alle überfrankiert. Sie haben auch alle einen Ankunftsstempel von Berlin. Beste Grüße Roda127 (auch Matthias)
wigg11 Am: 03.01.2018 18:06:19 Gelesen: 77444 # 51
Danzig geprüft Hallo, habe ich gerade bei ebay entdeckt: Danzig Mi.Nr. 35, gestempelt, Luxuserhaltung, Mi. 190,-€ [ebay]152850736781[/ebay]
ginonadgolm Am: 03.01.2018 20:49:41 Gelesen: 77406 # 52
@ wigg11 [#51] Hallo, soviel Luxus hat der Anbieter wohl kaum ertragen können, und deshalb ein paar Zähne ausgerissen. Der Vermerk auf der Rückseite deutet wohl darauf hin, daß der Anbieter nach der Prüfung vor Freude im Dreieck gesprungen ist! Oder hab' ich da etwas falsch verstanden? (**grins**) das fragt sich Ingo aus dem Norden
Stefan Am: 03.01.2018 21:07:17 Gelesen: 77393 # 53
@ wigg11 [#51] Der Katalogwert von 190,00 Euro gilt für die Ausgaben der Inflation in Danzig (1920-1923) für geprüfte Stücke, im Regelfall (bisher) BPP-geprüft. Eine ersichtliche Prüfung fehlt leider in diesem Fall, der Anbieter erwähnt auch nichts dahingehend [1]. Der Michel weist für Danzig zwei Preisspalten in gestempelter Erhaltung auf - nicht prüfbare bzw. nicht eindeutig als zeitgerecht datierbare Stempel (schraffierter Kreis) und die Spalte der zeitgerechten Entwertungen (Kreis mit Punkt). Die gezeigte Briefmarke wurde mittels Handstempel Danzig *1x entwertet. Soweit mir bekannt, handelt es sich dabei um eine Entwertung, welche in den Bereich der nicht prüfbaren Entwertungen fällt. Gruß Pete [1] [ebay]152850736781[/ebay]
wigg11 Am: 24.03.2018 16:04:21 Gelesen: 74363 # 54
Hallo Experten, was haltet ihr denn von diesem Stempel?
angim Am: 24.03.2018 16:53:41 Gelesen: 74353 # 55
@ wigg11 [#54] Hallo, das ist ein ovaler Luftpoststempel. Auf losen Marken werden die nicht inflaecht geprüft. angim
wigg11 Am: 24.03.2018 22:49:36 Gelesen: 74308 # 56
Danke für die Info. Aber heisst das jetzt: Stempel echt aber möglicherweise rückdatiert? Warum kann man Luftpoststempel nicht inflaecht prüfen? Beste Grüsse wigg11
wigg11 Am: 25.03.2018 11:39:44 Gelesen: 74276 # 57
@ Pete [#53] Hallo Pete, danke für Deine Info, das weiß ich natürlich, es sollte ein Joke von mir sein. Vor allem das "geprüft" auf der Rückseite.
Jürgen Witkowski Am: 25.03.2018 11:55:59 Gelesen: 74264 # 58
Vielleicht bringt die "Sonderprüfordnung Danzig" des BPP mehr Erhellung in die Diskussion: https://www.bpp.de/de/Sonderpruefordnung-Danzig.html Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
aschoka Am: 14.10.2018 23:12:54 Gelesen: 70402 # 59
Hallo Experten, die beide unten abgebildeten Marken sind mit dem Stempel "Danzig * 5 f" (Klaus Wolf: [D5]37.0) gestempelt, wenn ich mich nicht irre, was auch sein könnte. Was könnte man über den Stempel sagen? In der Liste in dieser Thema, Betrag 27 ist der Stempel nicht gelistet, auch zeitgerechten sieht der aus, nur die Verwendungszeit (19.03.1919 - 18.10.1930) ist relativ breit. Der Stempel an sich selbst sieht aber nicht genau so wie in Klaus Wolf abgebildet, leider habe ich keine geprüfte Danzig 5 f Stücke. Zweites Bild: "Zoppot b (freie Stadt Danzig)", KW - [Zo].13.0 Auch nicht in der Liste des "Gefälligkeitsstempels" notiert. ] Grüße, Oleg
Markus Pichl Am: 14.10.2018 23:33:58 Gelesen: 70396 # 60
@ aschoka [#59] Hallo Oleg, bei den beiden Stempeln "DANZIG * 5 f" handelt es sich um Imitationen. Echte Stempel sehen so aus (zwei verschiedene Stempelgeräte, man erkennt es an den Typen: u.a. großes "f" oder kleines "f", letzterer Stempel hier im Bild mit Daten ab 27.8.31): Hier eine alte Liste, gefunden auf http://www.danzig.org, bezüglich Falschstempeln, aus einem alten ARGE-Heft. Die Angabe "Messing", bezüglich dem Materials, aus dem die Falschstempel "5 f" sind, ist durchaus fraglich und wird andernorts als nicht richtig argumentiert. Letztendlich ist dies aber auch egal, aus was denn nun die Imitiation hergestellt wurde. Der Zoppot-Luftpoststempel gehört auf losen Marken zu den nicht prüfbaren Stempeln. Beste Grüße Markus
aschoka Am: 15.10.2018 10:03:22 Gelesen: 70335 # 61
Hallo Markus, vielen Dank für die schnelle Antwort und gute Liste, sehr hilfreich. Ich habe schon vermutet, dass der Stempel falsch ist! Wegen Zoppot - die einzige Frage die ich noch habe - in Klaus Wolf sieht das Zoppot Luftpoststempel anders aus, und der Stempel "Zoppot b" ist nicht in der Kategorie des Luftpoststempels gelistet. Ich würde mich freuen, mehr Information zu haben! Vielen Dank, Oleg
Matthias Bock Am: 15.10.2018 10:31:32 Gelesen: 70328 # 62
Hallo Oleg, der Zoppot b / Freie Stadt Danzig sieht gut aus und dürfte eine Prüfung bestehen. Die beiden oben gezeigten 5f sind wie bereits erklärt Imitationen. Viele Grüße, -Matthias
Markus Pichl Am: 15.10.2018 10:44:05 Gelesen: 70327 # 63
@ aschoka [#61] Hallo Oleg, da habe ich mich verschaut, dass ist ja gar kein Luftpoststempel. Dein Foto ist aber auch ein bischen unscharf. Auf einer alten Liste steht der Stempel ZOPPOT FSD b sogar als unprüfbar auf losen Marken, dies wurde dann wieder korrigiert. Er kommt wohl zeitgerecht und rückdatiert vor. Hat der Stempel wirklich rechts eine solche Delle? Wenn ja, dann ist er wohl rückdatiert. Ich selbst sehe da eigentlich keine Chance, auf "Infla echt". Beste Grüße Markus
aschoka Am: 15.10.2018 11:40:13 Gelesen: 70312 # 64
Markus, Matthias! Vielen Dank für die schnelle und sehr hilfreiche Antworten, ins besonders die Fotos! Ich habe jetzt die Marke noch mal abfotografiert und hab ich richtig verstanden, dass die Delle rechts in der oberen Teil (unten T von Zoppot) ist? Und noch einen Stempel dazu, ich würde den Stempel nicht bewerten, für den echten würde ich den sicher nicht halten. Grüße, Oleg
Markus Pichl Am: 15.10.2018 12:34:28 Gelesen: 70296 # 65
@ aschoka [#64] Hallo Oleg, ja, diese Delle, siehe Pfeil. An dieser Stelle scheint bei meinem ehemaligen R-Brief aus 1936 eine Lücke zu sein. Leider ist die Bildauflösung von meinem alten Scan zu gering, um genaueres sagen zu können. Du kannst Dich ja einmal im Internet umsehen, ob Du weitere späte Abschläge von diesem Stempel findest - an denen möglichst alles besser zu erkennen ist. Vielleicht kann uns Matthias solche zeigen? Bei der 10 Mark ist es mir etwas mühselig, das korrekte Stempelgerät ausfindig zu machen. Von der Stempelfarbe sieht der aber erst einmal besser aus und der Abschlag stammt von einem echten Stempelgerät. Beste Grüße Markus
aschoka Am: 15.10.2018 12:42:28 Gelesen: 70292 # 66
Vielen Dank Markus! Ja, wegen 10 Mark, alles klar, ich versuche selbst den Stempel zu indentifizieren und schreibe hier danach. Wegen 20 M - ich würde die Marke zur Prüfung senden, die Ergebnisse veröffentliche ich hier in 3 bis 4 Monaten, sobald Herr Gruber bei mir zurückmeldet. :) Grüße, Oleg
Markus Pichl Am: 15.10.2018 22:04:46 Gelesen: 70223 # 67
Hallo Oleg, der Stempel scheint auf der rechten Seite besagte Problemstelle gehabt zu haben, die sich je nach Aufprallwinkel oder unebener Unterlage unterschiedlich zeigt. Nachstehend zwei weitere Belege. Wenn auch aus fremder Bildquelle (Online-Archiv des Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer), so habe ich diese Belege dennoch einst selbst in Händen gehalten und ich habe keine Zweifel an deren Echtheit. Datum 22.3.1923 Datum 23.08.1923 (der Abschlag auf der Marke sieht eigentlich so aus, wie auf Deiner Marke) Aus selbiger Korrespondenz, Absender der Direktor der E-Werke, gibt es noch mehr R-Briefe. Dies nebenbei vermerkt. Vermutlich ist die 20 Mk Flugpost zeitgerecht entwertet, da sich die Sache mit der mutmaßlichen Lücke nicht an weiteren späten Belegen verifizieren lässt. Ferner steht die Jahreszahl "23" in selbiger Stellung. Dies bei einer Rückdatierung erfolgreich zu imitieren bzw. das dies beachtet werden würde, erachte ich als unwahrscheinlich. Beste Grüße Markus
aschoka Am: 17.10.2018 09:39:50 Gelesen: 70147 # 68
Hallo Markus, vielen Dank für die zusätzliche Information. Hat sehr geholfen, Ja, die Abstempelung auf meine Marke (20 M) sieht genau so aus wie am ersten Beleg. Schauen wir mal an, was die Prüfungsergebnisse bringen. :) Grüße, Oleg
holzi Am: 25.10.2018 19:08:47 Gelesen: 70003 # 69
Danzig: Stempel Echt und Prüfbar Hallo Experten, obwohl ich mich schon etwas informiert habe, bleibt die Frage ob folgende Stempel echt und prüfbar sind? Danke Holzi
aschoka Am: 26.10.2018 00:13:52 Gelesen: 69957 # 70
Guten Abend, 1. Wäre es gut festzustellen, ob es hier um die Mi Nr 116 geht, Wz. 3Y oder Mi Nr 70, Wz. 2Y geht. 2. Die gute Liste der nicht prüfbare/falsche Abstempelungen gibt es hier [1}. Ich würde empfehlen diese Liste zu speichern wenn es um Danzig gestempelt geht. 3. Meiner Meinung nach (würde mich auf keinem Fall zum Danzig Stempelexperten zählen): (a) Obere Marke - "Luftpost" - eine zeitgerecht Entwertung i.d.R ist nicht nachweisbar (b) Untere Marke - "Zoppot", aber die Buchstabe kann ich nicht sehen und den vergleichbaren Stempel hab ich "im Klaus Wolf" auch nicht gefunden. Fast alle Zoppot Abstempelungen gelten auch als nicht prüfbare. Wie gesagt, ohne Gewähr. Grüße, Oleg [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=10120&CP=0&full=1, Beitrag 27
Matthias Bock Am: 27.10.2018 21:38:26 Gelesen: 69857 # 71
Ich sehe auf der unteren Marke Zoppot f. Mit Datum 1923 sehe ich keine Chancen für eine zeitgerechte Entwertung. Viele Grüße, -Matthias
aschoka Am: 02.12.2018 23:03:15 Gelesen: 68995 # 72
Hallo guten Abend, nachstehend ein Beleg, der ist mit dem Stempel "Danzig 5 Luftpost" entwertet und nach Berlin am 22.5.23 gesendet, aber mit keinem Stempel in Berlin entwertet. Ich vermute, daß dieser Brief nie geflogen war. Eure Meinung? Grüße, Oleg
Markus Pichl Am: 03.12.2018 04:34:02 Gelesen: 68958 # 73
@ aschoka [#72] Hallo Oleg, Dein Beleg zeigt sehr schön auf, warum der Stempel auf losen Marken nicht prüfbar ist. Herr Kniep, den ich als Wiesbadener persönlich kannte, sagte mir einst: Wenn alle Danziger Marken, die mit Luftpoststempeln entwertet sind, tatsächlich per Luftpost befördert wurden, dann hätten die Danziger ihre gesamte Zuckerrübenernte per Luftpost versenden können. Ein größeres Vertrauen habe ich dann in solche Luftpostbriefe. Bei dem nachstehenden wurde, wegen Überfrankatur, nur die Marke mit Infla-Prüfzeichen versehen. Beste Grüße Markus
aschoka Am: 03.12.2018 10:23:48 Gelesen: 68863 # 74
Genau! Vielen Dank für die Bestätigung Markus! Sehr hilfreich wie immer. So wie Deine beiden Belege müssen alle echt geflogenen Briefe aussehen. Einzig was noch mir wegen meines Beleges interessieren würde: Wie sollte so eine Belege geschätzt werden: Als falsch oder nicht prüfbar? Ich würde eher als falsch bezeichnen. Grüße, Oleg
aschoka Am: 09.12.2018 00:03:17 Gelesen: 68690 # 75
Hallo guten Abend, möchte hier noch zwei weitere Belege zeigen: 1. Der Beleg mit der Abstempelung "Zoppot e" (K. Wolf [Zo]25.0) nach New York, 06.04.1934, freigemacht mit MiNr 2x237, 238, 239, was sollte für einen 20 g Brief auch portogerecht sein (35 pf seit 01.05.1933 bis 01.01.1935). Es Gibt aber keine weitere Abstempelungen. Auch merkwürdig ist eine Linie unter des Datums (_ _ _ _). Ich zweifle, ob den Brief wirklich nach Amerika versendet worden war. 2. Der Beleg mit der Abstempelung "Neufahrwasser b" (Klaus Wolf: [Neuf]15.0 ), 21.10.1921, R Brief nach Cincinnati, OH, USA (?), freigemacht mit MiNr 87, 88, 89. Laut Michel spezial soll das Porto im October 1921 wie folgend berechnet werden: Post im Ausland, Brief 120 pf (20 gr) + 60 pf (je weitere 20gr) + Einschreiben 100 pf kosten (Ausland, seit 01.04.1921), also stark über-frankiert (mit 35M). Aber hier gibt es die Abstempelung des Versandortes - die lila Abstempelung Cincinnati Ohia auf der Rückseite. Meiner Meinung nach, könnte der Beleg wirklich echt sein, aber über frankiert. Stimmt das? Grüße, Oleg P.S. Ich möchte mich entschuldigen wenn ich zu viel oder was nicht relevantes frage. Ich beschäftige mich mit dem Gebiet Danzig gestempelt nur vor kurzen Zeit.
Markus Pichl Am: 16.12.2018 02:36:51 Gelesen: 68407 # 76
@ aschoka [#74] Hallo Oleg, die Abschläge stammen vom echten Stempelgerät, bei Deinem in Beitrag [#72] vorgestellten Beleg. Es ist aber nicht prüfbar, ob die Abschläge: 1) tatsächlich an dem Tag erfolgt sind, auf welches das Datum lautet 2) befugt oder unbefugt angebracht wurden Falschheit würde sich also nur ergeben, wenn ein Nachweis über eine unbefugte, zeitgerechte oder rückdatierte Entwertung erbringbar wäre. Dieser Nachweis ist zur Zeit nicht erbringbar. Aber es fehlen auch sämtliche Anzeichen einer postalischen Beförderung und insofern kann die Entwertung nicht als eine echte und zeitgerechte eingestuft und muß abgelehnt werden. Persönlich gehe ich davon aus, dass eine amtliche und somit befugte "Gefälligkeitsentwertung" mit einem Luftpoststempel nicht möglich war. Eine solche persönliche Einschätzung, selbst wenn sie von vielen geteilt wird, stellt aber keinen Beweis für "Falschheit" dar. Beste Grüße Markus
Markus Pichl Am: 16.12.2018 14:55:30 Gelesen: 68370 # 77
@ aschoka [#75] Hallo Oleg, rein theoretisch kann es von jedem echten Stempel eine Imitation geben. Nach dem Scan möchte ich den Stempel "ZOPPOT FSD e 6.4.34" als echt einschätzen, was sich dann letztendlich erst bei einer Prüfung am Original erweisen muß. Die Striche unter den Typen in der Datumsbrücke ergeben sich, weil die Kante des jeweils nachfolgenden Ziffernblocks auf der Datumswalze mit abgedruckt hat. Soll heißen, die Typen sind nicht optimal vor dem Abstempeln eingedreht gewesen. Aus meinem eigenen Archiv kann ich die nachstehenden Belege zeigen. ZOPPOT FSD e 17.2.34. 7-8 V. ZOPPOT FSD e 1.3.34. 12-1 N. ZOPPOT FSD e 26.8.34. 9-10 V. Ob Dein Beleg wirklich nach USA befördert wurde, kann man dem Beleg wegen dem Fehlen weiterer Stempel nicht ansehen. Für ausgeschlossen halte ich es aber nicht, dass er in USA ankam. Es kann sein, dass zu dieser Zeit, um das Jahr 1934, in USA kein Ankunftsstempel mehr auf gewöhnliche Post angebracht wurde sondern nur auf eingeschriebene Post. Auf Philasearch habe ich einen gewöhnlichen Brief aus dem Jahre 1935 mit 25 Pfg Hindenburg-Frankatur von Ansbach nach USA auffinden können, dieser Beleg hat auch keinen Ankunftsstempel. Wahrscheinlich habe ich solche Belege nach USA selbst schon eingescannt, aber bevor ich jetzt lange auf dem Rechner suche, war das die schnellere Lösung. Beste Grüße Markus
Markus Pichl Am: 16.12.2018 18:36:06 Gelesen: 68345 # 78
@ aschoka [#75] Hallo Oleg, nun zu Deinem R-Brief mit Stempel "DANZIG-NEUFAHRWASSER * b 21.10.21". Stempelabschläge, von diesem Stempelgerät, gibt es zwar reichlich und auch mit vielen verschiedenen Daten, aber die Abschläge sehen immer irgendwie gleich aus - sogar noch nach der Inflationszeit. Dieses Stempelgerät wird auf losen Marken oder Briefstücken aus der Inflationszeit abgelehnt, als eine "Infla-echte" und zeitgerechte Entwertung zu prüfen. Um Deinen R-Brief in eine echte und zeitgerechte Entwertung bringen zu können, bräuchte man zumindest auch Vergleichsabschläge von dem US-amerikanischen Ankunftsstempel und diese nicht nur als Bilddatei sondern im Original auf unverfänglichen Belegen. Der Aufwand, solche zu besorgen, wird wahrscheinlich enorm sein. Vielleicht hat der Empfänger R-Briefe erhalten, deren Marken mit unverfänglichen Stempelgeräten aus Danzig entwertet wurden? Belege aus Langfuhr, bei denen die Marken mit den Stempelgeräten "DANZIG-NEUFAHRWASSER * *" oder "DANZIG-NEUFAHRWASSER * a" entwertet wurden, sehen auch irgendwie unverfänglicher aus. Habe überlegt, ob ich einige von mir eingescannte Briefstücke (alle ohne Infla-Prüfstempel) und Belege mit Stempelgerät "DANZIG-NEUFAHRWASSER * b" hochlade, letztendlich würde dies aber im Moment auch nicht wirklich eine neue Erkenntnis bringen. Wobei, jetzt habe ich die Bilder vorbereitet und lade sie auch hoch. Abschlag mit Datum aus 1920 Abschläge mit Daten aus 1921 Ob dieser Briefumschlag heute noch mit einem Infla-Prüfstempel versehen werden würde, mag ich bezweifeln. Ein Eilboten-Brief nach Berlin müsste eigentlich auf der Rückseite einen Rohrpost-Stempel aus Berlin tragen und so ganz ohne weitere Stempel ist das höchst seltsam. Der Abschläge mit Daten aus 1922 Abschläge mit Daten aus 1929 Wie auch immer, ich würde den Beleg nach USA zur Prüfung senden und mich überraschen lassen, wie er vom Prüfer beurteilt wird. Beste Grüße Markus
aschoka Am: 17.12.2018 23:44:08 Gelesen: 68304 # 79
Erstens, vielen Dank wie immer für die Information, sehr hilfreich. Kurze Rückmeldungen: [#74] Luftpost: was mir hier wundert - geht es darum, daß das original Stempelgerät "Luftpost ..." in privaten Händen gelandet ist oder wird es bei den Postbeamten abgestempelt oder ... ? [#75] Zoppot nach NYC: Es ist wirklich interessant, wenn beim Ankunftsort in USA keine weitere Abstempelung angebracht wurde. Ansonsten sieht die Abstempelung gleich wie bei von Dir gezeigte Scans. [#75] Langfuhr Neuefahrwasser b nach USA: Wäre es interessant einen Cincinnati Stempel aus dem Jahr 1921 zu finden, ansonsten zweifle ich auch, dass die Prüfung erfolgreich wird. Auf jeden Fall sende ich diese 2 Belege zur Prüfung und teile hier die Ergebnisse mit. Mit Luftpoststempel würde ich die Zeit und Geld sparen, 99,x % dass es im Gebiet "nicht genügen Information" landet. Noch einmal vielen Dank für deine Antworten. Grüße, Oleg
