Thema:
Aufpreise für Ersttagsblätter von 1980 bis 1992
Am: 16.07.2026 21:21:41
Gelesen: 1267
# 1
Hallo,
ich habe eine Frage bezüglich der Aufpreise für Ersttagsblätter der Deutschen Post.
In den Rechnungen von meinem Vater habe ich gesehen, daß er für jedes Ersttagsblatt von 1975 bis 1979 30 Pfennig Aufpreis bezahlt hat.
Das heißt, wenn z.B. das Ersttagsblatt ein 60 Pfennig Briefmarke hat, hat er für das Ersttagsblatt 90 Pfennig bezahlt.
Unabhängig vom Wert der Briefmark(en) auf dem Ersttagsblatt hat er 30 Pfennig pro Ersttagsblatt Aufpreis an die Post bezahlt.
Dummerweise habe ich keine Rechnungen für die Ersttagsblatt Käufe meines Vaters von 1980 bis 1992 gefunden.
Deshalb meine Frage:
Wie hoch war der Aufpreis in den Jahren 1980 bis 1992?
Am: 17.07.2026 13:20:59
Gelesen: 1131
# 2
Hallo,
warum diese Frage?
Bei Verkauf z.B. liegt der Wert bei dieser "Kartonphilatelie" nahezu bei Null.
m.f.G. Saguarojo
Am: 17.07.2026 15:17:15
Gelesen: 1056
# 3
@ DSchmitt [#1]
Wenn ich nicht ganz daneben liege, wurden zu DM-Zeiten immer 0.30 DM Aufschlag pro Ersttagsblatt kassiert.
Lediglich ein so genanntes Werbe-Ersttagsblatt (Bund, Mi.-Nr.815) erhielten alle Kunden der beiden Versandstellen kostenlos. Damit wurde die Abonnenten-Gewinnung für dieses neue Produkt massiv beworben.
Offenbar ziemlich erfolgreich, wie die hohen Ausgabezahlen in den ersten Jahrzehnten belegen.
Am: 17.07.2026 15:47:52
Gelesen: 1029
# 4
@ lueckel2010
Danke für die Information.
@ Saguarojo
Die Information hilft mir den genauen Verlust zu berechnen.
Am: 17.07.2026 16:41:05
Gelesen: 987
# 5
@ DSchmitt [#4]
Warum rechnest Du den Verlust? War die Sammlung eine Wertanlage? Musst Du dem Finanzamt gegenüber eine Aussage treffen?
Ich bin neugierig, falls Du nicht antworten willst werde ich das überleben.
Wie rechnest Du die Inflation ein?
Viel Spaß beim Rechnen wünscht Winfried
Am: 17.07.2026 19:32:58
Gelesen: 908
# 6
@ Winni451
Hier geht es ja zu wie in den Sozialen Medien.
Ich glaube ich werde mein Konto gleich wieder löschen.
Am: 17.07.2026 20:31:54
Gelesen: 878
# 7
@ DSchmitt [#4]
Hallo,
ich habe jetzt die gewünschte Information von Privat erhalten, also ohne Gewähr, aber vermutlich zuverlässig.
Die Konfektionskosten betrugen
ab Start 1974 = 20 Pf.
1975-1979 = 30 Pf.
1980-1992 = 40 Pf.
Ein paar Worte zum Preisrückgang: In den 1970-er Jahren hatte die organisierte Philatelie noch 80 bis 90.000 Mitglieder, heute geschätzt 16.000, also gut 80 % Rückgang. Der BDPh rechnet Mitte des kommenden Jahrzehnts, also in 9 Jahren, mit nur noch 5.000 Mitgliedern.
Philatelie wurde früher als Geldanlage angesehen ("Die Aktie des Kleinen Mannes"), aber wir haben wie bei Rohstoffen (Gold verhundertfacht) oder Aktien einen Markt an dem sich die Preise nach Angebot und Nachfrage richten. Das ist die gleiche Marktwirtschaft wie Montags am Wochenmarkt in Leutkirch.
Behalte die Ersttagsblätter, freue Dich daran.
Zu Ersttagsblättern haben wir im Forum bisher sehr wenig Diskussionen gehabt, die fünf Beiträge dazu findest Du hier UNTER dem untersten Beitrag dieses Themas.
Schöne Grüsse aus dem Allgäu, Richard
Am: 17.07.2026 21:54:34
Gelesen: 824
# 8
@ Richard
Vielen Dank für die ausführliche Antwort und die Info.
Als ich angefangen habe die Sammlung von meine Vater zu katalogisieren habe ich sehr schnell erkannt, daß die Ersttagsblätter so gut wie nichts wert sind.
Ich habe aber auch gleich gesehen wie toll diese Ersttagsblätter sind. Deshalb werde ich sie wohl auch nicht hergeben.
Da kann man immer mal reinschauen und sogar was dabei lernen.
Schöne Grüße von der Mosel bei Trier, Detlef
Am: 18.07.2026 11:02:25
Gelesen: 695
# 9
@ DSchmitt [#8]
Hallo Detlef,
ich habe einmal in einem anderen Thema geschrieben, ich hätte all meine Ersttagsblätter der Briefmarkensammelstelle Diakonie Herzogsägmühle (bei Peiting hier in Bayern) geschenkt, weil ich für die Kartons, in denen ich sie gelagert hatte - jedes einzelne Blatt in einer Folie geschützt - keinen Platz in meiner aktuellen Wohnung mehr habe.
Zuvor habe ich sie alle eingescannt (von 1974 bis 2011 mit ein paar Lücken, insgesamt ca. 780 MB auf meinem PC) und auch mit meiner Briefmarkensammlung verlinkt.
Hier kann ich sie schnell wieder zu jeder ausgegebenen Briefmarke aufrufen, kann darin lesen - wie Du schon geschrieben hast - und ggf. nach Hinweisen für meine Stempelbeschreibungen (Gelegenheitsstempel) für die Philaseiten-Stempeldatenbank noch gut nutzen.
Herzlichen Phila-Gruß an die Mosel
Wolfgang
Am: 18.07.2026 12:01:15
Gelesen: 651
# 10
@ DSchmitt [#8]
Schöne Grüße von der Mosel bei Trier, Detlef
Hallo Detlef,
der Deutsch-Französische Briefmarkenclub Trier trifft sich 1 x pro Monat im Bürgerhaus Trier-Nord [1]. Am 20. September 2026 veranstalten wir einen Tauschtag in Schweich.
Beste Grüsse!
Lars
[1] https://briefmarkenclub-trier.de/ - 1. Vorsitzender
Schöne Grüße von der Mosel bei Trier, Detlef
Hallo Detlef,
der Deutsch-Französische Briefmarkenclub Trier trifft sich 1 x pro Monat im Bürgerhaus Trier-Nord [1]. Am 20. September 2026 veranstalten wir einen Tauschtag in Schweich.
Beste Grüsse!
Lars
[1] https://briefmarkenclub-trier.de/ - 1. Vorsitzender
Am: 18.07.2026 12:33:46
Gelesen: 619
# 11
@ Lars Boettger
Ah. Danke für die Info. Bei dem Tauschtag in Schweich werde ich mal vorbeischauen.
@ wheilmann
Wow, ein großer Aufwand. Ich kenne den Arbeitsaufwand da ich tausende von Familienfotos gescannt habe.
Aber die Blätter gescannt zu habe hat schon was für sich. Ist platzsparend und man kann sie sich dann auf einem Tablet anschauen. :)
Die Sammlung meines Vater umfasst die Jahrgänge 1974 bis 1992. Also wesentlich weniger als Ihre.
Da die Sammlung meines Vaters aber in Safe Albums untergebracht ist braucht die viel Platz. Ist aber deshalb optimal geschützt, in top Qualität und macht so auch Spaß sich anzuschauen und drin zu blättern.
Am: 18.07.2026 13:37:36
Gelesen: 580
# 12
@ Richard [#7]
"ab Start 1974 = 20 Pf"
Guten Tag, Richard,
"nichts für ungut, Euer Ehren", aber diese Aussage stimmt so nicht!
Das ETB 1/ 1974 (Bund, Mi.-Nr. 815) wurde kostenlos allen Versandstellenkunden zugeschickt, verbunden mit einer massiven Bewerbung für die ab 1975 angekündigten ETB für alle Neuheiten Bund/ Berlin.
Und in Frankfurt, an der Mainzer Landstraße, befand sich 1974 eine für Jedermann zugängliche Verkaufsstelle (Baracke?) der Frankfurter Versandstelle. Dort lagen an den Schaltern über einen längeren Zeitraum die oben genannten ETB in größeren Mengen zur kostenlosen Mitnahme aus. Und wenn nicht gleich versucht wurde, komplette Stapel zu "bunkern", durften es problemlos auch mehrere Exemplare sein.
Diese Angaben beruhen auf persönliche Erinnerungen, weil ich damals aus privaten Gründen regelmäßig in den Odenwald gefahren bin und Frankfurt dabei mit dieser philatelistischen Einkaufsquelle "quasi am Weg" lag.
Moin aus Ostfriesland, Gerd Lückert