Weihnachten in Dresden
Leipziger Messe
Beide Belege hatte ich auch schon mal gezeigt, finde aber beide haben ihren Reiz!
gruß Martinus
(?) (17) Alliierte Besetzung SBZ: Schöne Belege
Weihnachten in Dresden
Leipziger Messe
Beide Belege hatte ich auch schon mal gezeigt, finde aber beide haben ihren Reiz!
gruß Martinus

Mit freundlichen Grüßen
Andreas
Gruß
KJ

Zur Zeit des 2. Weltkriegs befand sich in Moosburg ein großes Internierungslager, das Stammlager des Wehrkreises VII (Stalag VII A). Wie auch bei den meisten anderen Lagern wurde dieses von den Siegermächten nicht geschlossen sondern weiterverwendet. Der Name wurde umgeändert in Civilian Internment Camp No. 6 der 3. US Armee in Moosburg (Zivil Internierungslager Moosburg). Die Nr. 6 bedeutet schlicht und einfach, dass dies das Internierungslager Nr. 6 in der amerikanischen Zone war. Es gibt viele Zeitzeugen und auch viele noch existierende Dokumente über dieses Lager( evt. besitzen einige PS-Mitglieder solche Dokumente).
Wie man auf dem Brief erkennen kann ist dieser an Franz Marzinsky gerichtet.
Auf der Rückseite des Briefes ist auch die Adresse der Absenderin vermerkt:
Annelies Marzinsky
Dresden N.23
Rückertstr.19
Also lässt sich daraus schließen, dass der Mann von Frau Marzinsky in einem solchen Internierungslager gewesen ist.
Meines Erachtens befindet sich noch ein roter Zensurstempel auf der Briefvorderseite mit der Inschrift:
*RELEASED*
C C D
*GROUP "A"*
Vielleicht können ja die SBZ-Spezies noch etwas ergänzen oder zu den Stempeln noch etwas sagen.
MfG
Kevin
Der erste Beleg ist frankiert mit einer Michelnummer 196 (80Pf) und 2x mit der Michelnummer 182a (2Pf), also insgesamt 84Pf. Verschickt wurde der Brief am 20.07.1948 in Magdeburg-Fermersleben und ist einen Tag später, also am 21.07.1948, in Magdeburg-Südost bei Erich Hochmuth angekommen.
Ich habe immer so meine Probleme mit den Postgebühren, aber ich glaube der Brief ist korrekt frankiert, das heißt 60Pf für das Einschreiben und 24Pf für den Brief im Fernverkehr.
Die linke 2Pf trägt, wenn ich mich nicht irre, eine HAN (Hausauftragsnummer), aber ich kann diese nicht sicher bestimmen, vielleicht hilft mir ja jemand. ;)
Der zweite Beleg ist frankiert mit 2x der Michelnummer 193 (40Pf) und 2x der Michelnummer 213a (6Pf), also insgesamt 92Pf. Aufgegeben wurde der Brief am 29.12.1948 in Magdeburg-Sadenburg und ist einen Tag später, also am 30.12.1948, ebenfalls in Magdeburg-Sadenburg bei Max Schlutius, Buchdruckerei, angekommen.
Der Brief dürfte ebenfalls korrekt frankiert sein, wenn man davon ausgeht, dass dieser zwischen 21 und 250 Gramm wog.
Denn dann ergibt sich 32 Pf für ein Brief im Ortsverkehr und 60 Pf für das Einschreiben, sprich 92 Pf insgesamt. Was bedeutet der lila Schriftzug im R-Zettel?
MfG
Kevin

Grüße Andreas
Ist es nicht entsetzlich, dass jemand auf den sonst noch interessanten Brief, betrüblicherweise eine andere Marke darauf geklebt hat - die Stempelung passt ebenso doch nicht gerade! Auf ersten Blick habe ich das nicht gemerkt, aber sind nicht solche Fälschungen doch unverschämt?
Heisst es nicht, dieser Couvert wäre wertvoller, OHNE diese kindliche Versuchung es wieder "ganz" zu machen?
Soll ich versuchen, die unpassende (und untreue) Marke abzuweichen und dabei auch vielleicht den Umschlag weiter schädigen, oder nicht?