Thema:
Landpoststempel / Poststellenstempel Schleswig-Holstein
Am: 25.12.2025 11:46:25
Gelesen: 18616
# 1
In unserer "Sammlung" fehlt noch das nördlichste Bundesland; diese Lücke soll hier geschlossen werden. Ich selbst sammle "nur" die Belege der Poststellen (II) des Leitpostamtes Bad Oldesloe, diese möchte ich hier nach und nach vorstellen. Ich freue mich darauf, Belege anderer Ämter hier zu sehen.
Zuvor ein paar generelle Anmerkungen und Informationen:
Das Bundesland Schleswig-Holstein gibt es erst seit 1946, vorher war es eine preußische Provinz. Postalisch erfolgte die Versorgung durch die OPD Kiel und die OPD Hamburg. Die OPD Hamburg bediente neben Schleswig-Holstein auch das Stadtgebiet von Hamburg sowie Teile von Niedersachsen.
Etwas verwirrend sind oft die Bezeichnungen der Posteinrichtungen auf dem Land, da sich diese im Lauf der Zeit änderten und sich die Namen teilweise überlappen:
Die "größeren" Einrichtungen hießen bis 1939 Postagenturen, dann Poststellen (I) und ab 1952 Poststellen I. Sie verfügten über einen eigenen Metallstempel bei der im unteren Teil die Angabe über "Leitpostamt" enthielt.
Ab 1922 wurden zusätzlich Postagenturen mit eingeschränktem Betrieb eingerichtet; diese gab es bis 1935.
Im Zuge der Landpostverkraftung wurden ab 1928 neue Posteinrichtungen geschaffen, die zunächst Poststellen, ab 1939 Poststellen (II) und ab 1952 Poststellen II hießen. Diese verfügten nur über einen Gummistempel, der neben der Frankatur abzuschlagen war. Mit der Einführung der vierstelligen Postleitzahlen erhielten auch die Poststellen II Metallstempel.
Zusätzlich gab es noch Posthilfsstellen.
Gruß
Ralph
Am: 25.12.2025 12:14:04
Gelesen: 18609
# 2
@ sammler-ralph [#1]
Woher bekommt man Informationen zum Sammelgebiet Poststellen?
Das Grundlagenwerk von Peter Griese wurde schon an anderer Stelle im Forum vorgestellt:
Von der Arbeitsgemeinschaft für Postgeschichte und Philatelie von Schleswig-Holstein, Hamburg und Lübeck e.V. gibt es einen dreibändigen Stempelkatalog, hier der Band für die ehemaligen PLZ-Bereiche 2000 und 2400, es gibt auch noch den PLZ-Bereich 2200 und 2300.
Mit diesem Werk hat man schon eine gute Übersicht über die Stempel der Poststellen (II), weiterhin sind einige Angaben zur Geschichte der Posteinrichtungen enthalten.
In den Ortsverzeichnissen gab es Aufstellungen:
Weitere Informationen muss/kann/darf man sich dann aus unterschiedlichsten Quellen zusammensuchen:
Es gibt private der Gemeinde-Internetseiten, die manchmal auch die Postgeschichte des Ortes behandeln. Von einigen Orten gibt es auch gedruckte Orts-Chroniken.
Eine weitere Quelle können Telefonbücher und Zeitungsartikel sein:
Ich hatte zusätzlich das Glück, dass ein Sammler einen Teil der Akten der OPD Hamburg vor dem Vernichten gerettet hat.
Gruß
Ralph
Von der Arbeitsgemeinschaft für Postgeschichte und Philatelie von Schleswig-Holstein, Hamburg und Lübeck e.V. gibt es einen dreibändigen Stempelkatalog, hier der Band für die ehemaligen PLZ-Bereiche 2000 und 2400, es gibt auch noch den PLZ-Bereich 2200 und 2300.
Mit diesem Werk hat man schon eine gute Übersicht über die Stempel der Poststellen (II), weiterhin sind einige Angaben zur Geschichte der Posteinrichtungen enthalten.
In den Ortsverzeichnissen gab es Aufstellungen:
Weitere Informationen muss/kann/darf man sich dann aus unterschiedlichsten Quellen zusammensuchen:
Es gibt private der Gemeinde-Internetseiten, die manchmal auch die Postgeschichte des Ortes behandeln. Von einigen Orten gibt es auch gedruckte Orts-Chroniken.
Eine weitere Quelle können Telefonbücher und Zeitungsartikel sein:
Ich hatte zusätzlich das Glück, dass ein Sammler einen Teil der Akten der OPD Hamburg vor dem Vernichten gerettet hat.
Gruß
Ralph
Am: 25.12.2025 12:28:52
Gelesen: 18604
# 3
@ sammler-ralph [#2]
Die Abfolge der Stempel der Poststellen (II) in der OPD Hamburg:
Bei Einrichtung der Landkraftpost ab 1928 wurden Stempel der Inschrift: "Poststelle / Leitpostamt Land" verwendet:

Die Umsetzung der Verfügung Nr. 266 vom 26.05.1933 änderte sich die Inschrift in "Poststelle über Leitpostamt":

Mit der Einführung der Postleitzahlen erhielten die OPDn Hamburg und Kiel die 24 zugeteilt:

1946 kam es zur Teilung in 24a (OPD Hamburg) und 24b (OPD Kiel):

Verfügung 640/1961: Einführung der neuen 4-stelligen Postleitzahlen in Deutschland
Leitbezeichnung der Poststellen II ist nun die Postleitzahl:

Der Austausch zog sich teilweise über Jahre hin, auch wurde bei einigen Poststellen ein Stempel "übersprungen" oder sich mit Aptierungen beholfen.
Gruß
Ralph
Die Abfolge der Stempel der Poststellen (II) in der OPD Hamburg:
Bei Einrichtung der Landkraftpost ab 1928 wurden Stempel der Inschrift: "Poststelle / Leitpostamt Land" verwendet:

Die Umsetzung der Verfügung Nr. 266 vom 26.05.1933 änderte sich die Inschrift in "Poststelle über Leitpostamt":
Mit der Einführung der Postleitzahlen erhielten die OPDn Hamburg und Kiel die 24 zugeteilt:

1946 kam es zur Teilung in 24a (OPD Hamburg) und 24b (OPD Kiel):

Verfügung 640/1961: Einführung der neuen 4-stelligen Postleitzahlen in Deutschland
Leitbezeichnung der Poststellen II ist nun die Postleitzahl:

Der Austausch zog sich teilweise über Jahre hin, auch wurde bei einigen Poststellen ein Stempel "übersprungen" oder sich mit Aptierungen beholfen.
Gruß
Ralph
Am: 25.12.2025 12:40:14
Gelesen: 18597
# 4
@ sammler-ralph [#2]
Wer den Betrieb einer Poststelle (II) verstehen will, dem sei die entsprechende Dienstanweisung empfohlen:
Ich besitze einen Nachdruck aus dem Morgana-Verlag, den es wohl nicht mehr gibt.
Gruß
Ralph
Ich besitze einen Nachdruck aus dem Morgana-Verlag, den es wohl nicht mehr gibt.
Gruß
Ralph
Am: 27.12.2025 15:21:48
Gelesen: 18500
# 5
Hier nun die erste Vorstellung einer Poststelle (II). Ich möchte immer zuerst die Ortsgeschichte und die Postgeschichte präsentieren, gefolgt von einigen Belegen. Die Angaben zur Ortsgeschichte stammen in der Regel aus Wikipedia, ergänzt um Angaben aus anderen Quellen wie Internetseiten usw.
Stubben über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Erstmals erwähnt wurde Stubben im Jahre 1408, als G. von Wedege und V. von Zulen den Ort an den Herzog Erich den Älteren verkauften. Zum damaligen Zeitpunkt hieß das Dorf noch „tho den Stubben“. Stubben gehört zum Landkreis Herzogtum Lauenburg, die postalische Versorgung oblag jedoch dem Postamt Bad Oldesloe.
Postgeschichte:
Für jede Poststelle (II) wurde beim Leitpostamt eine Stammkarte angelegt. Die Posthalter II stellten die Räumlichkeiten zur Verfügung, d.h. die Poststellen befanden sich bei den jeweiligen PH. Ein Wechsel des PH bewirkte also oft die Verlegung der Poststelle.
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Stubben über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Gemeindevorsteher August Rundshagen
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Stubben Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Stubben über Bad Oldesloe“
01.01.1958: Hedwig Funck löst ihre Mutter Ida Strampfer als Posthalterin II ab
Ernennung
Die Posthalter II waren vereidigte Beamte auf Widerruf, für Ihre Tätigkeit gab es gesonderte Bestimmungen:

Für Reisen in die DDR gab es Beschränkungen:
Posthalter II erhielten für Ihre Tätigkeit keine Rente und hatten keinen Urlaubsanspruch. Sie konnten Aushilfen und Vertretungen einstellen; dies war mit dem Leitpostamt abzustimmen:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Sie "kauften" die Wertzeichen bei den Fahrern, die die Rundkurse absolvierten. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Stubben an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 3. Mai 1944.

Im Folgebeitrag stelle ich ein paar Belege aus Stubben ein.
Gruß
Ralph
PS: Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen. Ich bin immer an weiteren Poststellen (II)-Belegen "über Bad Oldesloe" interessiert.
Postgeschichte:
Für jede Poststelle (II) wurde beim Leitpostamt eine Stammkarte angelegt. Die Posthalter II stellten die Räumlichkeiten zur Verfügung, d.h. die Poststellen befanden sich bei den jeweiligen PH. Ein Wechsel des PH bewirkte also oft die Verlegung der Poststelle.
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Stubben über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Gemeindevorsteher August Rundshagen
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Stubben Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Stubben über Bad Oldesloe“
01.01.1958: Hedwig Funck löst ihre Mutter Ida Strampfer als Posthalterin II ab
Ernennung
Die Posthalter II waren vereidigte Beamte auf Widerruf, für Ihre Tätigkeit gab es gesonderte Bestimmungen:

Für Reisen in die DDR gab es Beschränkungen:
Posthalter II erhielten für Ihre Tätigkeit keine Rente und hatten keinen Urlaubsanspruch. Sie konnten Aushilfen und Vertretungen einstellen; dies war mit dem Leitpostamt abzustimmen:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Sie "kauften" die Wertzeichen bei den Fahrern, die die Rundkurse absolvierten. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Stubben an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 3. Mai 1944.

Im Folgebeitrag stelle ich ein paar Belege aus Stubben ein.
Gruß
Ralph
PS: Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen. Ich bin immer an weiteren Poststellen (II)-Belegen "über Bad Oldesloe" interessiert.
Am: 27.12.2025 15:28:57
Gelesen: 18499
# 6
@ sammler-ralph [#5]
Hier nun ein paar Belege aus Stubben:
Postkarte nach Hamburg aufgegeben bei der Poststelle Stubben, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 31.12.37.
Drucksache nach Hamburg aufgegeben bei der Poststelle II Stubben, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 181. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe k 17.3.59.
Fernmelderechnung bezahlt bei der Poststelle II Stubben am 21.10.1959
Dienstanweisung für Poststellen (Land) §67 Einzahlungen der Fernsprechteilnehmer
II: Dem Einzahler wird über den gezahlten Betrag eine Empfangsbestätigung auf der Fernsprechrechnung erstellt. Die Teilnehmer sind deshalb zu veranlassen, die Fernsprechrechnung beim Einzahlen mit vorzulegen … Auf der Fernsprechrechnung hat der PH neben dem Stempel der PSt auch den Tag der Einzahlung deutlich anzugeben und an Stelle der Nr. der Annahmeliste die Blattnummer der Annahmekarte einzutragen.
Postkarte nach Bliestorf bei Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Stubben, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 350. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe k 14.8.62. Statt Verwendung eines Stempels 2061 Stubben wurde der Poststellenstempel (24a) Stubben über Bad Oldesloe aptiert.
Gruß
Ralph
Postkarte nach Hamburg aufgegeben bei der Poststelle Stubben, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 31.12.37.
Drucksache nach Hamburg aufgegeben bei der Poststelle II Stubben, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 181. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe k 17.3.59.
Fernmelderechnung bezahlt bei der Poststelle II Stubben am 21.10.1959
Dienstanweisung für Poststellen (Land) §67 Einzahlungen der Fernsprechteilnehmer
II: Dem Einzahler wird über den gezahlten Betrag eine Empfangsbestätigung auf der Fernsprechrechnung erstellt. Die Teilnehmer sind deshalb zu veranlassen, die Fernsprechrechnung beim Einzahlen mit vorzulegen … Auf der Fernsprechrechnung hat der PH neben dem Stempel der PSt auch den Tag der Einzahlung deutlich anzugeben und an Stelle der Nr. der Annahmeliste die Blattnummer der Annahmekarte einzutragen.
Postkarte nach Bliestorf bei Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Stubben, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 350. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe k 14.8.62. Statt Verwendung eines Stempels 2061 Stubben wurde der Poststellenstempel (24a) Stubben über Bad Oldesloe aptiert.
Gruß
Ralph
Am: 27.12.2025 21:33:39
Gelesen: 18463
# 7
@ sammler-ralph [#6]
Die Poststelle wurde 1931 eingerichtet, vermutlich gab es dann auch einen Stempel
STUBBEN/BAD OLDESLOE LAND
Beste Grüße
Ecki
Am: 28.12.2025 13:59:17
Gelesen: 18414
# 8
@ JohannesM [#7]
Ja, den Stempel STUBBEN/BAD OLDESLOE LAND gab es. Nur fehlt er mir noch in meiner Sammlung. Im Einleitungsbeitrag hatte ich geschrieben: "Ich selbst sammle "nur" die Belege der Poststellen (II) des Leitpostamtes Bad Oldesloe". Dies sind allerdings rund 250 Stempel, nach mehr als 15 Jahren habe ich rund die Hälfte davon zusammengetragen.
Gruß
Ralph
Ja, den Stempel STUBBEN/BAD OLDESLOE LAND gab es. Nur fehlt er mir noch in meiner Sammlung. Im Einleitungsbeitrag hatte ich geschrieben: "Ich selbst sammle "nur" die Belege der Poststellen (II) des Leitpostamtes Bad Oldesloe". Dies sind allerdings rund 250 Stempel, nach mehr als 15 Jahren habe ich rund die Hälfte davon zusammengetragen.
Gruß
Ralph
Am: 28.12.2025 14:29:39
Gelesen: 18411
# 9
Barkhorst über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Barkhorst wurde vermutlich um die Mitte des 16. Jahrhunderts von Pölitz abgeteilt und hielt fünf Hufen und eine Kate. Das im Besitz des Lübecker Heiligengeist-Hospitals befindliche Stadtstiftsdorf erreichte 1807 eine relative Selbstständigkeit, als das Hospital gegen eine jährliche Geldzahlung auf das Obereigentum an den Hofstellen verzichtete. Abgaben und Dienste blieben jedoch unverändert. Die durch den Ort führende 1887 erbaute Eisenbahnlinie Oldesloe-Schwarzenbek erhielt in Barkhorst 1894 einen Personenhaltepunkt, der 1904 zu einer Haltestelle mit Güterverladung erweitert wurde. 1909 siedelte sich dort ein Mühlenbetrieb an. Die 1773 gegründete einklassige Schule bestand mit Unterbrechungen bis zum Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bad Oldesloe 1973. 1928 wurde der Gutsbezirk Krummbek der Gemeinde angegliedert. Bei Eingliederung der Gemeinde in Lasbek 1974 hatte Barkhorst 310 Einwohner.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Barkhorst über Bad Oldesloe“, Posthalterin ist die Gastwirtin Th. Hagemayer
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Barkhorst über Bad Oldesloe“
05.11.1946: Posthalter ist Hans Stoffers (auch noch 05.03.1949)
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Barkhorst über Bad Oldesloe“
01.05.1974: Umbenennung in Lasbek 2, Sitz Barkhorster Straße 20
Belege und Stempel:
Postkarte nach Hamburg aufgegeben bei der Poststelle Barkhorst, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 465. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 22.8.33.
Postkarte nach Mollhagen aufgegeben bei der Poststelle (II) Barkhorst, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 785. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 01.3.43.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Barkhorst an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 05. November 1946.
Brief nach Mönkhagen, aufgegeben bei der Poststelle II Barkhorst, unzureichend freigemacht mit Kontrollrat Mi.-Nr. 947, Entwertung der Frankatur beim Leitpostamt Bad Oldesloe e 23.12.47. Fehlende 12 Pfennig mit 50% Aufschlag als 18 Pfennig Nachgebühr ausgewiesen. Diese Stempelform ist nur von der Poststelle II Barkhorst bekannt: Rechteck linksseitig nicht geschlossen, Postleitzahl im Doppelkreis.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Barkhorst über Bad Oldesloe“, Posthalterin ist die Gastwirtin Th. Hagemayer
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Barkhorst über Bad Oldesloe“
05.11.1946: Posthalter ist Hans Stoffers (auch noch 05.03.1949)
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Barkhorst über Bad Oldesloe“
01.05.1974: Umbenennung in Lasbek 2, Sitz Barkhorster Straße 20
Belege und Stempel:
Postkarte nach Hamburg aufgegeben bei der Poststelle Barkhorst, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 465. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 22.8.33.
Postkarte nach Mollhagen aufgegeben bei der Poststelle (II) Barkhorst, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 785. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 01.3.43.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Barkhorst an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 05. November 1946.
Brief nach Mönkhagen, aufgegeben bei der Poststelle II Barkhorst, unzureichend freigemacht mit Kontrollrat Mi.-Nr. 947, Entwertung der Frankatur beim Leitpostamt Bad Oldesloe e 23.12.47. Fehlende 12 Pfennig mit 50% Aufschlag als 18 Pfennig Nachgebühr ausgewiesen. Diese Stempelform ist nur von der Poststelle II Barkhorst bekannt: Rechteck linksseitig nicht geschlossen, Postleitzahl im Doppelkreis.
Gruß
Ralph
Am: 29.12.2025 00:40:23
Gelesen: 18364
# 10
@ sammler-ralph [#9]
Moin Ralph,
Barkhorst hatte bereits vor der Landpostverkraftung eine Postagentur. Bei http://www.stampsx.com ist ein entsprechender Kreisbrückenstempel ab 30.07.1925 nachgewiesen.
Eine tolle Idee die Stempel hier vorzustellen. Ich sammle Kreis Herzogtum Lauenburg, so dass es auch eine Überschneidung zwischen unseren Sammelgebieten gibt, da einige Poststellen dort ja zum Leitpostamt Bad Oldesloe gehörten, wie das bereits vorgestellte Stubben.
Ich freue mich auf weitere Beiträge.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 29.12.2025 01:04:27
Gelesen: 18357
# 11
@ sammler-ralph [#8]
250 Stempel könnten bei mir (Leitpostamt Halberstadt) auch hinkommen, allerdings inclusive Pst I.
Ich denke aber, das ich 90 % davon habe, aber nach manchen Stempeln kann man jahrelang suchen, du hast aber wenigstens Literatur und weißt was du suchst, bei mir gibt es nur Stückwerk aus Adressbüchern, Postleitheften u.ä.
Beste Grüße
Ecki
Am: 29.12.2025 01:10:47
Gelesen: 18357
# 12
@ sammler-ralph [#9]
Hallo Ralph,
das wird ein wenig dauern, denn ich muss erst in einem ungeheizten Raum scannen, aber Landpoststempel von Schleswig-Holstein sind natürlich auch diverse vorhanden. Wenn du eine Liste der Leitpostämter veröffentlichst, die dich besonders interessieren, könnte ich gezielt danach suchen. Nach meiner unmaßgeblichen Erinnerung habe ich besonders viele Stempel aus dem Großraum Flensburg und aus dem Südosten von Schleswig-Holstein, ansonsten von überall ein wenig.
Viele Grüße
Ingo
Am: 29.12.2025 02:09:06
Gelesen: 18353
# 13
@ Cantus [#12]
Lieber Ingo,
Südosten Schleswig-Holsteins klingt auch für mich als Sammler des Kreises Herzogtum Lauenburg interessant! Ich arbeite auch an einer Überarbeitung der Handbücher der ArGe Schleswig-Holstein mit, so dass mich neue Daten interessieren.
Wenn Du also mal in Deine Katakomben steigst würden mich die folgenden Leitpostämter interessieren:
Bad Oldesloe, Bergedorf, Büchen, Geesthacht, Hamburg-Bergedorf, Lauenburg (Elbe), Lübeck, Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek und Trittau.
Damit Du nicht beim Scannen frierst, genügt mir auch erst einmal eine Liste mit Ortsnamen, Leitpostamt und Stempeldatum. Darüber würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 29.12.2025 09:52:42
Gelesen: 18325
# 14
Hallo Burkhard,
zum Thema Leitpostämter aus dem Postleitzahlenbuch von 1961 könnte ich Auflistungen liefern..
Gruß Wolfgang
Am: 29.12.2025 18:02:33
Gelesen: 18276
# 15
@ JohannesM [#11]
250 Stempel zu einem Leitpostamt sind beeindruckend. Wenn Du die Zeit findest, beginne doch diese einzustellen; den Faden für Sachsen-Anhalt gibt es ja schon.
Gruß
Ralph
Am: 29.12.2025 18:07:34
Gelesen: 18272
# 16
@ Cantus [#12],
@ mumpipuck [#13]
Meine "Wunschliste" ist kürzer: Leitpostamt Bad Oldesloe.
@ mumpipuck [#13]
Ich hatte meine Ergänzungen und Korrekturen zum Stempel-Handbuch an Prof. Martienß gemailt. Wird die Arbeit an den Handbüchern auch seinem Tod fortgeführt? Soll ich Dir die Auflistung schicken?
Gruß
Ralph
Am: 29.12.2025 18:11:29
Gelesen: 18271
# 17
@ mumpipuck [#10]
Ja, Barkhorst und andere Poststellen (II) waren zuvor Postagenturen. Ich werde bei den künftigen Beiträgen darauf hinweisen - wenn ich es weiß. Ansonsten baue ich auf das Schwarmwissen hier im Forum.
Gruß
Ralph
Am: 29.12.2025 18:33:45
Gelesen: 18266
# 18
Hier nun die Vorstellung der dritten Poststelle; nach Stubben (Kreis Herzogtum Lauenburg), Barkhorst (Kreis Stormarn) soll diesmal der Kreis Segeberg an der Reihe sein:
Seth über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Seth ist eine Gemeinde am Rand eines Hochmoors im Kreis Segeberg. Die Gemeinde Seth gehörte ab 1588 nach einer Erbteilung neben Sülfeld, Grabau, Oering und Heidkrug zum Gut Borstel. Ab 1771 entließ der damalige Gutsbesitzer, Graf von Bernstorff, die Bauern in mehreren Schritten aus der Leibeigenschaft. Es folgten dann für die Bauern zuerst Zeitpachten, anschließend Erbpachten und danach Grundrentenverhältnisse zum Gut Borstel. Das Sether Moor wurde jahrhundertelang zum Torfabbau genutzt. Der Torf wurde teilweise als Brennstoff bis nach Hamburg verkauft. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine schnelle Wohnbauentwicklung in Seth, da für viele Flüchtlinge und Heimatvertriebe hier eine neue Heimat entstand. Gleichzeitig entstanden bei einer schnell wachsenden Brotfabrik (Friesenbrot) viele zusätzliche Arbeitsplätze, so dass die Bevölkerungszahl der Gemeinde Seth von 1040 im Jahr 1960 auf fast 1700 im Jahr 1984 anwuchs. Aufgrund der Nähe zu Hamburg wohnen immer mehr Berufspendler in Seth. Derzeit hat die Gemeinde Seth ca. 2000 Einwohner.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle II Seth über Bad Oldesloe“, vermutlich als Umwandlung aus einer Postagentur, Posthalter ist der Kaufmann Gustav Carstens
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Seth über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Seth über Bad Oldesloe“
06.08.1974: Hulda Stoffer ist Posthalterin
Erklärung der Posthalterin hinsichtlich privater Reisen in den kommunistischen Machtbereich
?: Aufhebung der Poststelle
Von Seth habe ich bisher nur einen Beleg:
Postkarte nach Plön, aufgegeben bei der Poststelle Seth, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe 10.10.1935.
Gruß
Ralph
Seth ist eine Gemeinde am Rand eines Hochmoors im Kreis Segeberg. Die Gemeinde Seth gehörte ab 1588 nach einer Erbteilung neben Sülfeld, Grabau, Oering und Heidkrug zum Gut Borstel. Ab 1771 entließ der damalige Gutsbesitzer, Graf von Bernstorff, die Bauern in mehreren Schritten aus der Leibeigenschaft. Es folgten dann für die Bauern zuerst Zeitpachten, anschließend Erbpachten und danach Grundrentenverhältnisse zum Gut Borstel. Das Sether Moor wurde jahrhundertelang zum Torfabbau genutzt. Der Torf wurde teilweise als Brennstoff bis nach Hamburg verkauft. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine schnelle Wohnbauentwicklung in Seth, da für viele Flüchtlinge und Heimatvertriebe hier eine neue Heimat entstand. Gleichzeitig entstanden bei einer schnell wachsenden Brotfabrik (Friesenbrot) viele zusätzliche Arbeitsplätze, so dass die Bevölkerungszahl der Gemeinde Seth von 1040 im Jahr 1960 auf fast 1700 im Jahr 1984 anwuchs. Aufgrund der Nähe zu Hamburg wohnen immer mehr Berufspendler in Seth. Derzeit hat die Gemeinde Seth ca. 2000 Einwohner.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle II Seth über Bad Oldesloe“, vermutlich als Umwandlung aus einer Postagentur, Posthalter ist der Kaufmann Gustav Carstens
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Seth über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Seth über Bad Oldesloe“
06.08.1974: Hulda Stoffer ist Posthalterin
Erklärung der Posthalterin hinsichtlich privater Reisen in den kommunistischen Machtbereich
?: Aufhebung der Poststelle
Von Seth habe ich bisher nur einen Beleg:
Postkarte nach Plön, aufgegeben bei der Poststelle Seth, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe 10.10.1935.
Gruß
Ralph
Am: 29.12.2025 21:23:12
Gelesen: 18242
# 19
@ wheilmann [#14]
Hallo Wolfgang,
ich verstehe noch nicht ganz, was Du meinst.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 29.12.2025 21:25:58
Gelesen: 18240
# 20
@ sammler-ralph [#16]
Hallo Ralph,
ja, wir sammeln fleißig neue Daten und auch einige neue Stempel. Die Arbeiten stehen aber noch ganz am Anfang.
Bitte sende mir gerne die Liste!
Viele Grüße
Burkhard
Am: 29.12.2025 22:44:32
Gelesen: 18219
# 21
@ sammler-ralph [#18]
Ergänzend zu Seth:
Postagentur des Postamts Bad Oldesloe eingerichtet am 16.04.1905.
Sie führte den Kreisobersegmentstempel "SETH (BZ. HAMBURG)**", derzeit belegt 12.12.1907 bis 23.11.1916. Aus den 1920er Jahren fehlen Belege.
Bis 20.04.1961 sind diverse Landpoststempel belegt -> Poststelle II (Poststellen 2000 und 2400 Schleswig-Holstein 1928-1963 der ArGe Schleswig-Holstein).
Im Ortsverzeichnis per September 1983 und in zwei späteren dann als Poststelle I geführt.
Geschlossen als Poststelle I per 04.05.1996 (Verf. OPD Kiel 12/96).
Laut einer Aufstellung der Deutsche Post bestand 2008 keine Posteinrichtung (Schleswig-Holsteinischer Landtag Umdruck 16/3954, 10.02.2009). Auch private Veröffentlichungen zu den Partnerfilialen aus 2002 und 2007 zeigen Seth nicht mit Post.
Nach 2008 muss eine Partnerfiliale eingerichtet worden sein, die den Tagesstempel "23845 SETH mf" führte. Abschläge befinden sich hier per 12.10.2020 und 12.12.2022 bei Philastempel. Gem. Abfrage Filialsuche Deutsche Post per heute besteht keine Filiale mehr in Seth.
Burkhard
Am: 30.12.2025 14:10:58
Gelesen: 18172
# 22
@ mumpipuck [#21]
Vielen Dank für die Ergänzungen. Bei einem Punkt "stolpere" ich noch: Bis 1938 ist Seth im Ortsverzeichnis als Poststelle (II), ab dem Ortsverzeichnis vom 1.1.1948 als Poststelle (I) geführt. Welchen Zweck hatte dann der Stempel 004 von 1961 aus dem Handbuch?
Noch eine Ergänzung:
Vor Kriegsende wurde die Landpost eingestellt, auch Seth war davon betroffen. Mit Verfügung vom 26.06.1945 kündigt die OPD Hamburg die Wiederaufnahme an - ohne Daten dafür zu nennen:

Behelfspostkarte P695, Aufgabestempel (24) HAMBURG 1c 10.9.45. Absender aus Seth über Bad Oldesloe (dort gab es eine Poststelle II). In der RPD Hamburg mussten vom 26. Juni 1945 bis zum 22. Oktober 1945 alle Sendungen ungestempelt den Leitämtern Hamburg 1, Stade, Lübeck 1 oder Lüneburg 1 zugeführt werden. Dort standen sie der Zensur zur Verfügung, wurden dann gestempelt und weiterbefördert.
Gruß
Ralph

Behelfspostkarte P695, Aufgabestempel (24) HAMBURG 1c 10.9.45. Absender aus Seth über Bad Oldesloe (dort gab es eine Poststelle II). In der RPD Hamburg mussten vom 26. Juni 1945 bis zum 22. Oktober 1945 alle Sendungen ungestempelt den Leitämtern Hamburg 1, Stade, Lübeck 1 oder Lüneburg 1 zugeführt werden. Dort standen sie der Zensur zur Verfügung, wurden dann gestempelt und weiterbefördert.
Gruß
Ralph
Am: 30.12.2025 17:13:19
Gelesen: 18153
# 23
@ mumpipuck [#20]
Ich habe meine Liste mit Ergänzungen und Korrekturen per Mail an Dich verschickt.
Ist geplant, eine zweite Auflage des Handbuches heraus zu geben?
Gruß
Ralph
Am: 30.12.2025 17:25:26
Gelesen: 18149
# 24
Freudenberg über Bad Segeberg
Hier ein Beleg aus meiner Bahnpost-Sammlung:
Fernpostkarte nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle Freudenberg über Bad Segeberg, Aufgabestempel NEUMÜNSTER-HAGENOW BAHNPOST Z 1305 23.10.36.
Möglicher Laufweg: Direkte Anlieferung durch Postkraftwagen an die Bahnpost in Bad Segeberg.
Gruß
Ralph
Fernpostkarte nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle Freudenberg über Bad Segeberg, Aufgabestempel NEUMÜNSTER-HAGENOW BAHNPOST Z 1305 23.10.36.
Möglicher Laufweg: Direkte Anlieferung durch Postkraftwagen an die Bahnpost in Bad Segeberg.
Gruß
Ralph
Am: 31.12.2025 18:52:23
Gelesen: 18040
# 25
Hallo allerseits,
die Nacht ist noch lang und ich hoffe, den einen oder anderen Stempel nach euren Wünschen zu finden.
Bis bald.
Ingo
Am: 31.12.2025 22:55:25
Gelesen: 18019
# 26
@ Cantus [#25]
Es ist doch erheblich weniger, als ich dachte, aber immerhin habe ich zwanzig verschiedene Stempel auf kompletten Belegen nach eurer Liste gefunden und auch schon eingescannt. Heute aber bin ich zu müde, morgen zeige ich dann hier den ersten Beleg.
Von Hamburg-Blankenese habe ich ein paar Belege gefunden, von Hamburg-Bergedorf aber leider nicht. Das liegt vermutlich daran, dass mir vor einigen Jahren diverse Bergedorf-Stempel gestohlen worden sind.
Viele Grüße
Ingo
Am: 01.01.2026 21:28:23
Gelesen: 17892
# 27
Vinzier über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Die erste Erwähnung erfolgte 1591 als „Findenweshyer“, die Umbenennung in Vinzier 1612. Zu diesem Zeitpunkt gehörte Vinzier zum Adligen Gut Nütschau. 1777 kaufte der Kaufmann Johan Mathias Schalburg das Gut. Die Bewohner mussten für ihre Besitzungen bis 1785 täglich auf dem Gut Spanndienste leisten, danach wurden ihnen die Grundstücke in Erbpacht übergeben. 1915 hatte Vinzier etwa 80 Einwohner. 1953 wurde das Denkmal für die Kriegsopfer errichtet. 1964 wurde die Schule nach Tralau verlegt. 1982 hatte Vinzier 160 Einwohner. Vinzier ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Travenbrück im Landkreis Stormarn.
Postgeschichte:
08.04.1931: Umwandlung einer vorhandenen Posteinrichtung oder Neu-Einrichtung der „Poststelle Vinzier über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Gemeindevorsteher Ad. Kahlke
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Vinzier über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Vinzier über Bad Oldesloe“
01.04.1978: Umbenennung in Travenbrück 2
Belege:
Paketkarte für Paket von 9 Kg nach Leipzig, aufgegeben bei der Poststelle (II) Vinzier, freigemacht beidseitig mit Freimarken Hitlerkopf, Porto 1,95 RM, Entwertung der Frankatur beim Leitpostamt Bad Oldesloe e 25.8.43.
Bei Paketkarten war der Poststellenstempel auf der Rückseite der Paketkarte anzubringen; die Paketnummer-Zettel wurden vom Leitpostamt angebracht.
Auslandsbrief nach New York, USA, aufgegeben bei der Poststelle II Vinzier, freigemacht mit Kontrollrat Mi.-Nr. 932. Das Porto für Auslandsbriefe betrug vom 15.09.1947 bis zum 31.08.1948 50 Pf. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe e 18.11.47. Der Brief lief über die britische Zensurstelle Hamburg, wo der Brief den Zensurstempel „BRITISH CENSORSHIP GERMANY 5583“ (Riemer-Nr. B-7) erhielt und mittels des Verschlusszettel P.C. 90 6741 (Riemer-Nr. B-101) verschlossen.
Postkarte nach Unna, aufgegeben bei der Poststelle II Vinzier, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 303. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe k 26.6.61.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Umwandlung einer vorhandenen Posteinrichtung oder Neu-Einrichtung der „Poststelle Vinzier über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Gemeindevorsteher Ad. Kahlke
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Vinzier über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Vinzier über Bad Oldesloe“
01.04.1978: Umbenennung in Travenbrück 2
Belege:
Paketkarte für Paket von 9 Kg nach Leipzig, aufgegeben bei der Poststelle (II) Vinzier, freigemacht beidseitig mit Freimarken Hitlerkopf, Porto 1,95 RM, Entwertung der Frankatur beim Leitpostamt Bad Oldesloe e 25.8.43.
Bei Paketkarten war der Poststellenstempel auf der Rückseite der Paketkarte anzubringen; die Paketnummer-Zettel wurden vom Leitpostamt angebracht.
Auslandsbrief nach New York, USA, aufgegeben bei der Poststelle II Vinzier, freigemacht mit Kontrollrat Mi.-Nr. 932. Das Porto für Auslandsbriefe betrug vom 15.09.1947 bis zum 31.08.1948 50 Pf. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe e 18.11.47. Der Brief lief über die britische Zensurstelle Hamburg, wo der Brief den Zensurstempel „BRITISH CENSORSHIP GERMANY 5583“ (Riemer-Nr. B-7) erhielt und mittels des Verschlusszettel P.C. 90 6741 (Riemer-Nr. B-101) verschlossen.
Postkarte nach Unna, aufgegeben bei der Poststelle II Vinzier, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 303. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe k 26.6.61.
Gruß
Ralph
Am: 01.01.2026 21:36:31
Gelesen: 17887
# 28
Hallo Ralph,
ich würde mich sehr freuen, wenn Du die Stempelabdrucke von Deinen Belegen hier im Forum auch in unsere Stempeldatenbank (hier links am Rand unter Philaseiten.de zu finden) einstellen würdest. Dort kann man auch 'Links' zu Deinen Beiträgen hier im Forum setzen.
Ich habe den ein oder anderen Abdruck einmal in der Datenbank gesucht und festgestellt, dass fast alle Abdrucke dort noch nicht vorhanden sind. Das ist nicht gut und aus meiner Sicht auch nicht nachhaltig.
Wenn Du zu zum Thema 'Stempeldatenbank' Hilfe brauchst, wir helfen.
Gruß Wolfgang
Am: 01.01.2026 22:26:57
Gelesen: 17877
# 29
Die Gemeinde Stockelsdorf liegt am nordwestlichen Stadtrand von Lübeck. Östlich grenzt sie an Bad Schwartau. Das Gemeindegebiet ist naturräumlich der Haupteinheit Ostholsteinisches Hügel-und Seenland zugeordnet, einem Teilgebiet des Schleswig-Holsteinischen Hügellandes. Zur Gemeinde gehören neben dem namensgebenden Kernort die Dorfschaften Arfrade, Curau, Dissau, Eckhorst, Horsdorf, Klein Parin, Krumbeck, Malkendorf, Obernwohlde und Pohnsdorf [1]
Weitere, wenn auch sehr spärliche Informationen zu Eckhorst findet man hier [2].
Dazu eine der vielen bekannten Honigbestellkarten, gelaufen am 14.5.1957 von Eclhorst über Lübeck nach Niendorf.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Stockelsdorf
[2] https://www.orte-in-deutschland.de/106631-gemeinde-eckhorst.html
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Stockelsdorf
[2] https://www.orte-in-deutschland.de/106631-gemeinde-eckhorst.html
Am: 03.01.2026 01:53:31
Gelesen: 17692
# 30
@ sammler-ralph [#22]
Ergänzend zu Seth:
- auch im Ortsverzeichnis Post aus 1944 bereits Poststelle I.
- Den Halbspatelstempel von 1961 im Handbuch halte ich für einen Innendienststempel. Es gibt von mehreren Orten auch in meinem Sammelgebiet, die zu diesem Zeitpunkt Poststellen I waren und Tagesstempel führten solche Halbspatelstempel, die wie die Stempel der Poststellen II aussehen. Auffällig ist, dass auf allen diesen Abbildungen im Handbuch Punktreihen zu sehen sind. Die Abschläge stammen also aus Formularen. Andere Belege kenne ich nicht. Beispiele wären: Sierksrade (über BAd Oldesloe oder Bz. Hamburg), Steinhorst (Bad Oldeloe), Wakendorf (Bad Oldesloe), Berkenthin (ohne Leitpostamt), Gudow (Ratzeburg), Mustin (Ratzeburg).
Falls jemand Belege mit diesen Stempeln hat wäre ich daran sehr interessiert!
Burkhard
Am: 03.01.2026 01:58:28
Gelesen: 17689
# 31
@ sammler-ralph [#23]
Herzlichen Dank. Habe ich erhalten.
Betreffend einer zweiten Auflage der Handbücher:
Wir sammeln derzeit Daten und Scanns. Über die Form und den Zeitpunkt der Verarbeitung ist noch nichts beschlossen. Das ist auf jeden Fall ein sehr langfristiges Projekt.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 03.01.2026 02:08:50
Gelesen: 17687
# 32
@ sammler-ralph [#27]
Ergänzend zu Vinzier:
- Nach meinen Unterlagen gab es vor der Landpostverkraftung keine Posteinrichtung dort.
- Die Poststelle II in 2060 Travenbrück 2 (Vinzier) wurde zum 01.10.1986 aufgehoben.
Burkhard
Am: 03.01.2026 18:48:23
Gelesen: 17583
# 33
@ Cantus [#29]
Ich fahre mit dem Zeigen von Stempeln fort.
Elmenhorst ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Nach Google-map liegt der Ort nur etwa 30 Minuten Autofahrt südwestlich vom (ehemaligen) Leitpostamt Bad Oldesloe entfernt, sollte also nicht mit dem Wlmenhorst im Kreis Lauenburg verwechselt werden.
Siedlungsplätze der Gemeinde sind die beiden Dörfer Elmenhorst und Fischbek sowie Mönkenbrook [1].
Am 10.3.1937 wurde eine Geburtstagskarte von Elmenhorst über Bad Oldesloe nach Ahrensburg geschickt.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Elmenhorst_(Stormarn)
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Elmenhorst_(Stormarn)
Am: 04.01.2026 14:36:30
Gelesen: 17441
# 34
@ mumpipuck [#30]
@ mumpipuck [#32]
Hallo Burkhard,
vielen Dank für die Ergänzungen zu Seth und Vinzier. Ich habe meine Unterlagen ergänzt.
Ich halte Deine Vermutung, dass es sich um einen Innendienststempel einer PSt I handelt, für plausibel.
Poststellen II (und vermutlich auch Poststellen I) mussten den Wertzeichen- und Bargeldbestand mit dem Leitpostamt abgleichen, ein entsprechendes Formular habe ich Beitrag [#9] für Barkhorst gezeigt. Dort ist auch zu sehen, wie die Punkte in den Stempel kommen. :) Ich konnte einen größeren Posten dieser Formulare erwerben, wenn jemand etwas sucht, bitte ich um Nachricht. Die von Dir genannten Orte sind allerdings nicht dabei.
Gruß
Ralph
Am: 04.01.2026 15:53:01
Gelesen: 17432
# 35
@ Cantus [#33]
Hallo Ingo,
vielen Dank für das Zeigen des Beleges. Ich erlaube mir, ein paar Ergänzungen zu Elmenhorst über Bad Oldesloe anzufügen.
Ortsgeschichte:
Im Jahre 1346 wurde Elmenhorst erstmals zweifelsfrei urkundlich erwähnt. Bis zu dessen Aufteilung 1588 gehörte der Ort zu den Besitzungen des Adligen Gutes Borstel, anschließend zum Adligen Gut Jersbek. 1873 wurde Elmenhorst Landgemeinde im Kirchspielvogteibezirk Bargteheide im Kreis Stormarn. Mit der endgültigen Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 kam Elmenhorst zum Amtsbezirk Jersbek. Seit 1948 gehört es zum Amt Bargteheide-Land. Am 1. Januar 1978 wurde Fischbek nach Elmenhorst eingemeindet.
Postgeschichte:
08.04.1931: Umwandlung der vorhandenen Post-Einrichtung in „Poststelle Elmenhorst über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Postschaffner Krohn
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Elmenhorst über Bad Oldesloe“
Zwischen 1948 und 1951: Umwandlung in eine Poststelle I
01.02.1962: Martin Fründ wird Posthalter
01.03.1985: Umbenennung in Poststelle I 2061 Elmenhorst 1
Belege:
Brief nach Bargteheide aufgegeben bei der Poststelle Elmenhorst, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 445. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 3.10.1931.
Den Poststellen II - Stempel Elmenhorst über Bad Oldesloe hatte Ingo in [33] schon gezeigt.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Elmenhorst an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946.
Postkarte von Elmenhorst nach Porz bei Köln, Aufgabestempel (24a) Elmenhorst über Bad Oldesloe a 15.7.55. Dieser Stempel wurde nach Umwandlung in eine Poststelle I verwendet.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Umwandlung der vorhandenen Post-Einrichtung in „Poststelle Elmenhorst über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Postschaffner Krohn
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Elmenhorst über Bad Oldesloe“
Zwischen 1948 und 1951: Umwandlung in eine Poststelle I
01.02.1962: Martin Fründ wird Posthalter
01.03.1985: Umbenennung in Poststelle I 2061 Elmenhorst 1
Belege:
Brief nach Bargteheide aufgegeben bei der Poststelle Elmenhorst, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 445. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 3.10.1931.
Den Poststellen II - Stempel Elmenhorst über Bad Oldesloe hatte Ingo in [33] schon gezeigt.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Elmenhorst an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946.
Postkarte von Elmenhorst nach Porz bei Köln, Aufgabestempel (24a) Elmenhorst über Bad Oldesloe a 15.7.55. Dieser Stempel wurde nach Umwandlung in eine Poststelle I verwendet.
Gruß
Ralph
Am: 06.01.2026 00:11:53
Gelesen: 17267
# 36
@ sammler-ralph [#34]
Hallo Ralph,
ich kann bestätigen, dass auch die Poststellen I diesen Abgleich vornehmen mussten. Ich verfüge über erhebliche Bestände dieser Formulare der Leitpostämter Hamburg-Bergedorf und Trittau. Darin sind auch die Poststellen I und die Posthilfsstellen enthalten.
Solltest Du solche Formulare der folgenden Leitpostämter haben, setze Dich bitte per E-Mail mit mir in Verbindung:
Bad Oldesloe, Bergedorf, Büchen, Geesthacht, Hamburg-Bergedorf, Lauenburg (Elbe), Lübeck, Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek und Trittau.
Viele Grüße
Burkhard
Hallo Ralph,
ich kann bestätigen, dass auch die Poststellen I diesen Abgleich vornehmen mussten. Ich verfüge über erhebliche Bestände dieser Formulare der Leitpostämter Hamburg-Bergedorf und Trittau. Darin sind auch die Poststellen I und die Posthilfsstellen enthalten.
Solltest Du solche Formulare der folgenden Leitpostämter haben, setze Dich bitte per E-Mail mit mir in Verbindung:
Bad Oldesloe, Bergedorf, Büchen, Geesthacht, Hamburg-Bergedorf, Lauenburg (Elbe), Lübeck, Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek und Trittau.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 06.01.2026 00:30:15
Gelesen: 17263
# 37
@ sammler-ralph [#35]
Ergänzend zu Elmenhorst, Kreis Stormarn:
- Nach meinen Unterlagen gab es vor der Landpostverkraftung keine Posteinrichtung.
- Gleichzeitig mit der Umbenennung in 2061 Elmenhorst, Kr. Stormarn 1 zum 01.03.1985 wurde die ebenfalls seit 08.04.1931 bestehende Poststelle II in Fischbek in Elmnhorst, Kr Stormarn 2 umbenannt.
- Mit Schließung der Poststelle II 2061 Elmenhorst, Kr Stormarn 2 (Fischbek) zum 01.02.1994 entfiel bei der Poststelle I in Elmenhorst die Filialnummer "1" wieder.
- Die Filiale in Elmenhorst schloss mit dem 31.05.1997 (Verf. 7/97 der OPD Kiel).
Viele Grüße
Burkhard
Am: 06.01.2026 18:26:31
Gelesen: 17113
# 38
@ mumpipuck [#37]
Danke für Ergänzungen zu Elmenhorst und Fischbek.
Gruß
Ralph
Am: 10.01.2026 14:40:55
Gelesen: 16417
# 39
@ sammler-ralph [#38]
Hallo Ralph,
du kannst gerne jeden Beitrag von mir hier ergänzen, denn außer dem gezeigten Beleg verfüge ich kaum über weitere Informationen zu den gezeigten Orten. Natürlich könnte ich Reiseführer wälzen, in besseren Landkarten nachschlagen, Ortsverzeichnisse verschiedener Jahrgänge oder Handbücher vom Deutschen Reich durchstöbern, das alles ist mir aber zu zeitaufwändig, denn meine Hauptinteressen liegen woanders. Heute geht es ganz bis ans Ufer der Elbe.
Juliusburg ist eine Gemeinde mit etwa 180 Einwohnern im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Das Dorf wurde 1230 im Ratzeburger Zehntregister als Abenthorp erstmals urkundlich erwähnt und hieß bis 1678 Abbendorf, ehe es in Juliusburg umbenannt wurde [1].
Am 31.7.1935 wurde ein Brief von Juliusburg über Lauenburg nasch Bad Oldesloe geschickt.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Juliusburg
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Juliusburg
Am: 11.01.2026 02:37:28
Gelesen: 16354
# 40
@ Cantus [#39]
Guten Abend Ingo,
Juliusburg liegt ja in "meinem" Kreis Herzogtum Lauenburg. Deswegen gebe ich mal meinen Senf dazu:
- Poststelle Juliusburg des Postamts Lauenburg (Elbe) eingerichtet im Rahmen der Landpostverkraftung am 15.05.1930.
- Postgebietsleitzahl zunächst 24, dann 24a.
- Postleitzahl 1962: 2059
- 01.10.1980 dem Postamt (V) Hamburg 80 (Bergedorf) zugeteilt.
- Postleitzahl 01.07.1993: 21483
- Filiale II aufgehoben mit dem 04.01.1997 (Verf. OPD Hamburg Nr. 1/97)
Eingesetzte Stempel (Bekanntes Früh-/Spätdatum):
- Juliusburg Lauenburg (Elbe) Land, R2 antiqua (22.05.1931/19.08.1932)
- Jüliusburg über Lauenburg (Elbe), R2 Fraktur (31.07.1935/13.08.1943)
- 24 Juliusburg über Lauenburg (Elbe), Halbspatel (21.05.1947/09.12.1949)
- 24a Juliusburg über Lauenburg (Elbe), Halbspatel (10.08.1950)
- 2059 Juliusburg, R1 (nur undatierter Blankoabschlag)
- 2059 JULIUSBURG a D4 (01.12.1963/30.06.1993)
- 21483 JULIUSBURG a D5 (01.07.1993)
Nachfolgend noch zwei ergänzende Bilder:
Abschlag vom ersten Tag aus dem Inventar des Leitpostamts:
Und Ingo, falls Du diesen wunderschönen Beleg mit dem derzeit bekannten Frühdatum (Stempel wurde im Juli 1933 eingeführt) mal nicht mehr leiden magst...
Burkhard
Abschlag vom ersten Tag aus dem Inventar des Leitpostamts:
Und Ingo, falls Du diesen wunderschönen Beleg mit dem derzeit bekannten Frühdatum (Stempel wurde im Juli 1933 eingeführt) mal nicht mehr leiden magst...
Burkhard
Am: 11.01.2026 14:02:03
Gelesen: 16264
# 41
@ Cantus [#39]
@ mumpipuck [#40]
Prima, so kommt das verteilte Wissen an einer Stelle zusammen.
Gruß
Ralph
Am: 11.01.2026 14:12:31
Gelesen: 16260
# 42
In diesem und einem folgende Beitrag stelle ich Poststellen zweier Orte vor, die räumlich dicht beieinander liegen, jedoch durch eine Kreisgrenze (Stormarn, Herzogtum Lauenburg) getrennt sind.
Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Gegründet wurde Klein Schenkenberg wahrscheinlich Ende des 12.Jahrhunderts vom Kloster Reinfeld. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1428. Mit der Reformation gelangte der Ort zum landesherrlichen Amt Reinfeld. 1671 wurde es dem landesherrlichen Amt Rethwisch zugeordnet. Die Leibeigenschaft wurde 1743 aufgehoben. Mit Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen wurde Klein Schenkenberg 1867 dem neuen Kreis Stormarn zugeordnet. Die Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 brachte die Zugehörigkeit zum Amtsbezirk Klein Wesenberg. Nachdem das Dorf 1948 zum Amt Reinfeld-Land gekommen war, wechselte es 1972 zum Amt Nordstormarn. Am 1. Januar 1974 erfolgte die Eingemeindung von Klein Schenkenberg nach Klein Wesenberg.
Postgeschichte:
08.04.1931: Neu-Einrichtung (oder Umwandlung?) der „Poststelle Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Paul Rahlf
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe“
01.06.1943: Aufgehoben und durch Poststelle (II) in Groß-Schenkenberg ersetzt
Quelle: BzBl 11, 1.6.43
Beleg:
Postkarte Deutsches Reich P 226 I nach Lübeck, aufgegeben bei der Poststelle Klein Schenkenberg. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 1.12.35.
Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Neu-Einrichtung (oder Umwandlung?) der „Poststelle Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Paul Rahlf
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Klein Schenkenberg über Bad Oldesloe“
01.06.1943: Aufgehoben und durch Poststelle (II) in Groß-Schenkenberg ersetzt
Quelle: BzBl 11, 1.6.43
Beleg:
Postkarte Deutsches Reich P 226 I nach Lübeck, aufgegeben bei der Poststelle Klein Schenkenberg. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 1.12.35.
Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen.
Gruß
Ralph
Am: 11.01.2026 14:30:03
Gelesen: 16253
# 43
@ sammler-ralph [#42]
Hier nun der zweite Teil:
Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Groß Schenkenberg ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein südwestlich von Lübeck. Der Ort wurde 1194 zum ersten Mal urkundlich als „Pukentorpe“ erwähnt. Der Name „Scenkenberge“ erschien erstmals im Jahr 1230. Das mit der Annexion Schleswig-Holsteins durch Preußen zunächst dem Amt Bliestorf angehörende Gut Groß Schenkenberg wurde 1929 zur Siedlung. 1936 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Ort Rothenhausen.
Postgeschichte:
01.06.1943: Einrichtung der „Poststelle II Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe“ als Ersatz für die gleichzeitig geschlossene Poststelle II Klein Schenkenberg.
Quelle: BzBl 11, 1.6.43
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe“
nach 1984: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Groß Schenkenberg an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 3. Mai 1944.
Einschreiben nach Plön, aufgegeben bei der Poststelle II Gross Schenkenberg, freigemacht mit AM-Post Mi.-Nr. 31. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe e 31.10.45, rückseitiger Ankunftstempel Plön (Holst) d 01.11.45.
Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
01.06.1943: Einrichtung der „Poststelle II Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe“ als Ersatz für die gleichzeitig geschlossene Poststelle II Klein Schenkenberg.
Quelle: BzBl 11, 1.6.43
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe“
nach 1984: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Groß Schenkenberg an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 3. Mai 1944.
Einschreiben nach Plön, aufgegeben bei der Poststelle II Gross Schenkenberg, freigemacht mit AM-Post Mi.-Nr. 31. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe e 31.10.45, rückseitiger Ankunftstempel Plön (Holst) d 01.11.45.
Ergänzungen und Korrekturen nehme ich gerne entgegen.
Gruß
Ralph
Am: 11.01.2026 15:10:20
Gelesen: 16242
# 44
@ wheilmann [#28]
Hallo Wolfgang,
ich habe den ersten Stempel eingestellt (703702, Ahrensfelde über Bad Oldesloe). Bitte prüft, ob das so richtig ist. Ich werde dann weitere Stempel ergänzen; dies wird aber nur nach und nach geschehen können.
Gruß
Ralph
Am: 12.01.2026 02:09:37
Gelesen: 16064
# 45
@ sammler-ralph [#42]
Hallo Ralph,
ja, das macht wirklich Spaß hier!
Zu Klein Schenkenberg kann ich leider nichts weiter beitragen. Es gehört zum Kreis Stormarn und wurde zum 01.01.1974 nach Klein Wesenberg eingemeindet.
Groß Schenkenberg erhielt 1962 die Postleitzahl 2061 und per 01.07.1993 die 23860.
Das Schließungsdatum ist mir nicht bekannt. Es liegt nach dem 01.07.1993 und sehr wahrscheinlich im Zeitraum 1997-2000. Das ist der Zeitraum für den ich keine Unterlagen habe.
Groß Schenkenberg liegt im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Stempelhistorie (Früh-/Spätdstum)
Groß=Schenkenberg über Bad Oldesloe R2 Fraktur (03.05.1944)
24 Gross Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (31.10.1945/04.03.1949)
24a Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (18.11.1951/30.11.1960)
Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (24a entfernt) (03.05.1962)*
Hier müsste ein R1 mit Postleitzahl 2061 folgen, der bisher nicht belegt ist.
2061 GROSS SCHENKENBERG a D4 (22.11.1988)
Hier müsste der D5 mit Postleitzahl 23860 folgen, der bisher nicht belegt ist.
* Im Handbuch der ArGe Schleswig-Holstein noch nicht registriert. Aptierter Halbspatelstempel nach Entfernung der Postleitgebietszahl "24a" im Rahmen der Einführung der 4-stelligen Postleitzahlen 1962.
Da vom Leitpostamt Bad Oldesloe bereits von mehreren Poststellen II solche aptierten Stempel vorliegen, ist davon auszugehen, dass es hierzu eine Initiative des Leitpostamtes gab. Das war nicht allgemein üblich die Gummistempel der Poststellen II zu aptieren.
Ergänzend drei Bilder nicht gezeigter Stempel:
24a Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel vom 26.05.1953. Tagesstempel BAD OLDESLOE LAND KBS
Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (24a entfernt) vom 03.05.1962; Tagesstempel (24a) BAD OLDESLOE k
2061 GROSS SCHENKENBERG a D4 vom 22.11.1988
Viele Grüße
Burkhard
Groß Schenkenberg über Bad Oldesloe Halbspatel (24a entfernt) vom 03.05.1962; Tagesstempel (24a) BAD OLDESLOE k
2061 GROSS SCHENKENBERG a D4 vom 22.11.1988
Viele Grüße
Burkhard
Am: 12.01.2026 17:57:06
Gelesen: 15991
# 46
@ mumpipuck [#45]
Vielen Dank für die Ergänzung, den aptierten Landpoststempel kannte ich noch nicht. Wieder eine Lücke mehr auf der Fehlliste. :)
Ich zeige hier noch einen weiteren Beleg von Groß Schenkenberg
Notpostkarte PA 26 (Urkarte Hitlerkopf P 314 II, Wertstempel schräg ausgeschnitten, Propagandaspruch nur kreuzweise durchgestrichen) gelaufen von der Poststelle (II) 24 Gross Schenkenberg über Bad Oldesloe nach Hamburg-Bramfeld, Ausgabekontrollstempel BAD OLDESLOE „Gebühr bezahlt“ Datum geblockt, Aufgabestempel (24) HAMBURG 1c 11.07.45. In der RPD Hamburg mussten vom 25.06.45 bis zum 22.10.45 alle Sendungen ungestempelt den Leitämtern Hamburg 1, Stade, Lübeck 1 oder Lüneburg 1 zugeführt werden. Dort standen die Sendungen der Zensur zur Verfügung, wurden anschließend durch diese Leitämter gestempelt und weiterbefördert.
Gruß
Ralph
Notpostkarte PA 26 (Urkarte Hitlerkopf P 314 II, Wertstempel schräg ausgeschnitten, Propagandaspruch nur kreuzweise durchgestrichen) gelaufen von der Poststelle (II) 24 Gross Schenkenberg über Bad Oldesloe nach Hamburg-Bramfeld, Ausgabekontrollstempel BAD OLDESLOE „Gebühr bezahlt“ Datum geblockt, Aufgabestempel (24) HAMBURG 1c 11.07.45. In der RPD Hamburg mussten vom 25.06.45 bis zum 22.10.45 alle Sendungen ungestempelt den Leitämtern Hamburg 1, Stade, Lübeck 1 oder Lüneburg 1 zugeführt werden. Dort standen die Sendungen der Zensur zur Verfügung, wurden anschließend durch diese Leitämter gestempelt und weiterbefördert.
Gruß
Ralph
Am: 13.01.2026 02:24:03
Gelesen: 15962
# 47
Guten Abend,
zu den von euch vorgestellten Orten kann ich leider nichts beitragen. Als Ortsfremder bin ich schon froh, überhaupt Stempel aus allen möglichen Ecken von Schleswig-Holstein zu besitzen.
Für heute habe ich eine Karte von Ovendorf vorbereitet.
Ratekau ist eine Gemeinde und eine Dorfschaft im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein, zehn Kilometer nördlich von Lübeck gelegen. Die Gemeinde besteht aus Dörfern mit ländlichem Charakter, die zum Teil um den Hemmelsdorfer See herum in kurzer Entfernung zur Lübecker Bucht liegen. Ovendorf ist mit 252 Einwohnern eine der insgesamt 13 Dorfschaften innerhalb der Gemeinde Ratekau [1].
Von dort eine Ansichtskarte, gelaufen am 28.7.1938 über Lübeck-Travemünde nach Altona an der Elbe.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ratekau#Dorfschaften
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ratekau#Dorfschaften
Am: 16.01.2026 23:26:18
Gelesen: 15664
# 48
Heute habe ich wieder einen Beleg aus dem Herzogtum Lauenburg.
Kittlitz ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. In der Gemeinde liegen die Güter Goldensee und Niendorf am Schaalsee sowie die Siedlungen Butz, Vogtstemmen und Rosenhagen. Der Ort liegt im Gebiet der Schaalsee-Seenplatte des Naturparks Lauenburgische Seen an der Grenze zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern [1].
Aus dem Schullandheim eine Ansichtskarte, gelaufen am 13.9.1957 von Kittlitz über Ratzeburg nach Hamburg.


Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kittlitz
Kittlitz ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. In der Gemeinde liegen die Güter Goldensee und Niendorf am Schaalsee sowie die Siedlungen Butz, Vogtstemmen und Rosenhagen. Der Ort liegt im Gebiet der Schaalsee-Seenplatte des Naturparks Lauenburgische Seen an der Grenze zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern [1].
Aus dem Schullandheim eine Ansichtskarte, gelaufen am 13.9.1957 von Kittlitz über Ratzeburg nach Hamburg.


Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kittlitz
Am: 17.01.2026 03:36:07
Gelesen: 15654
# 49
@ Cantus [#48]
Hallo Ingo,
und schon wieder ein Lauenburger! Da möchte ich gerne wieder meinen Senf dazugeben!
Die Poststelle II in Kittlitz wurde nach dem Mai 1944 (nicht im Ortsverzeichnis) und vor dem 17.10.1952 (frühestes Stempeldatum) eingerichtet. Das genaue Datum kenne ich nicht. Der von Dir gezeigte Stempel ist der erste Stempel der Poststelle. Er ist auf Grund des gezeigten Schullandheims auf vielen Ansichtskarten der Kinder erhalten und daher - anders als viele Lauenburger Landpoststempel aus reinen Bauerndörfern - relativ leicht zu finden.
Leitpostamt war Ratzeburg und ab 01.06.1979 Lübeck 1.
Postleitzahl (24a), ab 1962: 2419 und ab 01.07.1993: 23911
Stempelhistorie (Früh-/Spätdatum):
24a Kittlitz über Ratzeburg (geschlossene 4) Halbspatel (17.10.1952/28.08.1960)
24a Kittlitz über Ratzeburg (offene 4) Halbspatel (25.08.1961/27.02.1962)
2419 Kittlitz R1 (20.06.1962/18.07.1963)
2419 KITTLIZ a D4 D4 (28.05.1964/05.12.1988)
Es muss auch einen D5 gegeben haben, der aber nicht belegt ist.
Die Filiale II schloss mit dem 28.02.1995 (Bezirksverfügung 8/95 der OPD Hamburg)
Hier bei mir verfügbare ergänzende Bilder:


Die Poststellen II des Postamts Ratzeburg verfügten abweichend zu vielen anderen Leitpostämtern nicht über eigene R-Rautenzettel. Die Einschreiben wurden in ein Verzeichnis (hier Bl. 23) eingetragen und erst in Ratzeburg mit einem R-Zettel versehen. Das blieb auch so, als Lübeck 1 Leitpostamt war.
Viele Grüße
Burkhard


Die Poststellen II des Postamts Ratzeburg verfügten abweichend zu vielen anderen Leitpostämtern nicht über eigene R-Rautenzettel. Die Einschreiben wurden in ein Verzeichnis (hier Bl. 23) eingetragen und erst in Ratzeburg mit einem R-Zettel versehen. Das blieb auch so, als Lübeck 1 Leitpostamt war.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 17.01.2026 15:44:34
Gelesen: 15589
# 50
Bühnsdorf über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Bühnsdorf wurde 1142 erstmals erwähnt. Im Jahr 1359 ging das zunächst freie „Buenestorpe“ mit Feldmark und Wassermühle in den Besitz des Klosters Reinfeld über. Während der Reformationszeit wurde das Kloster 1582 an das dänische Königshaus verkauft. Im 30-jährigen Krieg wurde der Ort fast vollständig verwüstet. Einen Aufschwung nahm der Ort, als ab 1746 die Möglichkeit für die Bevölkerung gegeben war, sich aus der Leibeigenschaft freizukaufen. In der Folge kam es dann auch zur Ansiedlung einiger Handwerksbetriebe. Bühnsdorf ist heute eine Gemeinde im Kreis Segeberg. In Bühnsdorf leben heute ca. 350 Einwohner auf einer Fläche von rund 415 ha.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Bühnsdorf über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Stellmacher Heinrich Ralf
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Bühnsdorf über Bad Oldesloe“
Stand 05.11.1946: Posthalter ist Adolf Stamp (auch noch 04.03.1949)
01.04.1950: Umwandlung in eine Poststelle (I)
Belege:
Postkarte nach Bahrenhof aufgegeben bei der Poststelle (II) Bühnsdorf, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 10.4.34.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Bühnsdorf an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 4. Mai 1944.
Brief nach Bahrenhof aufgegeben bei der Poststelle (II) Bühnsdorf, freigemacht mit 2x Bizone Mi.-Nr. 75. Da die Sendung direkt vom Fahrer der Landkraftpost zugestellt werden konnte - in Bahrenhof gab es seit dem 07.12.1937 keine Poststelle mehr -, wurde sie nicht über das Leitpostamt geleitet. Die Entwertung der Frankatur erfolgte - abweichend von der Vorschriften - durch den Landpoststempel (24) Bühnsdorf / über Bad Oldesloe.
Gruß
Ralph, der sich über Ergänzungen freuen würde
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Bühnsdorf über Bad Oldesloe“
Stand 05.11.1946: Posthalter ist Adolf Stamp (auch noch 04.03.1949)
01.04.1950: Umwandlung in eine Poststelle (I)
Belege:
Postkarte nach Bahrenhof aufgegeben bei der Poststelle (II) Bühnsdorf, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 10.4.34.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Bühnsdorf an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 4. Mai 1944.
Brief nach Bahrenhof aufgegeben bei der Poststelle (II) Bühnsdorf, freigemacht mit 2x Bizone Mi.-Nr. 75. Da die Sendung direkt vom Fahrer der Landkraftpost zugestellt werden konnte - in Bahrenhof gab es seit dem 07.12.1937 keine Poststelle mehr -, wurde sie nicht über das Leitpostamt geleitet. Die Entwertung der Frankatur erfolgte - abweichend von der Vorschriften - durch den Landpoststempel (24) Bühnsdorf / über Bad Oldesloe.
Gruß
Ralph, der sich über Ergänzungen freuen würde
Am: 17.01.2026 17:53:08
Gelesen: 15574
# 51
@ sammler-ralph [#44]
Hallo Ralph,
ich freue mich, dass Du Dich ans "Stempel einstellen" in die Philaseiten-Datenbank herangewagt hast.
Ich denke, Du hast ihn noch nicht "FREIgeGEBEN", denn er wurde noch nicht in die Datenbank übernommen, so dass ich ihn mir auch anschauen kann, ggf. musst Du noch den Button "FREIGEBEN" (links neben "ÄNDERN" in der Eingabeübersicht) anklicken.
Ich wünsche Dir viel Freude mit unserem FORUM, der Stempeldatenbank usw.
Es ist eine wunderschöne Freizeitbeschäftigung neben dem Sammeln von Briefen, bzw. Briefmarken.
Gruß Wolfgang
Am: 17.01.2026 20:18:37
Gelesen: 15519
# 52
@ wheilmann [#51]
Hallo, ich habe den Freigabeknopf jetzt gefunden.
Gruß
Ralph
Am: 18.01.2026 03:16:28
Gelesen: 15455
# 53
@ sammler-ralph [#50]
Wie erbeten noch ein paar Ergänzungen. Belege kann ich hier nicht zeigen, da Bühnsdorf im Kreis Bad Segeberg liegt und damit nicht in meinem Sammelgebiet Kreis Herzogtum Lauenburg:
- Postleitzahl 1962: 2061
- Postleitzahl 01.07.1993: 23845
- 01.05.1994 Umwandlung in Poststelle II
Das Schließungsdatum habe ich nicht genau. Ich habe aber Unterlagen zu Schließungen bis Mitte 1993 - Mitte 1997. Da bestand die Poststelle noch. In einer Aufstellung der Orte ohne Posteinrichtung von 2008 ist Bühnsdorf aufgeführt, nicht aber in einer Liste der Schließungen in Schleswig-Holstein vom 01.01.2000 bis zu diesem Zeitpunkt (beides in SCHLESWIG-HOLSTEINISCHER LANDTAG Drucksache 16/1848 16. Wahlperiode vom 12.02.2008). Somit erfolgte die Schließung im Zeitraum 1997-1999.
Übrigens ein sehr schöner Beleg mit der Landpoststempelentwertung von Bühnsdorf nach Bahrenhof!
Viele Grüße
Burkhard
Am: 18.01.2026 19:04:26
Gelesen: 15407
# 54
Fischbek über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
1321 wurde Fischbek erstmals erwähnt, als der Ritter von Hammoor es verkaufte. Später ge-hörte Fischbek zum alten landesherrlichen Amt Tremsbüttel. Im 16. Jahrhundert war das Dorf zeitweise an das Adlige Gut Höltenklinken verpfändet. 1867 kam Fischbek als Landgemeinde zur Kirchspielvogtei Bargteheide, mit Einführung der preußischen Kommunalverfassung 1889 zum Amtsbezirk Bargteheide. 1924/25 wurden die Tremsbütteler Enklaven Domskuhlen und Eckhorst eingegliedert. Ab 1948 gehörte Fischbek zum Amt Bargteheide-Land. Am 1. Januar 1978 wurde Fischbek nach Elmenhorst eingemeindet.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Fischbek über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Kaufmann Hans Baade
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Fischbek über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Fischbek über Bad Oldesloe“
01.03.1985: Umbenennung in Elmenhorst 2; Zustelldienst erfolgt durch Elmenhorst 1
01.02.1994: 01.02.1994 Schließung der Poststelle
Belege:
Postkarte nach Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Fischbek, Stempelung beim Leitpostamt Bad Oldesloe Land 6.1.32.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Fischbek an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. Mai 1944.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Fischbek an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946.
Vollzogene Postzustellungsurkunde nach Eutin aufgegeben bei der Poststelle II Fischbek, Stempelung beim Leitpostamt Bad Oldesloe d 01.10.62 (Aptierung: die alte Postgebietsleitzahl 24a wurde entfernt).
Bei zahlreichen Leit-Ämtern waren noch Tagesstempel mit den bisherigen Postgebietsleitzahlen in Verwendung. In Bad Oldesloe wurde der Stempel (24a) BAD OLDESLOE LAND d durch Entfernen der Postgebietsleitzahl (24a) aptiert. Dieser Stempel dürfte bis zur Ausstattung der Poststellen II mit Stahlstempeln verwendet worden sein. Wer hat eine noch spätere Verwendung dieses Stempels?
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Fischbek über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Kaufmann Hans Baade
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Fischbek über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Fischbek über Bad Oldesloe“
01.03.1985: Umbenennung in Elmenhorst 2; Zustelldienst erfolgt durch Elmenhorst 1
01.02.1994: 01.02.1994 Schließung der Poststelle
Belege:
Postkarte nach Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Fischbek, Stempelung beim Leitpostamt Bad Oldesloe Land 6.1.32.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Fischbek an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. Mai 1944.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Fischbek an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946.
Vollzogene Postzustellungsurkunde nach Eutin aufgegeben bei der Poststelle II Fischbek, Stempelung beim Leitpostamt Bad Oldesloe d 01.10.62 (Aptierung: die alte Postgebietsleitzahl 24a wurde entfernt).
Bei zahlreichen Leit-Ämtern waren noch Tagesstempel mit den bisherigen Postgebietsleitzahlen in Verwendung. In Bad Oldesloe wurde der Stempel (24a) BAD OLDESLOE LAND d durch Entfernen der Postgebietsleitzahl (24a) aptiert. Dieser Stempel dürfte bis zur Ausstattung der Poststellen II mit Stahlstempeln verwendet worden sein. Wer hat eine noch spätere Verwendung dieses Stempels?
Gruß
Ralph
Am: 18.01.2026 23:53:06
Gelesen: 15343
# 55
Zu Bühnsdorf und Fischbek kann ich leider nichts beitragen, dafür habe ich heute zwei Stempel "über Lübeck".
Ahrensbök (plattdeutsch Ahrensböök) ist eine Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Neben dem Hauptort gleichen Namens befinden sich auch die Dörfer Barghorst, Böbs, Cashagen, Dakendorf, Dunkelsdorf, Gießelrade, Gnissau, Grebenhagen, Havekost, Holstendorf, Lebatz, Schwienkuhlen, Schwochel, Siblin und Tankenrade, die Häusergruppen Barghorster Moor, Bokhof, Brauner Hirsch, Flörkendorf, Gnissauer Heckkaten, Haarberg, Lebatzer Heckkaten, Schwinkenrade, teilweise Steenkrütz, Steinberg, die Haussiedlungen Moose und Talmühle, sowie die Hofsiedlungen Birkenhof, Brauner Heckkaten, Diestelkamp, Glashütte, Heikenweide, Istkuhle, Kattenberg, Krögen, Tankenrader Berg und Wohld im Gemeindegebietm [1].
Ich zeige heute zwei Stempel aus Cashagen; Im Jahr 1911 hatte das Dorf etwa 200 Einwohner, bis zum Jahr 1972 war die Einwohnerzahl auf 265 gestiegen. Im Netz habe ich leider überhaupt keine speziellen Informationen zur heutigen Situation des Ortes gefunden, ein einzelner Artikel dazu fehlt bei Wikipedia [2].
Zuerst zeige ich eine Postkarte vom 7.9.1934, gelaufen von Cashagen nach Lübeck.
Der zweite Beleg ist eine Honigbestellung, gelaufen am 5.3.1954 über Lübeck nach Niendorf.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ahrensb%C3%B6k
[2] https://www.orte-in-deutschland.de/106448-gemeinde-cashagen.html
Der zweite Beleg ist eine Honigbestellung, gelaufen am 5.3.1954 über Lübeck nach Niendorf.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ahrensb%C3%B6k
[2] https://www.orte-in-deutschland.de/106448-gemeinde-cashagen.html
Am: 19.01.2026 00:03:26
Gelesen: 15339
# 56
Hallo Burkhard,
ich habe jetzt nur noch zwei Stempel "über Mölln", das war's dann bei mir mit dem Lauenburgischen. Der spärliche Rest trägt dann Stempel über Bad Oldesloe oder über Lübeck.
Viele Grüße
Ingo
ich habe jetzt nur noch zwei Stempel "über Mölln", das war's dann bei mir mit dem Lauenburgischen. Der spärliche Rest trägt dann Stempel über Bad Oldesloe oder über Lübeck.
Viele Grüße
Ingo
Am: 19.01.2026 05:09:28
Gelesen: 15302
# 57
@ Cantus [#56]
Hallo Ingo,
bitte spanne mich nicht auf die Folter und zeige sie gerne :-) .
Viele Grüße
Burkhard@ Cantus [#55]
Hallo Ingo,
bitte spanne mich nicht auf die Folter und zeige sie gerne :-) .
Viele Grüße
Burkhard@ Cantus [#55]
Am: 19.01.2026 05:11:33
Gelesen: 15301
# 58
@ Cantus [#55]
"Im Netz habe ich leider überhaupt keine speziellen Informationen zur heutigen Situation des Ortes gefunden."
Hallo Ingo,
auf der Homepage der Gemeinde Ahrensbök steht das Cashagen im März 2023 318 Einwohner hat. Dort wird der Ort auch vorgestellt:
https://www.ahrensboek.de/Verwaltung-und-Politik/Die-Gemeinde.htm/Seiten/Cashagen.html?
Viele Grüße
Burkhard
Am: 19.01.2026 21:54:12
Gelesen: 15200
# 59
@ sammler-ralph [#54]
Hallo Ralph,
da kann ich als Ergänzung nur den vorletzten Stempel (wahrscheinlicher Einsatz 01.03.1985 (Umbenennung) bis 30.06.1993 (neue Postleitzahl) zeigen.
2061 ELMENHORST, Kr STORMARN 2 a vom 30.11.1988.
Den nur sieben Monate bis zur Schließung mit dem 31.01.1994 eingesetzten Stempel mit der Postleitzahl 23869 zu finden ist zumindest herausfordernd.
Viele Grüße
Burkhard
Den nur sieben Monate bis zur Schließung mit dem 31.01.1994 eingesetzten Stempel mit der Postleitzahl 23869 zu finden ist zumindest herausfordernd.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 20.01.2026 00:11:16
Gelesen: 15172
# 60
@ mumpipuck [#57]
Hallo Burkhard,
eigentlich wollte ich jetzt Tiere füttern, aber einen der beiden Stempel zeige ich noch schnell, nur die Datenbank, die schaffe ich heute nicht mehr.
Borstorf ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Sie gehört zum Amt Breitenfelde [1].
Die Gemeinde hat etwa 300 Einwohner und für so einen kleinen Ort eine relativ große Gemarkung, nämlich 864 Hektar und ist im Westen, Norden und Süden von Wald umgeben. Die Kreuzung am Dorfteich führt östlich nach Breitenfelde und Mölln, westlich nach Koberg und Trittau, nördlich nach Bälau, Walksfelde und Nusse und südlich zur Burganlage [2].
Auch in Borstorf mochte man Honig. Daher rührt diese Karte vom 21.4.1956, gelaufen über Mölln nach Niendorf.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Borstorf
[2] https://borstorf.de/darstellung.html
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Borstorf
[2] https://borstorf.de/darstellung.html
Am: 20.01.2026 03:34:10
Gelesen: 15133
# 61
@ Cantus [#60]
Danke Ingo! Schöner Abschlag!
Aber bitte lasse niemals Deine Tiere für mich hungern! :-) !
Jetzt bin ich auf den zweiten gespannt - wenn die Tiere satt sind.
Zu Borstorf:
- Poststelle Borstorf des Postamts Mölln (Lauenburg) eingerichtet im Rahmen der Landpostverkraftung am 01.09.1929.
- Postgebietsleitzahl zunächst 24, dann 24a.
- Postleitzahl 1962: 2411
- 01.06.1979 dem Postamt (V) Lübeck 1 zugeteilt.
- Postleitzahl 01.07.1993: 23881
- Filiale II aufgehoben mit dem 01.04.1995 (Verf. OPD Hamburg Nr. 11/95)
Eingesetzte Stempel (Bekanntes Früh-/Spätdatum):
- Borstorf Mölln (Lauenburg) Land, R2 (22.04.1931/24.03.1932)
- Borstorf über Mölln (Lauenburg) R2 Fraktur (02.08.1934/27.06.1940)
- 24 Borstorf über Mölln (Lauenb.), Halbspatel (05.04.1948)
- 24a Borstorf über Mölln (Lauenb), Halbspatel (02.01.1952/23.11.1960)
- 2411 Borstorf, R1 (30.04.1963)
- 2411 BORSTORF a, D4 (07.02.1988/13.07.1988)
- Der D5 23881 Borstorf ist bisher nicht belegt.
Hier noch zwei Ergänzungen aus meiner Sammlung:
Der erste Stempel hier vom 06.11.1931. Auffällig ist die Entwertung der Ganzsache nicht beim Leitpostamt Mölln, sondern beim Postamt Lübeck. Das ist in den ersten Jahren für einige Poststellen typisch. Im Rahmen des Landpostkurses wurde deren Post offenbar direkt auf die Bahn Lüneburg-Lübeck gegeben, deren Bahnpoststempel diese Beleg auch oft tragen.
Im Beitrag Nummer [#49] zu Kittlitz hatte ich geschrieben, dass die Poststellen II des Postamts Ratzeburg 1 keine eigenen R-Rautenzettel hatten. Dieser Beleg zeigt, dass das beim benachbarten Postamt Mölln 1 anders gehandhabt wurde im selben Jahr. Entsprechend trägt der Einlieferungsbeleg auch keine Blatt Nummer, wie bei Kittlitz, sondern die des R-Zettels. Ferner ist der Stempel mit der vierstelligen Postleitzahl 2411 zu sehen.
Viele Grüße
Burkhard
Der erste Stempel hier vom 06.11.1931. Auffällig ist die Entwertung der Ganzsache nicht beim Leitpostamt Mölln, sondern beim Postamt Lübeck. Das ist in den ersten Jahren für einige Poststellen typisch. Im Rahmen des Landpostkurses wurde deren Post offenbar direkt auf die Bahn Lüneburg-Lübeck gegeben, deren Bahnpoststempel diese Beleg auch oft tragen.
Im Beitrag Nummer [#49] zu Kittlitz hatte ich geschrieben, dass die Poststellen II des Postamts Ratzeburg 1 keine eigenen R-Rautenzettel hatten. Dieser Beleg zeigt, dass das beim benachbarten Postamt Mölln 1 anders gehandhabt wurde im selben Jahr. Entsprechend trägt der Einlieferungsbeleg auch keine Blatt Nummer, wie bei Kittlitz, sondern die des R-Zettels. Ferner ist der Stempel mit der vierstelligen Postleitzahl 2411 zu sehen.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 21.01.2026 00:31:11
Gelesen: 15036
# 62
@ mumpipuck [#61]
Hallo Burkhard,
mein letzter Stempel ist nicht schön, aber ich habe keinen anderen. Im Stempel fehlen die PLZ und ein Teil vom ersten Buchstaben und der Aufgabetag ist einfach nicht exakt festzustellen, Als Aufgabedatum habe ich mit viel Trickserei den Oktober 1948 ermittelt. Da, wo links im Stempel das leere Feld zu sehen ist, war vermutlich eine Notopfermarke aufgeklebt, Größe und Form würden vermutlich stimmen. Beim Ablösen hat sie dann einen Teil des Stempels mitgenommen.
Nusse (Niederdeutsch: Nuss) ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Nusse liegt etwa 40 km östlich von Hamburg und 27 km südlich von Lübeck. Am Gemeindegebiet liegen der Ritzerauer See mit einer Badestelle und der Hofsee [1].
Von dort ein Einschreiben, gelaufen von Nusse über Mölln nach Lübeck.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nusse
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nusse
Am: 21.01.2026 01:58:07
Gelesen: 15028
# 63
@ Cantus [#62]
Hallo Ingo,
ein schöner Beleg finde ich.
Den Innendienststempel auf dem Blanko R-Zettel kannte ich noch nicht. Der Stempel "NUSSE über MÖLLN (LAUENBURG) a" hat keine Postleitgebietszahl. Ich kann ihn bereits ab 17.09.1934 nachweisen und er blieb immer ohne. Mein spätester Abschlag ist vom 29.07.1961.
Beim Stempeldatum lese ich nach Vergrößerung 01.10.1948. Gibt es denn keinen Ankunfstsstempel von Lübeck auf dem Einschreiben? Dann wäre nie eine Notopfermarke darauf gewesen, da die erst am 01.12.1948 eingeführt wurde.
Nusse wurde bereits 1866 als preußische Postexpedition II eingerichtet und war dann Postagentur (später Poststelle I genannt). Irgendwann in Bundespostzeiten
8vor 1961) wurde sogar ein Postamt daraus. Die Filiale wurde mit dem 30.09.2004 geschlossen. Es gab später noch eine Partnerfiliale, die aber vor 2018 wieder geschlossen wurde. Sie soll 2006 eingerichtet worden sein.
Stempelhistorie (Früh-/Spätdatum):
NUSSE, preußischer K1 (29.06.1866/12.07.1910)
NUSSE i. LÜBECKSCHEN, KOS (08.09.1912/08.09.1933)
NUSSE über MÖLLN (LAUENBURG) a, D1 (17.09.1934/29.07.1961)
(24a) NUSSE über MÖLLN (LAUENB) b, (10.12.1959)
2412 NUSSE a (weites Datum), D4, (12.01.1972)
2412 NUSSE b (großes b), D4, (19.06.1962/02.12.1988)
2412 NUSSE a (schmales Datum), D4, (16.04.1987/04.01.1993)
2412 NUSSE b (kleines b), D4, (03.07.1990/13.02.1991)
23836 NUSSE a, D5, (19.07.1993)
23836 NUSSE b, D5, (27.09.1994)
23836 NUSSE zz, D5, (18.11.2014/08.04.2015) Stempel der Partnerfiliale
Hier ist die Postagentur (links) (gel. 1938) zu sehen:
und hier die Partnerfiliale (2015)

