@ Andre66 [#1];
Wenn ich das Zeichen mit Angeboten bei Philasearch vergleiche, dann kann es nur eine "7" sein.
Nach meinem Michelspezialkatalog von 2017 gibt es die es die "7" nur bei der Nachauflage vor; somit wäre es das Heftchen 6fb. Wenn ich das Heftchenblatt bei der 4.Abbildung betrachte, dann sieht man deutlich Haftspuren im Heftchenblattrand also keine so tolle Erhaltung. Ob das Heftchenblatt zum Heftchendeckel gehört kann ich auf Grund der Bilder nicht eindeutig sagen. Im Michelkatalog wird auf Verfälschungen (Heftchendeckel mit nicht zusammengehörigen Inhalt) bei den teuren Erstauflage hingewiesen.
Gruss
Martin
https://www.philasearch.com/de/cat/0/lots?set_sprache=de&treeparent=COSUBGRP-10020%2CFI-18&postype=PH&indexTableId=0&breadcrumbId=1775234395.4265&katalog=22&katnr=10
Bund MH 6 fb II R1
Laut Michel Handbuch Markenheftchen 80,- Euro Katalogwert, real vielleicht 10-15 Euro, wenn frei von Mängeln.
https://www.markenheftchen.info/mw/Bund_MH_6_fb_II
Gruß
@ ohei2 [#3]
Tja, so ganz mängelfrei ist das Exemplar ja nicht.
Das Heftchenblatt wurde aus dem Deckel herausgetrennt.
Viele Grüße
Thomas
@ angim [#4]
Richtig, ich wollte es nicht so deutlich sagen, zumindest wenn das 5. Foto das HBlatt aus den oberen Fotos zeigt. Damit zählt das Ganze nicht mehr als MH, sondern nur noch als Heftchenblatt.
Hier wäre der Katalogpreis laut Michel MH Handbuch 60,- Euro, allerdings scheint es Kartonreste auf der oberen äußeren Marke zu geben. Auch sieht die rechte untere Ecke der unteren äußeren Marke merkwürdig aus. Fingerabdrücke lassen sich mittels der Fotos nicht erkennen.
Alles in allem nach den Standards in der MH-Philatelie eine Gurke auch als Heftchenblatt.
Was auf dem 4. Foto zu sehen ist, sollte man auf keinen Fall mit einem MH dieser Art machen. Es ist ein ziemlich sicherer Weg, das HBlatt aus dem MH zu lösen.
Gruß
Wie kamst du überhaupt darauf, dass das MH6cb wäre, eines der teuersten deutschen Heftchen der Nachkriegszeit? Das würde ja nichtmal dann passen, wenn man die 7 fälschlich als L lesen würde.
Abgesehen davon ist das Altpapier. Das Heftchen und Heftchenblatt gibts in tadelloser Erhaltung so oft, dass das gezeigte Exemplar wertlos ist.
Mal ganz naiv nachgefragt: was spricht denn wirklich dagegen, das Heftchenblatt wieder vorsichtig an seine eigentliche Position im Markenheftchen anzubringen? Es war ja vorher auch angeklebt und das hat sich im Laufe der Jahre vermutlich einfach gelöst. Es sollte sich dann um keine Verfälschung handeln und es lässt sich ja auch (vorher) feststellen, ob die Anhaftungen am Rand mit denen am Deckel übereinstimmen.
Im Zweifelsfall kann man auch mal beim zuständigen Prüfer (beide Schlegel) mal nachfragen, welche die sinnvolle Vorgehensweise wäre.
Gruß
Michael
Es spricht genauso viel oder wenig dafür das Heftchenblatt wieder einzukleben wie zum Beispiel eine Briefmarke nachzuzähnen.
Die eventuellen Anhaftungen des Heftchenblattrandes sind bei dieser Art Heftchen zwar ab und zu mal gegeben, haben aber nichts mit dem eigentlichen Produktionsprozess zu tun und sind an sich schon wertmindernd. Das eigentlich Ausschlaggebende ist hier die Lumbeck-Klebung am äußersten Rand. Diese ist bei einem abgefallenen Heftchenblatt zerstört und damit das Heftchen nicht mehr im Originalzustand.
Auch die Öffnung des Deckels links zu Prüfzwecken ist übrigens nicht mehr der Originalzustand, wird aber philatelistisch toleriert und nicht als wertmindernd angesehen. Das Heftchenblatt muss dabei allerdings immmer am unteren Deckel kleben (bleiben). Manchmal springen die MH auch auf und das Heftchenblatt bleibt am oberen Deckel kleben. Auch dies zählt dann bewertungstechnisch nicht mehr als MH.
Die "sinnvolle" Vorgehensweise, wie Du das so schön formulierst, ist damit zu leben, dass man es bewertungstechnisch nur noch mit einem Heftchenblatt zu tun hat. Alles andere erfüllt ganz schnell den Tatbestand der Fälschung.
Gruß
Ich darf noch einmal auf den sehr schlechten Erhaltungszustand des Heftchenblattes selbst hinweisen.
Der Trend geht inzwischen ganz klar dahin, nur noch absolut einwandfreie, unveränderte, postfrische Heftchen zu sammeln. Selbst bei den richtig teuren Varianten wie dem echten MH 6cb gibt es für die verbliebene Anzahl Sammler:innen inzwischen genügend absolut einwandfreie, unsignierte, attestierte Heftchen.
Ganz abgesehen davon, dass das Heftchenblatt nicht wieder so ins Heftchen eingefügt werden kann, dass es unbemerkt bliebe: Wer sollte dann bei einem Allerweltsheftchen wie dem hier gezeigten Interesse haben an einem Stück mit Papieranhaftungen am Heftchenblatt, Öffnung und geknickten Zähnen?