Briefmarken Atteste

Thema:

Alliierte Besetzung Gemeinschaftsausgaben: Marken bestimmen

1 Pf Am: 19.04.2014 20:54:00 Gelesen: 12990 # 1
Alliierte Besetzung: Wer kann helfen ? Hallo, Ein Bekannter hat kpl.Bögen der Besatzungszone. Besatzungszone ist nicht mein Gebiet. Wer könnte mir helfen bei der Beurteilung? Wer sammelt so etwas ? Frohe Ostern wünscht 1 Pf - Axel
Kontrollratjunkie Am: 20.04.2014 01:14:33 Gelesen: 12942 # 2
@ 1 Pf [#6] Diese Ausgaben gehören zu meinen Sammelgebieten, was möchtest Du dazu wissen ? Gruß KJ
el-mue Am: 20.04.2014 15:39:35 Gelesen: 12887 # 3
@ 1 Pf [#6] Im letzten Scan zeigst Du eine 947 im Plattendruck mit durchgezähntem oberen Rand. Diese Marke mit diesem Rand ist nicht so häufig anzutreffen (Stück 150,-M€ MDS-2014). Handelt es sich bei den Briefmarkenbogen ausschließlich um die 2. Serie oder ist auch von der 1. Serie etwas vorhanden? Bei beiden Serien werden bei einigen Werten Platten- und Walzendruck unterschieden. Das Merkmal findest Du meist auf dem oberen oder unteren Rand, manchmal auch auf dem Seitenrand. Plattendruckmerkmale: Auf dem oberen Rand sind nur die Reihenwertzahlen in Markenfarbe aufgedruckt, auf dem unteren die Reihenzähler. Auf den seitlichen Ränder findet man manchmal sog. Schutzleisten, das sind die waagerechten Striche links und rechts. Bei der 1. Serie (Ziffernserie) ist dies seltener bei der 2. (Arbeiterserie) häufiger anzutreffen. Die Druckbogen dieser Serie bestand aus 4 Schalterbogen, die in 2 Reihen angeordnet waren. Zur Erleichterung der Trennung des Druckbogens druckte man bei der Ziffernserie senkrechte und bei der Arbeiterserie waagerechte Schnittlinien mit. Auch ein Druckerzeichen findet man bei der Ziffernserie manchmal auf dem Rand, neben der untersten rechten oder linken Marke. Walzendruckmerkmale: Der obere und der untere Rand solcher Bogen wurden mit Walzenstrichen in Markenfarbe gedruckt. Die Reihenwertzahlen wurden hierbei ausgespart. Reihenzähler gibt es nicht. Im Gegensatz zur Ziffernserie wurden bei der Arbeiterserie Druckerzeichen bei den Walzendruckausgaben mit gedruckt. Die Positionen kannst Du Dir auf der Homepage der Arge-Kontrollrat ansehen. Zudem gibt es beim Walzendruck eine sogenannte vierstellige Bogenzählnummer auf einem Seitenrand. Sollte ich noch etwas vergessen oder nicht richtig wiedergegeben haben, bitte ich alle Kollegen um entsprechenden Hinweis, bzw. Korrektur. Beste Sammlergrüße El Mü
1 Pf Am: 04.06.2014 19:23:31 Gelesen: 12709 # 4
Hallo, Entschuldigung - da ich nicht jeden Tag auf der Seite bin, melde ich mich erst heute. DANKE für die Erklärungen. Werde die Stücke jetzt mal einzeln einscannen und mich dann wieder bei den Helfern melden. Habt Ihr beide Interesse an den Stücken ? gruß Axel
1 Pf Am: 09.06.2014 07:26:18 Gelesen: 12586 # 5
@ Kontrollratjunkie [#7] Hallo Kj, schick mir doch mal bitte Deine mail Adresse. Würde dir gerne die scans zur Begutachtung/Bewertung schicken. Gruß Axel
zaubermann Am: 19.12.2016 16:46:55 Gelesen: 11956 # 6
Hallo zusammen, ich habe eine Frage zur Zähnung bei 941/42: Lange Seite 13 1/4 Kurze Seite 13 Handelt es sich dann dabei um die 941/42 I D ? Vielen Dank schon mal!
briefefan (RIP) Am: 19.12.2016 17:18:07 Gelesen: 11942 # 7
@ zaubermann [#6] 941/942 I D muss an allen vier Seiten gez. L 13 1/4 (Linienzähnung) sein. Haben deine Marken Linienzähnung oder Kammzähnung ? Wenn Kammzähnung, dann sind sie Michel Nr. 941 II B / 942 II B. Grüße von briefefan.
zaubermann Am: 19.12.2016 21:59:02 Gelesen: 11909 # 8
@ briefefan [#7] Hallo, ich habe die Marken eingescannt. Aber ich denke, dann ist es die 941 II B / 942 II B.
hustinettenbaer Am: 25.01.2017 10:22:43 Gelesen: 11892 # 9
Berlin Hallo Leute, ich habe 2 Briefmarken 33-34 oder 17-18 sehen ja gleich aus? Meine Marken haben aber keinen Aufdruck Berlin. Was sind die wert und wo kann ich sie im Michelkatalog finden ? Vielen Dank auch h.p.
User #16613742 Am: 25.01.2017 10:56:13 Gelesen: 11874 # 10
@ hustinettenbaer [#9] Siehe Alliierte Besetzung - Gemeinschaftsausgaben Nr. 959 und 960
hustinettenbaer Am: 25.01.2017 15:08:23 Gelesen: 11833 # 11
Danke auch schön. mfg ha
rockyrehbein Am: 14.10.2018 16:40:57 Gelesen: 9824 # 12
Moin zusammen, die Zuordnung der angehängten Marken Mi Nr. 959 bereitet mir ein wenig Kopfschmerzen. Insgesamt liegen mir vier vor. Die Farbunterschiede sind real, aber auch nachdem Scannen sehr deutlich. Welcher Unterkategorie kann diesen Marken zu geordnet werden? a, b, c, d oder aa? Die oberen beiden Marken weisen eine sehr feine Linienführung und gestochen scharfe Punkte auf. Zudem bleibt die Schärfe bei Vergrößerung gleich. Der Farbauftrag ist im Vergleich zu den unteren Marken fühlbar, fast reliefartig. Kann mir hier ein Fachmann dieses Gebiets kurz seine Expertise mitteilen? Vielen Dank und einen schönen Sonntag Jana
Zeitlos Am: 07.03.2020 12:22:45 Gelesen: 8535 # 13
Hallo an alle Interessierten der Gemeinschaftsausgaben, ich habe da eine Frage zu einer Michel 959 - im Michel steht unter c schwärzlicholivgelb und fleckig. Wie sieht es ist mit dieser Marke aus ? Bedauerlicherweise hat sie einen kleinen Riss rechts über dem K - aber dennoch würde mich interessieren ob diese Marke eine 959 c sein könnte. Unter UV Licht gelblich - kann ich vorsichtig bejahen - jedenfalls - nicht stark aufleuchtend. Hat jemand ein Vergleichsstück - oder Anregungen? Gruß Helmut [Redaktionell verschoben aus dem Thema "Alliierte Besetzung Gemeinschaftsausgaben: Plattenfehler"]
karrottil Am: 08.03.2020 22:56:48 Gelesen: 8496 # 14
@ Zeitlos [#13] Hallo Helmut, vergleiche doch eine 959a mit deiner gezeigten 959, indem du beide nebeneinander unter UV Licht betrachtest. Die 959a leuchtet garnicht und die 959c leuchtet gelblich, fleckig. Zum Veranschaulichen habe ich mal meine 959a, b und c nebeneinander unter UV Licht abgelichtet. Oben links die 959a, oben rechts die 959c und darunter die stark fluoreszierende 959b. Ich glaube man erkennt die Unterschiede. Jetzt noch die 959c einzeln unter UV Licht. Sie leuchtet gelblich, fleckig. Meine 3 MiNr. 959 sind nicht farbgeprüft, aber ich meine die Unterschiede sprechen für sich. Grüße Karsten
Zeitlos Am: 09.03.2020 08:43:26 Gelesen: 8474 # 15
Hallo Karsten, danke - das hast du aber toll versinnbildlicht. Du hast recht, die Unterschiede sind deutlich - alsdann sehen wir dass deine 959 c die Michel Merkmale aufweist und meine ebenso. Beim zweiten hinsehen hab ich noch bemerkt, dass oben am - t von Deutsche, die Spitze etwas abgebrochen da steht. Zudem sind mir auch Fehler im Druckbild rechts aufgefallen. Kannst du nochmal einen einfachen Scan deiner 959c einstellen. Danke Gruß Helmut
karrottil Am: 09.03.2020 20:59:26 Gelesen: 8429 # 16
@ karrottil [#14] @ Zeitlos [#15] Hallo Helmut, ich zeige dir zum Vergleich nochmal die 959c. Die Aufnahme habe ich mit einem iphone 7 gemacht (besitze keinen Scanner). Deine 959c hat ein ziemlich unsauberes Druckbild im Gegensatz zu meiner Marke, die nur einen kleinen grünlichen Fleck zwischen der Taube und den ersten Aufstrich des M in "Mark" aufweist. Ich bin zwar kein Experte in Sachen Drucktechnik, aber ich meine, daß das unsaubere Druckbild eine reine Druckzufälligkeit ist. Vielleicht entstanden durch Abnutzung oder Verschmutzung des Druckzylinders. Die Spitze vom t in "Deutsche" sieht tatsächlich etwas abgebrochen aus. Als Plattenfehler ist das in meinen Michel Spezial 2016 aber nicht gelistet. Grüße Karsten
Zeitlos Am: 10.03.2020 08:44:23 Gelesen: 8397 # 17
Hallo Karsten und hallo Ihr Mitinteressierten, du hast natürlich recht, dass unsaubere Markenbild unterscheidet sich deutlich von deiner Marke und auch von allen Schwarzgrüngelbolivlichen Taubenmarken, die ich bisher gesehen habe. Auch das fleckige jeweils links neben den Buchstaben DEUTSCHLAND bei meiner Marke. Ich hab ja auch keine anderen Vergleichsstücke. Um da was genaueres an Erkenntnissen zu bekommen, werde ich die Marke zur ArGe Kontrollrat senden und vielleicht kann Herr Bernhöft dann genaueres zu einer 959 c sagen. Gruß Helmut
User #341517968 Am: 05.04.2026 02:06:19 Gelesen: 1055 # 18
Kontrollrat mit SBZ-Aufdruck (Allgemeines , Einordnung) Hallo zusammen, die Sichtung der geerbten Amateur-Familensammlung geht weiter, nach dem gezeigten PoL-Perfin "Arbeiter mit Hammer" mit SBZ(Thema Deutschland, POL) beginne ich mich den Marken mit dem SBZ-Aufdruck (nun ohne Lochung) zuzuwenden und erste Informationen zu sammeln, sowie interessante Details zu entdecken (und zu hinterfragen). Gern teile ich einige grundsätzliche Erkenntnisse und freue mich über Bestätigung, Korrektur oder auch Widerspruch (so kann ich als Einsteiger lernen) Zunächst möchte ich einige "Arbeiter mit Hammer" (mit SBZ-Aufdruck) des Nennwertes 30 zeigen, welche ggf. interessante Stempel aufweisen. links unten: Der Stempel (10.7.48) DRESDEN dürfte eine frühe Entwertung sein rechts oben: Dieser Stempel (11.11.48) Osternienburg dürfte dagegen ein Spätdatum sein. links oben: bei dem violetten Stempel könnte es sich um eine behelfsmäßige Entwertung handeln (ohne Datum). Der Text könnte ergänzt lauten: "Postschwanbeck" und "Friedland (Meckl)" (Ist da die Bezeichnung "Dienststempel" korrekt?) Anbei noch einige 12PF-Nennwerte ohne und mit SBZ-Aufdruck, wobei die kleinen Rundstempel (noch) in Gebrauch sind. In der unteren Zeile drei Marken in der Reihenfolge Ihrer Verwendung/Ausgabe (hoffe ich) a) vor Währungsreform/Aufdruck-phase (braun) b) mit SBZ-Aufdruck (braun) und c) nach Währungsreform (rot) Informationen zum auffälligen Stempel unten links auf der Marke sind willkommen Frohe Ostern, Grüße Frank (fetz) Ergänzung: Da die Marke rechts unten Stempel von 2.48 trägt kann sie nicht von nach Währungsreform sein (da muss ich meine Info-Quelle, welche sich auf Farbe rot bezog nochmal hinterfragen).
JoergH Am: 05.04.2026 13:39:32 Gelesen: 980 # 19
@ fetz55 [#18] Hallo Frank! "Unten links" dürfte es sich wohl um einen der Sonderstempel "1848 / MAHNT / 1948 / EINHEIT / DEUTSCHLANDS", die es in mehreren SBZ-Orten gab, handeln. Frohe Ostern! Jörg
jmh67 Am: 05.04.2026 14:19:10 Gelesen: 967 # 20
Bei dem zweizeiligen Gummistempel auf der 30-Pf-Marke links oben dürfte es sich um einen Poststellenstempel handeln, vielleicht aus Schwanbeck, nordwestlich von Friedland gelegen. Martin
User #341517968 Am: 07.04.2026 00:01:29 Gelesen: 884 # 21
@ JoergH [#19] @ jmh67 [#20] Hallo, Danke für Eure Informationen. Weitere Informationen zu dem Gebiet SBZ willkommen. Der Fachmann/die Fachfrau wird sich ggf. langweilen, für mich als Einsteiger ist es spannend und interessant die Zusammenhänge (zeitlich wie inhaltlich) bei den SBZ-Marken zu erkunden. Zunächst bzgl. meiner Ergänzung unter [#18]: Sowohl die bräunlichen wie die rötlichen Grundlagen-Marken (60Pf ohne SBZ-Aufdruck) sind i.d.R. von vor der Währungsreform bzw. von Anfang 1948. Für mich war es eine Erkenntnis, dass die Marken mit einem Grundmotiv mit sehr unterschiedlichen Michel-Nummern versehen sind, je nachdem ob mit/ohne bzw. welchem Aufdruck (was anfangs etwas verwirrend war, und ich ehrlicherweise noch immer Schwierigkeiten mit der Zuordnung der Michel-Nr. zu den Marken habe (ein Katalog ist bestellt). Für den heutigen Beitrag bleibe ich nur bei dem 60Pfennig-Nennwert. Ohne Aufdruck habe ich die Marke in bräunlichem und in rötlichem Farbdruck (Grund-Marke): vor Währungsreform (Kontrollrat-/Gemeinschafsausgabe). Mit der Währungsreform gab es die Grund-Marke in amerik.+britischer Zone (Bizone) mit Leisten(Band)- oder Tapeten(Netz)-Aufdruck von "Posthörnchen". Mit der Währungsreform gab es die Grund-Marke in der sowjet. Zone mit dem dreizeiligen "SBZ-Aufdruck": Sowjetische/ Besatzungs/ Zone Die Marke mit dem SBZ-Aufdruck wurde mir am häufigsten als Mi 195 genannt; die Farb-Varianten werden wohl durch Kennbuchstaben zu dieser Nummer zugeordnet. Einen SBZ-Aufdruck auf der Marke mit der (helleren) roten Variante habe ich nicht vorzuweisen. Meine Marken variieren leicht von rotbraun/hellbraun bis zu einem dunkleren Braun. Dadurch, dass ich das Gefühl habe, dass auch die Papierhelligkeit bzw. Farbtiefe/-sättigung und druckstärke leicht variiert, kann ich als Einszteiger kaum eine genaue Farbzuordnung vornehmen. Evtl. kann ein erfahrener Sammler helfen, wobei mir bewußt ist, dass auf Bildern durch Beleuchtung usw. ggf. kein reeller Farbeindruck beim Betrachter entsteht. Laut Recherche wurden die alten Grund-Marken wohl im Juni/Juli 1948 in aller Eile (wegen Währungsrefom) mit dem SBZ-Aufdruck versehen. Insofern passt es, wenn erste Stempeldaten Juli 1948 auf meinen Marken zeigen. Wie ich gelesen habe, sollen die SBZ-Aufdruckmarken bereits im Herbst bzw. Ende 1948 offiziell nicht mehr gültig gewesen sein (?). Bei der Durchsicht meiner SBZ-Marken habe ich einzelne "Spät-Entwertungen" noch bis Anfang 1949 festgestellt. Scheinbar wurde dies noch toleriert bzw. ist dies der Post "durchgerutscht". Mein spätester Stempel (welchen ich bisher entdeckt habe) datiert von 4.49. Zum Vergleich (etwas vom SBZ-Thema abschweifend) noch eine Marke mit "Posthörnchen"-Aufdruck. Viele grüße Frank (fetz) [Beiträge [#18] bis [#21] redaktionell in dieses Thema verschoben]