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Moderne Privatpost Österreich WienIT öffnet Öko-Postzustellung für Externe
Am: 03.02.2026 15:25:23
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# 1
WienIT öffnet Öko-Postzustellung für Externe – Kooperation mit VENDO
Wiener Stadtwerke-Tochter liefert heute schon 3 Mio. Poststücke jährlich aus
(Presseservice Wien-IT, Okt. 2025) - Das Wiener Stadtwerke-Tochterunternehmen WienIT wird zukünftig Post für den Kommunikations- und Druckdienstleister VENDO zustellen. Mit dieser Kooperation wagt sich die WienIT erstmals über das etablierte Geschäftsmodell hinaus. Aktuell werden jährlich mehr als drei Millionen Poststücke pro Jahr per Elektro-Lastenmoped ausgeliefert, etwa die Wiener Linien-Jahreskarte. Der Kooperationsvertrag wurde diese Woche von Monika Unterholzner, stv. Generaldirektorin Wiener Stadtwerke, WienIT-Geschäftsführerin Eva Schwarzl und VENDO-Geschäftsführer Rainer Bollmann in Wien unterzeichnet.
2020 mit fünf Elektro-Lastenmopeds gestartet, cruisen aktuell bereits 20 Fahrzeuge der WienIT durch die Bundeshauptstadt. Sie stellen kostengünstig, flächendeckend und vor allem emissionsfrei Sendungen der Wiener Stadtwerke-Gruppe – beispielsweise Jahreskarten der Wiener Linien – zu. Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke-Gruppe: „Klimawende braucht Kooperation. Mit einer zukunftsfitten City-Logistik reduzieren wir den Schadstoffausstoß in der Stadt und tragen in diesem Bereich – ganz im Sinne des Klimaschutzes – dazu bei, Wien noch grüner zu gestalten. Der Zulieferverkehr mit E-Transportern entspricht den hohen Umweltstandards der Stadt Wien. Es ist sehr erfreulich, dass wir mit VENDO einen gut aufgestellten externen Partner für unsere Öko-Postzustellung gewinnen konnten.“
Ökologische und kosteneffiziente Zustellung von Poststücken
Erstmals greift nun auch ein nicht zur Stadtwerke-Gruppe gehörendes Unternehmen auf die ökologische und kosteneffiziente Logistik-Lösung der WienIT zurück. Mit dem Kommunikations- und Druckdienstleister VENDO, ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen mit Standorten in Wien, Vöcklabruck und Deutschland, wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, der die Zustellung von VENDO-Sendungen innerhalb des Zustellnetzes der WienIT vorsieht. Mit der Kooperation steigert WienIT Effizienz und Output im Logistikbereich: VENDO wird fertige Poststücke an WienIT liefern, die dann von WienIT zugestellt werden. Damit kann die Zustelldichte der Routen deutlich erhöht werden, was letztlich kürzere Wegstrecken zu den Empfängerinnen und Empfängern mit sich bringt. Kürzere Wegstrecken minimieren den Zeit- und Wegaufwand pro Brief und sorgen damit auch für eine Kostenminimierung. Eva Schwarzl, Geschäftsführerin der WienIT: „Mit Kooperationen wie dieser setzen wir auf Synergien und bauen unsere Services als Business-Partner der Wiener Stadtwerke Gruppe weiter aus. Unsere Delivery & Output Services vernetzen Druck und Digitalisierung und stellen Sendungen für den Konzern rasch, kostengünstig und emissionsfrei zu.“
Ähnlich sieht das auch Rainer Bollmann, Geschäftsführer der VENDO: „Die Kooperation mit WienIT ist eine klare Win-Win-Situation. Unsere Kunden profitieren von der umweltfreundlichen, kostengünstigen, pünktlichen und nachverfolgbaren Zustellung unserer Briefe, während die WienIT ihr bereits vorhandenes Zustellnetz noch besser auslasten kann.“
Eigene Briefzustellkonzession
Um Poststücke zustellen zu können, hat WienIT nach den Bestimmungen des Postmarktgesetzes eine Briefzustellkonzession erworben. Das ist in Österreich erst seit der Liberalisierung des Postmarktes Anfang 2011 möglich. WienIT ist somit auch ein vollwertiger Postdienst mit behördlicher Briefzustellkonzession, der nach den Bestimmungen des Postmarktgesetzes Leistungen erbringt. Ausgeliefert wird weiterhin mit rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Ein weiterer Ausbau des Zustelldienstes der WienIT ist bereits in der Umsetzung.
Fotos finden Sie unter https://terabox.wienit.at/index.php/s/YakFg9Bo65B4HX7
Über WienIT
WienIT ist der zentrale IT- und Business-Partner der Wiener Stadtwerke-Gruppe. Rund 650 Mitarbeiter*innen beraten, entwickeln und betreiben konzernweit als IT-Infrastruktur im Hintergrund für die Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen, Wiener Netze, Wien Energie, Bestattung & Friedhöfe, immOH!, GSWG, WIPARK und Upstream Mobility. Die Leistungen von WienIT reichen von IT-Services, über technische Personalprozesse bis hin zu Print-Jobs. Außerdem übernimmt das Unternehmen im Rahmen ihrer Delivery & Output Services auch die Zustellung von Schriftstücken innerhalb von Wien. WienIT GmbH wurde 2003 gegründet und ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Wiener Stadtwerke GmbH. Weitere Informationen zu WienIT unter: http://www.wienit.at
Über VENDO
Die VENDO Kommunikation + Druck GmbH ist einer der führenden Kommunikations- und Druckdienstleister in Österreich. Das österreichische Familienunternehmen mit mehr als 200 Mitarbeiter*innen und einem Umsatz von rd. 35 Millionen Euro blickt auf eine mehr als 100jährige Unternehmensgeschichte zurück. Von den Standorten Wien, Vöcklabruck und Deutschland werden nationale wie internationale Kunden serviciert. Das VENDO-Angebot umfasst digitale Kommunikation, maßgeschneiderte E-Supply-Lösungen bis hin zu Transaktionsdruck, Mailings, Geschäftsdrucksorten und Werbemittel. Mehr zu VENDO: http://www.vendo.at
Am: 08.02.2026 18:20:40
Gelesen: 455
# 2
@ Richard [#1]
Wiener Stadtwerke-Tochter liefert heute schon 3 Mio. Poststücke jährlich aus
Die Zahl der Sendungen hört sich sehr hoch an. Wenn man diese allerdings auf 50 Arbeitswochen à fünf Arbeitstage herunterbricht, kommt man auf einen Durchschnitt von 12.000 Sendungen pro Tag. Das wiederum ist für einen Briefdienstleister eigentlich nicht viel. Wien als Hauptstadt Österreichs umfasst etwas mehr als 2 Mio. Einwohner [1], inkl. Ballungsraum rund 3 Mio. Einwohner. Die Bevölkerungsdichte mit 4889 Einwohnern pro km² ist etwas größer als in Berlin (4136 Einwohner/km²) [2]. Es ist also dicht bebaut und dicht besiedelt, Briefkastenanlagen sicherlich vielfach im Hausflur befindlich und nicht in der Haustür bzw. im Außenbereich integriert. Man sollte meinen, dass sich die Zusteller oftmals in den jeweiligen Hausflur hineinklingeln müssen. WienIT müsste aufgrund der Größe der Stadt allein für die Zustellung über eine zweistellige Anzahl an Mitarbeitern beschäftigen. Der örtliche Netzbetreiber für Strom/Gas/Wasser/Wärme wird sicherlich über einen großen Schwung Haustürschlüssel verfügen, ob diese allerdings auch für die Zustellung zur Verfügung gestellt werden?
Ich frage mich, wie sich die Eigenzustellung in Wien rechnet, da auch dort das Thema Öffentlicher Dienst (Personalkosten) vermutlich berücksichtigt werden muss, sofern es sich nicht um "eh da"-Kosten [3] handeln sollte. Allerdings kenne ich auch nicht die normalen Preise der österreichischen Post für bspw. Standard- und Kompaktbriefe.
In Deutschland war es teils jahrzehntelang bzw. ist es nicht unüblich, dass einzelne Städte bzw. Kommunen die eigene Post in Eigenregie austrugen bzw. vereinzelt noch austragen (Bsp. jährliche Grundsteuerbescheide der Stadt Alsdorf vom vergangenen Sonntag). Das ein Stadtwerk eigenes Zustellpersonal beschäftigt, kenne ich bisher lediglich von den Stadtwerke Duisburg (Nullerjahre in diesem Jahrtausend).
Stadtwerke sind bzw. waren in Deutschland ein interessanter Kunde für regional tätige Postmitbewerber, da Sendungen vielfach in der Region zugestellt werden. Nicht nur der Lieferant, zugleich oftmals der örtliche Grundversorger, mit den monatlichen oder jährlichen Rechnungen, Mailingaktionen, Ablesekarten usw. sondern auch der örtliche Netzbetreiber hat viel an Post zu verschicken. Allein um turnusgemäß einen Zähler vor Ort beim Kunden zu wechseln, sind hierzulande vorab zwei Briefanschreiben gesetzlich vorgeschrieben...
Gruß
Stefan
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wien
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/EDA-Kosten