Thema:
Färöer Aufdruckfälschungen
Am: 23.01.2026 10:16:57
Gelesen: 733
# 1
Färöer: Aufdruck-Fälschung
Bei AB Philea wird in der aktuellen Auktion eine Fälschung der Nummer 1 (Aufdruck 2 auf 5 Øre) angeboten:
https://www.philea.se/en/product/187184
Der Stempel sieht sehr schön aus, ist allerdings ein Sternstempel aus "Gjøttrup" und somit kein färöischer Stempel. Die Marke war nur auf den Färöern gültig und kann nur in Ausnahmefällen einen nicht-färöischen Ortsstempel haben, wenn eine Marke bei Ankunft in Dänemark gestempelt wurde (in der Regel København). Auch der Aufdruck lässt sich bei genauem Hinsehen als Fälschung enttarnen. Die Marke wird für 700 SEK (ca. 66 Euro) ausgerufen.
Besonders bedauerlich: Ein anderer Sammler und ich haben unabhängig voneinander direkt das Auktionshaus informiert und um Entfernung des Loses gebeten, was bis heute nicht passiert ist. Deshalb hier die Warnung.
Am: 23.01.2026 14:57:10
Gelesen: 674
# 2
@ Nordensammler [#1]
Meine Empfehlung wäre, einen (BPP-)Prüfer auf die Fälschung aufmerksam zu machen. In der Regel wird auf eine Prüfermeldung seitens der Auktionshäuser besser reagiert.
Beste Grüße!
Lars
Am: 26.01.2026 22:23:33
Gelesen: 573
# 3
Update: Das Los wurde heute von AB Philea entfernt.
Am: 27.01.2026 15:16:46
Gelesen: 502
# 4
@ Nordensammler [#1]
@ Lars Boettger [#2]
Besonders bedauerlich: Ein anderer Sammler und ich haben unabhängig voneinander direkt das Auktionshaus informiert und um Entfernung des Loses gebeten, was bis heute nicht passiert ist. Deshalb hier die Warnung.
Ich bin wirklich kein Fürsprecher für den Verkauf von Fälschungen und Fälschungsanbietern.
Aber man muss auch die Arbeitsabläufe eines Auktionshauses betrachten. Ein Auktionator hat auch eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Einlieferer, insbesondere kann er nicht einfach nach einer Meldung aus dem Internet ein Los sofort zurückziehen.
Diese Fälschung ist keine Deppenfälschung, die man auf den ersten Blick erkennt. Etwas Recherche ist schon notwendig. Und diese Sternchenstempel von Kleinstpostämtern sind typisch für die Färöer.
Dazu kommt der Ausrufpreis von 66 EUR, eine Preisklasse, wo der Auktionator nicht gleich alles stehen und fallen lassen muss, wenn jemand "Fälschung" ruft.
Die Meldung erfolgte am Freitag. Dazwischen war Wochenende. Vielleicht hat der Auktionator nicht am Wochenende gearbeitet (mache ich als Angestellter in der Regel auch nicht).
Vielleicht kennt er sich selbst nicht im Sammelgebiet Färöer aus. Dann muss er mit dem Sachbearbeiter Rücksprache halten. Vielleicht ist es ein freier Mitarbeiter, der nicht jeden Tag im Büro ist. Wieder ein anderer Mitarbeiter ist für die IT zuständig und kümmert sich darum, dass das Los aus dem Internet verschwindet.
Manchmal erfolgt die Synchronisation mit den Online-Plattformen nur unregelmässig. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man auf ein bereits zurückgezogenes Los bietet, das im Internet noch nicht gesperrt ist. Aber der persönliche Schaden hält sich dann doch in Grenzen.