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Schweizer Post Vaduz: Echte Botenpost Marken waren nur wertloses Papier

Richard Am: 12.04.2025 09:24:25 Gelesen: 1177 # 1
Neulich bei Ricardo ... ... wurde vom Verkäufer Rac0 mit 16’966 verkauften Artikeln ein Stück Papier mit folgendem Text und Bild angeboten. Botenpost 1918 VADUZ - Sevelen kompletter BOGEN Startgebot CHF 1’500 Botenpost VADUZ. Einzelmarke ** notiert im Katalog mit CHF 1’200, Bogen bei CHF 72’000 plus LP. Kompletter Vorlagebogen (Etiketten ohne Eindruck) zu 60 Stk. postfrisch (4x Falzspur). Seltenes Sammlerstück, ideal für Philatelisten und Liebhaber von historischen Postwertzeichen. Der Bogen ist in gutem Zustand mit leichten Altersspuren, welche jedoch die Schönheit nicht mindern. Einzigartige Gelegenheit Ihre Sammlung zu erweitern. Garantie: Keine Garantie vorhanden. Artikelnummer 1278032962 Hier stimmt gar nichts! 1. Die echten Marken der Botenpost Vaduz Sevelen tragen einen schwarzen Aufdruck «Schweizer Post Vaduz». Diese Marken wurden in Bögen zu 60 Stück hergestellt, indem Klebeetiketten bedruckt wurden. Diese Klebeetiketten waren zum Beschriften von Marmeladegläsern in Schreibwarenläden erhältlich. Manchmal werden unbedruckte Etiketten als grosse Raritäten verkauft. Sie sind es nicht, es handelt sich wirklich um alte Marmeladenetiketten. 2. Bei einem Vorlagebogen handelt es sich um einen Bogen von Briefmarken, der dem Auftraggeber — in diesem Falle einer offiziellen Stelle - vorgelegt wurde, damit diese Stelle entscheiden konnte, ob der Druck so ausgeführt werden kann. Bei diesem Stück Papier hat jemand mit einem Gummistempel mit roter Farbe ein Signet aufgestempelt. 3. Erstaunlicherweise konnte der Verkäufer einen trotz fehlender philatelistischer Kenntnisse exakten Katalogwert bestimmen. Warum er keine Garantie übernimmt, darüber könnten wir spekulieren; vielleicht weil er ahnt| damit rechnet|weiss, dass das Stück nicht echt ist und nicht mit der Beschreibung übereinstimmt? Der Verkäufer wurde am 24. Januar 2025 auf die fehlerhafte Beschreibung hingewiesen, hat freundlich geantwortet und dennoch das Angebot aufrechterhalten. Wie die Sache juristisch zu sehen ist, ob es sich also um versuchten Betrug handelt, kann nur ein Gericht feststellen. Wie die Sache philatelistisch zu sehen ist, ist sonnenklar: Die Beschreibung ist falsch, das Stück ist philatelistisch wertlos. Der potenzielle Käufer schmeisst sein Geld zum Fenster raus. Angebot auf Ricardo echte Marke Detailausschnitt der Fälschung Johannes Hoffner Kommission zum Schutz der Philatelie des VSPhV Literatur: LBK Liechtensteiner Briefmarkenkatalog 2024 https://historisches-lexikon.li/Post abgerufen 24.1.2025 Otto Rudolf Gemeinde-Botenpost Vaduz-Sevelen 1918, Schriftenreihe Ring der Liechtensteinsammler Heft 4 Die Redaktion bedankt sich bei Johannes Hoffner, Mitglied SBPV, BPP und Philaseiten, für die Nachveröffentlichungsrechte an diesem Beitrag. Danke auch an Christina Rölli von der Chefredaktion der SBZ Schweizer Briefmarkenzeitung.
Richard Am: 07.07.2025 09:34:40 Gelesen: 820 # 2
Liebe Mitglieder, inzwischen sind viele Monate vergangen und der Anbieter hat noch immer keinen Käufer gefunden. Der Startpreis seines mehrfach eingestellten Angebots wurde mittlerweile von 1.500 auf 950 sfr zurückgenommen - für eine solche Rarität. Warum ein. Zitat: Kompletter Bogen (Etiketten ohne Eindruck) zu 60 Stk. angeboten wird, obwohl auf dem Bild des Bogens nur vier Felder ohne Eindruck zu sehen ist ? Vielleicht sollte er diese "wertvolle Einzelstück" geprüft zu einer der grossen Auktionen einliefern ? Hier das aktuelle Angebot aus CH 8426 Lufingen. Der uns bekannte gewerbliche Anbieter schreibt: Botenpost VADUZ. Einzelmarke ** notiert im Katalog mit je 1‘200.—, Bogen bei 72‘000CHF plus LP. Kompletter Bogen (Etiketten ohne Eindruck) zu 60Stk. Postfrisch (4x Falzspur). Seltenes Sammlerstück, ideal für Philatelisten und Liebhaber von historischen Postwertzeichen. Der Bogen ist in gutem Zustand mit leichten Altersspuren, welche jedoch die Schönheit nicht mindern. Einzigartige Gelegenheit Ihre Sammlung zu erweitern. Bitte beachten Sie dazu auch den Artikel in der SBZ. Der Prüfer geht davon aus, dass es sich um Etiketten für Marmeladengläser handelt. Ich denke wohl eher für Konfitüre, aber das Format ist dafür viel zu klein... Meine Hypothese: in der Not nahm man die beste Alternative, die eine Papeterie anzubieten hatte. Der hier zum Verkauf angebotene Muster war aufgrund der anderen Stempel nicht geeignet, lieferte jedoch die Basis für den Entscheider, die Botenpostmarken auf diesen Etiketten drucken zu lassen. Der Rahmen und das Format ist m.E. identisch. Leider gibt es zum Vorgang keine Aufzeichnungen, die mir bekannt sind. https://www.ricardo.ch/de/a/botenpost-1918-vaduz-sevelen-kompletter-bogen-ohne-druck-1278032962/ Soweit das aktuelle Angebot. Fragt sich nur, in welchem Katalog der Bogen mit 72.000 sfr notiert ist ? Schöne Grüsse, Richard