Thema:
DDR: Stempel bestimmen
@ HouseofHeinrich [#26]
Hallo Heinrich,
hier mal ein Beispiel:
http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/27554 .
Den Rest kannst Du Dir sicher selbst zusammenreimen. Hat im Übrigen mit dem Thema hier nichts zu tun.
Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
[Beiträge 1 und 2 wurden redaktionell in ein neues Thema verschoben]
@ HouseofHeinrich [#26]
Hallo Heinrich,
bei einer Frage im Forum bitte immer zuerst schreiben, was Dir bereits bekannt ist.
Ich verstehe auch nicht, was konkret Du wissen möchtest. Ganz konkrete Fragen wären von Vorteil.
Schöne Grüsse, Richard
Hallo Freunde,
mit diesen Stempel komme ich auch gerade nicht weiter, hat jemand Kenntnis damit, im Voraus vielen Dank und ich verbleibe mit
freundlichen Grüßen
Heinrich
@ HouseofHeinrich [#13]
Hallo Heinrich,
ich denke es handelt sich um einen Maschinenstempel von Leipzig mit Werbeklischee für die Leipziger Herbstmesse 1955. Zum Vergleich siehe hier:
http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/27870
Gruß Michael
Hallo,
Stempel von Burg, konform mit Absender. PLZ stimmt auch, 327 (später zu 3270 gemacht mit 4-stelligen PLZ). Datum nicht zu erkennen.
Gruß Göttinger
Ergänzung: Küsel ist ein kleiner Ort in der Nähe von Burg, ca. 5-6 km östlich. Falls damals mit Briefkasten, ist die Post sicher nach Burg gebracht und der Brief dort gestempelt worden.
Gruß Göttinger
Vielen herzlichen Dank Göttinger für die schnelle und ausführliche Antwort.
Gruß
Kirsten
Tagesstempel "Rochlitz" Gefälligkeit ?
Hallo zusammen!
In meiner DDR-Sammlung sind einige Marken mit Tagestempel 9290 ROCHLITZ mit verschiedenen Kleinbuchstaben.
Ein Sammler sagte mir, dass es Massenabsstempelung sei. Wenn dies so ist, betrifft es dann alle Kleinbuchstaben oder nur bestimmte? Wer kann mir da helfen? Schonmal im Voraus besten Dank.
Gruss Jürgen
Kannst Du die Marken hier einmal zeigen? Scan mit 300 dpi genügt.
Mir ist nicht bekannt, dass der Stempel aus Rochlitz zur Massenabstempelung verwendet wurde, aber der "VEB Philatelie Wermsdorf" und die Nachfolgefirma sind ja bekanntlich für alle Überraschungen gut.
@ drmoeller_neuss [#11]
Aber gern doch! Hier ist er.
Der Stempel sieht erst einmal gut aus und die Stempelfarbe ist zeitgerecht. Wenn Du mehrere Marken mit identischem Datum und Lage des Stempelabdrucks hast, ist aber von einer Gefälligkeits- oder Sammlerentwertung ausgehen. Diese Tatsache hat aber keinen Einfluss auf den Preis. Entscheidend ist der optische Eindruck des Stempelabdrucks, und der ist bei der gezeigten Marke perfekt und keineswegs üblich für DDR.
Einige ehemalige DDR-Stempel sind in Privatbesitz, "Rochlitz" ist mir aber nicht bekannt.
Schaue doch einmal in die Stempeldatenbank:
http://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php und suche nach Rochlitz. "Dein" Stempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "p" wird mit einem Abdruck vom 06. Juli 1992 gezeigt. Es dürfte damit alles in Ordnung sein.
Als ehemaliger Einwohner der dortigen Gegend kann ich bestätigen, daß in Rochlitz in den 80ern und frühen 90ern oft voll gestempelt wurde, sowohl am Schalter als auch "hinten", ohne daß man es verlangen mußte.
Jan-Martin
Hier ein Einschreibebrief aus
ROCHLITZ / 9290 / p im Fernverkehr über 20 bis 250g vom 12.8.1988.
Leider ist der Hand/Tagesstempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "p" nicht ganz leserlich abgeschlagen.
Bis jetzt kenne ich den Tagestempel aus Rochlitz nur mit UB "p".

mit Sammlergruß,
Claus
DDR Dienst B ZKD Mi-Nr.9
@ lumpus2000
Hallo Alle, kann mir jemand was über die Stempel sagen ? Beide Stempelfarben sind matt. Habe 2 Marken DDR Dienst 7 (Dienst B) angehängt.
Die Stempel sind wohl echt, aber nur mit viel Glück prüfbar.
Hallo,
bei diesen Stempeln habe ich den Verdacht, daß es Maschinenstempel sind, deren Entwerter beim Ausschneiden aus dem Beleg verloren gegangen ist. Wer kann mir dazu etwas sagen?
Danke und schönen Sonntag wünscht
Heinrich
@ Heinrich3 [#18]
Ja, das sind Teile von Maschinenstempel-Abschlägen. Die Verformungen in waagerechter Richtung (sehr deutlich bei dem von Magdeburg BPA rechts oben) sind typisch dafür. Auch fällt auf, dass bei den meisten Stempeln nur die "allgemeine" PLZ 30 für Magdeburg und keine Postamtsnummer oder -bezeichnung angegeben ist. Das ist auch aus anderen Großstädten bekannt, z. B. 10 Berlin, 70 Leipzig, 90 Karl-Marx-Stadt.
Weiß irgend jemand, wo genau diese Stempel abgeschlagen wurden? Hauptpost? Bahnpostamt? Ganz woanders?
Jan-Martin
@ Heinrich3 [#18]
Hallo Heinrich,
die Stempel
MAGDEBURG / 30 / e [1]
MAGDEBURG / 30 / g [2]
kann ich als Maschinenstempelköpfe bestätigen.
Grüße aus dem Norden
Lothar
[1]
http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/784
[2]
http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/785
Blaue Stempel Walter Ulbricht
Hi,
wer kann mir was über die blauen Stempel sagen? Ich tippe so: Dienststempel, Bahnpost oder so ähnlich.
Hallo hlmj
ich tippe mal auf Landpoststellen-stempel. Diese wurden meist in violett abgeschlagen und waren meist zweizeilig.
Gruss Olaf
@ hlmj [#21]
Richtig, es sind Poststellenstempel, eventuell stammen die von Paketkarten.
Beste Grüße
Eckhard
Danke Euch. Ich denke mal: Sammelwürdig ?
@ hlmj [#24]
Sammelwürdig? Kommt drauf an. Echt gebraucht sind sie ja wohl, also wenn einem die Ulbricht-60er gestempelt noch fehlen sollte. ;-) Aber normalerweise sammelt man solche Stempel ganz und möglichst auf ganzem Beleg, aus dem auch das Datum hervorgeht, bzw. sollte auf losen Marken Ort und Datum des Stempels zu identifizieren sein. So taugen sie aber noch als Vergleichsstücke, oder man kann nach irgendwelchen Druckbesonderheiten suchen.
@ JohannesM [#23]
Paketkartenverwendung ist sogar sehr wahrscheinlich, denn das billigste Paket (IIRC unter 5 kg, unter 100 km) kostete 60 Pfennig.
Jan-Martin
Hallo,
ich habe kürzlich ein Lot besserer DDR Werte gestempelt erworben, dabei auch die gezeigt 506.
Meine Frage: Wie sieht das mit dem Stempel aus? Das "große Stettin" war 1955 ja schon eine Weile polnisch. Gibt es ein mir nicht bekanntes anderes Stettin? Ist es eine plumpe Fälschung mit einem Stempel aus Zeiten vor 1945? Oder noch etwas anderes?
Ich habe die Marke beim Erwerb nicht berücksichtigt und gerechnet.
Bin gespannt ob es hilfreiche Hinweise gibt.
Vielen Dank schon im voraus,
Göttinger
Servus Göttinger,
auf philastempel läßt sich folgender Gelegenheitsstempel finden, der zu Deinem passen könnte:
http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/24203
folgendes aus dem wiki-Artikel: Am 5. Juli 1945 wurde Stettin jedoch – unter Bruch bestehender alliierter Vereinbarungen, die einen Grenzverlauf „unmittelbar westlich von Swinemünde und von dort die Oder entlang bis zur Einmündung der westlichen Neiße“[12] vorsahen, die Oder-Neiße-Linie – von der sowjetischen Besatzungsmacht an Polen übergeben. Gleichzeitig erfolgte die Ablösung der deutschen Stadtverwaltung unter Absetzung des Bürgermeisters Wiesner, und es begann die Ansiedlung von Polen, die mit der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung einherging. Stettin wurde als Hauptstadt der gleichnamigen Woiwodschaft und unter Reaktivierung von Industrie, Bildungseinrichtungen etc. wiederaufgebaut. Der Hafen wurde erst 1955 von der Sowjetunion an Polen übergeben.
mit Grüßen Max
Vielen Dank, ich denke aber der Stempel passt nicht wirklich, weil der aus dem philastempelverzeichnis gleich links vom "S" die graphischen Ausläufer des Hakenkreuzes vorweist, hier aber nichts zu sehen ist. Vielleicht ist der Stempel nach dem Krieg verändert worden?
Gruß Göttinger
Hallo Göttinger,
das könnte sehr gut sein, Hakenkreuze mußten ja zu Haufe "wegradiert" werden. Leider habe ich auch keinen Stempel gefunden, der identisch ist (Zeitraum), gehe aber auch davon aus, das der von 1938 verwendete aptiert wurde und in der Nachkriegszeit verwendet wurde.
mit Grüßen Max
@ Göttinger [#27]
Das ist ein Falschstempel von einem Cliché.
Stettin lag auch nicht in der DDR.
Sehr geehrter Dr. Möller,
dass Stettin nicht in der DDR lag, dürfte Göttinger wie auch mir klar gewesen sein, aber recht herzlichen Dank für diesen äusserst interessanten, geografischen Wink mit dem Zaunpfahl.
Eventuell wäre es Ihnen ja möglich, uns und anderen Interessierten diesen Falschstempel von einem Cliche bildhaft vorzustellen, das würde einiges mehr erklären.
Dass es sich hier nicht um eine "echt gelaufene" Marke handelt, ist ja auf Grund der Platzierung des Stempels wie auch der Wertstufe der Marke schon größtenteils erklärt.
hochachtungsvoll Max
Hallo!
Bei der Eingabe in die Stempeldatenbank bin ich auf folgenden Gelegenheitsstempel aus Rudolstadt gestoßen:

Den gleichen Stempel gibt es bereits mit Datum vom 19.12.1961 in der Datenbank:
http://philastempel.de/stempel/zeigen/005164 . Bei diesem Stempel fehlen mir die Erläuterung des Logos und der genaue Text vom unteren Mittelbereich des Stempels:

Kann jemand etwas dazu sagen?
Mit neugierigen Grüßen
Stephan
@ Stephan Sanetra [#33]
Hallo Stephan,
laut Bochmann lautet der Text unter dem Warenzeichen "SCHWARZA". Ansonsten spricht man nur von "Fabrikanlage vor Bergen".
Der Seltenheim-Katalog DDR spricht sogar nur von "Fabrikteilansicht, Firmenzeichen".
Aber das zusammen hilft sicher. ;-)
Grüße aus dem Norden
Lothar
Hallo Lothar,
vielen Dank!
Beste Grüße
Stephan
@ jmh67 [#19]
Hallo!
Stempel mit zweistelliger PLZ wurden (in den ersten Jahren der PLZ-Einführung) bei den sogenannten "Briefverteilämtern" eingesetzt. Dies können unterschiedliche Ämter gewesen sein; z.Bsp. Berlin, Leipzig und Magdeburg das Bahnpostamt; in Karl-Marx-Stadt das Hauptpostamt 4.
Gruß
Uwe
Weiß jemand, welcher Tag mit diesem Stempel gemeint war ?
Stempel wenige Wochen vor Gründung der DDR

