Wie aus dem Bild ersichtlich ist befindet sich außerhalb des linken Markenrandes ein kleiner, roter Farbfleck. Meine Frage nun: Handelt es sich hierbei um einen Plattenfehler (meine Vermutung). Wenn ja: Welcher Fehler ist dies denn (Nummer oder so). Ich kann einen solchen nämlich nicht in meinen Michel Deutschland-Spezial (neueste Ausgabe) finden. Wahrscheinlich bin ich einfach blind oder zu dumm zum Lesen. :)
Vielen Dank vorab.
Thema:
Alliierte Besetzung SBZ Berlin-Brandenburg Plattenfehler
Am: 31.10.2010 10:52:28
Gelesen: 43474
# 1
Hilfe Mi. Nr. 5 A Berlin-Brandenburg
Hallo an Alle,
ich habe ein Problem mit der Bestimmung folgender Marke (Brandenburg-Berlin, Michel-Nr. 5 A).
Wie aus dem Bild ersichtlich ist befindet sich außerhalb des linken Markenrandes ein kleiner, roter Farbfleck. Meine Frage nun: Handelt es sich hierbei um einen Plattenfehler (meine Vermutung). Wenn ja: Welcher Fehler ist dies denn (Nummer oder so). Ich kann einen solchen nämlich nicht in meinen Michel Deutschland-Spezial (neueste Ausgabe) finden. Wahrscheinlich bin ich einfach blind oder zu dumm zum Lesen. :)
Vielen Dank vorab.
Wie aus dem Bild ersichtlich ist befindet sich außerhalb des linken Markenrandes ein kleiner, roter Farbfleck. Meine Frage nun: Handelt es sich hierbei um einen Plattenfehler (meine Vermutung). Wenn ja: Welcher Fehler ist dies denn (Nummer oder so). Ich kann einen solchen nämlich nicht in meinen Michel Deutschland-Spezial (neueste Ausgabe) finden. Wahrscheinlich bin ich einfach blind oder zu dumm zum Lesen. :)
Vielen Dank vorab.
Am: 31.10.2010 13:25:31
Gelesen: 43457
# 2
@ StrawberryFields [#6]
Hallo, deinen letzten Satz will ich mal nicht kommentieren! :-))
Desweiteren empfiehlt es sich, dass wir uns hier präzise ausdrücken, denn mit der Markenbestimmung hast du doch gar kein Problem!
Du willst einen "Farbspritzer" zum Plattenfehler machen!
Weiter, im Michel Spezial findest du nur Plattenfehler, wenn sie nachgewiesene PF sind! D. h. eine Druckabweichung muss durch einen Fehler an der "Druckplatte" und zwar mehrfach auf ein und dem selben Bogenfeld durch kompetente Prüfungen festgestellt und durch damit beauftragte Fachleute (meistens ARGEN) zur Aufnahme in den MICHEL beantragt werden!
So ist in der Regel der normale Ablauf!
Dagegen ist der Punkt auf deiner Marke sehr wahrscheinlich kein Plattenfehler - der Punkt ist doch außerhalb des Markenbildes und hat offensichtlich mit der Druckplatte gar nichts zu tun!
Dazu sagt man i.d.R. "Druckzufälligkeit". Der Katalogwert wird dadurch nicht verändert!
Mit besten Sammlergrüssen
Hans
Am: 31.10.2010 14:30:59
Gelesen: 43448
# 3
@ Hawoklei [#7]
Das halte ich mit Verlaub für eine sehr gewagte Behauptung.
Es gibt genug Beispiele in der Philatelie, wo auch neben dem eigentlichen Markenbild erkennbare Abnormalitäten eindeutig einer Druckplatte zuzuordnen sind und berechtigterweise als Plattenfehler gelten (Beispiel GB Nr. 1 bis 4).
Trotzdem halte ich das Gezeigte ebenso wie du auch für eine Druckzufälligkeit.
LG, Stefan
Am: 31.10.2010 16:12:31
Gelesen: 43436
# 4
@ petzlaff [#8]
Hallo Stefan,
deswegen mein "sehr wahrscheinlich"!
Du selbst redest doch immer von "Fliegenschiss".
LG, Hans
Am: 31.10.2010 17:18:54
Gelesen: 43419
# 5
@ Hawoklei und petzlaff:
Vielen Dank, die Herren. Frage beantwortet. :)
Eigentlich hätte ich es selbst wissen müssen, dass es sich hier um eine Druckzufälligkeit handelt und nicht um einen Plattenfehler. *Hirnbatsch*
Am: 12.02.2011 14:21:15
Gelesen: 43484
# 6
Alliierte Besatzung: Berlin-Brandenburg MiNr. 1 A - Plattenfehler ?
Ich habe beim Durchsehen meines Dublettenbestandes Alliierte Besatzung folgende Marke von Berlin-Brandenburg entdeckt. Eigentlich nichts ungewöhnliches, wenn da nicht dieser "Bruch im Rahmen" (rechts neben der Wertziffer 5, Markierung durch roten Pfeil) wäre.
Jetzt bin ich schon eine ganze Weile (paar Stunden) am Nachforschen und Überlegen, ob dies ein Plattenfehler, eine Druckzufälligkeit oder einfach nur "schmuckes Beiwerk" ist. Vielleicht kann mir jemand von den Profis hier helfen?
LG
Am: 12.02.2011 14:42:51
Gelesen: 43476
# 7
@ StrawberryFields [#6]
Im Michel Spezial ist ein Plattenfehler MiNr. 1 A XV, rechter Wertzifferrahmen rechts neben "5" gebrochen (Feld 98: C), gelistet. Ob dieser Plattenfehler so aussieht, wie bei Deiner Marke, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Am: 12.02.2011 17:02:46
Gelesen: 43460
# 8
@ Concordia CA [#7]
Vielen Dank für diesen ersten Hinweis. Habe nochmals in meinem Michel Spezial nachgeschlagen und selbiges gelesen. Vielleicht hat ja jemand aus dem Forum ein Vergleichsstück und Lust dieses zu zeigen.
LG
Am: 14.02.2011 14:29:18
Gelesen: 43436
# 9
Ich kann den Plattenfehler bestätigen, habe ihn sowohl auf einem A- wie auch auf einem B-Bogen jeweils auf Feld 98. Es ist definitiv der Plf XV, wobei er in meinem Spezial als B nicht gelistet ist. Wenn´s sein soll, mache ich einen Scan von beiden Bögen.
Grüsse aus Spanien
Am: 14.02.2011 15:13:01
Gelesen: 43428
# 10
Hier der Scan eines A-Bogens (Ausschnitt):
Und hier der B-Bogen:
Und hier der B-Bogen:
Am: 15.02.2011 09:27:21
Gelesen: 43408
# 11
@ spain01 [#10]
Vielen Dank für die "Bestätigung" und natürlich auch für die tollen Scans.
LG
Am: 15.02.2011 13:24:01
Gelesen: 43395
# 12
Muss leider eine Sache korrigieren: bei dem vermeintlichen B-Bogen handelt es sich doch nur um die Variante AB. Fiel mir eben erst auf - sorry.
Am: 07.07.2013 17:41:15
Gelesen: 40084
# 13
SBZ Berlin Mi.Nr. 5 Plattenfehler "Fußbinde"
Hallo Sammlerfreunde!
Ich bin etwas verunsichert, was den seltenen Plattenfehler Bär mit Fußbinde angeht. Habe 3 Bogen von dieser Sorte mit dem Plattenfehler. 1 mal als Retusche des Pl.f.VII somit Pl.f.XVII. Der ist glaube ich klar. 2 Bogen mit dem Pl.f.VII verunsichert mich etwas, da dieser in verschiedener Literatur (Michel, Schantl, Arge) etwas anders dargestellt wurde. Hat jemand Vergleichsmaterial? Wer kann helfen? Oder gibt es Zwischenarten? Danke schon mal für evtl. Antworten.
philapit


Am: 21.12.2015 14:21:51
Gelesen: 37913
# 14
Hallo zusammen,
zuerst hatte ich mir überlegt, diesen Beitrag bei der Diskussion über die Bewertung von Randstücken/ Eckrandstücken zu setzen, da die Meinungen, gerade weil der Michel-Spezial bei unterschiedlichen Dauerserien verschieden detailliert bewertet, auseinander gehen. Zum Beispiel erinnere ich mich bei den Blockausgaben der alliierten Besetzung an eine deutlich höherer Bewertung der Marken, allerdings nur, wenn ein Rand vorhanden ist und somit ausgeschlossen werden kann, dass es sich um eine Marke aus Schalterbogen handelt.
Ein schönes Beispiel, das zwar durch den vorhandenen Unterrand keine besondere Bewertung verdient, ist das hier gezeigte Beispiel einer Mi. 202 mit Plattenfehler der Urmarke Mi. 3 A XII. Zwar werden die Plattenfehler der Mi. 200-206 mit Aufschlag 50 % auf Plattenfehler der Urmarke bewertet, der Rand jedoch nicht (außer natürlich spezielleres wie HAN, etc.). Ich persönlich lege auf den Unterrand mehr wert, als auf den Aufdruck, da er mit 100%iger Sicherheit auf Feld 95 deutet, auf dem dieser Plattenfehler zu finden ist. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, und das ist ja auch schön so.
mit Grüßen und ein schönes Fest Euch allen, Max
mit Grüßen und ein schönes Fest Euch allen, Max
Am: 24.11.2018 21:05:41
Gelesen: 31198
# 15
Fast drei Jahre seit letztem Beitrag vergangen. Also mal wieder ein Bär loslassen:
Mi 1Avx
Verstümmeltes A, Feld 63. Oder einfach nur Druckzufall von fetter 'Putze' durch das A?
Nette Grüße Pepe
Mi 1Avx
Verstümmeltes A, Feld 63. Oder einfach nur Druckzufall von fetter 'Putze' durch das A?
Nette Grüße Pepe
Am: 24.11.2018 21:54:37
Gelesen: 31192
# 16
@ Pepe [#15]
Hallo Pepe,
was hälst du von einem Blick in den Mi-Spezial wenn du schon das Feld bestimmen kannst? Wie kommst du bei einer Einzelmarke auf die Feldbestimmung ohne weitergehende Informationen? Denn dann sollte dir bekannt sein, daß es sich bei deiner Marke um die Berlin-Brandenburg MiNr. 1 VIII handelt!
Hier die Bestätigungen aus einem A und einem AB Bogen sowie einem Viererblock mit XIV (schwarzer Pfeil):

Die Retuschen, vor allem bei den Gitterlinien rechts aber auch bei dem A, fallen etwas unterschiedlich aus, es handelt sich aber jedes Mal um den Plattenfehler VIII von Feld 63.
Gruß
Michael

Die Retuschen, vor allem bei den Gitterlinien rechts aber auch bei dem A, fallen etwas unterschiedlich aus, es handelt sich aber jedes Mal um den Plattenfehler VIII von Feld 63.
Gruß
Michael
Am: 25.11.2018 18:19:54
Gelesen: 31139
# 17
@ spain01 [#16]
Hallo Michael,
natürlich hatte ich im Katalog nachgesehen, doch hier ist das doch viel besser nachzuprüfen. Danke für die Bilder.
Ich will gleich noch ein fragliches Beispiel zeigen. Hier wird deutlich eine 'Putze' unten neben 'T' sichtbar.
Michel 1ABvx, 'Putze' unten rechts neben 'T', Druckzufälligkeit?
Auch ein spannendes Sammelgebiet.
Nette Grüße Pepe
Michel 1ABvx, 'Putze' unten rechts neben 'T', Druckzufälligkeit?
Auch ein spannendes Sammelgebiet.
Nette Grüße Pepe
Am: 25.11.2018 23:03:29
Gelesen: 31111
# 18
@ Pepe [#17]
Hallo Pepe,
das sieht wirklich wie eine astreine, aber schöne Putze aus und wäre damit definitiv eine Druckzufälligkeit. Auf meinem A- und den beiden AB-Bögen habe ich das nicht gefunden.
Gruß
Michael
Am: 26.11.2018 00:18:04
Gelesen: 31107
# 19
@ spain01 [#18]
Ja das sehe ich auch so. Dank für die Einschätzung.
Michel 1ABux
Hier hat die linke 5 einen Fleck am Bauch, ein grüner Farbpunkt neben der rechten 5, und unter der Zunge sieht das Gitter merkwürdig aus. Den Fleck am Bauch der 5 zeige ich später noch mal, könnte Plattenfehler sein. Die beiden anderen wohl Druckzufälle?
Guten Start in die neue Woche Pepe
Michel 1ABux
Hier hat die linke 5 einen Fleck am Bauch, ein grüner Farbpunkt neben der rechten 5, und unter der Zunge sieht das Gitter merkwürdig aus. Den Fleck am Bauch der 5 zeige ich später noch mal, könnte Plattenfehler sein. Die beiden anderen wohl Druckzufälle?
Guten Start in die neue Woche Pepe
Am: 26.11.2018 00:31:03
Gelesen: 31103
# 20
@ Pepe [#19]
Das ist mir vorhin bei der Durchsicht auch aufgefallen - glaube ich zumindest. Habe jetzt aber nicht mehr die Muse, nochmal die Bögen durchzuschauen, zumal ich heute einen 16 Std-Dienst auf dem Rettungswagen hatte (meistens sind es aber 24 Std.).
Zumindest den Punkt auf dem Bogen der 5 müsste ich dir mit Feldangabe zeigen können, die anderen Merkmale werden wir dann sehen.
Gruß und gute Nacht
Michael
Am: 27.11.2018 20:48:42
Gelesen: 31019
# 21
@ spain01 [#20]
Ich zeige mal die nächste Marke mit der Abart 'linke 5 mit Fleck am Bauch:
Mi 1 Auy
1. Sporn über 'S' oben, 2. weißer Fleck über 'N' oben, 3. Linke '5' mit Fleck am Bauch
Sind ja alle nicht im Katalog und ich vermute Druckzufälligkeiten? Ich wünsche Dir neben den anstrengenden Arbeitstagen noch ruhige Ausgleichtage. Also gemach und immer die Ruhe bewahren. Vielen Dank.
Nette Grüße Pepe
Mi 1 Auy
1. Sporn über 'S' oben, 2. weißer Fleck über 'N' oben, 3. Linke '5' mit Fleck am Bauch
Sind ja alle nicht im Katalog und ich vermute Druckzufälligkeiten? Ich wünsche Dir neben den anstrengenden Arbeitstagen noch ruhige Ausgleichtage. Also gemach und immer die Ruhe bewahren. Vielen Dank.
Nette Grüße Pepe
Am: 29.11.2018 11:35:29
Gelesen: 30970
# 22
@ Pepe [#21]
Hallo Pepe,
der Fleck an der linken 5 befindet sich auf Feld 54 auf allen meinen 3 Bögen, den Fleck über N kann ich nicht bestätigen und der Sporn befindet sich bei mir auf dem A- und auf (nur) einem der beiden AB-Bögen.
Gruß
Michael
Am: 29.11.2018 18:12:48
Gelesen: 30945
# 23
Da gibt es einen Plattenfehler-Katalog von Thomas Schantl: Sowjetische Besatzungszone Berlin und Brandenburg. Da ist alles zu der Serie mit schönen Abbildungen drin. Diesen Katalog habe ich mal günstig auf der Briefmarkenbörse in München erwerben können.
Am: 29.11.2018 18:52:34
Gelesen: 30934
# 24
@ opti53 [#23]
Hallo Thomas,
dann frage ich gleich mal nach, ob die in [#21] gezeigte Marke so im Schantl-Katalog zu finden ist? Und ob dort mehr Plattenfehler von der Bärenausgabe gelistet sind wie im Michel? Und ob man dort auch so schöne Bogenteile finden kann, wie hier im [#16] gezeigt, vom netten Sammlerfreund Michael. Also, nichts gegen den Katalog. Würde mich freuen über weitere Abbildungen hier im Forum.
So zeige ich hier mal den Plattenfehler 1 XVII, welcher nicht im Michel abgebildet ist:
Michel 1 Aux, PF, Bärenzunge beschädigt, Feld 71
@ spain01 [#22]
Vielen Dank und weiter so.
Nette Grüße Pepe
Michel 1 Aux, PF, Bärenzunge beschädigt, Feld 71
@ spain01 [#22]
Vielen Dank und weiter so.
Nette Grüße Pepe
Am: 29.11.2018 19:20:13
Gelesen: 30929
# 25
@ Pepe [#24]
Hallo Pepe,
ja das ist PF XVII auf Feld 71, Bogen D.
Neben den offiziellen Plattenfehlern sind noch eine Reihe zusätzlicher PF's mit reiner Schantl-Nummerierung zu sehen. Es sind auch Preise enthalten. Da mein Katalog aber noch aus DM-Zeiten stammt, müssen die heute nicht mehr so stimmen. Für den Sammler dieser Serie ist der Katalog wirklich ein wertvolles Hilfsmittel.
Es ist halt ein Nachteil der Michel-Spezialkataloge, dass nicht alle Plattenfehler abgebildet werden. Ich glaube, dann würde würde der Michel auch sehr viel umfangreicher. Das ist letztlich die Berechtigung für Spezialliteratur.
Viele Grüße Thomas
Am: 29.11.2018 19:45:27
Gelesen: 30921
# 26
Kann es sein, dass die Inhalte der Schantl-Kataloge heute alle bei Philotax (online) zu finden sind? Ich habe gerade noch eine interessante Seite im Internet gefunden, auf der viele Plattenfehler und solche, die es noch werden möchten, zum Verkauf angeboten werden. Das Tolle dabei sind die schönen detaillierten Abbildungen. Das ist die Seite:
https://www.marktplatz-philatelie.com/kategorie/160/sbz?page=1
Am: 01.12.2018 13:58:28
Gelesen: 30833
# 27
@ opti53 [#25]
Hallo,
du meinst den Plattenfehler Katalog "Sowj. Besatzungszone Berlin und Brandenburg", 1. Auflage aus dem Th. Schantl Verlag:
Stammt von 09/98 und kostete damals stolze 98,- DM!
@ Pepe [#21]
Der Fehler ist bei Schantl nicht verzeichnet. Aber du hast ihn (beziehe mich nur auf den Fleck am Bauch der 5) und ich kann ihn 3x im Bogen nachweisen (A- bzw AB-Bogen).
Neben denen im Michel hat Schantl noch 19 weitere der MiNr. 1, aber ohne die IX, dafür mit einer XXIII, welche meiner Meinung nach aber als Einzelmarke sehr schwer zu identifizieren ist, da es sich um unterschiedliche Retuschen an "Netz und Ornament rechts vom Rücken" handelt.
Gruß
Michael
Stammt von 09/98 und kostete damals stolze 98,- DM!
@ Pepe [#21]
Der Fehler ist bei Schantl nicht verzeichnet. Aber du hast ihn (beziehe mich nur auf den Fleck am Bauch der 5) und ich kann ihn 3x im Bogen nachweisen (A- bzw AB-Bogen).
Neben denen im Michel hat Schantl noch 19 weitere der MiNr. 1, aber ohne die IX, dafür mit einer XXIII, welche meiner Meinung nach aber als Einzelmarke sehr schwer zu identifizieren ist, da es sich um unterschiedliche Retuschen an "Netz und Ornament rechts vom Rücken" handelt.
Gruß
Michael
Am: 02.12.2018 23:39:09
Gelesen: 30790
# 28
@ opti53 [#26]
Dieser Link ist wirklich interessant. Nur werden dort Unmengen Marken und leider auch sehr viele mehrfach gezeigt. Sehr zeitaufwendig und ich denke wir bleiben hier treu und werden sicher noch mit schönen Bildern belohnt.
@ spain01 [#27]
Zwanzig Jahre ist für ein Katalog ein hohes Alter. Meine wenigen 'Bären' schlummern allerdings noch länger und ich meine mich zu erinnern, damals hat man sich für diese Marken auch kaum interessiert. Deswegen sind die auch in tiefer Versenkung geraten, und wie ja auch hier zu sehen, so groß ist die Neugier der Sammlerschaft nicht. Das zeigen die wenigen Beiträge hier. Vielleicht wecken wir ja Neugier und machen ungewollt Werbung für die Nachkriegs Philatelie.
Die 2Aavx hier mal mit Bruch im Spaten, sicher DZF, nicht im Michel.
2Awaz, Kerbe im 'g', ein sehr häufiger Fehler.
Hier nochmal Feldverweis für die Kerbe im 'g'. Feld 5 und Feld 15.
Dann hat sich eventuell eine teure Farbe rausgefunden. Das wurde erst beim Scannen mit grauem Hintergrund deutlich.
Ist aber hier nicht das Thema, und ich suche nach Farben SBZ Berlin und Brandenburg.
Nun zum Advent noch nette späte Grüße Pepe
Hier nochmal Feldverweis für die Kerbe im 'g'. Feld 5 und Feld 15.
Dann hat sich eventuell eine teure Farbe rausgefunden. Das wurde erst beim Scannen mit grauem Hintergrund deutlich.
Ist aber hier nicht das Thema, und ich suche nach Farben SBZ Berlin und Brandenburg.
Nun zum Advent noch nette späte Grüße Pepe
Am: 02.12.2018 23:57:25
Gelesen: 30787
# 29
Salut,
als ich vor etlichen Jahrzehnten noch Marken gesammelt habe, interessierten mich Marken dieser Serie sehr und es waren auch etliche Stücke in meiner Sammlung. Wie gesagt, lang ist´s her. Aber ich schau immer wieder gerne rein.
Gruß
Mümmel
Am: 09.12.2018 20:30:58
Gelesen: 30631
# 30
@ muemmel [#29]
Schön den muemmel hier zu begrüßen.
Heute wohl eher eine Druckzufälligkeit. Aber weil Feldnummer ersichtlich interessant.
2 A a wa z
Viererblock, Feld 1, 2, 11, 12. Auf Marke unten links Farbfleck über unterer Bärentatze.
Nicht im Katalog, wer findet Vergleichsstück?
Nette Grüße Pepe
2 A a wa z
Viererblock, Feld 1, 2, 11, 12. Auf Marke unten links Farbfleck über unterer Bärentatze.
Nicht im Katalog, wer findet Vergleichsstück?
Nette Grüße Pepe
Am: 09.12.2018 20:42:44
Gelesen: 30629
# 31
@ Pepe [#30]
Hallo Pepe,
habe 2 Bögen davon und auf keinem ist der Fleck vorhanden - muß aber letztlich nicht bedeuten, daß das kein PlF ist. Aber im Schantl-Katalog ist er auch nicht verzeichnet.
Gruß
Michael
Am: 05.07.2021 21:26:16
Gelesen: 23859
# 32
Hallo,
ich hole mal das Thema wieder hoch und zeige einen postfrischen Zehnerblock des 10 Pfg-Wertes der Ausgabe Alliierte Besetzung Berlin-Brandenburg mit SBZ-Aufdruck (Mi 203), bei dem mir Feld 66 Rätsel aufgibt.

Gut zu sehen, es fehlt scheinbar ein großer Teil des linken Unterschenkels und der Farbe unter dem Schriftband Stadt Berlin.
Originalgummierung ohne Einschränkungen.
Gibt es dafür eine Erklärung?
Viele Grüße
Peter

Gut zu sehen, es fehlt scheinbar ein großer Teil des linken Unterschenkels und der Farbe unter dem Schriftband Stadt Berlin.
Originalgummierung ohne Einschränkungen.
Gibt es dafür eine Erklärung?
Viele Grüße
Peter
Am: 13.01.2026 18:13:26
Gelesen: 7567
# 33
Mi 6A wbz mit Plattenfehler XII, weißer Punkt zwischen Nase und Zunge ("Bär mit Rüssel") Feld 99

Im Mi Spezial 2015 nicht abgebildet. Siehe auch [1]
Nette Grüße Pepe
[1] [https://www.philaseiten.de/beitrag/382430]

Im Mi Spezial 2015 nicht abgebildet. Siehe auch [1]
Nette Grüße Pepe
[1] [https://www.philaseiten.de/beitrag/382430]
Am: 13.01.2026 19:32:07
Gelesen: 7551
# 34
@ Pepe [#33]
Hallo Pepe,
etwas zur Literatur von Plattenfehlern. Julius Müller hatte 1946 Schulze/Burneleit beauftragt, eine Sonderschrift zu den Freimarken Berliner Bär und Eiche zu erstellen. Diese wählten die Bezeichnungen T für typische Plattenfehler (auf allen Bögen der Ausgabe) und Druckformfehler. Der Form gaben sie eine römische Ziffer und benannten das Bogenfeld. Es wurden bei der 20 Pf.-Marke nur die Formen I bis VI bestimmt. Also hatte man damals nicht alle Bogentypen. Diese Auswertung hat Julius Müller in seinen Deutschland-Spezialkatalog integriert. Dabei wurden die Bezeichnungen beibehalten. Diese Schreibweise wurde später vom Michel übernommen. Die Bezeichnungen z. B. nach Harnisch (Bogentypen A bis D) spielten keine Rolle. Im DDR-Universal von 1986, S. 102 (es wurden die Bezeichnungen des Michel übernommen, es gibt auch T‑Fehler), steht: Feld 99/III „Bär mit dicker Nase“. Die Umstellung von Form-Typ auf Bogen-Typ im Michel im Jahr 1996 ist u. a. R. Junck und H. Kerbs mit ihrem Handbuch 1990 bis 1995 zu verdanken. Der Schantl-Katalog (1998) hat da „nur“ dazu die farbigen Abbildungen geliefert.
Beste Grüße
Karl-Heinz
PS Nachtrag: Im Michel werden bei den Freimarken die Literaturveröffentlichungen für eine "ausführliche Erfassung von Plattenfehlern und Besonderheiten" von Harnisch, Schulze/Burneleit und von R. Junck und H. Kerbs sowie die Mitteilungsblätter der ARGE SBZ genannt
[1] siehe auch https://www.philaseiten.de/beitrag/382449
Am: 22.01.2026 14:33:23
Gelesen: 7189
# 35
@ StrawberryFields [#1]
Hallo,
auch hier eine interessante Vorstellung der Mi.-Nr. 5 AA, die bestimmt werden kann. Im ARGE Katalog nach R. Junck/H. Kerbs, S. Plf12/40 06/1995, findet sich die Erklärung. Der Fehler wird nur dort beschrieben. Es ist Bogenfeld F52 des CI-Bogens und wird für beide Teilauflagen benannt.
Bei dem kleinen Strich, der sich rechts im Rand befindet, gehe ich eher von einer Druckzufälligkeit aus. Denn ich habe dieses Merkmal nur auf einem Schalterbogen gefunden. Im Anhang eine Darstellung aus einem CI-Bogen mit beiden Merkmalen.
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 22.01.2026 14:50:57
Gelesen: 7182
# 36
@ KHV [#35]
Zuerst die Info: Ich habe keine Ahnung von Plattenfehlern dieser Serie.
Interessant ist aber, dass im Bild von StrawberryFields [#1] rechts auch rote Farbreste zu sehen sind.
Diese jedoch nur minimal, da der Druck dezentriert ist und diese durch die Zähnung und der entsprechenden Trennung kaum zu sehen sind.
Ist es vielleicht doch keine Druckzufälligkeit?
Soviel von einem Nicht-Plattenfehlersammler,
Klemens
Am: 22.01.2026 15:56:56
Gelesen: 7164
# 37
@ Frankenjogger [#36]
Hallo Klemens,
bedanke mich für Dein Lesen und Deine Meinung. Zuerst muss ich überdenken, wie ich Merkmale beschreibe. Der rote Farbstrich am rechten Rand in meinem Post [#35] ist an der siebenten rechten roten Schraffurlinie (von unten). Der Farbpunkt, den Du im Post [#1] gesehen hast (Glückwunsch für das aufmerksame Anschauen), ist auch in der siebenten rechten roten Schraffurlinie. Für mich identisch. Deshalb habe ich es auch auf meinem Bild dargestellt.
Warum die derzeitige Einstufung als Druckzufälligkeit? Es gibt bei dem Bogentyp C in der Auflage I zwei Teilauflagen. Ich habe diese Besonderheit nur auf einem CI-Bogen einer Teilauflage gefunden. Wäre es in beiden Teilauflagen vorhanden, dann bräuchten wir nicht zu diskutieren. In meinem Bogenbestand ist es eben nur ein Bogen und nicht alle der Teilauflage mit diesem Merkmal.
Deshalb eine Anmerkung zum Bogenoffsetdruck. Dieses Flachdruckverfahren neigt dazu, durch Stäube Verunreinigungen auf Druckplatte und Gummituch aufzunehmen und im Druck „darzustellen“. Die Staatsdruckerei in Berlin hatte im Juni 1945 u. a. nur Gebäude, bei denen die Fenster zerstört waren. Weiterhin befördert das gekreidete Papier („u“) den Abrieb und somit Staub. Dann hat man am Tag, trotz der extremen Umstände 1945, 4 Millionen Marken gedruckt. Da ist so eine Verschmutzung über mehr als 100 Bögen immer möglich.
Also: Bevor ich nicht weitere Bögen habe, die eine weitere Teilauflage begründen, hat es in meiner Datenbank den Status „Druckzufälligkeit“. Aber es bestimmt das Bogenfeld F52 des CI-Bogens genau. Vielleicht hat ja jemand in seiner Sammlung dieses Merkmal und kann es hier zeigen.
Ich hoffe, es war nicht zu viel an Text.
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 23.01.2026 16:45:04
Gelesen: 7083
# 38
@ philapit [#13]
Hallo,
es wurde nach den Varianten der Retusche der "Fußbinde" gefragt. Es gibt mehrere Formen, die alle im Deutschland-Spezial, Band 2, mit 300 Euro als Plattenfehler 5 A XVII zusammengefasst sind. Zu beachten ist, dass sich neben F51 des DIII-Bogens auf F52 ein weiterer Plattenfehler 5 A XVI mit 40 Euro befindet. Beschrieben werden die Varianten der Retusche der "Fußbinde" im Handbuch von R. Junck und H. Kerbs, S. Plf12/83 von 06/1995.
das Bild: ea353f26_h ist die Variante nach Junck DIII 51 - 2
für Bild: 398ac528_h ist es die Variante nach Junck DIII 51 - 3
Beste Grüße
Karl-Heinz
für Bild: 398ac528_h ist es die Variante nach Junck DIII 51 - 3
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 24.01.2026 20:31:13
Gelesen: 6956
# 39
Sind wir gerade bei der Mi 5, stelle ich fest, im Deutschland Spezial 2015 ist dieser Plattenfehler nicht abgebildet. Der Zuschlag beträgt für postfrisch immerhin 50 Mi€. Ist das bis heute unverändert geblieben?
Mi 5 Aux I, großer Farbfleck im Balken, Feld 10, D1
Der Viererblock ist natürlich ideal für den Feldnachweis.
Schönen Samstag Abend
Pepe
Mi 5 Aux I, großer Farbfleck im Balken, Feld 10, D1
Der Viererblock ist natürlich ideal für den Feldnachweis.
Schönen Samstag Abend
Pepe
Am: 25.01.2026 06:58:18
Gelesen: 6900
# 40
@ Pepe [#39]
Guten Morgen,
im aktuellen Deutschland-Spezial 2025, Band 2, wird der Plattenfehler 5 A I nicht im Bild dargestellt, aber beschrieben. Er wertet immer noch bei 50 Euro. Das kann man damit erklären, dass es beim DI-Bogen zwei Auflagen gibt. Der Fehler auf Bogenfeld 10 kommt in beiden Auflagen vor.
Das von Dir gezeigte Bild ist der Michel-Plattenfehler. Glückwunsch zu dem schönen Stück.
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 28.01.2026 11:44:14
Gelesen: 6657
# 41
@ Pepe [#15]
Hallo,
die im Bild gezeigten Fehler „verstümmeltes“ A von STADT und das beschädigte (retuschierte) Netz mit dem deformierten 5. Ornament (von unten rechts) ist das Bogenfeld F63. Es wird im Michel-Katalog als Plattenfehler 1 A VIII (ABCD-Bogen) benannt.
Die bei Dir vorhandenen eindeutigen Ausprägungen bestimmen die Marke als 1 AA F63 B-Bogen.
@ spain01 [#16]
Ebenso Hallo,
die von Dir netterweise gezeigten Abbildungen sind nicht vom B-Bogen, aber Feld 63, ebenso 1 A VIII. Ich möchte Dich bitten, künftig nicht mehr A-Bogen zu schreiben, wenn Du die Zähnung K 14 meinst. Das ist die Michel-Nummer 1 AA. Ebenso ist Deine Bezeichnung B-Bogen nicht korrekt. Du meinst den sägezahnartigen Durchstich, also die Mi.-Nr. 1 AB.
Welche Bogenausschnitte hast Du nun gezeigt?
Bild: 49d3cc5e_h - ist ein D-Bogen in 1 AB
Bild: cd5cc947_h - ist ein C-Bogen in 1 AA
Bild: f0e21853_h - der 4er-Block ist ebenso D-Bogen in 1 AA
Ich kann, gerne, wenn gewünscht, die Erkennungsmerkmale für F63, 1 A VIII, vorstellen. Anhand der Ausprägungen kann man die Bogenformen gut unterscheiden.
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 01.02.2026 17:22:03
Gelesen: 6536
# 42
Hallo Zusammen,
ich habe wohl gesehen, dass dieser Fehler schon oben gepostet worden war.
Aber ist der Punkt im Querstrich von A nun der PF VIII oder eher doch eine Zufälligkeit?
Am: 01.02.2026 20:04:39
Gelesen: 6510
# 43
@ K.-P. Fischer [#42]
Hallo dem Neuling hier und herzlich willkommen. Deine Frage wird im [#41] beantwortet.
@ KHV [#41]
Vielen Dank für die Auskünfte und Kataloginfos.
Ich zeige nun einen Plattenfehler, welcher im Mi gezeigt wird. PF 5 IV, Bär mit Nasenloch, Feld 94. Ich möchte noch auf eine andere Abart hinweisen. Nicht im Mi aber hier auf 4 Einheiten nachweisbar. Es geht um das N welches auf allen Einheiten mit verkürztem Anstrich vorkommt.
Mi 5 awz, Feld 83 zum Vergleich mit N Feld 93
Dann die Einheiten mit markierten N
Ich hoffe es ist erkennbar. Oben links Feld 12, oben rechts Feld 10, unten links Feld 83, unten rechts Feld 83.
Auch der Papierunterschied unten deutlich sichtbar. Links Papier ux, rechts Papier waz.
Nette Grüße Pepe
Mi 5 awz, Feld 83 zum Vergleich mit N Feld 93
Dann die Einheiten mit markierten N
Ich hoffe es ist erkennbar. Oben links Feld 12, oben rechts Feld 10, unten links Feld 83, unten rechts Feld 83.
Auch der Papierunterschied unten deutlich sichtbar. Links Papier ux, rechts Papier waz.
Nette Grüße Pepe
Am: 01.02.2026 20:16:14
Gelesen: 6504
# 44
@ K.-P. Fischer [#42]
Guten Abend,
die gezeigte Marke ist vom Schalterbogentyp B. Der Farbpunkt am linken Abstrich kennzeichnet das A von STADT. Bei dem B- und D-Bogen scheint es eine geringe Retusche in dem grünen Fleck (A- und C-Bogen voller Punkt) gegeben haben. Ein weiteres Merkmal ist am 5. rechten Ornament von unten. Dort fehlen Netzlinien direkt am Ornament.
Diese Ausprägung von F63 A VIII des Schalterbogentyps B als Mi.-Nr. 1 AB wurde hier bisher nicht gezeigt.
Glückwunsch zu dem Treffer.
Karl-Heinz
Guten Abend,
die gezeigte Marke ist vom Schalterbogentyp B. Der Farbpunkt am linken Abstrich kennzeichnet das A von STADT. Bei dem B- und D-Bogen scheint es eine geringe Retusche in dem grünen Fleck (A- und C-Bogen voller Punkt) gegeben haben. Ein weiteres Merkmal ist am 5. rechten Ornament von unten. Dort fehlen Netzlinien direkt am Ornament.
Diese Ausprägung von F63 A VIII des Schalterbogentyps B als Mi.-Nr. 1 AB wurde hier bisher nicht gezeigt.
Glückwunsch zu dem Treffer.
Karl-Heinz
Am: 01.02.2026 21:23:07
Gelesen: 6490
# 45
@ KHV
Vielen Dank für die kompetente Auskunft.
Vielen Dank für die kompetente Auskunft.
Am: 07.02.2026 18:08:59
Gelesen: 6151
# 46
@ Pepe [#43]
Guten Abend,
zuerst: Die Bilder sind vom Detail nicht so, dass man eine umfassende Beschreibung vornehmen kann. Viele Merkmale bei der Mi.-Nr. 5 AA, die in der Literatur beschrieben werden, kann ich bei 1.200 dpi dann erkennen.
Aber Deine Frage ist klar zu beantworten. Und zwar mit drei Altliteraturangaben aus dem Deutschland-Spezial, Band 2, S. 116. Das möchte ich etwas ausführlicher beschreiben, weil es notwendig ist.
Hans Harnisch schreibt in „Berliner Bären-Marken Umdrucktypen und Retuschen“ von Mai 1950, vom Kennzeichen des primären Umdruck-Zehnerstreifen: „N von BERLIN links oben gequetscht und kürzer.“ Er benennt ebenso im „Hilfsbogen“ F10, 20, 30, 40, 50, 70, 80, 83, 90, 100, 7, 12 und 83.
Ing. H. Schulze und A. Burneleit schreiben in „Die Berliner Bärenmarken 1945 und 1948“ von 1948, S. 26: „7/T kleines N von BERLIN“ und nennen noch die Bogenfelder 10, 12, 20, 30, 40, 50, 70, 80, 90, 83 und 100. Typische Fehler sind bei ihnen Plattenfehler, die in allen Druckformen, bei allen Bögen festzustellen sind.
Von R. Junck und H. Kerbs werden die „Primär“-Fehler im Handbuch der ARGE, S. Plf12/2 von 06/1995, übernommen und auf insgesamt sieben „Primär“-Fehlertypen erweitert. Die Reihe mit dem gequetschten N ist bei ihnen an 3. Stelle. Die Beschreibung nach Bogentyp, Bogenfeld nach Handbuch ARGE ist heute im Michel die Bezeichnung für Plattenfehler.
Jetzt ist zu benennen, dass Julius Müller Schulze/Burneleit mit der Untersuchung beauftragt hatte. Die „T“-Fehler finden sich überwiegend in seinem Katalog. Dieser Katalog vom Müller wurde in der gleichen Schreibweise bei den Plattenfehlern 1:1 in den Michel übernommen. Aber bereits 1969, der letzten Ausgabe des Müller-Katalogs, taucht 7/T nicht mehr auf. Ebenso nicht benannt im DDR-Spezial von 1986 (dort aber andere „T“-Fehler).
Also Pepe, Du hast einen Fehler gesehen, der einst gut beschrieben war und später weggefallen ist. Der Wert von diesen Fehlern ist für mich im Zuschlag zur Normalmarke = null. Sie dienen mir der Bestimmung von Bogenfeldern, wenn die Marken lose, ohne Seiten-, Ober- oder Unterrand im Album stecken.
Im letzten Handbuch der ARGE von 1995 fehlt eine Definition zum Begriff „Primär“-Fehler, den man von Harnisch ohne seine Beschreibung übernommen hat. Eine Bezeichnung Primär, Sekundär, Tertiär ist ohne weiteres Hintergrundwissen lediglich dem Zahlensystem des Lateinischen mit Primus (erster), Secundus (zweiter) und Tertius (dritter) entnommen. Der Begriff „Primär“-Fehler hat nichts mit der Plattenfehler-Definition des BPP zu tun. Das ist wichtig!
Im Schantl-Katalog, 1. Auflage, S. 156 wird der "Primär"-Fehler mit dem N ausschließlich für F7 benannt. Dort steht auch ein Preis in DM.
Also schicke Bei-Merkmale, die Du gesehen hast. Ich hoffe, es war nicht zu viel an Text. Und der Michel-Plattenfehler 5 A I, F10, DI-Bogen ist Dir sicher bekannt.
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 09.02.2026 21:06:12
Gelesen: 6024
# 47
@ KHV [#46]
Hallo Karl Heinz,
ich möchte zunächst ein großes Dankeschön aussprechen für diese recht umfangreiche Auskunft. Schon anhand Deiner Literaturangaben wird ersichtlich wie tief Du in dies Sammelgebiet verankert bist.
Bei mir als nun über 63 Jahre Briefmarkensammelnder ist diese Markenperiode mehr Nebensächlichkeit geworden. Ich habe 82 mit den Australiern begonnen und die deutschen Sammelgebiete vernachlässigt. Dann seit 20 Jahren Berlin verlassen und ins JWD verschollen.
Und um so mehr freut's mich dann auch mal solche verwahrlosten Bücher zu öffnen. Manches schlummert Jahrzehnte unbeachtet herum und ich will alle Leser ermuntern mal in den eigenen Beständen zu schauen, was sich da noch alles finden lässt.
Ich schweife schon wieder vom Thema ab. Muß doch noch mal sagen, das das Digitalisieren von Marken ein sehr großer Zeiträuber ist. Allein bei den Australiern sind über 10.000 Dateien, Marken, Briefe und Stempel zusammengekommen. Und die Stunden, ich möchte sie gar nicht wissen. Und die Scans von allen Sammelgebieten haben die 20.000 schon überschritten. Das alles mit einen Scanner. Wie lange hält die Leuchte noch durch und wie ist die Qualität, welche bei mir noch sehr ordentlich erscheint, im Forum sichtbar.
Nun aber zum Thema.
Ich zeige erst mal ein Viererblock mit der Mi 3 A
1945 08 03 Mi 3 A vx, Feld 83,84 oben Feld 93,94 unten. Feld 93 PF 3 A V, Farbfleck im Netz vor linker Tatze. Feld 94 PF 3 A VI, Bär spielt Ball, im Michel abgebildet.
Detail in höherer Aulösung. Hinzu kommt noch eine DZF in der oberen rechten Marke, Feld 84, nicht im Michel
Roter Punkt unter 'T' von 'STADT'.
Nette Grüße von JWD = (berlinerisch: jans weit drausn)
Pepe
1945 08 03 Mi 3 A vx, Feld 83,84 oben Feld 93,94 unten. Feld 93 PF 3 A V, Farbfleck im Netz vor linker Tatze. Feld 94 PF 3 A VI, Bär spielt Ball, im Michel abgebildet.
Detail in höherer Aulösung. Hinzu kommt noch eine DZF in der oberen rechten Marke, Feld 84, nicht im Michel
Am: 10.02.2026 11:26:11
Gelesen: 5942
# 48
@ Pepe [#47]
dann ganz nette Grüße nach JWD :-) Habe mich über Deinen Post gefreut. War mir nicht sicher, ob es zu viel an Text war. Da aber hier, so denke ich, auch künftig noch User lesen werden, ist mir eine Gründlichkeit lieber. Zu Deiner Mi.-Nr. 3 A mache ich einen extra Post auf. Deine angenommen DZF ist ein Plattenfehler, soviel vorab.
Ich hatte mit dem Scan etwas in der Qualität, wie das Einzelbild von F83/F93 gemeint. Denn ich vermute, dass man es etwas genauer bestimmen könnte. Wobei ja durch die zwei Plattenfehler zwei Blockteile ja bestimmt sind.
Will Dir Detailbilder von weiteren „Primär“-Fehlern nach Quelle R. Junck (siehe oben) zeigen, die auf Deinen Marken im Post [#43] vorkommen sollten. Leider geht die Beschriftung beim Einfügen des Bildes verloren. Aber es wird sich schon erklären:
Nr. 1 Primär – ein Punkt oben am Abstrich des B von BERLIN. Bei Dir F93, kommt insgesamt vor auf F1, 14, 21, 24, 34, 44, 55, 64, 71, 74, 84 und 93.
Nr. 2 Primär – abgeschrägte rechte untere Ecke. Bei Dir F81. Kommt auch vor auf F5, 8, 18, 28, 38, 48, 52, 68, 78, 81, 88.
Nr. 4 Primär – zwei Merkmale: Punkt im Brett in der Höhe Halskante und Farbpunkt direkt rechts in der ersten Schraffurlinie unter dem Brett. Bei Dir F13 und 2 x F92. Kommt auch vor auf F13, 23, 33, 43, 54, 63, 73 und 92.
Fazit: Es sind 4 von den 7 möglichen Fehlern auf Deinen Marken vorhanden. Schicke Quote!
Grüße
Karl-Heinz
Nr. 4 Primär – zwei Merkmale: Punkt im Brett in der Höhe Halskante und Farbpunkt direkt rechts in der ersten Schraffurlinie unter dem Brett. Bei Dir F13 und 2 x F92. Kommt auch vor auf F13, 23, 33, 43, 54, 63, 73 und 92.
Fazit: Es sind 4 von den 7 möglichen Fehlern auf Deinen Marken vorhanden. Schicke Quote!
Grüße
Karl-Heinz
Am: 10.02.2026 17:20:32
Gelesen: 5908
# 49
@ Pepe [#47]
Guten Abend,
ich lade einfach mal einen Ausschnitt von S. 300 aus dem Handbuch der ARGE SBZ, welches Dr. B. Ehmke und ich 2023 aktualisiert haben. Es ist hinzuzufügen, dass das von Dir gezeigte Merkmal in den Auflagen I und II der Bögen A-D vorkommt.
Grüße
Karl-Heinz
Grüße
Karl-Heinz
Am: 14.02.2026 18:29:05
Gelesen: 4967
# 50
@ KHV [#48]
Hallo Karl Heinz,
ich danke für die ausführlichen Informationen und habe alle Primärmerkmale gefunden. Musste allerdings eine stärkere Lupe nehmen. Und dann findet man immer noch mehr.
So zeige ich mal die
Mi 3A vx mit PF 3 A IV, Farbfleck in linker weißer Rahmenlinie ? Im Mi wird noch B mit weißem Punkt hinzugefügt, was ich hier nicht sehe, deswegen das ?.
Detail
Rechte Marke könnte den PF 3 A XI, Farbfleck im rechten Rand neben 8 darstellen ?
Nun geht's wieder olympisch weiter.
Nette Grüße Pepe
Detail
Rechte Marke könnte den PF 3 A XI, Farbfleck im rechten Rand neben 8 darstellen ?
Nun geht's wieder olympisch weiter.
Nette Grüße Pepe
Am: 14.02.2026 19:29:53
Gelesen: 4956
# 51
@ Pepe [#50]
Guten Abend, es sind alle Dinge von Dir etwas anderes. Muss mal schauen, ob ich Deine Vorstellungen auflösen kann. Die Michel-Plattenfehler sehen anders aus. Danke fürs Zeigen.
3 A IV - Ein Plattenfehler der Auflage I kann nicht auf vx vorkommen. In der Auflage I wurde bei der Mi.-Nr. 3 A die Papierart »u« verwendet. Entsprechende Markierungen und Größenverhältnisse - siehe Bild.
3 A IX - Hier wäre noch zu beschreiben. Den Punkt gibt es in retuschierter Fassung in der Auflage II. Da in der Auflage I in allen Teilauflagen der Oberrand nicht durchgezähnt wurde, wäre das ein zusätzliches Kriterium. Der Plattenfehler kommt auf allen vier Bogentypen vor. Bei F6 kommt ein Primärfehler vor (im Bild nicht markiert). Punkt unter dem S von STADT in der weißen linken Linie. Ohne diesen Punkt ist es nicht F6.
Grüße
Karl-Heinz
3 A IV - Ein Plattenfehler der Auflage I kann nicht auf vx vorkommen. In der Auflage I wurde bei der Mi.-Nr. 3 A die Papierart »u« verwendet. Entsprechende Markierungen und Größenverhältnisse - siehe Bild.
3 A IX - Hier wäre noch zu beschreiben. Den Punkt gibt es in retuschierter Fassung in der Auflage II. Da in der Auflage I in allen Teilauflagen der Oberrand nicht durchgezähnt wurde, wäre das ein zusätzliches Kriterium. Der Plattenfehler kommt auf allen vier Bogentypen vor. Bei F6 kommt ein Primärfehler vor (im Bild nicht markiert). Punkt unter dem S von STADT in der weißen linken Linie. Ohne diesen Punkt ist es nicht F6.
Grüße
Karl-Heinz
Am: 21.02.2026 16:41:31
Gelesen: 4644
# 52
@ Pepe [#19]
Einen netten Nachmittag :-)
die von Dir gezeigte 1 AB hat mir ein paar Rätsel aufgeben. Besonders wegen des Wischers an der Bärenzunge. Ich habe Deine Vorstellung beschriftet und lade diese hier hoch.
Zuerst ist die Ausbuchtung am Bogen der linken Wertziffer ein Sekundärfehler beim Bogenfeld F54. Der Punkt vor dem Abstrich der rechten Wertziffer ordnet die Marke dem A-Bogen zu. Auch der Punkt über dem linken Bein ist A-Bogen.
Der Wischer kommt in der Auflage I bei 1 AA u-Papier relativ häufig vor (12/15 Bögen). Bei der Auflage II 1 AA habe ich kein u-Papier. Jedoch bei der Auflage II 1 AB (6 Bögen) ist diesem verschwommene Gitter mit Strich bis in den Bärenkopf ebenso mehr oder minder ausgeprägt. Somit kann Deine Vorstellung als F54, A-Bogen Auflage II eingestuft werden.
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 14.03.2026 14:59:03
Gelesen: 3947
# 53
@ Pepe [#21]
Dann die von Dir hier zweite vorgestellte F 54 der Mi.-Nr. 1 AA mit dem Sekundärfehler »Beule rechts am Bogen der linken Wertziffer«. Diesmal ist es der C-Bogen. Habe die Merkmale auf dem Bild hervorgehoben.
Beste Grüße
Karl-Heinz
Am: 15.03.2026 18:09:12
Gelesen: 3857
# 54
@ KHV [#53]
Hallo Karl Heinz,
verzeih meine Trägheit und die lange Anwortdauer. Der Garten ist recht groß und das traumhafte Wetter hat mich stärker denn jäh vom Hocker gerissen. Saure Gurkenzeit für's Hobby kündigt sich an. Und dann bin ich wieder mal bei den Australiern und deren Digitalisierungen gelandet. Digitalisierung ist ein großer Zeitfresser und wer weiß denn was man dabei alles kompliziert und falsch machen kann. Schon der Scanvorgang mehrt manchmal lange und dann wird ja eine neue DATEI geboren. Und da möchte ich mal wissen wie der Dateiname meines grünen Bären [#21] in Deinen Speicher [#53] heißt. Und ich freue mich wie meine Marke nach Deiner Bearbeitung doch recht gute Qualität aufweist. Und mit welchem Programm bearbeitest Du die Marken so eindrucksvoll. Ich lasse Fragezeichen absichtlich weg denn das weicht ja total vom Thema ab.
Vielleicht findet sich mal ein Digitalprofi/line.. der, die den Unwissenden Erleuchtung schenkt. Keine Genderlösung gefunden. Mit der nächsten Marke bitte ich noch um Geduld.
Sage erst mal vielen Dank und angenehmen Rest Sonntag.
Nette Grüße Pepe
Am: 17.03.2026 06:57:47
Gelesen: 3756
# 55
@ Pepe [#54]
Guten Morgen,
bedanke mich für Deine nette Antwort. Da das hier das Thema Plattenfehler ist, bin ich mir nicht sicher, wie weit eine Diskussion erlaubt ist. Muss mal überlegen, wie ich Dir Deine Fragen beantworte.
Beste Grüße
Karl-Heinz
PS habe auch einen Garten am Haus :-)
[Bitte ein neues Thema mit passender Überschrift erstellen. Wenn gewünscht, können die Beiträge [#54] und [#55] nach dort übertragen werden als neue Beiträge [#1] und [#2] ].