Brief des Finanzamtes Hildburghausen (schwacher violetter Briefstempel)
ab "HILDBURGHAUSEN \ 26.10.21.12-1N \ * * * "
nach Brünn in Mähren (leider ohne Ankunftsstempel.
Zeitbetrachtung rund um das Stempeldatum dieses Beleges (nach mir vorliegenden Quellen):
1. ab 1918: Mähren gehört zur Tschechoslowakei (Wikipedia)
2. 01.10.1919 bis 14.03.1920: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gelten Inlandsgebühren.
3. 15.03.1920 bis 31.12.1921: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gelten Auslandsgebühren.
4. ab 01.01.1922: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gilt ein Sondertarif.
Das bedeutet für diesen Beleg
5. Am 26.10.21 war Mähren also postalisches Ausland.
6. Der Brief wurde aber zur Inlandsgebühr und folglich mit Dienstmarken frankiert.
7. Dienstmarken waren jedoch nur zur Inlandsverwendung zugelassen.
Der Inhalt an den Kirchenvorstand, zu Hd. des Herrn Pfarrer Mauer in Brünn, erwidert auf die verschiednenen Anträge betr. Rückerstattung der Kapitalertragssteuer. Angeführt wird die eingeschränkte Steuerfreiheit gewisser Wertpapiere (Pfarreikapitalien), des Ortskirchenvermögens (Kirchenkasse) sowie sie volle Steuerpflicht des Sterbekassenvereins (lt. Ansicht des Landesfinanzamtes Rudolstadt), der Stiftung (da Gemeinnutz nicht nachgewiesen) und des Kirchenbaufonds (so er nicht der Kirchenkasse zugebucht werde).
8. Stutzig macht mich das zuständige LFA in Rudolstadt, Thüringen (also aus Mähren-Sicht im Ausland gelegen).
9. In Brünn lebten zu dieser Zeit etwa 55.000 Deutschsprachige/Deutschstämmige/Österreichstämmige.
Wer kann die Punkte 1 bis 9 korrigieren oder ergänzen, um festzustellen, ob hier tatsächlich eine unerlaubte Verwendung von Dienstmarken ins Ausland erfolgte ?
So wünsche ich viel Vergnügen beim weiteren Enträtseln,
Werner
Thema:
Deutsches Reich Dienstmarken auf Belegen
Am: 23.01.2013 15:15:24
Gelesen: 47251
# 1
Deutsches Reich Dienstmarken
Moin zusammen,
auf Wunsch von Manfred (Postgeschichte) zeige ich diesen INFLA-Brief nicht unter Deutsches Reich Inflationsbelege, sondern eröffne das neue Thema Deutsches Reich Dienstmarken.
Langer Rede kurzer Sinn - beginnen wir mit einem nicht(?) Alltäglichen:
Brief des Finanzamtes Hildburghausen (schwacher violetter Briefstempel)
ab "HILDBURGHAUSEN \ 26.10.21.12-1N \ * * * "
nach Brünn in Mähren (leider ohne Ankunftsstempel.
Zeitbetrachtung rund um das Stempeldatum dieses Beleges (nach mir vorliegenden Quellen):
1. ab 1918: Mähren gehört zur Tschechoslowakei (Wikipedia)
2. 01.10.1919 bis 14.03.1920: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gelten Inlandsgebühren.
3. 15.03.1920 bis 31.12.1921: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gelten Auslandsgebühren.
4. ab 01.01.1922: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gilt ein Sondertarif.
Das bedeutet für diesen Beleg
5. Am 26.10.21 war Mähren also postalisches Ausland.
6. Der Brief wurde aber zur Inlandsgebühr und folglich mit Dienstmarken frankiert.
7. Dienstmarken waren jedoch nur zur Inlandsverwendung zugelassen.
Der Inhalt an den Kirchenvorstand, zu Hd. des Herrn Pfarrer Mauer in Brünn, erwidert auf die verschiednenen Anträge betr. Rückerstattung der Kapitalertragssteuer. Angeführt wird die eingeschränkte Steuerfreiheit gewisser Wertpapiere (Pfarreikapitalien), des Ortskirchenvermögens (Kirchenkasse) sowie sie volle Steuerpflicht des Sterbekassenvereins (lt. Ansicht des Landesfinanzamtes Rudolstadt), der Stiftung (da Gemeinnutz nicht nachgewiesen) und des Kirchenbaufonds (so er nicht der Kirchenkasse zugebucht werde).
8. Stutzig macht mich das zuständige LFA in Rudolstadt, Thüringen (also aus Mähren-Sicht im Ausland gelegen).
9. In Brünn lebten zu dieser Zeit etwa 55.000 Deutschsprachige/Deutschstämmige/Österreichstämmige.
Wer kann die Punkte 1 bis 9 korrigieren oder ergänzen, um festzustellen, ob hier tatsächlich eine unerlaubte Verwendung von Dienstmarken ins Ausland erfolgte ?
So wünsche ich viel Vergnügen beim weiteren Enträtseln,
Werner
Brief des Finanzamtes Hildburghausen (schwacher violetter Briefstempel)
ab "HILDBURGHAUSEN \ 26.10.21.12-1N \ * * * "
nach Brünn in Mähren (leider ohne Ankunftsstempel.
Zeitbetrachtung rund um das Stempeldatum dieses Beleges (nach mir vorliegenden Quellen):
1. ab 1918: Mähren gehört zur Tschechoslowakei (Wikipedia)
2. 01.10.1919 bis 14.03.1920: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gelten Inlandsgebühren.
3. 15.03.1920 bis 31.12.1921: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gelten Auslandsgebühren.
4. ab 01.01.1922: Für einfache Briefe in die Tschechoslowakei gilt ein Sondertarif.
Das bedeutet für diesen Beleg
5. Am 26.10.21 war Mähren also postalisches Ausland.
6. Der Brief wurde aber zur Inlandsgebühr und folglich mit Dienstmarken frankiert.
7. Dienstmarken waren jedoch nur zur Inlandsverwendung zugelassen.
Der Inhalt an den Kirchenvorstand, zu Hd. des Herrn Pfarrer Mauer in Brünn, erwidert auf die verschiednenen Anträge betr. Rückerstattung der Kapitalertragssteuer. Angeführt wird die eingeschränkte Steuerfreiheit gewisser Wertpapiere (Pfarreikapitalien), des Ortskirchenvermögens (Kirchenkasse) sowie sie volle Steuerpflicht des Sterbekassenvereins (lt. Ansicht des Landesfinanzamtes Rudolstadt), der Stiftung (da Gemeinnutz nicht nachgewiesen) und des Kirchenbaufonds (so er nicht der Kirchenkasse zugebucht werde).
8. Stutzig macht mich das zuständige LFA in Rudolstadt, Thüringen (also aus Mähren-Sicht im Ausland gelegen).
9. In Brünn lebten zu dieser Zeit etwa 55.000 Deutschsprachige/Deutschstämmige/Österreichstämmige.
Wer kann die Punkte 1 bis 9 korrigieren oder ergänzen, um festzustellen, ob hier tatsächlich eine unerlaubte Verwendung von Dienstmarken ins Ausland erfolgte ?
So wünsche ich viel Vergnügen beim weiteren Enträtseln,
Werner
Am: 23.01.2013 16:09:35
Gelesen: 47238
# 2
Hallo,
hier handelt es sich um Brünn in Landkreis Hildburghausen. Einwohnerzahl im Jahr 1910 417 Personen. Also kein Auslandsbeleg mit Dienstmarken. Der Brief ist im Inlandstarif korrekt mit 60 Pfennig frankiert, in die Tschechoslowakei wären es für einen Brief bis 20g 1,20 Mark gewesen.
Gruß
Peter
PS. Das war mein erster Beitrag auf Philaseiten
Am: 24.01.2013 21:13:09
Gelesen: 47187
# 3
@ PeKaR [#2]
Jau, Danke Peter !
Dann hat´s Rätseln ein spontanes Ende !
Hätte auch selber drauf kommen und mal eben in den "Ortsbüchern" blättern können, aber manchmal will der Kopf in eine andere Richtung denken.
Sammlergrüße, Werner
Am: 26.01.2013 01:54:11
Gelesen: 47137
# 4
Hallo,
ich finde es schön, dass dieses Sonderthema gegründet wurde. Ich werde mich gerne in Zukunft mit verschiedenen Belegen beteiligen, ich habe nur wenig Ahnung von Portostufen, da müssten dann eventuell Andere ergänzen.
Viele Grüße
Ingo
ich finde es schön, dass dieses Sonderthema gegründet wurde. Ich werde mich gerne in Zukunft mit verschiedenen Belegen beteiligen, ich habe nur wenig Ahnung von Portostufen, da müssten dann eventuell Andere ergänzen.
Viele Grüße
Ingo
Am: 27.01.2013 11:22:47
Gelesen: 47094
# 5
@ Cantus [#4]
Aber gerne doch, Ingo, die Portostufen ergänzen wir !
Dann mal her mit Deinen Belegen. ;-)
Schönen Sonntag,
Werner
Am: 25.05.2014 23:46:12
Gelesen: 46538
# 6
@ juni-1848 [#5]
Hallo Werner,
ich muss gestehen, dass ich dieses Thema völlig vergessen hatte, aber als ich gestern im Inhaltsverzeichnis des Forums herumstöberte, bin ich wieder darauf gestoßen. Da ich keine Briefmarken vom Deutschen Reich sammle und auch nicht direkt auf der Suche nach Belegen mit solchen Marken bin, sondern Brief- und Kartenpost vom Deutschen Reich nur dann aufhebe, wenn mir das einzelne Stück irgendwie gefällt, entstehen zwar im Laufe der Jahre kleine Sammlungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, das Ganze ist es mir aber (noch) nicht wert, in meine Sammlungsübersicht übernommen zu werden.
Für dieses Thema hier habe ich zunächst 23 Belege eingescannt, die ich so nach und nach zeigen werde. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass ich es nicht mag, wenn immer nur Besonderheiten gezeigt werden. Mir liegt viel mehr daran, aus der Vielzahl der existierenden Dienstmarken eine möglichst große Zahl mit unterschiedlichen Frankaturen zusammenzutragen. Da es sich um Dienstpost, also Post von Verwaltungsstellen unterschiedlicher Art handelt, gehe ich davon aus, dass die Poststücke stets nur jeweils im erforderlichen Umfang mit Porto freigemacht wurden, denn damals wie heute haben Verwaltungen im Postverkehr grundsätzlich nichts zu verschenken.
Ich beginne heute mit zwei Faltbriefen, die vom Bayerischen Bezirksamt in Schwabach im Jahr 1924 an den Gmeinderat von Raubersried geschickt worden waren. Bei beiden Schreiben ist die Frankatur in Höhe von jeweils 10 Pfennig mit Sicherheit nichts Besonderes, den Text auf der Innenseite der Faltbriefe finde ich dafür um so interessanter.
Mi. 101, Stempel Schwabach vom 25.3.1924
Mi. 100(2), Stempel Schwabach vom April 1924
Viele Grüße
Ingo
Mi. 101, Stempel Schwabach vom 25.3.1924
Mi. 100(2), Stempel Schwabach vom April 1924
Viele Grüße
Ingo
Am: 26.05.2014 16:29:20
Gelesen: 46497
# 7
Heute habe ich einen Umschlag im Angebot, der mehr für's Auge bietet.
Das Standesamt Bamberg schickte am 12.7.1922 einen Dienstbrief an das Standesamt in Forchheim. Die Frankatur betrug insgesamt 300 Reichsmark, dargestellt durch eine Vielzahl von Dienstmarken des Deutschen Reiches.
Mi. 34(14), 35(3), 38, 44, 45
Viele Grüße
Ingo
Mi. 34(14), 35(3), 38, 44, 45
Viele Grüße
Ingo
Am: 26.05.2014 17:46:58
Gelesen: 46483
# 8
@ Cantus [#7]
Hallo Ingo,
es sind zwar nur 3 Mark (in die Hunderter ging es erst ein Jahr später), aber trotzdem ein schönes Stück.
Gruß Michael
Am: 26.05.2014 21:06:12
Gelesen: 46457
# 9
Da habe ich doch auch noch was - vielleicht nicht den schönsten, aber ein absolutes Spiegelbild der chaotischen Zeit.

