In der Britischen Zone war für Postscheckbriefe ab Ende 1945 bis zum 28.2.1946 5 Rpf Gebühr fällig. Vom 1.3.1946 bis zum 31.7.1948 betrug die Gebühr 10 Rpf/Pf. [1] Danach waren sie gebührenfrei.
Der Postscheckbrief aus Essen-Rellinghausen an das Postscheckamt Essen wurde am 14.4.46 nicht mit Briefmarken freigemacht, sondern mit einer Barfrankatur versehen. Der Gebührenstempel entspricht der Katalognummer 1025 im Richter [2]. Allerdings ist der Tagesstempel Essen-Rellinghausen d, der hier zum Einsatz kam, nicht aufgeführt.
Was der kleine Zweizeiler
Oberjal / Essen auf der Briefrückseite zu bedeuten hat, kann ich nicht sagen.
Aus Papiermangel wurde noch ein Briefvordruck aus 11/41 aufgebraucht. Der Vermerk
(Innerhalb des Großdeutschen Reichs gebührenfrei) blieb erhalten.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
[1] Jakob Vetter, Über die portopflichtigen deutschen deutschen Postscheckbriefe 1945/48, DBZ 20/84
[2] Hans-J. Richter, Barfrankaturen in den vier Besatzungszonen Deutschlands und in Berlin 1945-1949, Handbuch und Katalog