[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Briefmarkenhändler und Briefmarkensammler früherer Zeiten"]
Alliierte Besetzung SBZ Westsachsen Bedarfsbelege
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Das Formular ist echt, die Briefmarken sind echt, das Stempelgerät ist echt, befindet sich jedoch höchstwahrsscheinlich in privater Hand.
Es fällt auf, dass nicht, wie bei anderen Bestätigungen auch, die Einlieferungsnummer eingetragen ist. In Spalte 1 die eingetragene Ziffer 1 ist keine Einlieferungsnummer. Weiter ist bei der Spalt 5 nicht die Gebühr für die Pakete eingetragen, sondern die Schreibgebühr für das Doppel und sonst nichts.
Das nächste Ei: Die Marken wurden in West-Sachsen ausgegeben. Das betrifft die OPD Leipzig. Ab dem 01.02.1946 gehörte die OPD Chemnitz zur OPD Leipzig. Es hat viel gegeben im Markenland SBZ. Dass Marken der OPD Leipzig in der OPD Dresden am Schalter zu haben war, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. NEU PETERSHAIN (NIEDERLAUSITZ) ist bekanntlich zur OPD Dresden gehörig. Jetzt konnte man auf Einlieferungscheinen und Einlieferungsbüchern die Gebühren vorab mit eigenen Marken ausweisen. Es ging sogar mit Absenderfreistempeln. Dass 1946 jemand Marken mit Zuschlag in Mengen verklebt hat, ist unwahrscheinlich.
Es gibt nachweislich Stempelabschläge aus dieser Zeit mit der aptierten Gebietsleitzahl (2). Die ist hier nicht zu sehen. Die Gebietsleitzahl wurde später wieder aptiert. Die fehlende Gebietsleitzahl ist ein weiter Beweis für eine unberechtigte Nutzung des Stempels.
Es kursieren in der Bucht vergleichbare Exemplare. Bitte lasst die Finger von den Teilen. Die sehen oberflächlich schön aus, sind als Formular mit Gebührenverrechnung in Form von Marken aus dieser selten verwendeten Ausgabe nichts anderes als Dummenfang.
Grüße
Dieter