Briefmarken Atteste

Thema:

Marken bestimmen: Sri Lanka / Ceylon

Kieskutscher Am: 26.04.2011 13:54:22 Gelesen: 10511 # 1
Marken bestimmen: Ceylon MiNr. 46 und 97 mit Aufdruck CAVE Die beiden Marken haben einen Aufdruck mit dem Wort "CAVE". Was ist das ?
petzlaff Am: 26.04.2011 14:19:31 Gelesen: 10506 # 2
@ Kieskutscher [#12] Firmenaufdruck zur Verhinderung von Markendiebstahl: http://members.shaw.ca/d.braam/Cave.html So etwas gab es im späten 19. Jahrhundert in fast allen britischen Kolonien und auch im Mutterland selbst. LG, Stefan
Kieskutscher Am: 26.04.2011 20:16:22 Gelesen: 10478 # 3
Hallo Stefan, vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Wolfgang Weber
10Parale Am: 05.01.2022 22:25:45 Gelesen: 5391 # 4
@ forum, ich zeige 2 Marken aus Sri Lanka/Ceylon und bei der Bestimmung derselbigen fiel mir eine Besonderheit beim Wasserzeichen auf. Es handelt sich um eine blaue One Penny und eine orange 10 Pence Marke. Beide Marken sind gestempelt. Bei der ONE PENNY Marke blau bin ich mir ziemlich sicher, dass es die Michel Nr. 30I a ist. I bezieht sich auf den Typ des Wasserzeichens KRONE C C . Es ist etwas schmaler, dafür 23 mm hoch. - siehe linkes Wasserzeichen - allerdings ist das C nach rechts, und nicht nach links offen, d.h. das Wasserzeichen ist umgekehrt oder wie die Engländer so schön sagen inverted. Bei der TEN PENCE MARKE orange ist das Wasserzeichen nur 21 mm hoch, dafür etwas breiter, deshalb ist eigentlich Michel Nr. 39II a die passende Katalogisierung. Nun meine Frage, hat jemand einen CEYLON Spezial Katalog und gibt es dort Hinweise auf ein inverted Watermark ? umgekehrtes Wasserzeichen? Liebe Grüße 10Parale
Martin de Matin Am: 05.01.2022 22:40:25 Gelesen: 5386 # 5
@ 10Parale [#4] Das Wasserzeichen ist nicht inverted (kopfstehend) sondern reversed (spiegelverkehrt). Die Gibbonsnummer für das spiegelverkehrte kleinere Wasserzeichen der rotorangen 10 P ist 70bx. 2003 wurde die Marke mit 8 Pfund bewertet, und im Gegensatz dazu die normale Wasserzeichenversion nit 11 Pfund. nicht immer ist die scheinbar seltenere Variante die bessere. Gruss Martin
10Parale Am: 12.04.2023 22:06:40 Gelesen: 4520 # 6
Diese violette Marke zu 6 cents mit dem Aufdruck 5 cents. mit der dicken schwarzen Linie (King George?) kann ich nicht bestimmen. Wer weiß mehr? Liebe Grüße 10Parale
volkimal Am: 12.04.2023 22:15:39 Gelesen: 4517 # 7
@ 10Parale [#6] hallo, Michel Nr. 206 von 1926. Da die Briefmarke im Michel nicht abgebildet ist, habe ich auch noch hier nachgesehen [1] Viele Grüße Volkmar [1] https://colnect.com/de/stamps/countries
10Parale Am: 19.05.2025 22:09:14 Gelesen: 2962 # 8