Und hier noch ein paar Stempelbider:




Viele Grüße
Burkhard
und hier die Partnerfiliale (2015)

Und hier noch ein paar Stempelbider:




Viele Grüße
Burkhard
Am: 22.01.2026 18:35:40
Gelesen: 14819
# 64
Westerau über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Westerau wurde erstmals 1310 urkundlich genannt. Der Name der Gemeinde könnte entstan-den sein, weil von Westen her eine Au fließt, die das Dorf in zwei Hälften teilt. Karten aus dem 17. Jahrhundert zeigen, dass die Au von vielen Teichen umgeben war. Der größte dieser Teiche, der bis heute erhalten geblieben ist, ist der so genannte Dorfteich. Zusammen mit dem Denkmal sowie dem Feuerwehrgerätehaus bildet der Dorfteich den Mittelpunkt von Westerau. Die Geschichte des Dorfes ist stark mit der Stadt Lübeck verknüpft. Im 15. Jahrhundert kauften zwei Lübecker Kaufleute das Dorf. Noch heute gehören etliche Hektar Wald zu Lübeck. 1928 wurden Ahrensfelde und die Gutsbezirke Trenthorst und Wulmenau eingemeindet. Heute gehört Westerau zum Landkreis Stormarn.
Postgeschichte:
08.04.1931: Umwandlung der vorhandenen Post-Einrichtung in die „Poststelle Westerau über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Wilhelm Runge
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Westerau über Bad Oldesloe“
Stand 04.05.1944: Posthalterin ist Erna Runge (auch noch 05.11.1946)
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Westerau über Bad Oldesloe“
1962: Grete Kuhn übernimmt die Poststelle
01.10.1968: Elisabeth Wieding übernimmt die Poststelle, diese wird in das Haus von Elisabeth Wieding verlegt.
01.10.1974: Umwandlung in eine Poststelle I
Belege:
Brief nach Flinsbach über Bad Rappenau, aufgegeben bei der Poststelle II Westerau, freigemacht mit 2x Deutschem Reich Mi.-Nr. 785. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 18.7.42. Es gibt diesen Stempel nicht "unaptiert" oder doch?
Auslandsbrief nach Genf, Schweiz, aufgegeben bei der Poststelle (II) Westerau, freigemacht mit Bizone Mi.-Nr. 89. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe e 10.1.49.
Funklotteriekarte FP 3 nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Westerau. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe „Heimatwoche 1952“ 22.3.52.
Brief nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Westerau, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 399. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel 206 Bad Oldesloe da, Werbeeinsatz „Postwertzeichenschau im Bundespostministerium Bonn, geöffnet montags und donnerstags von 10-15 Uhr sowie am 1. Sonntag im Monat von 9-13 Uhr“.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Umwandlung der vorhandenen Post-Einrichtung in die „Poststelle Westerau über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Wilhelm Runge
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Westerau über Bad Oldesloe“
Stand 04.05.1944: Posthalterin ist Erna Runge (auch noch 05.11.1946)
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Westerau über Bad Oldesloe“
1962: Grete Kuhn übernimmt die Poststelle
01.10.1968: Elisabeth Wieding übernimmt die Poststelle, diese wird in das Haus von Elisabeth Wieding verlegt.
01.10.1974: Umwandlung in eine Poststelle I
Belege:
Brief nach Flinsbach über Bad Rappenau, aufgegeben bei der Poststelle II Westerau, freigemacht mit 2x Deutschem Reich Mi.-Nr. 785. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 18.7.42. Es gibt diesen Stempel nicht "unaptiert" oder doch?
Auslandsbrief nach Genf, Schweiz, aufgegeben bei der Poststelle (II) Westerau, freigemacht mit Bizone Mi.-Nr. 89. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe e 10.1.49.
Funklotteriekarte FP 3 nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Westerau. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe „Heimatwoche 1952“ 22.3.52.
Brief nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Westerau, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 399. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel 206 Bad Oldesloe da, Werbeeinsatz „Postwertzeichenschau im Bundespostministerium Bonn, geöffnet montags und donnerstags von 10-15 Uhr sowie am 1. Sonntag im Monat von 9-13 Uhr“.
Gruß
Ralph
Am: 22.01.2026 19:48:47
Gelesen: 14809
# 65
Hat jemand Literatur, um mal nachzusehen wann die Postagentur Hartenholm (LPA Kaltenkirchen) eingerichtet worden ist (vor 1932) ?
Auch das Datum der Landpostverkraftung beim Postamt Kaltenkirchen fehlt mir. Ich habe nur das Jahr 1932.
Herzliche Grüße
Burkhard
Am: 22.01.2026 20:11:19
Gelesen: 14805
# 66
Für das Jahr 1927 findet sich bei mir die Angabe
Hartenholm (Holstein) = Zustellpostanstalt
Für das Jahr 1911 ist nur eine Poststelle in Struvenhütten angegeben.
Viele Grüße
Ingo
Am: 22.01.2026 20:28:51
Gelesen: 14801
# 67
Hallo Burkhard,
im Werk von Günther Hass "Deutsche Postorte 1490-1920" ist Hartenholm nicht genannt.
Im Buch "Stollbergs Orts-Lexikon für das Deutsche Reich", Auflage 1923, findet sich bei Hartenholm der Eintrag:
"Hartenholm, T; P Struvenhütten Holst", was also heißt, dass eine Telegraphen (Fernsprech) Anstalt vorhanden war (i.d.R. eine Hilfsstelle), aber der Postort noch Struvenhütten war. Der Datenstand des Ortsbuchs ist laut Einleitung "Beginn des Jahres 1922".
Beim Ortsverzeichnis 1923 (leider fehlt in meinem gebundenen Exemplar das Deckblatt mit dem genaueren Erscheinungsdatum) wird Hartenholm (Holst) als Agentur (Abrechnungsamt Kaltenkirchen) gelistet; 1925 ist der Ort ebenfalls vorhanden.
D.h. nach meinen Unterlagen dürfte die Einrichtung auf ca. 1922/23 zu legen sein.
VLG, Andreas
Am: 22.01.2026 20:34:20
Gelesen: 14798
# 68
Noch eine Ergänzung:
Im Paketzonenbuch ("Verzeichnis der Postanstalten im Deutschen Reich mit Zonenübersicht"), Ausgabe 1923, ist Hartenholm ebenfalls schon drin, Taxquadrat 359, Agentur, Preussen, OPD Kiel.
Am: 22.01.2026 21:09:52
Gelesen: 14785
# 69
@ Cantus [#66]
Danke, das grenzt m.E. die Einrichtung auf den Zeitraum 1911 - 1927 ein. Mal sehen, ob wir da noch näher herankommen. Ich habe mal ein wenig im Netz gestöbert und bin fündig geworden:
Ansichtskarten von Hartenholm habe ich bis 1918 meistens in Struvenhütten, manchmal in Bramfeld gestempelt gefunden.
Dann gibt es eine AK, deren Verwendung sich auf Grund der Marke und des Portosatzes auf die Jahre 1924-1927 eingrenzen lässt. Sie trägt einen KBS "HARTENHHOLM (HOLSTEIN)"
Desweiteren eine AK mit dem Landpoststempel R2 "Hartenholm Kaltenkirchen (Holstein) Land" vom 03.06.1932:
Bereits am 25.09.1934 gab es wieder einen Tagesstempel D1 "HARTENHOLM über KALTENKIRCHEN (HOLSTEIN) a". Die Karte zeigt auch gleich die Postagentur:

Also wurde die Postagentur zwischen 1911 und 1927 eingerichtet, mit der Landpostverkraftung (vermutlich doch schon 1931) zu Poststelle herabgestuft, aber bereits vor dem 25.09.1934 wieder Postagentur. Das blieb sie dann auch (später Poststelle I genannt).
Viele Grüße
Burkhard
Desweiteren eine AK mit dem Landpoststempel R2 "Hartenholm Kaltenkirchen (Holstein) Land" vom 03.06.1932:
Bereits am 25.09.1934 gab es wieder einen Tagesstempel D1 "HARTENHOLM über KALTENKIRCHEN (HOLSTEIN) a". Die Karte zeigt auch gleich die Postagentur:

Also wurde die Postagentur zwischen 1911 und 1927 eingerichtet, mit der Landpostverkraftung (vermutlich doch schon 1931) zu Poststelle herabgestuft, aber bereits vor dem 25.09.1934 wieder Postagentur. Das blieb sie dann auch (später Poststelle I genannt).
Viele Grüße
Burkhard
Am: 22.01.2026 21:12:38
Gelesen: 14783
# 70
@ preussen362 [#68]
Danke Andreas,
dann wären wir also bei 1922/23 als Einrichtung.
Das macht mal wieder richtig Spaß hier!
Viele Grüße
Burkhard
Am: 23.01.2026 00:50:56
Gelesen: 14751
# 71
@ sammler-ralph [#64]
Westerau ist Kreis Stormarn. Ich kann nur ein paar Ergänzungen Zeit liefern:
Mindestens ab 04.07.1905 und bis 30.03.1929 ist der Kreisobersegmentstempel "WESTERAU (BZ HAMBURG) **" nachgewiesen. Es gab also eine Postagentur, deren Einrichtungsdatum mir aber nicht bekannt ist.
Den KOS findet Ihr hier bei stampsx: https://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=16299
01.05.1975 Umbenennung in 2061 Westerau 1 (Am selben Tag wurden die Poststellen II in Trenthorst und Wulmenau in Westerau 2 bzw. Westerau 3 umbenannt)
01.01.1987 Umbenennung in 2061 Westerau. (Die Poststellen II Westerau 2 und Westerau 3 waren zum 01.01.1986 bzw. 01.01.1987 geschlossen worden).
01.07.1993 Neue Postleitzahl 23847
Ortsverzeichnis 5/91 Poststelle I in der Dorfstraße 37.
30.09.2004 geschlossen (Umdruck 16/3954 Schleswig-Holsteinischer Landtag)
Unten der neu Tagesstempel 2061 WESTERAU 1 a nach Hinzufügung der Filialnummer (Abschlag vom 19.01.1976) und derselbe Stempel nach Entfernung der Filialnummer "1" vom 06.12.1988

Welchen Stempel meinst Du mit "Es gibt diesen Stempel nicht "unaptiert" oder doch?" ?
Viele Grüße
Burkhard

Welchen Stempel meinst Du mit "Es gibt diesen Stempel nicht "unaptiert" oder doch?" ?
Viele Grüße
Burkhard
Am: 24.01.2026 11:05:22
Gelesen: 14651
# 72
@ mumpipuck [#71]
Ich meine den im Handbuch unter 003 gelisteten Zweizeiler mit Strich, den ich oben gezeigt habe. Dieser sieht aus, als ob er aus einem Rechteckstempel aptiert sein könnte. Ein "passender" Rechteckstempel ist jedoch nicht gelistet. Nr. 002 aus dem Handbuch hat andere Maße und eine andere Buchstabenanordnung: bei 002 steht der Abstrich vom "u" in Westerau über dem "l" von Oldesloe, bei 003 über dem "o".
Es wäre jetzt interessant, ob es einen Rechteckstempel ab, aus dem der 003 aptiert sein könnte. Natürlich kann es sich auch um die Urform handeln - warum auch immer.
Gruß
Ralph
Am: 24.01.2026 15:34:31
Gelesen: 14633
# 73
Heute bitte ich um Mithilfe:
Poggensee über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
1263 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Gutes Fresenburg als ein Adliges Gut, zu dem neben den Höfen Alt- und Neufresenburg, Poggensee und Schadehorn auch die Dörfer Poggensee und Seefeld gehörten. 1928 wurde Poggensee mit diesen nach Bad Oldesloe eingemeindet. Poggensee hatte einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Bad Oldesloe – Neumünster. In der Nähe befindet sich der Poggensee, der aus einem eiszeitlichen Toteisloch entstand. 1955 kaufte die Stadt Bad Oldesloe den See und richtete ein Freibad ein.
Postgeschichte:
01.02.1953: Einrichtung der „Poststelle II Poggensee über Bad Oldesloe“
vor 1974: Umbenennung in Bad Oldesloe 4, Sitz Poggensee Nr. 12
Stand 01.07.1977: Im Sollverzeichnis über Leistungen der PSt II werden für Oldesloe 4 5 Stunden pro Woche genannt.
vor 1984: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Bisher Fehlanzeige, auch im Handbuch der ArGe (siehe Beitrag [#1]) ist die Poststelle nicht gelistet. Wer kann Belege zeigen (oder gar anbieten)?
Danke und Gruß
Ralph
Am: 24.01.2026 18:24:11
Gelesen: 14586
# 74
Zu Poggensee kann ich leider nichts beitragen, möchte aber noch mit einem Beleg von Westerau ergänzen. Mein Brief wurde am 6.2.1934 in Westerau aufgegeben und lief dann über Bad Oldesloe nach Lübeck.
Viele Grüße
Ingo
Viele Grüße
Ingo
Am: 24.01.2026 19:31:41
Gelesen: 14567
# 75
@ Cantus [#74]
Interessanter Brief, danke für das Zeigen.
Gruß
Ralph
Am: 24.01.2026 22:26:38
Gelesen: 14538
# 76
@ sammler-ralph [#73]
Hallo Ralph,
ich meine einen Beleg mit Poggensee über Bad Oldesloe irgendwo in meiner Sammlung gesehen zu haben. Ich muss da mal suchen. Habe schon im Poggensee gebadet. Ist nicht weit von mir. Mein Wohnort ist Ahrensburg.
Hier kann ich dir „Sühlen über Bad Oldesloe“ zeigen. Allerdings keine weiteren Infos über die Poststelle. Irgendein Verwandter wohnte mal in Sühlen. Die gibt es aber schon lange nicht mehr.
Schönen Gruß Dieter.


Am: 25.01.2026 11:11:57
Gelesen: 14480
# 77
@ Dieter 66 [#76]
Hallo Dieter,
vielen Dank für den Beleg aus Sühlen, es handelt sich wohl um ein neues Frühdatum (im Stempel-Handbuch ist bisher der 10.03.1948 genannt). Ich kopiere die Äußerung von Burkhard: "Das macht wirklich Spaß hier".
Hier nun ein paar Ergänzungen zu
Sühlen über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Die Wassermühle in Sühlen war einst Stätte der Metallbearbeitung. Später wurde dort Korn gemahlen. Den Ursprungsbau hat 1590 Graf Heinrich Rantzau errichten lassen, das jetzige Anwesen wurde um 1900 erbaut. Bei der Elektrifizierung Sühlens vor dem Ersten Weltkrieg wurde die Mühle nicht einbezogen. Man nutzte stattdessen weiterhin die Wasserkraft. Die Riemen und Räder sind teilweise noch zu sehen. 1933 erwarb die Familie Zettler aus Ulm die Mühle und stellte dort jahrzehntelang Nudeln her. 1970 erfolgte der Zusammenschluss von Sühlen und Schlamersdorf zur Gemeinde Travenberg. Seit 1978 gehört Sühlen mit Neverstaven, Nütschau, Schlamersdorf, Tralau und Vinzier zur Gemeinde Travenbrück (niederdeutsch Travenbrüch).
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung (?) der „Poststelle Sühlen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Kaufmann Hinrich Heymann (auch noch 10.03.1948)
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Sühlen Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Sühlen Bad Oldesloe“
01.11.1970: Umbenennung in Travenberg 2, Sitz: Sühlener Straße 21
ca. 1978: Umbenennung in Travenbrück 5, Sitz: Sühlener Straße 18
nach 1984: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Sühlen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946.
Brief nach Fürth aufgegeben bei der Poststelle II Sühlen, freigemacht mit Berlin Mi.-Nr. 197. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe l (Welle) 15.3.61. Es handelt sich wohl um ein neues Frühdatum (im Stempel-Handbuch ist bisher der 29.06.1948 genannt). Ein solcher Beleg passt auch in eine Sammlung zu deutschen Handelsgeschichte.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung (?) der „Poststelle Sühlen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Kaufmann Hinrich Heymann (auch noch 10.03.1948)
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Sühlen Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Sühlen Bad Oldesloe“
01.11.1970: Umbenennung in Travenberg 2, Sitz: Sühlener Straße 21
ca. 1978: Umbenennung in Travenbrück 5, Sitz: Sühlener Straße 18
nach 1984: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Sühlen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946.
Brief nach Fürth aufgegeben bei der Poststelle II Sühlen, freigemacht mit Berlin Mi.-Nr. 197. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe l (Welle) 15.3.61. Es handelt sich wohl um ein neues Frühdatum (im Stempel-Handbuch ist bisher der 29.06.1948 genannt). Ein solcher Beleg passt auch in eine Sammlung zu deutschen Handelsgeschichte.
Gruß
Ralph
Am: 25.01.2026 22:47:30
Gelesen: 14362
# 78
@ sammler-ralph [#72]
Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Stempel von Westerau ohne Rahmen als Ersatz ausgeliefert wurde. Er ist ab 1939 belegt.
Genauso einen Stempel gibt es auch von Stubben, ebenfalls LPA Bad Oldesloe und belegt ab 1938 (ArGe SH Nr. 003). Auch er passt in den Maßen nicht zu seinem Vorgänger mit Rahmen.
Ich sehe auch keine postalische Notwendigkeit zur Entfernung des Rahmens aus einem Stempel.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 26.01.2026 00:55:57
Gelesen: 14351
# 79
@ sammler-ralph [#73]
Hallo Ralph,
tja, Du hast leider Recht: Poggensee fehlt im Handbuch... Ist wahrscheinlich übersehen worden, da keine Belege vorlagen. Ich habe leider auch keinen, obwohl es im Kreis Herzogtum Lauenburg liegt!
Aus meinen Unterlagen geht allerdings hervor, dass die Poststelle bereits mit der Landpostverkraftung beim Leitpostamt Bad Oldesloe am 08.04.1931 eingerichtet worden sei. Ich habe allerdings nicht die Primärquelle.
Im Bezirksblatt Nr.2/1953 der OPD Hamburg steht, dass im Verzeichnis der Ämter und Amtsstellen (Stand 01.05.1951) die Poststelle Poggensee nachzutragen ist. Sie war also zumindest 1951 geschlossen oder hat noch nicht bestanden. Das bestätigt Dein Einrichtungsdatum.
Ferner habe ich herausgefunden dass Anfang 1888 in Poggensee und auch in Walksfelde Posthilfsstellen eingerichtet worden sind (Bezirksverfügung der OPD Hamburg Nr. 3 vom 28.03.1888 - keine genaue Datumsnennung).
Die Umbenennung in "2060 Bad Oldesloe 4" erfolgte mit dem 01.11.1970.
Aufhebung der Poststelle am 28.11.1982.
Da heißt es Weitersuchen!
Viele Grüße
Burkhard
Am: 26.01.2026 01:04:08
Gelesen: 14349
# 80
@ Dieter 66 [#76]
Hallo Dieter,
danke auch von mir für das Zeigen dieses Belegs. Habe ich mir für unsere Daten für das Handbuch notiert.
Burkhard
Am: 26.01.2026 02:10:00
Gelesen: 14340
# 81
@ sammler-ralph [#77]
Zu Sühlen:
Mit dem 15.03.1961 für den Halbspatelstempel "24a Sühlen über Bad Oldesloe" meinst Du sicher Spätdatum statt Frühdatum und liegst damit richtig!
01.11.1970 Mit der Umbenennung in "2060 Travenberg 2" wurde auch die Postleitzahl von 2061 in 2060 (die von Bad Oldesloe) geändert. Das legt nahe, dass zu diesem Zeitpunkt auch die Zustellung im Ort von Bad Oldesloe erfolgte, es also eine Annahme Poststelle II (später "Poststelle II ohne Zustellung") wurde.
01.04.1978 Umbenennung in "2060 Travenbrück 5"
01.07.1993 Neue Postleitzahl 23843
31.01.1994 Schließung der Poststelle II ohne Zustellung 2060 Travenbrück 5 (Sühlener Str. 18). (Bezirksblatt Nr. 52/93 Direktion Postdienst Hamburg)
Bereits mit dem 31.08.1993 war die vorletzte der fünf Travenbrücker Poststellen Travenbrück 1 (Tralau, Schulstr. 3) geschlossen worden. Anders als üblich entfiel aber die Filialnummer "5" nicht. Sie wurde auch mit dieser Bezeichnung geschlossen.
Schließungsdaten der anderen drei: Travenbrück 2 (Vinzier): 30.09.1986, Travenbrück 3 (Nütschau): 31.03.1989, Travenbrück 4 (Schlamersdorf): 31.01.1983
Hier noch der D4 "2060 TRAVENBRÜCK 5 a" vom 24.11.1988. Ob der nachfolgende Stempel mit fünfstelliger Postleitzahl, den es nur sieben Monate gab, jemals irgendwo auftaucht ?
Viele Grüße
Burkhard
Viele Grüße
Burkhard
Am: 26.01.2026 12:46:38
Gelesen: 14294
# 82
Der erste Stempel ist nunmehr von den Redakteuren geprüft und freigegeben worden. Es waren doch einige Änderungen notwendig. Jetzt kann ich mit weiteren Stempeln fortfahren.
Gruß
Ralph
Am: 28.01.2026 21:18:19
Gelesen: 14079
# 83
@ mumpipuck [#81]
Danke für Schließungsdaten der Travenbrücker Poststellen, da konnte ich meine Listen ergänzen.
Gruß
Ralph
Am: 28.01.2026 21:25:23
Gelesen: 14078
# 84
@ sammler-ralph [#75]
Der 06.02.1934 ist ein neues Frühdatum für diesen Stempel, wie ich gerade jetzt sehe.
Gruß
Ralph
Am: 29.01.2026 03:03:13
Gelesen: 14044
# 85
@ sammler-ralph [#84]
Im Forschungsbericht Nr. 268 der ArGe Schleswig-Holstein ist noch etwas früher inzwischen der 14.01.1934 vermerkt.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 31.01.2026 21:25:17
Gelesen: 13830
# 86
Guten Abend,
wir setzen unsere Reise zu den Poststellen in Schleswig-Holstein fort und kommen nach
Neritz über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Neritz liegt an der alten Handelsstraße zwischen Hamburg und Lübeck und wurde 1345 erstmals erwähnt. Durch Neritz verlief auch der Alster-Trave-Kanal, der im 15. und 16. Jahrhundert gebaut wurde und eine schiffbare Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck herstellen sollte. Neritz gehört heute zum Landkreis Stormarn.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung (oder Umwandlung?) der „Poststelle Neritz über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Schmiedemeister Jochem Stut
01.04.1934: Emma Pehmöller wird Posthalterin (auch noch 04.05.1944)
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Neritz über Bad Oldesloe“
Stand 06.11.1946: Posthalterin ist Hertha Hagenak (auch noch 10.03.1948)
01.10.1952: Henriette Vogt wird Posthalterin, Sitz ist die Alte Schule
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Neritz über Bad Oldesloe“
01.10.1968: Edith Brüggemann löst Henriette Vogt als Posthalterin ab, Poststelle wird in Haus von Edith Brüggemann in die Alte Landstraße 26 verlegt.
01.10.1973: Umwandlung in eine Postannahmestelle, Leitung Käthe Wahlen
31.01.1994: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Neritz an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 4.Mai 1944.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Neritz an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 6. November 1946.
Postkarte nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Neritz, freigemacht als Drucksache mit Bund Mi.-Nr. 124. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 29.5.54. Dort wurde die Karte nicht als Drucksache anerkannt und als Postkarte (Porto 10 Pfennig) taxiert. Die fehlenden 6 Pfennig wurden mit 50% Aufschlag als 9 Pfennig Nachgebühr ausgewiesen.
Postkarte nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Neritz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 351. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe a 18.9.63.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung (oder Umwandlung?) der „Poststelle Neritz über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Schmiedemeister Jochem Stut
01.04.1934: Emma Pehmöller wird Posthalterin (auch noch 04.05.1944)
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Neritz über Bad Oldesloe“
Stand 06.11.1946: Posthalterin ist Hertha Hagenak (auch noch 10.03.1948)
01.10.1952: Henriette Vogt wird Posthalterin, Sitz ist die Alte Schule
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Neritz über Bad Oldesloe“
01.10.1968: Edith Brüggemann löst Henriette Vogt als Posthalterin ab, Poststelle wird in Haus von Edith Brüggemann in die Alte Landstraße 26 verlegt.
01.10.1973: Umwandlung in eine Postannahmestelle, Leitung Käthe Wahlen
31.01.1994: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Neritz an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 4.Mai 1944.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Neritz an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 6. November 1946.
Postkarte nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Neritz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 351. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe a 18.9.63.
Gruß
Ralph
Am: 01.02.2026 02:34:20
Gelesen: 13804
# 87
@ sammler-ralph [#86]
Hallo Ralph,
zu Neritz:
In der Stempeldatenbank stampsx gibt es einen Abschlag eines D4 vom 02.10.1989 mit der Postleitzahl 2060 (von Bad Oldesloe)
https://www.stampsx.com/ratgeber/stempel-datenbank.php?stempel_id=12626392 .
Ich ging zunächst davon aus, dass diese Änderung mit der Umwandlung in eine Annahme Poststelle II per 01.10.1973 erfolgte. Dann entdeckte ich in Philastempel einen Abschlag vom 07.08.1973.
Entweder stimmt das Datum der Umwandlung nicht oder es gab einen anderen Grund für die Änderung der Postleitzahl. Es scheint so, als ob der alte Stempel mit Postleitzahl "2061" aptiert wurde, denn die zweite "0" steht etwas schief.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 01.02.2026 04:04:14
Gelesen: 13801
# 88
Travenbrück (niederdeutsch Travenbrüch) ist eine Gemeinde im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde gliedert sich siedlungsgeographisch in mehrere Siedlungen ländlichen Typs. Als amtliche Wohnplätze erfasst, zählen hierzu die Dörfer Nütschau, Schlamersdorf, Sühlen, Tralau und Vinzier, das Gut Neverstaven, die Hofsiedlungen Alte Mühle und Klingenbrook sowie die Häusergruppen Heidick und Kupfermühle [1].
Nur 150 Menschen leben in dem malerischen Dorf. Bekannt ist Nütschau durch das Kloster, rund 16.000 Gäste übernachten hier jährlich [2].
Von dort eine Osterkarte, gelaufen von Nütschau über Bad Oldesloe nach Uetersen. Leider ist der Poststempel nur teilweise lesbar, weshalb ich hier die Interpretation anderen überlassen möchte.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Travenbr%C3%BCck#Gemeindegliederung
[2] https://sankt-ansverus.de/kloster-nuetschau/
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Travenbr%C3%BCck#Gemeindegliederung
[2] https://sankt-ansverus.de/kloster-nuetschau/
Am: 01.02.2026 11:24:30
Gelesen: 13751
# 89
@ Cantus [#88]
Der Landpoststempel (24) Nütschau über Bad Oldesloe ist vom 06.11.1946 bis zum 07.06.1956 registriert.
Beim Aufgabestempel handelt es sich um (24a) Bad Oldesloe Land, den ich vom 13.04.1954 bis zum 26.01.1960 in meiner Sammlung habe. Der von Ingo gezeigte Abschlag stammt vom Mai 1954. Der Stempel wurde 1962 aptiert (siehe meinen Beitrag [#54]).
Gruß
Ralph
Am: 01.02.2026 11:32:23
Gelesen: 13747
# 90
@ mumpipuck [#87]
Ich weiß es nicht, also öffnen wir eine Tüte Spekulatius. Möglich wäre folgendes Szenario:
Die Umwandlung in eine Postannahmestelle ist zum 01.10.1973 vorgesehen und so auch in den amtlichen Verlautbarungen veröffentlicht. Vorher gibt es plötzlich einen Grund, dass der PH II den Zustelldienst nicht mehr durchführen kann oder will, so dass die Umstellung vorgezogen wird. Da der neue Tagesstempel mit der PLZ 2060 noch nicht geliefert wurde, wird der vorhandene Stempel eilig umgearbeitet. Dabei geht bei der Null "etwas schief". Trotzdem bleibt der Stempel im Einsatz, bei der Post war man ja sparsam.
Gruß
Ralph
Am: 01.02.2026 12:35:45
Gelesen: 13736
# 91
@ sammler-ralph [#89]
@ Cantus [#88]
Ich habe mir meine Nütschau-Belege noch einmal genauer angesehen, es gibt etwas Neues, außerdem muss mein Beitrag in #89 korrigiert werden:
Nütschau über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Nütschau wurde 1249 erstmals als Nutzikowe erwähnt. 1343 ging die Nütschauer Mühle als Geschenk an das Zisterzienserkloster Reinfeld. In der Nähe entstand ein Herrensitz, der Jahrhunderte später vom Grafen Heinrich Rantzau erworben wurde. Im Jahr 1577 begann er mit dem Bau des kleinen Wasserschlosses, dass in seiner äußeren Bausubstanz weitgehend unverändert geblieben ist. Der auf einem zeitgenössischen Holzschnitt gezeigte innere Schlossgraben mit Zugbrücke und Vorwerk ist nicht mehr vorhanden. Bis zum Übergang in Kirchenbesitz hatte das Gut mit dem Herrenhaus in den Jahrhunderten 28 Besitzer. Am 3. Februar 1951 erwarb der Stifter Nütschaus, Erzbischof Berning, Bischof von Osnabrück, für die Mönche der Abtei St. Joseph in Gerleve das Herrenhaus und Restgut in Nütschau. Noch 1951 wurde mit der denkmalgerechten Sanierung des zum Herrenhaus umgebauten ehemaligen Wasserschlosses begonnen, die 1953 endete. Weitere Restaurierungen folgten 1964-1967, 1975-1977 und ab 1996.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung (oder Umwandlung?) der „Poststelle Nütschau über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Schmiedemeister Robert Scholtz
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Nütschau über Bad Oldesloe“
01.10.1943: Anni Hein wird Posthalterin
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Nütschau über Bad Oldesloe“
01.07.1971: Anneliese Tripmaker löst Anni Hein als Posthalterin ab
ca. 1978: Umbenennung in Travenbrück 3
31.03.1989: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Nütschau an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946. Dieser Stempel ist unter 003 im Handbuch gelistet. Bekannte Verwendungsdaten: 05.11.1946 - 10.06.1948.
Postkarte nach Wilhelmshaven aufgegeben bei der Poststelle II Nütschau, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 183. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe 07.6.56. Dieser Stempel (Halbspatelkreis 54 x 16 mm) ist noch nicht im Handbuch gelistet. Bekannte Verwendungsdaten: 04.(?)05.1954 (Beleg von Ingo) - 07.06.1956 (mein Beleg).
Postkarte nach Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Nütschau, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 303. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 16.4.60.
Gruß
Ralph
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung (oder Umwandlung?) der „Poststelle Nütschau über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Schmiedemeister Robert Scholtz
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Nütschau über Bad Oldesloe“
01.10.1943: Anni Hein wird Posthalterin
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Nütschau über Bad Oldesloe“
01.07.1971: Anneliese Tripmaker löst Anni Hein als Posthalterin ab
ca. 1978: Umbenennung in Travenbrück 3
31.03.1989: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Nütschau an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 5. November 1946. Dieser Stempel ist unter 003 im Handbuch gelistet. Bekannte Verwendungsdaten: 05.11.1946 - 10.06.1948.
Postkarte nach Wilhelmshaven aufgegeben bei der Poststelle II Nütschau, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 183. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe 07.6.56. Dieser Stempel (Halbspatelkreis 54 x 16 mm) ist noch nicht im Handbuch gelistet. Bekannte Verwendungsdaten: 04.(?)05.1954 (Beleg von Ingo) - 07.06.1956 (mein Beleg).
Postkarte nach Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Nütschau, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 303. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 16.4.60.
Gruß
Ralph
Am: 01.02.2026 23:47:40
Gelesen: 13666
# 92
@ sammler-ralph [#90]
"Spekulatius" gefällt mir. :-)
Am: 02.02.2026 00:00:02
Gelesen: 13664
# 93
@ sammler-ralph [#91]
Zu Nütschau kann ich nur ergänzen, dass die Umbenennung in 2060 TRAVENBRÜCK 3 zum 01.04.1978 erfolgte.
Außerdem meine ich, dass der letzte Beleg nicht vom 16.04.1960, sondern vom 26.01.1960 ist. Dazu passt auch im Kartentext "am 3/2 kommen wir zurück...".
Toll, wir haben gemeinsam wieder einen neuen Landpoststempel gefunden und dann gleich zwei Belege dazu!
Er gibt mir allerdings Rätsel auf wegen der Postleitgebietszahl "24". Der Vorgängestempel ist bis 10.06.1948 belegt. Da war die Postleitgebietzahl aber bereits "24a". Nach meiner Kenntnis erfolgte die Aufeilung in 24a (OPD Hamburg) und 24b (OPD Kiel) bereits im Oktober 1946. Die Quelle dazu habe ich allerdings noch nicht gefunden. Auf jeden Fall deutlich vor 1948. Somit ist es merkwürdig, dass noch ein neuer Stempel mit "24" angefertigt wurde.
Burkhard
Am: 02.02.2026 02:36:13
Gelesen: 13654
# 94
Ich würde ja gerne auch einmal ein ähnliches Thema zu meiner eigenen Heimatsammlung starten, auch wenn meine Hintergrundkenntnisse zur Stempelentwicklung bei weitem nicht so tiefschürfend sind wie bei euch, aber ich habe doch die große Befürchtung, dass da kaum Beiträge Anderer kommen würden, weiß ich doch, wie viel Mühe und auch Geld es mich gekostet hat, überhaupt Belege zu finden, auch wenn meine eigene Sammlung inzwischen rund zehn Briefdoppelbände umfasst, Belege und Ansichtskarten.
Die euch allgemein bekannte Angelika arbeitet jetzt zur digitalen Erfassung aller meiner Stempelbelege von deutschen Poststellen mit mir zusammen und in dem Rahmen wird sie demnächst auch meine gesammelten Belege aus ganz Schleswig-Holstein bekommen. Bisher habe ich schon meine Bestände zu den heutigen deutschen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen, Hamburg, Baden-Württemberg und Bayern überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht, nun werde ich mich Schleswig-Holstein widmen. Vielleicht finde ich dabei doch noch etwas, das hierher passt und mir bisher nicht aufgefallen ist. Bis dahin mache ich aber erst einmal mit dem Material weiter, das ich bereits eingescannt habe.
Deshalb heute Pölitz.
Die Gemeinde Pölitz liegt südlich von Bad Oldesloe im südöstlichen Teil des Naturraums Ostholsteinisches Hügel- und Seenland. Der Fluss Barnitz bildet die Gemeindegrenze nach Osten und Nordosten hin ab.te. Neben dem namenstiftenden Dorf, liegen auch das weitere Dorf Schwienköben, die Gutssiedlungen Herrenhof, Hohenholz, Krummbek (teilweise) und Schulenburg, die Häusergruppen Kretholz, Ohldörp, Pölitzfeld, Schmachthagen und Schulenburgfeld im Gemeindegebiet [1].
Dazu ein Brief, der am 12.7.1932 von Pölitz über Bad Oldesloe nach Hamburg gelaufen ist.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%B6litz
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%B6litz
Am: 02.02.2026 03:32:34
Gelesen: 13651
# 95
@ Cantus [#94]
Hallo Ingo,
wieder ein sehr schöner Beleg!
Ich würde mich über ein Thema zu Deiner Heimatsammlung freuen!
Burkhard
Am: 04.02.2026 06:38:37
Gelesen: 13400
# 96
@ mumpipuck [#93]
Alfred Meschenmoser nennt in "Die Postgebietszahlen im Nachkriegsdeutschland - eine philatelistisch-zeitgeschichtliche Darstellung" (PhilCreativ-Verlag 1995) den 25.10.1946 als Trennungsdatum von PLG 24 in 24a und 24b. Eine genaue Quelle wird nicht genannt.
Gruß
Ralph
Am: 04.02.2026 07:21:53
Gelesen: 13393
# 97
@ sammler-ralph [#96]
Moin Ralph,
die Aufteilung der Postleitgebiete 20, 22a und 24 wurde im Amtsblatt der Reichspost - Oberdirektion für die Britische Zone am 25.10.1946 bekannt gegeben mit Hinweis auf die sofortige Wirkung.
Viele Grüße
Rolf
Viele Grüße
Rolf
Am: 04.02.2026 14:37:07
Gelesen: 13359
# 98
@ rolfB [#97]
Vielen Dank
Gruß
Ralph
Vielen Dank
Gruß
Ralph
Am: 05.02.2026 00:03:50
Gelesen: 13293
# 99
@ rolfB [#97]
Hallo Rolf,
auch von mir ein herzliches Dankeschön. Diese Quelle habe ich schon lange gesucht.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 09.02.2026 00:52:06
Gelesen: 12950
# 100
@ mumpipuck [#95]
Hallo Burkhard,
wenn ich mit der Bewältigung aller meiner gegenwärtigen Probleme so durch bin, vielleicht Ende Februar, dann mache ich mit meiner schon existierenden Heimatsammlung endlich weiter. Ich habe das so viele Jahre einfach schleifen lassen, weil ich nicht so recht wusste, wie ich fortfahren sollte. Ober dieses Thema und andere ähnliche Themen habe ich jetzt für mich den Entschluss gefasst, unkoordiniert fortzufahren, muss dazu aber noch allerlei sortieren und scannen. Bis dahin mache ich hier und anderswo weiter.
Viele Grüße
Ingo
Am: 15.02.2026 16:05:42
Gelesen: 12490
# 101
@ Cantus [#94]
Damit sich der schöne Brief von Ingo nicht so einsam fühlt:
Pölitz über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Pölitz war seit 1472 ein Lübsches Stadtstiftsdorf und mit seinen dreizehn Voll-, fünf Halb-, sieben Viertelhufen und elf Katen das größte Dorf im Besitz des Lübecker Heiligengeist-Hospitals. Um 1900 gab es hier drei Ziegeleien, die den lehmhaltigen Boden nutzten. Nachdem die alte Schule zu klein geworden war, wurde 1962 ein Schulneubau errichtet, der bereits 1973 durch den Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bad Oldesloe überflüssig wurde und seither als Gemeindezentrum dient. Am 01.01.1976 wurde die Gemeinde Schulenburg mit ihren Ortsteilen Hohenholz (Gut), Schmachthagen und Schwienköben eingemeindet.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Pölitz über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Tischlermeister Klaus Sengelmann
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Pölitz über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Pölitz über Bad Oldesloe“
01.06.1973: Umwandlung in eine Poststelle I
Belege:
Den Stempel Pölitz Bad Oldesloe Land hat Ingo schon gezeigt.
Postkarte nach Böklund über Schleswig aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 15.8.41.
Einschreiben nach Hannover aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Bizone Mi.-Nr. 44 I (2x) und A49 II. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 15.7.48, rückseitiger Ankunftstempel (20) Hannover 1 dt 16.7.48.
Fernbrief nach Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Pölitz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 185. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 3.7.57.
Gruß
Ralph, der sich über Ergänzungen freut
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Pölitz über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Tischlermeister Klaus Sengelmann
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Pölitz über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Pölitz über Bad Oldesloe“
01.06.1973: Umwandlung in eine Poststelle I
Belege:
Den Stempel Pölitz Bad Oldesloe Land hat Ingo schon gezeigt.
Postkarte nach Böklund über Schleswig aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 516. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe c 15.8.41.
Fernbrief nach Lübeck aufgegeben bei der Poststelle II Pölitz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 185. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 3.7.57.
Gruß
Ralph, der sich über Ergänzungen freut
Am: 16.02.2026 02:29:39
Gelesen: 12445
# 102
@ sammler-ralph [#101]
Hallo Ralph,
ich würde ja gerne etwas zu Pölitz ergänzen, aber zu diesem Ort habe ich nichts mehr. Und nachschauen geht momentan auch nicht, da sich mein Gesamtbestand zu Schleswig-Holstein derzeit in Ammersbek befindet, wo alle Belege aus Schleswig-Holstein für die Poststempelgilde eingescannt werden. Ich habe aber noch vereinzelte Scans, die ich vor dem Versand getätigt habe.
Heute also Witzhave, eine Gemeinde mit gut 1.500 Einwohnern im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehört der Ortsteil Heinrichshof. Witzhave liegt etwa 20 km östlich von Hamburg. Die Corbek, die Witzhaver Au, die Hahnenbek und die Bille fließen durch die Fläche der Gemeinde [1].
Dazu eine Ansichtskarte, gelaufen vermutlich am 20.5.1946 (Stempelirrtum?) von Witzhave nach Hamburg. Das Motiv auf der Ansichtskarte finde ich merkwürdig, da wird zwar auf der Vorderseite der Karte auf die "Gaststätte zum Lindenhof" hingewiesen, dem Fotografen waren aber die Bäume neben dem Gasthof wichtiger als das Gebäude selber.
Beim Stempel aus Witzhave vermute ich in der unteren Zeile den Text "über Trittau (Ostholst), zur genaueren Bestimmung bin ich da aber auf dein Ortswissen angewiesen.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Witzhave
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Witzhave
Am: 16.02.2026 20:40:14
Gelesen: 12305
# 103
@ sammler-ralph [#101]
Hallo Ralph,
zu Pölitz noch folgende Ergänzungen:
- Poststelle I "2061 PÖLITZ" wird zum 01.05.1977 in "2061 PÖLITZ, Kr. STORMARN 1" umbenannt. Gleichzeitig werden die Poststellen II in Schulenburg und Schmachthagen in "2061 PÖLITZ, Kr STORMARN 2" und "2061 PÖLITZ, Kr STORMARN 3" umbenannt.
- Zum 01.07.1993 neue Postleitzahl 23847.
- Geschlossen mit dem 31.03.1997 (Bezirksblatt Nr. 3/97 Direktion Postdienst Hamburg)
Hier noch der Stempel nach Umbenennung: 2061 PÖLITZ, Kr STORMARN 1 a
Viele Grüße
Burkhard
Am: 16.02.2026 21:24:03
Gelesen: 12294
# 104
@ Cantus [#102]
Hallo Ingo,
warum hältst Du den 20.05.1946 für einen Stempelirrtum ?
Der Stempel ist bei der ArGe Schleswig-Holstein derzeit nur vom 16.01.1945 belegt. Dein Abschlag ist also ein neues Spätdatum.
Der nachfolgende Stempel mit Postgebietsleitzahl "24a" ist ab 26.02.1947 belegt. Das passt doch alles gut.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 17.02.2026 18:35:31
Gelesen: 12204
# 105
@ mumpipuck [#103]
Hier dann noch eine Ergänzung zur Ergänzung: Die Umbenennung der Poststellen Pöitz, Schmachthagen und Schulenburg wurde am 22.03.1977 angekündigt:

Die Poststellen Schmachthagen und Schulenburg stelle ich noch vor.
Gruß
Ralph
Hier dann noch eine Ergänzung zur Ergänzung: Die Umbenennung der Poststellen Pöitz, Schmachthagen und Schulenburg wurde am 22.03.1977 angekündigt:

Die Poststellen Schmachthagen und Schulenburg stelle ich noch vor.
Gruß
Ralph
Am: 17.02.2026 19:24:14
Gelesen: 12163
# 106
Schmachthagen über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Schmachthagen war mit dem Ortsteil Schwienköben das dienstpflichtige Bauerndorf des adligen Gutes Schulenburg. Als der Gutsbezirk Schulenburg und der davon 1803 abgetrennte Gutsbezirk Hohenholz 1928 ihre kommunalpolitische Eigenständigkeit verloren, wurde aus ihnen und der Gemeinde Schmachthagen (mit Schwienköben) die Gemeinde Schulenburg gebildet. 1925 hatte Schmachthagen 247 Einwohner. Nachdem die im Ortsteil Schmachthagen gelegene Schule noch 1961 um eine zweite Klasse erweitert und umfassend renoviert worden war, erfolgte 1973 der Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bad Oldesloe. Seitdem dient das Schulgebäude kulturellen Zwecken. Seit 1976 ist Schmachthagen ein Ortsteil von Pölitz.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Schmachthagen über Bad Oldesloe“ Posthalter ist der Gemeindevorsteher Friedrich Dose
07.04.1937: Franz Brandt wird Posthalter
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schmachthagen über Bad Oldesloe“
01.10.1945: Rotraud Studt (ab 01.11.1945 Brandt) wird Posthalterin
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schmachthagen über Bad Oldesloe“
1966: Besondere Bestimmungen über das Dienstverhältnis der Posthalter
01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle; Umbenennung in „Pölitz, Kreis Stormarn 3“, Sitz Dorfstraße 3
nach 1984: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Postkarte nach Kiel aufgegeben bei der Poststelle Schmachthagen, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 412. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 16.7.31.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schmachthagen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 10.3.1948
Postkarte nach Wasserburg/Inn aufgegeben bei der Poststelle Schmachthagen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 185. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 13.4.54.
Gruß
Ralph, der hofft, dass dieser Beitrag nicht zu lang geworden ist.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Schmachthagen über Bad Oldesloe“ Posthalter ist der Gemeindevorsteher Friedrich Dose
07.04.1937: Franz Brandt wird Posthalter
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schmachthagen über Bad Oldesloe“
01.10.1945: Rotraud Studt (ab 01.11.1945 Brandt) wird Posthalterin
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schmachthagen über Bad Oldesloe“
1966: Besondere Bestimmungen über das Dienstverhältnis der Posthalter
01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle; Umbenennung in „Pölitz, Kreis Stormarn 3“, Sitz Dorfstraße 3
nach 1984: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schmachthagen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 10.3.1948
Postkarte nach Wasserburg/Inn aufgegeben bei der Poststelle Schmachthagen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 185. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land d 13.4.54.
Gruß
Ralph, der hofft, dass dieser Beitrag nicht zu lang geworden ist.
Am: 18.02.2026 01:17:11
Gelesen: 12103
# 107
@ sammler-ralph [#106]
Die Annahme Poststelle II Pölitz, Kr. Stormarn 3 (Schmachthagen)
- erhielt zum 01.07.1993 noch die neue Postleitzahl 23847.
- Geschlossen mit dem 31.01.1994 (Bezirksblatt Nr. 52/93 Direktion Postdienst Hamburg)
Wer findet den Stempel mit 5-stelliger Postleitzahl (7 Monate in Gebrauch) ?
Und diese Beiträge können nicht lang genug sein...
Burkhard
Am: 18.02.2026 21:36:24
Gelesen: 11968
# 108
@ mumpipuck [#104]
Hallo Burkhard,
1946 klingt logisch, ich konnte in dem Datum nur keine 4 lesen, sondern irgend etwas Rundes im unteren Teil. Ansonsten weiß ich inzwischen, dass die untere Zeile im Halbspatelstempel
"über Trittau (Bz Hamburg)" lautet.
Heute kamen die letzten Stempel von Schleswig-Holstein, die Angelika eingescannt hat, wieder bei mir an; ich kann nun also auch wieder nachschauen, falls irgend etwas unklar ist oder auch noch Stempel aus anderen Regionen gesucht werden.
Viele Grüße
Ingo
Am: 01.03.2026 19:58:37
Gelesen: 11146
# 109
@ mumpipuck [#103]
Vor ein paar Tagen habe ich den folgenden Beleg bei einem Ansichtskartenversand gesehen und ihn gleich bestellt, auch wenn der Poststellen-Stempel "nicht das Gelbe vom Ei" ist. Es handelt sich um den letzten hier noch nicht vorgestellten Stempel aus Pölitz über Bad Oldesloe. Im Stempelhandbuch der ArGe hat dieser Stempel zwar eine Nummer 005 bekommen, lag damals aber wohl noch nicht vor und ist so bisher ohne Bild und Verwendungsdatum geblieben.
Postkarte nach Osnabrück aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 350. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe k 23.08.62, dieser aptiert: Postleitzahl (24a) entfernt.
Gruß
Ralph
Postkarte nach Osnabrück aufgegeben bei der Poststelle (II) Pölitz, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 350. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe k 23.08.62, dieser aptiert: Postleitzahl (24a) entfernt.
Gruß
Ralph
Am: 02.03.2026 20:58:38
Gelesen: 11014
# 110
Sehr gut! Wieder eine Lücke geschlossen!
Burkhard
Am: 28.03.2026 19:07:59
Gelesen: 9755
# 111
Heute möchte ich eine Poststelle II vorstellen, die nur kurze Zeit bestanden hat:
Stegen über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Bargfeld-Stegen liegt nordöstlich von Hamburg, zwischen den Gemeinden Nahe und Elmen-horst an der Landesstraße 82. Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Bargfeld-Rögen, Bornhorst, Gräberkate und Viertbruch sowie das Gut Stegen. Zwischen Stegen und Sülfeld wurde 1526 bis 1529 der „neue Graben“ für die erste schiffbare Verbindung zwischen Hamburg und Lübeck im Rahmen des Alster-Beste-Kanals gebaut. Stegen wurde 1872 gemeinsam mit Bornhorst und Schierenhorst aus dem Gut Stegen ausgegliedert und bildete mit diesen eine selbstständige Gemeinde. Der dem Gut verbleibende Teil wurde Gutsbezirk. Mit Gründung der preußischen Amtsbezirke kamen Bargfeld und Stegen 1889 zum Amtsbezirk Jersbek. Die Gemeinde Bargfeld-Stegen entstand 1928 als Zusammenschluss der beiden Gemeinden mit dem Gutsbezirk Stegen. Nach Auflösung der Amtsbezirke nach dem Zweiten Weltkrieg kam Bargfeld-Stegen zum Amt Bargteheide.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung der „Poststelle Stegen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Landwirt Ernst Prestin (im Stempelhandbuch der ArGe steht 1932)
nach 1936: Aufhebung der Poststelle (im Stempelhandbuch der ArGe steht nach 1934)
11.02.1973: Zustellung für Bargfeld-Stegen, Kayhude und Nienwohld wird durch neues Postamt Bargfeld-Stegen übernommen.
Belege:
Drucksache nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 410. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.11.31.
Postkarte P 226 nach Hann. Münden, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.2.36.
Gruß
Ralph
nach 1936: Aufhebung der Poststelle (im Stempelhandbuch der ArGe steht nach 1934)
11.02.1973: Zustellung für Bargfeld-Stegen, Kayhude und Nienwohld wird durch neues Postamt Bargfeld-Stegen übernommen.
Belege:
Drucksache nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 410. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.11.31.
Postkarte P 226 nach Hann. Münden, aufgegeben bei der Poststelle II Stegen. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 4.2.36.
Gruß
Ralph
Am: 28.03.2026 19:45:30
Gelesen: 9748
# 112
@ sammler-ralph [#105]
Hier nun - nach berufsbedinger Verzögerung die letzte Poststelle II, die heute zu Pölitz gehört:
Schulenburg über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Auf dem Gebiet des adligen Gutes Schulenburg stand noch im 15. Jahrhundert ein Bauerndorf mit Namen Schulendorf (verstecktes Dorf). Gutsuntertan waren die Dörfer Schmachthagen und Schwienköben. 1803 teilte Graf Luckner die Meierhöfe Hohenholz und Krummbek vom Gut ab und verkaufte sie als eigenständige adlige Güter. Dadurch verkleinerte sich das Gutsareal von ca. 600 auf 220 Hektar. Als die Gutsbezirke Schulenburg und Hohenholz 1928 ihre kommunalpolitische Eigenständigkeit verloren, gingen sie zusammen mit der Gemeinde Schmachthagen (mit Schwienköben) in der neu geschaffenen Gemeinde Schulenburg auf. Am 1. Januar 1976 wurde Schulenburg nach Pölitz eingemeindet.
Postgeschichte:
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Schulenburg über Bad Oldesloe“, Posthalterin ist Tierzuchtmeisterin Anita Scheele
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schulenburg über Bad Oldesloe“
05.11.1946: Posthalter ist M. Goosmann
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schulenburg über Bad Oldesloe“
01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle, Umbenennung in Pölitz, Kreis Stormarn 2“, Sitz Am Teich 4
?: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Brief nach Hamburg, aufgegeben bei der Poststelle Schulenburg, freigemacht mit Deutsches Reich Mi.-Nr. 519. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 16.5.35.
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schulenburg an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 9. März 1948.
Gruß
Ralph
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Schulenburg über Bad Oldesloe“
05.11.1946: Posthalter ist M. Goosmann
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Schulenburg über Bad Oldesloe“
01.05.1977: Umwandlung in eine Postannahmestelle, Umbenennung in Pölitz, Kreis Stormarn 2“, Sitz Am Teich 4
?: Aufhebung der Poststelle
Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Schulenburg an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 9. März 1948.
Gruß
Ralph
Am: 31.03.2026 02:41:46
Gelesen: 9503
# 113
@ sammler-ralph [#111]
Hallo Ralph,
ein paar Ergänzungen zu Bargfeld-Stegen:
01.10.1895 Postagentur Bargfeld eingerichtet
01.10.1972 Umbenennung des Postamts in "2061 Bargfeld-Stegen". Ob zu diesem Zeitpunkt oder bereits vorher die Umwandlung von einer Postagentur/Posstelle I in ein Postamt erfolgte oder bereits vorher, kann ich nicht sagen. Da müsste man Ortsverzeichnisse wälzen.
Gemäß den vorliegenden Stempelabschlägen erfolgte die Schließung und Ersatz durch eine Partnerfiliale zwischen dem 14.09.1999 und dem 06.09.2002.
Per heute besteht laut Abfrage im Internet eine von der Posttochter Deutsche Post Shop Hannover GmbH betriebene Filiale in der Elmenhorster Straße 4 und in unmittelbarer Nähe in der Kayhuder Straße 2 bereits eine automatisierte Poststation, die wohl bald die Postfiliale ganz ersetzen soll. Bargfeld-Stegen ist mit per 31.12.2024 knapp 3.000 Einwohnern ein Pflichtversorgungsstandort.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 31.03.2026 03:03:20
Gelesen: 9499
# 114
@ sammler-ralph [#112]
zu Schulenburg, ab 01.05.1977 Pölitz, Kr. Stormarn 2:
Das genaue Schließungsdatum liegt mir nicht vor. Ich kann es aber annähern:
Die beiden anderen Poststellen in Pönitz, nämlich die Poststellen II Pönitz, Kreis Stormarn 1 (Pönitz) und 2 (Schmachthagen) wurden mit Ablauf des 31.03.1997 bzw. 31.01.1994 geschlossen.
Für den Zeitraum 01.07.1993 bis Mitte 1997 liegen mir alle Schließungsdaten aus den Bezirksverfügungen vor. Pölitz 2 ist nicht dabei.
Lt. Landesdrucksachen des Schleswig-Holsteinischen Landtags 16/1848 und Umdruck 16/3954 aus 2008 hatte Pölitz zu diesem Zeitpunkt keine stationäre Posteinrichtung mehr. Auch in der in diesem Dokument enthaltenen Liste der Schließungen seit 01.01.2000 ist Pönitz nicht genannt.
-> Die Schließung ist also im Zeitraum Juli 1997 bis 31.12.1999 erfolgt.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 31.03.2026 09:40:27
Gelesen: 9468
# 115
@ mumpipuck [#113]
Hallo und guten Morgen,
Dein Wink mit dem Zaunpfahl ist angekommen:
zu 2061 Bargfeld, Kr. Stormarn (LPA 206 Bad Oldesloe) sagen die mir vorliegenden Ortsverzeichnisse (OV I):
Ausgabe 1970 + Ausgabe 1972 (Datenstand: April 1972), dass es sich um eine Poststelle I handelt, in der Ausgabe 1974 (Datenstand: April 1974) wird der Ort als "2061 Bargfeld-Stegen" mit einem Postamt nachgewiesen.
Das bringt leider nicht viel mehr Licht ins Dunkel, beim seinerzeit üblichen Zweijahres-Rhythmus der Ortsverzeichnisse ist die Lücke genau in dem von Dir gesuchten Zeitraum.
viele Grüße,
Andreas
Am: 01.04.2026 00:15:51
Gelesen: 9320
# 116
@ mumpipuck [#114]
Schmachthagen ist natürlich Pönitz, Kr. Stormarn 3!
Am: 01.04.2026 00:20:55
Gelesen: 9316
# 117
@ preussen362 [#115]
:-) ; Danke fürs Nachschauen!
Am: 02.04.2026 02:07:07
Gelesen: 9021
# 118
Offendorf und Kreuzkamp sind die beiden Wohnplätze der Gemeinde Ratekau. Ratekau ist eine Gemeinde und eine Dorfschaft im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde besteht aus Dörfern mit ländlichem Charakter, die zum Teil um den Hemmelsdorfer See herum in kurzer Entfernung zur Lübecker Bucht liegen [1].
Von Offendorf eine Ansichtskarte, gelaufen am 15.7.1960 über Lübeck nach Hamburg.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ratekau.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ratekau.
Am: 07.04.2026 23:50:36
Gelesen: 8321
# 119
Ich war Ostern mit einem Freund u.a. in Rangsdorf, um mich auf dem Flohmarkt ein wenig umzusehen. Viele waren zwar bereits beim einpacken, da Regenwolken in der Ferne auftauchten, aber ein Allerweltshändler zauberte auf spezielle Nachfrage aus seinem Lieferwagen dann doch noch einen Karton mit einer bunten Schüttung von allerlei Papierkram heraus, in dem ich endlich fündig wurde, u.a. mit diesem schönen Beleg, der noch sehr gut in meine Sammlung passt. So ein Fund zählt inzwischen leider zu den Seltenheiten, denn auf den meisten Floh- oder Trödelmärkten werden überhaupt keine Belege mehr angeboten.
Das Gut Weißenhaus liegt in der Gemeinde Wangels im Kreis Ostholstein in der Nähe des nach dem adligen Gut benannten Weißenhäuser Strandes. Den Mittelpunkt der ehemaligen Gutsanlage bildet das an einem weitläufigen Park gelegene sogenannte Schloss Weißenhaus, das frühere Herrenhaus des Besitzes. Das Gut Weißenhaus ist heute ein Luxushotel [1].
Von dort stammt mein Briefumschlag, der am 20.10.1951 von Weißenhaus über Lütjenburg nach Hamburg befördert wurde.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Wei%C3%9Fenhaus
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gut_Wei%C3%9Fenhaus
Am: 09.05.2026 16:43:40
Gelesen: 6919
# 120
Hallo zusammen,
im Genesungsheim Kollow hat es eine Poststelle II gegeben. Für die Poststelle war das Postamt Schwarzenbek zuständig.