Leider kann ich momentan nur A4 scannen - und der Aktenbrief ist ein wenig größer.
Grüße
Sven

Leider kann ich momentan nur A4 scannen - und der Aktenbrief ist ein wenig größer.
Grüße
Sven
Am: 26.05.2014 22:35:21
Gelesen: 46436
# 10
Hallo zusammen,
eigentlich hätte man schon viel früher darauf kommen können, inzwischen sind ja auch viele Dienstbriefe in dem Infla Thread gezeigt worden.
Dann zeige ich einen Brief aus Norden nach Norderney vom 4.8.22. PP 8, frankiert mit portogerechten 3 M. Vor kurzem in die Belege Datenbank eingestellt.
Viele Grüße
Dieter
Viele Grüße
Dieter
Am: 27.05.2014 20:28:34
Gelesen: 46394
# 11
Guten Abend zusammen,
die Überschrift hier lautet "Dienstmarkenbelege" und nicht "Infla". Zugegebenermaßen gab es in der Infla-Zeit besonders viele verschiedene Dienstmarken, aber der Ansatz hier soll doch ein anderer sein. Wichtig sollten hier der Absender, der Empfänger, mögliche Zwischenstationen auf dem Postweg, die verwendeten Marken und eventuell besondere Verwendungsformen sein. Wem das alles egal ist, weil er eigentlich nur inflabedingte Massenfrankaturen zeigen will, der sollte das besser bei "Deutsches Reich Inflationsbelege" tun.
Deshalb denke ich, dass der Beleg von Kauli hier sehr wohl hineinpasst, der Beleg von Taro aber so, wie er ihn vorgestellt hat, hier eher am falschen Platz ist. Von mir nun ein Briefumschlag, der vom Gemeinderat Waizenbach (Siegel rückseitig) im Bayerischen Unterfranken an das Versicherungsamt in Hammelburg geschickt worden war. Der Brief war im Juli 1922 (Tagesdatum nicht lesbar) jedoch in Graefendorf aufgegeben worden; zur Frankatur von insgesamt 3 Mark wurden Mi. 39(5) und 46 verwendet.
Viele Grüße
Ingo
Am: 28.05.2014 13:42:01
Gelesen: 46360
# 12
Ich habe hier heute einen Einkommensteuerbescheid, den das Finanzamt in Altenburg (Thüringen) im August 1923 an Herrn Rothe in Plottendorf geschickt hatte. Erst durch Lesen des Textes ist mir bekannt geworden, dass es damals die Pflicht zur Entrichtung einer Brotversorgungsabgabe gegeben hatte. Weiterhin fällt mir auf, dass damals Hypothekenforderungen als Gegenstand galten, heute versteht man unter einem Gegenstand etwas, das man auch anfassen kann.
Der Einfachheit halber, vielleicht aber auch, weil wegen Materialmangels Umschläge fehlten, wurde die zur Postbeförderung notwendige Frankatur unten auf den Bescheid aufgeklebt, dieser dann mehrfach gefaltet und schließlich mit zwei seitlichen Papiersiegeln verschlossen. Die Frankatur betrug insgesamt 1.000 Mark, dargestellt durch Mi. 78, 80(2).
Viele Grüße
Ingo
Viele Grüße
Ingo
Am: 30.05.2014 23:37:49
Gelesen: 46317
# 13
Heute eine kleine Dienstpostkarte vom Württembergischen Oberamt in Öhringen, im Nordosten von Baden-Württemberg gelegen, an das Schultheißenamt in Neuhütten, einem kleinen Dorf im heutigen Landkreis Heilbronn. Die Karte wurde am 30.7.1923 in Öhringen zur Post gegeben, die Frankatur von insgesamt 120 Mark wurde durch Mi. 72, 74 abgedeckt.
Viele Grüße
Ingo
Viele Grüße
Ingo
Am: 01.06.2014 14:37:41
Gelesen: 46280
# 14
Hier ein mit Sicherheit nicht spektakulärer Briefumschlag, gelaufen am 17.3.1927 vom Forstamt in Oberschwarzach, heute im Landkreis Schweinfurt gelegen, an das Finanzamt in Gerolzhofen, aber diese Frankaturkombination hatten wir noch nicht.

