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Viele Grüße
Ingo
Spanien Ganzsachen
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Viele Grüße
Ingo
Die Kontrollziffern waren damals in Spanien typisch und kamen auch auf der Rückseite von vielen Briefmarken vor:
Viele Grüße
Volkmar
"Was für ein Knochen!" mag jetzt so mancher denken, wenn er diese, zugegebenermaßen recht unansehnliche, Ganzsachenkarte sieht. Es handelt sich hierbei um den Antwort-Teil (-> Contestación) einer Inlands-Doppelkarte zum Postpreis von 15 Céntimos, ausgegeben im Juni 1891 (Edifil #29v; Laiz #28v; Michel #P31 F). Leider ist ein großer Teil der Auflage dieser Doppelkarte auf Karton von sehr schlechter Qualität gedruckt, so dass die meisten erhalten geblieben Stücke (besonders postalisch gebrauchte) mit erheblichen Mängeln behaftet sind. Den Bedarfssammler und Postgeschichtler stört das aber weniger.
Verschickt wurde die Karte am 14. September 1892 aus Gràcia, heute ein Stadtteil von Barcelona, nach Buenos Aires. Dort kam sie gemäß dem rückseitig angebrachten Ankunftsstempel am 10. Oktober an. Fatalerweise zeigten sowohl der Frage- wie auch der Antwortteil der Ganzsache jeweils einen Wertstempel zu je 15 Cts., so dass der Absender auf die Idee kommen konnte, den Antwortteil als "Überseekarte" zu benutzen. Was heißt das nun? Vom 1. Mai 1879 bis zum 30. Juni 1895 galt in Spanien für Postkarten in außereuropäische Gebiete (mit Ausnahme von Ägypten, dem Sudan, Algerien, Tunesien, USA und Canada) der sogenannte "Seepost-Tarif" von 15 Cts im Gegensatz zur "normalen" UPU-Karte, die 10 Cts kostete. Die vorliegende Karte, deren Nominale eigentlich nur 7,5 Cts betrug, wurde unbeanstandet nach Argentinien befördert, Strafporto wurde nicht erhoben.
@ Cantus [#10]
Danke für das Angebot! Du darfst dich gerne und immer melden, wenn was Interessantes angeboten wird! :-D
Mit philatelistischen Grüßen
Ralf
Klaus Peter

Viele Grüße
Klaus

Schönen Gruß
Sepp
Diese Inlandsganzsachenkarte zu 15 Céntimos wurde am 18. November 1935 mit 90 Cts Beifrankatur per Luftpost nach Berlin-Wilmersdorf versandt. Das Porto setzt sich zusammen aus 30 Cts für eine Auslandspostkarte + 75 Cts Luftpostzuschlag nach Deutschland. Von Palma de Mallorca ging es mit der Fluggesellschaft LAPE nach Barcelona oder Valencia (Es bestanden zwei Linien). Rückseitig findet sich der Durchgangs-Maschinenstempel PARIS R.P./AVION vom 20.11.1935. Der sechseckige CORREO AÉREO Stempel verdient es, ein wenig näher betrachtet zu werden: Zum einen stammt er aus der ersten, knapp einjährigen Benutzungsphase, die von September 1935 bis August 1936 dauerte. Nach der Einstellung des Postflugverkehrs während des spanischen Bürgerkrieges kam der Stempel ab Januar 1939 dann wieder zum Einsatz. Eine zweite Besonderheit besteht darin, dass dies der erste sechseckige spanische Flugpoststempel ist, bei welchem das Datum nicht in einem "Kästchen", sondern zwischen zwei parallelen Linien steht.
Mit philatelistischen Grüßen
Ralf

Schönen Gruß
Sepp
Wie sich aus den vorstehenden Flugdaten ergibt, traf die Luftpostkarte bereits einen Tag nach Aufgabe zur Post in Palma am 18.11. 20 Uhr (Montag) am Dienstag 19.11. gegen 14 Uhr in Marseille ein. Von hieraus erfolgte die Weiterbeförderung der Luftpostkarte mit der Eisenbahn über Lyon nach Paris, wo die Karte am 19./20.11. gegen Mitternacht angekommen sein dürfte. Anschließend wurde die Luftpostkarte in der Luftpostabteilung des Pariser Hauptpostamtes weiter bearbeitet und erhielt dort am Morgen des 20.11. gegen 7 Uhr den entsprechenden Transitstempel des Pariser Hauptpostamtes Paris R.P. Avion.
Für die Weiterbeförderung der Luftpostkarte auf dem Luftweg zu ihrem Bestimmungsort Berlin stand am 20.11.1935 (Mittwoch) die von der deutschen Lufthansa und der französischen Air France gemeinsam beflogene Direktverbindung Paris-Köln-Berlin (ab Paris 9 Uhr, an Berlin 14.45 Uhr) zur Verfügung.
Ein schönes Beispiel dafür, wie in den Anfängen der Luftpostbeförderung verschiedene Verkehrsmittel zur Beschleunigung der Postbeförderung hintereinander getaktet wurden.
Wolfgang

Schönen Gruß
Sepp