Briefmarken Atteste

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Altdeutschland Württemberg: Portobestimmung

rostigeschiene (RIP) Am: 03.04.2013 16:22:19 Gelesen: 22899 # 1
Hin und her in Württemberg Gestern ist mir ein Brief zugegangen, der doch einer genaueren Betrachtung bedurfte, damit man erfassen kann von wo nach wo er gelaufen ist. Briefhüllen die zweimal benutzt wurden, gibt es jede Menge, doch in diesem Fall wurde die Hülle dreimal verwendet. Zu erst wurde hier ein Brief am 12.8 1883 von Öhringen an das Hochlöbl. Schultheißenamt in Maienfels bei Weinsberg versendet und mit 20 Pfg. freigemacht (senkrechtes Paar). Am 20.8.83 kam das Umschlagpapier erneut zum Einsatz. Von Maienfels wurde der Brief in Neuhütten abgestempelt und über Öhringen als Portobrief nach Pferdelbach befördert. Seinen dritten Einsatz hatte die Hülle dann am 22.8.83, wieder nach Maienfels an den selben Adressaten wie bei seiner ersten Verwendung und wieder mit 20 Pfg. freigemacht (waagerechtes Paar). Leider kann ich nicht entziffern wer, an wen, den gefalteten Papierbogen als Portobrief versendet hat. Vielleicht kann mir jemand bei der Anschrift und dem Vermerk unten rechts helfen? Auch die unterschiedliche Taxierung (zweimal 20 Pfg. einmal 10 Pfg.) ist mir ein Rätsel. Viele Grüße Werner
bayern klassisch Am: 03.04.2013 19:00:53 Gelesen: 22876 # 2
@ rostigeschiene [#16] Hallo Werner, die Adresse lese ich so: Portopflichtige Dienstsache Herrn Karl Apilbert (?) in Pfedelbach Schultheißenamt (Scan zu schlecht). Liebe Grüsse von bayern klassisch
TomWolf_de Am: 03.04.2013 19:18:12 Gelesen: 22873 # 3
Herrn Karl Hilbert ? Gruß Thomas
rostigeschiene (RIP) Am: 03.04.2013 19:42:33 Gelesen: 22860 # 4
Ich habe die Adresse einmal beschnitten, ich hoffe es ist nun deutlicher. Kann noch jemand etwas zur Taxierung schreiben? Viele Grüße Werner
bayern klassisch Am: 03.04.2013 19:56:41 Gelesen: 22857 # 5
@ rostigeschiene [#4] Hallo Werner, Thomas hat bessere Augen als ich oder einen größeren Monitor. Karl Hilbert ist richtig. 10 Pfg. war die Taxe des Portobriefes, aber zuerst hat er wohl eine 5 geschrieben. Liebe Grüsse von bayern klassisch
rostigeschiene (RIP) Am: 03.04.2013 20:02:32 Gelesen: 22855 # 6
Ja, 10 Pfg. Portotaxe ist schon klar, nur warum wurden für die beiden anderen Beförderungsleistungen 20 Pfg. berechnet? Die Entfernungen zwischen den Orten war so ziemlich die Gleichen. Werner
Postgeschichte Am: 03.04.2013 20:56:09 Gelesen: 22845 # 7
@ rostigeschiene [#6] Ja, 10 Pfg. Portotaxe ist schon klar, nur warum wurden für die beiden anderen Beförderungsleistungen 20 Pfg. berechnet? Hallo Werner, Wenn 10 Pfg. für einen Brief für ein Gewicht von bis zu 15 Gramm ausgerichtet war und Briefe über 15 Gramm bis 250 Gramm 20 Pfg. gekostet haben liegt es nahe, daß der Brief vorher über 15 Gramm gewogen hat (20 Pfg) und nach Entnahme eines Teiles der Brief nur noch bis 15 Gramm auf die Waage brachte und somit nur noch 10 Pfg. kostete. Das wäre doch eine mögliche Erklärung. Mit postgeschichtlichem Gruß Manfred
rostigeschiene (RIP) Am: 03.04.2013 21:49:24 Gelesen: 22840 # 8
