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Thema:

DDR Absenderfreistempel auf Belegen

bedaposablu Am: 14.05.2025 20:20:40 Gelesen: 10219 # 1
Hallo miteinander! Da es schon viele Threads mit AFS gibt, hier mal einer speziell für AFS von DDR-Betrieben, Institutionen usw. auf Belegen. Diese AFS haben meist keine Kennung und sind für mich auch nicht immer bestimmbar. Hier ein Brief aus Leisnig nach Magdeburg: Brief vom VEB Technische Textilien Meerane, Werk2-Gera, PS Leisnig, An der Muldenwiese 12, Leisnig 7320 an VEB Nachrichtenelektronik Magdeburg, Lübecker Str.53-59, Magdeburg 3018 AFS von Leisnig 732 mit Werbeklischee: VEB TT Meerane / Werk2-Gera / PST Leisnig vom 18.04.1989 AFS RADEBEUL 1 / 8122 mit Werbeklischee: VEB Werkzeugfabrik /Radebeul im / VEB Werkzeugkombinat / Schmalkalden / 8122 Radebeul / Wilhelm Pieck Straße 11 / PSF 46 vom 19.04.1989 Viele Grüße aus Magdeburg! KLaus-Peter
Stefan Am: 14.05.2025 20:53:02 Gelesen: 10147 # 2
@ bedaposablu [#1] Diese AFS haben meist keine Kennung und sind für mich auch nicht immer bestimmbar. Ein interessantes Thema: Bei Absenderfreistempeln der DDR handelt es sich um Maschinen aus dem Deutschen Reich bis 1945 (oder vor der Staatsgründung 1949) oder um Westimporte aus der damaligen Bundesrepublik Deutschland (gegen harte Devisen in DM). Es gab einmal den Versuch, ein eigenes Freistempelmodell in der DDR zu entwickeln. Wenn ich mich recht entsinne, war es bei einer Vorführung dieses Modells auf einer Veranstaltung (Messe?) geblieben. Ich finde leider die Quelle (mit Abbildung, Freistempel in rot) nicht mehr, wo ich es vor 15 oder 20 Jahren gelesen hatte. Zum Thema Kennungen: Diese wurden 1983 in westdeutschen Maschinen (neu produzierte Geräte) eingeführt. Ich meine, es hat bis Juni 1990 keine Geräte mit Kennung in der DDR gegeben, erst nach Einführung der DM als Währung (01.07.1990) bzw. kurz nach der Wiedervereinigung (03.10.1990). Absenderfreistempelmaschinen aus der DDR waren grundsätzlich auf Langlebigkeit ausgelegt und eine Betriebstätigkeit von 20, 30 oder 40 Jahren nicht unbedingt ungewöhnlich. Da ließ es sich nicht verhindern, dass viel repariert und auch improvisiert wurde. Manche Maschinen wurden bis 1990 nicht auf die Postleitzahl umgestellt, welche 1964 in der DDR eingeführt wurde. Gruß Stefan
bernhard Am: 15.05.2025 09:10:32 Gelesen: 10116 # 3
@ Stefan [#2] Es gab einmal den Versuch, ein eigenes Freistempelmodell in der DDR zu entwickeln. Wenn ich mich recht entsinne, war es bei einer Vorführung dieses Modells auf einer Veranstaltung (Messe?) geblieben. Ich finde leider die Quelle (mit Abbildung, Freistempel in rot) nicht mehr, wo ich es vor 15 oder 20 Jahren gelesen hatte. Hallo Stefan, soo lange ist das gar nicht her. Im Bericht 90/2020 ab Seite 27 wird über die "ASTRA 114" berichtet. Zuvor war dieser Freistempeltyp zwar bekannt und in den Katalogen aufgeführt, doch ohne eine Markenbezeichnung und Herstellerangabe. Viele Grüße Bernhard
bedaposablu Am: 15.05.2025 18:40:42 Gelesen: 10082 # 4
@ Stefan [#2] @ bernhard [#3] Hallo miteinander und Danke an Stefan und Bernhard. Brief vom VEB Baumaschinen- und Ersatzteilhandel Cossebaude nach 3018 Magdeburg, freigemacht mit einem AFS: COSSEBAUDE / 8132 mit Werbeklischee: VEB / Baumaschinen- / und Ersatzteilhandel / sichert / komplexe Versorgung vom 21.04.1989 Brief von den VEB Keramikmaschinen 8900 Görlitz mit Frankotyp-AFS: GÖRLITZ / 8900 mit Werbeklischee: 100 JAHRE / KERAMIKMASCHINEN / AUS GÖRLITZ vom 20.04.1989 Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
Stefan Am: 15.05.2025 20:39:09 Gelesen: 10061 # 5
@ bernhard [#3] soo lange ist das gar nicht her. Im Bericht 90/2020 ab Seite 27 wird über die "ASTRA 114" berichtet. Zuvor war dieser Freistempeltyp zwar bekannt und in den Katalogen aufgeführt, doch ohne eine Markenbezeichnung und Herstellerangabe. Die ASTRA 114 war es nicht, es war definitiv ein Absenderfreistempel in rot, welcher in dem Artikel gezeigt wurde. Die Maschine wurde während einer Messe oder Leistungsschau der Öffentlichkeit vorgeführt, evtl. zum Thema bzw. Jahr "30 Jahre DDR" (1979). Ich zermartere mir seit Jahren den Kopf, wo ich das mal gelesen hatte, finde es allerdings nicht mehr. Vielleicht war es eine Folge von [1] aus der DBZ gewesen. @ bedaposablu [#1] Diese AFS haben meist keine Kennung und sind für mich auch nicht immer bestimmbar. Ergänzend zur gestrigen Aussage: Der DDR-Universal-Katalog [2] (Bearbeitungsstand von 1986) beschäftigt sich im Kapitel 19 auch mit Post- und Absenderfreistempeln. Zu den AFS wird folgende Gliederung nach Hersteller aufgeführt: 1. Francotyp-Freistempelmaschinen 2. Pitney-Bowes-Freistempelmaschinen 3. Postalia-Freistempelmaschinen 4. SATAS-Freistempelmaschinen (Stielow-Neopost) 5. FRAMA-Freistempelmaschinen 6. Komusina-Freistempelmaschinen Ich nehme nicht an, dass zwischen 1986 und 1990 Maschinen weiterer Hersteller (Bsp. von Rhena) in der DDR auf den Markt kamen ;-) Gruß Stefan [1] Peter Fischer / Alfred Peter: "Was nicht im Katalog steht – Aus den Akten des Postministeriums der DDR" (http://www.ddr-spezial.de/sr1_20-2/ ) [2] Peter Fischer / Frithjof Skupin / Wolfgang Gudenschwager: "DDR-Universalkatalog" (transpress Verlag, 1986)
bedaposablu Am: 15.05.2025 20:57:49 Gelesen: 10053 # 6
@ Stefan [#5] Hallo Stefan! Recht vielen Dank für Deine vielen Informationen. Den DDR-Universalkatalog benutze ich ebenfalls (1. Auflage 1986). Leider mußte ich in den letzten 4 Wochen, aus Platzgründen, meine 30 Jahre DBZ-Ausgaben entsorgen, kann mich aber auch nicht an so einen Artikel erinnern. Bin aber auch nicht der AFS-Spezialist. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 16.05.2025 19:19:07 Gelesen: 10010 # 7
Brief vom VEB Handwerkzeuge Steinbach-Hallenberg an die Nachrichtenelektronik in 3018 Magdeburg mit AFS STEINBACH-HALLENBERG / 8088 und Werbeklischee: VEB Handwerkzeuge / Steinbach-Hallenberg / 6088 Steinbach-Hallenbach vom 24.04.1989 Brief vom Energiekombinat Cottbus ans Energiekombinat Magdeburg mit zweisprachigem AFS: COTTBUS / 7500/ CHOŠEBUZ mit Werbeklischee: VEB Energiekombinat / 7500 COTTBUS vom 23.09.1986 Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
volkimal Am: 16.05.2025 19:46:51 Gelesen: 10003 # 8
Hallo zusammen, diesen Brief bekam ich von dem Tauschpartner meines Vaters aus der DDR: Dieser Absenderfreistempel aus Quedlinburg vom 10.01.1977 ist der einzige, bei dem die Postleitzahl der DDR vor dem Ortsnamen steht [1]. Einen weiteren Abschlag desselben Stempels zeigt Quedlinburger hier: http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/56553 Viele Grüße Volkmar [1] [1]: Heiner Dürst - Gerd Eich, Die deutschen Post- und Absenderfreistempel Band 2 (Übersicht der Formen der Ortsstempel)
bedaposablu Am: 17.05.2025 19:11:09 Gelesen: 9962 # 9
@ bedaposablu [#7] Wirtschaftsdrucksache aus Karl-Marx-Stadt mit AFS vom Metallurgiehandel vom 21.04.1989 Mann betrachte hier im Stempelkopf das "R" von "MARX" und die "3" in der Postleitzahl 9034, diese sehen ergänzt aus, etwas wie handschriftlich. Ein weiterer Brief aus Karl-Marx-Stadt 9100 vom VEB Rohrleitungsbau mit Datum 28.11.1980 Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 18.05.2025 20:15:46 Gelesen: 9924 # 10
@ bedaposablu [#9] Ortsbrief mit AFS von Robotron-Vertrieb Berlin Werk Magdeburg vom 17.09.1986 Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 19.05.2025 19:40:14 Gelesen: 9874 # 11
@ bedaposablu [#10] Wirtschaftsdrucksache und normaler Brief vom Metallurgiehandel aus Riesa nach Magdeburg zur Nachrichtenelektronik aus dem April 1989 mit einem AFS dessen Stempelkopf arg deformiert ist. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 20.05.2025 18:41:58 Gelesen: 9839 # 12
@ bedaposablu [#11] Brief vom VEB Maschinenbau Handel Erfurt Betrieb Gera zum VEB Nachrichtenelektronik Magdeburg. freigemacht mit einem AFS vom 20.04.1989. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
volkimal Am: 21.05.2025 09:54:19 Gelesen: 9814 # 13
Hallo zusammen, ein Brief mit einem Absenderfreistempel der Kreissparkasse Schönebeck (Elbe) vom 08.11.1976. Fernbrief der 2-ten Gewichtsstufe (bis 250g): Briefporto 40 Pfg. Einschreibegebühr 50 Pfg. Weshalb der Absenderfreistempel in schwarz abgeschlagen wurde ist mir nicht bekannt. Die ursprüngliche Form des Absenderfreistempels kann ich leider nicht zeigen. Stellvertretend dafür diese beiden Bilder, die von Philastempel stammen: Bei Einführung der Postleitgebietszahlen bekam Schönebeck die Nummer (19). Nach Ende des Krieges kamen weitere Gebiete von Nummer (10) zur (19) hinzu. Das Postleitgebiet wurde 1946 in (19a) und (19b) geteilt. Schönebeck gehörte zum Bereich (19b). Welche Postleitgebietszahl der Stempel der Kreissparkasse ursprünglich hatte ist nur festzustellen, wenn man einen entsprechenden Stempel findet. Dieser aptierte Stempel der Kreis- und Stadtsparkasse aus dem Jahr 1959 wurde von Bernd (robe) gezeigt. In einem ersten Schritt hat man also die Postleitgebietszahl entfernt. Gemäß Verfügung 51/1956 sollten die Postleitgebietszahl bis zum 31.12.1956 aus allen Stempeln entfernt worden sein. Nach Einführung der vierstelligen Postleitzahlen in der DDR zum 01.01.1965 wurde der Ortsstempel ein zweites Mal aptiert und die neue Postleitzahl "33" wurde oberhalb des Steges eingesetzt. Diese Form des Ortsstempels fehlt bisher noch bei der Übersicht der Ortsstempel im Band 2: Die deutschen Post- und Absenderfreistempel (Dürst/Eich). Viele Grüße Volkmar
HWS-NRW Am: 21.05.2025 10:25:58 Gelesen: 9806 # 14
Hallo in die neue Runde. Ihr wisst schon, dass es zigtausende von Belegen aus der DDR gibt, ich habe meine bisher immer bei den Absenderfreistempeln vorgestellt. Die Gebühr von 15 Pfg für einen Geschäftsbrief gab es seit dem 1.10.1954, hier dargestellt mit einem blauen AFS. Das interessante ist der violette Balken, hier wurde das Wort "Spezialniederlassung" jeweils überdruckt, ob das mit der Vereinheitlichung (VEB) der meisten Firmen zu tun hat, erschließt sich mir nicht. mit Sammlergruß Werner
hannibal Am: 23.05.2025 20:47:55 Gelesen: 9729 # 15
Hallo, auch von mir mal ein Beleg zum Thema. Fensterbriefumschleg Staatssekretariats für Berufsbildung der DDR Zentrale Postabfertigung Haus der Ministerien BERLIN 1080 -1.3.89 Porto 30 Pfennig. Erkennbar blauer ZKD Eingangsstempel des Empfängers. Viele Grüße Peter
hannibal Am: 24.05.2025 20:37:56 Gelesen: 9632 # 16
Hallo, noch ein Brief des Staatssekretariats für Berufsbildung beim Ministerrat der DDR - Porto 20 Pfennig für Fernbrief nach Schwarze Pumpe. BERLIN 1080 14.7.89. Schwach erkennbar Posteingangsstempel des Gaskombinates Schwarze Pumpe. Viele Grüße Peter
bedaposablu Am: 25.05.2025 18:47:28 Gelesen: 9590 # 17
Hallo miteinander!



Brief vom VEB MLW Labortechnik Ilmenau nach Magdeburg zur Nachrichtenelektronik mit entsprechendem AFS ILMENAU 1 / 6300 vom 21.04.1989

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
Cantus Am: 26.05.2025 02:26:47 Gelesen: 9552 # 18
@ HWS-NRW [#14]

Hallo Werner,

natürlich gab es viele AFS, aber wie viele von den kompletten Belegen sind denn tatsächlich bis heute noch erhalten? Und wie viele davon werden dann bei den Philaseiten gezeigt und/oder in die Stempeldatenbank hochgeladen? Außerdem kann ein wenig Regionalbezogenheit nicht schaden. "DDR", das ist schon sehr allgemein, nach den heutigen Bundesländern sortiert, das wäre nach meinem Geschmack, denn wenn man nur Stempel aus einer Region sucht und vor einem Berg von hunderten Stempeln steht, wie soll man dann noch etwas finden?

Ich zeige heute einen Stempel der ehemaligen Rollo-Fabrik von Carl Taege jr.vom 11.7.1957 aus Leipzig; Näheres zu dieser Fabrik kann hier [1] abgefordert werden.



Viele Grüße
Ingo

[1] https://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?guid=a3e974b2-e390-46e7-9d38-3527a89b6649
bedaposablu Am: 01.06.2025 17:42:18 Gelesen: 9413 # 19
Hallo miteinander! Brief vom VE Kombinat Kohleversorgung Außenstelle Leipzig mit AFS vom 02.08.1988. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 09.06.2025 20:38:58 Gelesen: 9283 # 20
Hallo miteinander! Brief vom VEB Elektronische Bauelemente Ruhla an die Nachrichtenelektronik Magdeburg mit entsprechendem AFS vom 21.04.1989. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 12.06.2025 20:44:13 Gelesen: 9147 # 21
Wirtschaftsdrucksache vom Metallurgiehandel Betriebsteil Erfurt nach Magdeburg, vermutlich ebenfalls Nachrichtenelektonik, mit AFS freigemacht vom 21.04.1989 Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 13.06.2025 18:49:12 Gelesen: 9115 # 22
@ bedaposablu [#21] Brief des Landratsamt des Kreises Stendal Abteilung Energie/KKW an das Energiekombinat Magdeburg mit einem AFS STENDAL / 35 Rat des Kreises Stendal mit Zählnummer KKW = Kernkraftwerk gemeint ist das KKW in Arneburg [1] Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Stendal
bedaposablu Am: 14.06.2025 19:12:47 Gelesen: 9084 # 23
@ bedaposablu [#22] Übergroßer Brief vom Büro des Stadtarchitekten an das Energiekombinat Magdeburg. Der Brief ist übergroß, so daß ich stückeln und trixen muste, um das Wesentliche zu scannen. AFS vom Rat der Stadt Magdeburg mit Datum 03.11.1986. Inhalt waren Bebauungspläne zwecks Bedarf der Elektroanschlüsse und Leistungsbereitstellung. Der Umschlag weist deutliche Bearbeitungsspuren der Absenderfreistempelmaschine auf. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bedaposablu Am: 16.06.2025 19:45:27 Gelesen: 9023 # 24
@ bedaposablu [#23] Brief mit AFS von der evangelischen Buchhandlung Ernst Holtermann, dem Dom gegenüber, vom 30.08.1979 Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
TTMarke Am: 20.06.2025 19:18:10 Gelesen: 8910 # 25
Hallo, anbei 2 Absenderfreistempel (1) Firma HAVAU Bauten aus Chemnitz vom 06.12.1950 an das Finanzamt Chemnitz. (2) Firma Hewac-Waagen aus Chemnitz vom 12.03.1952 an die Sächsische Fahnenfabrik. Viele Grüße Thomas
bedaposablu Am: 23.06.2025 18:04:13 Gelesen: 8751 # 26
Hallo miteinander! Wirtschaftsdrucksache mit AFS Gornsdorf vom Kombinat Elektronische Bauelemente vom 05.12.1989. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
becker04 Am: 11.07.2025 13:28:03 Gelesen: 8484 # 27
Hallo zusammen, von mir heute eine Ortsdrucksache aus Leipzig, aufgegeben am 27.10.1988 vom VEB Dienstleistungskombinat. Das Wertschild des Freistempels zeigt nur noch den Gebührenbetrag. Nach dem "International Postage Meter Stamp Catalog/Germany, Part 2" gab es zu dieser Zeit nur einen Typ von Hasler (ab 1978) mit vierstelliger Gebühr. Später - ab 1989 - gab es dann auch von Francotyp-Postalia einen vierstelligen Typ. MfG Klaus
hannibal Am: 11.07.2025 18:06:50 Gelesen: 8461 # 28
Hallo, einen Freistempler-Beleg aus der "späten DDR" habe ich noch. DRESDEN 26.9.90 - Portostufe 0,50 DM Technische Universität Dresden an die Betriebsberufsschule der ESPAG (Energiewerke Schwarze Pumpe AG). Schwach erkennbar der Eingangsstempel der Poststelle des Werkes vom 27.9.90. Viele Grüße Peter
Nordluchs Am: 11.07.2025 18:54:53 Gelesen: 8451 # 29
@ becker04 [#27] Hallo Klaus, im erwähnten Katalog etwas tiefer schauen. Hier mein Ergebnis. L9. Postalia "D2/D3", 1960. Der Abstand ist schmal, 5-7 mm zwischen TM und Frank. Posthorn in der Größe variabel. Wird nur in Ostdeutschland verwendet. TM: DC mit innerem Kreis oben flach, unten rund V/F: [B] 000, 0000, 00,00 Also dreistellig, vierstellig und vierstellig mit Punkt bzw. Komma. Hier ein Beispiel mit Punkt: http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/351622 Gruß Hajo
becker04 Am: 12.07.2025 08:33:02 Gelesen: 8415 # 30
@ Nordluchs [#29] Hallo Hajo, vielen Dank für die Berichtigung. Ich hatte nur auf die Bilder geschaut und die Angabe unter "V/F: [B] 000, 0000, 00,00" nicht beachtet. Werde ich mir in Zukunft merken müssen. Noch einen schönen Tag! Klaus
bedaposablu Am: 12.07.2025 18:30:18 Gelesen: 8371 # 31
Hallo miteinander! Hier noch ein Beleg aus früheren Berufszeiten: Übergroßer Brief, leider im typischen DDR-grauen Papier, vom VE Braunkohlenkombinat Senftenberg, Stammbetrieb Brieske 7803 zum Energiekombinat Magdeburg abgestempelt mit 2 AFS von Brieske vom 09.03.1988 mit 20 und 40 Pfennige. Die Briefe wurden im Sekretariat immer gesammelt und für die innerbetriebliche Post weiter genutzt, d. h. ursprüngliche Angaben wurden händisch durchgestrichen und der Umschlag mit dem innerbetrieblichen Empfänger versehen und zugetackert. Kann mir vielleicht jemand sagen bzw. schreiben um welche Freistempelmaschine es sich hier handelt? Meine Suche im DDR-Spezial ist für mich ergebnislos, da dieser Stempelkopf so nicht auffindbar ist. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bernhard Am: 12.07.2025 19:50:50 Gelesen: 8360 # 32
@ bedaposablu [#31]

Es handelt sich um eine alte Francotyp A (Mitten-Abstand Tagesstempel-Wertrahmen 60 mm)

Viele Grüße
Bernhard
bedaposablu Am: 12.07.2025 20:10:15 Gelesen: 8353 # 33
@ bernhard [#32] Hallo Bernhard, Danke für die schnelle Antwort. Also sind wir im DDR-Spezial bei Punkt 1.2.5. Wertziffer in Antiqua mit Stern davor 000. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
bernhard Am: 12.07.2025 21:52:52 Gelesen: 8326 # 34
@ bedaposablu [#33]

Hallo Klaus-Peter,

ja, Punkt 1.2.5 ist korrekt.

Viele Grüße
Bernhard
bedaposablu Am: 14.07.2025 20:25:59 Gelesen: 8233 # 35
Hallo miteinander! Brief des Kreises Wolmirstedt vom Stellvertreter des Vorsitzenden und Vorsitzenden der Kreisplankommission an das Energiekombinat Magdeburg mit AFS vom 09.06.1987 und Zählnummer in der Mitte (Francotyp). Die Datumszeile besteht aus fast gleich großen Zahlen. Viele Grüße aus Magdeburg! Klaus-Peter
volkimal Am: 14.07.2025 20:41:35 Gelesen: 8230 # 36
Hallo zusammen, bei Absenderfreistempeln von Behörden und VEB's war von 1954 bis 1960 die blaue Stempelfarbe vorgesehen: Hier ein blauer AFS des VEB Volkskunstverlags aus Reichenbach im Vogtland vom 16.11.1956. Viele Grüße Volkmar
Nordluchs Am: 09.10.2025 10:46:15 Gelesen: 6971 # 37
Hallo, bei der Suche nach einer Heimat für diesen Beleg, fiel die Wahl auf diese „Schublade“. Der nachfolgende Brief, freigemacht mit einer Postalia, ging mit Luftpost nach Beckenham, Grafschaft Kent im Südosten Englands. Berlin 108, Akademie der Wissenschaften der DDR Gruß Hajo
HWS-NRW Am: 02.11.2025 14:15:34 Gelesen: 6654 # 38
Hallo, heute ein Beleg, bei dem ich eine Frage habe. Laut Angabe des Verkäufers bei Ebay oder Delcampe soll der Beleg innerhalb Ostberlins per Rohrpost befördert worden sein. Brief von Tannenbergthal nach Berlin. Dann würde das Gesamtentgelt (20 Porto über 20 g + 50 Eilboten-Gebühr) passen, leider lässt sich das Jahr nicht klar bestimmen, könnte zw. 1955-59 sein, es gibt rückseitig leider auch keinen Ankunftsstempel. mit Sammlergruß Werner
Altmerker Am: 02.11.2025 17:59:26 Gelesen: 6634 # 39
@ HWS-NRW [#38] Ich bin kein Spezialist auf dem Gebiet, finde den Beleg aber etwas merkwürdig. Sicher ist, der Brief lief frühesten 1959 (Druckvermerk auf dem Umschlag unten). Das Porto war m. E. über 20 Gramm 40 Pfennig. Der Rohrpostaufkleber sieht nicht zeitgerecht aus, nach meiner Übersicht viel älter. Kann aber unter Aufbrauch fallen. Hat die Rohrpost in Berlin nichts gekostet? Ich denke, 20 Pfennig. Warum ist Eilbote erst in Berlin draufgeklebt worden, aber schon vorher bezahlt im Absenderort? Ganz koscher finde ich es nicht. Beste Grüße Uwe
HWS-NRW Am: 02.11.2025 19:51:28 Gelesen: 6616 # 40
@ Altmerker [#39] Hallo Uwe, Danke für Deine Info zu diesem Brief, sehe es genau so, da man im Nachhinein nicht feststellen kann, wer den Rohrpost-Aufkleber angebracht hat und die rückseitigen Stempel kaum lesbar sind. mit Sammlergruß Werner
Jürgen Witkowski Am: 02.11.2025 20:23:03 Gelesen: 6609 # 41
@ HWS-NRW [#40] Hallo Werner, bitte erhelle die geneigte Leserschaft. In Beitrag [#38] schreibst Du: es gibt rückseitig leider auch keinen Ankunftsstempel. In Beitrag [#40] schreibst Du: und die rückseitigen Stempel kaum lesbar sind. Was denn nun? Erweise uns doch die Gnade, die Rückseite in Augenschein zu nehmen dürfen. Es gibt Rohrpost-Spezialisten, die möglicherweise Hinweise geben können. Mit besten Sammlergrüßen Jürgen
HWS-NRW Am: 02.11.2025 22:31:49 Gelesen: 6592 # 42
@ Jürgen Witkowski [#41] Hallo Jürgen, die beiden rückseitigen Stempel sind wirklich (bis auf ein paar Buchstaben) nicht lesbar, also habe ich die Rückseite auch nicht abgebildet. Ich gehe jetzt auch davon aus, das der Hinweiszettel von jemand anderen aufgeklebt wurde. mit Sammlrgruß Werner
Briefuhu Am: 17.11.2025 10:00:06 Gelesen: 6368 # 43
Eingeschriebener Eilbrief vom 02.07.1965 von Berlin nach Jena, frankiert mit AFS über 120 Pfennig. Ankunftsstempel von Jena nicht lesbar. Absender ist der Volkseigene Verlag Volk und Wissen in Berlin.



Schönen Gruß
Sepp
volkimal Am: 17.11.2025 11:45:37 Gelesen: 6357 # 44
Hallo zusammen, eine Postkarte aus Luckau vom 22.01.1952: Die Firma Schroeder & Co. stelle unter dem Namen „Luckanus“ gummierte, lackierte und präparierte Papiere und Gewebe her. Auf dieser Karte teilt sie einer Firma für Bürobedarf mit: „In diesem Quartal hat die DHZP unsere gesamte Klebering-Produktion übernommen. Wir können nicht den kleinsten Posten an unsere Kunden direkt liefern…“ Wer kann mir sagen, wer sich hinter dem Begriff „DHZP“ verbirgt? Durch Zufall kann man gerade eine Schachtel solcher Kleberinge bei Ebay kaufen [1]. Viele Grüße Volkmar [1] https://www.ebay.de/itm/125003663211?srsltid=AfmBOoq7nzyGbvS0mwidGikTIi59QA7ZgKnZCQfV_FDm9O44xfUTEPa1
Altmerker Am: 17.11.2025 22:35:58 Gelesen: 6325 # 45
Hallo, ich gehe davon aus, dass es sich um den DDR-Großhandel handelt. Deutsche Handelszentrale für Zellstoff und Papier. Gruß Uwe
volkimal Am: 18.11.2025 11:21:40 Gelesen: 6297 # 46
@ Altmerker [#45] Hallo Uwe, dankeschön! Das habe ich nicht gefunden. Heute zwei weitere Briefe aus dem Jahr 1990 - also kurz vor dem Ende der DDR: Reichenbach, 18.05.1990 vom VEB Maschinenbauhandel Karl-Marx-Stadt, Fachabteilung Feste Lehren Rostock-Warnemünde, 27.04.1990 vom Volkseigener Schiffbau VEB Warnowerft in Warnemünde. Viele Grüße Volkmar
fogerty Am: 18.11.2025 17:46:18 Gelesen: 6270 # 47
Der Betrieb Gotthardt & Kühne in Lommatzsch, Landkreis Meißen existierte von 1919-74.



Grüße
Ivo
epem7081 Am: 19.11.2025 05:30:37 Gelesen: 6214 # 48
Hallo zusammen

aus BERLIN / 117 vom 4.9.1986 ein Beleg der Firma REWATEX VEB Vereinigte Wäschereien Berlin / 1170 Berlin an den Kindergarten in der Granitzstr.38 Berlin 1100. Im AFS die Werbung: REWATEX 7 wäscht, färbt, reinigt



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
volkimal Am: 26.11.2025 14:35:28 Gelesen: 5901 # 49
Hallo zusammen, ein Beleg aus Berlin vom 29.04.1976: Der Fensterumschlag ist ohne Anschrift. Bei 10 Pfg. Porto kommt 1976 nur ein Ortsbrief innerhalb Berlins in Frage. Absender war der VEB Auto Trans Berlin, 113 Berlin, Siegfriedstr. 49/53. Viele Grüße Volkmar
epem7081 Am: 26.11.2025 23:22:28 Gelesen: 5862 # 50
Hallo zusammen, aus ERFURT / 501 vom 26.5.1977 ein AFS-Beleg der STAATSBANK der Deutschen Demokratischen Republik Kreisfiliale Erfurt in 501 ERFURT Juri-Gagarin-Ring 101 mit Postschließfach 853 an den Oberbürgermeister der Stadt Erfurt Genossen Scheinpflug. Mit freundlichen Grüßen Edwin
epem7081 Am: 28.11.2025 23:15:42 Gelesen: 5781 # 51
Hallo zusammen. im AFS vom 17.3.1950 aus DINGELSTÄDT (EICHSFELD) zeigt der Beleg von Georg Ad. Meister & Co. Mühlenbauanstalt u. Landmaschinenfabrik in (15a) Dingelstädt / Eichsf. als Augenmerk zur Produktpalette werbewirksam Mahlwerk und Dreschmaschine mit dem Hinweis: Original / MEISTER / Meister & Co. Dingelstädt (Eichsfeld) Eine Fortsetzung des Schriftwechsels findet sich übrigens unter [1] Ein erholsames Wochenende wünscht mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://www.philaseiten.de/beitrag/208937
HWS-NRW Am: 14.01.2026 11:52:09 Gelesen: 5069 # 52
Hallo, heute eine Entgeltstufe, die ich schon lange gesucht habe. Per Einschreiben ging dieser Brief in der zweiten Gewichtsstufe von LEIPZIG C 7 aus mit der Zusatzleistung Nachnahme nach Neustadt auf den Weg, das Gesamtentgelt von 148 Pfennigen entrichtet auf einer Maschine mit Wertrahmen Deutsche Post (E-20). mit Sammlergruß Werner
epem7081 Am: 14.01.2026 20:08:38 Gelesen: 5032 # 53
Hallo zusammen, ein Beleg der Landeskreditbank Thüringen vom 26.8.1949 mit dem AFS aus (15a) ERFURT 1 und dem entsprechenden Werbeklischee "Landeskreditbank / Thüringen / Erfurt". Im Klischee oben eine Zählnummer. Mit freundlichen Grüßen Edwin
epem7081 Am: 25.02.2026 21:55:36 Gelesen: 4340 # 54
Hallo zusammen aus STADTILM / 5217 vom 19.4.1988 ein Beleg der vom VEB / GELENKWELLENWERK / STADTILM / Betrieb des IFA-Kombinates / Nutzkraftwagen / 5217 Stadtilm an den VEB Getriebewerk Penig in Penig 9294 gesendet wurde. Die Gelenkwellenwerk Stadtilm GmbH (GEWES) entwickelt, produziert und liefert seit über 75 Jahren an nationale und internationale Kunden qualitativ hochwertige Gelenkwellen für Nutzfahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen, Industrieanwendungen, Marine und Bahn sowie Präzisionsdrehteile für den Automotive-Bereich. [1] Mit freundlichen Grüßen Edwin [1] https://www.mach-mit-uns-die-welle.de
epem7081 Am: 27.02.2026 04:17:34 Gelesen: 4284 # 55
Hallo zusammen, aus GERA / 65 vom 10.3.1988 eine Wirtschaftsdrucksache mit dem Werbeklischee 100 / Jahre / UNION Gera / - Bohrwerke - / 1877 1977. Dazu zwei Logos der zeitweiligen Firmenträger. Mit freundlichen Grüßen Edwin
HWS-NRW Am: 27.02.2026 11:32:18 Gelesen: 4268 # 56
Hallo in die Runde, ich habe neue Belege bekommen. Fernbrief aus LEIPZIG N 22 von Juli 1956 mit blauem Absenderfreistempel. Der zweite Umschlag wurde, wohl aus Papier-Mangel als Antwortbrief mit zwei hinzugeklebten Postwertzeichen noch einmal genutzt. Interessant jeweils beim Ortsstempel jeweils die Aptierung der Postleitgebietszahl. mit Sammlergruß Werner
Stefan Am: 27.02.2026 22:34:52 Gelesen: 4208 # 57
@ HWS-NRW [#56] Der zweite Umschlag wurde, wohl aus Papier-Mangel als Antwortbrief mit zwei hinzugeklebten Postwertzeichen noch einmal genutzt. Bist du dir da sicher, dass der Umschlag ein zweites Mal verwendet wurde? Ich halte den Beleg für eine von Standardbrief auf Kompaktbrief auffrankierte Antwortsendung (als Brief bis 250 g Gewicht), welche in Leipzig als solche für den Empfänger einer Sendung, worin sich dieser vorfrankierte Umschlag befand, vorbereitet wurde. Angelmi nahm als Briefumschlag das, was gerade greifbar war, also die eigenen Umschläge mit vogedruckter Angelmi -Absenderangabe. Der Brief ist als "Antwort" gekennzeichnet und passt vom Schriftbild her (Schreibmaschine) zur Empfängeranschrift. Für eine Zweitverwendung des Umschlags wäre diese Angabe nicht notwendig. Der Absenderfreistempel und die Empfängerangabe weisen den Ort Leipzig auf, dito ist die gedruckte Absenderadresse mit dem Werbeeinsatz des Freistempels und mit der mit einer Schreibmaschine getippten Empfängeradresse identisch. Der AFS datiert auf den 06.07.1955. Die beiden Briefmarken wurden am 15.07.1955 in Güstrow gestempelt. Ist auf der Rückseite ein Absender vorhanden? Im Bereich der Briefvorderseite sehe ich keine Hinweise, dass eine frühere Vorderseite oder Empfängeradresse überklebt oder sonstwie unkenntlich gemacht wurde, um den Umschlag ein zweites Mal zu verwenden. Der Beleg ist ein schönes Stück. Gruß Stefan
HWS-NRW Am: 27.02.2026 23:26:45 Gelesen: 4200 # 58
@ Stefan [#57] Hallo Stefan, rückseitig ist kein Absender zu finden. Und er ist, auch als Antwortbrief, nicht gerade toll erhalten. Aber warum dann die Marken mit einem Poststempel von Güstrow mit Datum 15.7. ?? Habe den Umschlag von einem Sammlerkollegen bekommen und versucht, ihn zu bestimmen. Jetzt kommt er in die Grabbelkiste. mit Sammlergruß Werner
Stefan Am: 28.02.2026 09:59:45 Gelesen: 4174 # 59
@ HWS-NRW [#58] Aber warum dann die Marken mit einem Poststempel von Güstrow mit Datum 15.7. ?? Der Absender Angelmi hatte mindestens einen, vermutlich mehrere Antwortumschläge vorbereitet und diese mit einem Absenderfreistempelabschlag zu 20 Pf. als Porto für einen einfachen Fernbrief bis 20 g versehen. Vielleicht ist ein Katalog mit Angeboten an verschiedene Interessenten verschickt worden, wo man sich eine Antwort (z.B. eine Bestellung) erhofft hat. Der Freistempel datiert auf den 06.07.1955. In diesem Fall ging ein Schreiben an einen uns unbekannten Empfänger in Güstrow. Dieser beantwortete das Schreiben von Angelmi (evtl. war es auch eine Bestellung gewesen, wir wissen es nicht) und nutzte zum Versand der Antwort den vorbereiteten Antwortumschlag von Angelmi. Jetzt kommen die Dienstanweisungen der Deutschen Post der DDR ins Spiel. Mir ist nicht bekannt, wie lange über das per AFS gestempelte Tagesdatum hinaus Absenderfreistempel als voraus bezahlte Antwort gültig waren. Von der Logik her betrachtet hätte bei Freistempelfrankaturen in jedem Fall die Sendung als "Antwort" gekennzeichnet werden müssen, damit nicht bereits am nächsten Tag der Freistempel als ungültig (abgelaufen) gekennzeichnet und mit Nachporto belegt würde. Von der Dienstanweisung wäre abhängig, ob der Absenderfreistempel vom 06.07.1955 in diesem Fall neun Tage nach Stempeldatum als vorausbezahltes Porto akzeptiert wurde und der Güstrower Absender über das Gewicht von 20 g für einen Standardbrief hinauskam und deshalb mit zwei Briefmarken zu je 10 Pfennig für die nächste Gewichtsstufe (21 - 250 g) nachfrankierte und am 19.07.1955 in der Hauptpost in Güstrow gestempelt wurde. Sollte die Gültigkeit des Absenderfreistempels von Angelmi bereits abgelaufen sein, hätte hier der Güstrower Absender das Porto für einen Standardbrief bis 20 g verklebt. Dann hätte dieser allerdings auch den Absenderfreistempel von Angelmi überkleben können und sich nicht in die linke obere Ecke quetschen müssen. Ich habe eine nette Sammlung von Belegen, wo sich das Porto der jeweiligen Sendung aus Briefmarke(n) und Absenderfreistempel zusammensetzt. Derartige Belege sind normalerweise nicht Fisch, nicht Fleisch und werden auch gern einmal von anderen Sammlern verschmäht, wenn man einmal in Belegekisten einen Beleg findet. Aus meiner Sicht ist diese Art der Zusammenstellung des Portos eher ein Sahnehäubchen und die Variante als auffrankierter Antwortbrief kommt vergleichsweise häufig vor. Ein paar wenige mir vorliegende Belege stammen aus der DDR, so wie das nachfolgende Beispiel: Sendung vom 30.11.1964 als Ortsbrief per Einschreiben innerhalb von Dresden gelaufen In meinem Fall hatte der Absender Kunsthandwerk Alfred Arndt aus Dresden eine Anfrage an die Deutsche Notenbank der DDR in Dresden gestellt und einen adressierten und vorfrankierten Rückumschlag beigelegt, welcher mit einer Ulbricht-Briefmarke zu 10 Pfennig versehen war (Porto für einen Ortsbrief bis 20 g). Dem Empfänger Deutsche Notenbank war die Antwort anscheinend so wichtig gewesen, dass diese als Einschreiben zurückgeschickt wurde. Dazu wurde mittels Absenderfreistempel der Notenbank mit einem Betrag zu 50 Pf. für die fehlende Einschreibegebühr frankiert. Jetzt kommt er in die Grabbelkiste. Ich wäre an dem Beleg interessiert. Alles weitere gern per Email. Gruß Stefan
HWS-NRW Am: 28.02.2026 13:07:27 Gelesen: 4149 # 60
Hallo in die Runde. Gerade hereingekommen: Zustellungsurkunde im Ortsverkehr, das Entgelt (10+65) freigemacht im Juli 1980 mit einem netten AFS des Volkspolizei-Kreiamtes in ZWICKAU. Ob es hier um eine Einreiseerlaubnis ging? mit Sammlergruß Werner
HWS-NRW Am: 01.03.2026 12:17:54 Gelesen: 3892 # 61
Hallo am Sonntag. Die Interessengemeinschaft „Philatelie“ nutzte im Januar 1956 auf ihren Umschlägen einen politisch beeinflussten Textzudruck. Dass derartige Belege seinerzeit tatsächlich mit normaler Post befördert wurden, ist schon außergewöhnlich. mit Sammlergruß Werner
HWS-NRW Am: 07.03.2026 16:40:08 Gelesen: 3517 # 62
Hallo in die Runde. Heute ein weiterer Beleg "mit Kurierflug" ! An eine Mittelschule in Teuchern ging dieser Fernbrief, der von einem Teilnehmern der Regierungsdelegation der DDR von GENF aus per Kurierflug nach Berlin ging. Die hinten unverschlossenen Belege wurden geprüft, danach erhielten sie einen Abdruck der Francotyp-Maschine vom Aussenmministerium und gingen an die Empfängeradressen weiter. mit Sammlergruß Werner
becker04 Am: 20.03.2026 10:32:22 Gelesen: 3253 # 63
Guten Morgen, ein Eil-Brief aus Hildburghausen nach Sonneberg vom 23.4.1964. Die Firma Kuss & Co. benutzte für die Frankatur damals eine Francotyp-Maschine, Kurios dabei, der Stempelkopf wurde 180° verdreht eingebaut. Auf der Rückseite ist der der Laufweg des Briefes gut dokumentiert, abends in Zella-Mehlis in den Zug nach Erfurt und von dort weiter zum Zielort. Ankunft in Sonneberg früh am nächsten Tag. MfG Klaus
epem7081 Am: 20.03.2026 18:21:20 Gelesen: 3231 # 64
Hallo zusammen, Am 17.8.1954 vom Sprengstoffwerk I VEB Schönebeck (Elbe) im Fensterbriefumschlag gestartet, faellt im Stempelkopf die unsymmetrische Ortsangabe SCHÖNEBECK (ELBE) auf. Vermutlich wurde hier die PGLZ 19 entfernt. Mit freundlichen Grüßen Edwin
epem7081 Am: 28.03.2026 18:44:10 Gelesen: 3100 # 65
Hallo zusammen

von der C.G.Zscharn Eisenwarenhandlung in Zittau Markt 21 zwei Belege mit unterschiedlichen AFS.

Bei dem ersten Beleg vom 3,(?)2. 1947 hat sich im AFS ZITTAU 1 wohl ein Datumsfehler durch falsche Einstellung ergeben. Das mag auch der Anlass für einen zusätzlichen Tagesstempel (10) ZITTAU 1 / m gewesen sein. Hier übrigens wohl die PLGZ (10) nachträglich im Tagesstempel eingesetzt (aptiert). Die Belegrückseite macht das Berabeitungsdatum deutlich.



Der zweite Beleg mit AFS ZITTAU 1 vom 13.12. 1947 - offenbar aus dem gleichen Kundenkontakt - zeigt einen anderen Wertrahmen.



Ich wünsche noch ein schönes Wochenende
mit freundlichen Grüßen
Edwin
becker04 Am: 29.03.2026 14:41:42 Gelesen: 3065 # 66
@ epem7081 [#65]

Hallo Edwin,

die DDR gab es erst ab 7.10.1949, Deine Belege wären unter SBZ besser aufgehoben.

MfG
Klaus
Stefan Am: 07.04.2026 21:32:28 Gelesen: 2909 # 67
@ bernhard [#3] @ Stefan [#2] Es gab einmal den Versuch, ein eigenes Freistempelmodell in der DDR zu entwickeln. Wenn ich mich recht entsinne, war es bei einer Vorführung dieses Modells auf einer Veranstaltung (Messe?) geblieben. Ich finde leider die Quelle (mit Abbildung, Freistempel in rot) nicht mehr, wo ich es vor 15 oder 20 Jahren gelesen hatte. und Hallo Stefan, soo lange ist das gar nicht her. Im Bericht 90/2020 ab Seite 27 wird über die "ASTRA 114" berichtet. Zuvor war dieser Freistempeltyp zwar bekannt und in den Katalogen aufgeführt, doch ohne eine Markenbezeichnung und Herstellerangabe. Ich habe eine (die?) Literaturstelle wiedergefunden - wie gehabt eher zufällig auf der Suche nach anderen Informationen. Der Beitrag wurde im Bericht Nr. 45 (April 2000) der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel veröffentlicht, welche wiederum auf den Gildebrief 193 (November 1998) der Poststempelgilde zurückgreift. Auf der im März 1977 in der DDR stattfindenden Frühjahrsmesse in Leipzig stellte ein Unternehmen aus Zabrze (Volksrepublik Polen) einen Absenderfreistempler vor, welches das Modell "Junior-100" von Postalia in Lizenz herstellte. Der gezeigte Wertrahmen "DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK" wurde anschließend nie in dieser Form in der Praxis umgesetzt. Ein Sammlerkollege hat mir ein Prospekt zur "Junior" von Postalia zukommen lassen. Gruß Stefan
epem7081 Am: 10.04.2026 13:46:22 Gelesen: 2827 # 68
Halle zusammen auf einer Wirtschaftsdrucksache aus HALLE / 4020 vom 3.5.1988 findet sich im Werbeklischee diese umfassende, leider nicht ganz saubere Information: VEB Maschinenbauhandel / Leipzig / des VE Kombinat Maschinenbauhandel / Bereich Halle / 4020 Halle / PSF ??? -Dieselstraße??. Mit freundlichen Grüßen Edwin
Angelika Am: 17.04.2026 07:53:59 Gelesen: 2521 # 69
Guten Morgen, ein Freistempel aus Gera von der VEB Werkzeugmaschinenfabrik UNION Viele Grüße Angelika
Nordluchs Am: 18.04.2026 16:03:24 Gelesen: 2466 # 70
@ Angelika [#69] Hallo, eine Francotyp C aus der früheren Sammlung von Heiner Dürst RIP. Pirna 1, Sächsische Klebstoffwerke (laut Eindruck jetzt VEB).  Vermutlich PLGZ ("10a") aptiert. Stempelfarbe blau. Interessant der Vergleich zum Ausschnitt von 1941 (aus der Datenbank der FG). Das Klischee mit Firmengebäude, Firmenlogo und Bär ist unverändert.  Gruß Hajo
hannibal Am: 20.04.2026 20:38:26 Gelesen: 2321 # 71
Hallo, zwar nur ein Belegausschnitt aber vielleicht passend zum Thema. Roter Firmenfreistempel B. WAYCHMANN GROSSHANDEL MIT CHEM.U. PHAR: PRODUKTEN Notopfer Berlin - Stempel MÜNCHEN-PASING 21.12.51 Viele Grüße Peter
becker04 Am: 21.04.2026 09:59:41 Gelesen: 2227 # 72
Guten Morgen, von mir eine Drucksache aus Frauenwald - heute ein Teil der Stadt Ilmenau - nach Erfurt bzgl. Besuch der Leipziger Herbstmesse 1956. Freigemacht mit einer Francotyp Stempelmaschine am 18.8.1956. MfG Klaus
Stefan Am: 04.06.2026 14:43:36 Gelesen: 1204 # 73
In Beitrag [#67] wurde vor zwei Monaten ein Musterabschlag eines Abenderfreistempels beschrieben, wo der Wertrahmen die Inschrift "DEUTSCHE DEMOKRATISCHE REPUBLIK" aufweist. Auf der Leipziger Früjahresmesse im März 1977 hatte ein Unternehmen aus der Volksrepublik Polen ein Gerät mit dieser Wertrahmeninschrift vorgeführt, welches das Modell "Junior-100" von Postalia in Lizenz herstellte. Wir erinnern uns, dass es zu DDR-Zeiten im Inland keine eigene Produktion von Frankiermaschinen gegeben hat und es sich bei den vorhandenen Exemplaren entweder um Vorkriegsware oder um (West-)Importe gehandelt hat. Als Wertrahmeninschrift kam dann üblicherweise die Begrifflichkeit "DEUTSCHE POST" zur Verwendung. Gestern fiel mir bei der Durchsicht der Reste eines Händlernachlasses - wie es der ganz ganz ganz große Zufall wollte - ein Musterabschlag auf Beleg eben jenes Vorführmodells der Lepziger Messe mit Stempeldatum vom 14.03.1977 in die Hände, so dass dieser Absenderfreistempel hier auf Philaseiten nun auch erstmals in Farbe gezeigt werden kann: Inschrift "VORFÜHRSTEMPEL 14.3.77", Werbeeinsatz "MIT DER FRANKIERMASCHINE / JUNIOR-100 / SPAREN SIE ZEIT UND GELD" Interessanterweise lautet die Währungsbezeichnung des Wertrahmens in Mark und dies ohne Kommastelle. 1977 kostete eine Sendung bis 20 g innerhalb der DDR 20 Pfennig, eine Sendung bis 20 g in das westliche Ausland 35 Pfennig. In Polen rechnete man inflationsbedingt bereits in Złoty, nicht mehr ausschließlich in Groszy. Daher vielleicht der Anlass, den Wertrahmen mit der Bezeichnung "MARK" anstelle "PFENNIG" zu versehen. Mich irritiert die Unterbrechnung bzw. Ausparung des Wertrahmens unterhalb von "MARK". Hätte dies ein Platzhalter für ein Posthorn sein sollen? Die in Beitrag [#67] gezeigte schwarz-weiß-Kopie weist ein Stempeldatum einen Tag später (15.03.1977) auf. Nach [1] fand diese Leipziger Frühjahrsmesse vom 13.03.-20.03.1977 statt. Gruß Stefan [1] https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/57N3KEKSUHI5N5KC3AEFOFOFN4AETOFX