Diese dreigeteilten Rechtecke aus der DV-Freimachung spiegeln in ihrer Grundform bekanntlich ja lediglich nur die üblichen Elemente der normalen Absenderfreistempel wider, heit diese Elemente wurden einfach i´n dem Rechteck zusammengezogen.
Im oberen Segment des Rechtecks erscheint der "Ortsstempel", mittig der Wert aus dem "Wertstempel" (mit der Datumsangabe) und unten die Herkunftsbezeichnung "Deutsche (Bundes-) Post". Links neben dem Rechteck wird in aller Regel eine Absenderkennung (ein "Kundenklischee") gesetzt, entweder als 5-stellige "Kundennummer" und/oder in Form eines (post-) bekannten (Kundenklischee-) Logos oder einer direkten (textlichen) Absenderangabe. Weiterhin für eventuell entgelt- bzw. gebührenreduzierte "Info-/Dialogpost"-Sendungen (o.ä.) der entsprechende Zusatz "Gebühr/Entgelt bezahlt". Heisst sämtliche Elemente aus den normalen Absenderfreistempelung finden sich nun auch in der modernen DV-Freimachung. Auch das belegt, neben [#36], dass es sich bei der DV-Freimachung auch einfach nur um eine ganz reguläre Form des altbekannten Absenderfreistempels handelt. Nur das die Abrechnung in diesem Fall "elektronisch automatisch", statt "manuell aufgeladen" stattfindet.
Später wanderte die Wertangabe (zusammen mit dem Datum) dann aus dem dreigeteilten Rechteck (aus der Frankierzone) hinaus und in das "Fenster" bzw. in das Adressfeld hinein. Im Frankierzonen-Rechteck wird nun stattdessen der Verweis- bzw. Platzhaltertext
Port payé /
Freimachung (DV) im Fenster eingedruckt.
In ersten Schritt wanderte sogar das gesamte mittlere Rechteck aus dem dreigeteilten Rechteck in das Fenster, d.h. das Datum und der Frankierwert wurde in Form eines umrandeten Rechtecks im Fenster dargestellt. Diese beiden Angaben wurden also in diesem Schritt noch kein Teil der (separat dargestellten) DVV-Abrechnungsnummer.
In diesem "Fenster-DV-Freimachungsrechteck" wird das Datum üblicherweise in der Form MM.JJ angegeben, d.h. ohne Angabe des Tages, da diese Information ja eigentlich Teil der DVV-Abrechnungsnummer ist.
Hier nun aber ein Beispiel einer abweichenden DV-Freimachungsform:

Ausschnitt aus einem C4-Großbriefumschlag des Absenders Pro-Idee Versand aus Aachen. Dreigeteiltes Rechteck der DV-Freimachung in Frankierzone, mit der Ortsangabe
52078 Aachen, mit dem Zusatz
Entgelt bezahlt sowie als Absender-Kundenklischee die
Kundenidentifikationsnummer 00520. Im Fenster selbst befindet sich das entsprechende "Frankierrechteck" mit dem Frankierwert
1,65 und einer - eher unüblicheren -
vollständigen Datumsangabe
15.08.00. Ohne eine DVV-Abbrechnungsnummer.
Als Gegensatzpaar hier ein Beispiel einer damaligen
üblichen Standardform der DV-Freimachung, d.h. mit der Datumsangabe in der Form MM.JJ im "Frankierrechteck" im Fenster.

Standardbrief der Sparda-Bank Hannover. Dreigeteiltes Rechteck der DV-Freimachung in der Frankierzone, mit dem
Ortsstempel 90471 Nürnberg BZ 90 plus - als Absender- bzw. Kundenklischee-Ersatz - die
Kundennummer 14070.
Im Fenster befindet sich 'ausgelagert' das eigentliche "Frankierrechteck" mit der Ausweisung des entsprechenden Frankierwerts
1,10 DM sowie mit der Datumsangabe in der verkürzten, 'üblichen' Form (MM.JJ), hier
12.99 (d.h. Dezember 1999). Links daneben die postalische DVV-Abrechnungsnummer
...//.....//07/../90482, d.h. die Sendung stammt vom 7. des Monats (also vom 07.12.1999) und wurde bei der Post
abrechnungstechnisch "über" die Postleitzahl 90482 in Nürnberg eingeliefert. Das sagt uns übrigens auch, dass die Sendung nicht direkt von der Sparda-Bank in Hannover stammt, sondern von
irgendeinem (zentralen?) Dienstleister in/um Nürnburg produziert, frankiert und eingeliefert wurde.
Beste Grüße
Thomas