Briefmarken Atteste

Thema:

Alliierte Besetzung SBZ portopflichtige Postscheckbriefe 1945-1949

Jürgen Witkowski Am: 04.06.2025 21:57:42 Gelesen: 863 # 1
Wen der Begriff portopflichtige Postscheckbriefe in der Themenüberschrift irritiert, kann sich im folgenden Thema über die Beweggründe für die Wahl dieser Bezeichnung informieren: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?CP=0&F=1&ST=20710&page=0 Bitte nicht hier im Thema darüber diskutieren. Im Unterschied zu den anderen Besatzungszonen, mussten in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) die Postscheckbriefe etwas länger freigemacht werden. Die Gebührenpflicht dauerte vom 15.01.1947 bis zum 31.07.1949. Der Postscheckbrief aus Radebeul an das Postscheckamt Dresden wurde mit einer Überdruckmarke zu 10 Pf, MiNr. 185, freigemacht und am 21.2.1949 mit dem Handstempel (10) Radebeul aa abgestempelt. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
Jürgen Witkowski Am: 06.06.2025 21:56:29 Gelesen: 810 # 2
Es ist vermutlich dem Papiermangel in der SBZ geschuldet, dass die Kunden anstelle von Briefumschlägen nur noch Klebezettel vom Postscheckamt bekamen. Für die Briefumschläge mussten sie selbst sorgen. Der Postscheckbrief aus Bischofswerda an das Postscheckamt Dresden wurde mit einer Überdruckmarke zu 10 Pf, MiNr. 185, freigemacht und am 6.1.1949 mit dem Handstempel (10) Bischofswerda (Sachs) o abgestempelt. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
Jürgen Witkowski Am: 16.06.2025 11:28:47 Gelesen: 712 # 3
Ein weiteres Beispiel, wie man mit dem Papiermangel kreativ umgegangen ist. Ein Brief des Postscheckamtes, in dem den Kontoinhabern Belege zugeschickt wurden, erhielt eine zweite Verwendung. Der Ursprungsbeleg, der mit einer Velopost Briefschließ- und Stempelmaschine bearbeitet und am 12.11.48 verschickt wurde, erhielt am 20.1.49 den schon aus meinem vorherigen Beitrag bekannten Aufklebezettel, wurde mit einer Überdruckmarke zu 10 Pf, MiNr. 185, freigemacht und mit dem Tagesstempel (10a) Dresden A 19 L versehen an das Postscheckamt Dresden verschickt. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
Jürgen Witkowski Am: 27.06.2025 16:21:31 Gelesen: 615 # 4
Den Papiermangel des Postscheckamtes konnte man als Papierwarengeschäft leicht kompensieren. In diesem Fall wurde der Postscheckbrief gleich ganz selbst hergestellt, indem man einen eigenen Firmenumschlag per Schreibmaschine und Farbstift entsprechend ertüchtigte. Der Postscheckbrief lief am 25.10.48 aus Löbau an das Postscheckamt Leipzig. Wie seinerzeit üblich mit einer Überdruckmarke zu 10 Pf, MiNr. 185, freigemacht. Als Tagesstempel kam der Zweikreisstegstempel Löbau (Sachs) k zum Einsatz. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen