Es handelt sich dabei zunächst um eine Ganzsache zu 15 Centavos. Da der Brief als Einschreiben und dann auch noch den weiten Weg über Panama und New York bis nach Wurzen in Sachsen, von Chile aus also nach Übersee nahm, war diverse Zusatzfrankatur erforderlich. Ob jedoch dabei alle Zusatzfrankaturen erforderlich waren oder ob hier auch philatelistische Interessen mit im Spiel waren, vermag ich nicht zu beurteilen.
Die Zusatzfrankatur wurde abgedeckt durch Mi. 99, 106(2), 134, 135(2), 136.
Der Brief war am 26.5.1923 mit dem R-Zettel von Oficina de Orijen aufgegeben worden, der Poststempel lautet jedoch auf Valdivia / Chile.
Viele Grüße
Cantus
Thema:
Chile: Echt gelaufene Belege
Am: 28.04.2010 00:49:45
Gelesen: 21836
# 1
Auf Bitte von Jahnnusch zeige ich hier einen interessanten Brief aus Chile.
Es handelt sich dabei zunächst um eine Ganzsache zu 15 Centavos. Da der Brief als Einschreiben und dann auch noch den weiten Weg über Panama und New York bis nach Wurzen in Sachsen, von Chile aus also nach Übersee nahm, war diverse Zusatzfrankatur erforderlich. Ob jedoch dabei alle Zusatzfrankaturen erforderlich waren oder ob hier auch philatelistische Interessen mit im Spiel waren, vermag ich nicht zu beurteilen.
Die Zusatzfrankatur wurde abgedeckt durch Mi. 99, 106(2), 134, 135(2), 136.
Der Brief war am 26.5.1923 mit dem R-Zettel von Oficina de Orijen aufgegeben worden, der Poststempel lautet jedoch auf Valdivia / Chile.
Viele Grüße
Cantus
Es handelt sich dabei zunächst um eine Ganzsache zu 15 Centavos. Da der Brief als Einschreiben und dann auch noch den weiten Weg über Panama und New York bis nach Wurzen in Sachsen, von Chile aus also nach Übersee nahm, war diverse Zusatzfrankatur erforderlich. Ob jedoch dabei alle Zusatzfrankaturen erforderlich waren oder ob hier auch philatelistische Interessen mit im Spiel waren, vermag ich nicht zu beurteilen.
Die Zusatzfrankatur wurde abgedeckt durch Mi. 99, 106(2), 134, 135(2), 136.
Der Brief war am 26.5.1923 mit dem R-Zettel von Oficina de Orijen aufgegeben worden, der Poststempel lautet jedoch auf Valdivia / Chile.
Viele Grüße
Cantus
Am: 06.02.2016 18:18:35
Gelesen: 20068
# 2
Hallo Freunde,
habe hier auch ein Beleg Chile gefunden und Finde die Stempel auf dem Beleg sehr schön! Wenn jemand sich damit auskennt, die ganzen Stempel darauf zu erklären? Im Voraus sage ich vielen Dank an euch und verbleibe mit
freundlichen grüßen
Heinrich
Am: 06.02.2016 20:51:40
Gelesen: 20046
# 3
@ Cantus [#5]
Hallo,
die Sache ist erst 5 3/4 Jahre alt, ich kann also ruhig darauf antworten. Du schreibst:
Der Brief war am 26.5.1923 mit dem R-Zettel von Oficina de Orijen aufgegeben worden, der Poststempel lautet jedoch auf Valdivia / Chile.
Da gehst du nach meiner Meinung einem Fehler in Valdivia auf den Leim. Oficina de Orijen heißt Ursprungs-Postamt und der Postler hätte darunter den Stempel von Valdivia setzen oder den Ortsnamen handschriftlich eintragen müssen. Es handelt sich also um einen Blanko-R-Zettel, denn auch die Nr. ist manuell eingetragen.
Schönen Sonntag wünscht
Heinrich aus München
Am: 30.10.2016 10:44:14
Gelesen: 19500
# 4

Auch in Chile spielen seit langem die Briefmarken nur die 2. Rolle im Postverkehr.
Wie man sieht, wird geschäftliche Korrepondenz bei der Post freigestempelt.
Oben 2 Briefe an die Firma Buderus in Wetzlar von unterschiedlichen Absendern.
Die Briefrückseiten sind leer bis auf 1 Absender-Eindruck
Am: 30.10.2016 11:56:24
Gelesen: 34667
# 5
Hallo,
die Fa. Schmid-Schlenker hatte auch gute Geschäftsverbindung nach Chile.
Ein Luftpost Einschreiben vom 14.11.1956.
Gruß
Manne
Am: 30.10.2016 17:28:10
Gelesen: 34644
# 6
Ja, und von meiner Seite, Luftpost aus Valparaiso, wie üblich an die Kurverwaltung Meran, schön abgeschlagener Stempel, aber das Datum leider nicht leserlich.
Grüße
Ivo
Grüße
Ivo
Am: 30.10.2016 17:33:58
Gelesen: 34638
# 7
Hallo,
ein Luftpost-Brief aus dem Jahr 1951 an die Fa. Schmid-Schlenker.
Gruß
Manne
Am: 31.10.2016 18:13:56
Gelesen: 34608
# 8
Hallo,
aus Santiago ein Luftpost-Einschreiben aus dem Jahr 1956 an die Fa. Schmid-Schlenker.
Gruß
Manne
Am: 04.11.2016 16:34:31
Gelesen: 34547
# 9
Hallo,
ein Luftpost-Brief aus dem Jahr 1953 an die Fa. Schmid-Schlenker.
Gruß
Manne
Am: 06.11.2016 12:34:32
Gelesen: 34515
# 10
Ein Brief aus Temuco (Chile) nach Uzwil (Schweiz). Ganz korrekt wurden die fehlenden 5 Pesos kassiert und mit Freistempel nachgewiesen.
Am: 06.11.2016 14:46:45
Gelesen: 34506
# 11
Hallo,
ein weiterer Luftpost-Brief vom 16.10.1964 an die Fa. Schmid-Schlenker.
Gruß
Manne
Am: 13.11.2016 11:25:52
Gelesen: 34461
# 12
Den Brief im Anhang habe ich aus den folgenden Gründen mitgenommen:
- Luftpost per LATI (italienische Fluglinie) aus Chile ist nach meinem Kenntnisstand alles andere als häufig: Im 2. Weltkrieg wurde der Postverkehr nach Südamerika noch durch eine italienische Fluggesellschaft aufrecht erhalten. Wer also seine Post unter Umgehung der alliierten Zensur aufgeben wollte, war auf diesen Liniendienst angewiesen. Nach der Kriegserklärung der USA stelle LATI den Dienst ein.
- Der Brief durchlief die Auslandsbriefprüfstelle in München. München war zuständig für die Briefe, die per Condor / LATI befördert wurden
- Den Stempel "M" unten rechts kann ich nicht zuordnen. Meine erste Vermutung, dass er in der ABP München bekannt wäre, hat sich nicht bestätigt.
- Brief von einem deutschen Diplomaten, der während des 2. Weltkrieges in Costa Rica und Chile stationiert war: https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Tripeloury.
Ich kenne mich nicht mit den Frankaturen aus Chile aus, aber 23,40 Pesos scheint mir recht hoch zu sein.
Beste Grüsse!
Lars
Am: 13.11.2016 14:31:05
Gelesen: 34441
# 13
@ Lars Boettger [#43]
Hallo Lars,
auch wenn das genaue Stempeldatum im Poststempel auf Deinem LATI-Lp.-Brief hinsichtlich Tag und Monat nicht genau lesbar ist, ist doch das Jahr 41, also 1941 klar erkennbar. Danach ist Dein Luftpostbrief von Santiago nach Deutschland mit 23,40 Pesos portogerecht frankiert. Die chilenischen Portosätze betrugen 1941:
UPU-Auslandsporto bis 20 Gramm 1.80 Pesos
Luftpostzuschlag mit CONDOR-LATI je 5 gramm 10.80 Pesos
Bei einem Gewicht des Briefes zwischen 5 und 10 Gramm ergibt dies einen Luftpostzuschlag von 21,60 Pesos und damit ein Gesamtporto von 23,40 Pesos.
Quelle:
Dr. Eduardo Madsen, Manual de Historia Aeropostal de Chile, Wiesbaden 2007 Seiten 612 und 652
MfG Wolfgang
Am: 13.11.2016 16:35:01
Gelesen: 34428
# 14
@ saintex [#53]
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für Deine Auskunft und die Portoerklärung!
Beste Grüsse!
Lars
Am: 23.11.2016 23:53:45
Gelesen: 19353
# 15
Ein Brief vom 26.1.2001, gelaufen von Santiago de Chile nach Wyandotte in den USA.
Mi. 1972, 1973, 1997 und eine Automatenmarke
Viele Grüße
Ingo
Mi. 1972, 1973, 1997 und eine Automatenmarke
Viele Grüße
Ingo
Am: 24.11.2016 18:12:00
Gelesen: 34361
# 16
Ansichtskarte vom 2.652m hohen Vulkan in Chile nach Bozen aus dem Jahre 1981. Die Briefmarke zeigt 75 Jahre Rotaryclub, Stempel gibt etwas Rätsel auf, ist von einem Flughafen, aber von welchem?

Grüße
Ivo

Grüße
Ivo
Am: 08.12.2016 20:55:12
Gelesen: 34295
# 17
Von mir ein Luftpostbeleg, Porto 475$
Viele verschiedene Stempel gibt es zu entdecken:
1. CORREO AERO SANTIAGO, datiert auf den 10ENE59
2. Einschreiben Kastenstempel (eine etwas bizzare Form )...CORREO-AERO R N° 8191,
3. ein gründer Einzeiler POR AVION
4. ganz schwach und auch in grün ein länglicher Kastenstempel CERTIFICADA
5. Einzeiler EXPRESO
und auf der Rückseite
6. LUXEMBOURG-VILLE vom 15.1.59
7. LUXEMBOURG TELEGRAPHES ebenfalls vom 15.1.59
Der LUXEMBOURG TELEGRAPHES ist nicht ganz so häufig zu finden und soweit ich mich erinnern kann, wurden im Zustellbezirk von Luxemburg Stadt Eilsendungen vom Telegraphenamt ausgeliefert. Würde passen, denn der Beleg ist ja mit EXPRESO gekennzeichnet.
Phila-Gruß
Lulu
Viele verschiedene Stempel gibt es zu entdecken:
1. CORREO AERO SANTIAGO, datiert auf den 10ENE59
2. Einschreiben Kastenstempel (eine etwas bizzare Form )...CORREO-AERO R N° 8191,
3. ein gründer Einzeiler POR AVION
4. ganz schwach und auch in grün ein länglicher Kastenstempel CERTIFICADA
5. Einzeiler EXPRESO
und auf der Rückseite
6. LUXEMBOURG-VILLE vom 15.1.59
7. LUXEMBOURG TELEGRAPHES ebenfalls vom 15.1.59
Der LUXEMBOURG TELEGRAPHES ist nicht ganz so häufig zu finden und soweit ich mich erinnern kann, wurden im Zustellbezirk von Luxemburg Stadt Eilsendungen vom Telegraphenamt ausgeliefert. Würde passen, denn der Beleg ist ja mit EXPRESO gekennzeichnet.
Phila-Gruß
Lulu
Am: 09.12.2016 09:48:39
Gelesen: 34274
# 18
Hallo,
ein weiterer Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker.
Gruß
Manne
Am: 22.12.2016 17:32:32
Gelesen: 34202
# 19
Hallo,
da hier nichts mehr geht zeige ich einen weiteren Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker.
Gruß
Manne
Am: 27.01.2017 12:23:05
Gelesen: 34047
# 20
Hallo zusammen,
ein Brief aus Puerto Varas, einer Stadt am Südufer des Llanquihue-Sees:
Das Porto wurde durch eine Briefmarke zu 10 $ (Peso) und einem Postfreistempel von 2 $ abgedeckt. Ich vermute, dass der Brief portogerecht ist.
Der Postfreistempel ist ein Frankotyp “Cc/Ccm” (MV). Nachzulesen auf der Seite https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Chile . Dort findet man diese Form unter der Nummer A8.
Viele Grüße
Volkmar
Das Porto wurde durch eine Briefmarke zu 10 $ (Peso) und einem Postfreistempel von 2 $ abgedeckt. Ich vermute, dass der Brief portogerecht ist.
Der Postfreistempel ist ein Frankotyp “Cc/Ccm” (MV). Nachzulesen auf der Seite https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Chile . Dort findet man diese Form unter der Nummer A8.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 29.01.2017 10:13:21
Gelesen: 34015
# 21
Hallo zusammen,
habe gerade noch einen chilenischen Brief unter meinen Scans gefunden:
Frei übersetzt ist es ein Brief von der chilenischen Philatelie Abteilung in Santiago de Chile.
Interessant finde ich die verschiedene Schreibweise beim Absender und beim Einschreibezettel:
Absender: Departemen to Filateli co Chil e
R-Zettel: Departemen t Philateli que Chil i
Die Unterschiede habe ich einmal fett markiert. Der Absender ist in spanisch angegeben, beim R-Zettel wurde die internationale Postsprache Französisch verwendet.
Viele Grüße
Volkmar
Frei übersetzt ist es ein Brief von der chilenischen Philatelie Abteilung in Santiago de Chile.
Interessant finde ich die verschiedene Schreibweise beim Absender und beim Einschreibezettel:
Absender: Departemen to Filateli co Chil e
R-Zettel: Departemen t Philateli que Chil i
Die Unterschiede habe ich einmal fett markiert. Der Absender ist in spanisch angegeben, beim R-Zettel wurde die internationale Postsprache Französisch verwendet.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 29.01.2017 12:31:10
Gelesen: 34003
# 22
@ volkimal [#21]
Hallo Volkmar und Mitleser,
in Chile herrscht eben preußische Ordnung; dafür ist es in Südamerika bekannt. Bei mir habe ich 2 Briefe gefunden:
Der obere ein Geschäftsbrief der Firma Graue in Antofagasta vom 20.4.1929 an die Gütermann Nähseiden in Gutach, eine Ganzsache zu 15 c für das Inland (habe keinen Katalog Ganzsachen), auffrankiert mit Mi.Nr. 155 und 162 für Übersee. Den Maschinenstempel kann ich nicht lesen. Rückseitig Maschinen-Durchgangsstempel von Buenos Aires vom 28.4.1929, leider aber kein Ankunftsstempel von Deutschland.
Unten ein Brief aus einer größeren Privatkorrespondenz vom 25.9.1958 aus Santiago de Chile nach Wuppertal-Barmen, frankiert mit je 2x Mi. Nrn. 516 und 525. Hier interessiert die Abstempelung mit "SERV. NOCTURNO"; im Brief waren wohl dringende Nachrichten, so daß der Nachtdienst in Anspruch genommen wurde.
Schönen Sonntag von Heinrich
Am: 29.01.2017 13:47:51
Gelesen: 33987
# 23
Ein Beleg aus dem Jahre 1904:
Ganzsachen-Streifband mit Stempel VALPARAISO vom 26. April 1904 mit Angabe des Leitwegs VIA ARGENTINA. Der Beleg wurde also den beschwerlichen Weg über die Cordilleren transportiert; der Panamakanal wurde erst 1914 eröffnet.
Rückseitig angebrachter Ankunftstempel WILTZ vom 30. Mai 1904.
Freundlichen Gruß
DiDi
Ganzsachen-Streifband mit Stempel VALPARAISO vom 26. April 1904 mit Angabe des Leitwegs VIA ARGENTINA. Der Beleg wurde also den beschwerlichen Weg über die Cordilleren transportiert; der Panamakanal wurde erst 1914 eröffnet.
Rückseitig angebrachter Ankunftstempel WILTZ vom 30. Mai 1904.
Freundlichen Gruß
DiDi
Am: 01.02.2017 21:32:33
Gelesen: 33957
# 24
Hallo zusammen,
ich habe gestern noch einen chilenischen Brief gefunden:
Luftpostbrief von Concepción über Santiago nach Bonn. Auf der Rückseite vermutlich ein Maschinenstempel mit kopfstehendem Werbeeinsatz:
"sobretasa - postal / modernizara los / sistemas postales" mit Hilfe des Übersetzers ergibt sich "Nachporto - Post / Modernisierung der Postsysteme". Ich glaube, dass die Übersetzung nicht sehr gut ist. Was hat das Nachporto mit der Modernisierung zu tun? Wenn jemand eine bessere Übersetzung des spanischen Werbetextes weiß schreibt es bitte.
Viele Grüße
Volkmar
Luftpostbrief von Concepción über Santiago nach Bonn. Auf der Rückseite vermutlich ein Maschinenstempel mit kopfstehendem Werbeeinsatz:
"sobretasa - postal / modernizara los / sistemas postales" mit Hilfe des Übersetzers ergibt sich "Nachporto - Post / Modernisierung der Postsysteme". Ich glaube, dass die Übersetzung nicht sehr gut ist. Was hat das Nachporto mit der Modernisierung zu tun? Wenn jemand eine bessere Übersetzung des spanischen Werbetextes weiß schreibt es bitte.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 22.05.2017 20:23:47
Gelesen: 33230
# 25
Hallo,
nach gut einem Dutzend Jahren habe ich meine Sammlung von Briefen, bei denen nicht alle Marken gestempelt sind und die auf Grund des häufigen Fehlens von Entwertungen sinnlos geworden ist, einmal durchsehen müssen. Darin waren diese beiden Belege.
Oben Brief vom August 1968 aus Puerto Montt nach Bad Steben mit den Michel Nummern 678, 640, 681 und 2 x 636, bei dem die Nr. 636 unten nicht entwertet ist.
Unten Brief vom 16.12.73 von Santiago nach Salzgitter mit den Michel Nummern 798, 817, 820 und 788, bei dem die Nrn. 798 und 788 dem Maschinenstempel entkommen sind.
Die Anschriften sind nur abgedeckt.
Gruß
Heinrich
Am: 07.06.2017 10:16:25
Gelesen: 33097
# 26
Da Briefe aus Chile offenbar nicht so gerne gezeigt werden, hier ein kaufmännischer Brief von 1967 aus Santiago nach Schwenningen aus der Zeit, als der Escudo seinen Wert zu verlieren begann.
Frankatur mit 3 x Mi. Nr. 638 und 3 x Nr. 649, Einschreibe-Vermerk über Schalter-Terminal.
Am: 07.06.2017 15:31:16
Gelesen: 33082
# 27
Hallo,
ein Luftpost-Brief aus Santiago an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim vom 01.02.1955.
Gruß
Manne
Am: 10.06.2017 20:28:58
Gelesen: 33044
# 28
Hallo,
hier ein auf den 1. Blick recht unscheinbarer Geschäftsbrief von Antofagasta nach Gutach im Breisgau. Daß die vorgeschriebene Route (oben in rot) eingehalten wurde, weist der rückseitige Transitstempel von Buenos Aires nach. Ganzsache mit Auffrankatur für Ausland. Der Stempel aus Chile ist 2 x leider mißlungen.
Am: 25.06.2017 11:45:12
Gelesen: 32890
# 29
Einen Brief aus Chile habe ich auch in meinem letzen Belegeposten gefunden. Versendet wurde er am 23.1.1971 von Temuco nach Mainz. Die Freimachung beträgt 3,40 Escudos.
Stempel: TEMUCO /DESP. / 23ENE71 8H / RECEP. / CHILE
Viele Grüße
Michael
Stempel: TEMUCO /DESP. / 23ENE71 8H / RECEP. / CHILE
Viele Grüße
Michael
Am: 25.06.2017 20:31:20
Gelesen: 32874
# 30
Hallo,
ein Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim vom 16.07.1964.
Gruß
Manne
Am: 25.06.2017 21:24:37
Gelesen: 32867
# 31
@ Manne [#30]
Hallo,
dieser Brief würde auch in das Thema "Briefe ausländischer Banken" passen; die Bank ist nach meiner Suche dort noch nicht aufgetreten.
Am: 11.07.2017 19:16:34
Gelesen: 32716
# 32
Hier eine AK von der Osterinsel, frankiert mit Mi-Nrn. 1086, 1090 und 1102, entwertet am 08.01.1986. Marken verklebt von einer Nichtphilatelistin, besser hätte ich es auch nicht hinbekommen.

Gruß Ulrich

Gruß Ulrich
Am: 16.03.2019 22:02:48
Gelesen: 27435
# 33
@ Heinrich3 [#35]
Da Manne uns ein paar schöne Briefe aus Chile gezeigt hat, fahre ich mal fort mit einem weiteren Beleg, abgestempelt wie der in [#35] von Heinrich gezeigte Brief in Temuco mit Zielrichtung Deutschland.
Freigemacht mit insgesamt 95 Pesos, davon 2 Freimarken Berufe (Bauer/Musikant) Michel Nr. 1098/1100 und der Markenausgabe von 1983 zum Postvertrag Chiles mit dem Malteserorden Michel Nr. 1005 u. Nr. 1006.
Der Name der Stadt Temuco bezeichnet eine Heilpflanze.
Liebe Grüße
10Parale
Am: 17.03.2019 08:56:51
Gelesen: 27406
# 34
Hallo,
ein weiterer Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker vom 10.11.1953.
Gruß
Manne
Am: 06.04.2019 19:25:38
Gelesen: 17430
# 35
Brief von Santiago 24. Oktober 1979 nach Osterode/Harz.
Freigemacht ist der Brief mit 7x Mi.Nr,911, Ausgabe 28.5.1979.
Gebühr für diesen Brief 35 Peso (Chilenische Dollar).
Währung ab Oktober 1975 1 Peso /P; chil. Dollar) = 100 Centavos (Cts).
Dieter
Dieter
Am: 22.04.2019 11:00:23
Gelesen: 27241
# 36
Ein etwas modernerer Brief gesendet am 1.8.1990 aus Mariquina, Chile an den Herder Verlag in Freiburg.
Am: 22.09.2019 12:26:07
Gelesen: 26423
# 37
Hallo,
hier ein ganz aktueller Brief aus dieser Woche. Er kommt als Luftpost aus Santiago.
Kann mir vielleicht jemand etwas über den Aufkleber erklären? Wie nennt man so etwas?
Da es nicht mein Sammelgebiet ist, frei zur Verfügung.
MfG
Uwe
Kann mir vielleicht jemand etwas über den Aufkleber erklären? Wie nennt man so etwas?
Da es nicht mein Sammelgebiet ist, frei zur Verfügung.
MfG
Uwe
Am: 14.12.2019 11:13:10
Gelesen: 25971
# 38
@ Parachana [#37]
Hallo Uwe,
ich denke, dass es sich bei dem Label unten um etwas unseren Schalterlabeln (Digitalmarken) vergleichbares handelt. Ein Experte bin ich beileibe jedoch nicht.
Aber ich kann auch einen schönen Beleg aus Chile zeigen. Dieses Einschreiben ging am 18.3.199x von Santiago nach München. Die letzte Ziffer der Jahreszahl kann ich leider nicht sicher identifizieren. Es könnte eine "0" aber auch eine "8" sein. Die Marken zu insgesamt 325 Peso sind 1989 erschienen.
Mir gefällt auch das aufgestempelte R-Label.
Viele Grüße
Michael
Viele Grüße
Michael
Am: 24.06.2020 18:29:12
Gelesen: 24826
# 39
Eine Freundin meiner Frau war auf Expedition und hat uns eine Karte geschickt. Die lief immerhin drei Monate und einen Tag. Die Vogelforscherin ist seit Wochen wieder hier, die Karte ließ sich Zeit. Der Kastenstempel deutet auf eine Niederlassung der Post in Puerto Natales (Patagonien) hin, vermute ich mal. Luftpost steht auch nicht drauf. Da ist die Freude ob der Überraschung nach Monaten groß.
Gruß
Uwe
Am: 26.12.2021 12:02:30
Gelesen: 20523
# 40
Hallo,
aus Chile ein Luftpost-Brief aus dem Jahr 1973, Stempeldatum leider unleserlich. Adressiert an die Fa. Schmid-Schlenker, die linke Marke zeigt einen Schwerarbeiter.
Gruß
Manne
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv: Der arbeitende Mensch"]
Gruß
Manne
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv: Der arbeitende Mensch"]
Am: 21.02.2022 18:29:25
Gelesen: 20050
# 41
Brief aus Chile vom 21.06.2007 nach Deutschland
VG Klaus Peter
VG Klaus Peter
Am: 23.07.2022 20:55:41
Gelesen: 15509
# 42
Hallo miteinander!
Hier eine schöne Ansichtskarte vom 07.05.1995 aus Chile nach Deutschland:


Leider kann ich nicht feststellen ob die Karte portogerecht frankiert ist.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Hier eine schöne Ansichtskarte vom 07.05.1995 aus Chile nach Deutschland:


Leider kann ich nicht feststellen ob die Karte portogerecht frankiert ist.
Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Am: 11.11.2022 16:27:33
Gelesen: 15082
# 43
Karte aus Valparaiso 01.2.1984 nach Hannover.
Dieter
Dieter
Am: 11.11.2022 16:44:21
Gelesen: 15074
# 44
Hallo,
aus Santiago ein Luftpost-Brief vom 20.11.1956 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 10.12.2022 13:22:48
Gelesen: 14906
# 45
Hallo,
hier ein Brief aus Concepcion vom 7. Dezember 1976 nach Deutschland. Die zuständige Person im Postamt hatte wohl nicht ihren besten Tag und den Datumseinsatz des Stempels verkehrtherum eingesetzt.
Grüße, Stefan


Am: 31.03.2023 23:36:25
Gelesen: 14399
# 46
Liebe "Handroller",
mal wieder ins Ausland, diesmal nach Chile:
Luftpostbrief (Geschäftsbrief) von Santiago de Chile nach Brüssel im Juni 1961 entwertet mit Handrollstempel. Richtig deutlich wird die Besonderheit erst beim genaueren Hinsehen auf den Handrollstempel. Hier im Detail:
SANTIAGO / b / CHILE vom 27. 60.61
Zahlendreher (Einstellfehler) beim Monatsdatum, 60 statt richtig 06.
Der Handrollstempel selbst erinnert sehr an deutsche Handrollstempel und es würde mich nicht wundern, wenn er aus dem Hause Braungardt stammen würde.
Viele Grüße,
Peter
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
Luftpostbrief (Geschäftsbrief) von Santiago de Chile nach Brüssel im Juni 1961 entwertet mit Handrollstempel. Richtig deutlich wird die Besonderheit erst beim genaueren Hinsehen auf den Handrollstempel. Hier im Detail:
SANTIAGO / b / CHILE vom 27. 60.61
Zahlendreher (Einstellfehler) beim Monatsdatum, 60 statt richtig 06.
Der Handrollstempel selbst erinnert sehr an deutsche Handrollstempel und es würde mich nicht wundern, wenn er aus dem Hause Braungardt stammen würde.
Viele Grüße,
Peter
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Handrollstempel, ungewöhnliche und seltene Beispiele"]
Am: 03.05.2023 15:38:11
Gelesen: 14250
# 47
Liebe Sammelfreunde,
hierzu kann ich auch eine Karte beisteuern und zwar eine, welche in der heute südlichsten Groß-Stadt der Welt Punta-Arenas am 09.01.1909 aufgegeben wurde und ebenfalls nach Magdeburg gesendet wurde. Am 08.02. kam sie und es wurden 15 Pfennig Nachporto erhoben.
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
Mit freundlichem Sammlergruss
Ulf
Am: 25.11.2023 09:39:30
Gelesen: 13841
# 48
R-Brief vom 19.01.2004 von Vina del Mar nach Kaiserslautern, frankiert mit Zusammendruck der Weihnachtsmarken von 2001, Michel Nr. 2038, 2039, 2040, 2041, 2042, 2043, 2044, 2045, 2046 und 2047.


Schönen Gruß
Sepp


Schönen Gruß
Sepp
Am: 07.02.2024 10:19:23
Gelesen: 13379
# 49
Brief vom 30.07.1986 von Cauquenes nach Berlin, frankiert mit 200 Peso, Michel Nr. 1005 und 1006 und Stempel D H, der "nach der Stunde bedeutet" also Einlieferung nach Schließung der Post.
Schönen Gruß
Sepp
Schönen Gruß
Sepp
Am: 22.06.2024 15:24:44
Gelesen: 12034
# 50
Hallo,
ein Luftpost-Brief aus Santiago vom 21.05.1953 an die Fa. Schmid-Schlenker. Frankiert mit Marken zu 50 Centavos einem und sechs Pesos, zu sehen sind verschiedene Flugzeuge.
Gruß
Manne
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Flugzeuge"]
Gruß
Manne
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Am: 02.07.2024 21:25:58
Gelesen: 11847
# 51
Brief aus ANTOFAGASTA 30.Mai 1979 nach Hagen.
Freigemacht ist der Brief mit Mi.Nr. 850-854 - 200. Geburtstag von Thomas Cochane
Mi.Nr. 878- Wohlfahrtseinrichtungen, 4 Jahre Militärregierung
Mi.Nr. 898- Gebrüder Philippi, Gründer der deutschen Siedlung in Chile
Dieter
Dieter
Am: 15.07.2024 10:47:34
Gelesen: 11673
# 52
Hallo,
ein weiterer Luftpost-Brief aus Santiago vom 20.11.1956 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 28.01.2025 15:22:06
Gelesen: 10578
# 53
Luftpostbrief vom 14.04.1960 von Huasco, einer kleinen Hafenstadt in Chile, nach Tinnum auf Sylt. Der Absender war von der Besatzung der SS Rio Caroni.

Schönen Gruß
Sepp
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Sylt: Belege von, nach und innerhalb Sylts gelaufen"]

Schönen Gruß
Sepp
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Am: 10.02.2025 20:12:05
Gelesen: 10374
# 54
Hallo Sammlerfreunde,
Postkarte vom 20.8.1904 aus Punta Arenas, spediert nach München an einen Herrn, die Schrift kann ich leider nicht entziffern, der auf Schloß Nymphenburg weilte.
Für das Franko nahm man zwei Marken mit Überdruck Correos, die Gesamtfrankatur waren 3 Centavos, gestempelt wurde mit Einkreisstempel Punta Arenas und zur Ankunft mit dem Einkreisstempel München 38 (Helbig 30b) verwendet 1899-1920.
Die Postkarte ist in der Ansicht in schwarzweiß gehalten.
Gruß Rainer


Am: 10.02.2025 21:36:35
Gelesen: 10367
# 55
@ Gernesammler [#54]
Etwas mehr Respekt, der Herr ist eine Königliche Hoheit (a son Altesse Royale).
[Beiträge [#54] und [#55] redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Pfennigzeit (1876-1920) eingehende Post"]
Am: 11.02.2025 14:21:37
Gelesen: 10331
# 56
Hallo,
nochmals ein Luftpost-Brief aus Santiago vom 25.03.1953 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 30.07.2025 19:25:18
Gelesen: 8028
# 57
Hallo Sammlerfreunde,
Brief vom 31.7.1913 aus Santiago, Casilla 1557 von einem Mitglied der Familie Ressler, spediert an Senor Don Conrad Ressler in Augsburg in der Bahnhofsstr.24, einen Ankunftsstempel gibt es nicht.
Der Brief hat einen Werteindruck von 20 Centavos und wurde gestempelt mit Maschinenstempel Santiago Secc.-Desp.
Herr Conrad Ressler war ein anerkannter Fotograf in Augsburg, der Link dazu ist informativ.
https://www.augsburg.de/kultur/stadtarchiv-augsburg/ausstellungen/konrad-ressler
Gruß Rainer
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Pfennigzeit (1876-1920) eingehende Post"]
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Am: 03.08.2025 13:08:24
Gelesen: 7931
# 58
Hallo,
ein weiterer Luftpost-Brief vom 20.02.1957, an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim. Leider ist der Stempelort nicht lesbar.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 03.08.2025 14:11:39
Gelesen: 7915
# 59
@ Gernesammler [#54]
die 2. Zeile der Adresse lautet nach meiner Lesart "La Princesse Paz de Bavière" und dazu finde ich in Gugl die "María de la Paz von Bayern" 1872 - 1946.
Könnte doch passen?! Jedenfalls war sie nicht nur Besucherin sondern Bewohnerin im Schloß.
Noch schönen Sonntag..
Heinrich3
Am: 12.09.2025 22:24:10
Gelesen: 7185
# 60
@ Lars Boettger [#12]
Auch ich kann einen Brief der L.A.T.I.zeigen. Der Luftpostbrief mit einem Gewicht von 380 Gramm (handschriftlicher Vermerk) vom 3.9.1940 ging von der deutschen Botschaft in Santiogo an das Auswärtige Amt in Berlin und wurde mit 837.30 Pesos frankiert. Es wurden jeweils eine Marke zu 10c, 50c, 70c und jeweils 2 Marken zu 8 Pesos und 10 Pesos 16 stück der 50 Pesos der Luftpostausgabe von 1934 (MiNr. 199, 204, 207, 214, 215 und 219) verwendet. Der Brief ist links etwas verkürzt und unten gelocht (unten ist er nicht beschnitten sondern konnte auf Grund seiner Grösse von mehr als DIN A4 nicht komplett eingescannt werden)

Gruss
Martin

Gruss
Martin
Am: 14.09.2025 10:18:25
Gelesen: 7102
# 61
Hallo,
ein Luftpost-Brief, mit Tagesstempel aus Santiago vom 31.10.1964, an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.
Auf der 10 Centavos Marke ist eine Ziege abgebildet.
Gruß
Manne
Gruß
Manne
Am: 14.09.2025 16:59:24
Gelesen: 7075
# 62
@ Manne [#61]
Bei dem Schildhalter auf der (heraldisch) rechten Seite handelt es sich nicht um eine Ziege sondern um einen Andenhirsch, auch Huemul genannt. Zum Aussehen einer (männlichen) Ziege vgl. Hennes IX, das Maskottchen des Fußballvereins 1. FC Köln. ;)
Am: 15.09.2025 09:21:57
Gelesen: 7033
# 63
@ saintex [#62]
Vielen Dank für die Korrektur.
Gruß
Manne
Am: 22.05.2026 20:48:47
Gelesen: 2368
# 64
Hallo zusammen,
hier ein moderner Beleg aus Ñuñoa (Santiago), welchen ich im Jahr 2021 erhalten habe. Verwendet wurde hierbei eine Mi-Nr. 2626 aus dem selben Jahr.
Beste Grüße
Sascha
Beste Grüße
Sascha
Am: 06.06.2026 10:34:51
Gelesen: 1911
# 65
Deutsch Südamerikanische Bank in Chile
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Briefe deutscher Banken"]
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Am: 18.07.2026 22:12:32
Gelesen: 1197
# 66
Chile: Luftpostbriefe vor 1942. Teil 1
Mir ist aufgefallen, dass hier bisher nur wenige ältere Luftpost gezeigt worden sind. Das will ich nachholen.
Der Andenstaat erhielt erst im Oktober 1935 via Condor eine direkt.e Flugverbindung mit Deutschland/Europa. Vorher und auch nach 1935 blieb die Verbindung via New York durch Air France und nordamerikanische Gesellschaften aber vorherrschen. Ich will zunächst Briefe zeigen, die mit diesen Gesellschaften befördert wurden und danach Beispiele der Beförderung durch Condor.
Beginnen werde ich mit der Air France. Zuvor möchte ich einen Brief zeigen, der Santiago am 17. September 1932 nicht in Richtung New York, sondern Buenos Aires verließ und von dort mit einem „vapor rapid“ weiter nach Hamburg befördert werden sollte. So wurde später gelegentlich die Beförderung mit Condor Schleuderflügen bezeichnet, aber die gab es erst seit 1934. So ist hier nur ein Schnelldampfer gemeint. Dieser Abbildung folgen zwei weitere:
1935 Nov. 15 ab Valparaiso, an Kopenhagen Nov. 29. Benutzt wurde ein Umschlag der Fluggesellschaft.
1938 April 30 nach Hanau. Keine Durchlauf- oder Ankunftstempel.




Am: 19.07.2026 18:06:48
Gelesen: 1152
# 67
@ Bessie [#66]
Chile: Luftpostbriefe vor 1942. Teil 2
Als Nächstes zeige ich drei Briefe, die mit nordamerikanischen Fluggesellschaften befördert wurden:
1934 oder später aus Santiago. Die chilenischen Stempel unleserlich, keine Ankunftsstempel von Hamburg. Durch die violetten Balkenstempel des einen Briefes wurde (in New York?) die Weiterbeförderung mit Luftpost annulliert.
Aus den USA (Crstobal C.Z.) im März 1932 engeschrieben nach Santiago. Laufzeit: 14 Tage.


Am: 21.07.2026 14:07:08
Gelesen: 1065
# 68
Chile: Luftpostbriefe vor 1942. Teil 3 Chile:
In diesem Beitrag werde ich Briefe zeigen, die Chile an Bord von Maschinen der deutsch-brasilianischen Luftfahrtgesellschaft CONDOR verließen.
Der erste Flug verlies Chile am 10.10.1935 (Haberer 413e). Auf diesem Flug wurde auch Post aus Brasilien, Paraguay, Uruguay und Argentinien befördert, aber nur die Post aus Chile erhielt einen besonderen Flugbestätigungsstempel.
In den Folgejahren hatte CONDOR es in Chile mit starker Konkurrenz zu tun. Die Regierung der USA beanspruchte getreu der Monroe-Doktrin „Ganz Amerika den Nordamerikanern“ mehr als nur die Lufthoheit. Es ist auffällig, dass ich nur wenige solcher Condor-Briefe besitze. Ich habe keine Portotabellen, kann mir aber denken, dass CONDOR wegen der Schleuderflüge ab Brasilien schneller, aber auch teurer war.

Als Werbung ließ CONDOR zum Jahresende 1936 Werbepostkarten drucken, die anscheinend nur in Chile zum Einsatz kamen und sehr selten angeboten werden. Die abgebildete Karte kam am 30. Dezember 1936 in Husum an. Sie scheint nicht mit Luftpost befördert zu sein.
Als Drittes zeige ich einen Einschreibebrief, der am 13.4.1939 Santiago verließ und den ausdrücklichen Vermerk „Via Condor“ trägt. Er kam 7 Tage später in Mindelheim an.
Mit meinen drei Beiträgen wollte ich zeigen, dass Briefe, die nicht einzeln erklärt werden, sondern mit weiteren in Zusammenhang, sehr viel aussagekräftiger zur Post- und Verkehrsgeschichte sind als der einzelne Brief. Zur Geschichte der Luftpost in Chile gehört nicht nur die ausgehende, sondern auch die eingehende Post. Ich beabsichtige, dazu einen weiteren Beitrag zu liefern.
Bessie/Sentawau dankt den geduldigen Lesern!
Der erste Flug verlies Chile am 10.10.1935 (Haberer 413e). Auf diesem Flug wurde auch Post aus Brasilien, Paraguay, Uruguay und Argentinien befördert, aber nur die Post aus Chile erhielt einen besonderen Flugbestätigungsstempel.
In den Folgejahren hatte CONDOR es in Chile mit starker Konkurrenz zu tun. Die Regierung der USA beanspruchte getreu der Monroe-Doktrin „Ganz Amerika den Nordamerikanern“ mehr als nur die Lufthoheit. Es ist auffällig, dass ich nur wenige solcher Condor-Briefe besitze. Ich habe keine Portotabellen, kann mir aber denken, dass CONDOR wegen der Schleuderflüge ab Brasilien schneller, aber auch teurer war.

Als Werbung ließ CONDOR zum Jahresende 1936 Werbepostkarten drucken, die anscheinend nur in Chile zum Einsatz kamen und sehr selten angeboten werden. Die abgebildete Karte kam am 30. Dezember 1936 in Husum an. Sie scheint nicht mit Luftpost befördert zu sein.
Als Drittes zeige ich einen Einschreibebrief, der am 13.4.1939 Santiago verließ und den ausdrücklichen Vermerk „Via Condor“ trägt. Er kam 7 Tage später in Mindelheim an.
Mit meinen drei Beiträgen wollte ich zeigen, dass Briefe, die nicht einzeln erklärt werden, sondern mit weiteren in Zusammenhang, sehr viel aussagekräftiger zur Post- und Verkehrsgeschichte sind als der einzelne Brief. Zur Geschichte der Luftpost in Chile gehört nicht nur die ausgehende, sondern auch die eingehende Post. Ich beabsichtige, dazu einen weiteren Beitrag zu liefern.
Bessie/Sentawau dankt den geduldigen Lesern!
Am: 01.08.2026 22:51:22
Gelesen: 800
# 69
@ Bessie [#67]

Luftpostbrief vor 1942
Dieser interessante Brief von Santiago nach Chemnitz wurde am 23. März 1938 abgeschickt und am 27. März in Frankfurt vom Bahnpostamt mit einem Durchgangsstempel versehen. Da er anscheinend nicht mit Luftpost ankam, vermute ich, dass er über New York geflogen wurde. Die Weiterbeförderung nach Chemnitz müsste eigentlich per Luftpost erfolgt sein. Oder war die Beförderung per Bahn schneller? Das zu entscheiden setzt die Kenntnis der entsprechenden Fahrpläne voraus. In Chemnitz kam er jedenfalls beschädigt und offen an und wurde lt. Stempel amtlich in Gegenwart von zwei Zeugen verschlossen.
Ich würde mich über ergänzende oder berichtigende Angaben freuen und wünsche einen erträglich warmen Sonntag.
Bessie/Sentawau

Luftpostbrief vor 1942
Dieser interessante Brief von Santiago nach Chemnitz wurde am 23. März 1938 abgeschickt und am 27. März in Frankfurt vom Bahnpostamt mit einem Durchgangsstempel versehen. Da er anscheinend nicht mit Luftpost ankam, vermute ich, dass er über New York geflogen wurde. Die Weiterbeförderung nach Chemnitz müsste eigentlich per Luftpost erfolgt sein. Oder war die Beförderung per Bahn schneller? Das zu entscheiden setzt die Kenntnis der entsprechenden Fahrpläne voraus. In Chemnitz kam er jedenfalls beschädigt und offen an und wurde lt. Stempel amtlich in Gegenwart von zwei Zeugen verschlossen.
Ich würde mich über ergänzende oder berichtigende Angaben freuen und wünsche einen erträglich warmen Sonntag.
Bessie/Sentawau
Am: 09.08.2026 18:46:25
Gelesen: 543
# 70
@ Bessie [#67]
Luftpostbriefe vor Chile: echt gelaufene Belege
Teil 4: Post aus Deutschland vor 1942
Zur Geschichte der postalischen Erschließung eines in Übersee oder weit abgelegenen Landes gehört auch die eingehende Post, die an dieser Stelle interessanter ist als eingereiht unter die vielen Luftpostbriefe des versendenden Staates.
Obwohl vor 1945 bereits zahlreiche deutsche Einwanderer in der Andenrepublik lebten, sind Luftpostbriefe aus Deutschland aus früher Zeit nicht häufig. Die Geographie verkomplizierte alle Verkehrswege. Der Hauptzugang für Post aus Übersee war von Norden her über die USA (New York) und wurde zunächst von der Air France bedient. An den Dienst der Lufthansa/Condor wurde Chile erst am 3. Oktober 1935 angeschlossen (Haberer 412). Die deutsche Gesellschaft kooperierte seit dem 1. Juli 1935 mit der französischen Konkurrentin. Nach Kriegsbeginn trat die italienische LATI an die Stelle der Lufthansa und übernahm deren Porto von 150 (+25) Pfennigen. Seit November 1939 wurde sie durch die PanAm unterboten, die für den Transport über Lissabon/New York nur 95 (+25) Pfennige berechnete.
Wie bereits erwähnt sind frühe Briefe aus Deutschland selten. Einige kann ich nachfolgend zeigen. Aus Raumgründen verzichte ich auf die Rückseiten.
Schöne Frankatur (u.a. Mi.440) auf Brief vom Juli 1932 aus Hamburg nach Valparaiso, geflogen von der Air France. Eindrucksvoll dokumentiert der Vordruck des Umschlags das fest eingespielte Zusammenwirken von Bahn und Luftpost!
Berlin – Santiago 30. November1934 – 8. Dezember 1934 = 9 Tage. Auch dieser Brief wurde von der Air France geflogen, ausgewiesen wieder durch einen rotgeränderten Firmenumschlag mit rückseitigem Firmensignet: Pegasus mit Fischschwanz.
Berlin -Osorno/Chile 29. März 1938 – 4. April 1938 = 7 Tage. Der Brief wurde von der Lufthansa per Schleuderflug via Brasilien befördert (Haberer 633). Zeitgewinn gegenüber dem zuvor abgebildeten Brief 2 Tage, die entweder der Katapulttechnik oder besseren Anschlüssen oder beiden zu verdanken waren. Der rote Flugbestätigungsstempel wurde vermutlich in Berlin angebracht.
Hamburg – Santago 21. Juli 1939 - kein Ankunftsstempel. Es ist unklar, mit welcher Gesellschaft der Brief geflogen wurde. Der Katalog von Haberer weist für die Zeit vom 20. Juli bis 27. Juli keine Flüge nach. So lange hat man den Brief sicherlich nicht warten lassen. Ich vermute deshalb die Air France.
Remscheid – Santago 11. Oktober 1941 - ? November 1941. Das Ankunftsdatum ist nicht sicher lesbar. Einen guten Teil der langen Zeit dürfte der Brief bei der deutschen Militärzensur zugebracht haben, die ihre Tätigkeit mit dem üblichen Klebestreifen dokumentierte. Befördert wurde mit der LATI via Rom und Brasilien. Sie stellte ihren Sie stelte ihrenBetrieb nach einem letzten Flug am 19. Dezember 1941 nach dem Kriegseintritt der USA ein.






Am: 09.08.2026 19:51:55
Gelesen: 531
# 71
@ Bessie [#69]
Nach den bei Rudolf Philipp[1] veröffentlichten Flugdaten des Transozean-Dienstes (TO-191) der Deutschen Lufthansa wurde der am 23.03.1938 6AM aufgegebene chilenische Luftpostbrief mit Ankunftsstempel des Bahnpostamtes 19 Frankfurt (Main) vom 27.03.38-19 auf dem 166. Rückflug des Transozean-Dienstes (TO-191) durch die Sindicato Condor Ltda. und die Deutsche Lufthansa befördert (ab Santiago Mittwoch 23.03. 13:06 Uhr; an Frankfurt/M. Sonntag 27.03. 18:02 Uhr).
Das Bahnpostamt 19 Frankfurt (Main) war Postleitstelle für Luftpost von und nach Südamerika. Ausführlich zur Geschichte des Bahnpostamtes 19 sowie seiner Funktion und seinen Aufgaben als Postleitstelle bei der Bearbeitung von Luft- und Zeppelinpost vgl. Günter Hambach[2] Der rückseitige Ankunftstempel des Bahnpostamtes 19 hat also nichts mit einer Beförderung dieses Briefes mit der Eisenbahn (Bahnpost) zu tun.
Ob Deine Annahme richtig ist, dass der chilenische Luftpostbrief auf der letzten Etappe von Frankfurt/M. nach Chemnitz auf dem Luftwege transportiert wurde, erscheint mir zweifelhaft. Ausweislich der im Internet veröffentlichten Flugpläne des Jahres 1938 war Chemnitz im März 1938 nicht an das Streckennetz der in Deutschland verkehrenden Fluggesellschaften angeschlossen. Auch die vom Reichspostministerium herausgegebene Luftpostliste Ausgabe Februar/März 1938[3] weist keine Luftpostverbindung von Frankfurt/M. nach Chemnitz aus. Dies spricht nach meiner Ansicht eher für eine Beförderung auf dem Landweg.
MfG Wolfgang
Quellennachweise:
[1] Rudolf Philipp, „Von Stuttgart nach Rio de Janeiro“ Aufstellung der Flugdaten 1933-1939, Kornwestheim 2010
[2] Günter Hambach, Geschichte des Bahnpostamtes 19 Frankfurt (M.), o.J. (ca. 1982)
[3] Nachdruck Antiquariat Burkhart Schneider, 62357 Gelnhausen o.J. (ca. 2010)
Am: 09.08.2026 22:16:04
Gelesen: 513
# 72
@ Bessie [#70]
Großartig und vielen Dank! Die von Dir genannten Nachschlagewerke besitze ich nicht, ich hoffe, das läßt sich mit Hilfe einer Fachbibliothek ändern.
Bessie/Sentawau
Am: 20.08.2026 17:47:37
Gelesen: 102
# 73
Hallo zusammen,
ein Luftpostbrief vom 22.3.1976 aus SANTIAGO / CHILE der beinahe den Stempeldurchlauf nicht überstanden hätte. Scheint aber letztlich doch sein Ziel, das Standesamt in Hannover erreicht zu haben.
Im Werbeklischee des AFS eine aufschlußreiche Botschaft: NO INCLUVA DINERO / EN CARTAS UTILICE / EL SERVICIO DE GIROS = KEIN GELD BEILEGEN / FÜR BRIEFE NUTZE / DEN POSTANWEISUNGSDIENST (Google Übersetzer)

Mit freundlichen Grüßen
Edwin

Mit freundlichen Grüßen
Edwin