Thema:
Alliierte Besetzung SBZ Berlin-Brandenburg: Marken bestimmen
Alliierte Besetzung Berlin Brandenburg, Marken klassifizieren
Hallo
Ich komme bei den ganzen Buchstaben bei diesem Gebiet durcheinander, gerade was das Papier angeht, kann mir jemand ein wenig Licht ins Dunkle bringen ? Scan 1200 müssten reichen mehr geht nicht. ;-)

@ roman [#4]
@ roman [#5]
Hallo Roman,
bei der 30 Pf handelt es sich bei beiden Werten um eine waagerechte geriffelte Gummierung.
Das heißt entweder 7A a wa z, oder 7A a wb z.
Beide Varianten stehen bei 1€.
Ich kann sie nicht bestimmen, das musst du selbst mit der Prüflampe.
wa: Prüflampenfarbe: violettgrau/graulila
wb: Prüflampenfarbe: grauweiß
Bei der 12 Pf sind keine ähnlichen Plattenfehler bekannt. Ich vermute, dass es sich um eine verschobene Druckplatte handelt.
MfG
Kevin
Guten Morgen liebe Philafreunde,
habe in meinem Bestand diese Marken gefunden, dazu hätte ich zwei Fragen an Euch:
1. Ist der Stempel echt (Berlin Köpenick 10.12.1945)
2. sind die Marken A oder B, die Berliner Marken 6 Pfg. könnten 2 B sein, bin mir aber nicht sicher.
Für Eure Mühe, möchte ich mich ganz herzlich bei Euch bedanken.
Mit freundlichem Sammlergruss
Diva
@ diva [#4]
Hallo Renate,
der Stempel ist in Ordnung, und alle sind A.
Die 6 Pfg ist leider keine B, sondern A mit rauher Zähnung.
Diese Zähnung ist herstellungsbedingt und wird häufig mit durchstochen verwechselt.
Oben und in der waagerechten Verbindung des Paares kann man eindeutig die runden Zähnungslöcher erkennen.
In der Anlage eine 2 B b zum Vergleich.

Gruß
LK
@ LK [#5]
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Gruß
Diva
Moin, Moin,
jetzt muss ich mal nach 1A oder 1B fragen. Wie ist Eure Meinung? Ich tendiere zu B, bin mir aber nicht sicher.

Und der ganze Beleg. M.E. leider überfrankiert

Danke & Gruß von der Elbe
Frank
Hallo und guten Abend,
da nutze ich doch gleich die Gelegenheit und frage auch nach A oder B: Kann jemand die Marken bestimmen?

Beste Grüße
Stephan
@ Stephan Sanetra [#8]
Hallo,
alle B, ob der Stempel Berlin W8 a (Versandstellenstempel) zeitgerecht ist wird dir ein Prüfer für dieses Gebiet beantworten können.
Die Katalogwerte sind nur für BPP geprüfte Stücke gültig.
Die Mi 2 B ist farblich eine a, die B b ist unter [#5] abgebildet.
Gruß
@ Redfranko [#7]
Hallo,
sieht auch für mich nach B aus, aber nicht zu 100 % sicher.
Auf deinem Foto habe ich mal den Durchstich markiert der die Schnittkanten oben und mittig sichtbar hat.

Gruß
@ LK [#10]
Hallo LK,
vielen Dank für Deine Einschätzung!
Gruß, Frank
@ LK [#9]
Hallo LK,
ich danke auch ganz herzlich!
Beste Grüße
Stephan
@ LK [#9]
Deine Einschätzung
alle B lässt eine Erfahrung erahnen. Ich reise gerade bei den Bären vorbei und obwohl nur sehr wenige Zähnungsvarianten, hab ich mal meinen Scanner hochgequält auf 2400 dpi.
Ich habe mal 3 Marken Mi 1 rückseitig gescannt. Ich denke alle 1 B, zickzackartig durchstochen. Was meint der Fachmann?

Hier mal mit 600 dpi
alle 3 Mi 1 B ?

li Marke 600 dpi

Detail mit 2400 dpi
Man erkennt die trapezförmliche Stanzung siehe weiße Markierung

mittlere Marke Detail 2400 dpi

rechte Marke Detail 2400 dpi
Auch hier die waagerechten Stanzungen erkennbar.
Nun wünschte ich mir Ähnliches zur genauen Unterscheidung des sägezahnartigen Durchstiches. Wer kann helfen?
nette Grüße Pepe
Hallo,
kann mir jemand helfen bei der Bestimmung der Papiere der 10 Pf ? Ich habe einige Karten mit SSt zum KPD Parteitag 1946, und eine sieht aus wie 4A ux. Da sie aufgeklebt ist, kann ich keine Riffelung sehen, aber so weisses Papier habe ich bei der 10 Pf noch nie gesehen.
Wie sieht das Papier der ux bei der 10 Pf unter UV aus?
Vielen Dank für die Hilfe
Carsten
@ Carsten Burkhardt [#14]
Hallo Carsten,
das ux Papier muss, genau wie im Mi beschrieben, glänzendes, weißes, gestrichenes Papier sein. Wie andere Marken mit Kreidepapier. Kann die 10 Pf nicht zeigen, dafür mal eine 3A ux:

Mi 3A ux
Sie tut sich glatt anfassen.

Mi 3A vx
Auch weißes, aber raues nicht glänzendes Papier, bei diesen Marken kein UV Unterschied.
Nette Grüße Pepe
@ Pepe [#15]
Die 10 Pf kann ich alle nur mit waagerecht geriffelter Gummierung vorweisen. Ich meine hier zwei Farben und zwei Papiere zu sehen. Alles mit großen Fragezeichen.

Mi 4A a, b, a, Papier wa z, wb z, wa z

wie oben unter UV
Die 10 Pf scheint schwierig zu sein.
Nette Grüße Pepe
@ Pepe [#16]
Danke, beim dritten Hinsehen habe ich die Riffelunglück gefunden. War von vorne nicht wirklich deutlich, aber vorhanden. Damit ist es doch nur eine billige Variante, schade.
Die Farbvarianten der 10 Of sind auch interessant, Mal sehen, ob ich eine eindeutige Grenze finde.
Viele Grüße
Carsten
Die spannende Frage ist: Kann man die Papierfarbe auch messen? Habe deshalb mal ein Messreihe gemacht mit je 10 Marken wa und wb.

Die Antwort ist: Ja!
wa sind die blauen, wb die roten Kurven.
Viele Grüße
Carsten
@ Carsten Burkhardt [#18]
Hallo Carsten,
das ist schon spannend, zumal ja die Preise je nach Papier stark schwanken. Ich kann diese Kurven leider nicht deuten. Deswegen zeige ich mal die 20 Pf, Mi 6A, welche laut Katalog ja
nur in Papier wa oder wb vorkommen soll.

Mi 6A
a graurosa,
b hellchromgelb getöntes Papier
Die Farbtöne, hier deutlich erkennbar, werden nicht katalogisiert. Und welches Papier ist nun a, bzw. b getönt?
Nette Grüße Pepe
Briefmarke Stadt Berlin 1945
Hallo zusammen,
mir ist heute eine Marke Stadt Berlin in die Hände gefallen. Saß wohl in einem alten Briefmarkenkatalog fest den ich vor einiger Zeit bekommen habe. Ich glaube Freimarke 1945 MiNr. 7 A oder B.
Was haltet Ihr denn davon?
Gruß Huesi

@ Huesie [#20]
Das ist eine MiNr. 5A, gestempelter Wert: 0,50 Euro (mein Tipp am Scan als Nichtexperte: MiNr. 5AAwbz / billigste Sorte). Die Erhaltung könnte besser sein, aber als Platzhalter ist die Marke gut genug.
Beste Grüße!
Lars
Hallo Lars,
besten Dank für die Info, ich werde es mit dem Scannen probieren.
Gruß Huesi
Hallo,
zum Thema Papier wa und wb wurde hier schon Verschiedenes geschrieben. Trotzdem ist es mir noch nicht ganz klar. Im Katalog steht, wie in Beitrag [#3] zitiert:
wa: Prüflampenfarbe: violettgrau/graulila
wb: Prüflampenfarbe: grauweiß
Wenn ich meine Bärenmarken mit w-Papier unter der UV-Lampe anschaue, wirken manche heller und andere dunkler. Gehe ich recht in der Annahme, dass die helleren wb und die dunkleren wa sind?
Eine weitere Frage hätte ich zur Farbe der 6er (MiNr 2). Kann hier jemand den Unterschied zwischen a- und b-Farbe aufzeigen. Die im Katalog genannte Farbe mittelbläulichviolett gibt es nach Michel-Farbenführer eigentlich gar nicht. Wenn jemand eine geprüfte b-Farbe hat, wäre es schön, sie hier zusammen mit der a-Farbe zu zeigen, damit man sieht, worauf es ankommt.
Viele Grüße
Thomas
Hallo,
da dieses Thema gerade ontop ist, habe ich auch eine Frage:
Ich habe einen Brief mit SBZ-Aufdruck auf der Serie Berliner Bär. Da steht mit Bleistift beim Wert zu 12 Pf der Hinweis "Kreidepapier".
Was für Papier ist das? Ich finde im Spezialkatalog keine Bezeichnung "Kreidepapier".

