Das Exponat beinhaltet Weltseltenheiten und wesentliche Schlüsselstücke wie den legendären Baden-Fehldruck, das Stockach-Provisorium, 12-Kreuzer-Landpost-Portomarken (inklusive einer Halbierung), Zwischenstegpaare, eine 12-Kreuzer-Ganzsache mit Zusatzfrankatur, größtmögliche Einheiten, höchste bekannte Frankaturen und einen „Dertingen“-Brief als Ikone badischer Abstempelungen zur Markenzeit.
Das übergeordnete Leitkriterium beim Sammlungsaufbau sind die jeweiligen Ausgaben in chronologischer Folge. Hierbei soll zunächst die jeweilige (Entstehungs-)Geschichte der Briefmarken und deren herstellungsbezogene Facetten behandelt werden. Zu deren Verwendung im in- und ausländischen Postverkehr finden sich detaillierte Erläuterungen zu den verschiedenen Portostufen und Bestellgeldvorschriften, zu postalischen Sonderdienstleistungen, zu Postformularen und zu den Leitwegen im Auslandsverkehr. Die Berücksichtigung außergewöhnlicher Frankaturen nach seltensten Destinationen in Europa (z.B. Gibraltar, Rumänien wie auch Norwegen) und Übersee (z.B. Tunesien, Madeira, Südafrika, Jerusalem, Niederländisch Indien per Overland Mail, Kuba, Brasilien und Uruguay wie auch Overland Mail nach der Westküste Nord- und Südamerikas ...) sollen das Exponat abrunden. Bis dato nicht publizierte Ergebnisse einer Studie zu den Verwendungszeiträumen der Nummernstempelkombinationen dienen an exemplarischen Stellen der Darstellung neuester Forschungsergebnisse innerhalb eines altbekannten und nahezu vollständig erforschten Sammelgebietes.
Das Exponat gliedert sich wie folgt: 1. Einführung der Freimarken (1850/51); 2. Ziffernausgabe — erste Auflage (1851); 3. Ziffernausgabe — zweite Auflage (1851/52); 4. Ziffernausgabe — Farbänderungen (1853); 5. Ziffernausgabe — Farbänderungen (1858); 6. Wappenausgabe — linierter Grund gezähnt 13 1/2 (1860/61); 7. Wappenausgabe — weißer Grund gezähnt 13 1/2 (1862); 8. Wappenausgabe — linierter Grund gezähnt 10 (1862/63); 9. Landpost-Portomarken (1862); 10. Wappenausgabe — weißer Grund gezähnt 10 (1862/65); 11. „KR.“—Ausgabe (1868/71). Insgesamt kann sich der Leser an einem Grand-Prix-Exponat von 174 Seiten erfreuen, deren Seltenheiten durchgehend in deutscher Sprache ausführlich und detailliert beschrieben sind. Nicht nur für Baden-Sammler ist dieses Buch ein „Muss“, denn es zeigt, was dieses Sammelgebiet an Raritäten zu bieten hat.
Kurzinfo: Format 25,5 x 34 cm, 191 Seiten, Kunstdruckpapier, Abbildungen in Farbe, Hardcover mit goldener Titel- und Buchrückenprägung sowie zusätzlichem Schutzumschlag, Verkaufspreis: 79 Euro zuzüglich Versandspesen.
Bezug: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Hasengartenstraße 25, 65189 Wiesbaden, Germany, FON +49 (0) 611 34 14 90, E-Mail: info@heinrich-koehler.de
Thema:
Altdeutschland Baden: Joseph Hackmey: Die Briefmarken des Ghz. Baden 1851–1871
Am: 03.06.2025 09:55:44
Gelesen: 1610
# 1
Joseph Hackmey: Die Briefmarken des Großherzogtums Baden 1851–1871
(jh/wm-pcp) - Unbestritten gilt Joseph Hackmey als einer der bedeutendsten Philatelisten aller Zeiten. Keiner gewann mit seinen diversen Sammlungen mehr Grand Prix-Auszeichnungen bei FIP-Ausstellungen als er. Eine sog. „kleine“ Sammlungen wird in diesem neuen Buch dokumentiert: Baden. Als „klein“ gelten für Hackmey solche seiner Kollektionen, die „nur“ bis 200 Seiten Umfang haben, „mittlere“ haben bis zu 1.000 Seiten, „große“ noch weit mehr. Die „Weiße Buchserie“ der Global Philatelic Network wird künftig zahlreichen seiner Sammlungen gewidmet, um diese vor dem Vergessen zu bewahren, wobei bisher – in kaum einem jahr – bereits fünf Titel in dieser „Autoren-Reihe“ vorliegen.
Der schwergewichtige Band beginnt wie bei allen Edition d’Or-Bänden: mit einer beeindruckenden Biographie des 1945 in Tel-Aviv geborenen späteren Philanthropen und Philatelisten, dessen erfolgreiche Karriere es ihm ermöglichte, Wohlfahrtsorganisationen und andere Vorhaben zu unterstützen, aber auch neben der Philatelie sich der Kunst zu widmen. Er gilt als besonderer Freund der klassischen Musik, förderte die Israelische Oper und das Philharmonische Orchester, vergab zahllose Stipendien und so manches mehr.
Damit aber zum Buch und zum Inhalt des Exponates selbst. Nach der nur fünf Jahre andauernden Übergangsphase einer Thurn & Taxis Lehenspost erlangte das Großherzogtum Baden zum 2. August 1811 seine eigene Posthoheit. Diesem ersten Meilenstein folgte vierzig Jahre später der nächste entscheidende Schritt zur Erleichterung des Postverkehrs: zum 1. Mai 1851 trat das Großherzogtum Baden dem bahnbrechenden Bündnis des deutsch-österreichischen Postvereins bei. Dieses Schlüsseldatum entspricht gleichzeitig dem Erstausgabetag badischer Briefmarken.
Ziel dieses Exponates ist die Darstellung aller im Großherzogtum Baden emittierter Freimarken wie auch der Landpost-Portomarken während der Ausübung der eigenen Posthoheit zwischen dem 1. Mai 1851 und dem 31. Dezember 1871. Die Auswahl des philatelistischen Materials orientiert sich dabei an dem nach ästhetischen Erwägungen größtmöglichen Schwierigkeitsgrad.
Das Exponat beinhaltet Weltseltenheiten und wesentliche Schlüsselstücke wie den legendären Baden-Fehldruck, das Stockach-Provisorium, 12-Kreuzer-Landpost-Portomarken (inklusive einer Halbierung), Zwischenstegpaare, eine 12-Kreuzer-Ganzsache mit Zusatzfrankatur, größtmögliche Einheiten, höchste bekannte Frankaturen und einen „Dertingen“-Brief als Ikone badischer Abstempelungen zur Markenzeit.
Das übergeordnete Leitkriterium beim Sammlungsaufbau sind die jeweiligen Ausgaben in chronologischer Folge. Hierbei soll zunächst die jeweilige (Entstehungs-)Geschichte der Briefmarken und deren herstellungsbezogene Facetten behandelt werden. Zu deren Verwendung im in- und ausländischen Postverkehr finden sich detaillierte Erläuterungen zu den verschiedenen Portostufen und Bestellgeldvorschriften, zu postalischen Sonderdienstleistungen, zu Postformularen und zu den Leitwegen im Auslandsverkehr. Die Berücksichtigung außergewöhnlicher Frankaturen nach seltensten Destinationen in Europa (z.B. Gibraltar, Rumänien wie auch Norwegen) und Übersee (z.B. Tunesien, Madeira, Südafrika, Jerusalem, Niederländisch Indien per Overland Mail, Kuba, Brasilien und Uruguay wie auch Overland Mail nach der Westküste Nord- und Südamerikas ...) sollen das Exponat abrunden. Bis dato nicht publizierte Ergebnisse einer Studie zu den Verwendungszeiträumen der Nummernstempelkombinationen dienen an exemplarischen Stellen der Darstellung neuester Forschungsergebnisse innerhalb eines altbekannten und nahezu vollständig erforschten Sammelgebietes.
Das Exponat gliedert sich wie folgt: 1. Einführung der Freimarken (1850/51); 2. Ziffernausgabe — erste Auflage (1851); 3. Ziffernausgabe — zweite Auflage (1851/52); 4. Ziffernausgabe — Farbänderungen (1853); 5. Ziffernausgabe — Farbänderungen (1858); 6. Wappenausgabe — linierter Grund gezähnt 13 1/2 (1860/61); 7. Wappenausgabe — weißer Grund gezähnt 13 1/2 (1862); 8. Wappenausgabe — linierter Grund gezähnt 10 (1862/63); 9. Landpost-Portomarken (1862); 10. Wappenausgabe — weißer Grund gezähnt 10 (1862/65); 11. „KR.“—Ausgabe (1868/71). Insgesamt kann sich der Leser an einem Grand-Prix-Exponat von 174 Seiten erfreuen, deren Seltenheiten durchgehend in deutscher Sprache ausführlich und detailliert beschrieben sind. Nicht nur für Baden-Sammler ist dieses Buch ein „Muss“, denn es zeigt, was dieses Sammelgebiet an Raritäten zu bieten hat.
Kurzinfo: Format 25,5 x 34 cm, 191 Seiten, Kunstdruckpapier, Abbildungen in Farbe, Hardcover mit goldener Titel- und Buchrückenprägung sowie zusätzlichem Schutzumschlag, Verkaufspreis: 79 Euro zuzüglich Versandspesen.
Bezug: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Hasengartenstraße 25, 65189 Wiesbaden, Germany, FON +49 (0) 611 34 14 90, E-Mail: info@heinrich-koehler.de
Das Exponat beinhaltet Weltseltenheiten und wesentliche Schlüsselstücke wie den legendären Baden-Fehldruck, das Stockach-Provisorium, 12-Kreuzer-Landpost-Portomarken (inklusive einer Halbierung), Zwischenstegpaare, eine 12-Kreuzer-Ganzsache mit Zusatzfrankatur, größtmögliche Einheiten, höchste bekannte Frankaturen und einen „Dertingen“-Brief als Ikone badischer Abstempelungen zur Markenzeit.
Das übergeordnete Leitkriterium beim Sammlungsaufbau sind die jeweiligen Ausgaben in chronologischer Folge. Hierbei soll zunächst die jeweilige (Entstehungs-)Geschichte der Briefmarken und deren herstellungsbezogene Facetten behandelt werden. Zu deren Verwendung im in- und ausländischen Postverkehr finden sich detaillierte Erläuterungen zu den verschiedenen Portostufen und Bestellgeldvorschriften, zu postalischen Sonderdienstleistungen, zu Postformularen und zu den Leitwegen im Auslandsverkehr. Die Berücksichtigung außergewöhnlicher Frankaturen nach seltensten Destinationen in Europa (z.B. Gibraltar, Rumänien wie auch Norwegen) und Übersee (z.B. Tunesien, Madeira, Südafrika, Jerusalem, Niederländisch Indien per Overland Mail, Kuba, Brasilien und Uruguay wie auch Overland Mail nach der Westküste Nord- und Südamerikas ...) sollen das Exponat abrunden. Bis dato nicht publizierte Ergebnisse einer Studie zu den Verwendungszeiträumen der Nummernstempelkombinationen dienen an exemplarischen Stellen der Darstellung neuester Forschungsergebnisse innerhalb eines altbekannten und nahezu vollständig erforschten Sammelgebietes.
Das Exponat gliedert sich wie folgt: 1. Einführung der Freimarken (1850/51); 2. Ziffernausgabe — erste Auflage (1851); 3. Ziffernausgabe — zweite Auflage (1851/52); 4. Ziffernausgabe — Farbänderungen (1853); 5. Ziffernausgabe — Farbänderungen (1858); 6. Wappenausgabe — linierter Grund gezähnt 13 1/2 (1860/61); 7. Wappenausgabe — weißer Grund gezähnt 13 1/2 (1862); 8. Wappenausgabe — linierter Grund gezähnt 10 (1862/63); 9. Landpost-Portomarken (1862); 10. Wappenausgabe — weißer Grund gezähnt 10 (1862/65); 11. „KR.“—Ausgabe (1868/71). Insgesamt kann sich der Leser an einem Grand-Prix-Exponat von 174 Seiten erfreuen, deren Seltenheiten durchgehend in deutscher Sprache ausführlich und detailliert beschrieben sind. Nicht nur für Baden-Sammler ist dieses Buch ein „Muss“, denn es zeigt, was dieses Sammelgebiet an Raritäten zu bieten hat.
Kurzinfo: Format 25,5 x 34 cm, 191 Seiten, Kunstdruckpapier, Abbildungen in Farbe, Hardcover mit goldener Titel- und Buchrückenprägung sowie zusätzlichem Schutzumschlag, Verkaufspreis: 79 Euro zuzüglich Versandspesen.
Bezug: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Hasengartenstraße 25, 65189 Wiesbaden, Germany, FON +49 (0) 611 34 14 90, E-Mail: info@heinrich-koehler.de
Am: 03.06.2025 19:21:32
Gelesen: 1502
# 2
@ Richard [#1]
Danke für diese ausführliche Besprechung. Die Köhler-Seite ist leider sehr sparsam mit näheren Angaben zu Gliederung und Inhalt. Der Preis ist dort allerdings mit Euro 99 angegeben.
Gruß
charly999
Am: 04.06.2025 20:03:12
Gelesen: 1395
# 3
@ charly999 [#2]
@ Richard (#1)
Ich schließe mich Charly999 an. Vielen Dank für die Vorstellung. Ich habe mir Hackmey´s Baden-Sammlung auf der BERNABA direkt am Stand der Corinphila gekauft und bin begeistert. Es ist übrigens auch ein Lehrbuch mit hervorragenden Darstellungen der verschiedenen Ausgaben.
Hier zeige ich einen Farbunterschied bei der Kreuzer Ziffernmarke (4. und 5. Ausgabe linkes Bild) auf 2 gestempelten Exemplaren (aus meinem bescheiden günstigen Besitz).
Liebe Grüße
10Parale
Am: 04.06.2025 21:03:51
Gelesen: 1365
# 4
@ 10Parale [#3]
Ist das links nicht eine blaue, also 7. oder 8. Auflage? Kann aber auch an meiner Infrastruktur liegen.
Am: 04.06.2025 22:09:45
Gelesen: 1340
# 5
@ Richard [#1]
Ich war 2024 in Bukarest am Palmares, als Joseph Hackmey den Grand Prix für diese Sammlung "Baden" entgegen nehmen durfte!
Es war ein sehr schöner Moment. Nicht nur für ihn, sondern auch für mich. Ich freue mich sehr für ihn. Er hat übrigens auch den Grand Prix (National) gewonnen für seine Schweiz-Sammlung; 2022 in Lugano, trotz "brutaler" Konkurrenz (Richard Schäfer, Takashi Yoshida, ...)
(18.4.2024 Bukarest, Palmares Night)
(Bild HG: Joseph Hackmey am Tisch von David Feldman)
Es ist für mich ein wunderbares Privileg, dass Joseph Hackmey auch mich zu seiner grossen philatelistischen "Fan-Gemeinde" zählt und mich an seinen philatelistischen Überlegungen und Betrachtungen teilnehmen lässt. Dass er daneben auch Alt-Rumänien sammelt, und philatelistische Literatur, macht das Ganze für mich bedeutend einfacher; so haben wir immer viel Gesprächsstoff!
Solche Freundschaften wiegen all die schwierigen Themen bei Weitem auf, die ein engagierter Philatelist manchmal eben auch erleben muss.
Heinz
(18.4.2024 Bukarest, Palmares Night)
(Bild HG: Joseph Hackmey am Tisch von David Feldman)
Es ist für mich ein wunderbares Privileg, dass Joseph Hackmey auch mich zu seiner grossen philatelistischen "Fan-Gemeinde" zählt und mich an seinen philatelistischen Überlegungen und Betrachtungen teilnehmen lässt. Dass er daneben auch Alt-Rumänien sammelt, und philatelistische Literatur, macht das Ganze für mich bedeutend einfacher; so haben wir immer viel Gesprächsstoff!
Solche Freundschaften wiegen all die schwierigen Themen bei Weitem auf, die ein engagierter Philatelist manchmal eben auch erleben muss.
Heinz
Am: 05.06.2025 20:43:01
Gelesen: 1214
# 6
@ Gauss [#4]
ich beziehe mich, - wenn wir schon über dieses Buch sprechen - auf Seite 85, wo unter dem Themenbereich "5. Ausgabe - Farbänderungen (1858)" geschrieben steht, dass im November 1858 eine neue Ausgabe mit geänderter Farbe des 3 Kreuzer Wertes an die Postschalter kam. Es werden dann 9 wunderschöne verschiedene Belege aus Hackmey´s Sammlung illustriert, unter anderem eine Mischfrankatur einer 3 Kreuzer auf blau mit einer 6 Kreuzer lachsrot von Kippenheim nach Darmstadt (Großherzogtum Hessen), wobei es insgesamt nur 3 solcher Mischfrankaturen überhaupt auf Beleg geben soll.
In meinem Michel Katalog fand ich die Marke als Nr. 8. Der Ringstempel stammt aus Mannheim, 87.
@ Heinz 7 [#8]
Ich hoffe diese wunderschönen Aufnahmen und besonders die Aufnahme aus Bukarest findet einmal einen Weg in eine andere EDITION D´OR, die noch verfasst werden muss. Philatelie ist völkerverbindend.
Liebe Grüße
10Parale