Briefmarken Atteste

Thema:

Deutsches Reich Nachgebühren bei Auslandssendungen

dr31157 Am: 09.04.2025 20:46:09 Gelesen: 580 # 1
Hallo, ich zeige hier eine Streifbandsendung vom 14.03.1880 nach Liverpool. Eine Drucksache nach Großbritannien kostete nach meiner Kenntnis 8 Pf. Das Streifband S 5 trägt die Währungsangabe 3 Pf. Es fehlen demnach 5 Pf. zur portogerechten Frankatur. Ich kenne, das die Nachgebühr in blau notiert wird. Hier wurden "5 Pf." in rot notiert. Könnten die fehlenden 5 Pf. vom Absender in bar worden sein?, aber hier steht nichts von "bar". Kann mir bitte jemand den Sachverhalt erklären ? Viele Grüße Detlef
Lars Boettger Am: 09.04.2025 22:49:13 Gelesen: 551 # 2
@ dr31157 [#1]

Hallo Detlef,

die Gebühren für Streifbänder lagen ins UPU-Ausland in der 1. Gewichtsstufe bei 5 Pfennig / 50 Gramm, nicht bei 8 Pfennig. Es ist hier kein "T"-Stempel abgeschlagen, der auf ein Fehlporto hinweist. Meines Erachtens ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass die fehlenden 2 Pfennig bar bezahlt bzw. vom Absender eingezogen wurden.

Beste Grüsse!

Lars
dr31157 Am: 10.04.2025 15:29:18 Gelesen: 493 # 3
@ Lars Boettger [#2] Hallo Lars, vielen Dank für die schnelle Unterstützung. Ich habe auch angenommen, das der rote Vermerk keine Nachgebühr darstellt. Der Einlieferer hatte wohl mehrere Drucksachen, hauptsächlich mit Inlandsadressen darunter auch die Sendung mit der Auslandsadresse, ebenfalls versehen mit dem Inlandsstreifband zur Post gebracht. Am Postschalter wurde die Auslandsdrucksache mit 5 Pf. taxiert und das Differenzporto von 2 Pf. in bar erhoben. Auf eine eventuelle Nachgebühr und dem Porto über 8 Pf. bin ich über diese Fundstelle gekommen: MICHEL Deutschland-Spezial 2017 "Seite 340 - Postgebühren vom 01.01.1875 - 31.03.1900" - "Ausland: Großbritannien und Irland, Drucksachen bis 50 g, 8 Pf." Da bin ich wohl auf einen Druckfehler hereingefallen. Viele Grüße Detlef