Gruß
Baber
Es müsste der Friedenstag am 1.9.49 sein.
Das ist kein a, b, c Stempel.
Das ist ein amtlich philatelistischer Bogen-Stempel von Berlin W8 vom Letzttag und zwar von Hand abgeschlagen. Nach Michel ist hier der gestrichelte Kreis als Bewertung anzunehmen. Der 10 er Block enthält auch den Plattenfehler I.
Gruß Thomas
Ich denke, dass der Auftraggeber der Prüfsendung hier die Marken geprüft haben wollte. Hätte er erwähnt, dass er auch den Plattenfehler I gprüft haben möchte, hätte Paul den bestimmt geprüft.
Gruß Thomas
Dieser violette Zweizeiler - augenscheinlich Gummistempel - prangt auf einem Eilbrief von Bad Langensalza nach Bautzen, in der DDR der Vor-Postleitzahl-Ära (also frühe Sechziger).

Da der Absender oberhalb der Anschrift schon handschriftlich "Eilboten" beigefügt hatte nehme ich an, dass der Stempel ein postseitiger Nebenstempel ist? Kann das ein DDR-Post-Kundiger bestätigen oder - noch besser! - ähnliche bzw. funktionsgleiche Stempel hier zeigen?
Phile Grüße
EdgarR
Hallo zusammen,
ich habe hier vier Ansichtskarten mit Stempeln aus Stollberg / Erzgebirge. Die Abschläge sind aus den Jahren 1984 und 1985, unterschiedliche Monate.
Bei allen Abschlägen ist unten mittig kein UB erkennbar, stattdessen ein kleines ■.

In der Stempeldatenbank findet sich ein weiterer Abschlag mit dieser Auffälligkeit [1]. Diesmal aus dem Jahr 1976. Allerdings wurde dort der Einfachheit halber als UB ein "a" eingetragen. Meiner Meinung nach falsch.
Hat jemand schon mal Ähnliches aus anderen Orten gesehen? Oder handelt es sich um ein dauerhaft verschmutztes / beschädigtes Stempelgerät? Allerdings wäre das dann ja über einen sehr langen Zeitraum (mindestens 9 Jahre) mit dieser Verschmutzung / Beschädigung verwendet worden, was ich mir kaum vorstellen kann.
Dank und Gruß
Christoph
[1]
https://philastempel.de/stempel/zeigen/349395
@ Christoph 1 [#45]
Hallo Christoph,
es ist immer schön, wenn man mal solche Besonderheiten mehrfach findet und dokumentieren kann.
Den Stempel kannte ich so bislang auch noch nicht, aber zwei Dinge sind für mich sicher. Es handelt sich sicherlich nicht um den UB a und auch nicht um eine Verschmutzung (verdreckter, verkrusteter UB). Es sieht so aus als ob der UB hier ausgeblockt wurde, ähnlich wie man das manchmal in der Datumsleiste findet. Also eine Art von Aptierung.
Warum? Keine Ahnung, vielleicht liest ja hier ein DDR Spezialist mit, der noch was dazu beitragen kann?
Viele Grüße,
Peter
@ filunski [#46]
Hallo Peter,
danke für Deine Bestätigung meiner Einschätzung. Vielleicht wurde da im unteren Bereich des Stempels sogar noch mehr aptiert? Also auch links und rechts vom UB sind die beiden "Bögen" doch sehr verdächtig?
Viele Grüße
Christoph
@ Christoph 1 [#45]
Hallo Christoph,
es scheint ursprünglich der Unterscheidungsbuchstabe a gewesen zu sein. Schau einmal bei Stampsx.com nach. Vor allem den zweiten und dritten Stempel finde ich dort sehr interessant. Auch bei Delcampe.net ist der Stempel zu finden. Dort finde ich, dass bei einem Stempel von 1975 noch die Reste des UB a zu erkennen sind.
Viele Grüße
Volkmar
@ Christoph 1 [#45]
@ filunski [#46]
Moin zusammen.
Da nicht in PhilaStempel de, auch hier wieder ein Blick in andere Stempeldatenbanken [1].
Die dort abgebildeten Stempel zeigen eindeutig die fortschreitende "Verschmutzung", die sich final auf einzelne Buchstaben - etwa "S" und "B" - des Ortsnamens ausweitet.
Derlei postalische "Nachlässigkeiten" finden sich auch bei anderen späten "DDR"-Stempeln.
Hatte zu DM-Zeiten mal eine kleine Belegesammlung mit Stempel-Veränderungen durch Verschmutzungen (Sowj.Zone + DDR) oder Beschädigungen (DR + DDR) zusammengetragen
Sammlergruß, Werner
[1]
https://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=12574209
@ juni-1848 [#49]
Hallo Werner,
Ja, du hast Recht und mich überzeugt! Da lag ich falsch mit meiner Einschätzung. Danke für den Hinweis.
Viele Grüße,
Peter
Hallo zusammen,
zunächst vielen Dank an alle für die Antworten. Die von mir gezeigten vier Abschläge sind jetzt mit dem Hinweis "UB unkenntlich durch starke Verschmutzung und Abnutzung" in der philastempel-Datenbank eingestellt.
Ich bin aber noch nicht vollständig überzeugt, ob diese Erklärung tatsächlich stimmt.
Schaut euch bitte mal diesen Abschlag an [1]:

Das ist ein Abschlag von 1992. Und es handelt sich doch zweifelsohne um das gleiche Stempelgerät mit UB a, das auch bei stampsX zu sehen ist, oder?
Folge ich der Argumentation "Verschmutzung / Beschädigung", würde das bedeuten, dass das Stempelgerät entweder anfangs der 1990er Jahre einer "Generalreinigung" unterzogen wurde oder dass der oben gezeigte Abschlag nicht von 1992 stammt (Fehleinstellung des Datums)?
Oder aber es handelt sich doch um zwei verschiedene Stempelgeräte, wobei bei dem einen eben der UB "ausgeblockt" wurde, wie von Peter in [#46] beschrieben?
Viele Grüße
Christoph
[1]
https://philastempel.de/stempel/zeigen/243184
Guten abend,
ich habe hier eine Urlaubspostkarte aus Angermünde vorliegen, zweifellos aus den 1980-er Jahren. Die Karte lief innerhalb der DDR und wurde mit einem Handstempel in Angermünde am 15.8.198X abgestempelt.

Das genaue Jahr ist nicht erkennbar, es ist aber 1984 oder später, da die Postkarte einen Druckvermerk von 1984 trägt.
Der Stempel hat die typische Stempelform der DDR-Stempel: Kreisstempel mit Sehnensegment unten.
Allerdings fehlt oberhalb des Sehnensegments die Postleitzahl.
Handelt es sich möglicherweise um einen aptierten Zweikreisstegstempel, bei dem der obere Bogen des inneren Kreises entfernt wurde? In der Stempeldatenbank findet sich jedenfalls ein "passender" Stempel:

Viele Grüße
Christoph
@ Christoph 1 [#52]
Hallo,
aptiert sicher nicht, aber vielleicht schlecht gearbeitet und im Lauf der Zeit so abgenutzt, dass von der PLZ nicht viel zu sehen ist. Ich habe mal einige Abschläge herausgesucht.
Interessant bei Angermünde ist auch noch der ähnlich geschriebene Name Tangermünde. Hier sind aber alle Stempel ohne Amtszahl.