Hallo Manfred nach nochmaliger Recherche habe ich gesehen das Öhringen und Maienfels sowie Pferdlbach und Neuhütten in verschiedenen Oberamtsbezirken liegen, auch wenn die Orte nur wenige Kilometer auseinander liegen. Dann erklärt sich auch die Beförderungsgebühr von 20 Pfg. Bei bayern klassisch und Thomas möchte ich mich auch für die Übersetzung der Anschrift herzlich bedanken. Werner
Postgeschichte Am: 03.04.2013 21:59:34 Gelesen: 22833 # 9
@ rostigeschiene [#8] Hallo Werner, welche Brieftaxe legst Du bei Deiner Berechnung zu Grunde? Habe ich dort etwas übersehen? Seit 1.7.1875 richten sich die Postgebühren für Briefe nach dem Gewicht (bis 15 g und über 15 g bis 250 g) und nach Ortsverkehr / Nachbarortsverkehr und Fernverkehr. Eine Unterscheidung nach Oberamtsbezirken gab es nicht. Vielleicht beziehst Du dies in Deine Überlegungen mit ein. Mit postgeschichtlichem Gruß Manfred
wuerttemberger Am: 03.04.2013 22:16:58 Gelesen: 22830 # 10
@ Postgeschichte [#7] Ein kleiner Tipp: Der Brief hat immer die zweite Gewichtsstufe gehabt. Dann liegt es also an .... ? :-) Gruß wuerttemberger
wuerttemberger Am: 03.04.2013 22:21:23 Gelesen: 22828 # 11
@ Postgeschichte [#9] Eine Unterscheidung nach Oberamtsbezirken gab es nicht. Vielleicht beziehst Du dies in Deine Überlegungen mit ein. Irrtum! In Württemberg gab es sehr wohl einen Oberamtsverkehr, der die gleichen Portosätze wie der Nachbarortsverkehr hatte. Gruß wuerttemberger
Postgeschichte Am: 03.04.2013 22:42:13 Gelesen: 22821 # 12
@ wuerttemberger [#11] Mir ist bekannt, daß es in Württemberg einen Oberamtsverkehr gab. Habe leider nicht die Portotabellen, in denen die unterschiedlichen Taxen nach Oberamtsbezirken dargestellt werden. Vielleicht kannst Du mich ja diesbezüglich etwas schlauer machen und die Tabellen hier zeigen. Gruß Postgeschichte
rostigeschiene (RIP) Am: 03.04.2013 22:50:03 Gelesen: 22820 # 13
@ wuerttemberger [#10] Wenn der Brief als immer die gleiche Gewichtsstufe hatte bin ich jetzt total verwirrt. Ein unfrankierter Brief an eine Bestimmungsort außerhalb des Oberamtsbezirk hätte auch mit 20 Pfg. Porto belastet werden müssen. Bei einem Gewicht über 15 Gramm sogar 30 Pfg., oder irre ich schon wieder? Werner
wuerttemberger Am: 03.04.2013 23:05:11 Gelesen: 22816 # 14
@ rostigeschiene [#13] Das ist ganz einfach: Der Brief ging immer von einem Oberamt in das benachbarte Oberamt. Einmal lagen die beiden Orte Neuhütten - Pfedelbach weniger als 10 km auseinander -> Nachbarortsverkehr 10 Pfennig. Die Entfernung Öhringen - Neuhütten (das ist das zuständige Postamt für Maienfels) ist mehr als 10 km, deswegen liegt hier Fernverkehr vor. Gruß wuerttemberger
rostigeschiene (RIP) Am: 03.04.2013 23:26:29 Gelesen: 22812 # 15
Ich hatte den Tarif für den Nachbarortsverkehr nicht beachtet. jetzt ist alles klar. Da kann man einmal sehe,n was so eine unscheinbare Briefhülle doch für Geschichten erzählen kann. Auf jeden Fall hat er hier mehrere gestandene Philatelisten zum Nachdenken gebracht. Vielen Dank Werner
B-reeze Am: 20.09.2013 17:12:06 Gelesen: 22361 # 16
