Thema:
Fiskalmarken Systematik ?
Am: 14.03.2026 17:06:18
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# 1
Gibt es irgendwo eine nachvollziehbare Systematik für Nicht-Briefmarken? Mir sind eine Reihe von Spezialkatalogen bekannt (meist Erler), aber dort sind die Marken teils nach Regionen (Saarland, Stuttgart), teils nach Funktionen (Gerichtskostenmarken, Gemeindegebührenmarken) aufgeführt. Der Fiskalmarken-Almanach Nord-Sachsen verwendet eine Systematik, die für die DDR sehr gut strukturiert und brauchbar ist, für die Bundesrepublik aber sehr weit an der Lebenswirklichkeit vorbei geht. Chatgpt hat mir für die Zeit nach 1945 folgende Systematik vorgeschlagen:
Systematik markenförmiger Gebühren- und Wertmarken der Bundesrepublik Deutschland nach 1945
Diese Systematik dient Sammlern zur Sortierung vorhandener Gebühren- und Wertmarken nach Ausgabestelle und Markentyp.
A – Staatliche Gebührenmarken
A1 Bundesbehörden, Gebührenmarken von Bundesbehörden: Deutsche Bundespost, Patentamt, Wasser- und Schiffahrtsverwaltung, Kraftfahrt-Bundesamt
A2 Landesbehörden, Gebührenmarken von Landesverwaltungen.Typische Bereiche:allgemeine Landesverwaltung,Ordnungsbehörden
A3 Gerichte und Justiz, Gerichtskostenmarken und Justizgebühren.
A4 Polizei- und Ordnungswesen, Gebührenmarken für:Jagd, Fischerei, Waffenwesen, sonstige ordnungsrechtliche Bereiche
A5 Steuermarken, Steuerzeichen auf Waren oder als Nachweis gesetzlicher Abgaben.Typische Beispiele: Tabaksteuerbanderolen, Branntweinsteuer, Schaumweinsteuer, Wohnungsbauabgabe, Berlinabgabe, Börsenumsatzsteuer, Wechselsteuer
B – Kommunale Gebührenmarken
B1 Allgemeine Verwaltungsgebühren, Städte und Gemeinden.
B2 Badeanstalten
B3 Märkte und kommunale Anlagen, Typische Bereiche:Märkte, Schlachthöfe, Waagen
B4 Kommunale Einrichtungen, Typische Bereiche:Bibliotheken, Campingplätze, Hafenanlagen
B5 Verkehrsbetriebe, Typische Bereiche: Straßenbahn, Bus, Verkehrsbetriebe allgemein
C – Gebührenmarken institutioneller Körperschaften
C1 Sparkassen
C1.1 Sparmarken, Marken für das Kleinsparen, die in Sparhefte oder Sammelkarten geklebt wurden (z. B. Schulsparen oder Sparmarkenhefte).
C1.2 Gebührenmarken, Marken zur Quittierung von Bankgebühren, z. B. Kontoführungs- oder Verwaltungsgebühren.
C1.3 Werbe- und Aktionsmarken, Marken im Zusammenhang mit Sparaktionen oder Werbeprogrammen der Sparkassen.
C2 Sozialversicherung, z.B. Krankenkassen
C3 Kammern, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern
C4 Sonstige Institutionen, z.B.: Automobilorganisationen, Treuhandstellen, Private Postdienstleister, Volkshochschulen
D – Beitragsmarken
D1 Vereine
D2 Politische Parteien
D3 Gewerkschaften
D4 Berufsverbände
D5 Genossenschaften
E – Spendenmarken
E1 Wohlfahrtsorganisationen
E2 Sammlungen
E3 Kampagnen
F – Rabattmarken
F1 Einzelhandel
F2 Genossenschaftsrückvergütungen
F3 Handelsketten / Verbundsysteme
F4 Wertbons / Servicegutscheine
G – Reklamemarken
G1 Unternehmens- und Organisationswerbung, Werbemarken von Unternehmen, Vereinen oder Verbänden zur Imagepflege oder Mitgliederbindung (z. B. Jahresgaben oder Aktionsmarken von Vereinen).
G2 Veranstaltungen
G3 Tourismus
G4 Kampagnen
H – Bezugs-, Kontroll- und Leistungsmarken
H1 Lebensmittel- und Essensmarken
H2 Rationierungs- und Bezugssysteme
H3 Getränkemarken
H4 Kontroll- und Sicherungsmarken, z. B.: Pfandsiegel, Verschlussmarken, Kontrollmarken
H5 Sonstige Leistungsmarken, z. B.: Waschmarken, Duschmarken, Garderobenmarken, Automaten-Servicemarken (z. B. für Wasch-, Dusch- oder Geräteautomaten)
Lohnt es sich, diese Systematik zu vervollständigen oder gibt es das längst irgendwo?