Briefmarken Atteste

Thema:

Wie gut ist die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen ?

Richard Am: 15.12.2007 12:10:09 Gelesen: 1094 # 1
Vor einigen Wochen war ich auf dem Großtauschtag 'meines' Vereins, zum ersten mal seit mindestens 10 Jahren. Ich schätze, den ganzen Tag über waren vielleicht 100 Besucher da, Tausch wird es wohl nicht viel gegeben haben. Und das bei 90 Mitgliedern. Junge Sammler: Fehlanzeige. Wenigstens waren einige wirklich schöne Sammlungen zu sehen. Werbung für andere Veranstaltungen der benachbarten Vereine habe ich dort nicht gesehen und ob bei anderen Vereinen für den Großtauschtag geworben wurde, wage ich zu bezweifeln. Meine Kollegin Brigitte besuchte vor einigen Wochen den Großtauschtag in Leutkirch im Allgäu und brachte mir nebst einem Bericht gleich eine Reihe der dort ausgelegten Werbungen mit, unter anderem Hinweise auf Großtauschtage und Briefmarkenbörsen der benachbarten Vereine in Memmingen, Kempten, Friedrichshafen und Ravensburg. Dort scheint die Zusammenarbeit gut zu funktionieren. Meine Frage: Wie sieht das bei Ihnen 'vor Ort' aus ? Gibt es eine Zusammenarbeit zwischen den Vereinen oder herrscht eisiges Schweigen ? Was hat sich in den letzten Jahren geändert ? Wer nicht unter seinem Namen antworten möchte darf mich diesmal ausnahmsweise per Mail schreiben (Ebert@Philaseiten.de), ich werde diese anonymisiert ins Forum stellen.
Henry Am: 15.12.2007 12:46:13 Gelesen: 1092 # 2
@ Richard [#1] Der Verein, dem ich angehöre, veranstaltet 2 x monatlich interne Treffen. Dabei werden regelmäßig auch die Termine benachbarter Vereine bekanntgegeben. Aber natürlich nur dann, wenn diese Vereine auch eine Information zukommen lassen. Woher sollte man es auch sonst wissen ? Bei meinem Verein handelt es sich um den Briefmarkensammlerverein Gammertingen-Trochtelfingen, dem ich mich auch wegen seiner Aktivitäten angeschlossen habe.
doktorstamp Am: 15.12.2007 18:46:30 Gelesen: 1081 # 3
@ Richard [#1] @ Henry [#2] Es gibt gute und man muss es sagen auch schlechte Vereine. Wie die Verhältnisse zu einander stehen, keine Ahnung. Dies alles hängt aber von dem Vorstand der verschiedenen Vereinen ab. Anzunehmen ist, dass die Guten wenn nicht wachsend, haben sie trotzdem eine starke Mitgliederzahl. Die schlechten dagegen haben sich in ihrem Bunker verschanzt und harren bis zum letzten aus. Wenn die Führung eines Vereines aktiv und engagiert ist, kommt die Mitgliederschaft nachher mit. Ich bin in einem 'Ortsverein' Briefmarken Club Hannover, dies mag für welchen als elitär gelten, immerhin haben sie eine stetig wachsende Mitgliederzahl und die Führung ist aktiv und engagiert auf vielen Ebenen. Man fühlt sich wohl in so einem Verein. Mit der von ihnen veranstalteten Hannovermesse konnten sie viel Beifall gewinnen. Sowas ist ihnen gelungen weil sie nämlich von den Vereinsmitgliedern auch unterstützt werden. Die Zusammenarbeit mit umlegenden Vereinen funktioniert auch, natürlich haben sie sich hier geographische Grenzen gesetzt, zirka ein Umkreis von 100 km. In den Briefmarkenläden von Braunschweig und Hannover kann man sich nach Veranstaltungen erkündigen. Solche Sachen sind für mich Beweise einer engagierten und lebhaften Führung, die was für die Philatelie tut. Durch einige Mitglieder ist die Arge Braunschweig und Hannover sowie DASV praktisch im Verein untergebracht. Dieser Verein läuft praktisch nach Englischer Art, es wird kaum getauscht, Treffen finden statt, und Vorträge werden aufgeführt. mfG Nigel
Werner Am: 16.12.2007 14:18:06 Gelesen: 1071 # 4
@ doktorstamp [#3] @ Henry [#2] @ Richard [#1] Hallo Ihr Drei, selbst kann ich natürlich nur aus der Erfahrung in Österreich etwas schreiben. Da klappt die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen recht gut. Bei dem Verein wo ich in Wien bin, gibt es sogar eine Vereinszeitschrift, die 2 bis 4 mal jährlich erscheint, da wird auch über andere Vereine, sonstige Aktivitäten im Bereich Briefmarken und auch etliche gute Artikel geschrieben. Die Vereinsführung ist sehr aktiv und hat auch einen guten Draht zur österreichischen Post, sowie nach Deutschland. Dieser Verein hat etwa 300 Mitglieder, einen eigenen gemieteten Vereinsort, ca. 200 m2, wo man jeden Mittwoch Nachmittags, sowie jeden Sonntag Vormittags sich treffen kann. Es gibt sogar eine kleine sehr günstige Kantine. Dadurch hat es bereits eine fast familiäre Atmosphäre mit den anderen Sammlern. Was jedoch die sogenannten "Grosstauschtage" betrifft, sind da überall fast nur ausschliesslich "Pseudo-Händler". Also von Tausch keine Rede ! Das funktioniert nur mit Geld. @ Richard [#1] Ich werde Dir die nächste Ausgabe dieser Vereinszeitschrift zusenden. Für heute noch einen schönen 3. Adventsonntag, wünscht Werner, heute aus Wien. Und jetzt geht`s zum nächsten Christkindlmarkt, einen Punsch (mindestens), auf`s Wohl der PhilaSeiten, zu trinken !
User #99 Am: 18.12.2007 08:31:56 Gelesen: 1045 # 5
@ Richard ! Der Verein, dem ich angehörte, hat sich leider schon vor 5 Jahren aufgelöst. Da ich in der Puszta wohne (weites Land, blauer Strand) ist es schwierig in einen Nachbarverein einzutreten. Besuche jedoch regelmäßig im Umkreis von 75 km zu Tauschzwecken oder Ausstellungen diese. Tausch ist jedoch wie allgemein üblich kaum noch möglich und die Anzahl der Händler ist meiner Meinung nach zu groß und deren Vorstellungen zu gierig. Ich suche zum Beispiel immer die aktuellsten Bund sauber gestempelt. Da wird dann gleich für eine Sondermarke zu 55 Cent 1,50 Euro verlangt und die dann mit ESST ! Das ist einfach nur Geldgeil ! Ein weiterer Nachbarverein wird sich zum 1.1.08 auflösen, es hatte einfach keinen Sinn mehr. Der Tauschtag immer Sonntags 11 Uhr und dann in einer Kneipe, war ja immer ganz gemütlich; frisches Pils guter Smalltalk und ne Zigarre ! Rauchverbot: Ende: Aus: Raus: "Und die Sammler sterben AUS" ! ABER DAS LEBEN GEHT WEITER UND MEIN HOBBY ALLEMAL. Onkel-Otto