Beleg Württemberg 1904 Hallo liebe Briefe-Freunde, ich habe heute einmal eine Frage nach diesem Brief, der am 22.6.1904 von Tübingen nach Stuttgart gelaufen ist. Kann mir jemand dazu eine Kostenschätzung sagen und mir das Porto von 20 Pfennig erklären? Danke und einen schönen Gruß Thomas
wuerttemberger Am: 20.09.2013 20:20:39 Gelesen: 22327 # 17
@ B-reeze [#16] Das war einmal ein Brief der zweiten Gewichtsstufe im Fernverkehr und mit 20 Pfennig freigemacht. Leider auf allen Seiten beschnitten, daher nur noch als Briefstück zu bezeichnen. Wert: 0,50 Euro. Gruß wuerttemberger
B-reeze Am: 23.09.2013 07:16:07 Gelesen: 22296 # 18
Danke.
Manne Am: 02.01.2014 13:46:05 Gelesen: 21978 # 19
Hallo zusammen, mit unserer Tageszeitung Südwest Presse (Die Neckarquelle) bekam ich am 31.12.13 eine Sonderbeilage der alten Ausgabe vom 01.01.1894. Darin sind die zu dem Zeitpunkt gültigen Posttarife abgedruckt. Hänge diese in zwei Teilen an. Gruß Manne Allen noch ein "Gesundes und erfolgreiches 2014"!
Eric Scherer Am: 15.12.2019 13:29:10 Gelesen: 15697 # 20
Ich habe eine Karte von Heilbronn in die Niederlande 1874. Frankiert wurden 7 Kreuzer. Kann mir jemand mehr über das Porto sagen? War das identisch zum Briefporto oder war das ein eigenes Postkartenporto? Was war die Gültigkeit des Portos?
wuerttemberger Am: 15.12.2019 13:56:47 Gelesen: 15688 # 21
@ 8049home [#20] Tolles Stück! Postkarten in die Niederlande verlangten 1874 noch das Briefporto. Es gab also keine Ersparnis. Gruß wuerttemberger
Eric Scherer Am: 15.12.2019 14:07:21 Gelesen: 15687 # 22
@ wuerttemberger [#21] Danke! Kannst Du mir sagen, wie seit wann und bis wann das 7 Kreuzer-Briefporto galt? Danke.
wuerttemberger Am: 15.12.2019 17:34:01 Gelesen: 15669 # 23
@ 8049home [#22] Antwerpen liegt natürlich in Belgien! Da hab ich nicht richtig aufgepasst. Der Tarif galt ab 1871 und hat sich bis zum 30.06.1875 nicht geändert. Die rote 1 ist das Weiterfranko in Silbergroschen. Gruß wuerttemberger
bayern klassisch Am: 17.11.2021 11:11:23 Gelesen: 12872 # 24
Liebe Freunde, 2 Briefe aus Stuttgart nach Frankreich sind mir ins Netz gegangen, wovon ich einen erklären kann, den anderen aber leider nicht und mir daher Hilfe erhoffe. Auch die Inhalte kann ich leider nicht lesen und eine kurze Inhaltsangabe wäre mir sehr lieb. 1. Brief Stuttgart 19.8.1857 an Rothschild in Paris (Postvertrag Baden - Frankreich ab 1.1.1857, gültig für Württemberg, Sachsen und Hohenzollern (staatsrechtlich Preussen, postalisch aber Thurn und Taxis) hin wie her): Stuttgart bis 15 g nach Kehl unter 10 Meilen = 3 Kreuzer, weil unfrankiert 3 Kreuzer Zuschlag = 6 Kreuzer Porto, s. Stempel B(aden) 6 K(reuzer) und manuelle Notation. Diese 6 Kreuzer hatte Frankreich an Baden und Baden dann an Württemberg zu vergüten. Das Gesamtporto wurde von Frankreich mit 6 Decimes = 18 Kreuzer notiert, wobei jetzt eine Gewichtsstufe von 7,5g galt ab Strasbourg bis Paris. Für Frankreich lag er also schon in der 2. Gewichtsstufe (7,5-15 g). Siegelseitig erhielt er den Poste Restante - Stempel von Paris, weil sich die Gebrüder Rothschild auserbeten hatten, dass nur sie ihre Post abholten und diese nicht in die Hand von Pariser Briefträgern kommen sollte. 2. Brief Stuttgart 11.6.1860 an Boger Heul & Compagnie in Gignac Hérault "Echantillon ci-joint sans valeur", also anhängendem Muster ohne Wert. Erneut sehen wir den badischen Verrechnungsstempel B.6.K. für "Baden 6 Kreuzer" Forderung an Frankreich wegen unfrankierter Aufgabe, allerdingst habe ich im Postvertrag Badens mit Frankreich vieles gefunden - nur nicht, wie man Briefe mit Mustern ohne Wert tarifierte. Links oben sehe ich eine "2" für die 2. Gewichtsstufe und auch dieser Brief wurde in Frankreich mit 6 Decimes taxiert - aber aufgrund welcher Maßgabe? Auch hier wäre der Inhalt interessant zu wissen, weil es vlt. Hinweise auf Musterarten gibt, die ich sonst nicht wissen kann. Liebe Grüsse von bayern klassisch
2huhu Am: 09.01.2023 17:12:11 Gelesen: 10758 # 25
Hallo, ich habe in meiner Sammlung 3 unfrankierte Briefe aus Württemberg gefunden bei denen ich das Porto nicht aufschlüsseln kann. Ich hoffe, dass jemand mir dabei helfen kann. Portopflichtige Dienstsache als Wertbrief (60 g, 100 Mark) vom 14.04.1909 von Gmünd nach Horn mit Portovermerk 20. Portopflichtige Dienstsache als Wertbrief (59 g, 4 000 Mark) vom 14.01.1916 von Gmünd nach Lindach (Oberamtsverkehr) mit Portovermerk 25. Privater Wertbrief (51 g, 1 100 Mark) vom 8.02.1919 von Gmünd nach Göggingen (Oberamtsverkehr) mit Portovermerk 50. Danke und Grüßle Holger Reichert
Fledermaus Am: 28.01.2023 21:43:32 Gelesen: 10602 # 26
Erbitte Hilfestellung: Württemberg 1896-1897 Wer bitte kann mir mitteilen wofür die 2 Pfennig, 3 Pfennig und 5 Pfennig-Marken in dem genannten Zeitraum gut waren? Entsprach z. B. die 2-Pfennig-Ganzsache dem Tarif für eine Sendung innerhalb Stuttgarts? Besten Dank schon im voraus. Gruß Fritz
2huhu Am: 20.04.2025 22:43:20 Gelesen: 5313 # 27
@ 2huhu [#25] Hallo, leider habe auf meinen Beitrag vom Januar 2023 bis heute keine Antwort erhalten. Ist denn wirklich niemand in der Lage, die Postgebühr dieser 3 Briefe aufzuschlüsseln ? Grüßle Holger Reichert
Reini46 Am: 13.03.2026 17:05:46 Gelesen: 2350 # 28
Hallo, diese 2 Kreuzer Postkarte aus Böhmisch Budweis wurde am 23.2.1893 nach Rotttweil geschickt, wo sie am 24 2.93 ankam. Da der Empfänger abgereist war, wurde die Karte mit 5 Pfennig auffrankiert und nach St. Gallen weitergeleitet. Dort kam sie am 25.3. 93 an. Meiner Ansicht nach wurde die Karte nur mit 5 Pfennig frankiert, weil es sich um eine Weiterleitung handelte und die Frankatur der 2 Kreuzer Karte berücksichtigt wurde. Grüße Reini46
bayern klassisch Am: 13.03.2026 17:12:12 Gelesen: 2348 # 29
@ Reini46 [#28] So ist es - hatte ein Poststück den Postweg noch nicht verlassen (vulgo: Aushändigung an einen Postkunden), galt das zuvor Frankierte weiter. Schönes Stück! LG, Ralph
Reini46 Am: 13.03.2026 19:19:53 Gelesen: 2330 # 30
@ bayern klassisch [#29] Hallo Ralph, danke für die Bestätigung meiner Ansicht. lg Reinhard
Lars Boettger Am: 14.03.2026 23:51:40 Gelesen: 2229 # 31
@ bayern klassisch [#29]