@ volkimal [#7] vielen Dank. Bei der BERNABA 2025 fand ich bei einem Händler diese Marke aus Ceylon mit der Nominale TWO SHILLINGS. Das Wasserzeichen ist CROWN CC. Die beiden C C sind eher rund und demnach handelt es sich wohl um die Ausgabe 1867. Da gibt es 2 Farben, blau und preußischblau. Jedoch war sich der Händler dessen wohl auch nicht sicher und hat beide Optionen offen gelassen (Stanley Gibbons 116/17). Interessant finde ich auch den Stempel, der wie so oft Rätsel aufgibt. OLA kann ich lesen. Liebe Grüße 10Parale
JanClauss Am: 19.05.2025 23:14:33 Gelesen: 2954 # 9
@ 10Parale [#8] Heinz, bei solchen Fragen immer Kimmel fragen. Ist zwar kein offizieller BPP mehr, hat aber immer noch am meisten Ahnung von gerade dieser Markengattung Ceylons. Anekdotenmäßig kann ich nur berichten, dass ich einst eine derartige Marke bei Jennes & Klüttermann in Köln ersteigern wollte. Damals war Kurt Kimmel noch BPP, und ich wollte ihn anrufen. Scans gab es ja noch nicht, digitale Kataloge auch nicht. Aber unser lieber Kurt hatte stets alle in der Welt angebotenen "ceylonesischen Viktorianer" persönlich auf dem Schirm, er kannte von Australien bis Zululand alle Victoriamarken aus Ceylon aus dem Kopf. Und was sagte mir der gute Herr: "Ihr" J-&-K-Exemplar ist bestimmt in Ordnung, aber ich hätte ein viel besseres Exemplar für Sie!" - Zurück bei J-&-K berichtete ich von diesem Telefonat. Peter Klüttermann sagte nur "Hätt ich Dir gleich sagen können: Der Kimmel ist zwar immer auskunftsfreudig, auch telefonisch und ohne offiziellen Prüfauftrag - aber am Ende des Gespräches bietet er Dir bestimmt eine "viel bessere" Marke an als die, über die Du gerade eine Auskunft erteilt haben wolltest!" Heute betreibt Kimmel eine angesehene Philateliestiftung, chapeau!
Koban Am: 20.05.2025 01:14:02 Gelesen: 2946 # 10
@ 10Parale [#8] Ich halte das für einen Sicherungs- bzw. Firmenstempel (Perfin-Vorläufer). Gruß, Koban
DL8AAM Am: 20.05.2025 14:00:02 Gelesen: 2882 # 11
@ petzlaff [#2] Kurze technische Ergänzung: Der angegebene Originallink ist inzwischen leider tot, zum Glück hat aber die Wayback Machine den letzten Stand vom Februar 2016 gesichert: https://web.archive.org/web/20160217021652/http://members.shaw.ca/d.braam/Cave.html
Korny85 Am: 15.06.2025 21:23:36 Gelesen: 2680 # 12
Ceylon Postace - Four Pence - grün ? Liebes Forum, ich habe von meinem Großvater schon vor 15 Jahren die Briefmarkensammlung geerbt. Diese lagerte in meinem Elternhaus. Mein Großvater hat schon zu Lebzeiten ein Album geerbt, welches viele Marken aus dem 19. Jahrhundert enthält, sortiert nach Ländern. Der Neugierde nach hab ich mal ein paar interessante Marken per Google-Bildersuche gescannt. Die Briefmarke im Anhang finde ich immer nur in Rot-Tönen im Internet, weiß jemand wieso diese in grüner Farbe ist? Und wieso die Briefmarke keine typischen Zacken aufweist?
10Parale Am: 15.06.2025 22:11:24 Gelesen: 2656 # 13
@ Korny85 [#12]

ich halte die Marke für nicht echt. Aber bestimmt gibt es Experten hier, die mehr darüber sagen könne. Auf jeden Fall sehr interessant, auch ich habe nur rosa Exemplare entdecken können. Gibt es ein Wasserzeichen?

Schau mal hier, hier kann man auch Kontakt knüpfen und Fragen stellen.

http://ceylonsc.org/contact.php

Liebe Grüße

10Parale
Martin de Matin Am: 15.06.2025 22:11:33 Gelesen: 2655 # 14
@ Korny85 [#12]

Ich gehe von einer Fälschung aus. Die erste Ausgabe von Ceylon wurde geschnitten verausgabt. Die Four Pence in rosa gehört zu den grossen Seltenheiten. Fälscher haben auch öfters Fälschungen in anderen Farben hergestellt. Unten ist ein Link zu einer echten rosa Four Pence. Wenn man die Druckausführung vergleicht, dann sieht man bei deinem nur undeutliche Bilddetails. Betrachtet man die Inschriften, dann stellt man deutliche Unterschiede fest wie zum Beispiel beim Wort "POSTAGE" bei der Buchstabenrösse und Form auf.

Gruss
Martin

https://www.philasearch.com/de/i_9083_102258/2045_Ceylon/9083-A25015-3128.html?set_sprache=de&set_gesetz_bestaetigt_jn=J&gesetz_bestaetigt_neu=J&treeparent=COSUBGRP-30280%2CCO-2045&set_anbieter=0&set_auktionnr=-1&postype=PH&breadcrumbId=1750017053.1488&row_nr=24
Richard Am: 16.06.2025 18:19:05 Gelesen: 2578 # 15
Hier das von Martin genannte Los aus der Spink Auktion: Los 3128 (x) Ceylon, SG 4 Beschreibung Ceylon. 1857-59 Watermark Star 4d. dull rose, four clear margins and light barred cancellation, very good colour for this elusive stamp and without the usual faults and repairs; extremely rare thus. Kurt Kimmel Certificate (2004). S.G. 4, £4,500 (Estimate £2000 - £2500) Automatisch generierte Übersetzung: Ceylon. 1857-59 Wasserzeichen Stern 4 d. blassrosa, vier deutliche Ränder und hell Balken Entwertung, sehr gute Farbe für diese unglaublich Briefmarke und ohne die üblichen Mängel und Reparaturen; äußerst selten, daher. Konrad Kimmel Attest (2004). S. G. 4, £4,500 (Schätzpreis £2000 - £2500)
Korny85 Am: 16.06.2025 23:21:53 Gelesen: 2532 # 16
Sehr interessant und vielen Dank für eure Meinungen. Je länger ich mir die Marke anschaue, desto eher entsteht auch bei mir der Eindruck, dass es sich um eine Fälschung handeln muss. Das Papier ist auch viel dicker als eine normale Briefmarke, und auch das Gesicht (z.B. Augen und Kinn) und einzelne Buchstaben passen überhaupt nicht zum Original. Hätte nur nicht erwartet, dass in dem "Ur-Alt-Sammelalbum" Fälschungen stecken, vor allem hat mein Opa das seit über 50/60 Jahren in seinen Besitz gehabt (selbst geerbt), das schon damals Fälschungen im Umlauf waren. Ich habe so viele Briefmarken (über 13 Bände), wo kann man die fair "begutachten" lassen (im Raum NRW?). Das Album aus aller Welt, wo ich die "Briefmarke" gefunden hab, da sind alle Briefmarken eingeklebt, mindert das deren Wert?! Hier beispielhaft 2 Seiten:
10Parale Am: 17.06.2025 10:48:52 Gelesen: 2492 # 17
@ Korny85 [#16]

gerne beurteile ich die rumänischen Marken, falls welche dabei sein sollten. Toll, dass dein Opa dir das hinterlassen hat. Früher wurden Marken halt nun mal mit Falz in solche Alben eingeklebt. Die Falze machen etwas mit der Rückseite der Marke, was ihren Wert eigentlich mindert, aber keine Sorge, so war es früher nun mal.

Ich wohne in Südbaden und im Raum NRW kenne ich mich nicht so aus, da wirst du sicher hier einen guten Ratschlag finden. NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland und unter den ca. 18.000.0000 Einwohner werden wohl auch prozentual die meisten Sammler zu finden sein. Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Werk deines Großvaters.

Liebe Grüße vom südbadischen Dreiländereck.

10Parale
DL8AAM Am: 17.06.2025 14:49:11 Gelesen: 2461 # 18
@ Korny85 [#16] Hallo und Willkommen ;-) Hätte nur nicht erwartet, dass in dem "Ur-Alt-Sammelalbum" Fälschungen stecken Leider gibt es Fälschungen, seit es Briefmarken gibt. Und gerade in alten "alle Welt" Sammlungen von "einfachen Sammlern" (bitte nicht falsch verstehen, das soll keine Abwertung darstellen) finden sich sehr häufig entsprechende Fälschungen. Man kann sehr vereinfacht sagen, je unberührter die Sammlung über die Jahrzehnte war, desto ungeprüfter und "unbereinigter" ist der Bestand, desto höher kann dann auch die Fälschungsquote sein. Viele Sammler haben sich (sicherlich sogar teilweise bewusst) solche Fälschungen (oder "Unklarheiten") zur Vervollständung ihrer Vordruckalben gegönnt, insbesondere wenn die Originale sehr selten und teurer waren. ;-) Auch damals gab es unter Händlern schwarze Schafe. Zum Glück können viele dieser Altfälschungen von "Jedermann" schnell erkannt werden, gerade da auch die Fälscher des 19. Jahrhunderts oft keine Originale von "teuren Raritäten" als Vorlage hatten, sondern teilweise nur auf 'schlechte' Abbildungen in s/w angewiesen waren. Einige Fälscher signierten bzw. kennzeichneten sogar ihre Werke (u.a. in Japan). Und gerade "klassische" Fälschungen haben teilweise sogar einen gewissen, eigenen Wert, insbesondere wenn diese aus einer berühmten Fälscherwerkstatt stammen. Es gibt sogar Fälle, da sind die Fälschungen heute "wertvoller", als die Originale. ich die "Briefmarke" gefunden hab, da sind alle Briefmarken eingeklebt, mindert das deren Wert?! Kommt darauf an. ;-) Bei ungebrauchten bzw. postfrischen Briefmarken, die mit einem Falz (das sind kleine "Aufhängerchen" auf der Rückseite) eingeklebt wurden, d.h. wenn der Gummi tangiert bzw. sogar sichtbar beschädigt wurde, kann man generell erst einmal sagen: Ja! Bei gestempelten Briefmarken ist das eigentlich kein wertmindernder Faktor. Aber ... das hängt von der Art des Einklebens ab: - mit Falz eingeklebte Marken kann man einfach austrennen und bei Bedarf den Falz in der Regel einfach ablösen. Ich persönlich würde das zwar nicht machen, denn jede behandelnde Aktivität ist eine Operation und jede Operation birgt ein gewisses (Rest-) Risiko, wobei ich weiß das viele (die meisten?) das vielleicht anders sehen. - zu einem Problem wird es, wenn die Marken ganzflächig eingeklebt wurden. Ich weiß ja erst einmal nie, was damals für ein Klebstoff verwendet wurde. Wenn man Glück hat (meist?) dann ist der Kleber einfach wasserlöslich, wenn nicht, dann muss man das "spezieller" mit Hilfsmitteln behandeln (Vorsicht, wenn man nicht weiß, was man tut), falls sich die Briefmarken dann überhaupt noch beschädigungsfrei von der Albumseite entfernen lassen. Denn ... potentielle Käufer wollen in aller Regel ja nur "lose Einzelexemplare" - an denen sie ein gesteigertes Interesse haben - erwerben, nicht eine "Grabbelkiste". Mein persönlicher Rat, wenn dort keine Reichtümer drin sein sollten ... (denn "alt" bedeutet nicht gleich "wertvoll", auch der Status "150 Jahre+" sagt nicht gleich etwas zum Wert - auch damals waren Standardbriefmarken in der Regel bereits millionenfache Massenprodukte - und in aller Regel sind in so einer klassischen "Alle Welt-Spass-Sammlung" selten Reichtümer zu finden, damals hat ja fast jeder gesammelt, das war seinerzeit ein echter Volkssport und nicht jeder konnte und wollte sich damals "Raritäten" für Teuergeld leisten. Wertfrei, in der Sammlung eines großindustriellen Opas sieht das sicherlich anders aus, als in der "Arbeiter-Opa-Sammlung", sorry) ... dann würde ich die Sammlung erst einmal in ihrer Ursprungsform, als "Gesamtkunstbild" bewahren. ;-) Auch das Druckwerk (das Vordruckalbum) selbst, kann für Dich interessant sein ... und vielleicht springt ja mal der Funke über und man hat für's trübe Regenwetter ein neues Hobby für sich entdeckt. ;-) Dann kannst Du immer noch weitergehende Entscheidungen treffen. Ich will damit nicht sagen, dass Du dort keinen Volltreffer finden kannst. Jede Woche tippt ja jemand im Lotto einen 6-er - nur die Wahrscheinlichkeit ... Viel Spass und nochmals Willkommen beste Grüße Thomas