Der Vorgänger ohne PLZ von 1964. Leider habe ich nur diesen einen Abschlag

09/70

84/10

85/02

86/04

89/06

Tangermünde / p

Tangermünde / t
Hier gibt es übrigens auch einen schönen Normabweichler, Amtszahl im Unterkreis anstelle des Unterscheidungsbuchstabens

ANGERMÜNDE / 1
Viele Grüße
Carsten
Hallo miteinander!
Ich bin gerade dabei einige Briefausschnitte mit Stempel aufzuarbeiten und hae zu diesem Leipziger Stempel ein Problem:

LEIPZIG BPA 32 / p mit Werbeklischee "Martin braucht Schrott..." Habe in der Datenbank nachgesehen und bin nicht schlauer.
Die normalen Maschinenstempel haben einen Stempelkopf als Kreisstempel, was hier nicht gegeben ist. Hat hier etwa der Vor-"Philatelist" mittel einer Schere einen Bandstempel aus Unkenntnis (??) zum MS degradiert?
Hier noch einer:
LEIPZIG BPA 32 / em vom 12.06.1962
Wer kann mehr zu diesen Stempel sagen bzw. weiter helfen?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
@ bedaposablu [#54]
Hallo Klaus-Peter,
den Stempel "LEIPZIG BPA 32 / p" findest Du mehrfach in der Datenbank [1]. Das Werbeklischee "Martin braucht Schrott" ist zwar nicht dabei, das hat aber nichts zu bedeuten. Es gibt in Leipzig so viele verschiedene Maschinenstempel, dass nur ein kleiner Teil davon in den beiden Datenbanken zu finden ist.
Beim Stempel "LEIPZIG BPA 32 / em" hat wie Du so schön schreibst "der Vor-"Philatelist" mittel einer Schere einen Bandstempel aus Unkenntnis (??) zum MS degradiert?". Auch den Bandstempel findest Du mehrfach [2]. Deine Aussage ist übrigens nicht ganz richtig, denn auch der Bandstempel ist ein Maschinenstempel.
Beim Werbeklischee 10. Landwirtschaftsausstellung gibt es vier verschiedene Werbestempel. Drei davon sind schon in der Datenbank [3]. Der vierte, der Bandstempel "LEIPZIG BPA 32 / em" fehlt noch. Schade, dass dein Exemplar beschnitten ist.
Viele Grüße
Volkmar
[1]
https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1443
[2]
https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1444
[3]
https://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/1445
Hallo zusammen,
ich habe die Abbildung eines Stempels aus Rechlin gefunden, bei dem mich die Postleitzahl irritiert. Im Stempel steht die PLZ 2005 (rechtes Bild):

Alle anderen Stempel, die ich gefunden habe hatten die PLZ 2085 (linkes Bild). Gab es in Rechlin eine Änderung der PLZ und der Stempel wurde aptiert oder hat jemand das Bild bearbeitet und die PLZ verfälscht?
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#56]
Hallo Volkmar,
Rechlin hat auch noch im Ortsverzeichnis von 1991 die PLZ 2085 und war damit im Leitbereich von Neustrelitz. Der Leitbereich 200 wäre Neubrandenburg gewesen, das passt überhaupt nicht. Rechlin befindet sich am Südufer der Müritz und ist damit eher an der Grenze zum Leitbereich 207 Röbel. Da hat sich wohl jemand einen Spaß erlaubt und die PLZ mit Software nachbearbeitet.
Hier die Stempelmeldung aus den Verfügungen und Mitteilungen vom 7.8.1988.
Viele Grüße
@ rumburak [#57]
Hallo rumburak,
vielen Dank! Dann ist der Fall klar.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo miteinander!
Habe hier einen Maschinenstempel aus Suhl 60:

Maschinenstempel aus Suhl vom 15.02.1972.
Leider kann ich dieses Werbeklischee nicht finden, immer nur das Werbeklischee mit dem Text in U-Form. Dadurch fehlt etwas Text und Vor allem der UB im Stempelkopf. Mit einer Lupe die Stelle länger betrachtet glaube ich einen Eindruck eines "Z" zu erkennen, auch in der DB und bei Stampsx nix.
Wer kann etwas mehr sagen oder mitteilen?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
@ bedaposablu [#59]

