Thema:
Zeitungsdrucksachen
Habe auf dem Flohmarkt 6 Stück Zeitungsdrucksachen ergattert. 5x 3 PF Hindenburg und 1x 3 PF Adolf Hitler komplett mit Inhalt (Kochzeitung "Wiener Küche"), alle an die gleiche Adresse geschickt. Ist so etwas interessant? Der Absender ist zwar aus Stuttgart, aber der Stempel aus Wien-Purkersdorf. Kann mir wer sagen, ob das Material selten ist oder nicht ?

Und hier die mit dem Adolf Hitler:

Ich bin halt ein Fachidiot für Nachkriegszeugs (Bautenserie 1948) und kenne mich mit dem Material nicht aus.
@ Bautenfünfer [#1]
Sagen wir mal so - häufig sind Zeitungsdrucksachen nicht. Aber einen ganz grossen Wert würde ich bei Belegen in der ersten Gewichtsstufe innerhalb des deutschen Postgebietes nicht sehen. 2. Gewichtsstufe ins neutrale Ausland - so was würde ich gerne mal sehen.
Beste Sammlergrüsse!
Lars
@ Lars Boettger
Schaue hier eine Zeitungsdrucksache in zweiter Gewichtsstufe nach Portugal (Neutrales Ausland) gesendet am 9.12.1940. Geprüft in München, Stempel "Ad".
5 Pf. für Zeitungsdrucksache bis 100 g und 5 Pf. jede weitere 50 g.
Viele schöne Grüße
Jørgen
Hallo!
Ich habe auch eine Zeitungsdrucksache vom gleichen Absender nur nach dem Krieg beizufügen von 1953. Gab es einen Unterschied für Zeitungsdrucksache und eiliger ZD?
Philagruss von
philapit.
@ philapit [#4]
"Eilig" war ein frommer Wunsch des Absenders. Eine postalische eigene Sendungsart war das nicht.
Wolfgang.
Hallo an die Experten,
unter meinen Sammlerfreunden wird derzeit diskutiert, ob Zeitungsdrucksachen mit Sonderbehandlung, insbesondere Nachnahme, kombiniert werden durften. Da ich die ADA V, 3 nicht habe, kann ich es dort selbst nicht recherchieren. Das Portoprivileg für Zeitungsdrucksachen, die unter Streifband zu verschicken waren, will mir aber nicht zur Sonderbehandlung einer Nachnahme passen.
In ADA V, 2 gibt es in § 110 eine Regelung für schwerere Nachnahmesendungen, die nicht Pakete sind. Dort sind trotz einer Auflistung verschiedener Sendungsformen (Warenprobe, Geschäftspapiere usw.) Zeitungsdrucksachen nicht erwähnt. Ich schließe daraus, dass sie auch nicht als Nachnahmen verschickt werden konnten, wenn man das Portoprivileg nutzen wollte, sondern nur als normale Drucksache (dann bis zum Höchstgewicht von 500 g und darüber als Päckchen). Liege ich damit falsch?
Gruß an alle
Karl
@ wi.kr [#6]
Hallo Karl,
Zeitungsdrucksachen durften nicht unter Nachnahme versandt werden. Auch nicht als Einschreiben, auch nicht mit Eilzustellung.
Zeitungsdrucksachen behandelte die Post zwar wie Briefsendungen, formal gehörten sie zum Postzeitungsdienst.
Wolfgang.
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für die Information, die meine Bedenken bestätigt. Von anderer Seite hörte ich, dass das in ADA V, 3 § 61 (Abs. VII?) ausdrücklich geregelt ist. Gibt es eine Möglichkeit, den Text davon als Bilddatei (jpg oder pdf) zu bekommen?
Die ganze ADA V, 3 kostet antiquarisch stolze 49 € und in der Bibliothek in München steht sie nur für den Lesesaal zur Verfügung, so dass ich sie nicht ausleihen kann.
Viele Grüße
Karl
@ wi.kr [#8]
Ich habe hier einen scan der ADA V,3 §61 von 1940. Es gibt diese ADA auch noch von 1929, 1923, 1908 etc.

Wie ich gerade gelesen habe, ist diese Sendungsform erst im Mai 1939 eingeführt worden und kann daher in den früheren ADAs gar nicht vorkommen.
Gruß
wuerttemberger
@ Württemberger
Ganz herzlichen Dank - nun gibt es keine Fragen mehr zu diesem Thema.
Viele Grüße
Karl
Hallo wi.kr!
Ob dieses Thema tatsächlich abgeschlossen ist, möchte ich mit beigefügtem Bild in Frage stellen. Ich bin erst kurz dabei, daher melde ich mich erst jetzt. Auf das Thema wurde ich aufmerksam, da ich gerade ein Streifband aus Österreich erhalten habe und im Forum zu diesem Thema Streifband unterwegs war.
Gruß frimer16
Zeitungsdrucksache von Hannover 5.10.1941 nach Hameln/Weser.


Gruß Dieter
@ wi.kr [#10]
@ frimer16 [#10]
Ob dieses Thema tatsächlich abgeschlossen ist, möchte ich mit beigefügtem Bild in Frage stellen.

Mit 1 Pf (Mi.-Nr. 512) portogerecht frankiertes Streifband einer Zeitungsdrucksache bis 50 g des
Luxemburger Volksblatt mit Tagesstempel LUXEMBURG 2 a vom 10.12.1940.
Der Tarif (1 Rpf je 50g) war vom 30.11. bis zum 31.12.1940 nur innerhalb des besetzten Luxemburg gültig.
Freundlichen Gruß
DiDi
Zeitungsdrucksache von Bad Ems, 04.5.1961, nach Zürich/Schweiz.

Gruß Dieter
Hallo zusammen,
aus einem von mir betreuten Archiv kann ich hier vom 5.1.1956 eine Zeitungsdrucksache aus (21b) LIPPSTADT vorstellen. Zum Versand kam hier die Neue Bildpost aus dem Verlag Katholischer Schriftendienst in Bödefeld/Sauerland. Die Eigenwerbung auf dem Versandumschlag spricht für sich.


Ausführliche Informationen zur Versandart "Zeitungsdrucksache" aus dieser Zeit findet man bei der Arbeitsgemeinschaft Bautenserie e.V. [1].
Mit freundlichen Grüßen
Edwin
[1]
https://bautenserie48.de/inland-portostufen-drucksache-drucksache-zu-ermassigter-gebuhr-zeitungsdrucksache-blindensendungen/
Hallo zusammen,
ich möchte eine Zeitungs-Drucksache, also eine ältere Ausführung eines späteren Streifbandes vorstellen, bei dem der Begriff Streifband noch nicht erscheint.
Später folgte eine weitere einfache Version mit Eindruck "Drucksache zu ermäßigter Gebühr!" Hier erkennbar als Drucksache 20–50 g.

Zusätzlich aufgeklappt zur besseren Lesbarkeit.
Versender: (14a) Stuttgart- Bad Cannstatt, Süd Verlag E. Greiner
Laut Michel war die Notopferabgabe ab dem 1.1.1950 für alle Drucksachen und Zeitungsdrucksachen von Zwangszuschlägen ausgenommen.
Dieses frühe „Streifband“ ist mit Datum 28.02.1949 noch vor der Zeit versandt worden.
Viele Grüße
Hajo
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Streifband, Streifbandzeitung, Streifbandbelege in der Bundesrepublik"]
Hallo zusammen,
bevor der Beleg wieder in die Hülle wandert.

"Zeitungsdrucksache", 50 - 100 g vom 06.08.1943. Mit Absenderfreistempel des Verlages Knorr & Hirth, München
Viele Grüße
Hajo
Guten Morgen,
ein Streifband vom Druckhaus Tempelhof für die Zeitschrift "Der Tagesspiegel" nach Aachen - bar frankiert - vom 19.4.1946.

MfG
Klaus
Hallo in die Runde,
kann auch zwei Belege beisteuern:

Beim zweiten Beleg gibt es eine nette Aptierung (aber bitte mich jetzt nicht wieder in die rechte Ecke abschieben).
mit Sammlergruß
Werner
Guten Morgen,
noch eine Barfrankatur. Von der Thüringer Vertriebsgesellschaft mbH. Filiale Weimar am 4.8.1948 nach Berlin.

MfG
Klaus
Guten Morgen,
die heutigen Streifbänder - bar frankiert - kommen aus Freiburg im Breisgau. Tagesstempel 31.5.1946 und 6.4.1946.


MfG
Klaus
Hallo,
der nächste Neuzugang ist wieder eine Rakete, ähnlich dem in vorgestellten Beleg.
Es ist erstaunlich, aber auch schön, dass in einem doch sehr kurzen Zeitraum, auch dieser Beleg den Weg zu mir gefunden hat.
Auf solche Belege wartet man manchmal ein ganzes Sammlerleben.
Es ist eine Luftpost-Zeitungsdrucksache (81-100 g) vom 23.12.1953 nach Heidelberg.
Für Zeitungsdrucksachen (Drucksache zu ermäßigter Gebühr) galt die Drucksachengebühr für eine Gewichtstufe höher,
6 Pf also für 51-100 g, die Luftpostgebühr betrug bei 81-100g 5x 5 Pf (je 20 g), zusammen 31 Pf.
Schön auch, dass die Gebühren jeweils durch die passenden Marken (6 Pf für die Drucksache und 25 Pf für die Lp) frankiert sind.

Viele Grüße,
Klemens
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Berlin Dauerserie Berliner Bauten von 1949: Echt gelaufene Belege"]
@ Frankenjogger [#23]
Hallo zusammen,
Hallo Clemens,
eine Zeitungsdrucksache mit Postfreistempel (alte Beschreibung Typ D-14, Katalog Nr. 267).
Die Neubearbeitung des Teils Postfreistempel ist in Vorbereitung.


Bielefeld 2, UB y, vom 12.01.1950 mit Porto für eine Versendung in der Gewichtsstufe 100 - 250 g.

Absender ist „Die Uhr“ aus dem Verlag Karl Fulde, Köln-Dellbrück, versendet durch E. Gundlach AG, Abonnements– und Anzeigenverwaltung, (21a) Bielefeld, Postfach 22
Viele Grüße
Hajo
Hallo,
habe in meinem Fundus u.a. diese 3 Belege liegen.
Zeitungsdrucksache, Versender war der ehemalige „BZVG Oechselhaeuser Pressevertrieb“. Von Eßlingen nach Erkenbrechtsweiler als Barfrankatur vom 4.3.48.

Hier ein Versand des Wiener Journal aus Wien nach Olomouc vom 2.12.38. Stempel “Zeitung vom Verleger versendet“ galt wohl für Österreich ?.

Hier eine nur Drucksache oder Streifenband ? „handmade“ von Leipzig 31.5.24 nach Augustenburg in Schweden. Noch kpl. mit der Zeitung.

Schönen Gruß Dieter.
Hallo,
jetzt darf ich auch hier weitermachen:

Ab dem 1.2.1950 wurde die frühere "Zeitungsdrucksache" als "Drucksache zu ermäßigter Gebühr" weiterhin angeboten, die Zeitungen konnten auch ins Ausland nachgeschickt werden.
Interessant bei diesem Beleg ist der obere schriftliche Hinweis "Ankunft 4.6.87". Da die Zeitung am 20. Mai in Richtung Italien abgeschickt wurde, kam sie erst zwei Wochen später an, da war sie nicht mehr aktuell und eventuell war man auch schon wieder abgereist. Ob sich da die recht hohe Luftpost-Gebühr (wie viel, kann ich leider nicht genau bestimmen) da gerechnet hat, bezweifel ich etwas.
mit Sammlergruß
Werner
Liebe Sammlerfreunde,
eine Zeitungsdrucksache Deutsches Reich vom 19.03.1941 aus Leipzig nach Lund in Schweden. Frankiert wurde mit einer MiNr.Z 738 zu 5 Pfennig für ein Gewicht bis 100 Gramm. Die Auslandsprüfstelle Berlin (roter Zensurstempel) hat das Streifband geprüft.
Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.
Hallo und ein gutes Neues Jahr,
von meinem Berliner Sammlerfreund, Uli Schulz, kam heute neue Literatur und ein schöner Beleg:

Auslands-Drucksache (Gewicht bis 100 g), abgesandt aus dem Ullsteinhaus in BERLIN SW 68.
Genutzt wurde im Januar 1926 eine Francotyp-Versuchsmaschine der Bafra-Werke für den Versand der "Vossischen Zeitung".
mit Sammergruß
Werner
Hallo,
heute kam ein neuer Beleg herein:

Das Hamburger Fremdenblatt ging im August 1940 per Luftpost in Richtung Schweden, die Gebühr betrug 45 Rpf, leider war keine Gewichtsangabe auf dem Streifband vermerkt worden.
mit Sammlergruß
Werner
@ HWS-NRW [#26]
"Ob sich da die recht hohe Luftpost-Gebühr (wie viel, kann ich leider nicht genau bestimmen) da gerechnet hat ...?"
Das enttäuscht mich jetzt aber schon etwas.
;-), Klemens
@ HWS-NRW [#26]
@ Frankenjogger [#30]
Die Gebühr von 90 Pfennig deutet auf ein Sendungsgewicht vom 50 bis 100 Gramm hin. Laut Auslandspostgebührenordnung vom 01.10.1981 (gültig ab 01.07.1982) betrug die Gebühr für eine Drucksache zu ermäßigter Gebühr für die genannte Gewichtsstufe 60 Pfennig, dazu kam die Luftpostgebühr von 30 Pfennig (15 Pfennig je 50 Gramm in europäische Länder).
Nicht nachvollziehbar ist für mich die folgende Aussage: „ Ab dem 1.2.1950 wurde die frühere "Zeitungsdrucksache" als "Drucksache zu ermäßigter Gebühr" weiterhin angeboten“.
1. Die Drucksache zu ermäßigter Gebühr wurde nach meiner Kenntnis erst zum 01.07.1952 eingeführt [1].
2. Welches Ereignis fand am 01.02.1950 statt? Gab es mit dem Datum irgendeine Verordnung oder Ähnliches bezüglich der Zeitungsdrucksachen? Eine entsprechende Quellenangabe wäre hilfreich.
Schöne Grüße
Franz-Josef
[1] Werner Steven weist in seinem Buch „Postbuch für die Jahre 1945-1992“ auf Seite 328 auf die entsprechende Amtsblattverfügung hin: Amtsbl. 59 Vf. 351 vom 01.07.1952
@ HWS-NRW [#26]
Hier kommt die Auflösung.
@ Araneus [#31]
Deine Lösung ist leider nicht ganz richtig.
Seit dem 1.7.1965 war für Briefpost keine Luftpostgebühr mehr ins europäische Ausland erforderlich. Dies galt nur für "LC-Senungen" = Briefe, Postkarten und Postanweisungen, (noch) nicht für Drucksachen oder Zeitungsdrucksachen [Postbuch Werner Steven - S. 89 und 91]. Der Luftpostzuschlag betrug hier 15 Pf je 20 g.
Für diese Sendungen kam die Befreiung für die Luftpostgebühren innerhalb Europas erst zum 1.7.1971 [Postbuch Werner Steven - S. 92].
Entsprechend hatte die von @ HWS-NRW [#26] gezeigte Zeitungsdrucksache ein Gewicht von 101-250 g und kostet 90 Pf, ein Luftpostzuschlag war nicht erforderlich.
Viele Grüße,
Klemens
@ Frankenjogger [#32]
„
Für diese Sendungen kam die Befreiung für die Luftpostgebühren innerhalb Europas erst zum 1.7.1971 [Postbuch Werner Steven - S. 92].“
Hallo Klemens,
Deine Interpretation der Aussagen von Werner Steven kann ich auf der angegebenen Seite nicht finden. Im Gegenteil: Unter dem Datum 01.07.74 schreibt Steven auf der zitierte Seite 92: „Für Europa kein Zuschlag mehr für Briefe, Wertbriefe, Postkarten und Postanweisungen, für andere Briefsendungen 15 Pfennig für je 50 g“.
Zur Verdeutlichung möchte ich hier einen Ausschnitt aus der Auslandspostgebührenordnung vom 01.10.1981 (gültig ab 01.07.1982), die zum Entstehungszeitpunkt des gezeigten Belegs gültig war, zeigen:

Im Übrigen zeigt der Beleg in Beitrag [#26] keine „
Zeitungsdrucksache“. Dieser Begriff kommt seit den 1960er Jahren weder in der Postordnung noch in den Postgebührenordnungen vor. Hier liegt eine „
Drucksache zu ermäßigter Gebühr“ vor. Diese Sendungsform gab es in den 1980er Jahren nur für Auslandssendungen und entsprach im Wesentlichen der Streifbandzeitung und der Büchersendung, die es nur im Inland gab.
Auch hierzu der passende Ausschnitt aus der Auslandspostgebührenordnung vom 01.10.1981 (gültig ab 01.07.1982):

Schöne Grüße
Franz-Josef
@ Araneus [#33]
Hallo, Franz-Josef,
hallo Klemens,
herzlichen Dank für Eure tollen Informationen.
mit Sammlergruß
Werner
@ Araneus [#33]
Da habe ich mich wohl von der Angabe
"Amtsbl. 77 Vf. 443 vom 03.06.71 ...
1 Die Bezeichnung Briefsendungen umfaßt nur noch Briefe, Postkarten, Drucksachen, Blindensendungen und Päckchen. ..."
im Steven auf S. 357 täuschen lassen.
Ich habe daraus interpretiert, das es ab 1.7.1971 keine "andere Briefsendungen" mehr gab und somit auch der Luftpost-Zuschlag für Drucksachen wegfiel. Da lag ich wohl falsch.
Insbesondere dein Ausschnitt aus der Auslandspostgebührenordnung vom 01.10.1981 (gültig ab 01.07.1982) zeigt, dass ich falsch lag. Auch dahingehend, dass ich die Gewichterhöhung bei der Luftpost-Gebühr bei Auslandsdrucksachen (15 Pf je 50 g) bisher noch gar nicht realisiert habe.
Vielen Dank für die Info und HWS-NRW [#26] sorry für meinen Vorwurf der Enttäuschung, den ich jetzt mir entgegen bringe.
Ich habe wieder gelernt.
Schönes Wochenende,
Klemens
Halo in die Runde,
ich hätte noch einen ähnlichen Beleg:

1988-6-21 -BERLIN 30 - E-30 - LP-Drucksache zu ermäßigter Gebühr. Dieser Beleg kam eventuell bereits am 22. Juni an, wenn man dem kleinen Einzeilstempel glauben darf.

1988-6-15 -BERLIN 30 - E-30 - LP-Drucksache zu ermäßigter Gebühr (135 Pfg). Hier handelte es sich wohl um die Samstag-Ausgabe, die ja immer umfangreicher ist.
mit Sammlergruß
Werner
@ HWS-NRW [#36]
"Hier handelte es sich wohl um die Samstag-Ausgabe"
Dass die Samstagausgabe an einem Mittwoch verschickt wurde, halte ich für unwahrscheinlich.
Ich sehe im Moment keinen direkten Zusammenhang zum eigentlichen Thema ("Zeitungsdrucksachen") dieser Seite.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Hallo am Samstag Morgen,
gerade habe ich diesen Beleg bei Ebay bekommen.

Zeitungs-Drucksache (Streifband) der Oldenburgische Staatszeitung, das Porto von 8 Rpf, entrichtet im Juli 1942 mit einem AFS E-3.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo,
auch heute ein neuer Beleg.

Im Dezember 1940 ging diese Eilige Zeitungssendung als Streifband in Richtung Belgien auf den Weg, ob es wirklich ein "unabhängiger Eildienst" war, lässt sich nicht abklären.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo,
Zeitungsdrucksache vom 13.11.1943 von Wien per Luftpost nach Zagreb.
Drucksache zur ermäßigten Gebühr 50-100 Gramm 5 Pf

Für die Luftpost gab es ebenfalls eine ermäßigte Gebühr von 10 Pf je 20 Gramm.
Bei einem Gewicht der Schleife von 60 - 80 Gramm betrug das Porto 45 Pfennig.
Rückseitig Zensur aus Wien.
Reini46
Hallo am Abend.

Aus meiner Heimatstadt ESSEN eine Zeitungsdrucksache (Streifband), aufgegeben im Oktober 1939, zur Verwendung kam der AFS E-5.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo in die Runde,
sehe gerade, dass ich diesen Beleg wohl noch nicht vorgestellt habe.

Zeitungsdrucksache des Flensburger Tageblattes vom Juni 1946, die AFS-Maschine wurde nach Aptierung des Reichsadler weiter verwendet, der AFS trägt nun im Handbuch (Dürst/Eich) die Nr. E-13 J.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo an diesem sonnigen Morgen.

Wenn ich mir diese Zeitungsdrucksache der „Berliner Börsen-Zeitung“, abgesandt in BERLIN im Oktober 1939 nach „North Hollywood“ in Californien, ansehe, stellt sich die Frage, ob die aktuellen Börsenkurse nach Ankunft dieses Blattes in den USA (ohne Luftpost versandt) überhaupt noch interessant genug für den dortigen Leser waren.

Bei diesem Streifband in Richtung Belgien dürfte die Aktualität der versandten Zeitung keine Probleme aufwerfen, es ging im Dezember 1940 von BERLIN W 9 in den Postbetrieb, die Gebühr entrichtet mit dem AFS E-3 B.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo in die Runde.

Die „Bundeszentrale für politische Bildung“ (BfK) versandte ihre umfangreichen Erzeugnisse überwiegend an Schulen und Gymnasien, um ihre Informationen einem großen Kreis an jungen Lesern vorstellen zu können, die Gebühr der Sendung hier entrichtet auf einer Postalia-AFS-Maschine (E-26) im Mai 1969.
mit Sammlergruß
Werner
@ HWS-NRW [#44]
Hallo Werner,
die Versendungsform „ Zeitungsdrucksache“ (siehe Thema dieser Seite!) gab es im Jahr 1969 schon seit mehreren Jahren nicht mehr. Spätestens seit Inkrafttreten der „Postzeitungsordnung vom 28.Mai 1963“ hieß die entsprechende Versendungsform „Streifbandzeitung“. Diese musste mit der Bezeichnung „Streifbandzeitung“ gekennzeichnet werden.
Eine solche Sendung liegt im vorliegenden Fall offensichtlich nicht vor. Es ist nicht erkennbar, dass hier eine Zeitung im Sinne der Verordnung vorliegt. Es scheint sich eher um die Unterlagen eines Preisausschreibens für Schüler zu handeln. Die Sendung ist eine normale „ Drucksache“ mit einem Gewicht zwischen 51 und 100 Gramm und einer Gebühr von 30 Pfennig. Eine Streifbandzeitung mit diesem Gewicht hätte damals nur 15 Pfennig gekostet. Eine Gebühr von 30 Pfennig gab es 1969 für Streifbandzeitungen nicht.
Absender der Sendung ist nicht die Bundeszentrale für Politische Bildung, sondern der Verlag B. Kühlen in Mönchengladbach. Das Werbeklischee des Freistempels enthält nicht die Abkürzung „BfK“, sondern das Logo des genannten Verlags.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Hallo,

Zeitungsdrucksache aus Wien vom 30.4.1938 an Dr. Kalkhoff in Spreewerder.
Bis zum 31.7.1938 galt für Drucksachen noch der alte österreichische Tarif, er betrug für Zeitungsdrucksachen 4 Groschen je 50 Gramm.
Diese DS ist frankiert mit 3 Groschen = 2 Pfennig und 1 Pfennig und das ergibt zuammen das Porto von 4 Goschen.
Grüße
Reini46
Hallo am Montag.
Obwohl ich normalerweise nur Belege in RM bzw. DM sammel, kommt es doch vor, dass ein interessanter Beleg in anderer Währung hinzukommt.

Fern-Streifband vom November 1957 aus SAARBRÜCKEN 2, hier in Franc-Währung aufgegeben, lt. Götz eine recht gute Portostufe.
mit Sammlergruß
Werner
Die Firma Giradet aus Essen druckte sehr viele Zeitschriften und Zeitungen. Diese Zeitungsdrucksache verschickte sie 20.8.53 im Auftrag der Gelsenkirchener Morgenpost. Die Empfängeranschrift im Sauerland lässt vermuten, dass es sich um eine Urlaubsnachsendung handelt. Zur Freimachung der Sendung kam eine Francotyp D mit Wertrahmen Deutsche Bundespost zum Einsatz.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Hallo am Abend.

Eine graphisch interessant gestaltete Umhüllung nutzte Anfang der 1940-er Jahre der Herausgeber der „Fränkischen Tageszeitung“, die in NÜRNBERG verlegt wurde. Auf der Rückseite dieser Zeitungs-Drucksache (Porto gedruckt mit einer Francotyp-AFS-Maschine E-5) wurde darauf hingewiesen, dass man sich die Zeitung (per vorher auszufüllender Zeitungsüberweisung) auch in den Urlaubsort nachsenden konnte.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo,

Zeitungsdrucksache der Redaktion MOTORRAD aus Neuenhagen bei Berlin. Die Drucksache geht an die Redaktion " Motorrad " in Wien und wurde am 4.5.60 abgestempelt.
Reini46
Hallo am Morgen.

Wann die "Hanseaten-Post" eingestellt wurde, konnte ich nicht herausfinden, im März 1936 ging ein Exemplar per Streifband von BERLIN W 35 aus nach Aschaffenburg ins Bayernland.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo,
heute kam auch für diesen Thread ein neuer Beleg herein.

Eine Drucksache aus TÜBINGEN in der vierten Gewichtsstufe (> 250-500 g), versandt in der Französischen Zone im Mai 1949. Adressteil der Sendung, das Porto dargestellt mit einem Wertrahmen E-22.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo,
heute noch ein weiterer Beleg.

Der "Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen" nutzte das gleiche Signet wie sein Nachfolge-Verband, hier ein Abdruck auf einer Zeitungs-Drucksache des Landesverbandes Mittelelbe-Harz in MAGDEBURG, das Abgangsdatum, in den 1940-er Jahren, kann man leider kaum lesen.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo am Sonntag.

Streifband einer Zeitungs-Drucksache, verschickt aus BERLIN-WILMERSDORF 1 im Februar 1931 nach Düsseldorf.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo in die Runde.


Bei diesen Belegen musste ich schon etwas suchen, um auf das Porto von 55 Pfg zu kommen.
Hier nutzten die Stickstoffwerke Piesteritz mit Sitz in der Lutherstadt Wittenberg ihre alten Streifband-Banderolen
zum Versand ihrer Druckwerke, jetzt im Mai 1990 und Februar 1991 (leider sind die AFS-Drucke äußerst miserabel zu erkennen)
noch aufgegeben mit dem Deutschen Post-AFS als Streifbandzeitungen. Das Unternehmen wurde 1993 "neu" gegründet, ob sie dann
auch eine neue AFS-Maschine nutzte, lässt sich nicht belegen.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo am Abend.
Ich habe von einem Berliner Sammlerfreund einen netten Posten mit Zeitungs-Drucksachen bzw. Streibändern mit interessanten Entgeltstufen bekommen, die ich jetzt so nach und nach hier vorstellen möchte.

LP-Streifbänder, versandt wurde "Der Tagesspiegel" von BERLIN 30 aus, die Belege mit dem Entgelt von 40 Pfg bzw. 55 Pfg gingen im Januar 1976 in den Postbetrieb.
mit Sammlergruß
Werner
Zeitungsdrucksache (Streifband) aus Brüssel (deutsche Besetzung 1. Weltkrieg) vom 10.8.1917 an das Kaiserlich Deutsche Konsulat in Varna (Bulgarien), freigemacht mit 5 Pfg. Germania mit Überdruck "Belgien 5 Cent".

hajo22
Zeitungsdrucksache aus VGW ins VGO.

6750 Kaiserslautern, 02.04.91.
Zeitungsdrucksache (bis 50 g) = 0,60 DM.
Grüße Josch
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "DDR Dauerserie Bauwerke und Denkmäler Belege"]
Hallo in die Runde.

In der Portostufe zu 4 Rpf ging dieses Exemplar des "Passauer Volksblattes" im Juni 1939 von WIESBADEN aus an den Herrn Major Binder.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo zusammen,
der Absender: E. Holterdorf / GROSSDRUCKEREI / CHEMIGRAPHIE / BUCHHANDLUNG / VERLAG Die Glocke brachte am 15.9.1955 aus (21a) OELDE Geschäftspapiere unter Zeitungsdrucksache an die Firma Ruchti & Co Annoncen.-Expedition in 13a Würzburg auf den Weg. Es dürfte sich vom Porto her um eine Sendung mit dem Gewicht von 100 - 250 g gehandelt haben. Seit dem 1.7.1952 war eigentlich (laut Michel Postgebühren-Handbuch Deutschland) der Bergriff "Zeitungsdrucksache" durch die Angabe "Drucksachen zu ermäßigter Gebühr" abgelöst.

Mit freundlichen Sammlergrüßen
Edwin
@ epem7081 [#60]
„ der Absender (…) brachte am 15.9.1955 (…) Geschäftspapiere unter Zeitungsdrucksache (…) auf den Weg“
Die Aussage ist ein Widerspruch in sich. Man kann nicht eine Sendungsart unter einer anderen Sendungsart versenden.
„Geschäftspapiere“ gab es im Bereich der Deutschen Bundespost bis 1963 als eigenständige Versendungsform mit eigenen Gebühren. Laut Werner Stevens Buch „Postbuch 1945 bis 1992“ kostete im Jahr 1955 eine Geschäftspapier-Sendung bis 250 Gramm 25 Pfennig. Das passt zu dem gezeigten Beleg.
Im vorliegenden Fall hat man vermutlich einen „falschen“ Adressaufkleber verwendet und darauf per Gummistempel die Bezeichnung „Geschäftspapiere“ vermerkt. Die Portoermäßigung für „Geschäftspapiere“ war geringer als die für Zeitungen. Bei einem Versand als "Zeitungsdrucksache" würde der Stempel keinen Sinn ergeben.
Schöne Grüße
Franz-Josef