Briefmarken Atteste

Thema:

Alliierte Besetzung Zehnfachfrankaturen

Bodo35 Am: 09.05.2008 17:29:42 Gelesen: 150546 # 1
Am 21.6.48 (0 Uhr, Sendungen aus der ersten Briefkastenleerung durften noch zum alten Reichsmarktarif frankiert sein) wurde in den drei westlichen Besatzungszonen die Währungsreform durchgeführt. Um möglichst kurzfristig die benötigten Markenmengen zu erreichen, wurden Marken der kursisierenden Freimarkenserie Kontrollratausgabe I und II mit Aufdruck versehen. Die Vergabe der Aufträge für diese Druckarbeiten wurden den Oberpostdirektoren übertragen, die Privatfirmen ihres OPD-Bezirks mit der Durchführung beauftragt. Die bisher in Deutschland (ohne französische Zone) gültigen Kontrollratausgaben durften vom 21. bis zum 23 Juni (erste Briefkastenleerung) zu 1/10 ihres Nennwertes aufgebraucht werden. Hier stelle ich einen Beleg vom 23.6.48 - 8.00 Uhr (erste Briefkastenleerung) von Neustadt a.Rbge nach Seelze vor. Bodo35
Bodo35 Am: 09.05.2008 17:39:59 Gelesen: 150542 # 2
Hier ein weiterer aus philatelistische Mache vom 21.6.48 ab Hameln. Bodo35
Richard Am: 11.05.2008 09:28:51 Gelesen: 150514 # 3
Diesen Brief habe ich heute vor einer Woche für 3,15 Euro erworben: "Zehnfachfrankatur Bizone, Brief, Mi.Nr. 947(2), 951(9), Stempel Hünfeld 22. 6. 48 -16-17" Hünfeld ist mein Nachbarort und Kreishauptstadt, der Empfänger trägt meinen Nachnamen, aber ich kenne ihn nicht. Sieht nicht nach philatelistischer Einflussnahme aus.
Bodo35 Am: 04.06.2008 17:19:29 Gelesen: 150401 # 4
Eine Drucksache Zehnfachfrankatur aus Iserlohn vom 22.6.48 nach Hildesheim mit 2 x MiNr. 928.
Bodo35 Am: 04.06.2008 17:31:15 Gelesen: 150398 # 5
Hier noch zur alten Reichsmarkwährung fälschlicher Weise frankiert zugelassen aus Lübeck vom 21.6.48 1-2N nach Hameln. Dies ist wahrscheinlich ein Versehen/Toleranz des Postbeamten, denn es war die alte Währung nur bis zur ersten Briefkastenleerung (bis 10.00 Uhr) zugelassen. Ein sehr interessantes Stück.
doktorstamp Am: 04.06.2008 22:02:22 Gelesen: 150377 # 6
@ Bodo35 [#5] Nicht unbedingt, denn bis die Sachen aus den Briefkasten zum Postamt und zur folgenden Bearbeitung kamen, sind einige Stunden vergangen. mfG Nigel
Pommes Am: 16.06.2009 23:03:13 Gelesen: 149842 # 7
@ Stempelwolf mit einer Zehnfachfrankatur kann ich dienen und irgendwer muss sie auch ganz gelassen haben. Ich werde das auf JEDEN Fall tun! Aber Versandrolle - Fehlanzeige! Hier kann ich zeigen, was es alles schönes aus meiner Heimatstadt gibt. mit freundlichen Sammlergrüßen THOMAS
Hawoklei (RIP) Am: 14.01.2010 10:38:18 Gelesen: 149178 # 8
Hallo an die Runde, dieses Thema scheint mir ein wenig eingeschlafen zu sein - deshalb hier ein paar lupenreine Mi-Nr. 951 Zehnfachfrankaturen vom 22.6.48 zum Anschauen. Ein Beleg ist leider nur ein Fensterumschlag aber wenigstens mit Absender! Kann mir jemand antworten, wie ich an eine Katalogisierung kommen kann? Steht sowas im MICHEL Briefekatalog? Danke im Voraus! Grüsse Hans
BD Am: 14.01.2010 19:25:20 Gelesen: 149134 # 9
Hallo Hawoklei, habe mal in meinem alten Michel-Briefe von 2003 nachgeschaut. Da steht bei Mehrfachfrankatur in der Zeit der Zehnfachfrankaturen in den Westzonen bei der 951 in der Tabelle 8 Euro. Für einen Brief mit Zehnfachfrankatur in den Westzonen gibt es für den 22.6.1948 einen Zuschlag von 40 Euro, für den 21.6. nur 20 Euro. Da es für die erste Briefkastenentleerung am 23.6. einen Zuschlag von 80 Euro gibt, überlege ich angestrengt, wann denn die 8 Euro gelten. Egal, jeder deiner Briefe hat also einen Katalogwert von 48 Euro. Einen Kommentar dazu gebe ich lieber nicht. Mit besten Grüssen Bernd
Hermes65 Am: 15.01.2010 11:07:17 Gelesen: 149072 # 10
Ich habe auch noch einen schönen Beleg vom 22.6.48 -18 UHR gefunden. Mischfrankatur mit Posthörnchen-Überdruck 2 Pf. Portogerechte Postkarte im Fernverkehr 12 Pf. plus 60 Pf. Einschreibegebühr.
Hawoklei (RIP) Am: 15.01.2010 13:10:11 Gelesen: 149059 # 11
@ Hermes65 [#10] Hallo Hermes, die Postkarte ist mit 7 Mark und 2 Pfg frankiert. Ist das dann 10fach? Müßte doch eigentlich 7,20 Mark sein! Portogerecht? Gruss Hans
Hermes65 Am: 15.01.2010 14:22:44 Gelesen: 149049 # 12
Mitnichten 7,20 Mark, denn die 2 + 5 Mark gelten nur zu einem zehntel ihres Wertes, also 70 Pf (DM-Währung) in der Zeit vom 21.6.-23.6.1948! Die 2 Pf.-Marke gilt zum DM-Wert von 0,02 DM.
Rore (RIP) Am: 22.02.2012 15:33:06 Gelesen: 145005 # 13
Möchte auch eine Postkarte zeigen wegen einer Warenlieferung von Düsseldorf nach Nürnberg mit einer 10 Fach Frankatur. Gruß Rore
sachsen-teufel Am: 27.07.2012 22:38:27 Gelesen: 143804 # 14
Hallo, hier eine Karte mit Zehnfachfrankatur von Annaberg (Erzgebirge) nach Berlin, Stempeldatum 24.07.1948. Insgesamt mit 200 Pf "beklebt", also "normaler" Wert 20 Pfennig. Lt. Postgebührentabelle (ab 15.09.1947) mußten für eine Postkarte im Fernverkehr 12 Pf berappt werden. Ist diese Karte überfrankiert oder übersehe ich da was ? Gruß Michael
Kontrollratjunkie Am: 28.07.2012 00:10:39 Gelesen: 143793 # 15
@ sachsen-teufel [#14] Hallo Michael, auch ich kann nicht erkennen, warum die Firma Zehner so großzügig bei der Frankatur war. M.E. wollte man wohl überschüssige Marken loswerden. Der Beleg ist überfrankiert. Gruß KJ
Kontrollratjunkie Am: 28.07.2012 00:15:53 Gelesen: 143790 # 16
Dann auch von mir ein Beleg für die Zehnfachzeit. Portorichtiger Brief Zehnfach West vom zweiten Tag 22.06.1948 von Lüneburg nach Bardowiek, freigemacht mit einer reinen Mehrfachfrankatur von 20 Marken der 12 Rpf der II. Einheitsausgabe (Mi.Nr. 947). Der Gesamtwert von 240 Rpf wurde zu einem Zehntel, also 24 Pf angerechnet. Gruß KJ
guy69 Am: 28.07.2012 06:19:29 Gelesen: 143772 # 17
Hallo Gemeinde, den habe ich schon oft gezeigt. Beleg vom 23.06.1948 6-7 gelaufen als Ortsbrief in Hochheim am Main als MeF (20) mit 16 Pf. Porto. Was könnte so was Wert sein?
guy69 Am: 28.07.2012 06:24:54 Gelesen: 143770 # 18
Und der war halt zu spät. 24.06.1948 7-8
Baldersbrynd Am: 28.07.2012 13:43:37 Gelesen: 143715 # 19
@ guy69 [#17] Nach Michel Briefkatalog Euro 80,00 für einen Brief, gesendet am 23.6.1948 bis 10 Uhr, dazu kommt Euro 12,00 für Brief mit 8 Pf. Mehrfach, beide Wertangaben sind Michel Euro. Ich zeige einen Brief aus Schleswig nach Kopenhagen, gesendet am 21.6.1948, frankiert mit 501 Pf. geteilt durch 10 = 50 DPf. = Auslandsporto für den Brief bis 20g. Viele Grüße Jørgen
armeico Am: 25.06.2013 18:50:49 Gelesen: 141959 # 20
Das ist ein interessantes Thema, wo ich auch ein paar Belege habe. Als erstes ein Beleg vom 21.7.1948. Gruß Arthur
armeico Am: 25.06.2013 18:52:49 Gelesen: 141958 # 21
Der nächste Beleg ist vom 26.6.48.



