Thema:
Postleitzahl-System an der Grenze: Erste Reservezahl wird aktiviert
Am: 10.11.2025 09:28:06
Gelesen: 757
# 1
Postleitzahl-System an der Grenze: Erste Reservezahl wird aktiviert
(paketda.de) - In Neustadt am Rübenberge (bei Hannover) erhalten die Ortsteile Mardorf und Schneeren eine neue Postleitzahl. Ab Januar 2026 lautet sie 31536 statt bisher 31535. Rund 3.300 Einwohnerinnen und Einwohner müssen dann ihre Adresse aktualisieren. Die Deutsche Post spricht von einer notwendigen Anpassung, weil das bestehende PLZ-Gebiet an seine technischen Grenzen gestoßen ist.
Laut NDR können für jede Postleitzahl nur rund 1.000 Straßennamen hinterlegt werden. Mehr können im orangen Zielcode, der unten auf Briefumschläge gedruckt wird, nicht codiert werden. Der Zielcode ist für die korrekte Briefsortierung nach Ort, Straße und PLZ notwendig.
In 31535 Neustadt am Rübenberge wurden über die Jahre zahlreiche neue Straßen erschlossen; oft mit nur wenigen Haushalten pro Straße. Die Kapazität des bestehenden PLZ-Bereichs wurde dadurch nahezu ausgeschöpft. Neue Straßen könnten ohne Anpassung nicht mehr eindeutig erfasst werden, was die automatische Sortierung beeinträchtigen würde, schreibt die Stadt auf ihrer Website.
Die Stadtverwaltung und die Deutsche Post entschieden gemeinsam, welche Gebiete in einen neuen PLZ-Bereich übergehen. Mardorf und Schneeren wurden ausgewählt, weil sie geografisch zusammenhängen und genug Haushalte haben, um eine eigene PLZ sinnvoll zu machen.
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Dazu meldet die Google KI:
Die Aussage, dass für jede Postleitzahl nur rund 1.000 Straßennamen hinterlegt werden können, ist nicht korrekt und eine Fehlinterpretation der Aussage des NDR. Die orangefarbenen Striche auf dem Briefumschlag sind ein Zielcode, der die genaue Empfängeradresse für die maschinelle Sortierung kodiert, aber sie enthalten nicht die Liste aller Straßennamen. Die Menge der codierbaren Straßennamen pro Postleitzahl ist weitaus größer als 1.000, da der Zielcode direkt die Adresse des Empfängers kodiert und nicht eine Liste von Namen innerhalb einer PLZ.
Funktion des Zielcodes: Der Zielcode ist ein Barcode, der auf der unteren rechten Seite des Umschlags gedruckt wird und die Informationen für die maschinelle Sortierung enthält.
Was der Zielcode kodiert: Der Code kodiert die genaue Empfängeradresse, die Postleitzahl, die Straße und die Hausnummer, damit die Briefe automatisiert sortiert werden können.
Irrtümliche Interpretation: Die Aussage, dass nur 1.000 Straßennamen hinterlegt werden können, ist falsch. Der Zielcode kodiert eine spezifische Adresse, nicht eine begrenzte Anzahl von Straßennamen pro Postleitzahl.
Begrenzung der Codierung: Die Begrenzung der Codierung liegt in der Menge der Informationen, die in den Barcode passen, und nicht in einer vordefinierten Anzahl von Straßennamen pro Postleitzahl.
Am: 10.11.2025 11:17:28
Gelesen: 712
# 2
@ Richard [#1]
Liebe KI,
wenn ich Dich da kurz korrigieren darf:
Der aufgedruckte Zielcode ist nichts anderes als eine maschinenlesbare Folge von Ziffern. Da die Striche eine genormte Größe und einen genormten Abstand haben (anders wäre es ja schwierig mit der Maschinenlesbarkeit) und außerdem der Code eine genormte Gesamtlänge hat, kann nur eine bestimmte Anzahl Ziffern im Zielcode enthalten sein.
Ganz einfach ist dabei die PLZ: die besteht in Deutschland immer aus fünf Ziffern. Relativ einfach ist dabei die Hausnummer: die besteht oft nur aus Ziffern - und für Konstruktionen wie "4a" oder "55 I" findet sich leicht eine genormte Umwandlung in Ziffern.