Viele Grüße
Ingo

Viele Grüße
Ingo
Am: 02.06.2014 10:00:47
Gelesen: 46249
# 15
@ Cantus [#11]
Da stimme ich voll und ganz mit Dir überein, Ingo. Gerade aus den Zeiten vor und nach Infla gibt es zeitgeschichtlich spannende und manchmal sogar dekorative Dienstmarkenbelege, wie etwa diesen hier:
(Eil-012)
Der Beleg passt auch in die „Gerichtsbriefe-Abteilung“
[http://www.philaseiten.de/thema/4342]
oder in das Tehma "Postzustellungsurkunden Belege"
[http://www.philaseiten.de/thema/6551].
Von der Geschäftsstelle des Amtsgerichts in Coppenbrügge (Hannover) findet diese portorichtig frankierte Zustellungsurkunde
(Fernbrief = 15 Pf + Zustellung = 30 Pf + Rücksendung-Fernbrief-1.Gewichtsstufe = 15 Pf) per Eilboten (= 40 Pf)
den Weg an einen Rechtsanwalt in Hameln.
(Irgendwann in den Siebzigern habe ich diese Portostufe mal mit einer Einzelfrankatur der noch bis 1934 gültigen 100 Pf Korbdeckel gesehen mit einem Ausruf von weit über 100 Märker.)
Alle Stempel auf diesem Beleg sind verwischt oder verkantet:
Der Aufgabestempel „COPPENBRÜGGE \ 15.5.30.14-15 \ * * * “ und rückseitig das Gerichtssiegel mit dem „volltrunkenen Adler“ und der Ankunfststempel „HAMELN \ 15.5.30. 18-19 \ * 1 g“.
Wie vorgeschrieben (siehe: „Der Postbetriebsbeamte, 2.Auflage (1909), VI.Abschnitt. Kap. 8.“) hat der bestellende Bote sogleich bei der Zustellung am Orte der Zustellung mit Tinte oder Tintenstift (später ergänzt) das Datum der Zustellung u.a. auf dem zuzustellenden Couvert zu notieren.
Hier erfolgt mit Blaustift: „15.4.30“ mit Monatsangabe April - wohl mit Blick auf das Geschäftszeichen „K.4/30 \ 19“.
Dieser Beleg wirft zwei Fragen auf:
1. In der gleichen Quelle „Der Postbetriebsbeamte, 2.Auflage (1909), II. Abschnitt. Kap 11.“ werden die per Eilboten bestellbaren Sendungsformen gelistet. Nicht genannt ist die Zustellungsurkunde.
Im Posthandbuch für die Wirtschaft von 1958 wird die Zustellungsurkunde von der Eilbotenbestellung ausgeschlossen. Weitere Quellen – zeitlich dazwischen - habe ich nicht konsultiert.
Frage:
In welchem Zeitraum (DR und später ?) konnten Zustellungsurkunden per Eilboten verlangt werden ?
Wer kann dazu weitere Belege zeigen ?
2. Welcher besondere Bote hat Zustellungsurkunden per Eilboten abgetragen - der Eilbote?
Habt Dank und bis die Tage,
Werner
(Eil-012)
Der Beleg passt auch in die „Gerichtsbriefe-Abteilung“
[http://www.philaseiten.de/thema/4342]
oder in das Tehma "Postzustellungsurkunden Belege"
[http://www.philaseiten.de/thema/6551].
Von der Geschäftsstelle des Amtsgerichts in Coppenbrügge (Hannover) findet diese portorichtig frankierte Zustellungsurkunde
(Fernbrief = 15 Pf + Zustellung = 30 Pf + Rücksendung-Fernbrief-1.Gewichtsstufe = 15 Pf) per Eilboten (= 40 Pf)
den Weg an einen Rechtsanwalt in Hameln.
(Irgendwann in den Siebzigern habe ich diese Portostufe mal mit einer Einzelfrankatur der noch bis 1934 gültigen 100 Pf Korbdeckel gesehen mit einem Ausruf von weit über 100 Märker.)
Alle Stempel auf diesem Beleg sind verwischt oder verkantet:
Der Aufgabestempel „COPPENBRÜGGE \ 15.5.30.14-15 \ * * * “ und rückseitig das Gerichtssiegel mit dem „volltrunkenen Adler“ und der Ankunfststempel „HAMELN \ 15.5.30. 18-19 \ * 1 g“.
Wie vorgeschrieben (siehe: „Der Postbetriebsbeamte, 2.Auflage (1909), VI.Abschnitt. Kap. 8.“) hat der bestellende Bote sogleich bei der Zustellung am Orte der Zustellung mit Tinte oder Tintenstift (später ergänzt) das Datum der Zustellung u.a. auf dem zuzustellenden Couvert zu notieren.
Hier erfolgt mit Blaustift: „15.4.30“ mit Monatsangabe April - wohl mit Blick auf das Geschäftszeichen „K.4/30 \ 19“.
Dieser Beleg wirft zwei Fragen auf:
1. In der gleichen Quelle „Der Postbetriebsbeamte, 2.Auflage (1909), II. Abschnitt. Kap 11.“ werden die per Eilboten bestellbaren Sendungsformen gelistet. Nicht genannt ist die Zustellungsurkunde.
Im Posthandbuch für die Wirtschaft von 1958 wird die Zustellungsurkunde von der Eilbotenbestellung ausgeschlossen. Weitere Quellen – zeitlich dazwischen - habe ich nicht konsultiert.
Frage:
In welchem Zeitraum (DR und später ?) konnten Zustellungsurkunden per Eilboten verlangt werden ?
Wer kann dazu weitere Belege zeigen ?
2. Welcher besondere Bote hat Zustellungsurkunden per Eilboten abgetragen - der Eilbote?
Habt Dank und bis die Tage,
Werner
Am: 02.06.2014 12:49:50
Gelesen: 46229
# 16
@ juni-1848 [#15]
In welchem Zeitraum (DR und später ?) konnten Zustellungsurkunden per Eilboten verlangt werden ?
Gar nicht, aber es gibt sie trotzdem! Das hat einen einfachen Grund. Ein Eilbote der erst mal eine Postzustellungsurkunde vor Ort auszufüllen hat darf es nicht mehr eilig haben, denn dies mußte mit größter Sorgfalt geschehen.
Ich kenne aus Bayern anfang der 1880er Jahre eine Verordnung, die die Eilzustellung erlaubte. Belege dazu habe ich auch nur einen gesehen. Unter der Reichspost war die Eilzustellung von Briefen mit PZU meines Wissens nach immer ausgeschlossen.
Auch die Einschreibung war in den 30er Jahren nicht gestattet, aber es gibt sie trotzdem. Den Beleg dazu liefere ich noch nach, wenn ich ihn finde.
Gruß
wuerttemberger
Am: 04.06.2014 19:17:15
Gelesen: 46157
# 17
@ wuerttemberger [#16]
Vielen Dank für die Bestätigung.
Ähnliches deutete schon "Altmeister" Werner Wirges an:
[http://www.briefmarken-dachau.de/html/ausstellungen.html].
Mit Sammlergruß,
Werner
Am: 03.07.2014 13:32:33
Gelesen: 46050
# 18
Vorstellen möchte ich zwei Dienstpostkarten aus dem Jahr 1921, aufgegeben jeweils in ERKNER * * a. Beide sind adressiert an die Försterei Rüdersdorf mit Sitz in Grünheide (Mark).
Die erste Karte ist vom 25.04. Frankiert wurde sie mit einer MiNr. D28. Interessant an der Karte ist aber das Dienstsiegel bzw. dessen Ersatz, der zweizeilige Rechteckstempel In Ermangelung eines Dienstsiegels Strache, Förster.
Der zweite Beleg ist vom 03.05. und freigemacht mit einem waagerechten Paar der MiNr. D26. Hier findet sich ein anderer Siegelersatz, der dreizeilige Stempel In Ermangelung eines Dienstsiegels Der staatl. Förster Thalmann.
LG,
Christoph
Der zweite Beleg ist vom 03.05. und freigemacht mit einem waagerechten Paar der MiNr. D26. Hier findet sich ein anderer Siegelersatz, der dreizeilige Stempel In Ermangelung eines Dienstsiegels Der staatl. Förster Thalmann.
LG,
Christoph
Am: 03.07.2014 15:24:20
Gelesen: 46021
# 19
Dienstbrief "Vom Präsidenten des Landgerichts Hof" nach Bayreuth, portogerechter Fernbrief zu 1000 Mark vom 23.08.1923.
Am 23.08.1923 hatte man zum letzten Mal die Gelegenheit einen Fernbrief für unschlagbar günstige 1000 Mark zu versenden. Bereits am nächsten Tag wurde das Porto um den Faktor 8 auf 8000 Mark/Fernbrief erhöht. Hier wurden zur Freude des Sammler gleich 32x die D76 in Mischfrankatur mit D72 verwendet.
Am: 03.07.2014 16:36:56
Gelesen: 46005
# 20
Hallöle,
hübsche Sachen bekommt man hier zu sehen und sofern es sich um Belege aus der Inflationszeit (1.8.1915 bis 31.12.1923) handelt sind diese auch immer in der Belege-Datenbank "inflaseiten.de" willkommen.
Sonnige Grüße
Mümmel
Am: 25.09.2015 00:55:00
Gelesen: 45096
# 21
Moin zusammen,
endlich kann ich Euch einen Beleg mit Dienstmarken ins Ausland vorlegen:
Prof. Dr.-Ing. Ernst Hueter von der Technischen Hochschule Darmstadt (Briefstempel) versendete am 17.7.1929 einen Eilbrief an die Firma Emil Haeferly A.G. in Basel.
Frankiert wurde zum Inlandstarif (Fernbrief >20g = 30 Pf + Eilbote = 40 Pf) mit den Dienstmarken Mi. 117 und 122. Offensichtlich hatte der Schalterbeamte das Bestimmungsland "Schweiz" überlesen.
Spannend auch die Adressaten:
Ernst Hueter (1896-1954) war Professor für Elektrotechnik an der Technischen Universität Darmstadt.
1926 wurde er an der TH Darmstadt zum Dr.-Ing. promoviert. 1928 habilitierte er sich in Darmstadt, erhielt die venia legendi und wurde noch im gleichen Jahr als ordentliche Professor auf den Lehrstuhl für elektrische Meßtechnik im im Fachbereich Elektrotechnik berufen.
Hueter spezialisierte sich auf die Kraftübertragung und Transformation. Er befruchtete die Messtechnik durch neuartige Geräte und zahlreiche Erfindungen und Patente.
Emil Haefely (1866-1939) war ein Schweizer Fabrikant für elektrische Isoliertechnik.
Noch vor dem 1. WK entwickelte er ein Verfahren zur Isolierung von Starkstrommaschinen und begann mit dem Bau von Hochspannungsprüfanlagen. 1914 brachte er zusammen mit seiner Ehefrau als kaufmännische Leiterin sein Unternehmen als "Emil Haefely & Cie AG" an die Börse (besteht heute noch als: "Haefely Test AG").
Wie eng die Zusammenarbeit zwischen Haeferly und der Hochschulforschung gewesen sein muß, entnehmen wir der Tatsache, dass er 1922 von der TH Darmstadt zum Dr. Ing. ehrenhalber ernannt wurde.
Mit Sammlergruß
Werner
Prof. Dr.-Ing. Ernst Hueter von der Technischen Hochschule Darmstadt (Briefstempel) versendete am 17.7.1929 einen Eilbrief an die Firma Emil Haeferly A.G. in Basel.
Frankiert wurde zum Inlandstarif (Fernbrief >20g = 30 Pf + Eilbote = 40 Pf) mit den Dienstmarken Mi. 117 und 122. Offensichtlich hatte der Schalterbeamte das Bestimmungsland "Schweiz" überlesen.
Spannend auch die Adressaten:
Ernst Hueter (1896-1954) war Professor für Elektrotechnik an der Technischen Universität Darmstadt.
1926 wurde er an der TH Darmstadt zum Dr.-Ing. promoviert. 1928 habilitierte er sich in Darmstadt, erhielt die venia legendi und wurde noch im gleichen Jahr als ordentliche Professor auf den Lehrstuhl für elektrische Meßtechnik im im Fachbereich Elektrotechnik berufen.
Hueter spezialisierte sich auf die Kraftübertragung und Transformation. Er befruchtete die Messtechnik durch neuartige Geräte und zahlreiche Erfindungen und Patente.
Emil Haefely (1866-1939) war ein Schweizer Fabrikant für elektrische Isoliertechnik.
Noch vor dem 1. WK entwickelte er ein Verfahren zur Isolierung von Starkstrommaschinen und begann mit dem Bau von Hochspannungsprüfanlagen. 1914 brachte er zusammen mit seiner Ehefrau als kaufmännische Leiterin sein Unternehmen als "Emil Haefely & Cie AG" an die Börse (besteht heute noch als: "Haefely Test AG").
Wie eng die Zusammenarbeit zwischen Haeferly und der Hochschulforschung gewesen sein muß, entnehmen wir der Tatsache, dass er 1922 von der TH Darmstadt zum Dr. Ing. ehrenhalber ernannt wurde.
Mit Sammlergruß
Werner
Am: 19.07.2016 20:49:53
Gelesen: 43915
# 22
Hier eine Karte vom staatlichen katholischen Lehrerseminar, gelaufen am 15.1.1923 von Ziegenhals nach Halle an der Saale.
Mi. 67(7), 70(2)
Viele Grüße
Ingo
Mi. 67(7), 70(2)
Viele Grüße
Ingo
Am: 14.02.2017 03:47:06
Gelesen: 42776
# 23
Heute eine Karte von der Landjägerstation Wallhausen, geschickt am 20.10.1922 an die Landjägerstelle in Niederstetten.
Dienstmarken Mi. 21, 31(4), 58(2), 61
Viele Grüße
Ingo
Dienstmarken Mi. 21, 31(4), 58(2), 61
Viele Grüße
Ingo
Am: 17.02.2017 01:21:52
Gelesen: 42715
# 24
Hallo,
bei der Bestimmung der Frankatur brauche ich eure Hilfe. Bestimmt habe ich die Marken als Deutsches Reich, Dienstmarken Mi. 40 und 48, bin mir aber bei der Markenfarbe nicht sicher. Der Brief lief von Osterberg nach Illertissen.
Viele Grüße
Ingo
Viele Grüße
Ingo
Am: 17.02.2017 09:30:18
Gelesen: 42679
# 25
@ Cantus [#24]
Guten Morgen Ingo,
bei den Michelnummern liegst du richtig- D 40 und D 48. Am 26.2.1922 (Portoperiode 7) kostete ein Fernbrief bis 20 g 2,00 Mark, also wurde portogerecht frankiert.
Gruß Michael
Am: 28.02.2017 12:47:10
Gelesen: 42584
# 26
Heute ein Brief vom Finanzamt in Königswinter, am 24.3.1922 nach Triberg im Schwarzwald geschickt. Zur Frankatur dienten 20 Dienstmarken zu je 15 Pfennig (Mi. 18), insgesamt also 3 Reichsmark.
Viele Grüße
Ingo
Viele Grüße
Ingo
Am: 28.02.2017 12:55:11
Gelesen: 42580
# 27
@ Cantus [#26]
Hallo Ingo,
ich kann es nur immer wieder sagen: Die Reichsmark wurde erst 1924 eingeführt. Hier handelt es sich einfach um Mark, allenfalls um sogenannte Papiermark.
Gruß Michael
Am: 02.03.2017 06:17:54
Gelesen: 42539
# 28
Heute ein Brief vom Versorgungsamt Passau, verschickt am 22.7.1922 von Passau nach Wolfstein bei Freising.
Die Frankatur betrug insgesamt 4 Mark, Mi. 39(10).
Viele Grüße
Ingo
Die Frankatur betrug insgesamt 4 Mark, Mi. 39(10).
Viele Grüße
Ingo
Am: 03.03.2017 09:26:42
Gelesen: 42504
# 29
@ Cantus [#14]
Hier eine ungewöhnliche Versendeform (innerorts) aus dem Finanzamt Heiligenstadt mit Dienstmarke Deutsches Reich, MiNr.30 1 Mark, Ausg.vom 1.April / Okt.,Ziffernzeichnung, allgem.Ausgaben für alle Länder.
HEILIGENSTADT*(EICHSFELD) c 13.9.22.11-12 V - und Briefstempel: Finanzamt*Heiligenstadt(Eichsfeld)*
mit Sammlergruß,
Claus
HEILIGENSTADT*(EICHSFELD) c 13.9.22.11-12 V - und Briefstempel: Finanzamt*Heiligenstadt(Eichsfeld)*
mit Sammlergruß,
Claus
Am: 03.03.2017 09:52:35
Gelesen: 42496
# 30
@ Sachsendreier53 [#29]
Hallo Claus,
daran ist nichts ungewöhnliches, wegen der Papierknappheit wurden Briefbogen gerne zusammengefaltet und ohne Umschlag versendet (siehe entsprechenden Brief von Mümmel bei "Inflationsbelege" in den letzten Tagen). In die gleiche Kategorie gehören mehrfach verwendete Umschläge, alles ein Merkmal "schlechter Zeiten". Attraktiv ist dein Brief aber allemal, danke fürs Zeigen.
Gruß Michael
Am: 03.03.2017 18:02:58
Gelesen: 42473
# 31
Von mir heute zwei Einlieferungsscheine für die Aufgabe von Paketsendungen
(MiNr 115) verwendet in EMDEN am 26.05.1934 und (MiNr 123) verwendet am 25.04.1931.
Ich denke, eine recht seltene Verwendung auf solchen Belegen !
mit Sammlergruß
Werner
(MiNr 115) verwendet in EMDEN am 26.05.1934 und (MiNr 123) verwendet am 25.04.1931.
Ich denke, eine recht seltene Verwendung auf solchen Belegen !
mit Sammlergruß
Werner
Am: 05.03.2017 10:40:48
Gelesen: 42444
# 32
@ HWS-NRW [#31]
Eine nicht ganz alltägliche Verwendung von Dienstmarken ist der Versand mit der Berliner Stadtrohrpost. Ich kann hier eine Postkarte MiNr. DP4 zeigen, die für die Verwendung der Berliner Stadtrohrpost mit je einer MiNr D26 und D30 auffrankiert wurde. Die Karte wurde am 25.2.1921(PP6) nach Pankow versendet. Die Gebühr für eine Rohrpostkarte betrugt in der PP6 130 Pf., somit ist die Karte korrekt frankiert.
Mit der Postkarte wurde der Refrendar von Zelewski über seinen Termin „zur Vereidigung auf die Preußische Verfassung“ am Samstag den 26.2. um 11 Uhr - also bereits am nächsten Vormittag - informiert. Interessant ist auch der Geschäftsstempel mit der deutlichen Lücke vor ‚Landgericht’, hier fehlt das frühere ‚königlich‘, (natürlich abgekürzt) in der Amtsbezeichnung.
Einen schönen Sonntag wünscht
DerLu
Mit der Postkarte wurde der Refrendar von Zelewski über seinen Termin „zur Vereidigung auf die Preußische Verfassung“ am Samstag den 26.2. um 11 Uhr - also bereits am nächsten Vormittag - informiert. Interessant ist auch der Geschäftsstempel mit der deutlichen Lücke vor ‚Landgericht’, hier fehlt das frühere ‚königlich‘, (natürlich abgekürzt) in der Amtsbezeichnung.
Einen schönen Sonntag wünscht
DerLu
Am: 23.07.2017 19:22:13
Gelesen: 40730
# 33
Liebe Sammlerfreunde,
als Vorläufer der Dienstmarken ab April 1920 sind im Michel unter anderen die preussischen Zähldienstmarken aufgeführt. Da Preussen gemäß dem Ablösevertrag Nr.21 vom 01.04.1894 einen Pauschalbetrag für seine Dienstpost an die Reichspost zahlte, wurden zur Ermittlung des Bedarfs im Jahr 1903 die Zähldienstmarken eingeführt. Für meine Postkarte vom 25.05.1903 wurde die MiNr. 3 (5 Pfennig) verwendet.
Der Direktor Günther des königlich prreussischen Schullehrerseminars in Münsterberg Schlesien durfte für die Belange seines Seminars die Post mit entsprechenden Stempel (Ra2 "Frei lt.Avers.No.21. Kgl. Pr. Schullehrer-Sem.") portofrei aufgeben. Hier hatte er wohl für die Bibliothek des Seminars ein Buch in Leipzig bestellt und doch über den örtlichen Fachhandel eher bekommen.
Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.
Am: 24.07.2017 17:15:50
Gelesen: 40681
# 34
Das Pendant zu den preussischen Zähldienstmarken waren die Zähldienstmarken von Baden mit Inschrift "Frei durch Ablösung Nr. 16".
Diese wurden wurden zur Ermittlung des Bedarfs laut Ablösungsvertrag vom 01.06.1885, aber erst ab dem 01.Januar 1905 bis zum 31.12.1905 eingeführt.
Es gibt sie in Wertstufen zu 2,3,5,10,20 und 25 Pfg.
Portogerechter Fernbrief als vereinfachte Zustellungsurkunde aus Emmendingen.
Verklebt wurden für das erforderliche Porto von 40 Pfg, 3 Marken Marken zu je 25 Pfg, 5 Pfg und 10 Pfg.
mfg
erron
Verklebt wurden für das erforderliche Porto von 40 Pfg, 3 Marken Marken zu je 25 Pfg, 5 Pfg und 10 Pfg.
mfg
erron
Am: 18.01.2020 11:25:34
Gelesen: 31753
# 35
STIFT / KEPPEL 25.9.21. 9-10V / ALLENBACH / (KREIS / SIEGEN)
MiNr. D 27 (2) Brief befördert nach Schwerin-Ostorf

Der Empfänger war ein Gutsbesitzer, dessen Tochter wohl im Stift "erzogen" wurde. Daß der Stift Keppel eine staatliche Einrichtung (bis ca. 1950 nur "Fräuleins" und Lehrinnen ausgebildet) war und ist (jetzt Gymnasium und u.a. Internat). Das Dienstsiegel wurde rückseitig abgeschlagen aptiert das KÖNIGLICH.
Schönes WE
Claus

Der Empfänger war ein Gutsbesitzer, dessen Tochter wohl im Stift "erzogen" wurde. Daß der Stift Keppel eine staatliche Einrichtung (bis ca. 1950 nur "Fräuleins" und Lehrinnen ausgebildet) war und ist (jetzt Gymnasium und u.a. Internat). Das Dienstsiegel wurde rückseitig abgeschlagen aptiert das KÖNIGLICH.
Schönes WE
Claus
Am: 24.08.2021 15:03:47
Gelesen: 26837
# 36
Hier ein etwas späterer Dienstmarkenbeleg vom 27.12.1935. Die Postkarte als Drucksache lief innerhalb Hamburg. Hier wurde ein Bürger aufgefordert seiner Pflicht zur Anmeldung zur Stammrolle nachzukommen. Ich denke es ging hier um die Erfassung zur Wehrpflicht.

Schöne Grüße
Sepp

Schöne Grüße
Sepp
Am: 04.10.2021 20:00:37
Gelesen: 26434
# 37
Hier ein Brief vom 17.03.1931 von der Regierung von Oberbayern an das Forstamt Kreuth bei Tegernsee frankiert mit einer Dienstmarke über 15 Pfennige.
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 30.10.2022 11:45:06
Gelesen: 22469
# 38
Brief der Gerichtsschreiberei des Amtsgerichts Nürnberg an die Württembergischen Kreditverein A.G. vom 25.05.1928 zugestellt am 25.05.1928.
Vereinfachte Zustellung. Hierbei ein Vordruck zur Zustellungsurkunde. Frankiert mit 60 Pfennig Dienstmarke Michel Nr. 112
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 01.11.2022 10:55:52
Gelesen: 22386
# 39
Brief vom 05.11.1935 von der Sächsischen Amtshauptmannschaft Chemnitz an die Allgemeine Ortskrankenkasse in Siegmar-Schönau, frankiert mit zweimal Michel Nr. 135 zu je 6 Pfennige.
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 08.01.2023 21:06:27
Gelesen: 21466
# 40
Liebe Sammlerfreunde,
ein Brief innerhalb Leipzigs vom 4.2.1936 vom staatlichen Gewerbeaufsichtsamt an die Leipziger Kreishauptmannschaft. Leider kein Paar sondern zwei Einzelmarken der Mi.136. Die 16 Pfennig stellen das Porto für einen Ortsbrief von 20 bis 250 Gramm dar. Das ganze abgerundet mit einem Maschinenstempel und einem Werbeklischee zur Winterolympiade 1936.
Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.
Am: 01.02.2023 10:13:41
Gelesen: 21122
# 41
Postkarte als Drucksache vom 17.03.1941 innerhalb Landau (Pfalz) weitergeleitet nach Kaiserslautern, frankiert mit 3 Pfennig Michel Nr. 145. Inhaltlich ging es um ein Vorsprechen bei der NS Volkswohlfahrt.

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 13.02.2023 11:46:03
Gelesen: 21002
# 42
Fernbrief vom 23.03.1921 vom Reichsmininsterium für Wiederaufbau in Berlin nach Halle, dann weitergeleitet nach Aschersleben, frankiert mit 40 Pfennig Michel Nr. 28 v. Oktober 1920.

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 11.03.2023 14:16:32
Gelesen: 20691
# 43
Brief der Bayerischen Staatsbank München an den Chemnitzer Bank-Verein vom 23.03.1922, frankiert mit zweimal Dienstmarke Michel 46, vom 01.04.1920, gesamt 2 Mark.
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 12.03.2023 02:25:57
Gelesen: 20663
# 44
Von mir ein Dienstbrief vom 25.8.1921, gelaufen von Lossa [1] nach Berlin. Innen findet sich ein handschriftlicher Industriebericht der Gewerkschaft Reichskrone [2] vom 24.8.1921. Zur Frankatur wurden zwei Marken der Mi.Nr. 27 verwendet.

Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Lossa_(Finne)
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_stillgelegten_Bergwerken_in_Deutschland#Sachsen-Anhalt

Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Lossa_(Finne)
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_stillgelegten_Bergwerken_in_Deutschland#Sachsen-Anhalt
Am: 04.04.2023 11:09:08
Gelesen: 20202
# 45
Brief vom Königlichen Preußischen Amtsgericht Duderstadt vom 29.01.1903 an das königliche Standesamt zu Tiftlingerode, frankiert mit Zähldienstmarke für Preußen zu fünf Pfennige Michel Nr. 3. Auf der Rückseite eine Siegelmarke des Amtsgericht Duderstadt.

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 10.05.2023 10:45:58
Gelesen: 19651
# 46
Ortsbrief vom 26.05.1923 vom Amtsgericht München an Herman Gauch in München.
Hermann Gauch (* 6. Mai 1899 in Einöllen; † 7. November 1978 in Kaiserslautern war ein deutscher Mediziner und NS-Rassentheoretiker. Gauch verfasste mehrere Bücher, in denen er die völkische Rassentheorie verfocht und fungierte in den 1930er Jahren zeitweise als Adjutant des Reichsführers SS, Heinrich Himmler, für „Rasse- und Kulturfragen“.
Frankiert wurde mit Dienstmarken Michel Nr. 71, 73 und 74 gesamt 160 Reichsmark. Bei dem Brief handelt sich um ein Vereinfachte Zustellung mit Vermerk Hierbei ein Vordruck zur Zustellungsurkunde. Zugestellt wurde der Brief am 27.06.1923.
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 10.06.2023 20:16:27
Gelesen: 19027
# 47
Brief vereinfachte Zustellung mit Zustellungsurkunde vom 06.07.1934 vom Amtsgericht Augsburg an die Württembergische Kreditverein AG in Stuttgart, zugestellt am 07.07.1934, frankiert mit Michel Nr. 130 und 143 gesamt 54 Pfennige. Maschinenstempel "Brecht Arbeitsnot kauft Deutsche Waren".
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 21.08.2023 08:21:07
Gelesen: 17877
# 48
Ortsbrief des Amtsgerichts Dresden vom 04.07.1925 frankiert mit 5 Pfennig Michel Nr. 106 (auf 356). Auf der Rückseite Dienstsiegel, Inhalt Mitteilung über Eintragung ins Grundbuch.

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 01.11.2023 19:05:36
Gelesen: 16436
# 49
Zähldienstmarke Michel Nr. 4 rot 10 Pfennig auf Brief vom 24.03.1910 vom Amtsgericht Stassfurt nach Zerbst, dort am gleichen Tag angekommen. Inhalt ist eine Mitteilung über einen Grundbucheintrag.

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 01.11.2023 21:09:35
Gelesen: 16418
# 50
Ortsdrucksache der Nr.1 innerhalb Berlins vom 4.12.1903, Oberklappe nicht zugeklebt.
Gruß Ulf
Gruß Ulf
Am: 03.01.2024 22:15:02
Gelesen: 15685
# 51
Wenig Bewegung bei dem Thema, dabei doch eigentlich nicht uninteressant.
Hier eine Drucksache mit der "Zähldienstbriefmarke" Mi.Nr. 2 von Lübben nach Zaue.
Verwendung dieser Marken (Ablösung 21 / Preußen) waren nur vom 01.01.1903 bis 31.12.1903 möglich.
Gruß Ulf
Gruß Ulf
Am: 04.01.2024 22:08:05
Gelesen: 15657
# 52
Dann schicke ich gleich noch einen Beleg nach - eine Dienstpostkarte mit MiNr. 28 vom "Central-Gefängnis Neumünster", wie uns der Briefstempel verrät:

Um was es hier inhaltlich ging, muss ich den Sütterlin(?)-Kundigen überlassen.
Guten Abend,
Reinhard

Um was es hier inhaltlich ging, muss ich den Sütterlin(?)-Kundigen überlassen.
Guten Abend,
Reinhard
Am: 08.01.2024 20:51:29
Gelesen: 15575
# 53
Hi,
ich denke, dass ich hier etwas recht spezielles einbringen kann:

Mit insgesamt 212 Dienstmarken (ab Michel 30), davon 196 x Michel 81 (!), dabei auf der Rückseite 14 vertikale, überlappende Zehnerstreifen.
Abgestempelt am 18.9.1923, in Passau
Grüße
Alexander

Mit insgesamt 212 Dienstmarken (ab Michel 30), davon 196 x Michel 81 (!), dabei auf der Rückseite 14 vertikale, überlappende Zehnerstreifen.
Abgestempelt am 18.9.1923, in Passau
Grüße
Alexander
Am: 03.02.2024 22:31:53
Gelesen: 15330
# 54
Hier etwas aus der Nachinflationszeit - ein Dienst-Enschreiben mit MiNr. 123 + 126 + 129 in Form eines Vordruck-Faltbriefes:

Die Rückseite ist dann auch noch was für Landpost-Freunde:

Gute Nacht,
Reinhard

Die Rückseite ist dann auch noch was für Landpost-Freunde:

Gute Nacht,
Reinhard
Am: 15.02.2024 18:32:52
Gelesen: 15141
# 55
Drucksache vom 20.03.1933 vom Amtsgericht Cottbus innerhalb Cottbus. Postkarte durchgestrichen und mit 3 Pfennig Dienstmarke Nr. 114 frankiert. Laut meinem Michel hätte das Porto 4 Pfennige betragen und die 3 Pfennige hätten erst ab 01.12.1933 gegolten.

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 06.08.2024 16:52:51
Gelesen: 13164
# 56
Brief mit Zähldienstmarke Nr. 4, 10 Pfennig, vom 25.02.1903 von Hildesheim nach Göttingen, dort Ankunft am 26.02.1903. Auf der Rückseite Papiersiegel Königlich Preußischer Regierungs-Präsident Hildesheim.


Schönen Gruß
Sepp


Schönen Gruß
Sepp
Am: 28.09.2024 21:46:10
Gelesen: 12663
# 57
Zähldienstmarke Nr. 1,2,3, je 2-fach auf großem Brief von Goslar nach Wolfshagen (Harz) vom 21.10.1903

Gruß Ulf

Gruß Ulf
Am: 29.09.2024 21:40:18
Gelesen: 12634
# 58
Zähldienstmarke Nr. 6 als EF für eine Zustellungs-Urkunde im Ortsverkehr, vereinfachte Zustellung.
Hier: Einkommensteuerbescheid für einen Gerichtsschreiber in Köln für das Jahr 1903. Für ein Jahreseinkommen zwischen 2400 und 2700 Mark wurden 44 Mark veranlagt.
Rückseite: Steuertabelle und handschriftliche Berechnung. (passt leider nicht vollständig auf meinem Scanner)

Gruß Ulf

Gruß Ulf
Am: 02.10.2024 22:15:30
Gelesen: 12567
# 59
Zähldienstmarke Nr. 10 als Drucksache von Engen nach Thengen (Tengen) vom 27.09.05
Gruß Ulf
Gruß Ulf
Am: 04.11.2024 12:47:35
Gelesen: 12258
# 60
Ortsbrief Cottbus vom 07.03.1922 von der Kreisschulinspection Cottbus an den Oberstudiendirektor Prof. Dr. Pätzold, frankiert mit Michel Nr. 31, 1,25 Mark.
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 06.11.2024 17:33:30
Gelesen: 12139
# 61
Hallo,
aus Schwenningen vom Vormundschaft- und Nachlassgericht eine Postkarten-Ganzsache vom 27.10.1922, gelaufen nach Sulz. Zusätzlich wurden Mi 19 + 66 + 70 verwendet.

Gruß
Manne

Gruß
Manne
Am: 08.11.2024 22:36:58
Gelesen: 12026
# 62
Hallo.
Ein dienstlicher Faltbrief aus Salzwedel in Sachsen-Anhalt nach Depekolk bei Kallehne zur Dienstmagd Ulbrich beim Landwirt Röhl.
Portoablösevermerk:
Frei lt. Avers. No. 21.
Kgl. Pr. Amtsgericht.
Die Versendung erfolgte als vereinfachte Zustellungsurkunde im Fernverkehr. Das dazu erforderliche Porto vom 1.1.1900 bis zum 30.06.1906 betrug 40 Pfg.
10 Pfg. für die Beförderung als Fernbrief bis 250 Gramm.
20 Pfg. für die Zustellungsgebühr.
10 Pfg für die Rücksendung der Urkunde.
Mit der Zähldienstmarke MiNr 7 zu 40 Pfg. portogerecht frankiert.
Stempelabschlag am 26.01.03 von SALZWEDEL / * * *
Ankunftstempel am 27.01.03 von CALLEHNE / * * *
Depekolk gehört heute zur Ortschaft Liesten. Liesten ist ein Ortsteil von Salzwedel (Sachsen-Anhalt) https://de.wikipedia.org/wiki/Depekolk
Callehne gehört heute zum Ortsteil Fleetmark der Stadt Arendsee (Altmark). https://de.wikipedia.org/wiki/Fleetmark
Ein recht früher Beleg mit dieser Zähldienstmarke Nr 7.
Zähldienstmarken sollten nach einer internen Vorschrift ohne Seiten/Ober oder Unterränder verklebt werden. Anscheinend kannte der Gerichtsschreiber in Salzwedel diese Vorschrift noch nicht. Somit entstand eine kleine Besonderheit von einem Zähldienstbeleg mit einer verklebten, linken Eckoberrandmarke.
Mit unbeschädigter Siegelmarke vom : KOEN. PREUSS. AMTSGERICHT * SALZWEDEL *
mfg
erron
Portoablösevermerk:
Frei lt. Avers. No. 21.
Kgl. Pr. Amtsgericht.
Die Versendung erfolgte als vereinfachte Zustellungsurkunde im Fernverkehr. Das dazu erforderliche Porto vom 1.1.1900 bis zum 30.06.1906 betrug 40 Pfg.
10 Pfg. für die Beförderung als Fernbrief bis 250 Gramm.
20 Pfg. für die Zustellungsgebühr.
10 Pfg für die Rücksendung der Urkunde.
Mit der Zähldienstmarke MiNr 7 zu 40 Pfg. portogerecht frankiert.
Stempelabschlag am 26.01.03 von SALZWEDEL / * * *
Ankunftstempel am 27.01.03 von CALLEHNE / * * *
Depekolk gehört heute zur Ortschaft Liesten. Liesten ist ein Ortsteil von Salzwedel (Sachsen-Anhalt) https://de.wikipedia.org/wiki/Depekolk
Callehne gehört heute zum Ortsteil Fleetmark der Stadt Arendsee (Altmark). https://de.wikipedia.org/wiki/Fleetmark
Ein recht früher Beleg mit dieser Zähldienstmarke Nr 7.
Zähldienstmarken sollten nach einer internen Vorschrift ohne Seiten/Ober oder Unterränder verklebt werden. Anscheinend kannte der Gerichtsschreiber in Salzwedel diese Vorschrift noch nicht. Somit entstand eine kleine Besonderheit von einem Zähldienstbeleg mit einer verklebten, linken Eckoberrandmarke.
Mit unbeschädigter Siegelmarke vom : KOEN. PREUSS. AMTSGERICHT * SALZWEDEL *
mfg
erron
Am: 30.11.2024 00:43:08
Gelesen: 11758
# 63
Von mir ein Dienstbrief des Amtsgerichtes Hohenstein-Ernstthal, gelaufen am 27.1.1935 nach Leipzig. Als Porto wurden insgesamt 54 Pfennig verklebt. Das Papiersioegel des Amtsgerichtes findet sich auf der Umschlagrückseite.
Viele Grüße
Ingo
Viele Grüße
Ingo
Am: 07.12.2024 09:43:33
Gelesen: 11601
# 64
Guten Morgen,
ein Fernbrief vom Pfarramt Willmandingen an das Pfarramt Schönaich bei Böblingen vom 20.DEZ 1924. Frankiert wurde mit einer Dienstmarke Mi.Nr. 101.
Das blaue Kreuz ist wohl vom Empfänger, weil der Briefumschlag ein zweites Mal verwendet wurde. Am 7.FEB 1925 ging es da vom Pfarramt Schönaich an das Stadtpfarramt II nach Böblingen. Frankiert wurde mit einer Dienstmarke Mi.Nr. 107.
MfG
Klaus
Das blaue Kreuz ist wohl vom Empfänger, weil der Briefumschlag ein zweites Mal verwendet wurde. Am 7.FEB 1925 ging es da vom Pfarramt Schönaich an das Stadtpfarramt II nach Böblingen. Frankiert wurde mit einer Dienstmarke Mi.Nr. 107.
MfG
Klaus
Am: 05.02.2025 08:56:39
Gelesen: 11248
# 65
Drucksache vom 23.11.1939 von der Schaumburg-Lippischen Landesregierung in Bückeburg an die Volksschule in Probsthagen frankiert mit Dienstmarke 3 Pfennig Michel Nr. 132. Auf der Rückseite eine Propaganda Vignette der NSDAP "Parole der Woche Nr. 42".

Schönen Gruß
Sepp

Schönen Gruß
Sepp
Am: 07.02.2025 21:56:07
Gelesen: 11170
# 66
Moin,
Senkrechtes Pärchen der Zähldienstmarke Nr. 13 als vereinfachte Zustellungsurkunde im Fernverkehr vom 21.07.1905.
Von Lahr nach Tauberbischofsheim mit rückseitigem Siegelstempel und Ankunftstempel.
Gruß Ulf
Gruß Ulf
Am: 08.02.2025 11:35:37
Gelesen: 11095
# 67
Hallo zusammen,
ich kann hier einen Beleg - frankiert mit Dienstmarken auf Vorder- u. Rückseite - aus meiner Heimatsammlung zeigen:
Der Brief wurde am 29. August 1923 von der Gendameriestation Heigenbrücken an das Bezirksamt Alzenau (Unterfranken) geschickt. Für das dazu nötige Porto von 25.000 Mark waren insgesamt 62 Marken zu 400 Mark und 2 Marken zu 100 Mark nötig. Verklebt wurden dabei von der örtlichen Polizeistation vorschriftsmäßig Dienstmarken.
Was man hier nicht sieht, ist die Tatsache, dass der Umschlag schon einmal verwendet worden war. Nach "Umdrehen" des Umschlages (innen nach außen) konnte er erneut verwendet werden.
Viele Sammlergrüße
notna1
Der Brief wurde am 29. August 1923 von der Gendameriestation Heigenbrücken an das Bezirksamt Alzenau (Unterfranken) geschickt. Für das dazu nötige Porto von 25.000 Mark waren insgesamt 62 Marken zu 400 Mark und 2 Marken zu 100 Mark nötig. Verklebt wurden dabei von der örtlichen Polizeistation vorschriftsmäßig Dienstmarken.
Was man hier nicht sieht, ist die Tatsache, dass der Umschlag schon einmal verwendet worden war. Nach "Umdrehen" des Umschlages (innen nach außen) konnte er erneut verwendet werden.
Viele Sammlergrüße
notna1
Am: 27.03.2025 21:11:33
Gelesen: 10231
# 68
Doppelt verwendeter Dienstbrief aus der PP 15 portogerecht frankiert vom Finanzamt Maulbronn (01.08.1923) an die Gemeinde Illingen und von da wieder zurück (02.08.1923) nach Maulbronn.
Das Finanzamt Maulbronn verwendete 5X Nr. 78 (Dienst) und die Gemeinde Illingen wertstufengleich 5X Mi.Nr. 168 (Württemberg-Dienst).
Württemberg-Dienstmarken ab Nr. 150 galten als Ausgaben der Deutschen Reichspost, da Württemberg ab dem 01.04.1920 auf sein Postrecht verzichtete.
Gruß Ulf
Gruß Ulf
Am: 18.04.2025 08:55:42
Gelesen: 9444
# 69
Dr. Siegfried Ascher war der Autor des zwischen 1923 und 1929 erschienen, auch heute noch hoch angesehenen Ganzsachenkataloges, der alle weltweit bis zu dieser Zeit erschienenen Ganzsachen umfasst.
Von Beruf war er Architekt und Bausachverständiger. Der Brief mit Zustellungsurkunde, den er vom Polizeipräsidenten zu Berlin, abgestempelt mit dem Tagesstempel Berlin- Schöneberg s vom 14.10.27 erhielt, betraf vermutlich seine berufliche Tätigkeit. Der Brief war freigemacht mit je einem senkrechten Paar der Dienstmarken MiNr. 105 und 108, um das Porto von 8 Pf für den Brief im Ortsverkehr, 30 Pf Gebühr für die Zustellungsurkunde und 8 Pf für die Rücksendung der Zustellungsurkunde von zusammen 46 Pf abzudecken. Rückseitig befindet sich der handschriftliche Zustellvermerk.
Da er sich in späteren Jahren als Jude nicht mehr sicher in Deutschland fühlte, verkaufte er seine Sammlungen und emigrierte 1939 in das damalige Palästina. [1] Später wurde er Mitbegründer des israelischen Phialatelistenverbandes.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Ascher
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Ascher
Am: 19.10.2025 17:11:22
Gelesen: 6163
# 70
Hallo,

Eine Buntfrankatur vom 29.1.33 von der Staatsanwaltschaft am Landgericht Meinigen an den Staatsanwalt in Ostheim.
Es geht um eine Auskunft aus dem Strafregister.
Im zweiten Brief ersucht das Amtsgericht Ostheim die Staatsanwaltschaft in Hirschberg in Schlesien ebenfalls um eine Auskunft aus dem Strafregister, dieser Brief ist gestempelt 11.7.28 und trägt den Klebezettel HAFTSACHE wohl um die Dringlichkeit zu betonen.
Grüße
Reini46

Eine Buntfrankatur vom 29.1.33 von der Staatsanwaltschaft am Landgericht Meinigen an den Staatsanwalt in Ostheim.
Es geht um eine Auskunft aus dem Strafregister.
Im zweiten Brief ersucht das Amtsgericht Ostheim die Staatsanwaltschaft in Hirschberg in Schlesien ebenfalls um eine Auskunft aus dem Strafregister, dieser Brief ist gestempelt 11.7.28 und trägt den Klebezettel HAFTSACHE wohl um die Dringlichkeit zu betonen.
Grüße
Reini46
Am: 19.01.2026 08:57:15
Gelesen: 4883
# 71
Brief vom 09.05.1931 von Güglingen an die Zentralkasse der Viehbesitzer in Stuttgart, Württ. Innenministerium, Absender war das Bürgermeisteramt Eibensbach. Frankiert wurde mit Michel Nr. 123 und 115, gesamt 15 Pfennig.
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 02.02.2026 08:09:46
Gelesen: 4621
# 72
Brief mit Zustellungsurkunde vom 17.09.1930 vom Amtsgericht Düren nach Bad Wildungen, frankiert mit Michel Nr. 122 60 Pfennig.

Schönen Gruß
Sepp

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Sepp
Am: 10.02.2026 20:52:23
Gelesen: 4434
# 73
80 X Mi.Nr. 69 auf Langbrief, Stempel 06.04.1923, Hann.Münden. Ortsbrief Kattenbühl von der Oberförsterei an den Hegemeister Lindner.
Portozusammensetzung: Ortsbrief 2. Gewichtsstufe in der PP13 = 60 Mark.
Erfreulicherweise wurden alle Marken recht sauber mit dem Ortsstempel entwertet.
Mangelnde Bildqualität bitte ich zu entschuldigen, Brief passt nicht auf den Scanner, abfotografiert.

Gruß Ulf

Gruß Ulf
Am: 11.02.2026 17:34:42
Gelesen: 4311
# 74
Hallo,
ein Brief vom Bürgermeisteramt in Schwenningen, versandt am 05.08.1933 mit Mi. 129x an das Amtsgericht in Rottweil.

Zur Rückseite. Damals war zwischen Schwenningen und Schramberg ein Streit entbrannt, wer die größere Uhrenstadt ist. Die Rückseite zeigt das Bahnnetz ohne Schramberg und bei den Briefen aus Schramberg wurde Schwenningen aus den Bahnkarte verbannt. Leider habe ich keinen Brief aus Schramberg, der dies dokumentiert.
Wer kann einen Beleg dazu zeigen ?
Gruß
Manne

Zur Rückseite. Damals war zwischen Schwenningen und Schramberg ein Streit entbrannt, wer die größere Uhrenstadt ist. Die Rückseite zeigt das Bahnnetz ohne Schramberg und bei den Briefen aus Schramberg wurde Schwenningen aus den Bahnkarte verbannt. Leider habe ich keinen Brief aus Schramberg, der dies dokumentiert.
Wer kann einen Beleg dazu zeigen ?
Gruß
Manne
Am: 15.03.2026 13:58:00
Gelesen: 3490
# 75
Nachnahmebrief über 50,40 Mark vom 07.03.1932 von der Preußischen Regierung Düsseldorf nach Wichlinghausen/Wuppertal, frankiert mit Michel Nr. 115 und 121, gesamt 45 Pfennig. Auf der Rückseite handschriftlicher Vermerk "Verweigert/ 8.3. Vorne rotes Kreuz, Stempel Zurück und Lagerstempel 15.

Schönen Gruß
Sepp

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Sepp