Gruß
Arthur
armeico Am: 25.06.2013 18:55:05 Gelesen: 141956 # 22
Und die Nr 3 im Bunde: Ein Brief vom 28.7.48 Gruß Arthur Schön wäre es, wenn einer weiß, was die Belege ca an Wert haben. Ich bin ja auch neugierig. :-)
armeico Am: 25.06.2013 20:31:29 Gelesen: 141935 # 23
Einen habe ich noch gefunden. :-) Gruß Arthur
User #24947448 Am: 26.06.2013 13:57:24 Gelesen: 141903 # 24
Sowjetische Besatzungszone - OPD Schwerin Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 24. Juni 1948 aus Schwerin nach Halle, portogerecht frankiert mit 240 Pfennig alter Währung = 24 Pfennig neue Währung (10 x Mi.-Nr. 951).
User #24947448 Am: 26.06.2013 13:59:14 Gelesen: 141901 # 25
Sowjetische Besatzungszone - OPD Schwerin Geschäftspapier bis 100 Gramm (Umschlag doppelt verwendet) vom 24. Juni 1948 aus Teterow nach Malchin, portogerecht frankiert mit 159 Pfennig alter Währung = 16 Pfennig neue Währung (1 x Mi.-Nr. 922, 6 x Mi.-Nr. 946, 4 x Mi.-Nr. 949, 1 x Mi.-Nr. 950).
User #24947448 Am: 26.06.2013 14:00:44 Gelesen: 141900 # 26
Sowjetische Besatzungszone Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 01. Juli 1948 aus Barth nach Berlin, portogerecht frankiert mit 240 Pfennig alter Währung = 24 Pfennig neue Währung (10 x Mi.-Nr. 951).
User #24947448 Am: 26.06.2013 14:02:20 Gelesen: 141899 # 27
Sowjetische Besatzungszone - OPD Schwerin Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 02. Juli 1948 aus Bützow nach Magdeburg, portogerecht frankiert mit 120 Pfennig alter Währung = 12 Pfennig neue Währung (4 x Mi.-Nr. 947, 3 x Mi.-Nr. 951).
User #24947448 Am: 26.06.2013 14:04:17 Gelesen: 141897 # 28
Sowjetische Besatzungszone - OPD Schwerin Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 02. Juli 1948 aus Gnoien nach Malchin, portogerecht frankiert mit 240 Pfennig alter Währung = 24 Pfennig neue Währung (5 x Mi.-Nr. 925, 5 x Mi.-Nr. 951).
User #24947448 Am: 26.06.2013 14:06:00 Gelesen: 141896 # 29
Sowjetische Besatzungszone Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 02. Juli 1948 aus Stavenhagen nach Malchin, mit 288 Pfennig alter Währung (= 29 Pfennig neuer Währung) 5 Pfennig neuer Währung überfrankiert (2 x Mi.-Nr. 912, 2 x Mi.-Nr. 920, 12 x Mi.-Nr. 947, 1 x Mi.-Nr. 950, 4 x Mi.-Nr. 951).
User #24947448 Am: 26.06.2013 14:08:01 Gelesen: 141895 # 30
Sowjetische Besatzungszone - OPD Schwerin Inlandsbrief im Fernverkehr über 250 bis 500 g als Einschreiben vom 28. Juli 1948 aus Bad Sülze nach Wismar, portogerecht mit 140 Pfennig frankiert. Als R-Zettel fand die erste Nachkriegsausgabe für die SBZ Verwendung. Das Porto berechnet sich wie folgt: Reichsmarkwährung: 100 Pfennig / 10 = 10 Pfennig neue Währung Neue Währung: 130 Pfennig (2 x Mi.-Nr. 921, 1 x Mi.-Nr. 946, 5 x Mi.-Nr. 947, 1 x Mi.-Nr. 182, 1 x Mi.-Nr. 184, 1 x Mi.-Nr. 185, 2 x Mi.-Nr. 187, 1 x Mi.-Nr. 188, 2 x Mi.-Nr. 189, 1 x Mi.-Nr. 190)
Stefan Am: 30.06.2013 17:28:33 Gelesen: 141781 # 31
Nachfolgend ein Beleg, der der auf dem heutigen Tauschtag aus der Krabbelkiste befreit und unbedingt mitgenommen werden wollte. :-) Zur Portobestimmung kann ich derzeit nichts sagen. Der Umschlag wurde am 24.06.1948 in Wittenberge (Bezirk Potsdam) als Nachnahmesendung (in Höhe von 7,50 DM) + Eilboten frankiert und die Marken gestempelt; die Sendung wurde an eine Privatperson in Postdam-Babelsberg adressiert. Es wurden verklebt: - 1,40 RM in alter Währung = 0,14 DM in neuer Währung und - 0,74 DM (Ost) in neuer Währung (drei Marken der Bezirkshandstempelaufdrucke aus 36 Wittenberge) -> gesamt: 0,88 DM (Ost) in neuer Währung Die Briefvorderseite ist an zwei Stellen beschädigt, als ob jemand etwas entfernt hat - unterhalb der Marke zu 10Pf und rechts neben der Marke zu 2Pf. Die Briefumschlagrückseite selbst weist keinerlei Merkmale auf und die Absenderangabe fehlt. Der Briefumschlag selbst ist Marke Eigenbau. Zur Erstellung des Umschlags wurde ein Vordruckblatt für Marken des Deutschen Reiches von 1941 verwendet. Gruß Pete
Kontrollratjunkie Am: 30.06.2013 20:10:06 Gelesen: 141755 # 32
Hallo Pete, ein sehr schöner Beleg ! Zehnfach Ost mit Mischfrankatur Bezirkshandstempel hat schon was. Dazu kommt, dass es sich um den Ersttag für die Verwendung der Bezirkshandstempelmarken handelt. Nun zum Porto. Da bekomme ich bei der Ansicht der Briefvorderseite auch Schwierigkeiten. Verklebt wurden 88 Pfennig in alter und neuer Währung. Ein Fernbrief zweiter Gewichtsstufe kostete 48 Pf, die Nachnahmegebühr betrug 40 Pf. Insofern wäre der Brief portorichtig. Dazu passt natürlich der Eilzettel nicht. Die Verwendung als Eilbrief hätte noch 60 Pf extra gekostet. Bitte stelle noch einmal die Rückseite des Beleges ein. Wenn der Brief mit Eilboten versandt wurde, müssen zwingend entsprechende Stempel / Vermerke vorhanden sein. Ansonsten gehe ich davon aus, dass der Eilzettel nachträglich aufgeklebt wurde, Oder der Brief lief dann doch als Normalversendung, der Eilzettel wurde dann postseitig nicht beachtet. Wie gesagt, die Briefrückseite wird zur weiteren Klärung beitragen. Gruß KJ
Stefan Am: 01.07.2013 16:49:33 Gelesen: 141709 # 33
@ Kontrollratjunkie [#32] danke für deine Infos. :-) Bitte stelle noch einmal die Rückseite des Beleges ein. Wenn der Brief mit Eilboten versandt wurde, müssen zwingend entsprechende Stempel / Vermerke vorhanden sein. Rückseitig sind wie beschrieben, keinerlei Merkmale vorhanden, weder postalische Bestandteile (z.B. Stempel) noch eine Absenderangabe (welche für eine Nachnahmesendung Pflicht gewesen wäre, oder?). Die Zustellung der Sendung per Eilboten ist (unter Berücksichtigung deiner Portodarstellung) daher auch nicht wahrscheinlich. Kurios finde ich bei drei der vier nicht überdruckten Marken die schwarzen Flecke rechts oben auf der jeweiligen Marke. Hatte hier der klebende Postmitarbeiter noch die Stempelfarbe an den Fingern, welche dieser für die Herstellung der Bezirkshandstempelaufdrucke benötigte? Ich ging bisher eher davon aus, dass die Bezirkshandstempelaufdrucke (meistens) in der Nacht für den darauf folgenden Arbeitstag produziert wurden. Oder lag der Beleg bereits einem Prüfer vor und jemand hat das (negativ ausgefallene) Prüfergebnis entfernt? Das würde auch die dünnen Stellen im Papier unterhalb der Marke zu 10Pf und rechts neben der Marke zu 2Pf erklären. Auf allen drei Marken meine ich links zu Beginn des Flecks den Buchstaben "f" (und daneben teilweise Kratzspuren auf dem Papier) zu erkennen. Gruß Pete
reichswolf Am: 21.06.2014 03:29:38 Gelesen: 139395 # 34
@ Kontrollratjunkie [#16] Hier ein ebenfalls mit zwanzig Marken der MiNr. 947 frankierter Brief vom 22.06.1948. Entwertet wurden die Marken mit dem uralten Vorkriegsstempel AACHEN * 1 c. Bei diesem Kreisgitterstempel ist der Stern nur abgenutzt, nicht aptiert. Dafür wurde die Datumszeile beim Wiedereinsatz des Gerätes leicht verändert (V bzw N steht jetzt vor der Uhrzeit). Gelaufen ist der Brief in die Eifel nach Hellenthal, wohin der Evangelische Gemeindedienst für innere Mission Aachen wohl eine Ferienfahrt für Kinder plante. LG, Christoph
Kontrollratjunkie Am: 21.06.2014 23:31:49 Gelesen: 139347 # 35
@ reichswolf [#34] Schöner Beleg, Christoph, und vor allem ein sehr interessanter Stempel. Danke für die Vorstellung. Gruß KJ
briefmarkenwirbler24 Am: 28.07.2014 12:33:31 Gelesen: 139028 # 36
Guten Morgen, handelt es sich hierbei um eine Zehnfachfrankatur? MfG Kevin
Kontrollratjunkie Am: 28.07.2014 14:12:01 Gelesen: 139007 # 37
Moin Kevin, schwer zu sagen. Das Datum passt mit dem 22.06.1948 jedenfalls. Allerdings kann ich den Stempelort schon mal nicht entziffern. Dann ist es ein Fensterumschlag, somit ist der Zielort unbekannt. Was war es ? Ortsbrief ? Fernbrief ? Drucksache ? Ist der Brief unverschlossen versandt worden ? Das nächste Problem ist die Frankatur. Ich zähle 1,21 RM, das wären im Zehnfachaufbrauch 12 Pf. Selbst der Ortsbrief kostete schon 16 Pf, die Drucksache der zweiten Gewichtsstufe jedoch nur 8 Pf. Es passt alles irgendwie nicht. Es sei denn, es hat sich jemand einen Umschlag optisch hübsch beklebt und dann am Schalter (schlecht lesbar) stempeln lassen. Gruß KJ
briefmarkenwirbler24 Am: 29.07.2014 11:47:52 Gelesen: 138911 # 38
@ Kontrollratjunkie [#37] Hallo Rüdiger, vielen Dank für deine Antwort, ich habe mir schon gedacht, dass sich aufgrund des schlecht lesbaren Datums und der Tatsache, dass es sich um einen Festerumschlag handelt keine Aussage darüber treffen lässt, ob es sich um eine Zehnfachfrankatur handelt. MfG Kevin
diva Am: 18.10.2014 11:24:49 Gelesen: 138340 # 39
Habe hier noch einen Brief mit verschiedenen Frankaturen, ist dieser Brief noch für eine Sammlung in Ordnung ? Für Eure Bemühungen im voraus besten Dank. m.f.G. Diva
LK Am: 18.10.2014 11:46:11 Gelesen: 138332 # 40
@ diva Hallo, Zehnfachfrankatur wohl aus dem Briefkasten 23.6.48 --9 Delmenhorst - Hamburg Fernbrief, Portorate 24 Pfg. Tatsächliches Porto 238 Pfg alte Währung (neue 23,8 Pf) es fehlen also 0,2 Pf. Da aus dem Briefkasten hat bei der Post wohl niemand nachgerechnet. Ohne Nachporto befördert. Derartige Belege sind obwohl etwas fleckig immer sammelwürdig. Gruß LK
diva Am: 18.10.2014 11:53:55 Gelesen: 138328 # 41
@ LK [#40] Hallo LK, vielen Dank, dann kommt der Brief zur Sammlung, war nur etwas nachdenklich wegen der Flecken. Danke nochmals für die Info. Liebe Grüße Diva
stampmix Am: 18.10.2014 14:04:25 Gelesen: 138297 # 42
@ LK [#40] Wenn mans genau nimmt, fehlt da nichts: 7*(6+8) + 4*(12+24) = 7*14 + 4*36 = 98 + 144 = 242Rpf /10 = 24,2Pf >24Pf. Da hat der Absender im Aufbrauch glatt 2 Rpf verschenkt. Echter Bedarf. beste Grüsse stampmix
diva Am: 18.10.2014 15:06:27 Gelesen: 138284 # 43
Hallo und einen guten Tag, ich möchte mich bei Dir ganz herzlich bedanken für diese Info. Vielen Dank und einen schönen Tag. Liebe Grüße Diva
alemannia Am: 28.11.2014 19:04:43 Gelesen: 137849 # 44
Hallo zusammen, Belege, wie auch dieser in [#39] gezeigte Brief mit geringer Überfrankierung von 2 Rpf, kommen öfters vor. Man muss bedenken, dass die alten Kontrollratsausgaben ungültig wurden, da wurde eben "verklebt" was ging. Der 23.6.48, erste Briefkastenleerung, war ja die letzte Möglichkeit einer Zehnfachfrankatur. Danach waren nur noch die neuen, in DM zu bezahlenden Marken, mit Posthörnchenaufdruck zugelassen. Gruß Guntram
diva Am: 29.11.2014 17:38:54 Gelesen: 137806 # 45
@ alemannia [#44] Hallo und guten Abend, vielen Dank für die umfassende Info. Ich wünsche noch ein schönes Wochenende und nochmals danke. Grüße Diva
Manne Am: 01.12.2014 09:14:26 Gelesen: 137758 # 46
Hier eine 10-fach Frankatur vom 23.2.48 als Drucksache von Schwenningen in die Schweiz. Gruß Manne
jmh67 Am: 01.12.2014 09:42:06 Gelesen: 137750 # 47
@ Manne [#46] Das ist zwar ein schöner Beleg mit zehn gleichen Marken, aber keine Zehnfachfrankatur im engeren Sinne. Diese kommen nur kurz nach der Währungsumstellung im Juni 1948 vor, als die alten Marken noch einige Tage zu 1/10 ihres Nennwerts weitergalten. Jan-Martin
alemannia Am: 01.12.2014 09:44:04 Gelesen: 137750 # 48
@ Manne [#46] Hallo zusammen, das ist keine Zehnfachfrankatur, sondern eine normale, mit 10 Pf. portogerechte Drucksache von der FZ in die Schweiz vom 23.2.48 und nicht vom 23.6.48. Gruß Guntram
Manne Am: 01.12.2014 13:30:24 Gelesen: 137717 # 49
@ alemannia [#48] Vielen Dank für die Richtigstellung. Gruß Manne
Manne Am: 01.12.2014 13:32:19 Gelesen: 137714 # 50
Dann müsste dieser Brief passen, 21.6.48. Gruß Manne
alemannia Am: 01.12.2014 14:09:40 Gelesen: 137700 # 51
@ Manne [#50] Hallo, die Reichsmark-Marken der Französischen Zone verloren am 20.06.1948 ihre Frankaturgültigkeit, konnten aber am Vormittag des 21.06.48 (1. Briefkastenleerung) noch verwendet werden. Zehnfachfrankaturen waren in der Französischen Zone nicht vorgesehen, wurden aber geduldet, lt. Michel-Spezial in Württemberg bis zum 23.06.48 bzw. teilweise sogar bis 26.06.48. Somit dürften auch die verklebten 10 Marken der Michel-Nr. 8 (Tarif Inland bis 20 g = 24 Pfennig) von Württemberg-Hohenzollern vom 21.06.48-15 Uhr eigentlich nicht mehr offiziell zulässig gewesen sein. Ein schöner Beleg, wenn er echt gelaufen ist, findet Guntram
Eilean Am: 11.03.2015 16:57:52 Gelesen: 136769 # 52
Hier drei schöne Belege, für mich als nicht zehnfach-Sammler: Sind denn Beleg 1+2 portogerecht? Alles in München gelaufen, teils als Ortsbrief. Gruß Andreas
alemannia Am: 11.03.2015 18:04:53 Gelesen: 136754 # 53
Hallo zusammen, meine Meinung zur Freimachung: Beleg 1: Portogerechte Drucksache zu 6 Pfennig Beleg 2: Brief im Ortsverkehr vom 23.06.48 - 8 Uhr,erste Briefkastenleerung und somit letzte Verwendungsmöglichkeit der alten RM-Marken Die Postgebühren im Ortstarif betrugen für Briefe bis 20 g = 16 Pfennig und in der 2. Gewichtsstufe (20-250 g) = 32 Pfennig. Somit wäre der Beleg überfrankiert, was aber nicht selten war, denn die alten Marken wurden ja frankaturungültig und es wurde "verklebt", was noch vorhanden war. Gruß Guntram
jokama Am: 22.05.2015 13:27:50 Gelesen: 136099 # 54
Hallo Forum, ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und habe eine (vielleicht) interessante Information. Es betrifft den Beitrag von Pepe vom 30.6.13 und kontrollratjunkie, gleiches Datum. Dieser Brief aus Wittenberge stammt von einem Briefmarkenhändler Wilhelm Horn. Er hat viele dieser Briefe "gemacht", auch Nachnahmebriefe (siehe meine Webseite). Die Marken sind wahrscheinlich nicht auf dem Postamt mit dem Bezirksstempel versehen worden. http://www.manfredkaiser.de/berlin_48-49.html#24.6.48o Ich habe noch einen anderen Beleg an die gleiche Adresse. Wenn Interesse besteht, kann ich auch den anderen Brief abbilden. Auf meiner Webseite findet Ihr meine Mailadresse. Über einen Meinungsaustausch würde ich mich freuen. Gruß Manfred
Stefan Am: 23.05.2015 09:39:15 Gelesen: 135994 # 55
@ jokama [#54] Ich habe noch einen anderen Beleg an die gleiche Adresse. Wenn Interesse besteht, kann ich auch den anderen Brief abbilden. Bitte auch den anderen Brief aus Wittenberge analog dem Stück aus Beitrag [#31] (Fortsetzung in Beitrag [#32] und [#33]) zeigen. http://www.manfredkaiser.de/berlin_48-49.html#24.6.48o Die Website ist interessant und schön bebildert mit Belegen aus der Zeit von 1948/49 (was halt alles in Berlin möglich war). Danke. Gruß Pete
jokama Am: 23.05.2015 15:22:06 Gelesen: 135957 # 56
Hallo Pete, ich habe beide Briefe gescannt. Der Nachnahmebrief ist aus einer Briefmarken-Album-Seite gebastelt. Ich habe Vorder- und Rückseite abgebildet. Ich hatte wegen des Nachnahmebriefes vor längerer Zeit mit einem Prüfer für Bezirksstempel 36 telefoniert, leider ist mir der Name entfallen, ich glaube er war in Magdeburg zu Hause. Dieser Prüfer hat mir erzählt, dass der Herr Horn in Wittenberge viele dieser Briefe gemacht hat, auch die Nachnahmebriefe, die mit Phantasiefrankaturen versehen wurden. Gruß Manfred
Stefan Am: 25.05.2015 17:54:37 Gelesen: 135862 # 57
@ jokama [#56] Dieser Prüfer hat mir erzählt, dass der Herr Horn in Wittenberge viele dieser Briefe gemacht hat, auch die Nachnahmebriefe, die mit Phantasiefrankaturen versehen wurden. Ok. Demnach handelt es sich bei den Briefen um Attrappen. Bliebe die Frage, ob die Bezirkshandstempelaufdrucke und die Stempelentwertungen ebenfalls gefälscht wurden (Ganzfälschung oder Rückdatierung echter Stempel) oder ob es sich bei den Briefattrappen um Gefälligkeitsentwertungen aufgrund einer Vorlage am Schalter handelt. Gruß Pete
jokama Am: 25.05.2015 18:35:09 Gelesen: 135849 # 58
Hallo Pete, ich meine, die Briefe sind gelaufen, aber die Handstempel sind verfälscht. Es war ja möglich, Marken im Besitz eines Händlers von einem Freund auf der Post abstempeln zu lassen. Das ist häufig passiert. Auf meiner Webseite kannst Du einen "Sparke-Brief" sehen, von Dr. Böheim ist die Handstempelmarke als verfälscht markiert. Aus meiner Jugendzeit in Berlin (ja, ich bin schon so alt) weiß ich, dass in Westberlin, wo diese Bezirksstempel auch existierten, Marken so gestempelt wurden, dass nur 3 Berlin zu erkennen war (z.B. Berlin N20). Doch zu Herrn Horn. Bei ebay ist ein Brief im Angebot, der sehr nach Horn, Wittenberge aussieht. Gruß Manfred
jokama Am: 25.05.2015 18:57:36 Gelesen: 135839 # 59
Zur Ergänzung des Themas hier ein Auszug aus der Webseite des Spezialisten Dr. Boeheim http://www.briefmarken-boeheim.de/einfuehrung.htm Ein weiteres großes Sammelgebiet bei den Bezirkshandstempelaufdrucken ist das Sammeln von Fälschungen und fraglichen Aufdrucken. Hier kann man eine Vergleichs- und Forschungssammlung aufbauen und dadurch mit der Zeit selbst zum Experten werden. Zudem wird dieses Material häufig günstig angeboten. Fälschungen zum Schaden der Post sind auf nicht philatelistisch beeinflußten Bedarfsbriefen und Paketkarten nur sehr selten verwendet worden, solche Stücke sind sehr gesucht, erzielen heute hohe Preise. Nur von geringem Handelswert, aber als Vergleichmaterial interessant, sind dagegen die zahlreich und in sehr vielen Varianten vorkommenden Machwerke, die aus der Zusammenarbeit von gewinnsüchtigen Briefmarkenhändlern und bestechlichen Postbeamten entstanden sind: In vielen Fällen wurden bereits während der Kurszeit der Marken und noch viel mehr in den ersten Monaten danach (manchmal auch noch Jahre später) illegal Aufdrucke mit Originalstempeln auf privaten Urmarkenbeständen hergestellt, die nicht offiziell abgerechnet wurden und nie regulär an einem Postschalter verkauft wurden. Diese Marken werden seit 1993 mit dem neu eingeführten Prüfzeichen "verfälscht" signiert. Daneben gibt es noch eine weite Grauzone von ungeklärten Aufdrucken, bei denen auch die heutigen Prüfer noch keine sichere Prüfentscheidung treffen können. Außerdem gibt es auch zahlreiche Fälschungen, die mit nachgemachten Stempeln oder offiziell nicht verwendeten Bezirksstempeln hergestellt wurden (Prüfzeichen: "falsch"). Die in den ersten Jahren im Großhandel und in Neuheitenabonnements verkauften Bezirkshandstempelmarken waren überwiegend "verfälschte" Stücke. Dies besserte sich erst, als die ersten Bezirkshandstempelprüfer ihre Tätigkeit aufnahmen, auch wenn diese anfangs noch nicht den von heutigen Prüfern erreichten Wissensstand hatten und darum im Laufe der Jahre manche Prüfentscheidung wieder korrigiert werden mußte. Allen Anfängern und Nichtspezialisten, die nur echte Marken sammeln wollen, würde ich daher empfehlen, nicht zu sehr auf vorhandene Altprüfzeichen zu vertrauen und bei Neueinkauf alle besseren Stücke von einem BPP-Prüfer nachprüfen zu lassen soweit die Marken nicht bereits von einem amtierenden BPP-Prüfer geprüft sind. Der ganze Artikel kann unter der oben angegeben Adresse nachgelesen werden. Manfred
Redfranko Am: 03.08.2015 20:57:03 Gelesen: 134907 # 60
Hallo zusammen, nun kann ich auch mal eine Zehnfachfrankatur bieten. Eine Postkarte gestempelt am 22.06.1946 um 20 Uhr von Gudensberg (Bz. Kassel) nach Deute (seit 1972 ein Stadtteil von Gudensberg). Frankiert mit:
14 x MiNr. 944 =   84 PF
1 x  MiNr. 943 =    2 PF
1 x  MiNr. 946 =   10 PF
1 x  MiNr. 951 =   24 PF
auf  MiNr. P 962 = 12 PF
 

Ergibt insgesamt 120 PF / 10 = 12 PF Porto Postkarte im Fernverkehr. Gruß Frank

alemannia Am: 04.08.2015 21:08:23 Gelesen: 134838 # 61
@ Redfranko [#60] Hallo zusammen, da komme ich auf 132 RPf, also mit 12 RPf überfrankiert. Gruß Guntram
Redfranko Am: 04.08.2015 22:04:26 Gelesen: 134824 # 62
@ alemannia [#61] Hallo Guntram, da hast Du natürlich recht *rotwerd*. Hatte die 12 Pf von der Karte übersehen. Gruß, Frank
Manne Am: 06.09.2015 19:07:16 Gelesen: 134175 # 63
Guten Abend, beim Tauschabend am vergangenen Freitag erworben. Karte vom 21.6.48 und Brief vom 23.6.48 aus Schwenningen. Gruß Manne
Bautenfünfer Am: 22.01.2016 23:01:32 Gelesen: 132017 # 64
Hallöchen, kann mir Bautenserie1948-Fachidiot mal wer sagen, warum hier gleich ein Attest vorliegt und was denn dieser Brief so etwa wert ist? Ist nicht so mein Sammelgebiet und ich habe keine Ahnung. im Gegensatz zur Bautenserie.
alemannia Am: 23.01.2016 10:37:34 Gelesen: 131975 # 65
Hallo, der Wert des Briefes ergibt sich natürlich am Markt bei einem Verkauf.
Der Michelwert dürfte lt. meinem Michel-Briefe 2005/06 ca. 170,00 € betragen:

Michel-Nr. ZF 2 b - ZF-Frankatur vom 22.6.48 = 40,00 €

Aufschlag für Einschreiben (2)               = 20,00 €

Aufschlag für Eilbrief (3)                   = 80,00 €

Zuschlag für die Frankatur 20 x 1,50         = 30,00 €

Zuschlag für die Frankatur  3 x 0,80         =  2,40 €
 

Wie geschrieben, das ist nur der Wert nach der Systematik des Michel-Briefe-Kataloges. Wenn der Brief nicht mehr benötigt wird, könnte man ihn z.B. einfach hier bei PPA mit dem Mindestverkaufspreis einstellen und abwarten. Wie auch befundet, ist die Frankatur mit alten 17,20 RM und somit 1,72 neue DM, portogerecht: 32 Pfennig für Brief Ortsverkehr bis 50 g, zzgl. Einschreiben mit 60 Pfennig zzgl. Eilzustellung 80 Pfennig. Gruß Guntram

