Thema:
Vorphilatelie: Brief von London nach Mi(e)ngen an der Donau
der Absender zahlte 5 Shilling 4 Pence für GB, den Transit über die Nordsee und Frankreich bis zum Rhein, ein sogenanntes Grenzfranko. So weit ich weiß, war die Aufteilung des Teilfrankos hälftig zwischen GB und Frankreich vereinbart, so dass jede Postverwaltung 32 Pence = 32 Decimes erhielt, wodurch wir wissen, dass er etwas schwerer war. Unten links ist die 4. Gewichtsstufe angezeigt.
Baden erhielt 28 Kr. und Württemberg weiter 24 Kr., die mit 52 Kr. addiert dem Empfänger in Rechnung gestellt wurden. Während in Frankreich 7,5g als einfach galten, waren es hier halbe kölnische Lothe in Baden und halbe Münchener Lothe in Württemberg, wenn mich mein Gedächnis nicht trügt.
Botschaften und Konsulate waren im Ausland nicht portobefreit - nirgendwo. Eine württembergische Portobefreiung war nicht gegeben, weil die Adresse bzw. der Absender dies nicht hergaben.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
4 mal 8 Pence = 32 Pence = 2 Sh. 6d.
In Baden und Württemberg progressierte der Brief geringer.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
hast Recht - ich hatte mich verschrieben und korrigiere das jetzt.
Liebe Grüsse von bayern klassisch
Schiffsbrief Paketschiffsbrief 1840-54 8d. 1/- 1854-63 6d. 6d. 1863-77 3d. 1/- 1877-79 6d. 1/-
Darunter zu verstehen; Schiffsbriefe waren von privater Natur. Der Kapitän erhielt eine Vergütung von 2d. pro mitgenommenem Brief, auch bei der Einlieferung an das Postamt wurde ihm diese Vergütung ausgezahlt. Paketschiffe waren diejenigen die amtlich (auf Vertrag) für die Regierung tätig waren. Kapitäne solcher Schiffe erhielten nur ein Lohn. Diese Löhne waren je nach Reise und Entfernung im Voraus auf Vertrag vereinbart. Obige Preise sind jeweils für ein Halbes Lot (14-15g) ½oz. Unter RMSP (Royal Mail Steamship Packet Company) kann man mehr erfahren. Zum dem Brief muß er folglich älter sein 1822 oder 1832. Die Stempelform 29NO29 fand nach 1840 kaum Verwendung. Schwerpunkt ihre Verwendung liegt zwischen 1810 und 1835. mfG Nigel