Auch dort, wo die Position eines Briefkastens innerhalb einer Hausbriefkastenanlage mitcodiert wird, kann man leicht in Ziffern zählen und codieren.
Große Schwierigkeit: die Straßennamen bestehen in Deutschland nicht aus Ziffern. Theoretisch könnte man jeden Buchstaben einfach in eine Ziffernkombination übersetzen (eine Ziffer reicht nicht für alle Buchstaben des Alphabets), dann bekommt man allerdings schnell Probleme mit langen Straßennamen wie zB "Wilhelm-Theodor-Römheld-Strasse" - das wären deutlich mehr Ziffern als in den Zielcode passen.
Lösung: innerhalb einer PLZ erhält jede Straße eine Nummer; eine Nummer lässt sich problemlos in Ziffern darstellen.
Problem bei der Lösung: mit einer begrenzten Anzahl an Ziffern im Zielcode, die für die Codierung der Straße zur Verfügung stehen, ist auch die Anzahl der Straßennamen, die sich innerhalb einer PLZ codieren lassen, in ihrer Zahl eindeutig begrenzt. Wo genau diese Grenze liegt, ob sie tatsächlich genau bei der Zahl 1.000 liegt, entzieht sich im Moment meiner Kenntnis - da gibt es hier im Forum sicher größere Experten.
Ja, liebe KI, eigentlich hätte ich gedacht, dass Du solche technischen Beschränkungen besser und schneller verstehst als ein Mensch.
Aber nun schließe ich mich der Frage von Prof. Katharina Zweig an: "Weiß die KI, dass sie nichts weiß?"
Jörg
Am: 10.11.2025 12:24:20
Gelesen: 681
# 3
@ JoergH [#2]
Die Zahl 1000 lässt sich leicht erklären. Sowohl bei der Briefkodierung als auch bei der Paketkodierung wird jeder Straße eine dreistellige Zahl (Kennung) zugeordnet. Das bedeutet, dass für jede Postleitzahl prinzipiell nur 999 Straßenkennungen möglich sind.
In Wirklichkeit stehen für die Straßenkennungen weniger Zahlen zur Verfügung, da zum Beispiel sehr lange Straßen (Hausnummern über 1000) und auch Packstationen und Postfilialen, an die Sendungen adressiert werden können, eigene Kennungen besitzen.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Die Zahl 1000 lässt sich leicht erklären. Sowohl bei der Briefkodierung als auch bei der Paketkodierung wird jeder Straße eine dreistellige Zahl (Kennung) zugeordnet. Das bedeutet, dass für jede Postleitzahl prinzipiell nur 999 Straßenkennungen möglich sind.
In Wirklichkeit stehen für die Straßenkennungen weniger Zahlen zur Verfügung, da zum Beispiel sehr lange Straßen (Hausnummern über 1000) und auch Packstationen und Postfilialen, an die Sendungen adressiert werden können, eigene Kennungen besitzen.
Schöne Grüße
Franz-Josef
Am: 10.11.2025 14:41:44
Gelesen: 619
# 4
@ JoergH [#2]
Aber nun schließe ich mich der Frage von Prof. Katharina Zweig an: "Weiß die KI, dass sie nichts weiß?"
Die KI weiß nichts, sie phantasiert... ;-)
Zitat "Studien zeigen: Die Fehlerquoten liegen – je nach Fachgebiet – teils über 80 Prozent" [1]. Und diese Aussage basiert aus Untersuchungen aus 2023 und vor ein paar Wochen wurde auf Phoenix berichtet, dass diese "Fehler-Quote" über die letzten Monate in vielen Bereichen sogar eher noch schlechter wurde, statt - wie erwartet - besser.
Insbesondere für unsere eher "spezielleren" Themen lässt sich die KI, insbesondere die Google-KI, für Fragen einfach nicht sinnvoll nutzen. Oft findet sich sogar, bei den in den Antworten angegebenen Quellen, sogar Gegensätzliches, falls in dieser Quelle überhaupt etwas Sinnstiftendes enthalten ist. Meine Versuche mit Fragen bei denen mir die vorher Antworten bekannt waren, wurden im Prinzip (fast) immer falsch (teil-) beantwortet bzw. inkorrekt interpretiert (wie jetzt zum Thema NDR).
Je nach Formulierung der Fragen werden unterschiedliche Angaben gemacht. Sogar, wenn man nach 2-3 Versuchen die erste, ursprüngliche Formulierung eingibt, kommt inhaltlich sehr oft etwas bisher nicht gesehenes "Neues" heraus. Ich habe spasseshalber 5x - leicht abgewandelt - nach dem Eröffnungsdatum eines speziellen Postamts gefragt und 5x wurde mir ein anderes Datum genannt. Immer ein optisch "echtes", statt ein "die Quellen sind nicht aussagekräftig genug" o.ä. Nach vier Versuchen warf die KI den echten Gebührensatz für eine Luftpostkarte aus den USA von 1983 aus. Ein Fraunhofer-Interviewpartner auf Phoenix nannte das vor einiger Zeit so schön "die KI phantasiert (und keiner weiß so richtig, wie und warum)". Das Gefährliche ist, dass die Antworten in aller Regel zumindest auch Teilwahrheiten enthalten und für "Unwissende" eigentlich auch immer gut bzw. @ JoergH [#2]
Die KI weiß nichts. ;-)
Zitat "Studien zeigen: Die Fehlerquoten liegen – je nach Fachgebiet – teils über 80 Prozent" [1]. Und diese Aussage basiert aus Untersuchungen aus 2023 und vor vor ein paar Wochen wurde auf Phoenix berichtet, dass diese "Fehler-Quote" über die letzten Monate in vielen Bereichen sogar eher noch schlechter wurde, statt - wie erwartet - besser.
Insbesondere für unsere eher "spezielleren" Themen lässt sich die KI, insbesondere die Google-KI, für Fragen einfach nicht sinnvoll nutzen. Oft findet sich sogar, bei den in den Antworten angegebenen Quellen, sogar Gegensätzliches, falls in dieser Quelle überhaupt etwas Sinnstiftendes enthalten ist. Meine Versuche mit Fragen bei denen mir die vorher Antworten bekannt waren, wurden im Prinzip (fast) immer falsch (teil-) beantwortet bzw. inkorrekt interpretiert (wie jetzt zum Thema NDR).
Je nach Formulierung der Fragen werden unterschiedliche Angaben gemacht. Sogar, wenn man nach 2-3 Versuchen die erste, ursprüngliche Formulierung eingibt, kommt inhaltlich sehr oft etwas bisher nicht gesehenes "Neues" heraus. Ich habe spasseshalber 5x - leicht abgewandelt - nach dem Eröffnungsdatum eines speziellen Postamts gefragt und 5x wurde mir ein anderes Datum genannt. Immer ein optisch "echtes" Datum, statt ein "die Quellen sind nicht aussagekräftig genug" o.ä. Erst nach vier Versuchen warf die KI den echten Gebührensatz für eine Luftpostkarte aus den USA von 1983 aus etc. etc. Ein Fraunhofer-Interviewpartner auf Phoenix nannte das vor einiger Zeit so schön "die KI phantasiert (und keiner weiß so richtig, wie und warum)". Vermutlich stammt der Quelltext der KI aus Asien, denn da sagt man ja, wenn man es nicht weiß, immer Ja - und ein ehrliches Ich-Weiß-Nicht lässt einen das Gesicht verlieren... wenn man den Weg nicht weiß, lächelt man und zeigt in eine Richtung ;-) Das Gefährliche ist, dass die KI-Antworten in aller Regel zumindest auch Teilwahrheiten enthalten und für "Unwissende" eigentlich auch immer gut bzw. glaubwürdig 'rund' klingen, d.h. wer es nicht besser weiß, glaubt den ausgeworfenen Informationen, Glauben schenken zu können.
Ich kann deshalb tunlichst nur davon abraten, die KI (derzeit) [zumindest für unsere "Nische"] für echte Fakten-Information einzusetzen, ohne dass man die ausgeworfenen Daten nicht vollständig an Hand von vertrauenswürdigen Quellen selbst quergecheckt bzw. verifiziert zu haben.
Gleiches gilt übrigens in unserer Nische auch für Übersetzungsprogramme, d.h. "ohne entsprechendes philatelistisches Wissen, kann man keine chinesischsprachigen Fachartikel richtig verstehen" ...
LG
Thomas
[1] https://digitalzentrum-berlin.de/ki-modelle-im-faktencheck-chatgpt-und-co-liefern-oft-falschaussagen