Bautenfünfer Am: 24.01.2016 18:49:35 Gelesen: 131887 # 66
Aha, Danke für die Infos! Habe ich für 3 Euro gekauft!
Max78 Am: 03.09.2016 19:10:33 Gelesen: 127565 # 67
Hallo zusammen, hier einmal ein Beleg, der finde ich wunderbar zeigt, wie eng der Zeitraum für mögliche Zehnfachfrankaturen wirklich war. Dieser Umschlag wurde, wie es in den Zeiten von Papiermangel öfter geschah, zweimal verwendet. Zuerst mit einer Mi. 949 EF portogerecht mit 16 Pf. innerhalb Dresden am 26.05.48 versendet, wurde der Umschlag am 28.06.48 "umgemodelt" und mit 40 x 6 Pfennigen (Mi. 944) portogerecht mit 240 Pfennigen frankiert: Zwar von der Versendungsart her etwas relativ gewöhnliches, aber in Verbindung mit der zweifachen Verwendung, finde ich, ganz ansprechend. mit Grüßen Max
zaubermann Am: 03.01.2017 20:41:45 Gelesen: 125024 # 68
@ Max78 [#67] Guten Abend zusammen, ich hätte auch ein paar Fragen zu folgenden Belegen: Diese Karte ist wohl am 23.6.1948 gelaufen, aber der Stempel ist nur auf einem mini Eck. Wie ist so was zu bewerten? Bei diesem Brief scheint alles zu passen. Stempel vom 23.6.1948 Ist der Brief portogerecht frankatiert worden? Dieser Brief gibt mir Rätsel auf. Er wurde erst am 28.6.1948 gestempelt. Allerdings habe ich irgendwo gelesen, dass in in der Sowjetischen Zone und in Ost-Berlin aufgrund der durchgeführten eigenen Währungsreform Zehnfachfrankaturen ebenfalls möglich waren, allerdings dort für den Zeitraum vom 24.06. bis 31.07.1948. Auch in Westberlin endete die Möglichkeit der Verwendung der alten RM-Marken mit 1/10 Frankaturwert am 31.7.1948. Ist das so richtig? Da ich diese Belege über E-Bay verkaufen möchte, könntet ihr mir bitte sagen, was die einzelnen Belege an Wert haben? Ich bedanke mich für eure Hilfe! Viele Grüße Mike
lueckel2010 Am: 03.01.2017 21:05:05 Gelesen: 125015 # 69
@ zaubermann [#68] Viele Fragen, von denen ich die letzte beantworten möchte: Über Zehnfachfrankaturen im Zusammenhang mit der Währungsreform im Bereich der SBZ kannst Du auf zwei im Michel Briefe-Katalog alles nachlesen. Der gezeigte Beleg (Mi.-Nr. 951 ZF) wird mit 5.00 M€ bewertet (2012/ 2013). Aus diesem Katalogpreis dürfte sich dann der E-Bay-Einstellpreis ableiten lassen. MfG, "lueckel2010"
zaubermann Am: 03.01.2017 21:17:09 Gelesen: 125008 # 70
@ lueckel2010 [#69] Vielen Dank, lueckel2010, leider habe ich diesen Katalog nicht zur Hand.
alemannia Am: 03.01.2017 22:12:54 Gelesen: 124981 # 71
@ zaubermann [#68] Hallo zusammen, Beleg 1: Die PK ist mit 2 alten RPf überfrankiert. Das ist normal, da die Marken ungültig wurden. Der Beleg mit Stempel " 23.6.48-12 Uhr" wurde beanstandet und mit 18 neuen Pfennig (12+6 Pfennig) beanstandet, da er nicht aus der ersten Briefkastenleerung stammt. Beleg 2: Der Brief ist mit 240 alten RPf portogerecht frankiert und wurde mit "23.6.48 - 5 Uhr" gestempelt und dürfte somit aus der ersten Briefkastenleerung stammen. Die Qualität beider Belege ist allerdings sehr schlecht und selten sind sie dazu auch nicht. Wenn überhaupt, würde ich die 3 Belege für je 1,00 € einstellen und hoffen, dass beboten wird. Gruß Guntram
zaubermann Am: 04.01.2017 14:52:25 Gelesen: 124899 # 72
@ alemannia [#71] Hallo Guntram, herzlichen Dank für deine Hilfe! Viele Grüße Mike
mumpipuck Am: 01.03.2017 20:38:10 Gelesen: 123980 # 73
Dieser Beleg mit Stempel vom 22.06.1948 aus Ratzeburg gefiel mir wegen der Frankatur und des reinen Bedarfs, auch wenn der Zustand mäßig ist. Die 1,20 RM = 12 Pf. neu wurden mit einer Marke 1RM Brieftaube und 10 x 0,02RM zusammengesetzt. Beide Marken dürften auf echten Bedarfsbelegen nicht häufig vorkommen, da sie wohl in Privathaushalten kaum vorrätig waren. Besonders nett die 9er-Einheit der 0,02 RM. Wohl dem zeitbedingen Mangel dürfte geschuldet sein, dass das Amtgericht Ratzeburg ein Schreiben in einer Vormundschaftsangelegenheit offen als Postkarte an die Stadtverwaltung Ratzeburg sendet. Beim heutigen Datenschutz undenkbar! Auch der Beleg würde heute wohl nicht der Vernichtung entgehen. Eigentlich hätte 1RM Porto doch genügt, da es eine Ortspostkarte ist, oder ? Jedenfalls findet der Beleg Eingang in meine Heimatsammlung Herzogtum Lauenburg. Herzliche Grüße Burkhard
jokama Am: 02.03.2017 19:48:17 Gelesen: 123931 # 74
Hallo Interessenten für Zehnfachfrankaturen, ich habe auf meiner Internetseite [1] einige Briefe aus meiner Sammlung gezeigt. Vielleicht ist es für das Thema interessant. Über feedback und Diskussion würde ich mich freuen. Hier ein Beispiel Westberlin 31.8.48 Gruß Manfred [1] http://www.manfredkaiser.de/10fach.html
Stempelfreund Am: 19.03.2017 11:06:21 Gelesen: 123595 # 75
Hallo zusammen, gerade bekam ich eine schöne Bedarfs-Postkarte mit Zehnfachfrankatur vom 22.6.1948 aus Stuttgart, die ich hier zeigen möchte. Und als zweites eine schöne Drucksache aus der SBZ, wo ja die Zehnfachfrankaturen zwischen 23. und 30.6.1948 zulässig waren.Meine ist vom 29.6.1948 und enthält eine Einladung zur Silberhochzeit. Einen schönen Tag noch. Gruß Stempelfreund
alemannia Am: 19.03.2017 11:24:55 Gelesen: 123586 # 76
@ Stempelfreund [#75] Hallo, kleine Korrektur: In der SBZ, ebenso in Ost- und West-Berlin waren Zehnfachfrankaturen bis zum 31.7.1948 möglich. Gruß Guntram
Stempelfreund Am: 19.03.2017 13:13:49 Gelesen: 123556 # 77
Hallo Guntram, danke für die Korrektur. Gruß Christian
Max78 Am: 28.06.2017 21:17:50 Gelesen: 121005 # 78
@ alemannia [#76] Servus zusammen, hier noch ein Brief als Beispiel der Letzttagverwendung im Ortstarif, gestempelt Neugersdorf (Sachsen) 31.7.48: Nimmt man es genau, dann war der Brief mit 0,2 Pfennigen überfrankiert. @ Stempelfreund [#75] Ich habe selten einen so aussergewöhnlichen Poststellenstempel gesehen, ohne UB und vollständiger Jahresangabe ohne Uhrzeit. Danke für's Zeigen! mit Grüßen Max
Gerhard Am: 29.06.2017 09:31:01 Gelesen: 120950 # 79
@ Max78 [#78] Sehr schöner Bedarf und trotz etwas hastiger Öffnung gut erhalten. Glückwunsch dazu. MphG Gerhard
alemannia Am: 29.06.2017 11:09:38 Gelesen: 120926 # 80
Hallo zusammen, Zehnfachfrankaturen waren in der SBZ und in Berlin erst ab 24.6.1948, nicht schon am 23.6.1948, gültig. Fernbrief der SBZ vom 24.06.1948 - 15 Uhr (Ersttag) von Wurzen/Sachsen nach Nerchau - 24 Pfennig für Inlandsbrief bis 20 g Gruß Guntram
Totalo-Flauti Am: 29.06.2017 21:29:08 Gelesen: 120864 # 81
Liebe Sammlerfreunde, ich möchte Euch einen Leipziger Ortsbrief zu 160 Pfennige gleich 16 Pfennige neue Währung vom 29.6.1948 zeigen. Für die Freimachung wurde 2x Mi 943, 7x Mi 947 und 3x Mi 951 verwendet. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
volkimal Am: 17.02.2018 19:09:26 Gelesen: 111251 # 82
Hallo zusammen, diese etwas überfrankierte Zehnfachfrankatur ist zu spät aufgegeben worden: Zehnfachfrankaturen waren in den westlichen Zonen nur am 21./22.6.1948 möglich. Allerdings wurde die Post, die man am 23.6.1948 morgens im Briefkasten fand auch noch als Zehnfachfrankatur angenommen. Diese Karte wurde erst danach eingeworfen, so dass die Marken als ungültig markiert wurden. Die Karte ist entsprechend mit einer Nachgebühr von 18 Pfg., dem 1,5-fachen des fehlenden Portos von 12 Pfg. belegt worden. Viele Grüße Volkmar
hajo22 Am: 17.02.2018 22:11:07 Gelesen: 111223 # 83
@ alemannia [#80] Zehnfachfrankaturen waren in der SBZ und in Berlin erst ab 24.6.1948, nicht schon am 23.6.1948, gültig. Kleine Korrektur: Westberlin Zehnfachfrankaturen ab 25.6.1948, Ostberlin wie SBZ 24.6.48. Allerdings: Briefe aus den Westsektoren Berlins frankiert nach dem alten Tarif am 24.6. nach Ostberlin oder in die SBZ wurden mit Nachgebühr belegt. Also eine Art "Postkrieg" bereits am 24.6.48. hajo22
Totalo-Flauti Am: 03.06.2018 11:34:43 Gelesen: 107696 # 84
Liebe Sammlerfreunde, ab 24.06.1948 galten in der SBZ die "alten" Marken nur noch zum zehnfachen ihres Nennwertes. Bei meinem Ortsbrief (16 Pfennige für den einfachen Brief) vom 24.06.1948 wurde je eine MiNr. 921, 926, 931, 952 und eine 955 für zusammen 160 Pfennige verklebt. Ich denke, das sich hier ein Sammler ein kleines Souvenir gebastelt hat. Der verwendete Stempel ist mehrfach aptiert worden. 1944 kam die Postgebietsleitzahl hinzu und Ende 1945 wurden das Doppel M und "REICHSMESSESTADT" entfernt. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Baldersbrynd Am: 22.11.2018 14:02:46 Gelesen: 103375 # 85
Hallo Alle Brief aus Berlin Neukölln nach Stadthagen über Hannover, gesendet am 20.7.1948. Frankiert mit Zehnfach Briefmarken zusammen 248 Pf. = 24,8 DPf. Warum wurde der Brief belastet mit Nachgebühr 36 Pf.? Hatte BRD nicht diese Briefmarken akzeptiert, weil sie waren ungültig in BRD? Ich meine nicht, dass das Brief in 2. Gewichtsklasse war. Viele Grüße Jørgen
StefanM Am: 22.11.2018 14:49:48 Gelesen: 103361 # 86
@ Baldersbrynd [#85] Im Grunde ist der Brief gar nicht frankiert, denn die Zehnfachfrankaturen waren nur am 21. und 22. Juni 1948 gültig. Der Brief wurde jedoch im Juli 1948 mit ungültigen Marken verschickt. Gruß Stefan
Baldersbrynd Am: 22.11.2018 15:25:10 Gelesen: 103349 # 87
@ StefanM [#86] Hallo Stefan, der Brief geht von West-Berlin Neukölln und da hier die alte Reichsmark Währungs Briefmarken noch gültig waren bis 31.7.1948. Viele Grüße Jørgen
hajo22 Am: 22.11.2018 16:20:33 Gelesen: 103336 # 88
@ Baldersbrynd [#87] Wie Du richtig schreibst, waren die RM-Marken bis 31.7.1948 zu 1/10 auch in den Westsektoren Berlins gültig wie im gesamten Gebiet der Sowjetzone einschließlich Ostberlins. Während die Währungsreform in Ostberlin und der SBZ am 24.6.1948 stattfand, wurde sie in den Westsektoren Berlins am 25.6.48 durchgeführt. Das hat mit der BRD nichts zu tun, die gab es noch garnicht, sondern eine Trizone (frz., brit. und amerik. Zone). Außerdem hatte Groß-Berlin einen Sonderstatus als 4-Sektoren-Stadt. Man sang den Schlager: Wir sind die Eingeborenen aus Trizonesien... Eine Nachgebühr hatte deshalb auf Deinem Beleg nichts zu suchen. Das war Unwisssenheit. hajo22
Baldersbrynd Am: 22.11.2018 23:15:44 Gelesen: 103305 # 89
@ hajo22 [#88] Danke für Deine Beschreibung. Die Trizone habe ich noch nicht gehört und das Lied kenne ich auch nicht. Als es ein Unwissenheit war, ist auch ein möglichheit. Viele Grüße Jørgen
mumpipuck Am: 22.11.2018 23:26:15 Gelesen: 103302 # 90
@ hajo22 [#88] Wenn ich die Markengröße ansehe scheint der Brief überformatig zu sein. Vielleicht war er auch einfach zu schwer (über 20 gr.). Dann hätte er 48 Pf. gekostet. Ich bin kein Nachgebührenexperte, aber ich meine mal gehört zu haben, dass 50% des Fehlbetrages als "Strafe" hinzukamen. Dann würden die 36 Pf. Nachgebühr stimmen. Burkhard
hajo22 Am: 23.11.2018 12:57:23 Gelesen: 103258 # 91
@ mumpipuck [#90] Ja, das könnte auch sein. Dann stimmen die 36 Pf. Nachgebühr: 24 Pf. fehlt + 12 Pf. Zusatzgebühr = 36 Pf. Allerdings ist kein Vermerk > 20 gr vorhanden. hajo22
Baldersbrynd Am: 24.11.2018 10:04:15 Gelesen: 103211 # 92
@ mumpipuck [#90] @ hajo22 [#91] Ich meine auch meist das ist ein Brief von 20 bis 40 Gramm. Hier ist die Rückseite, sie ist ganz glatt, wenn ein Brief über 20 Gr. ist, dann kann man das meistens sehen in den Kanten. Ein Brief über 20 Gr. ist mit mindesten 4 A4 Seiten (80 Gr). Viele Grüße Jørgen
spain01 Am: 12.12.2018 11:53:09 Gelesen: 102596 # 93
Plattenfehler auf Brief Hallo Allerseits, ich bekam dieser Tage u.a. diese Zehnfachfrankatur mit 480 Pf, somit für einen Brief im Fernverkehr bis 50 g portogerecht frankiert. Für mich nicht nachvollziehbar ist, warum die eine 20er über die Öffnungskante geklebt wurde. :( Die Besonderheit dieses Briefes ist aber folgendes: die Alliierte Besetzung MiNr. 936 I ist als einziger Plattenfehler dieser Ausgabe in meinem 2017er Spezial auf Brief bisher unbekannt. Hier ist er: Somit sollte sich eine weitere Lücke im Spezial schließen, wenn auch nur mit -.- Diesen und weitere Briefe werde ich natürlich bei der ARGE prüfen lassen. Gruß Michael
spain01 Am: 12.12.2018 12:54:52 Gelesen: 102585 # 94
Aus der selben Lieferung: Mit 482 Pf ist er um 2 Pf bzw. 0,2 Pf überfrankiert. Interessant könnten die beiden "hellen" 10er (MiNr. 946) sein, auf jeden Fall aber die vorhandene MiNr. 951 I: Gruß Michael
spain01 Am: 12.12.2018 13:19:25 Gelesen: 102575 # 95
Der folgende Brief wirft für mich Fragen auf: Zunächst ist er mit 170 Pf für einen Ortsbrief um 10 Pf überfrankiert. Die Marken der französischen Zone wurden wohl zu Recht reklamiert, gekennzeichnet und nicht entwertet. Mannheim lag aber in der französischen Zone. Die akzeptierten Marken haben einen Frankaturwert von 127 Pf, damit war/wäre der Brief um 33 Pf unterfrankiert. Durch die Nachgebühr von 6 Pf wurde der Brief dann wieder teurer als der eigentliche Tarif von 160 Pf bzw. der regulären 16 Pf. Wurde hier eine "Strafgebühr" erhoben? Wie ist ein solcher Brief zu bewerten? Im 2017er Mi-Spez auf Seite 813 steht "Beanstandete Zehnfachfrankaturen ... Zuschlag 150,-". Trifft das hier zu oder müssen andere Maßstäbe angelegt werden? Gruß Michael
guy69 Am: 12.12.2018 13:44:59 Gelesen: 102569 # 96
Ein ganzer Tag zu spät. Oder was ist hier passiert?
Frankenjogger Am: 12.12.2018 14:07:08 Gelesen: 102559 # 97
Hallo guy69, ja die Marken waren nicht mehr gültig. Somit galt der Brief als nicht frankiert und es wurde die 1,5-fache Nachgebühr erhoben. Hallo Michael, Mannheim gehörte zur Amerikanischen Zone, auch wenn es zu Baden gehört. Dort waren die Marken der französischen Zone nicht gültig. Bei deinem Brief fehlten, wie du schon festgestellt hast, 33 Pf, die als 3,3 Pf neue Währung gerechnet wurden. Dieser Wert wurde auf 4 Pf Fehlbetrag aufgerundet und dann wurde der 1,5-fache Betrag als Nachgebühr erhoben. Über den Wert kann ich leider keine Auskunft geben. Viele Grüße, Klemens
spain01 Am: 12.12.2018 14:16:52 Gelesen: 102555 # 98
Danke für die Info, Klemens!
spain01 Am: 20.05.2019 16:21:13 Gelesen: 99564 # 99
Hallo Allerseits, heute bekam ich einen Brief, dessen Stempelung eine mir nicht nachvollziehbare Kuriosität zeigt: Der Brief wurde in Bad Schwartau aufgegeben und mit Datum 21.6.48-18 gestempelt. Der auf der Rückseite lila markierte Stempel ist von Hamburg 21.6.48.9-10... Wie kann es sein, dass der Stempel vom Ankunftsort vor dem Absendedatum liegt? Und dann auf der rückseitig einzigen nicht entwerteten Marke? Wurde hier "platz gelassen" für den Ankunftsstempel? Es wäre doch sicherlich ein sehr großer Zufall, wenn eine nicht entwertete Briefmarke (gut, auf der Vorderseite sind genau genommen auch 2 Marken nicht entwertet) von einem nicht auf den nächsten Tag umgestellten Stempel entwertet worden wäre. Oder kam der Brief tatsächlich innerhalb von 3-4 Stunden in Hamburg an? Die Marke links des markierten Stempels ist übrigens die All. Bes. MiNr. 951 I. Gruß Michael
sammler-ralph Am: 20.05.2019 16:36:14 Gelesen: 99555 # 100
@ spain01 [#99] Viele Ämter haben Ihre Stempel nicht mehrmals am Tag umgestellt. Vermutlich hat Bad Schwartau den ganzen Tag über mit 18 Uhr gestempelt. Der Ankunftstempel zeigt übrigens die Uhrzeit 9-10 N, das N steht für nachmittags (also 21-22 Uhr). Somit könnten die Uhrzeiten sogar direkt stimmen, sind ja nur rund 70 Kilometer. Gruß Ralph
GSFreak Am: 12.11.2019 21:27:30 Gelesen: 96051 # 101
Hier eine portogerecht frankierte Postkarte aus Göttingen 2 nach Elberberg über Fritzlar vom 22.06.1948. Ergänzend zum 10 Rpf. Wertstempel der P 961 sind 1,10 RM zugeklebt (Mi.-Nrn. 937 und 946), das sind denn 120 Rpf = 12 Pf. Gruß Ulrich
Fips002 Am: 30.06.2020 19:03:09 Gelesen: 91096 # 102
Ganzsachen Postkarte P 962 der II. Kontrollratsausgabe 1947-1948 mit Zehnfachfrankatur von Wittgendorf(Kreis Zittau) 26.7.1948 nach Hirschfelde/Sachsen. Die Karte ist mit 1 Pfennig überfrankiert. Dieter
Fips002 Am: 04.07.2020 19:17:21 Gelesen: 90950 # 103
Brief mit Zehnfachfrankatur an das Finanzamt in Eutin. Entwertet wurde die Frankatur mit dem Bahnpoststempel Kiel-Lübeck am 21.6.1948. Dieter
Franz-Karl Lindner Am: 04.10.2020 13:15:37 Gelesen: 88953 # 104
Hallo zusammen, bilde einmal einen R-Brief aus Niendorf/Ostsee nach Bad Mergentheim vom 22.06.1948 ab, Vorder- und Rückseite. Was haltet ihr von der Frankatur? Gab es hier nicht einen Rechenfehler, oder stimmt die Frankatur doch? Wer hilft? Danke Franz-Karl
hajo22 Am: 04.10.2020 13:30:28 Gelesen: 88945 # 105
@ Franz-Karl Lindner [#104] Wenn ich richtig gerechnet habe, ergeben sich 810 Reichspf. = 81 "neue" DPf. Frankatur: Einschreiben 60 Pf. (oder 600 Pf. alt) + 24 Pf. (oder 240 Pf. alt). Der RBrief ist demnach um 3 neue Pf. oder 30 alte Pf. unterfrankiert. Und keiner hat's gemerkt. hajo22
Franz-Karl Lindner Am: 04.10.2020 14:35:47 Gelesen: 88928 # 106
Danke, da hat einer wohl nicht rechnen können!
alemannia Am: 04.10.2020 14:41:48 Gelesen: 88926 # 107
@ Franz-Karl Lindner [#104] Hallo zusammen, hallo Franz-Karl, unbeanstandet gelaufene unterfrankierte Zehnfachfrankaturen kommen in der Bizone vor, wenn auch relativ selten. Insbesondere findet man sie bei Mischfrankaturen mit mehreren Marken unterschiedlicher Wertstufe, die aufgrund fehlenden Platzes auf der Vorderseite, auch rückseitig verklebt werden mussten. Zu dem gezeigten Beleg zeige ich ein weiteres Beispiel eines R-Briefes bis 20 g, der mit 4 alten RPf unterfrankiert war: Um das rechnerisch ohne Taschenrechner festzustellen, musste ich schon etwas Zeit aufwenden. Gruß Guntram
GSFreak Am: 10.11.2020 12:06:28 Gelesen: 87805 # 108
Eine Zehnfachfrankatur vom 08.07.1948 aus BERLIN-WEISSENSEE 1 (sowj. Sektor) nach Hann.Münden. Hier hat einer auch nicht richtig gerechnet, obwohl offenbar Leiter eines Briefmarken-Tausch-Zirkels. Einschließlich Wertstempel (P 962, in der SBZ noch gültig bis 31.07.1948) beträgt die Frankatur 130 Rpf. 120 Rpf. = 12 Pf. hätten gereicht. Immerhin soll eine sog. "Goldtaube" verklebt sein (Mi.-Nr. 959b) gemäß handschriftlicher Notierung eines Vorbesitzers der Karte. Konnte ich bisher aber nicht verifizieren. Beste Grüße Ulrich
Briefuhu Am: 01.03.2021 22:17:18 Gelesen: 84017 # 109
Hallo, hier eine Zehnfachfrankatur vom 03.07.1948 von Wünschendorf nach Kaltenborn in der Sowjetischen Zone. Frankiert mit 11 Mark = 1,10 Mark. Fernbrief bis 50 g = 48 Pfennige und 60 Pfennige für Einschreiben = 1,08 Mark also mit 2 Pfennig überfrankiert. Ich hoffe ich habe richtig gerechnet. Auf der Rückseite ist ein Prüfvermerk von Schlegel A. angebracht und drei Marken mit a) oder b) geprüft. Schönen Gruß Sepp
Totalo-Flauti Am: 18.07.2021 08:54:55 Gelesen: 79630 # 110
Liebe Sammlerfreunde, eine Zehnfachfrankatur (insgesamt 240 alte Reichspfennig) aus der SBZ von Leipzig nach Droyßig über Zeitz vom 6.7.1948. Marken in Reichsmark-Währung die sich noch im Besitz der Postbenutzer befanden durften in der SBZ im Zeitraum vom 24.06.1948 bis 31.07.1948 zu 1/10 des Nennwertes aufgebraucht werden. Hier wurden von der zweiten Kontrollratsausgabe 6x Mi.943, 2x Mi.944, 2x Mi.945, 2x Mi.946, 9x Mi.947 und 3x Mi.961 für die notwendige Frankatur verwendet. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Totalo-Flauti Am: 30.07.2021 18:21:59 Gelesen: 79066 # 111
Liebe Sammlerfreunde, mit 15x Mi.949 konnten die notwendigen alten 240 Reichpfennig für den einfachen Brief dargestellt werden. Hier auf einem Leipziger Brief vom 27.08.1948. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Adalbert Am: 27.09.2021 09:57:59 Gelesen: 77495 # 112
Hallo, ich habe mal eine Frage zu den Zehnfachfrankaturen vom 21./22.06.1948. Es gibt ja die briefmarkenfrankierten Belege, bei denen man dann halt an der Briefmarke erkennen kann, ob es sich um "alte" oder "neue" Währung handelt. Andererseits gibt es aber auch Zehnfachfrankaturen, frankiert mit Absenderfreistempeln; an den beiden Tagen konnte auch altes RM-Freistempel-Guthaben als Zehnfachfrankatur verwendet werden. Wie konnte das aber bei Absenderfreistempeln unterschieden werden, ob es sich um "alte" oder "neue" Währung handelt? Viele Grüße Adalbert
alemannia Am: 27.09.2021 10:11:24 Gelesen: 77488 # 113
@ Adalbert [#112] Hallo zusammen, hallo Adalbert, es war auch bei den Freistempeln der zehnfache Betrag zu verwenden. Zwei Beispiele, 24 Pfennig für Fernbrief Inland bis 20 g und Geschäftspapier Inland bis 100 g: Gruß Guntram
jokama Am: 27.09.2021 12:38:45 Gelesen: 77446 # 114
Ich habe hier Informationen über die 10fach Frankaturen auf meiner Webseite [1]. Geschichtliche Infos und Briefbeispiele. Gruß Manfred [1] http://www.manfredkaiser.de/10fach.html
Adalbert Am: 29.09.2021 08:24:08 Gelesen: 77391 # 115
Hallo, danke für die Rückmeldungen und das Zeigen der Belege. Dennoch bleibt für mich die Frage, woran kann die Post bei den Belegen mit Absenderfreistempel erkennen, dass es sich um die alte Währung und nicht um die neue handelt? Für die Beispiele, die im Beitrag [#113] gezeigt wurden: Wäre es schon neue Währung gewesen, sähen dann die Belege nicht ganz genauso aus, nur dass ein anderer Wert eingedruckt gewesen wäre? Aber die Post musste es ja auch irgendwie erkennen können, ob alte oder neue Währung? Viele Grüße Adalbert
alemannia Am: 29.09.2021 11:11:49 Gelesen: 77368 # 116
@ Adalbert [#115] Hallo zusammen, hallo Adalbert, wenn ich die Frage richtig verstehe, geht es darum, inwieweit es möglich gewesen ist, am 21. und 22.6.1948 nicht zehnfach, sondern einfach mit altem RM-Guthaben unerkannt in falscher Höhe zu stempeln. Bei den Absender-Freistemplern mussten die Gebühren im voraus entrichtet werden. Die Buchung der Beträge geschah beim zuständigen Postamt, entweder durch Wertkarten (Francotyp), oder Einstellungen (Postalia) an den Geräten. Ab 21.6. war die Zahlung nur noch in DM möglich. Die freigestempelten Briefsendungen konnten in der Regel nicht über Briefkasten eingeliefert werden, sondern mussten, taggenau zum Stempeldatum, beim Postamt abgegeben werden. Ich gehe davon aus, dass die Dienststellen nachvollziehen konnten, inwieweit die Firmen ihr Guthaben aufgebraucht hatten. Bei Absenderfreistempeln mit Datum 21. und 22.6.1948 gehe ich deshalb davon aus, dass es sich bei Einfachfrankierung um die neue DM-Währung handelt. Da ich kein Fachmann für AFS bin, würde ich mich freuen, wenn meine Ausführungen bestätigt, ergänzt oder auch berichtigt würden. Gruß Guntram
iholymoses Am: 20.11.2021 12:14:24 Gelesen: 75998 # 117
Hier ein Brief vom 2.7.48 mit einer leider entfernten oder sonst wie abhanden gekommenen Marke (der Brief war in einem wilden Lot dabei): Wenn ich richtig gerechnet habe, dürfte eine 40 Pf-Marke fehlen: 200 Pf (80 Pf vorne + 120 Pf hinten) Frankatur sind noch vorhanden, 240 Pf wären notwendig. Mir gefällt auch der spezielle Stempel gut. Schönen Samstag, Reinhard [riefrückseite um 180 Grad gedreht, jetzt ist der Stempel besser erkennbar]
Fips002 Am: 17.12.2021 18:24:08 Gelesen: 75114 # 118
Ganzsachen Postkarte P 955 von Wittgendorf (Kreis Zittau) 26.7.1948 nach Hirschfelde, Sachsen. Die Karte ist mit 15 Pfennig überfrankiert. Dieter
iholymoses Am: 30.12.2021 21:35:38 Gelesen: 74601 # 119
@ jokama [#58] Hier eine Mischfrankatur, die dem gezeigten Beleg sehr ähnlich sieht: MiNr. 959 als Zehnfachfrankatur = 10 Pf. und dazu MiNr. 166 + 170 mit Bezirkshandstempeln ergeben zusammen die notwendigen 24 Pf. Aber das scheint dann ja wohl ein Machwerk zu sein, in Massenfertigung. Viele Grüße, Reinhard
Bautenfünfer Am: 23.07.2023 12:09:28 Gelesen: 55967 # 120
Ich werde mal hier wieder das Thema Zehnfachfrankaturen mit einem schönen Beleg aktivieren: Fernbrief über 24 Pf, korrekt mit 30 x 8 Pf 10fach-Frankatur freigemacht. Das schönste ist aber, alle 30 Stück 8 Pf haben die Farbe aa, d.h. sie leuchten unter UV-Licht sehr hell zinnober. Eine Marke ist arg beschädigt, aber trotzdem gibt es das nicht häufig. Ich habe es auch prüfen lassen, siehe Prüfzeichen.
Bautenfünfer Am: 23.07.2023 12:15:49 Gelesen: 55966 # 121
Noch eine schöne 10fach Frankatur mit Plattenfehler. 3x80 Pf ergibt 240 Reichspfennig = 24 Pf, portogerecht und am 23.06.48 (Letzttag) abgestempelt Es sind sogar hier zwei im Michel vermerkte PLF drauf: 957 I und III
Bautenfünfer Am: 23.07.2023 12:19:48 Gelesen: 55965 # 122
Einen habe ich noch: Portogerechter 240 Rpf = 24 Pf Beleg mit 10 x 20 Pf und 5 x 8 Pf Es sind zwei Plattenfehler bei den 20 Pf Marken vorhanden: Mi. 950 II und IV.
Frankenjogger Am: 23.07.2023 13:17:12 Gelesen: 55956 # 123
@ Bautenfünfer [#121] Der Letzttag für Zehnfachfrankaturen in den Westzonen war der 22.6.1948. Am 23.6.1948 galten nur die Belege aus der ersten Breifkastenleerung noch als gültig. Das sollte durch einen Stmpel bis ca. 10 Uhr zuordenbar sein. Dein gezeigter Beleg ist um 16 Uhr gestempelt und dürfte somit als sog. Durchrutscher gelten. Viele Grüße, Klemens
Baber Am: 05.09.2023 18:04:07 Gelesen: 54132 # 124
Wie ist so ein Abschnitt einzuschätzen? Echt oder Mache? Kein Absender, keine Adresse, gestempelt Lübeck 22.6.48 10-11 Uhr Gruß Bernd
Regis Am: 05.09.2023 18:45:57 Gelesen: 54115 # 125
@ Baber [#124] Zum Wert kann ich nichts sagen. - Aber: es ist ein Briefstück eines Auslandsbriefes. Gebühr: Einschreiben 60 PF. Express 80 PF. 100 Gr. 1,70 M; weitere 60 Gramm 90 PF = 4 DM = 40 RM. Mit der Erklärung ist es zumindest interessant. Alles Gute Regis
Frankenjogger Am: 05.09.2023 19:50:28 Gelesen: 54103 # 126
@ Regis [#125] <Aber: es ist ein Briefstück eines Auslandsbriefes.> Nein! Es könnte evtl. eines sein, mehr aber auch nicht! @ Baber [#124] Echt schaut der Abschnitt aus, Mache eher nicht. Wobei "echt" nicht gleichbedeutend mit gebührenrichtig sein muss. Einen Tag später waren die Marken ungültig, da wurde schon auch deutlich überfrankiert. Als Wert kann hier ein Achterblock der 5 DM herangezogen werden, der Liebhaber braucht, die es sicherlich gibt. Dürfte sicher zweistellig sein. Wie hoch zweistellig, da fehlt mir die Erfahrung. Viele Grüße, Klemens
Frankenjogger Am: 15.09.2023 15:52:36 Gelesen: 53547 # 127
@ alemannia [#116] zwar etwas verspätet. aber das sollte so richtig erklärt sein. Vielleicht noch als Zusatz: Wenn der Restwert der Wertkarten oder Einstellungen für die AFS nicht ausreichte, um eine erforderliche Frankatur zu stempeln, dann durfte/konnte mit Briefmarken zufrankiert werden. Dadurch entstanden die sehr seltenen Mischfrankaturen von AFS mit 10-fach-Einstellung und Briefmarken. Die Briefmarken konnten dann auch noch RM-Marken mit 10-fach-Verwendung oder auch Aufdruckmarken sein. Ich habe vor kurzem einen solchen Beleg bekommen. Es waren noch 56 Pf Wert als AFS vorhanden, der (hier mit einer falschen Datumseinstellung) gestempelt wurde. Zusätzlich wurden noch 112 Pf RM-Marken verklebt, insgesamt 168 Pf, was bei 1/10 16,8 Pf entsprach. Dies war für den Ortsbrief vom 22.6.1948 innerhalb Hamburgs ausreichend. Die Überfrankatur spielt hier kaum eine Rolle, denn am Folgetag wurden die Marken, sowie der Wert der AFS-Maschine (wohl Wertkarten) wertlos. Viele Grüße, Klemens
HWS-NRW Am: 15.09.2023 16:06:49 Gelesen: 53541 # 128
Hallo Klemens, ein netter Beleg, aber m.E. trotzdem "nicht portorichtig". Ich suche noch eine Abbildung eines 48-Pfg-Beleges nur mit Freistempel, da werde ich wohl lange suchen müssen. Ein schönes Wochenende Werner
Frankenjogger Am: 15.09.2023 16:23:54 Gelesen: 53532 # 129
@ HWS-NRW [#128] aber m.E. trotzdem "nicht portorichtig" - das stimmt, sollte aber im Kontext der Ungültigkeit am Folgetag eine geringe Rolle spielen. Ich suche noch eine Abbildung eines 48-Pfg-Beleges nur mit Freistempel, da werde ich wohl lange suchen müssen. Aus Berlin ist einer bekannt, hatte John Gunn in seiner Sammlung. Viele Grüße, Klemens
HWS-NRW Am: 07.10.2023 11:56:58 Gelesen: 52268 # 130
Hallo in die Runde, heute kam ein Super-Beleg, derzeit die "Krönung" meiner neu begonnenen AFS-Sammlung; Eingeschrieben Fernbrief in der Portostufe von 84 Pfennigen (Brief - 20 g + Einschreibgebühr 60 Pfg.) aber - in der Zehnfachperiode (war wohl nur wenige Tage mit Freistempeln erlaubt), so dass die Firma "DEMAG-ZUG" aus Wetter (Ruhr) 840 Pfennige einstellen musste. In dieser Version wohl als UNIKAT anzusehen. Von mir noch eine Frage an die Fachfrauen/Fachmänner. Gibt es eine offiziellen Anordnung der Alliierten Behörden, das Belege, nur mit den Freistemeln versehen, nur für drei Tage (21.-23.6.) erlaubt waren ? mit Sammlergruß Werner
bernhard Am: 07.10.2023 14:06:16 Gelesen: 52247 # 131
@ HWS-NRW [#130] Hallo Werner, in den Westzonen waren Zehnfachfrankaturen nur bis zum 23.6.48 erlaubt, in der Ostzone vom 24.6. bis 31.7.1948. Angaben laut Dürst/Eich, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel. Band 2, 1999. Die Angaben für die Westzonen sind etwas verwirrend, kann sie aber momentan nicht überprüfen, da ich meine AFS-Zehnfachfrankaturen Artikelsammlung verlegt habe. Viele Grüße Bernhard
HWS-NRW Am: 07.10.2023 17:09:39 Gelesen: 52205 # 132
@ bernhard [#131] Hallo Bernhard, erst einmal DANKE für Deine schnelle Antwort. Beim Philatausch kam heute von Stefan das Argument, das die Möglichkeiten in der SBZ nicht soooo lange angedauert habe, da es (mir logisch) sicher einen "Run" der Sammler, zumindest aus dem Westteil Berlins gegeben haben müßte, um ihre ansonsten wertlosen RM-Marken noch irgendwie loszuwerden. Werner
Nordluchs Am: 07.10.2023 20:20:16 Gelesen: 52179 # 133
@ bernhard [#131] @ HWS-NRW [#132] Hallo Bernhard, Hallo Werner, ich habe mal meine alte Sammlung (nur noch als Scan vorhanden) durchgesehen. Wenn es hilft die Auszüge daraus. Da ich keine Lust habe das abzuschreiben, zeig ich einfach die Ausschnitte daraus. Der dazu gehörige Beleg ist ebenfalls vorhanden. Das Ganze ist auch sogar mit Verfügung für den anderen Teil Deutschlands ebenfalls vorhanden. Viele Grüße Hajo
HWS-NRW Am: 07.10.2023 20:51:04 Gelesen: 52171 # 134
@ Nordluchs [#133] Hallo HaJo, auch Dir sei herzlichst gedankt, ich hatte diese Info schon aus weiteren früheren Fachartikel gefunden, nur Stefan war dermaßen überzeugend mit seiner Aussage und im Internet finden sich zahlreiche Belege (alle SBZ), da gibt es Stempeldaten bis zum 31.7.48, z.B. auf Einschreib-Fernbrief aus Schlotheim. mit Sammlergruß Werner
Lammfell Am: 08.10.2023 00:32:08 Gelesen: 52102 # 135
@ Nordluchs [#133] @ HWS-NRW [#134] @ bernhard [#131] Hallo Alle! Beiliegend ein Umschlag, der soweit ich erkennen kann, mit 240 RPf und Datum 24.6.48 freigestempelt wurde. Da musste anscheinend der Abdruck mit fälligen 24 DPf.-mittels PWZ überklebt werden. Auf der Rückseite kann man noch schwach die 0 auf der Innenseite erkennen. Aber urteilt selbst: Kein Sammlerbeleg, sondern Bedarf. Kein Sammler käme auf die Idee, in dem Umschlag Dokumente mit Büroklammer zu verschicken. Letztes Überbleibsel meiner Sammlung. Viele Grüße
HWS-NRW Am: 08.10.2023 10:31:34 Gelesen: 51912 # 136
@ Lammfell [#135] Hallo, ein toller Beleg, ist der eventuell noch zu haben ? mit sonntäglichem Gruß Werner
Stefan Am: 08.10.2023 10:54:25 Gelesen: 51903 # 137
@ HWS-NRW [#132] Beim Philatausch kam heute von Stefan das Argument, das die Möglichkeiten in der SBZ nicht soooo lange angedauert habe, da es (mir logisch) sicher einen "Run" der Sammler, zumindest aus dem Westteil Berlins gegeben haben müßte, um ihre ansonsten wertlosen RM-Marken noch irgendwie loszuwerden. Wir hatten im gestrigen Gespräch auf dem philaseiten-Treff in Essen-Steele beide recht gehabt, allerdings das Thema Währungsreformen 1948 in Ost und West in Deutschland aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Die Wertstreifen für Frankiergeräte in der Währung Reichsmark bzw. auf dem zuständigen Postamt in Reichsmark aufgeladene Frankiergeräte blieben in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) bis zum 31.07.1948 gültig. Die Geldscheine der Währung "Reichsmark" wurden in der SBZ allerdings bereits zum 26.06.1948 im Geldumlauf [1] ungültig und konnten noch bis zum 28.06.1948 in eine neue provisorische Währung (Reichsmarkscheine mit Koupon-Aufkleber) umgetauscht werden. Die westlichen Besatzungszonen setzten am Sonntag, den 20.06.1948 die Währungsreform um und die Deutsche Mark (DM) wurde eingeführt. Die Reichsmark verlor am 21.06.1948 (0 Uhr) die Gültigkeit in den Westzonen und wurde noch bis zum 26.06.1948 nach Voranmeldung bei den Banken in DM umgetauscht [2]. Diese Reform wurde bereits relativ lange im Voraus geplant, so dass auch maschinell überdruckte Briefmarken zur Verfügung standen (Posthörnchenaufdrucke der Bizone) bzw. in der französischen Zone neue Dauerserienmarken verausgabt wurden. Offensichtlich war die Sowjetische Militäradministration (SMAD) von der Währungsreform in den westlichen Zonen relativ eiskalt erwischt worden. Die im Westen wertlos gewordene Reichsmark drohte nun in großen Mengen auf das Gebiet der SBZ überzuschwappen und damit die dortige Wirtschaft zu schädigen (man kaufe vor Ort in der SBZ alles Mögliche an Waren zu quasi x-beliebigen Preisen gegen andernorts bereits wertlos gewordenes Geld), speziell das im Westen eher schwer umtauschbare (weil schwer erklärbare) Schwarzgeld aus eher dubiosen Geschäften. Es gab sonst kein Gebiet mehr, wo die Reichsmark in Form von Geldscheinen sonst noch gültig gewesen wäre. Die ehemals besetzten Gebiete, wo die Reichsmark als Währung bis zum jeweiligen Kriegsende offiziell in Gebrauch gewesen war, hatten die Reichsmark als Geldscheine bereits 1944 bzw. 1945 abgeschafft und durch eigene Währungen ersetzt (Bsp. 1944 in Luxemburg, 1945 in Elsass-Lothringen, Österreich, Slowenien, dem bis dato deutschen Teil des heutigen Polens usw.). Die SMAD hatte umgehend zu reagieren und ließ in Nacht-und-Nebel-Aktionen vorhandene Bargeldbestände (Reichsmark) in den Banken mit einem "Koupon" händisch überkleben und ab dem 24.06.1948 derart gekennzeichnete Geldscheine als neue provisorische Währung in der SBZ und Berlin (West) emittieren. Wie einleitend geschrieben, wurden die Geldscheine der Währung "Reichsmark" ohne Kouponaufkleber in der SBZ allerdings bereits zum 26.06.1948 im Geldumlauf [1] ungültig und konnten noch bis zum 28.06.1948 in die neue provisorische Währung umgetauscht werden. Seitens der Post der SBZ wurden Briefmarken aus dem Umlauf bzw. eingelagerte Wertzeichenbestände ebenfalls manuell überarbeitet (wie die Geldscheine), d.h. in diesem Fall manuell mittels Handstempelabschlag "überdruckt" und für den Schalterverkauf vorbereitet. So entstanden die Bezirkshandstempelaufdrucke (Mi-Nr. 166-181), welche ab dem 24.06.1948 verausgabt worden sind. Abends nach Schalterschluss bzw. nachts musste die in etwa erwartete Menge an am nächsten Werktag zu verkaufenden Briefmarken vom Postpersonal überstempelt werden. Eine reguläre, maschinell überdruckte Dauerserienausgabe erschien in der SBZ ab dem 03.07.1948 (Mi-Nr. 182-197). Halten wir in Kurzfassung fest: - 20.06.1948: Währungsreform (Bargeld) in den drei westlichen Besatzungszonen (ohne Berlin (West)) und Bargeld wird als Umlaufwährung mit Ablauf des 20.06.1948 ungültig - 22.06.1948: Ende der Zehnfachfrankaturen (Briefmarken und Absenderfreistempel) in den westlichen Besatzungszonen, die erste Briefkastenleerung vom 23.06.1948 wurde postseitig noch durchgewunken - 24.06.1948: Währungsreform (Bargeld) in der Sowjetischen Besatzungszone und Berlin (West) - 26.06.1948: Ende der Umtauschfrist von Bargeld bei den Banken in den drei westlichen Besatzungszonen (ohne Berlin (West)) - 26.06.1948: Bargeld wird als Umlaufwährung in der SBZ ungültig - 28.06.1948: Ende der Umtauschfrist von Bargeld bei den Banken in der Sowjetischen Besatzungszone (und vermutlich auch in Berlin (West)) - 31.07.1948: Ende der Zehnfachfrankaturen (Briefmarken und Absenderfreistempel) in der SBZ -> alles, was an Bargeld in den westlichen Besatzungszonen zwischen dem 21.06. und 26.06.1948 bei den Banken nicht umgetauscht werden konnte, drohte in das Wirtschaftsgebiet der SBZ überzuschwappen, das Bargeld (Geldscheine) wurde in der SBZ als Umlaufwährung zum 26.06.1948 ungültig. Briefmarken der Gemeinschaftsausgaben in Reichsmarkwährung konnten in der SBZ noch bis zum 31.07.1948 aufgebraucht werden, dito Frankierstreifen bzw. sonstiges in den Postämtern von Beamten in den Frankiermaschinen eingestelltes vorhandene Guthaben. Im Gegensatz zu den Briefmarken waren Frankiergeräte nicht frei beweglich und und mussten vor der Nutzung beim zuständigen Postamt angemeldet werden. Es wäre noch fraglich, wie lange postseitig in der SBZ nach dem 24.06.1948 Wertstreifen für Frankiermaschinen in der Währung Reichsmark verkauft bzw. Frankiermaschinen am Postschalter in der Währung Reichsmark aufgeladen worden sind. Die Bezahlung wäre dann bereits in der neuen Währung (Kouponwährung bzw. einige Wochen später in DM Ost) erfolgt. Ich gehe nicht davon aus, dass zur Währungsumstellung in den Frankiergeräten ein neuer Wertrahmen im Absenderfreistempel notwendig geworden war und damit ein Techniker zum körperlichen Umbau des Frankiergerätes benötigt worden wäre. Münzgeld von 1 Pfennig bis 50 Pfennig blieb in den vier Besatzungszonen, Berlin und Österreich weiterhin gültig. Die Gültigkeit endete zu unterschiedlichen Terminen (teils erst 1950). Gruß Stefan [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_(DDR)#Einf%C3%BChrung [2] https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform_1948_(Westdeutschland)
HWS-NRW Am: 08.10.2023 12:45:51 Gelesen: 51870 # 138
@ Stefan [#137] Hallo Stefan, das ist ja super, herzlichen Dank für Deine klaren Argumente. Darf ich die übernehmen für meinen geplanten Artikel? Ob man das mit AFS-Belegen überhaupt belegen kann, ist schon fraglich, denn Belege mit AFS sind im Gegensatz zu den "vielen" Belegen mit PWZ schor rarer und schwerer zu finden. Dir einen schönen Restsonntag. mit Sammlergruß Werner
Stefan Am: 08.10.2023 14:01:01 Gelesen: 51851 # 139
@ HWS-NRW [#138] das ist ja super, herzlichen Dank für Deine klaren Argumente. Darf ich die übernehmen für meinen geplanten Artikel? Ja, kannst du übernehmen. Die gemachten Tagesangaben von Juni 1948 sollten allerdings nochmals vorab abgeklopft und gegengeprüft werden (wegen möglicher Tippfehler). Als Quellen zur Erstellung des Beitrags [#137] dienten - die beiden Einträge von Wikipedia zu den Währungsreformen in West- und Ostdeutschland, d.h. [1] und [2] - Michel Deutschland-Spezial 2017 (Band 2) zu den Währungsreformen in den einzelnen Zonen und Berlin (West) - das Saarland hatte bereits vorher den französischen Franc eingeführt und fiel hier als zu überprüfendes deutsches Gebiet raus - Michel Münzenkatalog Deutschland 1999 zur Kursgültigkeit der Münzen in Reichspfennig (1 Pf. bis 50 Pf.) - Banknotenkatalog "Die deutschen Banknoten ab 1871" von Holger Rosenberg (12. Auflage von 2001), wobei in diesem Katalog keine konkreten Zeitangaben vorgefunden wurden, die hätten hilfreich sein können Ob man das mit AFS-Belegen überhaupt belegen kann, ist schon fraglich, denn Belege mit AFS sind im Gegensatz zu den "vielen" Belegen mit PWZ schon rarer und schwerer zu finden. Ich habe meine Absenderfreistempelbelege aus den Jahren zwischen dem Kriegsende (1945) und der Gründung der beiden deutschen Staaten (Mai bzw. Oktober 1949) durchgesehen, leider keine Zehnfachfrankatur dabei. Es ist allerdings auch nicht mein Schwerpunktthema bei den AFS. Ich gehe nicht davon aus, dass mit der Einführung der DM (West und Ost) ein neuer Wertrahmen im Absenderfreistempel notwendig gewesen wäre. Ich frage mich eher, wie die Post sowohl in den westlichen Zonen als auch in der SBZ verhindern konnte bzw. wollte, dass einzelne vermeintlich findige Nutzer (Absender) von Absenderfreistempelgeräten Wertstreifen in wertlos gewordener Reichsmark aufbrauchten und mit Beträgen in DM frankierten, also bspw. 0,24 RM Guthaben aufbrauchten und als 0,24 DM frankierten. Frankiergeräte, welche von Postbeamten am Schaltern "aufgeladen" (also mechanisch über zu bewegende Rädchen im Freistempelgerät selbst ein neues Guthaben eingestellt und dann die Zugangsstelle = Öffnung postseitig versiegelt) wurden, hätte man über Vermerke zur verwendeten Währung je Freistempelgerät auf posteigenen Karteikarten (eine Karteikarte je gemeldeter Absender) nachhalten können (was sicherlich auch gemacht wurde analog der Vorgehensweise zu den in Gebrauch befindlichen Werbeklischees). Wertstreifen mit einem Guthaben (analog bspw. den späteren Telefonkarten) wären eigentlich halbwegs frei beweglich (wie Briefmarken) gewesen (sofern 1948 bereits existent, ich weiß es nicht), sofern diese beim Kauf im Postamt nicht automatisch unternehmensgebunden (also absenderbezogen) beschriftet oder sonstwie gekennzeichnet worden wären. Mir fehlt mir an dieser Stelle das Detailwissen aus der damaligen Praxis im Jahr 1948. Spätere Wertstreifen waren gekennzeichnet worden. Nachfolgend ein paar Beispiele für Wertstreifen (zu Zeiten der späteren Deutschen Bundespost) für den Einsatz in Absenderfreistempelgeräten (damit die Leser hier im Thema besser verstehen können, was damit eigentlich gemeint ist). Man kann bei dem Thema Zehnfachfrankaturen auch gedanklich den Bogen etwas weiterspannen und sich fragen, wie die Behörden in punkto zu erhebender Gebühren für behördliche Dienstleistungen mit der Währungsreform umgegangen waren. Derartige Dienstleistungen wurden durch Fiskalmarken (oder vermutlich auch durch Abschlag eines für fiskalische Zwecke eingerichteten Freistemplers?) entrichtet, Beispiel für einen fiskalisch verwendeten Wertstreifen eines Freistemplers siehe vorstehende Scans. Gruß Stefan [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mark_(DDR)#Einf%C3%BChrung [2] https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform_1948_(Westdeutschland)
Lammfell Am: 08.10.2023 14:48:36 Gelesen: 51833 # 140
@ Stefan [#139] Ich frage mich eher, wie die Post sowohl in den westlichen Zonen als auch in der SBZ verhindern konnte bzw. wollte, dass einzelne vermeintlich findige Nutzer (Absender) von Absenderfreistmepelgeräten Wertstreifen in wertlos gewordener Reichsmark aufbrauchten und mit Beträgen in DM frankierten, also bspw. 0,24 RM Guthaben aufbrauchten und als 0,24 DM frankierten. Die Wertkarten sind meines Wissens nachweisbar übergeben worden, wie bei Schaltervorgabe-Maschinen. Auch trägt jede gebrauchte Karte die Nummer der benutzen Frankiermaschine, den Zählerstand und die Nummer der Kartenfolge. Es wäre daher nur möglich gewesen, die Karte zu verbrauchen, die aktuell im Gerät enthalten war. Üblich war, das eine neue Karte nur gegen Abgabe der genutzten Karte ausgegeben wurde. Man hätte am 24.6. z.B. auf Blankoblättern das Restguthaben verstempeln und als Nachweis mit der genutzten Wertkarte abgeben können, um so einen neue Wertkarte in DM zu erhalten. Zu Beitrag [#137]: Die 1 Reichspfennig-Münze aus Zink war strenggenommen bis 2002 in Österreich als Zahlungsmittel gültig, weil dem 1 Groschen-Stück gleichgestellt. Hat aber seit den 1950-er Jahren praktisch keine Rolle mehr im Zahlungsverkehr gespielt.
bernhard Am: 08.10.2023 17:12:53 Gelesen: 51807 # 141
@ Lammfell [#140] Laut den Verfügungen (SBZ) sollten die Zählerstände der Frankiermaschinen festgehalten werden und erst danach durfte die Frankiermaschine weiterverwendet werden. Die entsprechenden Gebührenanteile mussten dann nachentrichtet werden. Die registrierten Maschinen konnten dann die normale Postgebühr einstellen. In der Praxis dauerte diese Registrierung aber längere Zeit, weshalb Zehnfachfrankaturen mit AFS überhaupt vorkommen. Viele Grüße Bernhard
HWS-NRW Am: 09.10.2023 10:26:49 Gelesen: 51635 # 142
Hallo in die Runde, am Wochenende habe ich mal bei Ebay und Konsorten rein gesehen, da gab es schon etliche Angebote von "Händlern", bei denen es den gleichen Beleg teils über 10-15 x gab, die Marken fast immer gleich, nur etwas anders verklebt. Ich denke schon, dass seinerzeit wirklich die Porti in den Maschinen (Karten) abgefordert wurden, es gab auch damals schon viele "philatelistisch" angehauchte Maschinen-Besitzer. mit Sammlergruß Werner
Nordluchs Am: 09.10.2023 15:09:36 Gelesen: 51594 # 143
@ HWS-NRW [#138] @ bernhard [#141] Hallo zusammen, Hallo Werner, Hallo Bernhard, da das bei mir seit 25 Jahren schlummert und irgendwann verloren geht, hier wie im Beitrag [#133] verkündet, der 2. Teil der Geschichte. In dem Beitrag von Bernhard wurde das folgend gezeigte ebenfalls schon klar beschrieben. Kopie aus der früheren Sammlungsbeschreibung: Beleg Zehnfachfreistempelung aus der SBZ vom 26.06.1948 (19b) Magdeburg 1, Sozialversicherungsanstalt für das Land Sachsen Damit müsste eigentlich alles klar sein und schließe die Bearbeitung ab. Viele Grüße Hajo
GSFreak Am: 16.10.2023 23:28:14 Gelesen: 51119 # 144
Hallo zusammen, hier ein R-Brief aus HAMBURG-ALTONA 4 vom 22.06.1948. Frankiert mit 4 Marken a 30 Rpf. auf der Vorderseite und 30 Marken a 24 Rpf auf der Rückseite. Das sind zusammen 840 Rpf und damit portorichtig 84 Pf. Der R-Zettel stammt vom Postamt Hamburg Altona 8. Ankunftstempel BRAUNSCHWEIG ANKUNFT vom 23.06.1948 auf der Rückseite. Beste Grüße Ulrich
Bautenfünfer Am: 28.11.2023 01:23:51 Gelesen: 48955 # 145
Ein R-Brief in die USA vom 22.06.48. Portogerecht mit 11 Reichsmark frankiert = 110 Pfennig (60 Pfennig Einschreibegebühr und 50 Pfennig Porto) Der Stempel "Wesermünde-Lehe" mit dem Unterscheidungsbuchstaben "c" ist nach dem Altstempel-Handbuch von Richter/Griese sehr selten. Vorderseite: Rückseite:
GSFreak Am: 05.01.2024 10:27:47 Gelesen: 47976 # 146
Hallo zusammen, hier eine Erinnerungskarte an "Die letzte Stunde der Reichsmark / 20. Juni 1948 / 24 Uhr". Die Karte weist bereits mit der 60 Pf.-Marke der 2. Kontrollratsausgabe eine Zehnfachfrankatur auf. Mit dem Stempel M.-GLADBACH 1 vom 20.06.48 24 (Uhr) wäre doch eigentlich 6 Pf. für die Drucksache noch ausreichend gewesen? Beste Grüße Ulrich
HWS-NRW Am: 05.01.2024 14:35:31 Gelesen: 47946 # 147
@ GSFreak [#146] Hallo, da hier ja "einige wenige" recht "pingelig" sind mit den Daten, ich denke mal, auch das dürfte nicht als Zehnfachfrankatur durchgehen oder wie sieht das der Rest ? Ich habe heute gerade wieder einen wunderschönen Beleg mit 60 Pfg = 0,06 DM vom 23.6.1948 herein bekommen, aber wieder mit Freistempel-Abdruck. Und ich mag ihn, so wie er ist. mit Sammlergruß Werner
lueckel2010 Am: 05.01.2024 16:14:02 Gelesen: 47933 # 148
@ HWS-NRW [#147] Der "Rest" sieht das sicherlich genau so! Moin aus Ostfriesland, lueckel2010
Frankenjogger Am: 05.01.2024 18:57:33 Gelesen: 47906 # 149
@ GSFreak [#146] Hallo, mit dem Hinweis auf der Karte "Die letzte Stunde der Reichsmark" wäre natürlich eine 6 Pf-Marke richtiger gewesen. Als 10-fach Frankatur stimmt das ja dann auch nicht wirklich. Das wäre ja dann der 22.6.1948 gewesen. Ansonsten stimme ich mit HWS-NRW [#147] und lueckel2010 [#148] überein. HWS-NRW [#147] schrieb: "Und ich mag ihn, so wie er ist." Das ist doch das Wichtigste in der Philatelie! Viele Grüße vom teilweise pingeligen Klemens ;-)
hubtheissen Am: 31.03.2024 16:01:25 Gelesen: 46389 # 150
Hallo, eine unbeanstandete (Teil-)Zehnfachfrankatur der Französischen Zone auf einem Ortsbrief der 2. Gewichtsstufe innerhalb von Kaiserslautern vom 21.06.1948. Das fällige Porto von 32 Pfg. wurde mit 3,00 RM (zu 1/10 des Nennwertes) durch einen Viererblock der 75 Pfg.- Marke der 1. Freimarkenausgabe und mit 2 Pfg. durch die 2 Pfg.-Marke der 2. Freimarkenausgabe, die zum vollen Nennwert gültig war, entrichtet. Ich will nicht ausschließen, dass der Brief philatelistisch beeinflusst ist. Gruß Hubert
guy69 Am: 31.03.2024 16:44:06 Gelesen: 46360 # 151
Zu dem schon vor Jahren gezeigten Ortsbrief als reine MeF hat sich noch ein Fernbrief gesellt. Beide 23.06.1948 vom Amtsgericht erste Briefkastenleerung. Leider passen beide Belege nicht auf eine Seite, da ich sie aufklappe um die Treppenfrankatur zu zeigen.
Totalo-Flauti Am: 31.05.2024 17:49:21 Gelesen: 43646 # 152
Liebe Sammlerfreunde, ich möchte Euch einen Leipziger Fernbrief zu 480 Pfennig alte Währung gleich 48 Pfennig neue Währung für die 2-te Gewichtsstufe bis 250 Gramm nach Hannover vom 07.07.1948 zeigen. Für die Frankatur wurden eine Mi.916, 3x Mi.925, 1x Mi.944, 9x Mi.947 und 2x Mi.951 verwendet. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Frankenjogger Am: 31.05.2024 21:07:23 Gelesen: 43616 # 153
@ Totalo-Flauti [#152] Klugscheissermodus an: Wo sind die restlichen 240 Pf? Modus wieder aus. Dürfte ein normaler Fernbbrief zu 24 (240) Pf gewesen sein. VG, Klemens
jokama Am: 01.06.2024 13:56:39 Gelesen: 43491 # 154
Ich habe hier gelesen, dass es viele Fragen zu den Zehnfach-Frankaturen gibt. ich habe eine Internetseite mit meinen Belegen im Netz, darunter auch Zehnfach-Frankaturen und wie es dazu gekommen ist. Auf anderen Seiten könnt Ihr auch die Situation in Berlin mit Währungsreform, Luftbrücke und Postkrieg erfahren. Vielleicht interessiert es jemand. Gruß Manfred [1] https://www.manfredkaiser.de
peno Am: 02.06.2024 12:11:31 Gelesen: 43219 # 155
Lieber Manfred, Hut ab! Liebe Grüße Peter
opti53 Am: 08.07.2024 10:41:30 Gelesen: 41441 # 156
Hallo, heute möchte ich einen Beleg zeigen, den ich in der 1-€-Kiste bei einem Tauschtag gestern gefunden habe. Ich war eigentlich an der Marke mit Walzen-Oberrand interessiert, sah aber auch, dass die Karte mittig einen Bug hat. Nicht schön, aber immerhin mit MiNr 943 WOR. Zuhause schaute ich mir dann den Text auf der Rückseite an, und stolperte zuerst über das handschriftliche Datum: Und tatsächlich, auch der Poststempel passte: Erste Leerung am 21.6.48 bis 10 h. Damit gehört diese Karte in die Rubrik 10-fach-Frankaturen, auch wenn sie keine 10-fach-Frankatur hat (der Michel-Briefe-Katalog sieht das auch so). Auch wenn der Absender sich für einen Aufenthalt bei einem Freund bedankt, und somit die Karte einen wirklichen Bedarf darstellt, war der Absender doch Philatelist und wusste was er tut. Darauf weist die Bemerkung hin, die er noch an den Rand geschrieben hat: Damit ist auch der Bug erklärt, da die Karte wohl geknickt zurückgeschickt worden war. Viele Grüße Thomas
Baber Am: 08.07.2024 12:24:09 Gelesen: 41416 # 157
Leider nur ein Auschnitt von einer schweren Sendung oder von einem Päckchen, aber gestempelt am 22.6.48, also in der Zeit der Gültigkeit der 10-fach Frankaturen. Gruß Bernd
Regis Am: 08.07.2024 19:38:45 Gelesen: 41353 # 158
@ Baber [#157] Eine Inlandsendung kann es nicht sein, da das Maximum 1 kg 1,20 M + Einschreiben 0,60 M + Rückschein (hier nicht vermerkt) 0,60 M + Eilbote 0,80 M = 3,20 M beträgt. Bleibt nur Ausland: Bis 100 Gramm 1,70 M; Einschreiben 0,60 M Express 0,80 M: ergibt für 100 Gramm 3,10 M; bis 4 Mark x 20 Gramm oder Rückschein + 20 Gramm; Außerdem: 8 x 5 Mark gab es in keinem normalen Privathaushalt. Das war ein Facharbeiter-Wochenlohn. Die naive Annahme, so etwas liegt zuhause herum, ist nichts mehr wert und wird verklebt ist Unsinn. Ich halte das Stück für sehr selten. Alles Gute Regis
alemannia Am: 09.07.2024 11:29:10 Gelesen: 41252 # 159
Hallo zusammen, in meinem Michel-Briefe-Katalog 2021/22 ist auf Seite 432 die Ganzsache P 965 bei Verwendung als Zehnfachfrankatur (P 965 ZF) mit Arbeiter 12 Pf graublau bezeichnet. Das Motivbild zeigt aber Heinrich von Stephan. Ist das weiterhin im neuesten Katalog so? Gruß Guntram
alemannia Am: 10.07.2024 18:03:14 Gelesen: 41128 # 160
Hallo zusammen, es geht natürlich um den Michel-Briefekatalog, Band 2. Gruß Guntram
Frankenjogger Am: 10.07.2024 20:54:31 Gelesen: 41103 # 161
@ alemannia [#160] Das Motivbild dürft nur ein Beispielbild für Ganzsachen sein. Alle Ganzsachen können oder wollen sie nicht abbilden. In meinem neuen Band 2023/24 ist kein Bild mehr drinnen. Viele Grüße, Klemens
alemannia Am: 11.07.2024 07:55:41 Gelesen: 41003 # 162
Hallo Klemens, es geht um die Beschreibung der P 965 ZF im Michel-Briefekatalog, Band 2. Ganzsachen sind ja dort nicht abgebildet. Gruß Guntram
Frankenjogger Am: 11.07.2024 08:35:23 Gelesen: 40991 # 163
@ alemannia [#162] Ah , jetzt, ja! Du hast Recht, ist in der Ausgabe 2023/24 auch noch so. Da müsste eigentlich "Stephan" stehen. Viele Grüße, Klemens
Totalo-Flauti Am: 12.07.2024 18:28:32 Gelesen: 40853 # 164
Liebe Sammlerfreunde, ich versuch's einfach nochmal (siehe [#152], [#153] - Danke für die Korrektur Frankenjogger, die Brille war wohl nicht geputzt). Ein Einschreiben aus Leipzig nach Colditz vom 29.07.1948. Es müßten Briefmarken im Wert von 84 Pfennig (24 Pfennig einfacher Brief und 60 Pfennig für's Einschreiben) verklebt worden sein. Auf der Vorderseite sind 2x die MiNr. 182 verwendet worden. Der Rest der allgemeinen Ausgaben der alliierten Besetzung sind zu 1/10 des Nennwertes gültig. Insgesamt (nach 4x rechnen) komme ich auf 83,6 Pfennig. Der Brief ist eigentlich unterfrankiert. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
Zeiger Am: 20.07.2024 18:21:42 Gelesen: 40463 # 165
Hallo Phila-Gemeinschaft, hier eine Zehnfachfrankatur Versand von Markenhaus Wilhelm Drapela, Arnstadt, mit zusätzl. Begleitbrief. - Ortsstpl. 16 Arnstadt - Einschreiben , R-Brief ARNSTADT 1 425 qu - Stpl. (15) ARNSTADT 1 , 10.7.48 - 18 , r - Ankunftstpl. WETZLAR , 17.7.48 , l ? - Ankunftstpl. USLAR LAND , 21.7.48 - 18-19 - Gebühr bezahlt , Ri-38 Fragen: - passt das Datum? - passt der Frankaturwert? - gibt es Einwände/Verbesserung zu die Ausführungen v. W. Drapela? - hatte Herr Drapela recht mit seine Vorahnung? Hoffe es ist ein würdiges Exemplar der Postgeschichte. Seit gnädig mit mir wegen der Beschreibung. Alles Gute wünscht der Laie Helmut
hubtheissen Am: 21.07.2024 12:08:04 Gelesen: 40402 # 166
@ ZEIGER [#165] Hallo Helmut, zu Deinen Fragen 1. Das Datum passt. Zehnfachfrankaturen waren in der SBZ bis zum 31.10.1948 möglich. 2. Der Frankaturwert passt auch. Die nicht überdruckten Marken der Gemeinschaftsaugaben waren zu 1/10 des Nennwertes gültig. Auf dem Brief wurden 1,90 RM verklebt = 19 Pfg. Frankaturwert. Dazu kommen die 12 Pfg. der Bezirkshandstempel-Aufdruckmarke und die 15 Pfg. der Maschinenstempel-Aufdruckmarke. Mit Briefmarken wurden also 46 Pfg. frankiert. Die Barfrankierung mit 38 Pfg. ergibt dann eine Gesamtfrankatur von 84 Pfg. Dies entspricht dem Porto eines Einschreiben-Fernbriefes bis 20 g Gewicht, wie er hier vorliegt. 2. und 4. Die Bemerkungen zur postalischen Situation sind richtig. Die Anmerkungen über die zukünftige Preisentwicklung stimmen ebenfalls, zumindest was die Briefe mit Bezirkshandstempelmarken angeht. Allerdings führte dies auch dazu, dass große Mengen an Aufdruckfälschungen der Bezrirkshandstempel hergestellt wurden. Dies ist ein interessanter Beleg mit verschiedenen Frankierungsarten und ein schönes Beispiel, wie echter Bedarf und philatelistisches Anliegen zusammen kommen. Gruß Hubert
alemannia Am: 21.07.2024 12:59:33 Gelesen: 40392 # 167
Hallo Hubert, hallo Helmut, eine kleine Korrektur bzw. Ergänzung: Zehnfachfrankaturen waren in der SBZ bis 31.07.1948 und nicht bis 31.10.1948 möglich. Der Händler in der SBZ konnte die Marken in Ostwährung kaufen, zu zahlen war die gelieferte Ware aber in der Westzone mit der neuen Währung DM. Die Währungsangabe RM war somit falsch, da im Juli die westliche Währungsreform längst erfolgt war. In Anbetracht des Wechselkurses Ost- zu Westgeld eine lohnende Geschäftsidee. Gruß Guntram
Zeiger Am: 22.07.2024 09:51:07 Gelesen: 40254 # 168
Hallo Hubert, Hallo Guntram, danke für die Beurteilung, Einschätzung und Richtigstellung. Sollte man eine Prüfung vornehmen lassen oder ist der Aufwand unnötig, da der Wert zu gering. Gruß Helmut
Frankenjogger Am: 22.07.2024 10:35:40 Gelesen: 40239 # 169
@ ZEIGER [#168] Hallo Helmut, eine Prüfung ist meines Erachtens nicht nötig. Mit dem Inhalt ist der Beleg authentisch. Was den Wert angeht, das ist schwer zu beantworten. Michel verweist in seinem Briefe-Katalog Deutschland zu Mischfrankaturen mit "10fach", Bezirksstempel-Aufdrucke (BHS) und "Gebühr bezahlt", auf den Briefe-Katalog Deutschland. Man ist also in einer Endlosschleife gefangen. Mischfrankaturen von Bezirkshandstempel Aufdrucken (BHS), "10fach" und "Gebühr bezahlt" sind selten. Da der Beleg den Gilb hat, ich bin nicht ganz sicher, ob es Stockflecken sind, und einen deutlichen philatelistischen Bezug, ist eine Wertermittlung schwer. Was interessant ist, wie der Herr Drapela an sein Geld aus Brühl gekommen ist? Es gab keinen Geldtransfer durch die Post von den Westzonen in die SBZ. Da müssen dann wohl dunkle Kanäle genutzt worden sein. Viele Grüße, Klemens
Zeiger Am: 22.07.2024 15:47:48 Gelesen: 40172 # 170
Hallo Klemens, danke, ist gedunkelt, vergilbt und mit Stockflecke. Dr. Schubert (1932, Landesrat, Breslau) hatte Verwandschaft in Naumburg (Saale) vielleicht haben die bezahlt, kann auch im Sande verlaufen sein oder gab es damals einen möglichen Klageweg? Werde ich wohl mal in die "Bucht" einstellen, mal sehen was passiert. Viele Grüß, Helmut
asmodeus Am: 19.10.2024 16:35:07 Gelesen: 38846 # 171
Wie kann man diese Belege bewerten? Beide Zehnfachfrankatur mit zusätzlichen Bi- Zone Mi. Nr. 36 I, 37, I und 40 I. Beide Belege vom 21.07.1948- Ersttag für die Bandaufdrucke. Im Michel stehen FDC- Bewertungen jeweils auf Brief mit 70€. Die Brief habdn zwei verschiedene Michelnummer mit Bandaufdruck: Verdoppelt sich die FDC- Bewertung oder wertet nur eine? Vielen Dank für Eure Hilfe!
opti53 Am: 19.10.2024 17:09:21 Gelesen: 38838 # 172
@ asmodeus [#171] Hallo, auf Basis von Michel Briefe-Katalog 2008/09 handelt es sich in beiden Fällen um den Typ ZF3 (Mischfrankatur Zehnfach mit Posthörnchen-Überdruck) ohne besondere Verwendungsform. Das wertet mit 45 M€ in meinem Katalog. Allerdings ist der zweite Brief nicht portogerecht, wenn ich richtig zusammengezählt habe (23 statt 24 Pf). Dann kommen die Einzelmarken dazu. Beim ersten Brief sind MiNr 965/966 an interessantesten. (jeweils 20,-). Die anderen Marken kann man im Schnitt mit 8,- rechnen. Wenn ich mit nicht täusche werten die Posthörnchenmarken mit den normalen Werten in MiF. Viele Grüße Thomas
asmodeus Am: 19.10.2024 18:52:04 Gelesen: 38822 # 173
@ opti53 [#172] Die Posthörnchen sind vom Ersttag und werten jeweils 70 € auf Brief - wie sieht die Bewertung bei zwei Posthörnchen aus? Doppelte FDC- Bewertung?
BUND Am: 22.10.2024 00:40:41 Gelesen: 38695 # 174
@ asmodeus [#171] Hallo asmodeus, beim ersten Beleg handelt es sich um einen Fernbrief vom 21.06.1948 von Unterwössen nach Rosenheim. Der Beleg ist mit 160 Reichspfennig und 8 Deutschen Pfennig portogerecht frankiert. Verklebt wurden fünf Briefmarken des Alliierten Kontrollrats und zwei Briefmarken der Bizone: - MiNr. 911 - MiNr. 947 - MiNr. 956 - MiNr. 965 - MiNr. 966 - MiNr. 36 I - MiNr. 37 I MiNr. 965 weist den Plattenfehler F09 a3b3c3d3 (' Weiße Linie unter T von „Deutsche“ rechts unten angebrochen') auf [1, S. 36]. Nachfolgend eine Detailabbildung dieses Plattenfehlers aus meiner Sammlung. Beim zweiten Beleg handelt es sich um einen Fernbrief vom 21.06.1948 von Weßling nach Bad Tölz. Der Beleg ist mit 91 Reichspfennig und 14 Deutschen Pfennig um 9 Reichspfennig unterfrankiert. Verklebt wurden sieben Briefmarken des Alliierten Kontrollrats und zwei Briefmarken der Bizone: - MiNr. 928 - MiNr. 944 - MiNr. 945 (2 ×) - MiNr. 947 (2 ×) - MiNr. 948 - MiNr. 36 I - MiNr. 40 I Die Marken des Alliierten Kontrollrats waren in der Bizone lediglich bis zur Währungsreform am 20.06.1948 zum vollen Nennwert frankaturgültig. Vom 21.06.1948 bis 23.06.1948 (erste Briefkastenleerung) durften sie in der Bizone zu einem Zehntel des Nennwerts und in Berlin und der SBZ vom 25.06.1948 bis zum 31.07.1948 aufgebraucht werden. Belege aus dieser Zeit werden als Zehnfachfrankaturen bezeichnet. Aufgrund des kleineren Verwendungszeitraums sind Zehnfachfrankaturen aus der Bizone etwas seltener. Der 21.06.1948 stellt zudem den Ersttag der MiNr. 36–51 aus der Bizone dar. Wie die exakte Berechnung des Katalogwerts nach Michel erfolgt, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings ist folgender Hinweis aus dem Michel-Deutschland-Spezial-Katalog zu beachten: "Die FDC-Bewertungen gelten für Belege mit Abstempelung vom 1. Gültigkeitstag, ohne Rücksicht auf die Portogerechtheit der Frankatur. Portogerechte, echt gelaufene Belege vom 1. Gültigkeitstag verdienen oft erhebliche Aufschläge!" [2, S. 7] Viele Grüße BUND [1] A. Ostermann, Plattenfehler-Katalog: Alliierter Kontrollrat 1946 - 1948, Teil 4: Die 4 Messeausgaben Leipzig, Hannover. Norderstedt: Books on Demand, 2010. [2] Michel Deutschland-Spezial 2012: Band 2: Ab Mai 1945 (Alliierte Besetzung bis BRD), 42. Auflage. Unterschleißheim: Schwaneberger Verlag, 2012.
asmodeus Am: 22.10.2024 07:52:53 Gelesen: 38664 # 175
@ BUND [#174] Vielen Dank für die ausführliche Erklärung! [1]Der 21.06.1948 stellt zudem den Ersttag der MiNr. 36–51 aus der Bizone dar. Wie die exakte Berechnung des Katalogwerts nach Michel erfolgt, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings ist folgender Hinweis aus dem Michel-Deutschland-Spezial-Katalog zu beachten: "Die FDC-Bewertungen gelten für Belege mit Abstempelung vom 1. Gültigkeitstag, ohne Rücksicht auf die Portogerechtheit der Frankatur. Portogerechte, echt gelaufene Belege vom 1. Gültigkeitstag verdienen oft erhebliche Aufschläge!" [2, S. 7] Die FDC- Bewertung habe ich aus dem Michel Spezial 2019. Je Michelnummer auf Brief 70 €. Verdoppelt sich der Wert, da ja jeweils 2 verschiedene Ausgaben auf einem Brief sind?
Frankenjogger Am: 22.10.2024 08:02:29 Gelesen: 38657 # 176
@ asmodeus [#175] "Verdoppelt sich der Wert, da ja jeweils 2 verschiedene Ausgaben auf einem Brief sind?" Klares Nein. Ich halte den Michelwert für sehr hoch. Mischfrankaturen mit zehnfach sind heutzutage 1 €-Grabbelkistenbelege, wieviel man für einen Ersttag Band/Netz aufschlagen kann entzieht sich meiner Kenntnis. Bei dem Zustand der Belege würde ich diese in eine 3 €-Kiste geben und wahrscheinlich würden sie dort ewig liegen, denke ich. Und Plattenfehlersammler finden meist lieber selbst, für wenig Geld, als dass sie Katalogpreise (10-25 % davon) bezahlen. Viele Grüße, Klemens
asmodeus Am: 22.10.2024 17:58:03 Gelesen: 38615 # 177
@ Frankenjogger [#176] Vielen Dank für Deine Anmerkungen!
GSFreak Am: 16.03.2025 12:05:11 Gelesen: 35895 # 178
Hallo zusammen, hier eine Paketkarte für ein halbes Kilo schweres Paket aus Bretten (Baden) vom 22.06.1948 nach Stuttgart. Also ein Währungsreformbeleg!!! Die Freigebühr von 60 Pf. musste mit 600 Rpf. verklebt werden. Da sich nur 21 Marken a 12 Rpf. auf dem hier vorliegenden Stammteil der Karte befinden (=252 Rpf), muss der Rest auf dem Empfängerabschnitt untergebracht worden sein (vielleicht vier weitere 12 Rpf.- und eine 3 Rm.-Marke) Beste Grüße Ulrich
Totalo-Flauti Am: 17.05.2025 07:54:38 Gelesen: 30975 # 179
Liebe Sammlerfreunde, für einen einfachen Fernbrief wurden 24 Pfennig benötigt. Für den Brief vom 30.06.1948 aus Leipzig nach Brandis wurden daher 30 Marken zu 8 Pfennig (Mi.Nr. 945 = 240 Reichspfennig) verwendet. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
sentawau Am: 24.05.2025 11:46:24 Gelesen: 30340 # 180
Die abgebildete Postkarte wurde am 16.7.1948 in Schmölln/Thüringen korrekt mit 120 Pfennigen alter Währung frankiert aufgegeben. Trotzdem wurde sie in Friedberg/Hessen mit 18 neuen Pfennigen Nachgebühr belegt. Warum? Zehnfachfrankaturen waren in der SBZ bis 31.8.erlaubt, in den Westzonen durften sie nur vom 21.6. bis 23.6.aufgebraucht werden. Diese unterschiedliche Geltungsdauer war den Postbeamten in Friedberg nicht bekannt und deshalb belegten sie die Karte mit 12+6 Pfennigen Nachgebühr. Ein frühes Zeugnis für die Spaltung Deutschlands!
HWS-NRW Am: 24.05.2025 12:16:17 Gelesen: 30287 # 181
Hallo in die Runde. Fernpostkarte in der Gebühr von 12 Rpf, hier entrichtet am 21.6.48 mit einem Absenderfreistempel, die Belege kommen im Gegensatz zu den Markenfrankaturen doch recht selten vor. mit Sammlergruß Werner
spain01 Am: 24.05.2025 19:12:28 Gelesen: 30234 # 182
Hallo Allerseits, ich habe mal 3 Briefe, je portogerecht frankiert, zu diesem Thema zum einstellen ausgesucht. 1.) Fernbrief mit 20x All. Bes. MiNr. 947 = 24 Pf: 2.) Orts-Einschreiben Berlin mit Mischfrankatur: Die All. Bes. MiNr´n 919, 945 und 962 werten 1/10 ihrer Nominale, die MiNr.´n SBZ 182 und BiZone 37I und 38II werten ihren Nominalwert, zusammen 76 Pf. 3.) Orts-Einschreiben vom Letzttag mit Mischfrankatur: Hier werten die All. Bes. MiNr.´n 944, 962, 967/68 1/10 ihrer Nominale, die MiNr.´n SBZ 183 und BiZone 37I werten ihren Nominalwert, zusammen 76 Pf. Auffallend ist hier die All. Bes. MiNr. 962 mit nicht durchgezähntem Oberrand. Der Brief wurde rechts unten auf der Vorderseite von Herrn Lippschütz ohne seinen Zusatz "BPP" signiert. Gruß Michael
spain01 Am: 24.05.2025 21:50:09 Gelesen: 30189 # 183
Hallo Allerseits, hier noch ein mit 84 Pf portogerechter Einschreibebrief u. a. mit Seitenrand Zehnerblock der All. Bes. MiNr 957 mit 957 II: Gruß Michael
HWS-NRW Am: 25.05.2025 14:27:37 Gelesen: 30072 # 184
Hallo in die Runde. Zwei Belege in der 24 Pfg-Stufe habe ich schon vorgestellt, hier noch zwei weitere, die ich im letzten Jahr von meinem Berliner Sammlerfreund bekommen habe. Brief vom 22. Juni, aufgegeben in HAGEN (ALS E-20), beim zweiten wurde die am 23.Juni verklebte Gebühr aus dem Postamt SIEGEN erst nicht anerkannt und ein Strafporto vermerkt, dann aber von "höherer Stelle" als "1. Briefkastenleerung" anerkannt, das Strafporto gestrichen und der Brief ging in den Postverkehr. mit Sammlergruß Werner
HWS-NRW Am: 26.05.2025 10:31:53 Gelesen: 29966 # 185
Hallo an einem sonnigen Morgen. Beim Durchblättern der Belege kam diese nette Zehnfachfrankatur zum Vorschein, die ich noch nicht hier eingestellt habe. Fernbrief der zweiten Gewichtsstufe, aufgegeben am 22.6.1948 in BOCHUM, zum Abdruck kam ein AFS E-20. Nun fehlt mir nur noch die 8-Rpf-Portostufe. mit Sammlergruß Werner
sentawau Am: 27.05.2025 11:25:48 Gelesen: 29755 # 186
Zehnfachfrankaturen französische Zone Zur Vorbereitung des langerwarteten Tages X waren auch in der französischen Zone neue Briefmarken gedruckt worden, die sich allerdings von der vorhergehenden Ausgabe nur durch geänderte Farben unterschieden. Das musste zu Problemen führen. Als dann am 21.6.1948 die Währungsreform erfolgte, waren Zehnfachfrankaturen nicht vorgesehen, wurden aber geduldet, denn verboten waren sie auch nicht. So kommen unbeanstandete Briefe sogar noch bis Ende Juni vor. Die meisten sind philatelistischen Ursprungs, aber dennoch selten. Der nachfolgend abgebildete Einschreibebrief ist ein Beispiel. Er ist zweifellos von einem Sammler fabriziert. Richtig frankiert hätte das Porto 24+60=84 neue oder 840 alte Pfennige betragen müssen. Aber was da verklebt wurde, reicht nicht, da kann man rechnen wie man will, es bleibt bei 600 Reichspfennigen plus den zwei Marken der Zone Francaise, die – oh Wunder – noch gültig waren und mit deren Verwendung der Sammler den Brief noch toppen wollte. Sie steuerten lediglich 2x15 alte Pfennige bei. Oder wurden sie anders umgerechnet, denn sie lauteten auf frs.? Aufgegeben und am 22.6.1948 abgestempelt wurde der eingeschriebene Brief in dem Hinterwalddorf Altglashütte (heute ein Ortsteil der Gemeine Feldberg). Den Bestimmungsart Titisee erreichte er einen Tag später, wo er rückseitig unbeanstandet den Eingangsstempel erhielt. Gibt es für die merkwürdige Frankatur eine bessere Deutung? Und noch ein merkwürdiger Brief! Sein Schreiber lag als Patient auf Station F des Freudenstädter Krankenhauses und wollte sicherlich keinen Brief für die Sammlung fabrizieren, als er am 27. Juni einen Brief an seine Frau schrieb. An Briefmarken der neuen Währung besaß er nur je eine zu 6 und zu 12 Pfennig. Dass sie auf neue Pfennige lauteten, war nur an der Markenfarbe zu erkennen. Aber er hatte wahrscheinlich auch von Zehnfachfrankaturen gehört und deshalb die fehlenden 6 Dpf in Marken der alten Währung verklebt. Doch in Freudenstadt geriet er an die Falschen. Abgestempelt wurden nur die beiden gültigen Marken. Der Rest wurde zu Recht per Nachporto (6 + 3 = 9) erhoben.
HWS-NRW Am: 27.05.2025 11:42:35 Gelesen: 29746 # 187
Hallo, der folgenden Beleg ist mehr ein "Twitter". In Berlin-Tempelhof wurde dieser Fernbrief aufgegeben und mit 240 Pfg = 24 Pfennige mittels Freimarken ausgewiesen, er ging nach Leipzig. Dort wurde eine Bestellung ausgeführt und mangels Blankoumschlag einfach rückseitig vorsichtig befestigt, mit einem AFS zu 24 Pfg von April 1949 versehen und wieder nach Tempelhof zurückgesandt. mit Sammlergruß Werner
bernhard Am: 27.05.2025 18:14:43 Gelesen: 29648 # 188
@ HWS-NRW [#187] Hallo Werner, dies ist ein doppelt verwendeter Briefumschlag. Erste Verwendung 1948 von Berlin-Tempelhof nach Leipzig. Da wurden vermutlich 480 Pfg = 48 Pfg. verklebt, der Rest befindet unter dem Überkleber. Die zweite Verwendung ging 1949 von Leipzig nach DRESDEN. Der ursprünglich Inhalt aus 1948 war hier sicher nicht mehr drin, eine BESTELLUNG somit reine Spekulation. Was verstehst du unter Zwitter? Viele Grüße Bernhard
HWS-NRW Am: 29.05.2025 14:08:51 Gelesen: 29432 # 189
Hallo, heute noch ein weiterer Beleg, der aber nicht in meine AFS-Sammlung passt. Ganzsache "Heinrich von Stephan", mit zusätzlichen Werten (110 Pfg) versehen, der Werteindruck der GA wurde mit 10 Pfg hinzugerechnet, ergibt somit 120 Pfg = 12 Pfg für eine Postkarte, versandt im Juli 1948 von RADEBERG aus nach Zittau. mit Sammlergruß Werner
HWS-NRW Am: 30.05.2025 10:56:10 Gelesen: 29289 # 190
Hallo, ich hatte angenommen, dass ich diese Belege schon gezeigt habe. Zwei Einlieferungen vom 21. und 23. Juni 1948 als Drucksache in Neustadt und Düsseldorf. Nun geht die Suche auf eine 8 Pfg-Gebührenstufe los. mit Sammlergruß Werner
sentawau Am: 31.05.2025 14:35:49 Gelesen: 29107 # 191
Ich glaube, eine portogerecht ins Ausland als Einzelfrankatur verwendete Mi.962 hat noch nicht vorgelegen.
sentawau Am: 31.05.2025 15:06:46 Gelesen: 29095 # 192
Dieser Umschlag ist stark beschädigt, aber dennoch interessant. Er wurde am 18.7.1948 in Niederschönweide (Ostberlin) aufgegeben. Die Mischfrankatur besteht aus 11 Marken (eine auf der Rückseite) alter und einer Marke neuer Währung. Zehnfachfrankaturen waren im Osten am 18.7. noch zulässig. Warum also die Nachgebühr? Der Spezialkatalog brachte die Lösung: die Bezirksstempelmarke links unten war nur bis zum 10.7. gültig! Wieder etwas dazu gelernt.
Jürgen Witkowski Am: 04.06.2025 16:48:14 Gelesen: 28602 # 193
Aus Neustadt (Orla) lief am 28.6.48 ein Brief nach Köln. Die Freimachung erfolgte mit 12x 2 Pf (MiNr. 943) und 9x 24 Pf (MiNr. 951) aus der II. Kontrollratsausgabe, zusammen 240 Pf. Die Zehnfachfrankatur passt also, da sie in der SBZ noch bis zum 31.7.1948 möglich war. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
Jürgen Witkowski Am: 09.06.2025 10:55:21 Gelesen: 28070 # 194
Mit insgesamt 15 Freimarken der I. Kontrollratsausgabe, 10x 10 Pf MiNr. 918, 4x 12 Pf MiNr. 920 und 1x 15 Pf MiNr. 922, Gesamtsumme 163 Pf, wurde ein Ortsbrief bis 20 g innerhalb von Hamburg freimacht. Das drei Pf in alter Währung zuviel aufgeklebt wurden, war dem Absender wohl egal. Die Entwertung mittels Handrollstempel Hamburg 1 c erfolgte am 22.6.48. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
hubtheissen Am: 12.06.2025 18:53:03 Gelesen: 27686 # 195
Hallo, ein Orts-Eilbrief bis 20 g, gelaufen am 23.06.1948 vom Hamburg-Eiderstedt nach Hamburg 11 mit den Durchgangsstempeln des Telegraphenamtes und der Eilbriefstelle. Frankiert ist der Brief mit 15 x Mi. 956 und 6 x Mi. 946, insgesamt 9,60 alte RM entsprechend 96 Pfg. neue Währung. Die Beförderung des Ortsbriefes kostete 16 Pfg., der Eilzuschlag betrug 80 Pfg. Gruß Hubert
sentawau Am: 21.06.2025 22:44:16 Gelesen: 27035 # 196
Ein Brief von Lössnitz im Erzgebirge nach Finkenerden bei Hamburg, am 26. Juni 1948 aufgegeben und am Zielort mit vollem Nachporto von 24 + 12 = 36 Pfennigen belegt. Dort wusste man offensichtlich nicht, dass in der SBZ Zehnfachfrankaturen noch zulässig waren und von der Existenz der am 24. Juni im Osten an die Schalter gekommenen Bezirksstempel-Aufdrucke wusste man auch nicht oder man hat sie nicht anerkannt. Der Brief trägt rechts unten den undeutlichen Stempel einer Altprüfung, wohl Hallensia. - vgl. [#180]
Frankenjogger Am: 22.06.2025 09:53:28 Gelesen: 26986 # 197
@ sentawau [#196]

Ich gehe eher davon aus, dass es ein Brief der zweiten Gewichtstufe war.
Da waren dann auch 36 Pf Nachgebühr fällig.

Schönen Sonntag,
Klemens
volkimal Am: 22.06.2025 10:25:49 Gelesen: 26980 # 198
Hallo zusammen, zwei Tage nach der Währungsreform schrieb mein Vater diese Karte an Willi Matzat. Mein Vater schrieb: Bevor heute Abend nun auch die alten Marken ungültig werden, sollst Du von uns noch einen herzlichen Gruß bekommen... Augenblicklich merke ich noch nicht viel von der Währungsreform. Bisher habe ich noch kein Geld auszugeben brauchen. Am Sonntag war unser Studienhaus geschlossen im Werratal, um unsere Tischkasse rechtzeitig zu verjubeln. Es war ein schöner Tag... Augenblicklich sind hier Händel-Festspiele. Karten gab es zum Glück schon vor der Reform. So kam ich noch in die Oper Pastor Fido und ins „Alexanderfest“ gehen. Dann wird es wohl eine Weile aus sein mit solchen Genüssen. Gestern war trotz Währungsreform allerdings das eine Kino ausverkauft. Zehnfachfrankaturen waren in den westlichen Zonen nur am 21.06. und 22.06.1948 möglich. Wie in diesem Fall wurden aber auch die Briefe, die sich am 23.6.48 morgens in den Briefkästen befanden, anstandslos als Zehnfachfrankatur befördert. Die Uhrzeit im Stempel ist 2 Uhr! Im Stempel ist übrigens die Postleitzahl 20 nachträglich eingesetzt worden. Das Besondere an dieser Karte ist, dass mein Vater eine 45 Pfg. Auslandskarte für die Zehnfachfrankatur verwendete. Die Karte scheint mit 122 Pfg. etwas überfrankiert zu sein. In Wirklichkeit ist sie aber unterfrankiert. Aufgrund der Herabsetzung des Portos für Auslandskarten von 45 Pfg. auf 30 Pfg. am 15.09.1947 wurde die Postkarte am Schalter trotz 45 Pfg. Marke für 30 Pfg. verkauft. Deshalb durfte der 45 Pfg. Wertstempel nur mit 30 Pfg. verrechnet werden. Viele Grüße Volkmar
sentawau Am: 23.06.2025 16:44:54 Gelesen: 26860 # 199
@ Frankenjogger [#197] Danke für die Zuschrift. Die von Dir vorgeschlagene Lösung ist natürlich auch denkbar. Ich habe mir den Umschlag nochmals angesehen. Er ist sehr glatt und macht nicht den Eindruck eines ehemaligen Doppelbriefes. Aber beweisbar sind beide Deutungen nicht, obwohl ich meine in Anbetracht der Zeitumstände für die wahrscheinlichere halte. Gruß Sentawau
Frankenjogger Am: 23.06.2025 18:22:55 Gelesen: 26826 # 200
@ sentawau [#199] Bei deiner Deutung passt aber der Wert zu 12 Pf mit BHS nicht. Der hätte ja dann auch als ungültig betrachtet gewesen sein müssen. Das ist aus meiner Sicht eher unwahrscheinlich. Deshalb vermutete ich den Doppelbrief. Gruß, Klemens
peno Am: 24.06.2025 08:29:15 Gelesen: 26615 # 201
@ volkimal [#198] Lieber Volkmar, gibt es für deine Anmerkung "Aufgrund der Herabsetzung des Portos für Auslandskarten von 45 Pfg. auf 30 Pfg. am 15.09.1947 wurde die Postkarte am Schalter trotz 45 Pfg. Marke für 30 Pfg. verkauft." eine Dienstanweisung oder etwas ähnliches? Liebe Grüße Peter
volkimal Am: 24.06.2025 09:49:50 Gelesen: 26602 # 202
@ peno [#201] Hallo Peter, eine Dienstanweisung dazu kenne ich leider nicht. Ich habe die Aussage so aus dem Michel Ganzsachen-Katalog übernommen. Viele Grüße Volkmar
alemannia Am: 24.06.2025 10:11:00 Gelesen: 26591 # 203
@ volkimal [#202] Hallo zusammen, hallo Peter, hallo Volkmar, Amtsblatt der Hauptverwaltung für Post- und Fernmeldewesen des Amerikanischen und Britischen Besatzungsgebietes 15 Vf.85 vom 19.09.1947: 3. Postkarten mit Wertstempel zu 45 Rpf sind zum Preis von 30 Rpf zu verkaufen. ... Unbrauchbar gewordene Postkarten mit Wertstempel zu 45 Rpf sind beim Umtausch nur zum Wert von 30-2=28 Rpf zu berechnen. ... Gruß Guntram
volkimal Am: 24.06.2025 14:42:52 Gelesen: 26501 # 204
@ alemannia [#203] Hallo Guntram, danke für die Information. Von mir heute eine eingeschriebene Zehnfachfrankatur aus Königsbrunn bei Augsburg nach Wiesbaden-Biebrich: Das erforderliche Porto war Brief 24 Pfg. + Einschreiben 60 Pfg. = 84 Pfg. Verklebt wurden 734 Pfg : 10 = 73,4 Pfg. mit alten Marken sowie 14 Pfg. mit Bandaufdruck. Insgesamt ist der Brief also mit 87,4 Pfg. freigemacht. Damit ist er um 4 % überfrankiert. Ungewöhnlich finde ich die Absenderangabe ohne Straße „(13b) Königsbrunn 123½“. Vielleicht waren die Häuser in Königsbrunn damals einfach durchnummeriert. Der Einschreibestempel mit Postleitsgebietszahl gefällt mir gut. Mir ist aufgefallen, dass es im Ortsstempel vom 22.06.1948 „Königsbrunn bei Augsburg“ heißt, im Einschreibestempel steht dagegen „Königsbrunn über Augsburg 2“. Entsprechend des Ankunftsstempels auf der Rückseite kam der Brief am 23.06.1948 in Wiesbaden-Biebrich an. Er konnte aber zunächst nicht zugestellt werden, denn auf der Rückseite steht der Vermerk „Nicht angetroffen“ vom 24.06.1948 (heute vor 77 Jahren). Viele Grüße Volkmar
peno Am: 25.06.2025 08:55:42 Gelesen: 26387 # 205
@ alemannia [#203] Lieber Guntram, herzlichen Dank für deine Aufklärung. Liebe Grüße Peter
volkimal Am: 30.06.2025 22:44:14 Gelesen: 25850 # 206
Hallo zusammen, ein Orts-Einschreibebrief aus Mönchengladbach vom 22.06.1948: Der Brief ist frankiert mit: 6 x MiNr. 968 zu 84 Pfg. = 504 Pfg. (Viererblock + Zweierstreifen) 4 x MiNr. 967 zu 50 Pfg. = 200 Pfg. (Viererblock) 4 x MiNr. 970 zu 50 Pfg. = 200 Pfg. 1 x MiNr. 969 zu 24 Pfg. = 24 Pfg. Insgesamt wurden also 928 Pfg. : 10 = 92,8 Pfg. verklebt. Da der Brief nicht geöffnet wurde konnte ich ihn nachwiegen. Es sind 66 Gramm. Damit ist es ein Brief der Gewichtsstufe über 25 – 250 g. Als Porto waren erforderlich: Einschreibegebühr 60 Pfg. + Briefporto 32 Pfg. = 92 Pfg. Der Brief ist also um 0,8 Pfg. überfrankiert. Viele Grüße Volkmar
sentawau Am: 02.07.2025 21:00:50 Gelesen: 25593 # 207
Letzttag Berlin West Ein Ostberliner gab am Letzttag der Zehnfachfrankaturen (31.7.1948) einen Brief nach Vaihingen/Württemberg bei einem Westberliner Postamt auf. Das war damals noch möglich. Auch möglich war, dass er ferner eine Überdruckmarke der SBZ in Ostwährung verwendete. Den fehlenden einen Pfennig frankierte er mit einem Postkartenausschnitt. Das war eigentlich weder in Ost noch in West zulässig. Aber wer wollte in dieser Zeit wegen eines Pfennigs Theater machen. Die Leute hatten andere Probleme. Der Brief wurde unbeanstandet befördert.
peno Am: 03.07.2025 08:38:01 Gelesen: 25537 # 208
@ sentawau [#207] Wieso fehlt ein Pfennig wenn schon 120 Pfennig verklebt sind? Ist das Porto für einen Brief von Berlin nach Stuttgart korrekt? Nach meinen Unterlagen müssten es 24 Pfennig sein oder liege ich da falsch? Liebe Grüße Peter
becker04 Am: 03.07.2025 08:55:07 Gelesen: 25532 # 209
@ peno [#208] 120 Reichspfennige und 12 Pfennig SBZ Aufdruck ergibt 24 Pfg. MfG Klaus
HWS-NRW Am: 03.07.2025 16:10:09 Gelesen: 25492 # 210
Hallo in die Runde. Heute kam ein bei Ebay ersteigerter Beleg vom 22.6.1948 an, warum ich ihn so preiswert bekommen konnte, läßt sich nicht abklären, eventuell weil ein etwas schwacher Abdruck ist. mit Sammlergruß Werner
peno Am: 03.07.2025 20:52:07 Gelesen: 25442 # 211
@ becker04 [#209] Danke.
Jürgen Witkowski Am: 21.07.2025 21:25:54 Gelesen: 23867 # 212
Die Zehnfachfrankatur dieses einfachen Ortsbriefes ist wunderbar leicht zu errechnen. Die Freimachung erfolgte mit 10x 16 Pf (MiNr. 949) aus der II. Kontrollratsausgabe, zusammen 160 Pf. Abgestempelt mit dem Tagesstempel (22a) Essen 1 ce am 22.6.48. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
Jürgen Witkowski Am: 22.07.2025 21:28:18 Gelesen: 23731 # 213
Bei diesem Ortsbrief muss man schon ein wenig mehr rechnen. Die Freimachung erfolgte mit 10x 6 Pf vorne und 16x 6 Pf hinten (MiNr. 944) sowie 2x 2 Pf (MiNr. 943) aus der II. Kontrollratsausgabe, zusammen 26x6 Pf= 156 Pf + 2x2 Pf= 4 Pf ergibt die erforderlichen 160 Pf. Abgestempelt mit dem Tagesstempel (22a) Essen 1 ae am 22.6.48. Auf das Abstempeln der Rückseite hat man verzichtet. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
sentawau Am: 28.07.2025 16:40:56 Gelesen: 23309 # 214
@ sentawau [#186] Zehnfachfrankaturen – Französische Zonen Sie waren weder erlaubt noch verboten. Im Michel Spezialkatalog werden sie an versteckten Stellen erwähnt, etwa vor Baden Nr. 14. Vorkommende Briefe sind fast ausschließlich von Sammeln „gemacht“. Solche Briefe sind im Handel unbeliebt, aber man kann nicht sammeln, was es nicht gibt. Überdies sind sie auch noch recht selten. Also Gnade walten lassen rät Sentawau
saeckingen Am: 29.07.2025 07:24:37 Gelesen: 23254 # 215
@ sentawau [#214] Aus Murg, meinem Heimatort in dem ich meine ersten 13 Lebensjahre verbracht habe. Seht ein Absender drauf? Eventuell Faller? Grüße Harald
sentawau Am: 29.07.2025 11:00:00 Gelesen: 23219 # 216
@ saeckingen [#215] Der Absender ist Josef Bäumle. Burg (Baden). Rheinstr. 16. Das Farbband der Schreibmaschine ist stark abgenutzt, sonst hätte ich kopiert. Gruß Sentawau
saeckingen Am: 29.07.2025 11:25:24 Gelesen: 23211 # 217
@ sentawau [#216] Murg, nicht Burg. Ok, einen Josef Bäumle kannte ich bisher noch nicht als Sammler aus Murg. Grüße saeckingen (6 km rheinabwärts von Murg gelegen)
sentawau Am: 26.08.2025 18:30:35 Gelesen: 22211 # 218
SBZ Zehnfach-Mischfrankat Eine schöne Mischfrankatur vom 21.7.1948 auf einem Geschäftsbrief der SBZ. Eine Vignette mit politischer Propaganda macht dieses zeitgeschichtliche Dokument noch interessanter.
Jürgen Witkowski Am: 22.09.2025 17:04:27 Gelesen: 21037 # 219
Wieder einmal eine einfach zu erkennende Zehnfachfrankatur für einen Ortsbrief innerhalb Berlins. Die Freimachung erfolgte mit 10x 16 Pf (MiNr. 949) aus der II. Kontrollratsausgabe, zusammen 160 Pf. Abgestempelt am 17.7.48 mit dem Tagessstempel Berlin-Pankow c. In Westberlin und der SBZ waren Zehnfachfrankaturen bis zum 31.7.1948 möglich.

