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FEPA Fahrplan zur Wiederbelebung der Philatelie in sozialen Medien vorgestellt

Richard Am: 20.04.2025 15:22:11 Gelesen: 4088 # 1
Neuer FEPA-Bericht stellt Fahrplan zur Wiederbelebung der Philatelie durch soziale Medien vor (Lars Engelbrecht FEPA/AIJP/pcp) - Die Föderation europäischer Philatelieverbände (FEPA) hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der konkrete Strategien vorstellt, um Philatelieverbänden und -vereinen in ganz Europa dabei zu helfen, ihre digitale Präsenz zu stärken und den rückläufigen Mitgliederzahlen entgegenzuwirken. Der Bericht „Effektive Social-Media-Strategien für Philatelieverbände und -vereine“ basiert auf sechs interaktiven Zoom-Sitzungen, die im März 2025 mit Vertretern aus 26 FEPA-Mitgliedsländern abgehalten wurden, und hebt Facebook als die effektivste Plattform hervor, um die wichtigste Zielgruppe anzusprechen. „Die Philatelie ist lebendig und gut – aber die Art und Weise, wie Sammler sich vernetzen, hat sich geändert“, sagt Lars Engelbrecht, FEPA-Direktor und Autor des Berichts. “Mit diesem Bericht wollen wir Verbänden und Vereinen zeigen, wie sie Sammler dort erreichen können, wo sie sich bereits aufhalten: online.“ Wichtige Empfehlungen für Philatelievereine: • Richten Sie eine aktive Facebook-Präsenz mit regelmäßigen Beiträgen, Veranstaltungen und visuellen Briefmarkeninhalten ein. • Treten Sie Facebook-Gruppen bei, um die Gemeinschaft zu fördern und Fragen von Sammlern zu beantworten. • Vereinfachen Sie die Mitgliedschaftsprozesse durch kostenlose Testversionen, Online-Anmeldung und einfachere Zahlungsoptionen. • Eröffnen Sie einen YouTube-Kanal, um Ausstellungen, Sammlertipps und ansprechende Kurzvideos zu teilen. Wichtige Empfehlungen für Philatelieföderationen: • Unterstützen Sie lokale Gesellschaften, indem Sie professionelle Inhalte erstellen, die sie teilen können. • Koordinieren Sie die Bemühungen mit einem gemeinsamen Inhaltskalender und gebrauchsfertigen Vorlagen. • Schließen Sie Partnerschaften mit Influencern, um die Philatelie einem neuen digitalen Publikum zugänglich zu machen. • Bieten Sie Schulungen zu Social-Media-Tools und -Strategien an. • Eine zentrale Facebook-Präsenz pflegen, um nationale Aktivitäten und Ressourcen zu vereinheitlichen. Der Bericht ermutigt Verbände und Gesellschaften, die Bedeutung von „Mitgliedschaft“ im digitalen Zeitalter zu überdenken und neue Modelle wie Online-Mitgliedschaften und von Sponsoren unterstützte Gemeinschaften zu erkunden. „Es geht nicht nur um Facebook oder TikTok“, fügt Engelbrecht hinzu. “Es geht darum, der Philatelie zum Erfolg zu verhelfen, indem wir die Sprache der Sammler von heute sprechen – ob sie nun in lokalen Clubs oder Online-Gruppen sind.“ Der vollständige Bericht ist verfügbar unter: https://fepanews.com/wp-content/uploads/2025/04/FEPA-Social-Media-Strategies.pdf [Bildnachweis: Social Media Icons Stockfotos von Vecteezy]
22028 Am: 20.04.2025 16:50:32 Gelesen: 4035 # 2
@ Richard [#1] FEPA Fahrplan zur Wiederbelebung der Philatelie wurde in sozialen Medien vorgestellt Wenn der Titel geringfügig geändert wird, wird klar, dass der Fahrplan in den sozialen Median zwar vorgestellt wurde, es aber um die Stärkung der digitale Präsenz und um den rückläufigen Mitgliederzahlen entgegenzuwirken.
Ron Alexander Am: 30.04.2025 17:49:05 Gelesen: 3667 # 3
Schönen Mittwoch Nachmittag, Dem Beitrag im Philaseiten Newsletter zum Thema Soziale Medien muss ich vehement widersprechen. Hier wird wieder in Silos gedacht, Grenzen gezogen und nicht das große Ganze betrachtet, Erhalt der Philatelie. Es geht nicht um Ortsvereine, Foren oder Social Media, es geht doch darum diese Welten miteinander zu verknüpfen um so einen Mehrwert für alle zu generieren. Jeder Bereich für sich wird nicht von Erfolg gekrönt sein, zusammen hätten alle mehr davon. Der philatelistische Nachwuchs informiert sich heute nicht über das Forum oder Ortsvereine sondern Social Media. Der Weg ist im Regelfall von Social Media ins Forum / Ortsverein, diesen Zahn der Zeit sollte man eigentlich erkannt haben. Das Medium und Potential links liegen zu lassen ist einfach nur Dumm, Sorry aber ein anderes Wort habe ich dafür nicht. Könnten es auch umdrehen, wie viele Menschen erreicht das Forum aktiv im Monat? Ich würde behaupten ich erreiche mit Social Media mehr, lasse mich aber gerne etwas besseren belehren. Ich finde es sehr sehr schade das dies so gesehen wird und bin hier wirklich enttäuscht wie wieder mal Gräben gezogen werden. Philaseiten bzw. Philatelie Foren sind nicht die Heilsbringer, sie sind EIN Baustein von vielen. Grüße, Ron
silent Am: 03.05.2025 13:03:55 Gelesen: 3402 # 4
Hallo, wenn du junge Leute über Social Media für die Philatelie gewinnen willst, ist die Idee gut, nur über Facebook wirst das nicht schaffen. Dort sind die jungen Leute schon lange nicht mehr. Da musst andere Plattformen nehmen. Schönes WE
Vernian Am: 03.05.2025 13:59:11 Gelesen: 3374 # 5
Richtig. Facebook ist unter jüngeren Leuten out und "von den Alten". Da müssen Instagram, TicToc u.a. bemüht werden. Aber: Es war bei Ron Alexander nicht die Rede nur von Facebook, sondern von "Social Media" als Sammelbegriff - was somit korrekt ist. Die Konzentration auf Facebook bei dem FEPA-Bericht hingegen ist tatsächlich schon wieder "aus der Zeit gefallen", zumindest was die Jüngeren betrifft. Die Philatelie hinkt den Entwicklungen offensichtlich hinterher und ist nicht schnell genug damit den Entwicklungen zu folgen. V.
Ron Alexander Am: 03.05.2025 20:24:38 Gelesen: 3275 # 6
@ Vernian [#5] Schönen guten Abend, Vollkommen richtig, Social Media und nicht Plattformen. Wer unter Social Media nur Facebook versteht hat den Zahn der Zeit leider nicht erkannt. Im übrigen habe ich Alterszahlen der verschiedenen Plattformen auch schon mal dargelegt. Es macht nur Sinn Social Media richtig zu betreiben, darin ist Facebook ein Baustein von Social Media, neben TikTok, Instagram, YouTube etc. Grüße, Ron
DL8AAM Am: 03.05.2025 22:54:18 Gelesen: 3214 # 7
@ Vernian [#5] Die Philatelie hinkt den Entwicklungen offensichtlich hinterher und ist nicht schnell genug damit den Entwicklungen zu folgen. Wobei wir als Hobbyisten aber auch nicht jedem Trendmedium/Plattform sofort nachlaufen müssen. Unser Hobby lautet Philatelie, nicht Social Media (SM). Wir machen "in Briefmarken", nicht in Social Media. Unser Hobbytag hat auch nur 24 Stunden und die nutzen wir meist viel lieber direkt für unser Hobby. Wir betreiben SM eben nicht als Selbstzweck, wir definieren uns und unser Hobby nicht über SM. Unser Tun dreht sich halt nicht um SM, im Gegensatz zur heutigen 'Jugendgeneration', sondern nur "mit SM", für uns ist SM nur eines von vielen Werkzeugen, dass wir für unser Hobby nutzen, wie eine Pinzette. Und zum Thema "Werbung". Eine richtige, zielgenaue und (jugend-)zeitgemäße SM-Werbekampagne kostet viel, sehr viel Geld - und geht oft trotzdem immer noch in die Hose, wovon selbst finanzstarke Player ein Lied von singen können, auch weil die Kreativen in den Agenturen oft bereits schon eine Generation weiter sind. Schon bei South Park hat man vor Jahren das Problem bereits schon mal recht gut getroffen ;-) Was natürlich nicht heissen soll, dass wir das Thema SM übersehen können.
TeeKay Am: 05.05.2025 14:50:34 Gelesen: 3013 # 8
@ DL8AAM [#7] Du wirfst zwei völlig unterschiedliche Dinge durcheinander. Im Ursprungsbeitrag ging es um Content Marketing. Du sprichst von Pay per Click (PPC) Marketing. Kein Mensch will PPC Marketing für Philatelie machen, schon gar nicht wird absoluten Laien empfohlen, damit zu starten. Content Marketing, wie es Ron Alex tut, kostet nicht viel und findet seine Zielgruppe u.U. auch selbst. Wenn du sagst, "wir" hätten als Hobby Philatelie und nicht Social Media, dann kannst du auch sagen, unser Hobby seien nicht Foren, Rundbriefe oder Bücher. Und dennoch werden Rundbriefe und Bücher und auch Forenbeiträge en masse verfasst - die ersteren beiden oft verbunden mit dem Gejammere darüber, dass sich nicht einmal die Druckkosten decken ließen. Was Ron Alex vormacht und die FEPA auch empfiehlt, ist die Öffnung des eigenen Geistes für Veröffentlichungsoptionen jenseits gedruckter Werke, die günstiger sind und das Potenzial haben, eine immens viel größere Anzahl Menschen zu erreichen. Vor allem haben sie im Gegensatz zu Rundbriefen, Büchern und Foren auch die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, die sich weder als Philatelisten, noch Briefmarkensammler identifizieren und beides nicht einmal betreiben.
wuerttemberger Am: 05.05.2025 16:12:39 Gelesen: 2968 # 9
Und dennoch werden Rundbriefe und Bücher und auch Forenbeiträge en masse verfasst - die ersteren beiden oft verbunden mit dem Gejammere darüber, dass sich nicht einmal die Druckkosten decken ließen. Was Ron Alex vormacht und die FEPA auch empfiehlt, ist die Öffnung des eigenen Geistes für Veröffentlichungsoptionen jenseits gedruckter Werke, die günstiger sind und das Potenzial haben, eine immens viel größere Anzahl Menschen zu erreichen. Vor allem haben sie im Gegensatz zu Rundbriefen, Büchern und Foren auch die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, die sich weder als Philatelisten, noch Briefmarkensammler identifizieren und beides nicht einmal betreiben. Glasklare Analyse, aber viele haben den Schuß noch gar nicht gehört!
DL8AAM Am: 05.05.2025 16:59:46 Gelesen: 2937 # 10
@ TeeKay [#8] Erst einmal habe ich auf einen Beitrag von Vernian geantwortet, nicht auf Rons Forderungen und zweitens vermischt Du hier Dinge um die es da nicht ging, denn die von Dir angesprochenen "Foren, Rundbriefe oder Bücher" (und auch Webseiten) sind keine Medien, die wir heute unter Social Media verstehen. Diese medialen Wege sind primär "nur" für eine langfristige Wissensbildung und Bewahrung gedacht (und Webseiten auch als "Visitenkarte"), im Gegensatz zu Social Media, dort geht es im Prinzip nur um die schnelle Befriedigung eines Kommunikationsdrangs "im Jetzt", nichts zur Schaffung von Wissen "für Morgen". Dieser Komplex gehört deshalb nicht in die diese Diskussion. Es geht halt um (ein nach Außen wirkendes) "Marketing" (jeder Art) und um hier erfolgreich aktiv zu sein, muss man entsprechend 'qualifiziert' (fachlich, wie ausrüstungstechnisch) sein, wenn man das nicht gewährleisten kann, geht das komplett nach hinten los, wirkt oft eher peinlich und ist im schlechtesten Fall für unser Hobby vollkommen kontraproduktiv. Um in den schnelllebigen SM-Plattformen (nach Außen) erfolgreich mitschwimmen zu können, muss man sich - überspitzt gesagt - schnelllebig an jeden Trend anpassen. In "2-3 Jahren" ist spätestens dann TT auch nur noch etwas für die Älteren, für die, die nicht schnell genug mitschwimmend umgestiegen sind. Facebook lässt schön grüßen. Auch Rons YT-Auftritt wird in 3-4 Jahren von den Nachrückenden überholt. Mich würde sowieso mal interessieren, wieviele Clicks Ron von außerhalb "unserer Gruppe" generiert? Das schnelle, immer Vorne-Mitschwimmen ist etwas für Leute, die die SM leben oder dort beruflich aktiv sind, nicht nur für die jeweilige Nutzergeneration. Heißt im Umkehrschluß, wenn man "als Philatelie" (nicht als Einzelperson) erfolgreich sein will, muss man Fachleute einschalten (im Regelfall extern) und das können wir personell (aus dem durchschnittlichen Sammler-Istbestand) & finanziell (aus Beiträgen der organisierten Philatelie) kaum stemmen. Gut, engagierte Einzelpersonen könnten hier zeitweise aushelfen, das ist ausgesprochen dankenswert (!), ist aber "für uns" nicht nachhaltig planbar. Die Frage ist auch aus welchem Pool könnten wir langfristig schöpfen? Selbst den Algorithmus von YT mit Clicks, eingeforderten Kommentaren, Glocken und Abos entsprechend für Vorschläge zu triggern, um eine größere Neugruppen-Außenwirkung zu erreichen, ist für "Nichtprofis" schon ein kleines Problem. Alleine die "erforderliche" Ausrüstung ist übrigens nicht kostenlos. Und über SM-Content-Creating in den Bereich der Monetarisierung zu kommen, muss man das sogar eher noch semiprofessioneller aufziehen. Man muss fortlaufend immer eine entsprechend SM-clickaktive Zielgruppe (neu) erreichen. Das klappt vielleicht für Pokémon, aber (sehr wahrscheinlich) nicht bei "der Philatelie". Ich habe zwar auch schon ein paar Videos bei YT eingestellt, aber das war/ist auf keinerlei (!) in Ansätzen vorzeigbarem Niveau. Das ist eher die "Postkarte" für Freunde, so wie auch auch Facebook nutze. Und nein, ich habe keinerlei Interesse, Lust und Zeit (und Geld) mich näher mit der Generierung von 'guten' Video-Content für YT, Twitch oder sonst eine gerade hipp seiende Plattform zu beschäftigen. Und da sind wir wieder beim Thema "Hobby" bzw. der "Hobbyausübung": Wir bewegen uns in unserem/für unser Hobby in ganz anderen Tätigkeitsgebieten, nämlich im Gebiet des Hobbys. Ich (und "alle" anderen) stecke die Hobbyzeit in das Hobby und hier passen Deine genannten Foren und Artikel gut mit rein (in Social Media-Marketing aber eben nicht), denn hierbei beschäftige ich mich direkt mit der Philatelie und auch bei der Recherche für Beiträge/Artikel schafft man für sich selbst (und seine Hobbykollegen) Hobby-Fachwissen - so handeln Hobbyisten, das ist Hobby. Jou, Content Creatoren zu haben, die von Philatelie-Content leben können, die Contentschaffen beruflich machen, wäre schon echt toll ... Just kidding ;-) Ohne externe (teure) Hilfe ist ein nachhaltiger (heisst auch: immer aktuell seiender), nach Außen werbender, erfolgreicher SM-Auftritt für "uns" (freie Einzelsammler, Verein, Verband) kaum machbar. Was eben aber nicht heisst, dass einige einzelne (i.d.R. aber) freischaffende "Leuchttürme" kurzfristig unser Licht in der Außenwelt leuchten lassen können. Erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit ohne Sponsoren oder Sponsoring (jeder Art, von Kooperation bis zu Geld) ist schwer. ;-) "Machen wir in SM" ist leider nicht der glückmachende Königsweg für die Philatelie, auch wenn viele das einfach immer mal wieder (meist) als "Floskel" in den Ring werfen. Was aber eben im Umkehrschluß auch nicht heisst, dass wir deshalb SM nicht zu bedienen brauchen! Doch müssen (müssten) wir! Der FEPA Fahrplan klingt hier auf jeden Fall aber schon einmal sehr gut. Die dort genannten Punkte sollten (als Basis) bereits aber jetzt schon eine absolute Selbstverständlichkeit für alle (!) sein - inklusive dem Facebook-Vereinsauftritt für die Ü60-er ;-). Aber selbst "unser" aktives Forum erreicht viele Philatelisten und Sammler - in wirklich großen Massen - noch immer nicht, insbesondere zum aktiven (!) Mitmachen und wir stehen hier nicht einmal in einer 'zu starken' Konkurrenzsituation. Da ist bereits das Mitmachen bei einer möglichen "primär nur nach Innen, auf unsere Leute, gerichtete SM"-Kommunikation für viele (auch für die meisten Vereine) wohl leider schon zu problematisch, geschweige denn ... Also doch wieder: Mission "Außenwirkung" extern vergeben? ;-) Mit sehr nachdenklichen Grüßen Thomas
Ron Alexander Am: 06.05.2025 13:44:24 Gelesen: 2767 # 11
@ DL8AAM [#10] [...] wieviele Clicks Ron von außerhalb "unserer Gruppe" generiert [...] Der kleinste Teil kommt von Foren etc. Philaseiten macht von den Externen Zugriffen (9,6% der Zugriffe) davon wiederrum 4% aus. Also Extern angenommen 100% davon dann 4%. Beispiel hier die letzten 28 Tage. Gesamt: Davon Extern: Social Media dient nicht nur dem schnellen Konsum. Gerade TikTok/YT kannst du über die Creator auch langfristig Informationen vorhalten. Gerade YT wird perfekt über Google auch gefunden. Grüße, Ron
DL8AAM Am: 06.05.2025 17:28:40 Gelesen: 2672 # 12
@ Ron Alexander [#11] Besten Dank Ron für die schnelle Info mit der Zugriffsstatistik. Die sieht interessant aus. Das klingt schon einmal sehr positiv, dass ebenfalls eine entsprechend große Anzahl von wirklich externen Aufrufenden Deine Videos schauen. Super. Wobei man diese Werte vermutlich aber um einen Faktor korrigieren muss, denn bei mir schlägt ja inzwischen der vielbeschworene Algorithmus von YT (bzw. die "Glocke mit Abo") selbst Deine Videos bereits sofort YT-intern vor, d.h. ich klicke nicht mehr vom Forum aus auf Deine Videos, deshalb vermute ich, dass diese Klicks nicht mehr so einfach unter 'Forumintern' subsumierbar sind. Gerade TikTok/YT kannst du über die Creator auch langfristig Informationen vorhalten. Gerade YT wird perfekt über Google auch gefunden. Klar, YT/TT speichern (Video-) Beiträge und können im Fall von YT auch über Google gefunden werden. Trotzdem sehe ich diesen Punkt nicht so relevant. Videobeiträge konsumiert man eher nur, auch wenn diese mal "harte" Informationen beinhalten. Diese dienen aber sehr viel weniger einer "echten" Wissensbildung und -bewahrung "auf Ewigkeiten", als echte ausgearbeitete Texte (sei es in Papier- oder elektronischer Form). (Video- bzw. Audio-) Dokumentationen dienen meist eher mehr der unterhaltenden (u.U. vertiefenden) Allgemeinbildung und schaffen - im Idealfall - Appetit auf mehr. Was natürlich ideal ist, um mögliche Interessenten zu triggern und anzufüttern, d.h. was eine gute Außenwirklung darstellen kann. Wobei wir hier wieder beim Kern des Problems sind. Solche Videos müssen, damit sie bei einer Zielgruppe 'inhaltlich aufsaugend' ankommen, inzwischen entsprechend ansprechend gemacht sein. Wir reden hier nicht von billigen und schnell hingeschissenen Clickbaits aus der KI... Ich habe einen kleinen Einblick in einen ([Mainstream-] Hobby-) Kanal, der zwischenzeitlich nun auch die magische YT-Grenze von 100.000 geknackt hat, und da steckt verdammt viel Arbeit und auch ziemlich teure Hardware drin. Für ein "erfolgreich ankommendes" 20-30 Minuten-Video ist man da locker eine komplette Woche mit beschäftigt, und nicht nur nebenbei 1-2 Stunden pro Tag, das liegt teilweise schon mal bei 1-2-3 Leuten auf einer "Halbtags-" Basis. Und wenn man diesen inzwischen "erwarteten" Content bzw. die (semiprofessionelle) Qualität nicht hält, erzielt man ganz schnell auch keine Reichweite mehr. YT ist einfach richtig "Arbeit", insbesondere wenn man "Werbung" mit einer entsprechender Außenwirkung unbescholtenen Dritten gegenüber machen will (und keine "Kumpelkanäle"), muß man doppelt sorgfältig (inhaltlich, medial und technisch) arbeiten, ansonsten fällt die Werbung den Werbenden (d.h. "uns" als Hobby) sogar negativ auf die Füße. Und das ist hier unser Problem. Du ("Ron") bist einfach zu wenige. Wir haben einfach viel zu wenige, die sich in diesem Bereich "spielerisch gut" tummeln können. Die fachlich (philatelisch-fachlich, medial-fachlich und technik-fachlich) kompetent dazu in der Lage sind - und dazu kommt dann auch noch der Punkt "SM-didaktisch". (Extremst) Überspitzt [Achtung Klischee] ein 85-Jähriger der zittrig-stotternd seiner Monitorkamera, vor dem röhrenden Hirschbild im verrauchten Wohnzimmer sitzend, etwas von Druckzufälligkeiten auf der 12 Pfennig Hitlermarke erzählt, ist keine 'positive' Jugendwerbung für die Philatelie ;-) Wie gesagt, ... überspitzt gesagt. Ich persönlich habe zumindest keine größere Ambitionen (neben der Zeit und der fehlenden Fachkompetenz und dem Equipment), mich hier einzubringen. Ich stecke meine Hobbyzeit lieber direkt in das eigentliche Kernhobby (und dazu gehören eben auch textliche Fachartikel bzw. Beiträge, aber keine SM-Bespassung). Und ich gehe mal davon aus, dass das die meisten so halten. Also müsste diese Aufgabe an die "organisierte Philatelie" abgeschoben werden und auch hier dürfte es meist an den fachlichen Kompetenzen und am Geld scheitern. Verallgemeinert, man findet ja kaum noch einen "Schatzmeister" für seinen Verein, da wird es bei der Suche nach einem Vollzeitreferenten für Social Media ganz schnell sehr duster. Und dieser "Vorstandsposten" bedeutet eben 'tägliche Arbeit', im Gegensatz zu dem des "Schatzmeisters" (...). Selbst auf Landes- bzw. Bundesebene sehe ich hier wenig (und befürchte viel), was nicht einmal immer böser Wille oder gar Ignoranz ist, das meine ich nicht einmal. Also bleibt in meinen Augen eben wohl nur "externe Hilfe" (zumindest wenn man es "richtig", d.h. mit guter Außenwirkung in der avisierten Zielgruppe machen will) und falls man so etwas nicht auf Sponsoringbasis o.ä. bekommt, ist das für uns (vermutlich) einfach zu teuer? Ja, ich weiß, wer nicht investiert, stirbt... alles richtig, ja! Bei TT habe ich übrigens keinen tieferen Einblick, auch nicht zum Aufwand, deshalb will ich hier "nichts" sagen. Ich scheue nur TT, wie der Teufel das Weihwasser, was aber grundsätzliche Gründe im System TT hat. Trotzdem sollte das auf Grund des Konsumverhaltens "Wisch und Weg" sicherlich auch keine Nebenbeiaufgabe sein, insbesondere wenn man nicht etwas im aktuellen Trend macht und sowieso schon 'Millionen' Follower hat. Bei TT könnte ich mir aber eher schon mal informellere "Kumpelvideospots" vom Mitgliedern der eigenen Jugendgruppe gut vorstellen. Für sowas wäre TT vermutlich das ideale Medium. Ganz im Gegensatz zu einem Let's Play-Stream "Briefmarken abtauen und einsortieren" mit Opa Paule auf Twitch. ;-) Eine Grundfrage wäre überhaupt, will ich denn wirklich Werbung bei der Jugend machen oder wäre es nicht eher sehr viel besser zu versuchen, die Gruppe 40+ anzusprechen? Hier dürfte es vermutlich auch sehr viel einfacher sein, Entsprechendes zu produzieren, auch da in dieser Gruppe das Medienverhalten ja noch (vorsichtig ausgedrückt) grundlegend "anders" ist und man diese als "Seinesgleichen" auf "Augenhöhe" ansprechen kann ;-) Und hier kommt ja auch Facebook wieder ins Spiel. Das können wir sehr viel einfacher bestücken, jeder, hier könnten wir "alle" (auch ich) noch gut mitmachen, auch ohne eine teure Studio-Ausrüstung. ;-) Beste Grüße Thomas
Ron Alexander Am: 06.05.2025 19:46:45 Gelesen: 2609 # 13
Schönen guten Abend Thomas, mein Ansatz ist immer, wer nicht versucht hat schon verloren :D. So entstand das Projekt auf YouTube und so entwickle ich es auch weiter mit den Mitteln die mir zur Verfügung stehen. Fachliche Videos, zuletzt Levante, stecken gut 20h+ Arbeit bis es fertig war. Du sagst es schon richtig, es ist wirklich mitunter harte Arbeit. Skripte schreiben, drehen, schneiden etc. Da ist man schnell im zweistelligen Stunden Bereich. Dann ist man schnell am Punkt der Professionalität, dafür braucht man dann aber auch die finanziellen Mittel. Ich sehe es ja bei mir welche Beträge ich regelmäßig in bessere Ausstattung stecke, zuletzt neue kabellose Mikros von Rode für 200 €+. Für wirklich gute Videos, müsste man aber noch besseres Equipment kaufen und am besten noch ein Studio dafür aufbauen. Da enden bei mir halt meine Möglichkeiten. Schlussendlich ist es ein Hobby was schon sehr viel Zeit verschlingt. Ich habe ja noch Familie und einen Job der auch einiges an Zeit einnimmt :-). Aufgeben ist aber keine Option für mich, daher mache ich einfach weiter, und ich sehe auch jedes Video für mich als Gewinn, ich lerne ja auch immer wieder etwas dazu. Blick mal noch auf TikTok der letzten 28 Tage, dort habe ich aber weniger Videos Online gestellt als auf YouTube. Gewisse Epochen werden dort leider blockiert, auch wenn man seriös darüber berichtet. Grüße, Ron
DL8AAM Am: 06.05.2025 21:51:28 Gelesen: 2565 # 14
@ Ron Alexander [#13] Schlussendlich ist es ein Hobby Genau damit hast Du den Punkt getroffen, solange es Dir persönlich Spass (und auch Erfahrungen für das "Restleben") bringt und genau das auch ein Teil des Hobbys ist, so wie Du das Hobby auslebst, ist alles mehr als OK. Ich sage ja, YT macht man, wenn man damit Geld verdienen will oder man hat privat selbst Spass dran - nur haben das zu wenige. ;-) Beste Grüße Thomas