Briefmarken Atteste

Thema:

Sammlung geerbt: Briefmarken aus Opas Sammlung einschätzen

Andre66 Am: 13.07.2025 21:02:06 Gelesen: 942 # 1
Hallo, liebe Briefmarken Freunde! Ich bin seit heute neu in diesem Forum. Meine Name ist Andre, 54 Jahre aus Bovenden bei Göttingen und ich stehe vor einer für mich unlösbaren Aufgabe, die Sammlung meine Goßvaters einzuordnen. In frühen Jahren habe ich nur kurzzeitg mal selber gesammelt, bin also ein Greenhorn auf diesem Gebiet. Das Interesse wurde allerdings nach dem Nachlass meines Opas neu geweckt. Die Briefmarken, die ich hier habe sind teils wirklich sehr interessante alte Stücke mit einem spürbaren Hauch an Geschichte und vielen schönen Motiven. Die Sammlung beinhaltet etwa 1300 Marken aus vielen Gebieten der Welt, von etwa 1860 bis 1955, postfrische, ungebrauchte und gestempelte. Die Sammlung möchte ich behalten und erweitern. Allerdings würde ich gerne einige Marken einschätzen können, da ich diese abgeben möchte, viele sind doppelt und dreifach vorhanden. Doch die enorme Vielfalt an Preisunterschieden für meine ausgesuchten Marken verwirren mich völlig. Wie kann es sein das, nur mal als Beispiel, die Mexico Correos Stamp Cinco Centavos in orange, gestempelt, Wasserzeichen, Motiv Adlerdenkmal mit Schlange im Schnabel, für Preise von wenigen Euro über 100, 600, 1800 und sogar bis hinauf auf 5000 Euro bei Auktionshäusern und auf verschiedenen Verkaufsportalen angeboten wird? Bei den alten US Briefmarken Franklin, Washington, Roosevelt...1890 bis 1920 stehe ich komplett auf dem Schlauch, wie auch bei den Saar Urdrucken, Industriearbeiter, 1947, usw. Natürlich gibt es Unterschiede scheinbar gleicher Marken wie Zähnung, Falz, postfrisch, ungebraucht oder gestempelt, Wasserzeichen etc., ich kann ja nicht jede Marke einzeln prüfen lassen und dann sind die garnichts wert. Ich brauche nur eine etwaige Einschätzung und wo ich seriöse Anbieter finde bei denen ich meine übrigen Marken eventuell verkaufen kann. Kann auch gern Bilder schicken von Marken die meiner Meinung nach eventuell einen gewissen Wert haben könnten. Ich bitte um Entschuldigung für meine laienhafte Darstellung meines Anliegens. Freue mich auf Antwort von Euch. Wünsche noch einen schönen Sonntag Abend! Viele Grüße Andre
Richard Am: 13.07.2025 22:28:24 Gelesen: 890 # 2
@ Andre66 [#1] Hallo Andre, schön dass wir mit Dir ein Mitglied bekommen, dass sich einigermassen auskennt und lernwillig ist. So laienhaft hört sich Dein Wunsch gar nicht an. Lass es bitte langsam angehen. Für uns (die Redaktion) ist wichtig, dass jede Frage zunächst in einem neuen Thema eröffnet wird. Später findest Du die passenden bestehenden Themen von selbst. Vor oder nach der Beantwortung werden die Beiträge dann ins richtige der über 15.000 Themen verschoben. Wenn Du nach dem Schreiben eines Beitrag auf das ABO klickst, abonnierst Du den Beitrag und findest ihn wieder. Kann jederzeit mit einem Klick abbestellt werden. Deine Wünsche sind vor allem - Bestimmung von Marken - Wertschätzung von Marken jeweils verbunden mit der Landes- oder Gebietsbezeichnung. Sehe Dir bitte auch Philaseiten A bis Z an https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?OV=1 und lese einmal die Forumhilfe mit vielen Tipps. Vielleicht beginnst Du mit "Mexiko Bestimmung von Briefmarken". Wichtig sind immer gute scans und nicht nur Handy Fotos, aus denen keine Einzelheiten zu erkennen sind die für die Wertschätzung oder Bestimmung sehr wichtig sein können. Scanner sind im Handel erhältlich, auch gebrauchte zu bezahlbaren Preisen. Viel Erfolg bei der Erforschung Deiner Sammlung. Grüsse aus dem Allgäu, Richard
Andre66 Am: 13.07.2025 23:55:33 Gelesen: 846 # 3
Hallo lieber Richard! Vielen Dank für die schnelle und nette Antwort. Ich werde deinem Vorschlag folgen und bin gerade schon am scannen und werde den Beitrag dann mit dem Betreff und den Scans meiner Mexico stamps einstellen. Schauen wir mal was ich erreichen kann. Grüße aus dem Leinetal Andre
TeeKay Am: 14.07.2025 12:02:06 Gelesen: 702 # 4
@ Andre66 [#1] Wenn " viele [...] doppelt und dreifach vorhanden" sind, dann war dein Opa entweder Raritäten-Briefmarkenhändler oder du kannst mit 99,99% Sicherheit davon ausgehen, dass du keine wertvollen Marken vor dir hast, die du verkaufen könntest. Es ist im Allgemeinen empfehlenswert, sich dem Thema Briefmarken/Philatelie nicht zu allererst unter dem Aspekt des monetären Wertes oder der Veräußerbarkeit zu widmen. Enttäuschungen sind dabei praktisch vorprogrammiert. Der erste Schritt ist auch nicht, einen Haufen unsortierter Marken zu Prüfer:innen zu schicken und zu hoffen, dass die wertvolle Marken für dich finden. Das ist nicht die Aufgabe von Prüfer:innen. Es ist deine Aufgabe, die Marken zu bestimmen. Und wenn du nach intensiver Suche und Beschäftigung mit der Materie der Ansicht bist, unter hunderttausenden Marken eine wertvolle gefunden zu haben, dann schickst du diese eine Marke zur Prüfung und lässt dir deine Identifikation und die Echtheit der Marke/Abstempelung bestätigen. Auch dabei gilt: Teure Briefmarken sind teuer, weil sie sehr selten sind, und nicht, weil sie jeder Erbe dreifach im Album zu stecken hat. Bevor du anfängst, jede Marke einzeln zu scannen, wären für eine Ersteinschätzung bereits einige Fotos kompletter Albenseiten ausreichend. Der Erfahrung nach werden Sammler:innen wertvolle Marken anders aufbewahren als ein Sammelsurium von Massenware. Wenn du dich aus reinem Interesse mit den Marken beschäftigen möchtest, dann wäre mein erster Schritt, mir Kataloge der mich interessierenden Sammelgebiete zu besorgen. Im zweiten Schritt folgt Spezialliteratur zu den Einzelthemen, die mich innerhalb eines Sammelgebiets besonders interessieren.