Auf der Briefrückseite befindet sich noch ein sowjetischer Zensurstempel.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Jürgen Witkowski Am: 23.09.2025 20:05:27 Gelesen: 20901 # 220
Leider nicht sonderlich schön gestempelt wurde diese Zehnfachfrankatur für einen Ortsbrief innerhalb von Hamburg, bestehend aus einem senkrechten Zweierstreifen der MiNr. 955 zu 50 Pf und einer MiNr. 956 zu 60 Pf aus der II. Kontrollratsausgabe. Die 160 Pf entsprachen 16 Pf. Die Abstempelung erfolgte am 22.6.48 mit dem Handrollstempel Hamburg 1 o. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
HWS-NRW Am: 24.10.2025 15:34:10 Gelesen: 19523 # 221
Hallo, heute frisch eingetroffen: Am 24.6.1948 ging dieser Fernbrief in Richtung Leipzig, aufgegeben von den Diamant-Werken im Postamt SIEGMAR-SCHÖNAU in Sachsen als Zehnfach-Frankatur in den Postverkehr. Mit Sammlergruß Werner
zonen-andy Am: 21.11.2025 18:26:00 Gelesen: 18580 # 222
Hallo, Postscheckbrief von Mainz nach Berlin NW mit Stempeldatum 23.6.1948. Freigemacht von der 1.Kontrollratsausgabe mit 8x 2 Pf. Mi.Nr.912 und 2x 42 Pf. Mi.Nr.930 mit insgesamt 100 Pfennige. Könnte dies vielleicht auch eine Zehnfachfrankatur sein? Für eine Antwort wäre ich dankbar. Grüße Andreas
Frankenjogger Am: 21.11.2025 19:58:23 Gelesen: 18566 # 223
@ zonen-andy [#222] Wenn, dann wäre es eine 10-fach Frankatur, die Gebühr für Postscheckbriefe betrug 10 Pf. Der Beleg erscheint mir jedoch etwas komisch. 1. Am 23.6.1948 nachmittags (16-17) waren in der Bizone keine 10fach-Frankaturen mehr gültig. 2. Der Stempel sieht komisch aus. 3. Meines Wissens gab es keine offiziellen Finanzdienste zwischen den Westzonen und Groß-Berlin, sowie mit der SBZ. Ich kann mich aber auch irren. Viele Grüße, klemens
Dieter 66 Am: 21.11.2025 23:08:24 Gelesen: 18534 # 224
@ zonen-andy [#222] @ Frankenjogger [#223] Hallo Andreas, da schließe ich mich durchaus Klemens Meinung an. Der Stempel wurde vermutlich nachgemacht. Die Kreislinien sind zu fein. Die Abstände der Buchstaben liegen zu weit auseinander. Sehr auffällig ist die verkleinerte 3 hinter Mainz. Auch die Zahlen für das Datum sind zu klein. Stempel aus der Zeit wurden tausendfach verwendet und zeigen daher selten einen so sauberen Abschlag. Hier ein Stempelabschlag aus Stampx. Zweikreisbrückenstempel „MAINZ 3“ Kennbuchstabe „a“. Quelle: stampsx. Schönen Gruß Dieter
zonen-andy Am: 22.11.2025 08:29:46 Gelesen: 18483 # 225
@ Frankenjogger [#223] @ Dieter 66 [#224] Hallo, vielen Dank für eure fachliche Beurteilung dieses Briefes. Mir kam der Stempel beim einscannen etwas seltsam vor, aber ohne zu ahnen, dass er falsch sein könnte. Was Ihr beurteilt habt, ist natürlich korrekt und nach zu vollziehen. Grüße Andreas
User #336253058 Am: 14.12.2025 16:12:05 Gelesen: 17592 # 226
Zwei Hingucker Kein Zweifel, dass diese beiden Poststücke Philatelisten ihren Ursprung verdanken. Aber sie sind portogerecht echt gelaufen. Die Postkarte trägt auf der Rückseite einen hektographierten Text, mit dem zu einem Treffen eingeladen wird. Manches schöne Stück ist nur mit Sammlerhilfe möglich – denkt nur an die teuren Zeppelinbriefe! Eigentlich gehöre ich selber zu den Puristen. Aber in der Not …
zonen-andy Am: 18.12.2025 14:37:00 Gelesen: 17391 # 227
Hallo,

dieser Ortsbrief lief innerhalb von Halle an der Saale vom 25.6.1948 an den ehemaligen Prüfer Kurt Zirkenbach. Auch wenn der Stempeltag schwer zu entziffern ist, bin ich mir fast sicher eine "5" zuerkennen. Frankiert wurde mit I.Kontrollratsausgabe Mi.Nrn. 926 6x und 915 2x für die erforderlichen 160 Pfennige statt normal 16 Pfennige. Oder habe ich hier einen Denkfehler?



Grüße
Andreas
zonen-andy Am: 22.12.2025 16:25:44 Gelesen: 17055 # 228
Hallo,

heute eine ZF mit 9,90 Mark auf Großbrief von Rudolstadt (Thüringen) nach Homburg (Saar) vom 26.7.1948 mit Ankunftstempel auf Rückseite Homburg 5.8.48.



Gruß
Andreas
Totalo-Flauti Am: 30.12.2025 10:20:36 Gelesen: 16290 # 229
Liebe Sammlerfreunde, ein Brief vom 05.07.1948 aus Leipzig nach Suhl. Die Marken wurden zu 240 alten Reichspfennig für das notwendige Porto aufgebraucht. Die acht Marken auf der Rückseite wurden im Eifer des Postdienstes nicht entwertet. Mit lieben Sammlergrüßen Totalo-Flauti.
User #336253058 Am: 19.01.2026 18:08:57 Gelesen: 15713 # 230
West- Berlin: Kopfrechnen schwach Der auffällige Brief vom 3.7.1948 aus Berlin- Spandau lässt einen Sammler als Absender erkennen. In Westberlin waren Zehnfachfrankaturen bis zum 31.7. erlaubt. Die Mischfrankatur addiert sich auf 240 Reichspfennig. Ein Postbeamter der alten Schule, dem selbst ein fast wertloser Reichspfennig noch etwas bedeutete, rechnete nach, verrechnete sich und vermerkte 2 neue Pfennige bzw. 20 alte als am Porto fehlend. Ein anderer Kollege rechnete nach, fand den Fehler und strich das Nachporto. Der Witz: Der Brief ging von Spandau nach Spandau, ist also ein kräftig überfrankierter Ortsbrief. 160 alte oder 16 neue Pfennige hätten genügt. Auch wenn der Rechenfehler bestanden hätte, wäre die Frankatur ausreichend gewesen.
hannibal Am: 16.02.2026 20:26:25 Gelesen: 14335 # 231
Hallo, von mir auch mal ein Beleg zum Thema von Neuötting am Inn nach Villingen portorichtig frankiert mit 20x Alliierte Besetzung 947. Dachziegelartig verklebt und mehrfach gestempelt NEUÖTTING 21.6.48.-15-16, also am ersten Tag der Übergangsfrist, in der Marken der Alliierten Besetzung nach der Währungsreform in den "Westzonen" noch verwendet werden durften (außer Westberlin). Viele Grüße Peter
Jürgen Zalaszewski Am: 17.02.2026 17:47:19 Gelesen: 14235 # 232
Hallo zusammen, zum Thema kann ich auch einen Beleg zeigen, obwohl er nicht zu meinen Sammelgebieten gehört. Ein Brief abgestempelt am 21.6.48 in München 53 (aptierter Stempel), frankiert mit 244 alten Reichspfennigen. Die Marken auf der Rückseite wurden nicht entwertet, waren aber auch nicht notwendig gewesen. Viele Grüße Jürgen
User #336253058 Am: 13.03.2026 14:37:24 Gelesen: 13073 # 233
Westberlin am 24. 6. 1948 An diesem Tag durfte in den Westsektoren von Berlin noch mit der Reichsmarkwährung zum vollen Nennwert frankiert werden, während in SBZ und Ostberlin schon die neue Währung eingeführt war und die Briefmarken der Reichsmarkzeit auf ein Zehntel abgewertet waren. Der russische Stadtkommandant befahl diese Regelung für ganz Berlin. Die Alliierten ignorierten diesen Befehl und trafen eine eigene Regelung. Für den in Berlin-Steglitz (im Westen) aufgegebenen Brief hatte das Porto noch in Reichsmark entrichtet werden können. Weil er aber in die SBZ nach Bad Sülzhayn (jetzt Stadtteil von Ellrich/Harz) adressiert wurde, war in alter Währung eine Zehnfachfrankatur erforderlich. Diese und viele andere Merkwürdigkeiten sind zu lesen in dem großartigen Buch von Klemens Nicklaus „Die Währungsreform in Berlin (West) 1948/49“. FG Berlin 2023.
User #336253058 Am: 13.03.2026 16:59:28 Gelesen: 13055 # 234
Ein Frankaturrätsel Bei diesem Interzonenbrief, abgeschickt in Karlsruhe am 24.6.1948 und angekommen am 27.6. in Schwerin, ist mir die Frankatur ein Rätsel. Sicher ist, dass die Nachgebühr zu Unrecht erfolgte. In Karlsruhe wurden die vier Dreissigpfennigmarken abgestempelt (die rechte ganz schwach!), drei davon später zu Unrecht beanstandet, denn sie waren gültig. Die beiden Marken links wurden in Karlsruhe vermutlich vergessen zu stempeln. Wer kann mir helfen fragt Bessie alias Sentawau und sagt sagt schon mal danke.
hubtheissen Am: 20.03.2026 11:23:12 Gelesen: 12566 # 235
Hallo, Zehnfachfrankaturen waren in der französischen Zone nicht vorgesehen und wurden nur gelegentlich geduldet. In den westlichen Zonen war die Zehnfachfrankatur nur bis zum 23.06.48 erste Briekasten-Leerung gültig. >Nur in der SBZ waren sie noch bis zum 31.07.gültig. Die unterschiedlichen Daten führten wohl zur Verwirrung. Tatsache ist, beim Aufgabepostamt waren alle Marken nicht mehr gültig und deshalb wurde für das gesamte fällige Porto von 24 Pfg. die 1,5-fache Nachgebühr von 36 Pfg. zu recht erhoben. Gruß Hubert
hubtheissen Am: 20.03.2026 11:32:38 Gelesen: 12561 # 236
Hallo, ich will noch einen netten Beleg zeigen. Es ist ein Auslandsbrief der ersten Gewichtsstufe von Hellerau nach Sydney vom 08.07.1948. Frankiert ist der Brief mit einem 4er-Block Mi.948 = 60 RPfg. + einem 8er-Block Mi. 953 = 240 RPfg. und 4 x Mi. 955 = 200 RPfg., insgesamt 5,00 RM. Das Porto betrug 50 Pfg. der neuen Währung. Gruß Hubert
User #336253058 Am: 03.04.2026 19:41:17 Gelesen: 11327 # 237
last-minute Die beiden 1948 aus Anlass der Hannover-Messe ausgegebenen Briefmarken kamen am 22. Mai an die Schalter. Einen Monat später verkündeten die Westalliierten die überfällige Währungsreform, so dass ihre Gültigkeit in Westdeutschland bereits am 23. Juni mit der ersten Kastenleerung morgens endete. Ein solcher last-minute-Brief aus Köln liegt hier vor.
Eilean Am: 27.05.2026 20:34:15 Gelesen: 7291 # 238
@ Bessie [#237] Diese selbst aus einem Stück Packpapier gestaltete Postkarte ist mit 200 Pfg bzw. 20 Pfg. als Postkarte im Fernverkehr von Rosenheim nach München um 8 Pfg. überfrankiert. 12 Pfg. war die Postkarte. Ein Sammlerstück vom 21. Juni 1948 und mit Oberrand. Gruß Andreas
loskochos Am: 03.06.2026 22:09:09 Gelesen: 6361 # 239
Hallo zusammen, ich suche zum Satz Die bisher in Deutschland (ohne französische Zone) gültigen Kontrollratausgaben durften vom 21. bis zum 23 Juni (erste Briefkastenleerung) zu 1/10 ihres Nennwertes aufgebraucht werden eine offizielle Quelle (würde ich gerne in meine Sammlungsdokumentation aufnehmen). Im Briefe-Michel finde ich nur einen Abschnitt zur SBZ, aber keinen Satz zum o.g. Datum. Wer kann da helfen? Dankeschön! Viele Grüße loskochos
Richard Am: 03.06.2026 23:29:01 Gelesen: 6342 # 240
@ loskochos [#239] Die bisher in Deutschland (ohne französische Zone) gültigen Kontrollratausgaben durften vom 21. bis zum 23 Juni (erste Briefkastenleerung) zu 1/10 ihres Nennwertes aufgebraucht werden. Hallo, es handelt sich um eine staqndardisierten Formulierung aus dem Michel Spezial im Gebiet Alliierte Besetzung Gemeinschaftsausgaben / Kontrollrat Zehnfachfrankaturen Bizone. Wer sollte so einen " offiziellen " = amtlichen Satz schreiben ? Schöne Grüsse, Richard
HWS-NRW Am: 23.07.2026 12:46:53 Gelesen: 2822 # 241
Hallo in die Runde. Ein Mitarbeiter (oder der Chef selber) des in ESSEN sehr bekannten früheren Lederwarengeschäfts "Berhard Brecklinghaus" wollte diesen Brief aufgeben und hatte bereits 24 Pfg in der Maschine eingestellt, dann fiel ihm wohl auf, dass es inzwischen ja die Währungsreform gegeben hatte und er musste nochmals 216 Pfg als zweiten Abdruck auf den Umschlag drucken, dann ging der Beleg am 21.6.1948 zum Postamt ESSEN 1 in den Postverkehr. In dieser Form sicherlich einmalig, denke ich mal. mit Sammlergruß Werner
User #357456033 Am: 28.07.2026 13:36:08 Gelesen: 2415 # 242
Bedarfsbrief - Zehnfachfrankatur aus der SBZ vom 24.06.1948 Frankiert mit insgesamt 2,40 RM. Mischfrankatur MiNr. 944 (6 Pf), MiNr. 946 (10 Pf), MiNr. 951 (24 Pf) sowie einem waagrechten Paar MiNr. 959 (1 RM) der Gemeinschaftsausgaben. Interessant ist der verwendete Stempel „EINHEIT DEUTSCHLANDS MAHNT 1848 1948“, ein SST aus Leutenberg.
Briefuhu Am: 11.08.2026 14:40:50 Gelesen: 1606 # 243
Brief vom 01.07.1948 von Berlin nach Cottbus. Frankiert wurde mit Gemeinschaftsausgaben Michel Nr. 2x 943, 11x 944 (davon ein Zehnerblock), 2x 950, 2x 952 und 2x 953, gesamt 240 Pfennig. Bis zum 31.07.1948 waren die Marken in Berlin zu einem Zehntelwert gültig also 24 Pfennig portorichtig frankiert. Schönen Gruß Sepp
User #336253058 Am: 19.08.2026 18:03:44 Gelesen: 565 # 244
Zehnfachfrankatur und Stolperstein Zehnfachfrankaturen waren in der Bizone nur am 21 und 22. Juni sowie aus der ersten Leerung am 23.6. möglich. Dennoch sind solche Briefe nicht selten. Sie haben häufig Sammler als Urheber. Anders steht es mit Postkarten. Auch sie gibt es, aber seltener, zumal ihre Anschriftenseite weniger Raum für die Frankatur bot. Das gilt erst recht für Karten ins Ausland, wo 300 Reichspfennig zu verkleben waren. Die hier vorgestellte Postkarte – keine Ganzsache, sondern ein frankiertes Formular – wurde am 22. Juni von Ludwigshafen in die USA gesendet und kam als unzustellbar zurück. Ihr kurzer Text verrät die Sammlerkorrespondenz. Ein Dr. Walter Fetsch schreibt an einen Professor Rudolf Fetsch. Was mir sofort auffiel, war die Anschrift des Empfängers: APO 20, d.h. der scheinbar deutsche Empfänger hatte eine amerikanische Feldpostnummer, war also Soldat, aber schon entlassen. Das lies mich sofort an die Memoiren deutscher Emigranten wie des Schriftstellers Stefan Heym (Nachruf) oder des Historikers George W. Hallgarten (Als die Schatten fielen) denken, die ebenfalls in den USA als Soldaten gegen die Hitlerei gekämpft hatten. Meine Vermutung war richtig. Durch Suchen im Internet kam ich auf das Schicksal zweier Halbjuden, deren beider in Ludwigshafen mit Stolpersteinen gedacht wird. Rudolf Fetsch, geboren 1900, zertpianist und Dirigent bis 1974 in Denver/Kalifornien lebte. Dr. Walter Fetsch (Bruder ?), geboren 1908, war Zahnarzt, erhielt 1934 Berufsverbot und floh 1939 nach Japan. Nach Kriegsende kehrte er nach Deutschland zurück. war u.a. Kapellmeister des Pfalzorchesters, floh 1937 über Japan in die USA, wo er als Kon Er starb 1979 in Ludwigshafen. Bessie/Sentawau
User #357456033 Am: 20.08.2026 12:21:41 Gelesen: 486 # 245
@ Bessie [#244] Hallo Bessie, vielen Dank für deine ausführliche Recherche zu Walter und Rudolf Fetsch - die biografischen Zusammenhänge und der Japan-Bezug sind tatsächlich sehr stimmig und machen die Karte besonders interessant. Bei der Anschrift gibt es jedoch einen kleinen, aber wichtigen Punkt: Auf dem Beleg lese ich bei genauer Betrachtung nicht APO 20, sondern APO 25. Die darüberstehende Dienststellenangabe ist schwer zu entziffern, lässt sich aber am ehesten wie folgt deuten: 25th Inf. Division Osaka Education Center APO 25 c/o Postmaster, San Francisco, Californien „Inf.“ dürfte für Infantry stehen. Die vollständige Bezeichnung des „Osaka Education Center“ bleibt wegen der Bildqualität zwar unter Vorbehalt, doch die Kombination aus 25th Infantry Division, Osaka und APO 25 erscheint sehr schlüssig. Die Zuordnung zur Fourth Army beziehungsweise zu APO 20 dürfte daher für diesen Beleg nicht zutreffen. Für APO 25 gibt es zudem einen passenden historischen Zusammenhang: In einer auf dem amtlichen Numerical Listing of APO’s beruhenden Übersicht ist die 25th Infantry Division mit APO 25 aufgeführt. Die Übersicht deckt allerdings nur den Zeitraum Januar 1942 bis November 1947 ab und ist daher kein unmittelbarer Nachweis für den Kartenzeitpunkt im Juni 1948: https://www.trailblazersww2.org/aponumbers.htm Die 25th Infantry Division leistete nach dem Zweiten Weltkrieg Besatzungsdienst in Japan und wurde 1950 von dort aus nach Korea verlegt: https://www.army.mil/article/202819/25th_id_history Das stützt den Japan-Bezug der Karte sehr deutlich. Eine APO-Anschrift bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Empfänger selbst Soldat war oder zuvor aus dem Militärdienst entlassen worden sein muss. Sie zeigt zunächst, dass die Sendung über eine amerikanische Militärpostanschrift beziehungsweise eine dortige Dienststelle zugestellt werden sollte. Die Nennung eines Education Center könnte daher darauf hindeuten, dass Rudolf über eine solche Einrichtung erreichbar war. Auch die Familienbiografie passt gut dazu: Rudolf Fetsch floh 1937 nach Japan und erreichte mit Frau und Sohn erst am 18. Juli 1949 von Kobe aus die USA: https://www.ludwigshafen-setzt-stolpersteine.de/gedenkbuch/fetsch-rudolf/ Walter Fetsch floh 1939 ebenfalls nach Japan, arbeitete von Mai 1946 bis Anfang August 1947 bei der amerikanischen Dental Clinic des 11th Medical Dispensary in Kobe und kehrte am 7. Oktober 1947 nach Ludwigshafen zurück; dort eröffnete er 1948 erneut eine Zahnarztpraxis: https://www.ludwigshafen-setzt-stolpersteine.de/gedenkbuch/fetsch-walter/ Damit ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild: Walter Fetsch schrieb im Juni 1948 aus Ludwigshafen an seinen Bruder Rudolf, der sich noch in Japan befand und offenbar über eine Dienststelle mit der Anschrift APO 25 erreichbar sein sollte. Unabhängig von der Korrektur der APO-Nummer ist das ein außergewöhnlich interessanter Beleg. Die Zehnfachfrankatur macht ihn auch postalhistorisch besonders reizvoll. Durch deine Recherche wird sichtbar, wie eng sich darin die Geschichte zweier aus Ludwigshafen vertriebener Brüder, ihr japanisches Exil und die amerikanische Besatzungszeit verbinden. Glückwunsch zu diesem besonderen Stück! Beste Grüße Post-Bote
User #336253058 Am: 20.08.2026 17:26:12 Gelesen: 441 # 246
@ Bessie [#244] Mein Rechner hat mir wieder einen Streich gespielt,den ich erst jetzt bemerke. Der letzte Absatz ist verstümmelt und muss richtig lauten: Rudolf Fetsch, geboren 1900, war Kapellmeister des Pfalzorchesters. Er floh 1937 nach Japan und kam nach Kriegsende in die USA, wo er in Denver/Kalifornien als Konzertpianist und Dirigent bis 1974 lebte. Dr. Walter Fetsch (Bruder ?), geboren 1908, war Zahnarzt, erhielt 1934 Berufsverbot und floh 1939 nach Japan. Er kehrte nach Deutschland zurück und starb 1979. Bessie/Sentawau Dem Post-Boten danke ich für seine Antwort.
User #336253058 Am: 21.08.2026 10:33:20 Gelesen: 319 # 247
@ Bessie [#246] Lieber postbote, Deine email-Anschrift funktioniert nicht, meine ist richtig hinterlegt. Bessie/sentawau
User #357456033 Am: 21.08.2026 11:05:05 Gelesen: 306 # 248
@ Bessie [#247] Hallo Bessie, meine private E‑Mail-Adresse ist im Forum bewusst nicht sichtbar. Ich habe dir daher direkt an deine hinterlegte Adresse geschrieben. Beste Grüße Post‑Bote
peno Am: 21.08.2026 13:16:01 Gelesen: 328 # 249
Ist das eine Zehnfachfrankatur ? Werte Zehnfachfrankatur-Spezialisten, anbei ein Beleg mit korrekter 84-Pfennig-Frankatur. Gilt diese Mischfrankatur auch als Zehnfachfrankatur? Liebe Grüße Peter
User #357456033 Am: 21.08.2026 14:00:57 Gelesen: 301 # 250
@ peno [#249] Ja, der gezeigte Beleg ist eine Zehnfachfrankatur. Der Stempel vom 22.06.1948 aus Langenberg (Rheinland) liegt exakt im maßgeblichen Zeitraum der Westzonen‑Zehnfachfrankaturen. In der britischen und amerikanischen Zone durften die bis dahin gültigen Reichsmark- beziehungsweise Kontrollratswertzeichen am 21. und 22. Juni 1948 noch im Verhältnis 10:1 zur neuen Deutschen Mark aufgebraucht werden. Belege aus der ersten Briefkastenleerung des 23. Juni konnten ebenfalls noch anerkannt werden. Die Verwendung verschiedener Marken beziehungsweise die Mischfrankatur ändert daran nichts. Entscheidend sind das Datum, der Aufgabeort in der britischen Zone, die Verwendung alter Reichsmark‑Wertzeichen und die korrekte Summe nach der Umrechnung. 8,40 RM × (1/10) = 0,84 DM = 84 Pf