So ist es - hatte ein Poststück den Postweg noch nicht verlassen (vulgo: Aushändigung an einen Postkunden), galt das zuvor Frankierte weiter.

Hallo Ralph,

nicht so schnell - das ist m.E. nur ein Teil der Geschichte. Irgendjemand musste die 5 Pfennig bezahlen. Und die württembergische Post war es mit Sicherheit nicht. Ich kenne meine knausrigen Schwaben. Der Adressat hatte wohl eine Vereinbarung mit seiner örtlichen Postanstalt getroffen und um Weiterleitung der Post nach St. Gallen gebeten. Entweder kannten ihn die Postbeamten sehr gut und sie vertrauten darauf, dass er das verwendete Porto ersetzt oder er hat einen gewissen Geldbetrag beim Postamt hinterlegt. Zumindest ist das meine Theorie bei derartigen Belegen von und aus Luxemburg, die sich anders nur schwer erklären lassen.

Beste Grüsse!

Lars
bayern klassisch Am: 15.03.2026 08:10:10 Gelesen: 2213 # 32
@ Lars Boettger [#31] Hallo Lars, diese Variante wäre nur bei einem "A Conto - Kunden" möglich gewesen. Wahrscheinlicher dürfte es gewesen sein, dass der Briefträger das Poststück nicht zustellen konnte und eine im Haus lebende Person die neue Anschrift kannte und notierte und die Marke nachklebte. LG, Ralph
Lars Boettger Am: 15.03.2026 11:40:21 Gelesen: 2192 # 33
@ bayern klassisch [#32] Wahrscheinlicher dürfte es gewesen sein, dass der Briefträger das Poststück nicht zustellen konnte und eine im Haus lebende Person die neue Anschrift kannte und notierte und die Marke nachklebte. Hallo Ralph, auch da fällt mir eine ebenso wahrscheinliche Variante ein - die Briefträger führten doch einen gewissen Bestand an Marken mit. Es kann also auch sein, dass jemand die Adresse kannte und ihm die 5 Pfennig in die Hand drückte. Falls er auf seinem Rundgang keine Marken dabei hatte, konnte er die Marke am Postamt verkleben. Wenn Du dir die beiden ROTTWEIL-Stempel auf der Kartenvorderseite ansiehst, dann stellst Du eine einstündige Zeitdifferenz fest. Ganz unprominent scheint mir Herr Adler in Rottweil nicht gewesen zu sein - es ist keine Strasse vermerkt. Es kann natürlich sein, dass der Briefträger die Karte versucht hat an den Mann zu bringen. Aber es spricht m.E. viel für das A-Conto-Verfahren. Aber wir waren nicht dabei und es bleibt m.E. ein guter Teil Spekulation übrig. Beste Grüsse! Lars
bayern klassisch Am: 15.03.2026 15:54:09 Gelesen: 2174 # 34
@ Lars Boettger [#33]

Hallo Lars,

auf Grund der Tatsache, dass, wenn ich es recht sehe, die Anschriftenänderung mit Tinte erfolgte, ist auszuschließen, dass der Briefträger selbst diese Änderung vorgenommen hat (Briefträger führten Blei- oder Farbstifte mit, aber nicht Tinte und Feder).

Es bleibt Platz für Spekulationen, aber das macht die Philatelie ja so spannend und gottlob hilft da auch die KI nicht weiter.

LG,
Ralph
bayern klassisch Am: 08.06.2026 16:45:07 Gelesen: 704 # 35
Liebe Freunde, auf so einen spanne ich schon seit vielen Jahren, jetzt lief er mir über den Weg und wurde sofort geschnappt: Aus dem lieblichen Heilbronn sandte die Backhaus´sche Tapeten-Fabrik am 27.6.1871 einen bis 1 Loth schweren Brief mit folgender Anschrift ab: "Herrn Hermann Küpper mit Briefen der Herren von Speyer & Compagnie, Basel". Dafür waren lt. Vertrag vom 1.9.1868 bis zum 30.6.1875 7 Kreuzer zu frankieren, von denen 4 Kr. Württemberg verblieben und 3 Kr. als Weiterfranko der Schweiz zu vergüten waren. Am Folgetag wurde der Brief in Basel zugestellt. Sind schon württembergische "Briefe mit Briefen" handverlesen, so liefen wohl die allermeisten davon in den DÖPV bzw. die Vertragsstaaten. Der Rest dürfte im Inland verblieben sein. Einen Auslandsbrief konnte ich bisher noch nicht finden - jetzt fügt er sich gut in meine Mini-Sammlung "Briefe mit Briefen" ein, da ich diese ja überstaatlich zusammen trage. LG von bayern klassisch