Stempel "24a Kollow Genesungsheim über Schwazenbek" vermutlich vom 06.02.1952.
Viele Grüße
Volkmar
im Genesungsheim Kollow hat es eine Poststelle II gegeben. Für die Poststelle war das Postamt Schwarzenbek zuständig.


Stempel "24a Kollow Genesungsheim über Schwazenbek" vermutlich vom 06.02.1952.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 10.05.2026 01:55:39
Gelesen: 6881
# 121
@ volkimal [#120]
Hallo Volkmar,
so ist es. Die Poststelle gab es von Landpostverkraftung beim Postamt Schwarzenbek am 25.11.1930 bis 30.09.1960. Da wurde sie in eine Posthilfsstelle umgewandelt die noch bis 31.03.1974 bestand. Bis etwa 1944 hieß die Poststelle (II) Genesungsheim Kollow, dann Kollow Genesungsheim.
Sie befand sich die gesamte Zeit aber nicht im Genesungsheim selbst, sondern im benachbarten Bauernhaus der Familie Schwabrow (Adresse: Am Genesungsheim 5). Posthalter war von der Einrichtung bis zum 30.09.1960 (Rente) der Landwirt Wilhelm Schwabrow sr., die Posthilfsstelle führte dann sein Sohn Wilhelm Schwabrow jr. .
Die Aufnahme zeigt das Gebäude der Poststelle im Jahre 2020.
Burkhard
Die Aufnahme zeigt das Gebäude der Poststelle im Jahre 2020.
Burkhard
Am: 15.05.2026 03:17:04
Gelesen: 6451
# 122
In unserer Stempeldatenbank sind schon drei verschiedene Poststellenstempel von Siebenbäumen vorhanden, ein entsprechender Beleg wurde aber bisher noch nicht gezeigt, weshalb ich heute eine vierte Variante vorstelle.
Siebenbäumen ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Das Gemeindegebiet von Siebenbäumen erstreckt sich im Naturraum Ostholsteinisches Hügel- und Seenland am Bach Grinau in ländlicher Umgebung Neben dem für die Gemeinde namenstiftenden Wohnplatz, einem Kirchdorf, befindet sich einzig der Ortsteil Bahnhof Kastorf im Gemeindegebiet {[1}.
Dazu eine Postkarte, gelaufen am 18.5.1933 von Siebenbäumen über Bad Oldesloe nach Hamburg.


Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%A4umen#
Siebenbäumen ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Das Gemeindegebiet von Siebenbäumen erstreckt sich im Naturraum Ostholsteinisches Hügel- und Seenland am Bach Grinau in ländlicher Umgebung Neben dem für die Gemeinde namenstiftenden Wohnplatz, einem Kirchdorf, befindet sich einzig der Ortsteil Bahnhof Kastorf im Gemeindegebiet {[1}.
Dazu eine Postkarte, gelaufen am 18.5.1933 von Siebenbäumen über Bad Oldesloe nach Hamburg.


Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenb%C3%A4umen#
Am: 15.05.2026 16:27:31
Gelesen: 6309
# 123
@ Cantus [#122]
Eine wundervolle Karte zeigst Du da. So schön kann ich diesen Stempel nicht zeigen. Ich möchte dann die folgenden Ergänzungen zu Siebenbäumen machen.
Siebenbäumen über Bad Oldesloe
Ortsgeschichte:
Siebenbäumen wurde im Jahr 1286 erstmals erwähnt und gehörte zur Vogtei Mölln der Herzöge von Sachsen-Lauenburg, und dem späteren Amt Steinhorst. Ein Teil des Ortes gehörte von 1401 bis 1747 zu Lübeck. Die Dorfkirche auf einem ovalen Hügel in der Ortsmitte ist seit 1304 unter dem Namen Marienkirche bekannt. Der zweite nachweisbare Kirchenbau wurde 1640–1646 neu errichtet. Es handelte sich dabei um einen Fachwerkbau, der 1864 niedergelegt wurde. Dabei kamen verkohlte Überreste eines Vorgängerbaus zu Tage, doch kann dies nicht den Kirchenbau direkt vor 1640 betreffen, denn diese Kirche ist nicht niedergebrannt, deutet also auf einen vierten Kirchenbau hin. 1741/1742 wurde der Turm durch den hannoverschen Hofbaumeister Jakob Heumann erneuert. Die heutige Marienkirche wurde in den Jahren 1864/1865 im Stil der Tudorgotik erbaut und ist die vermutlich vierte an gleicher Stelle. Siebenbäumen ist heute eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg.
Postgeschichte: Hier ist mein Wissen noch bruchstückhaft
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Siebenbäumen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Kaufmann Jul. Meyer
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Siebenbäumen über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Siebenbäumen über Bad Oldesloe“
?: Aufhebung der Poststelle
Weitere Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Siebenbäumen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 6. November 1946.
Brief nach Koblenz, aufgegeben bei der Poststelle II Siebenbäumen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 130. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel Bad Oldesloe Land 19.11.53.Landpoststempel rechts abgerundetes Rechteck.
Postkarte nach Pogeez, aufgegeben bei der Poststelle II Siebenbäumen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 183. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe k 28.3.59. Landpoststempel rechts rechteckig.
Gruß
Ralph
Postgeschichte: Hier ist mein Wissen noch bruchstückhaft
08.04.1931: Einrichtung oder Umwandlung der „Poststelle Siebenbäumen über Bad Oldesloe“, Posthalter ist der Kaufmann Jul. Meyer
01.04.1939: Umbenennung in „Poststelle (II) Siebenbäumen über Bad Oldesloe“
03.10.1952: Umbenennung in „Poststelle II Siebenbäumen über Bad Oldesloe“
?: Aufhebung der Poststelle
Weitere Belege:
Zum Bezug von Wertzeichen beim Leitpostamt erhielten die Poststellen einen Barvorschuss. Zur Überprüfung der Vollständigkeit dieses Vorschusses wurde das Formblatt RPD Hmb 36 (IV A2) verwendet. Hier die Bestätigung der Poststelle Siebenbäumen an das Leitpostamt Bad Oldesloe vom 6. November 1946.
Postkarte nach Pogeez, aufgegeben bei der Poststelle II Siebenbäumen, freigemacht mit Bund Mi.-Nr. 183. Die Entwertung der Frankatur erfolgte beim Leitpostamt Bad Oldesloe, Aufgabestempel (24a) Bad Oldesloe k 28.3.59. Landpoststempel rechts rechteckig.
Gruß
Ralph
Am: 16.05.2026 00:18:34
Gelesen: 6249
# 124
@ sammler-ralph [#123]
Hallo Ralph,
vielen Dank für deine kenntnisreichen Ergänzungen. Leider ist das so, dass auch bei mir nicht alle Landpoststempel so sauber und komplett lesbar sind wie der hier von Siebenbäumen, aber ich bemühe mich, möglichst nur komplette und noch lesbare Stempel in meine Sammlung zu übernehmen. Heute ist aber erst einmal wieder ein anderes Bundesland an der Reihe, mit einem passenden Stempel vorgestellt zu werden.
Viele Grüße
Ingo
Am: 16.05.2026 10:59:40
Gelesen: 6217
# 125
@ mumpipuck [#121]
Hallo Burkhard,
danke für die Ergänzung.
Viele Grüße
Volkmar
Am: 24.05.2026 00:20:26
Gelesen: 5196
# 126
Duvensee ist eine Gemeinde im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde Duvensee besteht aus den drei Ortsteilen Duvensee, Duvenseer Wall und Bergrade [1].
Dazu ein Brief, gelaufen am 21.8.1931 von Duvensee per Bahnpost über Mölln nach Ratzeburg.
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Duvensee
Viele Grüße
Ingo
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Duvensee
Am: 24.05.2026 08:56:00
Gelesen: 5132
# 127
@ Cantus [#126]
Guten Morgen Ingo,
interessanter Beleg mit direkter Anlieferung an die Bahnpost.
Ist bekannt, ob diese Vorgehensweise bei Duvensee immer so war oder ob die Sendungen zeitweise auch über das Leitpostamt Mölln liefen?
Gruß
Ralph
Am: 24.05.2026 10:29:12
Gelesen: 5088
# 128
@ sammler-ralph [#127]
Hallo Ralph,
Hallo Cantus,
da meine Frau Angelika reichlich Belege für Cantus gescannt und bearbeitet hat und aktuell neues Futter von Cantus erhielt, bekomme ich so einiges unter die Nase gehalten.
Als gebürtiger Möllner ist mir die beschriebene Bahnstrecke bekannt. Zum Schluss fuhr ein Schienenbus (mit Dieselmotor) diese Strecke.
Alles nähere für Interessierte siehe Link.
Gruß
Hajo
https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Mölln-Hollenbek
Am: 25.05.2026 17:44:23
Gelesen: 4801
# 129
@ Nordluchs [#128]
Hallo Hajo,
vielen Dank für den interessanten Link. Er beantwortet zwar die Frage von Ralph nicht, die Beschreibung zu Sinn und Zweck dieser Bahnstrecke hin zum Anschluss an das kaiserliche Eisenbahnnetz lässt aber vermuten, dass Die Reichspost zumindest teilweise den Posttransport über diese Eisenbahnstrecke gegenüber anderen Transportmöglichkeiten favorisierte, um so einen schnelleren Posttransport gewährleisten zu können.
Viele Grüße
Ingo
Am: 02.06.2026 01:14:13
Gelesen: 3956
# 130
@ Nordluchs [#128]
Hallo Hajo,
der gezeigte Bahnpoststempel gehört zur Stecke Lübeck-Lüneburg, die in Nord-Süd-Richtung ebenfalls durch Mölln führt. Auf der "Hein Hollenbek" genannten Stecke Mölln-Hollenbek gab es m.E. keine Bahnpost. Dieses Bahnstrecke liegt auch nicht in der Nähe von Duvensee.
Eventuell wurdest Du durch das zweite Hollenbek (bei Berkenthin) mißgeleitet, dass tatsächlich in der Nähe von Duvensee liegt. Die Strecke Mölln-Hollenbek liegt südlicher im Kreis. Nördlich an Duvensee führte die "Kaiserbahn" Hagenow-Neumünster entlang, aber die hatte eigene Bahnpoststempel.
Ich habe tatsächlich einen Beleg von Duvensee ebenfalls aus dem Jahre 1931 mit derselben Stempelkobination:
Mein Beleg von 1939 ist dagegen in Mölln gestempelt:
Vielleicht finden sich ja noch mehr Belege ?
Ich kenne aus der ersten Zeit der Landpostverkraftung von Mölln (01.09.1929) auch aus anderen Poststellen die Entwertung mit Bahnpoststempeln LÜBECK-LÜNEBURG und sogar mit Tagesstempeln vom Streckenendpunkt Lübeck. Ich gehe davon aus, dass die Landpostkraftwagen zumindest in der ersten Zeit einen Teil der Sendungen aus den Poststellen (bestimmte ?) in Mölln diekt auf die Bahn gegeben haben, vielleicht um eine schnellere Beförderung zu ermöglichen. Nach ca. 1936 meine ich so etwas nicht mehr gesehen zu haben.


Ein Scann eines Belegs der Möllner Poststelle Wentorf liegt mir noch aus 1932 vor mit Tagesstempel Lübeck 2.
Viele Grüße
Burkhard
Mein Beleg von 1939 ist dagegen in Mölln gestempelt:
Vielleicht finden sich ja noch mehr Belege ?
Ich kenne aus der ersten Zeit der Landpostverkraftung von Mölln (01.09.1929) auch aus anderen Poststellen die Entwertung mit Bahnpoststempeln LÜBECK-LÜNEBURG und sogar mit Tagesstempeln vom Streckenendpunkt Lübeck. Ich gehe davon aus, dass die Landpostkraftwagen zumindest in der ersten Zeit einen Teil der Sendungen aus den Poststellen (bestimmte ?) in Mölln diekt auf die Bahn gegeben haben, vielleicht um eine schnellere Beförderung zu ermöglichen. Nach ca. 1936 meine ich so etwas nicht mehr gesehen zu haben.


Ein Scann eines Belegs der Möllner Poststelle Wentorf liegt mir noch aus 1932 vor mit Tagesstempel Lübeck 2.
Viele Grüße
Burkhard
Am: 21.06.2026 21:44:44
Gelesen: 2243
# 131
Einen LUFTPOSTLEICHTBRIEF mit Landpoststempel wird es auch nicht so häufig geben:
Das ist ein LF3 abgestempelt erst in Gammellund:
dann in SCHLESWIG 1 a.
Gammellund ist inzwischen ein Ortsteil in der Gemeinde Bollingstedt im Kreis Schleswig-Flensburg [1].
Viele Grüße,
Reinhard
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gammellund
Das ist ein LF3 abgestempelt erst in Gammellund:
dann in SCHLESWIG 1 a.
Gammellund ist inzwischen ein Ortsteil in der Gemeinde Bollingstedt im Kreis Schleswig-Flensburg [1].
Viele Grüße,
Reinhard
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gammellund
Am: 17.08.2026 22:42:10
Gelesen: 400
# 132
Hier eine P 49 aus (24b) GNISSAU über BAD SEGEBERG:

Der Ort kann nicht groß sein, gehört inzwischen zur Gemeinde Ahrensbök [1].
Viele Grüße aus dem Süden, Reinhard
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ahrensb%C3%B6k

Der Ort kann nicht groß sein, gehört inzwischen zur Gemeinde Ahrensbök [1].
Viele Grüße aus dem Süden, Reinhard
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ahrensb%C3%B6k