aschoka Am: 30.03.2019 14:26:42 Gelesen: 66501 # 80
Guten Tag! Ich möchte hier eine Dreistreifen von MiNr D193x zeigen, die mit Zoppot A (Zo.08.0) entwertet worden war. Laut K. Wolf ist die missbrauchliche Verwendung des Stemplegerätes nicht auszuschliessen und auf Briefe ist diese Abstempelung selten. Wie soll man die abgebildete Marken bezeichnen: Echt gestmeplt, nicht prüfbar (gibt es aber für Nach-Infla zeiten nicht) oder falsh? Grüße, Oleg
Lokstedter Am: 31.03.2019 22:49:11 Gelesen: 66434 # 81
@ aschoka [#80] Hallo Oleg, die missbräuchliche Verwendung des Stempels "Zoppot a (Freie Stadt Danzig)" bezieht sich auf mögliche Rückdatierungen auf Marken der Inflationszeit (Danzig Mi Nr. 1 bis Mi Nr. 192). Lose Inflamarken mit diesem Stempelabschlag werden von den Danzigprüfern als nicht eindeutig zeitgerechte Entwertung eingestuft und sie erhalten für die Stempelprüfung nur den schraffierten Kreis und kein Inflasignum. Bei allen Marken die nach der Inflationszeit erschienen sind, ist der Stempel in der Regel vollwertig und kann als echt und zeitgerecht geprüft werden. Eine Gefahr der Rückdatierung besteht bei der von dir gezeigten Mi Nr. D193x nicht, da die Marke vom Ausgabetag (Juli 1932) bis zum Ende der Freistadtzeit (September 1939) gültig war und Rückdatierungen damit keinen Sinn ergaben. Gruß Lokstedter
aschoka Am: 01.04.2019 11:55:56 Gelesen: 66370 # 82
@ Lokstedter [#81] Vielen Dank für Deine Antwort und die Information. Mein Verständnis war genau so wie bei Dir geschrieben ist. Ich würde hier nur folgendes sagen - es geht auf keinem Fall um Rückdatierung, aber könnten wir unterscheiden, zwischen echt gelaufen und für philatelistische Zwecke abgestempelte Marken nach der INFLA Zeit z.b. wenn der postfrische Bogen 193Dx mit Zoppot a abgestempelt worden war?
aschoka Am: 16.10.2019 11:08:24 Gelesen: 63298 # 83
Kurzes Update basiert auf die Prüfergebnisse @ aschoka [#59] Die oben abgebildete Marken sind als Stempel-falsch geprüft (erwartet), die unten abgebildete Marke, MiNr 118, Zoppot b, wurde als INFLA-echt geprüft. @ aschoka [#64] Die unten abgebildete Marke, MiNr 117, 10M wurde als "die Zeitgerechte Entwertung nicht nachweisbar" bezeichnet. @ aschoka [#75] Der Beleg oben, MiNr 237-239 ist als echt geprüft. Der Beleg unten, MiNr 87-89 ist überfrankiert aber die Entwertung wurde als INFLA-echt geprüft. Kann auch die Scans hochladen, sagt Ihr Bescheid wenn es nötig ist. Grüße, Oleg
Pepe Am: 21.04.2022 22:00:53 Gelesen: 44443 # 84
Aus Nachlaß ein Faltblatt auf Wasserzeichenpapier "SCHLEICHER & SOHN" mit der Erstausgabe, jedoch ohne Mi 13 und 14. Den Stempel fand ich nicht in der Datenbank. Ist sicher ein Gefälligkeitsstempel. Frage: Echt oder falsch ? Stempel auf Mi 10 Nette Grüße Pepe
Stefan Am: 21.04.2022 22:22:54 Gelesen: 44432 # 85
@ Pepe [#84] Ist sicher ein Gefälligkeitsstempel. Frage: Echt oder falsch ? Einer mir vorliegenden Info nach ist der Handstempelabschlag DANZIG *4b auf losen Marken nicht BPP-prüfbar, auf nachweislich beförderten Sendungen hingegen schon. Ob dies auch für ein ganzes Blatt mit Gefälligkeitsentwertungen gilt, kann ich nicht beurteilen. Ich gehe hier nicht von Aufdruckfälschungen aus. Mir schaut es eher nach einer sammlerseitigen Vorlage für eine Gefälligkeitsentwertung seinerzeit verfügbarer Briefmarken an dem Danziger Postschalter aus. :-) Gruß Stefan
Pepe Am: 21.04.2022 23:11:47 Gelesen: 44412 # 86
@ Stefan [#85] Das ging schnell, vielen Dank. Nette Grüße Pepe
Lars Boettger Am: 23.04.2022 00:26:29 Gelesen: 44325 # 87
@ Stefan [#85] Ob dies auch für ein ganzes Blatt mit Gefälligkeitsentwertungen gilt, kann ich nicht beurteilen. Hallo Stefan, das würde mich persönlich sehr wundern. Bei einem Brief oder eine Karte kannst Du in vielen Fällen anhand des Portos und ggfs. der Ankunftsstempel den Beleg besser beurteilen. Bei so einem Faltblatt würde ich wahrscheinlich nur mit der Schulter zucken. Beste Grüße! Lars
Matthias Bock Am: 23.04.2022 11:00:06 Gelesen: 44286 # 88
Die Schwierigkeit bei diesem Stempel ist wie folgt begründet: Auf Postsendungen vom Postamt Danzig 4 aus der Inflationzeit befindet sich in weit über 90% der Fälle der Stempel Danzig * 4 *; der * 4 b kommt hin und wieder auf Einschreiben vor. Es gibt aber ein grobes Missverhältnis zwischen hochwertigen losen Marken oder "Briefstücken" (meistens zerschnittene Blätter mit mutmasslichen Massenentwertungen) und dem, was vom Belegmaterial her bekannt und damit auch als plausibel anzusehen ist. Der Danzig * 4 b kommt in weitgehend identischem Aussehen bis 1941 vor, es gab also die Möglichkeit, mit diesem Stempel noch lange nach der Inflationszeit missbräuchliche Entwertungen vorzunehmen. Solche Rückdatierungen sind für diesen Stempel auch nachweisbar. In der Summierung dieser Punkte heißt es dann aus Prüfersicht: Eine zeitgerechte Entwertung ist nur in Ausnahmefällen positiv prüfbar. Diese Ausnahmen sind dann typischerweise die Briefe, die Hinweise auf eine Beförderung und zeitgerechte Behandlung enthalten (Ankunftsstempel, Zensurvermerke usw.). Sinngemäß gilt das auch für die anderen Danziger Stempel, von denen es in der Literatur heißt, dass sie lose nicht geprüft werden. Viele Grüße, Matthias Bock
opti53 Am: 15.11.2023 18:19:54 Gelesen: 28561 # 89
Hallo, ich hätte zwei Fragen zu einer Danzig-Marke. Es handelt sich um die MiNr 53: Meine zweite Frage bezieht sich auf die Stempel. Es gibt ja zwei Bewertungen, nämlich zeitgerechte Entwertungen sowie nicht prüfbare usw. Stempel. In welche Kategorie fallen die Stempel auf meinen Marken. Die Marken sind freilich nicht Infla geprüft. Viele Grüße Thomas [Erste Frage zur Arbbestimmung siehe "Marken bestimmen: Danzig"]
Sammlerfreund Christian Am: 01.03.2025 16:02:31 Gelesen: 21671 # 90
Hallo liebe Danzig-Experten, beim Durchblättern des Köhler-Katalogs ist mir das folgende Los der Danzig-Portomarken 15-23y aufgefallen: https://heinrich-koehler.de/de/385-auktion?text=3624 Zu zwei der angebotenen Marken, konkret die auch hier abgebildeten, gibt es auch Atteste von Herrn Soecknick bzw. Herrn Gruber, jeweils mit der Einstufung als "zeitgerecht entwertet", und sie werden sogar identifziert als "Danzig * 3 *" bzw. "Danzig * 5 b". Das hat mich als Laie sehr verblüfft: - Bei beiden Marken sind die Unterscheidungskennzeichen nicht abgeschlagen. Ich hatte mir gemerkt, dass rückdatierte Stempel genauso abgeschlagen wurden, d.h. bewusst ohne das untere Segment, um eine Identifizierung als "typischen/bekannten" Rückdatierer zu erschweren. Es gibt in beiden Stempeln auch keine sonstigen markanten Kennzeichen wie z.B. Verschleiß/Ausbrüche, usw. Mit anderen Worten: es gibt vermutlich dutzende Danzigstempel, sowohl zeitgerechte als auch rückdatierte, die "obenrum" genauso aussehen dürften. Meine Annahme war stets, dass solche Teilstempel prinzipiell nicht geprüft werden. Damit lag ich wohl falsch. Meine Frage an die Experten: wie wird ein solcher Stempel identifiziert? Geht es hier um minimale Abweichungen in den Abständen der Buchstaben, etc.? Wenn ja, gibt es hierfür Bestimmungshilfen, die es dem Laien ermöglichen, solche Teilabschläge zuzuordnen? Ich habe nämlich eine große Zahl von (vermeintlich) ähnlichen Abschlägen, unter denen sich wider Erwarten vielleicht doch der große Schatz befindet? - Der Stempel "Danzig * 5 b" wurde laut Handbuch von Herrn Wolff vom 25.7.1919 bis 3.1.1925 verwendet. Er könnte im Prinzip also auch zur Rückdatierung verwendet worden sein, da er auch noch nach Ablauf der Gültigkeitsdauer der Marke in Benutzung war. Mich würde interessieren, wie bei solchen Stempeln differenziert wird zwischen "echt und zeitgerecht" einerseits, und "rückdatiert" andererseits. Gilt hier "im Zweifel für den Stempel"? D.h. werden nur solche als problematisch betrachtet, bei denen Rückdatierungen positiv bekannt sind? Wie erkennt man eigentlich, ob ein Stempel, der sowohl vor dem Inflationsende als auch danach in Benutzung war, missbräuchlich rückdatiert wurde? Gibt es bestimmte Erkennungsmerkmale? Vielleicht wird ja auch mit statistischen Daten gearbeitet, z.B. wenn es ein ungewöhnliches Ungleichgewicht zwischen der Zahl lose gestempelter Marken und der Zahl echt gelaufener Belege gibt. Über Aufklärung würde ich mich sehr freuen! Vielen Dank und beste Grüße Christian
mark94 Am: 02.03.2025 18:51:55 Gelesen: 21579 # 91
@ Sammlerfreund Christian [#90] Bei beiden Stempeln gibt es Merkmale. Danzig 5b: Auf die Buchstaben D und G achten, beide etwas breiter im Erscheinungsbild. Danzig 3: Kerbe im Außenrand über D und Kerbe im G links. Bei Danzig 3 würde mich die Stempelfarbe stören. Normal sehr gräulich. Es gibt auch Verwendungen nach der Verwendungszeit die früher teils irrtümlich geprüft wurden. Diese in schwarz. In meiner Sammlung sind in der Zeitlinie die schwarzen zwischen den gräulichen Abschlägen die zudem auch mit verlaufener Stempelfarbe vorkommen. So als ob jemand zwischendurch den Stempel gereinigt, die Stempelfarbe gewechselt hat und dann doch wieder die übliche benutzt hat. Dazu sind die Gedanken frei. Von Danzig 5b gibt es Rückdatierungen bevorzugt auf teuren Marken. Man geht aber davon aus, dass es verhältnismäßig wenige sind, weshalb sie echt gegeben werden wenn das Datum in der Verwendungszeit liegt. Bei Schüler stand er noch auf der schwarzen Liste und Herr Kniep hat ihn dann aufgewertet. Rückdatierungen sind bei Stempeln ohne degenerative Veränderungen und ohne weitere Informationen erst mal nicht feststellbar. Die Datumszeile war frei drehbar. Ich persönlich würde für diese Stücke kein Geld ausgeben. Aber das ist vor allem Bauchgefühl nachdem man viel Material in seinem Leben gesehen hat. Die Prüferlogik ist da eine andere. Siehe dazu auch Inflaprüfordnung. Und hier noch eine Rückdatierung, Marke erst am 20.07.1923 verausgabt.
Sammlerfreund Christian Am: 03.03.2025 23:40:42 Gelesen: 21494 # 92
@ mark94 [#91] Guten Abend mark94, vielen Dank für Deine sehr hilfreichen Erläuterungen! Verstehe ich es richtig, dass man die Unterscheidung zwischen "glaubwürdigen" Stempeln und "unglaubwürdigen" Stempeln (bei denen, die sowohl in als auch nach der Inflation in Benutzung waren, die aber keinen Verschleiß erkennen lassen), allein anhand statistischer Auffälligkeiten ermittelt? Gibt es eine Liste der relevanten Stempel? Hast Du vielleicht einen Literaturtipp zu den "Deformationen" im Stempelabdruck, die bei der Identifizierung helfen? Würdest Du sagen, dass die schwarzen, trocken-porösen und klaren Stempelabdrucke, die man häufig sieht, in der Regel rückdatierte Stempel sind? Viele Grüße Christian
mark94 Am: 10.03.2025 15:15:53 Gelesen: 21250 # 93
@ Sammlerfreund Christian [#92] Ja, das ist wohl so ungefähr. Das mit den Stempeln ist keine exakte Wissenschaft sondern rein empirisch ermittelt. So zumindest mein Kenntnisstand. Bei den schwierigen Stempeln sind es oft die Stempel, sofern ein Postamt mehrere Stempel hatte, die man bei Bedarfspost nur auf Sendungen mit Zusatzleistung hat. Während die Stempel für Tagespost bei größeren Ämtern idR ok sind. Warum das so ist, kann man drüber spekulieren. Als Beispiele Danzig 1h auf R-Briefen oder Nachnahmesendungen oder Danzig-Langfuhr f auf Paketkarten. Nicht immer aber vorwiegend. Das sind mit die häufigsten "gefälligen" die lose nicht prüfbar sind. Bei Danzig 1h gibt es noch den Funfact, das ab 5 Januar 1924 eine Lücke links im unteren Steg auftritt. Das hat zur Folge, dass die Guldenprovisorien mit Danzig 1h ohne Lücke infla-echt gegeben werden weil Manipulationen quasi auszuschließen sind. Allerdings hat man dann Pech bei der letzten Flugpostserie 177-180 die nur ein paar Wochen vorher erschienen ist. Hier nur auf Beleg prüfbar. Dieser Umstand zeigt 2 Aspekte auf. Die meisten Stempelmanipulationen sind bereits während der Inflation erfolgt. Wobei man dann nicht unterscheiden kann zwischen rückdatierten und tatsächlich gefällig abgeschlagenen Stempeln auf Vorlage für Sammlerzwecke. Denn dass die Masse der Manipulationen in einem Zeitfenster ab 03.11.1923 bis 04.01.1924 erfolgte ist illusorisch. Und zum zweiten nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Manipulation zu je älter die Ausgaben sind. Bei 1-15 hatte man fast 3 Jahre Zeit und bei 177-180 nur ein paar Wochen um etwas zu basteln. Der Danzig 1h mit Lücke ist als Rückdatierung auf Inflamarken häufiger als auf Marken der Guldenwährung. Für die Danzigstempel gibt es die Stempelkataloge der ArGe Danzig. Kann dort bezogen werden oder auch antiquarisch wenn man etwas Glück hat. Bzgl. der Einteilung nach echt, falsch oder nicht zeitlich bestimmbar gibt es eine Liste noch von Karl Kniep die überwiegend noch dem heutigen Kenntnisstand entspricht. War mal in den Rundschreiben. Zu Danzig 3 möchte ich bezgl. der Stempelfarbe nicht spekulieren. Die Beleglage bei mir kennt aus der Spätzeit nur die öliggrauen Abschläge. Aber ausschließen kann man nichts und zum Ende der Inflation wurde es auch weniger mit der Post, da muss man evtl. auch noch suchen um gesicherte Grundlagen zu haben. Zumindest betrachte ich den Stempel in dieser Ausprägung skeptisch. Und um nochmal auf die Portomarken zurück zu kommen. Lose würde ich nur die kaufen, die auch mit Stempeln auf Belegen vorkommen. Gerade was die letzten beiden Ausgaben betrifft. Dazu noch ein Beispiel: Zwar philatelistisch inspiriert und über den Text mag man sich seine eigenen Gedanken machen. Wobei ein Kaufgesuch an einen Händler erst mal nicht ungewöhnlich ist. Aber schräg wenn der Absender mutmaßlich aus der Familie kommt oder gar der Adressat selbst ist. Gemeinhin werden die v. Baggo Belege als originär angesehen. Für mich wichtig der echte Gebrauchsstempel Danzig 1t für gewöhnliche Post. Viele der anderen Abstempelungen auf diesen Ausgaben würde ich nicht teuer bezahlen auch wenn noch so viele Atteste dabei sind. Aber, das ist nur meine eigene Meinung, mein Geschmack und keine Anzweiflung der generellen Prüftätigkeit bei diesem Gebiet. Philatelistische Aktivitäten die zu Grauzonen führen sind wohl bei fast jedem Gebiet ein Thema.
aschoka Am: 11.03.2025 11:15:41 Gelesen: 21166 # 94
@ Sammlerfreund Christian [#92] Ich würde empfehlen den Beitrag vom Danzigprüfer Matthias Bock anzuschauen, dort sind eigentlich alle Antworten auf deine Fragen ganz gut zusammengefasst https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=10120&CP=0&full=1 Betrag [27] Dazu noch als die Ergänzung - Danzig 1 z, z in Schreibschrift ohne Lücken. Frühdatum Juli 1924 gesichert, alles davor zur Zeit zweifelhaft, da keine Belege existieren und auch keine losen Marken nach dem 31.10.23 - Danzig Sch.A. * - hier sind Anfang des Jahres diverse beweisbare Rückdatierungen aufgetaucht. - Kalthof Freie Stadt Danzig - keiner scheint Briefe aus der Inflazeit zu haben, damit ist ein Frühdatum vor etwa 1925 unsicher. Es gibt auch falsche Briefe mit dem Stempel. Kalthof Freistadt ist hingegen in Ordnung. - Einkreiser Tiegenhof ist auch fragwürdig, wird aber (noch?) geprüft.
Sammlerfreund Christian Am: 13.03.2025 21:23:21 Gelesen: 20992 # 95
@ mark94 [#93] @ aschoka [#94] Vielen Dank Euch beiden für die ergänzenden Informationen, die ich sehr hilfreich finde! Ich erlaube mir eine weitere Frage zu mark94`s Absatz, der die folgende Aussage enthält: "Die meisten Stempelmanipulationen sind bereits während der Inflation erfolgt. Wobei man dann nicht unterscheiden kann zwischen rückdatierten und tatsächlich gefällig abgeschlagenen Stempeln auf Vorlage für Sammlerzwecke." Bedeutet dies, dass ein Stempel, der bereits vor Inflationsende außer Betrieb ging, dennoch in die Stempel-Kategorie "gestrichelter Kreis" fällt, wenn er statistisch "auffällig" geworden ist? Ich dachte immer, der Kreis der problematischen Stempel rekrutiert sich nur aus denjenigen, die noch nach Ende der Inflationszeit in Benutzung waren. Abschließend erlaube ich mir noch einen Hinweis zur ArGe Danzig. Ich habe mich dort nach einer Liste der problematischen Stempel erkundigt. Eine solche Liste wird tatsächlich geführt, wird aber nur an ArGe-Mitglieder weitergegeben. Quasi Staatsgeheimnis. Andererseits etwas aus der Zeit gefallen, finde ich (auch im Vergleich zu anderen ArGes). Soll dies dem Schutz vor Fälschern dienen? Erfahrungsgemäß sind die "bösen Jungs" nicht da draußen, sondern bereits im eigenen Haus. Zudem kann jemand mit ernsthaften bösen Absichten einfach diese neue Erfindung nutzen - wie heißt sie noch? - ach ja, das Internet, um genug Informationen zusammenzutragen, die für die Umsetzung der bösen Absichten in die Tat notwendig sind. Aber gut, ich will keinen Nebenschauplatz eröffnen. Viele Grüße und einen schönen Abend Christian
mark94 Am: 17.03.2025 19:51:24 Gelesen: 20751 # 96
@ Sammlerfreund Christian [#95] Diese Bemerkung über die Manipulationen bezog sich ausschliesslich auf den Stempel Danzig 1h aufgrund des Zeitfensters. Wobei man davon ausgehen kann dass ein Gutteil der losen Marken zeitgerecht gestempelt wurden. Das ist einer losen Marke allerdings nicht anzusehen und aufgrund der hohen Zahlen nachweisbarer Manipulationen (IdR unmögliche Stempeldaten außerhalb der Gültigkeit der Marke) werden die eben lose alle abgelehnt. Es gibt da aber gerade bei diesem Stempel auch Stücke die ich für ok halte aber die eben aufgrund obigen Sachverhalts abgelehnt werden. Der Prüfer Erdwien, mir noch persönlich bekannt, hat in seinen Attesten gelegentlich die Formulierung " So abgeschlagen zeitgerecht" verwendet und auf sein Vergleichsmaterial verwiesen. Auch kann ich auf die seltene 104b verweisen die einen eng begrenzten Hauptverwendungszeitraum von 10/22-2/23 hatte. Diese Variante war damals noch nicht bekannt, nur unter UV Licht erkennbar. Ich habe nun mehrere lose Stücke, abgestempelt mit Danzig 1h im korrekten Zeitraum. Ein Attest wird es dafür vermutlich nicht geben. Die Verwendung im Postamt 1 auf Brief mit diesem Stempel ist aber belegt. Aber man mag sich überlegen wie groß der Zufall sein muß, dass ein hinterlistiger Fälscher nach der Inflation genau richtig rückdatiert hat damit es nicht auffällt und ohne Kenntnis der Variante? Und es waren nur 3 Monate Zeit nach der Inflation bis der Stempel beschädigt wurde. Das nur als Beispiel das nicht automatisch von einer Verfälschung auszugehen ist wenn man diesen Stempel auf losen Inflamarken trifft. Generell ist es so, dass die kritischen Stempel die lange im Betrieb waren und unbeschädigt blieben für die Hauptmasse der Fälschungen verantwortlich sind. Zur ArGe Danzig: Keine Ahnung wen du da gefragt hast. Möglicherweise hat der Verein interne Dokumente die er nicht herausgeben mag. Andererseits sind alle Rundbriefe online (noch?) verfügbar. Die Liste die ich meine stammt noch von Karl Kniep, mir noch persönlich bekannt, und stand in einem der Rundbriefe. Ich bin mir sicher dass Herr Kniep gegen eine Weitergabe nichts einzuwenden hätte. Ich kann dir die Liste per E-Mail schicken wenn du mir sagst wohin. Auch hätte ich noch einen Stempelkatalog aus dem Jahr 2000 über. Der reicht völlig aus wenn man sich orientieren möchte. Enthalten sind die Aufgabestempel von 1817-1945 ohne Spezialgebiete wie Werbestempel oder AFS.
Sammlerfreund Christian Am: 18.03.2025 09:13:58 Gelesen: 20698 # 97
@ mark94 [#96] Guten Morgen mark94, vielen Dank für die weiteren Informationen! Gern würde ich mich bzgl. der offenen Punkte auch per E-Mail mit mir austauschen. Insbesondere an der Kniep-Liste wäre ich interessiert - die im Beitrag [#60] abgebildete Liste scheint ja nur ein Auszug zu sein, oder? Ich möchte allerdings meine E-Mail-Adresse nicht öffentlich posten. Gibt es auf den Philaseiten eigentlich keine Möglichkeit privater Nachrichten? Als Stempelkatalog liegt mir der dreibändige Katalog von Wolff vor. Dieser geht zwar nicht explizit auf rückdatierte/falsche Stempel ein, allerdings empfinde ich den Katalog aufgrund der präzisen Daten zu den Verwendungszeiträumen und Abnutzungserscheinungen auch in dieser Hinsicht als sehr hilfreich. Er ist natürlich auch schon ca. 25 Jahre alt. Viele Grüße und einen schönen Tag Christian
mark94 Am: 23.03.2025 18:28:35 Gelesen: 20371 # 98
@ Sammlerfreund Christian [#97] Ich habe mal geschaut, ein internes Nachrichtensystem scheint nicht zu existieren. Aber es ist möglich im Profil seine (oder eine von mehreren wenn man nicht so öffentlich sein will) E-Mailadresse anzeigen zu lassen.
Stefan Am: 23.03.2025 18:49:22 Gelesen: 20360 # 99
@ mark94 [#98] Ich habe mal geschaut, ein internes Nachrichtensystem scheint nicht zu existieren. Doch, dies existiert durchaus, ist allerdings nicht ganz "intern". Als Philaseiten-Mitglied hat man die Möglichkeit, sich eine Emailadresse mit dem Benutzernamen und der Endung "@philaseiten.de" freischalten zu lassen. Aber es ist möglich im Profil seine ( oder eine von mehreren wenn man nicht so öffentlich sein will ) E-Mailadresse anzeigen zu lassen. Richtig. Welche eigenen Daten im Profil freigeschaltet und von anderen angemeldeten Mitgliedern ersichtlich sind, entscheidet jedes Mitglied für sich selbst. Unangemeldet kann man nichts im Profil von anderen Mitgliedern einsehen. Gruß Stefan [1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/philamail?noframes=1
Sammlerfreund Christian Am: 23.03.2025 21:16:48 Gelesen: 20324 # 100
@ Stefan [#99] @ mark94 [#98] Guten Abend zusammen, vielen Dank für die Hinweise! Meine E-Mail-Adresse, die ich soeben eingerichtet habe, ist jetzt zu sehen. :-D Schönen Abend und beste Grüße Christian
Sammlerfreund Christian Am: 23.03.2025 21:46:27 Gelesen: 20310 # 101
Weil Bilder mehr sagen als 1.000 Worte, hier auch noch zwei Schätzchen, die ich neulich gefunden habe und bei denen ich nicht weiterkomme. 1. Danzig Mi-Nr. 39 auf Bfst., rückseitig signiert. 2. Danzig Mi-Nr. 43 F N (ohne Unterdruck), auch auf Bfst und rückseitig signiert. Die Kernfrage lautet in beiden Fällen: Echt und zeitgerecht entwertet? Bei der Mi-Nr. 39 kann ich keinen Stempel im Wolff-Stempelkatalog finden, der im unteren Segment ganz rechts eine 2 aufweist. Aber wer denkt sich denn einen kompletten Fatasiestempel aus? Bei der Mi-Nr. 43 F N müsste es sich entweder um Zoppot a, Zoppot c oder Zoppot d handeln (Wolff-Nrn. 07.0, 17.0 oder 21.0). In dem Auszug aus der Kniepliste oben wird keiner der Stempel als problematisch aufgeführt. Was meint Ihr dazu? Ferner wüsste ich gern, ob jemand die Signaturen entziffern kann und was davon zu halten ist. Vielen Dank, herzliche Grüße und einen schönen Abend Christian
mark94 Am: 26.03.2025 19:13:46 Gelesen: 20050 # 102
@ Sammlerfreund Christian [#101] Zur 39: Es wird sich vermutlich um den Falschstempel Danzig Sch. A. 2 handeln, ein Phantasiestempel. Der sitzt gerne auf Marken des kleinen Innendienstes. Zoppot c und Zoppot d kann man am Neigungswinkel des Verbindungsstrich des Z unterscheiden. Bei der Marke meine ich einen schwachen Unterdruck zu sehen, verblasst? Einfach nochmal mit einer guten Lupe ansehen.