Viele Grüße
@ Carsten Burkhardt [#60]
Hallo Carsten,
recht vielen Dank für Deinen Beleg und damit für den fehlenden Text, nun kann ich den Stempel textlich beschreiben.
Was den UB anbetrifft, da erkenne ich einen waagerechten Eindruck, einen dann schrägen strich und wieder einen leichten waagerechten Eindruck im Papier, also ein "z"!
In der Datenbank gibt es einen UB "z" aber mit PLZ 6000 und anderem Werbeklischee (Text in U-Form).
Nochmals vielen Dank fund viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
@ bedaposablu [#61]
Hallo Klaus-Peter,
von diesem Stempel sind zwei Stempel bekannt und im Katalog [1] gelistet:
Suhl / 60 / p
Suhl 1 / 60 / u
Viele Grüße
Volkmar
[1] Poststempelgilde, Band 1204: Katalog der deutschen Gelegenheitsstempel SBZ und DDR, Nachterstedt bis Zwota
@ volkimal [#62]
Danke Volkmar,
leider ist die gedruckte Ausgabe vom Band 1204 noch nicht bei mir im Briefkasten gelandet, bestellt schon vor einer Weile. Mit dem UB "p" gebe ich mich jetzt auch geschlagen, evtl. bei mir auch durchgedrückter Text aus früherer Zeit.
Hier habe ich noch einen Tagesstempel aus Boltenhagen:

Tagesstempel aus Boltenhagen vom 03.08.1955 UB "b".
In der Datenbank [1] ist dieser Stempel "(3) OSTSEEBAD BOLTENHAGEN / b / (MECKL)" mit einer Aptierung: "3 im Kreis hinzugefügt" angegeben.
Frage, ist hier die (3) wieder entfernt worden und nur ein Teil vom Kreis noch rudimentär übrig oder ist hier nur fehlend gestempelt worden, was ich nicht glaube. Ich bin aber nicht der Spezialist für aptierte oder re-aptierte Stempel.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1]
https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/438199
@ bedaposablu [#63]
Hallo Klaus Peter,
bei Ebay bzw. Delcampe.net kommt der Stempel mehrmals vor. 1953 bzw. 1954 fehlt vom Kreis um die 3 oben rechts ein Stück. Ein anderes Exemplar von 1955 sieht genauso aus wie dein Stempel. Es ist also eindeutig nicht "fehlend gestempelt".
Ob der Stempel aptiert ist oder ob die Postleitgebietszahl einfach ausgebrochen ist kann ich nicht sagen. Aptierungen kamen aber um die Zeit häufiger vor.
Viele Grüße
Volkmar
@ bedaposablu [#61]
Ich habe noch einen Zweiten, dort ist als UB das p besser erkennbar.

Viele Grüße
Carsten
@ Carsten Burkhardt [#65]
Hallo Carsten,
danke für das Zeigen eines weiteren Suhl-Stempel mit UB "p".
Ich habe meinen Stempel mit UB "p" in die Datenbank eingestellt.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
DDR Hinweisstempel "Rentner" auf dänischer Paketkarte - Bedeutung?
Hallo,
auf einer internationalen Paketkarte für ein kleines Paket von 1kg aus Dänemark - Kastrup (Nähe Kopenhagen) in die DDR nach Greifswald befindet sich ein schöner großer roter Kastenstempel "RENTNER".

Kann jemand sagen, ob dieser Stempel aus der Zollverwaltung stammt und ob es für Rentner in der DDR spezielle Regelungen hinsichtlich der Zollbehandlung von Auslandssendungen gab.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, das der Begriff Rentnerin auch in der Adresse als zusätzlicher Titel auftaucht.
Die Begleitkarte dokumentiert den Versandweg aus KASTRUP am 24.3.1969 über BERLIN am 28.3. und Bearbeitung in SCHWERIN am 1.4.
Wann das Paket in Greifswald zugestellt wurde ist unklar.
Das Porto von 3,40 Kronen wurde auf dem Postamt in Dänemark übrigens falsch berechnet. Vom 1.7.1966 bis 1.7. 1969 waren eigentlich 3,60 Kronen für die Sendung bis 1 kg nach Tyskland zu zahlen, egal ob West oder Ost.
Beste Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#67]
Ich kann mir gut vorstellen, dass Rentner in der DDR vom Zoll unter bestimmten Voraussetzungen wenigstens teilweise befreit waren (Gewicht / Geschenke, keine Handelsware). Das musste der Absender wissen, sonst hätte er nicht "Rentnerin" in die Adresszeile der Empfängerin geschrieben.
Beste Grüße!
Lars
Ich hatte vor einiger Zeit einmal einen großen Aktenordner mit einer DDR-Zollbearbeitungs-Sammlung gekauft. Da sind alle möglichen auch regional genutzten Bearbeitungsstempel drin, aber kein einziger Rentner-Stempel.
Wenn der also vom Zoll stammt, ist er vermutlich relativ selten.
@ TeeKay [#69]
Hallo und Danke für den Hinweis auf den Stempel.
Dann nutze ich die Gelegenheit und zeige dir noch zwei weitere dänische Paketkarten in die DDR, die natürlich auch über den Zoll liefen.

Die beiden Pakete sind gekennzeichnet als Geschenksendung / keine Handelsware.
Für meine Dänemark Sammlung repräsentieren sie zwei Gewichtsstufen / Portostufen aus dieser Zeit und die damals noch eher ungewöhnliche Frankatur per Freistempelmaschine im Postamt. Der Weg zum Verzollungspostamt Rostock lief von ODENSE über PADBORG nach LEIPZIG und von dort nach ROSTOCK.
Bei der Zustellung in GELBENSANDE wurde scheinbar eine Gebühr von 30 Pfennig berechnet, die per Dauerserie dokumentiert wurde.
Was war das für eine Gebühr?
Beste Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#67]
@ ostsee63 [#70]
Hallo,
in der Literatur sind verschiedene „Rentner-Stempel“ zu finden. Rentner konnten Zollvorteile genießen.
Das Paket nach Greifswald (Bezirk Rostock) 1969 wurde noch im Postzollamt Schwerin abgefertigt. Schwerin war damals noch für alle drei Nordbezirke zuständig. Mitte der 1970-er Jahre erhielt Rostock sein eigenes Postzollamt. Und so sind die beiden Pakete in den Landbereich von Rostock 1979 auch im Postzollamt Rostock abgefertigt worden.
Die 30 Pf sind die Zustellgebühr pro Paketsendung.
Danke für das Zeigen der Karten - interessant für meine Heimatsammlung Rostock.
Viele Grüße
@ rumburak [#71]
Vielen Dank für die ausführlichen Antworten.
Kannst du noch die Quelle für die Zoll-Stempel nennen, bei einer Beschreibung der Belege in einem zukünftigen Exponat wäre es sehr sinnvoll, wenn ich diese anführen kann.
Beste Grüße aus dem Norden
@ ostsee63 [#72]
Hallo,
abgebildet sind nur Rahmenstempel mit dem Inhalt „Rentnerpaket“. Nur „Rentner“ wie auf Deinem Beleg ist nicht gezeigt.
Die Quellen sind:
Anton Kring / Karl-Erich Bornebusch, INHALTSKONTROLLEN bei Zollsendungen durch den Staatssicherheitsdienst (Stasi) der DDR 1949 - 1990
Dr. Herbert Fuhrmann, Post- und Zollkontrollen in der DDR 1949 - 1990
Grüße von der Ostsee
Hallo miteinander!
Bin gerade bei der Durchsicht einiger DDR-Ersttagsbriefe und habe hier einen Ersttagsbrief mit einem Stempel von 1956:

Zweikreissteg-Stempel
ERFURT 1 / a mit Datum 01.09.1956, aber ohne Uhrzeitangabe!
In der Datenbank ist nur einer von 1950 mit UB "z" ohne Uhrzeitangabe [1]
Kennt Jemand diesen Stempel mit UB "a" bzw. kann Näheres mitteilen?
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
[1]
https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/97098
@ bedaposablu [#74]
1955/56 ist er echt. Bei Handstempeln fraglich.
Habe mehrere Abschläge oUZ.
Viele Grüße
Carsten
@ Carsten Burkhardt [#75]
Hallo Carsten,
Danke für Deine Info, wieder was dazu gelernt!
Es gab also die Poststempel ohne Zeitangabe wirklich.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter