Thema:
Streifbänder aus aller Welt
Hallo liebe Philatelisten,
ich neige nicht dazu neue Themen zu eröffnen, aber zum Thema "Streifband" findet man in der Forumsuche (ohne Volltext) gerade mal drei Themen, die dazu noch sehr speziell sind. Das hat mich verwundert, weil es doch eine so ganz "spezielle" Verwendungsform ist, die geradezu "nach Aufmerksamkeit schreit" (Meinetwegen kann das Thema auch beliebig umbenannt werden.)
Daher hier mal ein Beispiel:


Vermutlich eines der schlechtesten Beispiele, die man beisteuern kann. Nichtsdestotrotz hier eines dieser Streifbänder, die mir außerhalb der Philatelie nur aus dem Wertpapierhandel bekannt sind. Immerhin international aus Indien (Dehli) nach Deutschland (Braunschweig) vom soundsovielten, würde ich gern sagen, aber bei dem Stempel? Die Marken sind allerdings aus dem Jahre 2008, also relativ jung.
Vielleicht findet sich bei Euch noch etwas, um diesem Thema etwas Leben einzuhauchen.
Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
@ Pommes [#1]
Hallo Thomas,
vielleicht könnte man diesen Titel umbenennen in
"Frankierte Streifbänder aus aller Welt" ?
Streifbänder können ein ganz reizvolles Thema sein, aber üblicherweise wird da deutlich unterschieden zwischen frankierten Streifbändern, also solchen, die nur Briefmarken tragen, und solchen, die Ganzsachen sind, also eingedruckte Wertstempel tragen. Außerdem sind Streifbänder üblicherweise Teile einer Ländersammlung, bei mir zum Beispiel von Österreich, der Schweiz, von Frankreich oder Großbritannien oder aber sogar nur nach Spezialthema. Das, was bisher hier unter "Streifbänder" zu finden ist, sind hauptsächlich österreichische vorausentwertete Streifbänder (Ganzsachen) des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins (DÖAV).
Dein Beispiel aus Indien ist interessant, dürften doch nicht viele rein frankierte Streifbänder erhalten geblieben sein. Vielleicht finde ich mit einigem Suchen noch eine Ergänzung zu deinem Thema, ich werde mal schauen.
Viele Grüße
Ingo
Hallo Pommes,
ich habe heute eigentlich nicht viel Zeit. Aber für ein Streifband langt es allemal:

Die Société Luxembourgeoise de dépôt et de crédit gab damals ein wöchentliche Finanzzeitschrift heraus. Ich gehe einmal davon aus dass diese hier an einen Kunden nach Paris verschickt wurde.
Hier ein kleine Auszug:

Lulu
@ Cantus [# 2]
Warum umbenennen? Sind denn keine markenlosen Streifbänder (zu Beginn wurde diese Versandform "unter Kreuzband" genannt) bekannt?
Hier ein Beispiel aus Luxemburg davon:

Vorderseite einer Kreuzbandsendung vom 2. Januar 1861 ab REDANGE nach Roodt im Kanton Capellen. Da die Sendung handschriftlich mit
10 taxiert wurde, könnte es sich beim Inhalt in dieser Tarifperiode um Drucksachen gehandelt haben; der Tarif war 0,02 Centimes je Blatt.

Das Kreuzband wurde in der Distribution KAP als
Retour behandelt und am 16.1.1862 nach Diekirch weitergesandt. Der Durchgangstempel LUXEMBOURG und der Ankunftstempel DIEKIRCH (beide vom Typ 05) vom 18.1.1862 bestätigen die Reise des weil noch kompletten ungewöhnlichen Belegs.
Richtig ist, dass auch frankierte Streifbänder nicht häufig zu finden sind – sie wurden beim Öffnen meist zerrissen.
Mit besten Grüßen
DiDi
@ Mondorff [#4]
Hallo DiDi,
ich könnte hier locker über zweihundert verschiedene Ganzsachen-Streifbänder von Österreich zeigen, von Frankreich und der Schweiz weniger, auch einige vom Deutschen Reich, aber das gehört bei mir immer unter den Oberbegriff "Ganzsachen" und dann zu dem jeweiligen Land. Wenn du dir anschaust, wie die Überschriften zu den von mir gegründeten Themenbeiträgen lauten, wirst du feststellen, dass da immer sehr exakt definiert ist, was gezeigt werden soll. So ein Durcheinander, wie das unter anderem unter dieser Überschrift hier möglich ist, lehne ich rundweg ab, werde mich also mit Bildbeiträgen hier nicht beteiligen.
Das schließt natürlich nicht aus, dass mir eure bisher gezeigten Beiträge durchaus gefallen, denn sowohl Thomas als auch Lulu als auch du, ihr habt interessante Stücke gezeigt und beschrieben. Und ihr könnt auch gerne so weitermachen, nur ich fühle mich hier eben fehl am Platze.
Viele Grüße
Ingo
@ Cantus [#5]
Salut Cantus,
Deine Argumente sind überzeugend.
Ich persönlich hätte kein Problem damit, wenn das Thema unterteilt wäre. Es ist schon richtig: Wenn man etwas sucht, ist die Unterteilung (in diesem Fall):
Ganzsachen-Streifbänder
frankierte Streifbänder
unfrankierte Streif(Kreuz)bänder
hilfreich.
Schönen Gruß
DiDi
@ Pommes [#1]
Möchte hier ein Streifband aus England vorstellen, das Datum ist sehr schwer zu erkennen, das Stempeldatum könnte 1814 sein.
M.f.G.
Diva
Liebe Freunde,
als China-Sammler laufen mir immer wieder Sachen aus Japan über den Weg. In meinen Beständen habe ich die beiden Streifbänder aus Japan gefunden. Das eine ist ungebraucht mit einem Werteindruck (?), das andere ist gebraucht.


Kann mir bei diesen beiden Streifbändern jemand weiterhelfen mit ungefährem Ausgabejahr, beim gestempelten vielleicht mit dem Stempel oder der Adresse?
Die Abmessung des gestempelten Streifbandes sind 80x44 mm. Freue mich schon auf Eure Kommentare!
Liebe Grüsse
Jacques
@ Pommes [#1]
@ cantus [#2]
Liebe Freunde,
ich würde den Titel "Streifbänder aus aller Welt" beibehalten. Da es ja viele Streifbänder mit eingedrucktem Wertzeichen gibt, könnten diese unter einem Titel "Frankierte Streifbänder aus aller Welt" wie vorgeschlagen nicht eingebracht werden!
liebe Grüsse
Jacques
Hier ein Streifband aus Mexiko:
@ diva [#7]
1814 kommt meiner Meinung nach als Datum nicht in Frage. Ein Tippfehler ? Ich könnte im Stempelbuch nachsehen ab wann dieser Stempel im Gebrauch war.
beste Sammlergrüße
Lulu
@ zockerpeppi [#11]
Hallo Lulu,
ich würde eher auf 18 4 (18. April) tippen.
Lg, harald
@ zockerpeppi [#11]
Guten Morgen,
vielen Dank für die Info über den Stempel, ich konnte das Datum einfach nicht erkennen. Danke nochmals.
Liebe Grüße
Diva
@ merkuria [#8]
Hallo,
das ungestempelte Streifband stammt aus dem Jahr 1880. Die Inschrift lautet "Zeitungsumschlag" (Abbildung Nr. 2). Nr 1 stammt vom seltenen Streifband von 1872, die Inschrift "Eingeschriebener Zeitungsumschlag".
Beste Grüße Bernd
@ BD [#14]
Guten Morgen Bernd,
besten Dank für Deine Auskünfte. Freue mich, dass ich diese beiden für mich bis anhin "Unbekannten" nun zeitlich zuordnen kann!
beste Grüsse aus der Schweiz
Jacques
@ Pommes [#1]
.Hier mal wieder ein frankiertes Streifband - bei mir logischerweise aus etwas älterer Zeit. Herzberg Ra2 auf der Hannöver'schen Kreuzbandmarke Mi 6a; hier wird einmal mehr deutlich, warum diese Marken relativ selten sind. Zum Öffnen der Sendung wurde die Marke zumeist zerrissen (Gleiches gilt etwa für den Sachsendreier oder den Bayerneinser).

