Briefmarken Atteste

Thema:

Bund Bogenverpackungen Druckfehler bei den Aufklebern

notna1 Am: 20.04.2025 11:13:52 Gelesen: 1527 # 1
Hallo zusammen, für die Arge AGF (= Arbeitsgemeinschaft Forschung Deutsche Bundespost im BDPh e.V.) katalogisiere ich die Verpackungen der Großbogen aus den Sammelgebieten Bund (bis MiNr. 1753 vom Sept. 1994) und Berlin. Dabei handelt es sich um Postwertzeichentaschen (zu je 20 Bogen), Wertzeichenpakete (mit je 5 Wertzeichentaschen) und Großpackungen (mit je 10 Wertzeichenpaketen) aus den verschiedenen Druckereien, die jeweils mit den entsprechenden Aufklebern beschriften sind. Bei der Produktion dieser Aufkleber ist es (natürlich) auch zu Fehlern gekommen. Die mir vorliegenden Exemplare dieser Aufkleber will ich in dieser Artikelserie vorstellen. Die am 5. Nov. 1991 erschienene Sondermarke zum 100. Geburtstag des Politikers Julius Leber (MiNr. 1574) wurde in der Druckerei Schwann-Bagel (Düsseldorf) hergestellt und dort auch verpackt. Beim Druck der Aufkleber für die Wertzeichenpakete passierte das Missgeschick, dass der Gesamtwert der verpackten 100 Bogen (= 2.500 Marken zu je 100 Pf) fälschlicherweise mit nur "500 DM" anstatt der korrekten Angabe "2.500 DM" angegeben wurde. Der Fehler wurde wohl rechtzeitig vor der Auslieferung bemerkt, was dazu führte, dass die Aufkleber handschriftlich mit einem roten Edding-Stift von verschiedenen Mitarbeitern korrigiert bzw. ergänzt wurden. Die erste Abbildung zeigt den kompletten Aufkleber, die zweite dann vergrößert die entsprechende Stelle. Natürlich gibt es sicherlich noch weitere fehlerhafte Stücke, die mir nicht vorlegen bzw. die mir noch nicht aufgefallen sind. Gerne dürfen sich hier auch andere Sammler zu Wort melden und solche fehlerhaften Stücke vorstellen. Wer sich an dieser Katalogisierung beteiligen möchte und Stücke davon besitzt, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen und mir Informationen über ihm vorliegende Bogenverpackungen (mit oder ohne Fehler) zukommen lassen. Soweit für heute mit dem Start dieses Themas. Bei Gelegenheit geht es mit anderen solcher "Malheur-Stücke" aus dem Sammelgebiet Bund weiter. Beste Ostergrüße an alle Mitleser notna1
notna1 Am: 21.04.2025 10:09:25 Gelesen: 1461 # 2
Hallo zusammen, gestern habe ich mit einem „Malheur-Stück“ der Druckerei Schwann-Bagel angefangen und so will ich jetzt erst die mir bekannten fehlerhaften Stücke aus dieser Druckerei abarbeiten. Bei MiNr. 1598, der am 12. März 1992 erschienenen Sondermarke „750 Jahre Kiel“ erscheint auf den Aufklebern für die Wertzeichenpakete wegen der dort falsch angegebenen Bogengröße (25 Stück anstatt 50 Stück) die Angabe „25 Stück = 2 500 Stück“ des Inhaltes, was diesmal auf den Aufklebern nicht korrigiert wurde. Stattdessen wurde den Verpackungen ein Informationsblatt (DIN A4) mit den entsprechenden Hinweisen beigefügt. Da dieses Blatt anscheinend von der "Verpackungsstelle Postamt Mönchengladbach 1 Nr. 3"! stammt, ist davon auszugehen, dass die Bogen nicht in der Druckerei sondern dort in Mönchengladbach verpackt wurden. Für mich ist dabei erstaunlich, dass auf diesem Blatt der Post auch die MiNr. 1598 erscheint ! ? ! Bild 1 zeigt den gesamten Aufkleber (Format ca. 30 cm x 10 cm), Bild 2 die fehlerhafte Stelle und Bild 3 dann das mir leider nur als s/w-Kopie vorliegende Informationsblatt. Aufgefallen ist mir auch die Tatsache, dass der Doppelrahmen rechts, der die Informationen über den Inhalt und die Bearbeitungsvorschriften enthält, mit dem Begriff „Sonderpostwertzeichen“ überschrieben ist, während links davon (um 90° gedreht) die Angabe „Sondermarke“ erscheint. Anscheinend wurden die beiden Begriffe nicht eindeutig verwendet. Viele Phila-Grüße notna1
notna1 Am: 24.04.2025 09:59:35 Gelesen: 1351 # 3
Hallo, bei der Herstellung der Bogenverpackungen für die Bund-Sondermarke MiNr. 1132 „100 Jahre Kieler Woche“, die am 5. Mai 1982 ihren Ersttag hatte, wurde auf den entsprechenden Aufklebern der 6. Mai 1982 als erster Verkaufstag angegeben. Dazu liegen mir Aufkleber für die Postwertzeichentaschen vor, bei denen die falsche Tagesangabe unbearbeitet geblieben, diese Aufkleber aber mit einem Handstempel (Datumsstempel) in Rot um die richtige Angabe „5. MAI 1982“ ergänzt worden waren. Erstaunlicherweise wurden die Aufkleber für die Wertzeichenpakete anscheinend unkorrigiert ausgeliefert. Wie auf den Scans zu ersehen ist, erschient bei den Postwertzeichentaschen (für 20 Bogen) dieser Text mit dem Hinweis zur Erstausgabetag auf der rechten Seite der Aufkleber, auf denen der nächstgrößeren Verpackungseinheit (für 100 Bogen) dann aber links. Einen Grund dafür konnte ich bisher nicht ausmachen. Soweit mein Beitrag zu MiNr. 1132. Erwähnt sei bei dieser Gelegenheit, dass in der Druckerei Schwann-Bagel bzw. vorher Bagel in Düsseldorf nur Sondermarken aus dem Sammelgebiet Bund gedruckt worden waren. Beste Sammlergrüße an einem endlich einmal verregneten Tag notna1
notna1 Am: 25.04.2025 10:10:33 Gelesen: 1302 # 4
Hallo, heute komme ich bei der Aufzählung der mir bekannten „Malheur-Stücke“ der aus der Druckerei Schwann-Bagel stammenden Aufkleber nun (endlich) ans Ende. Das Stück, das ich jetzt vorstellen kann, gehört zu MiNr. 1271, der am 13. Febr. 1986 erschienenen Sondermarke „1200 Jahre Bad Hersfeld“. Bei den Aufklebern für die Postwertzeichentaschen wurde der Gesamtwert der verpackten Bogen mit der fehlerhaften Angabe „300 DM“ anstatt der korrekten Zahl „600 DM“ angegeben. Anschließend, d.h. nachdem der Fehler bemerkt worden war, wurde die falsche Zahl „300“ durchgestrichen und mittels eines schwarzen Stempelabdruckes korrigiert. Auch hier zeige ich wieder den gesamten Aufkleber sowie vergrößert den entsprechenden Ausschnitt. Mit diesem Aufkleber ist meine Aufzählung der fehlerhaften Stücke aus Düsseldorf beendet. Ich will aber nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass es natürlich noch weitere der nicht korrekten Aufkleber geben kann, und ich bitte um Meldung solcher Stücke. Natürlich weiß ich auch, dass nicht viele Sammler diese Bogenverpackungen besitzen. Aber: man weiß ja nie. Als nächstes will ich dann Aufkleber einer Sondermarke aus der Wertpapier-Druckerei Leipzig vorstellen. Mit den besten Sammlergrüßen notna1
notna1 Am: 29.04.2025 20:05:05 Gelesen: 1254 # 5
Hallo, im zweiten Teil meiner Ausführungen zu den fehlerhaften Aufklebern für die Bogenverpackungen kann ich jetzt die mir aus der Wertpapier-Druckerei Leipzig bekannten Stücke vorstellen. Die Wertpapier-Druckerei Leipzig kam bei der Ausgabe „1. Jahrestag der innerdeutschen Grenzen und der Berliner Mauer“ (MiNr. 1441/42 sowie Bl. 22) vom 6. Nov. 1990 zu ihrem ersten Einsatz beim Briefmarkendruck der Bund-Marken. Beim Druck der Aufkleber für die Sondermarke „ 150 Jahre Orden ‚Pour le mérite‘ “ (MiNr. 1613) vom 7. Mai 1990 hatten die Mitarbeiter der Druckerei wohl Schwierigkeiten mit der korrekten Schreibweise des Orden-Namens. Diese nicht korrekte Bezeichnung zieht sich durch alle drei für die unterschiedlichen Verpackungen produzierten Versionen der Aufkleber durch. Hier zeige ich als erstes die Scans der Aufkleber - wie gewohnt zuerst für den kompletten Aufkleber und anschließend für den betreffenden Ausschnitt davon - für die Postwertzeichentaschen. Die nächsten Scans gehören zu den Aufklebern der entsprechenden Wertzeichenpakete (mit 100 Bogen). Den Abschluss bilden die beiden Scans von einen Exemplar des Aufklebers der Großpackungen. Aufgefallen ist mir bei diesen Aufklebern auch die Wertangabe der Briefmarken: während es bei den Aufklebern der Postwertzeichentaschen "100 Pf" heißt, wird bei den beiden anderen Stücken dann die Bezeichnung "1,00 DM" gewählt. Damit kann ich das Vorstellen der „Malheur-Stücke“ aus Leipzig auch schon beenden, da mir aus dieser Druckerei nichts weiter bekannt ist, was in diese Kategorie gehören könnte. Viele Phila-Grüße notna1
notna1 Am: 04.05.2025 09:20:59 Gelesen: 1187 # 6
Hallo, im dritten und abschließenden Teil meiner Ausführungen zu den fehlerhalten Aufklebern für die Bogenverpackungen komme ich zu den Druckstücken aus der Bundesdruckerei Berlin; dort wurden von Anfang an die meisten der Bund-Markenausgaben gedruckt. Bei allen Dauerserien-Ausgaben und allen Zuschlagsmarken sowie vielen Sondermarken wurde der Druckauftrag an diese Druckerei vergeben. Im Rahmen der Sondermarken-Serie „Deutsche Malerei des 20. Jahrhunderts“ kam am 11. Aug. 1994 als MiNr. 1749 die 200 Pf-Marke „Landschaft bei Dresden“ des Malers Erich Heckel an diese Postschalter. Beim Setzen des Textes für die zugehörigen Aufkleber der Verpackungen dieser Marke war der zuständige Mitarbeiter der Druckerei (Kunstbanause?) mit seinen Gedanken anscheinend beim ähnlich klingenden Namen des Industrieerzeugers, da er den Namen des Malers in „Henkel“ abänderte. Dieser Fehler war anschließend wohl niemandem aufgefallen. Hier kann ich den Aufkleber der Postwertzeichentaschen im Ganzen und den entsprechenden Ausschnitt zeigen. Die auf diesem Aufkleber handschriftlich angebrachte, korrigierte Wertangabe des Inhalts bezieht sich nicht auf einen fehlerhaften Druck; vermutlich war die Tasche nur noch halb gefüllt, als diese Angabe gemacht wurde. Bei den Aufklebern für die Wertzeichenpakete ist der Name des Malers nicht genannt, so dass das Malheur hier nicht passieren konnte. Bei der Ausgabe MiNr. 1308, der Sondermarke zum Jubiläum „750 Jahre Berlin“ vom 15. Jan. 1987 wurden die Aufkleber für die Wertzeichenpakete (mit 100 Bogen) ursprünglich anscheinend mit der Angabe "50 Stück" für die Bogengröße produziert; nachdem der Fehler wohl noch rechtzeitig entdeckt worden war, hatte man einen der Aufkleber an den fehlerhaften drei Stellen wohl mit Aufklebern überklebt und dort handschriftlich die richtigen Angaben eingetragen. Anschließend waren jetzt die Aufkleber auf grünem Papier kopiert und so verwendet worden. Alle mir bekannten Aufkleber sind von dieser Art. Auch hier zeige ich Scans vom kompletten Aufkleber und von den betreffenden Stellen im Detail. Soweit meine bisherigen Entdeckungen an Druckfehlern bei den Aufklebern für die Bogenverpackungen der Bund-Marken. Sollte ich noch weitere Entdeckungen machen, werde ich selbstverständlich die betreffenden „Malheurstücke“ hier wieder vorstellen. Mit den besten Sammlergrüßen notna1