Thema:
Bund Dauerserien Rollenenden
Hallo an Alle,
um nicht ein neues Thema der B/S zu öffnen, stelle ich diese Marke hier ein.
Handelt es sich hier um geklebte Papierbahn, Rolle oder Bogen? Andere Bewertung? Aufklärung ist erwünscht.
Schöne Grüsse,
Chuck


[Rollenenden sind ein gesondertes Thema wert gewesen und wurden redaktionell ausgegliedert]
@ chuck193 [#6]
Es handelt sich bei Deiner Marke um die erste Marke einer Markenrolle.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ chuck193 [#6]
Moin,
wie Concordia CA schon richtig darstellt, handelt es sich um einen Rollenanfang.
Zeige hier ein weiteres Beispiel einer Briefdrucksache und Rollenanfang aus 1984.
Gruß Jürgen
@ Concordia CA [#7]
Hi Jürgen,
vielen Dank für die Antwort. Jetzt weiss ich jedenfalls wo die eingestuft werden. Da ich noch eine andere davon habe.
Schöne Grüsse,
Chuck
Hallo Chuck,
wie die Überschrift schon sagt, handelt sich hier um die letzten Marken einer Markenrolle, also um ein Rollenende. Der grüne Streifen ermöglichte die Ausgabe der letzten Marke einer Rolle in Münzwertzeichen- oder Handwertzeichengebern.
Die erste Marke einer Rolle den Rollenanfang erkennt man an der hohen Zählnummer. 500er Rolle Zählnummer 500, 1000er Rolle 1000 Zählnummer etc.
Manfred
SWK farbiges Papier auf Rückseite
Hallo liebe Wissende,
auf einigen Marken der SWK Serie fand ich nach dem ablösen grünes Papier auf der Rückseite der Marken.
Sind dies auch geklebte Papierbahnen?
Oder kann mir jemand erklären, was es damit auf sich hat?
Als ich nur eine Marke mit dem Papier fand, wußte ich schon nichts damit anzufangen. Nachdem ich nun aber einige fand, auf denen das zu finden war / ist, bin ich der Meinung, dass dies keine Ausnahme oder Seltenheit darstellt.
Würde mich - mal wieder - riesig freuen, wenn sich jemand findet, einem "Dummkopf" auf die Sprünge zu helfen.
Vielen lieben Dank im Voraus und schöne Adventszeit wünsche ich.
Kalle
Worauf klebten die Marken denn? Kuverts, Postkarten, Packpapier ... ?
Ein Bild wäre vielleicht hilfreich, auch vom Status quo.
-jmh
@ Kalle63 [#6]
Auf einigen Marken der SWK Serie fand ich nach dem ablösen grünes Papier auf der Rückseite der Marken.
Deine Beschreibung hört sich nach Rollenenden von Markenrollen an, Abbildungen siehe auch in [#9].
Gruß
Pete
[Beitrag redaktionell auf das von Pete verlinkte Thema verschoben]
Papierstreifen auf Rückseite bei Dauerserie
Hallo und guten Abend,
beim Stöbern habe ich eine Marke aus der Dauerserie Sehenswürdigkeiten gefunden, auf deren Rückseite sich ein grüner gezähnter Papierstreifen befindet.
Ich vermute, dass hiermit Rollenenden zusammengefügt wurden. Liege ich hiermit richtig, oder gibt es eine andere Erklärung? Ist diese Marke eine interessante Sammlermarke?

Gruß Horst
@ H.G.W. [#9]
Deine Vermutung ist richtig.
Nur keinen Stress.
Vielen Dank für die schnelle Info!
Das ist die erste (halbe) "Marke" des Rollenenden 4er-Streifen, wie es früher bei den Rollenmarken üblich war. An den Rollenenden wurde (bis zu dem Marken der Sehenswürdigkeiten?) Rollenenden mit einer halben Markengröße und 4 weiteren anhängenden Leerfeldern auf der letzten Rollenmarke angeklebt. Die Farben dieser Rollenendstreifen variieren. Farbspezifikationen wurden von Herrn Schmidl, ehemals BPP, vorgenommen.
Die Farben der Rollenendstreifen bedingen je nach dem auch einige Aufschläge. Genaueres ergibt auch der Mi-Katalog der Rollenmarken.
Gruß
Michael
Eine Frage zu Rollenmarken-Enden: Im Michel-Rollenmarken-Katalog finden sich bei Bund-Ausgaben nur Preis-Angaben zu Rollenenden mit mehreren (4) Leerfeldern.
Warum gibt es keine Angaben zur letzten Einzelmarke mit dem auf der letzten Marke klebenden halben Leerfeld, so wie oben zu sehen? Eine solche Marke ist auch ohne alle Leerfelder eindeutig das Rollenende und damit pro Rolle einmalig. Ist das für RM-Sammler uninteressant?
Gruß
Uli
@ uli [#14]
Rollenenden
Die Frage von Uli aus dem Februar beschäftigt mich inzwischen auch, weil mir etliche Einzelmarken ohne Leerfelder angeboten wurden. Ich zeige hier einige und hoffe, dass die Bilder zu Antworten anregen.
Marken von vorne:

und die Marken von hinten:

Sammelt überhaupt jemand diese "allerletzten" Marken?
Heinrich
@ uli [#14]
@ marcofilius [#15]
Hallo,
ich habe keinen Katalog für Rollenmarken und ich habe auch keine Kenntnis, wie hoch Rollenenden, ich meine damit die mit vier Leerfeldern, überhaupt bewertet sind. Vielleicht kann da mal jemand ein paar Beispiele nennen.
Nur, aus einem Rollenende mit 4 Leerfeldern könnte man wohl mit diesen Leerfeldern, natürlich manipulativ, acht weitere Marken als Rollenende-Marken produzieren.
Damit müsste der Wert eines Rollenendes mit vier Leerfeldern mehr als 9x so hoch sein, als eine Rollenende-Marke ohne Leerfelder, rein rechnerisch.
Nur so wäre eine Manipulation rechnerisch sinnlos.
Es stellt sich aber die Frage, ob Rollenenden generell so hoch bewertet sind, das ein Neuntel (oder Zehntel) davon immer noch höher ist als die Bewertung einer normalen Marke?
Vielleicht betrachte ich das Ganze aber auch nur zu mathematisch.
Rechnerische Grüße,
Klemens
@ marcofilius [#15]
Guten Abend, Heinrich,
ich nehme an, dass die Endstreifen zwar zentral (in der -ehemaligen- Bundesdruckerei?), aber manuell auf die letzte Marke einer fertigen Rolle aufgeklebt wurden. Für diese These spricht die vereinzelt schräge Anbringung (siehe dritte Marke von links in der unteren Reihe Deiner Abbildung).
Es könnte sein, dass die Endstreifenfragmente sich im Wasserbad von dem Marken lösen. Habe hier einige Exemplare mit (kompletten) Endstreifenfrankaturen (Bund/ Berlin) rumliegen, für die sich bislang noch kein Interessent gefunden hat. Werde mal einen Beleg opfern und den ausgeschnittenen Streifen wässern. Über das Ergebnis berichte ich dann hier.
Der Manipulationsthese von Klemens (Frankenjogger) kann man nur zustimmen. Eine höhere Bewertung wird meiner Meinung nach nie erfolgen und ist wohl auch nicht gerechtfertigt! Allerdings ist bei Michel ja mittlerweile fast nichts mehr unmöglich!
Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert
Hallo Sammlerfreunde,
zur Ergänzung: In meinem Michel-Rollenenden Katalog ´06 steht in der Einführung, etwas versteckt:
Rollenenden, die nur noch aus 3 Leerfeldern bestehen, rechtfertigen nur 60%, Rollenenden aus 2 Leerfeldern nur 35% und aus einem Leerfeld nur 10% des Katalogwertes.
Gruß aus der Lüneburger Heide
Michael
@ Frankenjogger [#16]
Hallo Klemens,
mein Rollenmarken-Spezial-Katalog ist wahrscheinlich auch nicht der Neueste (2006), aber sehr viel ändert sich ja meistens nicht und die Preise sind immerhin in Euro.
Die Preise sind sehr unterschiedlich je nach Farbe der Leerfelder. Beispielsweise schwankt der Preis einer Einzelmarke (1+4) der 10er Burgen und Schlösser (Mi 913) zwischen 1 € und 192 €. Dabei wird kein Unterschied gemacht zwischen postfrisch und gestempelt auf Beleg (gestempelt ohne Beleg ist ausgeklammert). Die gleiche Michelnummer mit 5 Marken (davon eine mit Nummer 005) und vier Leerfeldern bewegt sich dann je nach Farbe zwischen 3,70 € und 770 € (ich habe kein Komma vergessen!). Wenn man die Einzelmarke ohne besondere Kennzeichen mit 0,30 € ansetzt ergibt das bei 1+4 den gut 3-fachen Preis. Wenn der 5er-Streifen im Spezial mit 2 € steht, ist demgegenüber 5+4 keine rechte Preissteigerung.
Eine gestempelte Einzelmarke mit halbem Leerfeld kann eigentlich nur als echt gelten, wenn sie noch auf dem Beleg klebt. Alles andere ist nicht prüfbar.
Das Entscheidende ist also die Farbe der Leerfelder.
Viele Grüße
Thomas
@ Taschentuch [#18]
@ opti53 [#19]
Danke für den kurzen Einblick in die Wertigkeit von Rollenenden.
@ opti53 [#19]
Lassen sich die Farben eigentlich genau bestimmen? Oder ist da auch ein klein bisschen Voodoo mit dabei?
Auch wenn es etwas sarkastisch klingen mag, die Frage ist ernst gemeint.
Schönen Abend,
Klemens
Hallo Klemens,
die Farben der Leerfelder sind im Michel-Farbenführer zu besichtigen. Während sonst der Farbenführer von begrenzter Güte ist (siehe meine Ausführungen in den Feeds zu Phila Color Check und PERFOMaster 4000) sind die Farben der Leerfelder einigermaßen übersichtlich. Die teuren Leerfelder kommen tatsächlich nur selten vor, da es dabei um Produktionsumstellungen geht, bei denen alte Leerfelder für neue Marken verwendet wurden.
Viele Grüße
Thomas
@ Frankenjogger [#20]
Zeige dir mal eine Farbenkarte von den fünf unterschiedlichen Leerfelderfarben aus der Sehenswürdigkeiten-Serie.

Die Bewertung vom Michel-Rollenmarkenkatalog aus dem Jahre 1995.
Als Beispiel: 80 Pfg Zeche Zollverein. Mi Nr 1342
Nr 1342: Sehenswürdigkeiten mit 5 Rollenenden und 4 Leerfelder und Gummi 30: v
Leerfeldfarbe helltürkis (ht) = 500 MichelMark.
Leerfeldfarbe gelbtürkis (gt) = 380 MichelMark
Leerfeldfarbe blautürkis (bt) = 190 MichelMark
Leerfeldfarbe grautürkis (gt) = 35 MichelMark
Leerfeldfarbe hellgelbgrün; Unter UV Licht hell (hgg x Faserpapier) = 25 MichelMark
Leerfeldfarbe hellgelbgün; Unter UV Licht dunkel (hgg y Normales Papier) = 50 MichelMark
Diese Rollenenden mit den Leerfeldern sollten nicht geknickt sein und auch einen jungfräulichen Markengummi besitzen. Andernfalls wertmindernd.
Ich habe dieses Gebiet (Rollenmarken mit Leerfelder incl. den dazugehörenden Banderolen und Verschlussteller) schon vor etlichen Jahren aufgegeben.
mfg
erron
@ opti53 [#21]
@ erron [#22]
Hallo und vielen Dank für eure Infos.
Den Farbenführer habe ich und ich habe die Farben dort auch gefunden.
Ich sammle Rollenenden wenn, dann nur auf Brief, aber auch nicht im Speziellen. Deshalb werde ich mir auch keinen Spezialführer Rollenmarken zulegen.
Aber eure Infos haben mir schon ein bisschen geholfen.
Viele Grüße,
Klemens
@ Frankenjogger [#23]
bis heute war mir dieses Thema kaum bekannt. Nun habe ich selbst in einem Album ein Rollenende beim Inzlinger Wasserschloss entdeckt und freue mich einfach darüber. Eine Farbunterscheidung [#22] werde ich auf Grund meiner schlechten Augen nicht vornehmen wollen. Das wunderbare Wasserschloss (mit Gastronomie) kann ich jedem Südbaden-Reisenden übrigens als Ausflugsziel nur empfehlen.
Liebe Grüße
10Parale
Einen Streifen vom Rollenanfang der MiNr. 179 x auf Beleg mit einem sauber abgerollten Handrollstempel findet man nicht alle Tage. Der Brief, versehen mit dem Stempel (22a) Essen-Kray 1 g, wurde am 21. Mai 1962 innerhalb von Essen verschickt.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Dieser Streifen vom Rollenanfang der MiNr. 302, wurde am 14. Juni 1962 mit dem Handrollstempel (22a) Essen-Kray 1 g versehen. Offensichtlich ein nicht gelaufener Sammlerbrief, da es sich nicht um eine Massendrucksache oder eine Zeitungsdrucksache handelt, bei denen diese Portostufe zuträfe.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Diesmal kann ich eine portorichtig freigemachte Postkarte mit dem Stempel (22a) Essen-Kray 1 b vom 11. Juli 1961 zeigen, die nach Tötensen geschickt wurde. Freigemacht wurde sie mit einem Streifen vom Rollenanfang der MiNr. 303 zu 10 Pfg. aus der Dauerserie Heuss III.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Ein Streifen vom Rollenanfang der MiNr. 348y wird ergänzt durch einen waagerechten Streifen der Berliner Ausgabe aus der Dauerserie Bedeutende Deutsche, sowie einen waagerechten Zweierstreifen der MiNr. 140x aus der Dauerserie Berliner Stadtbilder. Der mit 30 Pfg. portorichtig freigemachte Brief bis 20 g im Fernverkehr, wurde am 18. April 1967 mit dem Handrollstempel 43 Essen-Kupferdreh f versehen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Einen weiteren Streifen vom Rollenanfang der MiNr. 179 x zu 5 Pfg. kann ich zusammen mit einer MiNr. 184 x W wr zu 15 Pfg., also einer Marke mit Rückennummer, zeigen, die am 20. Juni 1961 versehen mit Stempeln von (22a) Essen-Kray 1 b auf einem Fernbrief bis 20 g nach Tötensen verwendet wurden. Ich hoffe, ich habe den Nummern-Buchstabensalat der Michelbezeichnungen richtig hinbekommen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Ein weiterer Brief nach Tötensen, diesmal versehen mit dem Stempel (22a) Essen 7 yc vom 21. September 1960, wurde portorichtig frankiert für einen Fernbrief bis 20 g, mit einem Rollenanfang der MiNr. 304.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen