Briefmarken Atteste

Thema:

Grossbritannien Echt gelaufene Belege

Briefuhu Am: 08.02.2026 09:21:10 Gelesen: 836 # 1
Brief vom 30.05.1904 von Woolwich/Grossbritannien nach München, dort Ankunft am 01.06.1904, frankiert mit Michel Nr. 107, 2,5 d. Duplexstempel von Woolwich, Ankunftsstempel Muenchen 10 und Briefträgerstempel S7. Schönen Gruß Sepp
bayern klassisch Am: 12.02.2026 09:49:10 Gelesen: 591 # 2
Liebe Freunde, heute zeige ich 2 Briefe aus England nach Kolbermoor an die dortige Baumwollspinnerei, die sich stark ähneln, aber doch ganz verschieden sind. Einer der schönsten Englandbriefe nach Bayern wurde am 9.8.1869 in Liverpool mit 6 Pence = 18 Kreuzer frankiert. Er wog bis 1 Loth und trug den Vermerk: "Via Ostende", was bedeutete, dass er über London, Belgien, Aachen und den Norddeutschen Bund nach Bayern einlief. Dauer des Postlaufs waren 3 Tage, da er am 12.8. ankam, wie der Stempel und innen das Ankunftsdatum gleichermaßen bestätigen. Und jetzt haben wir aus London nach Kolbermoor einen Brief vom 1.8.1866 vor uns, der ebenso mit 6 Pence frankiert wurde - nun aber nur bis 7,5g, da kein Leitweg mehr vorgegeben wurde, denn es herrschte Krieg. Rückseitig gibt es einen kleinen Stempel (vom 2.8.1866?), den ich nicht zuordnen kann, aber frontseitig sehen wir schön den Postvertragsstempel ANGLETERRE AMB. CALAIS, der zeigt, dass er schon am Folgetag über dem Kanal der franz. Bahnpost angedient worden war, die ihn über Paris und Strasbourg, über Kehl, Stuttgart und München nach Kolbermoor leitete. Zur Leitung über München am 3.8. (und bei der Ankunft am 4.8.) muss gesagt werden, dass Briefe aus Frankreich nach Bayern (nicht der Pfalz!) generell auf München zu kartieren waren, solange Krieg herrschte und die Verhältnisse dementsprechend geprägt waren. Dergleichen Briefe sind handverlesen und als Paar aus einer Korrespondenz zeigen sie auf, dass es nur einen einzigen Tag länger dauerte, von der Routine abzuweichen (man kann gerne mal die unterschiedlichen Strecken addieren, um zu sehen, wie schnell die Post damals war und wie professionell man reagierte). Allerdings muss auch gesagt werden, dass es vor und nach 1866 Leitungen von englischer Korrespondenz via Frankreich nach Bayern gab - jedoch war das die Ausnahme, weil statt des Loths eben nur das Gewicht von 7,5g galt und bei der Leitung über Frankreich viele Briefe ins 2 Gewicht (12 Pence = 1 Shilling) gefallen wären, die sonst über Belgien noch einfach waren). LG von bayern klassisch [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Eingehende Belege"]
Baber Am: 28.03.2026 13:16:37 Gelesen: 527 # 3
Ein Wettersatellit aus GB habe keinen aktuellen GB-Katalog, kann daher die Michel-Nr nicht sagen. Gruß Bernd [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Nachrichten-Satellitentechnik auf Briefmarken / Stempel"]
bayern klassisch Am: 06.06.2026 16:30:31 Gelesen: 317 # 4
Liebe Freunde, "mourning cover" = Trauerbrief aus London vom 8.2.1875 an Professor E. Trumpp 18/2 Koenigin Staße Munich Bavaria, wo er am 10.2. ankam und dem Stadtbriefträger Numero 33 zum Austragen übergeben wurde. Frankiert mit 3 Pence = 9 Kreuzer. Ob es dieser Professor war? https://www.deutsche-biographie.de/gnd119408805.html#adbcontent LG von bayern klassisch [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bayern ab "Pfennig-Zeit" 1876 bis 30.6.1920: Belege, Marken, Essays"]
asmodeus Am: 07.06.2026 13:39:20 Gelesen: 246 # 5
@ bayern klassisch [#4] Schaue auch immer auf Absender bzw. Empfänger. Dieser Brief wurde in der PPA ersteigert: Mi. Nr. 16 Platte 138 Dreierstreifen. Empfänger war Professor (Peter) Christen Asbjørnsen. Er war ein norwegischer Schriftsteller, Förster, Wissenschaftler und Sammler norwegischer Märchen.