Liebe Grüsse - Rolf
@ Gerhard [#17]
Gemäß Art. 36, §§ 3 und 4 des Weltpostvertrages von Paris (1947) war der Versand von Drucksachen ohne gewerbliche Anzeigen mit fünfzig Prozent Ermäßigung auf den regulären Posttarif gestattet.
In welchem Zeitraum dieser Artikel in der CSSR angewendet wurde, entzieht sich meiner Kenntnis; in Spanien kam dieser reduzierte Tarif von 1952 bis 1998 zum Tragen.
Beste Philagrüße
Ralf
@ buzones [#18]
Und wieder was dazu gelernt; danke für die schnelle Antwort.
mphG
Gerhard
Hallo zusammen,


hier eine Zeitungsbanderole
(Streifband) einer Hörerzeitschrift PARIS VOUS PARLE der damaligen staatlichen
französischen Rundfunkgesellschaft O.R.T.F. [1] aus dem Jahre 1965. Nach dem vorderen Aufdruck Dispense de timbrage eigentlich von Postgebühren befreit (bei Inlandsversand ?). Auf der Rückseite findet sich aber ein Freimachungsstempel vom 11.10.1965 mit 0,12 F.

Damit ich den schwachen Stempelabschlag auf dem Scanner einigermaßen wieder finde, habe ich mir die Bleistiftmarkierung angebracht.
Die ORTF hatte übrigens wenige Jahre vorher in Paris ein großzügig angelegtes neues Domizil, das
Maison de la Radio, an der Avenue du President Kennedy bezogen. [2]
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Office_de_Radiodiffusion_Télévision_Française
[2]
https://de.wikipedia.org/wiki/Maison_de_la_Radio
Hallo,
ich möchte mal wieder was aus meiner Streifbandkiste zeigen.

Als Drucksache von Belgrad in Jugoslawien in die Schweiz gelaufen, mit Marke frankiert und 1957 sauber gestempelt, das sieht man nicht so oft. Schließlich war das Streifband "Abfall".
Handelsneuigkeiten könnte man den Blatttitel übersetzen. Es gehörte zum Wirtschaftspropaganda-System Jugoslawiens und ist wohl nicht lange am Markt gewesen.
Gruß
Uwe
Hallo,
hier hole ich mal das Streifband der Maristen-Blätter, das von Frankreich in die Schweiz lief, raus. Der Maristenorden wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in Frankreich gegründet und versteht sich bis heute als "Baum mit vielen Zweigen", als Zusammenschluss einer großen Zahl von Menschen: Priester, Brüder, Schwester und Laien dienen alle einem gemeinsamen Ziel. Die fünf Werte der Maristen: Einfachheit, Präsenz, Familiensinn, Liebe zur Arbeit, in der Weise Mariens.
Das Streifband scheint vorproduziert und wurde wohl mit vorhandenen Marken frankiert. Schöne Mischfrankatur, die da entstand.
Gruß
Uwe
Liebe Freunde ausländischer Streifbänder!
Nachstehende Ganzsache habe ich kürzlich geerbt, kann dem Exemplar aber nicht viel entnehmen.

Es handelt sich um eine Streifbandganzsache vom Kap der guten Hoffnung aus der Zeit von Queen Viktoria. Ein Datum steht leider nicht nauf dem Stempel, der auch ansonsten nichts Informatives hergibt. Und da die Adresse keine Länderangabe aufweist, vermute ich eine Inlandsverwendung. Soweit ich weiß, ist Sea Point ein Vorort von Kapstadt, wo die Empfänger Mrs. und Mr. De Bruyn in der Queen's Road wohnten. Auch das Porto von einem halben Penny deutet auf eine Inlandssendung hin. Es würde mich freuen, wenn jemand hier mehr über diese Art von Stempel sagen kann.
Mit herzlichen Grüßen
Grossbritannien Streifband vom 15.01.1978 von London nach Frankfurt mit rotem Stempel LONDON 2 ND PAID. Vermerk Printed Paper Reduced Rate (ermässigte Gebühr),


Schönen Gruß
Sepp
Streifband aus Paraguay Ascher Nr.1 von 1887 gelaufen in Buenos Aires, Datum im Stempel für mich nicht lesbar.


