Thema:
(?) (48) (61) UdSSR: Ganzsachen-Postkarten als Ansichtskarten
Anders als bei uns war es über Jahrzehnte in der UdSSR üblich, Ansichts- und Glückwunschkarten nicht als nackte Postkarte herauszubringen, die man noch mit einer Briefmarke bekleben musste, sondern solche Karten wurden überwiegend als Ganzsachenpostkarte mit eingedrucktem Wertstempel hergestellt. Zu touristischen Zwecken wurden sogar bei besonderen Themen wie dem Kreml, Leningrad, St. Petersburg, Kiew usw. ganze Sammelmäppchen mit unterschiedlichen Karten, aber zum gleichen Motiv hergestellt und verkauft. Es gab solche Sammelmäppchen zwar auch als bloße Ansichtskarten, mehrheitlich aber waren darin Ganzsachenpostkarten enthalten. Solche Karten erlebten Auflagen von bis zu 20 Millionen Exemplaren, was verdeutlicht, wie stark diese Karten in Gebrauch waren.
Für mich als Mitteleuropäer und Ganzsachensammler waren bei den Karten zunächst die Unterschiede der Adresseiten von Interesse, im Laufe der Zeit aber ist durch das Zusammentragen auch eine Art Fotoalbum zu einzelnen Orten und Sehenswürdigkeiten, zum Teil auch zu besonderen Anlässen zusammengekommen. Ich kann zwar weder russisch noch die kyrillische Schrift ausreichend lesen, es gibt hier im Forum aber Andere, die mir bei der Übersetzung der Bildunterschriften vielleicht helfen können.
Ich werde in der nächsten Zeit, vielleicht unterbrochen durch Bildbeiträge Anderer, allerlei von solchen Bildpostkarten zeigen. Die katalogmäßige Zuordnung erfolgt dabei stets nach dem Michel-Ganzsachenkatalog für Osteuropa, außerdem nenne ich die Druckgenehmigungsnummer, die jeder einzelnen Ganzsache der UdSSR seit der Nachkriegszeit zu eigen ist. Zum Start nun eine Karte der Ausgaben aus 1982/84, die einen Blick auf die Kreml-Mauern zeigt.

P 442 II - Druckgenehmigungsdatum 5.8.1983
Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#1]
Hallo,
ein ambitionierter Versuch bei der Masse von Karten. Ich habe früher mal allein 17 verschiedene Wertzeicheneindrucke (vorwiegend 1960er und 1970er) zusammengestellt gehabt, aber das Sammelgebiet bis auf paar schöne Exemplare verlassen. Hier sehen wir die Kremlmauer mit drei Türmen, von denen der Spasski-Turm rechts wohl der bekannteste sein dürfte.
Gruß
Uwe
@ Cantus [#1]
Guten Morgen Zusammen, hallo Ingo,
da hast Du ein schönes, vor allem ergiebiges Thema gefunden.
Sowjetische Ganzsachenumschläge und Ganzsachenkarten sammle ich seit vielen Jahren, allerdings nur mit einem Motiv aus dem Bereich "Schienenverkehr".
Meine ältesten Bildpostkarten stammen von 1954 und sie faszinieren mich immer aufs Neue.
Zu Deinen Ausführungen kann ich noch hinzufügen, dass die Karten aus den größeren Städten in den frühen Jahren fast immer zweifach aufgelegt wurden.


Die Abbildung oben zeigt die Vorderseite eines "Postkartenblocks", bei dem 12 Postkarten mit Wertstempel "40 Kopeken" mit zwei Stahlklammern zusammengeheftet und zum Schutz vor Korrosion mit Kaliko umklebt wurden. An der Heftseite waren alle Karten mit einer Abbreisszähnung (Perforiering) versehen, so dass man die Karten bei Bedarf wie Zettel von einem Notizblock abreissen konnte. Der Block war sehr günstig und kostete 5 Rubel.
Im Heft selbst befindet sich u.a. eine Karte mit der Abbildung vom Komsomolskaja-Platz mit dem Kasaner- und dem Leningrader Bahnhof, einem Vestibül der U-Bahn und der Eisenbahnbrücke. Die Karte trägt die Druckdaten: 6186 11/V 1956 - 17258. Die Einzelkarte (ohne Perforierung) dagegen die Daten: 08995 - 6/VII 1856 - 17595.
Man muss also ganz schön geduldig sein und suchen, um eventuell "komplett" zu werden.
Einen schönen Wochenbeginn wünscht
Franz
Hallo Uwe, hallo Franz,
schön, dass ich auch bei so einem Thema auf Interessenten stoße. Ich hatte zwanzig Jahre lang sehr intensiv und mit spürbarem Kapitaleinsatz die Bild-Ganzschenumsachläge gesammelt, aber nur gestempelt und vorrangig echt gelaufen. Da aber in den letzten Jahren kaum noch neues Material angeboten wurde, habe ich die gesamte Sammlung mit insgesamt etwa 14.000 verschiedenen Umschlägen, dabei viele seltene aus den 1950er Jahren, über ein Auktionshaus versteigern lassen; der Erlös belief sich dabei auf durchschnittlich zehn Cent pro Umschlag. Das war zwar enttäuschend wenig und vielleicht hatte ich dafür auch das falsche Auktionshaus gewählt, aber verkauft ist verkauft.
Übrig blieben allerlei Dubletten, etwa ein großer Karton voll, der sich seit Monaten bei einem Sammler und Forenmitglied im Ruhrgebiet befindet, und noch ein kleines Kartönchen, in dem sich postfrische und gelaufene Bildumschläge und eben auch Ganzsachen-Ansichtskarten befinden. Diese habe ich nun überwiegend eingescannt, denn ich finde auch solche Ganzsachen durchaus reizvoll und bisher hatte niemand hier im Forum die Idee, sich auch einmal mit so einem Thema zu befassen. Aus meiner sammlerischen Vergangenheit kenne ich nur einen einzigen Sammler, der sich mit vollem Elan diesen Karten widmet oder gewidmet hat, ansonsten dürfte dieses Thema in Mitteleuropa eher stiefmütterlich behandelt werden. Heute habe ich wenig Zeit, aber morgen werde ich die nächste Karte zeigen.
Falls ihr auch an Bildumschlägen der UdSSR interessiert seid, so könnt ihr gerne so ein Thema gründen. Ich denke, so etwa 150 verschiedene Umschläge könnte ich schon noch zeigen.
Viele Grüße
Ingo
Guten Tag Zusammen,
meine älteste Ansichts-Ganzsachenkarte ist die Nr. 05860 vom 15.XII.1954 und zeigt den Bahnhofsvorplatz von Minsk, der Stadt in Weißrussland, in der die Ukraine-Abkommen zustande kamen. Nicht abgebildet ist der Bahnhof (schade) stattdessen der stalinistische Prunkbau der Stadtverwaltung, der wie ein altes Stadttor aussieht.

Der Wertstempel ist die Freimarke (wie Mi.-Nr.: 1244 in grün) mit der Abbildung des Spasskiturms.
Einen schönen Tag wünscht
Franz
@ skribent [#6]
Hallo Franz,
zeige bitte noch die wichtige Adressseite, denn hier sollen doch Ganzsachen abgebildet werden und nicht nur bunte Ansichten.
Von mir heute eine Karte, die ich (recht mühselig) als Mi. P 424 II bestimmt habe. Sie trägt das Druckgenehmigungsdatum 10.7.1981 und lief am 14.7.1983 mit einem Poststempel von der Krim nach Creglingen im Nordosten von Baden-Württemberg. Rückseitig findet sich die Abbildung einer Ferienanlage, gelegen am Meeresufer der Krim, mit dem angegebenen Ortsnamen kann ich aber wenig anfangen.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#7]
Jalta ist doch bekannt als Kurort, Endpunkt der längsten O-Bus-Linie der Welt und durch die Konferenz von Jalta 1945 - oder was war hier gemeint?
Jan-Martin
Guten Morgen Zusammen,
hallo Ingo,
es stimmt, die Rückseite der Karten sollte ebenfalls abgebildet sein, damit dieses Thema auch "philatelistisch" bleibt.
Heute eine schöne Karte die das motivlich sehr beliebte Empfangsgebäude des Bahnhofs von Sotchi zeigt.


Der Wertstempel ist der gleiche wie bei [#6].
Einen schönen Sonntag wünscht
Franz
Unzustellbare UDSSR-Ganzsachenkarte zu 4 Kopeken. Druckgenehmigungsdatum 12.02.1988, P (?).

Ungewöhnlich, kurios ist die Versendeform in Ost-Berlin. Freigemacht ist die Neujahrskarte mit dem Maschinenstempel des
Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten aus BERLIN / 1020 / (10 Pf) vom 7.12.1988.
mit Sammlergruß,
Claus
@ Sachsendreier53 [#11]
Der Beleg ist keinesfalls eine Ostberliner Kuriosität, sondern wirklich selten und interessant. Sieht man den Absender, dürfte klar sein: Botschaftsmitarbeiter schreibt via Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten aus der Sowjetunion nach Berlin. Dann geht es offen mit Absenderfreistempel weiter und wohl auch retour. So deute ich das.
Gruß Uwe
Hier eine Karte, gelaufen am 13.12.1973 nach Hamburg. Leider kann ich nicht lesen, welches Gebäude da abgebildet ist.

Viele Grüße
Ingo
Moin Cantus,
ist doch alles ganz einfach:
Ленинград / Leningrad ist natürlich Sankt Peterburg und das Таври́ческий дворе́ц / Tawritscheski dworez ist das Taurische Palais. [1]
Gruss
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Taurisches_Palais
@ Francysk Skaryna [#14]
Hallo,
für mich ist das leider nicht einfach. Ich spreche weder russisch noch kann ich die kyrillische Schrift lesen, höchstens ganz mühsam nach Vorlage buchstabieren. Und da, wo ich wohne, bin ich ein Zugezogener, der nicht auf irgendwelches Schulwissen zurückgreifen kann. Meine Schulsprachen waren Latein, Englisch und Französisch, damit kann ich hier aber nichts anfangen. Deshalb ist es gut, wenn es Sammler wie dich gibt, die hier meine Wissenslücken füllen können.
Viele Grüße
Ingo
Moin Ingo,
und Sorry erst mal für meine etwas ungeschickt gewählte Formulierung.
Deshalb ist es gut, wenn es Sammler wie dich gibt, die hier meine Wissenslücken füllen können.
So etwas macht man doch immer gerne.
Gruss
Bei dieser Karte mit dem Druckgenehmigungsdatum vom 10.2.1971 brauche ich wieder eine Übersetzungshilfe. Auf der Bildseite scheint die Ruine einer großen Kirche abgebildet zu sein, errichtet in außerordentlich karger Landschaft in Armenien, aber wo genau?

Viele Grüße
Ingo
Hallo,
aber gern. Das ist in Jerewan, die Kirche Katoginka, ein Denkmal der Architektur des 6. Jahrhunderts.
Gruß
Uwe
Guten Tag Zusammen,
die Karte habe ich zwar bei [#3] aufgeführt und beschrieben, aber nicht gezeigt. Das hole ich hiermit nach.
Ansichtskarte von Moskau vom 6.VII.1956 mit der Abbildung des Komsomolskaja-Platzes mit drei verschiedenen Bahnhofs-Empfangsgebäuden, einer Eisenbahnbrücke und einem U-Bahn-Vestibül. Das war einmal der Nabel Moskaus zu Zeiten der UdSSR.


Einen schönen Tag noch wünscht
Franz
@ Skribent [#19]
Hallo Franz,
über deine gezeigte Karte bin ich aus philatelistischer Sicht gestolpert - weil sie auf der Anschriften / Wertseite hoch interessant ist.
Auch wenn die Karte den Druckvermerk vom 6.VII.1956 enthält, ist sie nicht vor Mitte 1960 in den Verkauf gekommen. Warum ?
Der blauviolette Handstempel neben dem Werteindruck von 40 Kopeken weist darauf hin, das diese Karte mit der Marke ab dem 01.01.1961 nur noch 4 Kopeken wertet. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die 6. Rubelumwertung in der Geschichte der Sowjetunion. Die Vorbereitung dazu für solche Wertgegenstände wie diese Karte kann man auf Mitte 1960 datieren.
Ein sehr schöner zeitgeschichtlicher Beleg, über den man nicht oft stolpert.
Beste Grüße
Detlev
Diese UdSSR-Ganzsachenkarte mit Zusatzfrankatur lief vom 30.8.1989 von Minsk nach Potsdam. Druckgenehmigungsdatum: 5.11.79.
Bildseite: Moskau, Ruderkanalstrecke in Krylatskoje.

Viele Grüße
Georgius
@ Detlev0405 [#22]
Guten Morgen Zusammen,
hallo Detlev,
ganz ehrlich, darauf habe ich nie geachtet, denn ich bin eigentlich Motivler und Thematiker in Sachen Schienenverkehr.
Ab sofort passe ich auf!
Heute eine Karte aus meinem Sammelbereich mit der Abbildung des Bahnhofs von Eriwan in Armenien. Der beigesetzte Rubelumwertungshandstempel (tolle Bezeichnung) ist diesmal dreireihig. Das Empfangsgebäude ist zwar philatelistisch einige Male berücksichtigt worden, aber Literatur ist einfach nicht zu bekommen.


Einen schönen Tag weiterhin wünscht
Franz
Von mir eine Karte aus Leningrad. Was da genau zu sehen ist, dafür brauche ich wieder einen Übersetzer.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#26]
Übersetzt sind das Isaak-Kathedrale, Hotel Astoria, Winterpalast, Ermitage, dazu die Architekten, die die Bauwerke verantworteten: Monferran, Lidwahl, Rastrelli.
Viele Grüße
Uwe
@ Detlev0405 [#25]
Hallo Detlev,
vielen Dank für Deine äußerst nützlichen Tipps und Hinweise. Nun bin ich wieder etwas besser informiert!
Viele Grüße und einen schönen Tag wünscht
Franz
Auch einfache Neujahrskarten erschienen als Ganzsache. Diese Karte lief von Minsk nach Potsdam, gestempelt am 12.12.1990.

Viele Grüße
Georgius
Ganzsachenpostkarten gab es auch für Luftpost.
Die Bildseite zeigt das Lenindenkmal vor dem Finnischen Bahnhof.


Die Karte ist nicht gelaufen, denn sie entstammt der Erinnerungs-Sammlung an meinen Lebensabschnitt, den ich dort verbrachte.
Viele Grüße
Georgius
Hallöle!
Hier eine ungelaufene Karte von 1957 aus Moskau mit der Ansicht des Kremls, anlässlich der Weltfestspiele der Jugend und Studenten für Frieden und Freundschaft - ebenso den bereits erwähnten Handstempel. [#22] [#24]


schöne Grüße
Marcel
Obwohl die Isaakskathedrale schon einmal zu sehen war, zeige ich sie hier als Frontalansicht. Erwähnenswert ist das von der Kuppel im Innern herabhängende Pendel nach Foucault, mit dem die Besucher selbst den Focaultschen Pendelversuch (Nachweis der Erdumdrehung) nachvollziehen können.


Anfang der 60-er Jahre habe ich mir diesen Spaß erlaubt.
Viele Grüße
Georgius
@ Georgius [#29]
Irgendwie scheint die Schriftseite der Karte [#29] verloren gegangen zu sein. Deshalb zeige ich diese hier nachträglich.

Es tut mir Leid
Georgius
Das Puschkin-Denkmal auf dem Platz der Künste. Im Hintergrund sieht man das Russische Museum, das sein "Schattendasein" hinter der Ermitage eigentlich nicht verdient hat, denn es ist mit seinen Exponaten nicht nur sehenswert, sondern sehr interessant.


Viele GrÜße
Georgius
Das Sommerpalais des Zaren Peter I., gelegen im Sommergarten, wurde in den Jahren 1710-1714 vom italienischen Architekten Domenico Trezini erbaut.


Viele Wochenendgrüße
Georgius
Guten Nachmittag,
ein Gebiet von dem ich so gar keine Ahnung habe, aber ich möchte doch auch eine Karte aus der "Sommerfrische" in Kazakhstan zeigen.
1961 waren es im August immerhin gute 40Grad Celsius in Alma-Ata


Und kann mir jemand etwas über die Bedeutung des Kastenstempels sagen?
Vielen Dank und in Erwartung des nächsten Sommers
Olaf
Hallo,
der Stempel bedeutet in das Deutsche übersetzt "international" und ist in der Regel auf allen Auslandssendungen aus der UdSSR angebracht.
Beste Grüße
Christoph
@ Cheri50 [#37]
Danke Christoph für die schnelle Antwort. Ich hatte mir so etwas ähnliches gedacht, aber an International ist mir kein Gedanke gekommen.
Gruss Olaf
Guten Morgen Zusammen,
zwei frühe Ganzsachenkarten mit Abbildungen von Jaroslawl.

Die Abbildung zeigt das Dramatische Theater auf dem Wolkow-Platz in Jaroslawl.

Diese Abbildung zeigt den Stadtkern mit Kreml von Jaroslawl.
Beide Karten haben die gleiche Rückseite (Wertstempel + Portostufenänderung) und stammen aus 1960.
MfG Franz
Wie DERMZ [#36] schon vorgestellt, hier auch eine Karte mit 3 Kopeken-Ganzsachenwertstempel von 1961 und Kastenstempel "INTERNATIONAL".


Ganzsachenkarte aus Sochumi (Abchasien/Georgien), gestempelt 1967, mit einer Fotografie der Uferpromenade von Sochumi.
Druckgenehmigungsdatum: A 031448/1 1965.
mit Sammlergruß,
Claus
Guten Morgen Zusammen,
heute drei Ganzsachenkarten aus Moskau.

Die GSK stammt vom 1/IV/1964 und zeigt auf der Bildseite die Abbildung des Empfangsgebäudes des Kiewer Bahnhofs. Der Wertstempel zeigt den Raketenstart von 1961 zu 3 Kopeken.

Die Bildseite links zeigt das Empfangsgebäude des Kursker Bahnhofs - Druckvermerk 28/X/1964 und die rechte Bildseite zeigt das Empfangsgebäude des Rigaer Bahnhofs - Druckvermerk 24/XI/1964. Die Rückseiten habe ich nicht kopiert, weil sie die gleichen sind wie von der ersten GSK.
MfG >Franz<
@ skribent [#42]
Interessant ist besonders die Odessa-Karte. Sie ist zweisprachig beschriftet in Russisch und Ukrainisch. Setzt sich das auf der Rückseite fort?
Gruß
Uwe
@ Altmerker [#43]
Guten Tag,
ja, auf der Rückseite ist der Text auch zweisprachig.
Ab sofort drehe ich bestimmte Ganzsachenkarten auch um, denn Abbildungen aus bestimmten Republiken der UdSSR waren recht häufig zweisprachig beschriftet. Wenn nicht vorn auf der Abbildung, dann rückseitig auf dem Anschriftenteil.
Hier 2 Beispiele aus Georgien.

Die Abbildung auf der GSK zeigt das Empfangsgebäude des Bahnhofs von Suchumi.

Diese Abbildung das Stationsgebäude auf dem Haltepunkt Gagra.
Zum Zeitpunkt des Drucks der GSK lagen die die beiden Orte in Georgien, heute würden sie in Abchasien liegen, beide an der Eisenbahnlinie Suchumi - Sotchi.
MfG >Franz<
Ansichtskarte als Ganzsache aus Moskau nach Staßfurt

VG Klaus Peter
Eine Ganzsachenkarte vom Bahnhof in
Wladiwostok. Er ist der Endbahnhof der
Transsibirischen Eisenbahn, mit der
Moskau auf einer 7-tägigen Reise erreichbar ist

Ich wünsche ein geruhsames Weihnachtsfest
Günther
[#19][#22][#24][#31][#39]
Hier eine weitere "Ansichtskarten-" Ganzsache aus dem Bereich der Rubelumwertung zum 01.01.1961

Ursprungsganzsache von 1957 zu 40 Kopeken mit einer Stadtansicht von Moskau, hier vom Manegenplatz ("Москва. На Манежной Площади"); Druckvermerk "Ш 01805 15/III 1957", "ЗАК. 18346", umgestellt auf 4
neue Kopeken; versendet als Urlaubergrußkarte nach Hannover. Leider wurde/n (sehr fachmännisch) die zugeklebte/n Briefmarke/n entfernt, die seinerzeit nötig war/en, diese Inlandsganzsache international freizumachen. Der schwarze Handstempel PAR AVION ist postalischen Ursprungs und wird erst nachträglich - nach der Einlieferung - angebracht.

Der
neue Wertstempel dieser Ganzsache
С 1 ЯНВАРЯ 1961 г. /
ЦЕНА КАРТОЧКИ /
С МАРКОЙ 4 КОР. bedeutet auf Deutsch in etwa: 'Zum 01.01.1961 (beträgt) / (der) Verkaufspreis der Postkarte / mit Wertstempel 4 Kopeken'.

Poststempel aus Dserschinski (Moskau) ("МОСКВА ДЗЕРЖИНСКИЙ СЕ??? / в") vom 11.01.1967 (?). Kann jemand näheres zum Poststempel sagen?
Beste Grüße
Thomas
Vladim Jakobs (2007): Цельные вещи в отечественной филателии. Почтовые карточки СССР 1923 - 1992 гг. (Übersicht zu "Ganzsachen-Postkarten der UdSSR 1923-1992", 82 Seiten/34 MB/PDF) -
https://de1lib.org/dl/1157561/1b2a60
Heute eine Karte aus Moskau mit Druckgenehmigungsdatum vom 1.11,1976, gelaufen am 13.6.1977 von Moskau nach Berlin.

Viele Grüße
Ingo
Diese Karte wurde 1971 gedruckt. Sie zeigt die
Südsibirische Eisenbahn von Magnitogorsk nach Taischet [1] auf dem elektrifizierten Streckenabschnitt. Der zu sehende Fluss ist der
Jenissei [2]. Der Tunnel ist der sogenannte Abakan-Tunnel.


Ich wünsche allen einen schönen Abend
Günther
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdsibirische_Eisenbahn
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Jenissei
@ Cantus [#51]
Guten Abend Ingo,
wir sehen hier das
Pamir-Gebirge [1] in
Tadschikistan. Man nennt es auch das "Dach der Welt". Die Inschrift im Postkarten-Bild ist russisch und tadschikisch.
Habt alle ein schönes Wochenende
Günther
[1]
https://trektajikistan.com/de/uber/pamir/
@ Seku [#52]
Und der Poststempel stammt aus Duschanbe (Душанбе), der Hauptstadt der damaligen "Tadschikischen SSR" (Таджикская ССР).
@ DL8AAM [#53]
Guten Abend Thomas,
danke für die Ergänzung. Da der Absender ja von Duschanbe berichtete, war ich auch der Meinung, der Stempel sei von da.
Ich konnte aber die kyrillischen Buchstaben nicht 100 %ig erkennen und sah von einem Hinweis im Beitrag ab. Man braucht schon viel Phantasie und gute Kenntnis der kyrillischen Schrift um das da "Душанбе" herauszulesen.
Mit freundlichen Gruß, hab einen schönen Wochenanfang
ünther
@ Cantus [#55]
Guten Morgen Ingo,
wir sehen hier die Gedenkstätte auf dem
Mamajew-Hügel (russisch Мамаев курган) [1] von
Wolgograd (russisch Волгоград), dem früheren Stalingrad (russisch Сталинград).
Die Figur zeigt die
Mutter-Heimat-Statue (russisch Скульптура Родина-мать)
Ich wünsche allen einen friedlichen Wochenanfang
ein nachdenklicher
Günther
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Mamajew-H%C3%BCgel
@ Cantus [#55]
Da der Poststempel weitgehend unleserlich ist
Passend zum Bildmotiv, stammt der Poststempel ebenfalls aus Wolgograd (Волгоград). Zumindest die Ortsangabe selbst, ist noch recht sauber erkennbar.
Beste Grüße
Thomas
@ DL8AAM [#57]
Guten Morgen Thomas,
"Zumindest die Ortsangabe selbst, ist noch recht sauber erkennbar."
Erkennbar dann aber auch das Datum: 10.05.86
Ich wünsche einen schönen Tag und hoffe, ihr findet einen schattigen Platz
Günther
Gestern erhielt ich eine Postkarte, sie zeigt den Bahnhof von
Charkiw in der Ukraine im Jahre 1979. Er wurde am 2. November 1952 eröffnet, um die vorherige Station zu ersetzen, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.


Im gleichen Umschlag war eine Postkarte als Fotomontage. Sie zeigt Menschen 1941 und im April 2022 im selben Bahnhof auf der Flucht
Charkiw ist die Partnerstadt von Nürnberg.
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und möge in
Charkiw und der gesamten Ukraine bald Frieden einkehren.
Günther
Der Bahnhof von
Chișinău - der heutigen Hauptstadt der
Republik Moldawien. Ansichts-Postkarte von 1974

Ich wünsche ein schönes Wochenende
Günther
Heute eine Ansichtskarten-Ganzsache aus dem Jahr 1977; den Text mögen bitte Andere übersetzen.

Viele Grüße
Ingo
Ganzsachenpostkarte P 225/III mit blauem Wertstempel Spasskyturm 40 Kopeken von 1957 mit Zusatzfrankatur Michel Nr. 2233 20 Kopeken vom 13.09.1958 von Moskau nach Weißenfeld. Auf der Bildseite das Staatliche historische Museum.


Schönen Gruß
Sepp
Guten Tag,
wieder ein bischen 'was vom Schienenverkehr in der Sowjetunion!


GSK vom 3/VI 1971 - U-Bahnhof "Leninsky Gory" in Moskau


GSK vom 20/VII 1971 - Metro-Zug auf der Dnjeper-Brücke in Kiew


GSK vom 13/XII 1973 - U-Bahnhof "Prospect Marxa" in Moskau
Die GSK sind mit dem Wertstempel "Jugendliche" gezähnt von 1966 versehen.
MfG! >Franz<
Das "Väterchen Frost" [1] oder auch der "Neujahrsmann" [2] sollte zur Zeit der Sowjetunion in zuvor evangelisch geprägten Gebieten den Weihnachtsmann verdrängen.


Postkarte von 1979
Ich wünsche eine geruhsame Vorweihnachtszeit
Günther
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A4terchen_Frost
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Neujahrsmann