@ B-reeze [#1]
Als DDR-Experten würde ich mich nicht bezeichnen, aber als in der DDR gelebt habender deutscher Bürger waren die DDR-Marken naturgemäß Sammelobjekt. Beim Postverkehr innerhalb der DDR waren die Frankaturen lange nicht so abwechslungsreich, wie es uns die Briefe in die "nicht sozialistischen Wirtschaftsgebiete" annehmen lassen. Vor allen Dingen die Sperrwerte, künstlich verknappte Nominale aus einem Satz, sind kaum auf Briefen innerhalb der DDR zu finden.
Briefmarken waren ebenso wie Münzen ein Mittel, um an dringend benötigte Devisen zu gelangen.
Aber nun zu meinem Beitrag:
Brief bis 250g =185 Frankierung vermutlich philatelistisch beeinflußt
MF MiNr Block 54 mit 2402 (1M); 2438(35); 2439(50) =
185; TSt 9159 LUGAU (ERZGEB) f 16.-8.79
MfG wajdz
Beispiel für einen Satz mit Sperrwert, dazu den passenden Beleg

DDR Mi. 512-515
@ B-reeze [#1]
Du schriebst:
Der dritte Brief ist von 1982, bunt frankiert mit den Mi.-Nrn: 2574, 2621/2622 als Dreierstreifen, 2627 und 2657. Ist der Brief mit 90 Pfennig portogerecht für den Weg von Freital (Sachsen) nach Riehen bei Basel in der Schweiz?
Brief ins Ausland 35 Pf, Eilsendung 50 Pf, macht 85 Pf. Vielleicht noch 5 Pf für Luftpost eingerechnet? War die obligatorisch bei Eilsendungen ins Ausland? Habe leider das alte Postgebührenheft nicht zur Hand. Dann würde es freilich stimmen, aber man hätte dann wahrscheinlich trotzdem einen blauen Zettel draufgeklebt oder "Luftpost" draufgeschrieben. Sind hinten drauf Stempel, die den Transportweg nachvollziehen lassen?
Wajdz, dass die Sperrwerte im Inlandsverkehr wenig vorkamen, lag nicht nur an den geringeren Auflagen; meistens waren es ja höhere Werte, von den Anfangsjahren mal abgesehen, wo auch 5er, 10er und 15er als Sperrwerte vorkamen. Allerdings wurden nach Ablauf der Sperrfrist auch übriggebliebene Sperrwerte frei verkauft und/oder im normalen Postdienst aufgebraucht.
Jan-Martin
Habe eben noch einmal ins Postgebührenheft von 1981 (Nachauflage) geschaut: Dass Luftpost bei Eilsendungen obligatorisch gewesen wäre, steht nicht drin, man kann es aber logisch nachvollziehen, da bei Überseeverkehr aufgeführt ist, in welche Länder Eilsendungen zugelassen waren, und dort der Eilzuschlag zusätzlich zum Luftpostzuschlag erhoben wurde.
Jan-Martin
Von mir eine sicherlich sehr seltene Frankatur, ein Luftpostbrief vom Deutschen Buch-Export und -Import in Leipzig, befördert am 5.4.1956 nach Zürich. Für die Frankatur wurden geschnittene Marken der DDR verwendet, und zwar je zwei Mi. 464 B und 466 B. Der Brief ist portogerecht verschickt worden. Das Gesamtporto betrug 50 Pfennig, dabei kostete der Brief = 35 Pfennig, der Luftpostzuschlag = 15 Pfennig.

Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#6]
Hallo Ingo,
sehr interessanter, seltener Beleg. Die Marken stammen aus der Blockausgabe vom 30.4.1955, SCHILLER-JAHR 1955.
Die linke 5 (Pf) Marke trägt einen Prüfstempel; SCHONER. Ist der Prüfer bekannt ?
mit Sammlergruß,
Claus
@ Sachsendreier53 [#7]
Schoner war kein Prüfer, sondern der Entwerfer der Marken - u.a.
Nicht so wertvoll
sagt man mir auf dem Tauschtag - doch ich kann entgegnen, so einen Beleg findet man kein zweites mal!

Handelt es sich hier um eine Mehrfachfrankatur oder ist es eine Mischfrankatur oder ist der Beleg einfach nur "schön"?
30 Jahre ist es her! Kein Ersttagsbrief! Aber mit einem der Selbstbedienungspostämter und dazu portogerecht!
Da wären 50 Pfg. Einschreiben - 50 Pfg Eilzustellung und 80 Pfg Briefe bis 50g!
Nur mal so mit einem "Lächeln" auf dem Gesicht.
Übrigens - kam dann doch ein Sammler, der mir dafür 25,- Euro geboten hat! Ich habe ihn in meiner Schule der Philatelie Sammlung untergebracht - weil so etwas kommt mir doch nie wieder in die Finger!
Als Anmerkung - das zahlt doch keiner dafür - wem es gefällt, der bezahlt für seine Sammlung gern diesen Preis!
mit Sammlergruß Martinus
@ Martinus [#9]
Hallo Martinus,
der Beleg gefällt mir ebenfalls sehr gut. Glückwunsch!
Mit Sammlergruß
Joachim
[Beiträge [#9] und [#10] verschoben aus dem Thema "Alliierte Bes SBZ M-V: Warum kostet dieser Sammlerbrief 458 Euro ?"
Hallo,
in einem Posten mit Absenderfreistempeln habe ich diesen Belege gefunden.

Postsache der Versandstelle für Sammlermarken, aufgegeben als Einschreiben (24+60) am 16.12.1953 vom Postamt BERLIN W 8, zur Verwendung kam ein schöner Sonderstempel mit Abbildung von Karl Marx.
mit Sammlergruß
Werner
@ Martinus [#9]
Mir gefällt dieser Beleg auch sehr gut. Aber deine Frage wurde noch nicht beantwortet. Ich sehe es als Mischfrankatur an, weil es zwei verschiedene Ausgaben sind, wie man am linken Rand sieht. Einmal das Markenheftchenblatt mit Nahtlöchern, das andere Mal Bogenmarken mit Wertzählern. Die Bogenmarken sind wiederum 1x Zusammendruck-Paar und 1x Einzelmarke.
Mit philatelistischem Gruß
Henry
Heute ein Satzbrief der Mi. 3311 - 3314 aus dem Jahr 1990, gelaufen an meinen Vater.

Viele Grüße
Ingo
Hallo am Abend.

Der "VEB Metallverarbeitung" in LEIPZIG versandt im Januar 1957 diese Postkarte an die HO (Handelsorganisation) Stalinallee- Industriewaren (das Porto freigemacht mit einem Absenderfreistempel) zwecks einer Saldenmitteilung, in Berlin O 34 wurde ein Hinweiszettel per Schreibmaschine ausgefüllt, auf der Vorderseite aufgeklebt und der Beleg ging zurück zum Absender.
mit Sammlergruß Werner
@ HWS-NRW [#14]
Hallo Werner,
der Aufkleber bezieht sich meines Erachtens auf den Inhalt der Karte und dokumentiert die interne Reaktion der HO Stalinallee. Diese abgebildete Karte wurde nicht zurückgesandt, sondern sicher bei der HO abgeheftet. Da es sich um ein Postkartenformular mit Antwortkarte handelt, wird die Antwortkarte mit dem Textinhalt des Aufklebers zurückgesandt worden sein.
Es ist auch keine postalische Maßnahme zu erkennen. Eine Rücksendung hätte die Post mit Sicherheit so nicht abgenommen.
Gruß Rainer
@ Landzusteller [#15]
Hallo Rainer, besten Dank für Deine Erläuterungen, das mit der Antwortkarte habe ich gar nicht so richtig bemerkt, dass passt dann alles.

Drucksache aus BERLIN-NIEDERSCHÖNEWEIDE vom Oktober 1956 aus der Frühphase der blauen Absenderfreistempel-Farbe, aufgegeben von dem VEB Berliner Batterie- und Elementefabrik, im Werbeklischee gut zu sehen das VEB-Signet.
mit Sammlergruß Werner
Hallo.

Zur Röntgen-Reihenuntersuchung lud man im August 1957 in (man beachte) Groß-Berlin per Drucksache im Porto von 5 Pfg ein. Absenderfreistempel des Rates des Stadtbezirkes Pankow in blauer Farbe.
mit Sammlergruß Werner
Hallo.

Nicht nur für den Wintersport, auch noch für den Frieden warb man im November 1960 in OBERHOF (Thüringen), dem "Kurort der Werktätigen", im Werbeklischee des AFS ist deshalb auch noch eine kleine Friedenstaube zu sehen.
mit Sammlergruß Werner
@ Cantus [#6]
Man lernt immer wieder was dazu, einen Luftpostzuschlag von 15 Pfennig, kannte ich gar nicht! Danke für die Info!
Gruß Michael (alias Martinus)


Die 1814 als Block und Eilbrief nach München, vorderseitig der Nummerator 1056 mit einer "93" vom 2. Januar, gelaufen am 29.12.1972. Ob portorichtig, weiß ich nicht.
Rückseitig ein Zugstempel vom 1. Januar und der Stadtteilbriefträger aus München-Ost "77".
Wer kann den Sinn der 93 erklären?
Gruß
Andreas