Briefmarken Atteste

Thema:

Altdeutschland Bayern Halbkreisstempel

Gernesammler Am: 26.08.2025 19:39:04 Gelesen: 2493 # 1
Hallo Sammlerfreunde, Brief vom 21.9.1872 aus Burgkundstadt, spediert an Herrn Wilhelm Hopfmann in Nürnberg, breite Gasse Nr.450. Gab es damals so lange Gassen in Nürnberg oder hat sich der Absender nur vertan. Für das Franko nahm man eine Bayern Nr.23 zu 3 Kreuzer, gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Burgkundstadt (Winkler 12a) verwendet 1860-75, sowie auf der Rückseite mit dem Einkreisstempel von Nürnberg I (Winkler 21, Durchmesser 28mm) verwendet 1872-77, zur Ausgabe dann mit dem Briefträgerstempel 07. Gruß Rainer [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege"]
bayern klassisch Am: 27.08.2025 16:13:47 Gelesen: 2161 # 2
Liebe Freunde, das Datum des Briefes aus Würzburg nach Miltenberg vom 16.5.184? ist nicht genau bekannt, aber bekannt ist, dass Briefe mit dem Vermerk "Papiere ohne Geldwerth" sicherlich wesentlich seltener sind, als Briefe mit Mustern oder Proben ohne Werth. Den Absender anhand des Siegels vermag ich nicht zu erkennen, der Empfänger war die Liedertafel Miltenberg, weswegen ich mir vorstellen könnte, dass Noten/Kompositionen verschickt wurden. Bei einer Entfernung von 49 km lag der Brief in der 2. Entfernungs- und Gewichtsstufe (6-12 Meilen und über 1/2 bis 1 Münchener Loth). Der Absender hatte artig die dafür nötigen 6 Kr. siegelseitig berappt. Wer kann weitere Briefe mit "Papieren ohne Geldwerth" zeigen? Liebe Grüsse vom Ralph [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege"][ Würzburg und [Miltenberg]
kreuzerzeit Am: 26.10.2025 22:34:15 Gelesen: 1997 # 3
Herzliche Grüße von den schönen Åland-Inseln! Ein kleines Briefchen aus Erlangen in die Schweiz. Ich kann den Zielort nicht ganz entziffern – ist es Bern? [Redaktionell ergänzt: Halbkreisstempel Erlangen Brief nach Bern]
Gernesammler Am: 30.10.2025 19:52:13 Gelesen: 1651 # 4
Hallo Sammlerfreunde, Postanweisung A22/1 mit Werteindruck zu 40 Pfennig vom 1.1.1880 aus Kimrathshofen über 400 Mark, spediert an Max Saurle in München, diese wurde am 2.1.1880 ausgezahlt. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von KIMRATHSHOFEN (Helbig 11b) verwendet seit 1851 in der Pfennigzeit ab 1876-80, auf der Rückseite ist der Einkreisstempel MÜNCHEN A.W. für Anweisung, Herr Saurle hat bei der Quittierung gegengezeichnet und es wurde der Briefträgerstempel dessen Nr. schlecht zu lesen ist abgeschlagen. Gruß Rainer [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bayrische Postanweisungsformulare"]
bayern klassisch Am: 03.11.2025 11:05:27 Gelesen: 1800 # 5
Liebe Freunde, eine portofreie Regierungs-Sache vom 25.11.1846 aus Günzburg wurde ausweislich der Siegelseite am Folgetag in Neu-Ulm Transit gestempelt. Der ZIelort war Illereichen, 35 km südlich von Neu-Ulm, allerdings fehlt der vorgeschriebene Ankunftsstempel und ich weiß nicht, zu welcher Postexpedition Illereichen gehörte. Der Ort hätte eigentlich zur PE Altenstadt gehören sollen, aber diese wurde erst am 1.11.1857 eröffnet. Wäre es möglich, dass die PE Neu-Ulm noch über 30 km entfernte Orte bediente? LG von bayern klassisch [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege"]
Gernesammler Am: 10.03.2026 19:52:30 Gelesen: 1413 # 6
Hallo Sammlerfreunde, Postanweisung A 18/III mit Werteindruck von 40 Pfennig vom 29.7.1879 aus Hohenberg, spediert an die Bayerische Güterexpedition Bahnhof Selb, hier kam die Postanweisung am Folgetag an und zur Auszahlung. Auf der Postanweisung wurde die Summe 300 Mark in Zahlen und handschriftlich vermerkt und bei Ankunft im Postankunfts Buch die Nr.24 eingetragen. Bei Ankunft und Auszahlung wurde unterschrieben mit Bahnexpedition sowie dem Namen des Mitarbeiters, leider unleserlich. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Hohenberg (Helbig 12a) verwendet 1876-80, in der Kreuzerzeit ab 1867 und dem Einkreisstempel SELB-BHNF. (Helbig 19a) verwendet 1876-84. Gruß Rainer [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bayrische Postanweisungsformulare"]
Gernesammler Am: 29.04.2026 19:47:33 Gelesen: 7026 # 7
Hallo Sammlerfreunde, Brief vom 28.3.1852 von Herrn Georg Weninger aus Straubing, spediert an Herrn ... Rothgerber in Dörflas, bei Redwitz, dort kam der Brief am 30.3.1852 zur Ausgabe. Für das Franko nahm man eine Bayern Nr.4 II zu 6 Kreuzer, gestempelt wurde mit geschlossenem Mühlradstempel 336, dem Halbkreisstempel von Straubing (Winkler 11b) verwendet 1849-57, hier sieht man schön am Stempel, das Straubing ein großes Postvolumen hatte, nach 3 Jahren sah der Stempel nicht mehr gut aus, zur Ankunft dann mit dem Halbkreisstempel von Marktredwitz MKT.Redwitz (Winkler 11b) verwendet 1844-62. Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 07.05.2026 11:12:29 Gelesen: 1403 # 8
Liebe Freunde, ein Chargébrief aus Frankfurt am Main (FFM) = Thurn und Taxis, vom 14.6.1864 an die Mechanische Bindfadenfabrik in Immenstadt wog 1 1/10 Loth und fiel damit in die 2. Gewichtsstufe. Bei einer Entfernung von über 20 Meilen im Postverein, waren daher im hier vorliegenden Frankofall 9 Kreuzer je angefangenes Loth = 18 Kreuzer zu bezahlen. Dazu kam die Einschreib-Gebühr von 6 Kreuzern für den Postschein, in summa also die unten links notierten 24 Kreuzer. Die orange Tinte war damals in FFM üblich. FFM stempelte damals bei frankierten Briefen praktisch immer in roter Farbe, während die schwaze Stempelfarbe unfrankierten, bzw. unterfrankierten Briefen vorbehalten war Hier also korrekt alles in Rot. Eine Frage für die Taxler hätte ich aber noch: Ich meine mich erinnern zu können, dass es vor dem 1.1.1861, also vor dem neuen Postvereinsvertrag, vergleichbare Briefe gab, bei denen nur das Franko neben dem Frei-Vermerk notiert wurde, die Reco-Gebühr jedoch nicht in diese Notation einfloß. In diesem Fall wären dann nur 18 Kr. unten links gestanden, nicht aber 24 Kr. wie hier. Kann dazu jemand etwas beitragen? Danke schon mal vorab! LG von bayern klassisch [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Eingehende Belege"]
bayern klassisch Am: 10.05.2026 13:25:02 Gelesen: 1112 # 9
Liebe Freunde, ein Brief aus Würzburg vom 21.9.184? wurde an den Freiherrn Herrmann von Guttenberg nach Bayreuth verschickt, wofür die bayer. Post 9 Kr. notierte. Am 23.9. wurde er auch ausgeliefert, doch bald darauf mit neuer Anschrift "Weisendorf bey Erlangen" der Post zurück gegeben. Die 9 Kr. wurden erstattet und für die Strecke Bayreuth - Weisendorf 6 Kr. gefordert, in summa also 15 Kr.. Am Folgetag wurde er für diesen Betrag zugestellt. LG von bayern klassisch [Beiträge [#9] und [#10] redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Briefe erklären"]
Gernesammler Am: 10.05.2026 13:33:38 Gelesen: 1109 # 10
@ bayern klassisch [#9]

Hallo Ralph,

toller Brief, der Würzburger Halbkreisstempel (Winkler 11a) war von 1835-40 in Verwendung, der Bayreuther Halbkreisstempel 11a von 1840-43 und der Halbkreisstempel von Erlangen von 1838-46, somit sollte das Datum 1840 sein.

Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 20.05.2026 14:56:12 Gelesen: 1052 # 11
Liebe Freunde, die Korrespondenz an Salleg in Hengersberg ist weltberühmt und mit Briefen im fünfstelligen Umfang ein Highlight der Bayernphilatelie. Aber aus Ulm hatte ich noch keinen gesehen, bis der hier kam: Am 26.10.1859 schrieb der stadtbekannte Postbetrüger Heinrich Mack aus Ulm einen einfachen Brief nach Hengersberg, der von Ulm aus 9 Kreuzer gekostet hätte, von Neu-Ulm aus aber nur 6 Kr. Text: Es hat mir leid gethan durch meinen Reisenden keinen Auftrag von Ihnen erhalten zu haben. Bei den jetzigen billigen Preißen von Zuckern, erlaube ich mir Ihnen mittelfeine Waare à f 34 1/2 (Kreuzer) franco Deggendorf ohne Verbindlichkeit zu offeriren & möchte Ihnen rathen dieses billige Offert nicht unbenützt zu laßen, indem Zucker, bei der jetzt kommenden größeren Verbrauchszeit eine wesentliche Preißerhöhung erfahren wird. Bei dieser Gelegenehit bin ich so frei, Sie um Einsendung des verfallenen Postens vom 4 July de f 259.37 zu ersuchen & hoffe um somehr, daß Sie meinem Wunsche entsprechen werden, als der geringe Nutzen den man an Colonialwaaren hat, nicht erlaubt über die bedungene Fracht von 3 Monaten zu warten, wenn man nicht umsonst arbeiten will. Bestens empfielt sich Ihnen Heinrich Mack. LG von bayern klassisch [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Briefe erklären"]
bayern klassisch Am: 29.05.2026 17:46:16 Gelesen: 896 # 12
Liebe Freunde, einen Bischofsbrief aus Kirchheimbolanden vom 7.11. (Jahr nicht gesichert) an Bischof Nikolaus von Weis (1855 geadelt) zeige ich, der vom kathol. Dekanat Stetten, etwa 3 km östlich von Kirchheimbolanden, als gebührenfreie R. S. abgesandt wurde und am Folgetag dort ankam. Bischofsbriefe der Pfalz findet man nicht so häufig, wie solche Richtung Freising. LG, Ralph [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege"]
Gernesammler Am: 31.05.2026 13:25:13 Gelesen: 841 # 13
@ bayern klassisch [#12] Hallo Ralph, schöner Brief, der Stempel von Kirchheimbolanden (Winkler 11b) war in Gebrauch von 1858-63, der Stempel von Speyer (Winkler 13) wurde verwendet ab 1862-71, somit sollte das Datum Deines Briefes der 7.11.1863 sein da der Halbkreisstempel von Speyer schon einige Gebrauchspuren aufweist. Gruß Rainer
bayern klassisch Am: 31.05.2026 15:34:31 Gelesen: 834 # 14
@ Gernesammler [#13]

Hallo Rainer,

danke dir!

LG,
Ralph
Eilean Am: 31.05.2026 22:58:04 Gelesen: 887 # 15
@ bayern klassisch Bei diesen Fragen lese ich normalerweise deine Antwort. Ich bin naturgemäß blank. die "217" mit Stempel des BAHNH. MÜNCHEN, leider ohne Datum innen. Aufgrund des Stempels also früher als der untenstehende Brief, oder? die "325" mit Stempel des BAHNH. MÜNCHEN, sehr eindeutig vom 11. Februar 1860. Gruß Andreas [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Postgeschichte München "]
Gernesammler Am: 01.06.2026 19:40:20 Gelesen: 758 # 16
@ Eilean [#15]

Hallo Andreas,

der erste Brief mit der 3 Kreuzer, ich gehe von einer Platte 2a aus, diese gab es ab 10/1850 und dem geschlossenem Mühlradstempel 217 mit 16 Schaufeln, verwendet 1850-56, sowie Halbkreisstempel BAHNH.MÜNCHEN, hier ohne Punkt, verwendet 1852-68.

Der zweite Brief mit der 6 Kreuzer und dem offenem Mühlradstempel 325, diesen gab es ab 11/1856 und dem Halbkreisstempel BAHNH.MÜNCHEN. mit Punkt, dieser wurde in der gleichen Zeit verwendet 1852-68.

Gruß Rainer
Gernesammler Am: 29.06.2026 19:27:22 Gelesen: 601 # 17
Hallo Sammlerfreunde, Porto Brief als Partei Sache (PS) vom 3.12.1868 vom Königlichen Bezirksamt Deggendorf, spediert an den Magistrat des Marktes Hengersberg, einen Ankunftsstempel oder Präsentationsvermerk gibt es nicht. Auf dem Brief wurde in Rötel vermerkt "mehrere Nummern, sowie Postvorschuß" dies wurde aber gestrichen. Für das Porto notierte der Postbeamte 11 Kreuzer in blau, diese sowie 3 Kreuzer Papier hatte der Empfänger zu zahlen. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Deggendorf (Winkler 12a) verwendet 1858-75. Gruß Rainer [Beiträge [#17] und [#18] redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege"]
bayern klassisch Am: 29.06.2026 19:46:53 Gelesen: 588 # 18
@ Gernesammler [#17] Hallo Rainer, am 1.11. geschrieben, hat man 2 Tage gebraucht, bis man sich einig war, wie der Brief zu verschicken war - als Fahrpostbeleg, oder, wie endlich geschehen, als Briefpostgegenstand der 2. Gewichtssstufe (über 1-15 Loth). Streichungen dieser Vermerke, bzw. diese Vermerke überhaupt, sind immer interessant, zeigen sie doch die Varianten auf, mit Hilfe deren man verschicken konnte. LG, Ralph
Gernesammler Am: 14.07.2026 20:11:41 Gelesen: 445 # 19
Hallo Sammlerfreunde, Porto Brief vom 4.9.1851 vom Königlich Bayerischen Landgericht Rothenburg, spediert an das königlich Würtembergische Oberamtsgericht Langenburg, da der Brief zu groß ist, kann man leider den Präsentationsvermerk vom 5.9.1851 nicht sehen. Der Brief hätte mit 6 Kreuzer frankiert werden müssen, da dies nicht geschehen war notierte man in schwarz 12 Kreuzer die der Empfänger dann zu zahlen hatte. Für das Schreiben nahm man 3 Kreuzer Papier, im Text geht es wohl um eine Restsumme von 1849, die 560 Gulden betrug. Gestempelt wurde mit Halbkreisstempel von Rothenburg ob der Tauber (Winkler 11a, a./T.) verwendet 1847-53, auf der Rückseite ist noch ein Papiersiegel. Um Geld für Papier zu sparen hatte man einen Brief genommen der an ein Schultheißamt gehen sollte oder gegangen ist. Gruß Rainer [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege" / Die weiteren 5 Abbildungen befinden sich im Ursprungsthema]
10Parale Am: 17.07.2026 15:10:00 Gelesen: 365 # 20
@ bayern klassisch Hier eine wesensgleiche Karte aus Kusel, gesendet nach St. Johann und irgendwas mit .....brücken, am 11.9.1875 herum. Liebe Grüße 10Parale [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Ganzsachen der Kreuzerzeit] / Absendeort vollständig Saarbrücken / Halbkreisstempel Kusel]
bayern klassisch Am: 17.07.2026 17:28:25 Gelesen: 343 # 21
Liebe Freunde, im schönen Würzburg schrieb das dortige Kreis- und Stadtgericht einen portofreien Dienstbrief an das Landgericht in Kadolzburg. Man schrieb den 24.1.1849. Ausweislich der Siegelseite kam der Brief am Folgetag in Langenzenn an. Kadolzburg (auch Cadolzburg heute) bekam erst 1851 eine eigene Postexpedition. Der Brief musste also von Langenzenn in das ca. 8 km fußläufig entfernte Kadolzburg gelangen. Was mich etwas wundert: Sowohl hinten, als auch vorne, sehen wir einen Halbkreiser von Langenzenn vom 25.1.1849 - man hätte dann wohl den Ankunftsstempel aus Versehen vorne abgeschlagen und ihn dann hinten nochmals appliziert. Das Abschlagen des Ankunftsstempels vorne kenne ich nur bei Briefen mit Akten, also mit Unterbund, die das Abschlagen eines Stempels auf der Siegelseite verhinderten. Von Beilagen ist aber nichts zu lesen. LG von bayern klassisch [Redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern: Schöne Belege" / Halbkreiser Langenzenn]