Briefmarken Atteste

Thema:

Danzig: Erkennen, was alles falsch und unpassend auf den Marken zu finden ist</>

kk2308 Am: 12.11.2025 11:37:30 Gelesen: 1176 # 1
Ich habe diese drei Marken, geprüft von Dr. Oechsner Bpp, ich glaube aber, das alles Falsch ist. Die eine ist in UNTERBARMEN gestempelt; das ist aber bei Wuppertal nach meiner Meinung! Bei die zwei Anderen kann ich der Stadt nicht lesen. (Es steht in Dänisch: UNTERBARMEN liegt bei Wuppertal, und Dr. OECHSNER BPP steht umgekehrt, dieselbe Fehler in alle drei Stempeln "S und N"!) Das letzte ist sicher nicht korrekt, Ich sehe jetzt, das Herr Oechsner so stempelt!
bovi11 Am: 12.11.2025 11:56:49 Gelesen: 1158 # 2
@ kk2308 [#1] Oechsner hätte für die Marken sicherlich ein Attest ausgestellt und nicht signiert. Ohne mich auszukennen behaupte ich, dass die Aufdrucke falsch sind und wohl auch die Signaturen.
Lars Boettger Am: 12.11.2025 12:25:43 Gelesen: 1133 # 3
@ bovi11 [#2] Ohne mich auszukennen behaupte ich, dass die Aufdrucke falsch sind und wohl auch die Signaturen. Kann ich nur bestätigen, die Prüfzeichen sind Fälschungen. @ kk2308 [#1] Falls Du die Marken bereits erworben hast, dann gebe sie bitte gegen Kostenerstattung zurück. Beste Grüße! Lars
TeeKay Am: 12.11.2025 12:32:13 Gelesen: 1129 # 4
Auch hier gilt wieder: ein Prüfstempel ist völlig wertlos, sofern du nicht selbst die Marken zum Prüfen einreichtest. So einen Mini-Stempel auf der Rückseite zu fälschen, ist das leichteste an einer Briefmarkenfälschung. Und wer Marken fälscht, fälscht so einen Stempel gleich mit. Geprüft werden daher stets Marken, nicht Prüfstempel auf der Rückseite. Keine Ahnung, ob die 130.000 Euro Michelwert stimmen, die auf dem Zettel stehen. Wenn ja, kann man sich doch denken, dass solche Marken auch schon vor 40, 50 Jahren attestiert worden wären. Stempelchen auf der Rückseite gibts bei günstigen Werten, für die sich weder Attest noch Befund lohnen. Und wertlos sind sie trotzdem für jeden außer den Einsendenden der Prüfsendung.
cihs Am: 12.11.2025 13:01:06 Gelesen: 1103 # 5
Ich verstehe diese Diskussion über ein Prüfzeichen nicht so recht. Ich gebe bovi11 recht, daß Oechsner für diese Marken ein FA ausgestellt und nicht signiert hätte. Lars gebe ich recht, daß es sich um Prüfzeichenfälschungen handelt. Auf das Einfachste kommt hier niemand. Schaut mal in den Michel, auch kk2308. Diese Marken waren nur im Freistadtgebiet Danzig gültig. Was soll dann der Stempel von Barmen-Unterbarmen darauf. Die anderen beiden sind undeutlich oder nicht erkennbar, aber nicht aus Danzig. Der Große Innendienst kam am 30.8.1920 heraus. Was haben dann Stempeldaten von 1915 und 1919 auf den Marken zu suchen. Allein mit diesen Angaben ergibt sich, daß es sich mindestens um Stempelfälschungen handelt. Da muß man kein Experte sein, das kann jeder Sammler selber nachlesen.
wuerttemberger Am: 12.11.2025 13:30:16 Gelesen: 1072 # 6
@ cihs [#5] So ist es! Wer eine Marke zuerst umdreht, um nach einem Prüfzeichen zu sehen, hat schon verloren! Gruß wuerttemberger
bovi11 Am: 12.11.2025 13:37:49 Gelesen: 1065 # 7
@ cihs [#5] Die Stempel sind echt, nur eben die Aufdrucke nicht.
nagel.d Am: 12.11.2025 13:46:27 Gelesen: 1059 # 8
Ich habe mal etwas im Internet geschaut und Google befragt. Der Stempel Dr Oechser BPP wurde bzw. wird ab 2002 angebracht. Jetzt stellt sich mir allgemein die Frage wurde dazu dann parallel ein Attest/Fotoattest oder Befund von Dr. Oechser erstellt? Dieses eventuell mit angeboten? Und wie die Vorredner bereits sagen es ist auffallend daß Stempel verwendet wurden, welche nicht zur Marke passen (Barmen - Unterbarmen) und dann noch vor dem eigentlichen Ausgabedatum gestempelt. Ich denke, dass man früher (und hier möchte man mich korrigieren) bei einem solch hohen Michelwert auch ein Attest neben dem Prüfstempel erstellt hätte.
wuerttemberger Am: 12.11.2025 13:53:43 Gelesen: 1057 # 9
@ nagel.d [#8] Das ist alles vollkommen irrelevant!
cihs Am: 12.11.2025 14:40:56 Gelesen: 1029 # 10
Wann der Stempel von Dr. Oechsner benutzt wurde ist irrelevant. Der Fälscher hat gestempelte Marken vom DR genommen, einen falschen Aufdruck und den falschen Stempel von Dr. Oechsner darauf gesetzt. bovi11 hat recht, die Stempel sind echt, dann muß logischerweise der Aufdruck falsch sein. Ja, es wurde früher manchmal so geprüft, daß es zu einer Signatur auch ein Attest gab. Dr. Oechsner hat mit diesen Marken nichts zu tun.
nagel.d Am: 12.11.2025 14:58:56 Gelesen: 1018 # 11
Es mag zwar irrelevant sein, aber es scheint jedem klar zu sein, dass hier Fälschungen vorliegen. Ich habe nur im Internet gefunden, dass der angegebene Prüfstempel nach 2002 benutzt wurde/wird. Siehe hierzu auch: https://briefmarken-pruefer.de/de/71-Helmut-Oechsner.html. Nach dieser Quelle prüft Oechsner auch Danzig. Bei dem angegebenen Michelwert würde meiner Meinung nach neben einem Prüfstempel auch ein Attest erstellt werden. Der oder die Fälscher haben hier ein aktuelles Prüfzeichen imitiert, das dürfte auch jedem klar sein. Ich würde hier bestenfalls sagen original Marke mit Stempeln falsch gestempelt, da nicht aus der Zeit, und das Prüfzeichen ebenfalls falsch oder verfälscht. Hier müsste entsprechend der Prüfordnung anders gestempelt sein.
cihs Am: 12.11.2025 15:10:40 Gelesen: 1007 # 12
Dr. Oechsner prüft nicht mehr. Er prüfte Danzig bis 2018. Diese Marken werden aus Danzig-Sicht mit Aufdruck falsch und Prüfzeichen falsch signiert. Seit einigen Jahren dürfen Marken ab einem Katalogwert von 500 Euro nicht mehr signiert werden. Es wird ein KB, Bef. oder ein FA erstellt. Siehe Prüfordnung: §6.5 Prüfgegenstände mit einem Michelwert ab 500 € oder einem Marktwert von mehr als 150 €, den der Prüfer nach billigem Ermessen schätzt, werden in keinem Fall, insbesondere auch nicht bei Qualitätsbeeinträchtigungen, signiert.