10Parale Am: 07.04.2025 21:53:02 Gelesen: 18963 # 103
Hier eine Michel Nr. 8 zu 1 Mark (rot bis dunkelrosa) mit einem Stempel von Hohenstein vom 30.9.20. Hohenstein gehörte bis 1920 zum Kreis Dirschau, dann zur Danziger Höhe. Ich habe 2 Fragen zu diesem Markensatz überhaupt: - ist der Stempel Hohenstein selten, wenn echt? - im Michel Spezial Katalog stehen Daten hinter den Marken, hier z.B. 14. Juni. Bedeutet dies der Ersttag der Marken mit "Berliner Aufdruck"? Danke im Voraus für die Beantwortung der Fragen. Ich bin kein Spezi auf dem Gebiet. Liebe Grüße 10Parale
mark94 Am: 08.04.2025 18:58:43 Gelesen: 18835 # 104
@ 10Parale [#103] Alle Stempel Hohenstein können, sofern die Daten im Verwendungszeitraum der Marke liegen, als echt angesehen werden. Der Stempel ist mäßig selten, problemlos zu bekommen wenn man die Augen offen hält. Bei den Ausgabedaten hinter den Marken ist folgendes zu berücksichtigen. Es sind Marken erst später erschienen nachdem bereits andere Ausgaben an den Schaltern waren, z.B. Nr. 14 am 21.12.1920 nachdem bereits Mi. Nr. 16-20 verausgabt wurden. Offensichtlich hat man motivgleiche Marken zusammengefasst unabhängig vom Ausgabedatum. Streng genommen ist die Michelnummerierung falsch. Vorteil allerdings ist eine bessere Strukturierung die lästige Sucherei vermeidet.
Fips002 Am: 08.04.2025 20:33:35 Gelesen: 18780 # 105
@ 10Parale [#103] Der Stempel Hohenstein (Kr. Dirschau) wurde vom 02.01.01 bis zum 19.02.1922 verwendet. Nach dem Katalog Freie Stadt Danzig 1920-1939, Bewertung der Poststempel, 1.Auflage 1977, war der Wert 25,- DM. Gruß Dieter
10Parale Am: 08.04.2025 21:39:58 Gelesen: 18746 # 106
@ mark94 [#104] Ah, jetzt verstehe ich das schon einigermaßen besser. @ Fips002 (#105) Oh, danke, der Katalog ist noch vor der Währungsumstellung und erläutert den Wert in DM. Das ist gut. Wahrscheinlich muss ich jetzt 1/2 ansetzen. Von einem Herren, der von seinem Papa geerbt hat, habe ich ein kleines Danzig Lot erwerben können. Dabei sind auch die folgenden Marken, die meine Frage an mark94 in [#103] (Antwort in [#104]) aufkommen ließ. Es sind 2 Marken, die Michel Nr. 9 zu 1,25 M und die Nr. 10 zu 1,50 M. Beide haben einen Stempel (12-1N u. 4-5N) von DANZIG vom 14.6.20. Bei der linken Marke mit der Doppelabstempelung steht der 14. Juni 1920 bei Michel hinter der Nummer in Klammern. Das ist also kein Ersttag, sondern eher eine Strukturierungshilfe. Bei der Marke zu 1,50 M, die auch den 14. Juni als Stempel hat, schreibt Michel in Klammern (20. Juli). Liebe Grüße 10Parale
ALIBABBA Am: 26.06.2026 14:05:30 Gelesen: 2506 # 107
Tach' zusammen! Ich bin echt froh, hier Mitglied zu sein. Ohne Eure Beiträge hätte ich mich längst heillos im Dickicht der Fälschungen verirrt. Mehrere Stempellisten liegen mir nun vor und ich habe die alle durchgeackert. So konnte ich im Erwerb von Marken die ein oder andere Entwertung aussortieren ... Tiegenhof mit Signum Dr. Oechsner ist darunter. Wieder werden mir Marken angeboten, die ich dennoch nicht einordnen kann: Die 87X trägt Abstempelung DZG 5g, die ich für echt halte. Die 88X und die 89X sehe ich problematischer. Letztere könnte DZG-Langfuhr sein. Und hier ist eine schöne Abstempelung der 150 mit DZG 1h. Die ist mit Datum 29.8.23 versehen, welche von frühere lebenden Experten (Dub, Schüler) als falsch bzw. rückdatiert eingestuft wurden.
ALIBABBA Am: 26.06.2026 14:06:13 Gelesen: 2504 # 108
Und hier ist eine schöne Abstempelung der 150 mit DZG 1h. Die ist mit Datum 29.8.23 versehen, welche von frühere lebenden Experten (Dub, Schüler) als falsch bzw. rückdatiert eingestuft wurden.
ALIBABBA Am: 26.06.2026 17:26:28 Gelesen: 2440 # 109
Die Qualität der (Fremd-)Bilder bitte ich zu entschuldigen.
Helmoald Am: 27.07.2026 20:56:42 Gelesen: 1479 # 110
Guten Abend, ich möchte mich an diesem Thread hängen und zwei gestempelte Luftpostmarken von 1923 zeigen. Diese Marken wären mit ihrer kurzen Gültigkeit bei einer zeitgerechten Abstempelung recht teuer. Meistens sind diese Marken mit gefälligen Luftpoststempeln entwertet. Diese hingegen sahen für mich auf den ersten Blick aus, als kämen sie aus dem Bedarf. Bei der Nummer 177 sehe ich einen Danzigstempel mit dem Datum 20.10.23_._. Bei der Nummer 179 lese ich ein Datum_.10.23_2-3N und dachte ursprünglich an den Danzig*5g Stempel, aber dann sah ich, dass die Schrifttype der "3" nicht passt. Wer kann mir Tipps geben, um welche Stempelgeräte es sich handeln könnte? Über eure Mithilfe würde ich mich sehr freuen! Viele Grüße, Helmoald
cihs Am: 27.07.2026 21:11:22 Gelesen: 1466 # 111
Bei der Mi.-Nr. 179 kann es sich vielleicht um einen imitierten DANZIG * 5 f handeln.
Helmoald Am: 27.07.2026 21:45:51 Gelesen: 1451 # 112
@ cihs [#111] Du meinst, es handelt sich nicht um einen echten Stempel, sondern um einen Falschstempel? Das Datum sieht ja auch wirklich komisch aus: keine Punkte und die ungewöhnliche "3"... Was ist mit der 177 ?
cihs Am: 27.07.2026 22:25:52 Gelesen: 1437 # 113
Die Mi.-Nr. 177 kann ich nicht identifizieren. Um deutsche Stempel besser verstehen zu können, kann ich das Buch von Infla Berlin empfehlen. https://www.infla-berlin.de/wp-content/uploads/2026/01/Band-48Neuberarbeitet.pdf
Helmoald Am: 27.07.2026 22:43:18 Gelesen: 1425 # 114
@ cihs [#113] Ich habe den Stempelkatalog von Klaus Wolff in der 4. Auflage vorliegen. Ich kann bisher aber nichts passendes finden. Welches Postamt kann die 177 sein? Danzig 5 ist es irgendwie nicht, oder?