Thema:
Bund: Bogenrand Besonderheiten
Am: 22.03.2012 10:22:07
Gelesen: 9345
# 1
Hallo Briefmarken Freunde,
heute jemand dabei der vielleicht weiß, ob und wie weit es eine Rolle spielt, das auf dem Briefmarken Rand das (M) fehlt, das steht für Mark.
Vielen Dank im Voraus an alle und verbleibe mit
freundlichen Grüßen
Heinrich
Am: 22.03.2012 11:27:32
Gelesen: 9333
# 2
Guten Morgen, Heinrich!
Auf dem Oberrand (?) der abgebildeten Marken kann es kein "M" geben, weil dort bei der Herstellung keins eingedruckt wurde!
Leider abermals keine "Rarität"!
Trotzdem noch einen schönen Tag und auch weiterhin viel Spaß beim Suchen irgendwelcher "Abartigkeiten"!,
lueckel2010
Am: 27.11.2013 09:24:38
Gelesen: 8633
# 3
Habe kürzlich einen Dreierstreifen ** mit im Unterrand eingedruckter Hausauftragsnummer, Bund Mi.-Nr. 211, erhalten. Unter allen drei Marken ist im Rand eine gestrichelte Linie in der Markenfarbe eingedruckt (siehe Scan).
Bei allen anderen im Buchdruck hergestellten Marken von Bund/ Berlin ist mir "so etwas" noch nicht aufgefallen. Vielleicht habe ich es auch nur übersehen. Wer kann etwas dazu sagen?
Im Voraus vielen Dank für kompetente Auskünfte, "lueckel2010"
Am: 27.11.2013 14:46:16
Gelesen: 8595
# 4
Hallo Lueckel2010,
diese punktierte Linie bei der Kraftpost ist bekannt. Wenn du sie vergrößerst stellt du fest, dass es keine Punkte, sondern kleine Rechtecke sind.
Bei dieser gepunkteten Linie handelt es sich um die ca. 2 mm breite Strichelleiste, die auch z.B. beim Brandenburger Tor, Heuss etc. zu finden ist.
Sie ist hier jedoch schräg eingepasst worden oder war nicht ganz plan, so dass lediglich auf der höher liegenden Kante Farbe angenommen und übertragen wurde. Somit erscheint die Strichelleiste als gepunktete Linie. Dies ist die Erklärung der Bundesdruckerei zu dieser Besonderheit.
Gruß
Peter
Am: 27.11.2013 18:00:07
Gelesen: 8561
# 5
@ Kaesklepper [#4]
Guten Abend, Peter!
Vielen Dank für die schnelle "Aufklärung"! Wieder etwas schlauer geworden. Wenn man sich den von Dir beschriebenen Vorgang einmal verinnerlicht, wird das Ganze plausibel. Vergleichbar ist es dann wohl mit den so genannten Strichelleisten, die ja für den Plattendruck (Markenheftchenbogen, diverse Dauermarken etc.) typisch sind.
Viele Grüße, Gerd
Am: 27.11.2013 23:30:40
Gelesen: 8532
# 6
Hier ist noch ein Beispiel aus dem Buch meines Freundes Herwarth Heintzen zu diesem Sachverhalt. Wie du siehst, gibt es diese Besonderheit auch bei anderen Markenausgaben. Hier bei der Berliner Ausgabe, aber hier seitlich.
Gruß
Peter
Gruß
Peter
Am: 24.05.2015 12:08:56
Gelesen: 8024
# 7
Hallo Zusammen,
heute möchte ich einen Beleg vorstellen, der eine Farbtonskala am Bogenrand zeigt. Das Ganze auf einem gelaufenen Brief als Mehrfachfrankatur:
BRD Mi.Nr. 468 "Internationale Verkehrsausstellung München 1965"
Gelaufen ist der Beleg von Hanau nach Wiesbaden (25.10.1966).
Beste Sammlergrüße,
Yoska
BRD Mi.Nr. 468 "Internationale Verkehrsausstellung München 1965"
Gelaufen ist der Beleg von Hanau nach Wiesbaden (25.10.1966).
Beste Sammlergrüße,
Yoska
Am: 29.03.2023 10:35:27
Gelesen: 3000
# 8
Hallo Zusammen,
eine recht seltsame Perforation auf der linken Seite eines Bogens der Seenotrettung (Bund Nr. 478) ist mir unter das Mikroskop geraten. Habt Ihr so etwas schon mal gesehen?
Viele Grüße
Ben.
Viele Grüße
Ben.
Am: 16.11.2025 17:24:56
Gelesen: 1121
# 9
Hallo zusammen,
ich habe gerade bei der Durchsicht einer kleinen Sammlung welche zur Auflösung steht etwas entdeckt was mir Rätsel aufgibt.
Was bedeuten die Zudrucke rechts oben auf dem Bogenrand? Sie sind aufgedruckt.
Mal ist es die Hälfte, mal weniger als die Hälfte des Bogenwertes.
Einmal sogar geändert!
Viele Grüße
Matthias
Viele Grüße
Matthias
Am: 16.11.2025 17:59:28
Gelesen: 1108
# 10
@ Roda127 [#9]
Hallo Matthias,
das sind korrigierte Bogenwertzudrucke. Dazu gibt es Veröffentlichungen von Günther Schwarz (und anderen). Hier bei Philaseiten gibt es einige wenige Beiträge dazu. Aber diese sind zum Teil nicht mit den korrekten Bezeichnungen eingestellt worden.
Ich bin jederzeit bereit, genauere Auskünfte zu geben. Die Dauerserien wurden höher bewertet. Der korrigierte korrigierte Wert ist kurios, aber nicht extrem selten.
Beste Grüße
Heinrich
marcofilius
Am: 16.11.2025 19:55:54
Gelesen: 1076
# 11
@ marcofilius [#10]
Hallo Heinrich,
erst einmal vielen Dank für diese Information. Nun kann ich genauer suchen.
Eventuell melde ich mich mal bei Dir.
Viele Grüße
Matthias
Am: 16.11.2025 23:51:18
Gelesen: 1043
# 12
Der Wertzähler wurde korrigiert, da es sich um klischeegestempelte Bögen für die Versandstelle handelte. Alle Marken, die keinen Vollstempel abbekamen, wurden mit einem dicken X entwertet. Folglich enthielt der Bogen nur einen Bruchteil verkaufbarer Marken, z.B. 44 statt 100 bei der 110 Pf Industrie & Technik. Folglich mussten die Zähler oben korrigiert werden, um bei der Abrechnung korrekt durchzählen zu können.
Am: 18.11.2025 19:55:51
Gelesen: 959
# 13
@ Roda127 [#9]
Als Ergänzung zu dem Thema "Korrigierte Bogenwertzudrucke" sei die folgende Seite [1] empfohlen. Diese enthält eine Übersicht zur Entstehung der KWBZ, den betroffenen Briefmarkenausgaben sowie zu den verschiedenen Stempelvarianten der Versandstellen.
Gruß
Stefan
[1] http://www.kbwz.de/
Am: 18.11.2025 21:16:54
Gelesen: 938
# 14
@ Stefan [#13]
@ Teekay
@ marcofilius
Vielen Dank für Eure erklärenden Hinweise.
Ich werde mich damit in den nächsten Tagen einmal näher beschäftigen.
Interessant was es so alles gibt.
Viele Grüße
Matthias