Thema:
Ziermusterstempel und Ziermuster-Freistempel Deutsches Reich 1920-1922
@ volkimal [#1]
Hallo Volkmar,
vielen Dank für die überraschende Eröffnung dieses Themas.
Füge schnell einen Beleg ein, den ich rausgesucht habe.

Hamburg * 1 * vom 30.3.1921 als Drucksache an die neue
Eilbecker Apotheke
Eilbek ist ein Stadtteil von Hamburg im äußersten Südwesten des Bezirks Wandsbek. (Schreibweise bis ca. 1946 Eilbe
ck)
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
dann zeige ich mal den ersten roten hier in dieser Runde.

LEIPZIG * 2 I vom 15.08.1922 auf einem Brief nach Plauen im Vogtland.
Diesen Beleg, mit der Wertstufe von 50 Reichspfennig, habe ich erst am 12.10.2025 beim Briefmarken- und Münzen-Tauschtag in Freiberg am Neckar in einer Grabbelkiste für 50 Cent (in Worten: halber Euro) gefunden und erstehen können.
Schöne Grüße,
Thomas
Liebe Sammlerfreunde,
das ist mein derzeit frühester Ziermusterstempel aus Leipzig vom 13.02.1921 für eine Drucksache in die Vorstadt Eutritzsch.
Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.
Vom schwarzen Stempel zu 10 Pf kann ich einen Beleg beisteuern. Der Stempel aus Berlin C * 2 I stammt vom 2.2.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Anbei zwei Abschläge mit schwarzen Zierstempeln zu 40 Pf und 60 Pf aus Berlin-Wilmersdorf * 1 I:
@ Totalo-Flauti [#4]
Aus Leipzig kann ich einen schwarzen Stempel zu 10 Pf mit dem Stempelkopf Leipzig * 2 II vom 18.2.21 zeigen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Liebe Sammlerfreunde,
mein zeitlich jüngster schwarzer Stempel vor der Rotphase aus Leipzig ist vom 20.07.1921. Es ist eine Drucksache zu 15 Pfennig nach Rachowitz in Oberschlesien.
Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.
Ein weiterer schwarzer Stempel zu 10 Pf aus Berlin hat den Stempelkopf Berlin C * 2 II und ist am 17.3.21 gelaufen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Hallo zusammen,
danke für die rege Beteiligung! Von den Ziermusterstempeln in schwarz gab es die Wertstufen: 10, 15, 30, 40, 60 und 80 Pfennig. Bis auf die beiden Wertstufen 30 und 80 Pfennig wurden schon alle vier gezeigt. Es wäre schön, wenn einer von euch die 30 bzw. 80 in schwarz hat und einstellen würde.

Ich selbst habe von den normalen schwarzen nur noch diesen Brief mit der Wertstufe 60 Pfg. vom Postamt Berlin-Wilmersdorf * 1 I vom 16.04.1921.
Es ist das Porto für einen Brief im Fernverkehr bis 20g in Portoperiode 6 (1.4. bis 31.12.1921). Es könnte aber auch eine Brief im Ortsverkehr von 20-100g sein. Die Drucksache von 100-250g scheidet in dem Fall für mich aus, da der Vermerk "Drucksache" fehlt.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#10]
Hallo Volkmar,
schauen wir mal, ob ein Beleg mit der Wertstufe 80 Pf. in schwarz gemeldet wird. In der Akte steht:
wird zukünftig nicht mehr benötigt!
Einen frühen PFS zu 10 Pfennig vom
29.12.1920 aus der ehemaligen Sammlung von Inge Riese. Ich habe seinerzeit bei der Erstellung einer CD geholfen, bevor diese Sammlung dann später in andere Hände ging.

Berlin SW 68 * I
In meinem Werk „100 Jahre Postfreistempel“ hat der Beleg u. a. einen Platz auf der Titelseite bekommen.
Zuletzt habe ich das frühe Teil bei Harlos entdecken können.
Gruß
Hajo
Hallo,
um wieder etwas Bewegung in diesen Thread zu bringen folgende
Kopie!

Berlin C 2 , Ziermuster 80 schwarz, möglicher Zeitraum 1.4.21-31.7.21 (Preisangabe seinerzeit 25 RM.)
Entnommen aus: Nawrocki, Johannes (1937) / Die ersten Barfreimachungen für Massensendungen : Teilabschnitt 3 . der Deutschen Reichspost von 1919 – 1923.
Gruß
Hajo
Guten Abend,
ich muss mal meine Belegekisten durchwühlen, da findet sich sicher auch etwas hierzu.
Vorerst dieser Beleg aus Altona vom 31.3.1921:

Wertstempeleinsatz 10 (Pfg.) für die Drucksache bis 50 g in der PP 5 (hier der Letzttag dieser Portoperiode)
Gruß Michael
Hallo,
im Laufe der Jahre habe ich in der Rubrik Inflationsbelege einige solcher Belege vorgestellt, die 3 interessantesten Stücke will ich hier nochmals hervorholen:

Drucksache Pößneck-Dresden aus der PP 7, bis 50 g mit 50 Pfg. zu frankieren
Offensichtlich fehlte ein Werteinsatz zu 50 Pfg., weshalb der Betrag mit 2 Freistempeln zu 10 und zu 40 Pfg. "zusammengestückelt" wurde.

Ortsbrief Dresden der 2. Gewichtsstufe aus der PP 6 für 60 Pfg. Porto, am nächsten Tag mit 2 Freimarken zu 10 Pfg. nachfrankiert
Für die erste Gewichtsstufe reichte der Freistempel aus.

Auslandsdrucksache bis 50 g aus Leipzig in die Schweiz aus der PP 6 für 30 Pfg. Porto, zunächst mit Postfreistempler frankiert.
Da diese ins Ausland erst ab 1.1.1922 zugelassen waren, wurde der Freistempel wohl postseitig mit senkrechtem Paar Mi-Nr. 142 a überklebt.
Wahrscheinlich befand sich die Drucksache in einem Stapel mit Inlandsdrucksachen und die Unzulässigkeit fiel erst später auf.
Gruß Michael
Ich mache mal weiter mit den Stempeln zu 10 Pf in schwarz. Dieses Exemplar Essen * 1 I auf einer Drucksache stammt vom 19.2.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Hallo,
hier die restlichen Belege der letzten Jahre:

Drucksache 40 Pfg. vom 23.5.1922 (PP 7) Leipzig 2

Drucksache 50 Pfg. vom 30.9.1922 (PP 8) Berlin SW 68 a/s

Drucksache 50 Pfg. vom 2.8.1922 (PP 8) Chemnitz 4 */?, mit überklebter Anschrift für die Antwort verwendet
Gruß Michael
Mein letzter schwarzer Stempel zu 10 Pf ist Hannover 1 * I *, verwendet am 31.3.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Hallo zusammen,
dann möchte ich auch einen "Schwarzen" zeigen, meiner ist aus Hannover s 1 k vom 20.6.21.

Viele Grüße
Jürgen
Laut Katalog von Nawrocki wurden die schwarzen Stempel mit dem Wert 15 Pf vom 1.4.21 bis 31.7.21 eingesetzt. Versehen mit dem Stempel Altona (Elbe) * 1 k wurde am 9.4.21 diese Drucksache verschickt.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Diese Drucksache wurde ebenfalls mit einem schwarzen Stempel zu 15 Pf freigemacht, Berlin C * 2 II vom 21.6.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Guten Abend,
ich mach mal mit 3 Magdeburgern weiter:

zunächst in schwarz: Magdeburg 1 */I/* 17.6.1921 (PP 6) 15 Pfg. für eine Drucksache bis 50 g

dann in rot Magdeburg 1 -/II/- 9.6.1922 (PP 7) 50 Pfg. für eine Drucksache bis 50 g

und nochmals in rot Magdeburg 1 -/I/- 29.9.1922 (PP 8) 50 Pfg. für eine Drucksache bis 20 g
Gruß Michael
Ich mache mal mit einem schwarzen Stempel zu 15 Pf, Berlin SW * 68 I vom 12.4.21, weiter.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Guten Abend,
einen Berliner habe ich auch noch, diesmal in rot:

Berlin W */8/I vom 8.10.1921 (PP 6) 15 Pfg. für eine Drucksache bis 50 g
Gruß Michael
Mein nächster schwarzer Stempel zu 15 Pf ist Berlin SW * 68 II vom 20.4.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Guten Abend,
mein vorerst letzter Stempel:

Leider etwas blass: roter Erfurt */1/II 26.11.21 (PP 6) 10 Pfg. für eine Drucksachenkarte.
Gruß Michael
Kein Schlussgalopp, sondern eine Fortsetzung mit einem schwarzen Stempel zu 15 Pf, Berlin-Wilmersdorf * 1 I vom 19.4.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Weiter geht es mit einer Drucksache, die den schwarzen Stempel zu 15 Pf Chemnitz * 1 I vom 30.6.21 trägt.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Jürgen Witkowski [#27]
Hallo Jürgen,
eigentlich war ein schwarzer Ziermusterabdruck zu 40 Pf. geplant. Aber ist zur Zeit in den Tiefen des PC versteckt. Als vorläufigen Ersatz nehme ich den danach geplanten Abdruck zu 60 Pf. zur Ansicht.

Berlin SW 68 a II vom 27.7.1921
Gebühr für Fernbrief vom 1.4.1921 - 31.12.1921
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#28]
Hallo Hajo,
Du zeigst uns ein schönes Stück. Während Du noch in den Tiefen Deines PCs nach weiteren Preziosen suchst, stelle ich in der Zwischenzeit einen weiteren schwarzen Stempel zu 15 Pf., Frankfurt (Main) * 1 I vom 5.4.21, vor.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Jürgen Witkowski [#29]
Hallo Jürgen,
ich habe einen vorläufigen interessanten Ersatz für den „versteckten“ Ziermuster zu 40 Pf. entdeckt.
Wenn ich das richtig sehe, ist dieses frühe Exemplar den ersten Versuchspostämtern in Berlin (C2, W 8, SW 19, SW 68 und Berlin-Wilmersdorf 1) zuzuordnen.

Berlin-Wilmersdorf 1 * I vom 10.2.1921
Absender laut Eindruck auf der Rückseite: Reichsversicherungsanstalt für Angestellte - Rentenausschuss - Berlin
Gebühr für Brief o. Drucksache 100 – 250 g. vom 6.5.1920 - 31.3.1921
Den Unterlagen der Reichspost vom 20.1.1921 ist zu entnehmen, dass der Stempel zu 40 Pf. in der bisherigen Ausführung auch zukünftig verwendet werden soll.
Gruß
Hajo
Ich mache dann mal mit einem als Drucksache gelaufenen Bankbrief weiter, der den schwarzen Stempel zu 15 Pf trägt, Frankfurt (Main) * 1 II vom 2.7.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Der Stempel Köln * 1 I zeigt mit dem 5.4.21 ein Verwendungsdatum aus den ersten Einsatztagen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Jürgen Witkowski [#32]
Hallo Jürgen,
in einer Bekanntmachung vom 11.6.1921 wurden weiter 21 Orte mit belieferten Maschinen hinzugefügt, darunter auch Mannheim 2.

Daher von mir den Ziermuster-Freistempel mit 15 Pf. von Mannheim in schwarz vom 13.7.1921.
Die Umstellung auf rote Stempelfarbe begann ab August 1921.
Ob nun noch eine Wertstufe zu
30 Pf. in schwarz auftaucht, bleibt abzuwarten.
Gruß
Hajo
Mein nächster schwarzer Stempel zu 15 Pf befindet sich auf einem Streifband der Zeitschrift Germania-Ring vom Verband deutscher Postwertzeichensammler-Vereine e.V.
Der Germania-Ring war einer der beiden Vorläufer des 1924 gegründeten Bundes der Philatelisten [1]. Der Stempelkopf ist Leipzig * 2 * vom 8.7.21.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
[1]
https://www.philapress.de/2024/03/06/aus-der-not-geboren-der-bund-der-philatelisten/
Hallo,
beim Durchstöbern der Inflabelege-Datenbank fand ich zwei der hier gesuchten Belege, die 2013 bzw. 2014 von unserm Mümmel eingestellt wurden:

schwarzer Freistempel "030" auf Ortspostkarte Braunschweig * 1 I vom 18.6.1921 (PP 6)

schwarzer Freistempel "040" auf Fernbrief ab Berlin-Wilmersdorf * 1 I vom 15.2.1921 (PP 5)
Ich denke Harald hätte nichts dagegen gehabt, diese 2 Belege zu zeigen.
Gruß Michael
@ inflamicha [#35]
Hallo Michael,
das ist ja hervorragend, dass eine Postkarte mit dem Ziermuster 30 Pf. aufgetaucht ist. Ich selbst hatte mal eine Blanco Karte mit einem Abdruck auf dem Bildschirm gehabt. Ob nun aus der Akte oder anderweitig kann ich erst sagen, wenn ich das wieder finde.
Im Gildebrief 228 – August 2009- hat Horst Müller, Witten (inzwischen auch leider verstorben) eine Ausarbeitung: Die Ziermusterfreistempel der Deutschen Reichspost 1920 bis 1922 veröffentlicht.
Auf Seite 46 wird der Ziermuster 30 Pf. schwarz behandelt. Er schrieb, dass Daten von Berlin C2 und Bremerhaven gemeldet wurden. Möglich sind Postkarten im Ortsverkehr und Drucksachen 50 – 100 g.
Daher ist die gezeigte Ortspostkarte schon ein seltenes Stück!

Ich habe mir erlaubt die Karte im Adressfeld zu verstärken und siehe da, eine Adresse in Braunschweig taucht auf.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#36]
Hallo Hajo,
das ist ja hervorragend, dass eine Postkarte mit dem Ziermuster 30 Pf. aufgetaucht ist
Genau deswegen habe ich die "aus den Tiefen der Datenbank" hervorgeholt. Ich muss allerdings aus meiner Erfahrung als jahrzehntelanger Belegesammler sagen, dass ich Haralds Karte für nachbeschriftet halte, es sich somit ursprünglich auch um einen Blankoabschlag handelte. Er hat zwar die Rückseite mit eigentlich nichtssagendem Text auch mit hochgeladen, leider jedoch in so geringer Auflösung, dass zumindest beim Kopieren hierher so gut wie nichts zu erkennen ist. Über die Kombisuche "Braunschweig" und Datum "18.6.1921" lässt sich der Beleg gut finden, schau selbst. Die Schreibweise der Adresse, die Textformulierung und auch die Schrift selbst erscheinen mir höchst verdächtig. Solche "echten" Adressen lassen sich ganz leicht von wirklich zeitgerechten Belegen abschreiben, wenn man Wert auf Täuschung legt. Die "schwache" Schrift ist nur ein weiteres Indiz, muss aber nicht unbedingt auf Nachbeschriftung hindeuten. Das kommt -allerdings selten- auch auf "echten" Belegen vor.
Gruß Michael
@ inflamicha [#37]
Egal ob Blankokarte oder nachträglich beschriftete Karte, selten ist der Stempelabdruck auf jeden Fall.
Ich mache mit einem weniger seltenen schwarzen Stempel zu 15 Pf weiter. Mannheim * 2 a vom 12.5.1921.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Jürgen Witkowski [#38]
Hallo,
einen Hamburger Ziermusterstempel gescannt und auf dem Monitor zur Bearbeitung.

Stempel zu 10 Pf. in schwarz mit dem Stempelkopf Hamburg * 1 * vom 30.3.21.
Gruß
Hajo
Ab dem 1.8.1921 war Rot die vorgeschriebene Farbe für die Postfreistempel. In Stuttgart war die rote Farbe vielleicht noch nicht angekommen oder die Verordnung noch nicht bis zum Bediener der Stempelmaschine durchgedrungen. Wir werden es heute kaum noch ergründen können. Jedenfalls wurde der Stempel zu 15 Pf Stuttgart * 1 I am 4.8.21 noch in schwarzer Farbe verwendet. Der Absender war ironischerweise G. Siegle & Co. G.M.B.H. Farbenfabriken mit einem schönen roten Werbeeindruck.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
Mein vorerst letzter schwarzer Stempel zu 15 Pf, Stuttgart * 1 II, ist noch innerhalb der regulären Verwendungszeit am 27.7.21 verwendet worden.

Nun sind die Besitzer von schwarzen Stempeln zu 30 Pf gefragt.
Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
@ Jürgen Witkowski [#41]
Hallo Jürgen,
dank der Suche des langjährigen Freundes Jochen Greulich, konnten zwei Belege Ziermuster mit 30 Pf. schwarz neu registriert werden. Nachfolgend ein Exemplar.

Berlin-Wilmersdorf 1 * I vom 7.7.1921
Mit einem weiter vorgelegten Exemplar von Düsseldorf 1, und den schon hier gezeigten von Braunschweig und Magdeburg 1, sind 4 Orte bisher zu verzeichnen.
Berlin C2 und Bremerhaven 1 sind in der Aufstellung von Horst Müller, Witten (RIP) vorhanden, aber wohl nur als Meldung und daher als fraglich gekennzeichnet.
Ich selbst hatte mal eine Blanco Karte mit einem Abdruck auf dem Bildschirm gehabt. Ob nun aus der Akte oder anderweitig kann ich erst sagen, wenn ich das wieder finde. [#35]
Dieser erwähnte Ziermuster mit Portostufe 30 Pf. schwarz auf Karte hat sich aber leider in roter Farbe gezeigt.
Gruß
Hajo
@ inflamicha [#35]
Hallo Michael,
in den letzten Tagen sind zwei weitere großformatige Briefe mit Ziermuster 30 Pf. schwarz nachgemeldet worden. Vermutlich Drucksachen 50 –100 gr.

Ziermuster 030 schwarz Frankfurt (Main) + 1 II vom 14.7. 1921- Kopie (Ausschnitt anbei)
Mit Frankfurt ist nun ein weiteres Postamt gemeldet worden.
Ein weiterer Beleg von Magdeburg 1 II diesmal vom 18.6.1921 ist ebenso gemeldet worden.
Die im Beitrag [#35] gemeldete Karte ist zusammen mit anderen Ziermusterbelegen von einem Mitglied der FG Post- und Absenderfreistempel e.V. kürzlich gesichert worden.
Gruß
Hajo
Hallo,
vermutlich zum Abschluss der schwarzen Ziermuster zu 30 Pf, nun wie vorher schon erwähnt, das zweite gemeldete größere Stück Papier mit diesem Stempel.
Entnommen einer großformatigen Zeitungsdrucksache, die von Sammlerfreund Greulich gemeldet wurde.

Ziermuster 30 Pf schwarz von Magdeburg 1 II vom 18.6.1921
Gruß
Hajo
Hallo,
ich möchte diesem Thread wieder etwas Leben einhauchen.
Nach dem vermutlich letzten Ziermuster 30 Pf. schwarz,
aufgrund der Seltenheit, ein kleines Minibriefchen aus meiner Sammlung. Rückseite als „Beweismittel“ anbei.


Ziermuster 40 Pf. schwarz Berlin C 2 * II vom 30.7.1921
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#36]
Hallo,
ich habe erneut eine Übermittlung vom Sammlerfreund Jochen Greulich erhalten.
Darunter befand sich ein Blankoabdruck auf einem Umschlag mit schwarzem Stempel zu
80 Pf. von Braunschweig 1 * I ebenfalls vom
18.6.1921

Das deutet eventuell darauf hin, dass dieser erneute Blanco Stempel, nun der schwarze zu 80 Pf., Probezwecken gedient hat, bevor der Stempelbetrieb begann.
Da auch ein kopfstehendes Exemplar von Berlin vorliegt, wird ein Schuh daraus.

Zum Vergleich der schon gezeigte zu 30 Pf.
Er stammt aus der letzten Auktion bei Schlegel und ist in Händen eines FG-Mitgliedes.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#12]
@ Nordluchs [#46]
Hallo,
wie im vorigen Beitrag erwähnt, ist auf ein kopfstehendes Exemplar hingewiesen worden.
Es liegt zwar nur dieser Ausschnitt vor, diesen habe ich um 90° gedreht zusätzlich sichtbar gemacht.


Berlin SW 68 PFS-80-schwarz vom 27.6.21 Wertrahmen kopfstehend
Man muss dabei bedenken, dass beim Wechsel der verschiedenen Einsatzstücke im Stempelkörper alles seitenverkehrt zu sehen ist.
Alles in allem kann festgehalten werden, dass durch u.a. diese Veröffentlichung mehr schwarze Ziermuster zu 30 bzw. 80Pf. entdeckt wurden.
In meiner Broschüre konnte ich im Jahr 2021 nur Abbildungen aus dem Handbuch von Nawrocki verwenden.
Gruß
Hajo
Hallo,
einen Beleg möchte ich noch beisteuern, bei dem der Ziermuster Freistempel als Entwertungsstempel benutzt wurde.
Sie scheinen sehr selten zu sein.

@ johanneshoffner [#48]
Hallo Johannes,
der zur Entwertung von Briefmarken in Köln benutzte alte Ziermusterrahmen (Ziffern ursprünglich mit fest gravierten 50 Pf.) wurde grob aptiert.
Zu dem Zeitpunkt der Stempelung, hier 6.12.1922, war schon etwas über ein Jahr vorher (1. August 1921) rote Stempelarbe in Benutzung.
Der hier gezeigte und mit Attest versehene aptierte ehemalige Rahmen mit Ziermuster, diente, da nicht mehr in Benutzung, zur Entwertung der Poststücke, aus welchem Grund auch immer.
Die Wertziffern waren fest graviert und
konnten nicht verstellt werden und
sind im Attest daher nicht richtig beschrieben.
Da der Weltpostkongress den Beschluss fasste, ab dem 1.Januar 1922 die Barfreimachung im internationalen Verkehr zuzulassen, wurden neue Wertrahmen vorgestellt. .

1921, 8. 12 , Postnachrichtenblatt, Vfg. Nr. 1254 - Freistempel, zeigt schon eine Änderung von Wertrahmen mit Landesbezeichnung an.
Gruß
Hajo
Hallo,
bevor demnächst die rote Phase in Angriff genommen wird eine kurze Ausführung zur Einführung der Postfreistempelung.
Die grundsätzliche Entscheidung darüber fiel schon laut Reichspostakte am 1. Februar 1918. Es dauerte aber noch geraume Zeit, da verschiedene Entwürfe von der Reichsdruckerei angefordert wurden.
Die Umrüstung der vorhandenen Universal-Briefstempelmaschinen mit Stempelköpfen, Zählwerken usw. dauerte ebenfalls eine gewisse Zeit. Die Firma Klüssendorf war da schon stark involviert

Das gezeigte Musterbeispiel enthält neue Ziffern und eine ansprechende Umrahmung. Diese Kopie von 1993 ist aus den eingesehenen Akten.
Kopien in Farbe war im alten provisorischen Museum in Berlin nach der Wende damals nicht möglich.
Die Versuche endeten Ende März 1920. Gleichzeitig (im Februar) wurden von einem Prof. Ehmke aus München in Auftrag gegebene Entwürfe für zukünftigen Formen der Ziermuster erarbeitet.
Gruß
Hajo
@ johanneshoffner [#48]
@ Nordluchs [#50]
Hallo zusammen,
die Verwendung des Ziermusterstempels als Entwertungsstempel [#48] und der Beitrag über die Geschichte der Postfreistempel [#50] sind interessante Ergänzungen zu diesem Thema.
Mit der Wertstufe von 80 Pfennig ist die höchste Portostufe der schwarzen Ziermusterstempel erreicht. Seit dem 01.08.1921 mussten die Ziermusterstempel in rot abgeschlagen werden. Die niedrigste Wertstufe von 10 Pfennig galt vom 01.08.-31.12.1921 für Drucksachenkarten. Solch eine Karte besitze ich leider nicht.

Ab dem 01.01.1922 kostete eine Drucksache im Fernverkehr 50 Pfg. Solange der neue 50 Pfg.-Ziermusterstempel noch nicht geliefert war, konnte im Januar bzw. Februar 1922 der 10-Pfennig Freistempel aber als Zusatzfrankatur zu einem 40 Pfg.-Stempel abgeschlagen werden.
Bei dieser Karte stellt sich mir die Frage, was genau eine Drucksachenkarte ist. Diese kostete ab dem 01.01.1922 40 Pfennig. Weshalb wurde meine Karte vom 16.01.1922 aus Chemnitz als Drucksache und nicht als Drucksachenkarte verschickt?
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#51]
Hallo Volkmar,
Drucksachenkarte v. 4.12.1921, Adressaufkleber verm. abgefallen.


Bei Deiner Karte war eine anhängende Bestellkarte dabei, deshalb keine Drucksachenkarte zusätzlich
vermute ich als Voraussetzung noch, das mehrere gleichartige Karten aufgegeben werden mussten. Im Thema Drucksachenkarten stehen weitere Anforderungen.
grüsse Christof
Hallo zusammen,
hatte den folgenden Beleg schon parat, aber ich habe mich vorerst in eine Parkposition begeben.
Eine einfache saubere Drucksachenkarte nach Bunzlau / Schlesien kann ich zeigen.

Leipzig 2, * * PFS-10 Pf. rot vom 7.12.21
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#53]
Hallo Hajo,
ich dachte ich hatte Drucksache gelesen, jetzt steht dort Drucksachenkarte. Dieser Beitrag kann gelöscht werden.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#54]
Hallo Volkmar,
Du hast ja recht, dass dort Drucksache auf der Karte steht, war wohl etwas im Stress.
Hatte an einem zwölfseitigen Artikel für den nächsten Gildebrief gearbeitet. Der ist am 19.12. abgeliefert worden.
Zudem hatte ich gehofft, dass Deiner Bitte um Löschung des vorherigen Beitrages Aufmerksamkeit geschenkt würde. Leider ohne Erfolg!
Damit es hier weiter geht, nochmals die Anmerkung, dass ab dem 1.8.1921 die Farbe Rot die vorgeschriebene Farbe für die Postfreistempel galt.

Ein Brief mit Ziermuster rot zu 15 Pf. von Berlin-Wilmersdorf 1 * I vom 13.9.21
Ähnliches wurde zwar schon eingangs gezeigt, aber wenn man den Faden nicht verlieren möchte, eins nach dem anderen. Die interessante Zeit kommt ja noch.
Gruß
Hajo
Hallo,
kurze Erinnerung, dass die roten Postfreistempel (PFS) in der Gebührenstufe 10 Pf. und 15 Pf. sehr kurze Zeit in der Verwendung waren.

Hamburg 1, * * Beleg v. 14.10.1921 rot (Sammlung Thomas Kolb)
Mit der Umstellung auf rote Stempelfarbe ab 1. August 1921 kündigte sich postintern zum 1. Januar 1922 eine Gebührenerhöhung an. Demnach sind die „langweiligen“ beiden Portostufen nur in relativ kurzer Verwendungszeit zu finden.
Ausnahmen bildeten eine Mischfrankatur 10 + 40 Pf., unter Verwendung von einem eigentlich außer Kurs gesetzten Portowert, da die neuen Klischees zu 50 Pf. noch nicht überall zur Verfügung standen. Zu besichtigen im Beitrag: [#51]
Ich habe auch so ein Teil, stelle dieses aber später mal ein.
Gruß
Hajo
Hallo,
ein weiterer roter Postfreistempel (PFS) in der Gebührenstufe 15 Pf.
Der Verwendungsort Erfurt ist ab Juni 1921 mit einer umgerüsteten Maschine versorgt worden.

Erfurt 1 * II 15 Pf. rot vom 31.8.1921
Es liegen von Hamburg 1 zurzeit 3 Belege und 1 Beleg von Leipzig 2 mit letztem Verwendungstag (31.12.21) vor.
Kann noch jemand andere Verwendungsorte im Zeitraum von 1. August 1921 bis 31. 12.1921 mit roten Ziermuster 15. Pf. zeigen?
In einer amtlichen Bekanntmachung vom 19.11.1921 kamen zu den ca. 30 verfügten Verwendungsorten nochmals ca. 30 Postämter dazu. Ob die letztgenannten erst nach der Portoerhöhung 5 Wochen später einsetzbar wurden kann nur von Fall zu Fall geprüft werden.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#57]
Hallo,
anbei zwei Belege aus besagter Periode mit Abschlägen aus Altona und Köln.


Mit besten Grüßen
René
Hallo,

Köln 20.2.21
Grüße
Reini46
@ Rene(3) [#58]
@ Reini46 [#59]
Hallo zusammen,
das ist doch eine schöne Reaktion. Vielen Dank!
Ein Kölner und einer aus meiner Ecke nämlich Altona (Elbe).
Der zweite Brief aus Köln ist ein schönes altes Stück. Könnte das Datum evtl. 20. 9.21 sein?
Die ersten beiden zum Ende der Periode bevor die wegen Erhöhung des Portos verschwanden bzw. neue Werte erhielten. Dazu demnächst näheres.
Ich selbst habe nach nochmaliger intensiver Durchsicht einen aus Bremen entdeckt.
Interessant ist eine umgekehrte Reihenfolge im Ortstempel (Uhrzeit oben, Datum unten).


Bremen 1 * II vom 20.9.1921 Ziermuster 15 Pf.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#57]
Hallo Hajo,
du fragst "Kann noch jemand andere Verwendungsorte im Zeitraum von 1. August 1921 bis 31. 12.1921 mit roten Ziermuster 15. Pf. zeigen?"
Im Gildebrief 227 vom Dezember 2008 sind 48 Orte von dieser Wertstufe (Drucksache bis 50 g) für den Zeitraum 01.08.-31.12.1921 aufgelistet mit über 300 gemeldeten Belegen.
Hier ein weiteres Beispiel vom Postamt Berlin SW 19 vom 07.09.1921:

Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#61]
Hallo Volkmar,
ich bin doch Mitglied der Gilde und habe auch die Hefte.
Die Folge ist auch bei der Forschungsgemeinschaft veröffentlicht worden.
Ich benötige keine Listen, die ersten gehen aus den Verfügungen hervor. In meinem Werk habe ich sogar die ersten Stempelköpfe beschrieben und behandelt!
Ich möchte gerne wissen, wie sehen die gelaufenen Stempel aus und wie wurden diese benutzt?
Schau doch meinen Beitrag vorher an. [#60]
Sind Stempel mit Fehlern auch in den Listen?
Soll ich mich ausklinken?
Gruß Hajo
@ Rene(3) [#63]
Hallo Rene,
den Stempel aus Braunschweig hast du doppelt hochgeladen. In den Gildebriefen sind bisher 2 Stempel mit der 15 aus Bonn, 3 Stempel aus Bethel und 7 aus Braunschweig nachgewiesen.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo,
Drucksachenumschlag mit PFS Hamburg 1 * *, vom 2.8.1921

Lief an den Schriftsteller/Heimatforscher Julius Kober in Suhl, am 4.8.21 Adressänderung Marburg, wo er studierte.
christof
@ Nordluchs [#62]
Hallo Hajo,
natürlich sollst du dich nicht ausklinken! Ich hatte mich nur über deine Frage nach anderen Verwendungsorten gewundert.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo Hajo,
ja der Stempel ist der 20.9.21 - da habe ich mich verschaut.
Grüße
Reini46
@ Rene(3) [#63]
Hallo Volkmar,
ist mir entgangen. Den folgenden Beleg wollte ich eigentlich hochladen:
Hallo,
die nachfolgenden Übermittlungen sind doch der beste Beweis, dass erreicht wurde was wir wollten.
Bethel bei Bielefeld, Bonn 1, Breslau 1
Das war der Sinn und Zweck meiner Bemühungen.
Vielen Dank an die beteiligten Einsteller.
Wie ich im Beitrag [#56] schon erwähnte:
Mit der Umstellung auf rote Stempelfarbe ab 1. August 1921 kündigte sich postintern zum 1. Januar 1922 eine Gebührenerhöhung an. Demnach sind die „langweiligen“ beiden Portostufen nur in kurzer Verwendungszeit zu finden.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#69]
Hier noch der Rest der mir vorliegenden Postorte:

@ Rene(3) [#70]
Hallo,
vorab herzlichen Dank an Rene (3) für die erneute Einstellung seiner Stempel.
So langsam geht es an die roten Ziermuster zu 30 Pf. im Zeitraum vom 1.8. – 31.12.1921.
Auch wenn erwähnt wurde, dass es Auflistungen gibt, enthielten diese aber nur gemeldete Stempel ohne Abbildung. Daher betrachte ich dieses Forum als gute Plattform sich auszutauschen.
Berlin-Wilmersdorf 1 Ziermuster 030 vom 11.6.21 - Muster bzw. Probeabdruck aus den Unterlagen der Reichspost bzw. Reichspostzentralamt. Diesen Abdruck hatte ich schon im folgenden Beitrag angekündigt.
Dieser erwähnte Ziermuster mit Portostufe 30 Pf. schwarz auf Karte hat sich aber leider in roter Farbe gezeigt. [#42]
Nun hier ist das beschriebene seltene Stück.

Berlin-Wilmersdorf 1 * II Ziermuster 30 Pf. Musterabdruck aus den eingesehenen Unterlagen. Zu beachten ist das frühe Datum
11. 6 1921.
Das deutet vermutlich darauf hin, dass dieser Blanco Stempel zu Probezwecken gedient hat, bevor der Stempelbetrieb in roter Farbe begann.
Es sind auch Versuche mit roter Stempelfarbe von verschieden Herstellern bekannt, bis man sich auf einen dann amtlich vorgeschriebenen geeinigt hat.
Damit verbleibe ich mit guten Wünschen für das neue Jahr.
Gruß
Hajo
Hallo,
ein Ausschnitt eines größeren Umschlags.

Berlin-Wilmersdorf 1 * I vom 17.12.1921 Ziermuster rot 30 Pf. Aus der Sammlung Thomas Kolb.
Diese Portostufe war gültig für eine Postkarte im Ortsverkehr oder Drucksache 50 – 100 g. im Zeitraum vom 1.8. – 31.12 1921.
Für den gezeigten großen Ausschnitt galt somit das Porto für eine Drucksache.
Es liegen noch drei weitere Belege vor, sind alle am letzten Tag, also 31.12.1921 benutzt worden. Zeige ich demnächst.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#72]
Zwei Belege mit 30 Pf. rot aus Berlin C 2 und Köln 1:

@ Rene(3) [#73]
Hallo,
vorab besten Dank an Rene(03) für seine erneute Einstellung in diesem Thread. Besonders erfreut hat der neue Ort Köln 1.
Aktuell ist ein weiterer roter Ziermuster mit der Gebührenstufe 30 Pf. gemeldet worden.

Eine großer länglicher Versandbeutel mit einem Ziermuster von Berlin C2 * *, vom 9.9.21 (Ausschnitt) aus der Sammlung Thomas Kolb. Bisher die früheste Verwendung dieser Portostufe.
Ich versuche zusätzlich mal den ganzen Umschlag verkleinert nachfolgend zu zeigen.

3 weitere warten noch auf die Veröffentlichung, sind aber vom gleichen Absender mit unterschiedlichen Anschriften.
Gruß
Hajo
Hallo,
wie im vorherigen Beitrag erwähnt, sind fast alle vom gleichen Absender mit unterschiedlichen Anschriften.
Diese Aussendungen sind am letzten Tag der Portostufe 30 Pf. rot gestempelt worden, um vor der angekündigten und nicht unerheblichen Portoerhöhung diese noch schnell auf den Weg zu bringen.

2 Belege von Berlin C2 * * Ziermuster rot 30 Pf. vom 31.12.21 - Sammlung Jochen Greulich
Trotzdem handelt es sich um kleine Raritäten, auch wenn es langweilig erscheinen mag. Nur wenige haben überlebt und wurden gesammelt.
In den nächsten Tagen zeige ich noch mein eigenes Exemplar und es gibt bis Jahresende 1921 noch 3 weitere Stempelmuster in Rot, die recht selten sind.
Gruß
Hajo
Hallo,
wie im vorherigen Beitrag erwähnt, hier der vermutlich letzte Beleg, bevor eine andere Sorte von Ziermuster in Angriff genommen wird.


Berlin C2 * I 30 Pf. Ziermuster rot, vom 31.12.21 eigene Sammlung
Ich zeige ausnahmsweise mal Vorder- und Rückseite.
Neben dem Adressfeld ist handschriftlich eine Zahlenfolge zu erkennen. Da die Schrift der Adressaufschrift gleicht, könnte das vermutlich die Anzahl der aufgelieferten Sendungen zur Abrechnung mit der Post sein.
Gruß
Hajo
Hallo,
beginnen möchte ich die Portostufe 60 Pf. in rot, mit einem verhältnismäßig frühen Brief vom August, damit das wieder in Gang kommt.

Leipzig 2 * *, Ziermuster 60 Pf. rot mit Datum 31.8.1921.
Vermutlich Fernbrief bis 20 g. im Zeitraum vom 1.8. – 31.12 1921
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#77]
Vermutlich Fernbrief bis 20 g. im Zeitraum vom 1.8. – 31.12 1921
Hallo Hajo,
damit liegst Du fast richtig - die Portoperiode 6 begann schon am 1.4.1921.
Gruß Michael
@ Nordluchs [#77]
Hallo Hajo,
ich wundere, weshalb auf die 30 Pfg.-Stempel die 60 Pfg.-Stempel folgen. Hast Du einen Grund dafür, die 40 Pfg. auszulassen?

Da du aber mit der 60 Pfg. weitermachst, auch von mir ein 60 Pfg.-Ziermusterstempel vom 28.10.1921 aus Berlin-Wilmersdorf. Da es ein Fensterumschlag ist, kann ich nicht sagen, für welche Verwendung es steht. Es kommen in Frage:
Ortsbriefe 20 - 100 g
Fernbriefe bis 20 g
Drucksachen 100 - 250 g.
Theoretisch kommt für mich bei dem Umschlag alles in Frage.
Viele Grüße
Volkmar
@ inflamicha [#78]
@ volkimal [#79]
Hallo Michael,
hatte mehrfach erwähnt, dass die Ziermuster in Rot im Zeitraum
1.8.1921 – 31.12.1921 bis auf eine Ausnahme, den zu 40 Pf. Rot nur noch in dem genannten Zeitraum zu finden sind und gesucht werden. Mir ist bewusst, dass der auch schon vorher in schwarzer Stempelfarbe gelaufen ist. Aber das ist nicht mein Anliegen, sondern der eingangs erwähnte Zeitraum.
Hallo Volkmar,
da ich keine Beleg mit Ziermuster 40 Pf.im Zeitraum
1.8.21 – 31.12.1921 besitze, kann ich auch keinen zeigen.
Die Auflistung von 2009, von der Du sprichst, ist bis auf wenige Ausnahmen ohne Abbildungen. Daher interessiert das nur nebenbei.
Ich zitiere letztmalig aus den vorliegenden Unterlagen.
„Durch die Postgebührenerhöhung vom 1. Januar 1922 werden neue Stempeleinsätze benötigt.“
Unter Verwendung der bisherigen Stempelmuster wurden neue Werte eingesetzt:
„So in das bisherige Stempelmuster statt 15 die Wertziffer 50, statt 10 die Ziffer 75, statt 30 die Ziffer 100, statt 80 die Ziffer 125 und statt 60 die Ziffer 200 M.“
Abschließend zeige ich noch einen Ziermusterstempel zu 80 Pf., um das Thema vor dem 1.1.1922 zu beenden.

Berlin-Wilmersdorf 1 * P, Ziermuster 80 Pf. rot vom 13.8.1921 (Sammlung Greulich)
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#80]
Hallo,
neuer Zeitraum, neues Porto!
Wie in meinem vorherigen Beitrag ersichtlich,
verschwinden etliche Ziermusterwerte und werden durch
geänderte Gravuren ersetzt.
Bestellt wurden zwar vorsorglich schon 150 Rohkörper. Die Gravur selbst verzögerte sich, da die neuen Portosätze noch nicht feststanden.
Erst eine Erinnerung des Maschinentechnischen Büros brachte nach Telefonat mit Firma Bartling Bewegung in die Sache.
Die Verzögerung hatte zur Folge, dass die Auslieferung Anfang des Jahres 1922 nicht überall rechtzeitig ankam. Zudem ging die erste Lieferung an die Berliner, danach an die größeren Reichspostämter.
Nicht jeder neue Stempeleinsatz war daher sofort überall verfügbar, somit wurde improvisiert.
Beispiel Ziermuster unter Verwendung des außer Kurs gekommenen früheren 10 Pf. Portowertes.

Ziermuster Chemnitz 4 * I 40 Pf. rot und Chemnitz 4 *
II 10 Pf. rot vom 4.2.1922 (EX - Sammlung Inge Riese RIP), vorsichtshalber der Hinweis: auch bei der 37. Harlos Auktion - November 2017 gesehen.
Ein ähnlicher Belge ist auch von Volkmar hier schon vorgestellt worden [#51].
Demnächst folgt eine sogenannte „Umwertung“ mit einem Ziermuster 60 Pf. rot.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
da Hajo mit dem Jahr 1922 begonnen hat, hier auch ein Beispiel des 40 Pfg.-Ziermusterfreistempels vom Postamt Hamburg 1 vom 13.05.1922:

Das Porto von 40 Pfg. galt vom 01.01.1922 bis zum 30.06.1922 für Drucksachenkarten. Diese Exemplar wurde leider beschnitten (weshalb macht man so etwas?), so dass die Werbung nicht vollständig zu sehen ist. Leider wurde auch der Name der Firma abgeschnitten, so dass ich nicht weiß, wer die Drucksachenkarte verschickt hat.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo,
zwei "Nachmeldungen" zur Wertstufe 10 Pfg., vielleicht etwas Neues:

in schwarz FRANKFURT (MAIN) 16.3.21 */1/I auf Drucksache bis 50 g

in rot DRESDEN-ALTSTADT 10.11.21 */1/II auf Drucksachenkarte
Gruß Michael
@ volkimal [#82]
@ inflamicha [#83]
Hallo Volkmar
Hallo Michael,
vielen Dank für die eingestellten Ziermuster, die Daten sind von uns gesichert worden.
Ich versuche an meinen letzten Beitrag wieder anzuknüpfen [#81].
Weiter geht es, wie angekündigt, mit dem Ersatz für den zögerlich gelieferten 50 Pf. Ziermuster rot. Diese sollten eigentlich als vermutlich meist genutzte neue Portostufe für Drucksachen zuerst geliefert werden.
Einige Postämter behalfen sich mit einer sogenannten „Umwertung“.
Sie
benutzten den nicht mehr benötigten Ziermuster 60 Pf. rot
als Ersatz für den noch nicht gelieferten Wertstempel zu 50 Pf.

Berlin W 8 * I, Ziermuster 60 Pf. rot vom 7.1.1922 (Umschlag liegt vor, eigene Sammlung)
Es ist noch ein weiteres Stück bekannt, das zeige ich demnächst.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#84]
Auf dem Umschlag ist "Zweigstelle Sterkrade" zu lesen. Was macht ein Brief aus (heute Oberhausen-)Sterkrade [1] in Berlin? Ist da eine Stempelwalze auf Wanderschaft gegangen? :-)
Gruß
Stefan
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Sterkrade
Guten Abend,
ich kann noch einen schwarzen 60er nachmelden:

BERLIN SW */19/II 18.6.21 auf Portopflichtiger Dienstsache des Kontors der Reichshauptbank für Wertpapiere, 60 Pfg. passt sowohl auf Ortsbrief > 20 g als auch auf Fernbrief bis 20 g Gewicht. Alles andere dürfte wegen der verschlossenen Briefklappe nicht in Betracht kommen.
Gruß Michael
@ Stefan [#85]
@ inflamicha [#86]
Hallo Michael,
vielen Dank für die Meldung.
Hallo Stefan,
ich werde den für „demnächst“ angekündigten Beitrag nicht deshalb vorziehen.
Bei diesem Beleg handelt es sich
ebenfalls um eine gleichartige Drucksache, auch von der besagten Bank aber mit
Aufdruck Filiale Augsburg.
Als Ersatz zur Ansicht mit dem gleichen Verfahren aber im Herbst 1921 mit Ziermuster 15 Pf. rot .

Berlin W 8 24. 9. 1921
Die Hauptverwaltung der Commerz- und Privat-Bank befand sich in
Berlin W 8 !
Also ist davon auszugehen, dass die jeweiligen Zweigstellen die fertigen Umschläge (genaues ist nicht bekannt und auch nicht meine Aufgabe) an die Hauptverwaltung nach Berlin sendeten die dann für die Frankierung beim zuständigen Postamt in Berlin W 8 eingeliefert wurden.
Gruß
Hajo
Hallo,
anbei der angekündigte Beleg aus der
Filiale Augsburg der Commerz – und Privatbank A.G.
Erneut ein Provisorium des Postamtes Berlin W8 mit dem nicht mehr benötigten altem Ziermuster 60 Pf. rot als Ersatz für den noch nicht gelieferten Wertstempel zu 50 Pf. Siehe dazu auch: [#84]

Berlin W 8 * I, Ziermuster 60. Pf. rot, aber außer Kurs gesetzt, verwendet am 28.1.1922 (Ex-Sammlung Inge Riese RIP), vorsichtshalber der Hinweis: auch bei einer Harlos Auktion gesehen.
Eine letzte Meldung zu diesem provisorischen Verfahren ist eingetrudelt und wird als nächstes vorgestellt.
Ein allgemeiner Hinweis für interessierte zum gesamten Verfahren der Postfreistempelung (Barfreimachung).
Bei der Einführung am 20.12. 1920 waren laut Bedingungen mindestens 100 zu versendende Versandstücke einzuliefern. Im Jahr 1924 wurde das auf 50 reduziert.
Das ist auch eventuell ein Grund, dass Belege gesammelt wurden und wie erneut in diesem Fall in die Hauptverwaltung der Bank nach Berlin gingen.
Gruß
Hajo
Hallo,
sehr erfreut konnte ich eine Meldung zum Thema
provisorischer Verwendung nicht mehr benutzter Ziermuster registrieren.

Ersatz für die gültige Portostufe 50 Pf. (Drucksachen bis 50 g) von Altona (Elbe) 1 * II mit Ziermuster 60 Pf. vom 13.01.1922 (Sammlung Thomas Kolb).
Einen weiteren Beleg habe ich noch zusätzlich erhalten, der wird in Kürze ebenfalls vorgestellt.
Kurze Anmerkung des Einstellers: Derartige Belege sind meist unerkannt in Alben, oder als Ausschnitt gesammelt worden, im schlimmsten Fall entsorgt oder ähnlich.
Solche Belege stellen aber eine gewisse Rarität dar, die aber etwas Kenntnis über das gültige Porto erfordert.
Gruß
Hajo
Guten Abend!
Darf man denn schon mit der 50 Pfg. weitermachen? Ich will das Ding vom Schreibtisch haben.
Ich wag´s einfach mal:

Drucksache bis 20 g aus der Portoperiode 8 mit rotem STUTTGART 26 9 22 * 1 I
Gruß Michael
@ inflamicha [#90]
die 60 Pf waren ja eigentlich 50 Pf, nur selten.
Drucksache mit Stempel Berlin C 2 * I vom 17.1.1922, hier ist die Lieferung zumindest zum 17.1.erfolgt.
Zum Vergleich rechts die alte Auflage, die Ziermuster wurden verkleinert.


gruß Christof
@ inflamicha [#90]
@ chris63 [#91]
Hallo, Michael,
Hallo Christof,
vielen Dank für die Beiträge.
Da ich per Mail zwei Belege erhalten habe, die ich einstellen sollte, gibt es jetzt
letztmalig noch einen Beleg. Das sind wahrlich keine normalen Barfreimachungen. Harlos hat das dementsprechend behandelt.

Berlin W 8 * I, Ziermuster 60 Pf. rot vom 17.1.1922 eingeliefert vom Exporthandels-Verlag G.m.b.H., Berlin W 8 (Sammlung Thomas Kolb).
Es gab sicherlich weitere Verwendungsorte, aber was nicht gesammelt oder erkannt wurde, kann man eben nicht zeigen.
Im nächsten Beitrag wird mit der Vorstellung der neuen Portosätze nach der Erhöhung der Gebühren vom 1.1.1922 begonnen.
Christof hat ja schon ein schönes frühes Exemplar des verzögert gelieferten Ziermuster 50 Pf. rot Berlin C 2 * I vom 17.1.1922 vorgestellt. [#91]
Davor wird noch der weiter verwendete 40. Pf. Ziermuster kurz behandelt.
Gruß
Hajo
Hallo,
der alte weiter gültige rote Ziermuster 40 Pf. galt vom 1.1.1922 - 30.6.1922 für den Einsatz bei
Drucksachenkarten.


Frankfurt (Main) 1 * I, Ziermuster rot 40 Pf. vom 7. 4.1922
Ausnahmen bildeten anfänglich Mischfrankaturen 10 + 40 Pf., unter Verwendung von einem eigentlich außer Kurs gesetzten Portowert, um die noch nicht verfügbaren Ziermuster 50 Pf. zu ersetzen. Beispiele in dieser Rubrik: [#51] [#81]
Was ist eine Drucksachenkarte? Dazu Kurzauszüge aus dem Beitrag hier im Forum von muemmel (RIP). [1]
Was aber viele Leute nicht wissen, ist der Umstand, dass während der Portoperioden 6 und 7 Drucksachenkarten eine eigene Versandart im Deutschen Reich darstellten.
Voraussetzung hierfür waren die Kennzeichnung als "Drucksache" sowie der Umstand, dass der gesamte Text in gedruckter oder hektografierter Form bestand, lediglich Angabe des Datums und der Empfängeradresse waren handschriftlich erlaubt.
Firmen mit hohem Drucksachenaufkommen machten sich diese Tarifermäßigung natürlich gerne zunutze.
Damit ist auch gleich die Frage von Volkmar beantwortet.
Bei dieser Karte stellt sich mir die Frage, was genau eine Drucksachenkarte ist. Diese kostete ab dem 01.01.1922 40 Pfennig. [#51]
Gruß
Hajo
[1]
https://www.philaseiten.de/beitrag/316362
Hallo,
aus einer kleinen Auswahl werden einige Belege vorgestellt. Daraus ein weiteres Beispiel nachfolgend.


Frankfurt (Main) 1 * I, Ziermuster 40 Pf. vom 26.4.1922
Diese Belege sind vermutlich wenig beachtet und gesammelt worden. Da wir das Jahr 2026 schreiben, somit schon über 100 Jahre alt!
Gruß
Hajo
Hallo,
eine weitere Auswahl von Belegen zum Thema
Drucksachenkarten.


Breslau * 1 *, Ziermuster 40 Pf. vom 1.6.1922
Man hat mich ermuntert den folgenden Beleg erneut einzustellen.


Leipzig 2 * *, Ziermuster rot 40 Pf. vom 25.6.1922
Da es sich um eine interessante Reklame handelt, ist der Beleg vorab auch thematisch behandelt worden.
Für Interessierte nachfolgend der Link. [1]
Gruß
Hajo
[1]
https://www.philaseiten.de/beitrag/383153
Hallo,
abschließend noch zwei Belege mit Ziermuster zu 40 Pf. Diese Portostufe galt speziell bis zum 30.6.1922 für Drucksachenkarten.
Hiervon zeige ich nur noch 2 Vorderseiten.

Stuttgart * 1 I, Ziermuster rot 40 Pf. vom 22.6.1922 und
Lübeck * 1 I , Ziermuster rot 40 Pf. vom 10.03.1922
Im nächsten Beitrag werden dann die Ziermuster mit dem Porto 50 Pf. behandelt.
Gruß
Hajo
Hallo,
ich versuche mal etwas Klarheit zu schaffen, weil eine gewisse Übersicht fehlt.
Fachleute sind nicht so sehr angesprochen, dafür der normale Leser.
Wie in vorherigen Beiträgen schon ausgeführt, verschwinden etliche Ziermusterwerte wegen der Portoerhöhung und werden durch geänderte Gravuren ersetzt. Nachfolgend eine Kurzversion:
„.. statt 15 die Wertziffer 50, statt 10 die Ziffer 75, statt 30 die Ziffer 100, statt 80 die Ziffer 125 und statt 60 die Ziffer 200.“
Mit der Portoerhöhung zum 1.1.1922 und dem Beschluss des Weltpostkongresses, ab dem 1. Januar 1922 die Barfreimachung im internationalen Verkehr zuzulassen, sollten neue angepasste Wertrahmen vorgestellt werden. Das führte zu Problemen bei der späten Entscheidungsfindung.
In den Beiträgen [#92] [#93] ist dazu etwas nachzulesen.
Die frühesten Benutzungen des lang erwarteten Wertstempel zu 50 Pf. für die Portostufe Drucksachen bis 50 g im Zeitraum 1.1.1922-30.6.1922 werden gesucht.
Im Gildebrief Nr. 228, S. 53 wurde ein Ausschnitt von Berlin C 2 vom 18.1.22 gezeigt. Zwei gemeldete Beispiele nachfolgend.


Hamburg * 1 *, Ziermuster 50 Pf. rot 1.2.1922 und 9.2.1922 (Sammlung Thomas Kolb)
Gesucht werden daher frühere Belege mit dem gezeigten Ziermuster 50 Pf. rot.
Gruß
Hajo
Hallo,
zum Thema Ziermuster habe ich mir nochmals die Unterlagen des Bundesarchives Berlin angesehen.
Am 2. Januar 1922 erging eine erneute Meldung des Maschinentechnischen Büro an das Ministerium, mit dem Hinweis auf ein Erinnerungsschreiben vom
21.11.1921 wann die vorhandenen 300 Rohkörper mit Ziermuster mit neuen Wertziffern geliefert würden.
Es fehlten also nur die Entscheidung der Gravur der Wertziffern.
Aktennotiz vom
18. Januar 1922:
Die Stempel sind jetzt in Arbeit und werden in etwa 14 Tagen geliefert.
Nachfolgend eine Drucksache damit das kein reiner Schriftverkehr wird.

Berlin W 8 * I, Ziermuster rot 50 Pf. vom 28.2.1922 (Ex - Sammlung Riese RIP)
Gruß
Hajo
Hallo,
vorab eine kleine Korrektur, was den frühesten Postort des verspätet gelieferten Ziermuster 50 Pf. betrifft.
In meinem Beitrag [#97] habe ich folgendes Datum erwähnt:
Im Gildebrief Nr. 228, S. 53 wurde ein Ausschnitt von Berlin C 2 vom 18.1.22 gezeigt.
Christof hat in seinem Beitrag [#91] einen Beleg von Berlin C 2 vom 17.1.1922 veröffentlicht. Bitte beachten. Demnach wurde das Postamt Berlin C 2 als erstes mit diesem Wertrahmen versorgt.
Nachfolgend vier weitere Belege, deren Porto wie berichtet vom 1.1. 22. – 30.6. 22 für Drucksachen bis 50 g galt.


Hamburg * 1 *, Ziermuster 50 Pf. rot vom 28.2. 1922 ( Meldung Thomas Kolb) und Bremen * 1 I, Ziermuster 50 Pf. rot vom 16.2.1922 (eigene Sammlung)
In Bremen wurde des öfteren beobachtet, dass die
Stecktypen im Datum vertauscht wurden (Uhrzeit oben, Datum unten)


Bremen * 1 I, Ziermuster 50 Pf. rot vom 22.3.1922
mit richtiger Reihenfolge! (eigene Sammlung) und Essen * 1 I, Ziermuster 50 Pf. rot vom 13.3.22 (Auktion Wapler)
Gruß
Hajo
Hallo,
auch wenn es für den Betrachter langweilig aussehen mag, bitte das
eingeschränkte Gewicht beachten.
Ziermuster mit 50 Pf. galten bisher für Drucksachen bis 50 g, nun ab 1.7.1922 bis 30.9.1922
nur noch für Drucksachen bis 20 g.


Stuttgart * 1 I, Ziermuster 50 Pf. vom 15.7.1922 (Auktion Wapler) und Berlin SW a 68 s, Ziermuster 50 Pf. vom 5.9.1922 (eigene Sammlung)


Berlin-Wilmersdorf * 1 II, Ziermuster rot 50 Pf. vom 19.9.1922 (eigene Sammlung) und Hannover 1 * I *, Ziermuster rot 50 Pf. vom 25.9.22
Nur noch wenige Tage, dann endete diese kurze Periode wieder am 30.9.1922. In den nächsten Tagen geht es dann mit Ziermuster 75 Pf. weiter.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
vorgestern Abend sind wir aus dem Urlaub wiedergekommen. Bevor die 50 Pfg.-Stempel abgeschlossen werden noch meine drei Exemplare:

Drucksache bis 50 g: Leipzig * 2 * vom 24.05.1922

Drucksache bis 50 g: Harburg (Elbe) * 1 * vom 29.05.1922

Drucksache bis 20 g: Halle (Saale) 8 I vom 14.09.1922
Viele Grüße
Volkmar
Hallo zusammen,
dann will ich meine Belege auch noch zeigen, vielleicht ist für Hajo etwas neues dabei.

Charlottenburg 2 vom 10.3.22

Leipzig 2 vom 4.8.22

Pößneck vom 13.9.22 und

Stuttgart 1 vom 24.6.22.
Viele Grüße
Jürgen
Hallo,
frühe Drucksache 50 Pf. aus Breslau 1 * II vom 1.2.22

und eine spätere Drucksache, nun nur noch bis 20 gr. aus bisher noch nicht häufigem Mainz 1 * t vom 9.9.22

Als Vorbote der Inflation, Herr Kalkhof ließ sich nur noch in ausländischer Währung bezahlen.
gruß Christof
@ chris63 [#103]
Hallo,
vielen Dank an Volkmar, Jürgen Zalaszewski und Christof für die überraschenden Einstellungen nach der Ankündigung eine neue „Stufe“ zu bearbeiten.
Alle Meldungen wurden in die Registratur aufgenommen.
Zu Beginn ein Ziermuster auf einer frühen Blanco Karte die vermutlich Probezwecken gedient hat. Benutzt wurde der Ziermusterrahmen wie schon berichtet:
statt 10 die Ziffer 75

Berlin-Wilmersdorf * 1 II, Ziermuster rot 75 Pf. vom 14.1.1922 (Sammlung Jürgen Witkowski)
Laut Postgebühren–Handbuch möglich als Ortspostkarte vom 1.1.1922- 30.06.1922. Bisher aber persönlich noch nicht entdeckt worden.
Als Drucksache 20-50 g im Inland (1.7.1922 – 30.9.1922) schon eher und wird demnächst gezeigt.
Gruß
Hajo
Hallo,
habe einen größeren Umschlag (ca. 23 x 15) auf dem Scanner.


Chemnitz * 4 II Ziermuster, rot 75 Pf. vom 14.8.1922 (Sammlung Förster)
Gelaufen als Drucksache 20-50 g im Inland (1.7.1922 – 30.9.1922) damit es weiter geht.
Gruß
Hajo
Hallo,
eine Meldung erhalten, die hier veröffentlicht wird.

Leipzig * 2 *, Ziermuster 75 Pf. vom 15.7.1922 (Sammlung Engelhardt)
Falls jemand auch Ziermuster 75 Pf. zeigen kann, immer willkommen. Es werden möglichst auch andere Verwendungsorte gesucht.
Gruß
Hajo
Guten Abend,
einen 75 Pfg.-Wertstempel habe ich zwar nicht zu bieten, aber eine Nachmeldung der 50 Pfg. von Leipzig * 2 * mit einem recht späten Verwendungsdatum:

Drucksache bis 20 g vom 8.9.1922
Gruß Michael
@ inflamicha [#107]
Hallo Michael,
vielen Dank für die Meldung.
Ein schönes spätes Teil, das nur noch, wie du anmerkst, als Drucksache bis 20 g bis 30.9.22 möglich war.
In den Beiträgen [#100] [#101] [#102] [#103] wurden auch späte Exemplare gezeigt.
Für den weiteren Fortgang ein neuer Stempel mit Ziermuster 75 Pf.

Berlin C * 2 *, Ziermuster 75 Pf. vom 25.7.1922 (Ex-Sammlung Riese) RIP
Erneuter Aufruf: Falls jemand auch Ziermuster 75 Pf. zeigen kann, immer willkommen. Es werden möglichst auch andere Verwendungsorte gesucht.
Gruß
Hajo
Hallo,
erschreckend wie wenig anscheinend noch vorhanden ist.
Schwacher Abschlag vom 11.8.1922, Hamburg * 1 *

Drucksache an G.u.O. Burneleit in der Gürtelstr.29a, Infla-Prüfer Albert Burneleit wohnte in der Gürtelstr.12, ev. Verwandschaft?
gruß Christof
@ chris63 [#109]
Hallo Christof,
vielen Dank für die Veröffentlichung zum aktuellen Thema.
Ich bin ebenfalls erstaunt, wie gering die Beteiligung ist. Sollte das etwa wirklich nur Mangel an Material sein?
Wie dem auch sei, habe ich aus befreundeter Ecke eine Meldung erhalten, die nachfolgend vorgestellt wird.

Berlin W * 8 II, Ziermuster 75 Pf., rot vom 19.7.1922 (Sammlung Thomas Kolb)
Gruß
Hajo
Hallo,
nachdem ich meine Mappe nochmals angesehen habe, fand sich ein weiteres Stück zur Veröffentlichung.


Halle (Saale) 2 II, Ziermuster 75 Pf. vom 29.7.1922 (eigene Sammlung)
Für Halle (Saale) 2 konnte somit eine weitere umgebaute Universal registriert werden.
Zur Erinnerung sei angemerkt, dass die neue Barfreimachung nur mit zweiseitigem Einlieferungsformular und ab Mindestmenge von 100 Belegen möglich war.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#110]
Anbei einige zusätzliche Belege:
@ Rene(3) [#112]
Hallo René,
vielen Dank für die erneute Unterstützung. Im Hintergrund wird weiter gearbeitet und reichlich registriert. Vorgestellt wird nun noch ein gemeldeter Beleg.


Leipzig * 2 I, Ziermuster 75 Pf. rot vom 22.9.1922 (Sammlung Jürgen Witkowski)
Damit ist die Ausbeute bezüglich der Ziermuster 75 Pf. (die veröffentlicht werden kann und darf) so langsam erschöpft.
Wenn in den nächsten Tagen keine weitere Meldung eingeht, wenden wir uns dem nächsten Ziermuster 100 Pf. zu.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs
Ich habe vor 2 Jahren das Heft 100 Jahre Postfreistempel gekauft und mich sehr gefreut, dass Du Dein Wissen mit den Sammlern teilst. Besten Dank.
Ich habe nicht viele interessante Stücke lade aber mal hoch, was ich habe:
60 Pfg in schwarz 20.5.1921 Absender Reichsversicherungsanstalt für Angestellte Berlin Wilmersdorf * 1 I.
Das gute Stück ist sogar geprüft INFLA.

Einen Beleg mit 75 Pfg kann ich noch zeigen.
Es handelt sich wohl um eine Drucksache.
75 Pfg in rot kopfstehend auf dem Beleg Berlin SW 68 30.9.1922

Zur Frage der 375 Pfg: Ich kann mich erinnern vor vielen Jahren war ein solcher Beleg bei Harlos angeboten.
Eben habe ich noch einen schönen Beleg gefunden:
Drucksache vom 26.3.2021 Hamburg 1 *
Mit Werbung für die neuen Postgebührentabellen, die ab 1.4.1921 gültig waren.

Hallo,
in der Einleitung zu meinem kommenden Büchlein habe ich diese beiden Belege vorgestellt.

In den Portoperioden 5 + 6 kamen diese Ziermusterstempel der Deutschen Reichspost zum Einsatz.
Der Abdruck erfolgte anfänglich in schwarzer, später in roter Stempelfarbe.
mit Sammlergruß
Werner
Hallo Johannes,
ich kann mich an die Bestellung erinnern. [#114]
Vielen Dank für die drei Beiträge zum aktuellen Thema Ziermuster, wurden alle registriert.
Wie angekündigt nachfolgend das
nächste Stempelbild 100.
Ziermusterwerte wurden durch geänderte Gravuren ersetzt. Nachfolgend ein Auszug:… statt 30 die Ziffer
100.
Das Porto 100 Pf. war vorerst gültig für die Benutzung von Drucksachen 50 – 100 g ab. 1.1. 1922 – 30.6.1922

Pößneck * II *, Ziermuster 100 Pf. 15.3.1922
Der Verlag in Pößneck war ein wichtiger Kunde. Daher wurde in der Pack- und Versandstelle eine Universal-Stempelmaschine schon im Februar 1921 aufgestellt. Sie diente auch als Versuchsmaschine um Mängel zu erkennen. Eine weitere folgte später, da der Verlag sehr viele Aussendungen ins Ausland zu bewältigen hatte.
Gruß
Hajo
Guten Abend!
@ Nordluchs [#118]
Pößneck * II *, Ziermuster 100 Pf. 15.3.1922
Diesen Stempel kann ich nochmals vom 17.3.1922 beisteuern, die Drucksache war an den bekannten Philatelisten Kurt Zirkenbach adressiert:

Gruß Michael
@ inflamicha [#119]
Hallo Michael,
ja, Pößneck taucht schon mal auf, das heißt aber nicht, dass es Massenware ist, ganz im Gegenteil.
Vielen Dank für Deinen Beitrag.
Nachfolgend ein weiteres Exemplar zur Ansicht.

Pößneck * II *, Ziermuster 100 Pf. vom 21.4.1922 (Ex- Sammlung Inge Riese) RIP
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#120]
Berlin SW a 68 II mit 100 Rpf. Ziermuster-Freistempel
Hallo in die Runde.

Heute kamen neue Belege rein, darunter diese Drucksachen-Postkarte zu 40 Rpf vom 27.6. 1922 von einem Unternehmen in Berlin für die Fabrikation und den Vertrieb von photogr. Apparaten.
mit Sammlergruß
Werner
@ Rene(3) [#121]
Hallo René
vielen Dank für die prompte Reaktion auf meine Bitte.
Ich ziehe jetzt meinen geplanten Beitrag für den morgigen Tag vor.
Denn es gibt halt Sammler, die nicht lesen können.
Ich habe jetzt noch einen Ziermuster
100 Pf. von Pößneck im
Zeitraum 1.1.1922 - 30.6.1922.

Ziermuster Pößneck 100 Pf. rot vom
16.6.1922 (Sammlung Förster)
Darauf folgt die nächste kurze Periode
Ortsbrief, 1.7. - 30.9. 1922.
Einen Beleg dazu habe ich von Hamburg 1 schon eingescannt.
Gruß
Hajo
Lieber Nordluchs,
mir ist nicht ganz klar, wie die Stempelmaschine die Streifbänder verarbeitet hat. Wurden etwa zuerst die Streifbänder gestempelt und dann um die Zeitungen herum gewickelt, dann wäre das eine Vorausentwertung wie bei der Kreuzbandsendung der Frankfurter Zeitung. Oder wurde erst gewickelt, dann auf die Post geschickt und dort gestempelt.
Das könnte man ggf herausfinden, wenn man in das Streifband schaut und auf der Innenseite des Bandes Stempelspuren oder Abklatsche des Stempels findet.
Das würde sich lohnen nachzuschauen.
Ich bin erst ab 300 Pf wieder dabei.
Dies ist für mich eine der spannendsten Beitragsserie seit langem.
@ Nordluchs [#123]
@ johanneshoffner [#124]
Hallo Johannes,
interessante Frage, wie die Stempelung der Streifbänder (hier Vogel Verlag) vor sich ging. Sicherlich nicht mit Inhalt, denn der war nicht Maschinentauglich. Also wurde vermutlich der Postfreistempel vorab aufgebracht.
Das im vorigen Beitrag gezeigte Exemplar habe ich mal genauer angeschaut.
Die Rückseite zeige ich hier.

Vom Verlag bedruckte Papierteile hatten einen waagerechten Balken oben und unten, mit zusätzlicher Reklame mit Anschrift des Verlages.
Oberhalb befand sich ebenfalls Papier, das umgeschlagen wurde und somit eine Verstärkung bei der Stempelung bildete und bei der Verpackung wurde der vorhandene untere Teil rückseitig verklebt.
Wie andere Firmen die Sendungen behandelten, kann nur vermutet werden.
Der Vogel Verlag hatte eine Universalmaschine im Hause!
„Bei der im April 1920 eingerichteten Pack- und Sortierstelle in den Räumen der Firma C. G. Vogel in Pößneck ist zur Freistempelung der Vogel'schen Briefsendungen im Februar 1921 eine Barfreimachungsmaschine aufgestellt worden, die im Mai 1921 in Betrieb genommen wurde. Die Firma Vogel entrichtet zu den Anschaffungskosten der Maschine einen bei Titel 7 der Einnahmen zu verrechnendem Beitrag, den das R P M. für das Rechnungsjahr auf jährlich 80 GM (4 v. H. der Anschaffungskosten) festgesetzt hat.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#123]
Denn es gibt halt Sammler, die nicht lesen können.
Hallo Hajo,
wie soll man das verstehen? Heißt das Nachmeldungen mit bereits behandelten Wertstufen sind nicht erwünscht?
Ich bin gerade beim Durchsehen meiner Bestände, dabei fällt mir noch das eine oder andere Stück in die Hände.
Gruß Michael
@ inflamicha [#126]
[#120] Hallo René
vielen Dank für die prompte Reaktion auf meine Bitte.
Ich hatte jemanden gebeten, zum Thema was einzustellen, da es nicht mein Beleg war.
Dann gibt es Sammler, die natürlich nicht schauen, sondern kurze Zeit später etwas zeigen und das in zwei verschiedenen Themen einstellen.
Ich möchte meinen roten Faden behalten, denn ich gebe mir viel Mühe das Thema ordentlich zu strukturieren.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#125]
Magst du mal in das Streifband reinschauen, ob man einen Abklatsch des Freistempels sieht oder erahnt ?
Für die Streifbandzeitungen der Frankfurter Zeitung habe ich das Vorausentwertungsverfahren bei Streifbändern schon einmal beschrieben.
https://www.infla-berlin.de/17_Daten/Berichte/A4/264/ib264_Vorausentwertungen.pdf
Viele Grüsse
Johannes
@ johanneshoffner [#128]
Hallo Johannes,
mache ich gerne.
Es ist kein Abklatsch oder Farbspuren zu erkennen. [#125]

Rückseite 1
Einen zweiten Scan vom Beitrag [#118] füge ich ebenfalls bei, da gerade zur Hand.

Rückseite 2
Auf der Rückseite, deren Papier dünner erscheint, ist spiegelbildlich der Stempel von der Vorderseite zu erkennen.
Nebenbei bemerkt gibt es ein Team, das alle Daten und Orte aller Postfreistempel laufend registriert.
Viele Grüße
Hajo
Lieber Nordluchs,
kannst Du mir den Zugang zu diesem Team vermitteln, denn ich habe noch einige Belege gefunden.
Gruss
Johannes
@ johanneshoffner [#130]
Hallo Johannes,
habe intern eine Mail gesendet.
Hallo zusammen,
damit das kein reiner Schriftverkehr wird, gleich einen Beitrag mit eingestellt.
Wie im Beitrag [#123] vermerkt, wird dieser kurze Zeitraum nach dem 30.6.1922 behandelt.
Im genannten Zeitraum gab es wegen Änderung des Portos nur Ortsbriefe bis 20 g vom 1.7. - 30.9. 1922.

Hamburg * 1 *, Ziermuster 100 Pf. rot, Ortsbrief vom 24.8.1922 (Sammlung Förster)
Wenn noch jemand einen Ortsbrief aus dem genannten Zeitraum zeigen kann, nur zu.
Ansonsten geht es danach weiter mit der nächsten Phase 1.10 -14.11 1922.
Gruß
Hajo
Hallo,
nun, dann geht es halt weiter.
Jetzt mit der nächsten Phase
1.10 - 14.11.1922 für
Drucksachen bis 20 g.

Köln * 1 II Ziermuster 100 Pf. 10.10.22 (vermutlich Sammlung Thomas Kolb)

Blanco Stempel 100 Pf. ohne Ortsstempel, aus Unterlagen der Reichspost (Ausschnitt) nur zur Ansicht.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#132]
Hallo Hajo,
da du heute die nächste Phase eröffnet hast, kann ich den einzigen Ziermusterbeleg aus meiner Familiensammlung zeigen:

Der Brief vom 03.11.1922 geht an die Firma Gebr. Hentschel, die mein Ur-ur-Großvater Louis Hentschel zusammen mit seinen zwei Brüdern gegründet hat. 1922 war Oswald Hentschel (II) der Geschäftsinhaber. Es war der Neffe meines Ur-ur-Großvaters. Oswald Hentschel (II) war ebenfalls ein eifriger Sammler, seine Sammlung ist aber leider am Ende des Krieges verbrannt.
Viele Grüße
Volkmar
Hallo,
gibt es eine Erklärung für den geringen Abstand zwischen Ortsstempel und Ziermuster bei den Pößnecker Stempeln?
Postkarte aus Charlottenburg 2, vom 5.10.1922 die zum Drucksachentarif lief. An Firma Carl Rosenberger, Mehlis, Thüringen.


gruß Christof
@ volkimal [#133]
@ chris63 [#134]
Hallo Volkmar,
schönes Teil mit nicht so häufig gesehenem Postamt Liegnitz.
Hallo Christof,
ebenfalls vielen Dank für Deinen Beitrag.
Ja, das mit dem kurzen Abstand ist natürlich schon aufgefallen. [#118] [#119] [#120] [#123]
Auch in der Arbeit von Horst Müller wird erwähnt, dass statt wie üblich 9 – 11 mm, nur 1 - 2 mm zwischen Orts- und Wertstempel sind.
Auszug aus eingesehenen Unterlagen:
"Die eine Maschine reicht zur Freistempelung der von der Firma aufgelieferten Briefsendungen – täglich 36 000 bis 40 000 Stück, und zwar Streifbandsendungen, Karten und Briefe nicht mehr aus.
Die Firma C. G. Vogel hat daher gebeten, in ihren Räumen möglichst bald eine zweite Barfreimachungsmaschine zu denselben Bedingungen, wie die bereits vorhandene Maschine gelten aufzustellen.“ Dieser Antrag erwähnt nicht, dass die Firma Vogel entscheidenden Anteil an der Verbesserung der Maschine hatte. Klüssendorf hatte dem RPA angeboten, seine Verbesserungen an einer Universal-Maschine zu erproben. Nachdem sich die Klagen der Kundschaft häufen, verfügt das RPA am 20. September 1921, dass der Firma Klüssendorf eine Universal-Briefstempelmaschine zur Erprobung ihrer Erfindung zur Verfügung gestellt wird. (Text: Dr. Walter Kohlhaas)
Möglich wäre auch speziell für Streifbänder, wegen dünnerem Papier, eine von Klüssendorf modifizierte Standard zu verwenden.
Das wären meine Erklärungsversuche.
Kurz dazu für Leser zum Verständnis ein kleiner Vergleich zur gestellten Frage im Beitrag [#134].


Pößneck * II * 40 Pf. rot vom 10.4.1922 (Ausschnitt Drucksachenkarte, eigene Sammlung) und Ausschnitt
Pößneck *I *, 100 Pf. Ziermuster rot 100 Pf. vom 6.4.1922 (eigene Sammlung)
Gruß
Hajo
Hallo,
nach der schweren Kost etwas Leichtes. Zeigen kann ich ein interessantes Stück aus eigener Sammlung.
Die ursprünglich für die Postfreistempelung gedachte Post wurde an der Maschine für die Entwertung der Postwertzeichen angesetzt.

Braunschweig * 1 u, schwarz
und zweiter Abdruck gleichem Datums und Uhrzeit
Braunschweig * 1 I, Ziermuster 100 Pf. rot vom 20.10.1922
Es sind somit zwei Universal Stempelmaschinen auf einem Beleg gelandet.
Sehr gut zu erkennen an der römischen Unterscheidungsziffer
I und Unterscheidungsbuchstabe
u der zweiten Maschine.
Gruß
Hajo
Hallo,
eine Meldung ist eingegangen und ein eigener Beleg kann gezeigt werden.

Hannover 1 * I * a, Ziermuster 100 Pf. rot vom 17.10.1922 (Sammlung Engelhardt)

und Hamburg * 1 *, Ziermuster 100 Pf. vom 06.10.1922 (eigene Sammlung)
Gültig vom 1.10. - 14.11.1922 für Drucksachen bis 20 g.
Gruß
Hajo
Hallo,
ein Fundstück und eine Meldung warten auf Veröffentlichung.


Hamburg * 1 *, Ziermuster rot 100 Pf. vom 2.10.1922 (Sammlung Thomas Kolb)
und Bremen * 1 I, Ziermuster rot 100 Pf. vom 04.11.1922 (eigene Sammlung)
Zwei weitere wurden schon telefonisch angekündigt.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
mit der Wertstufe 100 und dem letzten Verwendungszeitraum kann ich meinen Lieblingsbeleg zeigen. Den Ziermuster-Freistempel den es eigentlich gar nicht gibt:

100 Pfg. in schwarz! "HEILBRONN (NECKAR) / * 1 I" vom 07.11.1922. In dem Fall hat man also die falsche Farbe benutzt.
Das war übrigens einer meiner ersten Ziermuster-Freistempel. Ich hatte sie eingetauscht ohne zu wissen, was für Stempel das sind.
Viele Grüße
Volkmar
@ volkimal [#139]
Hallo Volkmar,
überraschende Einstellung eines Beleges, der exakt mit der Abbildung inkl. gleicher Anschrift in der Arbeit von Horst Müller (Poststempelgilde e.V., Gildebriefe 227, 228, 230, 231) zu sehen ist. Er wies kurz gefasst, auf eine Mischfarbe aus schwarz und rot hin.
Hier nun die telefonisch angekündigten Ziermuster mit dem Wert 100 Pf.
Meine zwei vorletzten diesbezüglichen Belege sind zufällig mit den übermittelten Postorten identisch. Aber aufgrund der Seltenheit werden beide Pärchen nacheinander zusammen gezeigt.


Geestemünde * 2 b, Ziermuster 100 Pf. vom 12.10.1922 (Sammlung Jürgen Witkowski)
und Hannover 1 * I *, Ziermuster 100 Pf. vom 09.11.1922 (Sammlung Jürgen Witkowski)


Geestemünde * 2 b, Ziermuster 100 Pf. vom 11.10.1922 (eigene Sammlung)
und Hannover 1 * I *, Ziermuster 100 Pf. vom 14.10.1922 (eigene Sammlung)
Damit kommen wir demnächst zu einer neuen Wertziffer nämlich Ziermuster
125 Pf.
Davor wird noch ein Wert 100 Pf. vom letzten Tag der Gültigkeit mit Datum 14.11.1922 gezeigt.
Es sei denn, jemand möchte noch einen fehlenden Ort mit der Wertziffer 100 Pf. zeigen wollen oder können.
Gruß
Hajo
@ Nordluchs [#135]
Dank für die Erläuterungen zum Pößnecker.
Aufgrund der Knappheit(?) der einst millionenfach vorhandenen Belege wage ich es zwei kaum leserliche Stempel einzustellen.
Drucksache vom 11.10.1922 aus Mainz 1, * t an die Lack & Farbenindustrie Gademer & Hofmann in Meiningen.

und eine Drucksache aus Halle (Saale) 8, I vom 31.10.1922, auch nach Meiningen.

gruß Christof
@ chris63 [#141]
Hallo Christof,
vielen Dank für Deine Beteiligung, jede Meldung ist wichtig.
Es freut mich, dass es jemandem auffällt, dass Hintergrundwissen vorhanden ist.
Derzeit werden etliche alte Sammlungen registriert, um die Erkenntnisse daraus demnächst in einem Buch über die Ziermusterfreistempel zu veröffentlichen.
Weiterhin gibt es zwei Personen, die versuchen einen
Gesamtkatalog der deutschen Postfreistempel zu erstellen.
Immerhin sind seit Beginn der Stempelung innerhalb der Reichspost über 100 Jahre vergangen. Dann stellt sich nebenbei die Frage, wie wurden derartige Abdrucke gesammelt (Ausschnitte oder tatsächlich im Original)? Dazu sind Kriegsschäden zu berücksichtigen, die viele Sammlungen dahin gerafft haben.
Nun sind es doch zwei Belege vom letzten Tag dieses Portos geworden.


Chemnitz * 4 II, Ziermuster 100 Pf. vom 14.11.1922 (Sammlung Thomas Kolb)
Berlin W * 8 II, Ziermuster 100 Pf. vom 14.11.1922 (eigene Sammlung)
Wie schon Horst Müller RIP schrieb, gab es nach dem 14.11.1922 diesen Ziermuster „100 Pf.“ als Einzelfrankatur nicht mehr.
Gruß
Hajo
Hallo,
die nächste geänderte Gravur für die Einsatzstücke …statt
80 die Ziffer
125. Laut eingesehenen Unterlagen wurden 60 Stück bestellt.

Nur zum Vergleich mal den ursprünglichen Stempelkopf.
Danach mal den neuen Einsatz als Ausschnitt.

Musterabdruck, Berlin C * 2 I Ziermuster 125 Pf. vom 16.03.1922
Entnommen von einer Stempeltafel, angefertigt in Berlin C 2, alle mit Datum 16.3.1922 für das Reichspostministerium, Abteilung München.
Vorsorglich an dieser Stelle der Hinweis, um Verwechslung vorzubeugen : Es gibt auch Ziermuster 125 Pf., aber gedacht für das Ausland mit Landesbezeichnung Deutsches (oben) und Reich (unten). Diese Typen folgen demnächst.
Vorgestellt wird nachfolgend vermutlich ein Ortsbrief aus Lübeck. Die „Geniner Straße“ deutet darauf hin.


Lübeck * 1 I, Ziermuster 125 Pf. vom 29.4.1922 (eigene Sammlung)
Ortsbrief bis 20 g vom 1.1.1922 – 30.6.1922 möglich und
Postkarte im Fernverkehr
Gruß
Hajo
Hallo,
ein weiteres Exemplar zur Ansicht.


Berlin SW a 68 II, Ziermuster 125 Pf. 19.5.1922 (eigene Sammlung) und Rückseite
Wie schon einige Male erwähnt, mussten zu der Zeit mindestens 100 gleiche Poststücke zur Barfreimachung eingeliefert werden. Daher sind die blauen Fragmente auf der Vorderseite vermutlich von der Karte davor im Stapel erzeugt worden. Eventuell aber auch bei der Ablage beim Empfänger.
Gruß
Hajo
Hallo in die Runde !
Bin erst seit einer Woche auf PS. Das ist ja höchst bemerkenswert, was da an ZMF aufgeboten wird.
Ich will versuchen, auch einen kleinen Beitrag beizusteuern
@ Günther Hieber [#145]
Hallo,
das ist eine kleine Überraschung Sie im Forum zu entdecken.
Vielen Dank für den Beitrag, denn er ist hilfreich bei dem folgenden Beleg, der mir übermittelt wurde.
Bei der Qualität hatte ich überlegt: einstellen oder nicht! Aber es liegt ein bisher bekanntes Spätdatum vor.

Ziermuster Essen * 1 II 125 Pf. rot vom 2.6.1922 (Sammlung Engelhardt)
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
da habe ich auch noch einen. Berlin hatten wir zwar schon bei den 125 Pf, hier aber ein Stempel vom Postamt SW + 19 I vom 15.4.22.

Viele Grüße
Jürgen
@ Jürgen Zalaszewski [#147]
Hallo Jürgen,
vielen Dank für Deinen willkommenen Beitrag. Jedes Postamt ist wichtig.
Ich habe die Meldung noch eine Zeit stehen lassen, da in einem Telefonat ein neuer Beleg angekündigt wurde.
Vorab, damit es etwas weiter geht, eine Meldung aus der Sammlung von Sammlerfreund Thomas Kolb.

Berlin-Wilmersdorf * 1 I, Ziermuster 125 Pf. vom 15.03.1922 (Sammlung Thomas Kolb)
Gruß
Hajo
Von Sfr. Rainer Förster wurde ich gebeten, den Beleg 125 Pf Kiel zu präsentieren. Ist mE der einzige 125 Pf Beleg von Kiel.

125 Pf, Kiel * II * vom 29.4.22

Wenn wir schon bei den selteneren Postorten sind, auch von mir noch ein Schmankerl von Plauen
125 Pf, Plauen (Vogtl.) 1 II vom 8.6.1922. Wie bei Kiel sind auch von Plauen nur wenige Abstemplungen bekannt.
@ Hajo, vielen Dank für den Begrüßungstusch.
@ Günther Hieber [#150]
Hallo Günther,
vielen Dank für die beiden 125 ZMF, vor allem der aus Plauen und von meinem Namensvetter mit dem seltenen Ziermuster vom Postamt Kiel.
Zum vermutlichen Abschluss des Ziermuster 125 Pf. noch etwas entdeckt, was meine Aufmerksamkeit erzeugte.
Im Gildebrief 177 (Oktober 1994) der Poststempelgilde e.V. berichte Dr. Walter Kohlhaas über Kombination-Frankaturen mit Barfreimachungsmaschinen auf S. 181-187.
Mein Freund und langjähriger Wegbegleiter zitierte aus dem Werk von Karl Topf [1]:
Zum Zwecke der nötigen Korrektur wurde also ein weiterer Freistempel angebracht. Bei dem Zweitstempel wurde öfter der Post-Datumsstempel weggelassen und der Wertstempel allein aufgebracht.

Als Abbildungsbeispiel diente das Postamt Harburg (Elbe) welches vermutlich keinen Stempelträger mit Ziermuster 125 greifbar hatte.
Falls nach einem gewissen Zeitraum keine Meldung mit einem 125 eingegangen ist, wenden wir uns dem nächsten und seltenen 190er zu.
Gruß
Hajo
[1] Topf, K. : Deutsches Reich – Die Deutschen Maschinen-Postfreistempel 1903-1923 INLA-Bücherei 14, 1978
Hallo Hajo,
ich habe mir Topf S,84 auch zu Gemüte geführt. Hierzu lässt sich folgendes sagen.
Beim Datum 5.5.23 liegt wohl Tippfehler vor, denn zu diesem Zeitpunkt waren die ZMF ausser Kurs.
Von Harburg gibt es diese Kombi nicht, denn Harburg hatte einen 125 Pfg Wertstempel. Auf die Schnelle einer aus dem Archiv.

Einen 75 Pfg Stempel Harburg gibt es nicht: es gibt zwar einige 50+75 Pfg Frankaturen, die jedoch alle
nicht portogerecht sind, der 50 Pfg Wertstempel wurde durch die 75 ersetzt, teilweise gestrichen.
Da ich erst seit Kurzem im Forum bin, wollte ich nicht gleich die grossen Fässer mit den Kombifrankaturen aufmachen, sondern von der Thematik bei den EF bleiben (obwohl ja Harburg geradezu prädestiniert wäre).
Vielleicht wäre eine Abhandlung der DR 125 kraft Wertzusammenhangs interessant ?
Ich fürchte, mit der 190 sind wir relativ schnell fertig.
@ Günther Hieber [#152]
Hallo Günther,
ich habe den erwähnten Artikel im Gildebrief gefunden und einfach benutzt.
Der Einsteller Hajo und auch Redakteurin Angelika hatten ein schönes Wochenende beim Treffen der FG Post- und Absenderfreistempel in Hosenfeld. Anwesend u. a. auch die Mitglieder von Philaseiten: Stefan, J.Olschimke, T. Grommisch und Michael Engelhardt. Das so nebenbei wegen der „Schreibpause“.
Jochen Greulich konnte mir den folgenden Musterabschlag zur Verfügung stellen. Das frühe Datum ist wohl der erste Tag der Benutzung im folgend genannten Postamt.

Berlin-Wilmersdorf * 1 II Ziermuster 125 Pf. vom 14.1.1922.
Die Benutzung von alten Papierstücken ist hier nicht so relevant.
Gruß
Hajo
Hallo,
die nächste Phase mit dem seltenen Ziermuster 190 Pf. wird hiermit angestoßen.

Vorhanden ist dieser Musterabdruck, entnommen von einer Stempeltafel, angefertigt in Berlin C 2, alle mit Datum 16.3.1922 für das Reichspostministerium, Abteilung München.
Angeblich soll es einen Einsatz in Berlin gegeben haben, ist aber bisher noch nicht entdeckt worden.
Die Wertstufe „190“, hat bis zum jetzigen Stand nur von Leipzig vorgelegen. Gebühr für Drucksache/Nachnahme, möglich vom
1. 1.–30. 6. 1922:
40 Pf. + Nachnahme
150 Pf.
Den Anfang kann ich mit einem Beleg aus der Sammlung von Wolfgang Harms (RIP) machen. Den hatte er mir für meine Broschüre seinerzeit zur Verfügung gestellt.
Als früheres Mitglied des Harburger Briefmarkensammler-Verein von 1920 e. V., dessen Vorsitzender Wolfgang Harms war, tauschte man sich aus.

Ziermuster rot 190 Pf. Leipzig * 2 * vom 4.4.1922 Drucksache / Nachnahme
Der linke Teil fehlt, enthielt die Angabe das Absenders und ist vermutlich wegen einer Aktenlochung abgeschnitten worden.
Aufgrund der Seltenheit auf jeden Fall vorgestellt.
Gruß
Hajo
Hallo Zusammen,
die von Hajo abgebildeten 190ziger sind die absoluten Topstars unter den ZMF. Was die Portozusammensetzung anbelangt, muss man aber ganz schön kombinieren. Richtig ist das Porto von Leipzig 190 Pfg, wie folgt:
Die Nachnahmebebühr 150 Pfg ging bis
30.9.22, lt Portotabelle Michel. Dann wird´s spannend. Um auf 190 Pfg zu kommen, musste das DrucksachenKARTENporto mit 40 Pfg angesetzt werden. Diese Portostufe konnte bis 30.6.22 angesetzt werden. Danach entfiel das DSKartenporto. Es galt das Porto für Drucksachen mit 50 Pfg. Dieses Porto galt vom 1.1.22-30.9.22
Und nun zur von Hajo angesprochenen Vermutung eines 190zigers für Berlin.
Ich habe im Archiv eine Nachnahme mit 200 Pfg von Berlin SW 68 vom 13.3.1922. Das Porto setzt sich mit 50 Pfg Drucksachenporto und NN-Gebühr 150 Pfg zusammen (s. oben) Eigentlich hätten 190 Pfg mit Porto für die DRS-Karte ausgereicht, wie bei Leipzig. Vielleicht erlärt dies den fehlenden 190ziger von Berlin?
Wie es auch sei, die Nachnahmen sind ein besonderes Kapitel. Wenn Jemand eine Erklärung hat, bitte ganz schnell melden, Jürgen Witkowski und ich haben heute unser Buch vollendet. Zum Schluss noch eine Nachnahme von Braunschweig. Das Porto dürfte jetzt jeder nachvollziehen können.
Schöne Ostern allerseits
Hallo,
einen Blankoabschlag der 190er Wertstufe ohne den Orts-/Datumsteil kann ich auch beisteuern:

Ist natürlich kein Vergleich zu den portogerechten Belegen mit dieser Wertstufe.
Bei der Durchsicht meiner Bestände mit dem Ziermuster ist mir noch dieses Streifband aufgefallen bei dem der normale Tagesstempel den Orts-/Datumsteil des Freistempels ersetzen musste:

Grüße
philast
@ Günther Hieber [#155]
Hallo Günther,
interessante Ausführung und vermutlich logische Erklärung des gesuchten Exemplar mit 190 Pf. von Berlin. Ob es ein Einzelfall ist, oder eine Art Umwertung, wie schon früher praktiziert, wird die Zukunft zeigen.
Meine Erfahrung ist, dass wenn etwas veröffentlicht wird, es immer Sammler gibt, mit der Aussage: "Aber ich habe einen in meiner Sammlung…!". Schauen wir mal!
Da ich den Entwurf Deiner Arbeit zur Lesung vorliegen habe, denn 4 bzw. 6 Augen sehen besser, können sich Interessenten schon jetzt auf das neue Werk freuen.
Für Interessierte kann ein weiterer 190er als Drucksache/ Nachnahme vom gleichen Datum 4.4.1922 wie im Beitrag [#154] gezeigt werden.

Ziermuster rot 190 Pf. Leipzig * 2 * vom 4.4.1922 (Sammlung Thomas Kolb)
Auszug aus einer schon verwendeten Mitteilung von neu gestalteten Stempelbilder: …. statt 80 die Ziffer 125 und statt 60 die Ziffer 200.
Aktuelle Beobachtung dazu: Das Stempelbild des Wertrahmen Ziermuster „190“ ist demnach neu geschnitten worden, da er vorher nicht vorhanden war.
Demnächst folgt noch ein letzter Beleg vom Juni 1922.
Gruß
Hajo
Hallo,
wie angekündigt, ein späteres Exemplar mit 190 Pf.

Ziermuster rot 190 Pf. Leipzig * 2 * vom 3.6.1922 für Drucksache / Nachnahme (ebenfalls Sammlung Thomas Kolb)
(Innerhalb Leipzig verwendet)
Es gibt somit bisher
zwei Belege vom 4. 4. 1922 und den hier abgebildeten
dritte Beleg von Thomas Kolb vom 3.6.1922. Da eine gewisse Menge [bis 1924 100 Stück] gleicher Belege zur Postfreistempelung abgeliefert werden mussten, noch dazu in der Kombination Drucksache und Nachnahme, zählen derartige Exemplare zu den wirklichen Raritäten!
Nach der Veröffentlichung von Horst Müller RIP in den Gildebriefen 227 – 231 erschien die Folge auch bei der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. (FG) in 4 Teilen.
Im Bericht Nr. 70 der FG, Seite 61, (2009) berichtet der Autor Horst Müller über einen weiteren Verwender (F.J. Stoll jr.; Die Illustrierte Zeitung für Blechindustrie) vom 15. 6. 1922.
Dieser genannte Beleg lag, wenn auch in schwacher, aber lesbarer Kopie (59 KB) dem Verfasser vor. Adressiert an einen Empfänger in Berlin S 59. Da im Archiv der FG Post- und Absenderfreistempel e.V. fast alle Druckmanuskripte inkl. Bilder vorlagen, fand sich diese erwähnte schwache Kopie.
Somit sind insgesamt bisher 4 seltene Exemplare bekannt.
Gruß
Hajo
Hallo,
dieser letzte "reine" Ziermuster mit Wert „200“ ist ein Langläufer. In wechselnden Perioden benutzt. Möglich anfänglich vom 1.1. - 30.6.1922:
Drucksachen 100-250 g, Nachnahme-Drucksache, Ortsbriefe 20-250 g, Fernbriefe bis 20 g. und Warenproben bis 250 g.

Berlin C * 2 I, Ziermuster 200 Pf. vom 16.3.1922, Musterabdruck
Entnommen von einer Stempeltafel angefertigt in Berlin C 2 für das RPM, Abteilung München. Unter Verwendung der bisherigen Stempelmuster wurden neue Werte eingesetzt: „statt 60 die Ziffer 200.
Ich benutze mal die Kurzbeschreibung von Horst Müller (RIP) aus dem Bericht der FG Post- und Absenderfreistempel Nr. 51 (2002) S. 54 – 57.
Bemerkenswert dabei der „200“, der in 4 Tarifperioden (
1.1.-30.6., 1.7.-30.9., 1.10.-14.11., 15.11.- 14.12.) im Jahre 1922 für völlig unterschiedliche Sendungen und deshalb unterschiedlich häufig verwendet wurde.“
Aus dem ersten längeren Zeitraum 1.1.-30.6. 1922 zwei Meldungen.

Berlin-Wilmersdorf * 1 I, Ziermuster 200 Pf. vom 22.3.1922 (Sammlung Engelhardt)

Berlin-Wilmersdorf * 1 I, Ziermuster 200 Pf. vom 3. 4. 1922 (Ex- Sammlung Riese, auch bei Harlos gesehen)
Gruß
Hajo
Auch von mir noch ein Fernbrief der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte vom 8.6.22
@ Nordluchs [#159]
Hallo zusammen,
endlich kann auch ich wieder eine Ziermuster-Freistempel zeigen!

Ein Ziermuster-Freistempel vom 20.05.1922 aus Berlin-Wilmersdorf - vermutlich "* 1 II". Da es ein Fensterumschlag ist, ist die Verwendungsart nicht eindeutig feststellbar. Es kommen für mich in Frage: Drucksachen 100-250 g, Ortsbriefe 20-250 g, Fernbriefe bis 20 g. und Warenproben bis 250 g. Falls eine dieser 4 Verwendungsarten nach eurer Meinung ausscheidet, schreibt es bitte.
Viele Grüße
Volkmar
Guten Abend,
vom Letzttag dieser ersten möglichen Portoperiode 7 habe ich diese Drucksache (über 100 bis 250 g Gewicht):

STUTTGART * 1 I 30.6.22 11-12 V.
Gruß Michael
Moin Moin,
die letzten Beiträge zur Portostufe 200 finde ich allesamt sehr interessant. Die 200er ist auf Grund ihrer Einsatzeit und der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten ein ausgezeichnetes Forschungsobjekt.
Deshalb von mir einige Überlegungen:
[#161] Volkmar: mE kann man die Warenprobe ausschliessen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine Warenprobe der Rentenversicherung gesehen zu haben.
[#157] Hajo: ich habe mal kurz im Internet nach NN 1.1.22-306.22 gesucht, und zwar NN mit Briefmarkenfrankaturen.
Der Hinweis auf ein mögliches bislang unerkanntes Provisorium (Analog dem 60Pfg Provisorium ) hat mich doch sehr fasziniert.
Gefunden habe ich NN mit 1,90 wie auch 2 Mark Frankaturen. Da also auch 2 Mark Frankaturen mit Briefmarken vorgenommen wurden, Kann man eine NNFrankatur mit ZMF zu 200 nicht einfach als mögliche Herunterzeichnung unterstellen.
Ausserdem müsste hierzu ein Erlass des RPM vorliegen, der aber dann bekannt wäre.
(Wäre zu schön gewesen)
Ich vermute,die Postämter hatten einach Probleme mit dem Begriff der Drucksachen
karte, weshalb sie nach nur 9 Monaten abgeschafft wurde.
Zum Schluss auch noch aus meinem Bestand eine 200Pfg Frankatur von Köln 14.12.1922 Letzter Verwendungstag für ZMF mit der seltenen Kennung *1r
Guten Abend an die Freunde der Ziermusterfreistempel,
Ich kann eine Drucksache der Kölnischen Zeitung vom 29.11.22 bieten.
Diese Portostufe gab es nur vom 15.11.- 14.12.22

Dieses Thema auf Philaseiten hat mich motiviert ein Einrahmenexponat über die Freistempel 1920 - 1923 zu erstellen.
Sobald es spruchreif ist, werde ich es hier vorstellen und um Tipps bitten.
Hallo,
Johannes, Volkmar, Michael und Günther, Danke für die schönen Beiträge. Wie mir übermittelt wurde, kommt wohl noch ein Beitrag aus Manching
Da ich keinen Beleg aus der Zeit vom 1.7.- 30.9. 1922 zeigen kann, benutze ich den folgenden, bei dem die Ziffer für den Monat vermutlich vergessen wurde einzusetzen. Es liegen Daten vom 1.4.1922 (Müller) und 2. 8.1922 (Hieber) vor.


Harburg (Elbe) * 1 *, Ziermuster 200 Pf. 2. XX. 1922 (Ex -Sammlung Inge Riese RIP) auch bei Harlos gesehen?
In der Datenbank liegt, eingestellt von Heinrich, ein Ausschnitt vom 22.6.1922 vor (die falsche Ortsbezeichnung und Fabrikat nicht beachten). [1]
Der Beleg ist auch im demnächst erscheinenden Kompendium von Sammlerfreund Hieber abgebildet.
Gruß
Hajo
[1]
https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/359835
Hallo,
wie es ausschaut, muss ich wohl selbst tätig werden.
Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte nutzte dieses neue Barfreimachungsverfahren, wie auch einige Beiträge zuvor ersichtlich, recht ausgiebig.

Berlin-Wilmersdorf * 1 I, Ziermuster 200 Pf. vom 3. 3. 1922 (eigene Sammlung)
Anmerkung zum Beitrag [#159]:
Berlin-Wilmersdorf * 1 I, Ziermuster 200 Pf. vom 3. 4. 1922 (
Ex- Sammlung Riese, auch bei Harlos gesehen )
Diesen Beleg hatte ich bei erneuter Suche entdeckt und fälschlich obiger Sammlung zugeordnet, liegt aber mir selbst vor, also eigener Beleg. (Hinweis nur für die Statistik)
Belege mit Ziermuster 200 Pf.in dem Zeitraum vom
1.7. – 30.9.1922, möglich als Ortsbriefe 20 – 100 g., scheinen recht selten zu sein.
Wenn jemand ein solches Exemplar aus der fraglichen Zeit hat und zeigen möchte, hier ist die Gelegenheit.
Gruß
Hajo
Guten Morgen zusammen !
Keine Sorge, You never walk alone ... Dein Hinweis auf OBF in der Zeit 1.7-30.9.22 ist absolut berechtigt.
Habe zwar jede Menge 200er, aber mit Schrecken festgestellt, nur einen OBF.
Wunschgemäß anbei

Gruß Günther
Ich schau mal noch nach 200ern. Die Andern sollen aber bitte auch mitmachen
Hallo,
Wie versprochen noch einige 200er, diesmal aus der auch recht kurzen Periode 1.10.-14.11.1922
Das Porto für einen OBF betrug 2 Mark oder 200 Pfg


Den Leipziger habe ich nur als Ausschnitt eingestellt. Die darauf befindliche Werbung ist heute nicht unbedingt zeitgemäß.
Die hier gezeigten scans sind nicht im Kompendium abgebildet, können also als Ergänzung gespeichert werden.
Jürgen und ich wollten Kein Bilderbuch machen (obwohl wir 150 Abbildungen drin haben) , sondern ein Informationswerk.
Grüße Tutti
Günther
Hallo zusammen,
abschliesend von mir nochmals ein Blick in mein Archiv.Wie ich in Beitrag [#163] anmerkte, ist die Portostufe 200 Pfg auf Grund der langen Verwendungszeit sehr interessant.
Aus der Zeit 1.1.22-30.6.22 ein FBF von Berlin W *8 II vom 27.4.1922 nach Meissen

Der zweite Beleg ist aus der Periode 15.11.22-14.12.22, eine Drucksache von Chemnitz *4II vom 5.12.22

Interessant ist, dass die Verwendung von Berlin W8 wesentlich seltener ist als die von Chemnitz.
Grüße Günther
Kompendium der Ziermusterfreistempel des Deutschen ReichesVerehrte Freunde des Themas,
soeben neu erschienen bei der Poststempelgilde ist das für alle an dem Thema Interessierte Werk worin erstmals diese Stempel bis ins Detail behandelt werden.

Manch ein Sammler sammelt und forscht viele Jahre zu einem Thema und kommt zu einer großen Menge an Erkenntnissen, die er in Tabellen auf seinem PC zusammenfasst, ergänzt durch Verzeichnisse an Abbildungen aus dem Internet oder durch Scans von Sammlerkollegen. Dazu kommt natürlich auch seine eigene Sammlung an Belegen und von ergänzender Literatur. Ebenso wichtig sind Quellen, wie Veröffentlichungen der Postverwaltungen oder auch Kopien, die man sich nach Besuchen in Archiven anfertigen lassen kann.
Leider scheut der eine oder andere Spezialist den Schritt, eben diese Erkenntnisse in qualifizierter Form zu veröffentlichen, da er glaubt, auch noch die allerletzte Frage verifizieren zu müssen oder doch noch ein neues Früh- oder Spätverwendungsdatum zu finden. So ist schon viel Wissen mit ins Grab genommen worden.
Eine große Hilfe kann es sein, Projekte im Teamwork anzugehen. So können sich die jeweiligen Stärken und das Wissen ergänzen und Unsicherheiten werden leichter ausgeglichen.
Der Autor dieses Werkes, Günther Hieber ist diesen Weg gegangen. Er hat eine immense Datensammlung zu den Ziermusterfreistempeln und hatte gleichzeitig Zweifel daran, wie man das alles in eine für Leser interessante Form bringen kann. Wir haben die eine oder andere Diskussion geführt, die Datenflut gewichtet und an einigen Stellen auch bereinigt.
Dargestellt wird die Entwicklung der Stempel im Jahr 1920 von den ersten Einsätzen in Berlin ab dem 29.12.1920 bis zum letzten Einsatztag, dem 14.12.1922. In Tabellen werden die bekannten Verwendungsdaten der unterschiedlichen Wertstufen in den bisher bekannten 57 Postämtern aufgeführt. Wenn man bedenkt, dass pro Einlieferung mindestens 100 gleichartige Poststücke erforderlich waren, wundert man sich doch, wie wenige davon erhalten sind.
Es werden weiterhin Provisorien für nicht vorhandene Werteinsätze und auch Mehrfachfrankaturen behandelt. Als Rarität wird in einem gesonderten Kapitel der Einsatz auf Nachnahmekarten dokumentiert.
Hilfreich für Sammler und Handel ist sicher auch die Einteilung der einzelnen Ziermusterstempel in fünf Wertansatzgruppen, die sich an der Häufigkeit orientieren. Eine Übersicht der verwendeten Abkürzungen fehlt genau so wenig, wie ein Literaturverzeichnis.
Vor Ihnen liegt nun das Kompendium der Ziermusterstempel des Deutschen Reiches und sowohl der Autor als auch der Herausgeber hoffen, dass es Ihnen dadurch ermöglicht wird, dieses spannende Sammelgebiet für sich zu erschließen.
Band 202 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e.V., DIN A5, 134 Seiten, ca. 150 Abbildungen, broschiert.
Hier [1] mit nur zwei Klicks direkt bestellbar auch sofort erhältlich als digitale Ausgabe, die Printversion ab Mai 2026.
Viele Grüße,
Peter
[1]
https://www.philaseiten.de/philabuch/show/428
@ filunski [#170]
Die Beschreibung des Buchs passt genau. Ich habe es heute bestellt und das pdf schon erhalten. Besten Dank an Günther und Peter.
Mit dem Buch von Herrn Topf (Infla Band 14), mit dem Heft von Nordluchs und diesem Buch ist der Sammler der Ziermusterfreistempel bestens gerüstet um dieses kleine und feine Sammelgebiet zu beackern. Ich bin wirklich gespannt, welche Stücke noch ans Tageslicht kommen und wie es in diesem Thema nun weitergeht. Jetzt kommt ja die Serie Ziermusterfreistempel mit "Deutsches Reich" und die ersten Auslandsbriefe.
Gruss
Johannes
@ Günther Hieber [#168]
@ johanneshoffner [#171]
Hallo Günther, hallo Johannes,
besten Dank für die Unterstützung durch Deine drei vorherigen Beiträge in Sachen Ziermuster 200 Pf.
Eigentlich wollte ich Donnerstag diesen Beitrag einstellen, aber da kam die überraschende Vorstellung des „Kompendium“ dazwischen.
Speziell der im Beitrag [#163] gezeigte Beleg vom letzten Verwendungstag 14.12.1922 und dem Beleg mit seltenen Unterscheidungszeichen in der Maschine Köln * 1
r.
Zum Ausklang dieser Serie zeige ich noch vier Stücke.


Stuttgart * 1 I, Ziermuster 200 Pf. vom 1.12.1922 (eigene Sammlung) und Köln * 1 I, Ziermuster 200 Pf. vom 9.12.22


Chemnitz * 4 II Ziermuster 200 Pf. vom 5.12.22, gleicher Art wie schon gezeigt [#169] liegt mir ebenfalls vor, aber 3 – 4 N gestempelt. und LEIPZIG * 2 * Ziermuster 200 Pf. vom 6.12.1922 auf Künstler-Color-Reklame-Ak.: J. J. ARND VERLAG. (gesehen bei Auktion Wapler)
Für diese Art der Ziermuster endete mit der Portostufe 200 Pf. mit dem letzten eingesetzten Wertrahmen diese Gattung.
Danach gab es ab dem 15.12.1922 eine Portoerhöhung und keine Verwendung mehr für den behandelten Wertrahmen.
In Kürze werden die für den Postverkehr ins Ausland entworfenen Ziermuster mit der Inschrift „Deutsches Reich“ in Angriff genommen.
Gruß
Hajo
Hallo,
Drucksache, Stuttgart * 1 I vom 12.12.1922

gruß Christof
Hallo,
bislang waren Postfreistempel nur im
innerdeutschen Verkehr zugelassen.
Auf Grund der Verträge vom 30.11.1921 des Weltpostverein-Kongress in Madrid wurde die Barfreimachung im Auslandsverkehr zugelassen. Voraussetzung war die Inschrift „
Deutsches Reich“ im Wertrahmen.
Dieses Verfahren lief schon früh neben den reinen Ziermusterabdrucken im Inland.
Gebühr für Drucksachen ins Ausland: für je 50 g vom 01.01. – 30. 06. 1922 : 80 Pf. Somit konnte recht früh auch das Ausland bedient werden.
Für die Wertstufe „80“ gab es zwei verschiedene Wertrahmen.


Entnommen einer Stempeltafel, angefertigt in Berlin C 2 für das RPM, Abteilung München.
In der Ausarbeitung von Müller mit a und b beschrieben.
Ich bevorzuge Muster
Oval und Muster
Achteck. Das Muster Achteck findet sich auch bei einem weiteren seltenen Wert mit der Gebühr 150 Pf. Dieser ebenfalls verwendete wird nach weiterer Bearbeitung auch hier eingestellt.

Stempeltafel I / 8457
der Reichsdruckerei mit Auswahl der Muster ist vermutlich die Vorlage für den folgenden Vorgang.
Enthalten sind die beiden seltenen Wertrahmen in die nur noch die Schrift „Deutsches Reich“ und die Ziffern „80“ eingraviert wurden. Diese Änderung wurde vermutlich von der Reichsdruckerei ausgeführt, um Auslandspost von bestimmten Postämtern mit der Barfreimachung anzunehmen und früh versenden zu können.

Leipzig * 2 II , Ziermuster oval, 80 Pf. mit Inschrift (Deutsches Reich), vom 10.2. 1922 (eigene Sammlung)
Es hat sich herausgestellt, dass dieses ovale Muster nur in Leipzig verwendet wurde.
In alten Aufzeichnungen von 1989 (Bericht Nr.12 der FG Post- und Absenderfreistempel e.V.) wurde das
Muster Achteck in Halle (Saale) 2 vom 8.4.1922 gemeldet.
Ebenfalls aus Berlin-Wilmersdorf * 1 I und * II vom 8.6.1922 und 10.6.1922
Schauen wir mal was dabei herauskommt.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
vielen Dank für dieses wirklich spannende Thema. Leider registriere ich dies erst heute. Ich habe evtl. noch einige interessante Belege /Ausschnitte. Aber ihr seid schon weiter. Habe z.B. ein paar wenige schwarz 30 und 80, einmal schwarz 15 auf Musterkarte mit Hinweis auf den Ersttag der Maschine in Charlottenburg. Ggf kann ich das auch privat an Herrn Hieber mailen? Will eure Chronologie hier nicht stören.
Noch recht passend zum Thema, einmal 200 von Harburg Elbe, datiert 28.3.22. Vielleicht interessant?
Hallo zusammen,
mit der Wertstufe 80 Pfg schlagen wir ein nicht einfaches Kapitel auf. Die 80 oval hat auch so ihre Klippen. Ich möchte mal mit der Kennung Leipzig *2* beginnen.

Diese Kennung ist am Häufigsten vorkommend.Das von Hajo abgebildete Exemplar ist supertoll, gehört aber schon zum Kaliber "Dicke Berta". Bin gespannt, ob es dazu weitere Meldungen gibt.
Vielleicht versuche ich, am Ende dieses Themas mal einen groben Überblick über die Destinationen zu geben.
@ andiL : Meine email erscheint bei Klick auf meinen Namen. Nur zu !
Guten Abend, 80 Pfg, Ziermuster oval, vom Tarif-Letzttag 30.06.22 auf großem Briefausschnitt nach Zagreb.
Rückseitiger Ankunftsstempel wurde ausgeschnitten und auf die Vorderseite geklebt.
Hallo zusammen, Hallo Andreas !
Interessantes Zeitdokument. Laufzeit 12 Tage und dann noch die Landesbezeichnung Jugo- Slavien.
Das ist historisch wertvoll. Ich möchte auch einen weiteren Beleg präsentieren, nach Dänemark.
Leipzig Kennung * 2 I , ich habe sie nur einmal in meiner Datei.
Hallo,
nachdem der Schreiber und die Redakteurin Angelika von Sardinien wieder zurück sind, kann es wieder langsam losgehen.
Dank an alle, die sich nach meiner kurzen Einführung beteiligt haben. Ich habe aus der Ferne per Smartphone alles verfolgt.
Die nachfolgenden 2 Belege (Streifband) die wohl eine frühe Art des Remailing sind, wurden ausgeführt in Leipzig.


Leipzig * 2 *, Ziermuster rot oval, 80 Pf. mit Inschrift (Deutsches Reich), beide vom 5.3.1922
Gruß
Hajo
Hallo Leute !
Bevor ich versuche, eine Aufstellung der Destinationen zu machen, von mir noch ein Beleg Destination ausserhalb Europas. Es wäre schön, wenn noch mehr Meldungen zu aussereuröpäischen Zielorten gemeldet würden.

Leipzig * 2 * vom 1.4.22 nach Buenos Aires, Argentinien
Gruß Günther
@ Günther Hieber [#180]
Hallo Günther,
ergänzend zur Aufstellung von Destinationen hier ein Beispiel in die USA.

Leipzig * 2 II, Ziermuster rot oval, 80 Pf. mit Inschrift (Deutsches Reich), vom 24.2.1922 (gesehen vermutlich bei Harlos)
Davidson College, Davidson, North Carolina, Vereinigte Staaten. (Das Davidson College ist ein privates College für Geisteswissenschaften)
Ein letztes Teil von mir in die Schweiz.

Leipzig * 2 * Leipzig vom 19.5.1922 (eigene Sammlung)
Gruß
Hajo
Hallo,
wie im Beitrag [#174] erklärend erwähnt, gab es
zwei verschiedene Wertrahmen „80 Pf.“ mit Inschrift „Deutsches Reich“.
Warum dieser achteckige besondere Wertrahmen im Postamt Berlin-Wilmersdorf 1, Berlin SW 68 und in Halle (Saale) 2 zur Verwendung kam, ist bisher nicht bekannt.
Nachfolgend ein Beispiel dieses seltenen
Muster Achteck.

Berlin-Wilmersdorf * 1 II , Ziermuster achteckig , 80 Pf. mit Inschrift (Deutsches Reich) vom 8.6.1922 (auch beobachtet 10.6.1922).
Auch hier ist zu beobachten, (inkl. Einsicht in frühere Aufzeichnungen) dass der Absender Dr. Albert Hauff, Berlin-Halensee ist. Die wenigen aufgetauchten Belege sind alle nach Holland (Auslandsdrucksache bis 50 g) gegangen.
Also vermutlich ebenfalls eine frühe Art des Remailing.
Könnte eine Erklärung sein für die drei Verwendungsorte, die einen derartigen Bedarf bei den bestimmten Postämtern angemeldet haben.
Gruß
Hajo
Hier habe ich noch einen 80-er oval nach Kopenhagen
Bei den 80-gern eckig habe ich eine Drucksache nach London.

Die 80 des Wertstemepls ist sehr schwach ausgedruckt, man erkennt sie aber unter der Lupe.
Mehr kann ich bei diesen beiden Werten nicht bieten.
Hallo zusammen,
bevor wir uns im Achtziger Achteck vertiefen, noch schnell die versprochene Destinationsaufschlüsselung bei der 80 OVAL :
Europa
Norwegen 3
Schweden 1
Frankreich 1
Niederlande 8
Schweiz 3
Finnland 1
Estland 1
Dänemark 1+1 johannes(Danke !)
Jugoslavien 1
Aussereuropäisch
USA 2
Argentinien 2
Chile 3
Wir haben in der Datei noch div. Meldungen aus grauer Vorzeit, die nicht verifiziert,dh ohne Abbildung sind.
Time will show !
Grüße Günther
Hallo und guten Abend,
ich möchte vom achteckigen 80 Pfg Wertrahmen noch einen Musterabschlag von Berlin SW 68 zeigen. Datiert: 28.3.22. Frühes Datum? Evtl. interessant.
Hallo und guten Abend, habe noch zwei "Archivstücke" gefunden. Die beiden 80 Pfg Wertrahmen als Muster-/Probeabschläge ohne Ortsstempel

Guten Morgen,
hier eine Drucksache aus Köln nach Erfurt vom 10.8.1922 mit einer Werbung für den spanischen Wein.

MfG
Klaus
[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich: Bebilderte Werbung auf Briefumschlägen und Postkarten"]
Hallo,
sehr hilfreich war die Meldung von Johannes mit dem Beleg aus Halle (Saale).
Ebenso die Abbildung von Berlin SW 68 mit der Meldung von Andreas und seinem Musterabdruck, mit frühem Datum vom 28.3.1922.
Hatte die beiden Postämter zufällig am Abend vor meiner Veröffentlichung mit Jürgen Witkowski diskutiert und
hofften, dass Belege auftauchen.
Um hier wieder auf die Reihe zu kommen, habe ich mir aus dem Gildebrief Nr. 231, S.57 (Aufsatz Horst Müller RIP) einen Beleg
ausgeliehen.
Zu lesen war außerdem die Frage: War Dr. Hauff als Kommissionär für Remail-Sendungen aktiv?

Berlin-Wilmersdorf * 1 I, Ziermuster
achteckig, 80 Pf. mit Inschrift
Deutsches Reich vom 10. 6. 1922
Zum Vergleich siehe auch den Beitrag [#182].
Es war schon vorher klar, dass diese Belege sehr rar sind.
Ich bereite ganz langsam den nächsten Wertrahmen „125“ (Deutsches Reich) vor.
Falls noch jemand einen „
Achtziger Achteck“ zeigen kann, jetzt ist die Gelegenheit!
Gruß
Hajo
Hallo in die Runde,
Achtziger Achteck ist in der Tat ein ganz schwieriges Kapitel. Habe selber nur einen Beleg und ein Bst.


Berlin SW 68 a 68 II vom 30.6.22
Das Briefstück ist diesselbe Provinienz wie bei Hajo [#189]

Das war´s dann aber schon, selbst bei mir !
Grüße
Günther
@ Günther Hieber [#190]
Hallo,
Dank an Günther für seine Unterstützung.
Bedingt durch die Geldentwertung erfolgte ab Mitte 1922 u.a. eine Portoerhöhung für Auslandsdrucksachen auf 125 Pf., dazu gab es einen neuen Ziermusterrahmen mit Inschrift Deutsches Reich. Somit praktisch der Nachfolger der Wertstufe „80“ (oval und Achteck).
Gebühr für Drucksachen ins Ausland bis 50 g nun vom 1.7. – 30.9.1922 : 125 Pf.

Ziermuster Leipzig * 2 *, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 125 Pf. vom 3. 8.1922 nach Schweden. (Ex-Sammlung Riese, auch bei Harlos gesehen).
Vermutlich auch ein Remail-Beleg.
Gruß
Hajo
Hallo und guten Abend,
bei der Wertstufe 125 Pfg. sieht es bei mir nicht gut aus. Da habe ich einen Musterabschlag von Berlin C2, datiert 29.7.22.
Aber das ersetzt natürlich keinen echt gelaufenen Beleg.
Ist aber dahingehend interessant, als dass im neuen Buch von Günther Hieber noch gar kein Stempel von Berlin C2 mit Landesangabe "Deutsches Reich" aufgeführt ist.
Hallo zusammen,
die Blankoabschläge sind allemal interessant, sind sie doch für die Forschungsarbeit nützlich. Jürgen und ich haben bei der Erstellung des Kompendiums grundsätzlich entschieden, nur echt gelaufene Belege aufzunehmen. Aber hier ist der Platz, um die Blankoabschläge zu präsentieren.
Jetzt zu einem DR 125 der in mehrfacher sicht interessant ist

FFM 25.8.22 * 1 II nach Posen
Der Brief war ursprünglich mit 50 Pfg frankiert , was für eine INLANDSDRUCKSACHE ausgereicht hätte

Nach dem WK I wurde dieses ehemalige Reichsgebiet dem neuen Staat Polen zugeschlagen, weshalb nunmehr Auslandsporto 125 Pfg erforderlich wurde.Über diesen Beleg hatte ich in der Michelrundschau, sowie bei Infla und der Poststempelgilde berichtet. Über die Bewertung haben wir eine Kurznotiz im Kompendium verfasst
Viel Spass beim Betrachten
Günther
Hallo Günther,
da warst Du schneller mit Deinem schönen Beitrag, somit habe ich den folgenden Beitrag vorerst geparkt.
Eine Meldung per Mail ist eingegangen und mit Dank für die Unterstützung hier veröffentlicht.

Ziermuster Hamburg * 1 * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 125 Pf. vom 9. 9.1922 in die Schweiz (Sammlung Jürgen Witkowski)
Das Streifband (also eine Art von Vorausentwertung) wurde seitlich gestempelt, um nicht in Konflikt mit der großen gedruckten Schrift zu kommen.
Gruß
Hajo
Hallo,
bei der Durchsicht von Auktionshäusern diesen interessanten Beleg mit Ziermuster entdeckt.

Ziermuster Pößneck * II * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 125 Pf. vom 15. 9.1922 auf nachgesandtem Zeitungs-Streifband + Zoll-Label n. Teplitz, CSR (Wapler Auktion)
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
eigenlich hatte ich nicht vor, im Forum ein trautes Zwiegespräch mit Hajo zu führen, was ich zwar gerne mache, aber die Anderen nicht von der Teilnahme abhalten soll. Gerne dürfen und sollen sich die anderen Forumsteilnehmer beteiligen. Das wäre aus statistischen Gründen interessant, damit wir die DESTINATIONEN erfassen.
Von mir jetzt ein Beleg aus Köln

Köln * 1 II vom 8.8.22 nach Spanien
Grüße an Alle
Günther
Hallo und guten Abend,
wie ich bereits erwähnte, die Luft wird dünner. Habe nur noch zwei kleine Ausschnitte der gesuchten Wertstufe "125".
Die sind also für die Erfassung möglicher Destinationen uninteressant. Bleibt noch die Statistik der Stempel. Vielleicht ergibt sich hier etwas Neues?!

Leipzig 2 vom 27.7.22
und

Pößneck II vom 28.7.22
Gruß Andreas
Eigentlich eine für Hamburg häufige Wertstufe; an jenem Tag stand sie allerdings kopf.

Schönes WE
Wolfgang
Und wo ich gerade dabei bin:
STUTTGART 1 in schwarz vom 16.8.21 mit 10 Pf. für den Tarif der Drucksachen-Karte. Das Loch rechts wird links unten erklärt "Zum Aufhängen!"

Bis später
Wolfgang
Die schwarze 15 von BERLIN SW 19 ist im Handbuch für den 28.4.21 notiert. Hier ein weiterer Abschlag einen Tag früher:

Vielleicht geht noch einer vor dem Abendessen.
Wo.
@ Wolfgang Lang [#200]
Hallo,
um nicht den Faden zu verlieren, stelle ich einen weiteren Beleg mit 125 Pf. ein.
Vom Reichsdeutschen Blindenverband e.V., Berlin O 27 mit Einlieferung in Leipzig.
In dieser Stadt lagen wohl vermutlich der Druckort und die Konfektionierung vieler anderer Aussendungen.

Ziermuster Leipzig C * 2 I mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 125 Pf. vom 12.9.1922 (eigene Sammlung)
Einen Beleg von Hamburg habe ich noch gesichtet und zeige den bei Bedarf.
Hallo Wolfgang,
vielen Dank für Deine Beiträge. Wir versuchen noch die letzten Belege, z. Zt. 125 Pf. mit
Inschrift Deutsches Reich zu bearbeiten.
Als nächstes ist die Wertstufe 150 Pf. an der Reihe. Die Stufen in der weiteren Reihenfolge: 250, 300, 350, 400, 500 und 600. Gibt es in dieser Reihenfolge etwas in Deinem Bestand?
Gruß
Hajo
Hallo Hajo,
die angesprochenen Wertstufen sind nicht vertreten; bei dieser Korrespondenz handelt es sich fast ausschließlich um Inlands-Drucksachen bis 200. Macht Ihr mit diesen höheren Wertstufen mal weiter; ich kann dann evtl. anschließend wieder andere Belege einstellen (z. B. von ULM (DONAU)).
Schönes WE
Wolfgang
Schönen Sonntag allerseits !
Von mir zum Abschluss noch zwei Belege von Berlin 68.

Hier mit Stempelkopfkennung a68I vom 5.9.22

Mit Stempelkopfkennung a68s vom 30.9.22
Von Berlin 68 habe ich bislang nur 3 Belege registriert.Nach der tollen Resonanz auf unsere Veröffentlichung zu den ZMF bin ich gespannt, ob da noch was kommt.
Zum Schluss noch was für die Statistik. Die Hauptverwendungsorte bislang sind:
Hamburg 12
Leipzig 15
Pößneck 10 Belege.
Alle Belege sind innereuropäisch, nur EIN Beleg geht nach Buenos Aires.
Schönen Abend Günther
@ Günther Hieber [#203]
Hallo Günther,
vielen Dank für Deine beiden Belege. Von mir kommt auch der letzte aus der Serie 125.

Ziermuster Hamburg * 1 * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 125 Pf. vom 16.9.1922 (ebenfalls eigene Sammlung)
Falls nicht noch etwas gezeigt wird, nehme ich mir den nächsten Ziermusterstempel mit 150 Pf. vor.
Gruß
Hajo
Hallo und guten Abend,
heute neu entdeckt und bestimmt zeigenswert. Einen ähnlichen Beleg hat Herr Hieber unter [#203] gezeigt:

Ein weiterer Brief von Berlin SW 68, mit Stempelkennung a68I, datiert 29.9.22, gelaufen nach New York. Das ist dann "Brief Nr. 4" von Berlin SW 68 mit "DR 125".
Ich glaube nicht, dass ich nochmal solch ein Glück haben werde und eine Auslandsfrankatur mit Ziermuster-FS auf die Schnelle finde.
Bin gespannt, wie es weitergeht.
Gruß Andreas
Hallo,
Dank an Andreas für die überraschende Einstellung seines schönen Beleges.
Der hier
neu vorgestellte Wertrahmen mit dem Wert
150 Pf., der vermutlich als Vorlage für den späteren Einheitswertrahmen mit Steckziffern zu sehen ist, wurde so weit erkennbar überwiegend im Inland benutzt.
Fernpostkarte 1.7.1922 - 30.9.1922
ebenso Drucksache 50 -100 g 1.7.1922 - 30.9.1922
danach möglich: Drucksache 20 - 50 g ab 1.10.1922 - 14.11.1922

Ziermuster Pößneck * 1 * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 150 Pf. vom 6.7.1922 auf Fernpostkarte
(EX - Sammlung Inge Riese RIP), vorsichtshalber der Hinweis: auch bei der 37. Harlos Auktion - November 2017 gesehen.
Gruß
Hajo
Hallo,
ich kann eine weitere Fernpostkarte mit Ziermusterfreistempel "DR 150 Pf." zeigen.

Berlin-Wilmersdorf * 1 II vom 27.9.22.
Gruß Andreas
@ andiL [#207]
Hallo Andreas,
vielen Dank für den schönen Beleg.
Per Mail ist eine Übermittlung von Jürgen Witkowski empfangen worden.
Eine Postkarte von Harburg (Elbe) ins benachbarte Hamburg.

Ziermuster Harburg (Elbe) * 1 * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 150 Pf. vom 26. 8.1922 (Sammlung Witkowski)
Gruß
Hajo
Hier noch ein schöner Beleg mit 150 Pf von Pössneck nach Schwerin vom 28.9.22

Anbei eine Drucksache aus Kassel aus dem Oktober 1922.
Hallo und guten Abend,
"Cassel" ist wirklich super schön und bestimmt sehr selten! Toll! Danke für´s zeigen!
Ich habe einen Anstoß für die Zeit nach dem zeigen/archivieren der verschiedenen Wertstufen. Hat sich schon jemand mit den verschiedenen Stempelklischees befasst? Gibt es dazu etwas an Literatur? Mir sind z.B von Pössneck verschiedene Klischees aufgefallen und von Charlottenburg 2 habe ich Probe-/Archivabschläge von I und II mit eindeutig verschiedenen Stempelklischees. Hier die zu "DR 150":

Ich habe die "Stempelkarten" bewusst digital möglichst klein beschnitten, damit man die Unterschiede gut erkennt. Hoffe, das wird deutlich?
Links: Charlottenburg *2I mit "I" hoch und tief. Rechts: Charlottenburg mit *2II mit "II" hoch und tief. Es gibt noch weitere Unterschiede. Aber das fällt eigentlich sofort ins Auge.
Gibt es dazu schon eine Ausarbeitung?
Ansonsten seht das als Anregung für die Zeit nach "Deutsches Reich 600". Einen schönen Abend.
@ andiL [#211]
Mir sind z.B von Pössneck verschiedene Klischees aufgefallen und von Charlottenburg 2 habe ich Probe-/Archivabschläge von I und II mit eindeutig verschiedenen Stempelklischees. Hier die zu "DR 150":
Korrigiere mich bitte, aber handelte es sich bei den für die Stempelung verwendeten Maschinen nicht um das Modell Universal und lediglich die Wertziffern wurden als Klischee (anstelle eines Werbeeinsatzes) in den Stempelkopf eingesetzt? Demnach handelt es sich bei den beiden Stempelabschlägen von Charlottenburg *2I um zwei verschiedene Stempelköpfe. Gleiches gilt für Charlottenburg *2II. ;-)
Gruß
Stefan
Mit Stempelklischees meine ich zwei verschiedene Stempel/Stempelköpfe - sorry. Diese sind eindeutig zu identifizieren.
Die Frage die ich stellte, hat sich schon jemand damit beschäftigt, von welchen Orten gab es wie viele verschiedene Stempel/Stempelköpfe?
Ist nur ein Anstoß für "in ein paar Wochen".

Ich arbeite daran.
@ Rene(3) [#214]
Hallo,
Dank an Johannes und René für die eingestellten schönen Belege.
Ob nun eine Diskussion [#211] [#212] über verschlissene und neu gefertigte Stempelköpfe hier in der Zeitfolge hilfreich ist, frage ich mich schon.
Alles unterlag einem enormen Verschleiß und wurde bei Bedarf neu in Auftrag gegeben. Firma Gebrüder Martin oder Firma Bernhard Bartling sind zum Beispiel hier zu nennen. Auch die Reichsdruckerei half mit.
Die Ziermuster wurden alle
komplett graviert, die Stempelköpfe selbst wurden vom jeweiligen Postamt mit Steckziffern täglich neu bestückt.
Anbei zur Ansicht ein Ausschnitt eines größeren Umschlages bei der ersichtlich ist, dass der Ortsstempel erneuert werden müsste.


Ziermuster Pößneck * II * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 150 Pf. vom 21.9.1922 (Sammlung Thomas Kolb). Eine vermutliche Drucksache 50 - 100 g.
Es folgen demnächst noch 6 weitere verschiedene Typen von Ziermuster mit Zeichen der schnellen Geldentwertung.
Also das ist hier das wichtigste Anliegen.
Gruß
Hajo
Hallo,
nachfolgend eine Drucksache (Zeitungssache) 50 - 100 g.


Dresden-Altstadt * 1 I mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 150 Pf. vom 26.9.1922 (eigene Sammlung)

Rückseite mit vollständige Absenderadresse
Ich warte noch 3 Tage, dann geht es weiter zum seltenen Ziermuster 250.
Gruß
Hajo
Hallo,
noch ein Beleg mit "DR 150 Pfg":

Drucksache 20 g bis 50 g vom 2.10.22 ab Hamburg. Am 1.10.22 erhöhte sich das Porto.
Und noch einer.
Briefausschnitt mit "DR 150 Pfg"

Aufgegeben am 14.11.22 = Letzttag in Leipzig, Stempel "Leipzig * 2 I"
Leider kein Hinweis auf eine Drucksache.
Guten Abend zusammen,
gerne möchte ich zur Wertstufe DR 150 auch einen meiner Liebligsbelege beisteuern.


Ein schönes Couvert mit Wertstempel DR 150 von Braunschweig. Bislang nur einmal bekannt.
Grüße Günther
@ andiL [#217]
@ Günther Hieber [#219]
Hallo,
Andreas und Günther,
besten Dank für die Vorstellung der Belege.
[#216]
…ich warte noch 3 Tage dann geht es weiter zum seltenen Ziermuster 250.
Da ich die drei Tage in Löhne anwesend war, veröffentliche ich das nicht vorher, daher geht es jetzt, wie erwähnt, zur Sache.
Auf der Veranstaltung habe ich ein seltenes teures Stück erworben. Es ist eine Auslandsdrucksache mit einem Ziermuster 500 und 125 Pf. Das stelle ich, wenn es passt, mal vor.
Vor Ort war ein derartiges Stück auch in einer Sammlung im Rahmen der Ausstellung zu sehen.
Nun zum Ziermuster 250 Pf.


Ziermuster Pößneck * II * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, 250 Pf. vom 15.7.1922 (Sammlung J.Greulich)
Vorgesehen für Auslandsdrucksache 50 - 100 g im Zeitraum 1.7.1922 - 30.9.1922.
Kommt soweit bisher bekannt, nur von Pößneck vor.
Gruß
Hajo
Hallo,
da es diese Portostufe nicht so häufig gibt, noch ein Stück mit anderem Datum.

Ziermuster Pößneck * II * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, 250 Pf. vom 5. 9.1922
Gruß
Hajo
Weil der nächste Beleg so schön ist, möchte ich ihn auch vorstellen.

Er ging in die USA und zeigt noch die Reste des Aufklebers, "Ausfuhr frei".
Im Reimer ist beschrieben:
Der Klebezettel "Ausfuhrfrei!" der Aussenhandelsnebenstellefür das Buchgewerbe ist keinesweges ein Zensurvermerk, sondern es sollte sichergestellt werden, dass Bücher und Drucksachen, die ins Ausland geliefert wurden, in harter Währung bezahlt wurden. Kataloge, Zeitschriften und Preislisten waren nicht von dieser Regelung betroffen.
Ein kompletter Klebezettel sieht dann so aus:
Auch ich würde noch einen zum Besten geben:

Pößneck 29.7.22 * II * Offensichtlich ging ein Großteil in die Schweiz
Viel Spaß
Günther
@ johanneshoffner [#222]
@ Günther Hieber [#223]
Hallo,
Dank an Johannes und Günther für die Einstellung der seltenen Belege.
Ich habe leider nur noch einen Ausschnitt eines fleißigen Stempelsammlers. Der fehlte wohl in seinem Album. Er hat sicher nicht geahnt, was für einen Wert er vernichtet hat.

Ziermuster Pößneck * II * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, 250 Pf. vom 28. 9.1922 (Ortsstempel links stark abgenutzt)
Nun wird der nächste Wert 300 Pf. in Angriff genommen.
1.7.1922 – 30.9.1922 Fernbrief bis 20g
Nachfolgend zwei typische Briefe der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin -Wilmersdorf.


Ziermuster Berlin-Wilmersdorf * 1 I mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, 300 Pf. vom 1. 8.1922 und 10.8. 1922 auf Fernbrief (eigene Sammlung).
Gruß
Hajo
Hallo,
bei der 300 bin ich auch wieder dabei:

Etwas blass, aber noch erkennbar Pößneck * II * vom 9.9.1922.
Gruß Michael
Auch ich kann bei 300 ein paar Stücke beisteuern.
Eine Postkarte von Leipzig I vom 3.11.22
Guten Abend,
bei "DR 250 Pfg." musste ich leider auch passen. Bei "DR 300 Pfg." habe ich auch ich einige Stücke.
Beginnen möchte ich mit einem Probeabschlag "DR 300" - ohne Ortsstempel.

Handschriftlich unten der Hinweis "SW 68" sowie "Probe".

Kleiner Ausschnitt mit schwachem Abschlag "Essen * 1 II", datiert 29.9.22

Großer Ausschnitt mit sehr schwachem Abschlag "Essen * 1 II", datiert 30.9.22
Beide Essener Belege/Ausschnitte waren vermutlich Fernbriefe bis 20 g - Zeitfenster 17.22. bis 30.9.22 passt.
Nachfolgend noch ein Stück:
Drucksache-Postkarte, möglicherweise wegen nachträglich aufgebrachtem Text auf der Front (und handschriftlicher Adressangabe) als Fernpostkarte taxiert. Sonst hätte die DS-PK mit 100 Pfg freigemacht werden müssen?! Oder irre ich mich?

"DR 300", Aufgabeort "Stuttgart" sowie Datum nicht komplett lesbar. "Stuttgart * 1 I " ist gut zu erkennen. Auf der Vorderseite der Eingangsstempel "14. November 1922".
Interessanter Text, so meine Meinung.
Guten Abend,
der Urlaub naht, deswegen heute noch ein Brief " DR 300 Pfg."

Großer Ausschnitt, vermutlich Fernbrief bis 20g, gestempelt "Berlin SW a 68 I", datiert 28.9.22.
Guten Abend in die Runde !
Ich hätte da zwei Belege aus dem Norden

300 Pfg Altona * 1 I vom 1.8.22 als Fernbrief bis 20 g

300 PFg Altona Fernbrief vom 1.7.22 aber die seltenere Variante * 1 II
Das 300 Pfg Thema ist doch etwas dankbarer als 250 Pfg Pößneck.
Bin mal gespannt, was da noch kommt
Grüße Günther
Hier habe ich noch zwei Belege von der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte aus Berlin Wilmersdorf.
einmal vom 15.7.1922

und einmal vom 25.7.1922

Wir lesen uns dann von meiner Seite bei 350 wieder.
@ johannes [#232]
Sehr schöne Belege von Berlin Wilmersdorf, mit markanten Brüchen im Stempelkopf über "Wilm "
Jetzt noch einer Mit Kennung * 1 II, sehr schwer zu finden und erkennen

Das liegt an der Hitze. Jetzt aber den richtigen Beleg vom 12.9.22 komplett
@ inflamicha [#225]
@ johanneshoffner [#226]
@ andiL [#227]
@ Günther Hieber [#234]
Hallo,
und Dank an alle Beteiligten für die Vorstellung der zahlreichen Belege.
Von Michael Engelhardt wurden per Mail ein schöner Beleg mit klar erkennbarem Unterscheidungszeichen
II übermittelt.

Ziermuster Berlin-Wilmersdorf * 1 II, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, 300 Pf. vom 5.8.1922
Gruß
Hajo
Hallo,
einen Ort sollten wir nicht vergessen:

Harburg * 1 * vom 25.8.22 Fernbf.
@ Hajo: von Harburg gibt es nette MeF. Extrakapitel ?
Schönes Wochenende
Günther
@ Günther Hieber [#236]
Hallo Günther,
wegen Deiner Mitteilung:
@ Hajo: von Harburg gibt es nette MeF. Extrakapitel ?
hole ich noch kurzfristig eine andere Meinung zusätzlich ein! Möglich wäre auch, da wir demnächst zum Ende kommen (350, 375 bisher nicht belegt, 400, 500 und 600), das anzuhängen.
Aber da hier im Forum ständig neue Threads aufgemacht werden, wäre das natürlich auch eine Möglichkeit.
Von Michael Engelhardt sind per Mail zwei weitere späte Belege gesendet worden.

Ziermuster Berlin-Wilmersdorf * 1 I mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, 300 Pf. vom 2.11.1922 (evtl. Fernpostkarte vom 1.10. – 14.11.1922 möglich)

Ziermuster Berlin SW * 68 II, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, 300 Pf. vom 28.11.1922 (Drucksache 25 - 50 g vom 15.11.- 14.12. 1922 möglich)
Damit sind wir so langsam durch und wenden uns demnächst dem Ziermuster 350 zu.
Gruß
Hajo
Hallo Hajo,
einer geht noch ...

300 Pfg Hamburg * 1 * vom 11.8.22 Fernbrief
Das war's meinerseits. Jetzt kommt bei den Wertstufen wieder Höhenluft.
Gruß Günther
Guten Abend bzw guten Morgen.
Bin gerade aus dem Kurzurlaub heimgekehrt.
Kann noch zwei Stück von DR 300 zeigen:

DR 300 Pfg. von "Frankfurt (Main) * 1 I", datiert 28.9.22 - Fernbrief.
Sowie auch noch einen von Harburg:

DR 300 Pfg. von "Harburg * 1 *", datiert 12.7.22 - Fernbrief.
Habe auch noch die vier Musterabschläge von "Charlottenburg 2". Aber die habe ich bereits oben bei der Wertstufe "DR 150 Pfg." gezeigt. Denke nicht, dass die nochmal gezeigt werden müssen. Die liegen mir auch in der Wertstufe 300 Pfg. vor. Von Pößneck und Berlin-Wilmersdorf wurde schon eniges gezeigt. Das erspare ich mir.
Bei der 350 Pfg. bin ich wieder raus. Leider liegen mir von der "DR 350 Pfg." KEINE Musterabschläge von Charlottenburg 2 vor. 375 Pfg. ist nicht belegt. Und hinten raus wird es dann sehr dünn bei mir.
Gruß Andreas
Ich habe einen Musterabschlag der 350 zusammen mit 600 auf einer Blanko-Karte vorliegen.
Es handelt sich um Berlin-Wilmersdorf *1 II vom 7.8.1922
Einen Beleg habe ich noch gefunden:

Es handelt sich um eine Zustellungsurkunde im Ortsbereich Frankfurt (Main) * 1 I 10.8.22
Diese Versandform ist an sich schon sehr selten.
@ johanneshoffner [#241]
Hallo Johannes,
vielen Dank für Deine Beiträge, hatte ich schon geahnt, dass die Teile bei Dir auftauchen.
Den folgenden Beleg habe ich vor langen Jahren in der Datenübersicht vom ehemaligen Redakteur der F.G. Gerd Eich RIP entdeckt.
Der bisher frühester Beleg vom 3. 8.1922 auf Ortsbrief mit Zustellungsurkunde. Augenscheinlich wegen Umzug zweimal weiter geleitet und vermutlich wieder zurück an den Absender gegangen. Der rot unterstrichene amtliche Vermerk ist als ungültig gekennzeichnet.
Wegen der Seltenheit, dem frühestem Datum und gut lesbarem Ortsstempel stelle ich den hier vor.
Bisher sind nur vier derartige Belge registriert. Alle von Frankfurt (Main) mit Kennzahl I und II.
Belege von Berlin-Wilmersdorf sind bisher nur als Musterabschlag bekannt.

Ziermuster 350 Pf. Frankfurt (Main) * 1 I, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, vom 3. 8. 1922
Da eine gewisse Menge [bis 1924 100 Stück] gleicher Belege zur Postfreistempelung abgeliefert werden mussten, noch dazu in der Kombination Ortsbrief / Zustellurkunde, zählen derartige Exemplare ebenfalls zu den wirkliche großen Raritäten!
Schauen wir mal!
@ Günther Hieber [#236]
Nach Absprache ist die Tendenz dieses zum Ende zu zeigen.
Gruß
Hajo
Kompliment an alle 350er,
ich bin leider nicht dabei.
Im Archiv von Horst Müller, der in den Gildebriefen 227, 228, 230, 231 mit der Erfassung der ZMF beschäftigt war, habe ich eine Abbildung gefunden, Name nicht bekannt, unter NN- nomen nescio- gespeichert:

Sollte jemand im Forum diesen Beleg haben, bitte melden, dass das Foto ausgetauscht werden kann.
Gruß Günther
Anbei ein Beleg vom 3.8.22. Allerdings nicht der gesuchte Beleg. Zusätzlich noch ein Exemplar vom 11.8.22


Beste Grüße
René
@ Günther Hieber [#243]
@ Rene(3) [#244]
Hallo Günther,
Hallo René,
mit diesen überraschenden und seltenen Fundstücken (auch die in Kopie), habe ich nicht gerechnet. Aber es zeigt, dass wenn einige interessierte Sammler bereit sind etwas zu zeigen, Ergebnisse erbringen.
Mein folgender Beitrag, der einem Sammler zugeschrieben wurde, ist mittlerweile (bei Harlos 2024) entdeckt worden.

Ziermuster 350 Pf. Frankfurt (Main) * 1 I, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, vom 5. 8. 1922
Ist es möglich, dass
Johannes noch einen vom 10.8.1922 hat?
Falls es nicht zutrifft, kann ich später eine vorhandene Kopie einstellen.
Dann können wir aktuell 7 derartige Belege registrieren.
Gruß
Hajo
Hallo,
nach Kontakt per Mail kann ich den letzten bekannten Beleg jetzt ohne Bedenken zeigen.
…Falls es nicht zutrifft, kann ich später eine vorhandene Kopie einstellen.
Ein schöner sauberer kräftiger Abdruck nun zum Abschluss.

Ziermuster 350 Pf. Frankfurt (Main) * 1 I, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, vom 10. 8. 1922 (Sammlung Jochen Greulich)
Demnächst eine kurze Vorstellung des Ziermusters 375.
Gruß
Hajo
Hallo,
ein bisher nicht belegter Ziermusterwertrahmen (vermutlich nur Pößneck) ist denkbar, aber nur für den Versand ins Ausland.

Dieser aus dem Handbuch „Nawrocki“ kopierte Abdruck, mit Wertrahmen 375 Pf., zeigt einen derart seltenen Stempel.
Möglich im Zeitraum 1. 7. – 30.9.1922 auf Auslandsdrucksache 150 g. (je 50 g 125 Pf.) = 375 Pf.
Warten wir mal ab, ob sich etwas bewegt, denn bisher noch nie gesehen!
Danach widmen wir uns dem 400 Ziermuster.
Gruß
Hajo
Hallo,
nach der Kopie eines gesuchten Ziermuster, den ich in der Hoffnung eingestellt hatte, dass ein Sammler den erkennt, da Philaseiten sicherlich mit seinem Forum weltweit eingesehen wird.
Nachfolgend der nächste bekannte Wertrahmen mit der Ziffer 400.
Den frühen Beleg hatte mir
Johannes per Mail zur Veröffentlichung übermittelt.

Ziermuster 400 Pf. Leipzig * 2 *, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, vom 10.10.1922 (Sammlung Johannes Hoffner)
Möglich im Zeitraum 1.10.–14.11.1922 auf Auslandsdrucksache bis 50 g
Nur von Leipzig bekannt!
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
ich war fast versucht, dem Melder eines gelaufenen 375 er eine Flasche Schampus auszuloben ... Wieder nix !
Deshalb nun ein Beleg von Leipzig, aber mit Kennung * 2 I vom 27.10.22

Auslandsdrucksache nach TEPLITZ - Schönau (früher K&K Monarchie). Nach 1918 Tschechisch. Nachlesen bei Wikipedia ist lesenswert.
Gruß Günther
@ Günther Hieber [#249]
Hallo,
vielen Dank an Günther für die Unterstützung. Die Flasche lassen wir aber noch vorsichtshalber gekühlt!
Aus der Ex-Sammlung von Inge Riese (RIP) zwei kleine Abbildungen, eine nur als Zuschnitt, der andere vermutlich Streifband.


Ziermuster Leipzig * 2 * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 400 Pf. vom 13. 10.1922 nach Holland
und 19.10.1922 in die Schweiz.
Gruß
Hajo
Guten Abend zusammen,
ich bin wieder in der Heimat angekommen und möchte zunächst ein Archivstück des Ziermuster-Freistempel "DR 400 Pf." zeigen.

Abschlag eines solchen Freistempels ohne Ortsstempel = blanko Archivkarte, leider ohne handschriftlichen Hinweis o.Ä.
Vom "DR 375 Pf." liegt mir leider nichts vor.
Fortsetzung folgt.
Da bin ich noch einmal.
Hier noch ein Ausschnitt einer Auslands-Drucksache aus Leipzig mit einem Ziermuster-Freistempel "DR 400 Pf.".

Ziermuster 400 Pf. Leipzig * 2 I, mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot, vom 8.11.1922 nach Riga /Lettland. Möglicherweise spätestes Datum für den "DR 400 Pf."?
Die Handschrift ist die Gleiche wie oben bei Hajo`s [#248]- so meine Meinung. Auch das Papier sieht identisch aus?!
Mehr kann ich leider nicht beisteuern.
@ andiL [#252]
Hallo Andreas,
vielen Dank für Deine Beiträge und Beobachtung.
Vom gleichen Tag kann ich aus eigener Sammlung einen Brief an die Bibliothek des Park Museum in Providence, Rhode Island (USA) vorstellen.

Ziermuster Leipzig * 2 I mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 400 Pf. vom 8.11.1922 .
Ob die beobachtete Handschrift auch hier zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Fest steht, dass Schreibkräfte ständig damit beschäftigt waren die Menge an Drucksachen versandfertig zu machen.
Leipzig war einst Buch- und Verlagsmetropole von Weltruf, daher wie im Beitrag [#248] erwähnt, gibt es den 400er bisher nur von Leipzig.
Gruß
Hajo
@ andiL #252
Das letzte Datum im Archiv ist ein 400-er *2* vom 20.11.22 ausweislich Archiv Horst Müller Provinienz 19. Auktion Harlos 11/2003

Traumhaft! Nur möglich vom 15.11.22-14.12.22
Viel Spass beim Ansehen
Gruß Günther
@ Günther Hieber [#254]
Hallo Günther,
der schöne Beleg, den Du zeigst, ist wie erwähnt, aus dem letzten kurzen Zeitraum als
Ortsbrief bis 20g.
Wirklich sehr schönes seltenes Exemplar, welches leicht übersehen wird.
Ein Fundstück aus eigener Sammlung kann ich noch nachtragen.

Ziermuster Leipzig * 2 I mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 400 Pf. vom 26.10.1922,
Auslandsdrucksache bis 50 g nach Göteborg. Nicht so häufig zu sehen eine Versandadresse (Eckert & Pflug – Kunstanstalt – Leipzig)
Ein später Beleg
vom letzten Tag 14.11.1922 (ins Ausland) ist mir von Jürgen Witkowski per Mail übermittelt worden.

Ziermuster Leipzig * 2 * mit Landesangabe „Deutsches Reich“ rot 400 Pf. vom 14.11.1922,
Auslandsdrucksache bis 50 g in die Schweiz.
Falls nichts mehr kommt, geht es an den seltenen Ziermuster 500.
Gruß
Hajo
@ Günther Hieber [#254]
Hallo zusammen,
ein sensationeller Brief - Ortsbrief vom letzten Tarif! Wirklich klasse! Es ist hier schon mehrfach festgestellt worden, dass Ortsbriefe kaum zu finden sind.
Ich bin gespannt auf den Ziermuster "DR 500 Pf." - vermutlich keine Massenware?! - wenn ich sehe für was der Verwendung fand!
Bis demnächst, beste Grüße Andreas
Hallo,
bisher ist noch kein Einzelbeleg mit einem Ziermuster 500 Pf. aufgetaucht.
Denkbar wäre eine Sendung mit dem Porto für Auslandsdrucksache 150 - 200 g (je 50 g 125 Pf.) = 500 Pf.
Es gibt einen Ausschnitt (hatte ich seinerzeit in meiner Publikation auch gezeigt). Steht vermutlich für einen kompletten, der Schere zum Opfer gefallenen Beleg mit zwei Werten. Möglicher Zeitraum 1.7.1922 - 30.9.1922
Ermittelt und registriert sind bisher nur
fünf derartige Kombinationsbelege 500 und 125 Pf.
Diese besonderen Aussendungen und der Wertrahmen sind nur aus Pößneck bekannt und wie immer vom Vogel-Verlag benutzt worden.
Zwei vom 17.7.1922, jeweils ein Stück vom 19.7.1922, 16.9.1922 und 23.9.1922 (wie nachfolgend gezeigt).

Ziermuster Pößneck * II *
500 Pf. und
125 Pf. vom 23. 9.1922 als Zusatzfrankatur – unten links - auf Streifband
Porto für Auslandsdrucksache
250 g = 625 Pf. (
je 50 g 125 Pf.)
Der Beleg stammt ursprünglich aus der Sammlung von Dr. Walter Kohlhaas RIP. Da es sich um eine alte und sehr früh angefertigte Kopie handelt, ist die Qualität der Abbildung dementsprechend.
Das ist eines der wenigen Exemplare, die durch Zufall entdeckt wurden. Diese Portostufe ist, wie ersichtlich, nur ins Ausland und nur aus Pößneck bekannt.
Zu bedenken ist wie immer, dass es sich nicht um Einzelstücke handelt, sondern es hat je Verwendungsdatum mindestens 100 Stück davon gegeben.
Gruß
Hajo
Hallo Hajo, guten Abend zusammen.
Vielen Dank für diesen tollen Beleg Hajo = [#257] und tausend Dank für deine Infos zur Seltenheit des Freistempels "DR 500 Pfg".
Dein Archiv ist wirklich sehr umfassend!
Ich freue mich, dass ich dir und den interessierten Sammlern einen Ziermuster-Freistempel "DR 500 Pfg" von Pößneck vom August 1922 zeigen kann. Damit ist dieser Monat auch belegt.
Es handelt sich "leider nur" um einen sehr kleinen Ausschnitt- vielleicht wurde wirklich eine Mif mit einem Freistempel "DR 125 Pf." zerschnitten? Das kann heute niemand mehr sagen.

Hoffe, man kann den Stempel lesen? Pößneck *II* vom 10.8.1922.
@ andiL [#258]
Hallo Andreas,
vielen Dank für die Einstellung.
Könnte, wie auch im vorigen Beitrag erwähnt, von einem sammelnden Scherenmann stammen. Aber interessant sind die Angabe eines Monats, der bisher nicht aufgetaucht ist.
Johannes Hoffner hatte mir seinen folgenden Ausschnitt zur Veröffentlichung übermittelt.

Das Datum ist schlecht zu entziffern. Aber passt nach Deiner Veröffentlichung auch hierher.
Die gesammelten Daten sind das Ergebnis der
Zusammenarbeit von Jürgen Witkowski, Günther Hieber mit seinem Kompendium und zwei Fundstücke meinerseits.
Ich bin noch beim Überlegen den in Löhne erworbenen seltenen Beleg hier zu zeigen. Musste etwas tiefer in die Brieftasche greifen.
Aber in Kenntnis der Seltenheit hatte ich eine Nacht überschlafen und am nächsten Tag zugeschlagen.
In einem Rahmen der erwähnten Ausstellung wurde ebenfalls auch ein Exemplar entdeckt (Foto per Smartphone liegt vor).
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
@ Hajo
Kann man bei [#259] das Datum gar nicht entziffern?
Ich bitte dich höflichst darum, dass du den in Löhne erworbenen Brief hier zeigst!
Das/Der gehört doch hierher?!
Ich habe von diesen super interessanten Freistempel wirklich sehr wenig Ahnung. Von welcher Preisregion sprechen wir denn, wenn du schreibst "musste etwas tiefer in die Tasche greifen"?
Würde mich mal interessieren wie solche Raritäten gehandelt werden/welche Preise da bewilligt werden?
z.B für einen NN 190 Pfg., welche vermutlich ziemlich weit oben auf der nach oben offnenen Preisskala angesiedelt ist.
Ich habe leider keinen Überblick über Auktionsergebnisse.
Doch zurück zum Thema:
Ich habe noch einen 500 Pf + 125 Pf in der Sammlung.


Hoffe man erkennt alles?! Der Abschlag des Freistempels wirkt etwas gestaucht. Die Sendung wurde natürlich in Pößneck aufgegeben. Datiert ist das Stück auf den 17.7.22- also ist das vermutlich nun die laufende Nummer "3" vom 17.7? Oder ist dir Hajo dieser Beleg bekannt ? Ausschnitt des "DR 500 Pf" vergrößert anbei.
Adressiert ist die Auslandsdrucksache nach Barcelona.
Interessant finde ich, dass gemäß "Vordruck des Umschlages", dieser eigentlich für eine Sendung in die Schweiz vorgesehen war. Deswegen ist der Text in deutsch vorgedruckt.
Siehe [#257], ein ähnlicher Umschlag in die USA. Dort ist ein englischer Text vorgedruckt.
Damit bin ich mit den "DR 500 Pf." durch. Ich kann hier nichts mehr zeigen.
Wünsche ein schönes Wochenende. Gruß Andreas
@ andiL [#260]
Hallo Andreas,
schöner überraschender Beleg ebenfalls vom 17.7.1922. Somit der dritte vom gleichen Tag und der sechste Kombinationsbeleg insgesamt.
Vor dem Tagesstempel ist eine Falte im Umschlag wohl für den gequetschten Eindruck verantwortlich.
Preisangaben mache ich nicht öffentlich, schreibe Dir per Mail intern.
Wie im Beitrag [#259] erwähnt, fand sich In der Ausstellung in Löhne ein weiteres Exemplar in einer gezeigten Sammlung. Dieses seltene Stück wurde wie es einige Aussteller früher praktizierten, leider überlappend gezeigt.
Der untere Abschnitt mit dem Ziermuster 125 Pf. wurde kopiert und oben mit Erklärung gezeigt. Zumindest ein halbes Blatt wäre bei der Seltenheit eher wünschenswert gewesen.
In der Beschreibung wird erwähnt, dass dieses Streifband nach Holland ging. Aber gehört auf jeden Fall auch hier gezeigt.

Ziermuster Pößneck * II * 500 Pf. und 125 Pf. vom 17. 7.1922 als Zusatzfrankatur – mit der Kopie unten links -auf Streifband
Einen mir seit langer Zeit bekannten Händler machte ich vor Ort darauf aufmerksam. Er erwähnte: „da habe ich wohl etwas für Dich“ und zeigte mir dann ein Exemplar vom gleichen Tag (17.7.1922), welches ich erworben habe. War nicht ganz preiswert, aber konnte nicht daran vorbei gehen.
Ist in der kleinen Zusammenstellung im Beitrag [#257] berücksichtigt worden.
Gruß
Hajo
Hallo,
abschließend veröffentliche ich noch den eigenen Kombinationsbeleg vom 17.7.1922. Wie schon im Beitrag [#261] angemerkt der dritte vom gleichen Tag.

Ziermuster Pößneck * II * 500 Pf. und 125 Pf. vom 17. 7.1922 als Zusatzfrankatur unten links auf dem Streifband.
Falls nicht noch etwas überraschendes auftaucht, wende ich mich dann demnächst dem Ziermuster 600 zu. Der ist dann der letzte in dieser Serie.
Gruß
Hajo
Zur Einstimmung auf die Wertstempel 600 zeige ich nochmals den Blankoabschlag, den ich bei 350 gezeigt habe, nun diesmal um 180° gedreht.

Der Abschlag ist vom 7.8.1922 aus Berlin Wilmersdorf * 1 II
@ johanneshoffner [#263]
Hallo Johannes,
vielen Dank für Deinen Probeabschlag.
Wie diese öfter zu sehenden Karten an das Licht der Öffentlichkeit kamen, ist bisher unbekannt. Gestempelt mit der zweiten Maschine vor Ort: Berlin-Wilmersdorf * 1 II
Beginne meinerseits mit dem folgenden Beleg des eingesetzten Musters.


Ziermuster Berlin-Wilmersdorf * 1 I, 600 Pf. vom 5. 10.1922
Übersicht der möglichen Daten:
Fernbrief bis 20 g im Zeitraum 1.10.1922 – 14.11.1922
ebenso Drucksache und Ortsbrief 100 – 250 g
Danach auch möglich: Drucksache 50 - 100 g ab 15.11.1922 - 14.12.1922
Gruß
Hajo
Hier zeige ich mein letztes Stück, denn mehr habe ich nicht:
Einen Brief von Leipzig nach Wiesbaden, gestempelt Wiesbaden *2I am 14.11.22.
Mit dem hier in dieser Diskussion erworbenen Wissen und mit den Büchern von HaJo und Guenther mache ich mich nun an mein Exponat zu den Ziermusterfreistempel.
Hallo,
auch ich kann nur noch diesen einen Beleg zeigen:

Ziermuster Berlin-Wilmersdorf * 1 I, 600 Pfg. vom 2.11.1922 auf Fernbrief der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, Rentenausschuss Berlin, möglicherweise der selbe Absender wie bei Hajos Beleg? Jedenfalls auch als portopflichtige Dienstsache deklariert.
Gruß Michael
Hallo und guten Abend,
ich kann einen Scan eines nie erhaltenen Briefes zeigen, sorry für die schlechte Qualität.

Ziermuster Freistempel "DR 600 Pf" von Leipzig *2I, Datum ist leider nicht komplett zu erkennen. Ich erkenne: "..11.22". Man ahnt: "14.11.22"?! Also ein möglicher Fernbrief bis 20 g.
Hoffe, ich erhalte den Brief noch.
Hallo zusammen,
von mir auch noch ein Probeabschlag. Auch in der Kombination 600/350.
Interessant ist, daß die Kennung im Stempelkopf bei 350 Pfg *1I lautet, anders als bei Johannes [#263].


Da muss jemand viel Zeit auf dem Amt für Spielereien übrig gehabt haben.
@ Günther
Ich nehme an in dieser gesamten Diskussion sind einige neue Belege für deine Registratur aufgetaucht.
Hast Du das pdf deines Buchs nachgeführt?
Gruss
Johannes
@ Johannes
Jürgen Witkowski und ich führen die pdf Liste fort. Da geht nichts verloren.
Wenn ich schon dabei bin, noch ein 600 Beleg von Leipzig mit Kennung *2* vom 30.9.22, Auslandsbrief bis 20 g, Letzttag dieser Portoperiode, einziges Stück mit dieser Kennung


Wenn jemand einen Kommentar dazu geben möchte, dann nur zu.
Gruß Günther
Ich werte gerade die alten Auktionskataloge von Peter Harlos für mein Zensurarchiv aus und bin zufällig über die Ziermusterfreistempel gefallen. Dort sind einige Belege angeboten worden, aber nur 2 sind abgebildet: Einer zu 500 auf Streifband nach Frankreich und ein 250 ebenfalls auf Streifband nach Frankreich. Sind die schon bekannt und braucht ihr eine Abbildung?
Gruß
wuerttemberger
Es ist die 14. Auktion von 1999. Die Bilder sind nicht so besonders.

Hallo zusammen.
Ich habe noch einen Ziermuster Briefausschnitt "DR 600 Pf."

Berlin-Wilmersdorf *1I, gestempelt 22.10.22 nach Dorpat/Estland. Ich finde leider keine portogerechte Verwendung für eine Sendung nach Estland für diese Zeitspanne 1.10.22 bis 14.11.22?
Grenzverkehr nach Estland ? Wohl kaum - dann wäre eine 600 Pf. Freimachung richtig.
Alternativ wäre noch ein Nachfrageschreiben wegen einer Einschreibesendung portogerecht. Aufgabemenge 100 Stück? Wohl kaum!
Oder Blindenschriftsendungen zu 1,5 kg - auch die kosteten 600 Pf. Ich vermute, davon kommt keine Sendungsform in Betracht! ;-)
Kann jemand helfen?
Meine einzige Erklärung ist, es gab in Berlin-Wilmersdorf keinen DR 500 Pf. Freistempel- wovon ich ausgehe, denn einen solchen gab es nur in Pößneck- und deshalb wurde der Brief "zwangsüber- oder zwangsunter-frankiert"!?
Hat jemand eine Erklärung für die Beschriftung am Oberrrand? L. 209 Ku/ 22 ?!
Wer kann hier weiterhelfen?
Sonst kann ich nichts mehr zeigen. Gruß Andreas
@ johanneshoffner [#265]
@ Günther Hieber [#268]
@ wuerttemberger [#271]
@ andiL [#272]
Hallo zusammen,
sind gestern vom Regionaltreffen der FG-Freistempel aus Roßtal b. Nürnberg zurück.
Es hat sich einiges angesammelt, dafür geht der Dank an Günther, Johannes, Michael und Andreas.
Andreas schau mal auf den Beitrag von Michael [#266], dort findet sich oben links ein ähnlicher Vermerk. Die Rückseite zeigt den Absender.
„Wuerttemberger“ zeigte 2 Kopien aus einem alten Katalog von Harlos [#271].
Von Interesse ist die rechte Abbildung.
Da wäre, wenn erkennbar, das Datum (evtl in der Beschreibung) von Interesse. Es handelt sich um ein Streifband, bei dem die linke Hälfte mit dem 125 vermutlich abgeschnitten ist. Zum Vergleich siehe: [#262]
Wäre natürlich großartig gewesen einen reinen Beleg mit 500 zu entdecken.
Jürgen Witkowski hatte mir schon vor einiger Zeit folgenden Beleg per Mail übermittelt.

Ziermusterfreistempel - 600 Berlin-Wilmersdorf * 1 II vom 6.11.1922
Gruß
Hajo
@Nordluchs #273
@wuerttemberger #271
Hallo zusammen,
zuerst zu [#271]:
Es ist spekulativ. Vermutlich handelt es sich um einen weiteren Beleg mit "DR125". Leider ist das Datum nicht zu erkennen/entziffern. Aber interessant finde ich die Tatsache, dass es sich hier um einen Umschlag, der in französischer Sprache gedruckt wurde handelt. Gezeigt wurden bisher Umschläge in "deutsch" und "englisch".
In der Kopfzeile ist zu erkennen ".. XPORTATION". auf dem deutschen Umschlag steht "EXPORT MARKT" was übersetzt "MARCHE D'EXPORTATION" heißt- Treffer! Diese Drucksache ging nach Paris- auch das passt.
Das finde ich schon interessant.
zu [#273]:
Der Hinweis auf den Umschlag [#266] ist leider keine Antwort auf meine Frage. Da stehen oben links auch Abkürzungen der Reichsversicherungsanstalt, die vermutlich niemand deuten kann. Aber meine eigentliche Frage zielte auf die Freimachung! Da hatte ich gehofft, dass Du Hajo helfen kannst ! Wenn dann Du - so hatte ich gedacht! Ich warte mal ab, ob ein Spezialist hier doch noch einen Lösungsansatz hat?!
Hier sind die Beschreibungen aller Ziermusterstempel, die damals angeboten waren.

Und die Abbildungen mit dem smartphone:
Hallo zusammen,
heute kann ich endlich wieder einen Beleg zeigen. Zugleich ist das der letzte Beleg aus meiner Sammlung zu diesem Thema. Es ist ein weiterer Fensterumschlag der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte.

Ziermusterfreistempel - 600 Berlin-Wilmersdorf * 1 I vom 27.10.1922. Der Brief ist ebenfalls als portopflichtige Dienstsache deklariert.
Viele Grüße
Volkmar
@ wuerttemberger [#275]
Hallo Wuerttemberger,
vielen Dank für Einstellung der Losbeschreibung von Harlos. Auch die Preisangaben von 1999 sind interessant.
Gruß
Hajo
@ andiL [#274]
Hallo Andreas,
reichen die Angaben unter dem Beleg im Beitrag [#264] nicht aus?
Mehr kann ich auch nicht bieten.
Gruß
Hajo
@ andiL [#272]
Hallo Andreas,
ich halte den Beleg einfach nur für eine Fehlfrankatur, die unbeanstandet durchgerutscht ist. Wahrscheinlich lag der Brief in einem Stapel ganz normaler Fernbriefe, die dann richtig mit 600 Pfg. freigemacht wurden. Unbeanstandete Fehlfrankaturen kommen insbesondere in der Inflationszeit garnicht so selten vor.
Die Beschriftung oben ist schlicht und ergreifend das Aktenzeichen für den jeweiligen Vorgang, auf den sich der Briefinhalt bezieht. Die Endung "22" ist naheliegend für unsere Belege aus 1922. Auf Dienstbelegen jener Zeit (auch ohne Freistempel) sind solche Aktenzeichen durchaus üblich.
Gruß Michael
Hallo zusammen,
nach den vermutlich letzten eingestellten Ziermuster mit dem Wert 600 komme ich langsam zum Ende meiner Moderation.
Während der letzten Wochen im Herbst 1922 wurde schon langsam die Umstellung der Postfreistempel auf einen einheitlichen Wertrahmen mit Steckziffern betrieben. Aus den eingesehenen Postakten dazu einige Passagen:
Da mit der Gebührenerhöhung zum Oktober, spätestens 1. November zu rechnen ist, müssten bei künftigen Gebührenerhöhungen notwendige Einsatzstücke und neue Umrahmungen für die Wertzahlen geschaffen werden.
Frühes internes Schreiben:
Reichspostminister Berlin W 66, den 9. August 1922
Direktion der Reichsdruckerei
Berlin SW 68
„
Die Freistempelbilder sollen zukünftig nur eine einzige Art der Umrahmung erhalten. Die Typen werden auswechselbar hergestellt. Als Grundlage für die Umrahmung soll das mit X gekennzeichnete Stempelbild der Anlage dienen, jedoch sollen, um die Zahlen deutlicher hervortreten zu lassen, die Inschrift „Deutsches Reich“ etwas kleiner werden und im unteren Teil eine Linie wegfallen, so daß oben und unten für die Zahl weiterer Raum ausgespart wird. Die Zahlen sollen stets aus drei Typen bestehen, in der Weise, daß sich bei Gebühren von weniger als 10 M und mehr aus einer zweistelligen Zahl und einem Buchstaben M, z.B. 12 M zusammensetzen.“

Frankfurt (Main) * 1 I vom 1.10.1922, Fernbriefe bis 20 g 600 Pf. Ex Sammlung Inge Riese (RIP)
Bild von einer frühen Ausführung. In Frankfurt endete die Phase Ziermuster mit dem bekannten Wert 350. Es sind vermutlich wohl die Postämter berücksichtigt worden, die keine Ziermuster mehr bekamen.
Nachfolgend die endgültige allgemeine Verfügung.

1922, Verf. Nr. 1254 - Freistempel. Postnachrichtenblatt Nr.n.b. vom 8.12.1922.
Vielen Dank an Volkmar, da ich seinerzeit seinen Thread schleichend gekapert habe.
Vielen Dank an die Mitwirkenden Einsteller und die vielen Leser dieses Themas.
Günther könnte jetzt seine Kombinationsstücke abschließend zeigen.
Gruß
Hajo
Hallo Hajo,
den Ball nehme ich gerne auf und beginne mit den Kombifrankaturen 40 +10 Pfg

Diese Frankaturkombination wurde eingesetzt, da der 50 Pfg Wertstempel noch nicht vorhanden war. Andere Orte haben sich mit dem 60 Pfg Provisorium beholfen.
Die 40+10 Behelfsfrankaturen sind seltener als das 60 Pfg Provisorium
Grüße Günther
Hallo und guten Abend,
vielen Dank noch für die Hilfe/Unterstützung bei dem "DR 600" nach Estland. Mit der Fehlfrankatur kann ich mich sehr gut anfreunden. Das klingt einleuchtend!
Zu den Kombifrankaturen:
Hajo hat unter [#81] einen weiteren Brief 40 Pf + 10 Pf aus Chemnitz vorgestellt- der entstammte der Sammlung von Frau Riese. Genau dieser Brief wurde unlängst beim Auktionshaus Klüttermann angeboten und ging für 60.- plus Aufgeld weg.
Hier die Abbildung aus dem Katalog (Internet):

So viel für heute.
Gruß Andreas
Hallo zusammen !
Vielleicht vorab noch eine kleine Definitionsklärung:
Kombinationsfrankaturen können sein
a) Mischfrankaturen , wie zb. 40+10
b) Mehrfachfrankaturen zb 40+40
Die Frankatur von Chemnitz # 281 vom 5.1.22 ist die früheste Verwendung.
Ich habe Sie leider erst nach Drucklegung des Kompendiums gefunden ,weshalb dort noch der 16.1.22 aufgeführt ist.
Das Datum 4.2.22 ist Letztverwendungsdatum.
Jetzt eine 40+10 Pfg Frankatur von Frankfurt (Main) * 1 I vom 3.2.22

Die Frankaturen von FFM sind häufiger als die von Chemnitz.
Es gibt noch zwei weitere Orte mit 40+10 Frankaturen. es wäre schön, wenn sie jemand präsentieren würde.
Schönen Abend
Günther
@ andil
Schliesse mich der Meinung von Inflamicha an. Ist ein "Durchschlupfer". Konnte auch in meinem BSV unter Zuhilfenahme der Michel-Portotabellen nichts finden.
Hallo,
obwohl dieser Beleg mir vor längerer Zeit übermittelt wurde, ist der aber auch vermutlich Günther und Jürgen bekannt.
Trotzdem zeige ich diese Mischfrankatur und reihe den in die bekannten Verwendungen von Frankfurt ein.

Ziermuster Frankfurt (Main) * 1 I 40 Pf. + 10 Pf. vom 10.1.1922, Sammlung Jochen Greulich
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
ich kann leider nicht mit einem Beleg von den zwei noch fehlenden Orten dienen.
Ich habe lediglich einen weiteren von Frankfurt.Da das Datum jedoch in dem Kompendium nicht gelistet ist, zeige ich den hier.

Auch hier erfolgte die zweite Stempelung ohne Datum.
Hoffe, es werden noch 40 Pf + 10 Pf Frankaturen von Harburg und Pößneck gezeigt.
Ein schönes Wochenende. Gruß Andreas
Guten Abend zusammen !
Immer wieder schön zu sehen, was an Neuem auftaucht.
@ andil [#285]
Vielen Dank, sehr schöner Beleg, im Archiv notiert
@ Hajo [#284]
Du vermutest richtig, aber im Bildarchiv war bislang nur eine schauderhafte SW kopie. Die können wir jetzt auswechseln.
A propos Archiv : Dieser Beleg wurde von Sfr. Greulich an Horst Müller gesendet und von diesem am 24.3.2009 archiviert.
Der früheste Archiveintrag datiert vom 20.2.1980 ! Jeder kann jetzt ermessen, welch lange Zeitspanne nötig ist, um ein datenfestes Archiv aufzubauen.
Ganz nebenbei : Alle Stempelkopfkennumgen bei FFm 40 pfg sind *1I und die 10 Pfg ohne Abgangsstempel
Dank an alle Teilnehmer. Melde mich morgen wieder.
Gruß Günther
Hallo,da bin ich wieder!
Zur Abwechslung nunmehr ein Beleg aus dem Archiv

Harburg (Elbe) * 1 * vom 11.2.22 Verkauft über ebay am 1.2.2020 € 50,49
Da ist schon etwas Höhenluft im Spiel.
Viel Spass beim Betrachten und schönen Abend
Günther
Hallo Günther,
vielen Dank fürs Zeigen. Sehr schöner Beleg.
Danke auch für die Preisangabe. Da bekomme ich eine Vorstellung, für was solche Stücke gehandelt werden.
Das ist garantiert keine Massenwaren !
Auch wenn davon immer mindestens 100 Stück verschickt wurden.
Hoffe, es wird noch etwas gezeigt? !
Schönen Abend zusammen, Gruß Andreas
Guten Abend,
es fehlt bei der 40+10 Kombination noch ein Postort, nämlich Pößneck. Auch hier müssen wir das Archiv zu Rate ziehen, wobei sich eine interessante Vita offenbart:

Ex Sammlung Claus Peter Claussen
Pößneck * II * vom 24.1.22
Dieser Beleg wurde erstmals am 4.6.1982 gemeldet und dann wieder von Sfr. Claussen am 1.6.2012 mit einem viel besseren Scan belegt. Vielen Dank für dieses aussergewöhliche Stück.
Damit können wir die 40+10 Kombinationen abschliessen -sofern nicht noch etwas auftaucht.
In der Reihenfolge des Kompendiums wäre jetzt 40+40 dran. Andreas, wie wär's ?
Guten Abend,
danke Günther, den Ball hast du schön gespielt.
Zuerst vielen Dank für den tollen Beleg! Damit sind den Verwendungen 40 +10 Pf durch? Im Katalog von Herrn Topf wird bei den "Kombinations-Frankaturen" unter 40 +10 Pf. auch noch Charlottenburg 2 geführt. Da wurde nach seinen Unterlagen bei Köhler ein entsprechender Beleg versteigert/verkauft?
Hat den zufällig jemand? Oder die Abbildung aus dem entsprechenden Katalog? Oder liest hier vom Auktionshaus Köhler jemand mit und kann im Firmenarchiv stöbern... DANKE!
Doch zurück zum Thema...
Die 40 + 40 Pf ist wohl nur von Dresden bekannt und da habe ich in der Sammlung = eine Kiste voll Postfreistempel, die ich erworben habe, fünf "identische" Stück von diesen 40 + 40 Pf Stücken gefunden.
Zwei Stück sind mittlerweile vertauscht worden, einen möchte ich hier zeigen.

Dresden Altstadt * 1 II vom 4.10.21. Es handelt sich um dünne, C6 Umschläge, die oben und unten komplett aufgeschnitten wurden. So wurde vermutlich ein Streifband hergestellt?
Sehr farbintensiv die ganze Sache!
Vielleicht hast du Günther weitere Details dazu?
Einen schönen Abend!
@ andiL [#290]
Hallo Andreas,
der Hinweis auf Topf, Seite 83, ist berechtigt. Leider findet sich im Archiv keinerlei Hinweis auf eine 40+10 Kombination mit Charlottenburg.Ich will mal versuchen, den Überlegungen von Topf zu folgen.
Er bezieht sich auf Köhler. Damit ist m.E. nicht das Auktionshaus Heinrich Köhler, sondern Otto Köhler, Vorsitzender des " Verbandes der Maschinenstempelsammler Dresden " gemeint. Dieser hat Jahrgangshefte "die Deutsche Barfrankierung "in Internationale Markenbörse Lichtenstein XI. JahrgangsHefte 6-12 herausgegeben, 1931. Vielleicht kann man da noch was finden. (i.Üs .Literaturhinweise bei Topf) Wohlgemerkt, das war 1931 !
Ich fürchte, dass einiges in den Feuerstürmen des WK II untergegangen ist, sonst hätten wir im Archiv einen Hinweis.
Schade, damit müssen wir leben. Zu der 40+40 Kombination melde ich mich noch.
Grüße Günther
Hallo Günther,
vielen Dank für Deine Aufklärungsarbeit. Leider habe ich viel zu wenig Ahnung von diesem tollen Freistempel! Ich lerne jeden Tag dazu! ;-)
Dafür mein Dank!
Vielleicht hat noch jemand einen 40 + 40 Pf. von Dresden ? oder gar von einem anderen Ort?!
Wünsche allen ein schönes Wochenende!