Schönen Gruß
Sepp
Hallo zusammen,
ein Streifband aus Frankreich übermittelt unserem früheren Pfarrer wohl regelmäßig die "ANNALES DE NOTRE-DAME DE LOURDES".
Das in einem Buch als Lesezeichen entdeckte Exemplar stammt ausweislich des rückseitig vorhandenen Ankunftsstempel "PFLAUMLOCH" vom September 1898.


Das Streifband gibt dem Abonnenten zudem wichtige Hinweise:
Pour les REABONNEMENTS et les RECLAMATIONS, il est INDISPENSABLE d'envoyer une bande d'adresse
Tout abonnement commence le 30 avr et finit le 30 mars suivant
Bei Ummeldungen und Reklamationen ist die Zusendung eines Adressstreifens unbedingt erforderlich
Alle Abonnements beginnen am 30. April und enden am darauffolgenden 30. März
Einen schönen Herbstsonntag nach einer langen Nacht wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin
Hallo zusammen,
eine offenkundige Streifbandsendung dieser Bücherliste der Librairie Bonaparte vom 26.5.1979 aus Paris (?) nach Darmstadt, auch wenn hier kein besonderer Vermerk zur Versandart angebracht ist. Freigemacht mit MiNr 2086 und MiNr 2141. Leider kann ich den Stempel, auch nach Recherche in unserer Stempeldatenbank, nicht vollständig deuten.



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Hallo zusammen,
bei diesem Briefstück vom 8.10.1973 aus LAHOLM mit der Maschinenkennung LIC 18754 bin ich mir nicht sicher, ob hier wirklich eine Streifbandsendung vorliegt. In der Stempeldatenbank bzw. Forum konnte ich bisher nicht fündig werden.

Der Google Übersetzer konnte mich auch nicht überzeugen: Masskorsband Pris- och rabattlistor = Preis- und Rabattlisten für Massenschwellen (?) Ob sich hier jemand auskennt?
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
@ epem7081 [#28]
Hallo Edwin,
vielleicht ist die Antwort meiner KI sinn-erhellend ? Bitte letzten Satz beachten.
was heisst " masskorsband pris- och rabattlistor " in deutsch ?
"masskorsband pris- och rabattlistor" bedeutet auf Deutsch:
"Massen-Kreuzband Preis- und Rabattlisten".
Die Begriffe lassen sich wie folgt aufschlüsseln:
masskorsband: Massen-Kreuzband (Dies bezieht sich technisch auf eine Versandart für Massensendungen, oft für gedruckte Materialien wie Kataloge oder Listen, die zu ermäßigten Tarifen verschickt wurden).
pris- och: Preis- und
rabattlistor: Rabattlisten
KI-Antworten können Fehler enthalten.
@ Richard [#29]
Hallo Richard,
vielen Dank für Deine weitere Recherche. Entscheidend ist hier sicher der Begriff Kreuzband. Dazu ein Auszug aus "Das Postwesen unserer Zeit: Abhandlungen u. Mittheilungen über alles Wissenswerthe in den Einrichtungen u. Reformen des Postwesens aller Länder Herausgegeben von F. W. Heidemann u. G. F. Hüttner, Band 1 1854" .

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
Liebe Streifband-Interessierte!
Heute zeige ich Euch noch ein recht exotisches Exemplar älteren Datums.

Es handelt sich um eine Ganzsache aus Barbados in der Karibik mit einer Halfpenny Zusatzfrankatur.
Die Stempelinschrift lautet: Barbados / G.P.O. (für General Post Office) vom 29. Juli 1909
Empfänger war Mr. Herm. (wahrscheinlich Hermann) Löwe aus Mettmann, Rheinland.
Ich frage mich nur, welche Zeitung ihm damit zugeschickt wurde.
Mit herzlichen Grüßen
Gunther
Streifband 2 Centavos aus Argentinien aus dem Jahre 1901. Verschickt nach Hannover.

Argentinien 1 Centavos aus dem Jahr 20. Februar 1897. Rückseite Absender "Administration de la Democracia" - " Verwaltung der Demokratie"
Absendeort kann ich nicht lesen. Empfänger in Chile.

Streifband aus Guatemala. Werteindruck 10 Centavos "Exposicion Centro- Americana" "Zentralamerikanische Ausstellung" aus dem Jahr 1897.