Viele Grüße,
Klemens
Hallo Klemens,
die Erklärung zu den Papiersorten Berliner Bär findest Du im Michel Deutschland Spezial bei Alliierte Besetzung Berlin/Brandenburg 1-7 A/B unter 1. Papiersorten "u - glänzendes, weißes, gestrichenes Papier" - manche Sammler sagen Kreidepapier dazu.
Für die 12 Pfennig auf dem gezeigten Brief könnten dann entweder SBZ 204 Aux (glatte Gummierung) oder 204 Auy (senkrecht geriffelte Gummierung) zutreffen (vorausgesetzt, die Notiz auf dem Brief trifft zu). Nur am Scan lässt sich dazu keine Einschätzung treffen.
Beide Varianten sind im Michel auf Brief ohne Bewertung - also prüfen lassen.
Viele Grüße
Peter
@ hannibal [#25]
Hallo Peter,
vielen Dank, das hilft weiter.
"vorausgesetzt, die Notiz auf dem Brief trifft zu" - das ist eh klar.
Kann man Gummierungsunterschiede auf Belegen bestimmen ?
Viele Grüße,
Klemens
Kann man Gummierungsunterschiede auf Belegen bestimmen ?
Manchmal klebt die Marke an einer Ecke nicht richtig. Dann kann man vorsichtig ein wenig dahinter schauen. Eine Riffelung erkennt man dann meist.
Viele Grüße
Thomas
@ roman [#2]
Das Bogenfeld dieser schicken Besonderheit kann zweifelsfrei bestimmt werden. Bei Sluyter findet sich der Hauptfehler. Er schreibt zum Bogenfeld F58 ohne Angabe von Bogentyp und Auflage mit der römischen Zahl »C«: „Farbstrich durch den Kopf der »1« und oben durch Balkenende“. Im Bild mit schwarzen Markierungen hervorgehoben. Bei Junck, Krenz und Köhne wird der Strich am Beginn der unteren Pfote mit AIII (blaue Kennzeichnung) bezeichnet.
Beste Grüße
Karl-Heinz
@ Redfranko [#7]
Die gezeigte Marke aus den Freimarken Berliner Bär und Eiche ist eine Mi.-Nr. 1 AB, Papierart vx. Auf dem Bildausschnitt ist zu erkennen, dass im Abstrich des »L« von BERLIN sich links eine Einkerbung befindet. Somit Bogenfeld F23 des D-Bogens, Auflage II-III. Die Ausgabe der Mi.-Nr. 1 A wurde vor dem Sonderdruck komplett überarbeitet. Da ich u. a. im Besitz eines Schalterbogens vom Bogentyp D der Mi.-Nr. 1 B bin, zeige ich den gleichen Ausschnitt des Bogenfeldes F23.
Könnte das, wenn gewünscht, mit der Unterscheidung weiter ausführen. Bin mir aber nicht sicher, ob erforderlich. Zumindest mal ein Vergleich der linken oberen Ecke des Bogenfeldes F23 beider Ausgaben. Ich persönlich habe meine Bedenken hinsichtlich der Angaben in der Literatur zum Durchstichswerkzeug. Ist auf der Abbildung ganz gut zu sehen, dass oben links die Schneideblättchen in der waagerechten Linie springen usw. ... Das Ausschlaggebende, neben der waagerechten Riffelung, ist das Papier für den Sonderdruck. Das Unterscheiden zwischen »vx« und »z« ist im angefügten Bild gut zu erkennen.
Beste Grüße
Karl-Heinz
@ Stephan Sanetra [#8]
Hallo Stephan,
zuerst, ich werde die Antwort in zwei Beiträge aufteilen. Einfach, damit es übersichtlich bleibt. Die mittlere Marke in der oberen Reihe ist keine Mi.-Nr. 1 B, sondern eine 1 AB vx. Wie aus der Abbildung zu entnehmen, ist es Bogenfeld F26. Somit auch klar, dass es dort den Michel-Plattenfehler 1 A III oder 1 B III gibt. Im ersten »T« von STADT gibt es im Deckbalken einen Farbfleck. Jedoch kann man die allgemeine Angabe Bogen A-D im Michel bei Bogentyp differenzieren. Am linken Seitenrand, Höhe des zweiten Ornaments von oben, ist ein Farbbogen. Dieser Bogen kommt in einer Teilauflage sowohl in K14 als auch im Durchstich auf dem A-Bogen, ausschließlich in der Auflage II vor. Also ein schönes Stück für eine Spezialsammlung.
Im 2. Post etwas zu den anderen, die alle zur B-Ausgabe gehören.
Beste Grüße
Karl-Heinz
@ Stephan Sanetra [#8]
dann der zweite Teil zu Deinem Post. Bei der Mi.-Nr. 2 B (6 Pf.) habe ich eine Idee, kann aber vom Scan nicht beurteilen, ob der Punkt von einem Stempel stammt. Bei der Mi.-Nr. 5 B (12 Pf.) ist ebenfalls der Scan zu klein. Es gibt bei der 12 Pf.-Marke für jedes Bogenfeld der ersten Spalte einen Primär- oder Sekundärfehler. Kann es aber nicht auflösen.
Die rechte obere Marke ist für mich der Hammer! Denn ich habe den A-Bogen nur in einer Papierkopie eines BPP-Prüfers vorliegen. Aber das Bogenfeld F41 mit dem linken Seitenrand liegt mir vor. In meinem Handbuch habe ich nur die Feldmerkmale aufgenommen, die ich mehrfach bestätigen konnte. Dank Deiner Abbildung werde ich bei einer weiteren Auflage zumindest den Fleck auf der Nase nachtragen. Der Farbpunkt im linken oberen Rand und die Farbwolke links der rechten Wertziffer sind im Handbuch. Fazit: Eine 1 B Bogenfeld F41 des A-Bogens.
Glückwunsch und beste Grüße
Karl-Heinz
@ Pepe [#19]
Hallo Pepe,
zuerst nehme ich an, dass Dir der teuerste Michel-Plattenfehler der 20 Pf.-Marke, die 6 A XII, auf Deinen eingestellten Marken bekannt ist. Der „Bär mit Rüssel“ beim Bogenfeld F99 des BI-Bogens notiert mit 170 Euro im aktuellen Deutschland-Spezial Band 2 von 2025.
Doch deshalb schreibe ich nicht. Hier geht es ja um wbz und waz. Bogenfeld F96 und das Paar sind waz. Der 4er-Block mit dem Plattenfehler ist wbz.
Ich habe mal im Vergleich beide Papierarten aufbereitet. Wer die Marken scannt, kann das Papier auch dadurch unterscheiden, dass man sich die Struktur anschaut. wbz ist „weicher“ aufgebaut, hat fast keine Einschlüsse und ist immer heller, auch unter UV. Das waz hat in der Regel gut sichtbare Holzeinschlüsse, eine gröbere Oberfläche (unruhig) und wirkt dunkler. Diese Einschätzung gilt für alle Michel-Nummern, wo waz und wbz verwendet wurden.
Noch ein Hinweis zum Herstellungs- und Druckprozess. Die Riffelung erfolgt wie bei uy immer senkrecht. Anschließend wird der Bogennutzen um 90° gedreht und bedruckt (also quer zum Holz).
Beste Grüße
Karl-Heinz
@ KHV [#32]
Hallo Karl Heinz,
gestern vor 6 Jahren habe ich die blauen Bären eingestellt. Über den Rüssel Plattenfehler habe ich absichtlich nichts erwähnt. Die Plattenfehler haben ja ein eigenes Thema, siehe unten. Nun freut es mich doch weil ein scharfes Auge darauf aufmerksam war. Ich sollte den Fehler doch noch bei den Plattenfehler vorstellen, denn in meinen Deutschland Spezial von 2015 ist der Fehler nicht abgebildet. Der Zuschlag lag damals bei 150 Mi€. Mit den Papiervarianten komme ich auch langsam zurecht. Obwohl bei meinen wenigen Bärenmarken hat sich nichts mehr geändert. Ist vor Jahrzehnten mal Beifang gewesen und seitdem unverändert geblieben. Im damaligen DDR Universalkatalog 1986 gab es den Plattenfehler noch nicht.
So danke ich für die Aufklärung und werde mich bald wieder hier melden.
Nette Grüße Pepe